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Dreyer / Müller / Kirsch appellieren: Verzichten Sie auf private Feierlichkeiten

Region/Mainz, 26.10.2020 – Ab heute Montag, 26. Oktober 2020, dürfen private Feierlichkeiten „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen“ nur noch mit maximal 25 insgesamt anwesenden Personen stattfinden.

Diese Regelung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat heute beschlossen. Sie gilt für ganz Rheinland-Pfalz. Bisher war dies noch mit bis zu 75 Personen unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen möglich.

Zugleich wird die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November 2020 verlängert.

„Die Entwicklung der Corona-Infektionen in den Regionen unseres Landes erfüllen mich und uns alle hier mit großer Sorge. Auslöser bleiben vor allem private Feiern: Aus einer fröhlichen Geburtstags- oder Hochzeitsfeier kann sich rasend schnell ein Corona-Cluster entwickeln. Und aus einem solchen Cluster können sich auf einen Schlag mehrere Infektionsketten entwickeln, die dann nur noch sehr schwer beherrschbar sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis gemeinsam zu feiern, zusammenzusitzen und fröhlich zu sein groß sei. „Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu. Denn wir wissen: die Gefahr der Ansteckung ist da am größten, wo der Abstand nicht eingehalten wird, wo keine Masken getragen werden und sich das Virus so durch direkte Übertragungen oder durch die Luft weiter verbreiten kann“, so die Ministerpräsidentin.

„Wir begrüßen angesichts der rasant steigender Infektionszahlen eine einheitliche Begrenzung der privaten Feierlichkeiten. Wir brauchen neben den regionalen Maßnahmen des Warn- und Aktionsplans hier jetzt einheitliche Regeln. Es ist ein leider notwendiger Schritt, um den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die derzeit hoch belasteten Gesundheitsämter in unseren Städten und Landkreisen weiter in der Lage sind, die Infektionsketten nachzuverfolgen“, erklärte Burkhard Müller, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz.

„Wir müssen weiterhin alles dafür tun, um einen zweiten flächendeckenden Lockdown mit möglicherweise gravierenden Folgen zu vermeiden. Dafür appellieren wir an die gesamte Bevölkerung, die jeweiligen Corona-Maßnahmen zu beachten und zu befolgen. Für die Städte in unserem Land ist es wichtig, auch weiterhin am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert Maßnahmen zu treffen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen in den Corona-Task-Forces funktioniert gut. Wir haben dort gemeinsam die notwendigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz.

„Wer möchte, dass wir auch in Zukunft gesund, sicher, gut ausgebildet und in Wohlstand in unserem Land leben können, der muss jetzt Verzicht üben. Solidarität und Rücksicht statt Egoismus – das ist das Gebot der Stunde“, sind sich Land und Kommunen einig.

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Offene Lernbereiche am Johannes-Sturmius-Gymnasium in Schleiden wurden offiziell eröffnet

Schleiden, 26.10.2020 – Nach einem guten Jahr Bauzeit wurde gestern der Erste Bauabschnitt zum Wiederauf- und Neubau am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden offiziell eröffnet. Mit Hochdruck hatten die Handwerker in den letzten Wochen und Monaten an der Fertigstellung gearbeitet, damit die Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien in den neuen, hochmodernen Schulräumen unterrichtet werden können.

Wenn man die hochmodernen digitalen Schulräume betrachtet, könne man meinen, man sei in einer Privatschule in der Stadt und nicht an einer städtischen Schule in der Eifel, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter, Stefan Marenbach, zahlreiche Gäste begrüßte, die erstmals einen Blick in die neuen Räume werfen konnten. So auch der ehemalige Bürgermeister, Udo Meister, der sich während seiner Amtszeit maßgeblich für das Johannes-Sturmius-Gymnasium und dessen Entwicklung eingesetzt hat.

Zahlreiche geladene Gäste konnte der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, bei der Eröffnung der offenen Lernbereiche begrüßen. Foto:© Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

In der ehemaligen Stadtbibliothek und der darüberliegenden Etage, im sogenannten A-Trakt der Schule sind neue und großzügige offene Lernbereiche entstanden.

