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Bewerbungsaufruf – Jetzt Klimaschutz-Unternehmen werden

Region/Potsdam – Die Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen e. V. sucht neue Vorreiter. Ab sofort können sich Unternehmen der Initiative anschließen und sich als Klimaschutz-Unternehmen bewerben. Das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundes-umweltministerium sowie die Deutsche Industrie- und Handelskammer rufen auf, sich zu bewerben und der Initiative anzuschließen. Mitmachen können Unternehmen aller Größen und Branchen, die Klimaschutz, Umweltschutz oder die Anpassung an die Klimakrise als strategisches Unternehmensziel verfolgen. Die Bewerbungsfrist endet am 31.08.2023.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: „Vor uns liegt eine große Herausforderung – das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft. Dieses Ziel erreichen wir nur mit starken, mutigen und innovativen Unternehmen, die zeigen: Es geht! Die Investition in Klimaschutz lohnt sich und stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit. Genau das transportiert das Netzwerk der Klimaschutz-Unternehmen mit Beispielen, wie Energie- und Ressourceneffizienz, der verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien und die Dekarbonisierung der Betriebe gelingt. Machen Sie daher mit und bewerben Sie sich als Leuchtturm-Unternehmen für den Klimaschutz!“

Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt- und Verbraucherschutz: „Von den drei großen ökologischen Krisen, vor denen wir alle stehen – der Klimakrise, dem Artenaussterben und der Verschmutzungskrise -, ist auch die Wirtschaft betroffen. Die Folgen dieser Krisen beeinträchtigen den Wohlstand in Deutschland. Ohne Investitionen in ambitionierten Klimaschutz und vorsorgende Klimaanpassung müssen wir in den kommenden Jahrzehnten noch mit weitaus höheren Kosten rechnen. Umso wichtiger sind Unternehmen, die vorangehen und sich den Herausforderungen in besonderem Maße stellen. Werden auch Sie Vorreiter und investieren in die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens und unseres Landes!“

Peter Adrian, DIHK-Präsident: „Klimaschutz ist für die Breite der Wirtschaft zu einem festen Bestandteil ihres Unternehmensalltags geworden. Die Belastung durch hohe Energiepreise hat leider auch dazu geführt, dass Ausgaben für den betrieblichen Klimaschutz zurückgestellt werden mussten. Sie zeigt aber auch: Investitionen in den betrieblichen Klimaschutz sind Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit und damit in die Zukunft des eigenen Betriebes. Ich kann Unternehmen daher nur raten, Teil dieses erfolgreichen Netzwerks zu werden. Sie können damit gemeinsam Vorbild für eine ganze Wirtschaft sein.“

Jörg Schmidt, Vorsitzender Klimaschutz-Unternehmen e. V.: „Das Erreichen der Klimaziele geht nur gemeinsam. Die Klimaschutz-Unternehmen fördern die Vernetzung und den Austausch unter den Betrieben, um in Sachen Klimaschutz weiter voranzukommen. Getreu unseres Mottos: vordenken, vorleben, vorangehen! Unsere Mitglieder sind Vorreiter in ihrer Branche und motivieren andere, es ihnen gleich zu tun. Bewerben Sie sich jetzt als Klimaschutz-Unternehmen und werden Sie Teil eines starken Netzwerks mit hoch motivierten Unternehmen im Bereich des betrieblichen Klimaschutzes.“

Interessiert Klimaschutz-Unternehmen zu werden? Dies sind die nächsten Schritte: Das Bewerbungsverfahren startet mit einem onlinebasierten Check, der eine schnelle Orientierung über die Bewerbungsaussichten gibt. Am Ende des Verfahrens entscheidet der Beirat, ein unabhängiges Expertengremium, über die Aufnahme. Erfolgreiche Bewerber werden bei einer öffentlichen Veranstaltung in den Verband aufgenommen und mit einer Urkunde von Bundeswirtschaftsministerium, Bundesumweltministerium und DIHK geehrt.

Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

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Gesundheit

Gesundheitsamt Mayen-Koblenz stellt Arbeit in der Corona-Lage zum 31. März 2023 ein

Region/Mayen-Koblenz – Nach drei Jahren, circa 150.000 Anordnungen für Betroffene und Kontaktpersonen, vielfältigen Gesetzesänderungen und dem Einsatz von insgesamt 420 Mitarbeitenden aus der Kreisverwaltung und dem Gesundheitsamt sowie Corona Scouts des Bundes und der Bundeswehr beendet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz zum 31. März seine Tätigkeiten in der Corona-Lage. Im Zuge dessen wird die Corona-Hotline der Kreisverwaltung und des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz geschlossen. Auch die E-Mail-Postfächer werden nicht länger bedient.

Gabriele Vogt, Leiterin des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz dankt allen Mitarbeitenden der Corona-Lage und den Bürgern des Landkreises sowie der Stadt Koblenz für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Anfragen und Meldungen rund um das Thema Corona können zukünftig an E-Mail ifsg@kvmyk gesendet werden. Der Infektionsschutz des Gesundheitsamtes ist erreichbar unter Tel. 02651/9643-180. Alle eingehenden Corona-Meldungen werden auch weiterhin an das Landesuntersuchungsamt gemeldet.

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Zwei Fahrzeuge für Rettungskräfte in der Ukraine – Hilfskonvoi der Feuerwehr Aachen bricht auf

Aachen – Ein Team aus Berufsfeuerwehrleuten und Kräften der Freiwilligen Feuerwehr hat sich am heutigen Dienstag, 28. März auf den Weg nach Warschau gemacht. In Polen übergeben die Aachener Helfer einen Rettungswagen, ein Löschfahrzeug und verschiedenes Kleinmaterial an ukrainische Kollegen.

13 Monate ist es nun her, dass Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat. Schon damals half die Feuerwehr Aachen schnell und unbürokratisch, rückte Mitte März mit einem Hilfskonvoi aus und brachte vier Spendenfahrzeuge an die polnisch-ukrainische Grenze. Am heutigen Dienstag (28. März) hat sich erneut ein Hilfstrupp aus Feuerwehrleuten auf den Weg gemacht. Dieses Mal transportiert er einen ausrangierten Rettungswagen, ein Löschfahrzeug und verschiedenes Kleinmaterial in Richtung Ukraine.

Material wird vor Ort dringend benötigt

Organisator Philipp Allwißner, Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Aachen, und seine Kollegen haben in den vergangenen Wochen viel – zum Teil ehrenamtlich – Zeit investiert, um alles vorzubereiten. Das Ziel lautet: Die Rettungskräfte vor Ort so gut wie möglich zu unterstützen. „Die zehrenden Kriegsmonate haben auch und gerade im ukrainischen Rettungswesen deutliche Spuren hinterlassen. Nahezu alles wird vor Ort dringend benötigt: Fahr- und Werkzeuge, medizinisches Material und vieles mehr“, erläutert Allwißner. Daher sei man froh, wieder eine Spendenfahrt organisieren zu können. Die Fahrzeuge entsprechen nicht mehr dem in Deutschland erforderlichen Stand der Technik und wurden daher für den Einsatzdienst in Aachen ausgemustert, sind aber immer noch voll funktionsfähig und erfüllen im Kriegsgebiet Ukraine einen sinnvollen Zweck.

Feuerwehrchef Andreas Bierfert unterstützt die Aktion ebenso wie die Verwaltungsleitung aus Überzeugung. „Das Motto der Feuerwehr Aachen lautet ‚Menschen schützen Menschen‘. Dafür sind wir 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Einsatz. In so einer besonderen Zeit auch unseren ukrainischen Freundinnen und Freunden helfen zu können, ist für uns daher eine Selbstverständlichkeit.“

Viele Arbeitsstunden in der Freizeit

In den letzten Wochen und Tagen wurden die Fahrzeuge und das Material auf Herz und Nieren geprüft, repariert, gesäubert, Teile ausgetauscht. Für die Truppe, die sich aus Berufsfeuerwehrleuten und Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr zusammensetzt, waren viele der Arbeitsstunden Freizeit und wurden nach Feierabend vorgenommen. Auch Urlaub haben einige der Feuerwehrmänner extra für die Fahrt genommen.

