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Aachen gewinnt beim Bundes-Wettbewerb Stadtgrün

Aachen – Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat am 14. September die Gewinner-Kommunen des Bundespreises Stadtgrün 2022 bekanntgegeben und ausgezeichnet. Mit dabei war auch die Stadt Aachen mit ihrem Suermondtpark. Die Stadt hatte im Suermondtviertel mehrere voneinander getrennte Grünanlagen durch den Abriss eines leerstehenden Gewerbebaus zu einer großen Anlage zusammengeführt. So entstand für die Bewohner*innen ein neuer Quartierspark, in dem Wasser gut versickern und der Raum besser gekühlt werden kann. Den Preis für die Stadt Aachen hat Landschaftsarchitekt Dr. Christoph Ruckert vom Fachbereich Klima und Umwelt in Berlin entgegengenommen.

Klima- und Umweltdezernent Heiko Thomas freut sich über diesen Preis. Er sagt: „Die Auszeichnung mit dem Bundespreis ist für uns eine Top-Motivation, den klimagerechten Umbau der Stadt weiter voranzutreiben. Der Suermondtpark ist heute ein innerstädtisches Kleinod. Hier kann man ausruhen, durchatmen, gärtnern, sich mit Freunden treffen, spielen, Sport machen oder einfach nur faulenzen. Und alles nebeneinander, miteinander, füreinander – ein echtes Stück Lebensqualität für unsere Stadt.“

Die diesjährige Auslobung stand unter dem Motto „Klimaanpassung und Lebensqualität“. Eine unabhängige, interdisziplinäre Jury unter dem Vorsitz der Parlamentarischen Staatssekretärin Cansel Kiziltepe hatte am 22. Juni 2022 die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Zuvor hatte das Nominierungsgremium aus den 85 eingereichten Beiträgen 20 Wettbewerbsbeiträge nominiert. Auf der Grundlage dieser Nominierungsliste wurden fünf Preise und vier Anerkennungen vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 15. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik in Berlin am 14. September statt.

Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sagte zur Preisverleihung: „Grüne Städte helfen uns, heiße Sommer wie diesen besser zu überstehen. Zum einen tragen sie dazu bei, das Klima zu schützen, zum anderen sorgen sie für Erfrischung und saubere Luft. Mit dem Preis Stadtgrün wollen wir Aufmerksamkeit auf die Projekte lenken, die schon heute für weniger Kohlendioxid (CO2) in den urbanen Räumen und für mehr Lebensqualität sorgen. Mit unserer G7-Veranstaltung zu resilienten Städten sorgen wir dafür, dass dieses Thema erstmals ein fester Bestandteil der G7-Beratungen wird.“

Die Preise sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert. Neben der Stadt Aachen waren auch Bad Saulgau (Projekt Umwandlung von Einheitsgrün in artenreiches Grün), Leipzig (Renaturierung „Rietzschke-Aue Sellerhausen), Mannheim (Taylor Park – Verbindungen schaffen und städtebauliche Neuordnung) und Tirschenreuth in der Oberpfalz (Stadt am Wasser – der blaue Ring) erfolgreich.

Die Jury würdigte die herausragenden Leistungen der Städte und Gemeinden in der Freiraumentwicklung. Bewertungskriterien waren der Beitrag zur Klimaanpassung, der Mehrwert für die Lebensqualität, die Gestaltung, der Planungs- und Umsetzungsprozess, die Zusammenarbeit und Einbindung der Akteure sowie Kreativität und Innovation.

Der Bundespreis Stadtgrün ist ein wichtiger Baustein in der Umsetzung des Weißbuchs Stadtgrün. Er wird vom Deutschen Städtetag, Deutschen Städte- und Gemeindebund und Deutschen Landkreistag unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

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Junge Mediziner nehmen Kindern spielerisch die Angst vorm Arztbesuch

Region/Mayen-Koblenz – Patientenbehandlung mal anders: Erkrankte oder verletzte Kuscheltiere konnten sich in der vergangenen Woche vertrauensvoll an das Teddybärkrankenhaus am Kemperhof wenden. Dafür wurde die Wiese neben der Kinderklinik von den Medizinstudenten im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein zum Krankenhaus unter freiem Himmel umfunktioniert.

