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Baustart für die erste Wasserstoff-Tankstelle im Kreis Düren ist erfolgt

Düren – Busse und Pkw können bald in Düren mit Wasserstoff an der Shell Tankstelle „Im großen Tal 1“ auftanken. Landrat Wolfgang Spelthahn, Falk Schulte-Wintrop (H2 MOBILITY) und Josef Busch, Geschäftsführer des Shell Markenpartner-Unternehmens PM Pfennings, haben jetzt in einer gemeinsamen Stellungnahme anlässlich des Baustarts der neu entstehenden H2-Tankstelle im Gewerbegebiet auf die Möglichkeiten von Wasserstoff im Transportsektor hingewiesen. Bauherrin und Betreiberin ist die H2 MOBILITY Deutschland, die Technik stammt von Air Liquide.

Wasserstoff dient derzeit vor allem der Betankung von Elektro-Fahrzeugen mit Brennstoffzelle. Ihre Vorteile: kein Lärm, keine Schadstoffe, aber gleiche Nutzung, Geschwindigkeit und Reichweite wie bei Fahrzeugen mit Otto- oder Dieselmotor. Wasserstofffahrzeuge verfügen über Reichweiten von 500 bis 700 Kilometern und tanken in nur drei bis fünf Minuten, Busse benötigen, wie herkömmliche Busse auch, ca. 15 Minuten zum Auftanken und erzielen damit ca. 300 Kilometer Reichweite. Mittelfristig wollen aber vor allem auch die Hersteller von Nutzfahrzeugen entsprechende Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen.

Die Fertigstellung der Wasserstofftankstelle in Düren ist für Ende des Jahres 2021 geplant. Sie liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A4 und ergänzt die bisher 18 Wasserstofftankstellen in NRW. Der Kreis Düren hat Stand heute fünf Wasserstoffbusse bestellt und setzt selbst bereits zwei H2-Fahrzeuge in seinem Fuhrpark ein. Die ersten fünf Wasserstoff-Busse werden bis Januar 2022 im Kreis Düren eintreffen und verkehren. Ab dann werden jedes Jahr fünf weitere Busse hinzukommen. Auch der Fuhrpark des Kreises Düren wird mit weiteren H2-Fahrzeugen ausgebaut.

Zudem fahren mittlerweile auch einige Kommunen wie Nörvenich und Jülich sowie Privatunternehmen Wasserstoffautos. Darüber hinaus wird der Kreis Düren im nächsten Jahr auf der Basis von Sonnenenergie mit der Produktion von grünem Wasserstoff im Brainergy-Park in Jülich beginnen.

Landrat Wolfgang Spelthahn: „Heute ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht, denn wir sind fest von der Wasserstofftechnologie überzeugt und planen, vier weitere H2-Tankstellen verteilt über das gesamte Kreisgebiet zu bauen.“

PM Pfennings setzt ebenfalls auf Wasserstoff und plant im Landkreis Düren den Bau einer H2-Station, speziell für den Schwerlastverkehr: „Gerade für schwere Anwendungen bietet Wasserstoff die größten Vorteile – kurze Betankungszeiten, große Reichweiten und niedriges Gewicht“, so Josef Busch.

„Mit der Station in Düren schließen wir die Versorgungslücke zwischen Köln und Aachen und damit auf dem Weg nach Belgien und in die Niederlande“, sagte Falk Schulte-Wintrop, für die strategische Unternehmensentwicklung bei H2 MOBILITY verantwortlich. Bundesweit gibt es derzeit bereits 91 Wasserstoffstationen.

Um mit Wasserstoff in Deutschland auftanken zu können, benötigt man die H2 MOBILITY-Card, die einfach online unter www.h2.live bestellt werden kann.

Der Bund fördert den Bau der Wasserstofftankstelle in Düren über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffellentechnologie (nip) mit etwa 1,3 bis 1,4 Millionen Euro.

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Stadtarchiv Stolberg sucht Erinnerungen an die Hochwasser-Katastrophe

Stolberg – Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Die Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli 2021 ist bereits als eines der größten und schrecklichsten Ereignisse in die Geschichte der Kupferstadt Stolberg eingegangen. Während viele Bürgerinnen und Bürger nun seit drei Monaten im Hier und Jetzt unablässig daran arbeiten, diese Krise zu bewältigen, ist es auch Zeit, daran zu denken, wie die Hochwasserkatastrophe zukünftig erzählt wird.

Das Stadtarchiv der Kupferstadt Stolberg möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen proaktiv Geschichte schreiben: Aus diesem Grund sammelt das Archiv gezielt Erinnerungsstücke und Berichte, so dass in späteren Zeiten ein möglichst anschauliches und genaues Bild von den Ereignissen 2021 gezeichnet werden kann.

Für eine aussagekräftige Darstellung bittet das Stadtarchiv um Mithilfe. Folgende Materialien sind interessant: Fotos und Videos von den Katastrophentagen, von den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten, von den solidarischen Initiativen, persönliche Geschichten als Text oder Videobeitrag sowie Objekte, die aus dem Hochwasser gerettet werden konnten oder die eine besondere Geschichte erzählen.