Ziel des Konvois ist dieses Mal zunächst Warschau im östlichen Polen. Dort findet auf sicherem Boden die Übergabe der Fahrzeuge an ukrainische Kräfte statt. „Wir treffen dort mit einigen polnischen und ukrainischen Kollegen zusammen und es wird eine kurze Einweisung für die Fahrzeuge geben“, so Allwißner. Das ukrainische Innenministerium hat hierfür eine Sondergenehmigung erlassen, weil wehrpflichtige Männer zurzeit das Land grundsätzlich nicht verlassen dürfen.

Es fahren insgesamt fünf Fahrzeuge mit, wobei drei Fahrzeuge für die Rückreise der Feuerwehrleute vorgesehen sind. Auch der Technikwagen der feuerwehreigenen Kfz-Werkstatt begleitet den Tross, um für alle Fälle gerüstet zu sein – beim letzten Konvoi hatte das Werkstattteam ein liegengebliebenes Fahrzeug eines anderen Konvois auf einer polnischen Autobahn wieder in Gang gebracht. Und auch das Team der Wachkantine hat die Nacht zum Tage gemacht, um wieder für ausreichend Verpflegung des Konvois zu sorgen.

Aachener Team kehrt am Donnerstag zurück

Im östlichen NRW trifft der Aachener Konvoi später auf einen weiteren Hilfstransport des Vereins ARCHEMED – Ärzte für Kinder in Not e.V. aus dem Sauerland. Dieser Verein organisiert seit mehreren Jahren humanitäre Hilfstransporte in Kriegs- und Krisengebiete, die vor allem Kindern zu Gute kommen. Er übergibt ebenfalls in Warschau verschiedenes medizinisches Material wie Verbrauchsgüter, Medikamente und Medizingeräte für Kinderkrankenhäuser, unter anderem in Kharkiv. Hier gibt es aufgrund der Umstände und teilweiser Zerstörung der Gebäude größte Schwierigkeiten vor allem in der klinischen Versorgung von Klein- und Kleinstkindern. Gemeinsam werden dann die vielen Autobahnkilometer bestritten.

Die Strecke bis zum Zielort ist rund 1200 Kilometer lang. Geplant ist, am Mittwochabend die Übergabe abzuwickeln. „Nach der Einweisung und einem schnellen Kaffee geht es dann durch die Nacht zurück“, plant Allwißner. Die Rückkehr in Aachen ist für Donnerstagabend erwartet.

 

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Gesundheit

Künstliche Intelligenz im Kampf gegen Darmkrebs am Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Gastroenterologie am Krankenhaus Maria Hilf setzt in der Darmkrebsvorsorge auf Künstliche Intelligenz (KI). Möglich gemacht hat dies eine Spende des Fördervereins. Darmkrebs gehört zu den drei häufigsten Krebsdiagnosen in Deutschland. Früh erkannt, sind die Heilungschancen gut. Die Gastroenterologie am Krankenhaus Maria Hilf führt im Rahmen einer Darmkrebsvorsorge Darmspiegelungen durch – seit kurzem mit Unterstützung einer Künstlichen Intelligenz. Finanziert wurde das High-Tech-System über den Förderverein der Klinik. „Wir sehen in dem modernen Gerät einen überzeugenden Mehrwehrt im Kampf gegen Darmkrebs“, sagt Fördervereins-Vorsitzender Horst Gies MdL. „Wir freuen uns, dass wir durch unsere Spende zur stetigen Modernisierung unseres Krankenhauses beitragen können“.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Prof. Jörg Heller, Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie, die KI ausgiebig getestet. „Das System prüft jede noch so kleine Unregelmäßigkeit auf der Darmschleimhaut und markiert Auffälligkeiten mit einem grünen Rahmen“, erklärt er. „Zusätzlich gibt es Hinweise auf mögliche Befunde. Es erkennt Adenome genauso wie Narbengewebe, das zum Beispiel durch eine Blinddarm-OP entstanden ist.“ Mit Unterstützung der KI lässt sich die Entdeckungsrate sogenannter Darmpolypen noch einmal deutlich steigern. Ziel ist es, die Wucherungen in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen und umgehend zu entfernen. Im Idealfall noch bevor sich Krebsvorstufen zu bösartigen Tumoren entwickeln.

