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Jahresbilanz – evm produzierte 67 Mio. kWh Ökostrom selbst

Region/Koblenz – Die evm konnte 2021 insgesamt 67,2 Millionen kWh Ökostrom selbst erzeugen – Der ertragsreichste Tag war der 11. März. Das zurückliegende Jahr war außergewöhnlich windarm. Das macht sich auch in der Bilanz der Energieversorgung Mittelrhein (evm) bemerkbar. Demnach war das Energiejahr 2021 deutlich schlechter als in den Vorjahren. Insgesamt konnte die evm über ihre eigenen regenerativen Erzeugungsanlagen 67,2 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Das sind 17,6 Prozent weniger als noch im Jahr 2020. „Die Erzeugungsmengen lagen damit teilweise deutlich unter unseren Erwartungen“, berichtet Dr. Steffen Weil, der bei der evm den Bereich Energieerzeugung verantwortet.

Während das vergangene Jahr eher windarm war, entsprach die Sonnenscheindauer dem Soll, so dass die Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein in etwa auf Planniveau produzieren konnten. Die ertragsreichste Anlage ist dabei weiterhin der Solarpark Hachenburg, der allein für 8,2 Millionen kWh zur Stromerzeugung beitragen konnte. Im Vergleich zu den Solarparks ist die Stromproduktion in den beiden evm-Windparks in Waigandshain und in Höhn deutlich höher. Die Windausbeute in beiden Parks war geringer als üblich und lag am Ende des Jahres bei jeweils etwas mehr als 25 Millionen kWh. Der ertragsreichste Tag war dabei der 11. März, wo Wind, Wasser und Sonne rund 685.000 kWh Strom erzeugten.

Neben den Solarparks Mastershausen, Görgeshausen, Höhn und Hachenburg betreibt die evm noch größere Photovoltaikanlagen auf betriebseigenen Liegenschaften, die beiden erwähnten Windparks sowie zwei Wasserkraftwerke in Nauroth und Bad Marienberg. Die insgesamt produzierten 67,2 Millionen kWh Ökostrom reichen aus, um rund 54.000 Menschen ein Jahr lang mit Energie zu versorgen.

Wie Bereichsleiter Steffen Weil erläutert, plant die evm, die Ökostromproduktion deutlich auszuweiten. „Die Planungen für den Ausbau laufen. Unter anderem sind große Solarparks in der Verbandsgemeinde Adenau in Dankerath, Senscheid und Trierscheid sowie in der VG Rhein-Mosel in Dieblich und Waldesch geplant“, berichtet Steffen Weil. Außerdem ist ein Windpark in der Verbandsgemeinde Prüm in Planung. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Strom aus erneuerbaren Quellen sind dies laut evm wichtige Projekte, die auch eine regionale Wertschöpfung gewährleisten. Weil: „Wir wollen als evm unseren Teil dazu beitragen, dass der Anteil erneuerbarer Energie deutlich steigen kann.“

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IHK Aachen – Kohl-Vogel wiedergewählt

Aachen – Die Herausforderungen sind enorm, die Motivation ist es auch: 69 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg bilden ab sofort die neue Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen und repräsentieren in den kommenden fünf Jahren die Wirtschaft in der Region. 29 von ihnen sind zum ersten Mal in das Wirtschaftsparlament gewählt worden, das maßgeblich die künftige Arbeit der IHK prägen wird.

Die Vollversammlung wählte in ihrer konstituierenden Sitzung erneut Gisela Kohl-Vogel an die Spitze: Die Geschäftsführerin der Aachener Kohl Automobile GmbH ist seit November 2019 Präsidentin der IHK Aachen und wurde von den Delegierten einstimmig in ihrem Ehrenamt bestätigt. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern der neuen Vollversammlung in den kommenden fünf Jahren Akzente für die wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Region zu setzen“, sagt Kohl-Vogel. „Wir werden den Strukturwandel im Rheinischen Revier vorantreiben und zentrale Herausforderungen anpacken. Dazu zählen in erster Linie die Schaffung neuer und der Erhalt bestehender Arbeitsplätze, die Energiewende, die nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft und Innenstädte, die Bekämpfung des Fachkräftemangels und der Abbau bürokratischer Hemmnisse.“

Der IHK-Präsidentin zur Seite stehen vier Stellvertreter, die ebenfalls einstimmig wiedergewählt worden sind: Andreas Bauer aus Aachen, Dirk Harten aus Stolberg, Dr. Stephan A. Kufferath aus Düren und Stefanie Peters aus Übach-Palenberg. Wolfgang Mainz aus Roetgen und Kerstin Steffens aus Würselen scheiden auf eigenen Wunsch aus dem Präsidium der IHK Aachen aus. Der Frauenanteil der Vollversammlung steigt um 21 Prozentpunkte auf 34 Prozent. „Diese Entwicklung ist sinnvoll, weil in unserer Region jeder dritte Geschäftsführungsposten von einer Frau bekleidet wird“, sagt Kohl-Vogel. „Somit wird die Vollversammlung der IHK Aachen ihrem Anspruch gerecht, unsere Wirtschaft bestmöglich abzubilden.“

Eine Gesamtübersicht der gewählten Delegierten ist auf der Homepage der IHK Aachen unter www.aachen.ihk.de/vollversammlung zu finden.

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Corona-Wirtschaftshilfen – Anträge für die Neustarthilfe 2022 können ab sofort gestellt werden

Region/Berlin – Eine Woche nach dem Start der Antragstellung für die Überbrückungshilfe IV können ab sofort auch Soloselbständige ihren Antrag auf Neustarthilfe 2022 für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 stellen. Die Antragstellung erfolgt über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Unternehmen und Soloselbstständige, die auch im ersten Quartal 2022 von coronabedingten Beschränkungen stark betroffen sind, erhalten damit weiterhin umfassende Unterstützung. Je nach Höhe des coronabedingten Umsatzausfalls stehen über die Neustarthilfe 2022 bis zu 1.500 Euro pro Monat zur Verfügung, also bis zu 4.500 Euro für die volle Laufzeit des Programms. Zudem gibt es auch in anderen Bereichen der Corona-Wirtschaftshilfen Verbesserungen.

