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Betriebsbesuch bei Brohl Wellpappe gibt Einblicke in Produktions-Prozesse

Region/Mayen-Koblenz – Brancheninitiative der WFG vernetzt Unternehmen in der Region. Mit interessanten Betriebsbesuchen setzt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein (WFG) in ihrer Brancheninitiative Verpackung-Logistik regelmäßig Impulse für aktuelle Themen und gute Netzwerkarbeit zwischen Unternehmen in der Region. Beim jüngsten branchenübergreifenden Best-Practice hat die WFG zur Besichtigung des Unternehmens Brohl Wellpappe geladen, an der viele Interessierte teilnahmen.

Die Brohl Wellpappe GmbH & Co. KG steht mit ihrer 240-jährigen Tradition für hochwertige Verpackungen und Displays aus Wellpappe und Vollpappe. Gemeinsam mit seinen Kollegen präsentierte der geschäftsführende Gesellschafter Maximilian Boltersdorf den Teilnehmenden das Unternehmen sowie den neuen Webshop und gab Einblicke in die Produktion und den Einsatz einer neuen industriellen Digitaldruckmaschine. Mit dieser Investition in die Erweiterung der Produktionsprozesse und -möglichkeiten erfolgte für Brohl Wellpappe der Einstieg in eine neue Technologie. Um die beeindruckenden Ergebnisse, die die Maschine mit sich bringt, zu veranschaulichen, wurde zu Beginn der Veranstaltung ein Gruppenfoto aufgenommen, das anschließend mittels Digitaldruck für jeden Gast auf Wellpappe verewigt wurde.

Des Weiteren wurden den Teilnehmenden die nachgelagerten Produktions- und Logistikprozesse vorgestellt, die mithilfe von Robotik digitalisiert und automatisiert wurden. Insbesondere bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten können die Mitarbeiter so durch den Einsatz von Robotern entlastet werden. Am Ende des Tages hatten die Teilnehmenden den Weg von der Entstehung der Wellpappe bis hin zu einem fertigen Karton, wie man ihn aus dem Handel kennt, kennengelernt.

Die Brancheninitiative Verpackung-Logistik ist durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein initiiert worden, nachdem im Jahre 2008 im Rahmen einer Branchenanalyse eine Verdichtung von Verpackungs- und Logistikunternehmen in der Region festgestellt worden war. Seither organisiert die WFG erfolgreich Betriebsbesuche sowie Fachveranstaltungen, um die Vernetzung der Unternehmen, den Know-How-Transfer und die Verbesserung der Wertschöpfung in der Region zu fördern.

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Neues Verfahren im 3D-Metalldruck – Firma Lightway aus Niederzissen ausgezeichnet

Niederzissen/Ahrweiler/Mainz – Die Firma Lightway aus Niederzissen ist bei der Verleihung des Innovationspreises des Landes Rheinland-Pfalz 2022 ausgezeichnet worden. Für die Entwicklung eines neuen Verfahrens im 3D-Metalldruck erhielt das Unternehmen den Anerkennungspreis in der Kategorie „Handwerk“. Stellvertretend für das Unternehmen nahmen die Geschäftsführer Pascal Schäfer und Thomas Hilger die Auszeichnung von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt entgegen.

Das Unternehmen hat ein intelligentes und modulares Ventilgehäuse aus 3D-Metalldruck entwickelt, das nach individuellen Vorgaben der Kunden mit unterschiedlichen Funktionen ausgestattet werden kann. Mehrere im Ventil angebrachte Sensoren überprüfen diese Funktionen. Die Herstellung der Ventilgehäuse funktioniert schnell und einfach: Der Kunde definiert, was das Ventil leisten soll. Das Ventilgehäuse wird dann auf Basis eines 3D-Datensatzes digital konstruiert und ressourcenschonend produziert. Das Ventil besteht aus einem Stück. Damit entfällt die Montage und auch die Beschaffung und Reinigung wird erleichtert. Die Herstellung kleiner und großer Stückzahlen ist wegen des 3D-Druckverfahrens leicht realisierbar. Landrätin Cornelia Weigand zeigte sich beeindruckt von der 3D-Innovation und gratulierte der Firma Lightway GmbH zu dieser Auszeichnung.

