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Regenbogenfahrt macht krebskranken Kindern und Jugendlichen Mut

Region/Mayen-Koblenz – Die Hoffnung radelt mit – Tourstart am Kemperhof. Selbst aktiv sein, anderen Krebskranken Mut machen, die Dinge in die Hand nehmen und der Öffentlichkeit zeigen, dass eine Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter überwind­bar ist: Das ist die Intention der Regenbogenfahrt und ihrer Teilnehmer.

„Wir haben das alles selbst durchlebt“ singen lautstark rund 50 junge Menschen, die den Krebs besiegt haben. Sie stehen vor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Kemperhof. Von hier aus starten sie mit den Fahrrädern auf einen etwa 600 km langen Weg nach Münster. Dabei besuchen sie Kliniken und Elterngruppen für krebskranke Kinder und Jugendliche. „Es ist schön, Mut zu machen, weil wir einfach wissen, wie es ist, wenn jemand krank ist und wieder gesund wird“, sagt Rebecca.

Sie ist mit vier Jahren an Leukämie erkrankt. Heute ist die 21-Jährige gesund und fährt die Tour zum dritten Mal mit. Für Annika ist es bereits das zehnte Mal. Die 35-Jährige war 21 Jahre alt, als bei ihr Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde. „Man lernt sich hier so schnell kennen – Schicksal verbindet. Wir freuen uns auf die Fahrt“, meint sie begeistert. Organisiert wird die Tour von der Deutschen Kinder­krebs­stiftung. Sie setzt sich für die Verbesserung der Situation krebs­kranker Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener ein. Ein wichtiger Bestandteil des Betreu­ungs­angebots für junge Erwachsene ist die jährliche Fahrradtour Regenbogenfahrt, die dieses Jahr zum 30. Mal organisiert wurde.

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Oldtimer-Rallye nach historischem Vorbild von 1972 führte durch Mechernich-Eiserfey

Mechernich-Eiserfey – Über 180 Autos auf den Spuren der „Olympia Rallye 72“ von Kiel nach München unterwegs – Rallye-Legende Walter Röhrl wieder mit von der Partie – Begeisterte Zuschauer säumten den Straßenrand. Staunende Gesichter und blitzende Handykameras erfüllten Eiserfey am Donnerstag, als über 180 Oldtimer den Ort, samt kurzem Stopp zum abstempeln und Zeit messen, mit röhrenden Motoren durchquerten. Sie befinden sich im Rahmen des „Olympia Rallye 72 Motorworld Revival 2022“ auf ihrem Weg zum Münchener Olympiastadion. Gestartet ist die Rallye in Kiel.

In ganz Eiserfey saßen begeisterte Oldtimer-Fans vor ihren Häusern oder versammelten sich am Stempelpunkt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Denn: Zum 50. Jubiläum wurde die legendäre „Olympia Rallye 72“ neu aufgelegt. Vom 8. bis 13. August führt diese nun einmal mehr quer durch Deutschland, ganz nach dem historischen Vorbild. Doch geht es diesmal um perfekt eingehaltene Zeiten und abgeholte Stempel, statt um Geschwindigkeit. Die Veranstalter nennen das „Wertungsprüfung nach Gleichmäßigkeitsmessung plus Orientierungsaufgaben“. Die Straßenverkehrsordnung muss dabei selbstverständlich geachtet werden.

Damals ging die Rallye aufgrund der Olympischen Sommerspiele 1972 in München an den Start. Gefahren wurde von den Segelrevieren in Kiel bis zum Münchener Olympiastadion. Insgesamt entsprach dies 3.371 Kilometern.

Das Ganze ist eine Non-Profit-Veranstaltung. Das Rennen wird vom „Deutschen Olympischen Sportbund“ sowie über 30 weiteren Sponsoren unterstützt und soll sieben verschiedene soziale Projekte unterstützen.

