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Lambertz-Gruppe Aachen – 333 Jahre Traditionskultur und Innovationen im Gebäckmarkt

Aachen – Auch im Geschäftsjahr 2020/2021 konnte die Lambertz-Gruppe, eines der führenden Unternehmen im nationalen, europäischen und internationalen Süßgebäckmarkt und zudem Weltmarktführer im Segment der Herbst- und Weihnachtsgebäcke, ihre dynamische Entwicklung fortsetzen und ein positives Gesamtergebnis verzeichnen.

Das Aachener Traditions- und Familienunternehmen kam im zurückliegenden Geschäftsjahr auf einen Gesamtumsatz von 656 Mio. Euro (Vorjahr: 637 Mio. Euro), was einer Steigerung von 3 Prozent entspricht. Dieses erfreuliche Fazit zog jetzt Prof. Hermann Bühlbecker, Alleingesellschafter der Lambertz-Gruppe. Das Unternehmen hat eine Alleinstellung als einziger Anbieter der zentralen, deutschen Traditionsgebäck-Gruppen mit EU-Herkunftsschutz – Aachener Printen,

Nürnberger Lebkuchen und Dresdner Stollen – und ist einer der führenden, deutschen Hersteller von Ganzjahresgebäcken.

Trotz Corona-Krise und den damit verbundenen Turbulenzen am Markt: Stabile Nachfrage und Entwicklung bei klassischen Saisongebäcken sowie im Segment Jahresgebäcke

Mit diesem Ergebnis bestätigt sich auch die positive Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte, dass die Nachfrage nach traditionellen Herbst- und Weihnachtsgebäcken weiterhin auf hohem Niveau konstant ist und auch kaum von kritischen Konjunktur-, Markt- oder Wetterbedingungen beeinflusst wird. „Auch die Corona-Krise mit dem damit verbundenen Problemen und Turbulenzen am Markt konnte diesen Trend nicht stoppen. Zudem haben wir uns frühzeitig und umfassend auf die außergewöhnliche Lage eingestellt, konsequente Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und in allen Unternehmensbereichen, vor allem natürlich in der Produktion, in der Logistik und im Exportgeschäft, flexibel reagiert. Zu keinem Zeitpunkt gab es im Corona-Jahr innerhalb der Lambertz-Gruppe Produktionsausfälle oder Lieferengpässe.

Zum erfreulichen Gesamtergebnis haben sicherlich auch die kühlen Temperaturen in den Herbst- und Wintermonaten 2020 beigetragen, die grundsätzlich eine gesteigerte Verbrauchernachfrage fördern. Zum positiven Gesamtergebnis hat aber auch eine Reihe von Produktneuheiten und Innovationen beigetragen, die wir sowohl im Saison- wie im Ganzjahressegment erfolgreich am Markt etablieren konnten. Zudem war die gestiegene Nachfrage auch eine Folge des Homing-Effekts und der Tatsache geschuldet, dass man sich in bitteren Zeiten gerne etwas Süßes gönnt. Krisengewinnler sind wir aber nicht, da wir in bestimmten Vertriebskanälen, etwa im Süßwarenfachhandel, im Traveller-Markt und im Export, Corona-bedingte Rückgänge zu verzeichnen hatten“, betont der Lambertz-Inhaber.

2021 steht wesentlich auch im Zeichen des 333jährigen Firmenjubiläums. Die Urgründung des Unternehmens geht auf die Bäckerei „Haus zur Sonne“ am Aachener Markt im Jahr 1688 zurück. Gerade ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat Lambertz die Entwicklung der

Aachener Printen – etwa durch neue Herstellungsverfahren der klassischen Kräuterprinte – revolutioniert und vorangetrieben. Später folgten weitere Innovationen – u.a. etwa mit der Erfindung der ersten Printe, die mit Schokolade überzogen wurde, und die sogenannte „Saftprinte“, mit der größere Konsumentenkreise auch außerhalb des Heimatmarktes erschlossen werden konnten.

Die Umsatzausfälle in einigen Vertriebskanälen konnten durch die gestiegene Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel kompensiert werden. Bühlbecker hebt in diesem Zusammenhang vor allem auch hervor: „Die großen Handelsgruppen haben unsere klassischen Herbst- und

Weihnachtssortimente auch in der Saison 2020 wieder in voller Breite hervorragend präsentiert und zudem auch mit bundesweiten Werbekampagnen – etwa mit TV-Clips, Video- Trailern, Plakat- und Social-Media-Aktionen – aufmerksamkeitsstark beworben. Mit dieser

breiten Präsenz im Handel und den damit verbundenen zentralen Werbekampagnen wurden unsere Sortimente wieder deutlich als Kernsegmente im süßen Herbst- und Weihnachtsgeschäft herausgestellt.“

Zentrale Basis der Stabilität und des Erfolges sei aber, dass die klassischen Sortimente unter dem Lambertz-Dach weiterhin wesentliche Säulen des saisonalen Herbst- und Weihnachtsgeschäftes im Süßwarenmarkt darstellen und als originale Traditionsprodukte auch tief im Verbraucherbewusstsein verankert sind. Die klassischen Produktsegmente der Lambertz-Gruppe, original hergestellt in der Printenstadt Aachen, in den Lebkuchenhochburgen Nürnberg sowie Neu-Ulm und in der Stollen-Metropole Dresden, verfügen über eine 100-prozentige

Distribution in Deutschland und sind über sämtliche Vertriebskanäle zu kaufen.

