Kategorien
News

Belgisches Gericht in Brüssel weist die Klage der StädteRegion Aachen gegen den Weiterbetrieb von Tihange 2 ab

StädteRegion Aachen, 03.09.2020 –  Am Donnerstag, 03.09.2020 ist die Klage der „Dreiländerregion gegen Tihange“ auf sofortige Stilllegung des maroden Atomreaktors „Tihange 2“ vor dem Gericht in erster Instanz in Brüssel abgewiesen worden. Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier bringt die Enttäuschung auf den Punkt: „Die StädteRegion Aachen, die Stadt Maastricht, die luxemburgische Stadt Wiltz sowie neun natürliche Personen, zwei Bundesländer und zwei Unternehmen aus der Region haben mit uns geklagt. Ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass wir sehr gute Argumente vorgebracht haben, damit das gefährliche Spiel der Betreiber mit der Sicherheit von Millionen Menschen endlich ein Ende hat. Insofern enttäuscht dieses Urteil.“ Die Klagegemeinschaft will jetzt die detaillierte Urteilsbegründung analysieren.

Ein Gutes zieht Grüttemeier dann aber doch aus der langen und intensiven juristischen Auseinandersetzung um den Bröckelreaktor, der nur 60 Kilometer von Aachen entfernt steht: „Mittlerweile ist klar geworden, dass es zumindest für diesen gefährlichsten belgischen Meiler Tihange 2 keine Laufzeitverlängerung geben wird und er 2023 vom Netz gehen wird. Zwischenzeitlich war der weitere Betrieb ein konkreter Plan, den die Betreiber hatten. Damit ist für uns zumindest klar, dass die unerträgliche Situation der ständigen Angst vor einem Unfall im schon sichtbar in die Jahre gekommenen Atomreaktor in absehbarer Zeit ein Ende haben wird. Das ist sicher auch ein Erfolg unserer Klage, die von allen Fraktionen im Städteregionstag mit eingereicht und engagiert unterstützt worden ist“, so Tim Grüttemeier. „Ganz besonders danken möchte ich den tausenden Menschen, die über Ländergrenzen hinweg aktiv geworden sind und gegen diese Gefahr aufgestanden sind.“

Eine breite Allianz unter Führung der StädteRegion Aachen hatte schon Ende 2016 in Brüssel eine Klage gegen den Weiterbetrieb von Tihange 2 auf den Weg gebracht. Sie alle haben ihre persönliche Betroffenheit geltend gemacht und wegen einer Gefährdung von Leib, Leben und Gesundheit, die nach ihrer festen Überzeugung von Tihange 2 ausgeht geklagt. Zu den Klägern gehören auf der deutschen Seite die Vorsitzenden der im Städteregionstag vertreten Fraktionen, der Vorsitzende des Personalrates der StädteRegion, die Aachener Verlagsgesellschaft, Weiss Druck sowie die Bundesländer NRW und Rheinland-Pfalz. Sie alle eint auch heute noch die klare Forderung, Tihange 2 unverzüglich stillzuzulegen oder zumindest abzuschalten, bis die Sicherheit lückenlos und wissenschaftlich fundiert nachgewiesen wird.

Die Klage richtete sich gegen den Belgischen Staat, die Föderalagentur für Nuklearkontrolle (FANC) sowie den belgischen Stromversorger und Betreiber der Atomkraftanlage Engie Electrabel.

Nachdem im Jahr 2018 in den Sicherheitsbunkern einiger Tihange-Reaktoren der Abbau von Beton sowie Anomalien in den Stahlverstärkungen festgestellt worden waren, hatte die Klagegemeinschaft Ende Dezember 2018 neue Argumente in das laufende Gerichtsverfahren eingebracht. Angeblich seien zwischenzeitlich Betonbunker saniert worden. Einen Sicherheitsnachweis gibt es indes auch heute noch immer nicht. Nach rund einem Jahr Stillstand ging Tihange 2 im Juli 2019 wieder ans Netz, musste aber wegen technischer Probleme schon Anfang Oktober 2019 wieder heruntergefahren werden. Mitte Juni 2020 fand die mündliche Verhandlung in Brüssel statt, bei der Klägergemeinschaft und Beklagte ihre Argumente vorgetragen haben.