Offene Lernbereiche bieten künftig die Möglichkeit des individuellen Lernens. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die lichtdurchfluteten Räume bestechen durch ein modernes Raumkonzept, in das sich der frische Grünton der Türen und Möbel harmonisch einfügt. Um den offenen Lernbereich gruppieren sich neun weitere Klassenräume, wodurch künftig eine Kombination aus freiem Lernen und klassischem Schulunterricht möglich ist. Dort können sich die Schülerinnen und Schüler treffen, um ihr gemeinsames Lernen zu arrangieren. Währenddessen können die Lehrkräfte vom „Stamm-Klassenraum“ ihre Lerngruppen durch große Glaselemente sehen und koordinieren.

Das digitale Lehrerpult eröffnet völlig neue Unterrichtsmöglichkeiten. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die innovative IT-Infrastruktur mit flächendeckendem WLAN, digitalen Tafelsystemen mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, eine LED-Deckenbeleuchtung und Akustikdecken optimieren das künftige Lernen am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden.

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist der Weg zu einem modernen und attraktiven Schulgebäude jedoch bei weitem noch nicht abgeschlossen. Der heute fertiggestellte erste Bauabschnitt wird von den drei folgenden Bauabschnitten aufgrund ihrer Dimension und ihres finanziellen Umfangs sogar noch in den Schatten gestellt werden“, so Wolter, der von Beginn an die Gesamtverantwortung für das große Bauprojekt übernommen hat.

Wolter dankte abschließend der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern, seinen technischen Mitarbeitern der Verwaltung aus Hochbau und IT sowie den Handwerkern für Ihren Einsatz.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6, 7 und 10 können sich also auf große Neuerungen nach den Herbstferien freuen. Auch für die Lehrkräfte ist das Unterrichten an den neuen digitalen Tafelsystemen etwas Neuland. Sie werden in der ersten Woche nach den Herbstferien an den digitalen Tafelsystemen geschult.

Wer sich ein Bild von den neuen Schulräumen machen möchte, kann dies gerne im Rahmen einer Besichtigung am 7. November 2020 tun. Die Stadt Schleiden bietet um 11 Uhr und um 15 Uhr eine kurze Führung und Präsentation der digitalen Möglichkeiten an. Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist hierzu eine verbindliche Anmeldung im Vorzimmer des Bürgermeisters unter 02445 89-103 oder rathaus@schleiden.de unter Angabe von Anschrift und Anzahl der teilnehmenden Personen unbedingt erforderlich.

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Die Gesamtkosten des Projekts im Euskirchener Bahnhof betragen 3,8 Millionen Euro

Euskirchen, 26.10.2020 – Einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Schienennetzes im Kreis Euskirchen gehen der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn (DB): An Gleis 46 im Euskirchener Bahnhof wird der Bahnsteig umgebaut und reaktiviert, damit zukünftig die Eifel-Bördebahn (RB 28) dort halten kann. Im Rahmen der momentan bereits laufenden Arbeiten wird der Bahnsteig auf eine Länge von 120 Meter und eine Höhe von 55 Zentimeter umgebaut. Der NVR fördert das Projekt, bei dem auch die Signaltechnik angepasst werden muss, mit 3,8 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro. Die Umbauarbeiten an dem Bahnsteig können voraussichtlich im Dezember beendet werden. Anschließend müssen noch die Signalanlagen angepasst werden. Daher kann der reaktivierte Bahnsteig voraussichtlich im Februar 2021 in Betrieb genommen werden.