Zudem ist die Lambertz-Gruppe mit ihren Traditionssortimenten auch in den europäischen Nachbarländern – etwa in Österreich und in der Schweiz sowie in Osteuropa – stark vertreten. Zum Plus in der Bilanz 2020/2021 haben auch der gestiegene Umsatz über die eigenen Online-Shopping-Kanäle und der Abverkauf über nationale sowie internationale TV- Verkaufssender beingetragen.

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Handwerks-Konjunktur im Norden von Rheinland-Pfalz erholt sich

Region/Koblenz – Stimmung hellt sich auf trotz Störung bei den Lieferketten – Zahl der Handwerksbetriebe um 400 auf 20.700 gestiegen. Die Einschätzung der Geschäftslage wird in diesem Herbst von vielen Handwerksbranchen wieder deutlich positiver bewertet. Das ergibt sich aus dem jüngsten Konjunkturbericht der Handwerkskammer (HwK) Koblenz unter 2.800 Betrieben. Diese positive Stimmung wird vornehmlich von den Ergebnissen der Bau- und Ausbaubetriebe dominiert. Im Frühjahr 2021 war die Stimmung noch verhaltener: 73 Prozent der befragten Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage als gut und befriedigend. Im Herbst 2021 sehen die Zahlen deutlich besser aus: 92 Prozent beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut und befriedigend. Zum gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 85 Prozent (vor Corona im Herbst 2019: 94 Prozent).

„Damit verzeichnen wir zum Vorjahr ein Plus von sieben Prozent. Das Handwerk hat sich damit grundsätzlich erholt und als krisensicher gezeigt, auch wenn die Bilanz in den verschiedenen Branchen unterschiedlich ausfällt“, kommentieren HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich die vorliegenden Zahlen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Corona-Pandemie über den Winter durch die erreichte Impfquote nicht weiter verstärkt und es zu keinen weiteren einschneidenden betrieblichen Einschränkungen kommt. Dennoch sind auch weiterhin Betriebe verschiedener Bereiche von den Maßnahmen und Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Deutliche Probleme bereitet dem Handwerk zudem das gestiegene Ausmaß der Lieferkettenstörungen bei vielen Rohstoffen, Materialien und Vorprodukten. Trotz allem blicken wir insgesamt optimistisch in die Zukunft und auf die Ergebnisse der aktuellen Befragung. Diese lassen insgesamt auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung hoffen“, so die Kammerspitze.

Für das nächste Quartal erwarten 89 Prozent der befragten Betriebe, dass sich die Geschäftslage verbessert oder zumindest gleichbleibt. Insgesamt ist die Zahl der bei der HwK eingetragenen Handwerksbetriebe in den ersten zehn Monaten des Jahres von 20.300 auf nun ca. 20.700 gestiegen.

„Zutiefst betroffen sind wir von der Flutkatastrophe im Ahrtal, bei der auch sehr viele Handwerksbetriebe zerstört wurden. Viele davon sind gerade dabei ihren Betrieb wieder aufzubauen, um die Geschäftstätigkeit im Herbst oder zum Winter wieder aufnehmen zu können. Diese Betriebe sind bei der aktuellen Konjunkturbefragung nicht berücksichtigt. Hier werden sich die konjunkturellen Auswirkungen erst in den nächsten Monaten zeigen. Neben den Soforthilfen des Landes können von den Betrieben nun seit Ende September die Aufbauhilfen des Landes und des Bundes beantragt werden. Hierzu beraten die Berater der HwK Koblenz die betroffenen Betriebe und bieten Unterstützung in der Beantragung, auch vor Ort in der Ahr-Akademie, an“, geht die HwK auf die besondere Situation des Ahr-Handwerks ein.

Konjunkturergebnisse nach Branchen: Bauberufe melden weiterhin beste Zahlen

Wieder geben die Bau- und Ausbaugewerbe im 3. Quartal 2021 die beste Geschäftslagebeurteilung ab. Von den befragten Betrieben in den Bauhandwerken wie Maurer und Betonbauer, Zimmerer, Dachdecker oder Straßenbauer und von den Betrieben der Ausbauhandwerke wie Tischler, Maler, Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker oder Fliesenleger melden 97 Prozent eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage.

Alle von den befragten Betrieben der Nahrungsmittelhandwerke wie Bäcker, Konditoren, Fleischer geben an, mit ihrer Geschäftslage zufrieden zu sein. Bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf wie Feinwerkmechaniker, Kälteanlagenbauer, Metallbauer, Gebäudereiniger sind es 84 Prozent, 88 Prozent bei den Kfz-Betrieben und 89 Prozent bei den Betrieben der Gesundheitsgewerbe wie Augenoptiker, Zahntechniker, Hörakustiker und Orthopädietechniker, die eine gute oder befriedigende Geschäftslagebeurteilung melden. Die niedrigsten Werte geben weiterhin die personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe wie Friseure, Kosmetiker, Fotografen oder Schuhmacher an. Hier sind die Betriebe am stärksten von den Corona-Maßnahmen betroffen. 77 Prozent der personenbezogenen Dienstleistungsbetriebe beurteilen die Geschäftslage im Herbst 2021 als gut oder befriedigend. Viele der betroffenen Handwerksbetriebe konnten durch die Beantragung der Überbrückungshilfen ihren Liquiditätsengpass abmildern und das Unternehmen weiterführen.