Kategorien
Wirtschaft

VR-Bank Nordeifel eG Immobilien – Die Experten in der Region

Südkreis Euskirchen, 03.09.2020 – Von hohen Corona-Fallzahlen blieb die Nordeifel bislang glücklicherweise verschont. Eine Auswirkung bringt die Corona-Krise jedoch für unseren ländlichen Raum mit sich: Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist spürbar gestiegen, angefacht vor allem durch Kaufinteressenten aus urbanen Räumen.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Nordeifel übt eine hohe Anziehungskraft auf Touristen aus. Die von immer mehr Menschen als lebenswert empfundene Wohnsituation in naturnaher Umgebung sowie die im Vergleich zu den städtischen Ballungsräumen günstigen Grundstücks- und Wohnimmobilienpreise lassen bei vielen sogar zunehmend den Wunsch aufkommen, dort zu leben, wo andere Urlaub machen.

Immer mehr Menschen schätzen die Symbiose von wunderschöner Natur und hohem Freizeitwert – Eigenschaften, welche die Kommunen im Kreis Euskirchen prägen. Gleichzeitig ermöglichen es genau diese Merkmale, die Kommunen durch eine zielgerichtete Grundstücksentwicklung noch zugkräftiger zu machen und weiter nach vorne zu bringen.

Dabei ist es wenig erstaunlich, wenngleich es zunächst unglaublich anmutet: Wer beispielsweise künftig im Gemeindegebiet von Nettersheim, Dahlem oder Kall wohnt und weiterhin in Köln oder Bonn arbeitet, gelangt dann nicht selten genauso schnell zum Arbeitsplatz oder von dort nach Hause wie zuvor mit Wohnsitz in der Stadt oder den städtischen Vororten. Bahnanschluss und Autobahnnähe machen es möglich! Das bringt einen Zeitgewinn, der sich durch den hohen Freizeitwert in der Nordeifel sprichwörtlich unmittelbar auszahlt.

In den Rathäusern der genannten Kommunen, deren Wohngebiete sich traditionell auch hoher Beliebtheit bei potenziellen Neubürgern erfreuen, bleiben diese Entwicklungen natürlich nicht unbemerkt.

Ziel der Immobilienabteilung der VR Bank Nordeifel eG und der Kommunen ist es vor allem, die Baulücken in den Ortskernen zu schließen, die dörflichen Strukturen in den Ortschaften zu erhalten und die Dörfer möglichst flächenmäßig nicht willkürlich zu vergrößern. Eine Ortschaft flächenmäßig zu vergrößern, ohne die Ortskerne entsprechend zu stärken und zu fördern, birgt die Gefahr, dass wichtige gesellschaftliche Strukturen in den Ortschaften verloren gehen. Damit die Ortskerne nicht im Leerstand enden, ist es wichtig, den Flächenverbrauch nicht nur auf die Ortsrandlagen und die Neuausweisungen zu fokussieren.

„In den Hauptorten und in den dazu zählenden Ortschaften gibt es einen nennenswerten Bestand an unbebauten Grundstücken. Gerne möchten wir seitens der VR-Bank Nordeifel eG die Eigentümer animieren, entweder selbst darauf zu bauen und Mietwohnraum zu schaffen. Oder sie verkaufen die Grundstücke zu guten Konditionen und nutzen den Erlös anderweitig“, so formuliert Stefan Lippertz, Stadtplaner und Abteilungsleiter der VR-Bank Nordeifel eG Immobilien.

Und er setzt in Richtung der Grundstückseigentümer noch eins drauf: “Wenn Sie verkaufen wollen, dann vermarkten wir Ihr Grundstück deutlich über dem aktuellen Bodenrichtwert! Und nicht nur das. Ihre VR-Bank Nordeifel hat für jegliche Belange versierte Ansprechpartner – ob Sie nun den Verkaufserlös in eine Immobilie investieren oder Ihr Vermögen anderweitig optimieren möchten. Unsere hauseigenen Experten des Teams ‚Vermögensmanagement‘ unterstützen Sie bei Ihrer strategischen Vermögensplanung zur Erreichung Ihrer individuellen Vermögensziele, oder Sie nutzen die Kompetenz unserer Baufinanzierer und bauen selbst.“

Wer an der lukrativen Vermarktung seines Baugrundstücks interessiert ist, erreicht Stefan Lippertz telefonisch (02445 9502 628) oder per Mail stefan.lippertz@vr-banknordeifel.de.

Kategorien
Top-Themen

Interviewreihe zur Dienstleistungs-Genossenschaft Eifel eG (DLG) wird weiter fortgesetzt: Bert Kantelberg, Geschäftsführer (CEO) Papstar

Schleiden, 03.09.2020 – Der Region gegenüber verplichtet. Ein Gespräch mit Bert Kantelberg, Geschäftsführer (CEO) beim international tätigen Kaller Unternehmen Papstar.