„Der große Vorteil der Reaktivierung des Bahnsteigs liegt darin, dass die Eifel-Bördebahn zukünftig im Euskirchener Bahnhof nicht mehr die Gleise der Eifelstrecke queren muss“, so Manfred Gutfrucht, Projektleiter bei DB Netz. „Dies führt zu einer deutlichen Entspannung in diesem stark frequentierten Knotenpunkt, da die Züge bislang auf Gleis 4 wenden müssen.“ NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek ergänzt: „Nur durch die Reaktivierung des Gleises 46 ist zukünftig ein Stundentakt der RB 28 von Euskirchen nach Düren fahrbar. Die Aufnahme des Stundentakts wird möglich, wenn die notwendigen Arbeiten an der Strecke abgeschlossen sind. Dies ist für Dezember 2021 anvisiert.“

Landrat Günter Rosenke sieht in den derzeitigen Umbauarbeiten eine klare Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Kreis Euskirchen: „Dies ist eine weitere millionenschwere Investition, die beim Ausbau des klimafreundlichen Zugverkehrs enorm hilft.“

Mit Einführung des Stundentaktes auf der Bördebahn wird sich die Attraktivität der Schienenstrecke, insbesondere auch für Berufspendler deutlich erhöhen.

Sofern die Infrastrukturarbeiten planmäßig verlaufen, kann Ende 2021 eine Fahrzeit zwischen Euskirchen und Düren von unter 40 Minuten erreicht werden.

Der Stundentakt auf der Bördebahn bietet zudem die Chance und zugleich die Herausforderung, das bestehende Busangebot auf das neue Bahnangebot anzupassen. Dazu werden sich die Kreise Euskirchen und Düren in den nächsten Wochen intensiv austauschen.

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Gesundheitsamt der Kreisverwaltung erhält Unterstützung von der Bundeswehr

Bitburg, 23.10.2020 – Mit den rasant gestiegenen Corona-Fallzahlen im Eifelkreis ist vor allem die Situation im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung angespannt.

Mit einem hohen Einsatz der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, aus anderen Organisations-einheiten der Verwaltung, des Berufsbildungszentrums bebiz, aus Dienststellen des Landes Rheinland-Pfalz sowie mithilfe studentischer Hilfskräfte, konnten jedoch alle Fälle abgearbeitet werden.

Belastend wirkt sich dennoch weiterhin die hohe Zahl an zu verfolgenden Kontakten und zu bearbeitenden Testergebnissen aus. Aus diesem Grund hat die Kreisverwaltung die Bundeswehr um Unterstützung gebeten, die mit einer Stärke von acht Soldatinnen und Soldaten bewilligt wurde. Dass die Unterstützung so schnell bewilligt werden konnte, ist maßgeblich der Unterstützung durch Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch und den stellv. Leiter der Kreisverbindungskommandos für den Eifelkreis Bitburg-Prüm, Oberstleutnant d.R. André Heuzeroth, zu verdanken.

Die Soldaten SUK (Schnelle Unterstützungskräfte) werden vorläufig in der Kontaktverfolgung zur maßgeblichen Unterstützung des Gesundheitsamts eingesetzt. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Ansprache betroffener Bürger, die Abfrage nach Symptomatik und Kontakten und die anschließende Einteilung der Kontaktpersonen in vorgegebene Kategorien.

Erster Kreisbeigeordneter Michael Billen: „In der andauernden Lage stellt uns vor allem die Kontaktverfolgung vor Herausforderungen. Ich freue mich außerordentlich über die Unterstützung durch die Bundeswehr, die mit ihrem Einsatz zum Schutz der Bevölkerung im Eifelkreis und ebenso zur dringenden Entlastung aller Mitarbeiter beitragen.“

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Dreyer / Müller / Kirsch appellieren: Verzichten Sie auf private Feierlichkeiten

Region/Mainz, 22.10.2020 – Ab Montag, 26. Oktober 2020, dürfen private Feierlichkeiten „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen“ nur noch mit maximal 25 insgesamt anwesenden Personen stattfinden. Diese Regelung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat heute beschlossen. Sie gilt für ganz Rheinland-Pfalz. Bisher war dies noch mit bis zu 75 Personen unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen möglich. Zugleich wird die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November 2020 verlängert.