Alles, was in kommenden Zeiten unsere Geschichte dieser Katastrophe und ihrer Bewältigung erzählen kann, ist herzlich willkommen! Stadtarchivar Christian Altena steht sehr gerne für Stiftungen sowie Fragen und Anregungen bereit:

Christian Altena
Stadtarchivar
christian.altena@stolberg.de
Tel 02402/13364

Bei allem, was Sie dem Archiv anvertrauen, bleibt selbstverständlich das Urheberrecht gewahrt. Das Stadtarchiv der Kupferstadt Stolberg dank bereits vorab herzlich für die Mithilfe!

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Landkreis Bernkastel-Wittlich arbeitet aktiv gegen den Ärztemangel auf dem Land

Wittlich – Damit die angehenden Medizinerinnen mobil zwischen ihrer Unterkunft und Arbeitsstätte waren und die Moselregion auch in ihrer Freizeit erkunden konnten, stellte Westenergie kostenlos ein Elektroauto und drei E-Bikes zur Verfügung.

Ziel aller Bemühungen ist es jungen Nachwuchsmedizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Noch gibt es im Landkreis Bernkastel-Wittlich genug Hausärzte. Die Aussichten sind jedoch weit weniger gut: Bis 2024 werden voraussichtlich 50 Hausärzte im Kreis in den Ruhestand gehen. Nachfolger gibt es kaum. Das bedeutet für viele Patienten, dass sie entweder sehr lange Wartezeiten und Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen oder keinen Hausarzt mehr finden. Auch Krankenhäuser haben Schwierigkeiten Ärztenachwuchs zu gewinnen, was die Versorgung im Ganzen weiter verschlechtert.

Um dem Ärztemangel zu begegnen, setzt der Landkreis ein Konzept mit mehreren Bausteinen zur Sicherung der ärztlichen Versorgung um.  So beispielsweise aktuell die Gruppenfamulatur (Famulatur = Praktikum im Medizinstudium). Angehende Ärzte müssen während des Studiums verschiedene Praktika durchlaufen. Meist geschieht dies entweder in der Nähe der Uni oder in der Nähe der eigenen Heimat um zusätzliche Kosten für Unterkunft oder Reisekosten zu sparen.

Um diese Hürde abzubauen und auch Praxen in ländlichen Räumen für Medizinstudierende attraktiv zu machen organisierte der Landkreis erstmalig eine Gruppenfamulatur für drei angehende Ärztinnen, um sie so für unsere Region und die Niederlassung als Hausarzt zu begeistern. Ziel ist eine frühzeitige Kontaktanbahnung zwischen niedergelassenen Ärzten und Nachwuchsmedizinern, um die Attraktivität der Allgemeinmedizin erlebbar zu machen und frühzeitig einen persönlichen Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten herzustellen. In der Folge des ersten Projektes sind anknüpfende Veranstaltungen geplant. So soll der persönliche Kontakt während der gesamten Ausbildungszeit zum Facharzt aufrecht erhalten werden. Am Ende, so die Hoffnung, steht eine Begeisterung für den Landkreis und bestenfalls sogar eine Niederlassung im Landkreis.

Im Rahmen der Gruppenfamulatur organisierte der Landkreis für die drei Studentinnen eine gemeinsame Unterkunft in Kröv und übernahm die Kosten hierfür. Die Betreuung fand jeweils von einem niedergelassenen Arzt in Kröv, Wittlich und Lieser statt. Damit die angehenden Medizinerinnen zudem mobil zwischen ihrer Unterkunft und Arbeitsstätte waren und die Moselregion auch in ihrer Freizeit erkunden konnten, stellte Westenergie für die Studentinnen der Medizin kostenlos ein Elektroauto und drei E-Bikes zur Verfügung. Theresa Knod, Mitarbeiterin im Bereich der Kommunalbetreuung bei Westenergie in der Region Trier, betonte: „Als Partner der Kommunen unterstützen wir den Landkreis nicht nur bei wichtigen Infrastrukturthemen wie der Stromversorgung, der Straßenbeleuchtung und dem Ausbau von schnellem Internet. Auch bei wegweisenden Initiativen wie hier zur Bekämpfung des Arztkräftemangels leisten wir im Rahmen der Möglichkeiten von Westenergie gerne einen Beitrag.“

Die Studentinnen waren begeistert von der Gruppenfamulatur im hausärztlichen Bereich. Besonders hoben sie hervor, dass sie sehr positiv über das vielfältige Landarztleben überrascht waren. So bemerkte eine der Famulantinnen: „(…) dass ich zwischendurch Zeit hatte, mich in eine Patientenakte einzulesen und mich über die Krankheitsbilder zu informieren, hat mir sehr viel geholfen. In der Klinik hat man dafür keine Zeit und alles ist viel zu schnell dafür, dass das ein erster Einblick in die Praxis sein soll.“ Auch eine andere bewertete den fachlichen Teil durchweg positiv: „Natürlich ist in Landarztpraxen auch oft viel los und es gibt stressige Tage. Dennoch konnte man sich eigentlich immer die Zeit für die Patienten nehmen, die sie benötigen. Dadurch wird die Bindung zu den Patienten gestärkt, die Compliance erhöht und der Krankheitsverlauf kann meiner Meinung nach positiv beeinflusst werden.“

Trotzdem seien die Arbeitszeiten besser als in der Klinik und die Arbeit insgesamt weniger belastend. Auch die gemeinsame Unterkunft und die Möglichkeit ihre Erfahrungen auszutauschen trug dazu bei das Gelernte zu vertiefen und Einblicke in die Organisation der anderen Praxen zu erhalten.

