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Wirtschaft

Jahresempfang der Wirtschaft blickt in die Zukunft

Ahrweiler/Remagen – Nach dreijähriger Pause fand vor Kurzem wieder der Jahresempfang der Wirtschaft statt. Etwa 230 Gäste waren aus unterschiedlichen Unternehmensbranchen am RheinAhrCampus in Remagen zusammengekommen. Die Veranstaltung richtete die Kreiswirtschaftsförderung mit der Industrie- und Handelskammer Koblenz, der Kreishandwerkerschaft Ahrweiler und der Rhein-Zeitung aus. Die Veranstaltung fiel neben dem 25-jährigen Jubiläum des RheinAhrCampus‘ auch mit dem 20. Jahresempfang der Wirtschaft zusammen.

Neben Landrätin Cornelia Weigand nahmen auch der Vizepräsident der IHK Koblenz, Jörg Schäfer, Kreishandwerksmeister Frank Wershofen sowie der Geschäftsführer der Rheinzeitung-Media GmbH, Evangelos Botinos, an dem Empfang teil. Auch Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft, der Kammern und Verbände sowie etliche Politikerinnen und Politiker waren unter den Gästen.

Landrätin Cornelia Weigand betonte in ihrer Rede, dass der Kreis für Unternehmen trotz der teils schwierigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich interessant sei, wie unter anderem die Zahl der Unternehmensneugründungen verdeutlichte. „Der Kreis Ahrweiler bleibt ein hochattraktiver Wirtschaftsstandort – gerade durch die Innovationen, die wir aufgrund des Aufbaus forcieren“, betonte sie. Sie wies zudem auf die bestehenden Unterstützungsangebote im Kreis hin, um beispielsweise dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Passend zum Veranstaltungstitel „Zukunft für den Mittelstand“ hielt der Zukunftsforscher Tim Cortinovis einen Impuls-Vortrag, in dem er auf die Entwicklung des Mittelstands in den nächsten Jahren einging. Dabei beleuchtete er die Risiken als auch die Chancen, die der technologische und digitale Wandel mit sich bringe. Allen voran stand das Thema der Künstlichen Intelligenz, bei dem viele Unternehmen momentan noch große Vorbehalte hegten.

Der Frage, wie man kleine und mittlere Unternehmen auf diesem Weg in die digitale Zukunft konkret unterstützen kann, geht die Kreiswirtschaftsförderung nach und hat hierzu eine Kooperationsvereinbarung mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern geschlossen. Außerdem arbeitet sie eng mit dem Kompetenzzentrum DigiMit² der Hochschule Koblenz zusammen.

„Wir befinden uns inmitten des digitalen Wandels, bei dem die Künstliche Intelligenz eine erhebliche Rolle spielt. Deswegen ist es für uns als Wirtschaftsförderung enorm wichtig, dass wir in diesem Bereich Unterstützungsmöglichkeiten für die Unternehmen im Kreis anbieten können“, betont Kreiswirtschaftsförderer Tino Hackenbruch.

Um dieses Thema zu veranschaulichen, wird in naher Zukunft der DigiTruck der Hochschule Koblenz den Landkreis besuchen, der praxisnah die Chancen der Digitalisierung für Betriebe vermittelt. Eine weitere Veranstaltung führt die Kreiswirtschaftsförderung am 28. Juni um 17 Uhr an der Ahr-Akademie zusammen mit dem Kompetenzzentrum DigiMit² durch, in der es um Erfolgsstrategien für den Mittelstand durch innovative Geschäftsmodelle geht. Interessenten können sich ab sofort bei der Kreiswirtschaftsförderung unter wirtschaftsfoerderung@kreis-ahrweiler.de anmelden.

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„Ewige Baustelle“ wird „eine der modernsten Schießsportanlagen im Schützenbezirk“

Mechernich-Kommern – „Jetzt knallt fast nichts mehr!“ – Kommerner Sebastianus-Schützen investieren fast 300.000 Euro aus Förder- und Eigenmitteln in die energetische, umwelt- und schießtechnische Professionalisierung ihres Schützenhauses.

In Schießsportkreisen wurde das Kommerner Schützenhaus spöttisch „die ewige Baustelle“ genannt, damit ist jetzt Schluss. Im Mai 2023 kommen Sanierung, Dämmung, Modernisierung und der geräuscharme Umbau der Schießstände zum Abschluss, für die die Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kommern 1859 e.V. in den vergangenen beiden Jahren rund 300.000 Euro aufgewendet hat. Archivfoto: Georg Abel/pp/Agentur ProfiPress

„Jetzt haben wir eine der modernsten Schießsportanlagen im ganzen Schützenbezirk“, freute sich Vorstandsmitglied Georg Abel bei einer Projektvorstellung vor Medienvertretern: „Und es knallt draußen fast gar nicht mehr!“ Damit steigt die Investitionssumme am bereits vor zehn Jahren grundsanierten Bruderschafts-eigenen Schützenhaus auf eine halbe Million Euro.

