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Hochwasser-Katastrophe: Ministerpräsidentin Dreyer / Minister Lewentz / Ministerin Ahnen: Wir helfen den Betroffenen schnell und konkret

Region/Mainz – „Wir helfen den Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe gemeinsam sehr schnell und konkret. Wir stehen als Land an ihrer Seite und unterstützen als rheinland-pfälzische Familie gemeinsam“, erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Innenminister Roger Lewentz und Finanzministerin Doris Ahnen. Dazu habe der Ministerrat gestern wichtige Weichen gestellt und eine Stabstelle Wiederaufbau beschlossen. Hilfe erfolge zum einen über das Soforthilfe-Programm des Landes mit drei Säulen: Soforthilfe für private Haushalte in Höhe von 30 Millionen Euro, für Unternehmen in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro und für die Kommunen, die um weitere 10 Millionen auf jetzt 60 Millionen Euro aufgestockt wurde.

Der Bund beteiligt sich mit Mitteln in Höhe von 50 Prozent an den von den Ländern geleisteten Soforthilfen. Darüber hinaus liefen die Vorbereitungen für einen Nationalen Wiederaufbaufonds, der von Bund und der Ländergemeinschaft getragen werde. „Eine nationale Katastrophe braucht eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Grundlagen werden voraussichtlich in einer Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August beschlossen und anschließend in einem Gesetzgebungsverfahren des Bundes umgesetzt. Bereits gestern hat der Chef der Staatskanzlei, Fabian Kirsch, eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund unterzeichnet. Diese regelt, dass der Bund sich an den bewilligten Soforthilfen der betroffenen Länder mit Mitteln in Höhe von 50 Prozent und insgesamt zunächst 400 Millionen Euro beteiligen wird.

Mehr als zwei Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe in der Eifel und im Ahrtal sind die Aufräum- und Bergungsarbeiten weiter im vollen Gange. „Was vor Ort von den unzähligen – haupt- und ehrenamtlichen – Einsatzkräften, den privaten Helferinnen und Helfern und den betroffenen Menschen selbst geleistet wird, verdient unseren höchsten Respekt und Dank. Im Angesicht der Katastrophe packen sie selbstlos an, um Stück für Stück die zerstörte Region zu säubern, um dann den Blick nach vorne zu richten und die Grundlage für den Wiederaufbau zu schaffen. Viele sind nach Wochen körperlicher Arbeit und enormen psychischen Belastung erschöpft, weil sie selbst betroffen sind, Angehörige oder Freunde verloren haben bzw. noch vermissen oder als Helferinnen und Helfer selbst Schlimmes erleben mussten. 135 Tote und 760 Vermisste, das sind Schmerz, furchtbares Leid und Trauer“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei einem Besuch der Einsatzzentrale in Bad-Neuenahr.

Immer mehr Schutt werde abgetragen. Dadurch würden zum einen Schäden beseitigt, zum anderen würden weitere Zerstörungen dieser bisher nie dagewesenen Flut sichtbar. Nach ersten groben Schätzungen aller Beteiligten gingen allein die finanziellen Folgen in die Milliarden. Sie dürften höher liegen als beim Oder-Hochwasser, prognostizierte die Ministerpräsidentin. „Wirklich alle in der Region sind schwer getroffen. Da sind zerstörte Eigenheime und Unternehmen im Gewerbe, in der Industrie und in der Landwirtschaft sowie weggespülte Straßen, Kanäle, Strom-, Wasser- und Telekommunikationsversorgung. Überall wurden Existenzen vernichtet“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Krisenstab des Landes berate täglich über die aktuelle Lage, der Ministerrat treffe sich zu Sondersitzungen, um Hilfe und Wiederaufbau zu organisieren.

„Im Innenministerium wird eine Wiederaufbau-Organisation eingerichtet. Dort soll auf der Basis von kommunalen Maßnahmenplänen ein vereinfachtes Bearbeitungs- und Antragsverfahren umgesetzt werden. Der Wiederaufbau soll der Region zukunftsgerichtet Chancen bieten. Klar ist allerdings auch, dass alle Beteiligten einen sehr langen Atem brauchen werden“, so Innenminister Roger Lewentz.