Nach Aussage der Studentinnen fruchtet die Initiative. „Eigentlich hört man über die Hausarztfamulatur vor allem, dass sie langweilig sein soll, allerdings hat sich dieses Gerücht bei mir nicht mal ansatzweise bestätigt. Auch wenn ich durch meine Eltern eher den Alltag eines Arztes im Krankenhaus kenne, hat diese Hausarztfamulatur auf dem Land mein Bild eines Hausarztes deutlich verbessert. Ich habe sehr viel dazulernen können, egal ob es neue Krankheitsbilder, Sonographie/Echo oder das differentialdiagnostische Denken war. Auch die Erfahrung für einen Monat auf dem Land zu leben und zu sehen, was für Aufgaben auf einen Hausarzt zukommen, war sehr interessant für mich.“

Die Antworten zeigen deutlich, wie wichtig es ist für den Beruf des Allgemeinmediziners schon früh im Medizinstudium zu werben. Es wird aber auch deutlich, dass eine strukturelle Veränderung der Niederlassung notwendig ist. Die Antwort überrascht nicht, steht sie doch exemplarisch für viele andere Studenten: denn diese Ergebnisse liefern auch die Befragungen der Uni Trier durch Prof. Jacob: Der Medizinernachwuchs wünscht sich mehr Teamarbeit, flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeitszeit und eine Entlastung von der Bürokratie.

Gut, dass der Landkreis auch hier aktiv ist und Bemühungen der aktuell praktizierenden Ärzte unterstützt zusammen zu gehen: so konnte dank der intensiven Bemühungen von Landkreis und der Gemeinde Morbach beispielsweise das aktuell im Bau befindliche Ärztehaus mit gemeinsam genutzten Räumen gegründet werden.

Auch die durch den Landkreis initiierte Gründung und Bewerbung des Weiterbildungsverbundes ist ein wichtiger Baustein um die Ausbildung von Hausärzten im Landkreis attraktiv werden zu lassen. Hierbei geht es darum das Zusammenspiel von Praxen und Krankenhäusern im Ausbildungsverlauf von Allgemeinmedizinern individuell abzustimmen und dem angehenden Arzt die Organisation zu erleichtern.

Ziel aller Bemühungen ist es jungen Nachwuchsmedizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, sei es in der Einzelpraxis, Medizinischem Versorgungszentrum (MVZ) oder in den Krankenhäusern, um die ärztliche Versorgung auf dem Land langfristig in einer guten Qualität sicherzustellen. „Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung ist essentiell für unsere Bürger und die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises. Viele weitere Aktivitäten sind geplant.“ so Landrat Gregor Eibes.

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Civitas-Forum “Smart routes towards climate-neutral cities” am 20. und 21. Oktober in Aachen

Aachen – Das CIVITAS Forum, Europas führende Konferenz für nachhaltige Mobilität, findet am 20.-21. Oktober 2021 in Aachen statt und wird Expert*innen und Praktiker*innen aus dem gesamten Kontinent zusammenbringen, um die Rolle des Verkehrs bei der Etablierung klimaneutraler Städte durch und für Bürger*innen zu ergründen.

Das hybride Format, das Online- und Vor-Ort-Aktivitäten kombiniert, wird den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, Fragen zur Rolle der Mobilität und des Verkehrs zu diskutieren und zu erörtern, wie lokale Behörden die Unterstützung der Europäischen Kommission in Anspruch nehmen und ihren Einfluss bei der Förderung der lokalen Wirtschaft nutzen können.

Die Online-Anmeldung ist kostenlos und steht allen Expert*innen und Interessierten für nachhaltige urbane Mobilität und Städte offen.

Wie Matthew Baldwin, stellvertretender Direktor der Generaldirektion Verkehr und Mobilität der Europäischen Kommission, erklärt:

Die EU-Kommission hat kürzlich das Ziel festgelegt, bis 2030 100 klimaneutrale Städte zu schaffen. Natürlich erfordert die Erreichung eines solchen Ziels die Zusammenarbeit zwischen allen Regierungsebenen und allen Bereichen des städtischen Lebens.

Vor dem Hintergrund des Themas „Smart routes towards climate-neutral cities“ wird das CIVITAS Forum 2021 die Teilnehmenden dazu anregen, Mobilität in einem anderen Licht zu betrachten. Unsere urbane Mobilität der Zukunft muss vollständig nachhaltig sein, wenn die Städte klimaneutral werden sollen. Wenn wir dies erreichen können, werden wir folglich auch eine viel bessere Luftqualität, weniger Staus und weniger Verkehrstote zu verzeichnen haben. Nachhaltige Städte profitieren bereits von diesen kooperativen Mobilitätskonzepten, die von Organisationen wie CIVITAS geleitet werden.

