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Konsequenz aus Urteil um Skandal am Nürburgring – Ex-Finanzminister Deubel (SPD) verliert Beamtenpension

Nürburg/Koblenz, 23.11.2020 – Der zu einer Haftstrafe verurteilte ehemalige Finanzminister Ingolf Deubel hat mit seiner strafgerichtlichen Verurteilung seine Pensionsansprüche verloren. Dies entschied das Verwaltungsgericht Koblenz in einem Eilverfahren.

Der ehemalige Finanzminister war wegen Straftaten, welche er während seiner Amtszeit als Minister und als Ruhestandsbeamter begangen hatte, vom Landgericht Koblenz rechtskräftig zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Damit habe er seine Rechte als Ruhestandsbeamter verloren, so die Koblenzer Verwaltungsrichter. Denn nach der einschlägigen Vorschrift im Landesbeamtenversorgungsgesetz verliere ein Ruhestandsbeamter, der wegen einer nach Beendigung des Beamtenverhältnisses begangenen vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren verurteilt worden sei, seine Pensionsansprüche. Diese Vorschrift sei hier anwendbar, obwohl die strafgerichtliche Verurteilung wegen mehrerer begangener Straftaten erfolgt sei. Denn auch ein Ruhestandsbeamter, der durch mehrere Rechtsverstöße zu einer solchen Freiheitsstrafe verurteilt worden sei, habe sich für den öffentlichen Dienst nicht weniger untragbar gemacht als ein Beamter, der eine solche Strafe bereits durch einen einzigen Rechtsverstoß verwirkt habe.

Ob das Beamtenverhältnis des Antragstellers mit dem Eintritt in die Landesregierung – dann seien alle Straftaten ohnehin nach der Beendigung des Beamtenverhältnisses begangen worden – oder erst nach seinem Rücktritt als Finanzminister  geendet habe, könne offenbleiben. Gehe man von Letzterem aus, seien die Untreuetaten vor, die uneidliche Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz aber nach Beendigung des Beamtenverhältnisses begangen worden. An dem Verlust der Pensionsansprüche ändere dies hingegen nichts, so die Verwaltungsrichter. Anders als der Antragsteller meine, könne es nicht auf eine isolierte Betrachtung der für die Taten vor und nach dem Ruhestandseintritt festgesetzten Einzelstrafen ankommen. Denn es ergebe sich ein nicht mit dem Gesetzeszweck (Integrität des Berufsbeamtentums und Ansehen des öffentlichen Dienstes) vereinbarer Wertungswiderspruch, wenn ein Beamter, der zu einer Freiheitsstrafe von über zwei Jahren verurteilt und dessen Taten vor und nach der Beendigung seines Beamtenverhältnisses begangen worden seien, gegenüber demjenigen privilegiert würde, der sämtliche Straftaten nach dem Ende seines Beamtenverhältnisses begangen habe. Gegen diese Entscheidung steht den Beteiligten die Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz zu.

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Kreis Düren beteiligt sich am Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ am 25.November

Düren, 23.11.2020 – Die Corona-Pandemie bringt viele Begleiterscheinungen mit sich, die oftmals selten im Fokus stehen, aber unbedingt in unser aller Blickfeld rücken müssen. Ein Beispiel ist das Thema Gewalt an Frauen. „Gerade jetzt in Corona-Zeiten ist häusliche Gewalt ein Problem. Die Menschen sind vermehrt zuhause, es treten Probleme und Konflikte auf, und oft bleiben Fälle unerkannt“, sagt Andrea Kenter, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren. Aus diesem Grund möchte der Kreis auf den 25. November hinweisen, den „Tag gegen Gewalt an Frauen“ – und gleichermaßen auf das Angebot des Hilfetelefons.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben, an dem sich der Kreis Düren beteiligt. „Es ist sehr wichtig, dass betroffene Frauen wissen, dass gerade in dieser schwierigen Zeit jemand für sie da ist und ihnen helfen kann“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. „Aus diesem Grund beteiligen wir uns als Kreis Düren sehr gerne.“

Unter der Nummer 08000/116016 und via Online-Beratung werden dort Betroffene unterstützt – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten. „Und das Wichtigste ist, dass immer auch lokale Kontakte vermittelt werden“, sagt Kenter. Wer also aus dem Kreis Düren anruft, wird auch im Kreis Düren Hilfe bekommen, barrierefrei und kompetent.

