Kategorien
News

DRK Fachklinik für Kinder- und Jugend-Psychiatrie eröffnet im Krankenhaus Maria Hilf

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Nachdem die DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Bad Neuenahr durch die Flutkatastrophe stark beschädigt wurde, fand das Team nun Unterschlupf im nahegelegenen Krankenhaus Maria Hilf. Neben einer vollstationären Behandlung sind ganz neu auch Hometreatments möglich.

Endlich wieder für die Kinder und Jugendlichen der Region da sein! Darüber freute sich das Team der DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie besonders, als es am 15.09.2021 die ersten Patienten in den neuen Räumlichkeiten aufnehmen konnte. Im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr stehen ab sofort zwei Stationen mit jeweils 10 Betten für vollstationäre Behandlungen zur Verfügung.

Nach der verheerenden Flut hatte das multiprofessionelle DRK-Team aus Ärzten, Psychologen und Fachtherapeuten zunächst Ausweichräume in Bad Neuenahr und Lantershofen bezogen, um die ambulante und tagesklinische Versorgung aller Kinder und Jugendlichen mit psychischen Problemen im nördlichen Rhein-Land-Pfalz und im Bonner Raum aufrechtzuerhalten. Im Krankenhaus Maria Hilf können nun auch vollstationäre Behandlungen wieder anlaufen. „Wir freuen uns sehr, die Kollegen im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen zu können“, sagt Thorsten Kopp, Kaufmännischer Direktor des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler, zu dem auch das Krankenhaus Maria Hilf gehört. „Gerade in der aktuellen Situation sollte ein umfassendes psychiatrisches Angebot für Kinder und Jugendliche sichergestellt sein.“

Durch eine enge Kooperation mit den Krankenkassen kann das DRK-Team zudem ein neues und innovatives Behandlungskonzept, das Hometreatment, anbieten. „Hierbei setzen wir auf eine engmaschige Betreuung der Kinder und Jugendlichen zuhause in vertrauter Umgebung, zusammen mit ihren Familien“, erklärt Chefarzt Dr. Kristian Holtkamp. „So lässt sich die Erfolgsrate für eine Heilung deutlich steigern.“

Es wird voraussichtlich bis Mitte 2022 dauern, bevor die ursprüngliche Tagesklinik mit Ambulanz sowie das Haupthaus mit drei Stationen wieder genutzt werden können. In den Tagen nach der Flut waren es zunächst die Mitarbeiter, die das Klinikgebäude von Schlamm und verkeilten Möbeln befreiten. „Wer konnte, hat angepackt“, erinnert sich Stationsleiterin Susanne Cichutek. „Dabei sind wir als Team noch einmal richtig zusammengewachsen.“ Nun haben Profis den Wiederaufbau übernommen und die Experten für Kinder- und Jugendpsychiatrie können sich wieder ihren Patienten widmen.

DRK-Hotline für weitere Informationen: 02641 / 7540

DRK Institutsambulanz: Sprengnetter Campus, Heerstraße 109, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

DRK Fachklinik im Krankenhaus Maria Hilf: Dahlienweg 3, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

DRK Tagesklinik, Graf-Blankard-Straße 21, 53501 Grafschaft-Lantershofen

DRK-Spendenkonto „Wiederaufbau“:
IBAN:  DE57 5502 0500 0005 6040 08, Stichwort: „DRK Fachklinik Bad Neuenahr“

www.drk-fk-badneuenahr.de

Kategorien
News

„Thürer Runde“ unterstützt den Aufbau der Abwasser-Entsorgung im Ahrtal

Region/Mayen-Koblenz/Ahrtal – Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli wird die Abwasserentsorgung für das Ahrtal neu aufgebaut. Zur Unterstützung und fachlichen Abstimmung wurde dazu eine Projektgruppe Abwasser unter dem Namen „Thürer Runde“ gebildet, die nach dem Ort des ersten Treffens im Landkreis Mayen-Koblenz benannt ist. Ziel der Expertenrunde ist es, die Kommunen bei einem möglichst zügigen Aufbau der Abwasserableitung und –behandlung zu unterstützen.

