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Kalesnikava, Tichanowskaja und Tsepkalo – Belarussisches Frauen-Trio mit dem Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet

Aachen – Keine Sekunde ließ sie an diesem besonderen Tag das Plakat mit dem großen Foto aus den Fingern und hielt es stets demonstrativ vor ihrer Brust. Das Bild zeigte Maria Kalesnikava, die gemeinsam mit Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo am heutigen Himmelfahrtstag 26. Mai mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet worden ist.

Doch Kalesnikava sitzt in Belarus in Haft – unter schweren Bedingungen. In Aachen nahm daher stellvertretend ihre Schwester Tatsiana Khomich den Preis mit entgegen – das Bild von Maria immer ganz nah am Herzen tragend. Unter dem Konterfei prangte die deutliche Aufforderung: #freekalesnikava.Freiheit, Friede, Gerechtigkeit. Danach sehnen sich unzählige Belarussinen und Belarussen, die seit vielen Jahren unter einer brutalen Diktatur leiden. Doch der Widerstand gegen das Regime wächst. Seit 2020 sind die belarussischen führenden politischen Aktivistinnen Kalesnikava, Tichanowskaja und Tsepkalo die Gallionsfiguren dieser Bewegung. Sie rütteln auf. Sie erzählen eine Geschichte, die Menschen auf der ganzen Welt bewegt und inspiriert – so auch an diesen denkwürdigen Tagen in Aachen.

Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und – stellvertretend für ihre inhaftierte Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich bedankten sich vor gut 600 Gästen im Krönungssaal des Aachener Rathauses für die Auszeichnung, die sie von Jürgen Linden, dem Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums, und Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, überreicht bekamen. Vom Publikum gab es Standing Ovations. Zuvor hatte Annalena Baerbock, Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland, eine beeindruckende Ansprache gehalten.

Tichanowskaja: „Der Karlspreis geht an alle Belarussen!“

Swetlana Tichanowskaja übernahm 2020 für ihren inhaftierten Gatten dessen Kandidatur und trat zur Präsidentschaftswahl an. Sie forderte Machthaber Alexander Lukaschenko heraus. In einer manipulierten Wahl verlor sie und musste aus dem Land fliehen. Ähnlich oder sogar schlimmer erging es ihren Mitstreiterinnen und vielen tausend Belaruss*innen. In Aachen sagte Tichanowskaja: „Lassen Sie mich klarstellen: Der Karlspreis gehört nicht mir, und auch nicht uns als Trio. Er geht an alle Belarussen. An die, die in ihrem friedlichen, gewaltfreien Kampf gegen die Tyrannei enorme Anstrengungen und Hingabe gezeigt haben. Der Preis gehört den belarussischen Frauen, Journalisten und furchtlosen Freiwilligen. Er gehört auch jedem Kind, das auf seine Mutter oder seinen Vater wartet, die ihm Gefängnis sitzen. Er gehört all denjenigen, die ihre Lieben nie mehr sehen werden.“

Tsepkalo: „Die hässliche Fratze der Diktatur“

Beeindruckend und bedrückend, rührend und persönlich: Das belarussische Trio zog die Gäste im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit ihren Beiträgen völlig in ihren Bann. Als Veronica Tsepkalo – ohne Redemanuskript – frei und sehr privat vom Schicksal ihrer Familie berichtete, wie ihre sterbenskranke Mutter unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem Minsker Krankenhaus an ein Bett gefesselt wurde, wie sie wenige Wochen später starb, da stockte vielen Zuhörer*innen der Atem. „In dem Moment, als ich meine Mutter so erleben musste, wurden mir die Augen geöffnet. Das war die hässliche Fratze der Diktatur.“ Im Krönungssaal berichtete Tspekalo von ihren lange geheim gehaltenen Familienwurzeln, die zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland führten. Ihr Großvater war Deutscher. Sie hat ihn nie kennengelernt. „Ich glaube fest daran, könnte er mich heute hier in Aachen erleben, würde er sagen: Ich bin sehr stolz auf meine Enkelin.“

Khomich: „Das diktatorische Regime wird bald Vergangenheit sein.“

Was alle drei Frauen eint, ist der hoffnungsvolle Blick in Richtung einer besseren Zukunft. Tatsiana Khomich sagte in ihrem Redebeitrag: „Im Moment schreiben die Belarussen nicht nur einzelne Seiten, sondern ganze Kapitel in der Geschichte über die Wiederherstellung von Demokratie und Freiheit in ganz Europa. Wir glauben, dass dieses Kapitel bald abgeschlossen sein wird und die diktatorischen Regime der Vergangenheit angehören werden. Einer Vergangenheit, die sich dieses Mal wirklich nie mehr wiederholen wird.“ Dafür benötige es weiterhin der uneingeschränkten Hilfe der internationalen Gemeinschaft, der europäischen Partner, betonte Khomich auch im Namen ihrer inhaftierten Schwester. Diese sitzt derzeit, wie rund 1300 andere politische Gefangene, unter unwürdigen Bedingungen in Belarus in Haft. Vor wenigen Tagen erst ist Kalesnikava vom Lukaschenko-Regime als Terroristin eingestuft worden.