Weitere Informationen gibt es auch unter https://www.hilfetelefon.de/

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Corona-Einreiseverordnung außer Vollzug gesetzt

StädteRegion Aachen, 23.11.2020 – Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am Freitag, 20.11.2020, per Eilbeschluss wesentliche Teile der nordrhein-westfälischen Corona-Einreiseverordnung vorläufig außer Vollzug gesetzt. Der Beschluss ist unanfechtbar. Daraufhin hat das NRW Gesundheitsministerium entschieden, die Corona-Einreiseverordnung NRW als Ganzes nicht mehr anzuwenden. Das Gericht hatte wesentliche Bedenken gegen zentrale Regelungen der Verordnung geäußert. Die Verordnung hat unter anderem auch die Quarantänepflicht für Ein-oder Rückreisende aus so genannten Risikogebieten geregelt. Die auf Grundlage dieser Verordnung beruhenden und bereits begonnenen Quarantänen sind ab sofort nicht mehr bindend.

Aktuelle Zahlen: Die gemeinsam agierenden Krisenstäbe der Stadt und StädteRegion Aachen informieren über die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus. Es gibt heute 254 mehr nachgewiesene Fälle als Freitag, den 20.11.2020. Seit Beginn der Zählung Ende Februar 2020 steigt damit die Zahl der nachgewiesen Infizierten auf 9565. 8230 ehemals als positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind aus der Quarantäne entlassen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt aktuell bei 164. Hinzugekommen sind eine 84-jährige Frau sowie ein 78-jähriger Mann. Beide waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit sind in der StädteRegion Aachen aktuell 1171 Menschen nachgewiesen infiziert und die Sieben-Tage-Inzidenz* liegt bei 159.

Die Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen:

 

Kommune Aktiv Gesamt 7-Tage-Inzidenz
Aachen 468 4100 145
Alsdorf 110 916 178
Baesweiler 60 725 148
Eschweiler 140 899 200
Herzogenrath 88 831 157
Monschau 8 161 86
Roetgen 10 76 104
Simmerath 18 201 71
Stolberg 178 975 244
Würselen 79 654 111
noch nicht lokal zugeordnet 12 27  
Gesamtergebnis 1171 9565 159

*Sieben-Tage-Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen geschehen sind. Damit die Daten vergleichbar sind, wird Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner berechnet. Sie ist eine wichtige Kennzahl, nach der sich die Corona-Maßnahmen richten.

NRW-weiter Kontrolltag in Bussen und Bahnen

Am morgigen Dienstag, 24. November, kontrolliert die Bundespolizei gemeinsam mit den örtlichen Ordnungsbehörden die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln und an den Bahnhöfen. Wer ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen.

Informationsformular zum Grenzübertritt

Die Euregio Maas Rhein hat ein Informationsformular zum Grenzübertritt erstellt, um die Bürgerinnen und Bürger besser über die Maßnahmen in den drei Ländern zu informieren. Im Fokus stehen alltägliche Fragen wie: Kann ich noch nach Deutschland reisen, um meine Einkäufe zu erledigen? Kann ich meine Familie in den Niederlanden besuchen? Kann ich im Hohen Venn wandern gehen?

Das Webformular deckt die meisten Situationen ab, mit denen Grenzgänger und Grenzgängerinnen konfrontiert sein könnten.

Dieses Formular ist jetzt online und kann von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Das Formular ist auf der Website der Euregio Maas-Rhein einsehbar unter: https://crossing-borders.euregio-mr.info/de

 Gemeinsames Abstrichzentrum am Aachener Tivoli: Auch Reiserückkehrer aus Risikogebieten werden ab sofort hier getestet.

Stadt und StädteRegion Aachen haben Anfang November in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung am Aachener Tivoli ein Gemeinsames Abstrichzentrum (GAZ) in Betrieb genommen.