Kategorien
News

„Info-Mobil“ ab heutigem Freitag 17. September kreisweit unterwegs

Euskirchen – Kreis Euskirchen leistet Unterstützung und Information für Betroffene der Unwetterkatastrophe vor Ort. Ab dem heutigen Freitag, 17. September können Anträge für Aufbauhilfen für Privathaushalte und Unternehmen der Wohnungswirtschaft, für Unternehmen, für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft online eingereicht werden. Die Anträge können von den Betroffenen selbstständig online ausgefüllt werden.

Für alle, die Hilfe beim Ausfüllen des Antrages benötigen, wurden kreisweit Anlaufstellen eingerichtet. Zusätzlich wird ab dem heutigen Freitag, 17.09.2021, das „Info-Mobil“ des Kreises Euskirchen in allen Städten und Gemeinden unterwegs sein. Dort können sich Betroffene Bürgerinnen und Bürger erste Informationen zur Antragsstellung, die notwendigen Voraussetzungen und zu den benötigten Unterlagen informieren lassen.

Die Mitarbeitenden des Info-Mobils sind wochentags von 9:30 – 15:30 Uhr und samstags von 9:30 – 13:30 Uhr an folgenden Standorten anzutreffen:

Freitag 17.09.2021 Alter Markt, Euskirchen
Samstag 18.09.2021 Alter Dorfplatz, Schweinheim (EU)
Montag 20.09.2021 Dorfplatz, Flamersheim (EU)
Dienstag 21.09.2021 Parkplatz vor dem Dorfsaal, Euskirchener Straße 101, Iversheim (Bad Münstereifel)
Mittwoch 22.09.2021 Am Hammerwerk, Blankenheim-Ahrhütte
Donnerstag 23.09.2021 Arenberg Platz, Kommern (Mechernich)
Freitag 24.09.2021 Parkplatz Eifel-Ardennen-Platz, Gemünd (Schleiden)
Samstag 25.09.2021 Parkplatz an der Grenzlandhalle (Aachener Str. 8), Hellenthal

Weitere Termin folgen und werden auf der Homepage des Kreises unter https://hochwasser.kreis-euskirchen.de veröffentlicht.

Kategorien
News

Geschäftsführer Manfred Herrmann geht in den Ruhestand – ein leiser Abschied

Mechernich – Seine offizielle geschäftsführende Tätigkeit endet erst im Dezember dieses Jahres. Doch schon Mitte September verabschiedet sich Manfred Herrmann nach 30 Jahren aus dem Unternehmensverbund Kreiskrankenhaus Mechernich in den Ruhestand.

Die Geschäftsführung verantworten dann seine Kollegen Martin Milde und Thorsten Schütze. Ein besonderer Abschied steht bevor, der einen Generationenwechsel an der Spitze des Verbundes mit sich bringt. Bereits im vergangenen Jahr wurden die personellen Veränderungen in der Geschäftsführung eingeläutet. Auf Martin Milde, der im Januar 2020 als Geschäftsführer einstieg, folgte im Juli Thorsten Schütze.

Zeitgleich wechselte Hermann Gemke aus der Geschäftsführung zum
LWL-Psychiatrieverbund Westfalen nach Münster – und nun sagt auch Manfred Herrmann „Tschüss!“. Im Jahr 1991 folgte Manfred Herrmann dem Ruf von Dr. Hans Rossels und nahm das Angebot an, als stv. Geschäftsführer ins Krankenhaus Mechernich zu kommen. Es folgten viele Jahre der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Dr. Rossels, in denen Manfred Herrmann zahlreiche Verantwortungsbereiche innehatte. Zunächst in seiner Funktion als Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer mehrerer Tochtergesellschaften und seit 2010 im Rahmen der kollegialen Dreiergeschäftsführung der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH – nach dem Tod von Dr. Rossels im Kollegialsystem mit Hermann Gemke – formte er den Verbund maßgeblich mit.

