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Abriss des städtischen Bauhof-Gebäudes in Schleiden

Schleiden – Mindestens 50 Jahre hatte der Bauhof der Stadt Schleiden seine Heimat im ehemaligen Sägewerk Dartenne gefunden. Jetzt wird der, in der Hochwasserkatastrophe vom 14./15. Juli 2021, schwer beschädigte Gebäudekomplex abgerissen.

 „Im Laufe der Jahre haben die Kollegen des Bauhofes, das Gebäude, an immer neue Erfordernisse und Bestimmungen angepasst“, so der Teamleiter Bauverwaltung bei der Stadt Schleiden, Rolf Jöbges, „das gesamte Gebäude sowie die Fachwerk-Außenfassade wurde dabei immer in Schuss gehalten und wie das persönliche Eigentum gepflegt.“

Bereits in der Hochwasser-Nacht waren viele Mitarbeiter des Bauhofes vor Ort, nachdem sie Feuerwehrfahrzeuge aus den Wassermassen gezogen hatten und versuchten zu retten was noch zu retten war. Aber wegen der starken Strömung der Flut mussten sie fast alle Fahrzeuge und Geräte den Wassermassen überlassen. Die Werkstatt und die Fahrzeughalle wurden bis zu einem 1,80 Meter hoch vom Hochwasser durchströmt. In der Schreinerei wurde eine Außenwand vom Fundament gedrückt. Umkleiden- und Sanitärräume, der Sozialraum und das Büro wurden komplett verwüstet. Aufgrund des hohen Gebäudealters und der Schwere der Schäden war ein Wiederaufbau des Gebäudes technisch und wirtschaftlich nicht mehr durchführbar. Lediglich die Halle der Winterdienstgeräte und die Salzsilos hatte es nicht so schwer getroffen. Sie können weiterhin genutzt werden.

Als Ausweichquartier konnte eine ehemalige Produktionshalle in Dreiborn angemietet werden. Neben dem riesigen Aufwand zur Beseitigung der Hochwasserschäden, musste zeitgleich auch noch der Umzug des Bauhofes und die Räumung des Gebäudes von den 17 Bauhofmitarbeitern und den fünf Auszubildenden gestemmt werden. An eine Normalität ist auch bis heute noch nicht zu denken.

„Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man jetzt so sieht, dass unser Bauhof abgerissen wird. Wir haben uns hier immer sehr wohl gefühlt und hatten das alte Gebäude in unser Herz geschlossen“, so der örtliche Bauhofleiter Felix Schröder. Hubertus Hüpgen, Bauhof- und gleichzeitig Werkstattleiter, ist mit der Neubeschaffung von Fahrzeugen und Geräten, sowie der Reparatur von vom Hochwasser geschädigten Maschinen voll beschäftigt. „Man glaubt ein Gerät wieder in Funktion gebracht zu haben. Wenn das dann aber 14 Tage keiner genutzt hat, kann es sein, dass die Lager wieder festsitzen und die ganze Reparatur war umsonst.“ Aufgrund der derzeitigen langen Lieferzeiten gestaltet sich besonders die Neuanschaffung von Fahrzeugen und Geräten als besonders schwierig, weshalb Teamleiter Jöbges und seine Bauhofleiter zunächst verstärkt auf den Gebrauchtwagen- und Maschinenmarkt tätig geworden sind.

Bedanken möchten sich die Bauhofleiter für die Unterstützung durch andere Bauhöfe und die Bundeswehr für Fahrzeug- und Gerätespenden sowie Ausleihen.

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Frida Krowke gewinnt den Vorlese-Wettbewerb im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Die Jury hat entschieden: Frida Krowke aus Sinzig ist die beste Vorleserin im Kreis Ahrweiler. Die elfjährige Schülerin des Peter-Joerres-Gymnasiums hat den Regionalentscheid Ahrweiler des Vorlesewettbewerbs 2021/2022 der Stiftung Buchkultur und Leseförderung gewonnen, an dem erneut Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen teilnehmen konnten. Zwölf Schulen hatten zuvor ihre Siegerinnen und Sieger ermittelt und diese zur Teilnahme am Kreisentscheid angemeldet.