„Die Entwicklung der Corona-Infektionen in den Regionen unseres Landes erfüllen mich und uns alle hier mit großer Sorge. Auslöser bleiben vor allem private Feiern: Aus einer fröhlichen Geburtstags- oder Hochzeitsfeier kann sich rasend schnell ein Corona-Cluster entwickeln. Und aus einem solchen Cluster können sich auf einen Schlag mehrere Infektionsketten entwickeln, die dann nur noch sehr schwer beherrschbar sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis gemeinsam zu feiern, zusammenzusitzen und fröhlich zu sein groß sei. „Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu. Denn wir wissen: die Gefahr der Ansteckung ist da am größten, wo der Abstand nicht eingehalten wird, wo keine Masken getragen werden und sich das Virus so durch direkte Übertragungen oder durch die Luft weiter verbreiten kann“, so die Ministerpräsidentin.

„Wir begrüßen angesichts der rasant steigender Infektionszahlen eine einheitliche Begrenzung der privaten Feierlichkeiten. Wir brauchen neben den regionalen Maßnahmen des Warn- und Aktionsplans hier jetzt einheitliche Regeln. Es ist ein leider notwendiger Schritt, um den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die derzeit hoch belasteten Gesundheitsämter in unseren Städten und Landkreisen weiter in der Lage sind, die Infektionsketten nachzuverfolgen“, erklärte Burkhard Müller, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz.

„Wir müssen weiterhin alles dafür tun, um einen zweiten flächendeckenden Lockdown mit möglicherweise gravierenden Folgen zu vermeiden. Dafür appellieren wir an die gesamte Bevölkerung, die jeweiligen Corona-Maßnahmen zu beachten und zu befolgen. Für die Städte in unserem Land ist es wichtig, auch weiterhin am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert Maßnahmen zu treffen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen in den Corona-Task-Forces funktioniert gut. Wir haben dort gemeinsam die notwendigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz.

„Wer möchte, dass wir auch in Zukunft gesund, sicher, gut ausgebildet und in Wohlstand in unserem Land leben können, der muss jetzt Verzicht üben. Solidarität und Rücksicht statt Egoismus – das ist das Gebot der Stunde“, sind sich Land und Kommunen einig.

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Interviewreihe der DLG Eifel mit Ingo Pfennings, Bürgermeister der Stadt Schleiden und ehrenamtliches DLG-Eifel-Aufsichtsratsmitglied

Schleiden, 22.10.2020 – „Wir in der Eifel stehen zusammen“ Die Interviewreihe der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel (DLG Eifel) wird fortgesetzt mit Ingo Pfennings, Bürgermeister der Stadt Schleiden und ehrenamtliches DLG-Eifel-Aufsichtsratsmitglied.

Herr Pfennings, warum ist solidarisches Handeln mit Fokus auf die Regionalität bei uns in der Eifel so wichtig?

Die Corona-Pandemie hat eins gezeigt: Wir in der Eifel stehen gerade in Zeiten der Not zusammen. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie viele unterschiedliche Hilfsaktionen sich zu Beginn der Krise in kürzester Zeit gebildet haben und sich sehr rege für Ihre Mitmenschen eingesetzt haben und weiter einsetzen. Das zeigt aber eben auch, wie wichtig ein regionales Miteinander ist – auch in Nicht-Krisen-Zeiten. Gemeinsam sind wir stark, daher sollten wir uns auch noch stärker als Region sehen und auch so verkaufen.

Haben Sie in Ihrem Bereich bereits Erfahrungen mit der DLG Eifel gesammelt?

Als ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied der DLG Eifel habe ich natürlich Einblick in alle Prozesse. Es ist schön zu sehen, dass so viele Unternehmen unserer Region gemeinsam wichtige Themen angehen und Angebote für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen. Wichtig ist, je mehr Betriebe mitmachen, desto größer wird am Ende der erzielbare Mehrwert für alle sein.

Die Stadt Schleiden nutzt regelmäßig die DLG-Eifel-Angebote?