Betriebsauslastung und Umsatzentwicklung verbessert

Die Beurteilung der Betriebsauslastung und Umsatzentwicklung im nördlichen Rheinland-Pfalz hat sich verbessert, einzelne Konjunkturindikatoren tendieren seitwärts oder leicht nach oben. 83 Prozent (Vorjahreswerte in Klammern: 78 %) der Befragten melden, dass sie zu mindestens 70 Prozent ausgelastet sind. Dies liegt zwar noch unter den Werten der Jahre 2019 und 2018, aber wieder auf einem guten Niveau. Der Auftragsvorlauf ist leicht von 10,4 Wochen auf jetzt 11,6 Wochen gestiegen.

Die Ergebnisse der Konjunkturindikatoren „Auftragseingang und Umsatzentwicklung“ liegen im Herbst 2021 ebenfalls über den Vorjahreswerten. Konstante oder gestiegene Werte im Auftragseingang geben 82 Prozent (75 %) der befragten Betriebe an. In den kommenden drei Monaten gehen 86 Prozent (80 %) von einem gleichen oder höheren Auftragseingang aus. 79 Prozent (76 %) der Handwerker melden aktuell höhere oder gleiche Einnahmen. Für das nächste Quartal gehen 85 Prozent (72 %) von einer stabilen oder positiven Umsatzentwicklung aus. Der Preisdruck für die Betriebe ist aufgrund der Materialengpässe stark angestiegen. Diese können derzeit nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden. Aktuell berichten 87 Prozent (34 %) über steigende Einkaufspreise, 48 Prozent können höhere Verkaufspreise bei ihren Kunden durchsetzen (16 %).

Investitionsbereitschaft und Beschäftigungssituation stabil

Das Investitionsklima im Kammerbezirk Koblenz bleibt auf einem guten Niveau. Derzeit investieren 54 Prozent (57 %) der befragten Betriebe eine durchschnittliche Summe von 34.000 Euro (29.000 Euro). In der aktuellen Umfrage geben 82 Prozent (72 %) der Unternehmen höhere oder gleich hohe Investitionen an. In den nächsten drei Monaten planen 74 Prozent (61 %) der Befragten Investitionen in mindestens gleicher Höhe wie im Vorquartal vorzunehmen. Hierin sind auch Investitionen der Handwerker in die zunehmende Digitalisierung enthalten, um die Arbeitsabläufe im Handwerk weiter zu modernisieren oder zu automatisieren und den Mitarbeitern mobiles Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen. Hierzu gibt es interessante Zuschussprogramme des Landes. Die Digitalisierungsberater der HwK Koblenz informieren Mitgliedsbetriebe kostenfrei zu diesen Themen.

Im Personalbereich nehmen in diesem Herbst 71 Prozent (72 %) der Befragten keine Veränderungen vor, 18 Prozent (17 %) stellen Mitarbeiter ein, 11 Prozent (11 %) nehmen Entlassungen vor. Im kommenden Quartal planen 77 Prozent (80 %) keine personellen Veränderungen vorzunehmen, 10 Prozent (10 %) befürchten, Stellen abbauen zu müssen, 13 Prozent (10 %) der Befragten möchten zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Beratungsangebot der HwK Koblenz

Mit passgenauen Beratungsleistungen unterstützt die HwK ihre Mitgliedsbetriebe, ob in betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen, technologischen Transformationsprozessen, Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen, Verstärkung der Nachhaltigkeit oder zu den aktuellen Themen rund um die Corona-Richtlinien und die Hochwasserhilfen.

Informationen zu Einzelheiten der Herbstbefragung 2021 bei der Handwerkskammer Koblenz,
Tel. 0261/ 398-251, beratung@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de

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Julian Haas aus Mayen aktiv bei „Zukunft Dachdecker“

Wittlich/Prüm/Mayen/Zeltingen-Rachtig – Starkes Dachdeckerhandwerk hilft und bildet aus. Auch drei Monate nach der Flutkatastrophe ist das Ereignis präsentes Thema in allen Zusammenkünften der Handwerker. So auch bei der Jahreshauptversammlung der Dachdecker-Innung Bernkastel-Wittlich Anfang Oktober in Zeltingen-Rachtig.

Obermeister der Innung, Markus Berg aus Erden, und der Geschäftsführer vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz, Andreas Unger, informierten die Mitglieder über die Hilfen, die den zwölf betroffenen Dachdeckerbetrieben im Verbandsgebiet zuteilgeworden war. Neben den finanziellen Unterstützungen durch den Verband war insbesondere die Hilfe unter den Handwerkskollegen bemerkenswert, resümierten Berg und Unger. Zudem beschlossen die anwesenden Mitglieder, den Fluthilfe-Spendentopf der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, Geschäftsstelle der Innungen, mit einem Betrag von 3.000 Euro zu stärken.