Getestet werden hier:

  • Personen mit mehrere Symptomen an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen,
  • Personen, die die ein positives Schnelltestergebnis beim Hausarzt hatten oder die von Zuhause aus in ein Reha-Zentrum bzw. eine Pflegeeinrichtung aufgenommen werden sollen,
  • Personen, deren Corona-Warn-App „rot“ anzeigt sowie
  • Beschäftigte an Schulen und Kitas.

Die Termine werden nur ONLINE vergeben unter www.staedteregion-aachen.de/gaz. Bei der Online-Terminvergabe muss man schon eine Reihe von Angaben zum Grund für die gewünschte Testung und zum eigenen Gesundheitszustand machen. Das Formular wird regelmäßig an die Teststrategie des Robert-Koch-Instituts angepasst.

Kontaktpersonen ersten Grades, Menschen mit positiven Schnelltests in Heimen und anderen Einrichtungen sowie Reihentestungen werden durch das Gesundheitsamt informiert und zu einem Termin eingeladen.

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IHK Chef ist neuer Honorarkonsul von Luxemburg

Region/Trier, 23.11.2020 – Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der IHK Trier hat das Ehrenamt übernommen. Durch das großherzogliche Dekret vom 09. Oktober 2020 wurde Dr. Jan Glockauer zum neuen Honorarkonsul des Großherzogtums Luxemburg in Trier ernannt. Nach Erteilung des Exequaturs durch die Bundesregierung am 05. November 2020, kann Dr. Glockauer seine Tätigkeit ab sofort offiziell ausüben. Er übernimmt die Nachfolge von Klaus Jensen, welcher seit 2015 das Großherzogtum als Honorarkonsul in Trier vertrat.

Der Konsularbezirk umfasst die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (ehem. Regierungsbezirke Trier und Koblenz).Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn beglückwünschte Dr. Glockauer zu seiner Ernennung als Honorarkonsul, und sagte: „Dank seiner guten Vernetzung, sowohl in Luxemburg wie auch in Rheinland-Pfalz, wird Dr. Glockauer dazu beitragen die nachbarschaftlichen Beziehungen Luxemburgs mit Trier und Rheinland-Pfalz weiter zu vertiefen, indem er Kontakte auf der wirtschaftlichen sowie kulturellen Ebene erleichtern wird. Dies ist umso wichtiger in Zeiten der Corona-Pandemie.“

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Ganztägige Abschlussübung der Feuerwehr Plaidt unter Corona-Bedingungen

Plaidt, 23.11.2020 – Ein Mammutprogramm hatten die Organisatoren der Feuerwehr Plaidt für die Jahresabschlussübung am 31. Oktober 2020 auf die Beine gestellt. Zehn Stunden lang hielten sie die Mannschaft des Löschzuges auf Trab. Neben mehreren Unterweisungen wurden auch zwei schwierige Übungseinsätze absolviert.

2.) Ein PKW hatte im Bereich des Freibades ein Traktorgespann gerammt, war in die Böschung gestürzt und auf der Fahrerseite liegen geblieben. Foto: Feuerwehr Plaidt

Auch um die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, wurden mehrere Kleingruppen gebildet, die dann abwechselnd die Stationen durchlaufen mussten. So gab es eine Erste-Hilfe-Schulung, in der die Anwendung eines „automatisierten externen Defibrillators“ (AED) trainiert wurde. Auf dem Übungsgelände zeigten die Ausbilder den sicheren Umgang mit Motorkettensäge, -trennjäger und Säbelsäge. Mehrgasmessgerät und Wärmebildkamera waren Thema der dritten Station in der Fahrzeughalle. Im Schulungsraum wurden die Feuerwehrfrauen und -männer zum Verhalten im Straßenverkehr bei Einsatzfahrten oder auf dem Weg zum Gerätehaus unterwiesen.

Übungspuppe reanimiert

Spannend wurde es aber vor allem in den Pausen zwischen den Stationen. Denn die Übungsleiter Dirk Schwindenhammer, Lukas Bonn und Christian Haas spielten Übungseinsätze ein, auf die schnell reagiert werden musste. Zum ersten Mal ertönten die Piepser der Feuerwehrleute gegen 10 Uhr. Ein PKW hatte im Bereich des Freibades ein Traktorgespann gerammt, war in die Böschung gestürzt und auf der Fahrerseite liegen geblieben. Der Löschzug rückte mit sechs Fahrzeugen aus. Vor Ort übernahm Kai Schwindenhammer die Einsatzleitung. Zwei Verletzte mussten versorgt werden. Eine Übungspuppe wurde sogar reanimiert.

