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Jugendbeirat Mayen im Austausch mit der Politik

Mayen, 27.10.2020 – Kürzlich traf sich der Jugendbeirat Mayen mit Vertretern der städtischen Parteien zu einem Austausch im Forum Mayen.

Unter Beachtung aller derzeitigen Coronaregeln waren 10 Mitglieder des Jugendbeirates, Frau Sondermann und Vertreter der im Rat vertretenen Parteien anwesend.

Die Jugendlichen hatten diesen Termin geplant, um die Möglichkeit zu bekommen, einige Fragen an die Politik zu stellen. Zugleich konnte der Jugendbeirat seine eigenen Vorstellungen und Planungen näher erläutern. Seitens der Mitglieder des Jugendbeirates wurde der Wunsch geäußert, mehr und besonders frühzeitig in Planungen, welche auch die Jugend betreffen, einbezogen zu werden.

Die Vertreter der Politik informierten sich bei den Jugendlichen über die aktuellen Projekte und gaben einige hilfreiche Tipps.

Unter anderem werden durch den Jugendbeirat aktuell Senioren bei Einkäufen unterstützt, Spielplätze erweitert und Skater- bzw. Mountainbikebahnen geplant.

Das Treffen war für alle Beteiligten sehr interessant und soll wiederholt werden.

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Kommune bewegt Welt: Kreis Düren gewinnt den Wettbewerb

Düren, 27.10.2020 – Der Kreis Düren hat den mit 20.000 Euro dotieren bundesweiten Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ gewonnen. In der Kategorie der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnern behaupteten sich die Aktiven aus dem Kreis Düren gegen die Mitbewerber. Corona-bedingt fand die Preisverleihung des Wettbewerbs von „Engagement global“ am 23. September 2020 erstmals virtuell statt.

Der Kreis Düren hatte sich mit vier Kooperationspartnern beworben: Initiator war der Verein GermAfrika Kompass, der von der Evangelischen Gemeinde zu Düren, dem Caritasverband für die Region Düren-Jülich sowie dem Verein Kultur ohne Grenzen unterstützt wurde. Gemeinsam überzeugte man die Jury von einer kommunalen Entwicklungspolitik, in der Migration und Entwicklung intensiv zusammen gedacht werden.

Im Mittelpunkt der Bewerbung stand die Veranstaltungsreihe „Glokal-Afrodeutsches Wochenende & Empowerment“. Sie rückt bedeutende entwicklungspolitische Themen im Bereich Migration und Entwicklung in die Öffentlichkeit. Hauptziel war es, das Thema auf lokaler Ebene unter dem Motto „Austausch auf Augenhöhe“ zu verankern. An den Glokal-Veranstaltung wirkten auch Solar Global e.V., der Sportverein 1912 Jülich, das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus und „Fußballvereine gegen Rechts“ mit.

Die Glokal-Veranstaltungsreihe vereint mit Migration und Integration zwei Teile, die oft separat gesehen werden und erweitert sie um Entwicklung als dritten Teil. 2018 hat die Veranstaltung den Weg für entwicklungspolitische Themen im Bereich Migration bereitet und wurde 2019 mit Fragestellungen rund um die Themen Umwelt und Klima erweitert. Zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich sollte die Veranstaltung 2020 das Thema „Innovation und wirtschaftliche Zusammenarbeit“ haben, was Corona-bedingt jedoch nicht möglich war.