Dier Innovationspreis Rheinland-Pfalz wird vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau zusammen mit den Landes-Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammer ausgelobt. Ziel ist, Unternehmen in Rheinland-Pfalz zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen anzustoßen und eine schnellere und verbesserte Chancen auf dem Markt zu ermöglichen.

Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr bereits zum 34. Mal vergeben. Der Innovationspreis Rheinland-Pfalz zählt damit zu einem der ältesten Innovationspreise in Deutschland.

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Hotel aus dem Ahrtal startet nach Flut als EIFEL Gastgeber durch

Altenahr/Prüm – Im Herzen des schönen Ahrtals gelegen ist auch das Hotel Ruland in Altenahr nicht von der zerstörerischen Flut im letzten Sommer verschont geblieben. Umso schöner ist es, dass Familie Carnott und ihre Angestellten nun als erstes Hotel im Ort am 05. August 2022 wieder offiziell ihre Türen öffnen werden, und das als neuer Gastgeber der Regionalmarke EIFEL.

Das Team ist startklar für die Gäste. Foto: Hotel Ruland

Das Pre-Opening fand bereits Mitte Juli statt – und das mit Erfolg. „Das Hotel war während des ersten Wochenendes sofort ausgebucht mit treuen Stammgästen, die sich freuten uns wieder im Ahrtal besuchen zu können. Nun folgt Anfang August die offizielle Eröffnung des Restaurants für Tagesbesucher und hungrige Gäste. Wir freuen uns riesig, dass es endlich wieder losgeht“, so Andreas Carnott, Inhaber des Hotel Ruland.

Das Restaurant sowie große Teile des Hotels wurden seit letztem Sommer komplett saniert und modernisiert. So entstanden eine neue an das Restaurant angrenzende Terrasse sowie ein Bier- bzw. Weingarten direkt an der Ahruferpromenade. Das Hotel wurde unter anderem um eine bereits geplante Saunalandschaft im Dachgeschoss erweitert. Mehrere Saunen und ein großzügiger Ruheraum mit Außenterrasse laden zur Entspannung und Erholung ein. Bei der Sanierung legte Familie Carnott viel Wert auf die Verwendung heimischer Hölzer und Materialien und schaffte somit ein stilvolles Ambiente. Echtholz und ein Kaminfeuer im Restaurant- und Loungebereich sorgen für ein angenehmes Wohlfühlklima.

Ab dem 1. August ist das Hotel Ruland zertifizierter EIFEL Gastgeber. „Diesen Schritt wollten wir schon länger gehen und freuen uns, dass wir uns nun pünktlich zur Wiedereröffnung unseres Hauses EIFEL Gastgeber nennen dürfen“, so Inhaber Andreas Carnott. Dazu Markus Pfeifer, Geschäftsführer der Regionalmarke EIFEL: „Auch die Regionalmarke freut sich, mit dem Hotel Ruland einen weiteren Top-Betrieb in unserem Qualitätsnetzwerk begrüßen zu dürfen. Wir sind tief beeindruckt von der Kraft und dem Mut mit dem die Familie Carnott ihr Haus wieder aufgebaut hat und wünschen einen gelungenen Neustart.“

Das Hotel ist seit 1870 in Besitz der Familie Carnott und wird nun schon in 5. Generation mit viel Herzblut geführt. Auch die 6. Generation steht schon bereit, den Betrieb in ferner Zukunft fortzuführen. Unterstützt werden Sie dabei von ihren treuen Mitarbeitern. Diese sind nach der Flut alle im Betrieb geblieben und haben beim Wiederaufbau mitgeholfen. Gemeinsam freuen Sie sich auf den Neustart und auf alte und neue Gäste. „Dabei legen wir viel Wert auf familiäre Gastfreundschaft. Es wird ‘Qualität mit Persönlichkeit‘ geboten“, so Andreas Carnott.

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Staat kann nicht alle Härten im Fall einer Gaskrise auffangen

Region/Berlin – In der aktuellen Diskussion um die Folgen eines drohenden dauerhaften und weitgehenden Stopps russischer Gasimporte nach Deutschland spricht sich der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) für ausgewogene wirtschaftspolitische Entscheidungen aus. „Forderungen nach allumfassenden Entlastungen von den hohen Energiepreisen sind verständlich, aber vom Staat angesichts der begrenzten Haushaltsmittel nicht finanzierbar“, so BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin.