Die DLG Eifel folgt einem modernen Gedanken: „Gemeinsam ist man stark“.

Bert Kantelberg: Ja, das ist für die Zukunft enorm richtig und wichtig. Als Mitgründungsunternehmen der DLG Eifel sowie Entwicklungs- und Pilotpartner des staatlich geförderten Projekts ‚Gesunde Region Eifel‘ stehen wir natürlich voll und ganz hinter der genossenschaftlichen Idee, durch gemeinschaftliches Engagement oder die Bündelung von Kräften den Einzelnen wirtschaftlich stark zu positionieren.

Ein starkes Netzwerk wie DLG Eifel macht auch die Region für Arbeitnehmer attraktiv?

Den erfolgreichen PAPSTAR-Werdegang konnten wir über mehrere Jahrzehnte von der Eifel aus vorantreiben – eine sehr lebenswerte Region; wir können uns alle glücklich schätzen, hier arbeiten und leben zu dürfen. Diese Erkenntnis gilt es jetzt an junge Menschen – Stichwort Fachkräftemangel – weiterzugeben. Ein starkes Netzwerk innovativer Arbeitgeber verschiedenster Fachgebiete kann sicherlich zu einer spürbaren Attraktivitätssteigerung der Eifel in ihrer Gesamtheit führen. Unterstützung, Rücksichtnahme, Verständnis und Gemeinschaftssinn sind Grundtugenden, die die Region seit jeher auszeichnen – daran hat sich durch die Corona-Krise nichts verändert!

Die DLG Eifel ist seit Bestehen zusammengewachsen…

Bert Kantelberg: Richtig – und noch mehr. Wir haben vor allem ein Gespür dafür entwickeln können, wofür die einzelnen Mitgliedsunternehmen stehen und was sie in ihrem Kompetenzbereich ausmacht. Das Verständnis untereinander ist zum Fundament eines lebendigen Netzwerks geworden. Als europaweit agierendes Unternehmen fühlt sich PAPSTAR auch der Region gegenüber verpflichtet, spezifisches Know-how – in welchem Bereich auch immer es gefragt sein sollte – weiterzugeben.

Wie haben Ihre Mitarbeiter von der DLG Eifel profitiert?

Bert Kantelberg: Die Förderung betrieblicher Gesundheit oder einzelne Projekte der ‚Initiative Neue Qualität der Arbeit‘ (INQA) im Rahmen des Audits ‚Zukunftsfähige Unternehmenskultur‘ haben ganz klar an Bedeutung gewonnen und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl im Unternehmen. Als jüngstes Beispiel fällt mir die Teilnahme zahlreicher PAPSTAR-Teams bei ‚Schritt4fit‘ ein. Über die Timeline unseres sehr präsenten Intranets ‚BE A PAPSTAR‘ wissen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über solche Angebote immer bestens informiert.

Was wünschen Sie sich von der DLG Eifel? 

Bert Kantelberg: Die einzelnen Säulen sollten nachhaltig gestärkt werden, indem wir immer mehr kompetente Mitstreiter aus den einzelnen Mitgliedsunternehmen und für die einzelnen Themengebiete finden. Das unterstützen wir aus unseren Reihen heraus, um das genossenschaftliche Prinzip der Selbsthilfe zu untermauern.

Was erwarten Sie weiter?

Bert Kantelberg: Noch mehr Mitgliedsunternehmen. So ließen sich mittelfristig über Beiträge oder sonstige finanzielle Zuwendungen hauptamtliche Kräfte oder eine bezahlte Geschäftsführung für die organisatorische Arbeit der DLG Eifel realisieren. Sicherlich ein erstrebenswertes Ziel: Wachsen wir weiter, können wir gemeinschaftlich auch mehr erreichen und sinnvolle Synergie-Konzepte entwickeln.

Kategorien
Wirtschaft

Haben Sie schon die Eifel-Zeitung als APP

Daun, 03.09.2020 – Die Eifel-Zeitung bietet online tagesaktuelle Nachrichten aus der Eifel-Mosel-Region. Fast zu jedem Thema, immer wenn Wichtiges, Aufregendes oder Amüsantes passiert. Das bringen wir dann so schnell wie möglich und so gründlich wie nötig auf Ihr Handy, Tablet oder Ihren PC zu Hause oder im Büro. Probieren Sie es aus! Unser Nachrichten-Service ist kostenlos. Alle Einnahmen werden in der Region reinvestiert.