Das Preisgeld von 20.000 Euro ist für die Verstetigung der Veranstaltungsreihe und die Stärkung des Themenfeldes „Migration und Entwicklung“ vorgesehen. Glokal besteht zurzeit aus zwei Hauptteilen, dem Politik- sowie dem Sport-/Kulturteil. Mit dem Preisgeld soll als drittes Themenfeld „Innovation und wirtschaftliche Zusammenarbeit“ dazukommen. So soll eine kleine Wirtschaftsmesse organisiert werden, auf der Projekte der wirtschaftlichen Entwicklung vorgestellt werden. Für Emmanuel Ndahayo, einer der beiden Vorsitzenden des Vereins GermAfrika Kompass, ist das eine Herzensangelegenheit: „Die Partner sollten sich auch auf wirtschaftlichem Feld auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam ausloten, welche Kooperationen möglich und sinnvoll sind.“

Der seit 2014 zweijährlich stattfindende Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ zeichnet bundesweit das gemeinsame entwicklungspolitische Engagement von Kommunen und migrantischen Organisationen aus.

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Friedhof im Stadtteil Kürrenberg wird zum Schmuckstück

Mayen, 27.10.2020 – Bereits seit Jahren trifft sich eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren um den Initiator Manfred Neiss um einmal monatlich auf dem Friedhof in Kürrenberg Pflegearbeiten durchzuführen.

In vielen Arbeitsstunden wurden jeweils am ersten Montag im September und Oktober die durch den Wegfall der Grabstätten entstandenen Freiflächen wieder hergerichtet.

Ebenfalls wurden mit Unterstützung der Gemeindearbeiter und der Bereitstellung von Arbeitsgeräten durch den Betriebshof der Stadt Mayen die unbefestigten Fußwege überarbeitet.

Ebenso ist vorgesehen zum Ende des Monats Oktober nochmals zusätzlich eine Reinigungsaktion auf dem Friedhof durchzuführen, damit der Friedhof zum Fest „Allerheiligen“ wie in den vergangenen Jahren als Schmuckstück zu bewundern ist.

Ortsvorsteher Siegmar Stenner begrüßt diese Initiative und plant mit Herrn Neiss noch weitere Projekte, die dann von der „Seniorenband“ umgesetzt werden.

„Ohne diese 8 Personen wäre der Kürrenberger Friedhof nicht zu einem solchen Schmuckstück geworden!, betont Herr Stenner.

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Ab Montag, 2. November werden am Johannesweg die direkten Zufahrten Baumarkt, „Im Schmidtenloch“ und „Hubert-Roggendorf-Straße“ gesperrt

Mechernich, 27.10.2020 – Die Arbeiten am Johannesweg schreiten weiter zügig voran. Jüngst konnte der erste Bauabschnitt vom „Bahnhofsberg“ bis zur Einfahrt „Marienau“ asphaltiert werden.  Ab Montag, 2. November, werden die direkten Zu- bzw. Ausfahrten Baumarkt, „Im Schmidtenloch“ und „Hubert-Roggendorf-Straße“ gesperrt. Die notwendigen Umleitungen (siehe „Plan“) werden ausgeschildert.

Ingenieur Rudi Mießeler vom Planungsbüro „MR“ zieht eine zufriedene Zwischenbilanz: „Wir liegen gut im Zeitplan. Allerdings ist die Maßnahme im ersten Teilstück stellenweise etwas komplizierter als geplant, da jede Menge Fremdleitungen und Kabel in der Erde sind, die keiner sofort zuordnen kann. Dem müssen wir natürlich akribisch nachgehen.“

Aktuell werden Leitungen und Rohre im zweiten Bauabschnitt – von der Marienau bis zur Baumarkt-Zufahrt – erneuert. Anfang November soll dieser Johannesweg-Abschnitt fertig gestellt sein. „Ab dem Zeitpunkt kann auch das bislang bearbeite Teilstück vom Bahnhofsberg bis zur Marienau wieder für den Verkehr freigegeben werden“, erläutert Mario Dittmann, Fachbereichsleiter „Straßen“ der Stadt Mechernich an.

Auch der REWE-Markt sei dann – zumindest für Kunden vom Bahnhofsberg kommend – ohne Umleitungen erreichbar, ebenso die Wohngebiete Knappenweg und Marienau für Anlieger und Anwohner.