Der Fahrer des PKW musste bei der Übung mit hydraulischen Geräten aus dem Fahrzeug befreit werden. Foto: Feuerwehr Plaidt

Eine weitere Puppe befreiten die Rettungskräfte mit hydraulischen Geräten aus ihrem Auto. Zusätzlich entfachte noch ein Feuer am Traktor, welches schnell gelöscht werden konnte. „Alle Hände voll zu tun. Fast wie in Realität“, schmunzelte Wehrführer Dirk Schwindenhammer nach getaner Arbeit. Mit dem Ablauf zeigte er sich zufrieden. „Verbesserungspotenzial, aber überwiegend Kleinigkeiten, die oft auch der Übungskünstlichkeit geschuldet sind, gibt es aber auch hin und wieder“, so Schwindenhammer kritisch.

Gleich nach der Mittagspause, die ebenfalls unter Beachtung der „Corona-Regeln“ in der Fahrzeughalle der Feuerwehr stattfand, ertönten erneut die Alarmglocken. Diesmal hatte die Brandmeldeanlage der St. Josefs Werkstätten ausgelöst. Vor Ort wurde jedoch, wie vom Übungsteam geplant, ein Fehlalarm festgestellt, so dass ausreichend Zeit blieb, die Anlage zu erkunden. Dirk Gorges, Brandschutzbeauftragter der Werkstätten, erläuterte zudem die Besonderheiten der Einrichtung.

Brand in Schreinerei Graf

Gegen 16 Uhr wurde der Löschzug Plaidt dann noch einmal alarmiert. Diesmal brannte es in der neuen Schreinerei von Norbert Graf im Industriegebiet Plaidt-Süd. Ein Mitarbeiter hatte sich schwer verletzt nach draußen gerettet. Eine lange Metallstange hatte jedoch seinen Arm durchbohrt. Um ihn zu versorgen und transportfähig zu machen, durchtrennten die Einsatzkräfte die Stange mit dem Trennjäger. Währenddessen suchten weitere Feuerwehrleute nach der zweiten Person in der dicht verrauchten Werkstatt. Atemschutzgeräte und ein Überdrucklüfter kamen zum Einsatz. Auch der zweite Mitarbeiter wurde gefunden und erstversorgt. Im Hintergrund verlegte die Mannschaft des Mehrzweckfahrzeugs eine etwa 500 Meter lange Schlauchleitung. Im Einsatzleitwagen liefen die Funksprüche zusammen. Diesmal leitete Wehrführer Dirk Schwindenhammer selbst den Übungseinsatz. Knapp 30 Feuerwehrfrauen und -männer waren mit sechs Fahrzeugen beteiligt. „Ich bin sehr froh, dass die Mannschaft trotz der Widrigkeiten mitzieht. Das ist nicht selbstverständlich“, betonte Dirk Schwindenhammer.

Übungsdienst stark eingeschränkt

Seit dem 2. November hat die Feuerwehr ihren Übungsdienst stark eingeschränkt. Es wird sich zu Ausbildungs- und Wartungszwecken nur noch in kleineren Gruppen getroffen, um das Infektionsrisiko zu minimieren und zu verhindern, dass im Falle eines Infektionsverdachts gleich die gesamte Mannschaft von Quarantänemaßnahmen betroffen wäre. „Im Einsatzfall ist die Feuerwehr trotzdem für die Bürgerinnen und Bürger da. Wir schützen uns dann mit Alltagsmasken, halten möglichst Abstand. Die Einsatzfahrzeuge werden nicht mehr voll besetzt und alles muss dokumentiert werden. Je nach Patientenkontakt werden auch Schutzanzüge, Handschuhe, Schutzbrillen und Atemschutzmasken getragen“, erklärte der Wehrführer.