Hinter der hochmodernen Technik steckt ein eher unscheinbares Gerät: In einem kleinen blauen Kasten, nur etwas größer als ein Laptop, verbirgt sich ein Computer, der mit den Befunden von mehreren Millionen Darmspiegelungen gefüttert wurde. Natürlich anonymisiert. Während einer Darmspiegelung werden alle Bilder, die von der Kamera an der Spitze des Endoskops aufgenommen werden, durch den Computer mit der KI geleitet. Prof. Heller ist begeistert: „Es ist für uns wie ein drittes Auge, mit dem wir noch mehr und besser sehen.“

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Stolberg Touristik nach der Flut zurück in alten Räumlichkeiten

Stolberg – Die Räumlichkeiten der Stolberg Touristik in der Zweifaller Straße 5, direkt gegenüber des Willy-Brandt-Platzes, sind am 14. Juli 2021 den Wassermassen der Vicht zum Opfer gefallen. Nun ist die Touristik und damit auch die Tourist-Info als erste Anlaufstelle für Touristen wieder zurück in ihren gewohnten und frisch sanierten Räumlichkeiten.

Auch das E-Lastenfahrrad „Moritz“ kann ab sofort wieder ausgeliehen werden. Die Buchung erfolgt über die Homepage der Touristik unter www.stolberg-erleben.de

Bei der Eröffnungsfeier in den sanierten Räumlichkeiten waren neben Bürgermeister Patrick Haas auch Vertreter der Nachbargemeinden Simmerath und Roetgen anwesend.

 

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Drei von vier Steuererklärungen in NRW wurden 2022 digital eingereicht

Region/Düsseldorf – Bürgerinnen und Bürger nutzen die digitalen Angebote der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen und geben ihre Einkommensteuererklärung digital ab. Die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen betreuen insgesamt rund sieben Millionen Einkommensteuerfälle. Im Jahr 2022 sind bei den Finanzämtern 75 Prozent – also rund 4,9 Millionen – Erklärungen elektronisch abgegeben worden. Damit haben die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen einen neuen Rekordwert aufgestellt. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der digitalen Steuererklärungen kontinuierlich gestiegen: 2020 lag er noch bei rund 68 Prozent und 2019 bei rund 64 Prozent.

„Die steigende Quote bei der digitalen Abgabe der Steuererklärung spricht für sich“, sagt Dr. Marcus Optendrenk, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen. „Die Digitalisierung von der Abgabe der Steuererklärung bis zum Erhalt des Steuerbescheids hat für alle Seiten klare Vorteile.“

Mitte März haben die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen mit der Bearbeitung der Einkommensteuer für das Jahr 2022 begonnen.

Mit ELSTER profitieren die Bürgerinnen und Bürger beim Ausfüllen ihrer Erklärung von umfassenden Erleichterungen: Viele ihrer Daten werden der Finanzverwaltung bereits elektronisch übermittelt und in ELSTER übertragen. Das gilt bereits für 37 Mitteilungsarten, darunter Lohnsteuerbescheinigungen sowie Mitteilungen über Rentenbezug, Kranken- und Pflegeversicherung und Lohnersatzleistungen. Jährlich wird dieses Verfahren erweitert. Außerdem können Anträge, wie zum Beispiel ein Antrag auf Steuerklassenwechsel, einfach von zuhause aus erledigt werden.

„Wir wollen den Service von ELSTER noch weiter verbessern“, betont Minister Dr. Optendrenk. „Damit steht den Bürgerinnen und Bürgern ein Online-Finanzamt zur Verfügung, mit dem sie so einfach, sicher und schnell wie möglich mit ihrem Finanzamt kommunizieren können.“

Das Angebot die Steuererklärung digital zu erledigen, haben auch die meisten Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer in Nordrhein-Westfalen genutzt. Rund 90 Prozent der Grundsteuererklärungen sind elektronisch bei den Finanzämtern eingegangen.

