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Neue Mietwertanalyse für den Landkreis Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz, 23.01.2021 – Die Sozialämter und das Jobcenter sind gesetzlich dazu verpflichtet, Wohnkosten in einer angemessenen Höhe zu gewährleisten. Da die angemessene Höhe nicht weiter definiert ist, hat der Landkreis Mayen-Koblenz gemeinsam mit seinen Städten und Verbandsgemeinden eine neue Mietwertanalyse in Auftrag gegeben und zum 1. Januar veröffentlicht. Diese stellt ab sofort die Grundlage für die Bemessung zahlreicher Sozialleistungen im Landkreis dar.

Zur Erstellung der Analyse waren von Juni bis August des vergangenen Jahres die Vermieter in Mayen-Koblenz zu Mietpreis, Größe und Ausstattung der Wohnungen sowie die Höhe der Nebenkosten befragt worden. „Ich danke allen, die mit ihren Antworten zur Erstellung der Mietwertanalyse beigetragen haben. Ohne die vielen Rückmeldungen wäre das Projekt nicht möglich gewesen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth. Die Wohnkosten wurden dabei für jede der zehn Städte und Verbandsgemeinden des Landkreises einzeln ermittelt, was den Vorgaben des Bundessozialgerichtes entspricht. Die Gutachter haben auch den Marktanteil des „sozialen Wohnungsmarktes“ berechnet. So hat die Analyse unter anderem ergeben, dass rund 46 Prozent der kreisweit vorhandenen Ein-Personen-Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen benötigt werden.

Nicht verwechselt werden darf die Mietwertanalyse mit der Erstellung eines Mietspiegels, wie Alexandra Kiel, die zuständige Referatsleiterin in der Kreisverwaltung erklärt: „Ein Mietspiegel stellt die Miethöhen für alle Wohnungen in einer Gemeinde dar. Die Mietwertanalyse hingegen untersucht nur den Wohnungsmarkt für Mieter, die aufgrund von niedrigem Einkommen oder dem Bedarf an Sozialleistungen auf bezahlbare Wohnungen angewiesen sind.“

Die neue Analyse wurde im Auftrag des Landkreises von dem Fachinstitut F+B GmbH aus Hamburg erstellt. Veröffentlicht ist diese Analyse auf der Homepage der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter www.kvmyk.de , Suchbegriff: Mietwertanalyse.

Ansprechpartnerin in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz zum Thema Mietwertanalyse ist Alexandra Kiel, E-Mail: alexandra.kiel@kvmyk.de Tel. 0261/108-397

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Tagesbetreuung wohnungsloser und bedürftiger Menschen in der Kirche St. Peter Aachen

Aachen, 23.01.2021 – Seit einigen Tagen wird die Kirche St. Peter in einem beispiellosen Schulterschluss zwischen Stadt, Städteregion, des regionalen Caritas-Verbandes sowie der Pfarre St. Franziska als Tagesbetreuung für wohnungslose und bedürftige Menschen genutzt. In einem Pressegespräch in der Kirche betonten alle Beteiligten ihre große Dankbarkeit, dass die Gemeinde das Haus für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt habe. „Es ist uns allen wirklich wichtig, dass die betroffenen Menschen in diesem Winter nicht zum zweiten Mal Opfer der Pandemie werden“, sagte Michael Ziemons, Dezernent für Soziales und Gesundheit der Städteregion Aachen.

Die Coronapandemie hat besondere Auswirkungen auf wohnungslose und bedürftige Menschen. Zum einen hat sich die Einkommenssituation für die Personen, die Pfandflaschen sammeln und/oder betteln seit dem Frühjahr stark verschlechtert. Außerdem werden Lebensmittel-, Frühstücks- oder Mittagsangebote aufgrund der Abstands- und Hygienevorgaben nicht mehr in der bisherigen Form angeboten. Rolf Frankenberger, Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration: „Die Einnahme der Mahlzeiten innerhalb eines geschlossenen Raumes ist aktuell kaum realisierbar; die meisten Angebote erfolgen nur zur Mitnahme. Gleichzeitig fehlen Räumlichkeiten, in denen sich die Menschen aufhalten und in der momentanen kalten Jahreszeit auch aufwärmen können.“