Verzögerungen witterungsbedingt möglich

Im nächsten Bauabschnitt werden ab kommenden Montag (2. November) die Zu- bzw. Ausfahrten zum Baumarkt, „Im Schmidtenloch“ und „Hubert-Roggendorf-Straße“ am Johannesweg gesperrt werden – voraussichtlich bis Anfang 2021.

„Der Zeitplan gilt natürlich nur, wenn der Winter nicht zu streng ist. Kleine Verschiebungen sind bei solch umfangreichen Sanierung-Maßnahmen immer möglich und nicht auszuschließen“, so Mießeler.

Die Behelfstrasse für die Umleitung durch den Wald zum „Schmidtenloch“ wurde bereits geschottert. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zum „Im Schmidtenloch“ gelangen Anwohner, Anlieger und Rettungsdienste dann über die Marienau und durch den Wald. Die Breite der dort eigens dafür angelegten und geschotterten Behelfsstraße ist weitestgehend auf vier Meter beschränkt. Davon ausgenommen sind nur zwei zehn Meter lange Ausweichstücke für den Gegenverkehr. An diesen Stellen beträgt die Trassenbreite sieben Meter.

Die Zufahrt zum Baumarkt wird während der dritten Bauphase über den Parkplatz am REWE-Markt möglich sein. Der Einbahnstraßenverkehr wird für diesen Zeitraum in der „Hubert-Roggendorf-Straße“ aufgehoben.

Der insgesamt knapp einen Kilometer lange Johannesweg, dessen Straßenbelag mehr einem Flickenteppich gleicht und dessen Kanalsystem marode ist, soll auf der kompletten Länge saniert und ausgebaut werden. Für die gesamte Maßnahme sind zwei Jahre eingeplant. Das Vorhaben war zuvor in zwei Bürgerversammlungen mit den Anliegern abgestimmt worden.

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Kupferstadt Stolberg lädt zum „Digitalen Netzwerktreffen und Fachtagung „Familiengerechte Kommune“

Stolberg, 27.10.2020 – Die Kupferstadt Stolberg ist Gastgeber des Netzwerktreffens „Familienfreundliche Kommune“, das am 26.10. und 27.10. digital stattfindet. Eigentlich sollten die zahlreichen Gäste aus anderen Kommunen und anderen Bundesländern im Zinkhütter Hof zusammenkommen, doch die Corona-Pandemie macht eine solche Zusammenkunft unmöglich.

Im September 2017 ist die Kupferstadt Stolberg als „Familiengerechte Kommune“ ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung ist zum einen eine Bestätigung für die Stadt, zum anderen aber auch eine dauernde Aufgabe. Was wurde bisher erreicht.

Ein Überblick:
– Die Beitragsfreiheit für das 3. Kita-Jahr
– Die Senkung der OGS-Beiträge um 25 Prozent
– Zügiger Ausbau der U3-Betreuung (z.B. Steinweg, Werth, Mausbach)
– Ausweitung der Randzeitenbetreuung in den Kitas
– Die Schaffung des Familienbüros in der Rathausstraße mit vielen Beratungs- und Hilfsangeboten für Familien
– Konzepte für sichere Schulwege
– Glasfaserausbau für ALLE Stolberger Schulstandorte ab 2021
Viele Projekte aus dem IHKo wie zum Beispiel:
– Die Kommunikationsplattform „DorfFunk“
– Die Gründung eines Bürgerfonds, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen für ihre Stadtteile finanziell gefördert bekommen können
– Schaffung eines Begegnungshauses in der Grüntalstraße
und viele kleinere Projekte…

„Familienfreundlichkeit ist aktive Standortpolitik, davon bin ich überzeugt. Es ist ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Kommunen. Familienfreundlichkeit ist Lebensqualität und Zusammenhalt. Deswegen sind wir sehr stolz auf diese Auszeichnung und begreifen diese als ständige Aufgabe. Wir betrachten Familien als unsere wichtigsten Grundpfeiler für das soziale, lebendige und gerechte Miteinander in unserer Stadt“, so Bürgermeister Patrick Haas in seinem Grußwort.