Der Bau stammt ursprünglich aus dem Jahr 1959, war aber nicht isoliert und nur mit Blech eingedeckt. Die Schießstände lagen zum Teil draußen und waren für die Nachbarschaft geräuschintensiv. „Dennoch hat sich nie einer beschwert“, lobt Kommandant Björn Schäfer im Gespräch mit der Agentur ProfiPress die geduldigen Anlieger des im Wohngebiet liegenden Schützenheims. Umso schöner sei es, dass man die Geräuschquelle durch die Sportstättenförderung jetzt eingedämmt habe.

3000 Arbeitsstunden

2012 wurden 200.000 Euro in die Grundsanierung gesteckt, jetzt 300.000 in Wärmedämmung, schießsportspezifische Be- und Entlüftung und professionelle Schießstandtechnik und Schallisolierung, so Vize-Präsident Wolfgang Henric-Petri. Dabei handelte es sich um 245.000 Euro Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“. Die Schützenbruderschaft Kommern selbst wendete 62.000 Euro Eigenmittel auf, 3000 Arbeitsstunden und 17.000 Euro Eigenkapital.

„Das war eine stramme Leistung“, so Kommandant Björn Schäfer, der den Abschluss des Projektes gemeinsam mit dem alten Vize-Präsidenten Georg Abel und seinem Nachfolger Wolfgang Henric-Petri dem Mechernicher „Bürgerbrief“ vorstellte. „Wir haben als Stadt Mechernich während der Förderprogramme in der Coronazeit eine ganz Reihe Maßnahmen für Vereine in der Stadt beantragt und unterstützt“, so Erster Beigeordneter Thomas Hambach.

Stadt Mechernich behilflich

„Die Maßnahme Kommern, die noch unter dem Präsidenten Hans Diethard Eichinger-Hess beantragt und in Angriff genommen worden ist, haben wir als Stadtverwaltung wohlwollend begleitet“, so der stellvertretende Chef der Stadtverwaltung.

Diese speziellen Sportstätten-Fördermittel hätten nur solchen Vereinen zugestanden, die selbst Eigentümerinnen der geförderten Sportstätten sind. Die Viertelmillion hätten die Kommerner Schützen selbst beantragt und durchbekommen, so Hambach. Andrea Milz, NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, gab die Förderung seinerzeit über den Euskirchener Landtagsabgeordneten Klaus Voussem bekannt.

Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich demnach auf 297.563 Euro, von denen das Land NRW durch die Förderung rund 82 Prozent übernahm. Der seinerzeit amtierende langjährige Präsident Eichinger-Hess gab damals als Ziele der Maßnahme an: „Dachsanierung, Wärmedämmung, Ausbau der Außenfassade, Ertüchtigung der Bogenschießsporthalle, Einbau einer leistungsfähigen Lüftungsanlage und Kurzwaffenstände, auf denen weitgehend alle Sportdisziplinen des Rheinischen Schützenbunds und des Bundes der historischen Schützenbruderschaften geschossen werden können“.

„Fast jeden Tag am Bau“

Der neue Vorstand um Präsident Thomas Bank, seinen Stellvertreter Wolfgang Henric-Petri, Kommandant Björn Schäfer, Schriftführerin Dagmar Rabbeau-Nehmke, Schatzmeister Hans-Willy Weber, Präses Prof. Dr. Hanns Fuhs, Jugendleiterin Carmen Schulte, Schießmeister Volker Nehmke und die Beisitzer Georg Abel, Martin Hessel und Frank Eichen melden nun Vollzug der ambitionierten Pläne.

Und das nicht ohne Stolz. „Einige Schützen haben sich mächtig ins Zeug gelegt und waren fast jeden Tag auf der Baustelle“, so Henric-Petri, der niemanden namentlich besonders hervorheben mochte. Die 1859 aus der Taufe gehobene Bruderschaft hat 84 Mitglieder, 16 weniger als vor der Pandemie.

