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Bald ist Nikolausabend da…

Mechernich-Antweiler – Heribert Winter aus Antweiler freut sich auf Nikolausbesuche – Nikolaus soll nicht tadeln, sondern mit Kindern ins Gespräch kommen – Spende für den guten Zweck. Weit breitet er die Arme aus, damit die Kinder unter seinen roten Mantel kommen können, wo sie sich beschützt und geborgen fühlen – so wie der Heilige Nikolaus von Myra vor rund 1700 Jahren Kinder und Notleidende in Schutz nahm. Mit seiner goldbestickten Mitra (der Bischofsmütze), dem weißen Rauschbart und dem geschwungenen Bischofsstab scheint er einem weihnachtlichen Bilderbuch entsprungen. Dabei steht er in einem Garten in Antweiler und freut sich auf seine Besuche zum Nikolausfest bei den Kindern.

Heribert Winter aus Antweiler möchte mit den Kindern über die guten Taten des Heiligen Nikolaus ins Gespräch kommen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Heribert Winter ist 77 Jahre alt. Er erinnert sich noch gut, wie der Nikolaus ihn in seiner Kindheit besuchte – begleitet von Hans Muff, einem dunklen Gesellen mit Rute. „Das habe ich nicht in guter Erinnerung behalten. Deshalb ist es mir wichtig, dass der Nikolaus die Kinder nicht tadelt, sondern mit ihnen ins Gespräch kommt – ihnen erzählt, was der Heilige Nikolaus getan hat, und warum er heute so beliebt ist.“

Schutzpatron der Kinder

So ist überliefert, dass der spätere Bischof Nikolaus von Myra als junger Mann von nur etwa 16 Jahren seine Eltern verlor. Den Reichtum, den er von ihnen erbte, teilte er mit notleidenden Menschen. „Der Nikolaus hat beispielsweise auch Kinder ohne Obdach eingeladen, bei ihm zu wohnen“, erzählt Heribert Winter. Heute ist der Nikolaus deshalb auch Schutzpatron der Kinder.

Vor rund 50 Jahren legte Heribert Winter, gebürtig aus Euskirchen-Kuchenheim, zum ersten Mal das Nikolausgewand an. Das war im Rahmen der katholischen Jugend, die ihre Heimat in der dortigen Pfarrkirche St. Nikolaus hatte. Noch heute schmückt ein Bild des Kirchenfensters, welches den Heiligen Nikolaus darstellt, sein goldenes Buch, in dem die guten und weniger guten Taten der Kinder aufgelistet sind.

In seiner Wahlheimat Antweiler dauerte es schließlich nicht lange, bis man ihn bat, auch dort den Chormantel, die Mitra und den Bischofsstab zu tragen und zu den Kindern zu gehen. „Das war vor etwa 35 Jahren. Unser Pastor in Antweiler war sehr spontan, der fragte mich zwei Tage vor Nikolaus, ob ich in der Kirche – vor den Augen der Kinder – das Nikolauskostüm anziehen könnte, während er die Bedeutung der einzelnen Attribute erklärte. Ich war zwar erst skeptisch, aber als ich alles angelegt hatte, war ich für die Kinder tatsächlich nicht mehr Herr Winter sondern der Nikolaus.“

Nicht dazu da, die Kinder zu erziehen

In den vergangenen Jahrzehnten habe sich bei den Nikolausbesuchen einiges verändert. Zum einen sei die Nachfrage immer mehr gestiegen. Zum anderen hätten sich die Listen für das goldene Buch geändert, sodass heute viele positive Eigenschaften der Kinder gegenüber den „Problemen“ überwiegen würden. Winter: „Der Nikolaus ist nicht dazu da, um die Kinder zu erziehen. Er soll ihnen Freude machen.“ Allerdings gebe es wohl eine weitverbreitete „Kinderkrankheit“, erzählt er mit einem Augenzwinkern: „Ganz viele Kinder, die ich besuche, können scheinbar nicht hören…“

Inzwischen hat der 77-Jährige jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit viel zu tun. In diesem Jahr stehen fast 15 Familien auf seiner Liste, außerdem besucht er vier Kindergärten sowie die Flüchtlingshilfe und die Begegnungsstätte „Café Insel“ der Caritas in Euskirchen. Bekannt dürfte er vielen auch aus seinen Jahren als Nikolaus im LVR-Freilichtmuseum in Kommern sein.