Gestärkt wird zukünftig auch die Nachwuchsgruppe „Zukunft Dachdecker“ des Verbandes um Julian Haas aus Mayen. Haas ist junger Dachdeckermeister bei Berg Dach und Schiefer aus Erden. Zusammen mit über 30 jungen Dachdeckerkolleginnen und Kollegen aus ganz Rheinland-Pfalz wollen sie jungen Menschen vermitteln, wie toll ihr Beruf ist und warum sie tun, was sie tun. Hierzu sind die Dachdeckerbotschafter aktiv auf Ausbildungsmessen präsent und stehen auch für direkte Kontakte von Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Über die Website www.zukunft-dachdecker.de und deren Facebook-Seite sind die Botschafter online erreichbar. Erfahrene Unterstützung hat Haas dabei von seinen Fachkollegen aus dem Innungsbetrieb Oster Dach und Holzbau aus Bernkastel-Kues. Die jungen Geschäftsführer Madeleine Peterson-Oster, Zimmerer- und Dachdeckermeisterin und Holzbauingenieurin, und ihr Bruder Laurin Oster, Zimmerer- und Dachdeckermeister, sind schon lange aktiv bei „Zukunft Dachdecker“.

Weitere Tagesordnungspunkte waren verschiedene Wahlen. Obermeister Berg wurde zum neuen Innungsbeauftragten für den Bereich Technik beim Fachverband gewählt. Neuer Lehrlingswart ist Eugen Ziegenhagel aus Morbach-Haag, Meister beim Morbacher Holzbaubetrieb Anton. Abgerundet wurde der Abend durch zwei Fachvorträge. Eingeladen waren dazu Wolfgang Gerhard von der Signal-Iduna zum aktuellen Thema Elementarversicherung, Inhaltsversicherung und Betriebsunterbrechungsversicherung.

Für den Bereich Technik sprach der Sachverständige Frank Herbert zum Thema Leckagen im Dachbereich und gab wichtige Informationen zur Vermeidung von Baumängeln. „Die Innungsversammlungen sind für unsere Mitglieder wertvoll investierte Zeit. Es ist nicht nur der Austausch von Informationen, sondern auch eine Bereicherung an Fachwissen. Zudem werden bei den Versammlungen die Weichen für die zukünftige Ausrichtung der Innung gelegt“, sagt Dirk Kleis, Geschäftsführer von 22 regionalen Handwerksinnungen unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region. „Wir empfehlen allen Mitgliedern, die Versammlungen zu besuchen und ihr Mitspracherecht zu nutzen und ihre Ideen einzubringen. So gestalten wir lebendiges Handwerk.“

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RLP Ministerin Schmitt: Innovationspreis sucht die besten Ideen – Sonderpreis für den Fahrzeugsektor

Region/Mainz – Der Wettbewerb um den Innovationspreis Rheinland-Pfalz geht in eine neue Runde. Bereits zum 34. Mal wird der Preis ausgeschrieben. Die Bewerbungsphase für den Innovationspreis 2022 startete am gestrigen Freitag, den 15. Oktober 2021.

„Fortschritt lebt von den besten Ideen und genau die suchen wir beim Innovationspreis. Wir alle profitieren davon, wenn Menschen bereit sind, ein Vorhaben mit Leidenschaft, Unternehmergeist und Mut voranzutreiben“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsministerin Daniela Schmitt, die in diesem Jahr einen Sonderpreis mit speziellem Schwerpunkt auslobt. „Gerade im Bereich der Mobilität bieten neue Technologien große Chancen, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen.“ So brauche man für „einen klimafreundlichen Verkehr klimaschonende Antriebe – von der Elektromobilität, bis hin zum Wasserstoffantrieb oder dem Einsatz alternativer Kraftstoffe“.

Schmitt lädt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen in Rheinland-Pfalz ein, sich an der diesjährigen Ausschreibung in den Kategorien Unternehmen, Handwerk, Kooperation und Industrie zu beteiligen. Der Sonderpreis der Wirtschaftsministerin rückt moderne Mobilität in den Fokus. Das übergeordnete Thema lautet: „Digitalisierung von Fahrzeugen – Digitale Innovationen für PKW, LKW und mobile Anwendungen in Industrie und Landwirtschaft“. In dieser Kategorie werden Technologieunternehmen ausgezeichnet, die mit innovativen Digitalisierungslösungen den Einsatz und die Nutzung von Fahrzeugen effizienter, effektiver oder sicherer machen. Der Sonderpreis richtet sich sowohl an Fahrzeughersteller als auch an entsprechende Zulieferunternehmen. Der Fahrzeugbegriff schließt dabei alle mobilen Anwendungen wie z.B. PKW, LKW, Busse, Land- oder Baumaschinen mit ein.

Der Innovationspreis Rheinland-Pfalz ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau zusammen mit den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern ausgelobt. Die Ausschreibung für den Innovationspreis 2022 läuft bis zum 15. November 2021. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen die ihren Firmensitz/Standort in Rheinland-Pfalz haben und dort innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln, fertigen, einsetzen und vermarkten. Interessenten können sich online unter www.innovationspreis.rlp.de informieren und bewerben.