„Der Schwund entspricht in etwa dem Mittel, das alle Vereine zu beklagen haben“, so Björn Schäfer, der Kommandant der 25 uniformierten historischen Schützen in der Bruderschaft. 40 der 84 Mitglieder sind aktive Sportschützen, so Vize-Präsident Wolfgang Henric-Petri: „Nur noch vier davon sind Jungschützen. Die Abteilung schwächelt am stärksten, die während Corona weder trainieren konnte, noch Wettkämpfe austrug.“

Jugendabteilung reaktiviert

Deshalb hätten viele Jungschützen den Spaß am Schießsport verloren: „Vier 18- und 19-Jährige sind noch aktiv in der von Carmen Schulte geleiteten Jugendabteilung, sie schießen Bogen, Luftgewehr und Pistole,“ so Henric-Petri.

Um sie herum soll jetzt die Jugendarbeit neue Fahrt aufnehmen auf insgesamt sieben Schießbahnen für Luftgewehr, Kleinkaliber, Kurzwaffen und Langwaffen in Kurzwaffenkalibern sowie vier hochmodernen digitalisierten Schießbahnen speziell für Luftdruckschützen mit Luftgewehr und Luftpistole. In der Multifunktionshalle wird auf 18- und 30-Meter-Bahnen außerdem Recurve-Bogen geschossen, ursprünglich auch von Kindern in Kooperation mit der Bogensport-AG der Grundschule Kommern.

Schützenpräsident Thomas Bank schreibt: „Die Sankt-Sebastianus-Bruderschaft 1859 e.V. ist der zweitälteste Verein in Kommern, sieht sich in kulturhistorischer Verantwortung, arbeitet mit den anderen Vereinen aus Kommern zusammen und hat eine feste Bindung zur katholischen Grundschule. Sie ist Mitglied im Rheinischen Schützenbund (RSB) und im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS).“

Vize-Präsident Wolfgang Henric-Petri: „Wir fühlen uns dem Schießsport verpflichtet durch die Durchführung und Pflege schießsportlicher Übungen und Wettbewerbe für Jugendliche und Erwachsene. Wir treten für christliche Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung im privaten und öffentlichen Leben ein und dies insbesondere auch durch den Ausgleich sozialer Unterschiede im Geist der Geschwisterlichkeit, Werke christlicher Nächstenliebe und durch die Durchführung karitativer Aktionen.“

Ganzjahresnutzung

„Neben der energetischen Dachsanierung und energetischen Sanierung der Außenfassade des Vereinsheims und der Schießstätten war und ist die Ertüchtigung der Schießhalle für die ganzjährliche Nutzung das wichtigste Ziel der Förderung im NRW-Programm »Moderne Sportstätten 2022«“, so Kommandant Björn Schäfer.

Hinzu komme die Reduzierung der Umweltbelastung durch Ertüchtigung der Kugelfänge der Kurzwaffenstände, Verlegung der offenen Kurzwaffenbahnen in die Schießhalle und Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Modernisierung der Luftdruckschießstände durch eine elektronische Schießanlage.

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Politik

Härtefallhilfe für Heizöl, Pellets und Flüssiggas für kleine und mittlere Unternehmen in NRW gestartet

Region/Düsseldorf – NRW Ministerin Mona Neubaur: Schnelle Hilfe auch für Unternehmen mit Kostensteigerungen für nicht-leitungsgebundene Energieträger Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie teilt mit: Ab sofort können kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbstständige, freiberuflich Tätige und landwirtschaftliche Betriebe auch für nicht-leitungsgebundene Energieträger einen Zuschuss im Landesprogramm „Härtefallhilfe KMU Energie“ beantragen. Dazu gehören neben Heizöl und Holzpellets auch Flüssiggas, Holzhackschnitzel, Holzbriketts, Scheitholz, Kohle und Koks. Den Zuschuss erhalten Betroffene, wenn sich die Preise für Beschaffungen im Jahr 2022 mehr als verdoppelt haben. Ziel ist, Betriebsaufgaben oder Arbeitsplatzabbau bei stark betroffenen Unternehmen so weit wie möglich verhindern.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Mit dieser Programmerweiterung ergänzen wir die bisherige Unterstützung von Bund und Land. Während für Strom, Gas und Wärme bereits die Bremsen des Bundes und die erste Stufe der Härtefallhilfe des Landes greifen, schließen wir nun die Lücke für viele weitere betroffene Unternehmen. In den vergangenen Monaten sind die Energiepreise zwar zum Glück spürbar gesunken, die kräftigen Preissteigerungen im Jahr 2022 haben aber viele Betriebe massiv belastet – und dort setzt das aktuelle Hilfsprogramm an. Energiesparanreize bleiben dabei weiterhin bestehen.“

Auch für die Programmerweiterung übernimmt die NRW.BANK als Förderbank des Landes die Prüfung und Bewilligung in einem digitalen Antragsverfahren. Die Ausgestaltung der Härtefallhilfe ist eng an die Hilfen für Privathaushalte des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung angelehnt.