Frida Krowke, die aus dem Buch Gangsta-Oma von David Walliams las, wird den AW-Kreis in der nächsten Runde, dem Bezirksentscheid, vertreten. Alle Teilnehmer, also die Sieger ihrer jeweiligen Schule, erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis. Die weiteren elf Schulsieger sind (nach Alphabet): Christina Bocksberger (IGS Remagen), Cynthia Bugge (Realschule plus Sinzig), Lea Sophie Gloning (Are-Gymnasium), Paul Henri Hacker (Rhein-Gymnasium Sinzig), Michaela Hütt (Realschule plus Adenau), Lilly Jashari (Realschule Calvarienberg), Dominik Kühn (Erich-Kästner-Realschule plus), Melina Mands (Boeselager-Realschule plus), Lukas-Bastian Monschau (Burgweg-Schule Burgbrohl), Charlotte Wejda (Gymnasium Calvarienberg) und Henrik Winkler (Gymnasium Nonnenwerth).

Organisiert wird der jährliche Kreisentscheid von der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler. Aufgrund der Corona-Einschränkungen konnte der Wettbewerb in diesem Jahr erneut nicht wie gewohnt in der Stadtbibliothek stattfinden, sondern wurde digital per Video-Einreichung ausgerichtet.

Die zwölf Schulsieger konnten ihren Lesebeitrag aufzeichnen und über das Video-Portal des Vorlesewettbewerbs hochladen. Die siebenköpfige Jury sichtete und bewertete die eingereichten Video-Beiträge. Zur Jury unter dem Vorsitz der kommissarischen Bibliotheksleiterin Gisela Franz gehören Ursula Bell (Grundschulleiterin), Karin Berens (Buchhändlerin), Hildegard Ginzler (Journalistin), Rudolf Menacher (Gymnasiallehrer), Gregor Schürer (Autor) sowie die Schülerin Lisa Schmitt als Vorjahressiegerin.

An den Vorlese-Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligten sich in diesem Jahr bundesweit mehr als 6000 Schulsieger. Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. In diesem Jahr waren rund 480.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen am Start. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. – Weitere Informationen unter www.vorlesewettbewerb.de..

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Ukrainische Bürgerinnen und Bürger sammeln in Jülich

Jülich – Sachspenden gesucht für die Ukraine. „Wir werden Ihnen helfen, wie wir nur können“, so Bürgermeister Axel Fuchs, der im Jülicher Rathaus ukrainische Mitbürgerinnen und Mitbürger empfing, um Solidarität zu bekunden und Unterstützung der Stadt Jülich zuzusichern.

Rayisa Fits lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Jülich. Gemeinsam mit 15 hier lebenden ukrainischen Familien, ukrainischen Studierenden und Doktoranden will sie den vom Krieg bedrohten Menschen in der Ukraine helfen. „Wir alle sind traumatisiert von den schrecklichen Ereignissen in unserem Heimatland“, sagt Rayisa Fits, „die Nachrichten und Bilder vom Angriffskrieg Putins gegen unser Volk, unsere Familien und Freunde, lassen uns nicht schlafen. Wir müssen etwas tun, wir wollen helfen.“

Darum organisiert Rayisa Fits nun eine Sammlung von Sachspenden in Jülich. Sie ist per E-Mail erreichbar unter juelich.fuer.ukraine@gmail.com. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben ihre Hilfe angeboten. „Natürlich unterstützen wir unsere ukrainischen Mitbürgerinnen und Mitbürger bei ihrem Vorhaben, das ist selbstverständlich“, sagt Dezernent Richard Schumacher. Die städtischen Mitarbeitenden Beatrix Lenzen und Mohamed Khomassi helfen bei der Koordinierung der Spendensammlung und aktivieren ihre Netzwerke. Auch Doina Rück, gebürtig aus Moldawien und in Jülich lebend, will sich engagieren. In ihrer Heimat sind bereits viele Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen worden, auch hier werden Hilfsgüter benötigt für die Versorgung der geflüchteten Ukrainer. Doina Rück engagiert sich seit Jahren in der Flüchtlingshilfe in Jülich und ist stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates.