Seit kurzem steht außerdem die neue App MeinELSTER+ zur Verfügung, mit der Belege das ganze Jahr über bequem per Smartphone eingescannt, die Beträge automatisch erfasst und später bei Bedarf an das Finanzamt übermittelt werden können.

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Mechernicher fördern Wasser für Indien – Eifeler Brunnenhilfe gestaltete „Misereor-Sonntag“

Mechernich – Mit Gottesdienst, Vorträgen und von indischen Familien gekochtem Fastenessen – 215.000 Euro in 23 Jahren für die Ärmsten in zehn Projekten für Trinkwasser und Landwirtschaft, zuletzt für 20 000 Ureinwohner in Jharkhand. Der jährliche Misereor-Sonntag stand in Mechernich ganz im Zeichen der Eifeler Brunnenhilfe für Indien (EBI). Seit dem Jahr 2000 versorgt dieser der Pfarre angehörende Arbeitskreis Zehntausende Menschen an verschiedenen Orten in Indien mit Wasser.

Dies geschah zunächst vor allem mit Trinkwasser vor allem für Schulkinder aus Tiefbrunnen. Mittlerweile werden zunehmend auch Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft aus aufgestautem und bevorratetem Fluss- und Regenwasser umgesetzt. Insgesamt zehn Projekte  wurden mit Hilfe unterschiedlicher Organisationen in 23 Jahren realisiert, unter anderem Misereor und der Andheri-Hilfe.

Dr. Franz Richter und Hans-Peter Drügh zeigten einen interessanten Bildvortrag im Johanneshaus, der Mechernicher Devin Ulavachathil referierte über Land und Menschen im Heimatland seiner Vorfahren, insbesondere über das noch immer weit über alle Kasten und Religionen verbreitete Arrangement von Hochzeiten.

Joseph und Mariamma Ulavachmathil, Anamma und Chacko Kanacherry sowie John und Ani Puthussery von der indischen Gemeinde in Mechernich bekochten die zahlreichen Besucher des Misereor-Sonntags mit einem vorzüglichen Fastenessen aus Reis, Spinat mit roten Linsen und Bohnen mit Kokosnuss sowie köstlichen Fladenkräckern, die mit einer Mischung aus Weizenmehl und gemahlenen schwarzen Linsen gebacken waren.

Basar und Frauenrechte

Auf einem Basar im Johanneshaus verkaufte die Eifeler Brunnenhilfe fair gehandelte Drittweltprodukte zugunsten der Hilfsprojekte. Steffi Schäfer-Gröb und Astrid Monter gestalteten zuvor in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist gemeinsam mit Pfarrer Erik Pühringer den Sonntagsgottesdienst themenkonform zum diesjährigen Misereor-Motto „Frau. Macht. Veränderung“. Mit vorbereitet hatte die Texte Martina Ernst vom harten Kern der Eifeler Brunnenhilfe.

Dazu gehören auch Steffi Schäfer-Gröb, Pfarrer Erik Pühringer, Dr. Franz Richter, Dr. Johannes Langhammer, Hans-Peter Drügh, Joseph Ophelders und Dr. Klaus Ridders. Das jüngste (10.) Projekt der Mechernicher EBI in Nord-Jharkhand geht Ende 2023 in die „Konsolidierungsphase“. Darin wird die Überwachung und Pflege der Wasserversorgungsanlagen in die Hände der Landwirte und Dorfbewohner vor Ort gelegt.

Auch beim Bau der Brunnen, Staubecken und Versickerungsgräben müssen die Bauern mit anpacken. Die Eigenleistung gab Dr. Franz Richter mit etwa 5 Prozent an – beim bislang letzten Projekt in Süd-Jharkhand entsprach das 20.000 Euro, je 40.000 Euro zahlten EBI und Andheri-Hilfe, den Löwenanteil von nahezu einer halben Million gab das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit („Entwicklungshilfe“).