„Das Ausmaß der Zerstörung an der kommunalen Infrastruktur ist enorm. Bereits unmittelbar nach der Flutkatastrophe haben wir den Unwetter-Regionen eine Soforthilfe in Höhe von jetzt 60 Millionen Euro als kurzfristige Unterstützung zugesagt. Die Soforthilfe wird unbürokratisch als Pauschalbetrag an die betroffenen Städte und Gemeinden ausgezahlt. Mit der Soforthilfe mildert das Land die finanziellen Belastungen für die Kommunen insbesondere bei der kurzfristigen Instandsetzung von zerstörten Infrastrukturen sowie den Aufräum- und Reinigungsarbeiten ab. In dieser noch nie dagewesenen Katastrophe lassen wir die Kommunen nicht alleine“, sagte Finanzministerin Doris Ahnen. Für Lohnunternehmer gäbe es darüber hinaus nun klare Perspektiven für deren Vergütung und die Möglichkeit für Verantwortliche der Kommunalpolitik, Aufträge schnell und unbürokratisch zu vergeben. „Zahlreiche Unternehmen sind mit Personal und Gerät zunächst ehrenamtlich für die Flutopfer tätig geworden.  Dafür gebührt ihnen unser ausdrücklicher Dank. Es ist uns aber auch bewusst, dass die Zeit der ehrenamtlichen Tätigkeit nicht unbegrenzt sein kann.  Daher besteht die Möglichkeit, dass durch die Kommunen schnell und unbürokratisch Aufträge erteilt werden können und so natürlich auch eine Vergütung ermöglicht wird“, ergänzte die Ministerpräsidentin.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer seien für ihre Arbeit im Katastrophenschutz ebenfalls abgesichert, unterstrich die Ministerpräsidentin. Die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer erhielten Schutz über die Ehrenamts- und Unfallversicherung des Landes. Für die Erstattung von Schäden, die den unorganisierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern beim Hilfseinsatz entstanden sind und die anderweitig nicht gedeckt sind (z.B. für Schäden an mitgebrachtem Gerät oder Fahrzeugen), können die Kommunen natürlich nach eigenem Ermessen einen Ausgleich aus Spendenmitteln leisten.  Allein das Land stellt den Kommunen über 14 Millionen Euro aus dem Spendentopf des Landes zur Verfügung, weitere hohe Spendensummen sind zum Teil direkt an die Kommunen geflossen.  Eine sachgerechte Verteilung kann aber nur vor Ort erfolgen.

Maßnahmen im Überblick

Soforthilfen für Kommunen

Bereits in der Sondersitzung des Ministerrats am 15. Juli 2021 wurde beschlossen, für die Unwetter-Regionen Soforthilfen in Höhe von 50 Millionen Euro bereitzustellen. Das Geld soll den betroffenen Regionen sehr schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden und helfen, die Einrichtungen und die Infrastruktur in den Kommunen zügig wiederaufzubauen. Diese 50 Millionen Euro werden um 10 Millionen Euro aufgestockt.

Empfänger der Soforthilfen sind Gemeinden und Gemeindeverbände in den Land­kreisen Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Trier-Saarburg, in deren Gebiet Schäden durch die Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 aufgetreten sind, sowie die Stadt Trier.

Die Soforthilfen werden an die betroffenen Landkreise sowie an die Stadt Trier ausgezahlt. Sie werden nach dem Anteil der Betroffenen in den jeweiligen Landkreisen und der Stadt Trier und für die Abdeckung der Einsatzkosten gewährt. Als Soforthilfen werden bewilligt und ausgezahlt:

Landkreis Ahrweiler:                 42.515.000 Euro

Landkreis Mayen-Koblenz:            610.000 Euro

Landkreis Bernkastel-Wittlich:   6.145.000 Euro

Eifelkreis Bitburg-Prüm:            4.345.000 Euro

Landkreis Vulkaneifel:              2.440.000 Euro

Landkreis Trier-Saarburg:            695.000 Euro

Stadt Trier:                               3.250.000 Euro

Gesamt                                    60.000.000 Euro

Soforthilfen Privatpersonen

Die Landesregierung hat den betroffenen Bürgern Soforthilfen von bis zu 3.500 Euro pro Haushalt bereitgestellt. Diese werden unbürokratisch und über die Kreisverwaltungen zur Verfügung gestellt. Um eine schnelle Auszahlung zu gewährleisten, soll die Soforthilfe den Betroffenen ohne umfangreiche Prüfung gewährt werden. Voraussetzung für die Zuwendung sind Schäden an Wohnraum, Hausrat, Kleidung. Berücksichtigt werden Schäden, die den Betrag von 5.000 Euro (abzüglich Versicherungsleistungen) übersteigen (bei außergewöhnlicher Bedürftigkeit 3.000 Euro). Die Abwicklung der Anträge für den am schwersten betroffenen Landkreis Ahrweiler hat das Statistische Landesamt übernommen. Nach dessen Angaben sind 2.857 Anträge bewilligt und rund 5,6 Millionen Euro ausgezahlt worden.