Bürgermeister Axel Fuchs empfing vor dem Rathaus ukrainische Familien, um ihnen die Solidarität der Jülicher Bevölkerung zuzusichern. „Jetzt ist die Solidargemeinschaft der Menschen gefragt, die für demokratische Werte eintritt. Es ist selbstverständlich, dass wir helfen und an Ihrer Seite stehen – und wir werden uns noch lange Zeit kümmern.“

Gesammelt werden die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs für das Überleben: haltbare Lebensmittel, Babyartikel, Hygieneartikel, aber auch Gaskocher mit Gaskartuschen, Isomatten, Schlafsäcke, Taschenlampen mit Batterien und vieles andere. Bürgerinnen und Bürger, die Sachspenden abgeben wollen, sollten sich bitte vorher unbedingt mit den vorbereiteten Checklisten und Packhinweisen informieren, welche Sachen gebraucht werden.

Zur Versorgung der Verwundeten werden dringend Verbandsmaterial, Medikamente und medizinische Materialien benötigt. Auch hierzu wurden Checklisten vorbereitet. „Wir bitten insbesondere die Apotheken in Jülich, die Krankenhäuser in der Region und medizinisches Personal um Unterstützung mit entsprechenden medizinischen Sachspenden,“ erklärt Beatrix Lenzen. „Die Not ist groß, wir können uns hier nicht vorstellen, was die Menschen in der Ukraine gerade durchmachen.“

Die in Jülich ansässige ukrainische Spedition Agilis Jettenders GmbH, Familie Starchenko, wird die Hilfsgüter direkt nach Lemberg in die Ukraine transportieren, von dort wird die Verteilung zentral erfolgen. Die Stadt Jülich stellt einen Lagerraum und Verpackungsmaterial zur Verfügung. Die Sachspenden können ab Donnerstag, 3. März in der Rurauenstr. 10 am Sportstadion in Jülich abgegeben werden: Donnerstag von 10-12 und 17-19 Uhr, Freitag 10-12 und 16-19 Uhr, Samstag und Sonntag 12-16 Uhr sowie Montag von 10-12 und 17-19 Uhr. Die Übersicht über die Annahmezeiten, Checklisten und Packhinweise sind erhältlich an der Infotheke des Neuen Rathauses zu den Öffnungszeiten oder können angefordert werden bei der Hotline der Stadt Jülich, Telefon: 02461-63605 oder bei Beatrix Lenzen, Stadt Jülich, E-Mail: BLenzen@juelich.de. In Kürze werden diese Informationen auch auf der städtischen Homepage www.juelich.de zu finden sein.

Wer kein Auto zur Verfügung hat, kann eine Abholung der Sachspenden unter den oben genannten Telefonnummern vereinbaren. Unterstützung durch Jülicher Spediteure ist erwünscht. Auch weitere praktische Hilfe ist jederzeit willkommen.

Auch wird derzeit eine Liste erstellt von Bürgerinnen und Bürgern, die kurzfristig vorübergehend Schlafplätze für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung stellen können. Schon jetzt gibt es viele Angebote, die zeigen, dass die Hilfsbereitschaft der Jülicher Bevölkerung groß ist. Geldspenden können auf das Spendenkonto bei der Stadt Jülich (IBAN DE44 3955 0110 0000 0254 11) mit Verwendungszweck „Spende Ukraine“ überwiesen werden.