Franz Richter: „Die Wasserversorgung erlaubt jetzt oft mehrere statt nur einer Ernte. Durch die Selbstvermarktung landwirtschaftlicher Produkte fließt der Gewinn den Dörfern direkt zu. Die auch in Indien wütende Pandemie trifft hier die Bevölkerung weniger hart, da sie zu einem großen Teil in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen.“ Das letzte Projekt komme über 10.000 Menschen, überwiegend Ureinwohner „Adivasi“, in 19 Dörfern in einer extrem armen Gegend zugute.

Tierzucht und Hausgärten

Richter: „Auch weitere Einkommen schaffende Maßnahmen wie Tierzucht und Hausgärten sowie die Nutzung von Waldprodukten, u.a. Mahua, ein tropischer Baum, dessen Blüten, ölreiche Früchte und die Rinde (zur Herstellung von Medizin) verwendet werden, verbessern die Lebensbedingungen der Bewohner.“

In den 23 Jahren ihres Bestehens hat die Eifeler Brunnenhilfe Indien aus Mechernich 215.000 Euro an Spenden eingesammelt und in Indien für den armen Teil der Landbevölkerung in Form von Wasserversorgungsprojekten investiert.  Meist alle zwei bis drei Jahre sind Dr. Franz Richter und Mitstreiter auf eigene Kosten vor Ort, um den Fortschritt der Maßnahmen in Augenschein zu nehmen. Wer die Arbeit von EBI unterstützen möchte, kann sich unter richter-mechernich@t-online.de melden.

www.gdg-mechernich.de Untermenüpunkt „Hilfsprojekte“

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Kunst & Kultur

Burgfestspiele Mayen nominiert zum SILA-Award

Mayen – Publikumsabstimmung startet am 1. April – Bald ist es soweit: Die Nominierungen sind eingegangen und die Publikumsabstimmung für den diesjährigen SILA-Award steht vor der Tür. Mit dabei im Rennen um diesen Preis: Der Burgfestspiel-Chor.

Der SILA-Award wird 2023 zum dritten Mal vom Chorverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Singendes Land verliehen. Ausgezeichnet werden beeindruckende Persönlichkeiten und herausragendes Engagement um die Chormusik aus und in Rheinland-Pfalz, wobei – so der Chorverband Rheinland-Pfalz – schon die Nominierung eine große Anerkennung für gute Arbeit und herausragendes Engagement um die Chorkultur ist.

Mit großer Freude hat der Festspielchor die Nominierung aufgenommen und ist schon jetzt gespannt auf das Ergebnis des Publikumsvotings. Der in 2022 von Intendant Alexander May initiierte Chor wirkte als Männerchor am Musical ‚Brigitte Bordeaux‘ mit, nach der Spielzeit wurde er im Herbst des vergangenen Jahres zum gemischten Chor erweitert. Das erste Konzert bestritten die Sänger*innen bereits kurz vor Weihnachten 2022 – und das mit großem Erfolg.

Unter der Leitung von Andreas Barth wird fleißig geprobt, denn für 2023 ist schon einiges geplant: Zwei Konzerte auf der Kleinen Bühne der Burgfestspiele am 21. Juli und 17. August unter dem Titel ‚Wenn einer eine Reise tut‘, außerdem wirken Chormitglieder im Familienstück „Hexe Hilary geht in die Oper“ und im Musical ‚The Black Rider‘ mit.

Die Nominierung für den SILA-Award ist also eine riesen Belohnung für die Anstrengung unseres großartigen Chors. Das Besondere an diesem Award ist, dass nicht nur eine Jury über den Gewinner des Preises entscheidet, sondern auch das Publikum. Vom 1. bis zum 14. April kann man unter singendesland.de/voting abstimmen.

Neben der großen Freude über Ehre der Nominierung freuen sich der Festspielchor und die Burgfestspiele auch über jede Beteiligung an der Online-Abstimmung. Jede Stimme zählt!

