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Bürgerschafts-Hilfe ausgezahlt – Jülicher Bevölkerung spendet vom Hochwasser betroffenen Menschen

Jülich – Vor knapp vier Wochen hat das Hochwasser die Stadt zwar nicht mit der befürchteten vollen Wucht getroffen, jedoch bei vielen rurnahen Haushalten haben die immer noch immensen Überschwemmungen private Katastrophenfälle ausgelöst. Über 50 von ihnen konnte nun dank Spendengeldern ein wenig geholfen werden.

„Wir sind beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen, die sich gegenseitig solidarisch unterstützen bei der Bewältigung der Folgen dieser Katastrophe“, so Martin Schulz als stellvertretender Bürgermeister.  Mit ihm als Kopf einer Jury und gemeinsam mit Dezernentin Doris Vogel, Krisenstab, Steueramt und Hotline wurde nun beraten und entschieden, wie die Spendengelder sinnvoll und gerecht auf die Antragsteller aufgeteilt werden.

Insgesamt sind in den vergangenen Wochen fast 130.000 Euro an Spendengeldern auf das Konto der Stadt Jülich eingegangen. Parallel wurde über den Zeitraum von zehn Tagen 55 Anträge von Betroffenen eingereicht. „Natürlich hätten wir bis zur Auszahlung noch länger sammeln und Anträge entgegennehmen können, aber der Sinn der Aktion war es, schnell Hilfe zu leisten“, so Doris Vogel.

Insgesamt sind rund 300 Einzahlungen mit dem Stichwort „Hochwasserhilfe“ auf das Konto der Stadt eingegangen. Darunter war ein anonym bleiben wollender Einzelspender, der 50.000 Euro spendete. Das Unternehmen Eppendorf, das seinen Hauptsitz in Hamburg, aber auch einen Standort in Jülich hat, spendete 25.000 Euro. „Mit Bestürzung haben wir von den Unwetterschäden in Jülich erfahren. Obwohl der Eppendorf Konzern seinen Hauptsitz in Hamburg hat, ist unser Unternehmen über unser Tochterunternehmen, die DASGIP GmbH, in Jülich mit den dort lebenden Menschen verbunden. … Daher wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen und zur Hochwasserhilfe in Jülich beitragen.“, so Dr. Axel Jahns, Vice President Corporate Citizenship & Governmental Affairs des Konzerns. Auch lokale Unternehmen halfen fleißig mit. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit zu helfen, wenn ich es kann“, so Ingo Geuenich, der als Geschäftsmann und Bürger von Jülich 750 Euro überwies.

Die Werbegemeinschaft Jülich stellte in ihren Mitgliedsgeschäften ebenso Sammeldosen auf wie auch Bücherei, der Kulturbahnhof und der REWE-Markt im besonders betroffenen Heckfeld. „Bei uns kommen nicht nur Menschen einkaufen, die betroffen sind, sondern auch ganz viele, die die Katastrophe dicht vor Augen hatten und in ihrer Dankbarkeit über das Glück, verschont geblieben zu sein, gerne spenden – nicht nur das Wechselgeld, sondern es wurde Schein um Schein in den Schlitz der Sammeldosen gesteckt“, so Marktleiter Franz-Josef Strick.

„Es waren mit den Sammeleinzahlungen aus den Spendendosen knapp 300 einzelne Überweisungen auf das Konto der Stadt, die es auf diese Gesamtsumme gebracht haben, aber die Zahl all der Menschen, die in der ganzen Stadt in den Sammeldosen mit so vielen Geldbeträgen mit dazu beigetragen haben, ist natürlich um ein Vielfaches höher“, zieht Martin Schulz das beeindruckende Fazit.