Außenministerin Baerbock: „Die mutigsten Frauen in ganz Europa“

Doch die vielen politischen Gefangenen wie Maria Kalesnikava sind nicht allein, versicherte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in ihrer vorangehenden Festrede. „Wir kämpfen mit euch gemeinsam! Für ein freies Belarus und eine gemeinsame europäische Friedensordnung“, versicherte Deutschlands oberste Diplomatin. Mehrfach drehte sich Baerbock vom Rednerpult direkt zu den drei Preisträgerinnen um, sprach sie herzlich und persönlich an. „Ich weiß, ihr seid für Millionen von Frauen in ganz Europa ein Vorbild!“ Da brandete langer Applaus auf, wie so häufig im Rahmen der Zeremonie. Baerbock zeichnete das Bild von drei jungen Frauen, die niemals vorhatten, politisch aktiv zu werden. Doch das Schicksal führte sie zusammen. Das brutale Vorgehen des Regimes in Belarus ließ ihnen keine andere Wahl. Seitdem stellen sie sich dem friedlichen Kampf gegen Gegner, die keine Skrupel kennen. „Es ist mir eine persönliche und außergewöhnliche Ehre, auf die mutigsten Frauen in ganz Europa die Laudatio halten zu dürfen“, so Baerbock. Und weiter sagte sie mit Blick zu Tichanowskaja, Tsepkalo und Khomich: „Euer Mut lässt sich nicht wegsperren. Eure Idee der Freiheit lässt sich nicht ins Exil vertreiben.“

Sibylle Keupen: „Ein Licht in dunklen Zeiten“

Die diesjährige Verleihung des Internationalen Karlspreises fand im Schatten des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine statt. Diese besonderen Umstände betonte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen in ihrer Rede. Zugleich lenkte sie den Blick auf die mutige Entscheidung des Karlspreis-Direktoriums, mit den diesjährigen Preisträgerinnen neue Wege zu beschreiten – und das zehn Wochen, bevor Russlands Präsident Wladimir Putin seine Armee in die Ukraine einmarschieren ließ und großes Leid über Millionen Menschen brachte. Gerade diese Menschen, ob nun in der Ukraine oder zuvor schon seit vielen Jahren in Belarus, sind es, die für ein freies und selbstbestimmtes Leben stehen. „Das Bewahren der europäischen Idee steht im Mittelpunkt der diesjährigen Verleihung, die gleichzeitig eine Zäsur für den internationalen Karlspreis an sich darstellt. Denn zum ersten Mal in seiner Geschichte wurde eine europäische Bewegung aus dem Volk ausgezeichnet, die Widerstand gegen ein autokratisches System leistet“, sagte Keupen und führte weiter aus: „Mit der mutigen und politischen Entscheidung, die belarussische Opposition auszuzeichnen, mischt das Direktorium sich ein und ergreift eindeutig Partei: Für ein Europa der Freiheit und der Demokratie.“ Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo seien dabei ein Licht in dunklen Zeiten. „Ihre Gesichter und ihre Namen stehen für zahllose Menschen, die in vielen Ländern dieser Welt auch gerade in diesem Moment um ihre Werte, ihr Leben und ihre Zukunft kämpfen und unvorstellbaren staatlichen Repressionen unterworfen sind. Diese Menschen brauchen unsere Unterstützung. Mehr denn je!“, so Keupen.

Begründung des Karlspreisdirektoriums

Das Direktorium begründet die Wahl der Preisträgerinnen unter anderem wie folgt: „Während sich innerhalb der EU eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der politischen Dimension des europäischen Projekts Bahn gebrochen hat, tritt gerade an den Außengrenzen der Union die brüchige Kostbarkeit unserer Friedens- und Freiheitsordnung zutage.“ Und: „Seit dem vergangenen Jahr sind auch in Belarus die Stimmen der Demokratie, der Freiheit und des Rechts immer vernehmbarer geworden: erst einige, dann tausende, dann zehn-, dann hunderttausende. Und es sind vor allem drei mutige Frauen, die der Verfolgung und den Repressionen zum Trotz diesen Stimmen Gesicht gegeben haben und geben.“ Im Rahmen der Präsidentschaftswahlen 2020 gelingt, so die Begründung des Karlspreisdirektoriums, Swetlana Tichanowskaja gemeinsam mit Maria Kalesnikava und Veronica Tsepkalo, was der belarussischen Opposition über Jahrzehnte gefehlt hat: eine Bündelung der Kräfte. „Unter Hintanstellung vorangegangener Rivalitäten und politischer Unterschiede und unter Einbeziehung auch kleinerer Parteien und Gewerkschaften, die ihre Expertise und Ressourcen einbringen, bilden die drei so unterschiedlichen Frauen ein Bündnis, das vor allem ein großes Ziel eint: die Überwindung von Diktatur und Totalitarismus und ein demokratischer Aufbruch in Belarus.“

Friedenskundgebung auf dem Katschhof

Im Anschluss an die Zeremonie kamen die Preisträgerinnen mit vielen Gästen aus dem Krönungssaal und hunderten Besucher*innen auf dem Katschhof zu einer Friedenskundgebung zusammen – eine Premiere für den Aachener Karlspreis. Sie startete mit engagierten und mitreißenden Beiträgen von EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Annalena Baerbock, dem früheren Karlspreisträger Martin Schulz, Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und den drei Preisträgerinnen.

Den öffentlichen Schlusspunkt setzte das gemeinsam gesungene Lied „We shall overcome“. Dabei bildeten zahlreiche Menschen gemeinsam ein überdimensionales „Peace“-Zeichen auf dem Platz. Dieses eindrucksvolle Symbol sendet Aachen nach einem außergewöhnlichen und bewegenden Karlspreis-Tag in die Welt, die in diesen Zeiten an so vielen unterschiedlichen Orten unter Krieg, Unterdrückung und Gewalt leidet. Doch die Hoffnung auf bessere und gerechtere Zeiten lebt. Dafür stehen drei mutige belarussische Frauen, die mit ihren Worten, Gesten und Taten in Aachen berührt und die Menschen nachhaltig geprägt haben.