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Fachtag der Rotkreuz-Familienbildung „Start ins Leben – anders als gedacht“ am 26. April in Euskirchen

Euskirchen – Veranstaltung für Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Erzieher/innen, Eltern und Interessierte. „Die meisten Eltern haben eine gewisse Vorstellung von der ersten Zeit mit einem Neugeborenen: das Baby schläft viel, es wird viel gekuschelt und die Familie ist glücklich“, weiß Miriam Nachtkamp, Dozentin der Rotkreuz-Familienbildung im Kreis Euskirchen. Aber: „Es kann sein, dass die Geburt nicht wie erhofft verläuft und dass das Baby vielleicht mehrere Stunden am Tag schreit. Das ist schwer für die Eltern, die dann leicht in eine Spirale der Überforderung und Anspannung geraten. Dort wollen wir ihnen heraushelfen.“ Und zwar mit einem Fachtag „Start ins Leben – anders als gedacht“ am Mittwoch, 26. April, von 9 bis 14.30 Uhr im Rotkreuz-Zentrum Euskirchen/Eifel (Jülicher Ring 32b).

Der Fachtag richtet sich an Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Erzieher/innen, Tagespflegepersonen, Studierende, Eltern und Interessierte, die sich mit Regulationsstörungen bei Babys und Kleinkindern auseinandersetzen möchten. Unter anderem wird es dazu einen Vortrag von Paula Diederichs vom WIKK-Weiterbildungsinstitut für ressourcen- und körperorientierte Krisenbegleitung in Berlin geben, bei der auch Miriam Nachtkamp ihre Ausbildung zur Krisenbegleiterin absolviert hat.

Netzwerke schaffen

Miriam Nachtkamp selbst wird einen Vortrag zum Thema „Schlafprobleme verstehen und begleiten bei Säuglingen und Kleinkindern“ halten. Darüber hinaus stellen sich die Fachstellen im Kreis Euskirchen vor, darunter die Familienhebammen, die „Frühen Hilfen“ des Kreisjugendamtes und der Lotsendienst der Caritas. Um Netzwerke zu schaffen, soll es im Rahmen des Fachtages genügend Zeit zum Austausch geben.

Es ist gar nicht so selten, dass Säuglinge an Regulationsstörungen leiden. Miriam Nachtkamp hat als Dozentin von Spielgruppen und Kursen in der Rotkreuz-Familienbildung häufig die Erfahrung gemacht, dass Probleme auftreten. „Schreibabys“ werden die Kinder genannt, denn die Regulationsstörungen treten vor allem mit exzessivem Schreien auf.

Grundsätzlich spricht man von Schreibabys, wenn sie mehr als drei Stunden pro Tag an mehr als drei Tagen pro Woche seit mehr als drei Wochen schreien. „Es kommt aber auch darauf an, was die Eltern aushalten“, betont Miriam Nachtkamp.

Regulationsstörungen betreffen das vegetative Nervensystem und zeigen sich, wenn das Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus nicht ausgeglichen ist. Kurz gesagt handelt es sich dann um ein innerorganisches Entspannungsproblem. „Die Kinder kommen nicht zur Ruhe“, erklärt Heike Iven, Leiterin der Rotkreuz-Familienbildung. Miriam Nachtkamp ergänzt: „Aus der Anspannung heraus gehen viele Kinder in die Überstreckung und können sich dann gar nicht mehr regulieren.“

Körperorientierte Methoden

In der Rotkreuz-Schreibabyambulanz in Weilerswist vermittelt sie den Eltern in diesem Fall körperorientierte Methoden, wie sie ihr Kind halten und ihm gleichzeitig Halt geben können. Denn: „Um wieder in die Entspannung zu kommen, seien die Kinder auf ihre Eltern als Co-Regulator angewiesen.“ Nachtkamp: „Es geht auch gar nicht darum, das Weinen der Babys zu stoppen – sondern es richtig zu begleiten.“

Mindestens genauso wichtig sei es deshalb, die Eltern ernst zu nehmen, sie von ihren Sorgen und Ängsten zu befreien. Denn wer sich ständig frage, was er oder sie als Eltern falsch mache, verfalle genau wie das Kind in einen Anspannungsmodus – und könne so auch weder Ruhe noch Halt vermitteln. Da helfen auch die unzähligen Tipps von Verwandten und Bekannten nichts, weiß Heike Iven: „Eltern von Schreibabys bekommen oft so viele Ratschläge, bis sie kein Land mehr sehen können.“

Dennoch sei es wichtig, als erstes organische Ursachen für das Verhalten des Babys auszuschließen. Wenn Kinderärzte und Osteopathen keine entsprechende Ursache finden, ist die Schreibabyambulanz des Roten Kreuzes in Weilerswist eine gute Anlaufstelle – zumal sie ein niederschwelliges und jetzt auch kostenfreies Angebot für Eltern aus dem Kreis Euskirchen darstellt.