Was im ersten Moment wie ein Spaß klingt, hat aber einen ernsten Hintergrund. „Die Idee hinter der Aktion ist es, Kindern die Gelegenheit zu bieten, den Arztbesuch aus der Eltern- und Beobachtungsperspektive zu erleben, ohne davor Angst haben zu müssen, selbst untersucht zu werden“, erklärt Prof. Dr. med. Bernd Markus, Ärztlicher Direktor am Kemperhof und Initiator des Teddybärkrankenhauses.

Dass dieser Ansatz Erfolg hat, zeigt das nicht gerade geringe Patientenaufkommen. Denn von der verletzten Pfote über Bauchweh bis hin zu einer Platzwunde am Kopf war in diesem Jahr alles dabei. Insgesamt mehr als 300 Kinder sind mit ihrem verletzten Kuscheltier oder kranken Puppe gekommen, um sie behandeln zu lassen. Die Behandlungswege für die Kuscheltiere simulieren dabei die gleichen Stationen, die die Kinder auch bei einem echten Krankenhausbesuch durchlaufen könnten.

Zunächst einmal muss jeder Kuscheltier-Patient an der Anmeldung aufgenommen werden, bevor dann je nach Ausmaß der Verletzung oder der Symptome die Terminkoordination für die verschiedenen Behandlungsschritte folgt. Eine erste ärztliche Begutachtung erfolgt im Untersuchungszelt, von wo aus es im Zweifelsfall dann weiter zur Röntgenabteilung geht. Am nächsten Stopp wird dann die weitere Behandlung vorgenommen, wie etwa einen Verband anlegen oder eine Spritze verabreichen.

Wen es ganz schlimm getroffen hat, der muss vor dem OP-Zelt warten. Hier dürfen die Kinder ihr Kuscheltier dann selbst in Narkose versetzen. Damit die Beschwerden nicht wieder schlimmer werden, gibt es noch Rezepte, die dann an der Apotheke abgeholt werden können. Großzügig werden die ausgestellten Rezepte gegen Medikamente, also Badeenten, Malsets oder auch etwas Süßes, eingetauscht. Die Aktion wird regelmäßig von den Ärzten im Praktischen Jahr realisiert, die sich dann für einige Tage in sogenannte Teddydoktoren verwandeln.

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Eine Krone für Kommern

Mechernich-Kommern – Mitte September stand für die Klasse 2b der Katholischen Grundschule (KGS) Kommern eine besondere Aktion auf dem Stundenplan. Auf dem Schulhof warteten nach der großen Pause Mitglieder des Gartenbau- und Verschönerungsvereins Kommern, um gemeinsam mit ihnen eine große Erntedankkrone zu binden. Dafür waren sie mit einem Anhänger voller Arbeitsmaterial zur Schule gekommen.

Bereits im 20. Jahr unterstützte auch Engelbert Felser, Gärtner und Ehrenvorsitzender des Vereins die Kinder und zeigte, wie man aus Stroh, Getreide, Äpfeln, Hagebutten, Beeren, verschiedenen Blättern und Blumendraht eine eindrucksvolle Erntedankkrone bindet.

Mit großem Eifer und viel Freude entstand so nach und nach die prächtige Krone. Am Ende der Aktion gab es dann als Belohnung Schokolade für die Kinder und heißen Kaffee für die Großen.

Schließlich wurde die gebundene Krone beim Erntedankfest in der Kommerner Bürgerhalle im ökumenischen Sinne gesegnet. Begeistert sangen die Kinder der KGS dabei ihre eingeübten Festlieder unter dem Erntedankbaum.

Als sie dann auch noch erfuhren, dass die Grundschule die Erntedankkrone nach dem Fest geschenkt bekomme, war der Jubel groß und alle waren sich einig: Die Arbeit hat sich gelohnt!

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Mit neuem Standort Niederzissen bleibt ZF im Landkreis Ahrweiler

Ahrweiler – Das ZF-Werk Ahrweiler wurde durch die Flut im Juli 2021 stark beschädigt. Erfolg der gemeinsamen Anstrengung von Unternehmen, Betriebsrat und politischen Vertretern bei der Suche nach einem alternativen Standort in unmittelbarer Nähe zur Hochwasserregion. Arbeitsplätze bleiben im Landkreis Ahrweiler erhalten. Umzug soll im Jahr 2024 erfolgen.