Online- und Vor-Ort-Teilnehmende können sich auf zwei interessante und informative Tage mit Diskussionen und Networking freuen. Diejenigen, die in Aachen anwesend sind, haben die Möglichkeit, an Besichtigungen in der Stadt teilzunehmen, einschließlich einer Tour zu den emissionsfreien Fahrzeugen der Stadt, dem Universitätscampus und dem Bahntrassenradweg.

Die Gewinner*innen der CIVITAS Awards werden im Rahmen eines Gala-Dinners bekannt gegeben, das durch den fünfmaligen TEDx-Speaker Dan Ram moderiert wird. Ausgezeichnet werden Städte, die innovative Ansätze und einen systematischen Wandel zur Schaffung einer nachhaltigen urbanen Mobilität in ihrem lokalen Kontext demonstrieren konnten.

Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin von Aachen, erläutert die Bedeutung des Forums 2021:

Wir haben ein sehr begrenztes Zeitfenster, um die Gesellschaft konsequent auf Klimaneutralität auszurichten. Wir müssen schnell und vor allem gemeinsam handeln, um die großen Potenziale der nachhaltigen Mobilität konsequent für dieses Gesamtziel zu nutzen. Denn wir sind uns unserer großen Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern bewusst, ihnen eine zukunftsfähige Welt zu hinterlassen. Die nächsten Generationen haben ein Recht darauf, deshalb müssen wir jetzt handeln; wir müssen mutig handeln!

Über die CIVITAS-Initiative

CIVITAS ist ein Netz von über 320 Städten, die sich für einen saubereren und besseren Verkehr in Europa und darüber hinaus einsetzen. CIVITAS wurde 2002 ins Leben gerufen und befindet sich nun in der fünften Phase.

Derzeit werden drei „Living Lab“-Projekte unterstützt, in denen eine Reihe nachhaltiger Mobilitätslösungen umgesetzt werden, sowie 13 Forschungsprojekte im Rahmen des Finanzierungsprogramms Horizont 2020 der Europäischen Kommission. Weitere Informationen finden Sie hier: civitas.eu

Über die CIVITAS-Forum-Konferenz

Das CIVITAS-Forum ist das jährliche Flaggschiff der CIVITAS-Initiative. Jedes Jahr zeigt es Europas führende Lösungen für nachhaltige Mobilität und bringt die Gemeinschaft des sauberen Verkehrs zusammen, um sich über die dringendsten Themen in diesem Bereich auszutauschen. Die diesjährige Veranstaltung in Aachen ist die 18. Ausgabe des Forums und kehrt an den Ort zurück, an dem es 2003 zum ersten Mal stattfand.

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LEADER 2023: Neue Wettbewerbs-Runde zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – NRW Ministerin Heinen-Esser: LEADER ist eine Erfolgsgeschichte. Das Programm hilft, Regionen und ländliche Räume gemeinschaftlich zukunftssicher zu gestalten. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit: Ab sofort können sich ländliche Regionen in Nordrhein-Westfalen wieder als LEADER-Region bewerben. Im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) können über das Förderprogramm LEADER ländliche Regionen eigene Entwicklungsstrategien mit europäischen und nationalen Fördermitteln in einer Höhe von jeweils bis zu rund drei Millionen Euro umsetzen.

„LEADER und aktuell die 28 bestehenden LEADER-Regionen sind eine Erfolgsgeschichte zur Förderung der ländlichen Räume. Das Programm schafft zukunftssichere starke ländliche Räume. Es ermöglicht der lokalen Bevölkerung, regionale Projekte eigenständig zu entwickeln und umzusetzen“, sagt Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser. „Mit ihrem Wissen können die Menschen vor Ort die Zukunft ihrer Heimat mitgestalten und aktuellen sowie zukünftigen Herausforderungen gemeinschaftlich entgegentreten. Dabei spielen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, der Schutz natürlicher Ressourcen, die Digitalisierung des ländlichen Raums sowie die Stärkung des sozialen Miteinanders eine zentrale Rolle.“

Gesucht werden auch jetzt wieder die besten Ideen für die Entwicklung ländlicher Regionen. Bis zum 4. März 2022 können sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40.000 bis 150.000 Einwohnern bewerben. Alle bis dahin eingegangenen Bewerbungen werden durch eine unabhängige Jury aus Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden fachlich begutachtet. Die ausgewählten LEADER-Regionen können sich dann über eine finanzielle Unterstützung, abhängig von der Einwohnerzahl, in Höhe von 2,3 bis 3,1 Millionen Euro freuen.

Das EU-Förderprogramm LEADER wird im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Nordrhein-Westfalen bereits seit 1994 angeboten. Seitdem wurden rund 1.500 Projekte mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro gefördert. Die teilnehmenden Projekte sind dabei so vielfältig, wie die Regionen selbst: So fahren in Bürgerbusvereinen ehrenamtlich engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger von abgelegenen Ortschaften in die Hauptorte, Schulklassen lernen in Projekten wie „Smart Energy Experience“ zukunftsweisende Technologien kennen oder Karrierenetzwerke wie „Azubi gesucht …!“ liefern jungen Menschen wertvolle Informationen über Ausbildungsberufe und Karrierechancen. Weitere Projektbeispiele können der Broschüre „LEADER UND VITAL.NRW – Zwei Erfolgsmodelle für den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen“ entnommen werden.