Nach der Sichtung aller 55 eingegangenen Anträge wurden diese in unterschiedliche Schadenklassen eingeteilt und dabei die Relation der Spendensumme am Gesamtschaden ebenso beachtet wie die persönlichen Verhältnisse der Betroffenen. Der Hausbesitzer mit einer durch das Hochwasser zerstörten Heizung hat einen hohen Sachschaden erlitten, aber keinen Totalschaden wie der Mieter einer kleinen Kellerwohnung, der seine gesamte Habe verloren hat. Für die verwitwete Rentnerin ist der Verlust der Waschmaschine eine größere finanzielle Belastung als für die Familie mit gutem Verdienst. „Alle Anträge haben ihre Berechtigung und wurden bei der Verteilung berücksichtigt, so dass keiner ohne Hilfe bleibt. Hinter jedem der Anträge steckt ein bedauerliches Einzelschicksal. Die Not der vielen Menschen hat uns berührt und wir haben uns bemüht, möglichst verantwortungsvoll im Sinne der Spender zu verteilen“, so Dezernentin Doris Vogel.

Groß war die Freude auch über das Angebot einer Firma aus Bochum, die zwei betroffene Familien mit zerstörten Heizungen mit dem kostenlosen Einbau einer gestifteten Gasheizung unterstützen möchte. Von caritativen Vereinigungen gingen parallel weitere Hilfsangebot ein, die nicht eine konkrete Summe spenden, sondern projektbezogen helfen möchten. Deren Hilfe soll nun an die betroffenen Vereine vermittelt werden, die bei der Spendenausschüttung an die Bürgerschaft nicht bedacht werden konnten. Auch die „Crowdfounding“-Plattform der Stadtwerke Jülich GmbH und Unterstützung von überregionalen Verbänden eröffnen Angebote, die den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern nicht zur Verfügung stehen.

„Wir wissen, dass die Spendengelder aus der Bürgerschaft und auch die Soforthilfe des Landes NRW nicht ausreichen, um alle Schäden zu ersetzen, aber sie sind ein Zeichen, dass die Solidarität unter den Menschen – die nicht in Geld aufzuwiegen ist – sicherlich eine genauso große und willkommene Hilfe ist“, so Martin Schulz.

In dieser Woche sollen die Spendengelder an die Betroffenen überwiesen werden. Die Sammeldosen stehen an einigen Stellen immer noch und auch auf das Konto der Stadt können weiterhin Spenden eingezahlt werden, was die Möglichkeit eröffnet, den einen oder anderen verspätet aufgetretenen Spendenantrag noch zu bedenken.

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Hochwasser-Katastrophe: Kommunale Schäden im Eifelkreis auf mindestens 54 Mio. Euro geschätzt

Bitburg – Infolge der zurückliegenden Hochwasserkatastrophe wurde die Schadenshöhe in Rheinland-Pfalz auf 15 Milliarden Euro geschätzt, in NRW auf 13 Milliarden Euro. Für den langfristigen Aufbau haben Bund und Länder daher einen Fond in Höhe von 28 Milliarden Euro aufgelegt. Darüber hinaus trägt der Bund alleine zwei Milliarden Euro, um seine Infrastruktur mit Bahnbrücken, Schienenwegen oder Autobahnen wieder aufzubauen.

In einer ersten Erhebung wurde die Schadenshöhe für den Eifelkreis Bitburg-Prüm mit mindestens 54 Mio. Euro beziffert. Die tatsächliche Schadenshöhe wird erheblich höher liegen, da bisher lediglich die kommunalen Erstschäden geschätzt wurden, ohne dass alle Beschädigungen gesichtet und bewertet werden konnten.

Die kommunalen Schäden im Bereich der Stadtverwaltung Bitburg sowie der fünf Verbandsgemeinden wurden auf 33,7 Mio. Euro geschätzt. Hinzu kommen Schäden aus dem Zuständigkeitsbereich der Kreisverwaltung von ca. 20 Mio. Euro. Hierzu gehört eine geschätzte Schadenssumme an Kreisstraßen, Brückenbauwerken und Rutschungen von rund 10 Mio. Euro. Weitere 7,5 Mio. Euro wurden als Schadenshöhe im Rahmen der Gewässerunterhaltung geschätzt. 2,5 Mio. Euro beträgt die Schadenshöhe an insgesamt acht Schulgebäuden bzw. deren Sporthallen sowie der Schlossanlage Weilerbach.

Private Schäden in den 5.613 betroffenen Haushalten im Eifelkreis Bitburg-Prüm, den über 200 betroffenen Betrieben sowie die noch zu beziffernden Schäden an der weiteren Infrastruktur im Eifelkreis wie Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Abwasser-Infrastruktur, Telekommunikation usw. können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden.