Nur drei Wochen Vorbereitung

Entsprechend suchte die Stadt Aachen in den vergangenen Wochen gemeinsam mit den Trägern der Wohlfahrtspflege einen zentral gelegenen Raum, in dem eine Essensausgabe erfolgen, gleichzeitig aber auch niederschwellig Hilfen angeboten werden können. Durch die Pfarre Franziska von Aachen wurde den Caritas-Einrichtungen Café Plattform und Troddwar schließlich die Kirche St. Peter zur vorübergehenden Nutzung angeboten. Und nach nur drei Wochen Vorbereitung, unkomplizierten formalen Abstimmungen, finanzieller Unterstützung von Stadt und Städteregion in Höhe von jeweils 30.000 Euro sowie kleineren Umbauarbeiten kann die Kirche jetzt entsprechend genutzt werden.

Wohnungslose und bedürftige Menschen werden hier bis Ende Mai montags bis samstags von 10 bis 22 Uhr sowie sonntags von 15 bis 22 Uhr unter Berücksichtigung der Corona-Schutzverordnung mit Speisen und Getränken versorgt. An Tischen und auf Bänken verteilt, finden maximal 80 Menschen gleichzeitig in der Kirche Platz. Tische und Bänke, die das Aachener Unternehmen Walbert-Schmitz als Sponsoring sowie mit viel ehrenamtlichen Engagement seiner Mitarbeiter*innen auf einem Teil der Kirchenbänke installiert hat.

Provisorisches Büro auf der Empore von St. Peter

Hier und in einer kleinen Medienecke haben die obdachlosen Menschen die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum aufzuhalten und aufzuwärmen. Gleichzeitig bieten Mitarbeiter*innen von Café Plattform und Troddwar in einem provisorischen Büro, das auf der Empore von St. Peter, auf der sonst der Kirchenchor singt, eingerichtet wurde, ihre Beratung an. Duschen können die wohnungslosen Menschen dagegen weiterhin im Café Plattform und in der Einrichtung Troddwar. Im Troddwar ist den kommenden Monaten nach wie vor das Safer User – Spritzentauschangebot möglich.

Die medizinische Ambulanz am Kaiserplatz bleibt ebenfalls geöffnet.
„Wir sind sehr froh“, so Bernhard Verholen, Geschäftsführer des regionalen Caritas-Verbandes, „dass unsere Klienten auf diese Weise in St. Peter die Möglichkeit haben, in einem geschützten Raum mit vertrauten Mitarbeiter*innen zur Ruhe zu kommen. Es hat für uns einen hohen symbolischen Wert, dass die Kirche an dieser Stelle ihre Arme weit für die von uns betreuten Menschen öffnet“.

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Bildung digital: Die Gesamtschule der Stadt Mechernich im Homeschooling 2.0

Mechernich, 23.01.2021Dennis Schwinnen, Lehrer an der Gesamtschule und Tutor einer 8. Klasse schreibt in seinem Report und Erfahrungsbericht zum Homeschooling: Seit dem 11. Januar ist es wieder still in deutschen Klassenzimmern. Der Präsenzunterricht ist bis zum 31. Januar ausgesetzt und die Schülerinnen und Schüler befinden sich im Homeschooling. Lediglich für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Jahrgangstufe 6, die zu Hause nicht betreut werden können, wurde an den Schulen ein Betreuungsangebot eingerichtet.

Auch wenn es nach einer Woche im Distanzlernen sicherlich zu früh ist, ein Fazit zu ziehen, zeigt sich, dass Digitalisierung an deutschen Schulstandorten vollkommen unterschiedlich verläuft: Während die einen über technische Probleme klagen und andere die Schülerinnen und Schüler sogar lediglich über Materialpakete versorgen können, gelingt es einigen Schulen bereits das Unterrichtsgeschehen weitestgehend ins Netz zu verlagern. So auch an der Gesamtschule der Stadt Mechernich, die zeigt, wie gute Bildung auch in Krisenzeiten gelingen kann.

Strukturierter Tagesablauf

„Für uns war es in erster Linie wichtig, die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit Unterrichtsmaterialien zu versorgen, sondern die Kinder und ihre Familien auch dabei zu unterstützen, einen klar strukturierten Tagesablauf zu haben“, so Dagmar Wertenbruch, Schulleiterin der Gesamtschule. Der Unterricht findet nach Stundenplan im Distanzlernen statt.