ZF hat die Suche nach einem neuen Standort für das Werk Ahrweiler erfolgreich abgeschlossen. Unternehmensleitung und Betriebsrat haben in engem Austausch mit politischen Vertretern gemeinsam die Entscheidung getroffen, eine neue Produktionsstätte im nahe gelegenen Industriegebiet Brohltal Ost / A 61 bei Niederzissen zu errichten. Das Werk Ahrweiler war während der Flutkatastrophe im Juli 2021 stark beschädigt worden. Schon bei der Ankündigung, die Produktion in ein nicht flutgefährdetes Gebiet verlagern zu wollen, hatte sich ZF zum Erhalt des Werks und der Arbeitsplätze in der Region bekannt. Dieses Versprechen hat das Unternehmen nun mit der Standortwahl eingelöst.

„Von Anfang war es oberste Priorität des Unternehmens, die Beschäftigung in der Region zu halten und der Belegschaft aus Ahrweiler einen sicheren Arbeitsplatz mit langfristiger Perspektive zu bieten“, sagt Dr. Peter Holdmann, Leiter der ZF-Division Pkw-Fahrwerktechnik. „Mit dem neuen Standort bleiben wir im Landkreis Ahrweiler. Er ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut zu erreichen und erfüllt alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fortführung der Produktion.“

ZF verfolgt beim neuen Standort einen sogenannten Greenfield-Ansatz. Das heißt, dass dieser durch bauliche Maßnahmen komplett neu erschlossen wird. Dennoch verfolgt das Unternehmen einen ambitionierten Zeitplan, nachdem der Umzug ab 2024 erfolgen soll. Die Details zu dem Neubau werden nun im Zuge des Planungs- und Genehmigungsverfahrens erarbeitet.

„In den letzten Monaten hat unsere Belegschaft Unglaubliches geleistet“, betont Standortleiter Ralf Hunke. „Gemeinsam mit ZF-Kollegen weltweit sowie im Schulterschluss mit unseren Kunden konnten wir in kürzester Zeit die Produktion wieder aufnehmen. Die jetzige Entscheidung für einen Zukunftsstandort bietet eine großartige Perspektive. Wir bedanken uns beim Betriebsrat, den politischen Vertretern und allen weiteren Beteiligten, die an diesem Prozess mitgewirkt haben.“

„Wir haben uns sehr dafür stark gemacht, den Kolleginnen und Kollegen keine unverhältnismäßig weiten Wegstrecken zuzumuten“, betont Rainer Stenz, Betriebsratsvorsitzender in Ahrweiler. „Mit der vereinbarten Lösung sind wir sehr zufrieden, da sie die Mitarbeiterbelange ebenso berücksichtigt wie die Interessen des Unternehmens.“

Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal und Vorsitzender des Zweckverbandes Industriegebiet Brohltal Ost / A 61, sagt: „Wir freuen uns darüber, ZF sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Ahrweiler eine neue Heimat bieten zu können. Es ist schön, dass ein so attraktiver Arbeitgeber und die Produktion technologisch anspruchsvoller Produkte im Landkreis Ahrweiler verbleiben.“

In den vergangenen Monaten hatte ZF vielfältige Optionen eingehend geprüft. Die wesentlichen Kriterien bei der Entscheidungsfindung waren die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, die Möglichkeit zur zeitnahen Umsetzung des Baus sowie die Nähe zum heutigen Werk.

Am ZF-Standort Ahrweiler sind derzeit rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Sie produzieren vor allem Ventile für innovative elektronische Dämpfungssysteme.

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Prüm feiert Gründung des Klosters vor 1.300 Jahren

Prüm – Mit einem städtischen Festakt am 17. September und einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann am 18. September in der St. Salvator-Basilika haben Stadt und Pfarrei die Gründung des Prümer Klosters vor 1.300 Jahren gefeiert. Das von Bertrada der Älteren im Jahr 721 begründete Kloster, in das Mitte des 9. Jahrhunderts sogar der römische Kaiser Lothar I. eintrat, gilt als Keimzelle der Abteistadt in der Westeifel. Coronabedingt fand das Gründungsjubiläum erst nach 1.301 Jahren statt.