Sieben Tage die Woche bekommen Sie von uns einen Überblick über die wichtigsten guten Nachrichten via Website, App und Newsletter. In den meisten Medien überwiegen Nachrichten mit negativem Fokus: Konflikte, Skandale, Fehlentwicklungen, Kriege, Katastrophen. Dadurch entsteht ein verzerrtes und übertrieben negatives Bild der Wirklichkeit. Außerdem führt es bei vielen Menschen zu Hoffnungslosigkeit vor der scheinbar unabwendbaren Übermacht negativer Entwicklungen.

Wir wollen mit der Eifel-Zeitung in erster Linie Optimismus verbreiten. Unser Ziel ist es, die Menschen in der Eifel-Mosel-Region mit einem realistischen Weltbild zu versorgen und zu einem positiven Wandel beitragen. Unterstützen Sie uns dabei !

Jetzt noch früher informiert per E-Paper mit unseren beiden Online-Ausgaben EIFEL und MOSEL

Bestellen Sie jetzt die Eifel-Zeitung online als E-Paper: eaz@eifelzeitung.de. Wir schicken Ihnen dann jede Woche den Link zu unseren zwei Ausgaben (EIFEL und MOSEL) bequem per Mail.

Selbstverständlich liefern wir Ihnen darüber hinaus einmal pro Woche unsere gedruckte Eifel-Zeitung frei Haus. Wir informieren Sie auch damit völlig kostenlos ohne teuren Abo-Zwang.

Kategorien
News

Neue Kita für 1,2 Millionen Euro in Bad Münstereifel-Mahlberg

Bad Münstereifel-Mahlberg, 03.09.2020 – Handwerkliches Geschick attestiert der Redakteur Manfred Metz in den Dienstagsausgaben der „Kölnischen Rundschau“ und des „Kölner Stadt-Anzeiger“der Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Und zwar, weil sie bei der Grundsteinlegung des neuen Rotkreuz-Kindergartens in Mahlberg geschickten Umgang mit der Maurerkelle gezeigt hatte. Eine mit Zeitungen, Münzen, Urkunde und Spielzeug-LKW gefüllte Kunststoffröhre wurde im neuen Rotkreuz-Kindergarten Mahlberg eingemauert.

Ralf Krutwig, der Bereichsleiter Kindertagesstätten und stellvertretende Geschäftsführer des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, assistierte der kurstädtischen Verwaltungschefin. Das Rote Kreuz soll in Mahlberg den neuen Kindergarten betreiben.

Wie die Stadt Bad Münstereifel berichtet, war Anfang 2018 die Nachfrage nach Plätzen in Kindertagesstätten im Bereich Schönau/Mahlberg stark angestiegen. Noch im gleichen Sommer wurde deshalb eine vierte Gruppe im Pfarrheim Schönau aufgemacht. Und man trug sich mit dem Gedanken, den Kindergarten Schönau zu erweitern, so Preiser-Marian.

Alternativ wurde zeitweise auch die Schaffung eines Waldkindergartens erwogen – aber wegen zu kleiner städtischer Flächen in Schönau und aufkeimender Gegenwehr aus der Bevölkerung wieder fallengelassen. Im Juli 2019 entschied der Stadtrat sich für einen Kindergarten-Neubau an der ehemaligen Schule in Mahlberg. Dort befand sich bislang ein Kinderspielplatz. Er soll nach dem Bau in unmittelbarer Nähe wiedererrichtet werden.

„Die Kinder, die später einmal in das neue Gebäude einziehen, werden einen tollen Fernblick genießen“, prophezeite die Verwaltungschefin der Kurstadt bei der Grundsteinlegung. Nach Absprache mit dem Kreisjugendamt und dem Landschaftsverband Rheinland wird der Kindergarten zweizügig gebaut. Es sollen in dem eingeschossigen Gebäude eine U3- und eine Ü3-Gruppe eingerichtet werden.

„Weiterhin werden entsprechende Nebenräume, ein Mehrzweckraum, Sanitärräume, eine Küche mit Vorratsraum, ein Personalraum und ein Büro in dem eingeschossigen, barrierefreien Gebäude entstehen“, schreibt Manfred Metz. Die Kita werde in Massivbauweise errichtet, als Gestaltungselement werde eine heimische Holzvorsatzschalung verwendet.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Das Dach wird so gestaltet, dass später eine Fotovoltaik-Anlage montiert werden kann. Die Fußbodenheizung wird über eine Wärmepumpe betrieben, deren elektrische Energie ebenfalls von der Fotovoltaik-Anlage entnommen werden soll.