Unter seiner Mitwirkung ist bis heute ein Unternehmen entstanden, das ein umfassendes komplementäres Leistungsangebot in der
medizinischen und pflegerischen Versorgung für die Menschen in der Region bereithält. Der Aufbau und die erfolgreiche Führung des ambulanten Pflegedienstes VIVANT und der angeschlossenen
Tagespflegen sowie die Etablierung der Altenpflegeeinrichtungen Brabenderstift Zülpich, Liebfrauenhof Schleiden und Barbarahof Mechernich zählen dabei rückblickend zu seinen besonderen Arbeitsschwerpunkten. Die Einbindung des Krankenhauses Schleiden in den Verbund, der Aufbau und die Erweiterung der Geriatrischen Rehaklinik, die Modernisierung des Zentral-OPs in Mechernich und die Schaffung einer modernen Zentralen Notaufnahme können als weitere Meilensteine gesehen werden, deren Projektarbeit Herrmann nicht nur begleitet, sondern vorangetrieben und gestaltet hat.

Getreu seinen Überzeugungen und pflichtbewusst in der Erfüllung seiner Aufgabe, die besonders nach dem Tod von Dr. Rossels davon geprägt war, den Verbund im Sinne seines langjährigen Wegbegleiters
fortzuführen, hat er das Unternehmen in struktureller und baulicher Hinsicht modernisiert und in die heutige Zeit getragen. Durch die Schaffung einer sektorenübergreifenden Versorgung durch z. B. die Notdienstpraxis, die Gefäß- und Herzkatheterkooperationen oder die Radiologie hat sich die Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH unter seiner mitverantwortenden Führung als „Partner für Generationen und die Region“ positioniert.

Bekannt als zäher und geschickter Verhandlungspartner, der sozusagen auch gerne mal einen „Igel in der Tasche“ hat, trägt der zweifach studierte Betriebswirtschaftler einen wesentlichen Anteil daran, dass der Unternehmensverbund bis heute ein wirtschaftlich gesundes und wachstumsstarkes Unternehmen ist. Trotz manchmal schwieriger Rahmenbedingungen konnten stets Überschüsse erzielt werden, die fortwährende bauliche und leistungsbezogene Investitionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Mio. Euro möglich machten und bis heute ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit mehr als 1.800 Mitarbeitenden entstehen ließen. 30 Jahre im Dienste des Unternehmensverbundes Kreiskrankenhaus Mechernich – sie spiegeln
nicht nur eine langjährige Loyalität wieder, sondern auch eine hohe Einsatzbereitschaft.

Dienstliche Aufgaben immer priorisierend strebt Manfred Herrmann mit einer pragmatischen Sicht auf die Dinge immer nach einer verlässlichen Erfüllung von Zielsetzungen. Eine Eigenschaft, die er mit der „Hand am Arm“ auslebt, wie sein ehemaliger Weggefährte und Freund Dr. Rossels es wertschätzend beschrieb. Weniger als Freund der großen Worte, sondern der Taten verstand der Wahlkölner es stets
die Eifeler Mentalität bei seinen unternehmerischen Entscheidungen nie außer Acht zu lassen.

Mit Manfred Herrmann verlässt nicht nur ein Geschäftsführer das Unternehmen, sondern auch ein Gesprächspartner, der trotz des hohen Anspruchs an seine Mitarbeitenden auch immer ein offenes
Ohr für deren Belange hatte und sich oftmals für viele von ihnen persönlich einsetzte. Unser Dank gebührt seinem unermüdlichen Einsatz für den Unternehmensverbund, der ihm verdientermaßen
als Lebenswerk zugeschrieben werden kann. Ohne offizielle Feierlichkeiten und mit einem leisen, aber nicht weniger bedeutenden Abschiedsgruß, wünschen wir Manfred Herrmann alles Gute in
seinem neuen Lebensabschnitt.