Weitere Informationen zur LEADER-Förderung sowie dem aktuellen Wettbewerbsaufruf sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de

Die Broschüre „LEADER UND VITAL.NRW – Zwei Erfolgsmodelle für den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen“ ist verfügbar unter https://url.nrw/leader_vital

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Ein „Masterplan für Sport und Bewegung im Ahrtal“

Region/Ahrtal/Koblenz – Damit Vereine nicht auf der Strecke bleiben: SBR, ISE und FH Koblenz bieten Kommunen konkrete Unterstützung an. Der Sportbund Rheinland (SBR), das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) in Trier und der Fachhochschule (FH) Koblenz bieten den von der Flutkatastrophe betroffenen Kommunen die aktive Mithilfe beim Aufbau der Sportinfrastruktur an. Dies geht aus einem Schreiben von SBR-Präsidentin Monika Sauer und der stellvertretenden SBR-Geschäftsführerin Susanne Weber an die Träger der Sportanlagen hervor. Mit Blick auf die herausragende Bedeutung des Sportes für das Gemeinwohl warnen sie davor, den Wiederaufbau von Sportstätten hintenanzustellen. Ansonsten wären viele Sportvereine in ihrer Existenz gefährdet.

„Sport ist ein zentraler Bestandteil im Leben vieler Menschen, schafft soziale Bindungen und leistet einen Beitrag zum Gemeinwohl. Sportanlagen sind somit ein Teil der sozialen Infrastruktur. Die Sportanlagen müssen daher ähnlich wie Bildungseinrichtungen oder Straßen zügig in den Blick genommen werden. Das Vorhandensein von Sportstätten und Freizeitangeboten wird Einfluss darauf haben, ob das Ahrtal für Familien und Touristen langfristig attraktiv bleibt“, heißt es unter anderem in dem Schreiben.

Um diesen Prozess des Wiederaufbaus zu unterstützen, haben SBR und ISE Schäden an der Sportinfrastruktur erhoben. Nach Auffassung von Sauer und Weber können diese Zahlen eine erste Grundlage für die Überlegungen zum Wiederaufbau darstellen. „Da ein Wiederaufbau der Sportstätten in der bisherigen Form sicher nicht überall möglich und sinnvoll ist, bieten wir Ihnen gemeinsam mit dem ISE und der Hochschule Koblenz an, eine nachhaltige Sportstättenplanung für das Ahrtal mit unserem Fachwissen zu unterstützen“, so das Angebot des SBR.

Der nun anstehende Wiederaufbau könne somit dafür genutzt werden, eine moderne, an den Bedürfnissen der Nutzer und Einwohner ausgerichtete Sportinfrastruktur im Ahrtal zu schaffen. „Lassen Sie uns diese Chance gemeinsam nutzen!“, appellieren Sauer und Weber an die Träger der Sporteinrichtungen.

Angefügt an das Schreiben ist eine Projektskizze, wie eine künftige Sportinfrastruktur aussehen könnte und welchen Beitrag der SBR, das ISE und die FH Koblenz dazu leisten könnten. In dem Papier werden konkrete Arbeitsschritte benannt und Lösungsvorschläge unterbreitet hin zu einem „Masterplan für Sport und Bewegung im Ahrtal“ – entwickelt mit den Akteuren vor Ort.

„Um dieses Vorhaben zu meistern, erwarten wir eine klare Aussage von Innen- und Sportminister Roger Lewentz sowie der Wiederaufbauabteilung für das Ahrtal, welchen finanziellen Beitrag das Land dazu leisten will“, sagt SBR-Präsidentin Sauer. „Aus eigenen Mitteln können wir das Vorhaben nicht stemmen.“ Die räumliche Nähe der FH

Koblenz, des ISE und des SBR mit seinem Sportkreisvorsitzenden Fritz Langenhorst sei bei der Planung und Umsetzung einer neuen Sportinfrastruktur von unschätzbarem Vorteil. „Wir kennen die Region und bieten unsere Fachkompetenz an“, sagen Sauer und Weber abschließend.

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Neuer Online-Terminplaner bei der Verbandsgemeinde Vordereifel in Betrieb

Mayen/Region/Vordereifel – In wenigen Schritten online einen Termin vereinbaren. Für die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Vordereifel ist es jetzt noch einfacher, einen Termin bei der Verbandsgemeinde Vordereifel für verschiedene Dienstleistungen zu vereinbaren.

Dazu gehören Personalausweis-, Reisepass- und Kinderreisepass-Antrag, Meldebescheinigungen, Wohnsitz An- und Ummeldung, Beglaubigungen, Führungszeugnis und Führerschein beantragen, Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister sowie das Abholen von fertigen Dokumenten.

Auf der Startseite unserer Internetseite www.vordereifel.de befindet sich u.a. die Rubrik „Terminvereinbarung online“. Diese führt direkt zum Auswahlbereich, in dem die o.g. Leistungen alle auflistet sind.