Ein Ort als Rallyestrecke

In ganz Eiserfey saßen die Leute vor ihren Haustüren oder versammelten sich am Stempelpunkt vor dem Gasthof Mießeler. Dort bewunderten sie die unübersehbare Oldtimerkolonne, grüßten die Teams und erfreuten sich an den betagten und teils so raren wie wertvollen Karossen. Auch der Ortsbürgermeister Walfried Heinen war begeistert mit dabei. Er erzählte: „Die Rallye gefällt mir wirklich sehr gut. So etwas Besonderes erlebt man nicht jeden Tag.“

Viele Modelle aus den Baujahren 1950 bis 1990 von BMW, Porsche, Mercedes, Opel und Volkswagen, bis hin zu Exoten wie Aston Martin, Jaguar, Leyland Innocenti, Bitter und sogar DeLorean, samt glücklicher Teams darin, passierten den kleinen Ort und holten sich ihren wohlverdienten Stempel, bevor es auch schon direkt wieder weiter in Richtung Zingsheim, Tondorf und schließlich Mosel ging.

Insgesamt befuhren über 180 Oldtimer die Bundesstraße 477, um sich einen Stempel zu holen. Zwar gab es kurzfristig eine Routenänderung, doch stellte dies für die passionierten Rallyefahrer kein großes Problem dar.

Klimaneutral und für den guten Zweck

2.252 Kilometer in sechs Tagen, 44 verschiedene Automarken und 197 angemeldete Teams. Von 14 bis 86 Jahren sind alle Altersklassen bei den Teams (vier reine Damenteams) dabei. Die Rallye ist sogar klimaneutral. Sämtliche im Vorhinein berechneten Abgaswerte wolle man mit einem Wiederaufforstungsprojekt für gesunden Mischwald im Harz ausgleichen. Außerdem fährt der Orga-Bus, ein ADAC VW T1 Bulli, ausschließlich mit sogenanntem e-Fuel, hergestellt aus Wasser, Co2 und grüner Energie.

Unter dem Motto „Oldtimer unterstützen sozial benachteiligte Youngtimer“ werde, laut Veranstalter, an sechs verschiedene Hilfsprojekte eine Spende über jeweils 7.200 Euro übergeben. Darunter Vereine wie „Lebenshilfe Gießen“, „Asha for children“ (Gegen Kinderarbeit in Nepal) oder „Horizont“ (Mütter mit Kindern ohne festen Wohnsitz und Unterstützung benachteiligter Familien). Als Rallyeleiter agiert Fabian Mohr, Kuno Hug ist für die Organisation zuständig.

Auch Rallye-Legende Walter Röhrl, der beim Original mit seinem Ford Capri, den er immer noch besitzt, beim original vor 50 Jahren mit dabei war, ist als Botschafter und Zeitzeuge wieder mit von der Partie und werde dabei auch verschiedene Autos fahren.

Das historische Vorbild

1972 mussten insgesamt 307 Teams ganze 62 Wertungsprüfungen durchfahren, bei denen die Zeit gemessen wurde. 145 von ihnen blieben schlussendlich in der Wertung. Als Sieger gingen damals die Franzosen Jean-Pierre Nicolas und Jean Todt im Alpine Renault A110 vor den Schweden Anders Kulläng und Donald Karlsson ins Ziel, die genau wie die drittplatzierten Franzosen Jean Ragnotti und Jean-Pierre Rouget in einem Opel Ascona 19 SR fuhren.

Im Gegensatz zu 1972 erwartet die Fahrer diesmal sechs Tage Fahrt (53,5 Stunden) samt fünf Übernachtungen, im Schnitt legen sie dabei 375 Kilometer pro Tag zurück. Damals waren es fünf Tage samt nur einer Übernachtung, im Schnitt 674 Kilometer am Tag bei insgesamt 82 Stunden Zeit.

Frank Ehrhardt verteilte die Eiserfeyer Stempel, Herbert Bersch notierte Zeiten und zählte die betagten Karossen. Ehrhardts Freund Andreas Schwalbe organisiert einen Teil des Rallyeabschnitts in der Kölner Region bis hin zur Eifel. Die Freunde sind selbst einst eine Tour in einem Suzuki Swift 1,3 GTI 16 V, einem Klassiker der Rallyeautos, von Mainz bis nach Monaco gefahren. Frank Ehrhardt habe mit seinem „Autohaus Ehrhardt“ in Laatzen darüber hinaus oftmals Autos für Rennen passionierter Rallyefahrer, oftmals Studenten, beispielsweise bei der legendären „Rallye Monte Carlo“ gestellt.