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Haltung von Rindern im Eifelkreis – Einstallungs-Verbot für BVD-geimpfte Tiere

Bitburg – Rheinland-Pfalz ist offiziell frei von Boviner Virusdiarrhoe (BVD), Impfung jetzt verboten. Tierseuche erfolgreich eingedämmt: Rheinland-Pfalz ist offiziell frei von der Bovinen Virusdiarrhoe (BVD). Die EU-Kommission hat einem entsprechenden Antrag des Landes stattgegeben. Das bedeutet zugleich, dass die Impfung von Rindern gegen das BVD-Virus in Rheinland-Pfalz jetzt verboten ist. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat daher eine Tierseuchenrechtliche Verfügung erlassen; folgende Regelung ist am Samstag, den 26.02.2022 in Kraft getreten:

Einstallungsverbot für BVD-geimpfte Tiere

Es dürfen nur noch Rinder eingestallt (zugekauft) werden, die nicht gegen das BVD-Virus geimpft sind. Geimpfte Tiere, die aktuell noch in rheinland-pfälzischen Betrieben stehen, dürfen dort verbleiben, jedoch dürfen sie nicht in andere Betriebe in freien Gebieten (also z.B. innerhalb Rheinland-Pfalz) verbracht werden.

BVD-Impfverbot

Die Impfung von Rindern gegen das BVD-Virus ist in ganz Rheinland-Pfalz verboten. Ausnahmen können durch die zuständige Veterinärbehörde (Kreisverwaltung) zugelassen werden, z.B. Betriebe, bei denen eine Impfung aufgrund eines BVD-Ausbruchs geboten ist.

Weitere Informationen und den Text der Allgemeinverfügung sind auf der Homepage des Landesuntersuchungsamtes Koblenz veröffentlicht:

https://lua.rlp.de/de/presse/detail/news/News/detail/rheinland-pfalz-offiziell-frei-von-boviner-virusdiarrhoe-bvd-impfung-jetzt-verboten/

Darüber hinaus steht das Veterinäramt unter der Tel.: 06561/15-5322 oder – 5324 bzw. per E-Mail unter veterinaeramt@bitburg-pruem.de für Fragen zur Verfügung.

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„Erste Hilfe fürs Klima“

Schleiden/Vogelsang/Kreis Euskirchen – Der Rot-Kreuz-Kreisverband Euskirchen präsentierte bei einer 5000-Euro-Scheckübergabe für den Wiederaufbau der Schleidener Astrid-Lindgren-Schule gleich auch ein neues Projekt in Vogelsang. Das DRK startete dort gemeinsam mit dem „Rotary-Club“ Euskirchen auf Basis des bereits etablierten „DRK Peace Camps“ die Kampagne „Erste Hilfe fürs Klima“.

Eine 5000-Euro-Spende für den Wiederaufbau der am 14./15. Juli 2021 überfluteten Astrid-Lindgren-Schule überreichten DRK-Kreisvorsitzender Karl-Werner Zimmermann (l.) und der Schleidener Ortsvereinsvorsitzende und Museumsgründer Rolf Zimmermann (r.) an Schulleiter Wolfgang Schmitz (m.) In der Summe enthalten ist eine Spende von 3300 Euro aus der Weihnachtsspendenaktion des DRK-Kreisverbandes Güstrow. Foto: Stephan Everling/KStA/KR/pp/Agentur ProfiPress

Mit der übergebenen Spende solle laut der Schule beispielsweise ein Spielschiff und ein Kletterparcours errichtet werden, ein Umbau des Pausenhofes solle damit ebenfalls gefördert werden. Im Vorfeld hatte der DRK-Kreisverband in Güstrow bei einer Weihnachtsspendenaktion für die Schule gesammelt, der Euskirchener Kreisverband stockte im Anschluss auf die runde Summe von 5000 Euro auf.

Rolf Zimmermann, Vorsitzender des Rotkreuz-Ortsvereins Schleiden und Frontmann des Internationalen Rotkreuzmuseums für humanitäres Völkerrecht in Vogelsang, stellte bei der Scheckübergabe gemeinsam mit dem Rotkreuz-Vorsitzenden Karl-Werner Zimmermann, dem Journalisten und Autor Stephan Everling von den im Kreisgebiet erscheinenden Kölner Tageszeitungen, auch ein neues Projekt vor.