Kategorien
News

Kreis Ahrweiler zahlt weitere Soforthilfen an Privathaushalte aus – Antragsfrist endet am 30. September

Ahrweiler – 97 Prozent der Anträge bearbeitet. Der Kreis- und Umweltausschuss wurde in seiner jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand zur Soforthilfe des Kreises Ahrweiler informiert. Zudem wurde die Auszahlung von weiteren rund 20 Millionen Euro Spendengeldern beschlossen. Jeder in der Datenbank registrierte und bezugsberechtigte Privathaushalt darf daher ab Oktober mit einer Aufstockung der bereits ausgezahlten Soforthilfe rechnen.

Da es sich bei der Auszahlung der Spendengelder zum einen um eine „Soforthilfe“ und nicht um eine Aufbauhilfe handelt und zum anderen die Zahl der Anträge zuletzt deutlich zurückgegangen ist, wird das Ende der Antragsfrist auf den 30. September festgelegt.

Nach aktuellem Stand konnten bereits 17,7 Millionen Euro an die vom Hochwasser Betroffenen ausgezahlt werden. Von den bisher mehr als 15.900 eingegangenen Anträgen sind rund 97 Prozent abschließend bearbeitet.

Die Spenden wurden und werden ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten an durch die Flutkatastrophe unmittelbar betroffene Privathaushalte, Gewerbebetriebe und soziale Dienstleister ausgezahlt. Darüber hinaus zahlt die Verwaltung den persönlich betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern der fünf Senioreneinrichtungen (Maternusstift Altenburg, St. Maria Josef Ahrweiler, Fliedner Residenz, Villa Sibilla und Augustinum, Bad Neuenahr) sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern des Lebenshilfehauses in Sinzig ebenfalls eine Soforthilfe in Höhe von jeweils 1000 Euro (analog zu Privathaushalten bis zwei Personen) aus.

Bereits seit dem 22. Juli 2021 läuft das Soforthilfe-Programm des Kreises, das ausschließlich durch Spendengelder finanziert wird. Inzwischen sind auf dem Spendenkonto des Kreises rund 31,2 Millionen Euro (Stand 15. September 2021) von Privatpersonen, Vereinen, Firmen, anderen Kommunen und weiteren Spendern eingegangen. Hinzu kommen die Gelder des Spendenkontos des Landes, die sich bislang auf rund 10,18 Millionen Euro belaufen. Insgesamt sind somit circa 41,4 Millionen Euro an Spenden eingegangen.

Die Verwaltung schätzt, dass sich die Gesamtzahl der Anträge auf etwa 18.000 belaufen wird. Unter Berücksichtigung der noch zu bearbeitenden und der bis zur Antragsfrist eingehenden Anträge werden weitere rund vier Millionen Euro aus der Soforthilfe ausgezahlt. Das heißt: Von der bis dato eingegangenen Gesamtspendensumme würden – dank der großen Spendenbereitschaft und enormen Solidarität für die Menschen im Ahrtal – noch rund 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Kreis wird diese Restsumme daher auf jeden in der Datenbank bereits registrierten und bezugsberechtigten Privathaushalt aufteilen. Dies entspricht einer Aufstockung in Höhe von voraussichtlich 1200 Euro.

Um das Verfahren möglichst unbürokratisch zu gestalten, muss kein neuer Antrag gestellt werden. Wichtig: Die Beträge werden automatisch durch die Kreisverwaltung ausgezahlt.

Weitere Informationen zur Soforthilfe des Kreises Ahrweiler gibt es unter https://kreis-ahrweiler.de > Antrag für die Soforthilfe Kreis Ahrweiler.

Kategorien
Events News

Restart nach einjähriger, pandemiebedingter Auszeit: Spektakuläre Eröffnungsshow zum CHIO 2021 in Aachen

Aachen – Prominentes Come-Together auf Einladung von Prof. Hermann Bühlbecker, Inhaber der Lambertz-Gruppe. Über 600 Mitwirkende, rund 250 Pferde und viele szenische Höhepunkte in einem 100minütigen Spektakel: Nach dem pandemiebedingten Ausfall des Aachener Reitturniers CHIO im letzten Jahr konnten sich die Zuschauer jetzt wieder über eine fulminante Eröffnungsshow des bedeutendsten „Weltfest des Pferdesports“ freuen, die ganzen im Zeichen des diesjährigen Partnerlandes Japan stand.