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Wirtschaft

Ein weiterer „High Potential“ schließt sein Studium erfolgreich mit der Unterstützung der Kreissparkasse Ahrweiler ab

Ahrweiler – Mit gerade 27 Jahren kann unser junger Kollege Jan Schüler bereits drei Bildungsabschlüsse vorweisen. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann im Januar 2018 begann er im Sommersemester 2019 seinen Bachelor-Studiengang. Parallel zum Studium absolvierte er in der zweiten Jahreshälfte 2019 die Weiterbildung zum Sparkassenfachwirt für Kundenberatung. Nach dreieinhalb Jahren im berufsbegleitenden Bachelor-Studium hält Jan Schüler nun sein Transcript of Records in den Händen. Im Herbst findet die Graduationsfeier statt. Sein Studium hat er mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis abgeschlossen.

Direkt nach seiner Ausbildung startete Jan Schüler ein Trainee. Zunächst sammelte er ein Jahr lang Erfahrungen in der Marktfolge Kredit. Seitdem ist er als Trainee in unserem Unternehmenskunden-Center eingesetzt.

Sein Bachelor-Studium startete er im Zuge des „High Potential“-Programms, einem Förderprogramm für überdurchschnittliche Auszubildende der Kreissparkasse Ahrweiler. Bereits seit 2011 ist dieses Programm fester Bestandteil des Weiterbildungsportfolios und eine gute Alternative zum dualen Studium, das ebenfalls zum Repertoire der Kreissparkasse gehört. Die angebotenen Bachelor-Studiengänge finden an der Hochschule für Finanzwirtschaft und Management in Bonn statt.

In einer kleinen Feierrunde gratulierten Dieter Zimmermann (Vorstandsvorsitzender), Guido Mombauer (Vorstandsmitglied) und Michael Bick (Leiter Weiterbildung) dem Absolventen. Jan Schüler berichtete über den Studienverlauf, seine Eindrücke und seine fachliche und persönliche Weiterentwicklung während des Studiums: „Von der Vielfältigkeit der Studieninhalte und dem Austausch im Netzwerk mit anderen Kommilitonen konnte ich in meinem täglichen Doing sehr profitieren. Ich bin froh, dass die KSK Ahrweiler mir die Möglichkeit gegeben hat, ein Teil dieses Weiterbildungsangebotes zu sein.“

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Ein Hauch von Hollywood in Mayen

Mayen – Festspiel-EXXTRA „Das Produkt“ am 20. und 21. August im Alten Arresthaus. Filme über das Theater gibt es so einige, aber Theaterstücke über den Film? Wie sich dies vereinen lässt, zeigt humorvoll und überspitzt „Das Produkt“ des zeitgenössischen, britischen Dramatikers Mark Ravenhill.

Der Filmproduzent James weiß, dass er nur eine Chance hat, die berühmte Schauspielerin Olivia davon zu überzeugen, in seinem Film mitzuspielen. James ist sicher: Der Film wird gigantisch! Und so breitet er in einem leidenschaftlichen Monolog seinen Film Szene für Szene vor Olivia aus: Ein Actionspektakel, eine große Liebesgeschichte, eine Tragödie am Puls der Zeit … James ist absolut überzeugt von seiner Idee. Doch in Wahrheit ist sein Film ein vollkommen größenwahnsinniges Projekt über eine junge Frau, Amy, die sich Hals über Kopf in ein sexuelles Abenteuer mit einem fremden Mann stürzt. Erst nach und nach erfährt Amy, dass sich ihr Liebhaber der terroristischen Vereinigung Al-Qaida angeschlossen hat. Was somit als gefährliche Romanze beginnt, driftet schon bald ab in eine Filmidee voller Klischees und Absurditäten – und mittendrin ein Produzent, der alles dafür tut, um die Story gut verkaufen zu können. Ein Soloabend voller schwarzem Humor, der die moderne Filmindustrie Hollywoods gekonnt auf die Schippe nimmt.

Das Stück mit Schauspieler Tobias Bode in der Rolle des James kam 2021 am Theater Vorpommern in der Regie von Burgfestspiele-Intendant Alexander May zur Premiere, wurde inzwischen ans Theater Coburg übernommen und ist nun erstmalig bei den Burgfestspielen zu sehen.

Karten für die irrwitzige Mediensatire gibt es bei Bell Regional Touristikcenter in der Rosengasse 5 in 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942 oder auch per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de. Informationen zum Programm der Festspiele gibt es unter www.burgfestspiele-mayen.de.