Pünktlich zu Stundenbeginn treffen sich die unterschiedlichen Lerngruppen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Hier können über Webcam und Mikrofon Fragen gestellt und Unterrichtsgespräche geführt werden. Außerdem können die Lehrkräfte Arbeitsblätter und Musterlösungen teilen, diese zur gemeinsamen Bearbeitung freigeben, Präsentationen halten und weiterführende Aufgaben schicken. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, eigene Arbeitsergebnisse zu teilen oder diese zur Kontrolle an ihre Lehrerinnen und Lehrer zu schicken, um eine individuelle Rückmeldung zu ihren Lernerfolgen zu erhalten.

Sogar auf Smartphones

Um einen reibungslosen Unterrichtsablauf ohne technische Probleme und Systemausfälle zu gewährleisten, nutzt die Gesamtschule die Kommunikationssoftware eines professionellen Anbieters mit Serverstandorten in Europa und Deutschland. Allen Schülerinnen und Schülern stehen individuelle Nutzerprofile und E-Mail-Adressen zur Verfügung, zudem kann die Software plattformübergreifend und sogar auf dem Smartphone genutzt werden.

Digitales Arbeiten und der Umgang mit Office-Programmen waren bereits vor Corona fester Bestandteil der schulischen Ausbildung an der Gesamtschule. Die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 wurden durch das Kollegium entsprechend ausgewertet und zum weiteren Ausbau des digitalen Lernens genutzt.

„Um uns bestmöglich auf einen möglichen zweiten Lockdown vorzubereiten, haben wir die Zeit zwischen Sommer und Weihnachtsferien dazu genutzt, die entsprechenden Strukturen zu schaffen, Lehrerfortbildungen zu veranstalten und die Nutzung der Software mit unseren Schülerinnen und Schülern intensiv einzuüben. Diese Vorbereitung zahlt sich nun aus: Die Kommunikation funktioniert in 99% der Fälle reibungslos“, so Schwinnen.

Umsichtiger Schulträger

Für die Kinder und Jugendlichen, bei denen es zum Wochenanfang noch Probleme gab, wurden schnell individuelle Lösungen gefunden: So hat die Gesamtschule beispielsweise bereits im November erhoben, welche Kinder über keine digitalen Endgeräte verfügen, so dass diese bereits am Dienstagmorgen mit Leihgeräten der Schule ausgestattet werden konnten.  „Dank der umsichtigen Planung durch den Schulträger, die Stadt Mechernich, konnten wir so für alle Kinder die Teilnahme am Distanzlernen ermöglichen“, so Dagmar Wertenbruch.

Entlastung für Mutter

Auch von Familien, die durch Corona ohnehin schon vor zahlreichen Herausforderungen stehen, wird das Konzept der Gesamtschule als große Entlastung empfunden. „Ich möchte mich absolut positiv zum Homeschooling 2.0 äußern. Dass mein Sohn jeden Morgen pünktlich zu Schulbeginn am PC sitzt, ist eine große Entlastung für mich als Mutter. Unter anderem da er so einen strukturierten Tagesablauf hat. Die Technik funktioniert einwandfrei“, so die Mutter eines Schülers des Jahrgangs 6.

Die Gesamtschule der Stadt Mechernich zeigt also, wie man die aktuelle Lage dazu nutzen kann, Digitalisierung im System Schule voranzutreiben. Eines steht jedoch fest: Corona hat uns klar gezeigt, dass das Homeschooling die Schule als Ort des sozialen Miteinanders nicht ersetzen kann. Sei es die individuelle Rückmeldung der Lehrerinnen und Lehrer, die Interaktion im Unterricht oder einfach nur der Kontakt zu Freunden auf dem Pausenhof, all dies ist zu Hause nicht möglich.

So findet auch ein Schüler der gymnasialen Oberstufe „…gerade was das digitale Lernen angeht, habe ich in der Pandemie unfassbar viel gelernt: Ich bewege mich sicher durch unterschiedliche Plattformen und kann inzwischen sicher mit den gängigen Programmen umgehen. Ich bin trotzdem froh, wenn ich wieder zur Schule kann. Der Kontakt zu Lehrern und Mitschülern fehlt einfach“.