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NRW Innenminister Reul ordnet Trauer-Beflaggung für Freitag 13. August an

Region/Düsseldorf – In Gedenken an den Baubeginn der Berliner Mauer und an die Schließung der innerdeutschen Grenze vor 60 Jahren. Das Ministerium des Innern NRW teilt mit: Innenminister Herbert Reul hat für den 13. August 2021 aus Anlass des Baubeginns der Berliner Mauer und der vollständigen Schließung der innerdeutschen Grenze vor 60 Jahren Trauerbeflaggung angeordnet.

Die Anordnung gilt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen.

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Neues Fahrzeug für den Katastrophen-Schutz im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich – In einer kleinen Feierstunde übergab Landrat Gregor Eibes kürzlich einen neuen Gerätewagen an die Führungsgruppe Technische Einsatzleitung des Landkreises. Die Anschaffung des Fahrzeugs wurde erforderlich, um sowohl das Personal als auch die umfangreiche ergänzende Ausrüstung der Führungsgruppe sicher in den Einsatz zu bringen.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Standard-Kastenwagen auf Basis eines Ford Transit mit 96 KW und einer zusätzlichen Nutzlast von rund 1.000 kg. Der Ausbau des Kastenaufbaus erfolgte in Eigenleistung durch die Mitglieder der Führungsgruppe und der Freiwilligen Feuerwehr Bernkastel. Hierbei ist die professionelle Ausführung der Arbeiten durch die ehrenamtlichen Helfer ganz besonders hervorzuheben. Die Kosten des Fahrzeuges belaufen sich auf knapp 50.000 Euro. Das Land hat eine Zuwendung in Höhe von 15.000 Euro gewährt.

Die Führungsgruppe Technische Einsatzleitung des Landkreises ist die technisch-taktische Führungseinheit im Katastrophenschutz des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Ihr gehören rund zwanzig Führungskräfte aus verschiedenen Feuerwehreinheiten des Landkreises an. Darüber hinaus gehören der Einheit etwa zwanzig Fachberater von Hilfsdiensten und Dienststellen an. Sie wird grundsätzlich bei Einsätzen ab Alarmstufe 4 (Katastrophenschwelle) als Führungsinstrument des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs eingesetzt. Bei Einsätzen der Alarmstufe 5 bildet sie gemeinsam mit dem Verwaltungsstab des Landkreises den Katastrophenschutzstab. Unterhalb der Katastrophenschwelle (Alarmstufe 3) wird die Gruppe bei Bedarf auch unterstützend und beratend für Gemeinden tätig.

Die beiden Einsatzfahrzeuge der Führungsgruppe sind bei der Freiwilligen Feuerwehr Bernkastel als Trägereinheit stationiert. Diese Einheit kümmert sich auch um die Wartung und Pflege der Fahrzeuge. Leiter der Führungsgruppe ist Johannes Valerius, Stellvertreter sind Joachim Heil und Josef Weber.

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Ein Treffpunkt für alle – CoWorking in Sinzig ist Anlaufstation für Betroffene, Helfer und Seelsorge

Sinzig – Mit einem spontanen Aufruf auf ihrer Facebook-Seite am zweiten Morgen nach der Hochwasserkatastrophe zum Frühstück und dem Angebot, Arbeitsplätze und PCs kostenlos zur Verfügung zu stellen, fing alles an: Die Büroräume von CoWorking Sinzig wurden kurzerhand zu einem Treffpunkt für Betroffene, Anwohner und Helfer. Hier gibt es Informationen, etwas zu Essen und Seelsorge.

Melanie Brücken hat Anfang 2020 das CoWorking in Sinzig gegründet; nun wollte ihre Freundin Jenny Fleischer das Angebot mit einem Café ergänzen. Das Ziel der zwei Frauen ist es, Menschen zusammenzubringen und ihnen einen Raum zu bieten, wo sie gemeinsam arbeiten und sich austauschen können – das machen sie auch jetzt, indem sie Hilfsangebote und -gesuche koordinieren, Essen rausgeben und zuhören.