Zitate und Fakten in Kürze:

  • Die Preisträgerinnen: Die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava (in Aachen vertreten durch ihre Schwester Tatsiana Khomich), Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo sind am heutigen Himmelfahrtstag (26. Mai 2022) mit dem „Internationalen Karlspreis zu Aachen“ ausgezeichnet worden. Ihr Markenzeichen – Faust, Herz und zum „Victory“ gespreizte Finger – wird in Belarus für viele Menschen zum Zeichen des Aufbruchs. Die drei Bürgerrechtlerinnen werden massiv bedroht und setzen ihren Wahlkampf dennoch unbeirrt fort. Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo gehen schließlich ins Exil, um Repressionen und Verhaftung zu entgehen. Maria Kalesnikava weigert sich, Belarus zu verlassen, wird inhaftiert und wegen angeblicher Vorbereitung eines Komplotts zur illegalen Machtergreifung und Gefährdung der nationalen Sicherheit zu elf Jahren Haft verurteilt.
  • Botschaft der belarussischen Preisträgerin Swetlana Tichanowskaja: „Lassen wir uns von der Tapferkeit der Belarussen und Ukrainer inspirieren. Sie kämpfen für Freiheit und Frieden. Lassen Sie uns sicherstellen, dass Diktatoren nicht ihre Geschichte weiterschreiben können. Die Geschichte und die Zukunft sollten uns, den freien Menschen Europas, gehören.“
  • Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock: „Die Botschaft, die vom diesjährigen Karlspreis ausgeht, lautet: Lasst uns nicht die Augen verschließen oder wegschauen! Jetzt ist der Moment, um Europa außen- und sicherheitspolitisch weiterzubauen. Die Preisträgerinnen zeigen uns, wie kostbar unsere Freiheit in Westeuropa ist.“
  • Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: „Der Krieg hat auch zu einem neuen Reifegrad Europas geführt. Wir sind nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, wir sind eine wahre Wertegemeinschaft. Nach dem Angriff auf die Ukraine wehten in ganz Europa ukrainische Flaggen an den Rathäusern, versammelten sich die Bürgerinnen und Bürger in großen Friedensdemonstrationen. Die europäische Idee wird von den Menschen gelebt. Es ist unsere Pflicht und Verantwortung – besonders den folgenden Generationen gegenüber – die Entscheidung darüber, wie wir leben wollen, niemand anderem zu überlassen. Es liegt in unserer Hand.“
  • Die Verleihung: Gut 600 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, Mandatsträger, Botschafter, Generalkonsule sowie Vertreter*innen von Kirchen und Religionsgemeinschaften und Vertreter*innen von Aachens Partnerstädten haben an den Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses teilgenommen. Auf dem Ehrenpodium saßen neben der Festrednerin Annalena Baerbock, Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland, unter anderem Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, die frühere Karlspreisträgerin Dalia Grybauskaite, die früheren Preisträger Martin Schulz und Professor Timothy Garton Ash sowie Vertreter*innen der diesjährigen Jugendkarlspreisgewinner.
  • Weitere Gäste: Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes-, Europaangelegenheiten und Internationales sowie Isabel Pfeiffer-Poensgen, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, wohnten der Zeremonie bei, ebenso wie Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland.
  • Das Programm: Die Karlspreisverleihung wurde musikalisch vom Sinfonieorchester Aachen unter Leitung des Generalmusikdirektors Christopher Ward begleitet. Als Sopran trat Natasha López auf. Lopéz ist Mitglied im TRIO vis-à-vis, dem auch die derzeit inhaftierte Preisträgerin Maria Kalesnikava als Flötistin angehörte. Stefanie Roesner, Sprecherin und Mitglied des Ensembles des Aachener Theaters, trug drei Gedichte vor.
  • Das mediale Interesse: Das Medieninteresse an der diesjährigen Verleihung war groß. Der städtische Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing verzeichnete über 50 Akkreditierungen – darunter Teams von ARD und ZDF, WDR, BRF und Deutsche Welle, der FAZ sowie verschiedener in- und ausländischer Wort- und Bild-Agenturen. Die Karlspreis-Verleihung wurde am Himmelfahrtstag live im WDR-Fernsehen von 11.15 bis 12.45 Uhr ausgestrahlt.

Infos zum Karlspreis:

Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo sind die 63. Trägerinnen des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Die belarussischen Aktivistinnen folgen auf den rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis, der mit dem Karlspreis 2020/21 ausgezeichnet worden ist.

Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern in Aachen gehörten u.a. Konrad Adenauer (1954), die Europäische Kommission (1969), der spanische König Juan Carlos I. (1982), Francois Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), Königin Beatrix der Niederlande (1996), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), der Spanier Javier Solana (2007), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Jean-Claude Trichet (2011), der damalige Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (2015), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018) und António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen. Im März 2004 erhielt Papst Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis.

Verliehen wird im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses neben einer Urkunde auch eine Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger zeigt.

 

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50. Auflage der ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring locken an den Nürburgring

Nürburgring – Alles bereit für die große Jubiläumsparty – Die Anreise der Fans für die ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring vom heutigen Donnerstag, 26. bis 29. Mai ist in vollem Gange. Seit Montagmorgen, 23. Mai sind die Bedarfscampingplätze rund um die 25,378 km lange Strecke geöffnet, und damit kehren nach zweijähriger Pause endlich wieder die Zuschauer zurück in die legendäre „Grüne Hölle“. Sie fiebern ebenso wie Teams, Fahrer und Organisatoren der längsten Nacht des Jahres auf der längsten Rennstrecke der Welt entgegen, in die 137 Fahrzeuge am Samstag 28. Mai um 16:00 Uhr starten.

Alleine 36 von ihnen treten bei dieser 50. Auflage des Langstrecken-Klassikers in den gesamtsiegfähigen Klassen (GT3/SP9 und SP-X) an, darunter eine prominente Reihe von Top-Teams mit Werkspiloten von Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche. Zweites Highlight des Wochenendes sind die beiden Rennen des FIA Tourenwagen-Weltcups WTCR (Samstag, 10:00 Uhr und 12:35 Uhr), der höchsten internationalen Tourenwagen-Serie.