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Sicher im Dienst – Das Ordnungsamt Aachen im Einsatz

Aachen – Die Stadt Aachen setzt auf Prävention und Fortbildung. Es gibt eine Null-Toleranz-Haltung bei Gewalt gegen Beschäftigte. Gewaltprävention und Gesundheitsschutz sind zentrale Elemente der Personalentwicklung bei der Stadt Aachen. Aus diesem Grund werden Beschäftigte im Außendienst des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung in Theorie und Praxis professionell geschult.

Personaldezernent Dr. Markus Kremer nimmt aktiv am Training teil und gegrüßt die Einsatzkräfte. Foto: © Stadt Aachen / Andreas Herrmann

Das Konzept des interdisziplinären Einsatztrainings wurde nun durch Stadtdirektorin Annekathrin Grehling und Personaldezernent Dr. Markus Kremer in den Räumlichkeiten des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung vorgestellt. Von Beginn an wirkte die Stadt Aachen an dem 2021 initiierten Landesprojekt „Mehr Schutz und Sicherheit für Beschäftigte im öffentlichen Dienst“ mit. So ließ es sich auch Anne Herr als Vertreterin des NRW-Netzwerks #sicherimDienst nicht nehmen, bei der Vorstellung dabei zu sein.

Mitunter beschimpft, angefeindet und teilweise sogar angegriffen

Die Aufgaben des Ordnungs- uns Sicherheitsdienstes sind konfliktbehaftet: Wer Bürger*innen auf Fehlverhalten hinweist, Auseinandersetzungen schlichtet, rechtliche Vorgaben durchsetzt und Sanktionen ausspricht, erntet selten Applaus. Täglich sind die Vollzugskräfte in Einsätzen mit Konflikten konfrontiert. Sie werden mitunter beschimpft, angefeindet und teilweise sogar angegriffen. Im Jahr 2018 wurden alleine 500 Beleidigungen und 50 Sachbeschädigungen. Gemeldet.

Um diese anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen, werden vielseitige Kompetenzen benötigt. Neben der Vermittlung von Rechtskenntnissen steht, regelmäßig ein intensives Training in Einsatzkommunikation, Eingriffs- und Selbstschutztechniken auf dem Plan. Die Einsatzkräfte werden dazu in speziell eingerichteten Seminar- und Trainingsräumen geschult. Bei diesem Einsatztraining bereiten die Teams Erfahrungen aus dem Dienst nach und werden für verschiedene Szenarien unter professioneller Begleitung von zwei Einsatztrainern ausgebildet.

Stadtdirektorin Grehling kennt als Rechts- und Ordnungsdezernentin die Herausforderungen, mit denen ihre Mitarbeitenden vor allem im Außendienst täglich konfrontiert sind. „Das wöchentliche Training vermittelt wichtiges Wissen und trainiert zentrale Kompetenzen. Durch die Regelmäßigkeit werden geübte Handlungsweisen zur Routine, was die Sicherheit und das professionelle Vorgehen, gerade auch in schwierigen Situationen, fördert. Wenn es zu Übergriffen kommt, wissen die Einsatzkräfte, was zu tun ist. Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Strategie und bringen jeden Vorfall zur Anzeige“, erklärte Grehling.

Vermittlung deeskalierender Kommunikationsstrategien

Personaldezernent Dr. Kremer betonte: „Das Thema beschäftigt uns schon seit vielen Jahren. Bereits 2018 haben wir unser ‚Sicherheitskonzept Gewaltprävention‘ auf den Weg gebracht, das neben der Entwicklung technischer und organisatorischer Maßnahmen vor allem auf die Vermittlung deeskalierender Kommunikationsstrategien baut. Mit der Einstellung eines Gewaltpräventionstrainers und dem Ausbau der sozialpsychologischen Mitarbeiter*innenberatung haben wir auf die Bedarfe reagiert.“ In seiner Funktion als Sportdezernent ist ihm an der körperlichen Fitness der Bediensteten gelegen, da sie die mentale Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten fördert. Diese intensive Betreuung mache die Stadt in diesem Bereich – in dem aktuell durchaus noch Mitarbeiter*innen gesucht werden – zu einer vorbildlichen Arbeitgeberin.