Viele Netzwerke werden gesponnen und jeder trägt etwas zum Gelingen bei. So wird der Treffpunkt auch von Seiten der Seelsorge im Bistum Trier begleitet. „Es ist immer ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin vor Ort“, erklärt Wolfgang Henn, der vor seinem Ruhestand Dekanatsreferent im Dekanat Remagen-Brohltal war und als Notfallseelsorger im Einsatz ist. Das Pfarrheim biete sich für solch einen spontanen Treffpunkt nicht an, da es eher dezentral liege, das hat die Leiterin des Kirchencafés, Claudia Henn, schnell festgestellt „Daher sind wir jetzt in der Bachovenstraße 3“, berichtet sie. Melanie Brücken ist froh über diese Unterstützung. „Viele sitzen hier und weinen einfach“. Da sei es gut, wenn jemand Zeit zum Zuhören habe. Die Caritas möchte hier auch ein Fluthilfebüro einrichten.

Zum festen Stamm an Besuchern zählen Geflüchtete. Anas Alakkad aus Saarbrücken hat eine Facebook-Gruppe gegründet mit dem Namen „Syrische Freiwillige in Deutschland“. Die mehr als 4000 Mitglieder kommen mittlerweile auch aus anderen Ländern wie Ägypten oder dem Irak. Rund 25 Personen sind jeweils vor Ort und schlafen in einem ehemaligen Bürogebäude neben dem CoWorking. Sie werden von Melanie Brücken und Jenny Fleischer versorgt. „Sie alle wollen etwas Gutes für Deutschland tun, denn sie fühlen sich als Teil der Gesellschaft“, erklärt Alakkad, der ehrenamtlicher Rettungssanitäter beim DRK ist. „Sie empfinden es als ihre Verpflichtung, etwas zu tun“. Viele von ihnen hätten momentan Urlaub, Ferien, warteten auf den Beginn ihrer Ausbildung oder seien arbeitslos. Er selbst ist seit drei Wochen in Sinzig. Ab Oktober absolviert er ein Auslandssemester innerhalb seines Studiums der Business Administration. Seine Klausuren wird er im nächsten Semester nachholen müssen, denn er schaufelte während der Prüfungsphase mit Geflüchteten und Deutschen Schlamm aus Häusern, von Straßen und auch aus der Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dadurch verpasste er auch eine wichtige Rückmeldephase seines Stipendiums. Ob er trotzdem weiterhin die Förderung erhält, weiß er nicht.

Alakkad hat gemeinsam mit den beiden Frauen ein digitales Formular entworfen, um Hilfsgesuche und -angebote zu koordinieren. „Wir werden immer organisierter“, sagt Jenny Fleischer und lacht. Vorher hätten sie das alles am Telefon aufgenommen oder die Menschen hätten es auf Papier geschrieben und an das Schaufenster geklebt. Diese Zettelwirtschaft sei jetzt aber weitestgehend vorbei. Nur noch ein paar große Plakate mit den wichtigsten Hinweisen hängen dort: „Waschsalon im HoT“, „Toilette: Hier“ und wo sich die nächste Erste-Hilfe-Station befindet. Was dort nicht angeschlagen steht, aber trotzdem dringend benötigt wird, ist ein Kleinbus, mit dem die Helferinnen und Helfer in die Katastrophengebiete fahren können. Bislang hatten sie einen von der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ), doch dieser muss nun wieder zurück nach Trier.

Die Räume von CoWorking befinden sich in der Bachovenstraße 3 in Sinzig; ab 9 Uhr gibt es Frühstück für Helfer und Betroffene. Weitere Infos gibt es auch auf der Facebook-Seite @CoWorkingSinzig und telefonisch bei Melanie Brücken unter 0160 6079133.

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Neun ausländische Pflegekräfte werden im GK-Mittelrhein unterrichtet

Region/Mayen-Koblenz – Zertifizierter Vorbereitungskurs zur Kenntnisprüfung im BFI gestartet. Sie kommen aus Kolumbien, Namibia und Mexiko. Neun ausländische Pflegekräfte haben erstmals im GK-Mittelrhein die Möglichkeit, einen Vorbereitungskurs zur Kenntnisprüfung zu absolvieren. Er wird speziell für Pflegekräfte angeboten, die ihre Anerkennung in Deutschland erhalten wollen. Das Bildungs- und Forschungsinstitut des GK-Mittelrhein (BFI), das den Kurs anbietet, hat diesen im Rahmen eines durch das damalige Landesministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (jetzt Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung) geförderten Projektes erfolgreich zertifizieren lassen.