Wir als Stadt Schleiden sind Mitglied in der DLG Eifel und geben die DLG-Eifel-Angebote an unsere Belegschaft weiter. Wir durften mehrere Veranstaltungen der DLG Eifel bei uns im Stadtgebiet begrüßen und haben von den Teilnehmern – sowohl aus unserer Belegschaft als auch von Unternehmen aus dem Stadtgebiet – nur positive Rückmeldungen erhalten. Die Führungskräfte der Verwaltung haben gemeinsam einen Strategieworkshop zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM der DLG Eifel belegt. Dieser ist durch die Teilnehmer als qualitativ hochwertig und vor allem als für den Arbeitsalltag sehr nützlich bewertet worden. Ich selber fand den Workshop ebenfalls sehr positiv und war zudem erfreut, wie viel durch unsere Führungskräfte bereits richtig gemacht wird.

Der DLG Eifel geht es um die Erhöhung der Attraktivität und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Region Eifel.

Das Ziel, die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Region Eifel zu erhöhen, ist für die Region, gerade hinsichtlich ihrer Rolle als Wirtschaftsstandort, sehr sinnvoll. Globalisierung und Digitalisierung führen dazu, dass unsere Region als Wirtschaftsstandort – genauso als touristische Destination und als Wohnstandort – in einem Wettstreit mit vielen anderen Regionen steht. Daher kann es für uns als Region aber auch für jeden einzelnen Unternehmer nur wünschenswert sein, unsere Unternehmen möglichst attraktiv und wettbewerbsfähig aufzustellen. Sinnvoll ist dabei auch ein Miteinander der Unternehmen, da auch für diese gilt: Gemeinsam ist man stärker.

Die DLG Eifel handelt nach den fünf Säulen Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz und Digitalisierung. Welcher dieser Aspekte ist für Sie am relevantesten?

Ich sehe die fünf Säulen als gleichberechtigt an. Jede der Säulen beinhaltet sowohl für die Unternehmen als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtige Themen. Daher ist es umso erfreulicher, dass durch den Zusammenschluss in der DLG Eifel gleichzeitig mehr verschiedene Themenfelder abgedeckt werden können, als dies in einem einzelnen Unternehmen vielleicht der Fall wäre.

Was wünschen Sie sich von der DLG Eifel?

Eine noch breitere Aufstellung hinsichtlich der fünf Säulen. Natürlich hat das aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit geförderte Projekt „Gesunde Region Eifel“ zu einer Dominanz der Säule Gesundheit geführt. Mit dem Auslaufen des Projektes müssen nun auch die anderen Säulen gestärkt werden, wie dies aktuell bereits mit der Säule Digitalisierung geschieht. Zudem wäre es schön, wenn sich noch mehr Unternehmen der Region zu einer Mitgliedschaft entschließen.

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Landkreis Bernkastel-Wittlich ergreift Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Wittlich, 20.10.2020 – Innerhalb weniger Tage wurden dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich zahlreiche COVID-19-Fälle gemeldet. So stieg die Zahl der Infektionen alleine am 18.10.2020 sprunghaft um 25 Fälle an. Der 7-Tages-Inzididenzwert, das heißt die Summe aller Infektionen binnen eines Zeitraums von 7 Tagen, belief sich in der Folge auf 57,8 Fälle je 100.000 Einwohner.

Durch das Überschreiten des Grenzwertes von 50 Fällen/100.000 Einwohner befindet sich der Landkreis in der Alarmstufe rot des Warn- und Aktionsplans Rheinland-Pfalz. Bereits zuvor lag der Landkreis mit einem Inzidenzwert von > 35 Fällen/100.000 Einwohner über mehrere Tage in der Gefahrenstufe orange, weshalb am Freitag, 16.10.2020, erstmalig die regionale Corona-Task-Force bestehend aus Vertretern der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich (Verwaltungsleitung, Ordnungsbehörde, Gesundheitsamt), des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, des Innenministeriums, des Bildungsministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, des Landkreistages Rheinland-Pfalz sowie der Polizei zusammen trat, um über die zu ergreifenden Maßnahmen zu beraten.