Susanne Aumann, Leiterin der Außendienste, gab einen Einblick in die inhaltliche Konzeption und die behördenübergreifende Zusammenarbeit in Aachen. „Der Einsatz für mehr Schutz und Sicherheit der Kolleg*innen ist ein fortlaufender Prozess. Veränderte Einsatzlagen erfordern angepasste Handlungsstrategien. Auch wenn wir schon viel umsetzen konnten, bleiben wir auch in Zukunft am Ball“, so Aumann.

Volker Haupt, einer der beiden Trainer: „Gewalt ist kein schönes Thema, aber eine herausfordernde Aufgabe.“ Zusammen übe man klassische Selbstverteidigung, aber auch Eingriffstechniken, etwa um Menschen zu fixieren, zu fesseln oder in ein Auto zu verfrachten. Aber oft genauso wichtig: „Die Kolleg*innen können sich auch einfach die Nöte von der Seele reden.“

Zustimmung findet das zielgerichtete Vorgehen auch im Präventionsnetzwerk #sicherimDienst. Durch die Bewertung der aktuellen Forschungslage zu Gewalt im öffentlichen Dienst wurde die Bedeutung von Prävention einmal mehr deutlich. Anne Herr lobte das Engagement der Stadt Aachen und lud alle Interessierten dazu ein, aktiv mitzuwirken (weitere Informationen unter www.sicherimdienst.nrw). Anne Herr vom Präventionsnetzwerk: „Wir wollen vor allem auch darauf aufmerksam machen, dass nicht nur Berufsgruppen davon betroffen sind, bei denen man vielleicht damit rechnen könnte, sondern auch Rettungskräfte oder Sachbearbeiter*innen zum Beispiel.“ Mittlerweile hätten sich 600 Personen aus rund 250 Einrichtungen, Behörden und Kommunen in NRW dem Netzwerk angeschlossen – Zuwachs mehr als erwünscht.

Im Anschluss an die Theorie ging es nahtlos in die Praxis über. Die Einsatzkräfte fanden sich zum Start pünktlich im Trainingsraum ein. In dieser Woche gab es mehr Teilnehmer*innen als sonst, denn Vertreter*innen der Verwaltungsspitze nutzten die Gelegenheit vor Ort, um sich hautnah ein eigenes Bild von dem Einsatztraining des Ordnungsamts zu machen. Aumann und Kremer nahmen sogar aktiv am Training teil.

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Mayener OB Dirk Meid zu Besuch in der Partnerstadt Godalming

Mayen – Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des deutsch-englischen Freundschaftskreises zwischen Mayen und der englischen Stadt Godalming besuchte Oberbürgermeister Dirk Meid die Partnerstadt in der südenglischen Grafschaft Surrey.

Die Feierlichkeit zu diesem besonderen Jubiläum hätte bereits im Jahr 2020 stattfinden sollen. Da die Corona-Pandemie dies allerdings nicht zuließ, wurde die Bürgerfahrt des Freundschaftskreises und die Feier anlässlich des Jubiläums Anfang August 2022 nachgeholt.

Die intensiven und herzlichen Kontakte mit den englischen Freunden konnten gepflegt werden und gemeinsam feierte man das 40-jährige Jubiläum des Freundschaftskreises. Im Rahmen des Programms kam es zu vielen interessanten Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstadt.

Für Oberbürgermeister Meid war der Besuch in Godalming ein Ereignis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. „Ich habe die Freundschaft gespürt und erlebt, die die Menschen in beiden Städten seit über 40 Jahren pflegen. Ich bin sicher, dass der deutsch-englische Freundschaftskreis weiter wachsen wird und das ist besonders in Zeiten wie diesen umso bedeutender“, so der Mayener Stadtchef.

Die nächste Begegnung steht übrigens schon fest: Im Oktober feiert die Städtepartnerschaft zwischen Mayen und Godalming ebenfalls 40-jähriges Jubiläum. Die hiermit verbundenen Feierlichkeiten finden in Mayen statt.

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„Krautwisch“ gegen Krankheiten und Gewitter am Montag 15. August im Freilichtmuseum

Mechernich-Kommern – Das LVR-Freilichtmuseum Kommern begeht den traditionellen Segenstag. Am kommenden Montag, 15. August, an dem die katholische Kirche mit „Mariä Himmelfahrt“ eines ihrer höchsten Feste begeht, erinnert das LVR-Freilichtmuseum Kommern an den traditionellen „Krautwischtag“. Seit dem Mittelalter wurden zu Mariä Himmelfahrt Kräutersträuße gebunden und in der Kirche gesegnet. Bis vor einigen Jahrzehnten war der Brauch in ländlichen Regionen des Rheinlands noch verbreitet. Heute ist er nahezu vergessen.