Seit der Auszeichnung als „Familiengerechte Kommune“ im Jahr 2017 wurde der Rat der Kupferstadt Stolberg jährlich über den Sachstand der jeweiligen Zielvereinbarungen durch den Jahresbericht informiert.
Das bestehende Zertifikat „Familiengerechte Kommune – Kupferstadt Stolberg“ endet in diesem Jahr und hat das Bilanzierungsaudit eingeleitet, an dessen Ende die Verlängerung des Zertifikates für weitere drei Jahre steht. Die Auftaktveranstaltung und der Strategieworkshop des Bilanzierungsaudits sind bereits Geschichte, nun folgen noch verschiedene Beteiligungsformate.

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Sinzig veröffentlicht Ergebnisse zum STADTRADELN

Sinzig, 27.10.2020 – Sinzig hat zum zweiten Mal an der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis teilgenommen. Insgesamt legten 228 Radelnde und 14 Mitglieder des Kommunalparlamentes 52.638 Kilometer zurück und vermieden damit 8 Tonnen CO2 im Vergleich zu Autofahrten. Das sind rund 16.000 km mehr erradelte Kilometer als im Vorjahr und eine Steigerung der CO2-Ersparnis um 3 Tonnen.

Am vergangenen Freitag fand die Siegerehrung in der alten Druckerei statt. Der erste Beigeordnete  der Stadt Sinzig Hans-Werner Adams, das Organisationteam um die Fahrrad AG des Bürgerforums und der Klimaschutzmanagerin Silke Merz bedankten sich für die rege Teilnahme und dem damit verbundenen klaren Zeichen zu mehr nachhaltiger Mobilität und Klimaschutz.

Prämiert wurden die radelaktivsten Teams und Einzelfahrer, darüber hinaus die fleißigsten Radler*innen aus der Kategorie KiTa, Schulen, Familien und Ü70-Fahrer.

Kategorie Team:

  • Platz 1: Team Eifelschreck mit 6.618 km
  • Platz 2: Team Steuerberatung Klotz mit 5.485 km
  • Platz 3: Team Amigos Pedalos mit 3.824 km

Kategorie Einzelfahrer:

  • Platz 1: Bernd Kree – Team Eifelschreck mit 1.686 km
  • Platz 2: Gunter Windheuser- Team Amigos Pedalos mit 1.253 km
  • Platz 3: Stefan Bagingski – Team Eifelschreck mit 1.067 km

Kategorie KiTa, Schulen, Familien und Senioren:

  • Team 6c Mädchen RGS mit 347 km
  • Team Familie Saltzmann mit 1.400 km
  • Team 70 Plus SchueZahr mit 1.303 km
  • Team KiTa Hellenbach Westum mit 3.306 km

Bundesweit beteiligten sich bis dato 1.482 Kommunen und 542.018 Radelnde an der Kampagne, die insgesamt 115.018.548 Kilometer zurückgelegt haben. Das Klima-Bündnis gibt im November die Gewinnerkommunen bekannt. Es bleibt also spannend!

2021 heißt es wieder: Sinzig tritt für Gesundheit, Klimaschutz und Spaß in die Pedale!

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Die ersten 20 Soldatinnen und Soldaten helfen im Gesundheitsamt

StädteRegion Aachen, 27.10.2020 – Während man im Juli die Zahl der aktiven Corona-Fälle und derjenigen, die im Gesundheitsamt die Kontaktpersonen-nachverfolgung geleistet haben an einer Hand abzählen konnte, hat sich nur gut drei Monate später alles grundlegend verändert.