Soforthilfen Unternehmen

Die Landesregierung stellt auch für die von der Flutkatastrophe betroffenen Unternehmen Soforthilfe zur Verfügung, um die Räumung und Reinigung zu unterstützen. Die Höhe der Soforthilfe beträgt 5.000 Euro. Die Soforthilfe wird als Pauschale in Höhe von 5.000 Euro pro Unternehmen ausgezahlt. Anträge werden von den örtlich zuständigen Verwaltungen der Kreise sowie der Stadt Trier entgegengenommen. Die „Soforthilfe Unternehmen“ wird ohne umfangreiche Prüfung gewährt. Es genügt der glaubhafte Nachweis, dass die Betriebsstätte im unmittelbaren Hochwasserschadensgebiet liegt und dass dem Antragsteller oder der Antragstellerin ein Schaden von mindestens 5.000 Euro an dieser Betriebsstätte entstanden ist.

Nach wie vor ist auch die private Spendenbereitschaft ungebrochen. „Bis zum heutigen Tag (Stand Freitag, 10.00 Uhr) sind über 13,6 Millionen Euro eingegangen. Das macht mich stolz und dankbar“, sagte die Ministerpräsidentin.

Wer helfen möchte, kann dies auch weiterhin tun. Unter dem Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“ können Spenden auf folgendes Konto bei der Sparkasse Mainz überwiesen werden:

Empfänger: Landeshauptkasse Mainz

IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06

BIC: MALADE51MNZ

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Soforthilfen Hochwasser: Bund und Länder sorgen für schnelle, finanzielle Unterstützung der Betroffenen

Region/Berlin – Gestern wurden mit den vom Hochwasser betroffenen Ländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen eine Verwaltungsvereinbarung abgeschlossen: Der Bund beteiligt sich an der zügigen Umsetzung der Soforthilfemaßnahmen der Länder.

An den bewilligten Soforthilfen der Länder beteiligt sich der Bund in Höhe von zunächst bis zu 400 Millionen Euro. Ein Euro Landesmittel wird durch einen Euro Bundesmittel ergänzt. Eine Deckelung der Ge-samtsumme ist nicht vorgesehen. Die notwendigen haushaltsrechtlichen Schritte werden unverzüglich eingeleitet.

Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat in einigen Regionen unseres Landes Schäden ungeahnten Ausmaßes und eine außergewöhnliche Notsituation verursacht. Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht. Ihnen gilt die Solidarität und Unterstützung von Bund und Ländern bei den weiteren Anstrengungen zur Bewältigung der Flutkatastrophe.

Am 21. Juli 2021 hat die Bundesregierung beschlossen, sich hälftig an den Soforthilfen der betroffenen Länder zu beteiligen. Sie hat den Ländern zudem zugesichert, sich nach Abschätzung des Gesamtschadens auch am erforderlichen Wiederaufbau finanziell zu beteiligen und bundeseigene Infrastruktur zügig wiederherzustellen.

Die Fluthilfemaßnahmen werden im BMI und im BMF jeweils durch einen neu eingerichteten Stab Hochwasserhilfe Bund koordiniert.
Der unter gemeinsamer Federführung des BMI und BMF zur Koordinierung der Wiederaufbauhilfe des Bundes für die Hochwasserschäden 2021 eingerichtete Staatssekretärsausschuss kam am 27. Juli 2021 zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Die Soforthilfen dienen der zügigen Beseitigung unmittelbarer Schäden an Gebäuden, land- und forstwirtschaftlichen Produktionsmitteln, ein-schließlich der gewerblichen Wirtschaft, und der kommunalen und der wirtschaftsnahen Infrastruktur vor Ort sowie der Überbrückung von Notlagen.

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Die AOK appelliert an die Bürgerinnen und Bürger Impfangebote zu nutzen

Region/Eisenberg – Unbedingt Corona-Schutzimpfungsangebote nutzen. Die Impfung gegen das Corona-Virus in Deutschland schreitet voran – hat aber zuletzt an Tempo verloren. Die AOK appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, die noch nicht geimpft sind, die Schutzimpfung gegen das Virus unbedingt schnellstmöglich wahrzunehmen. Nur so kann man sich selbst und die Mitmenschen bestmöglich vor Ansteckung schützen.