Mit gutem Beispiel voran

Pandemiebedingt fanden die Nikolausbesuche im vergangenen Jahr draußen statt – und auch in diesem Jahr könnte das wieder der Fall sein. „Das waren aber auch sehr schöne Begegnungen, zum Beispiel am Lagerfeuer im Garten“, so Heribert Winter. Wer jetzt schon an das Nikolausfest im kommenden Jahr nachdenkt, kann per E-Mail an Nikolaus.Antweiler@email.de Kontakt aufnehmen.

Während der 77-Jährige mit den Kindern über die guten Taten des Heiligen Nikolaus spricht, geht er selbst mit gutem Beispiel voran: „Der Nikolaus ist unbezahlbar“, antwortet er denjenigen, die ihn für seinen Besuch entlohnen möchten. Stattdessen sammelt er jedes Jahr Spenden für den guten Zweck. Dieses Jahr möchte er in Bad Münstereifel zu Weihnachten Familien in den Bereichen unterstützen, die nicht von der Fluthilfe abgedeckt sind.

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Beileids-Bekundung: Sportminister-Konferenz-Chef Roger Lewentz trauert um Horst Eckel

Region/Mainz – Horst Eckel ist tot. Der Vorsitzende der Sportministerkonferenz und Vorstandsvorsitzender der Fritz-Walter-Stiftung Roger Lewentz trauert um den letzten Weltmeister des „Wunder von Bern“ bei der Fußballweltmeisterschaft 1954. Eckel verstarb im Alter von 89 Jahren.

„Horst Eckel war ein ganz besonderes Vorbild des Fußballsports und ein herausragender Repräsentant des Landes Rheinland-Pfalz. Die Bodenständigkeit, die Bescheidenheit und die Verlässlichkeit, die Horst Eckel zu Eigen waren, hatte er mit seinen Idolen Sepp Herberger und Fritz Walter gemein. Seine charakterliche Größe machte Horst Eckel zu einem herausragenden Vertreter des Fußballsports auch für soziale Belange über den Sport hinaus. Ich bin sehr dankbar dafür, ihm vielfach in so angenehmer Weise begegnet zu sein. Ich werde Horst Eckel, nicht nur bei der Endrunde des Fritz-Walter-Cups, bei der er seit 20 Jahren immer dabei war, sehr vermissen“, sagte Sportminister Roger Lewentz.

Horst Eckel war der jüngste Spieler der 54er Weltmeister-Mannschaft um Bundestrainer Sepp Herberger und Kapitän Fritz Walter. Dies brachte ihm den Spitznamen „Benjamin“ ein. Aufgrund seiner überragenden läuferischen Qualitäten wurde er zudem oft als Windhund bezeichnet.

Horst Eckel spielte 213 Mal für den 1. FC Kaiserslautern und wurde 1951 und 1953 Deutscher Meister. Von 1952 bis 1960 spielte Eckel 32 Mal für die Deutsche Nationalmannschaft. Neben Fritz Walter war er der einzige deutsche Spieler, der alle Spiele im Turnier komplett absolvierte. Bis zuletzt war Horst Eckel in Sachen Fußball für den guten Zweck unterwegs. Zuletzt trat er vor allem als Repräsentant der Sepp-Herberger- und Fritz-Walter-Stiftung in Erscheinung. Seit einigen Jahren hatte Horst Eckel auch eine eigene Stiftung.

Horst Eckel, der nach seiner fußballerischen Karriere Realschullehrer in Kusel war, hinterlässt seine Frau Hannelore und die Töchter Dagmar und Susanne.

„Meine Gedanken sind heute ganz besonders bei der Familie von Horst Eckel, für die der Schmerz und Verlust um ein Vielfaches größer sein muss als für Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz und ganz Fußball-Deutschland“, so Lewentz.

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Bundesakademie beweist SolidAHRität in und nach der Hochwasser-Katastrophe

Ahrweiler – BABZ unterstützt den Kreis Ahrweiler mit Einsatzfahrzeug und Räumen für die Technische Einsatzleitung und das Katastrophenschutzlager. Vor fast fünf Monaten zerstörte das verheerende Hochwasser im Westen Deutschlands ganze Landstriche an Ahr und Erft. Noch immer sind die Aufräumarbeiten nicht abgeschlossen. Wohl am stärksten von den Zerstörungen der Flut betroffen ist der Landkreis Ahrweiler. Die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unterstützt den Kreis mit unterschiedlichen Maßnahmen.