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„EEG-Umlage 2022 sinkt auf den niedrigsten Stand seit 10 Jahren“

Region/Berlin – Gestern haben die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2022 bekanntgegeben: Die EEG-Umlage wird von derzeit 6,5 ct/kWh ab Januar 2022 auf 3,723 ct/kWh abgesenkt. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die EEG-Umlage um 2,8 ct/kWh bzw. 43 Prozent.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die EEG-Umlage 2022 liegt auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren. Die Erneuerbaren Energien werden gegenüber fossilen Energieträgern immer wettbewerbsfähiger. Gerade in Zeiten, in denen die Weltmarktpreise von Gas, Öl, Kohle steigen, ist die stark gesunkene EEG-Umlage eine gute und wichtige Nachricht für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland wie auch für die Wirtschaft, vor allem den Mittelstand. Ich sage aber deutlich: Auf diesem Niveau dürfen wir mit der EEG-Umlage nicht stehenbleiben. Die gesunkene EEG-Umlage 2022 darf nicht als Einmaleffekt verpuffen. Wir müssen die EEG-Umlage so schnell wie möglich komplett abschaffen, um gerade in der aktuellen Lage zu Entlastungen zu kommen.“

Gründe für den starken Rückgang der EEG-Umlage sind zum einen die gestiegenen Einnahmen des EEG-Kontos durch gestiegene Börsenstrompreise und zum anderen die Bundeszuschüsse, die auch in 2022 dazu kommen. Durch die gestiegenen Börsenstrompreise sind die Vermarktungserlöse für den Erneuerbaren Strom gestiegen und reduzieren den Förderbedarf erheblich. Wie im vergangenen Jahr wird die Umlage auch durch einen Bundeszuschuss gesenkt. Über Einnahmen aus der nationalen CO2-Bepreisung und dem Konjunkturpaket hat das EEG-Konto im laufenden Jahr 2021 einen Zuschuss von 10,8 Mrd. Euro erhalten. In 2022 erhält die EEG-Umlage einen Bundeszuschuss von 3,25 Mrd. Euro aus der nationalen CO2-Bepreisung.

 

 

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Kämpfernatur, Rollifahrer, Teamplayer – HWK zeichnet Adam Krapp aus Pluwig zum Lehrling des Monats aus

Region/Trier – Als Adam Krapp erfährt, dass die Handwerkskammer ihn zum „Lehrling des Monats“ ausgewählt hat, ist er ganz aus dem Häuschen: „Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet! Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung!“ Präsident Rudi Müller würdigte den angehenden Kaufmann für Büromanagement heute in der HWK. Mit dem Titel ehrt die Kammer junge Persönlichkeiten, die in ihrer Ausbildung ein Vorbild für andere Lehrlinge sind. Und das ist der 23-Jährige Adam – wie kaum ein anderer!

Schon in der Kindheit lernt er, sich durchzukämpfen und eine enorme Herausforderung zu meistern: Adam kommt mit einer spastischen Zerebralparese auf die Welt. Sein Nerven- und Muskelsystem funktioniert nur eingeschränkt. Er kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen und ist auf Hilfe angewiesen. Regelmäßig muss er zur Physiotherapie. Im Berufsalltag braucht er persönliche Assistenz. Auch beim Sprechen benötigt Adam seine Zeit. Diese besonderen Lebensumstände halten ihn jedoch nicht davon ab, Karriere zu machen. Nach elf Jahren Förderschule startet er durch, wechselt auf die Moseltal Realschule plus, danach auf die Integrierte Gesamtschule in Trier. Mit dem Abitur in der Tasche sucht er nach einer passenden Lehrstelle.

Schon damals machen ihm Schreibarbeiten am PC Spaß, Word und Excel sind sein Ding. Das kommt ihm zugute, muss er doch im Leben vieles digital erledigen – von Schulaufgaben bis hin zu Förderanträgen, die im Zusammenhang mit seiner Einschränkung häufig anfallen. Durch eine Stellenanzeige bei der Agentur für Arbeit wird der junge Mann auf die Ausbildung bei der HWK aufmerksam. „Neben dem Stellenprofil hat mich besonders das Leitbild der Kammer angesprochen“, erinnert er sich. „Denn dort wird der Teamgedanke großgeschrieben. Und ich bin gerne Teil eines Teams!“ Ein gutes Gespann waren Adam und sein jüngerer Bruder schon als Schüler beim Austragen von Werbezeitungen in ihrem Heimatdorf: „Die Blättchen haben wir in meinem Rollstuhl transportiert, und Artur steckte sie in die Briefkästen. So zogen wir zusammen durch Pluwig.“

Ein Teamplayer ist Adam auch im Umgang mit seinen Arbeitsassistenten von den Johannitern – meistens Lisa oder Marius. Sie gehen ihm im Büro zur Hand. „Da sage ich dann ganz oft ‚wir‘ anstatt ‚ich‘.“ Derzeit arbeitet Adam in der HWK-Wirtschaftsförderung. Serienbriefe und Tabellen zu erstellen, gehört zu seinen Lieblingsaufgaben: „Am liebsten schreibe ich Anlagenverzeichnisse, also Aufzeichnungen über das Anlagevermögen von Unternehmen.“ Sehr stolz ist er auf die Gestaltung einer Stellenanzeige im Kammerdesign inklusive Gruppenfoto des HWK-Azubiteams. In diesem Stil bewirbt die HWK jährlich auf Social Media den potenziellen Nachwuchs. „Für dieses Projekt habe ich viel Anerkennung erhalten“, freut sich Adam.