Klimawandel im Fokus

Aufbauen soll das kreisweite Programm für Schülerinnen und Schüler der Klassen neun auf dem genannten „DRK Peace Camp“ in Vogelsang, bei dem sich jährlich Kinder und Jugendliche aus aller Welt für einen gemeinsamen Austausch in Sachen Völkerverständigung und Weltfrieden treffen.

Im vergangenen Jahr wurde dabei die Weltklimakrise mit in die Themenliste aufgenommen und im Zuge dessen bereits eine „Klimabox“ gebaut, in der die Veränderungen des Klimas und ihre Folgen thematisiert wurden.

Sensibilisieren statt ängstigen

Geplant seien aktuell drei Wochenenden vor Ort, bei denen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen lernen können. Beginnend mit einem Erste-Hilfe-Kurs folge die Beschäftigung mit dem Thema Klimaveränderung, erläuterte Rolf Zimmermann und ergänzte: „Wir wollen die Schüler sensibilisieren, ihnen aber keine Angst machen“.

In den verschiedenen Angeboten wie dem „Fluchthaus“ müssen sich die teilnehmenden „Pänz“ aus einem Labyrinth befreien. Dieser „Escape Room“ thematisiert neben Bürgerkrieg oder politischer Verfolgung Gründe, aus denen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen und sich auf die Flucht begeben. Abschließen soll das Ganze ein Treffen aller teilnehmenden Gruppen in Vogelsang.

Widmen will sich der Veränderung des Weltklimas bald auch ein eigener Raum im Internationalen Rotkreuz-Museum Vogelsang. Neben Dürre und Waldbränden soll dort auch Hochwasser thematisiert werden: „Der Besucher geht dann über das überschwemmte Gemünd“, berichtete der Museumsgründer Rolf Zimmermann „Kölnischer Rundschau“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“.

„Zurzeit werden Kontakte mit den Schulen geknüpft, Interessierte Gruppen können über die Rotkreuzakademie in Vogelsang unter der Telefonnummer (0 24 44) 914 91 36 oder über E-Mail (akademie@drk-eu.de) Kontakt zum Kreisverband aufnehmen“, schreibt Stephan Everling.

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„Grüne Talachse Stolberg 2030“ nimmt Fahrt auf

Stolberg – Zwölf große Betriebe nehmen an gestarteter Machbarkeitsstudie teil. Der Strukturwandel stellt vor allem die zahlreichen energieintensiven Betriebe in Stolberg vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit 12 großen Stolberger Betrieben, der IHK Aachen, der AGIT, der FH Aachen und der StädteRegion Aachen strebt die Kupferstadt Stolberg in eine nachhaltige Zukunft.

Das Ziel des Projektes: Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Stolberger Unternehmen und – damit verbunden – die Sicherung der Arbeitsplätze durch grüne, sichere und bezahlbare Energie.

Bürgermeister Patrick Haas erklärt die dringende Notwendigkeit dieses Vorhabens: „Wir müssen unsere Unternehmen durch gemeinsame und zukunftsorientierte Kraftanstrengungen dabei unterstützen, auch nach dem beschlossenen Kohleausstieg auf eine sichere, wettbewerbsfähige und grüne Energieversorgung zurückgreifen zu können.

Mit der Grünen Talachse wollen wir vorbeugen, dass Industrie und Arbeitsplätze in Stolberg unter dem Strukturwandel leiden. Zugleich ist es ökologisch sinnvoll, Energie von morgen schon heute zu denken, so dass wir ökonomisch nicht nur Schaden vermeiden, sondern sogar neue attraktive Vorteile für den Wirtschaftsstandort Stolberg schaffen.“
Nachdem im September vergangenen Jahres bereits die Auftaktveranstaltung im Zinkhütter Hof stattfand und die teilnehmenden Betriebe im Februar 2022 den „Istzustand“ analysiert haben, startet nun die Machbarkeitsstudie.