Die Museums-Hauswirtschafterinnen im LVR-Freilichtmuseum Kommern binden an diesem Tag wieder nach altem Brauch den „Krautwisch“. Bei einem kleinen Freiluft-Gottesdienst vor der Kapelle aus Schützendorf in der Baugruppe Eifel wird auch in diesem Jahr wieder Diakon Manfred Lang die Kräuter segnen.

Der „Krautwisch“ wird aus verschiedenen Heilkräutern und Nutzpflanzen gebunden. Je nach Region enthalten die Sträuße sieben bis 99 verschiedene Kräuter. Neben Rainfarn, wildem Oregano, Johanneskraut, Weidenröschen und Großem Wiesenkopf gehören in Kommern auch die vier Haupt-Getreidearten Roggen, Gerste, Weizen und Hafer dazu.

Früher fehlte der Krautwisch in keinem Haushalt. Er sollte Menschen und Vieh vor Krankheit, Feuer und sonstigem Unglück schützen. Bei Krankheit von Mensch oder Tier wurden Teile als Tee oder Aufguss verwendet. Im Frühjahr räucherte man Wohnhaus und Ställe mit dem Krautwisch aus. Der Krautwisch war nicht nur Haussegen, sondern auch ein langlebiger Hausschmuck.

Er galt auch als Schutz gegen Unwetter. So verbrannte man bei Gewittern einige Zweige im Herdfeuer. Auch der „Krockwösch“ des Vorjahres wurde nicht einfach weggeworfen, sondern dem Feuer überantwortet. Beim Neubau eines Hauses legte man geweihte Kräuter unter die Türschwelle. Dies sollte Unglück vom Haus und seinen Bewohnern fernhalten.

Die Hauswirtschafterinnen des Museums sammeln die verfügbaren Kräuter und binden auch für die Besucherinnen und Besucher kleine Krautwisch-Sträuße. Gerne geben sie Auskunft über die Zusammensetzung der Sträuße und über die Bedeutung des Krautwischbrauchs in der Region.

Am 15. August können Sie zwischen 11 und 17 Uhr in der Baugruppe Eifel zuschauen und mehr über diesen Brauch erfahren.

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Grünes Licht für Vertrags-Verhandlungen über Mehrheits-Beteiligung der Sana Kliniken AG am GK-Mittelrhein

Region/Mayen-Koblenz – Alle Gesellschafter des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GK-Mittelrhein) haben jetzt zugestimmt, dass die finalen Vertragsverhandlungen mit der Sana Kliniken AG geführt und bis zum 31. Oktober dieses Jahres abgeschlossen werden. Ziel dabei soll sein, dass Sana eine Mehrheit der Anteile am GK-Mittelrhein erwirbt. Rund 40 Pro­zent der Anteile sollen bei den beiden kommunalen Gesellschaftern verbleiben, dem Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz. Die weiteren Anteile werden auf vier kirchliche Stiftungen entfallen. Aktuell gestaltet sich die Gesellschafterstruktur wie folgt: Stadt und Landkreis je 26,5 Prozent, Stiftung Ev. Stift St. Martin Koblenz 27,55 Prozent, Stiftung Hospital zum Hl. Geist 6,61 Prozent, Stiftung Seniorenhaus zum Hl. Geist 6,61 Prozent und Stiftung Diakoniegemeinschaft Paulinenstift 6,22 Prozent.