Kategorien
News

Kreissparkasse Vulkaneifel ehrt Dienstjubilare

Daun, 03.09.2020 – Die Menschen in der Vulkaneifel bringen der Sparkasse ein sehr großes Vertrauen entgegen. Gerade bei Geldangelegenheiten ist ein über Jahre gewachsener persönlicher Kontakt zwischen Kunden und Beratern von unschätzbarem Wert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können außerdem ihr wertvolles Wissen, das insbesondere aus der Erfahrung heraus wachsen kann, an den Nachwuchs weitergeben. „Die langjährige Treue zum Arbeitgeber über Jahrzehnte hinweg ist bei vielen Unternehmen inzwischen eher die Ausnahme, gerade für die Sparkasse jedoch ein typisches Merkmal – besonders in der Vulkaneifel“, so KSK-Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen. Gleich neun Dienstjubiläen konnten vor wenigen Tagen bei der Kreissparkasse Vulkaneifel in einer kleinen Feierstunde gewürdigt werden.

Vierzigjährige Dienstjubiläen begingen Anita Häb, Christa Meyer, Norbert Peifer und Gisela Zimmer. Anita Häb wurde zum 1 Februar 1980 bei der Kreissparkasse Vulkaneifel als Sachbearbeiterin in der Kreditabteilung eingestellt. Von 1987 bis zum Jahr 2000 nahm sie in der damaligen Stadtzweigstelle Kassierer – und Servicetätigkeiten wahr. Danach erfolgte ihr Einsatz als Servicemitarbeiterin der Dauner Hauptstelle in der Privatkundenberatung.

Christa Meyer begann im Jahr 1980 ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Kreissparkasse Vulkaneifel. Nach der erfolgreichen Prüfung wurde sie in der Zahlungsverkehrsabteilung eingesetzt. Im Jahr 1984 wechselte sie in die Kreditabteilung und nahm dort verschiedene Aufgaben, u.a. in der Bilanzanalyse bzw. als Gruppenleiterin der Sachbearbeitung A-L, wahr. Es folgte von 2011 bis 2012 ein Einsatz in der Marktfolge Passiv. Seit 2012 ist sie in der Innenrevision tätig.

Norbert Peifer war Zeitsoldat bei der Bundeswehr in Büchel. Zum 01.08.1990 begann er seine Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Kreissparkasse Vulkaneifel. Nach der erfolgreichen Ausbildung wurde er in der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen bzw. Unternehmensteuerung eingesetzt, wo er bis heute tätig ist.

Im Jahr 1980 startete Gisela Zimmer ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Kreissparkasse Vulkaneifel. Danach führte ihr beruflicher Weg über den Einsatz im Vorstandsekretariat, der Kundenabteilung, beziehungsweise im Passivreferat (Bereich Wertpapier) bis hin zur Betriebsorganisation. Hier ist sie als Administratorin seit 2019 tätig.

Zehnjährige Dienstjubiläen begingen Susanne Crump (Kreditanlystin in der Kreditabteilung), Ina Jungen (Administratorin in der Betriebsorganisation), Thilo Keßeler (Firmenkundenberater) und Philipp Michels (stellv. Orga-Abteilungsdirektor).

KSK-Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen sowie KSK-Vorstandsmitglied Stephan Alt  gratulierten  den Jubilaren  sehr herzlich und sprachen ihnen besondere Anerkennung für ihren engagierten Einsatz und die geleistete Arbeit in den insgesamt 210 Dienstjahren aus. Für den Personalrat und die Belegschaft überbrachte Marco Peifer herzliche Glückwünsche und dankte für die gute Zusammenarbeit.

Kategorien
Tourismus

Wandertipp der Woche: Förstersteig rund um Mayen

Mayen, 03.09.2020 – In Corona-Zeiten gibt es zahlreiche Beschränkungen, doch eine Freizeitaktivität steht daher hoch im Kurs: Wandern! Rund um Mayen gibt es zahlreiche schöne Wege, die es zu entdecken gilt. Das Team der Mayener Tourist-Information stellt wöchentlich einen persönlichen Tipp vor.

In dieser Woche empfehlen wir den tollen Traumpfad Förstersteig.

Die 15,5 km lange Rundtour startet und endet am Parkplatz am Leichenberg/Kletterwald Vulkanpark in Kürrenberg.

Eine weitere Einstiegmöglichkeit wäre der Schützenplatz in der Bürresheimer Straße. Von hier führt ein ca. 2 km langer Zuweg zum Förstersteig.