Die 7-Tages-Inzidenz in der StädteRegion kratzt seit heute an der Marke von 200 und es gibt aktuell 1.204 aktive Corona-Fälle in der StädteRegion. „Zu jedem dieser Menschen stellen wir schnellstmöglich telefonischen Kontakt her und ermitteln die engen Kontaktpersonen“, sagt Thomas Wörpel, Leiter des Callcenters im Gesundheitsamt. Die Zahl der Kontakte ist sehr unterschiedlich: „Es können ganz wenige sein, aber manchmal sind es auch ganze Fußballvereine“. Das Gesundheitsamt geht aktuell von bis zu 30 Kontakten pro Person aus, die alle so schnell wie es leistbar ist, angerufen werden müssen.

Dabei helfen seit einigen Tagen schon 20 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Jetzt hat sich der Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, General Torsten Gersdorf, vor Ort im Gesundheitsamt ein Bild von der Lage gemacht.
„Wir brauchen jede Unterstützung. Deshalb sind wir dankbar, dass die Bundeswehr hier schon wertvolle Hilfe leistet,“ sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Monika Gube. Bei der Masse der neuen Fälle, die jeden Tag hinzukommen, erreicht man aber schnell die Grenzen. „Man kann in der Stunde vielleicht vier Anrufe schaffen.

Denn es reicht ja nicht, einer engen Kontaktperson nur kurz zu sagen: Gehen Sie in Quarantäne und lassen Sie sich testen. Es sind auch Ängste im Spiel und enorm viele Fragen, die diejenigen, die oft aus heiterem Himmel einen solchen Anruf erhalten, dann beantwortet wissen wollen“, sagt Wörpel.

Deshalb haben die gemeinsam tagenden Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen auch heute direkt den zweiten Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gestellt. „Wir brauchen schlicht jede helfende Hand. Dabei ist die Bundeswehr mit ihren Kräften, die ja verlässlich jede Woche für 40 Stunden pro Kopf zur Verfügung stehen, eine sehr gute Verstärkung für die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und die angestellten Hilfskräfte“, weiß Dr. Gube zu berichten. Im Callcenter arbeiten aktuell von 8:00 bis 20:00 Uhr im Schichtsystem immer gleichzeitig 47 Personen – und das auch am Wochenende.

General Gersdorf hat indes durchaus hoffnungsvolle Nachrichten für Stadt und StädteRegion Aachen. „Der Hilfeleistungsantrag geht natürlich seinen Weg und wird letztlich vom Bund entscheiden. Ich denke aber, dass wir hier aufgrund der extrem hohen Fallzahlen voraussichtlich schon in der kommenden Woche über das jetzige Maß hinaus unterstützen werden.“ Die Soldatinnen und Soldaten stammen übrigens alle aus der Aachener Region: „Da Aachen ja Garnisonsstadt ist, sehen wir das auch als Nachbarschaftshilfe. Unsere Leute sind hochmotiviert und wollen da sein, wenn sie gebraucht werden. Alleine im Land NRW helfen aktuell mehr als 500 Soldatinnen und Soldaten bei der Kontaktpersonennachverfolgung.“ Und bald wohl auch noch einige mehr im Gesundheitsamt der StädteRegion.

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Es ist angerichtet in Daun!

Daun, 26.10.2020 – Alle teilnehmenden Betriebe habe die ausgefüllten Teilnehmerkarten, die „Schatzkästen“ und die Gutscheine im Büro des GVV abgegeben.

Nun kann die Ziehung beginnen. Gesucht werden zunächst die beiden „Schatzkästchen“, in denen der Goldbarren im Wert von ca. 550,00 € versteckt ist.

Dann wird zunächst nur aus den Teilnehmerkarten dieser Betriebe der jeweilige Gewinner der Goldbarren ermittelt.

Danach wandern alle anderen ca. 16.000 Teilnehmerkarten in die Lostrommel, aus der dann die Gutscheine der teilgenommenen Betriebe gezogen werden. Über das Ergebnis wird berichtet und alle Gewinner werden telefonisch benachrichtigt.