„Es ist für Unternehmen und viele Soloselbständige eine harte Zeit. Die Corona-Schutzmaßnahmen sind notwendig, gehen aber mit großen Einschränkungen einher. Wir tun unser Bestes, um die schlimmsten Härten abzufedern und so einen Beitrag zu leisten, damit Soloselbständige und Unternehmen die Krise überstehen können“, sagte Staatssekretär Sven Giegold.

Die Neustarthilfe 2022 richtet sich weiterhin an die Betroffenen, die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aufgrund geringer Fixkosten aber kaum von der Überbrückungshilfe IV profitieren. Wie bisher können neben Soloselbstständigen (mit oder ohne Personengesellschaften) auch kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, unständig Beschäftigte aller Branchen sowie Kapitalgesellschaften und Genossenschaften antragsberechtigt sein. Auch die Neustarthilfe 2022 wird als Vorschuss ausgezahlt. Sie wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Zunächst wird die direkte Antragstellung für natürliche Personen möglich sein. Die Antragstellung für Soloselbstständige, die als juristische Person organisiert sind und Anträge über prüfende Dritte stellen, startet im Februar. Die FAQ sind hier verfügbar.

Ebenfalls seit gestern laufen die Abschlagszahlungen für Antragsteller der Überbrückungshilfe IV in Höhe von bis zu 50 Prozent der beantragten Förderhöhe bzw. maximal 100.000 Euro pro Fördermonat durch die Bundeskasse an. Schon in der kommenden Woche werden die ersten Antragsteller ihr Geld auf dem Konto haben. Mit der Überbrückungshilfe IV erhalten Unternehmen, die von der Coronapandemie weiterhin stark betroffen sind, für die Zeit von Januar bis März 2022 staatliche Unterstützung in Höhe von monatlich bis zu 10 Millionen Euro. Diese muss nicht zurückgezahlt werden.

Darüber hinaus gibt es gute Neuigkeiten auch zu anderen Themenfeldern der Corona-Wirtschaftshilfen:

So sind großzügigere Rückzahlungsfristen bei den Corona-Soforthilfen (erstes Programm aus dem Frühjahr 2020) jetzt möglich. Zur Erleichterung von Rückzahlungen im Rahmen der anstehenden Überprüfungen der Corona-Soforthilfen durch die Bewilligungsstellen erhalten die Länder angesichts der aktuellen Corona-Situation mehr Flexibilität. Durch eine Änderung der Verwaltungsvereinbarung wird die Frist zur Vorlage der Schlussberichte der Länder um weitere sechs Monate auf den 31. Dezember 2022 verschoben. Damit wird es möglich, Unternehmen und Selbständigen großzügigere Rückzahlungsfristen einzuräumen.

Darüber hinaus bleibt im KfW-Sonderprogramm die Rückzahlung der Kredite (KfW-Unternehmerkredit, ERP-Gründerkredit mit Haftungsfreistellung, KfW-Schnellkredit) flexibel. So ist die nachträgliche Einräumung eines zweiten Tilgungsfreijahres bei Krediten mit nur einem tilgungsfreien Anlaufjahr weiterhin unbürokratisch möglich und kann über die jeweilige Hausbank beantragt werden. Die ursprünglich bis 31.12.2021 befristete Regelung wurde bis 17.06.2022 (Antragseingang bei der KfW) verlängert.

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Regionale Wirtschafts-Förderung startet in neue Förderperiode

Region/Düsseldorf – Mittel werden 2022 auf 160 Millionen Euro erhöht. NRW Minister Pinkwart: Zahlreiche Kreise und kreisfreie Städte profitieren von verbesserten Förderbedingungen. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW teilt mit: Zum Jahresbeginn hat das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen den Startschuss zur neuen Förderperiode für das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm Nordrhein-Westfalen gegeben.

Das bisherige Fördergebiet – die Kreise und kreisfreien Städte, in denen Vorhaben gefördert werden können – wird noch einmal deutlich erweitert. Damit investieren der Bund und die Landesregierung in den kommenden sechs Jahren 1,3 Milliarden Euro in die Modernisierung von Wirtschaft und Regionen des Landes und unterstützen arbeitsplatzschaffende Ansiedelungs- oder Erweiterungsinvestitionen von Unternehmen sowie kommunale Investitionen in wirtschaftsnahe Infrastruktur. Dies umfasst beispielsweise die Förderung von Gewerbe- und Technologiezentren, Wirtschaftsflächen oder überbetrieblichen Bildungsstätten.

Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Ich freue mich, dass wir in das bisherige Fördergebiet des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms acht weitere Kreise aufnehmen können und für viele weitere die Fördergrenzen erhöhen. Damit erhalten zahlreiche Kreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen attraktive und verbesserte Förderbedingungen.“

Neu hinzugekommen zum Fördergebiet sind der Ennepe-Ruhr-Kreis, die Kreise Düren, Euskirchen, Kleve und Paderborn, der Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis und Oberbergischer Kreis und ein großer Teil des Kreises Viersen, der bislang nicht in die Förderung fiel. Insgesamt wird sich das neue Fördergebiet damit auf etwa 54 Prozent der Fläche des Landes Nordrhein-Westfalen annähernd verdoppeln.

Rund 1,3 Milliarden Euro stehen in Nordrhein-Westfalen für die Förderperiode 2022 bis 2027 zur Verfügung. Bereits 2022 werden für das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm NRW vom Bund 80 Millionen Euro bereitgestellt, die das Land auf insgesamt 160 Millionen Euro aufstockt. 2023 werden es voraussichtlich insgesamt 200 Millionen Euro, 2024-2027 jährlich 240 Millionen Euro sein. In der Förderperiode 2014-2021 betrugen die Bundesmittel im Durchschnitt jährlich 38 Millionen Euro.

Positiv fällt auch die Bilanz der vergangenen Förderperiode 2014-2020 aus: Insgesamt haben Bund und Land mehr als 1200 Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft mit Fördermitteln in Höhe von 405 Millionen Euro unterstützt. Im Bereich der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur waren es 158 Vorhaben mit einem Fördervolumen von insgesamt 319 Millionen Euro.