In seinem ersten Durchgang hat der Kurs nun neun Teilnehmer. Innerhalb von sechs Monaten werden sie in insgesamt 880 Stunden, verteilt auf 240 Stunden Theorie und 640 Praxisstunden, intensiv auf die anschließende Prüfung zur Anerkennung vorbereitet. Alle haben das gleiche Ziel: Ihren Abschluss zum Pflegefachmann (m/w/d) in Deutschland anerkennen zu lassen. „Unser Kurs bietet dafür die optimale Grundlage, denn durch  den Vorbereitungskurs zur Kenntnisprüfung werden die teilnehmenden Pflegekräfte, die in ihren Herkunftsländern ihre Ausbildung gemacht oder ein Studium absolviert haben, nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung dem deutschen Abschluss gleichgestellt“, erläutert Bernd Westbomke, Sektorleiter Fort- und Weiterbildung des BFI.

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Situation der Schulen und Kitas in Eschweiler

Eschweiler – Durch die Hochwasserkatastrophe sind fünf Schulen und sechs Kits in Eschweiler zerstört bzw. können über mehrere Monate nicht genutzt werden. Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit den Schulleitungen und den Kitaträgern Lösungskonzepte zur Beschulung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen erarbeitet, die zeitgleich auch an Erziehungsberechtigte kommuniziert werden.

Ausweichmöglichkeiten Schulen

Realschule Patternhof, rund 900 Schüler, 5-zügig. Die Schule wird komplett im Gebäude der ehemaligen Realschule Würselen in der Tittelstraße untergebracht. Die Schülerschaft wird komplett ab Eschweiler Bushof nach Würselen und zurück befördert. Hinfahrt in zwei Schichten: von 8.05 bis 8.08 mit 6 Bussen und von 8.50 bis 8.53 mit 6 Bussen, Rückfahrt in zwei Schichten von 13.55 bis 14 Uhr mit 6 Bussen und von 14.40 bis 14.45 mit 6 Bussen.

Willi-Fährmann-Schule (Förderschule) mit 160 Schülern. Die Schule wird zunächst auf zwei Standorte verteilt: Vier Klassen und das Sekretariat werden im 1. OG des Nebengebäudes des Städt. Gymnasiums untergebracht, Neun Klassen inklusive der Schulsozialarbeit werden in der Waldschule, Gesamtschule Friedrichstraße, in einem separaten Trakt untergebracht.

Hier handelt es sich zunächst um eine Übergangslösung, bis Container für die Unterbringung der kompletten Schulgemeinde lieferbar sind. Diese sind vorgesehen auf dem Schulgrundstück des Gymnasiums Preyerstr./Gartenstr. Sofern keine fußläufige Erreichbarkeit durch die Schüler zumutbar ist, wird zur Beförderung der Schüler – vor allem zur Waldschule – ein Schülerspezialverkehr eingesetzt.

Evangl. Grundschule Stadtmitte (EGS), rund 180 Schüler, 2-zügig
Die Schule wird auf zwei Standorte aufgeteilt: Die 4 Klassen der Jahrgangsstufen 1 und 2 und das Sekretariat werden in einem Schulgebäude der KGS Barbaraschule, am Teilstandort Röthgen, Karlstr. 40, unterbracht. Die 4 Klassen der Jahrgangsstufe 3 und 4 und die Schulsozialarbeit werden in der Bischöflichen Liebfrauenschule, Neubau, Parterre, untergebracht. Beide neuen Standorte sind fußläufig erreichbar.

GGS Weisweiler, rund 200 Schüler, 2-zügig
Die Unterbringung der Schule befindet sich noch in Klärung.
Adam-Ries-Schule, GHS, rund 300 Schüler, 2-zügig
Die Unterbringung der Schule befindet sich noch in Klärung.