Bereits seit 21. März 2023 können kleine und mittlere Unternehmen, deren Preise für Strom, leitungsgebundenes Erdgas und Wärme sich 2022 mindestens vervierfacht haben, Zuschüsse in Höhe eines Monatsabschlags für das Jahr 2022 beantragen. Zur Feststellung besonderer Härten im Einzelfall hat das Land Nordrhein-Westfalen außerdem eine Härtefallkommission eingerichtet. Beteiligt sind die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und der Verband Freier Berufe.

Das Antragsportal der Härtefallhilfe KMU Energie finden Sie hier: https://nrwbank.de/haertefallhilfe-kmu-energie-nle.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.wirtschaft.nrw/haertefallhilfe-kmu-energie

 Hintergrund Wirtschaftshilfen: Das Grundkonzept hatte eine Sonder-Konferenz der Wirtschaftsministerinnen und -minister der Länder unter Leitung von Nordrhein-Westfalen Ende vergangenen Jahres beschlossen. Die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund liegt seit dem 8. März vor. Die Länder haben in den Verhandlungen mit dem Bund erreicht, dass das Programm auch Betrieben zugutekommt, die Heizöl, Holzpellets oder andere nicht-leitungsgebundene Energieträger nutzen.

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News

Stadt Stolberg beschleunigt Wiederaufbau mit einer neu gegründeten Gesellschaft

Stolberg – Der Wiederaufbau nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe ist für alle betroffenen Kommunen eine enorme Herausforderung. Das gilt natürlich auch für die Stadt Stolberg, die alleine im öffentlichen Bereich Schäden von über 225 Millionen Euro beheben muss. „Normalerweise verbaut eine Stadt wie Stolberg mit den vorhandenen personellen Ressourcen im Jahr aber nur rund 25 Millionen Euro“, erklärt Bürgermeister Patrick Haas. Entsprechend viel Zeit würde der Wiederaufbau in Anspruch nehmen, zumal, wie der Bürgermeister betont, „wir die Stadt natürlich nicht 1 zu 1 so aufbauen, wie sie vorher war, sondern wir diese einmalige Chance nutzen und sie schöner, nachhaltiger und moderner gestalten.“

Um den Wiederaufbau insgesamt zu beschleunigen, hat die Stadt Stolberg deshalb mit einem einstimmigen Ratsbeschluss die Kupferstädter Bau- und Projektmanagement GmbH als 100-prozentige Tochter gegründet, als erste flutbetroffene Stadt in NRW. In diese Gesellschaft wird die Stadt nun die Wiederaufbauprojekte im Hoch- und Tiefbau auslagern.

Die entscheidenden Vorteile: Die Gesellschaft akquiriert über die natürlich weiterhin bestehende Hoch- und Tiefbauabteilung der Stadt hinaus weiteres Personal, das ausschließlich an den Wiederaufbauprojekten wie dem Neubau des Rathauses, der Neugestaltung aller flutbetroffenen Straßen oder dem Wiederaufbau bzw. Neubau von Kitas, Schulen, Brücken oder anderen öffentlichen Gebäuden arbeitet. „Im Gegensatz zu einer personellen Vergrößerung des dafür aktuell zuständigen Amtes kann dieses zusätzliche Personal zudem über den Wiederaufbauplan beim Bund und beim Land abgerechnet werden“, erklärt der Bürgermeister. „Wir entlasten somit den städtischen Haushalt entscheidend.“

Im weiterhin bestehenden Amt für Immobilienmanagement und Technische Infrastruktur entstehen dadurch deutlich mehr Kapazitäten für die Umsetzung der nicht-flutbezogenen Bauprojekte. „Die Fachämter werden durch die neue Gesellschaft entlastet und können verstärkt auch Aufgaben erfüllen, die wegen der Einschränkungen von zehn Jahren Haushaltssicherungskonzept und der starken Belastung durch die Hochwasserkatastrophe immer wieder verschoben werden mussten. Dazu gehört beispielsweise die Umsetzung der Offenen Ganztagsschule oder der Bau von Vereinsheimen oder Plätzen“, freut sich der Erste und Technische Beigeordnete Tobias Röhm.