Minister Pinkwart: „Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und Kommunen in Nordrhein-Westfalen war auch in den unsicheren Zeiten der Corona-Pandemie erfreulich hoch. Mit dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm haben wir die richtigen Impulse für eine attraktive Standortpolitik in Nordrhein-Westfalen gesetzt. Mit den verbesserten Förderbedingungen können wir diese positive Entwicklung fortführen.“

Die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ ist das zentrale Förderinstrument der regionalen Wirtschaftspolitik. Die methodische Grundlage für die Abgrenzung der Fördergebiete bildet der GRW-Regionalindikator, mit dem das Ausmaß des Transformationsbedarfs in verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Demographie abgebildet wird.

Eine Neuabgrenzung des Fördergebiets war aus beihilferechtlichen Gründen erforderlich. Das Fördergebiet ist in zwei Kategorien unterteilt: Die sogenannten C- und D-Fördergebiete. Wirtschaftsnahe Infrastrukturen können in C- und D-Fördergebieten gleichermaßen gefördert werden. Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft erhalten in C-Fördergebieten in aller Regel eine höhere Förderung als in D-Fördergebieten.

Die Karte der aktuellen Fördergebietskulisse finden Sie hier: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/regionale-wirtschaftsfoerderung-startet-neue-foerderperiode

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Corona-Pandemie zum Trotz – Wirtschaft in der Region Aachen hält Tempo

Aachen – Die Wirtschaft in der Region Aachen bleibt trotz pandemiebedingter Einschränkungen in Fahrt. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, an der sich 385 Unternehmen mit rund 33.700 Beschäftigten aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg beteiligt haben. Die Hälfte der Befragten beurteilt ihre gegenwärtige Geschäftslage positiv, nur jeder achte ist unzufrieden. Die Unternehmerinnen und Unternehmer bewerten ihre aktuelle Situation somit so gut wie im Frühjahr 2019, rund ein Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie.

In der Industrie haben sich die Geschäfte seit Herbst 2021 deutlich verbessert, während die Lage in den anderen Sektoren nahezu unverändert gut ist. Vergleichbar positiv hat sich auch die Ertragslage entwickelt. Aber nicht alle Branchen sind zufrieden: Unter anderem berichten das Gastgewerbe und das Textil- und Bekleidungsgewerbe von überwiegend schlechten Geschäften.

„Die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer in unserer Region blicken äußerst zuversichtlich in die Zukunft. Das belegt ihre Investitionsbereitschaft: Sie ist auf Rekordniveau gestiegen“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. Der entsprechende Saldo – die Differenz aus positiven und negativen Rückmeldungen – erreicht den höchsten Wert seit Beginn der digitalen Aufzeichnung durch die IHK Aachen im Jahr 1998.

Fachkräfte- und Rohstoffmangel bleiben Herausforderungen

Es gibt aber auch größere Herausforderungen für die Betriebe: Neun von zehn Befragten berichten von deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen und Lieferschwierigkeiten. Fast drei Viertel der regionalen Unternehmen gehen davon aus, dass sich die Situation im Laufe des Jahres 2022 wieder verbessern wird. Für sieben von zehn Befragten sind die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und der Fachkräftemangel die größten Herausforderungen in den kommenden Monaten. Das sind die höchsten Werte seit Erhebung der Wirtschaftsrisiken durch die IHK Aachen.

„Trotz einiger Sorgen rechnet die Mehrheit der Unternehmerinnen und Unternehmer weiterhin mit einer positiven Entwicklung der Wirtschaft“, blickt Bayer nach vorne. Die Erwartungen sind allerdings etwas niedriger als noch im zurückliegenden Herbst. Auch vom Export erwarten die Befragten nach wie vor positive Impulse.

Die Personalplanungen der Unternehmerinnen und Unternehmer bleiben stabil auf einem hohen Niveau. Gesucht werden vor allem Mitarbeitende mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, aber auch mit akademischen Abschlüssen. Ein Drittel aller Befragten hat außerdem Stellen für Menschen ohne Berufsausbildung zu besetzen. Die Arbeitslosenquote in der Region Aachen ist seit Herbst um 0,5 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent gesunken und liegt weiter unter der Quote des Landes Nordrhein-Westfalen (6,7 Prozent), aber über der des Bundes (5,1 Prozent).

Geschäftslage und Erwartungen der Befragten im Detail

Seit Herbst 2021 hat sich die Situation der Industriebetriebe in der Region positiv entwickelt. Die Hälfte der Unternehmerinnen und Unternehmer beurteilt die aktuelle Lage gut, nur jeder zehnte Befragte ist unzufrieden. Auch die Umsätze sind bei einer deutlichen Mehrzahl der Unternehmen gestiegen. Fast alle Betriebe geben jedoch an, dass die für sie relevanten Rohstoffpreise in den vergangenen Monaten gestiegen sind – bei rund drei Viertel sogar in erheblichem Umfang. Mehr als die Hälfte der Unternehmerinnen und Unternehmer berichtet außerdem von erheblichen Lieferschwierigkeiten, weitere 40 Prozent melden Einschränkungen in einem geringeren bis mittleren Umfang. Die Auslastung der Produktionskapazitäten stieg um 2 Prozentpunkte auf 82 Prozent und liegt damit über dem langjährigen Durchschnitt von 80,7 Prozent.

Die Dienstleister bewerten ihre aktuelle Lage im Vergleich zum Herbst nahezu unverändert positiv. Jedes zweite Unternehmen meldet gute Geschäfte, 12 Prozent sind nicht zufrieden. Die Hälfte der Befragten berichtet von gestiegenen Umsätzen in den zurückliegenden Monaten, bei jedem sechsten sind sie gesunken.

Die Lage im Handel hat sich zwar seit Herbst 2021 leicht verschlechtert, bleibt aber deutlich im positiven Bereich. Trotz aktueller Einschränkungen durch die Corona-Pandemie melden 50 Prozent der Händler gute Geschäfte, 15 Prozent sind unzufrieden. Dabei bewertet der Großhandel die Geschäftslage erheblich besser als der Einzelhandel. 55 Prozent der Großhändler melden gute Geschäfte, 9 Prozent sind unzufrieden. Im Einzelhandel sind die Lagebeurteilungen wesentlich zurückhaltender. Knapp die Hälfte der Befragten ist mit der aktuellen Situation zufrieden, ein Viertel berichtet von schlechten Geschäften.

Die konjunkturelle Lage im Baugewerbe ist weiterhin positiv. Über die Hälfte der Befragten meldet gute Geschäfte, 8 Prozent sind unzufrieden. Damit ist das Baugewerbe erneut der Sektor mit der besten Lagebeurteilung.