Im weiteren Programm sorgen Rennen historischer Fahrzeuge (ADAC 24h-Classic und Tourenwagen-Legenden) ebenso für Spannung, wie die Leistungsprüfung der RCN, die am Donnerstagvormittag das sportliche Programm eröffnet. Einen besonderen Leckerbissen steuert BMW mit dem BMW M Race of Legends bei, bei dem sich anlässlich des 50. Geburtstages des sportlichen Ablegers der Marke weltberühmte Ex-Rennfahrer duellieren (Start: Samstag 14:00 Uhr).

Das Rennen wird in voller Länge von Free-TV-Partner NITRO übertragen. Wer live dabei sein möchte, erhält Tickets für das Rennen der Superlative an allen Veranstaltungstagen an den geöffneten Tageskassen des Nürburgrings. Unter www.24h-rennen.de liefert die offizielle Homepage der 24h Nürburgring News, Ergebnisse, Fotogalerien und das umfangreiche Livestreaming samt Timing und Ticker.

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Karlspreis-Verleihung unter dem Einfluss des Krieges in der Ukraine – Das Medien-Interesse ist groß

Aachen – Am heutigen Himmelfahrtstag, Donnerstag 26. Mai werden rund 600 Personen an den Feierlichkeiten im Krönungssaal teilnehmen. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hält die Ansprache mit einer Würdigung der drei Preisträgerinnen. Ebenfalls zu Gast in Aachen wird die Präsidentin des Europäischen Parlaments Roberta Metsola MdEP sein, sie war auch Sprecherin beim gestrigen Vorabend-Dinner in der Aula Carolina.

„Wir alle möchten Frieden“

Das Karlspreisdirektorium ehrt mit der Verleihung des Karlspreises 2022 „drei mutige Frauen, die unter schwierigsten politischen Bedingungen, unter Einsatz ihrer persönlichen Freiheit und Unversehrtheit, dem Diktator von Belarus die Stirn geboten haben; drei herausragende Persönlichkeiten, die für das eintreten, was den Kern des europäischen Projektes ausmacht: Menschenrechte, Frieden und Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Solidarität“. Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch, dass der Krieg in der Ukraine beinahe selbstverständlich seinen Einfluss auf die Verleihung des Karlspreises habe. „Die politischen Botschaften, die an diesem Tag im Krönungssaal verkündet werden, beziehen sich auf die aktuelle Situation in der Ukraine. Denn wir alle möchten Frieden und wollen am Himmelfahrtstag ein Zeichen setzen, dass Europa sich gegen Diktaturen wehrt.“

Viele Ehrengäste haben ihr Kommen zugesagt

Unter den Gästen der Karlspreisverleihung befindet sich unter anderem die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock, die bei der Preisverleihung die Ansprache zu Ehren von Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und Maria Kalesnikava halten wird. Zugesagt haben ebenfalls die ehemaligen Karlspreisträger Martin Schulz, Dalia Grybauskaite und Professor Timothy Garton Ash. In Aachen werden zur Karlspreisverleihung ebenfalls Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes-, Europaangelegenheiten und Internationales sowie Isabel Pfeiffer-Poensgen, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, erwartet. Auch Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, ist Ehrengast der Karlspreisverleihung. Zahlreiche andere Mandatstragende, Botschafter, Generalkonsule, Vertretungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Partnerstädte Aachens haben bisher ihr Kommen zugesagt.

Friedenskundgebung

Am heutigen Himmelfahrtstag werden die Karlspreisträgerinnen, das Direktorium und die Ehrengäste gegen 13 Uhr auf der Katschhof-Bühne zu einer Friedenskundgebung erwartet. Auf der Kundgebung sprechen nach aktuellem Stand neben den Karlspreisträgerinnen Roberta Metsola, Bärbel Bas, Dr. Dalia Grybauskaite, Martin Schulz, Karlspreisträger 2015, und Hendrik Wüst. Ob Annalena Baerbock teilnehmen wird, ist noch offen. Zum Ausklang gibt es ein gemeinsames Singen auf dem Katschhof. Geplant ist auch eine Aktion, bei der die Besucher*innen am Katschhof gemeinsam ein riesiges Peace-Zeichen bilden sollen.

Das Medieninteresse ist groß

Das Medieninteresse an der diesjährigen Verleihung ist groß. Eine knappe Woche vor der Karlspreisverleihung verzeichnet der städtische Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing bereits über 40 Akkreditierungsanfragen – darunter Teams von ARD und ZDF, WDR, BRF und Deutsche Welle, der FAZ sowie verschiedener in- und ausländischer Wort- und Bild-Agenturen. Die Karlspreis-Verleihung wird am heutigen Himmelfahrtstag live im WDR-Fernsehen von 11.15 bis 12.45 Uhr ausgestrahlt.

Fahrzeugflotte

Seit vielen Jahren stellt die Mercedes-Benz Niederlassung Aachen einen Teil der Fahrzeugflotte für die Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Aktuell besteht die Flotte aus Elektro- und Hybridfahrzeugen verschiedener Baureihen, die rund um die Preisverleihung im Einsatz sind, sagte im Vorfeld der Verleihung Matthias Hindemith, Vertriebsdirektor Pkw Rheinland bei Mercedes-Benz.

 

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Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen bis 23. Juni ohne Änderungen verlängert

Region/Düsseldorf – Maskenpflicht im ÖPNV bleibt analog zu Bundesregelungen vorerst bestehen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hat die Corona-Schutzverordnung ohne Anpassungen zunächst bis zum 23. Juni 2022 verlängert. Damit gilt in Nordrhein-Westfalen weiterhin:

Die Maskenpflicht im ÖPNV bleibt analog zu den bundesrechtlich geregelten Maskenpflichten im Flugverkehr und öffentlichen Personenfernverkehr erhalten. Bestehen bleiben außerdem die Maskenpflichten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen, um ältere und gesundheitlich vorerkrankte Menschen besonders zu schützen. Auch in staatlichen Einrichtungen zur gemeinsamen Unterbringung vieler Menschen (zum Beispiel Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Wohnungslose) bleibt die Maskenpflicht in Innenräumen bestehen.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen zudem von Besucherinnen und Besuchern nach wie vor nur mit einem aktuellen negativen Testnachweis betreten werden. Auch die bisher geltenden Testpflichten für Beschäftigte sowie bei Neuaufnahmen werden fortgeführt. In Asyl- und Flüchtlingsunterkünften kann für vollständig immunisierte Personen auf einen Test verzichtet werden. Gleiches gilt in Justizvollzugsanstalten, Abschiebungshafteinrichtungen und anderen Einrichtungen, in denen freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen.