Große Erleichterung ist in der Verwaltungsspitze über die Besetzung der Geschäftsführung der neuen Wiederaufbaugesellschaft zu spüren. Wilfried Sterck, aktuell als Abteilungsleiter Hochbau ohnehin mit den Wiederaufbauprojekten beschäftigt, übernimmt diesen Posten. „Ich bin sehr dankbar, dass es hinsichtlich der Besetzung keine politischen Diskussionen gegeben hat und wir sehr konstruktive Gespräche mit allen politischen Fraktionen geführt haben“, sagt Haas. „Wilfried Sterck hat zudem bereits einen überzeugenden Businessplan für die neue Gesellschaft vorgelegt.“ Die Politik wird über einen Beirat an der Gesellschaft beteiligt.

Der neue und durch den Stadtrat einstimmig gewählte Geschäftsführer freut sich sehr auf die anstehenden Aufgaben: „Wir haben mit der Kupferstädter Bau- und Projektmanagement GmbH nun die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Wiederaufbaus in Stolberg deutlich zu steigern. Ich freue mich deshalb sehr, die Wiederaufbauprojekte, an denen ich in meiner jetzigen Funktion ohnehin schon arbeite, in einer eigens dazu gegründeten Gesellschaft zielstrebig weiterzuführen und Stolberg auch dadurch noch nachhaltiger und zukunftsorientierter zu gestalten, als es vorher war.“

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Kunst & Kultur

Rock am Ring mit Gott am Ring auf dem wohl bekanntesten Festival Deutschlands

Nürburgring – Ökumenisches Zelt ist für alle während des Festivals vom 2. bis 4. Juni geöffnet – Der Sommer rückt näher und somit auch die Festival-Saison. In der Eifel steigt von Freitag, 2. bis Sonntag, 4. Juni traditionell wieder das vielleicht bekannteste Festival Deutschlands: Rock am Ring. Und mit dabei sind nicht nur erfolgreiche Bands, sondern zum wiederholten Mal ein ganz besonderes Angebot der evangelischen und katholischen Kirche und zwar „Gott am Ring“. In einem großen Zelt auf dem Parkplatz A2 sind alle Musikfans willkommen, die sich kurz ausruhen wollen, ihre Freunde kurzerhand verloren haben oder sich einfach nach einem heißen Kaffee sehnen oder ein trockenes Plätzchen suchen – gute Gespräche gibt es noch obendrauf.

Mit dabei ist auch wieder Gemeindereferent und Mitglied des Leitungsteams des Pastoralen Raums Adenau-Gerolstein Philipp Hein. Es habe sich wieder ein bunt durchmischtes Team von 25 Ehrenamtlichen und vier Hauptamtlichen gefunden, die den 24-Stunden-Betrieb der Jurte aufrechterhalten, darunter beispielsweise eine Erzieherin, eine Förderschullehrerin, eine Krankenschwester, eine Ergotherapeutin und ein Diakon sowie Pastoral- und Gemeindereferenten. Zwei Notfallseelsorger seien auch mit von der Partie.

„Wir sind offen für alle, die so in unser Zelt stolpern, ob sie nun ein warmes Getränk benötigen und sich ein bisschen aufwärmen möchten, ob sie ihr Zelt nicht wiederfinden, oder ob sie Bedarf nach einem seelsorglichen Gespräch haben, weil ihnen etwas auf der Seele liegt“, sagt Hein. Auch das komme durchaus vor: Etwa, als einmal ein junger Mann vom Tod eines engen Verwandten erfuhr und erst mal nicht wusste, wohin. Oder als eine junge Frau verzweifelt war, nachdem ihr Freund mit einer Verletzung ins Krankenhaus musste. „In solchen Situationen ist es einfach gut, dass es inmitten des Trubels auch einen Ort wie unsere Jurte gibt“, sagt Hein. ( Julia Fröder )

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News

Bürgermeister Ulf Hürtgen feierte sein Dienstjubiläum im Zülpicher Rathaus

Zülpich – Am Donnerstag, 25. Mai 2023 konnte Bürgermeister Ulf Hürtgen sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Nach dem Abitur am heutigen Franken-Gymnasium in Zülpich und der Einjährigen Höheren Handelsschule für Abiturienten in Düren begann Ulf Hürtgen 1990 sein Studium an der Juristischen Fakultät in Bonn. Es schloss sich ein Ergänzungsstudium an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer an. Nach dem 2. Juristischen Staatsexamen 1998 war er zunächst als Rechtsanwalt in einer Dürener Sozietät tätig. In dieser Zeit absolvierte er auch den Fachanwaltskurs für Verwaltungsrecht, bevor er 2000 zum Deutschen Beamtenbund nach Bonn wechselte. Infolge des Umzuges des Deutschen Beamtenbundes nach Berlin zog es Herrn Hürtgen ins Rheinland zurück. 2001 wurde er zum Ersten Beigeordneten der Stadt Meckenheim gewählt.