Thomas Mitschke, Leiter der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (l.), übergibt das Einsatzfahrzeug an den Ersten Kreisbeigeordneten Horst Gies MdL (r.), Stephan Knieps, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr (2.v.l.), und Frank Linnarz, stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur im Kreis Ahrweiler (2.v.r.). Foto: Gausmann / Kreisverwaltung Ahrweiler

BABZ stellt Technische Einsatzleitung des Kreises nach der Flut Räumlichkeiten zur Verfügung
Die BABZ liegt mitten im Ahrtal. Aufgrund ihrer erhöhten Lage oberhalb von Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde sie von der Flutwelle weitestgehend verschont.  Bereits direkt nach dem Hochwasser wurden die Räumlichkeiten an der Ramersbacher Straße der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Kreises Ahrweiler zur Verfügung gestellt. Die ursprüngliche Räumlichkeit der TEL im Kreishaus entsprach nicht mehr den Anforderungen. Ebenso sorgte die BABZ dafür, dass unter anderem der Führungs- und Verwaltungsstab der Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) des Landes in den Räumlichkeiten an der BABZ seine Führungs- und Leitungsaufgaben wahrnehmen konnte. Auch für die nächste Zeit bleibt diese Unterstützung seitens der Akademie bestehen.

„Für mich als Bürger des Kreises  und Bevölkerungsschützer war und ist es eine Selbstverständlichkeit und zugleich eine Herzensangelegenheit, den Landkreis als unseren langjährigen Partner bei der Bewältigung dieser Krise aktiv zu unterstützen“, erklärt Thomas Mitschke, Leiter der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung, nach der Flut. Der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL dankt der Akademie ausdrücklich für ihre Unterstützung: „Die BABZ ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner an unserer Seite. Dies hat sich nicht nur in dieser schrecklichen Katastrophe gezeigt. Auch beim Wiederaufbau unterstützt uns die Akademie in besonderem Maße, wie wir heute sehen können. Dafür kann ich mich im Namen aller Beteiligten nur immer wieder bedanken.“

Neben der Technischen Einsatzleitung des Kreises wurden zudem Teile der Polizeiinspektion in Ahrweiler und des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks in den Räumen der BABZ untergebracht. Die Akademie hatte außerdem rund 70 Bürgerinnen und Bürgern  aus dem Ahrtal aufgenommen und betreut, deren Häuser und Wohnungen nach dem Hochwasser nicht mehr bewohnbar oder zerstört waren.

Bund teilt kurzfristig CBRN-Fahrzeug mit dem Kreis Ahrweiler

Die BABZ und der Kreis Ahrweiler arbeiten seit Jahren eng zusammen. Seit 2015 überlässt die Akademie dem Kreis beispielsweise einen CBRN-Erkundungswagen. Das Fahrzeug ist zum Spüren, Messen und Melden radioaktiver Quellen und chemischer Gefahren sowie dem Kennzeichnen und Überwachen kontaminierter Bereiche geeignet. Der CBRN-Erkundungswagen war in den vergangenen Jahren in Altenahr stationiert und wurde im Sommer durch das Hochwasser stark beschädigt. Damit der Kreis auch weiterhin in CBRN-Lagen handlungsfähig bleibt, überlässt die BABZ ihm einen von zwei hauseigenen CBRN-Erkundungswagen, die für Schulungen vorgesehen sind. Das Fahrzeug steht dem Kreis zur Verfügung, bis neue Auslieferungen durch das BBK an die Länder erfolgen können und das Land Rheinland-Pfalz dem Kreis Ahrweiler einen neuen CBRN-Erkundungswagen aus seinem Kontingent zuweist.

Darüber hinaus unterstützt die BABZ den Kreis bei der Lagerung von Materialien aus dem kreiseigenen Katastrophenschutzlager, das durch die Hochwasserkatastrophe ebenfalls stark beschädigt worden ist.

Banner als Zeichen der langjährigen Partnerschaft

Die anhaltende Partnerschaft von Bundesakademie und Landkreis erhält mit dem heutigen Aufhängen eines Banners am Einfahrtstor der BABZ ein weiteres sichtbares Zeichen. Die Bundesakademie zeigt sich damit auch in Zukunft mit dem Kreis Ahrweiler solidAHRisch.