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Autorin Nicole Staudinger genießt ihr Leben in der Eifel

Düren – Autorin Nicole Staudinger lebt auf dem Land. Im Kreis Euskirchen hat sie vor fünf Jahren eine neue Heimat gefunden, auf einem alten Hof mit großem Grundstück und ganz viel Ruhe. Dass sie dieses Leben nun sehr genießt, hat sie am Dienstag, 24. Mai bei ihrem unterhaltsamen Vortrag „Stadt, Land, Familie“ im Dorint Hotel in Düren unter Beweis gestellt.

„Ich mag auch den Eifeler an sich“, sagte Staudinger am Dienstagabend. Fast so als wäre sie eine gute Freundin oder nette Nachbarin unterhielt sie sich mit den Besuchern ihres Vortrags über die Vorzüge des Stadt- und Landlebens. Beurteilen kann sie beides, denn die gebürtige Kölnerin hat sowohl mitten in der Stadt, in der Vorstadt als auch auf dem Land gelebt und wollte nun von den anwesenden Gästen wissen, wie es ihnen so ergangen ist. Auffallend: Erfahrungen sind durchaus ähnlich. Während man in der tiefsten Eifel „den Schlüssel auch mal an der Haustür stecken lassen kann“, schauten die Nachbarn in der Vorstadt einen so intensiv an, dass sie über die eigene Mülltonne stolperten. Während man sich auf dem Land grüße, werde man in der Stadt dafür eher schief angesehen. Viele nickende Köpfe und schmunzelnde Münder im Publikum bestätigten diese Wahrnehmung.

Für Nicole Staudinger ist die Entscheidung für das Land eine bewusste gewesen, die sie nicht bereut. Sie wollte mehr Ruhe in ihrem Leben, ihr Berufsalltag sei stressig genug. Gefunden hat sie die Ruhe im Kreis Euskirchen. „Die Welt ist dort noch in Ordnung“, sagt sie. Mal bedächtig, mal äußerst unterhaltsam berichtete sie von ihren persönlichen Erfahrungen mit Stadt, Land und Familie. Offen und ungefiltert zählte sie die Vorzüge des Landlebens auf. Gute Luft, gute Radwege, gute Busanbindung, regionales Einkaufen, ein tolles Umfeld für ihre Kinder und weitere Vorteile habe sie für sich entdeckt. Sie sei auf dem Land zur Läuferin und zur „sich ekelhaft gesund ernährenden Frau“ geworden und habe den Ort gefunden, an dem sie ihre Akkus aufladen könne.

Berichtet hat sie über dieses Thema am Dienstagabend das erste Mal. Kein Wunder, denn insbesondere durch die Corona-Pandemie ist die Landflucht mehr in den Fokus gerückt. Immer mehr Menschen zieht es aus den Großstädten zurück aufs Land. Das kommt natürlich auch im Kreis Düren mit seinen 15 teils sehr ländlich geprägten Kommunen an. Und das wiederum zahlt derzeit auf die Wachstumsoffensive des Kreises ein, bis 2025 von rund 270.000 auf 300.000+ Einwohnerinnen und Einwohner zu wachsen.

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GLOBUS eröffnet 56. Markthalle in Wittlich

Wittlich – Zur Eröffnung der neusten GLOBUS Markthalle in Wittlich schnitten am vergangenen Donnerstag, 19. Mai GLOBUS Geschäftsführer Matthias Bruch, GLOBUS Geschäftsführerin Stephanie Lotter, Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodenkirch, Spezialist/Projektleiter Planung und Projekte Frank Heckert, GLOBUS Standortkoordinator Moritz Groß, Reiseteamleiter Maximilian Jaletzke und Geschäftsleiterin Petra Kannengießer sowie ihr Stellvertreter Sergej Derr feierlich das Band durch. GLOBUS hatte den ehemaligen real-Standort zum 30. September 2021 übernommen und über mehrere Monate hinweg umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten durchgeführt. „Wir freuen uns sehr, heute unsere 56. Markthalle hier in Wittlich eröffnen zu können.

Von Anfang an haben wir uns in der Gemeinde sehr willkommen gefühlt und wurden von Bürgermeister Joachim Rodenkirch und den Menschen aus Wittlich herzlich empfangen. Über die Umbauphase hinweg konnten wir durchgehend die Vorfreude der Menschen auf die Eröffnung verspüren, vor allem bei den ehemaligen real-Mitarbeitern, die ihren Markt jetzt in neuer Aufmachung eröffnen können“, sagt Matthias Bruch, Geschäftsführer GLOBUS Holding. „Der Fokus unserer GLOBUS Markthalle liegt auf Eigenproduktion und Frische. Zusammen mit unserem umfassenden lokalen und regionalen Sortiment und einer Vielzahl an Bio-Artikeln können wir unseren Kunden eine große Auswahl anbieten.“ Innerhalb der fast acht-monatigen Umbauphase ist in Wittlich auf einer Verkaufsfläche von rund 5.500 Quadratmetern eine großzügige und moderne GLOBUS Markthalle mit Fokus auf Frische und Regionalität entstanden. Auf insgesamt 110 m Länge werden die selbstproduzierten Waren der GLOBUS eigenen Meisterbäckerei, der GLOBUS Fachmetzgerei, aus den Frischebereichen Käse und Fisch sowie der GLOBUS eigenen Gastronomie in einem einzigartigen Thekenkonzept präsentiert. Darüber hinaus spielt die Zusammenarbeit mit den mehr als 45 regionalen und lokalen Produzenten, Lieferanten und Dienstleistern für GLOBUS eine wichtige Rolle.