Das Auslandsgeschäft hat in den zurückliegenden Monaten deutlich an Fahrt gewonnen. Jeder zweite Industriebetrieb in der Region berichtet von gestiegenen Exportumsätzen, bei rund einem Fünftel sind sie gesunken. Auch die Auftragseingänge aus dem Ausland haben eine ansteigende Tendenz. Vier von zehn Unternehmen berichten von einer gestiegenen Nachfrage, jeder sechste Befragte meldet einen Rückgang. Dementsprechend geht ein Drittel der Befragten davon aus, dass die Exporte weiter anziehen werden, jeder zehnte rechnet mit einem Rückgang der Exportnachfrage.

Nachdem die Ertragslage im zurückliegenden Herbst bereits den höchsten Wert seit 2011 erreicht hat, haben sich die Rückmeldungen der Unternehmerinnen und Unternehmer nochmals verbessert: Bei vier von zehn Befragten sind die Erträge gestiegen, bei nur halb so vielen sind sie gesunken.

Die Investitionsabsichten der Unternehmen in der Regionen Aachen sind seit Herbst 2021 nochmals gestiegen und erreichen einen neuen Höchstwert. Vier von zehn Befragten wollen in den kommenden Monaten ihre Investitionen erhöhen, nur sieben Prozent wollen weniger investieren.

Wegen der weiterhin guten Geschäftslage hat sich die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit dem Herbst kaum verändert. Jeder dritte Befragte beabsichtigt, die Zahl der Beschäftigten zu steigern, nur jeder siebte geht von einem Rückgang des Personals aus.

Bei der aktuellen Konjunkturumfrage hat die IHK Aachen mit den Vereinigten Industrieverbänden von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung e. V. (VIV) kooperiert und Unternehmerinnen und Unternehmer gemeinsam befragt. Der Konjunkturbericht ist auf der Internetseite der IHK Aachen unter www.aachen.ihk.de/konjunkturbericht zu finden.

Geschäftslage und Erwartung in den Teilregionen

Städteregion Aachen: Stadt Aachen

Die gute Geschäftslage der Unternehmen in der Stadt Aachen hat sich seit Herbst 2021 kaum verändert. 53 Prozent aller Befragten melden gute Geschäfte, 15 Prozent sind unzufrieden. Gut geht es vor allem den Dienstleistern (Saldo: +48), der Industrie (Saldo: +43) und dem Baugewerbe (Saldo: +42). Die Unternehmerinnen und Unternehmer schauen zuversichtlich in die Zukunft: 26 Prozent der Befragten haben gute Aussichten, 13 Prozent sind skeptisch. Positive Erwartungen haben vor allem Dienstleister (Saldo: +26) und die Industrie (Saldo: +24).

Übrige Städteregion Aachen

Im ehemaligen Kreis Aachen haben sich die Geschäfte der Betriebe verbessert. 49 Prozent der Unternehmen sind zufrieden, 10 Prozent berichten von schlechten Geschäften. Gut geht es vor allem den Befragten im Baugewerbe (Saldo: +75) und im Einzelhandel (Saldo: +67). Die Erwartungen haben sich leicht verbessert: 29 Prozent gehen von besseren Geschäften aus, 10 Prozent rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung. Am besten sind die Aussichten bei den Dienstleistern (Saldo: +36) und in der Industrie (Saldo: +24).

Rurkreis Düren-Jülich

Im Rurkreis Düren-Jülich stagniert die Geschäftslage auf hohem Niveau. 52 Prozent der Unternehmen berichten von guten Geschäften, 15 Prozent sind unzufrieden. Gut ist die Situation vor allem im Großhandel (Saldo: +71) und bei den Dienstleistern (Saldo: +56). Auch die Erwartungen sind auf demselben Niveau wie im Herbst des Vorjahres. 37 Prozent der Befragten gehen von besseren Geschäften aus, 13 Prozent sind zurückhaltend. Am besten sind die Aussichten in der Industrie (Saldo: +34) und im Baugewerbe (Saldo: +29).

Kreis Euskirchen

Die Lagebeurteilung der Betriebe im Kreis Euskirchen ist erneut positiv. 45 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer sind mit ihrer Situation zufrieden, 11 Prozent nicht. Zuversichtlich sind vor allem der Großhandel (Saldo: +50) und die Industrie (Saldo: +39). Die Befragten prognostizieren mehrheitlich eine Verbesserung ihrer Geschäftslage: 22 Prozent erwarten eine positive Entwicklung, 10 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Positive Erwartungen haben die Dienstleister (Saldo: +28) und der Einzelhandel (Saldo: +25).

Kreis Heinsberg

Die Unternehmerinnen und Unternehmer im Kreis Heinsberg sind weiterhin sehr zufrieden. 48 Prozent melden gute Geschäfte, 7 Prozent schlechte. Positiv ist die Lage vor allem im Großhandel (Saldo: +68) und in der Industrie (Saldo: +49). Die Aussichten haben sich allerdings deutlich eingetrübt: 22 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ihre Geschäfte positiv entwickeln werden, 30 Prozent rechnen jedoch mit einer Verschlechterung. Überwiegend zuversichtlich sind allein die Einzelhändler (Saldo: +9).

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Handwerk bildet mehr aus – Rekordzahlen aus der Ahrregion

Region/Koblenz – Die HwK Koblenz meldet 2.930 neue Ausbildungsverhältnisse zum Jahresende 2021. Das Handwerk im nördlichen Landesteil bildet mehr Jugendliche aus als im Vorjahr. 2.930 neue Ausbildungsverhältnisse meldet die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer (HwK) Koblenz zum 31. Dezember 2021 (vorläufige Werte).

Das ist ein Plus von 35 Lehrverträgen oder 1,2 Prozent. „Das Corona-Minus von 8,5 Prozent des Jahres 2020 konnte nicht ausgeglichen werden, was aber auch trotz neuer Formate in der Ansprache Jugendlicher und verstärktem Einsatz der Betriebe und unserer Ausbildungsberatung nicht zu erwarten war“, macht HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich deutlich.