Dr. Alexander Saftig, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz, freut sich: „Mit den nun vorliegenden Beschlüssen aller Gesellschafter wurde ein weiterer Meilenstein für ein zukunftsfähiges Gemeinschafts-klinikum gefasst und den vielen Mitarbeiten eine Perspektive eröffnet. Das ist wichtig, denn das Klinikum hat einen überragenden Wert für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region. In den Endverhandlungen gilt es nun, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Eine wichtige Grundvoraussetzung ist, dass eine Einigung zwischen Sana und den Mitarbeitervertretern zu den noch offenen Fragen erzielt wird.“

„Trotz immer schwierigerer Rahmenbedingungen glauben wir an die Zukunft des GK-Mittelrhein und wollen auf Basis des von uns erarbeiteten Entwicklungskonzepts für die Einrichtungen eine moderne Versorgungsperspektive umsetzen“, so Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG. „Eine klare Eigentümerstruktur ist eine Voraussetzung für das Entwicklungskonzept, die Kliniken gemäß dem medizinischen Fortschritt weiterzuentwickeln, damit der Region eine moderne medizinische Versor-gung anzubieten und Beschäftigung für die fast 4.300 Mitarbeitenden zu sichern. Eine  wichtige Voraussetzung zum Gelingen der Vertragsverhandlungen ist es, dass alle Beteiligten ihren zugesagten Beitrag leisten. Wir sind dazu bereit.“

Wesentliche Aspekte sind bereits geeint, einzelne Bereiche würden jedoch in den Verhandlungen noch intensiv zu diskutieren sein. Dies beträfe zum einen die Frage nach der Nachnutzung des Geländes, auf dem sich heute das Ev. Stift St. Martin befindet, und das als Klinikstandort mit einem Krankenhaus-Neubau am Kemperhof entbehrlich würde. Des Weiteren ist auch das Personalkonzept noch Gegenstand der Diskussion, wobei Sana schon eine mehrjährige Beschäftigungssicherung angeboten und versichert hat, dass sich keine Beschäftigten materiell schlechter stellen würden. Damit verbunden ist auch eine Überleitung in den Konzerntarifvertrag Sana, der bereits seit vielen Jahren in zahlreichen Einrichtungen der Sana Kliniken AG Anwendung findet.

Mit dem Entwicklungskonzept sind Investitionen in Höhe von deutlich über 400 Millionen Euro verbunden. Denn der überalterte baulich-technische Zustand ist aktuell mit einer der Gründe – neben Parallelstrukturen und Prozessineffizienzen – für die schlechte wirtschaftliche Situation, die dazu geführt hatte, dass das GK-Mittelrhein 2020 kurz vor der Insolvenz stand. Der größte Teil der Investitionen soll auf den Krankenhausneubau auf dem Gelände des Kemperhofs entfallen. Dieser Neubau soll dann den zweiten Koblenzer Standort, das Ev. Stift St. Martin, entbehrlich machen und somit städteplane­risch neue Optionen eröffnen. Weitere Standorte sind St. Elisabeth in Mayen, Heilig Geist in Boppard und das Paulinenstift in Nastätten.

Das Ergebnis der Vertragsverhandlungen bedarf noch der abschließenden Befassung der Gremien der jetzigen Eigentümer des GK-Mittelrhein.

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Digitales Arzt-Patienten-Seminar – Dienstag 16. August 2022 am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die nicht zu unterschätzende Volkskrankheit Bluthochdruck. „Dass sich Bluthochdruck schleichend entwickelt und anfangs kaum Beschwerden verursacht, macht ihn besonders gefährlich“, warnt Chefarzt Dr. Theodoros Ballidis. Mithilfe des kostenlosen Informationsabends möchte er für das Risiko sensibilisieren und über Vorsorge, Diagnostik sowie Behandlungsmöglichkeiten informieren. Der Informationsabend ist kostenlos und findet online via Zoom statt.

Schätzungen zufolge leiden allein in Deutschland zwischen 18 bis 35 Million Menschen an Bluthochdruck. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, da viele gar nicht wissen, dass sie betroffen sind. Bis es plötzlich zu einem Notfall kommt: einem Schlaganfall zum Beispiel, oder einem Herzinfarkt. „Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Ursachen von Herz- und Kreislaufkrankheiten“, warnt Dr. Theodoros Ballidis, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie sowie der angegliederten Schlaganfalleinheit am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler. Aber auch Nierenversagen sowie der Verlust der Sehfähigkeit sind mögliche Folgen. Im digitalen Arzt-/Patientenseminar am Dienstag, den 16. August 2022 von 17:00 bis 18:30 Uhr möchte Dr. Ballidis für das Risiko sensibilisieren sowie über Vorsorge, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten informieren. Interessierte können unkompliziert und ohne vorherige Anmeldung via Zoom teilnehmen.