Im Falle von Prüm lasse sich das Kirchenjubiläum kaum vom Stadtjubiläum trennen, erläuterte Bischof Ackermann in seiner Predigt. Sei zunächst die Abtei prägender Ausgangspunkt gewesen, habe später das städtische Gemeinwesen den Ort bestimmt. Das Wechselverhältnis von Kirche und Stadt, von Glaube und Welt, stehe dafür, dass beide Seiten voneinander lernen könnten, sagte der Bischof. Die biblischen Lesungen des Tages sprächen von diesem „Miteinander von Kirche und Gesellschaft“. Der „sozialkritische“ So trete etwa der Prophet Amos gegen die Ausbeutung der Armen auf, und im Brief an Timotheus betone Paulus die Offenheit des Gebetes für alle Menschen – beides seien „Beiträge des Glaubens für den Zusammenhalt der Gesellschaft“.

Der Lesungstext aus dem Lukasevangelium weise hingegen „auf etwas hin, was die Welt den Christen geben kann“. Mit dem Gleichnis vom ungerechten Verwalter lobe Jesus die „Reaktionsgeschwindigkeit und Kreativität“ eines weltlichen Verwalters, der sich wegen der drohenden Entlassung durch seinen Herrn noch schnell die Gunst einiger Schuldner gesichert habe. Den Vorwurf der „Reaktionsträgheit“ richte die Gesellschaft heute an eine Kirche, die sich mit ihren Synoden zwar bemühe, aber der es nur schwer gelinge, die „Zeichen der Zeit zu verstehen und mit Mut und Ideenreichtum Konsequenzen zu ziehen“. Für dieses Voneinander-Lernen zwischen Kirche und Welt „sind die Stadt und die Abtei Prüm ein Beispiel“, resümierte der Bischof. „Beide haben einander viel zu sagen.“

Pfarrer Christoph Kipper lud zum anschließenden Pfarrfest neben der Basilika ein. Zum Rahmenprogramm gehörte unter anderem ein Abendlob mit Orgelmusik des ehemaligen Regionalkantors Christoph Schömig, der auch das Pontifikalamt an der Orgel musikalisch begleitete. Neben dem Bischof und Pfarrer Kipper feierten am Altar die Kooperatoren Pfarrer Stefan Trauten und Pater Jineesh E. Manganthanath den Gottesdienst mit. Pfarrer Kipper lud zum Besuch des bis in den Nachmittag geöffneten Reliquien-Schreins im Altarraum ein, der Teile der Sandalen Christi birgt. Ihnen verdankt die Basilika das Christus-Patronat als dem Erlöser „Sankt Salvator“.

Der öffentliche Festakt zum Gründungsjubiläum fand am Vortag in der Basilika statt. Darin stellte Dr. Lars Blöck von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz die Ergebnisse der Ausgrabungen rund um die mittelalterliche Abteikirche vor, die ein neues Sonderheft des Geschichtsvereins Prümer Land dokumentiert. Die neu gegründete Kirche soll Papst Leo III im Beisein Kaiser Karls des Großen um das Jahr 799 eingeweiht haben. Ab 1222 war das Kloster Mittelpunkt eines selbständigen Fürstentums, das 1576 Teil des Kurfürstentums Trier wurde. Die Abtei wurde 1802 säkularisiert. Die Basilika beherbergt bis heute das Grabmahl Kaiser Lothars I.

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Antrittsbesuch der Aachener OBin Keupen bei der Partnerstadt Istanbul-Sariyer

Aachen – Auf Einladung des Bürgermeisters Sücrü Genc besuchte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen am vergangenen Wochenende zum ersten Mal die Aachener Partnerstadt Istanbul-Sariyer. Besonders wichtig war ihr, auf der intensiven dreitägigen Reise Bildungs- und Frauenprojekte vor Ort kennenzulernen und die besondere Bedeutung der jungen Generation herauszustellen. So besuchte sie unter anderem eine von Frauen geleitete Landwirtschaftskooperative und die Sariyer Akademie, die Schülerinnen und Schülern aus einkommensschwachen Haushalten Bildungszugänge eröffnet.

Mobilität nachhaltig zu organisieren, ist in Sariyer eine ebenso wichtige Herausforderung wie in Aachen. Beindruckend war daher die Premierenfahrt mit einer neuen Seilbahn, die einen wichtigen Beitrag im Verkehrsnetz leistet, indem sie große Höhenunterschiede im Ort überwinden hilft. Bei diesem Treffen berichtete der Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem Imamoglu auch von der angespannten geopolitischen Rolle der Stadt.