Es sei sinnvoll, einkommensschwache Haushalte im Fall weiter steigender Gaspreise gezielt mit Transferzahlungen zu unterstützen. Eine vollständige staatliche Kompensation sei jedoch auch wegen der erwünschten Lenkungswirkung der Preise kontraproduktiv, ebenso wie ein möglicher Gaspreisdeckel. „Neben einer klugen Strategie Deutschlands und Europas für eine stärkere Unabhängigkeit bei Energieimporten und dem gezielten Einsatz alternativer Energien ist Energiesparen das Gebot der Stunde, auch um einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, so Martin.

Ein weitreichender Gaslieferstopp treffe die deutsche Wirtschaft in einer bereits schwierigen Lage. Der aktuellen Konjunkturprognose des BVR zufolge haben die gesamtwirtschaftlichen Auftriebskräfte zuletzt merklich nachgelassen. Schätzungen des BVR lassen erwarten, dass die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr 2022 in eine technische Rezession geraten wird, also einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen. Anders als während des Einbruchs zu Beginn der Coronakrise dürfte der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten in diesem Zeitraum aber moderat ausfallen und zudem weniger Wirtschaftsbereiche betreffen.

Sollte es nicht zu einem weitgehenden Gaslieferstopp kommen und die Preis- und Engpassprobleme zum Jahresende 2022 allmählich nachlassen, rechnet der BVR im laufenden Jahr mit einem Wachstum des preisbereinigten BIP gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent, das sich 2023 auf 2,5 Prozent erhöhen dürfte. Die Inflation dürfte im Durchschnitt dieses Jahres 7,0 Prozent betragen und im kommenden Jahr auf 4,0 Prozent zurückgehen.

Im negativeren Szenario eines weitgehenden Stopps der Gasimporte aus Russland hingegen würden die Energiepreise voraussichtlich sehr lange extrem hoch bleiben. Infolgedessen würde die deutsche Wirtschaft in eine Rezession im Sinne eines andauernden, kräftigen und breit angelegten Rückgangs der wirtschaftlichen Aktivitäten geraten, selbst wenn die wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu einer Dämpfung des Gasverbrauchs Wirkung zeigten. Dann würde das preisbereinigte BIP Deutschlands 2022 um 1 Prozent sinken und 2023 stagnieren (+0,0 Prozent).

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Elektronik-Fachmarkt in Kaisersesch unter neuer Leitung

Kaisersesch – Neben der Hauptgeschäftsstelle in Cochem erweitern Max und Klara Elwig ihren Geschäftsbereich und übernehmen das renommierte Unternehmen von Bruder Phillipp Elwig, der sich persönlich verändern möchte. So bleibt der geschätzte familiäre Service für die Kunden gesichert.

Ausgestattet mit einer langjährigen Erfahrung am Standort Cochem wird Klara Elwig das Tagesgeschäft in Kaisersesch verantworten und steuern. Da alle Mitarbeiter*innen ein Übernahmeangebot erhalten haben, werden die Kunden auch zukünftig mit der bewährten Fachkompetenz betreut.

Natürlich bleibt auch die integrierte Poststelle mit ihren bekannten vielseitigen Serviceleistungen erhalten. Das Angebotsportfolio wird am neuen Standort bedarfsgerecht gestaltet. Aufgrund der Nähe zur Filiale in Cochem können Kundenwünsche schnell und einfach, meist noch am gleichen Tag, realisiert werden.

Bürgermeister Albert Jung, der Erste Beigeordnete der Stadt Kaisersesch Karl-Heinz Berg, Wirtschaftsförderer Mario Leidens sowie Siegfried Niederelz von der ARGE Kaisersescher Gewerbetreibender wünschen dem Unternehmen viel Erfolg und einen guten Start.

 

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KSK Mayen für Kreditschutz-Produkte ausgezeichnet

Mayen/Region – Kundinnen und Kunden der Kreissparkasse Mayen profitieren von besonders umfassenden Angeboten. Für ihre vertriebliche Leistung wurde die Kreissparkasse Mayen kürzlich von der ProTect Versicherung AG der S-Finanzgruppe mit dem 1. Platz im Bereich der Provinzial Rheinland ausgezeichnet.