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Preisträger des Kulturpreises 2020 erhalten Auszeichnungen und Urkunden

Wittlich – Im April des vergangenen Jahres wurden die Sieger des Kulturpreises 2020 des Landkreises Bernkastel-Wittlich ausgewählt. In einer Feierstunde in der Wittlicher Synagoge konnte Landrat Gregor Eibes nun endlich Auszeichnungen und Urkunden an die Preisträger überreichen.

„Die Corona-Pandemie und die Lockdowns in den vergangenen anderthalb Jahren haben uns allen mehr als deutlich gezeigt, wie sehr wir Kultur und kulturelle Veranstaltungen brauchen. Wie sehr wir Veranstaltungen wie die heutige, aber auch Konzerte, Ausstellungen etc. vermisst haben“, erklärte Eibes in seiner Begrüßung. Er stellte die Preisträger vor und erläuterte die Gründe der Jury für die jeweiligen Auszeichnungen. Die Laudatio für den Hauptpreisträger übernahm das Jurymitglied Hermann Lewen.

Gewinner des mit 3.000 Euro dotierten Kulturpreises 2020 ist der 1966 in Wittlich geborene (Jazz-)Pianist, Komponist, Produzent und College-Professor Markus Burger. Burger erhielt Klavierunterricht seit seinem sechsten Lebensjahr. Schon früh gewann er klassische Musikwettbewerbe und 1993 „Jugend jazzt“ in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Er studierte in Hilversum, Hamburg, an der Folkwang Hochschule in Essen und am Konservatorium in Maastricht. Heute lebt und arbeitet Markus Burger in Fullerton in Kalifornien/USA.

Den Kulturförderpreis 2020 des Landkreises Bernkastel-Wittlich erhielt die 1996 geborene und aus Wittlich stammende Mezzo-Sopranistin Tabea Mahler. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Tabea Mahler ist zweifache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und absolviert aktuell ein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln in der Klasse von Prof. Lioba Braun. Von 2015 bis 2018 studierte sie an der Hochschule für Musik Detmold in den Fächern „Gesang Oper/Konzert und Gesangspädagogik“ bei Prof. Gerhild Romberger.

Jeweils einen mit 500 Euro dotierten Projekt-Sonderpreis vergab die Jury an die folgenden drei Schulen im Landkreis: an die IGS Morbach für ihr Schulradio „Larifari“, Projekt „Himat“/Heimat, an das Peter-Wust-Gymnasium Wittlich für seine Kunstprojekte zu den Themen „Gestrandet – Flüchtlinge in Europa“, „80 Jahre Pogrom“ und „Prekäre Arbeitswelten heute“ sowie an die Rosenberg-Schule Bernkastel-Kues für deren viel beachtete Schülerzeitung „Neues vom Rosenberg“.

Ausgewählt hatten die Sieger eine Jury bestehend aus Stefan Gemmel, Hermann Lewen, Eva-Maria Reuther, Frank Wilhelmi und Landrat Gregor Eibes als Vorsitzenden.

Nicht nur Reden und Auszeichnungen standen auf dem Programm der Kulturpreisverleihung, sondern auch Musik der beiden Preisträger Markus Burger und Tabea Mahler. Einzeln und auch im Duett gaben sie den 65 geladenen Gästen ein Eindruck ihres musikalischen Könnens.

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KSK Ahrweiler: Neue SB-Geschäftsstelle für Dernau

Ahrweiler – Die SB-Geschäftsstelle Königsfeld der KSK Ahrweiler wird vorübergehend nach Dernau verlegt. Von der Flutkatastrophe ist die Kreissparkasse Ahrweiler selbst mit zahlreichen Standorten betroffen, so auch die Geschäftsstelle in Dernau. Aufgrund der Zerstörungen ist eine kurzfristige Inbetriebnahme am alten Standort leider nicht möglich. Um das Serviceangebot vor Ort weiterhin aufrechtzuerhalten, wird die KSK die SB-Filiale in Königsfeld vorübergehend an den Bahnhof in Dernau verlegen. Die Kunden der Kreissparkasse Ahrweiler, die bisher die Bargeldversorgung in Königsfeld genutzt haben, können den Geldautomaten der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel in der Hauptstr. 2 nach Abbau der SB-Filiale kostenfrei nutzen.