Sibylle Keupen zeigte sich begeistert von der Gastfreundschaft der Menschen in Sariyer und ihrem Glauben an eine demokratische Zukunft in einem weltoffenen Europa: „Es sind diese persönlichen Verbindungen, die stabile Beziehungen über die Grenzen hinweg schaffen.“ Auch Bürgermeister Sükrü Genc bekräftigte: „Wir teilen viele gemeinsame Werte. Die langjährige Freundschaft unserer Städte wurde leider durch die Pandemie unterbrochen. Umso mehr freuen wir uns, dass sie nun neu erblühen konnte.“

Die Reise diente auch der Vorbereitung des 10-jährigen-Jubiläums der Städtepartnerschaft Aachen-Istanbul-Sariyer, welches im nächsten Jahr stattfinden wird.

Im Rahmen eines Feierstunde im Kulturzentrum von Sariyer überreichte zudem Reiner Bertrand, der Vorsitzende des Aachener Vereins Eurotürk e. V., 100 Notfall-Rucksäcke an Ersthelferinnen, die in Erdbebengebieten eine wichtige Notversorgung garantieren sollen, sowie eine Spende in Höhe von 12.000 Euro für einen Museumsneubau, der vor Erdbeben geschützt werden soll.

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Fassanstich mit mehr als 2.000 Handwerkern beim Oktoberfest des Handwerks

Region/Koblenz – HwK Koblenz bedankt sich mit Oktoberfest des Handwerks für ehrenamtliches Engagement und bei Freunden des Handwerks. Am Tag des Handwerks lud die Handwerkskammer Koblenz Handwerker, Ehrenamtliche und Freunde des Handwerks aus Politik und Gesellschaft zu ihrem zweiten Oktoberfest des Handwerks am Wallersheimer Kreisel ein. Mehr als 2.000 Gäste folgten der Einladung und feierten zu bayrischen und kölschen Klängen mit Bretzeln und Wiesn-Bier.

Volles Wiesn-Zelt in Koblenz mit mehr als 2.000 Gästen, die der Einladung der HwK Koblenz auf das Oktoberfest des Handwerks gefolgt waren. Für gute Stimmung sorgte unter anderem die Kölsche Band „Die Räuber“. Foto: Michael Jordan

Mit nur sieben Schlägen beim traditionellen Fassanstich eröffnete die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt das Oktoberfest des Handwerks. In ihrer Festansprache betonte die Ministerin wie wichtig es sei, auch schwierigen Zeiten mit Zuversicht zu begegnen. „Ich bin beeindruckt von dieser tollen Stimmung und dem Zusammenhalt der Handwerker-Familie“, so Daniela Schmitt. Zu der Handwerker-Familie gehörte auch die Community „#lustaufhandwerk“, die mit über 200 Mitgliedern aus der ganzen Bundesrepublik anreiste. Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, sowie Ralf Hellrich, HwK-Hauptgeschäftsführer, freuten sich über den starken Zuspruch und die grandiose Feieratmosphäre. „Das Fest macht Lust auf eine dritte Auflage im kommenden Jahr! O´zapft is!“, so Kurt Krautscheid.

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Neuer EIFEL Produzent aus der Nordeifel – Regionalmarke EIFEL erweitert Produktportfolio um Bio-Heu

Schmidtheim/Prüm – Schloss Schmidtheim liegt inmitten der Natur- und Kulturlandschaft der Nordeifel. Seit mehr als einem halben Jahrtausend ist das Schloss mit seinen Wäldern und Wiesen das Zuhause der Grafen Beissel von Gymnich. Seit jeher besitzt die Familie eine hohe Verbundenheit zur Eifeler Natur und fühlt sich somit für sie verantwortlich. Zum Erhalt des Hauses, des Waldes und für das eigene Auskommen bewirtschaftet die Familie den Wald sowie die umliegenden Wiesen und Weiden auf eine nachhaltige und klimafreundliche Weise.