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Geflügelpest: Umwelt-Ministerium warnt vor Gefahr durch „fliegende Händler“ in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Staatssekretär Dr. Bottermann: Nur konsequent eingehaltene Biosicherheitsmaßnahmen können Hausgeflügelbestände effektiv vor einer Eintragung des Erregers schützen. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen mussten seit der Bestätigung eines ersten Falles von Geflügelpest im Kreis Paderborn am 18.11.2021 fünf weitere Geflügelpestfälle in Hausgeflügelbeständen festgestellt werden. Davon befindet sich ein Bestand im Kreis Soest, die restlichen fünf Bestände befinden sich im Kreis Paderborn. Darüber hinaus wurde das Geflügelpestvirus zwischenzeitlich auch bei einer toten Wildgans nachgewiesen, die in der Stadt Bielefeld gefunden wurde. Die neuen Geflügelpestfälle zeigen, dass es sich um ein dynamisches Geschehen handelt, das sich weiter ausbreitet und die hiesigen Hausgeflügelbestände bedroht, regelmäßig kommen neue Verdachtsfälle hinzu. In den betroffenen Betrieben in den Kreisen Paderborn und Soest mussten zwischenzeitlich über 83.000 Tiere getötet werden (Puten, Hühner, Gänse und Enten).

Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann warnt vor dem Ankauf von Geflügel von Händlern, die Tiere ohne stationäres Verkaufslokal an wechselnden Orten anbieten: „Nur konsequent eingehaltene Biosicherheitsmaßnahmen können Hausgeflügelbestände effektiv vor einer Eintragung des Erregers schützen. Wer sich auf unkontrollierte Ankäufe von ‚fliegenden Händlern‘ aus dem Fahrzeug heraus einlässt, gefährdet letztlich alle Geflügelhalter.“

Die Veterinärbehörden in Nordrhein-Westfalen sind aufgefordert, in eigener Zuständigkeit zu prüfen, ob Geflügelausstellungen und -märkte zu verbieten sind. Zur Eindämmung der Tierseuche wurde in den bisher von Sperrzonen betroffenen Kreisen Paderborn, Gütersloh und Soest im gesamten Kreisgebiet die Aufstallung sämtlichen Geflügels angeordnet. Weiterhin wurden um die betroffenen Betriebe herum Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, in denen besondere Sicherheitsmaßnahmen für Geflügel haltende Betriebe gelten. Zusätzlich zu den Aufstallungspflichten in den bereits von der Hausgeflügelpest betroffenen Gebieten ist für alle Geflügelhalter wichtig, dass Tiere nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden dürfen. Zudem darf kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Bei erhöhten Tierverlusten im Bestand ist unverzüglich eine veterinärmedizinische Untersuchung in Auftrag zu geben, um ein unklares Krankheitsgeschehen im Bestand abzuklären und das Vorliegen einer Infektion mit Geflügelpestviren auszuschließen. Sollten Geflügelhaltungen bislang nicht bei der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen registriert worden sein, muss dies schnellstens nachgeholt werden.

Bürgerinnen und Bürger werden darüber hinaus gebeten, Funde von verendeten wildlebenden Wasservögeln oder Greifvögeln dem Veterinäramt des jeweiligen Kreises bzw. der jeweiligen kreisfreien Stadt zu melden.

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, kommt vor allem bei Wassergeflügel und Hühnervögeln vor. Bei intensivem Kontakt mit befallenen Tieren können sich auch Menschen anstecken. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt als unwahrscheinlich. Die Geflügelpest ist eine Seuche, die nach den Tierseuchenbekämpfungsvorgaben der Europäischen Union staatlich bekämpft wird.

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SGD Nord: Sicheres Kinderspielzeug unter dem Weihnachtsbaum

Region/Mayen-Koblenz – Auch im Dezember 2021 gilt: Abstand halten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Trotzdem sollen Kinderaugen an Weihnachten leuchten, und viele Eltern wollen auch nicht auf die persönliche Auswahl von Spielzeugen verzichten. Entgegen dem Trend, online zu bestellen, möchten auch viele Menschen die heimische Wirtschaft unterstützen. Doch egal, wie die Entscheidung aussieht: Damit die Freude über das Geschenk auch über Weihnachten hinaus anhält, gibt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord einige Tipps zum Kauf von Spielzeug, denn im nördlichen Rheinland-Pfalz ist sie für die Marktüberwachung zuständig.