Zur Eröffnung stehen bereits über 800 regionale Produkte in den Regalen. Ergänzt wird das Lebensmittel-Sortiment aus rund 55.000 Artikeln durch eine große Auswahl haushaltsnaher Nonfood-Produkte. Während den Umbau- und Renovierungsarbeiten gab es immer wieder Verzögerungen auf Grund nicht vorhersehbarer Ereignisse. „Das schlechte Wetter, die Corona-Pandemie, Lieferschwierigkeiten und nicht zuletzt die marode Substanz des Gebäudes haben uns immer wieder vor Aufgaben gestellt, die wir letzten Endes mit Bravour gemeistert haben“, sagt Petra Kannengießer, Geschäftsleiterin Globus Wittlich. „Unser Gastronomiebereich und der Metzgergrill sind leider noch nicht ganz fertig. Die Arbeiten laufen jedoch parallel weiter und wir sind zuversichtlich beides zeitnah ebenfalls eröffnen zu können. Solange wird der Foodtruck weiterhin im Außenbereich für die entsprechende Verpflegung sorgen.“ Die Markthalle in Wittlich beschäftigt mehr als 180 Mitarbeiter. Die insgesamt 67 ehemaligen real-Mitarbeiter wurden von GLOBUS alle übernommen und konnten sich in den vergangenen Monaten bei ausführlichen Schulungen in der GLOBUS Markthalle in Zell mit ihren neuen GLOBUS-Kollegen und dem Unternehmen vertraut machen. Zusätzlich starteten zu unterschiedlichen Terminen weitere real-Mitarbeiter aus Wittlich, die nicht zum Betriebsübergang gehörten.

So stellte GLOBUS aus dem ehemaligen real-Markt in Kenn zwölf Mitarbeiter ein, die nun in der Markthalle in Wittlich tätig sind. „Ich freue mich sehr, dass GLOBUS heute hier in Wittlich seine neue Markthalle mit Fokus auf Frische und Eigenproduktion eröffnet. Das zudem alle bisherigen Arbeitsplätze erhalten und zusätzliche Stellen geschaffen wurden, ist für mich ganz besonders erfreulich“, sagt Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodenkirch.

GLOBUS ist weit mehr als ein reiner Lebensmittelhändler. Seit vielen Jahren trägt das Unternehmen soziale Mitverantwortung in der jeweiligen Region um seine Markthallen und unterstützt vielfältige regionale wie soziale Projekte. Unabhängig davon engagiert sich die Globus-Stiftung für junge Menschen und unterstützt schwerpunktmäßig Projekte im Hinblick auf Bildung und Ausbildung. Die Globus-Stiftung ist auch in Wittlich tätig und unterstützt dort das gemeinnützige Projekt Makerspace Wittlich mit einem großen Betrag. Der Makerspace bietet als eine offene Werkstatt Kindern und Jugendlichen Kurse, Schul-AGs und Workshops zu den Themen Handwerk und Technik an.

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Landesweiter #TrikotTag des rheinland-pfälzischen Sports

Region/Mainz – LSB und Sportbünde rufen alle Sportler*innen auf, am Mittwoch, den 1. Juni, ihr Vereinstrikot zu tragen. Der Landessportbund Rheinland-Pfalz und die Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen rufen am Mittwoch, 1. Juni, gemeinsam zum landesweiten #TrikotTag auf.

Alle knapp 1,3 Millionen Sportvereinsmitglieder können an diesem Tag unter dem Motto „Mehr Verein im Sport“ Werbung für den Vereinssport machen, indem sie das Trikot, das Vereins-Shirt oder die Trainingsjacke ihrer rheinland-pfälzischen Sportmannschaft oder ihres Heimatvereins tragen – im Büro, bei der Arbeit, in der Schule, beim Einkaufen oder in ihrer Freizeit.

Unter dem Hashtag #TrikotTag sollen davon Fotos in den sozialen Medien gepostet werden, die Teilnehmer*innen haben dabei die Möglichkeit, ihrem Vereinen einen von 23 Trikotsätzen (14 Trikots) von der Firma owayo im Gesamtwert von 15.000 Euro zu sichern.

Der Tag soll ganz im Zeichen des Vereinssports in RLP stehen und auf die Vielfalt der Sportvereine und ihren wichtigen Stellenwert für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hinweisen. „Wir wünschen uns, dass am #TrikotTag in den Schulen, in allen Büros und Home-Offices sowie im normalen Alltag die Farben der Sportvereine in Rheinland-Pfalz zu sehen sind“ sagt LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. „Wir möchten unseren Mitgliedern, den Vereinen vor Ort, mit dieser Aktion helfen, auf sich aufmerksam zu machen und dazu beitragen, dass Mitgliedschaften gewonnen werden können“, erklärt Monika Sauer, Präsidentin des Sportbundes Rheinland, den Gedanken hinter dieser gemeinschaftlichen Aktion. Auch die rheinland-pfälzischen Politiker*innen werden zur Teilnahme aufgerufen und sollen so ein Zeichen der Unterstützung an den organisierten Sport senden.

Der Sport in Rheinland-Pfalz wird beim #TrikotTag 2022 von owayo, Lotto Rheinland-Pfalz, Toyota Autowelt, Thüga Energie und fortuna Sportgeräte unterstützt. Mit dem deutschen Trikothersteller owayo hat der rheinland-pfälzische Sport einen großen Partner für die dritte Auflage des #TrikotTages gewinnen können. Mit Hilfe eines 3D-Konfigurators kann man sein Traumtrikot erstellen. Die Sportbünde können ihren Vereinen und Verbänden aus der Kooperation mit owayo anbieten einen zusätzlichen Benefit von zehn Prozent bei erstmaliger Bestellung anbieten.