Mehr zur Feuerwehr Plaidt unter www.feuerwehr-plaidt.de

Ein Video der Abschlussübung gibt es hier: https://youtu.be/-IgyX9rHb1w

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Über 2400 Bäume werden für den Klimaschutz ausgegeben

Düren, 23.11.2020 – Die beste Pflanzzeit ist jetzt: Daher werden schon in wenigen Tagen rund 2430 heimische Gehölze an über 500 Antragsteller ausgegeben, die sich je im Rahmen des Klimaschutzprogrammes des Kreises Düren „1000×1000: Energie generieren – Energie einsparen“ bis zu fünf Bäume gesichert haben. Die Laubbäume werden über das Klimaschutzprogramm finanziert und den Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

 Bereits im Juli dieses Jahres ist das Klimaschutzprogramm des Kreises Düren an den Start gegangen. Ein Punkt der vielen Projekte: 1000 Bäume für den Kreis Düren. „Am Ende sind es über 2400 Bäume geworden, das ist ein großartiges Ergebnis“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Resonanz war so groß, dass bis zum Oktober schon 506 Anträge eingegangen waren, weitere folgten, so dass die Anzahl der Bäume deutlich erhöht wurde. „Jeder einzelne Baum verbessert unser Klima, daher freuen wir uns über die rege Teilnahme am Förderprogramm“, so Spelthahn weiter.

Am Wochenende, 27. und 28. November, folgt nun die Ausgabe der wurzelnackten Bäumchen (Freitag von 10 bis 17 Uhr und Samstag von 8 bis 16 Uhr). Die Ausgabe findet am Dürener Badesee statt, um coronakonform agieren zu können. Das weitläufige Rondell am Badesee bietet die Möglichkeit, in einem Einbahnstraßen-System eine der Ausgabestationen anzufahren, die Bäume einzuladen und wieder abzufahren. Zuvor erhalten alle Antragsteller eine E-Mail mit umfangreichen Informationen sowie einen personalisierten Abholschein, der ihnen postalisch zugesandt wird. Dieser muss beim Abholvorgang vorgezeigt werden. „Natürlich möchten wir etwas für unser Klima tun und unter anderem Bäume pflanzen. Aber wir möchten auch niemanden in Gefahr bringen, daher hat sich das Amt für Kreisentwicklung und Klimaschutz des Kreises Düren sehr viele Gedanken zur Ausgabe gemacht und ein gelungenes Konzept entwickelt“, sagt Landrat Spelthahn.

Da das Programm so gut angenommen wurde, wird es im Sommer nächsten Jahres fortgesetzt. Dann besteht erneut die Möglichkeit, Laubbäume für den heimischen Garten oder die Gemeinde zu beantragen.

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Gelungene Teilnahme von Wittlich und Prüm am TRI-LUX BarCamp Digitalisierung

Prüm/Wittlich, 23.11.2020 – Think global, stay local – Was wir aus Corona gelernt haben (sollten). Im Rahmen des diesjährigen Tri-Lux BarCamps fanden am 30. und 31. Oktober rund 150 Teilnehmende online unter dem Motto „Act global-stay local“ zusammen und arbeiteten an zwei Tagen gemeinsam an digitalen Lösungen für die aktuellen und vor allem zukünftigen Herausforderungen aus der Grenzregion Trier-Luxemburg.

Foto: Frank Hoffmann

Die Neuauflage des diesjährigen Online-Events stand ganz im Zeichen der Corona-Krise. Der thematische Fokus lag auf der „Digitalisierung“ und der Frage, wie Digitalisierung und Innovationen Menschen, ihre Produkte, Dienstleistungen, Kundenbeziehungen und Arbeit in Zeiten der Corona-Krise verändern.

Das offene Format BarCamp setzt auf die Einbindung verschiedener Branchen und Akteure aus der Grenzregion Trier-Luxemburg. Es will damit wichtige Innovations- und Technologieimpulse schaffen. Das als Hybridveranstaltung durchführte Tri-Lux Barcamp fand an beiden Tagen sowohl online als auch dezentral an insgesamt 5 Veranstaltungsorten in Trier, Wittlich und Prüm statt. Das Tri-Lux Bar-Camp sucht innovative Ideen für neue und mutige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zur Bewältigung des digitalen Wandels in Zeiten von Digitalisierung und der Corona-Krise.