Nicht nur die riesigen Taiko-Trommeln und 50 blühenden Kirschbäume schufen eine perfekte Atmosphäre und Bühne für ein spannendes, abwechslungsreiches Programm aus modernen sowie traditionellen Elementen, die das Publikum begeistert aufnahm. Neben der großen Kulisse im Stadion gab es gleichzeitig auch wieder ein prominentes Come-Together im naheliegenden „Champions-Circle“, zu der Mitgastgeber Prof. Hermann Bühlbecker eingeladen hatte.

Zum Eröffnungsabend konnte der Inhaber der Lambertz-Gruppe gemeinsam mit der Präsidentin  des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), Stefanie Peters,  zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport, Medien/Showbiz, Politik und Wirtschaft begrüßen – darunter Jessica Springsteen, US-Springreiterin und Tochter von Bruce Springsteen, die in Tokio mit Gold, Silber und Bronze dekorierten Reitsport-Olympioniken der siegreichen Dressur-Equipe Jessica von Bredow-Wrendl, Isabell Werth und Dorothee Schneider sowie Julia Krajewski, Goldmedaillengewinnerin in der Vielseitigkeit, und Ben Maher, Olympiasieger im Einzelspringen. Weitere Gäste waren u.a. Britta Heidemann, Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin im Fechten, Ex-Nationaltorwart Uli Stein, Comedian Tom Gerhardt, WDR-Legende Jean Pütz, Mode-Experte und -Influencer Johannes Laschet, Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-RTL-Moderator Hans Meiser und Medienpsychologe Jo Groebel.  

Kategorien
News

SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis würdigt ehrenamtliches Engagement von Mirveta Durben aus Wehr

Wehr/Mayen-Koblenz – Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, händigte in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Sie ging an Mirveta Durben aus Wehr im Landkreis Ahrweiler.

Landkreis Ahrweiler, Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch, Anregerin Katrin Bornmüller, OG Wehr, Dr. Melanie Hilger, SGD-Nord-Präsident Treis, Frau Mirveta Durben, Herr Alfred Durben, VG Brohltal, Herr Bürgermeister Johannes Bell. Foto: SGD Nord

„Frau Durben engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Insbesondere in der Flüchtlingshilfe ist sie aktiv. Sie erinnert an Kriegsverbrechen und setzt sich für die Wahrung von Menschenrechten ein, “ so SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

In Ihrem Buch „Mama, hier gibt es Licht“ verarbeitet sie ihre Erfahrungen aus dem Bosnienkrieg. Bei dem Massaker von Prijedor am 20. Juli 1992 wurden ihr Ehemann und zahlreiche Verwandte und Freunde ermordet. Lesungen nutzt sie, um über das Kriegsverbrechen aufzuklären, zu mahnen und gegen das Vergessen anzukämpfen.

Engagiert sammelt sie Spenden, die Sie dem Hilfsprojekt der Vereinigung ehemaliger KZ-Lagerinsassen „Prijedor 92“ zukommen lässt. Damit werden Überlebende des Massakers unterstützt. Seit über sieben Jahren leistet sie wertvolle ehrenamtliche Arbeit für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in der Sektion Wittlich. Hier bringt sie sich umfassend, beispielsweise als Dolmetscherin ein. Auch das Sozialamt der Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal unterstützt sie in der Funktion als Übersetzerin.

Neben Ihrer Tätigkeit im Flüchtlingsnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler ist sie ehrenamtliche Mitarbeiterin im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr, wo sie sich in besonderem Maße für den Bereich der Jugendmigration engagiert. Auch die Frauenrechte sind ihr ein Anliegen. Deshalb bringt sie Sie sich im Frauenverband im Bund der Vertriebenen e.V. ein.