In der Studie wird die Frage geklärt, welche Potentiale und Synergien eine auf erneuerbaren Quellen basierenden, nachhaltigen Energieversorgung und –speicherung bringt und wie sie sich umsetzen lässt. „Mit diesen Ergebnissen werden wir dann im Sommer einen entsprechenden Förderantrag stellen und nach der Zusage mit der Umsetzung beginnen“, erklärt der Bürgermeister den weiteren Zeitplan.

Die Notwendigkeit einer Neuaufstellung der Energieversorgung für energieintensive Unternehmen betont auch Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen: „Ziel muss es sein, die Energiewende zu vollziehen und dabei den Wirtschaftsstandort Talachse und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten. Das Projekt ,Grüne Talachse‘ hat das Potenzial, einen Mehrwert für den Standort Stolberg zu schaffen.“ Frühzeitiges Handeln sei nun unverzichtbar, ist ebenso Sven Pennings sicher: „Schon jetzt werden mit den Unternehmen Antworten darauf gesucht, wie der Energieverbrauch gesenkt werden, wie klimaneutral zum Beispiel aus Sonnenstrahlen und Windkraft Energie erzeugt oder gewonnen werden, und wie sie gespeichert werden kann.“ Deshalb müsse der Strukturwandel gemeinsam mit den Unternehmen frühzeitig vorbereitet werden, so der Geschäftsführer der AGIT.

Die „Grüne Talachse Stolberg 2030“ ist ein auf Stolberg zugeschnittenes Projekt. Jedoch biete es die Möglichkeit, Beispiel für die ganze Region zu dienen und Synergieeffekte zu erzielen, sagt Nathalie Becker, Strukturwandelreferentin der Städteregion Aachen: „Wenn hier der Netzwerk-Gedanke verstärkt wird und mehrere Unternehmen ihr Energiemanagement miteinander und aufeinander abstimmen, ist das ein großer Vorteil für den Bestand, der sicher auch weitere Firmen anlocken kann.“

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Ukraine-Hilfe: Verbandsgemeinde Mendig bereitet sich auf Flüchtlinge vor

Mendig – Wohnraum dringend gesucht. Die ersten Nachrichten von einem militärischen Vorstoss russischer Soldaten in die Ukraine erschütterte nicht nur gesamt Europa. Weltweit trafen sich die Menschen zu friedlichen Demonstrationen, um ihre Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen kriegerische Handlungen zum Ausdruck zu bringen.

Hunderttausende Menschen fliehen aktuell aus der Ukraine und können aufgrund der schnellen EU-Absprache ohne Visumspflicht in alle Mitgliedsstaaten einreisen. Bund, Länder und Kommunen, aber auch viele Initiativen haben bereits ihre uneingeschränkte Hilfe angeboten. Auch die Verbandsgemeinde Mendig stellt ihre solidarische Hilfe zur Verfügung und bittet nun ihre Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe.

„Wir benötigen ganz dringenden Wohnraum für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Unser erstrangiges Ziel ist es, unsere Nachbarn aus der Ukraine in orginären Wohnraum zu vermitteln. Dies ist die beste und auch für die Integration gelungenste Unterbringungsform. Unsere Bevölkerung hat schon oft bewiesen, dass sie Notleidenden zur Seite steht. Diese Hilfsbereitschaft erhoffen wir uns nun auch aktuell und bitten um die solidarische Hilfe unserer Einwohnerinnen und Einwohner!“, so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz.

Die Verbandsgemeinde Mendig hat aus diesem Grund eine zentrale Anlaufstelle im Rathaus unter der Telefonnummer 02652/9800-37 oder per E-Mail fluechtlingshilfe@mendig.de, eingerichtet.