Eltern-Kind-Bindung

Um auch andere Fachleute wie Hebammen, Kinderärzte oder Erzieher/innen für das Thema zu sensibilisieren, findet jetzt der Fachtag im Rotkreuz-Zentrum in Euskirchen statt (für den Hebammen auch Fortbildungspunkte bekommen können). Er gibt unter anderem Einblicke in die körperorientierte Arbeit der Schreibabyambulanz und zeigt Wege auf, um aus der Krisensituation wieder zu einer liebevollen Bindung zwischen Eltern und Kind zu kommen.

Interessierte können sich auch über eine Ausbildung zur ressourcen- und körperorientierten Krisenbegleitung informieren, die das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen ab August anbieten möchte. Anmeldungen zum Fachtag werden bis Freitag, 14. April, entgegengenommen: per E-Mail an familienbildung@drk-eu.de sowie telefonisch unter 02251/791184.

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Kampagne „Let’s Clean Up Europe“ auch in Bad Münstereifel – Kinder sammelten Dreck der „Großen“ ein

Bad Münstereifel – „Wir haben sowieso immer einen Müllbeutel dabei und sammeln Müll, wenn wir unterwegs sind“, sagt Bianca Jonas-Beier, Erzieherin in der Rotkreuz-Kindertagesstätte in Nöthen. Also haben Aurelia, Cleo, Danil, Maia, Mats, Maxim und Robin eh schon längst drauf, was im Rahmen der Kampagne „Let’s Clean Up Europe“ vermittelt werden soll. In Deutschland wird die europaweite Müll-Sammelaktion im Auftrag des Bundesumweltministeriums vom Verband kommunaler Unternehmen e. V. koordiniert. Für das Stadtgebiet Bad Münstereifel hatte Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian zur Teilnahme an der Kampagne aufgerufen. Diesem Aufruf waren neben der Kita in Nöthen auch die Kitas Iversheim, Hohn und Arloff, die Grundschule Arloff und die „Dörfergemeinschaft am Thürne e.V.“ gefolgt. Der städtische Bauhof hatte sie für die Aktion mit Müllsäcken und Handschuhen ausgestattet.

Die Kinder der Nöthener Kita drehten eine große Runde bis zum Sportplatz und zurück und hielten dabei Ausschau nach Müll. Im Schlepptau hatten sie dabei die Bürgermeisterin, die sich vom Engagement der Kinder sehr beeindruckt zeigte. Positiv: Diesmal kam gar nicht so viel Abfall zusammen. Vor der Bank an der Weggabelung in Richtung Sportplatz allerdings musste dann doch ein Stopp eingelegt werden, denn die Kinder wurden auf das Glas einer zerbrochenen Bierflasche aufmerksam. Das gehört natürlich nicht auf den Boden – und auch nicht in Kinderhände. Gut, dass Robin bestens vorbereitet war und einen Greifer in seinen Rucksack gepackt hatte. Der war jetzt von großem Nutzen. Und kuriose Funde gab es auch zu verzeichnen. Kurz vor dem Sportplatz entdeckten die Kinder ein verbeultes und verdrecktes Autokennzeichen.

Nicht nur am Aktionstag ist der Umweltschutz ein Thema in der Nöthener Kita. Er spielt stets eine Rolle, wie Bianca Jonas-Beier berichtete. So bringen die Kinder Essen und Trinken in Butterbrotdosen und Trinkflaschen mit. Viele Bioabfälle der Kita gehen an Bauern, die sie an ihr Vieh verfüttern. Die Rückmeldungen der Eltern seien sehr positiv, so Bianca Jonas-Beier.