Sohn Damian Graf Beissel hat seine Passion zum Beruf gemacht. Nach einem Studium in Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement, ist er seit einigen Jahren für die Pflege des Schmidtheimer Waldes und der dazugehörigen Landwirtschaft mit verantwortlich. „Bei der Bewirtschaftung der Wiesen spielt der Artenschutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt für uns eine große Rolle. So betreiben wir seit 2019 eine BIO-zertifizierte Landwirtschaft. Unser Ziel ist es, möglichst im Einklang mit der Natur zu leben und zu arbeiten. So werden beispielsweise Heckenschnitte als Reisighaufen in den Randbereichen angelegt als Lebensraum für die Tier- und Insektenwelt“, erläutert der Forstwirt.

„Wir kennen die Regionalmarke EIFEL schon viele Jahre und haben uns jetzt dazu entschlossen, mit unserem neuen Produkt BIO-Heu Teil der Qualitätsgemeinschaft zu werden. Denn unser Denken und Handeln entspricht der Philosophie der Regionalmarke. Auch freuen wir uns auf die Gemeinschaft der Mitglieder im Netzwerk. Wir sind vollends überzeugt, dass man nur durch Kooperationen und Ideenaustausch die heutigen turbulenten Zeiten meistern kann“, so die Familie im Gespräch.

Der Verkauf des BIO-Heus startete dieses Jahr. Angeboten werden v.a. 25 kg Rundballen, welche sich aufgrund ihrer Größe ideal als Futter für z.B. Pferde, Kaninchen oder Hasen eignen. Das neue EIFEL Produkt stellt damit eine schöne Ergänzung zum derzeitigen Portfolio der Marke dar. „Wir freuen uns eine so für die Landwirtschaft und den Naturschutz engagierte Familie als neuen EIFEL Produzenten begrüßen zu dürfen. Das passt sehr gut“, erklärt Markus Pfeifer, Geschäftsführer der Regionalmarke.

 

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2,45 Millionen Euro werden investiert – Neuer Rathaus-Anbau der Verbandsgemeinde-Verwaltung Vordereifel

Mayen – Symbolischer Spatenstich für die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes bei der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel. Offizieller Baubeginn in der Kelberger Straße. Der Anfang ist gemacht: zum symbolischen Spatenstich für den geplanten Rathaus-Anbau der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel hatte Bürgermeister Alfred Schomisch vergangenen Montag in die Kelberger Straße in Mayen eingeladen.

„Endlich geht es los“, sagte der Bürgermeister, als er gemeinsam mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Ratsmitgliederinnen und Ratsmitgliedern und Vertretern der ausführenden Firmen den Spaten in die Hand nahm. „Wenn alles glatt läuft, hoffen wir, im Herbst nächsten Jahres den Neubau beziehen zu können“, erklärte er. In 17 weiteren Büros findet die wachsende Zahl der Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter auf ca. 300 qm dann moderne Arbeitsplätze vor, und die Kolleginnen und Kollegen aus dem jetzigen Nebengebäude können ebenfalls wieder im Rathaus selbst untergebracht werden. Das neue Gebäude wird zudem mit einer modernen Wärmepumpe beheizt und eine Photovoltaik-Anlage liefert einen Teil der Stromversorgung.

Auch die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Vordereifel profitieren: Das leicht erreichbare Erdgeschoss des neuen Anbaus beherbergt zukünftig das Standesamt, Meldeamt und Touristik-Büro. Durch die dort vorhandene Barrierefreiheit können mobilitäts- und seheingeschränkte Menschen ihre Behördengänge dann ohne größere Schwierigkeiten absolvieren. Über den Aufzug im Bestandsgebäude können auch die oberen Etagen im neuen Trakt problemlos erreicht werden.

Das insgesamt knapp 2,45 Millionen Euro teure Bauvorhaben, inkl. Abriss des maroden Nebengebäudes, der Dachsanierung, der Garagenerweiterung, der Errichtung von Photovoltaikanlagen sowie der Parkplatzherstellung auch mit E-Ladesäulen, war im vergangenen Jahr vom Verbandsgemeinderat Vordereifel beschlossen worden. Das Land fördert einen Großteil des Gesamtprojektes, und zwar 2.149.000 €, aus Mitteln des I-Stock mit 1 Million Euro.