Von Spielzeug und seiner Verpackung dürfen keine unmittelbaren Gefahren sowie Gesundheitsbelastungen ausgehen. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl auf qualitativ hochwertige sowie nachhaltige Produkte achten, die für das Lebensalter des Kindes geeignet sind. Eine Gefahr kann auch von zu lauten Spielzeugen ausgehen, weil diese zu einer Schädigung des Gehörs führen können. Die Sicherheit von Spielzeug ist rechtlich geregelt. Dazu hat die EU die Spielzeugrichtlinie und die entsprechenden Normen erlassen sowie die CE-Kennzeichnung geschaffen. Wer Spielzeug herstellt oder importiert, muss das CE-Zeichen aufdrucken und damit garantieren, dass er sich an die geltenden Vorschriften hält. Fehlt das CE-Zeichen, lässt dies auf einen besonders nachlässigen Hersteller oder Importeur schließen.

Der Anbringung eines CE-Kennzeichens geht eine systematische Sicherheitsbewertung voraus, in welcher der Hersteller unter Anwendung der oben genannten Normen die mit einem Spielzeug verbundenen potenziellen Gefahren ermittelt. Hierbei werden zum Beispiel die mechanischen, physikalischen, elektrischen sowie Entflammbarkeitsgefahren erkannt, bewertet und soweit wie möglich minimiert.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Die CE-Kennzeichnung muss sichtbar, leserlich und dauerhaft vorhanden sein. Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller, dass das Spielzeug der Europäischen Richtlinie für Spielzeuge entspricht.
  • Name und Anschrift des Herstellers oder Importeurs müssen sichtbar, leserlich und dauerhaft auf dem Spielzeug oder der Verpackung angegeben sein.
  • Dem Spielzeug müssen eine Gebrauchsanleitung und die erforderlichen Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sein.
    Diese Informationen können sich auf der Verpackung oder auf einem Beipackzettel befinden.
  • Spielzeug, das für Kinder unter drei Jahren gefährlich sein kann, muss einen Warnhinweis mit Nennung der spezifischen Gefahr tragen (z.B.: Achtung! Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren wegen verschluckbarer Kleinteile).

Unser Tipp: Kaufen Sie lieber weniger, dafür qualitativ hochwertiges Spielzeug – Ihrem Kind und der Umwelt zuliebe.

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Auf über 260.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche werden zusätzliche Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen durchgeführt

Region/Koblenz – Die Mitteilung der rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt, dass zum 1. Dezember 30 Millionen Euro für zusätzliche von den Landwirten durchgeführte Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ausgezahlt wurden, hat der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, ausdrücklich begrüßt. „Angesichts explodierender Produktionskosten durch gestiegene Preise bei Dünger, Futter und Energie sind diese Zahlungen jetzt enorm wichtig für die Landwirte und ihre Betriebe“, so Horper.

Die Auszahlung sei auch eine Anerkennung gegenüber der Bereitschaft der Landwirtschaft, die mit Maßnahmen zum Schutz des Klimas, der Arten und der Natur zum Erhalt der Biodiversität in der Kulturlandschaft beitrage. Dabei würden sich die Landwirte für fünf Jahre verpflichten, besondere Bewirtschaftungsformen einzuhalten und damit Ertragsminderungen sowie höheren Aufwand in Kauf zu nehmen. „263.000 Hektar werden unter besonderen naturschutzfachlichen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Das sind großartige 37 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Rheinland-Pfalz – eine Fläche fast 5-mal so groß wie der Bodensee“, betonte der Präsident des Bauernverbandes. Hinzu kämen noch 20 Mio. Euro, die an ökologisch wirtschaftende Betriebe gezahlt würden, wenn diese ihren gesamten Betrieb umgestellt und in Folge dessen höhere Aufwendungen bei geringen Erträgen hätten. Diese würden in der Regel nicht durch höhere Verkaufspreise ausgeglichen.

Seinen besonderen Dank spricht Horper den Kreisverwaltungen aus. Diese stünden den Betrieben bei der Antragstellung zur Seite und legten den Grundstein dafür, dass die Auszahlung der Prämien für die Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen durch das Landwirtschaftsministerium ohne Verzögerungen erfolgen könne.