„Wir unterstützen die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Kampf gegen das gefährliche Virus. Es ist genügend Impfstoff da, der nicht verfallen darf. Die Länder bieten nun vermehrt niedrigschwellige Impfangebote und neue Konzepte an, um die Pandemie mit vereinten Kräften einzudämmen. So ist jetzt die Impfung gegen Covid-19 beispielsweise terminfrei in Super- und Wochenmärkten, an Universitäten oder in Impfbussen, gerade im Ahrtal besonders wichtig, möglich“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Zusammen mit der Einhaltung der wichtigen Hygienemaßnahmen kann den zuletzt wieder steigendenden Inzidenz- und Infektionszahlen, mit besorgtem Blick in den Herbst, nur mit einer hohen Durchimpfungsrate effektiv begegnet werden. „Als wichtiger Schritt in Richtung Normalität, müssen wir schneller als das Virus sein. Impfen rettet Leben“, so Niemeyer.

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Pensionierte Mord-Ermittler gesucht: 28 Stellen, um Cold Cases zu lösen

Region/Düsseldorf – Minister Reul: Wir suchen Leute mit einer immer noch guten Spürnase, die Lust haben, jeden Stein nochmal umzudrehen, um die Täter zu kriegen. Das Ministerium des Innern NRW teilt mit: Die nordrhein-westfälische Polizei stellt ihre Ermittlungen von ungeklärten Tötungsdelikten, sogenannten Cold Cases, neu auf. Mit einer besonderen Aufbauorganisation (BAO) und 28 neuen Stellen sollen ungelöste Fälle aus den vergangenen 50 Jahren bearbeitet werden. Die Stellen sollen mit ehemaligen Ermittlerinnen und Ermittlern besetzt werden, die Erfahrung haben in der Tatortarbeit, Aktenführung oder der Leitung von Mordkommissionen.

„Es ist kein Geheimnis, dass Cold Cases neben dem Tagesgeschäft bearbeitet werden müssen“, sagte Innenminister Herbert Reul. „Deshalb suchen wir pensionierte Mord-Ermittler, die sich intensiv um die Cold Cases kümmern können. Wir suchen Leute mit einer immer noch guten Spürnase, die Lust haben, jeden Stein nochmal umzudrehen, um die Täter zu kriegen.“

Seit 2017 baut das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt eine Datenbank für ungeklärte Tötungsdelikte auf. In diese Cold Cases-Datenbank sollen alle ungelösten Tötungsdelikte aus den vergangenen 50 Jahren aufgenommen werden; das sind seit 1970 insgesamt 1.160 Fälle, die von Fallanalytikern des Landeskriminalamtes digital erfasst und anschließend analysiert werden. Bislang wurden 261 Fälle in die Datenbank aufgenommen und 23 Fälle neu aufgerollt.

Die besondere Aufbauorganisation, quasi eine Cold Case Sonderkommission aus Ermittlern des Landeskriminalamtes und der Kreispolizeibehörden, soll die Aufarbeitung systematisieren, verbessern und beschleunigen. „Wir sind deutschlandweit die Ersten und Einzigen, die die Aufarbeitung von ungelösten Fällen derartig strukturiert und zielgerichtet anpacken“, sagte Reul.

Voraussichtlich ab Oktober dieses Jahres sollen die 28 neuen Alt-Ermittler ihre Arbeit in der BAO aufnehmen. Ihre Aufgaben: Akten digitalisieren, Fälle strukturiert aufarbeiten, Aufklärungschancen erkennen und Ermittlungskonzepte erarbeiten. Sofern sich neue Ermittlungsansätze ergeben, übernimmt die örtlich zuständige Kriminalpolizei die weitere Fallbearbeitung. Innenminister Reul: „Vielleicht gibt es neue Erkenntnisse oder neue Techniken, vielleicht auch neue Rechtsgrundlagen, weshalb es sich lohnt, einen Fall wieder aufzurollen. Schließlich haben die Angehörigen ein Recht darauf, dass diese Fälle aufgeklärt werden, wenn es eine neue Spur gibt.“

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Soforthilfe Kreis Euskirchen: 15 Mio. Euro für Städte und Gemeinden

Euskirchen – Der Kreistag hat per Dringlichkeitsentscheidung über die Verteilung entschieden. Das Land NRW hat dem Kreis Euskirchen 15 Mio. Euro Soforthilfe gewährt. Mit diesem Geld sollen erste Instandsetzungsmaßnahmen der kommunalen Infrastruktur, Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie Arbeiten im Zusammenhang mit der Gefahrenabwehr und Schadensbeseitigung finanziert werden.