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Gemeinsame Kraftanstrengung sichert stabiles Verfahren für die Corona-Schutzimpfungen in Rheinland-Pfalz

Region/Mainz, 23.01.2021 – Die Mitglieder der Steuerungsgruppe „Landeskoordinationsstelle Impfen“ haben in enger Partnerschaft einen Weg gefunden, die Corona-Schutzimpfungen in Rheinland-Pfalz trotz der reduzierten Impfstofflieferungen auf einer stabilen Basis fortsetzen zu können. Alle Akteure haben es gemeinsam bewerkstelligt, dass obgleich der unvorhersehbaren Situation alle notwendigen Zweitimpfungen in Rheinland-Pfalz sichergestellt sind und zudem Erstimpfungen in den Senioreneinrichtungen fortlaufen.

„Ich danke alle Beteiligten, dass wir die Fortführung der dringend notwendigen Schutzimpfungen durch eine gemeinsame Kraftanstrengung sichergestellt haben“, sagte der Leiter der Steuerungsgruppe, Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm. „Sehr froh bin ich darüber, dass Impfungen der Gruppe der besonders vulnerablen Bürgerinnen und Bürger in den Alten- und Pflegeeinrichtungen trotz der Lieferengpässe weiter stattfinden.“ Alle Mitglieder der Steuerungsgruppe waren sich einig, dass die aktuelle Situation zeige, wie wichtig es sei, an der Priorisierung der STIKO und des Ethikbeirats Rheinland-Pfalz festzuhalten, so lange der Impfstoff nur stark begrenzt zur Verfügung steht.

„Die Lieferengpässe haben dafür gesorgt, dass wir leider Termine zu Erstimpfungen in den Impfzentren ab Mitte kommender Woche verschieben mussten“, so Wilhelm. „In Rheinland-Pfalz gibt es jedoch keine Absagen. Alle Betroffenen bekommen unmittelbar in der Nachricht über die Terminverschiebung neue Termine mitgeteilt.“

Die Mitglieder äußern die klare Erwartung, dass sich die Situation der begrenzten Impfstofflieferungen in der zweiten Februarhälfte verbessert und im zweiten Quartal ausreichend Impfstoff vorhanden ist, um die Impfungen auszuweiten. Man sei durch mobile Impfteams, Impfzentren und Impfungen in Krankenhäusern sowie den Aufbau weiterer Strukturen, beispielsweise durch Hausärztinnen und Hausärzte, in der Lage, die Impfungen ad hoc zu steigern. „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir gut vorbereitet sind. Wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, können wir schnell reagieren und diesen auch verimpfen“, sagte Landesimpfkoordinator Wilhelm.

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Frauen starten mit Jobcenter-Projekt durch

Region/Kreis Mayen Koblenz, 23.01.2021 – Mit dem Projekt MiB (Mütter mit Migrationshintergrund in Beschäftigung) hilft das Jobcenter Mayen-Koblenz Müttern mit Migrationshintergrund im Alter von 18 bis 50 Jahren nach einer Familienphase in das Erwerbsleben einzusteigen oder zurückkehren. Großer Wert wird dabei auf den Erwerb beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die Stärkung sozialer und methodischer Kompetenzen gelegt. So auch bei Aischa Al-Shami (Name von der Redaktion geändert), die aus Syrien kommt. Sie ist die erste Frau, die am Busfahrer-Projekt des Jobcenters teilnimmt.

Bis dahin war es ein langer Weg. 2009 kam die heute 38-Jährige nach Deutschland, ohne Berufserfahrung oder berufliche Orientierung und ohne Sprachkenntnisse. „Das sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für den Start in ein Berufsleben in Deutschland“, sagt Jobcenter-Mitarbeiterin Kristin Reuter, die das MiB-Projekt betreut. Seit 2013 ist Al-Shami deutsche Staatsbürgerin. Nach einer Familienphase – sie ist verheiratet und hat drei Kinder – übernahm das Projekt Mütter mit Migrationshintergrund in Beschäftigung ihre Betreuung, um sie für eine Arbeitsaufnahme zu qualifizieren und dadurch nicht mehr auf Leistungen durch das Jobcenter angewiesen zu sein. Die Projektverantwortlichen Kristin Reuter und Arzu Yilmaz bieten rund 60 Müttern mit Flucht- und Migrationshintergrund aus dem Kreis Mayen-Koblenz eine individuelle und ganzheitliche Beratung und Begleitung mit dem Ziel einer nachhaltigen beruflichen und sozialen Integration.