Nachdem eine Dienstleistung per Mausklick markiert wurde, erreicht man über das Feld „Weiter zur Terminauswahl“ die Kalenderfunktion, wo die verfügbaren Daten und Uhrzeiten erscheinen.

Nachdem diese ausgewählt sind werden noch Name und E-Mail-Adresse benötigt, und der Termin kann gebucht werden. Eine Bestätigung erfolgt dann anschließend an die eingegebene E-Mail-Adresse.

„Dieses System erleichtert allen Beteiligten die erforderliche Terminvereinbarung enorm!“, freut sich Bürgermeister Alfred Schomisch und bemerkt weiter: „Die Verwaltungsdigitalisierung hat damit auch einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.“

Mit der neuen Online-Terminvereinbarung kann nun jede Mitbürgerin und jeder Mitbürger unabhängig von Öffnungszeiten den für sie oder ihn passenden Termin – entsprechend der ersichtlichen Verfügbarkeiten – direkt buchen.

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Wiederaufbau nach Flut-Katastrophe – SGD Nord erlaubt Ausnahmen vom Arbeitszeit-Gesetz

Region/Koblenz – Um nach der Flutkatastrophe den zügigen Wiederaufbau im Ahrtal sowie in der Großregion Trier und die dort lebenden Menschen zu unterstützen, hat die Gewerbeaufsicht der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mit sofortiger Wirkung eine Allgemeinverfügung erlassen, die Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz (ArbZG) erlaubt. Diese ist bis zum 23. Dezember 2021 befristet und gilt für Arbeiten, die im Zusammenhang mit der Hilfeleistung und mit der Folgenbeseitigung der Unwetterschäden in den Landkreisen Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg, Vulkaneifel sowie in der kreisfreien Stadt Trier stehen.

So dürfen Personen an Sonn- und Feiertagen abweichend von § 9 Abs. 1 ArbZG mit Tätigkeiten beispielsweise zur Wiederherstellung der Infrastruktur, der Entsorgung des auf Parkplätzen oder ähnlichen Flächen zwischengelagerten Abfalls oder der Restaurierung und Sanierung von Gebäuden beschäftigt werden. Im Rahmen der Ausnahmebewilligung muss ein Ersatzruhetag innerhalb von acht Wochen gewährt werden. Dabei müssen mindestens 15 Sonntage im Jahr beschäftigungsfrei bleiben.

Die Regelungen gelten für Beschäftigte über 18 Jahre. Ausgenommen davon sind Minderjährige, die weiterhin unter das Jugendarbeitsschutzgesetz fallen. Für Schwangere und stillende Frauen gilt das Mutterschutzgesetz. Gerade mit Blick auf die schweren physischen und psychischen starken Belastungen durch die Arbeit in der Bewältigung der Hochwasserschäden, sollten die Arbeitsbedingungen auch bei Inanspruchnahme der Ausnahmeregelungen so gestaltet werden, dass den Beschäftigten situationsabhängig möglichst lange Erholungszeiten zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:

Den Link zur Allgemeinverfügung finden Sie auf der Webseite der SGD Nord unter:

Arbeitszeit in Betrieben und im Straßenverkehr SGD Nord (rlp.de)

Bitte nutzen Sie bei Fragen zum Wiederaufbau Ahrtal folgende zentralen Kontakte:

Telefonnummer: 0261 – 120 – 8005 oder Email: ahrtal@sgdnord.rlp.de

Die Hotline ist in folgenden Zeiträumen erreichbar: Montag bis Donnerstag von 09.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 15.30 Uhr sowie am Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr.

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Bund und Länder unterstützen Neustart von Messen und Ausstellungen

Region/Berlin – Mit einem Absicherungsprogramm unterstützen Bund und Länder den Neustart von Messen und gewerblichen Ausstellungen in Deutschland. Ziel des Programms ist es, Anreize zur Organisation und Durchführung großer gewerblicher Veranstaltungen zu setzen und damit positive Effekte auch in der nachgelagerten Wertschöpfungskette auszulösen. Dafür wird ein Absicherungsmechanismus geschaffen, der die Planungs- und Vorbereitungskosten von Messen und Ausstellungen ähnlich einer Versicherung gegen das Risiko einer vollständigen Betriebsuntersagung aufgrund pandemie­be­dingter Restriktionen absichert. Entsprechende Versicherungslösungen für Pandemie­risiken werden derzeit am Markt nicht angeboten. Veranstaltende Unternehmen sind daher aufgrund der langen Vorbereitungszeit und hohen Investitionen von einem enormen Kostenrisiko betroffen.