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20 Jahre Notfallnachsorge des DRK Kreisverband Bernkastel-Wittlich e.V.

Wittlich, 26.10.2020 – Menschen werden zumeist unvorbereitet durch Not- und Unglücksfälle aus der Normalität ihres Lebens herausgerissen: Wenn Eltern durch das plötzliche Versterben ihres Kindes wie gelähmt sind, die Polizei nach einem schweren Verkehrsunfall der Familie die Nachricht über den Tod des Vaters überbringen muss oder Menschen mit dem Suizid eines nahen Angehörigen oder Freundes zurechtkommen müssen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Notfallnachsorge leisten dann „Erste Hilfe für die Seele“. Sie sind in den ersten Stunden zur Stelle, damit Menschen nach einem Unfall, Unglück oder Notfall nicht allein sind, bis Angehörige oder Freunde ihnen zur Seite stehen können. Sie hören zu, sie trösten, sie reden oder schweigen, sie leiten erste organisatorische Schritte ein – wie der Betroffene sich dies wünscht.

Um den Menschen in unserem Landkreis in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen wurde am 30.10.2000 die Notfallnachsorge des DRK Kreisverband Bernkastel-Wittlich e.V. gegründet. Seit dem hat sich der Einsatz der Notfallsorge in schwierigen Lebenssituationen bewährt, so dass sich die Einsatzzahlen bei jährlich 100 einpendeln. Das diesjährige Ausnahmejahr zeigt, dass der Bedarf durch die Corona-Krise noch weiter ansteigt. Insgesamt sind zum 20. Jubiläumsjahr 29 Personen in der Notfallnachsorge aktiv. Um zeitnah Hilfe gewährleisten zu können verteilen sich die Helfer/innen über den gesamten Landkreis Bernkastel-Wittlich. Sie treten dabei immer mit zwei Personen in den Einsatz. Neben einem hohen Maß an Lebenserfahrung und psychischer Stabilität bringen die Helfer/innen die Fähigkeit der Geduld des Zuhörens und Einfühlungsvermögen mit. Ebenso sind Sie in den verschiedenen Fachgebieten wie Erste Hilfe und psychologischer Gesprächsführung intensiv geschult.   

Die Notfallnachsorge wird von Polizei oder Feuerwehr hinzugerufen, vom Rettungsdienst oder dem Hausarzt. Aber auch Privatpersonen können den Notfallnachsorgedienst über die Rettungsleitstelle zu Hilfe rufen. Die Anforderung erfolgt unentgeltlich, denn die Einsatzkräfte sind ausschließlich ehrenamtlich tätig.

Die ursprüngliche Planung das 20. jährige Bestehen in der Baldenauhalle in Morbach mit allen Helfern und befreundeten Organisationen unter der Schirmherrschaft der Landesministerpräsidentin zu feiern wurde Corona bedingt ausgesetzt. Nun erfolgt lediglich eine kleine interne Feier am Gründungstag unter Einhaltung der Hygieneregeln. Aber so kennen wir die Notfallsachsorge – ruhig, unauffällig aber immer da, wenn sie benötigt wird.

Allen Helfer/innen des Notfallnachsorge-Teams ein großes Dankeschön für Ihren tollen Einsatz!!!

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Die Kreuser-Brüder als Motor des „Neuen Mechernichs“ und des wirtschaftlichen Aufschwungs der Stadt am Bleiberg

Mechernich, 26.10.2020 – „Diese seltsame Anfrage von Peter Lorenz-Könen nach einem Hochkreuz hat alles ins Rollen gebracht“, erinnert sich Eva Hüttenhain, Vorsitzende der Fördergesellschaft „Alter Friedhof Bonn“ noch genau an den Moment, als die Mail des Mechernicher Historikers beim Leiter des Bonner Stadtarchivs und der dortigen Historischen Bibliothek, Dr. Norbert Schloßmacher, vor etwa einem Jahr eintrudelte.