Die Kreissparkasse Mayen berät Ihre Kundinnen und Kunden besonders gut und umfassend auch im Bereich Kreditschutzversicherung und bietet hier besonders umfassende Angebote, befand jüngst die ProTect Versicherung AG als Institution der Sparkassenfinanzgruppe. Kreditschutz bedeutet hier die Absicherung von Kreditnehmern und ihren Angehörigen vor Lebensrisiken wie Tod, Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit.

Darüber hinaus umfassen die Kreditschutzprodukte, die die KSK anbietet, auch Baufinanzierungen, gewerbliche Darlehen und Kontokorrent- bzw. Dispolinien. Mit all diesen angebotenen Produkten liegt die Kreissparkasse Mayen sogar bundeweit auf dem 3. Platz, worüber sich KSK Vorstand Christoph Weitzel gemeinsam mit den beiden Vertriebsleitern Alexander Müller und Stefan Weber besonders freut.

„Wer Kredite in Anspruch nimmt, sollte sich und seine Angehörigen auch gegen die Unwägbarkeiten des Lebens möglichst gut absichern. Unsere Beraterinnen und Berater sensibilisieren für das Thema und unsere Kundinnen und Kunden freuen sich, dass ihnen im Fall der Fälle eine Sorge genommen werden kann“, so Vorstandsmitglied Christoph Weitzel. „Erstaunlich wenige Menschen sind zum Beispiel über die Absicherungsmöglichkeiten bei privaten Baufinanzierungen informiert. Wem dieses Produkt bekannt ist, dessen Interesse ist meist groß. Es ist unsere Aufgabe, hier aufzuklären, denn die Auszeichnung zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind,“ betont Alexander Müller.

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„Ausbildung der einzige Weg“

Prüm/Wittlich – Mit dem „Alten Missionshaus“ hatten sich die Mitglieder der Innung Sanitär-Heizung-Klimatechnik (SHK) Bernkastel-Wittlich einen historischen Ort ausgesucht, um bei ihrer Jahreshauptversammlung über zukunftsweisende Themen zu diskutieren. Obermeister Hans Assmann begrüßte neben den Mitgliedern auch die Geschäftsführerin des Landesverbandes, Katharina Hilger, sowie Stephan Streit und Peter Remmel als Vertreter der Handwerkskammer Trier.

Katharina Hilger berichtete von aktuellen Verbandsthemen. Dabei betonte sie insbesondere den Wert der politischen Interessenvertretung durch den Fachverband SHK Rheinland-Rheinhessen, die Tarifpolitik und die Seminarangebote für SHK-Betriebe. Mehr im Mittelpunkt als je zuvor stehen auch die Ausbildungsinitiativen. „Ausbildung ist der einzige Weg, um neue Fachkräfte in die Betriebe zu bekommen“, ist auch Dirk Kleis, Geschäftsführer der Innung überzeugt. Er und Obermeister Assmann haben sich daher auch für eine Empfehlung an die Innungsbetriebe ausgesprochen, die Ausbildungsvergütung an die des Elektrohandwerks anzugleichen. „Der Tarifvertrag für das SHK-Handwerk sieht für Auszubildende im ersten Lehrjahr 655 Euro Ausbildungsvergütung vor. Azubis, die im Elektrohandwerk starten, erhalten hingegen tariflich geregelt gleich 770 Euro“, erzählt Kleis. „Damit es für junge Handwerker mit Interesse am Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik nicht zu einer Verlagerung in einen anderen Beruf kommt, empfehlen wir den höheren Satz zu zahlen.“ Damit hätte ein Azubi im letzten Lehrjahr ganze 1.010 Euro monatliche Ausbildungsvergütung.

Ein weiteres Zukunftsthema war der Fachbeitrag von Matthias Ganz, Referent bei einem nordhessischen Lösungsanbieter für Wärme, Kühlung und Lüftung. Er zeigte auf, wie Bestandsimmobilien mit Wärmepumpen, die sonst vorwiegend bei Neubauten bislang zum Einsatz kamen, versorgt werden können.

Aber auch für einen Blick in die Vergangenheit nahmen sich die Handwerker Zeit. Die Mitglieder Jörg Lörsch, Jürgen Böllinger und Christoph Binzen legten bereits vor mehr als 25 Jahren ihre Meisterprüfung ab. Als Anerkennung des Handwerks wurde ihnen vom Obermeister der Silberne Meisterbrief der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, der Geschäftsstelle der Innungen, überreicht.