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Messen und Ausstellungen prägen den Wirtschaftsstandort Deutschland – seit jeher. Sie sind Aushängeschild des deutschen Exports und Treffpunkt für Innovation und Inspiration. Bund und Länder setzen sich gemeinsam dafür ein, dass der Messeplatz Deutschland auch in Zukunft international eine Spitzenposition einnimmt. Das erfordert gerade jetzt neue Konzepte sowie umfangreiche Investitionen. Daher ist die Ausfallsabsicherung gerade jetzt ein wichtiges Instrument zur Stärkung unserer Messewirtschaft.“

Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die Ausfallabsicherung von Bund und Ländern ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Messewirtschaft. Hamburg stellt für die Umsetzung dieses Instruments erneut für alle Länder eine für die Hilfen des Sonderfonds erforderliche und darauf zugeschnittene IT-Plattform bereit, welche die Veranstalter für die Antrags-stellung und die Länder für die Bewilligung nutzen können. Damit knüpfen wir an die positiven Erfahrungen aus dem Sonderfonds Kulturveranstaltungen an. Ich freue mich, dass wir diese beispielgebende Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Rahmen der Digitalisierung fortsetzen.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Wirtschafts-ministerkonferenz: „Mit der Ausfallabsicherung unterstützen wir unsere Messe-veranstalter dabei, wieder dauerhaft und sicher „Back to Business“ zu gelangen. Messen bieten nach der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie wieder wichtige Branchenplattformen zur Kommunikation und zum Networking. Unsere Wirtschaft benötigt diese Möglichkeiten zur Leistungsschau für ihre vielen innovativen Produkte und Dienstleistungen. Am erfolgreichen Restart der Messen hat auch die von der Pandemie vorangetriebene Digitalisierung der Branche einen wichtigen Anteil: Inzwischen ergänzen hybride Messeformate und digitale Lösungen wie etwa Matchmaking-Tools das Angebot. Die Digitalisierung spielt auch bei den ausgeklügelten Hygiene- und Sicherheitskonzepten eine zentrale Rolle: Mit der Online-Registrierung wird der „3-G“- Nachweis erbracht, die Nachverfolgung gewährleistet und die Besucherströme können besser gesteuert werden. Damit ermöglichen die Messeveranstalter ihren Ausstellern und Besuchern ein sicheres Messeerlebnis.“

Über das Programm können veranstaltungsbezogene Kosten in einem Umfang von insgesamt bis zu 600 Millionen Euro abgesichert werden. Berücksichtigt werden Ver­anstaltungen mit einem planmäßigen Durchführungsdatum bis zum 30. September 2022, wobei die Messe oder Ausstellung vorab auf einer zentralen IT-Plattform registriert werden muss. Registrierungen können ab dem 25. Oktober 2021 vorgenommen werden. Weitere Details zur Registrierung und Antragstellung können den FAQ auf der Plattform www.sonderfonds-messe.de entnommen werden.

Auf Initiative der Wirtschaftsministerkonferenz wird das Absicherungsprogramm vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und den Wirtschaftsministerien der Länder gemeinsam umgesetzt. Während der Bund die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung stellt, liegt die Antragsbearbeitung und Auszahlung in der Verantwortung der Länder. Wie bereits beim „Sonderfonds Kulturveranstaltungen“ betreut die Freie und Hansestadt Hamburg die zentrale IT-Plattform und koordiniert das Auszahlungsverfahren. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen übernehmen eine koordinierende Funktion auf Seiten der Länder.

Ergänzend zum Absicherungsinstrument unterstützt das BMWi den Neustart der Messebranche durch eine weitere Maßnahme. Denn seit Sommer 2021 nimmt das Messegeschehen wieder Fahrt auf. Daher fördert das BMWi für einen befristeten Zeitraum die Teilnahme kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an ausgewählten Leitmessen in Deutschland. Zur Umsetzung der ausgeweiteten Ausstellerförderung werden Fördermittel von insgesamt bis zu 20 Millionen Euro bereitgestellt. Die Förderbedingungen und das Antragsverfahren können auf den Seiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingesehen werden (www.bafa.de/mkmu). Dort wird in Kürze auch die Liste der förderfähigen Messen für das Jahr 2022 abrufbar sein.

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Austauschen, Vernetzen, Kooperieren – III. LEADER-Forum Eifel Ardennen

Schleiden/Prüm – Das III. LEADER-Forum Eifel-Ardennen war ein voller Erfolg. In Vogelsang IP in Schleiden trafen sich rund 180 Teilnehmer aus den LEADER-Regionen des Eifel-Ardennen-Raums und nutzten das Treffen für einen regen Austausch. Erstmals waren auch LEADER-Regionen aus Luxemburg dabei. LEADER ist ein europäisches Förderprogramm, um den ländlichen Raum zu stärken.

Schon seit vielen Jahren arbeiten die Landkreise, Kommunen und Wirtschaftskammern aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in der Zukunftsinitiative Eifel eng zusammen, um gemeinschaftlich den Eifel-Ardennen-Raum zu stärken.

„Wir freuen uns, dass wir auf Vogelsang in diesem Jahr das III. LEADER-Forum Eifel-Ardennen ausrichten dürfen. Die vielen spannenden Projekte, die hier von allen LEADER-Regionen vorgestellt wurden, zeigen, wie ideenreich die Menschen im Eifel-Ardennen-Raum sind“, begrüßte Manfred Poth, Vorsitzender Naturpark Nordeifel e.V., die Teilnehmer. Die LAG Eifel ist bei dem Naturpark Nordeifel angesiedelt und hat zusammen mit der Eifel Tourismus GmbH, die im Auftrag der Zukunftsinitiative Eifel (ZI Eifel) agiert, das LEADER-Forum federführend organisiert.