Zusätzlich zum Einzelcoaching werden Workshops zu Themen aus der Lebens- und Arbeitswelt der Teilnehmerinnen durchgeführt. Durch den engen Kontakt zum jobcentereigenen Flüchtlingsprojekt LQA (Leben, Qualifizieren, Arbeiten) konnte die junge Mutter in das Busfahrer-Projekt vermittelt werden. Dieses war vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels bei Busunternehmen und gleichzeitigen Plänen zum Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ins Leben gerufen worden. Neben der beruflichen Qualifizierung finden Sprachkurse in berufsbezogenem Deutsch für die Projektteilnehmenden statt. „Die Sprachkurse bereiten insbesondere auf die Herausforderungen des Busfahrer-Alltags vor. So werden zum Beispiel der Fahrkartenverkauf, die Beratung sowie die Kommunikation mit Fahrgästen trainiert“, erklärt Yilmaz.

Nach einem Praktikum bei den Ahrweiler Verkehrsgesellschaften entschied sich Aischa Al-Shami schließlich für eine Ausbildung zur Busfahrerin bei der BKF-Schule Neuwied GmbH. Diese wird sie im Januar abschließen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die junge Frau hat mit ihrer Qualifizierung aussichtsreiche Chancen auf eine Anstellung als Busfahrerin und somit auf einen Ausstieg aus den Leistungen des Jobcenters. Und die Region kann beim Ausbau des ÖPNV auf eine weitere ausgebildete Fachkraft setzen.

Das Projekt MIB wird im Rahmen des Förderprogramms „Stark im Beruf“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Weitere Informationen zu den Projekten des Jobcenters gibt es im Internet unter www.jobcenter-myk.de

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Kölsch-Rocker Stephan Brings dankt Blutspendern und übernimmt beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen die Schirmherrschaft

Euskirchen, 22.01.2021 – Seit 2019 ist Stephan Brings, der Bassist und Sänger der gleichnamigen Kölner Rockband „Brings“, Schirmherr über die Blutspende des Roten Kreuzes und die Blutspender im Kreis Euskirchen. In der Corona-Krise bittet der Wahl-Mechernicher jetzt alle Mitbürger im blutspendenfähigen Alter ab 18, ihren Lebenssaft für das Überleben anderer zu spenden.

In seiner Familie sei gerade die Mutter während einer Krebstherapie mit Blutpräparaten behandelt und gerettet worden, sagte Stephan Brings bei einem Fototermin im Rotkreuzzentrum Euskirchen/Eifel gemeinsam mit der Blutspende-Beauftragten Edeltraud Engelen, dem Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker und Bereitschaftsleiter Daniel Pöthmann.

„Blutspender sind Lebensretter, kommt und macht mit!“: Mit diesen Worten warben (v.r.) Edeltraud Engelen, Daniel Pöthmann, Stephan Brings und Rolf Klöcker für den als jährliche „Karnevalisten-Blutspende“ bekannten Spendetermin am Donnerstag, 4. Februar, von 15 bis 20 Uhr im Rotkreuzzentrum hinter dem Kreishaus. Dann gibt auch Hans-Josef Schneider, Vizepräsident der Euskirchener Narrenzunft und Senatspräsident, seine 65. Blutspende seit 2007 ab. Schneider war in der Session 2011/2012 Prinz Karneval von Euskirchen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Dabei rief der Wahl-Eifeler und Mechernicher Stadtbürger besonders eindringlich zu den nächsten dringend gebrauchten Blutspenden im Kreis Euskirchen auf: „Geht zur Blutspende, sie ist ein absolutes Muss, Blut rettet Menschenleben und ist durch nichts anderes zu ersetzen.“ Dabei bekannte er freimütig: „Meiner Mutter Dietlinde »Diddi« ist vor nicht allzu langer Zeit durch Blutspenden das Leben gerettet worden!“

„Noch positiver und emotionaler“

Er sei schon vorher selbst Blutspender einer Kölner Klinik gewesen und habe der Blutspende immer sehr positiv gegenübergestanden, so Stephan Brings, „aber jetzt ist es mir noch wichtiger und emotionaler, wenn die eigene Mutter durch das Blut anonymer Spender ihr Leben wiedergewinnt.“