Im Jahre 2005 erfolgte mit der Wahl zum Beigeordneten der Wechsel zur Stadt Zülpich. 2013 wurde er als Beigeordneter der Stadt Zülpich einstimmig wiedergewählt. Seit dem 21.10.2015 bekleidet Herr Hürtgen das Amt des Bürgermeisters der Stadt Zülpich. In einer kleinen Feierstunde im großen Sitzungssaal des Rathauses überbrachten Beigeordneter Ottmar Voigt, die Geschäftsbereichsleiter sowie Personalratsvorsitzender Peter Jagnow ihre Glückwünsche und Geschenke und wünschten Bürgermeister Hürtgen für seinen weiteren Lebensweg Glück, Gesundheit und frohe Schaffenskraft zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger von Zülpich.

„Jede berufliche Station hat meinen Horizont erweitert und ich habe den Wechsel nach Zülpich nie bereut. Die Tätigkeit ist sicherlich herausfordernd, aber auch abwechslungsreich und erfüllend“, so Bürgermeister Hürtgen.

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Stadt Aachen duldet kurzfristig die Übernachtungen von Klimaaktivist*innen in der Schulaula des Couven-Gymnasiums

Aachen – Seit Mittwoch, 24. Mai, hat eine Gruppe von jungen Menschen in der Schulaula des städtischen Couven-Gymnasiums ein Klimacamp eingerichtet – nach eigenen Angaben die Schulaula „besetzt“. Unter diesen rund zehn Jugendlichen sind auch einige Schüler*innen der Schule. In Gesprächen mit den jungen Menschen entstand bei den Verantwortlichen der Stadt der Eindruck, dass es sich um Jugendliche – teilweise bereits volljährig – handelt, die eine klare Botschaft haben, die sie durch diese Aktion noch einmal nachdrücklich deutlich machen möchten.

Aufgrund des Auftretens der Gruppe, die auch in engem Kontakt zur Schulleitung und Hausmeister steht, hat die Stadt Aachen es in enger Abstimmung mit der Schulleitung als vertretbar angesehen, die Übernachtung im Gebäude kurzfristig zu dulden, um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, auch, weil die Protestaktion den regulären Schulalltag nicht beeinflusst. Mit den volljährigen Teilnehmer*innen wurde eine Duldungsvereinbarung geschlossen, um ihnen die notwendigen Pflichten- und Haftungsreglungen zu übertragen. Eine grundsätzliche Sicherheitseinweisung fand ebenfalls statt. Die Stadt geht davon aus, dass die Aktion in der Schulaula spätestens zum Wochenende beendet wird.

Die Verwaltung und die Schulleitung sehen diese Form des Protests grundsätzlich sehr kritisch, begrüßen und fördern jedoch generell das (legale) Engagement von Jugendlichen bei wichtigen politischen und gesellschaftlichen Themen wie dem Klimawandel.

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Katja Hermann ist die neue Ahrweinkönigin 2023 /2024

Ahrweiler – Das Ahrtal hat ein neues Repräsentantinnen-Duo – Katja Hermann ist die neue Ahrweinkönigin 2023/2024. Beim Weinmarkt der Ahr wurde sie am Freitagabend, 26. Mai, feierlich gekrönt. Mit viel Charisma und Fachwissen glänzte die 26-Jährige Ortweinkönigin aus Rech am Freitagnachmittag in der Fachbefragung vor der 40-köpfigen Jury und setzte sich gegen ihre Mitbewerberin Merle Kurth aus Bachem durch. Als Nachfolgerin von Mariella Cramer wird Katja Hermann das Anbaugebiet Ahr, die Weine sowie die Winzerinnen und Winzer weit über die Grenzen des Ahrtals hinaus für ein Jahr lang repräsentieren.

Zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr die Krone der Ahrweinprinzessin verliehen. Nach Linda Trarbach, die 2021 auch bei der Wahl in Neustadt die Krone der deutschen Weinprinzessin für das Ahrtal gewann, wird Merle Kurth als Ahrweinprinzessin Katja Hermann ein Jahr lang bei der Vertretung des Ahrtals regional und überregional unterstützen. Darüber hinaus wird Merle Kurth bei der diesjährigen Wahl zur Deutschen Weinkönigin für das Ahrtal an den Start gehen. Die neue Ahrweinkönigin Katja Hermann wird zur darauffolgenden Wahl der Deutschen Weinkönigin 2024 antreten.