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Nach Einführung 2G-Regel – Spielbetrieb des Fußball-Verbandes-Rheinland und des SWFV wird fortgesetzt

Region/Mayen-Koblenz – Der Spielbetrieb im Regionalverband Südwest sowie in den Landesverbänden des FVR und des SWFV wird auch nach Einführung der 2G-Regel fortgesetzt. Im Vorfeld der Veröffentlichung der 29. Corona-Schutzverordnung des Landes Rheinland-Pfalz kommen sowohl der Fußball-Regionalverband Südwest, der Fußballverband Rheinland als auch der Südwestdeutsche Fußballverband zu der Einschätzung, dass ab dem heutigen Samstag, 04. Dezember, nun auch beim Sport im Freien die 2G-Regel Anwendung finden wird.

Das bedeutet, dass Personen ab 18 Jahren Fußball auch im Freien nur dann spielen können, wenn sie den 2G-Status nachweisen, also geimpft oder genesen sind. Im Bereich des Kinder- und Jugendfußballs gehen die drei Verbände davon aus, dass weiterhin besondere Regelungen gelten, die diesem Altersbereich auch künftig die Ausübung von Wettkampf und Training im Breiten- und Freizeitsport ermöglichen. Die Kontrolle des Impfstatus ist im Senioren- als auch im Jugendbereich durch den gastgebenden bzw. veranstaltenden Verein zu führen.

Die Präsidien des Regionalverbandes Südwest, des Fußballverbandes Rheinland und des Südwestdeutschen Fußballverbandes haben sich nach eingehenden Beratungen mit den Vorsitzenden der spieltechnischen Ausschüsse kurzfristig mit den zu erwartenden Veränderungen in der 29. Corona-Verordnung beschäftigt und Folgendes für alle ihre Spielklassen beschlossen:

1. Der Spielbetrieb wird auch nach Einführung der sogenannten 2G-Regel fortgesetzt. Nach den Ankündigungen der politischen Entscheidungsträger ist zu erwarten, dass der 2G-Status künftig Voraussetzung zur Teilnahme am öffentlichen Leben und damit auch am Sport sein wird. Da eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen vorerst nicht zu erwarten ist, wäre eine kurzfristige Einstellung des Spielbetriebs wegen der Einführung der 2G-Regelung daher mit einer langfristigen Aussetzung des Spielbetriebs gleichzusetzen.

2. Auf Grund der zu erwartenden kurzfristigen Bekanntgabe der Verordnung können erhebliche Probleme bei der organisatorischen Umsetzung bei den überwiegend ehrenamtlich strukturierten Amateurvereinen auftreten. Daher können die Vereine für alle im Dezember 2021 angesetzten Spiele eine Verlegung per E-Postfach bzw. Verlegungsantrag im DFBnet bei dem jeweils zuständigen Staffelleiter beantragen. Das Einverständnis des jeweiligen Gegners ist in diesem besonderen Fall für eine Verlegung nicht notwendig. Das Spiel wird mit einem Termin im neuen Jahr durch den Staffelleiter angesetzt. Somit wird allen Fußballern, die zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen vollständigen Impfschutz vorweisen können, die Gelegenheit gegeben, dies zeitnah nachzuholen und somit kein Spiel ihrer Mannschaft zu verpassen. Die Fußballverbände hoffen, auch auf diesem Weg die Impfkampagne des Landes Rheinland-Pfalz unterstützen zu können.

 

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Kreissparkasse Ahrweiler sammelte über 100.000 €

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Spendenscheck für gemeinnützigen Verein der Ahrwinzer. „Solche Spenden- und Hilfsprojekte zeigen uns, dass die Menschen den Weinbau an der Ahr weiterhin unterstützen und beim Wiederaufbau helfen möchten. Im Namen aller Weinerzeuger möchten wir uns bei den Spenderinnen und Spendern und natürlich bei der Kreissparkasse Ahrweiler für dieses große Engagement bedanken“, führt Adeneuer aus.