Aus dem ersten losen Kontakt wurde mehr: ein gemeinsames Stöbern in der Historie, ein Ziehen am selben Strang, was auch die Stadt Mechernich mit Rat und Tat unterstützte, und ein langersehntes Konzert, das schließlich vergangenen Sonntag stattfinden konnte.

Als die Posaunen und Tenorhörner auf dem Alten Friedhof in Bonn erklingen, ist es ein Gänsehautmoment für die Besucher. Das gespielte Steigerlied ist eng mit der Geschichte Mechernichs verbunden und wurde nicht grundlos an diesem besonderen Ort und vor genau dieser Grabstätte von den Musikern des Musikvereins „Harmonie“ Weyer angestimmt.

Grabstätten sind Spiegelbild des 19./20. Jahrhunderts

Der alte Friedhof ist ein Kleinod in der Bonner Innenstadt. Seine alten Grabstätten sind ein Spiegelbild der Bonner Kultur- und Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Außerdem ist der Friedhof für seine herausragende Grabmalkunst bekannt. Viele Persönlichkeiten Deutschlands fanden dort ihre letzte Ruhestätte, so auch ein Sohn der Stadt am Bleiberg, wie sich herausstellen sollte.

Zu Könens Anfrage habe man spontan nichts Konkretes sagen können, bekennt Hüttenhain. Die Bonner hätten zunächst sogar die Vermutung gehegt, dass das Grab der Familie Kreuser, die die letzte Ruhestätte 1874 gekauft hatte, leer sei. Neugierig geworden begaben sich die Historiker in der ehemaligen Landeshauptstadt daraufhin aber auf Spurensuche.

Einmeißelung entziffert

Hüttenhain versuchte gemeinsam mit Könen die letzten Reste der Einmeißelung am Grabstein zu entziffern. „Das war sehr schwer“, erzählt Hüttenhain. Doch ihre Mühen wurden belohnt. Sie fanden heraus, dass „mit Sicherheit“ dort zwei Personen, ein Mann und eine Frau, bestattet worden sind. Wenig später wurde klar, dass es sich um Hilarius Kreuser und seine Frau Josepha handeln muss.

Hilarius Kreuser war einer der vier Mechernicher Kreuser-Brüder, die als Väter des Bleierzabbaus, Begründer der Blütezeit Mechernichs und Motor wesentlicher Entwicklungen dieser Zeit gelten. „Hilarius, dessen Name komplett Johann Hilarius laut Geburtsregister lautete, verstarb im Januar 1888 in Folge eines Herzleidens im Alter von 78 Jahren in Bonn“, weiß Könen. Von 1851 bis 1853 sei er sogar Bürgermeister von Eicks, von 1859 bis 1961 (da zog er nach Bonn) stellvertretender Gemeindevorstand von Glehn gewesen.

Mit seiner Anfrage an die Bonner hat der Mechernicher Heimatforscher mehr erfahren zur Geschichte der Familie Kreuser, nämlich, dass sie in Bonn lebte, und wo sie beerdigt wurde, doch offen blieb die Frage: „Wo hat das Hochkreuz in Bonn gestanden?“

Hochkreuz vor 50 Jahren abgebaut

Bisher kann Könen belegen, dass die Familie Kreuser ihr auf dem „neuen Bonner Kirchhofe“ stehendes Grabdenkmal der Pfarrgemeinde Mechernich als Kirchhofkreuz schenken wollte und sogar unter bestimmten Bedingungen bereit sei die Kosten der Transloration und Aufstellung zu tragen. So ist es zu lesen in einem Auszug aus dem Protokollbuch des Katholischen Kirchenvorstandes in Mechernich zur Sitzung vom 11. März 1903. Am 6. Oktober 1970, vor ziemlich genau 50 Jahren, sei das Hochkreuz allerdings auf dem Mechernicher Friedhof abgebaut worden. Und dann verliere sich dessen Spur.