Im Rahmen einer Bürgermeisterkonferenz im Kreishaus wurde der Verteilungsschlüssel besprochen, der im Anschluss vom Kreistag per Dringlichkeitsentscheidung festgelegt wurde. Danach erhalten die Städte Bad Münstereifel und Schleiden jeweils 3,2 Mio. Euro, die Stadt Euskirchen und die Gemeinde Kall jeweils 2 Mio. Euro. Für die Kommunen Blankenheim, Hellenthal, Mechernich, Nettersheim, Weilerswist und Zülpich gibt’s jeweils 750.000 Euro, die Gemeinde Dahlem erhält 100.000 Euro aus den Landesmitteln.

Landrat Markus Ramers und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister betonten unisono, dass die Soforthilfe in Höhe von 15 Mio. Euro nur ein erster kleiner Beitrag zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe sein kann – zumal auch gut zwei Wochen nach der Katastrophe noch kein Gesamtschadensbild vorliegt. Landrat Ramers: „Die kommunalen Soforthilfen für unsere Städte und Gemeinden sind nicht mehr als ein erster kleiner Tropfen angesichts der massiven Schäden an Straßen, Brücken und Gebäuden. Ich bin mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern einig darin, dass es weitaus mehr finanzielle Aufbauhilfen von Bund und Land geben muss – und dies zeitnah und unbürokratisch!“

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Stadtarchiv Stolberg: „Gedächtnis der Stadt“ zu fast 100 Prozent gerettet

Stolberg – Gestern Nachmittag war es endlich so weit. Nach zwei Wochen unermüdlicher Arbeit von zahlreichen Ehrenamtlichen, der Stadt Aachen, der Feuerwehr Köln, dem THW, der Bundeswehr und vielen weiteren konnte gestern endlich die letzte Palette der Kulturgüter aus dem Stolberger Stadtarchiv geborgen, gereinigt und verpackt werden.

Im Anschluss wird die letzte der fast 500 Paletten – wie schon alle vorherigen – nach Troisdorf in ein Lagerhaus gebracht, im dem die fertig vorbereiteten Materialien tiefgefroren werden. Alle vier Magazine des Stadtarchivs wurden im Zuge der Hochwasserkatastrophe vollständig überschwemmt.

Die erfreuliche Nachricht: Nahezu 100 Prozent aller einzigartigen Dokumente des Stadtarchivs konnten gerettet werden! „Schaut man auf den Zustand des Stadtarchivs vor zwei Wochen zurück, dann ist es unglaublich, dass wir nun fast alle einzigartigen Dokumente retten konnten! Dafür kann ich allen Helferinnen und Helfern und unserem Stadtarchivar Christian Altena nur von ganzem Herzen danken“, freut sich Bürgermeister Patrick Haas.

Die Arbeit der Helfer*innen ist tatsächlich unglaublich: Einige zehntausend Akten, tausende Pläne und Fotos wurden innerhalb von zwei Wochen so hergerichtet, dass sie in einigen Monaten via Sublimation, also des Auftauens des Eises vom festen direkt in den gasförmigen Zustand, wieder nutzbar sein werden.

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Impfzentrum des Kreises Düren bietet Impfungen für Kinder ab morgigen Samstag 31. Juli an – Termin nicht erforderlich

Düren – Der Kreis Düren erweitert das Impfangebot und bietet von nun an jeden Samstag auch Impfungen für Kinder von 12 bis 15 Jahren im Impfzentrum (Am Ellernbusch 18-20) an.  „Damit gehen wir den nächsten Schritt in der Impfkampagne des Kreises Düren. Wir wollen jedem ein niedrigschwelliges Impfangebot machen und bieten nun diese Möglichkeit als Ergänzung zu den Impfungen bei den Kinderärzten an“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. „Jede einzelne Impfung ist wichtig im Kampf gegen die Pandemie.“

Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren können von nun an jeden Samstag von 14 bis 20 Uhr im Impfzentrum mit Biontech geimpft werden. Der erste Impftag für Kinder wird somit der 31. Juli sein. Ein Termin ist nicht erforderlich. Voraussetzung für eine Impfung ist zum einen die Einverständniserklärung aller (!) sorgeberechtigten Personen. Im besten Fall kommen beide Elternteile mit zu der Impfung. Sollte dies nicht möglich sein, so muss die Unterschrift der fehlenden sorgeberechtigten Person auf der Einverständniserklärung und dem Aufklärungsmerkblatt mitgebracht werden. Ohne vollständige Einwilligung wird das Kind nicht geimpft. Der Einwilligungsbogen (für den mRNA-Impfstoff) sowie das Aufklärungsmerkblatt können beim RKI heruntergeladen werden (bitte beide Formulare unterschrieben mitbringen):

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

Zudem ist ein Aufklärungsgespräch durch den Kinder- und Jugendarzt vor Ort nötig.