Am Freitagnachmittag, 19. November 2021, trafen sich die beiden Vorsitzenden des neuen gemeinnützigen Vereins der Ahrwinzer „AHR – A wineregion needs Help for Rebuilding e.V.“, Marc Adeneuer vom Weingut J.J. Adeneuer und Peter Kriechel vom Weingut Peter Kriechel, mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Ahrweiler, Dieter Zimmermann. Anlass für das gemeinsame Treffen in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse war die Übergabe eines Spendenschecks in Höhe von 103.429,48 EUR, den die beiden Vorsitzenden des Vereins dankend von Zimmermann entgegennahmen. Das Geld konnte im Zuge einer Spendenaktion gesammelt werden, die die Kreissparkasse Anfang Oktober zugunsten aller von der Flut betroffenen Weinerzeuger im Ahrtal initiiert hatte. Die Aktion wurde zudem in das Rahmenprogramm der Preisverleihung „Ahrwein des Jahres 2021“ integriert, die am 05. Oktober 2021 via Live-Stream als Online-Benefizveranstaltung von der Kreissparkasse durchgeführt wurde. Peter Kriechel und Marc Adeneuer hatten den gemeinnützigen Verein kurz nach der Flutkatastrophe gegründet und ein entsprechendes Spendenkonto eingerichtet.

Deutlich weniger erfreulich ist die derzeitige Lage hinsichtlich der Spendenverwendung für den vorgesehenen Zweck, denn der aktuelle Katastrophenerlass des Finanzministeriums Rheinland-Pfalz vom 26.07.2021 verbietet es, gemeinnützigen und mildtätigen Körperschaften – und somit auch dem neu gegründeten Verein – Mittel an Unternehmer zuzuwenden. „Diese Einschränkung geht an der Realität vorbei. Viele Weinbauunternehmen im Ahrtal stehen derzeit vor dem Ruin. Die Spendengelder, die in den letzten Monaten für diese Unternehmer gesammelt wurden, sollten nun auch an die Betroffenen ausgezahlt werden können – so wie es auch in früheren Katastrophenfällen Verwaltungspraxis war“, erläutert Kriechel.

Zusammen mit weiteren engagierten Organisationen, Vereinen und Verbänden in der Weinbranche, wie beispielsweise dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) und dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., stehen die beiden Winzer seit Beginn der Flutkatastrophe im intensiven Austausch, um entsprechende Lösungen zu finden.

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Angebot für über 60-Jährige im Kreis Düren – Führerschein abgeben und kostenfrei ÖPNV nutzen

Düren – Wer über 60 Jahre alt ist und seinen Führerschein abgeben möchte, kann dafür nun im Gegenzug bei der Rurtalbus GmbH ein kostenfreies Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr im Kreis Düren für 12 Monate einlösen. Das Ticket gilt im gesamten Verbundraum des AVV.

Ziele der Aktion sind unter anderem der Klimaschutz, aber auch die Minimierung des Individualverkehrs. Das Angebot soll einen Anreiz für die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs darstellen und Menschen, die ohnehin über die Abgabe ihres Führerscheins nachgedacht haben, eine Möglichkeit bieten, dennoch mobil zu bleiben.

Wer also bereit ist, seinen Führerschein beim Straßenverkehrsamt abzugeben, erhält darüber einen Nachweis, mit dem das Ticket bei der Rurtalbus GmbH eingelöst werden kann. Der Aktionszeitraum beläuft sich auf das Jahr 2022. Wer also sein Ticket im Mai 2022 einlöst, kann den Öffentlichen Nahverkehr bis Mai 2023 kostenfrei nutzen. Möglich ist dies mit einer Chipkarte, die für ein Jahr ihre Gültigkeit behält.

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Mechernicher diskutierten mit MdL Klaus Voussem – Gesamtschüler im Landtag

Mechernich/Düsseldorf  –  Mechernicher Gesamtschüler der Jahrgänge 7 bis 10 waren zu Gast bei MdL Klaus Voussem im Landtag Nordrhein-Westfalen. So ein Besuch schärfe den Blick für Demokratie und Föderalismus, schreibt Voussem.

Die elf Mechernicher wurden von ihrer Lehrerin Cornelia Carl und Kursleiter Jirka Bükow begleitet. Der Besuch im Landesparlament steht im Zusammenhang mit dem Kursus „Sozialer Erste-Hilfe-Dienst“, in dem die Jugendlichen beispielsweise lernen, Konflikte in der Schule zu schlichten.

Nach einem Frühstück in der Landtagskantine wurden die Mechernicher durch den Plenarsaal geführt, dann diskutierte der Euskirchener Abgeordnete Klaus Voussem mit ihnen. Dabei ging es nicht nur um Landes-, sondern auch um Kommunalpolitik.

Klaus Voussem erklärte, wie eine Woche des politischen Alltagsgeschäfts aussehen kann, zudem hatten die Schülerinnen und Schüler viele Fragen zur Coronapolitik und deren Auswirkungen auf den Schulunterricht.