Der Lehrling im dritten Ausbildungsjahr wird in der HWK seinen Fähigkeiten entsprechend gefordert und gefördert: „Ich erledige meine Aufgaben so gut es geht und in meinem eigenen Tempo. Wenn ich helfen kann, ist das ein echt gutes Gefühl. Und eine Genugtuung, weil ich selbst so oft auf Unterstützung angewiesen bin.“ Am Ende liefert Adam in der Regel Top-Ergebnisse ab, denn hinter seinem optimistischen und offenen Wesen steckt ein kluger Kopf. Das beweist auch seine Zwischenprüfung mit der Note „sehr gut“.

Adam mag es, Neues zu lernen und den Dingen auf den Grund zu gehen: „Es ist wirklich faszinierend, wie eine Verwaltung und eine Kammer funktionieren. Wer wissbegierig und ausdauernd ist, sich weiterentwickeln möchte und gerne am PC arbeitet, dem empfehle ich eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement.“ Vor allem auch jenen, die in seiner Situation sind: „Macht Euren Weg und lasst Euch nicht davon abhalten, auf dem primären Arbeitsmarkt Fuß zu fassen!“, sagt Adam, der gerne Rap hört und bei den Trierer Dolphins Rollstuhlbasketball spielt. „Und wenn Ihr im Leben mal scheitert: Hauptsache, Ihr habt es probiert! Ich musste auch Niederlagen einstecken und bin immer wieder aufgestanden. Daraus habe ich gelernt. Schmiedet an Eurem Glück: Irgendwann funktioniert’s!“

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Kreis Düren zeigt Zukunfts-Projekte auf Immobilien-Messe Expo Real

Düren – Der Kreis Düren wächst – gemeinsam mit seinen 15 Kommunen. Die Einwohnerzahl soll in den nächsten Jahren von derzeit gut 270.000 auf 300.000 steigen. „Wir sind innovativ, familienfreundlich und modern“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn auf der größten Immobilienmesse Europas, der Expo in München. Der Kreis Düren präsentierte sich dort einem internationalen Publikum und potenziellen Investoren unter anderem mit einem „Meisterklasse“-Workshop, auf dem verschiedene Zukunftsprojekte vorgestellt wurden.

„Unser Wachstum richtet sich aber nicht nur nach Zahlen, sondern soll vor allem nachhaltig sein“, betonte der Landrat. Wichtig sind Klimaschutz, Digitalisierung und Bildung sowie attraktive Arbeitsplätze und Freizeitangebote. Seit langem setzt der Kreis Düren deshalb auf das Innovationsthema Wasserstoff, das Dr. Martin Robinius (Umlaut Energy GmbH) vorstellte. Der Wissenschaftler bezog sich unter anderem auf eine Studie, die belegt, dass mit der Wasserstoff-Produktion und -nutzung allein bis 2035 knapp 800 neue Jobs im Kreis entstehen werden.

Dr. Bernhard Hoffschmidt stellte das innovative Gewerbegebiet Brainergy Park vor, das unter anderem ein Gründer-Zentrum und ein Start Up-Village erhalten wird. Der Geschäftsführer der Brainergy Park GmbH nahm einen 6,3 Millionen Euro schweren Scheck von Christoph Dammermann entgegen, dem Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium.

„Dies zahlt ein auf einen gelingenden Strukturwandel“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn auf der Expo in München, an der auch viele Bürgermeister aus dem Kreis Düren die Gelegenheit nutzten, mit Investoren und Projektentwicklern Gespräche zu führen. „Wichtig ist dabei ein Schulterschluss zwischen dem Kreis, seinen Kommunen und der Region.“

Jürgen Frantzen, der Bürgermeister von Titz, präsentierte beim „Meisterklasse“-Workshop des Kreises Düren das Primus-Quartier, das „modern, innovativ und familienfreundlich wird“. Geplant ist unter anderem ein neues Baugebiet, ein Bildungs-Campus mit Primus-Schule und eine Gemeinde-Kita.

Merzenichs Bürgermeister Georg Gelhausen stellte das Projekt „Alt-Morschenich vor“, aus dem nun ein „Ort der Zukunft“ werden soll. Es geht um Agrar- und Klimazukunft, Forschungslabore, Start-Ups, Bildungseinrichtungen und innovative Wohnformen, aber auch um neue Anbaumethoden.

Dürens Bürgermeister Frank-Peter Ullrich präsentierte mit dem Beigeordneten der Stadt, Thomas Hissel, das geplante neue Stadtviertel am Bahnhof. Dabei geht es um aktiven Klimaschutz und ressourcenschonendes Bauen. Kern ist das „Innovation Center“, ein zukunftsweisendes Gründer- und Technologiezentrum mit einem Coworking-Space.