„Die Rahmenbedingungen sind nach wie vor schwierig. Hier bleiben wir am Ball und setzen auf mittel- und langfristige Effekte“. Dabei kommt dem Handwerk ein wachsendes positives Bewusstsein in der Öffentlichkeit entgegen. „Handwerkliche Leistungen sind gefragt und in vielen Bereichen ist ihre Realisierung mit Vorlaufzeiten verbunden. Das ist die unmittelbare Folge einer starken Konjunktur auf der einen Seite und begrenzter Kapazitäten gut ausgebildeter Fachkräfte auf der anderen.“ Eine Wahrnehmung, die das Handwerk durchaus attraktiv für Jugendliche macht – nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch mit der Möglichkeit der Selbstständigkeit.

Insgesamt 7.911 Lehrlinge werden momentan in den 20.300 Mitgliedsbetrieben der HwK Koblenz ausgebildet.

Besonders erfreulich: nach der Flutkatastrophe im Ahrtal bilden die Handwerksbetriebe des Landkreises Ahrweiler mehr Jugendliche aus als in den Vorjahren. Nach vorläufigen Zahlen sind es 716 – ein neuer Rekordwert mit Blick auf die zurückliegenden zehn Jahre. Damit verbindet sich auch ein deutliches Signal: Gerade im Katastrophengebiet werden handwerkliche Fachkräfte gebraucht, die das dortige Handwerk selbst ausbildet und so auch aktiv Verantwortung in der Zukunftsgestaltung der Region übernimmt.

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Erneut ausgezeichnete Nachhaltigkeit für die KSK Ahrweiler

Ahrweiler – Die Ansprüche der Gesellschaft in Bezug auf verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln wachsen von Tag zu Tag. Insbesondere durch die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal ist das Thema „Nachhaltigkeit“ einmal mehr in den Vordergrund gerückt. Es bedarf eines grundlegenden Wandels der Gesellschaft, damit hohe Schäden durch Naturkatastrophen verhindert werden können. Dabei ist die sinnvolle Verknüpfung von Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung entscheidend.

Auch die Gründungsgeschichte der Sparkassen basiert auf dem Gedanken der sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit. „Unser Ziel ist es, ökologische und soziale Grundlagen zu erhalten und für nachfolgende Generationen auszubauen. Das muss allerdings im Einklang mit ökonomischen Zielsetzungen erfolgen“, betont Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler.

So wurde die Kreissparkasse Ahrweiler vor Kurzem erneut für ihre Nachhaltigkeit in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialkompetenz vom Deutschen Institut für Nachhaltigkeit & Ökonomie zertifiziert. Die erste Zertifizierung erfolgte im März 2020.

Dabei wurden die Produkt-, Service-, und Beratungsqualität, die wirtschaftliche Zukunftsausrichtung, das Unternehmensmanagement sowie ökologische und soziale Verantwortung der Kreissparkasse Ahrweiler geprüft und mit TOP-Bewertungen ausgezeichnet. „Mit der Bereitstellung von finanziellen Mitteln für regionale Unternehmen, gerade auch nach der Flutkatastrophe, trägt die Kreissparkasse zum Erhalt von Arbeitsplätzen und der Generierung von Gewerbesteuer als wichtige Faktoren für die Entwicklung der Region bei“, bekräftigt Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler.

Durch die Nutzung von regionalen Erzeugnissen und Arbeitskräften stärkt die Kreissparkasse zusätzlich die wirtschaftliche, ökologische und soziale Struktur im Kreis Ahrweiler.

„Das positive Ergebnis der Erstauditierung und die weiterhin vorbildliche Umsetzung nachhaltigen Handelns, sowohl auf ökologischer, ökonomischer und sozialökonomischer Basis, haben zur erneuten Erteilung des Nachhaltigkeitssiegels geführt,“ freut sich Gesamtvorstand der Kreissparkasse Ahrweiler über die nachgewiesene Nachhaltigkeit des Unternehmens auch in diesem Jahr.

Die ökologische Nachhaltigkeit hat das Ziel, Natur und Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten. Zahlreiche Maßnahmen wie das Projekt der Zukunftsstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler rund um das Thema „Wir machen die Dächer voll“, die Umstellung auf Umweltpapier mit dem „Blauen Engel“, die Nutzung vom Ökostrom, verstärkte Nutzung von Hybrid- und E-Fahrzeugen im Fuhrpark, ein nachgewiesenes sehr gutes Energieeffizienzniveau und die Unterzeichnung der Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterstreichen die Wichtigkeit nachhaltigen Handelns bei der Kreissparkasse Ahrweiler.

Die ökonomische Nachhaltigkeit sieht als notwendige Grunderfordernis, dass die Art des wirtschaftlichen Handelns so ausgerichtet ist, dass sie fortdauernd eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Der Schutz wirtschaftlicher Ressourcen ist hier von besonderer Bedeutung. „Höchste Qualität und Leistungssicherheit, bester Service und eine innovative Produkt- und Unternehmenspolitik, sowie wirtschaftlich sinnvolles Handeln sichern langfristig den unternehmerischen Erfolg und damit auch den Fortbestand der Arbeitsplätze und deren Qualität,“ führt Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler, weiter aus.

Die soziale Nachhaltigkeit hat das Ziel, einen langfristigen positiven Nutzen für alle Mitglieder einer Gemeinschaft zu ermöglichen, um auf Dauer eine lebenswerte Gesellschaft zu erreichen. So werden die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz bei der Kreissparkasse Ahrweiler großgeschrieben. Die hohe sozialökonomische Kompetenz wird zudem durch das Prinzip der Regionalität und den absolut fairen Umgang mit Kunden gestärkt. Gleichbehandlung auf Augenhöhe, unabhängige Kundenbedarfsanalysen und ein sehr gutes Gemeinwohl-Verhalten unterstreichen eine gelebte Nachhaltigkeitsverantwortung.

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Aachener Start-Up bringt Leitfaden zur Prozess-Optimierung für Sharing Anbieter heraus

Aachen – Die Shared Mobility Branche ist auf beständigem Wachstumskurs. Obwohl die Mobilitätsnachfrage im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie gebremst wurde, ist dem Bundesverband CarSharing (bcs) zufolge die Zahl der Nutzer:innen in Deutschland um etwa 25 % gestiegen.

Das allein ist aber noch kein Garant für gedeckte Kosten seitens der Anbieter. Hier spielen Faktoren wie lokale Regularien und die individuelle Nachfrage vor Ort eine Rolle – sowie die Effizienz interner Arbeitsabläufe. Um Sharing Anbietern ersten Schritten zur Prozessoptimierung aufzuzeigen, hat der Aachener Mobilitäts-Software-Spezialist MOQO im Dezember 2021 einen kostenlosen Leitfaden zu Operational Excellence herausgegeben.