Die Route dauert ca. 5:30 Stunden und hat so einige Highlights zu bieten. Der Traumpfad führt durch das Ruppental zum Eiterbachweiher und hinauf zur Luisenplatzhütte, wo ein atemberaubender Panoramablick wartet. Weitere tolle Aussichten gibt es, wenn man meist auf schönen Naturwegen wandert. Toll ist dabei vor allem der Nettetalblick, von dem man das Schloss Bürresheim in voller Pracht im Blick hat! Die Hammesmühle bietet nach halber Strecke Einkehrmöglichkeit, bevor es an Nette und Nitz vorbei wieder aufwärts geht. Nach Überwindung des Scheidkopfes kann man noch einmal die Panoramasicht über die Eifel genießen, bevor die Tour am Portal des Ruppentals zu Ende geht.

Mehr Informationen gibt es telefonisch unter der 02651-903004, per Mail an touristinfo@mayenzeit.de oder auch unter: https://www.mayen.de/Sport_und_Freizeit/Wanderwege-rund-um-Mayen/Traumpfad-Foerstersteig/

Kategorien
News

Investition in die Zukunft: Bürgermeister Bert Spilles begrüßt zum Ausbildungsbeginn die neuen Nachwuchskräfte

Meckenheim, 03.09.2020 – Die Stadt Meckenheim ist modernes Dienstleistungsunternehmen und attraktiver Arbeitgeber zugleich. Auch investiert die Verwaltung in die Zukunft und bildet junge Menschen vielfältig aus. Zum Ausbildungsbeginn am 1. September begrüßte Bürgermeister Bert Spilles drei neue Nachwuchskräfte für den Verwaltungsbereich. Zudem hieß er jene Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJler), Anerkennungspraktikantinnen und Fachoberschülerinnen herzlich wilkommen, die fortan spannende Einblicke in die Arbeit der städtischen Kindertageseinrichtungen gewinnen werden.

„Die Kommunen brauchen junge Leute für die Verwaltung und Kindertageseinrichtungen. Daher freue ich mich umso mehr, dass Sie sich dafür interessieren“, begrüßte Spilles die Jugendlichen, die eine solide Verwaltungsausbildung erwartet. „Wir bilden alles ab, was Sie sich vorstellen können. Das macht diese Tätigkeit auch so spannend.“ Der Bürgermeister verwies auf den unmittelbaren Kontakt mit den Bürgern. „Daraus ergibt sich eine direkte Rückmeldung für Sie.“ Überhaupt sei der Austausch wichtig. „Meine Tür steht für jeden Mitarbeitenden, jeden Auszubildenden offen. Ich habe stets ein offenes Ohr für Sie“, betonte Spilles, der die Nachwuchskräfte im Ratssaal des modernen Rathauses begrüßte. „Hier“, so der Bürgermeister, „profitieren Sie auch von den kurzen Wegen.“

Die beiden Auszubildenden Lisa Schmucker und Jannik Zirbes streben den Abschluss zum Verwaltungsfachangestellten (Kommunalverwaltung) an. Sie lernen in den nächsten drei Jahren die verschiedensten Bereiche der Verwaltung kennen. Neben der praktischen Ausbildung im Rathaus besuchen sie im Rahmen eines Blockunterrichts die Berufsschule und erhalten dienstbegleitende Unterweisungen beim Studieninstitut in Fächern wie Organisation, Kosten- und Leistungsrechnung, Finanzmanagement, Verwaltungs-, Kommunal- sowie Sozialhilferecht.

Milena Grzesik durchläuft das duale Studium „Allgemeine Verwaltung / Bachelor of Laws“. Mit diesem Studiengang wendet sich die Meckenheimer Stadtverwaltung an Nachwuchsführungskräfte für den gehobenen nichttechnischen Dienst. In einer Regelstudienzeit von drei Jahren werden berufspraktische Inhalte in den verschiedenen Bereichen der Verwaltung sowie theoretische Inhalte an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln vermittelt.

Den drei Auszubildenden wünschte Spilles ebenso viel Freude wie den Anerkennungspraktikantinnen Natalie Schönberg und Kristina Köhn, den Fachoberschülerinnen Salma Al Jaoui und Andjela Vujic sowie den FSJlern Emily Popp, Janik Schäfer, Philipp Schäfer, Mohamed Bouhlal, Celina Dahmen und Maria Hamo. „Ich hoffe, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und für sich herausfinden werden, ob sie beruflich den richtigen Weg eingeschlagen haben“, so Spilles.

Kategorien
News

„Man kann in Dörfern alt werden“ Kommission des Wettbewerbs „ Unser Dorf hat Zukunft “ besichtigte Sistig und Scheven

Kall-Scheven/Sistig, 03.09.2020 – Gleich zwei Kaller Dorf-Trios machen bei der aktuellen Ausgabe des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreisebene mit. Zum einen Scheven, Dottel und Wallenthal, zum anderen Sistig, Frohnrath und Steinfelderheistert.