Peter Kriechel, Vorsitzender des Ahrwein e.V., gratulierte Katja Hermann und Merle Kurth stellvertretend für alle Winzer der Ahr sehr herzlich und zeigte sich stolz, dass die Ahr zwei so kompetente Markenbotschafterinnen gewinnen konnte: „Es war eine überaus spannende Wahl. Beide Kandidatinnen konnten mit herausragendem Weinfachwissen, mit Wortgewandtheit und ihrer Begeisterung für den Ahrwein punkten. Im Endspurt setzte sich Katja Hermann an die Spitze und hat verdient gewonnen.“ Der Geschäftsführer Christian Senk ergänzt: „Mit Katja Hermann und Merle Kurth haben wir zwei fachkundige und charismatische Vertreterinnen für das Anbaugebiet Ahr gefunden. Ich gratuliere und wünsche den neuen Weinmajestäten im Namen des Ahrwein e.V. eine aufregende und interessante Amtszeit.“

Zum ersten Mal seit vier Jahren konnte die Proklamation der neuen Ahrweinkönigin und der Ahrweinprinzessin wieder auf dem Markplatz in Ahrweiler im Rahmen des Weinmarkt der Ahr stattfinden. Bei gutem Wetter hatten sich viele interessierte Zuschauer rund um die Bühne versammelt, um die spannende Verkündung mitzuerleben.

Auch die herausfordernde Fachbefragung konnte in diesem Jahr wieder in Präsenz stattfinden. Erstmals tagte die Jury, bestehend aus rund 40 Fachkundigen, Pressevertretern und Unterstützern des Ahrwein e.V, im Weingut Kloster Marienthal und damit in der Verbandsgemeinde Altenahr. Die Mitglieder zeigten sich während der Wahl beeindruckt vom Fachwissen und begeistert von der Redegewandtheit beider Kandidatinnen.

Der Ahrwein e.V. dankte vor Ort den Sponsoren. „Ohne die großzügige Unterstützung der Volksbank RheinAhr Eifel eG wäre die Wahlveranstaltung mit 40-köpfiger Jury im Weingut Kloster Marienthal nicht möglich gewesen“, betont Ahrwein-Referentin Carolin Groß. Weitere Sponsoren sind die  Kreissparkasse Ahrweiler und der langjährige Partner Apollinaris Coca Cola AG Bad Neuenahr. Eingekleidet werden die neuen Ahrweinmajestäten vom Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr.

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Kreissparkasse Ahrweiler mit neuem nachhaltigem Energiekonzept ausgestattet

Ahrweiler – Die Kreissparkasse Ahrweiler hat ihr neues energetisches Konzept in Betrieb genommen. Dieses basiert auf einer Luftwärmepumpentechnologie, welche um eine Gaskesselkomponente sowie einer noch zu errichtenden Photovoltaikanlage zur eigenen Stromversorgung ergänzt wird. Zudem wird ein Anschluss an das Fernwärmenetz der Ahrtalwerke ermöglicht.

„Aufgrund der Flutkatastrophe war unser bisheriges Heiz- und Lüftungssystem vollständig zerstört worden. Dieses haben wir hiermit nun vollends erneuert. Mit einem Gesamtvolumen von über 1,3 Millionen Euro ist dies eines unserer größten Projekte in den vergangenen Jahren. Es handelt sich hierbei um ein modernes und regeneratives Wärmepumpensystem zum Heizen und Kühlen, welches sich technisch auf dem neuesten Stand befindet. Zudem haben wir hierdurch bereits jetzt die Bedingungen der Bundesregierung, dass jede neu eingebaute Heizung von 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden soll, erfüllt.“, berichtet Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, und führt weiter aus: „Das Thema Nachhaltigkeit ist auch für uns von hoher Bedeutung und wir versuchen unserem nachhaltigem Handeln durch solche Baumaßnahmen Ausdruck zu verleihen.“

„Bereits seit vielen Jahren beschäftigt uns der Nachhaltigkeitsgedanken. Nicht umsonst haben wir den Umbau unserer Hauptstelle von 2010-2013 unter dem Stichwort „Green-Building“ durchgeführt.“, berichtet Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler, und ergänzt: „Zudem war es uns wichtig, dass die Aufträge für die einzelnen Komponenten sowie für die Planung an Unternehmen aus unserer Region vergeben werden. Dies ist uns durch die Vergabe der Aufträge an Berndt Kältetechnik, Gross Heizungsbau sowie das Planungsbüro Blechschmidt gelungen. Zusätzlich erhöht die noch zu errichtende Photovoltaikanlage nochmal deutlich das Energieeffizienzlevel. Hierfür haben wir das Planungsbüro e³ Plan und das Unternehmen Elektro-Witsch beauftragt.“