In einem notwendigen Aufklärungsgespräch durch den Kinder- und Jugendarzt werden die Kinder und ihre Eltern über die Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission) informiert. Die STIKO empfiehlt aktuell eine Impfung für Kinder ab 12 Jahren bei Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen und bei regelhaftem Kontakt zu Personen mit einem erhöhten Risiko schwerer Krankheitsverläufe, die selbst nicht geimpft werden können. Gemäß STIKO können auch weitere Kinder und Jugendliche auf Wunsch der Eltern nach ärztlicher Aufklärung und Risikoakzeptanz eine Impfung erhalten.

Für unter 12-jährige Kinder ist bisher noch kein Impfstoff zugelassen.

Die Impfungen für Kinder sind nur samstags möglich, da dann Kinder- und Jugendärzte für die Aufklärungsgespräche vor Ort sind. Im Impfbus ist eine Impfung für 12- bis 15-Jährige nicht möglich. Alle Personen ab 16 Jahren können sich weiterhin jeden Tag (außer montags und donnerstags) im Impfzentrum ohne Termin impfen lassen. Für sie sind auch Impfungen im Impfbus möglich.

Aktuell sind im Kreis Düren 74 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 13,6. Alle Entwicklungen der Fallzahlen gibt es wie immer unter www.kreis-dueren.de/coronazahlen

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Malu Dreyer besuchte am gestrigen Donnerstag, 29 Juli in vom Hochwasser betroffene Kreise Vulkaneifel und Bitburg-Prüm

Daun/Bitburg/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Landesregierung steht langfristig an der Seite der Betroffenen. „Die Folgen der Flutkatastrophe entlang der Ahr, Kyll, Prüm und ihren Zuflüssen werden uns noch sehr lange beschäftigen. Ich versichere allen Betroffenen, Gemeinden, Landkreisen sowie Unternehmen, dass die Landesregierung weiter fest an ihrer Seite stehen wird. Derzeit arbeiten alle mit Hochdruck an der Schadensermittlung und ersten Kostenschätzung. Im Anschluss an die Rettungsmaßnahmen unmittelbar nach der Katastrophe ist der Wiederaufbau der Infrastruktur eine der vordringlichsten Aufgaben.“ Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer gestern bei Besuchen in dem vom Hochwasser betroffenen Landkreis Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm betont.

„Neben der Unterstützung für alle in Not geratenen Bürgerinnen und Bürgern gilt unser Augenmerk auch der Verkehrsinfrastruktur. Die Orte müssen wieder gut erreichbar werden. Land, Bund und Deutsche Bahn tun alles dafür, auch die im Kylltal schwer beschädigte und komplett gesperrte Eifelstrecke von Trier-Ehrang über Gerolstein bis Köln wieder nutzbar zu machen. Es wird auch geprüft, in wie weit die stillgelegte Eifelquerbahn Gerolstein-Kaisersesch genutzt werden kann“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Ministerpräsidentin wies darauf hin, dass Bund und Länder vergleichbar zur Flutkatastrophe 2013 einen Nationalen Wiederaufbaufonds vorbereiten. Die Grundlagen könnten in der Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August beschlossen werden.

„Ich verfolge die Situation im Katastrophengebiet sehr intensiv und war heute erneut vor Ort. Wir können noch nicht sagen, was diese Katastrophe mit der Region, mit den Betroffenen, mit unserem ganzen Land macht. Die Menschen müssen Furchtbares durchleben. Ich kann den Einsatzkräften gar nicht genug danken. Was sie leisten, ist beispiellos. Was sie mit ansehen und verarbeiten müssen, übersteigt jede Vorstellung. Sie sind die stillen Helden in dieser großen Katastrophe. Bei all dem Leid will ich auch sagen, dass diese Katastrophe einmal mehr zeigt: Rheinland-Pfalz steht zusammen. Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist überwältigend. Es kommen Spenden- und Hilfsangebote aus dem ganzen Land, von Unternehmen und Institutionen, aus der gesamten Bundesrepublik und dem befreundeten Ausland. Ich will mich dafür im Namen der betroffenen Regionen ganz herzlich bedanken“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Allein auf dem Spendenkonto, das die Landesregierung eingerichtet hat, sind bereits mehr als 12 Millionen Euro von 76.000 Spenderinnen und Spendern eingegangen. „Dieses Geld wird unmittelbar an die betroffenen Kommunen weitergegeben. Wir verteilen es nach einer Quote, die sich an der Zahl der Betroffenen in den vom Hochwasser erfassten Gebietskörperschaften orientiert“, sagte die Ministerpräsidentin.