Faktoren wie Übergewicht, ungesunde Ernährung, zu viel Alkohol oder zu wenig Bewegung können Bluthochdruck begünstigen. Allerdings gibt es ebenso schlanke, sportliche und ernährungsbewusste Menschen, die unter einer sogenannten Hypertonie leiden – zum Beispiel aufgrund einer familiären Veranlagung. „Dass sich Bluthochdruck schleichend entwickelt und anfangs kaum Beschwerden verursacht, macht ihn besonders gefährlich“, sagt Dr. Ballidis. Immerhin heißt unerkannt auch unbehandelt. Und das kann dramatische Auswirkungen auf den Körper haben: „Ein zu hoher Druck im Kreislauf überlastet auf Dauer die Gefäße, das Herz und andere lebenswichtige Organe“. Das gilt auch für Betroffene, die zwar diagnostiziert, aber unzureichend behandelt sind. Die richtige medikamentöse Einstellung ist in diesem Kontext eines der zentralen Themen, auf das Dr. Ballidis im Rahmen des Informationsabends eingehen wird.

Die digitalen Arzt-/Patientenseminare des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler nehmen jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus. „Zunächst vermitteln Fachärztinnen und Fachärzte des Klinikums ihr Know-how in informativen Vorträgen. Anschließend haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen“, erklärt Dr. Gerhard Kreuter, Vorsitzender des Fördervereins, der die Durchführung der Seminare tatkräftig unterstützt. Eine Teilnahme ist über die Zoom-Webseite (https://zoom.us/join) oder die Zoom-App möglich. Nach Eingabe der Webinar-ID (814 9756 6608) sowie des Kenncodes (212080) startet das Seminar automatisch. Eine detaillierte Anleitung sowie einen direkten Link zum Seminar finden Interessierte im Veranstaltungskalender auf der Homepage des Marienhaus Klinikums unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.

Was?              Arzt-/Patientenseminar Bluthochdruck

Wann?            Dienstag, 16.08.2022 / 17:00 bis 18:30 Uhr

Wo?                Online via Zoom (https://zoom.us/join)

Webinar-ID     814 9756 6608

Kenncode       212080

 

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Landesregierung in NRW zahlt Heizkosten-Zuschuss für Wohngeld-Empfängerinnen und Empfänger aus

Region/Düsseldorf – Die Zahlungen sollen bis zum 20. August 2022 auf den Konten der Wohngeldempfängerinnen und -empfänger eingehen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat auf einen bundesseitigen Heizkostenzuschuss für die Empfänger von Wohngeld gedrängt: Am 17. März 2022 hat der Deutsche Bundestag die Gewährung eines einmaligen Heizkostenzuschusses beschlossen. Das Bundesgesetz ist am 1. Juni 2022, die zugehörige Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen am 27. Juli 2022 in Kraft getreten.

„Als Ausgleich für den starken Anstieg der Energiekosten erhalten Wohngeldempfängerinnen und -empfänger den von Seiten des Bundes beschlossenen einmaligen Heizkostenzuschuss ausgezahlt. Der zusätzliche Betrag ist nach der Personenzahl gestaffelt und beträgt grundsätzlich für Haushalte mit einer Person 270 Euro und mit zwei Personen 350 Euro. Für jede weitere Person kommen 70 Euro hinzu. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass der ‚einmalige‘ Heizkostenzuschuss durch die beispielsweise von der Bundesregierung gewollten Gasumlage nicht ausreichen wird. Jetzt kommt Geld in die linke Tasche und spätestens im Oktober wird es aus der rechten Tasche durch die Bundesregierung wieder herausgenommen“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Anspruch auf den einmaligen Heizkostenzuschuss haben Personen, die für mindestens einen Monat im Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 Wohngeld bezogen haben. Die Auszahlung an berechtigte Personen erfolgt in Nordrhein-Westfalen automatisch – Wohngeldempfänger-innen und -empfänger haben nichts zu veranlassen. Die Zahlungen sollen bis zum 20. August 2022 auf den Konten der Wohngeldempfängerinnen und -empfänger eingehen.

Ende 2021 bezogen 157.850 nordrhein-westfälische Haushalte Wohngeld. Damit bezogen 1,8 % aller privaten Hauptwohnsitzhaushalte Wohngeld im einwohnergrößten Land. Bei nahezu jedem zweiten reinen Wohngeldhaushalt war die wichtigste Einkommensquelle eine Rente oder eine Pension