Beim Besuch der von Heike Schmitz geleiteten Kommission konzentrierten sich beide Orte auf die Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit. Die Zeiten, in denen sich die Dörfer rausputzten und in jedem Vorgarten bunte Blümchen zu finden waren, ist schon lange vorbei. Vielmehr interessiert die Kommission: Was haben die Ortschaften zu bieten für die Bewohner – und sind die Weichen gestellt für eine zukunftsfähige Dorfentwicklung?“

In Scheven begrüßte Ortsvorsteher Hans Reiff die „Prüfer“ vor dem Dorfsaal. Die Grünkolonne stand mit Mini-Traktoren und Arbeitsgerät Spalier. Die ehrenamtlichen Helfer sind in den vergangenen Jahren eine feste Institution geworden und unterstützen sogar den Bauhof der Gemeinde Kall, indem sie fällige Arbeiten erledigen.

Heike Schmitz und ihrem Team wurden Ideen für einen Umbau der alten Feldscheune neben dem Dorfsaal vorgestellt. Dort soll ein Wintergarten entstehen mit angeschlossenem Café und Bistro und einem Minikiosk, wo die Schevener, Dotteler und Wallenthaler sich beispielsweise ihre Sonntagsbrötchen holen können. Derzeit soll das Café zweimal die Woche mittags öffnen, als Kunden will man auch eher die ältere Dorfbevölkerung ansprechen.

An der Klus, der Bleibachquelle, ist ein Kommunikationstreffpunkt entstanden. Dort, wo früher die Frauen des Dorfes die Wäsche gewaschen haben, spielen jetzt Kinder oder lassen sich Radfahrer für eine Pause auf der Sitzgruppe oder der Eifel-Liege nieder.

Aber was wird für die Jungen geboten, wollte die Kommission wissen? Die Antwort gab Kalle Klinkhammer, Vorsitzender des FC Scheven, am Sportplatz. Dort soll eine Begegnungsstätte für die Jugend entstehen, mit Darts-Scheibe, Kickertisch, Chillecke und elektronischen Medien. Ein ebenerdiges und barrierefreies Holzhaus mit einer Grundfläche von 60 Quadratmetern soll dafür entstehen, der Kostenpunkt liegt bei 65.000 Euro. 50.000 Euro stehen dank der Sportstättenförderung des Landes sowie dank zweier privater Großspender schon zur Verfügung.

Nur wenige Stunden später wurde die Kommission in Sistig willkommen geheißen. Ortsvorsteher Karl Vermöhlen hatte gleich mehrere Mitstreiter, die der Kommission in der Bürgerhalle präsentierten, wann Sistig in den vergangenen anderthalb Jahren medial erwähnt worden ist.

Ob Jungbäcker Patrick Zimmer, stilecht mit Bäckermütze zum Wacken-T-Shirt, „Multifunktionär“ Brian Linden oder der Schwalben-Vater Lothar Gerhards – sie alle sprachen über ihre jeweiligen Fachgebiete. Bürgervereins-Vorsitzender Manfred Schlierf widmete sich dem Projekt Bürgerhalle, für das es jüngst von NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach Fördermittel gab.

In Sistig sowie den beiden angeschlossenen Dörfern (wovon Steinfelderheistert im alten Wettbewerb gleich mehrfach auf dem Treppchen stand) setzt man auf eine Mischung aus Tradition und Moderne. Die Kommunikation findet, gerade bei den jüngeren, per WhatsApp-Gruppe oder über Facebook statt. Überhaupt wurde die engagierte Jugend gelobt. „Oft muss man nicht mal fragen, schon stehen acht junge Leute bereit und helfen“, so ein Sistiger.

Sistig, das mit den beiden Dörfern 1000 Einwohner zählt, wird eine zentrale Versorgungssituation zuteil. Bürgermeister Hermann-Josef Esser habe es als Unterzentrum in der Gemeinde Kall bezeichnet, erinnerte man sich. Mit gleich zwei Bäckereien, einem Metzger, dem Sistiger Lädchen und dem Hofladen bietet sich eine großartige Infrastruktur für einen kleinen Ort – eine, die zum Spruch verleitete: „Man kann in unseren Dörfern alt werden.“

Stillstand nehmen die Sistiger nicht hin. Aus dem Dorf heraus wurde ein Dorfentwicklungskonzept erstellt. Es gibt im „dritten Schwalbendorf in Deutschland“, so Lothar Gerhards, einen Arbeitskreis Dorfökologie. Und auch bei besonderen Aktionen wie der durch die Corona-Pandemie bedingten Absage der Maifeierlichkeiten hilft man sich. Das Maigeloog hatte mithilfe der Dorfbewohner und örtlichen Unternehmen dennoch rund 60 Maibäume geschmückt und verteilt.