Bitte beachten Sie folgende Punkte:

  • Wer Wohnraum zur Verfügung stellen kann, nutzt bitte die Mailadresse fluechtlingshilfe@mendig.de zur Kontaktaufnahme. Geben Sie folgende Angaben bitte mit an: Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer, Größe des Wohnraums, Anzahl der maximalen Belegung eine kurze Mobiliarausstattung sowie Mietvorstellung.
  • Sollten Sie bereits Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen haben, wird um folgende Angaben gebeten:
    Vorname, Nachnahme, Geburtsdatum, Anschrift der aktuellen Unterbringung an fluechtlingshilfe@mendig.de.
  • Flüchtlinge, die von ehrenamtlichen Helfern in unsere Verbandsgemeinde oder in den Landkreis gebracht werden, ohne dass eine Unterkunft gestellt werden kann, müssen sich an die Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA), Dasbachstraße 15b in 54292 Trier wenden.
  • Bürgerinnen und Bürger die über etwaige Sprachkenntnisse verfügen und als Dolmetscher helfen, können sich unter Angabe von Vorname, Nachname und Telefonnummer unter fluechtlingshilfe@mendig.de
  • Geld- bzw. Sachspenden richten Sie bitte an die jeweiligen Hilfsorganisationen bzw. Hilfseinrichtungen.

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Andrea Sesterhenn telefonisch unter 02652/9800-37 oder unter fluechtlingshilfe@mendig.de zur Verfügung.

Für die Mithilfe und Unterstützung vielen Dank!

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Generalleutnant Jürgen Weigt besucht eingesetzte Soldaten im Kreishaus in Düren

Düren – Während der Corona-Pandemie hat die Bundeswehr den Kreis Düren stets tatkräftig bei der Kontaktverfolgung unterstützt. Insgesamt waren rund 100 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Generalleutnant Jürgen Weigt nahm dies zum Anlass, um den derzeit im Kreishaus eingesetzten Soldaten einen Besuch abzustatten und sich einen Überblick zu verschaffen. „Wir brauchten diese Unterstützung und sind sehr dankbar“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Generalleutnant Weigt suchte bei seinem Besuch vor allem das Gespräch zu den Soldatinnen und Soldaten, die derzeit im Gesundheitsamt aushelfen. Seit zwei Jahren wird das gesellschaftliche Leben durch das Coronavirus stark geprägt und fordert insbesondere das Gesundheitsamt des Kreises Düren in hohem Maße. Und seit bald zwei Jahren „sind wir im Einsatz als Unterstützung des Staates, dem wir dienen“, so Generalleutnant Weigt. Er betonte bei seinem Besuch, dass „Corona der gemeinsame Feind“ sei. Daher helfe man so lange, wie es nötig und möglich sei. Bereits im Zeitraum von Oktober 2020 bis Juni 2021 unterstützte die Bundeswehr das hiesige Gesundheitsamt. Der dramatische Anstieg der Fallzahlen im Zuge der Omikron-Variente Ende vergangenen Jahres sorgte dann dafür, dass eine erneute Unterstützung seitens der Bundeswehr benötigt wurde. „Ohne diese Unterstützung hätten wir die schwierigen Phasen der Pandemie nicht meistern können“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Es hat exzellent funktioniert und wir sind sehr dankbar.“

Obwohl mit der Bundeswehr und der Verwaltung zwei „Welten aufeinander getroffen“ seien, wie Weigt sagte, habe die gemeinsame Arbeit wunderbar geklappt. Vor allem aber seien diese Gesten das, was man in Krisen brauche, so Landrat Spelthahn.

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Kinderärztliche Versorgung in Mayen bereitet weiterhin Sorgen

Mayen – OB Meid im Gespräch mit verbleibenden Ärztinnen. Aufgrund der akuten Notsituation in der kinderärztlichen Versorgung in Mayen und der Region steht Oberbürgermeister Dirk Meid im Kontakt mit dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, das in Mayen das Medizinische Versorgungszentrum Mittelrhein (MVZ) betreibt. Das MVZ arbeitet eng mit der Klinik für Kinder und Jugendmedizin des Gemeinschaftsklinikums zusammen.

Durch die Kündigung einer Ärztin im Januar hatte sich die bis dato bereits schwierige Situation weiter verschärft. Das GKM nimmt diese Situation zum Anlass, die bestehenden Abläufe im MVZ für Kinder- und Jugendmedizin zu evaluieren und zu optimieren.