Unterschiedliche Akteure aus kleinen und mittleren Unternehmen, Wissenschaft, Gründer, Start-ups und etablierte IT – Unternehmen aus der Grenzregion Trier-Luxemburg vernetzten sich im Rahmen der Veranstaltung untereinander und diskutierten darüber, wie mithilfe der Digitalisierung innovative Antworten auf Fragen zur Bewältigung des „digitalen Wandels“ gefunden werden konnten. An beiden Veranstaltungstagen konnten erste gemeinsame Projektideen erkannt, zukünftige Projektpartner gefunden und erste Lösungsansätze entwickelt werden. In rund 30 Sessions diskutierten die
Teilnehmenden zu unterschiedlichsten Themen, von der „virtuellen Zeitreise im Städtetourismus“, über die „Digitalisierung im Handwerk“ bis hin zur „beruflichen Integration hochgradig sehbehinderter Menschen“.

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30 Jahre Wirtschafts-fachschule mit Schwerpunkt Tourismus am Berufskolleg Eifel

Kall, 23.11.2020 – Die Oberstufe der Wirtschaftsfachschule präsentiert ihre Großprojekte. Am 18. November 2020 war es soweit: Die Studierenden der Wirtschaftsfachschule am Berufskolleg Eifel stellten die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten den Lehrkräften und vor allem ihren Auftraggebern vor. Die Veranstaltung war der Höhepunkt der Ausbildungszeit der Studierenden und dazu begrüßte der Schulleiter Holger Mohr feierlich alle Anwesenden in der Aula.

Grund zum Feiern gab zudem das 30-jährige Bestehen der Wirtschaftsfachschule, auch wenn die größeren Festivitäten coronabedingt erst im kommenden Jahr unter dem Motto „Jubiläum 30 plus 1“ stattfinden werden.

In diesen 30 Jahren wurde bereits eine große Zahl erfolgreicher Projektarbeiten in Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Betrieben, Organisationen und Gemeinden realisiert.

Foto: Timo Schäfer (WFT20)

In diesem Jahr wurden zuerst die Ergebnisse für die Touristik GmbH Gerolsteiner Land präsentiert. Der Auftrag an die Teammitglieder Kathrin Derichs, Janina Horn, Sarah Kadoura, Jean-Pierre Kaumanns und Margit Mossakowski lautete zum einen, die Bedeutung des Radtourismus für die Region zu ermitteln. Dazu führte das Team Umfragen durch und wertete diese aus. Zum anderen sollte ein radtouristisches Konzept inklusive Vermarktung und Vertrieb entwickelt werden. In beiden Teilen zeigten die Teammitglieder überzeugende Ergebnisse.

Foto: Timo Schäfer (WFT20)

Das zweite Projekt bildete eins der vier Elemente – das Wasser. Dieses Projekt, ausgearbeitet von Niko Gobien, Martin Passbach, Kathrin Rader, Christina Reuter und Adrian Scheben, drehte sich nämlich um die Kneipp-Anlagen in Gemünd. Die Stadt Schleiden hatte die Entwicklung eines Konzepts zur zielgruppenspezifischen Neuausrichtung beauftragt. Das Team verwies in seiner Präsentation auf das zunehmende Gesundheitsbewusstsein unterschiedlicher Zielgruppen und baute sein Konzept auf dem Prinzip des Story-Telling auf. Im Mittelpunkt der zu erzählenden Geschichte steht der Namensgeber Sebastian Kneipp sowie seine 5 Säulen der Gesundheit: Kraft der Kräuter, Leben in Bewegung, Innere Balance, Gesundheit und Genuss und die Kraft des Wassers.

Im Anschluss stellte das Team Eric Haar, Jacqueline Juhrs, Natalia Los, Erik Steinwede und Tim Theisen ein Nutzungskonzept zur Vermarktung des InfoCenters Langerwehe vor. Auftraggeber war der Indeland Tourismus e.V., der dieses InfoCenter betreibt, mit dessen Auslastung jedoch noch nicht zufrieden ist. Auch hier fußten die Handlungsvorschläge auf einer eingehenden Analyse und das Team stellte das von ihm entwickelte „Vier-E-Konzept“ vor, wohinter sich die Begriffe Erkennbarkeit, Erreichbarkeit, Expansion und Erfolg verbergen.