Für alle, die noch am Beginn ihres Berufslebens stehen, bietet die Internetseite www.zeitzustarten.de Einblicke in die Welt des SHK-Anlagenmechanikers. „Ein Beruf, der sich wie kaum ein zweiter in den vergangenen Jahrzehnten zu einem höchst anspruchsvollen Arbeitsspektrum mit zunehmender Digitalisierung entwickelt hat. Arbeit ist mehr als genug da“, weiß Geschäftsführer Kleis.

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Initiative Region Trier e.V. mit neuer Kapitänin voll auf Kurs

Region/Trier – Nach der coronabedingt virtuell abgehaltenen Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr kamen die Damen und Herren der Initiative Region Trier e.V. (IRT) in diesem Jahr wieder in einem Präsenztreffen zusammen. Vorsitzende Julia Gieseking begrüßte rund 30 der insgesamt 56 Mitglieder am Mittwoch, 6. Juli, im Tagungszentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier und führte durch die Sitzung. Gieseking war auf den Tag genau vor einem Jahr einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt worden, nachdem ihr Vorgänger Dr. Joachim Streit nach der Landtagswahl im März 2021 in den Landtag eingezogen war.

Den größten Raum nahm bei der jüngsten Zusammenkunft die Ergebnispräsentation der gemeinsamen Standortumfrage von IRT, IHK und Handwerkskammer (HWK) Trier ein. Im Herbst 2021 hatten die drei Institutionen hiesige Unternehmen nach ihrer Einschätzung des Wirtschaftsstandorts Region Trier befragt. Basis des Bewertungsbogens waren 20 vorgegebene Standortfaktoren, die die kontaktierten Geschäftsführungen analog zum Schulnotensystem auf einer Sechs-Punkte-Skala einordnen sollten. 462 verwertbare Antworten von Unternehmen mit insgesamt rund 22.000 Beschäftigten standen nach Abschluss der Befragung als Datengrundlage zur Verfügung.

„Insgesamt gesehen ist es ein gutes Ergebnis“, fasste HWK-Geschäftsführer Dr. Matthias Schwalbach zusammen und erläuterte: „Die Ergebnisse sind differenzierbar nach Standort, Unternehmensgröße und Branche. Interessant ist, dass die Unterschiede zwischen den Landkreisen sowie der Stadt Trier untereinander gering sind.“ Zudem habe sich die Beurteilung im Vergleich zu den Vorauflagen von 2013 und 2016 von einer Gesamteinschätzung nach der Schulnote 3+ (2,6) auf eine 2- (Durchschnittsnote 2,4) verbessert. „Der Trend geht in die richtige Richtung.“ Bei 60 bis 80 Prozent liege die Weiterempfehlungsquote. 60,4 Prozent hätten diesbezüglich die Note 1 und 2 vergeben. Die größte Wichtigkeit maßen die Betriebe den Standortfaktoren Breitbandversorgung und Internet, verkehrliche Erreichbarkeit über das Straßennetz und Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften bei. Gleichzeitig „drücke der Schuh“ am meisten hinsichtlich der Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften, der Breitband- und Internetversorgung, der Schnelligkeit, Transparenz und Qualität von Genehmigungsverfahren sowie der Kommunalabgaben.

IHK-Geschäftsführer Dr. Matthias Schmitt beschrieb den zusehends wachsenden Mangel an Fach- und Arbeitskräften im Vergleich zu den übrigen ausgemachten Schwachpunkten als größte Herausforderung. „Allein im gewerblichen Bereich fehlten bereits vor einigen Jahren 5.500 Fachkräfte, aktuell dürften es nochmals deutlich mehr sein – der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Das ist ein strukturelles Problem und bremst Wirtschaftswachstum aus.“ Besonders hohe Nachfrage der regionalen Unternehmen bestehe für Fachkräfte mit abgeschlossener dualer Ausbildung und auch solchen mit Weiterqualifikation zum Techniker, Meister oder Fachwirt. HWK-Geschäftsführer Schwalbach ermunterte die Zuhörerschaft dazu, die Ergebnisse der Studie in unterschiedlichen Gremien zu diskutieren und entsprechende Handlungsschritte anzustoßen. „Die Befragung sollte nicht in den Schubladen verschwinden.“