„Man sieht, wie viele gute Ideen und Kreativität den Kreis Düren mit seinen Kommunen auszeichnen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Ich bin sicher, dass wir unter diesen Vorzeichen den Strukturwandel für die Menschen in der Region äußerst positiv gestalten können.“

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„Ganzheitliches Coaching in der Flutregion“

Ahrweiler/Region/Mainz – Projekte helfen arbeitssuchenden Menschen, um veränderten Alltag zu bewältigen. „Das verheerende Unwetter Mitte Juli 2021 hat das Ahrtal in einem unbeschreiblichen Ausmaß getroffen. Viele Menschen haben ihre komplette Existenz verloren, Wohnungen und Häuser sind nicht mehr bewohnbar und die normalen Dinge des Alltags funktionieren nicht mehr in der gewohnten Form. Das alles hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Um die betroffenen arbeitssuchenden und arbeitslosen Menschen bei der Bewältigung des veränderten Alltags zu unterstützen, haben wir gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Mayen-Koblenz und dem Jobcenter Ahrweiler die beiden Projekte ,Ganzheitliches Coaching in der Flutregion‘ initiiert“, so Arbeitsminister Alexander Schweitzer. Die Projekte starten am Freitag, 15. Oktober.

Sie haben zum Ziel, die Wohn- und Lebenssituation der Teilnehmenden zu verbessern, damit die Beschäftigungsaufnahme erleichtert wird. Die Belange der Teilnehmenden werden dabei ganzheitlich in den Blick genommen, von der Sicherung der Grundversorgung zur Alltagsbewältigung bis hin zur Entwicklung einer beruflichen Perspektive oder Neuorientierung. Die Unterstützung umfasst unter anderem die Beschaffung weggeschwemmter Ausweisdokumente, die Suche nach einer neuen Wohnung oder die Erstellung neuer Bewerbungsunterlagen. Die Coaches fungieren dabei als Lotsen zu bestehenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Da die Mobilität der Teilnehmenden durch zerstörte Fahrzeuge, defekte Straßen und fehlende Verkehrsanbindungen stark eingeschränkt ist, erfolgt das Coaching einerseits in aufsuchender Arbeit, andererseits kann es in einem Büro vor Ort oder in digitaler Form stattfinden.

Die Projekte richten sich an die von der Flut betroffenen arbeitssuchenden und arbeitslosen Menschen aus dem Ahrtal, die dem Rechtskreis SGB III oder SGB II angehören und unabhängig davon, wie lange sie Leistungen beziehen. Umgesetzt werden die bis Ende 2022 laufenden Projekte von den Projektträgern GFBI GmbH und rm competence gmbH. Beide sind erfahrene Träger bei der Durchführung arbeitsmarktpolitischer Projekte des Landes sowie der Agentur für Arbeit und des Jobcenters vor Ort. Die Gesamtkosten der Projekte in Höhe von rund 390.000 Euro werden aus Landesmitteln, Mitteln der Agentur für Arbeit Mayen-Koblenz und Mitteln des Jobcenters Ahrweiler finanziert. Dabei trägt das Land einen Anteil in Höhe von rund 275.000 Euro. So können die Coachings für Betroffene kostenlos angeboten werden.

„Da der Landkreis Ahrweiler durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt bereits zum Teil etwas stärker betroffen war als die übrigen Landkreise in Rheinland-Pfalz, freut es mich umso mehr, dass es gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter vor Ort gelungen ist, ein rechtskreisübergreifendes Projekt auf die Beine zu stellen, das den Betroffenen vor Ort hilft, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen“, sagte Schweitzer.

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Selbständige können ab heute Neustarthilfe Plus für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 beantragen

Region/Berlin – Von der Corona-Pandemie betroffene Soloselbständige können ab heute Direktanträge auf die bis zum Jahresende verlängerte Neustarthilfe Plus für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 stellen. Sie können damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unter­stützung für diesen Zeitraum erhalten. Die Antragsstellung erfolgt über die bekannte Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Auch die Förderbedingungen sind in Form von umfassenden FAQ-Listen auf dieser Website veröffentlicht. Die Antragstellung für die verlängerte Neustarthilfe Plus für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, die ihre Anträge über prüfende Dritte einreichen, wird gesondert bekannt gegeben. Diese Anträge können ab Anfang November gestellt werden.

Die bis Jahresende verlängerte Neustarthilfe Plus ist inhaltlich unverändert zur Neustarthilfe Plus für die Monate Juli bis September 2021 und führt die guten und bewährten Förderbedingungen fort. Antragsberechtigt für die Direktantragstellung Neustarthilfe Plus, die heute startet, sind – wie auch bislang – Soloselbständige mit oder ohne Personengesellschaften sowie weitere Personengruppen, wie sogenannte kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten und unständige Beschäftigte. Voraussetzung ist insbesondere, dass die Selbständigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird und dass höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigt wird.

Auch die verlängerte Neustarthilfe Plus wird als Vorschuss ausgezahlt. Bei der Endabrechnung müssen Antragsteller dann die Umsatzeinbußen darlegen und nachweisen. Wenn sie im Förderzeitraum Juli bis September bzw. Oktober bis Dezember 2021 Umsatzeinbußen von über 60 % im Vergleich zum Referenzumsatz 2019 zu verzeichnen haben, können Sie den Zuschuss in voller Höhe behalten. Fallen die Umsatzeinbußen geringer aus, wird die Neustarthilfe Plus mit der Endabrechnung (anteilig) gekürzt und ist dann gegebenenfalls anteilig bis zum 30. September 2022 zurückzuzahlen.