Die neue SB-Filiale wird zeitlich uneingeschränkt mit einem Geldautomaten und Selbstbedienungsterminal für  z.B. Kontoauszüge und Überweisungen zur Verfügung stehen.  Der Umzug zum neuen Standort am Bahnhof in Dernau wird voraussichtlich Ende August erfolgen. Aktuell steht in Dernau zeitweise eine fahrbare Geschäftsstelle zur Verfügung, sodass die Grundversorgung mit Bankdienstleistungen in der Region bis zum Umzug der SB-Geschäftsstelle gewährleistet ist.

„Wir hoffen, dass wir kurzfristig unseren vom Hochwasser betroffenen Kunden eine gute Lösung anbieten können und bitten um das Verständnis unserer Königsfelder Kunden getreu nach dem Motto „SolidAHRität“, begründet der gemeinsame Vorstand der KSK, Dieter Zimmermann und Guido Mombauer, die Maßnahme.

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Karrierestart bei Gerolsteiner: Willkommen im Team mit Stern!

Gerolstein – 16 junge Talente starten mit ihrer Berufsausbildung beim Gerolsteiner Brunnen in einen neuen Lebensabschnitt. Das Traditionsunternehmen aus der Vulkaneifel freut sich auf die tatkräftige Unterstützung der neuen Azubis. Die Karrieremöglichkeiten sind dabei äußerst vielfältig und abwechslungsreich. Anfang August findet sich mit dem ersten Arbeitstag der neuen Auszubildenden alljährlich ein wichtiger Termin im Kalender des Gerolsteiner Brunnen wieder.

Am 1. August begann mit dem Ausbildungsstart bei Gerolsteiner für zehn junge und motivierte Menschen ein neuer Lebensabschnitt, sechs weitere Auszubildende folgen dann im September. Zum Begrüßungstag am 2. August waren jedoch bereits alle 16 Azubis in Gerolstein, um gemeinsam in dieses neue Kapitel starten zu können und bereits einen ersten Einblick in die Gegebenheiten vor Ort zu erhalten.

An diesem für die Azubis spannenden Tag waren Personalleiter Dirk Hoffmann, Betriebsratsvorsitzender Frank Thömmes sowie die Ausbilder und die Jugend- und Auszubildendenvertretung anwesend, um die neuen Mitglieder des Teams mit Stern persönlich und zugleich den aktuell geltenden Corona-Regeln entsprechend im Kinosaal des Besucherzentrums zu begrüßen. Im Anschluss hatten die neuen Azubis bei einer Betriebsführung die Gelegenheit, den Auszubildenden der höheren Lehrjahre Fragen zu stellen und erste Kontakte zu knüpfen.

Nach der ersten Hälfte des Tages gab es eine Stärkung im hauseigenen Betriebsrestaurant. Anschließend bekamen die Neuankömmlinge ihre erste Arbeitssicherheitsunterweisung, gefolgt von einigen allgemeinen Informationen zur Ausbildung, bevor sie sich schließlich zum ersten Mal in den wohlverdienten Feierabend verabschiedeten. „Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr insgesamt 16 motivierte junge Menschen in unserem Unternehmen begrüßen zu dürfen“, erklärt Personalleiter Dirk Hoffmann: „Wir sind nicht nur ein Traditionsunternehmen, sondern auch einer der größten Arbeitgeber in der Eifel. Daher liegt uns viel daran, soziale Verantwortung für unsere Region zu übernehmen und für ein entsprechendes berufliches Angebot zu sorgen. Aus diesem Grund genießt auch die Ausbildungsförderung bei uns seit jeher einen hohen Stellenwert.“

In diesem Jahr starten die Gerolsteiner Auszubildenden in acht verschiedenen Berufen:

  • Elektroniker/in für Betriebstechnik
  • Fachkraft für Abwassertechnik
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Fachkraft für Lebensmitteltechnik
  • Industriekaufmann/frau
  • Industriemechaniker/in
  • Fachkraft für Fruchtsafttechnik
  • Mechatroniker/in