„Wir haben hier nun mit dem Rathaus-Anbau eine reizvolle Bauaufgabe, nämlich die weitere Verknüpfung von Alt und Neu, zu bewältigen. Ich freue mich ganz besonders darüber, dass bei der Ausschreibung der Arbeiten bisher regionale Unternehmen und Büros den Zuschlag erhalten konnten“, äußerte Bürgermeister Alfred Schomisch in seiner Ansprache erfreut. Die Architekten vom Büro Seelbach & Schäfer in Andernach haben das Gebäude entworfen, die Statik lieferte das Ingenieurbüro Rainer Weber aus Boos, und die Firma Hubert Knechtges GmbH & Co. KG aus Luxem wird die Erd- und Rohbauarbeiten ausführen.

In seiner Rede warf Bürgermeister Alfred Schomisch auch einen kurzen Blick auf die interessante Geschichte des Rathauses der Verbandsgemeinde Vordereifel: das erste Amtsgebäude der früheren „Landbürgermeisterei Mayen“ (gegründet 1857) war in den Jahren 1890-91 in der Kelberger Straße zum Preis von rund 64.936 Goldmark errichtet worden, was (lt. Internetrecherche) in etwa einem Wert von 640.270 Euro entspricht. Der erste Erweiterungsbau wurde 1982 – passend zum 125 jährigen Jubiläum der damaligen Verbandsgemeinde Mayen-Land – fertig gestellt und kostete rund 3,5 Millionen D-Mark.

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Schaufel-Übergabe am Büchel in Aachen – Bald wächst auf dem ZwischenZeit-Gelände die erste Wiese

Aachen – Auf knapp 5000 Quadratmetern entsteht in den kommenden Wochen die grüne ZwischenZeit-Fläche mit Wegen, Aktions- uns Aufenthaltsbereichen. Die ZwischenZeit am Büchel wird in zwei bis drei Jahren von der endgültigen Gestaltung für die öffentliche Freifläche abgelöst. Die Städtischen Entwicklungsgesellschaft lädt am Freitag, 23. September, von 11 bis 17 Uhr zum Aktionstag mit dem Planspiel „Platzreise zur Wiese“ an den Büchel ein. Ab 18 Uhr gibt es Informationen zu Verfahren und Ablauf des landschaftsplanerischen Wettbewerbs für den Büchel.

Das Parkhaus ist längst weg, die fast 5000 Quadratmeter große Fläche am Büchel ist mittlerweile verfüllt und eingeebnet worden. Der letzte Bagger des Abbruchunternehmens rückt in diesen Tagen ab. Nun übernehmen die Garten- und Landschaftsbauer das Kommando und richten das Areal für die ZwischenZeit her. „Wiese“ lautet schon jetzt das Stichwort! Auch wenn die Umsetzung der endgültigen Planung noch zwei bis drei Jahre auf sich warten lassen wird: einen ersten Vorgeschmack auf die neue Qualität der öffentlichen Freifläche am Büchel soll es schon kurzfristig geben. Daher freuen sich Stadt und die beim Altstadtquartier Büchel federführende Städtische Entwicklungsgesellschaft (SEGA), die Menschen schon in dieser Phase des Großprojekts mit der ZwischenZeit am Büchel begrüßen zu dürfen.

Mit viel Grün und attraktiver Aufenthaltsqualität soll dann auch das künftige Altstadtquartier punkten. Die städtebaulichen Planungen hierfür laufen auf Hochtouren. Doch bis die ersten Gebäude gebaut und die finalen öffentlichen Flächen gestaltet werden können, vergehen eben noch ein paar Jahre.

Wege, Wiese und eine kleine Bühne

Im Rahmen eines Pressetermins fand am Montag (19. September) die offizielle „Schaufelübergabe“ statt. SEGA-Chef Christoph Vogt dankte allen Beteiligten für das bisher Geleistete. Anschließend überreichte Janosz Itner von der F+R Industriemontage und Abbruch GmbH den Spaten an Marius Hüsges und seinen Chef Maik Jasper vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen. In den kommenden rund zehn Wochen entstehen auf dem Gelände zwischen Redhouse und Mefferdatisstraße nun Wege, ein Platz mit Sitzgelegenheiten und einer kleinen Holzbühne und eine „Oase“ mit weiteren Holzelementen und Spielsand. In den Randbereichen sollen ab kommendem Frühjahr unzählige Wildblumen und Pflanzen blühen. Auf den zentralen offenen Flächen sähen die Experten schon in Kürze Gras ein. Auch eine Beleuchtung der Fläche und ein Insektenhotel wird es – Dank eines Sponsorings der STAWAG – geben.