Den Abschluss bildete das vierte Projekt, welches von der Stadt Heimbach in Auftrag gegeben wurde. Hier galt es, für die Stadt ein Tourismuskonzept zu entwickeln. Dieser Aufgabe nahmen sich Eda Akin, Jan Baron, Julian Damerau, Benedikt Fischer und Willi Heinze an. Sie zeigten in ihrer Präsentation zunächst die Ergebnisse ihrer Analysen und stellten im Anschluss vor, welche Angebote die Stadt potenziellen Zielgruppen bieten könnte. So schlagen sie zum Beispiel ein Freizeitprogramm für Familien vor, dass auf der Idee von „Heimbach-Steinen“ basiert.

Die Abteilungsleiterin Brigitte Sonnenschein und der Bildungsgangleiter Andreas Fuchs, der durch den Tag führte, bedankten sich bei den Auftraggebern für die interessanten Aufgaben und konnten auch in diesem Jahr wieder eine erfolgreiche Veranstaltung bilanzieren. Das war nicht zuletzt auch den Studierenden der Unterstufe zu verdanken, die im Rahmen der zurzeit gegebenen Möglichkeiten für das leibliche Wohl aller Anwesenden sorgten. Und im nächsten Jahr sind genau diese Studierenden an der Reihe, zugkräftige Projektideen zu realisieren. Wir sind gespannt!

Anmeldungen für die Wirtschaftsfachschule am Berufskolleg Eifel für das Schuljahr 2021 sind unter info@bkeifel.de möglich. Text: Verena Faltysek

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Online-Umfrage gestartet: „Ehrenamt im Kreis Düren – Wir wollen es wissen!“

Düren, 23.11.2020 – Nachbarn kaufen füreinander ein, Stoffmasken werden im Akkord genäht und im Ort ausgegeben und Menschen spenden Geld, damit Vereine und Initiativen erhalten bleiben. Die Corona-Pandemie zeigt einmal mehr, was unsere Gesellschaft zusammenhält – das Ehrenamt. Um zu erfahren, wie das Ehrenamt genau unterstützt und gefördert werden kann, führt der Kreis Düren gemeinsam mit dem Institut für soziale Innovation aus Düsseldorf eine Online-Umfrage durch.

 Unter dem Motto „Ehrenamt im Kreis Düren – Wir wollen es wissen!“ können Organisationen, Vereine, bereits Engagierte oder noch Unentschlossene aus dem Kreis Düren ab sofort bis zum 11. Dezember 2020 mitmachen. Die Umfrage ist anonym und dauert nur zehn Minuten. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für ein Handlungskonzept, das zukünftig erarbeitet werden soll. Die Durchführung der Umfrage wird im Rahmen des Projektes „Demografiewerkstatt Kommunen“ (DWK) durch das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt.

Weitere Informationen zur Online-Umfrage erhalten Sie beim Amt für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren des Kreises Düren telefonisch bei Frau Carolin Möller unter 02421/22-1051414 oder per E-Mail an amt51@kreis-dueren.de.

Zur Online-Umfrage gelangen Sie über den Kurzlink kreis-dueren.de/demografie.

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2,2 Mio. Euro in Erweiterungsbau der Kath. Offenen Ganztags Grundschule investiert

Eschweiler, 23.11.2020 – Die Kath. Grundschule Barbaraschule wird seit dem Jahre 2013 im Verbund geführt; d.h. sie hat zwei Standorte, den Hauptstandort am Stich und den Nebenstandort in Röthgen, im ehemaligen Schulgebäude der Kath. Grundschule Eschweiler-Röthgen.
Aufgrund gesunkener Schülerzahlen musste die ehemalige KGS Röthgen als eigenständige Grundschule geschlossen werden und wird dem Schuljahr 2013/14 als Teilstandort der KGS Barbaraschule fortgeführt.