Im Landkreis Ahrweiler hat sie ihren Lebensmittelpunkt gefunden. Als die Region von der Flutkatastrophe erschüttert wurde, zögerte sie nicht und packte tatkräftig mit an, um die eingetroffenen Sachspenden am Nürburgring zu sortieren.

Durch Ihren vielfältigen  Einsatz in der Flüchtlingshilfe, ihr Bemühen um die Aufklärung von Unrecht und dem Wachhalten von Erinnerungen an Kriegsverbrechen und Vertreibung, denen viele Menschen ausgesetzt waren und es leider auch in unserer Zeit immer noch sind, hat sie sich um die Gemeinschaft verdient gemacht.

Für ihr Engagement sprach ihr Präsident Treis Dank und Anerkennung aus. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Ordensinsignien an Frau Durben im kleinen Kreis im Rahmen einer Feierstunde in der SGD Nord ausgehändigt. Anwesend waren ihre Familie, Freunde sowie kommunale Vertreter. Für den Landkreis Ahrweiler waren das Herr Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch, für die Verbandsgemeinde Brohltal Bürgermeister Johannes Bell und für die Ortsgemeinde Wehr Frau Bürgermeisterin Dr. Melanie Hilger. Auch die Anregerin, Frau Katrin Bornmüller (IGFM), war anwesend.

Kategorien
News

Brennende Leidenschaft für eine Region: Feuer der Eifel

Region/Aachen/Köln – Band 4 der ENDLICH EIFEL Bugazin®-Reihe – überall erhältlich, wo es gute Bücher gibt! Ein neues, praktisches Format, ein modernes Erscheinungsbild, ein neuer Verlagspartner, bewährte Qualität, tolle Fotos, spannende Beiträge — noch mehr Seiten und ganz viel Leidenschaft — das alles steckt im vierten Band der ENDLICH EIFEL Bugazin®-Reihe „Feuer der Eifel“.

Wettermann und Naturfotograf Andy Holz zeigt mit seinen eindrucksvollen Aufnahmen, wie der Eifelhimmel brennen kann und die Feuerwehren der Eifel sind mehr als nur Helfer in der Not, wie wir
erst kürzlich bitter erfahren mussten. Es gibt außerdem den Tanz auf dem Vulkan und Vulkane zum Anfassen, denn: feuerspeiende Berge haben die Landschaft geprägt, ohne Lavaströme und wassergefüllte Vulkankegel wäre die Region so nicht vorstellbar.

„Das zentrale Element Feuer bestimmt die Eifel in vielen Bereichen“, sagen Stephan Falk und Jeannette Fentroß, die gemeinsam als Herausgeber und Chefredaktion hinter der Bugazin®-Reihe stehen, „mit dem brandneuen ENDLICH EIFEL Band 4 wünschen wir unserer Leserschaft eine helle (Lese-)Freude und „flammendes“ Vergnügen. Mit der neuen, kompakteren Form passen wir noch besser in jede (Reise-)Tasche und sind draußen und unterwegs genauso praktisch lesbar, wie gemütlich daheim.“

Glühende Berufe, wie Zundelmacher, Glockengießer, Schmied und Metalldesigner stellt das Bugazin vor – wärmend, gemütlich und sinnlich sind die Flammen in der Kerzenmanufaktur. Der Kaffeeröster nutzt das Feuer zur Herstellung von genussreichen Heißgetränken und vielem mehr.

Flammende Schauplätze und feurige Bräuche – Martinsfeuer, Geisterzüge, Burgbrennen und Radscheewen: das Feuer der Eifel ist lodernd, zündelnd oder flackernd – aber auch gefährlich, wie auf dem Scheiterhaufen. Brandbesegnungen stoppen zerstörende Feuer, die Volksmedizin reinigt dagegen mit Feuer und Rauch.