Aufgrund des Infektionsgeschehens sowie des erwarteten weiteren Anstiegs der Fallzahlen verständigte sich die Task-Force in Anlehnung an die im Nachbarkreis Vulkaneifel getroffenen Regelungen auf die Empfehlung folgender Maßnahmen:

  • Die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen wird auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen können nur bei Vorliegen eines mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes zugelassen werden.
  • Die Zahl der Teilnehmer für private Feiern wird auf 10 Personen oder auf die Zusammenkunft der Angehörigen aus höchstens zwei Hausständen begrenzt.
  • Das gemeinsame sportliche Training und der Wettkampf sind nach den Regelungen der jeweils aktuell geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz zulässig. Zuschauer sind in geschlossenen Hallen weder im sportlichen Training noch im Wettkampfbetrieb zugelassen.

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt mittels einer Allgemeinverfügung, die am 21.10.2020 in Kraft tritt. Die Gültigkeitsdauer der Verfügung beträgt einen Monat. Die Taskforce wird in regelmäßigen Abständen zusammentreten, die Lage analysieren und unter Beachtung des weiteren Infektionsgeschehens über den Fortbestand der Maßnahmen beraten.

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Landrat Eibes appeliert an Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich, 20.10.2020 – Seit nunmehr 7 Monaten beeinflusst die Corona-Pandemie unser Leben. War der Beginn der Pandemie von Ängsten und herben Einschnitten geprägt, entspannte sich die Situation insbesondere in den Sommermonaten auch aufgrund fallender Infektionszahlen zusehends. Seit einigen Tagen ist allerdings ein deutlicher Anstieg der nachgewiesenen Infektionen festzustellen – auch in unserem Landkreis. Innerhalb kürzester Zeit stieg die 7-Tages-Inzidenz auf über 57,8 Fälle/100.000 Einwohner und somit in einen kritischen Bereich.

Ist das ein Grund zur Panik? Sicherlich nicht. Allerdings macht der Anstieg der Fallzahlen uns mehr als deutlich, dass Sorglosigkeit aktuell nicht angebracht ist. Die Pandemie ist nach wie vor existent und wird uns die kommenden Monate weiter beschäftigen, auch wenn wir über den Sommer hinweg vielleicht schon einen anderen Eindruck gewinnen konnten. Auch liegt dem jüngsten Anstieg der Fälle ein „diffuses“ Infektionsgeschehen innerhalb des Landkreises. Es gibt nicht den einen Corona-Hotspot (sinngemäß: Brennpunkt) oder Superspreader (deutsch: Superverbreiter), auf den man das gesamte Infektionsgeschehen zurückführen kann. Vielmehr verteilen sich die Positivfälle mit unterschiedlicher Gewichtung flächig über das gesamte Kreisgebiet.

Unser aller Ziel muss es daher sein, uns so zu verhalten, dass die Weiterverbreitung des Virus eingedämmt wird. Denn wir sind uns einig: Keiner von uns will einen zweiten Lockdown mit all seinen Folgen erleben. Deswegen appelliere ich an Sie: Behandeln Sie die wiedererlangten Freiheiten und Lockerungen als kostbares Gut, das es zu schützen gilt. Zu schützen, indem Sie einen konkreten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Beachten Sie die AHA-Regeln, die da lauten: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen. Achten Sie in Herbst und Winter, wenn wir uns vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten, auch auf das regelmäßige Lüften und meiden Sie größere Menschenansammlungen.

Bitte haben Sie auch Verständnis für die Maßnahmen, auf die sich die Taskforce unter Beachtung des Corona-Warn- und Aktionsplans Rheinland-Pfalz verständigt haben. Helfen Sie mit, dass es bei dieser begrenzten Zahl an Maßnahmen bleibt und beweisen Sie insbesondere bei privaten Feierlichkeiten Eigenverantwortung, auch wenn sie in den eigenen vier Wänden stattfinden und vielleicht keiner hinschaut.