Ausdrücklich wie sie auf die Soforthilfen des Landes in Höhe von maximal 3.500 Euro je Haushalt für die von der Flutkatastrophe Betroffenen hin. Diese würden als Abschlag in den Kreisen bereitgestellt, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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Seelsorge in Hochwasser-Gebieten entlasten

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Trier – Viel Unterstützung aus dem ganzen Bistum zur Sicherstellung der Seelsorge. „Es ist grad sehr viel auf allen Ebenen“, gesteht Elisabeth Zenner am Telefon. Die Pastoralreferentin aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel hat verschiedene Einsätze mit Notfallseelsorgern und Seelsorgern in den vom Hochwasser besonders betroffenen Orten an der Ahr sowie an Notunterkünften hinter sich. „Viel Tragisches“ habe sie erlebt, berichtet sie und schildert Begegnungen mit „Menschen mit völlig leeren Gesichtern  in Schockstarre, die froh sind, das Leben zu haben, und sagen, es sei ja alles gar nicht so schlimm“.

Elisabeth Zenner gehört zum Team des Koordinierungsbüros Seelsorge Ahr, das vor allem in dem besonders betroffenen Gebiet „Unterstützung und Verstärkung für die Seelsorge“ organisiert. Mit ihr arbeiten die Dekanatsreferenten Christiane Schall (Koblenz) und Christoph Hof (Remagen-Brohltal und Sinzig), Pastoralreferent Oliver Serwas (Mayen-Mendig), der ehemalige Dekanatsreferent Wolfgang Henn und Kalle Grundmann, Pastoralreferent im Ruhestand, sowie Guido Goliasch, Mitarbeiter der Stabstelle Synodenumsetzung. Das Team wurde in Absprache mit dem Arbeitsstab Hochwasser eingesetzt, der sich im Trierer Generalvikariat unter Leitung von Weihbischof Jörg Michael Peters gebildet hat.

„Innerhalb kurzer Zeit haben sich an die 90 hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem ganzen Bistum gemeldet, um zu helfen. Das ist ein tolles Zeichen von Solidarität.“ Mariette Becker-Schuh spricht stellvertretend für die Mitglieder des Arbeitsstabes Hochwasser den Dank für die Einsatzbereitschaft von Priestern und Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten aus, die dem Aufruf des Bistums gefolgt sind. Zusammen mit Ulrich Stinner, Leiter der Abteilung Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat, stellt die stellvertretende Leiterin der Abteilung Seelsorge und pastorales Personal die anstehenden Aufgaben im Gespräch mit dem „Paulinus“ vor. „Zusammengefasst geht es darum, die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den betroffenen Orten zu entlasten und personell zu verstärken“, informiert Stinner. Besonders in den stark verwüsteten Orten an der Ahr und in Sinzig seien die Seelsorger stark gefordert. „Viele Menschen haben auch Angehörige, Freunde, Bekannte verloren. Sie brauchen Menschen, die sich um sie kümmern, die zuhören, ihr Leid mittragen helfen und ganz konkrete Hilfen vermitteln“, schildert Becker-Schuh.

Angesichts dieser herausfordernden Aufgaben geraten die Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort an Grenzen, brauchen Unterstützung. Die werde gerade vom Koordinierungsteam organisiert, erklärt Pastoralreferentin Zenner, die einfach nur froh ist, wenn diese wichtige Hilfe endlich anläuft. Zweier-Teams von Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem Bistum, die sich für freiwillige Tageseinsätze gemeldet haben, „werden in den Orten da sein“, stellt Stinner dar. Sie werden offene Ohren für die Nöte der Menschen haben. Sie werden wahrnehmen, was den Betroffenen auf dem Herzen liegt, was sie an Hilfen brauchen. Und sie werden Kontakte zu Fachstellen des Bistums wie den Lebensberatungen, zu Diözesan-Caritasverband und den Ortscaritasverbänden vermitteln, die konkrete Hilfen anbieten.

Traumatische Erlebnisse

„Jede und jeder in den Dörfern hat ja seine traumatischen Erlebnisse: Der eine musste auf dem Dach seines Hauses ausharren, bis er evakuiert wurde. Die andere hat auf der Fensterbank übernachtet, weil überall Wasser stand. Da gilt es, das Ohr hinzuhalten und zuzuhören“, nennt Zenner die Aufgabe für die Seelsorge. Außerdem gelte es, die vielen Helfer, Feuerwehrleute und Bundeswehr-Angehörigen sowie Mitglieder der Hilfsdienste im Blick zu haben. „Auch sie haben teils furchtbare Bilder gesehen und müssen die verarbeiten, wenn sie nach Hause kommen“, betont Becker-Schuh.