Der freundliche Appell an alle Sportfreund*innen im Land lautet: Zeigt, wie stolz Ihr auf Eure Mannschaft und Euren Verein seid, zieht Euer Trikot beim Arbeiten, Einkaufen oder Tanken an und postet Eure #TrikotTag-Bilder in den Social Media-Kanälen Facebook, Instagram oder Twitter mit dem Hashtag #TrikotTag – und verlinkt die entsprechenden Kanäle Eures Sportbundes und des Landessportbundes.

Allen Teilnehmer*innen, die ihr #TrikotTag-Bild und ein Screenshot aus dem 3D-Konfigurator von owayo zusätzlich per E-Mail an ihren zuständigen Sportbund (Sportbund Rheinland: presse@sportbund-rheinland.de; Sportbund Pfalz: info@sportbund-pfalz.de, Sportbund Rheinhessen: presse@sportbund-rheinhessen.de) einreichen, winkt einer von insgesamt 23 Trikotsätzen, bestehend aus 14 Trikots, im Gesamtwert von 15.000 Euro.

„Die Sportvereine im Land stehen nach über zwei Jahren Pandemie bereit, neben den Angeboten vielfältiger Sport- und Bewegungsmöglichkeiten auch ihrer gesellschaftlichen Rolle als ´sozialer Motor´ unseres Landes wieder einzunehmen“, sagt Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen. „Wir möchten insbesondere den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen in den Sportvereinen mit dem #TrikotTag Aufwind verleihen und gemeinsam ein deutliches Signal an alle Rheinland-Pfälzer*innen senden“, ergänzt Rudolf Storck, Präsident des Sportbund Pfalz. Am 1. Juni lautet die klare Botschaft: „Mehr Verein im Sport“.

Weitere Infos zum Aktionstag und dem Gewinnspiel gibt es auf den Homepages der Sportbünde, allgemeine Infos zum #TrikotTag unter https://www.lsb-rlp.de/TrikotTag.

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Beach-Volleyballer ermitteln ihre WVV-Meister im August wieder in Jülich

Düren – Sommer, Sonne, Spitzensport: Zum sechsten Mal richtet der Kreis Düren das Finalturnier um die Beach-Titel des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) aus. Am Samstag und Sonntag, 27. und 28. August, kämpfen die zwölf besten Damen- und 16 besten Herren-Teams an der Rur um die Siegerpokale. Wurden die Sand-Champions zuletzt Corona-bedingt auf der kleinen, umzäunten, mitten im Grünen gelegenen DTV-Beach in Düren ermittelt, so kehrt das Turnier nun wieder auf den Schlossplatz im Herzen den Stadt Jülich zurück.

Den Ausrichtungsvertrag für die Veranstaltung unterzeichneten Landrat Wolfgang Spelthahn, Initiator und zum 21. Mal Schirmherr des Turniers, und  WVV-Präsident Hubert Martens jetzt im Kreishaus Düren. „Wir fühlen uns im Kreis Düren rundum wohl und freuen uns auf das Turnier in Jülich, wo die Bedingungen für die Spieler und Fans erstklassig sind“, strahlte Hubert Martens nach der Vertragsunterzeichnung. Landrat Wolfgang Spelthahn erwiderte das Kompliment: „Wir können uns glücklich schätzen, den Menschen ein solch hochkarätiges Turnier einer mitreißenden Sportart anzubieten – und das dank unserer Sponsoren bei freiem Eintritt.“

Apropos Sponsoren: Um den Hauptsponsor, die Rurtalbus GmbH, in den Focus zu rücken, heißt die Veranstaltung fortan Rur-Beach-Cup. Finanzielle Unterstützung kommt zudem von dem Euskirchener Unternehmen F & S Solar, der Sparkasse Düren, der Entwicklungsgesellschaft indeland und den Stadtwerken Jülich.

Um den Schlossplatz zum Sportplatz umzugestalten, werden dort rund 480 Tonnen Sand aufgeschüttet und eine Tribüne gebaut. Und nicht fehlen – ganz wichtig – darf die Lautsprecheranlage, denn ohne fetzige Musik und die Kommentare des Stadionsprechers würde das Tüpfelchen auf dem I fehlen.

Auch die Hobbyspieler aus dem Kreis Düren sind wieder zum Kräftemessen eingeladen. Ihr Turnier findet wie stets am Freitag vor dem Finalwochenende statt.

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Mit dem Marienschrein zum Katholikentag nach Stuttgart

Aachen/Stuttgart – Der Countdown für den 102. Katholikentag in Stuttgart läuft. Von Donnerstag bis Samstag, 26. bis 28. Mai, sind auch das Bistum Aachen sowie der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen wieder mit einem gemeinsamen Stand auf der Kirchenmeile. Im Gepäck: der nachgebaute Marienschrein, ein virtueller Rundflug durch den Aachener Dom, Informationen rund um die Heiligtumsfahrt Aachen sowie eine kleine Ausstellung zur Kolumbienpartnerschaft. Der Stand trägt die Standnummer 2-SG-06 und befindet sich nahe der Universitätsbibliothek, Keplerstraße 7, 70174 Stuttgart.