Eine mehrjährige Studie des Harvard Business Review hat schon 2017 zu dem Ergebnis geführt, dass Managementmethoden und optimierte Prozesse einen größeren Effekt auf Umsatzwachstum, Gewinn,
Expansionsraten und Langlebigkeit einer Organisation haben als eine einzigartige Unternehmensstrategie. Die Shared Mobility ist ein höchst operatives Geschäft, das dementsprechend anfällig für ineffiziente Abläufe und verschwendete Aufwände ist.

MOQO, Betreiber einer Plattform für geteilte Mobilitätslösungen, hat auf der Grundlage seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Sharing Anbietern das häufig noch ungenutzte Potential der internen Prozessoptimierung erkannt. Zahlreiche operative Abläufe eines Anbieters haben einen direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit. “Damit Sharing Angebote eine echte und flächendeckende Alternative zum eigenen Auto werden können, brauchen Sharing-Organisationen ein optimal abgestimmtes Set an Fahrzeugen, Software, Telematik und Prozessen.”, so Michael Minis, CEO bei MOQO.

Operational Excellence als Ansatz für Shared Mobility Anbieter

In der Organisationslehre wird dieser Ansatz als Operational Excellence bezeichnet. Ein Begriff, der zunächst abstrakt klingen mag, aber ein Mindset beschreibt, das auf die ständige Verbesserung wiederkehrender Arbeitsprozesse ausgerichtet ist. Sämtliche Abläufe und Systeme entlang der Wertschöpfungskette werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Effizienz und Notwendigkeit überprüft und Maßnahmen zur Optimierung eingeleitet. Auf diese Weise können die Ursachen potentieller Fehlerquellen oder Ineffizienz frühzeitig erkannt und behoben werden.

Der Fokus auf die Optimierung, Standardisierung oder gar Automatisierung operativer Prozesse kann für Sharing Anbieter Aufwände reduzieren, den internen Workload vereinfachen und damit Kosten einsparen. Klar strukturierte Abläufe führen dazu, dass Fahrzeuge rechtzeitig geladen, gewartet, repariert und (bei Free-Floating-Modellen) am richtigen Ort platziert werden, um dort von Kund:innen genutzt zu werden. Die verbundene höhere
Kundenorientierung steigert die Auslastung und so den Umsatz des Anbieters. Letztendlich wirkt sich Operational Excellence damit positiv auf die Profitabilität eines Sharing Angebots aus.

Ein Leitfaden zum freien Download

Nachdem schon der MOQO Summit 2021, ein Netzwerktreffen von
Partnern und Kunden, das Thema Operational Excellence in der Shared Mobility aufgegriffen hat, hat das Unternehmen nun einen 43-seitigen Leitfaden zur Prozessoptimierung für Sharing Anbieter veröffentlicht. In diesem geht es sowohl um die Bedeutung von
Operational Excellence als auch um praktische Tipps und Anleitungen zur Einführung einer Operational Excellence Strategie. Zudem werden anschauliche Praxisbeispiele verschiedener Unternehmen der Branche vorgestellt.

Der Leitfaden kann kostenlos über folgenden Link heruntergeladen werden: https://moqo.de/guide-opex

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Happy Bärsday – Die HARIBO Goldbären werden 100 – Ganzjähriges Geburtstags-Gewinnspiel

Grafschaft – Das goldige Kultprodukt aus dem Hause HARIBO ist eine der bekanntesten Erfindungen „Made in Germany“. Liebe auf den ersten Biss: Seit 100 Jahren treffen die HARIBO Goldbären den Geschmack der Menschen. Mit bärenstarken Limited Editions und Geburtstagsaktionen sorgt HARIBO im Goldbären-Jubiläumsjahr 2022 für Partylaune.

HARIBO startet mit Konfettikanonen und Partytröten ins neue Jahr: 2022 werden die HARIBO Goldbären 100 Jahre jung und mit ihnen eine der bedeutendsten Erfindungen „Made in Germany“. Mit der Entwicklung der HARIBO Goldbären im Jahr 1922 gelang dem Bonner Bonbonkocher Hans Riegel ein Geniestreich. Als erstes Fruchtgummi-Produkt in Bärenform eröffneten die Goldbären einen Weltmarkt und legten schon früh den Grundstein für den internationalen Erfolg des jungen Unternehmens. Heute sind die HARIBO Goldbären als Kultprodukt in den Süßwarenregalen nicht mehr wegzudenken. Und auch bei HARIBO, dessen Produktpalette weltweit mittlerweile über 1.000 Produkte umfasst, haben die Goldbären nach wie vor eine ganz besondere Stellung inne. „Die Goldbären sind unser wertvollstes Familienerbstück“, so Hans Guido Riegel, Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens. „Mein Großvater hat sie erfunden, und es ist die Aufgabe aller folgenden Generationen, dieses Vermächtnis zu pflegen und mit so viel Behutsamkeit weiterzuentwickeln, dass es Menschen auf der ganzen Welt noch viele Jahre und Jahrzehnte Freude bereitet.“