Womit sich der IRT-Vorstand über die Unternehmensumfrage hinaus beschäftigt hat, stellte Geschäftsführer Kevin Gläser in seinem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2021 vor. Dies sind etwa die Aktivitäten im Aufgabenspektrum Wirtschaft mit den Themen Fachkräfte- und Auszubildendengewinnung sowie digitale Perspektiven für die Region Trier. Auch das Thema Innovationspotenziale und Innovationskraft in der Region Trier sei „vertiefend erörtert“ worden. Gläser erwähnte zudem den Relaunch sowie die inhaltliche und räumliche Erweiterung des digitalen Ausbildungsatlas‘ über die Region Trier hinaus. Er bezieht sich nun auf ganz Rheinland-Pfalz, wodurch weiträumig Standortmarketing für die Region Trier betrieben werden könne. Zudem sind darin neuerdings auch Praktikastellen zu finden. Innerhalb des Aufgabenspektrums Kultur seien die Themen Regionalmarketing, Netzwerkbildung und Wissenstransfer vorangetrieben worden.

Auch 2021 habe die IRT mit dem „Wochenspiegel“ zum Ende des Jahres die Beilage „Perspektive Karriere“ herausgebracht. „Als Kooperationspartner konnte die IRT ihre Ziele und Arbeitsfelder an prominenter Stelle und mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren darstellen“, so Gläser.

Darüber hinaus führte Gläser die abgeschlossene Studie zur regionalen Innovationskraft mit der Identifikation der diesbezüglichen Hemmnisse und Herausforderungen auf. Die Studie folgte 2020/2021 als Ergänzung zur 2019 von IRT, IHK, HWK und dem Forschungszentrum Mittelstand der Universität Trier umgesetzten Erhebung zur Identifikation der innovativen Unternehmen in der Region Trier. 20 ausgewählte Unternehmen waren für die Studie in Interviews befragt worden. Die Ergebnisse und erarbeiteten Lösungsstrategien sollen in die Diskussion aller beteiligten Akteure einfließen. Ausfluss dieser Initiative ist auch der in der Planung befindliche „Club der Innovatoren“ – eine Plattform für innovative Unternehmen und Stakeholder.

Reibungslos gingen an diesem Abend auch die formalen Tagesordnungspunkte durch. Den Jahresabschluss 2021 und den Wirtschafts- und Finanzplan 2022 nahm das Gremium ohne jegliche Einwände zur Kenntnis. Dem Beschluss über die IRT-Beiträge 2023 stimmte es zu. Vorstand und Geschäftsführung wurden ebenfalls einstimmig entlastet. „Ich freue mich über die große Einigkeit in diesem Gremium und auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit“, schloss Vorsitzende Julia Gieseking die Sitzung.

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Friseur-Innung Westeifel – Friseure stehen wieder vor neuen Herausforderungen

Bitburg – Obermeister Guido Wirtz kam mit vielen Themen im Gepäck, die er bei der Jahreshauptversammlung im Juni im Bitburger Bowling-Center mit seinen Mitgliedern zu besprechen hatte. Die Corona-Pandemie, die man schon fast hinter sich glaubte, hat immer noch Auswirkungen auf den Friseuralltag. Schwarzarbeit macht dem Handwerk zu schaffen, die nicht zuletzt auch durch die Pandemie noch mal verstärkt wurde. Schwerpunktkontrollen durch die Zollverwaltung brachten einige Verstöße ans Tageslicht bei Betrieben, die nicht zum Innungsverbund gehören. Aber auch den Rückgang bei neuen Ausbildungsverhältnissen führen die Friseure auf die Pandemie und die Lockdown Zeiten zurück.

Monika Trapp freut sich über den Silbernen Meisterbrief. Diese Urkunde stellt die Kreishandwerkerschaft – Geschäftsstelle der Innungen – an Meister aus, die vor über 25 Jahren ihre Prüfung abgelegt haben. Foto: Friseur-Innung Westeifel