Gemeinsam Standort stärken

„Kräfte bündeln und gemeinsam etwas erreichen, das zeichnet uns im Eifel-Ardennen-Raum aus. Wirtschaft, Soziales, Natur – die Themenbereiche der einzelnen Projekte berühren alle Lebensbereiche der Menschen im Eifel-Ardennen-Raum, das macht sie so erfolgreich. Der heutige Tag lebt vom Austausch und Vernetzen auch über Landesgrenzen hinweg. Das ist für uns hier im Eifel-Ardennen-Raum eine Selbstverständlichkeit“, betonte Markus Ramers, Landrat Kreis Euskirchen.

Im Kulturkino auf Vogelsang IP begrüßten Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Isabelle Weykmans, Ministerin in der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, zuständig für die Bereiche Kultur, Sport, Beschäftigung und Medien, und Staatssekretär Andy Becht vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten die Gäste. Sie betonten in ihren Grußworten, wie wichtig ein Austausch zwischen den Regionen sei und zeigten sich begeistert von der Qualität der vielfältigen LEADER-Projekte im Eifel-Ardennen-Raum.

Dr. Sebastian Elbe berichtete nach den Grußworten in seinem Vortrag „Strategische Kooperationen in ländlichen Räumen“ von seinen Erfahrungen. Die Gruppe „OFF-Beat“ unterhielt mit ihrem musikalischen Beitrag. „OFF-Beat“ ist ein LEADER-Projekt der Region Zülpicher Börde für Jugendliche der Region.

Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, begrüßte anschließend Stefan Grießhaber, Vorsitzender der LAG Eifel, und Aloysius Söhngen, der als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Eifel Tourismus GmbH für das Präsidium der ZI Eifel sprach, auf der Bühne. „Bewegen, bewirken und begeistern – unter diesem Motto setzen wir uns in der Eifel als Zukunftsinitiative Eifel für den Wirtschaftsstandort Eifel ein. Miteinander reden und sich austauschen ist in diesem Prozess wichtig. Das LEADER-Forum bietet dafür einen gelungenen Rahmen, in dem alle LEADER-Regionen zusammenkommen und von ihren Erfahrungen und Projekten berichten können. Wir als Zukunftsinitiative Eifel werden diesen Austausch auch weiterhin unterstützen und fördern“, sagte Aloysius Söhngen. Stefan Grießhaber hob die gute Zusammenarbeit hervor: „Wir erleben hier sehr engagierte und motivierte Menschen, die in ihren LEADER-Regionen großartige Projekte umsetzen. Gemeinsamen Projekte zwischen unterschiedlichen LEADER-Regionen zeigen den guten Zusammenhalt in der Region. Kooperationen funktionieren grenzenlos über zwei Bundesländer hinweg oder transnational mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens oder Luxemburg. Diese unkomplizierte Zusammenarbeit macht den Eifel-Ardennen-Raum aus“.

10 LEADER-Regionen aus 3 Ländern

Teilgenommen haben die LEADER-Regionen Bitburg-Prüm, Moselfranken, Rhein-Eifel und Vulkaneifel aus Rheinland-Pfalz, die Regionen Eifel und Zülpicher Börde aus Nordrhein-Westfalen, „100 Dörfer – 1 Zukunft“ und „Zwischen Weser und Göhl“ aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und die die Regionen Éislek und Mëllerdall aus Luxemburg. Bei einem Markt der Möglichkeiten stellten sie einige ihrer Projekte vor. Nachhaltig Wohnraum planen, aktive Dorfgemeinschaften unterstützen und aufbauen, die ärztliche Notversorgung auf dem Land verbessern, Senioren für Nachhilfe bei Kindern begeistern oder bei prekären Wohnraumsituationen helfen: Die Themenbereiche waren vielfältig und zeigten, dass die LEADER-Projekte alle Lebensbereiche – Wirtschaft, Soziales, Natur – der Menschen betreffen.

In Kurzvorträgen stellten die LAGen einige ihrer Best-Practice-Beispiele vor: Beispielsweise wie Leben und Wohnen im Alter einfacher gestaltet werden kann, das die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Deutsch-Luxemburgischen Touristinformation Langsur-Wasserbilligerbrück bestens funktioniert, wie eine Wander-App die Besucher unkompliziert durch die Region leitet oder wie intensive Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten einen Beitrag für die Fachkräftesicherung leisten können.

„Für uns war das LEADER-Forum eine Bereicherung und eine gute Möglichkeit, uns mit anderen LEADER-Regionen aus dem EIFEL-Ardennen-Raum zu vernetzen und sie kennen zu lernen. Wir profitieren alle von einem derartigen Treffen, der Austausch war sehr intensiv, Kontakte wurden geknüpft und Ideen für künftige Projekte – auch gemeinsame – gesammelt“, resümierte Nicolas Gath, Regionalmanager der LEADER-Region Eifel, stellvertretend für seine LEADER-Region-Kollegen am Ende des Forums.