Heiligtumsfahrt Aachen: „Entdecke mich“

Es gibt also Vieles zu entdecken – getreu dem Motto der Heiligtumsfahrt „Entdecke mich“. Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer wird die Besucher des Katholikentages am Stand persönlich begrüßen. „Für uns ist das eine gute Gelegenheit auf die Aachener Wallfahrt aufmerksam zu machen. Nachdem wir die Heiligtumsfahrt, die eigentlich 2021 hätte stattfinden sollen, verschieben mussten, freuen wir uns sehr darauf, vom 9. bis 19. Juni 2023 wieder tausende Pilgerinnen und Pilger in Aachen begrüßen zu dürfen“, betont der Aachener Dompropst. Seit 1349 kommen Pilgernde, Glaubende, Suchende und Neugierige zur Aachener Heiligtumsfahrt, bei der die im Aachener Dom befindlichen Heiligtümer verehrt werden. Bei den Tuchreliquien handelt es sich der Überlieferung nach um das Kleid Mariens, das sie in der Geburtsnacht getragen haben soll, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch des heiligen Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu. Sie werden nur alle sieben Jahre dem Marienschrein entnommen.
Mehr zur Wallfahrt: www.heiligtumsfahrt2023.de

60 Jahre Kolumbienpartnerschaft

„Leben teilen“ lautet das Leitwort des diesjährigen Katholikentages – das gut auch die Kolumbienpartnerschaft beschreibt, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert. In diesen Jahrzehnten sind viele Freundschaften entstanden. Außerdem setzt sich das Bistum Aachen für die Versöhnungsarbeit in Kolumbien ein. Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen unterstützt, zusammen mit zahlreichen Verbänden und Gruppen im Bistum, seit langem lokale und regionale Friedens- und Versöhnungsinitiativen in Kolumbien. Zudem werden aus dem Bistum Aachen junge Freiwillige im Rahmen des Sozialen Dienstes für Frieden und Versöhnung (SDFV) in Einjahreseinsätze entsandt.

Mehr zur Kolumbienpartnerschaft: www.kolumbienpartnerschaft.de

Zwei Veranstaltungen mit dem Aachener Bischof

Auch Bischof Dr. Helmut Dieser wird dem gemeinsamen Stand von Bistum Aachen und Diözesanrat der Katholiken einen Besuch abstatten. Der Aachener Bischof nimmt außerdem an zwei Diskussionsveranstaltungen teil, die sich mit dem Thema sexueller Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche beschäftigen. Im Synodalen Weg leitet der Aachener Bischof mit Birgit Mock das Forum „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ und setzt sich dort für eine Reform der katholischen Sexualmoral ein. Dies bekräftigte er auch in der ARD-Dokumentation „Wie Gott uns schuf“. Jeder, der für und in der Kirche arbeite, müsse frei und ohne Angst über sich und seine Person sprechen können, ohne befürchten zu müssen, dass er deswegen eine Kündigung erhält, so der Aachener Bischof.

Freitag, 27. Mai, 14 bis 15.30 Uhr

Jugend | Podium: Gott sei Dank – die Welt ist bunt! Warum nicht die Kirche? Die Zukunft von sexueller Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit

Bischof Dr. Helmut Dieser, Co-Vorsitzender des Synodalforums Leben in gelingenden Beziehungen, Aachen // Miriam Lay, Dekanatsjugendreferentin, Sindelfingen // Theo Schenkel, Religionslehrer und Aktivist bei #Outinchurch, Freiburg/Breisgau
Moderation: Nadine Maier, Wernau

Samstag, 28. Mai, 11 bis 12.30 Uhr

Kirche und Theologie | Großes Podium: Kirche kann bunt – Mit Vielfalt gewinnen #OutInChurch (Live-Übertragung)

Impuls: Dr. Katrin Brockmöller, Direktorin des Kath. Bibelwerks, Stuttgart // Interview: Jens Ehebrecht-Zumsande, Mitinitiator von #OutInChurch, Hamburg // Mechthild Heil MdB, Bundesvorsitzende der Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands, Düsseldorf // Weitere

Podiumsteilnehmende:
Bischof Dr. Helmut Dieser, Co-Vorsitzender des Synodalforums Leben in gelingenden Beziehungen, Aachen // Veronika Gräwe, Kath. LSBT+Komitee, Berlin // Sr. Philippa Rath OSB, Buchautorin und Synodale, Rüdesheim/Rhein

Moderation: Brigitte Vielhaus, Düsseldorf

Der Diözesanrat der Katholiken lädt außerdem gemeinsam mit der Initiative Christians for Future zu einem Abendgebet ein mit dem Titel: Damit wir Schönheit säen nicht Zerstörung – Klimagerechtigkeit und Solidatität  im Braunkohletagebau. Das Abendgebet findet statt am Freitag, 27. Mai, ab 18 Uhr in der Kirche St. Konrad.

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Burgfestspiele Mayen – Auf 80 Seiten durch die Spielzeit!

Mayen – Es ist da: Bunt, kompakt, informativ und kostenlos! Das neue Spielzeitheft der Burgfestspiele liegt ab sofort in Geschäften, in der Touristinfo, der Stadtverwaltung und an anderen Stellen in der ganzen Stadt aus und darf gerne mitgenommen werden! Intendant Alexander May und die Stellvertretende Intendantin Petra Schumacher freuen sich, dass zum ersten Mal in der Historie der Festspiele ein Spielzeitheft aufgelegt wird und Beide sind sicher: Dem Publikum wird’s gefallen!

Unter dem Motto „Querköpfe“ startet die Festspielsaison mit einem großartigen künstlerischen und technischen Team vor, auf und hinter der Bühne in den Theatersommer 2022! Im Spielzeitheft kann man alle kennenlernen: Schauspieler*innen, Regisseur*innen, das Leitungsteam, Musiker*innen und viele mehr. Außerdem gibt es Informationen zu allen Veranstaltungen und Hintergrundinfos zu Spielzeitmotto und Produktionen.

Also: Mitnehmen, weitersagen, Tickets buchen und vorbeikommen! Denn noch viel interessanter als auf Papier wird es IN ECHT ab dem 29. Mai auf den Bühnen der Burgfestspiele!

Tickets für die Burgfestspiele gibt es bei Bell Regional Touristikcenter in der Rosengasse 5 in 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942 oder auch per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de. Informationen zum Programm der Festspiele gibt es unter www.burgfestspiele-mayen.de.