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Schleidens Bürgermeister eröffnete am gestrigen Donnerstag 25. Mai den Neubau der Brücke Oberhausen

Schleiden – Insgesamt sind Baukosten in Höhe von rd. 3,2 Mio. Euro entstanden – Neubau der Brücke Oberhausen fertiggestellt –   Bürgermeister Pfennings eröffnete gestern die kürzlich fertiggestellte Brücke in Oberhausen „An der Ley“ – Der 2. Mai war für die Oberhausener Bürger:innen sicher ein besonderer Tag  – seitdem ist die Brücke „An der Ley“ wieder befahrbar und die Umleitung über Blumenthal gehört der Vergangenheit an.

Unter Beteiligung von Anlieger:innen, dem Planungsbüro, ausführenden Firmen und Vertretern der Verwaltung wurde die Brücke gestern offiziell eröffnet. „Ich freue mich sehr, die Brücke offiziell zu eröffnen und endlich wieder für den Verkehr freizugeben“, begrüßt Bürgermeister Ingo Pfennings die Gäste und dankte insbesondere den Anlieger:innen für die gute Kooperation sowie deren Geduld und Verständnis während der langen Bauphase. „Gemeinsam haben wir es geschafft  – die verkehrstechnische Zweiteilung von Oberhausen hat endlich ein Ende“, freut sich der Bürgermeister.

Bereits im November 2019 hatte der damals noch tätige Bau- und Vergabeausschuss, den Planungsauftrag zur Erneuerung der Brücke an das Ingenieurbüro Cornelissen + Partner aus Nideggen vergeben. Im Mai 2020 wurde ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Köln eingereicht; den Zuwendungsbescheid mit einer 70-prozentigen Förderung erhielt die Stadt Schleiden im Juni 2021.

Den Bauauftrag erhielt die Firma Bruno Klein GmbH & Co.KG aus Jünkerath, die dann im Juli 2021 mit den Vorarbeiten startete. „Was dann folgte, war eigentlich alles anders geplant“, so Rolf Jöbges, Teamleiter Tiefbau der Stadt Schleiden. Die Hochwasser-Katastrophe vom 14./15. Juli 2021 habe den ursprünglichen Planungen zum Neubau der Brücke über die Olef, „An der Ley“ in Oberhausen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Die alte Bogenbrücke sollte stehen bleiben, bis dass der Brückenneubau zur Hälfte fertiggestellt war“, erklärt Jöbges. „Dann hätten die Anlieger es wesentlich einfacher gehabt.“ Doch die Brücke wurde durch das Hochwasser so stark beschädigt, dass sie nicht mehr genutzt werden konnte. Für die Anlieger:innen der Straßen „An der Ley“, „Hofpesch“ und „Voßpesch“ bedeutete das, für fast zwei Jahre eine Umleitung über Blumenthal in Kauf zu nehmen. Diese führte über einen Wirtschaftsweg,  dessen Nutzung auch die Gemeinde Hellenthal unbürokratisch zustimmte.

Die Hochwasser-Katastrophe hat die Bauzeit um fast ein Jahr verlängert. Die ursprünglich an der Brücke montierten Versorgungsleitungen wie Gas, Strom, Wasser und Telekommunikation, sollten nicht mehr an der neuen Brücke montiert werden, damit sie nicht mehr einem eventuell erneuten Hochwasser ausgesetzt sind. Sie wurden im Vorfeld in einem sogenannten „Düker“ unter der Olef her verlegt.

Die jetzt fertiggestellte Brücke wurde auf Bohrpfählen gegründet, die Unterbauten sind in Stahlbeton gefertigt und der Überbau wurde in Stahlverbundbauweise hergestellt. Sie hat eine sechs Meter breite zweispurige Fahrbahn, oberstromseitig einen barrierefrei geführten zwei Meter breiten Gehweg und unterstromseitig einen Gehweg von 0,75 Meter. Die Fahrbahnen wurden ebenfalls bis zur Brücke erneuert.

Der in Anspruch genommene Rad- und Wirtschaftsweg in Richtung Blumenthal wird in Kürze neu asphaltiert. Insgesamt sind Baukosten in Höhe von rd. 3,2 Mio. Euro entstanden. Die hochwasserbedingten Mehrkosten wurden im kommunalen Wiederaufbauplan der Stadt Schleiden angemeldet.