Insgesamt 50 Dörfer nehmen dieses Jahr am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreisebene teil. Die Bereisungen fanden und finden vom 11. bis 31. August statt. Im September werden die Ergebnisse im Rahmen einer kleinen Preisverleihung bekanntgegeben. Die Sieger nehmen am Landeswettbewerb 2022 teil. Der Bundeswettbewerb würde 2023 stattfinden.

Kategorien
Top-Events

22 Teilnehmer aus sieben Nationen beim International Peace Camp des Roten Kreuzes in Vogelsang

Schleiden-Vogelsang, 02.09.2020 – Angenehme Kühle herrscht im Transit, dem Jugend-, Natur- und Umweltbildungshaus des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen in Vogelsang, während draußen die Sonne brennt. „Ich finde das gar nicht heiß, sondern angenehm“, sagt die italienische Rotkreuzlerin Federica Romaniello und schmunzelt über die Hitzehysterie ihrer deutschen Freunde. Sie ist eine von 22 Teilnehmern aus sieben Nationen, die für das „International Peace Camp“ nach Vogelsang gekommen sind.

Vierzehn Tage verbringen die jungen Leute im Peace Camp („Friedenslager“). Dort wird die Hälfte der Zeit Bauprojekten gewidmet, die andere Hälfte mit Ausflügen verbracht. „Dabei hätte Corona uns fast aus der Bahn geworfen“, erzählt Rolf Zimmermann, Spiritus Rector der Rotkreuz-Aktivitäten in Vogelsang.

Denn die Besucher aus Asien, Afrika und Südamerika, die normalerweise als Gäste mit dabei sind, konnten in diesem Jahr die Reise nach Deutschland nicht antreten. „Irland hat komplett abgesagt, als die Nachricht vom Lockdown in Gütersloh verbreitet wurde“, so Zimmermann.

„Wir waren kurz davor, abzusagen“, berichtet Rolf Zimmermann. Erst drei Wochen vor Beginn des Camps entschloss sich das Organisationsteam, die Veranstaltung durchzuführen. Zwei Anmeldungen aus Spanien habe es zu diesem Zeitpunkt erst gegeben. „Wir haben die Kollegen vom italienischen Roten Kreuz angefragt, die uns dann drei junge Leute geschickt haben“, so Zimmermann. Auch aus Uganda und Zimbabwe sind Rotkreuzler gekommen. So konnte das achte internationale Peace Camp doch stattfinden.

Aufregung gab es in letzter Minute um die Anreise der türkischen Teilnehmerin: Sie hatte alle erforderlichen Papiere, Visum, Corona-Test – doch die Fluggesellschaft weigerte sich, sie in das Flugzeug zu lassen, mit dem Argument, sie würde in Deutschland zurückgeschickt werden. „Wir haben dann eine Bescheinigung der Bundespolizei in Köln/Bonn organisiert, dass sie dort einreisen dürfte“, erzählt Rolf Zimmermann.

Quasi als Begrüßungscocktail absolvierte die ganze Gruppe in Mechernich im Rotkreuz-Testzentrum einen Coronatest und begab sich dann erst einmal im Transit 59 in Quarantäne, bis die negativen Testergebnisse vorlagen. Zum Einstand nach Aufhebung der selbst auferlegten Quarantäne gab es eine Geländeführung in Vogelsang von dem ehemaligen belgischen Soldaten Jean-Marie Malaise. Ihre Reise führte die Besucher auch ins Haus der Geschichte in Bonn.

„Nur Malmedy klappte nicht“, so Zimmermann. Weil just an dem Tag in Belgien die Corona-Bestimmungen verschärft wurden und auch noch eine Baustelle den Weg blockierte, wurde kurzerhand umdisponiert und stattdessen die Frittenbude in Sourbrodt angesteuert.

Neben den Ausflügen gehören schon seit den Anfängen die Bauprojekte zum Peace Camp dazu. „Das DRK in Vogelsang wäre nicht, was es ist, wenn es das Peace Camp nicht gäbe“, verweist Zimmermann auf die vielen Hinterlassenschaften der Veranstaltung, von den Aufräumarbeiten in Kameradschaftshäusern bis zur Terrasse am Transit.