Die HARIBO Goldbären: unverkennbar ein Original

Inspiriert von der beliebten Jahrmarktattraktion des 19. Jahrhunderts entwickelte Hans Riegel mit den „Tanzbären“ 1922 den Urahn der Goldbären. Damals noch aus Gummi arabicum hergestellt, waren die Tanzbären ein wenig größer und schlanker als die heutigen Goldbären. Fröhliche, bunte Farben und fruchtige Geschmacksrichtungen gehörten aber bereits seit der ersten Generation zur DNA der HARIBO-Fruchtgummibären. In den 1960er Jahren lösten die etwas kleineren, aber auch runderen Goldbären die Tanzbären ab. Doch nicht nur das Produktstück selbst ging mit der Zeit: Auch ihre Verpackung wurde an den Zeitgeist der 1960er Jahre angepasst. So gibt es die HARIBO Goldbären seit 1961 nicht mehr nur als Stückartikel, sondern gemeinsam in einer Tüte. Verpackungselemente wie die Goldglanz-Folie oder das Sichtfenster setzten schon damals Design-Maßstäbe, die bis heute charakteristisch sind. Nur eins fehlte den Fruchtgummibären kurz vor der Jahrtausendwende noch: ein Lächeln. 1995 schmuggelte HARIBO-Produktdesignerin Petra Wrede heimlich erste lächelnde Goldbären-Stempel in die Produktion. Schon wenige Jahre später, 1999, strahlten alle HARIBO Goldbären weltweit mit einem unwiderstehlichen Lächeln, das Groß und Klein zum Schmunzeln bringt. Vom Tanzbären bis zu ihrer heutigen Form – die Goldbären stehen wie kein anderes Produkt für HARIBO und sind sich dabei in ihrem Kern immer treu geblieben: Sie schmecken immer nach Kindheit und das auch noch in 100 Jahren. Dabei wird ihr Rezept ebenso streng bewacht wie die Goldreserven in Fort Knox. Die wichtigsten Zutaten hingegen sind kein Geheimnis: Leidenschaft und kindliche Freude.

Von Bonn in die Welt hinaus

Die Goldbären sind größte Freude in kleinster Form. Ob Asien, USA, Südamerika, Europa oder Australien: Die Goldbären sind heute weltweit zu Hause. Über Landesgrenzen hinweg werden pro Tag circa 160 Millionen HARIBO Goldbären produziert – stehend aneinandergereiht würde eine Jahresproduktion 10-mal die Erde umrunden. Egal wo auf der Welt, würde man zufällig Personen ansprechen und ihnen die Goldbären-Form zeigen, könnte im Durchschnitt jede und jeder Vierte sagen, dass es sich um die HARIBO Goldbären handelt[1]. In Ländern wie Deutschland, Österreich, Dänemark oder Frankreich genießen die Goldbären sogar einen Bekanntheitsgrad von nahezu 100 Prozent. Form und Biss machen die HARIBO Goldbären unverkennbar und zur süßesten Stilikone der Welt. Sie stehen für eine bunte Welt, offen, friedlich, fröhlich; einfach süß. Und sie tragen ihre gute Laune bis in die entlegensten Winkel der Erde. Unter Hans Guido Riegel, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt, sind die Goldbären endgültig Global Player geworden und stehen in den Süßwarenregalen von über 100 Ländern.

Ein buntes Jubiliäumsjahr: Neue Limited Editions, TV-Spot & vieles mehr

Das Produktjubiläum feiert das Unternehmen zum Beispiel mit vielen über das Jahr verteilten Limited Editions. So können sich HARIBO-Fans direkt zum Jahresauftakt über die HARIBO Kindheitsknaller freuen: Eine neue Goldbären-Mischung mit Geschmacksrichtungen der 1980er, 1990er und 2000er-Jahre. Kirschlolli, Zuckerwatte, Brause, Cola Orange, Wackelpudding und Kaugummi laden zu einer Zeitreise in die eigene Kindheit ein.

„Ob 1922, 2022 oder 2122. Die Goldbären sind ein zeitloser Klassiker und sorgen jeden Tag für größte Freude in kleinster Form – und das generationsübergreifend in über 100 Ländern der Welt. Zu ihrem 100. Geburtstag wird es eine ganzjährige 360°-Kampagne geben, die Jung und Alt zum Mitfeiern einlädt – im TV, Online, am PoS, in Deutschland und international.

HARIBO-Fans können sich auf viele Überraschungen freuen, die genauso sind wie die Goldbären: bunt und gespickt mit jeder Menge kindlicher Freude“, so Holger Lackhoff, Geschäftsführer Marketing, HARIBO D-A-CH. Dabei werden die Goldbären auch zentrales Element der TV-Werbung: In einem neuen Spot der Kids‘-Voices-Kampagne wird den Goldbären ein Geburtstagsständchen der ganz besonderen Art gesungen. Das sorgt direkt zu Beginn des Jahres für Unterhaltung in der Werbepause.

Eines der Erfolgsgeheimnisse der HARIBO Goldbären sind die sechs ikonischen Farben. Diese sollen im Jubiläumsjahr mit einem ganzjährigen Geburtstags-Gewinnspiel gefeiert werden. Auf www.haribo.com/geburtstag warten alle zwei Monate bärenstarke Gewinne in je einer der sechs Goldbären-Farben auf alle glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner.


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Wirtschaft

Überbrückungs-Hilfe IV kann ab heute beantragt werden

Region/Berlin – Viele Unternehmen sind weiterhin stark von den laufenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen. Sie können seit heute über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de Anträge auf Überbrückungshilfe IV für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 stellen. Die Anträge sind über sogenannte prüfende Dritte, wie beispielsweise Steuerberater, einzureichen. Die maßgeblichen Förderbedingungen sind in Form von FAQ auf der Plattform veröffentlicht. Die bewährten Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe IV weitgehend beibehalten.

Mit der Überbrückungshilfe IV erhalten Unternehmen, die von coronabedingten Schließungen und Beschränkungen auch im ersten Quartal 2022 stark betroffen sind, weiterhin umfassende Unterstützung. Die Bundesregierung geht davon aus, dass – je nach Verlauf der Pandemie – bis zu 100.000 Unternehmen, möglicherweise sogar noch mehr, die Hilfen beantragen könnten.

Bundeswirtschaftsminister Habeck: „Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante fordert uns allen abermals Einschränkungen ab. Diese sind nötig, um unsere Gesundheit zu schützen und unsere Krankenhäuser vor einer Überlastung zu bewahren. Gleichzeitig bedeuten diese Einschränkungen aber auch eine erneute Belastungsprobe für viele Unternehmen und ihre Beschäftigten, und das, nachdem sie schon knapp zwei Jahre Pandemie hinter sich haben – eine Zeit voller Unsicherheit, Einschränkungen und Sorgen, eine Zeit, die viele aufgezehrt hat. Daher bin ich sehr froh, dass wir den betroffenen Unternehmen mit der Überbrückungshilfe IV sehr schnell eine helfende Hand reichen können, um wenigstens einige Härten abzufedern. Seit heute können diese Unternehmen Anträge auf Überbrückungshilfe IV stellen, und bereits in den nächsten Wochen werden die ersten Abschlagszahlungen ausgezahlt.“.