Dem Arbeitsstab ist es wichtig, dass „die Handlungsmächtigkeit vor Ort liegt“, erklärt Stinner. In den einzelnen Dörfern sollen die Seelsorger ihre Bedarfe nach Unterstützung beim Koordinierungsteam anmelden. Das sorge dann dafür, dass die nötige Unterstützung ankommt, dass Seelsorger vermittelt werden, die Dienste übernehmen. „Es wird den örtlichen Seelsorgern auf keinen Fall etwas übergestülpt, sondern sie entscheiden, welche Hilfe sie brauchen.“

Die Unterstützungsangebote müssten längerfristig bestehen bleiben, sagen die beiden Mitglieder des Bistums-Arbeitsstabes und gehen von Wochen, gar Monaten aus. „Es ist wichtig zu zeigen, dass wir als Kirche vor Ort da sind – auch dann noch, wenn der öffentliche Fokus nicht mehr auf den Hochwasser-Gemeinden liegt.“

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Nordrhein-Westfalen verlängert Coronaschutz-Verordnung bis 19. August

Region/Düsseldorf – Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Die Landesregierung passt die Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit ab dem heutigen Freitag, 30. Juli 2021, an und reagiert damit auf die aktuelle Situation. So wird aufgrund der niedrigen Zahl schwerer Krankheitsverläufe und damit verbunden erforderlichen Krankenhauseinweisungen sowie Intensivbehandlungen die Inzidenzstufe 3 bis zum 19. August ausgesetzt. Auch wenn Kommunen den Grenzwert von 50 dauerhaft überschreiten, bleibt es damit auch in diesen Kommunen grundsätzlich bei den Schutzmaßnahmen der Inzidenzstufe 2.

Im Fall von erheblichen lokalen Infektionsgeschehen mit Inzidenzwerten deutlich über 50 prüfen die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte jedoch gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium die Erforderlichkeit von gesonderten Regelungen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Wir haben derzeit eine vergleichsweise niedrige Landesinzidenz, eine moderate Dynamik im Infektionsgeschehen und wenig Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser – nicht zuletzt, weil wir die ältere Bevölkerung durch eine hohe Impfrate wirksam schützen können. Derzeit beraten Bund und Länder unter Einbindung des Robert Koch-Instituts und der Gesundheitsministerkonferenz über mögliche Neubewertungen der Inzidenzwerte und ein neues Indikatorenset zur Steuerung der Coronaschutzmaßnahmen. Vor diesem Hintergrund verlängern wir die Coronaschutzverordnung vorzeitig um zwei Wochen, setzen aber dabei die Inzidenzstufe 3 aus. Insbesondere vor dem Hintergrund der Situation in den Krankenhäusern ist das gut verantwortbar und geboten. Im Falle dynamischer Ausbruchsgeschehen haben wir zudem jederzeit die Möglichkeit, auf lokaler Ebene strengere Coronaschutzmaßnahmen durchzusetzen.“

Zur Absicherung für den Fall eines Wiederanstiegs der Infektionszahlen durch ansteckendere Virusvarianten oder Reisetätigkeiten gelten weiterhin die bekannten und unveränderten Regelungen der Inzidenzstufe 0 (7-Tage-Inzidenz bis 10), der Inzidenzstufe 1 (über 10 bis 35) und der Inzidenzstufe 2 (über 35).

Auch in den niedrigen Inzidenzstufen spielen regelmäßige Testungen aller noch nicht vollständig geimpften Personen weiter eine wichtige Rolle, um eine vierte Welle zu verhindern. Schon im Frühjahr hatte Nordrhein-Westfalen mit dem dichtesten Teststellennetz in Deutschland erfolgreich auf ein besonders konsequentes und frühes Testen als Mittel zur Öffnung von Angeboten und Einrichtungen gesetzt. Zugleich war es damit gelungen, symptomlose Infektionen in großer Zahl aufzudecken und so eine unbemerkte Weitergabe der Infektion durch die Betroffenen frühzeitig zu stoppen.

Laumann: „Eins muss aber auch klar sein: Wir ernten hier insbesondere die Erfolge der bislang sehr erfolgreich verlaufenen Impfkampagne des Landes Nordrhein-Westfalen. Hier gilt es dran anzuknüpfen: Lassen Sie sich impfen, damit wir auf die vierte Welle, die viele Expertinnen und Experten für Herbst prognostizieren, gut vorbereitet sind!“