Ganz ohne Kinderärztin ist Mayen allerdings nicht. Noch sind im MVZ mit Dr. Inga Thiemann und Dr. Michèle Kastor zwei Ärztinnen tätig, allerdings nur mit einem geringen Stundenanteil. Mit ihnen traf sich OB Meid zu einem Gespräch.

„Die Situation in Mayen war in den letzten Jahren immer schwierig, seit unsere Vorgänger im MVZ in den Ruhestand gegangen sind.“ berichtet Frau Dr. Thiemann im Gespräch mit dem Stadtchef.  „Aber im Moment ist es schlicht und einfach eine Notsituation.“ Sie selbst ist seit vier Jahren in Mayen tätig und bedauert die Tatsache, dass nur ein Bruchteil der zu behandelnden Kinder betreut werden kann.

Eigentlich wäre die Situation für die Stadt gar nicht so schlecht, da es mindestens zwei frei Kinderarzt-Sitze gibt. Es fehlt allerdings an Interessenten, die sich in Mayen mit eigener Praxis selbständig machen wollen.

Für OB Meid hätte das Mittelzentrum einiges zu bieten: Günstige Preise für Wohnraum im Vergleich zu Ballungszentren wie Köln, Bonn oder Koblenz, viel Natur, eine hundertprozentige Versorgung mit Kita-Plätzen, Einkaufsmöglichkeiten oder gute Verkehrsverbindungen. Neben der Hoffnung auf eine weitere Anstellung beim MVZ hoffe man, dass sich auch wieder eine Ärztin oder ein Arzt in Mayen niederlässt. Die kleinen Patienten würden sich sicherlich freuen.

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Coronahilfen verlängert – Voraussetzung 30 Prozent Umsatzrückgang

Mechernich – Der Mechernicher Stadtdezernent und Kämmerer Ralf Claßen macht auf Absicherungsinstrument für Verdienstausfälle Mechernicher Unternehmen und Soloselbständigen aufmerksam. Die Corona-Wirtschaftshilfen als Absicherungsinstrument sollen bis Ende Juni 2022 verlängert werden. Darauf macht der Mechernicher Stadtdezernent und Kämmerer Ralf Claßen unter Berufung auf eine Pressemitteilung des NRW-Städte- und Gemeindebundes aufmerksam.

Claßen: „Unternehmen erhalten über die Überbrückungshilfe IV weiterhin eine anteilige Erstattung von Fixkosten. Zusätzlich zur Fixkostenerstattung erhalten Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen sind, einen Eigenkapitalzuschuss.“

Ebenfalls fortgeführt wird die bewährte Neustarthilfe für Soloselbständige. Mit der „Neustarthilfe 2022 Zweites Quartal“ können Soloselbständige bis Ende Juni 2022 weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten, insgesamt für den verlängerten Förderzeitraum April bis Juni 2022 also bis zu 4.500 Euro.

Bund und Länder haben sich zudem dazu bekannt, dass sie alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den kriminellen Missbrauch der Wirtschaftshilfen zu verhindern, damit sichergestellt ist, dass die Hilfen dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Voraussetzung 30 Prozent Umsatzrückgang

Grundlegende Antragsvoraussetzung für die Überbrückungshilfe IV ist weiterhin ein Corona-bedingter Umsatzrückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum 2019. Der maximale Fördersatz der förderfähigen Fixkosten beträgt 90 Prozent bei einem Umsatzrückgang von über 70 Prozent. Auch die umfassenden förderfähigen Fixkosten bleiben unverändert. So können weiterhin die Kosten für Miete, Pacht, Zinsaufwendungen für Kredite, Ausgaben für Instandhaltung, Versicherungen usw. geltend gemacht werden.

www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Fortlaufend aktualisierte Übersicht der Wirtschaftshilfen: www.bmwi.de

www.bundesfinanzministerium.de