Im Vertrauen darauf, dass wir Bernkastel-Wittlicher auch diese Phase der Pandemie gut meistern werden, lassen Sie uns gemeinsam die vor uns liegenden Wochen angehen. Beweisen wir, dass wir in der Lage sind, den Virus wie in den vergangenen Monaten durch die konsequente Einhaltung der verschiedenen Regeln und Maßnahmen wirkungsvoll zu bekämpfen und die Dynamik des Infektionsgeschehens zu bremsen.

Ich bedanke mich bereits schon jetzt für Ihr Verständnis und Ihr Engagement.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat

Gregor Eibes

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MdB Peter Bleser besucht Regionalzentrum Rauschermühle in Saffig

Saffig, 20.10.2020 – Über das Erreichen der deutschen Klimaziele, die Zukunft der Energieversorgung in Rheinland-Pfalz und das Energiewende-Projekt Schwarmspeicher Cochem-Zell haben sich Peter Bleser, Mitglied des Deutschen Bundestages sowie des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, und Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, am vergangenen Donnerstag ausgetauscht. Während Peter Blesers Besuch im Regionalzentrum Rauschermühle wurde Katherina Reiche vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation per Videokonferenz zugeschaltet. Peter Bleser nutzte die Gelegenheit zudem, um sich nach dem Gespräch das Ausbildungszentrum in Plaidt anzuschauen.

Besuch im Aus- und Weiterbildungszentrum (v. l.): Dr. Lothar Oelert (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement, Leiter Region Rheinland-Pfalz), Thomas Hau (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement), Peter Bleser (Mitglied des Deutschen Bundestages), Martin Schmidt (Westnetz GmbH, Ausbilder), Fabian Vocktmann (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement, Regionalmanager Region Rauschermühle), Jan Bruhn (Westnetz GmbH, Leiter Aus- und Weiterbildungszentrum Plaidt). Foto: Westenergie

„Unsere Klimaschutzziele haben wir vertraglich mit dem Pariser Abkommen, im Koalitionsvertrag und im Klimaschutzprogramm festgeschrieben. Bis 2050 wollen wir klimaneutral sein. Das heißt, dass auch unsere Wirtschaft bis dahin weitgehend dekarbonisiert sein muss. Dafür müssen wir unsere Energieversorgung vom Kopf auf die Füße stellen – von einer zentralen zu einer dezentralen Energieversorgung“, sagte Peter Bleser während des Treffens in Saffig.

„Für die mit uns verbundenen Kommunen in Rheinland-Pfalz sind wir ein starker und verlässlicher Partner. Das ist Teil unserer DNA“, betonte Katherina Reiche. „Stadt und Land gehören für uns zusammen, wir vernetzen sie daher miteinander. Denn: Energieerzeugung findet immer dezentraler und immer stärker im ländlichen Raum statt. Hier ist Platz für große Windparks und Solaranlagen, bei gleichzeitig geringerem Verbrauch. Entsprechend muss der Stromüberschuss gespeichert oder in die Städte transportiert werden. Und das tun wir. Mit unserer dezentralen Aufstellung können wir den Herausforderungen der Energiewende optimal begegnen“, so die Vorstandsvorsitzende der Westenergie. In Rheinland-Pfalz sind derzeit rund 38.000 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien an das Verteilnetz der Westnetz, 100-prozentige Tochtergesellschaft der Westenergie, angeschlossen – Tendenz steigend.

Beispiel für eine dezentrale Energieversorgung ist das Forschungsprojekt „Multimodaler Schwarmspeicher Cochem-Zell“. In dem mehrjährigen Projekt haben der Landkreis Cochem-Zell und Westenergie gezeigt, wie die in Privathaushalten durch Photovoltaik erzeugte Energie auf intelligente Weise gespeichert und für die Region nutzbar gemacht werden kann. Durch die Zusammenschaltung vieler einzelner Batterien in den teilnehmenden Projekthaushalten ist eine virtuelle Großbatterie, ein so genannter Schwarmspeicher, entstanden.

Beim Besuch des benachbarten Ausbildungszentrums in Plaidt erfuhr Peter Bleser, dass Westnetz, der Verteilnetzbetreiber der Westenergie, am Standort zurzeit 61 junge Menschen in den Berufen Elektroniker und Elektronikerin für Betriebstechnik, Industriekaufmann und Industriekauffrau sowie im dualen Studium Elektrotechnik ausbildet.