Die Sinneswelt des Ahrweins, Spezialitäten aus der Alt-Eifeler Küche, Naturheilkunde für Tiere mit Eifelkräutern, ein poetisches Porträt des Hohen Venn oder Fragen, wie: „Woher kommt der Name Eifel?“, „Aus wie vielen Teilen besteht eine Dampflok?“ oder „Wie kommen die Ringe in die Wand beim Klettern im Eifeler Basalt?“: das brandneue ENDLICH EIFEL Bugazin® vereint viele heiße Themen.

Unterwegs auf den Spuren der Kamillentraud oder in der Toskana der Eifel, in der Heimat des Blausteins oder in der Stadt der Bilder – das Bugazin für die ganze Eifel zeigt Zufluchtsorte, beschreibt Sehnsuchtsziele und ist immer ganz viel Heimat.

Nach Flutkatastrophe und Hochwasserschäden sind viele Menschen in der Eifel traumatisiert. Mit Fotos und Berichten über die schönen Seiten der Region möchten wir Mut machen und unterstützen mit einer Abovariante inklusive 15 Euro Spende die Hilfe für vom Hochwasser betroffene Eifeler*innen.

Kategorien
News

Bitburger Rheinlandpokal 2020/21: FC Rot-Weiß Koblenz holt den Titel

Region/Koblenz – Die Fußball-Saison 20/21 kann nun zu den Akten gelegt werden – den Titel des Bitburger Rheinlandpokalsiegers sicherte sich Regionalligist FC Rot-Weiß Koblenz am gestrigen Abend durch einen 3:0 (2:0)-Erfolg im verspätet ausgetragenen Endspiel gegen den Rheinlandligisten FV Hunsrückhöhe Morbach. Bemerkenswert: Der Titelträger blieb in allen sechs Pokalspielen ohne Gegentor.

Einen guten Start im Koblenzer Stadion Oberwerth erwischte der Underdog aus der Rheinlandliga, dessen Kapitän Sebastian Schell nach Zuspiel von Lukas Servatius den ersten Torschuss verbuchte, der jedoch am Gehäuse vorbeistrich (7.). Dieselben zwei Spieler waren an Morbachs nächster Chance beteiligt, hier aber stand Alexis Weidenbach im Zentrum richtig (10.). Schell verbuchte zwei weitere Chancen, doch der Rest von Durchgang eins ging klar an Rot-Weiß. Den Anfang machte Henry Crosthwaite mit einem Torschuss in die Arme von FV-Keeper Yannick Görgen (10.), es folgten einige zu unplatzierte Versuche oder es war noch ein gegnerisches Bein dazwischen. Schließlich war es der Kapitän, dem die überfällige Führung gelang: Nach Flanke von rechts stand Quentin Fouley goldrichtig und netzte ein (35.). Nur vier Minuten später erhöhte Arthur Ekallé zum 2:0-Pausenstand.

Im zweiten Durchgang verbuchte Joker Osman Atilgan einen Pfostentreffer für die Koblenzer, nachdem er mehrere Gegenspieler abgeschüttelt hatte (59.), während Max Heckler zehn Minuten vor dem Ende am Anschlusstreffer schnupperte. Das letzte Tor fiel jedoch auf der anderen Seite: Dylan Esmel erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:0 (90.+1).

„Die Begegnung war lange offen und sehr fair“, sagte Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland. Und der Koblenzer Trainer Heiner Backhaus befand: „Es war für uns ein gelungener Abschluss des Pokals. Danke an den Verband, dass man das Finale noch hat stattfinden lassen. Das ist der erste Titel für mich als Trainer – den feiern wir heute.“ Morbachs Trainer Thorsten Haubst wirkte trotz der Niederlage keinesfalls unglücklich: „Wir haben es als Herausforderung angesehen, denn für unseren Verein war es die erste Finalteilnahme. Meine Jungs haben es gut gemacht.“

Kategorien
News

Gelungener Auftakt der Lit.Eifel

Nettersheim – Bestseller-Autor Carsten Henn berührt und umarmt mit seiner Geschichte des Buchspazierers und Lesung in der Nettersheimer Klosterkapelle. Dem Abend lag ein Zauber inne. Carsten Henn lässt seine Zuhörer eintauchen in die Geschichte des Buchspazierers. „Es heißt, Bücher finden Ihre Leser – aber manchmal brauchen sie jemanden, der ihnen den Weg weist“, liest der sonst dem kulinarischen Krimi-Genre verschriebene Autor und Restaurantkritiker in der Kapelle des ehemaligen Nettersheimer Herz-Jesu-Klosters aus seinem neuen Roman.