Soloselbständige, die bereits die Neustarthilfe Plus für die Monate Juli bis September 2021 erhalten haben, und weitere Hilfe benötigen, können bis 31. Dezember 2021 einen neuen Antrag für die Monate Oktober bis Dezember 2021 stellen. Das geht sehr einfach: Wenn sich keine weiteren Änderungen ergeben haben, genügt dazu ein Klick im Antragssystem.

Praxistipp: Wichtig ist, dass die im Antrag angegebene Kontonummer fehlerfrei eingegeben wird und dass diese mit der Kontonummer übereinstimmt, die beim Finanzamt hinterlegt ist. Bei Anträgen mit abweichenden Kontonummern kommt es im Verfahren der Bewilligungsstellen, das Ende des Monats beginnt, immer wieder zu Rückfrageschleifen und damit zu Verzögerungen bei der Auszahlung. Daher empfiehlt es sich bei Eingabe der Kontonummer besonders sorgfältig vorzugehen und die beim Finanzamt hinterlegte Kontonummer einzugeben.

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Globus-Gruppe spendet 20.000 Euro zur Unterstützung der Ahr-Winzer

St. Wendel/Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Globus-Gruppe spendet 20.000 Euro an den Verein AHR – A wineregion needs Help for Rebuilding. Am heutigen Dienstag überreichten Steffen Schmidt, bei Globus Leiter Sortimentsmanagement, und Alexander Woll, Sortimentsmanager Deutsche Weine, stellvertretend für die Globus-Gruppe den symbolischen Spendenscheck an die Vertreter des Vereins.

„Die Folgen des Hochwassers an der Ahr haben uns tief bestürzt und wir können uns kaum vorstellen, welche Nöte die Winzer aktuell durchmachen, die in der Region vielfach ihre ganze Existenzgrundlage verloren haben. Weine spielen in unseren Globus-Märkten schon immer eine große Rolle, es war uns deswegen ein besonderes Anliegen, uns für den Wiederaufbau der Weingüter in der Region einzusetzen“, sagte Steffen Schmidt, Leiter Sortimentsmanagement Food Trocken bei Globus, anlässlich der Übergabe des Spendenschecks.

Globus unterstützt zudem die Aktion „SolidAHRität“ und verkauft in seinen SB-Warenhäusern 10.000 Flaschen des „SolidAHRweins“. Pro verkaufter Flasche gehen so vier Euro ebenfalls an den Verein AHR – A wineregion needs Help for Rebuilding. Als lokaler Partner hatten die Globus SB-Warenhäuser und Globus Baumärkte bereits ab den ersten Stunden nach der Flut schnell und unkompliziert Ersthilfe geleistet und Flutopfern und Helfern mit Lebensmittel-, Sachspenden und Einkaufsgutscheinen unter die Arme gegriffen.

Um langfristig den Wiederaufbau der Infrastruktur in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten zu fördern, spendet die Globus-Gruppe nun zusätzlich 500.000 Euro an gemeinnützige Organisationen. Davon gehen 150.000 Euro an das Marien-Hospital Erftstadt, 100.000 Euro an den Verein Leben mit Autismus e.V, 80.000 Euro an den Förderverein der Kita Salmtal e.V., 75.000 Euro an den VfB Blessem e.V., 75.000 Euro an den SSV Rot-Weiß Ahrem von 1960 e.V. und 20.000 Euro an den Verein AHR – A wineregion needs Help for Rebuilding e.V..

Über Globus
Vor über 190 Jahren von Franz Bruch im saarländischen St. Wendel als Kolonialwarenladen gegründet, führt Matthias Bruch als geschäftsführender Gesellschafter das Familienunternehmen Globus bereits in sechster Generation. Heute betreibt die Globus-Gruppe neben 50 SB-Warenhäusern in Deutschland 96 Globus Bau- und Elektrofachmärkte sowie 32 Globus Hypermärkte in Tschechien und Russland. In seinen deutschen SB-Warenhäusern beschäftigt Globus derzeit rund 19.000 Mitarbeiter und gehört mit einem Umsatz von 3,38 Mrd. Euro (2019/2020) innerhalb der deutschen Handelslandschaft zu den „Kleinen unter den Großen“. Damit unterscheidet sich Globus aber auch von den typischen Filialisten: Ein Globus-Markt kommt nicht von der Stange, sondern ist zugeschnitten auf die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen in der jeweiligen Region. Frische Qualität und Eigenproduktion stehen dabei im Fokus. In den Globuseigenen Meisterbäckereien, Fachmetzgereien und Restaurants bereiten die Mitarbeiter täglich eine Vielzahl an Lebensmitteln selbst von Hand zu. Regionale und lokale Partnerschaften spielen bei Globus eine zentrale Rolle: Jeder Markt arbeitet mit bis zu 100 Produzenten und Handwerksbetrieben aus der Region zusammen. Soziales Engagement, wie die Unterstützung von Vereinen, Schulen und sozialen Einrichtungen sowie die Zusammenarbeit mit den regionalen Tafeln, ist für die Globus-Märkte selbstverständlich.