Das Regionalzentrum Rauschermühle verantwortet Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb der Energieverteilnetze sowie der Glasfaserversorgungen in den Landkreisen Ahrweiler, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und in der Vulkaneifel. Am Standort in Saffig sind rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das von Westnetz betriebene Stromnetz misst rund 9.400 km und umfasst rund 138.000 Strom-Hausanschlüsse, das Breitbandnetz hat eine Länge von rund 1.000 km. Darüber hinaus ist das Regionalzentrum für ein 1.350 km langes Straßenbeleuchtungsnetz in 160 Gemeinden zuständig.

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Stadtrat von Wittlich demonstriert geschlossen gegen Corona-Leugner

Wittlich, 19.10.2020 – Am kommenden Sonntag, 25.10.2020 um 15 Uhr, wird der Wittlicher Stadtrat geschlossen gegen die Corona-Leugner auf dem Platz an der Lieser demonstrieren.

Bereits im September hatte der Stadtrat von Wittlich eistimmig die nachfolgende Resolution verfasst: 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Seit Wochen kommen allsonntäglich einige Extremisten und Verschwörungstheoretiker in unsere Stadt. Sie verbreiten eine, für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, nur schwer erträgliche Propaganda. Die Organisatoren berufen sich dabei auf unser Grundgesetz und gerieren sich als Freiheitskämpfer Sie nehmen verfassungsrechtliche Garantien wahr, die sie in Wirklichkeit ablehnen.

„Carpe Diem Genieße den Tag“

Die Ankündigung, für die nächsten drei Jahre jeden Sonntag unser neues Wohnzimmer an der Lieser zu belagern, empfinden wir als Provokation. Uns ist der hohe und für einen Rechtsstaat konstituierende Stellenwert von Meinungs- und Versammlungsfreiheit bekannt. Wir wissen, dass diese Grundrechte auch Verfassungsfeinden zustehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die Verbreitung der kruden Thesen und Ideologien solcher Extremisten kommentar- und tatenlos über uns ergehen lassen müssen.

Wittlicherinnen und Wittlicher leben in unserer Stadt andere Werte.

Demokratie, Toleranz und Menschlichkeit sind unsere Werte.

Das Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, Religionen und Kulturen prägt das Gesicht unserer Stadt. Es macht unsere Stadt lebendig. Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus lehnen wir entschieden ab. Für sie gibt es kein Verständnis und keine Rechtfertigung. Extremen Haltungen und Handlungen wollen wir entschlossen entgegentreten und sie bekämpfen. Demokratische Werte zu leben und immer wieder zu beleben, ist ein ständiger Prozess, der uns alle gemeinsam fordert.

Wir treten ein für einen respektvollen Umgang

In unserer Stadt treffen vielfältige Interessen, Ansichten und Meinungen aufeinander. Deshalb braucht es Debatte und Streit der Meinungen. Meinungsverschiedenheiten dürfen aber nicht in Feindschaft und Hass münden. Wir stehen ein für Grundregeln der demokratischen Kultur und einen respektvollen Umgang, sonst nehmen der Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie Schaden. Verunglimpfung, Beleidigungen und Gewalt in der Sprache, auch und vor allem im Internet, dürfen nicht toleriert werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass Menschen in ihrer Würde nicht herabgesetzt werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass menschenverachtende Ideologien nicht salonfähig werden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“.  Wir, der Stadtrat dieser Stadt, haben uns bewusst dafür entschieden, diesen einleitenden Satz unseres Grundgesetzes für jeden Besucher unserer Stadt sichtbar zu machen. Wir haben bewusst die Nähe zur Synagoge gesucht, dem Ort der größten Schande in dieser Stadt. Dieser Satz spricht wie kein anderer für die Werte, die wir leben wollen.

Deswegen erheben wir uns gegen diese Demonstranten und rufen:

Ihr seid hier nicht wilkommen!