Damit nicht genug, denn das Friseurhandwerk steht vor einer neuen Herausforderung: Die anstehenden Veränderungen bei der Entlohnung der Mitarbeiter. „Wir begrüßen die Erhöhung der Löhne ausdrücklich“, so Obermeister Wirtz „denn der Friseurberuf ist fordernd und verdient eine bessere Entlohnung. Dies wird aber zwangsläufig zu höheren Preisen für unsere Dienstleistung führen.“ Um die Situation für die Kunden verständlich zu machen, arbeitet die Innung zusammen mit dem Landesverband Friseure und Kosmetik Rheinland, bei der Wirtz auch Landesinnungsmeister ist, an einer Transparenzkampagne. „Wir wollen die Kunden wissen lassen, dass höhere Preise ab dem Herbst den Mitarbeitern zu Gute kommen. Lange bevor die Erhöhung vom Mindestlohn auf 12 Euro auf den Tisch kam, haben wir mit der Verdi einen neuen Tarifvertrag verhandelt und uns für bessere Löhne ausgesprochen.“

Seit über 20 Jahre engagiert sich Annette Jakobs ehrenamtlich im Ausbildungsbereich. Foto: Friseur-Innung Westeifel

Eine bessere Vergütung soll auch wieder mehr Schülerinnen und Schüler für den Friseurberuf ansprechen. Nadine Heck, Vorsitzende vom Gesellenprüfungsausschuss, ist aber auch überzeugt, dass neben den Verdienstaussichten attraktiv gestaltete Praktika ein Hauptpunkt sind, damit der Funke zum Friseurhandwerk überspringen kann.

Am Versammlungsabend wurden auch verdiente Innungskollegen geehrt. Annette Jakobs aus Neidenbach engagiert sich seit über 20 Jahren ehrenamtlich für ihr Handwerk und für die Ausbildung. Alois Knörr ist seit über 30 Jahren aktiv für die Innung. Beide erhielten vom Obermeister eine Dankurkunde. Damit der Ehrungen nicht genug: Monika Trapp erhielt den Silbernen Meisterbrief der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region. Die Bitburgerin hat vor über 25 Jahren den Meistertitel erworben.

Neben der Innungsfahrt Mitte Oktober zu einem marktführenden Partner für Friseurbedarf ins hessische Seeheim-Jugenheim, stehen noch eine von der Innung organisiert Ersthelferschulung an und verschiedene Seminare vom Landesinnungsverband. „Eine Innungsmitgliedschaft ist für Friseure der beste Weg, sich zu vernetzen und kontinuierlich weiter zu bilden“, ist Geschäftsführer Dirk Kleis überzeugt.

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Minus zwei Grad – Eifel-Therme Zikkurat leistet ebenfalls Beitrag beim Energiesparen

Mechernich-Firmenich – Im Zuge der allgemeinen Energiesparmaßnahmen senkt die Eifel-Therme Zikkurat in Firmenich die Badewassertemperatur ab sofort um zwei Grad Celsius. Angesichts der tropischen Außentemperaturen seien keine drastischen Auswirkungen auf den Badebetrieb zu befürchten, zumindest jetzt im Sommer nicht, so Geschäftsführer und Erster Beigeordneter Thomas Hambach.

Er rechnet mit einer Energie-Einsparung von zehn bis zwölf Prozent, was je nach Dauer der Temperaturabsenkung einige Tausend oder auch Zehntausend Euro an Einsparung bedeuten könnte. Hambach sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“: „Bislang haben wir auf eine Reduktion der Temperatur verzichtet, da wir als Eifel-Therme Warmwasser anbieten und sich gerade für den Bereich Kleinkinderschwimmen und Schwimmausbildung Wassertemperaturveränderungen sofort negativ bemerkbar machen.“

Der Geschäftsführer der Betreiber-GmbH sagte weiter: „Wir gehen ungeachtet dessen davon aus, dass es bei einer weiteren Stufe der Gasknappheit die Freizeitbetriebe wie uns mit als Erste treffen wird und wir dann Gefahr laufen, den Betrieb kurzfristig ganz einstellen zu müssen.“

Hambach hofft, dass „wir daran vorbeikommen, gerade jetzt im Sommer bei angekündigten hohen Temperaturen und der hohen Besucherzahl in der Ferienzeit“. Mit genauen Einsparungspotenzialen tut sich der Erste Beigeordnete schwer: Grundsätzlich sei bei einem Grad Temperaturabsenkung mit sechs Prozent Einsparung zu rechnen, also bei zwei Grad theoretisch zwölf Prozent. Da in Firmenich aber auch Saunen und Gastro teilweise mit Gas betrieben werden, falle die Einsparung vermutlich etwas geringer aus.