Ralf Kramp führte als Moderator gewohnt galant und unterhaltsam durch den Abend. Er ist Freund Carsten Henns und Erstleser des Manuskripts von „Der Buchspazierer“. Dr. Kerstin Wolff berichtete davon, wie sie Carsten Henn einst von Haluk Turat erzählte und damit das Buch ins Rollen brachte. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Minuten verfliegen, innig lauschen die Zuhörer. Sanft wiegen Henns Worte bei Carl Kohlhoff, dem Buchhändler und zugleich in die Jahre gekommenen Protagonisten. Umso mehr nimmt seine Stimme rasant Fahrt auf bei der frech-quirligen Schascha, das neunjährige Pendant für Carl, die ihm hilft. Lässig unkompliziert, das eine Bein auf das andere lehnend, liest er, im Sessel sitzend, und lüftet wie nebenbei im Schein der Stehlampe die Geheimnisse hinter den Buchdeckeln, seinem neu gewählten Roman-Pseudonym (Carsten Henn statt Carsten Sebastian Henn), dem schnell überwundenen Corona-Schreib-Blues und frisch geschlossenen Verfilmungs-Verträgen für diesen, seinen ersten Bestseller-Roman.

Echter Buchspazierer inspirierte

Zwischen den Zeilen verwebt er wie selbstverständlich Privates mit heißen Insiderinfos für die Lit.Eifel-Gäste. Die genießen sichtlich den Auftakt der Lit.Eifel-Lesung, nebenbei ein Gläschen Wein oder Wasser, und lernten sogar auch Haluk Turat kennen. Er ist im wahren Leben als Buchspazierer für die Buchhandlung Backhaus in Aachen engagiert und inspirierte Henn, wie die Lit.Eifel-Gäste erfahren, zum Plot. Carl Kohlhoff und Haluk Turat sind täglich unterwegs, um Bücher zu Fuß an die Kundschaft auszuliefern. Bilder über Bilder entstehen vor den Augen, wenn Carsten Henn „Frau Langstrumpf“ als ältere Version der Astrid Lindgren Pippi beschreibt oder die Gesprächsszene auf der Bank als Wendepunkt und Schlüsselszene im Buch einläutet.

Freund sowie Erstleser des Buch-Manuskripts Ralf Kramp moderiert gewohnt galant, plaudert unterhaltsam und mitsamt einer unterhaltsamen Portion Schalk im Nacken mit der Hauptperson des Abends. Seine Frage nach den Filmrechten für den Bestseller beantwortet Henn frei heraus: „Die ersten Optionen sind bereits verkauft“. Sympathisch schmunzelnd fügt er die Bedingung dafür hinzu: „Ich habe mir zusichern lassen, wenn es verfilmt wird, möchte ich zumindest einmal mit meiner Tochter durchs Bild laufen.“ Schließlich habe sie (die heute 15-Jährige) Pate gestanden für die im Buchspazierer neunjährige Schascha, die kluge Fragen stellt, alles Wissenswerte in einem Poesiealbum notiert und zwischendurch fordert: „Wir bringen jedem, das Buch, was er braucht.“ Traurige Bücher gehörten nicht per se zu traurigen Leben oder dahin wo bereits bunte Seifenblasen zerplatzt sind.

Carsten Henn hatte für den Abend jedenfalls genau das richtige Buch für die Lit.Eifel-Zuhörer eingepackt: Herzerwärmend und gefühlt umarmend.