Locker lassen will Könen aber nicht. Mit der Historie der Kreusers arbeitet er auch die Geschichte Mechernichs weiter auf. Er betont: „Die vier Brüder gaben den Startschuss für die Entwicklung zum heutigen Mechernich.“

Begründer des Aufschwungs in Mechernich

Erst mit den Kreuser-Brüdern, Hilarius, Werner, Wilhelm und Karl, blühte der Bergbau, insbesondere in den Jahren 1877 bis 1886, auf und die Stadt erfuhr einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Kreusers  sorgten für den Bahnanschluss, den Ausbau des Ortes Mechernich in westlicher Richtung, für die neue Kirche und das Krankenhaus, zusätzlich für neue Straßenzüge und diverse Schulgebäude.

„Geht man durch das Mechernich, so sucht man vergebens nach einer Erinnerung an die Begründer des neuen Mechernichs. Kein Straßen- oder Platzname erinnert an diese vier Gebrüder“, bedauert Könen. Obwohl sie sogar an allen erdenklichen Fortschritten im 19. Jahrhundert die treibenden Auslöser gewesen seien.

Die Gruft von Hilarius und seiner Frau zeugt vom einstigen Ruhm der „Bergleute“. Als „besonders“ und „eindrucksvoll“ beschreibt Hüttenhain sie. Die aufwändig gearbeitete Steinplatte ziere außerdem ein hübscher Kranz aus Mohnkapseln. „Eine solche Verzierung ist sehr selten und sehr schön“, so die Bonnerin weiter. Mohn habe damals schon als Symbol für Schlaf, Traum, Tod, Vergessen und Schmerzlinderung gegolten.

Ein neobarockes, wertvolles Grabgitter fasst die Gruft ein, das Tor sei abgebrochen, aus den Angeln gehoben und einfach am Kreuz hinter dem Grabstein abgestellt worden. „Wir hatten Angst, dass es geklaut wird. Das wäre traurig“, so Hüttenhain. „Ihr“ Förderverein hat sich die Pflege der historisch bedeutenden Grabstätten auf dem Alten Friedhof zur Aufgabe gemacht.

 Stadt unterstützt Engagement

So suchte sie auch den Kontakt zur Stadt Mechernich. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sagte sofort seine Unterstützung zu. „Die Familie Kreuser hat an der Geschichte und Entwicklung Mechernichs einen sehr großen Anteil. Wir fühlen uns der Tradition verpflichtet und werden das Engagement gerne unterstützen.“ Ordnungsamtsleiter Peter Kern nahm inzwischen das metallene Fundstück vor Ort in Augenschein und auch mit nach Mechernich, um das gute Stück in der Heimatstadt Hilarius Kreusers fachmännisch aufarbeiten zu lassen.

Mit dem Konzert auf dem Bonner Friedhof ging gleichzeitig aber auch ein weiterer Traum in Erfüllung, nämlich der von Werner Knaus, ein enger Freund des Weyerer Dirigenten Peter Züll. Die tiefen Blechbläser spielten speziell für Knaus mehrere „Equale“ von Beethoven, sehr feierliche und schwere Werke, am Grab der Mutter des Komponisten. Ebenso machte der Musikertross an der Ruhestätte von Robert und Clara Schumann musikalisch Halt.

Während des Konzertes wurde darauf hingewiesen, dass Spenden für die Restaurierung zum Erhalt der Gräber notwendig sind. Wer spenden möchte, insbesondere für das Grab der Eheleute Kreuser, kann das gerne tun, unter: Sparkasse Köln-Bonn, IBAN: DE33370501980000017475, BIC: COLSDE33. Für die Zeile „Zahlungsempfänger“ reiche der verkürzte Eintrag: „Ges. Alter Friedhof Bonn, Verwendungszweck: Grabstätte Kreuser“.