„Wir freuen uns, dass wir nun das nächste Kapitel am Büchel aufschlagen. Die Menschen sollen die Fläche schon in den kommenden Jahren nutzen können. Hier kann schon bald – vor allem natürlich in den Sommermonaten – gespielt und entspannt werden. Hier können sich Menschen treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Mit Partner-Initiativen werden Projekte wie die Wildblumenwiese entstehen und auch kleine Veranstaltungen können schon bald am Büchel stattfinden“, umriss SEGA-Geschäftsführer Vogt die Pläne für die ZwischenZeit am Büchel.

Ein Abriss mit vielen Herausforderungen

Janosz Itner vom Abbruchunternehmen F+R zog ein positives Fazit: „Der Abbruch des Parkhauses war eine besondere Herausforderung. Nun haben wir auch die letzten Arbeiten abgeschlossen. Wir haben die Grube verfüllt und die Drainage angelegt. Mit unserem Abschied aus Aachen wünschen wir dem Projekt Altstadtquartier Büchel weiterhin viel Erfolg.“

Dazu trägt in den kommenden Wochen auch die Firma Jasper bei, die für die Herrichtung der Freifläche verantwortlich ist. Geschäftsführer Maik Jasper sagte: „Schon in wenigen Wochen werden Passanten sehen, was hier am Büchel entsteht. Kommen Sie also gerne immer wieder mal vorbei, um live mitzubekommen, wie Wege und Grünflächen Gestalt annehmen.“

Als Projektleiter des städtischen Gebäudemanagements blickte Frank Schneiderwind auf die Anfänge des Großprojekts Parkhausabriss zurück: „Wir mussten so viele Aspekte bei den Planungen berücksichtigen: Der Thermalwasserzug, der direkt unter dem Büchel verläuft, musste geschützt werden – ebenso wie die angrenzenden Bestandsgebäude. Das hat uns an einigen Stellen wie dem Redhouse phasenweise vor immer wieder neue Probleme gestellt. Aber heute kann ich festhalten: Wir haben alle Herausforderungen gemeistert – von der Abbruchplanung bis zur Baustellenlogistik mit den über 1200 Lkw-Fahrten, die durch das enge Altstadtviertel geführt werden mussten.“ Einen besonderen Dank richtete daher Christoph Vogt an alle Anwohnenden und Geschäftstreibenden, die den Belastungen besonders ausgesetzt waren. „Die Nachbarschaft hat das Projekt toll mitgetragen!“ Wenn es zu Beschwerden kam, stand die SEGA stets als Ansprechpartnerin zur Verfügung. „Wir haben dann gemeinsam mit dem Abbruchunternehmen schnellstmöglich nach Lösungen gesucht, um die Einschränkungen zu minimieren.“

Aktionstag am 23. September

Wer mitmachen und sich in die weitere Planung am Büchel einbringen möchte, ist schon an diesem Freitag, 23. September, unter dem Motto „Was will ich hier zukünftig machen?“ dazu eingeladen. Das Planspiel „Platzreise zur Wiese“ gibt dazu die Gelegenheit. Die SEGA lädt von 11 bis 17 Uhr ein, am ehemaligen Parkhaus-Gelände vorbeizuschauen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Ab 18 Uhr werden schließlich das Verfahren und der Ablauf des landschaftsplanerischen Wettbewerbs vorgestellt. Dabei werden gute Beispiele für Freiräume in Aachen präsentiert und die Ergebnisse des Tages mit den Teilnehmenden diskutiert.

Beim Planspiel sammelt das SEGA-Team die Ideen der Bürgerschaft, welchen Charakter die „Wiese“ nach der ZwischenZeit erhalten soll. Das Ergebnis bekommen anschließend die Planungsbüros, die am Wettbewerb teilnehmen, ins Aufgabenheft geschrieben. Die SEGA wird die Besucher*innen mit einem Aktionsbus am Büchel empfangen, um dort mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Welche Visionen zur künftigen Nutzung der Grün- und Freifläche haben die Menschen? Dazu gibt es am 23. September hoffentlich viele spannende Anregungen.

Beim Aktionstag wird die SEGA pädagogisch von einem Team der Jugendkunstschule Bleiberger Fabrik unterstützt, das zudem einen Workshop zum Bau und zur Gestaltung von Liegestühlen für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren anbietet.