Habeck betonte weiter: „Wir wissen, dass es für viele Unternehmen aufwändig und kostspielig ist, 2G Regeln umzusetzen oder andere Corona-Zutrittsbeschränkungen zu vollziehen. Wir haben daher die Hilfen auch noch mal verbessert, um den Unternehmen zu helfen, auch diese besonders kritische Phase der Pandemie zu bewältigen.“

Entsprechend fördern das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und das Bundesfinanzministerium in der Überbrückungshilfe IV nicht nur Sach- sondern auch Personalkosten zur Umsetzung dieser Zutrittsbeschränkungen.

Bundesfinanzminister Lindner: „„Noch immer belastet die Corona-Pandemie die Unternehmen in Deutschland massiv. Unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten haben es verdient, dass die Bundesregierung sie auch weiterhin unterstützt. Wir haben daher beschlossen, die Überbrückungshilfe bis zum 31. März 2022 zu verlängern und dabei weiter an die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen. Insbesondere die Unternehmen, die durch die zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen sind, wie etwa die 2G-Regelungen oder die Absage von Weihnachtsmärkten, erhalten gezielte Unterstützung. Damit stehen wir den Unternehmen zur Seite, um die Belastungen durch die Pandemie so gut es geht abzumildern“.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe IV erfolgt über die bekannte Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Die Antragsbearbeitung im Einzelfall einschließlich der Entscheidung über anrechnungsfähige Fixkosten liegt wie bisher in der Hand der Bewilligungsstellen der Bundesländer.

Ergänzende Informationen zur Überbrückungshilfe IV für Unternehmen und zur Neustarthilfe 2022 für Soloselbständige:

Die Überbrückungshilfe IV mit dem Förderzeitraum Januar bis März 2022 setzt auf dem bewährten Vorläuferprogramm der Überbrückungshilfe III Plus auf. Die Programmbedingungen sind weitgehend deckungsgleich mit denen der Überbrückungshilfe III Plus. Das Vorläuferprogramm galt bis zum 31.12.2021.

Auch in der Überbrückungshilfe IV sind damit alle Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm wird ebenfalls durch die prüfenden Dritten, zum Beispiel Steuerberaterinnen und -berater, über das Corona-Portal des Bundes beantragt. Wie bisher, können die Unternehmen Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten.

Die wichtigsten Neuigkeiten bei der Überbrückungshilfe IV sind:

  • Großzügigere Regelung des Eigenkapitalzuschlags: Alle Unternehmen, die im Dezember und Januar im Durchschnitt einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschlag von 30 Prozent der erstatteten Fixkosten in jedem Fördermonat, in dem sie antragsberechtigt sind. Unternehmen, die von den Absagen der Advents- und Weihnachtsmärkte betroffen waren und im Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen hatten, erhalten einen Eigenkapitalzuschlag von 50 Prozent.
  • Auch im Januar 2022 können Umsatzeinbrüche infolge freiwilliger Schließungen als coronabedingt anerkannt werden, wenn aufgrund von angeordneten Corona-Zutrittsbeschränkungen oder vergleichbaren Maßnahmen die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich ist. Damit können diese Unternehmen bei Vorliegen eines Umsatzeinbruchs von mindestens 30 Prozent Überbrückungshilfe IV beantragen.
  • Förderung der Kontrollkosten zur Umsetzung von Zutrittsbeschränkungen: Durch die Umsetzung der Zutrittsbeschränkungen wie bspw. 2G oder 2G plus – Regelungen können den Unternehmen zusätzliche Sach- und Personalkosten entstehen. Diese können in der Überbrückungshilfe IV anerkannt werden.
  • EU-Beihilferechtlich geregelte maximale Förderbetrag erhöht sich um 2,5 Mio. Euro: Über die Bundesregelung Kleinbeihilfe können Unternehmen jetzt bis zu 2,3 Mio. Euro Förderung beantragen (bislang 1,8 Mio. Euro) und über die Bundesregelung Fixkostenhilfe 12 Mio. Euro (bislang 10 Mio. Euro). Insgesamt können Unternehmen damit eine Förderung von maximal 54,5 Mio. Euro (bisher 52 Mio. Euro) erhalten.
  • Höchster Erstattungssatz beträgt 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten: Durch den Eigenkapitalzuschlag und die Personalkostenpauschale können Unternehmen Zuschläge von 20 bis 70 Prozent auf die Fixkostenerstattung erhalten.
  • Streichung der Zuschüsse zu Investitionen in bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Digitalisierung: Diese Investitionszuschüsse haben erfolgreich dazu beigetragen, dass Unternehmen Anpassungen zur Fortführung des Geschäftsbetriebs in Pandemiezeiten vornehmen konnten. Nach mehr als anderthalb Jahren Pandemie sind die erforderlichen Anpassungen auf breiter Basis abgeschlossen.
  • Besondere Berücksichtigung der Advents- und Weihnachtsmärkte: Unternehmen, die von den Absagen dieser Märkte betroffen sind, erhalten 1. einen höheren Eigenkapitalzuschlag (s.o.), können 2. (ebenso, wie andere Veranstaltungsunternehmen) Ausfall- und Vorbereitungskosten aus den Monaten September bis Dezember 2021 geltend machen und dürfen mehrere branchenspezifische Sonderregelungen kombinieren.
  • Sonderregel für Pyrotechnik: Da die pyrotechnische Industrie vom Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk zum Jahreswechsel betroffen ist, wird die bewährte Sonderregelung aus der Überbrückungshilfe III aus dem Vorjahr (Silvester 2020) reaktiviert.

Zusätzlich zur Überbrückungshilfe IV steht die Neustarthilfe 2022 zur Verfügung. Sie richtet sich weiterhin an Soloselbständige, die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aufgrund geringer Fixkosten aber kaum von der Überbrückungshilfe IV profitieren. Auch die Neustarthilfe steht bis Ende März 2022 zur Verfügung. Soloselbständige können weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten, insgesamt also bis zu 4.500 Euro.

Neben Soloselbständigen können – wie auch schon in der Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus –auch kurz befristet Beschäftigte in den darstellenden Künsten, nicht ständig Beschäftigte aller Branchen sowie Kapitalgesellschaften und Genossenschaften antragsberechtigt sein.

Die Antragstellung zur Neustarthilfe wird voraussichtlich noch im Januar 2022 möglich sein. Die FAQ werden rechtzeitig auf der Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de veröffentlicht.