Eine offizielle Einweihung war pandemiebedingt leider nicht möglich und wird – sobald es die Lage zulässt – nachgeholt. Foto: Stadt Eschweiler

Die KGS Röthgen war über Jahre eine zweizügige Grundschule und hauptsächlich im Schulgebäude, einem Altbau aus dem Jahre 1901/02, untergebracht, der provisorisch in den 60iger-Jahre ergänzt wurde um Pavillonklassen, die auf dem Schulhof u.a. Schulraum für die Grundschule ergänzte als auch anderweitig genutzt wurde.
Diese Pavillonklassen waren allerdings eigentlich als Übergangslösung gedacht. Ihre Nutzungsdauer war bereits seit Jahren überschritten. Wenn auch die Schule am Teilstandort Röthgen inzwischen nur noch einzügig ist, konnte der für eine offene Ganztagsgrundschule notwendige Raumbedarf alleine im Hauptgebäude nicht allumfänglich sichergestellt werden.

Aufgrund dessen stimmte der Planungs-, Umwelt und Bauausschuss am 22.11.2018 nach Vorberatung im Schulausschuss am 07.11.2018 der Planung für einen Ersatzbau am Teilstandort Röthgen zu.
Nachfolgend einige Eckdaten zum Bau:
Baukosten: 2,2 Mio. € (inkl. Rückbau der Containeranlage)
Bauzeit: Abbruch der Container (Pavillonklassen) im Juli 2019,
Baubeginn: August 2019
Bauaufsichtliche Abnahme: Oktober 2020
Inbetriebnahme: 16. November 2020
Fläche:
Brutto-Grundfläche: 700 m², Brutto-Rauminhalt: 3.540 m³, Nutzfläche: 595 m² Raumprogramm:
3 Gruppenräume
1 Mensa
1 Büro
2 Mehrzweckräume mit mobiler Trennwand verbunden
Nebenräume
Es handelt sich um ein Bauwerk in eingeschossiger Massivbauweise. Die Fassade besteht aus Klinker und Trespa-Fassade. Geplant wurde das neue Gebäude durch das in Eschweiler ansässige Architekturbüro Wolf-Völker Rehahn Architekten.

Die Schule ist nach der Schulentwicklungsplanung insgesamt stabil dreizügig mit Tendenz zur Vierzügigkeit. Am Teilstandort gelangte in der Vergangenheit oftmals nur gerade die Mindestanzahl von Schülerinnen und Schülern, die zur Bildung einer Eingangsklasse erforderlich sind (mindestens 15), zur Anmeldung. Inzwischen erfreut sich der Standort wieder wachsender Beliebtheit und hat wieder über 20, aktuell sogar 30 Anmeldungen für das erst Schuljahr (höchste Anmeldezahl seit 2007).

Dies macht deutlich, dass der Schulstandort wieder attraktiver wird und nach dem Grundgedanken „Kurze Beine – kurze Wege“ nun doch verstärkt Eltern aus dem Stadtteil Röthgen auch ihre Kinder vor Ort anmelden. Die Attraktivität ist zum einen geprägt durch die äußeren Rahmenbedingungen, die der Schulträger schafft durch attraktive Schulgebäude und Schulgelände. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass der Schulhof der Schule ab dem nächsten Jahr erneuert wird und die Wohlfühlqualität sowohl in den Pausen als auch außerhalb des Unterrichts für die Kinder der Schule und des Stadtteils steigern wird. Darüber hinaus sind zudem noch die Fassadensanierung des Altbaus, die Erneuerung und Verlegung der WC-Anlage und eine gestalterische Aufwertung der Pausenhalle geplant.

Durch die Optimierung dieser äußeren Gegebenheiten werden die Rahmenbedingungen für guten Unterricht und eine angenehme Aufenthaltsqualität geschaffen. Die Attraktivität einer Schule steht und fällt neben den räumlichen Gegebenheiten aber natürlich in Hauptsache mit dem Engagement der unterrichtenden Lehrkräfte, der Sozialpädagogen und pädagogischen MitarbeiterInnen des Ganztags. In Röthgen sind sowohl die Lehrkräfte als auch alle übrigen Pädagogen und Mitarbeiter des OGS-Trägers des Deutschen Kinderschutzbunds sehr engagiert und leisten den inhaltlichen Input.

Eine offizielle Einweihung ist pandemiebedingt leider nicht möglich und wird – sobald es die Lage zulässt – nachgeholt.

Dennoch wird das Gebäude – im Rahmen des Pressetermins – von Herrn Diakon Haak eingesegnet.