Dietlinde Deimann war im Zuge einer Krebstherapie auf Blutspenden angewiesen. „19 Prozent der Blutspenden finden heute in der Krebstherapie Verwendung, das ist der größte Einzelposten“, so die Blutspende-Beauftragte Edeltraud Engelen. 16 Prozent Blutspenden würden bei der Behandlung von Herzerkrankungen gebraucht, 16 bei Magen-Darm-Krankheiten, zwölf Prozent nach Verletzungen.

„Insgesamt“, so Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker, „werden in Deutschland täglich 15.000 Liter Blut gebraucht.“ Die größte Charge stamme aus Blutspenden beim Roten Kreuz, das die Blutspender seit jeher sehr freundschaftlich begleitet, sie nach den Spenden bewirtet und sie grundsätzlich, aber auch bei jährlichen Blutspenderehrungen als „anonyme Lebensretter“ besonders ehrt und verehrt.

Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker dankte Stephan Brings in dem Zusammenhang für die Übernahme der Schirmherrschaft über die Blutspenden und Blutspender im Kreis Euskirchen: „Ich war begeistert, als Stephan anlässlich unserer Jahresausausklang-Feier Ende 2019 zu dem Motto »Os Sproch es Menschlichkeit« inoffiziell diese Schirmherrschaft zugesagt hat.“

Umso mehr ist Klöcker glücklich, dass es der Blutspende-Beauftragten Edeltraud Engelen nunmehr gelungen ist, Stephan Brings dauerhaft ans Rote Kreuz und die Blutspende zu binden: „Der sozial überaus engagierte Rockmusiker ist völlig bodenständig und weiß, wie wichtig Blutspenden nach wir vor sind.“

Klöcker weiter: „Ich bin davon überzeugt, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger im Kreis Euskirchen zum Blutspenden animieren lassen und dem Aufruf von Stephan Brings folgen.“

Spendertermine Januar bis März

Chancen, den bekannten Kölner Rockmusiker und seit vielen Jahren Wahl-Eifeler und Bürger der Stadt Mechernich selbst beim Blutspenden anzutreffen, haben Spender bei der Rotkreuz-Blutspende am Dienstag, 7. April, von 15.30 bis 20 Uhr in der Bürgerhalle Kommern.

Wer einen Termin buchen möchte, kann diesen unter dem Stichwort des jeweiligen Ortes auf www.blutspendedienst-west.de/Blutspendetermine buchen. Weitere Blutspende-Termine in naher Zukunft sind Dienstag, 26. Januar, von 16 bis 20 Uhr im Schulzentrum, Finkenberg 8, in Blankenheim, am Dienstag, 2. Februar 2021, von 15.30 bis 20 Uhr im Forum, Blayer Str. 20, in Zülpich und zwei Tage später, am Donnerstag, 4. Februar, von 15 bis 20 Uhr im Rotkreuzzentrum Kreis Euskirchen/Eifel hinter dem Euskirchener Kreishaus, Jülicher Ring.

Am Freitag, 5. Februar, von 15 bis 19.30 Uhr wird in Hellenthal, Hauptschule, Kalberbenden 14, gespendet und am Dienstag, 9. Februar, von 16.30 bis 20 Uhr in der Kirchheimer Grundschule, Einsteinstr. 35 – 37. Blutspendedienst-West und örtliche Helferinnen und Helfer des Roten Kreuz nehmen Blutspenden außerdem am Dienstag, 23. Februar, von 17 bis 20 Uhr in Arloff, Mehrzweckhalle, Im Floting, und ebenfalls am 23. Februar von 15 bis 19.30 Uhr in Schleiden, Hauptschule, Am Mühlenberg 1.

Donnerstag, 25. Februar von 15.30 bis 20 Uhr ist Blutspende im Rotkreuzzentrum Mechernich, Nyonskreisel, am Sonntag, 28. Februar, von 9.30 bis 13 Uhr im Berufskolleg Eifel, Loshardt 2, in Kall, am Donnerstag, 4. März, von 17 bis 20 in Dreiborn (Mehrzweckgebäude, Oestlingsweg) und am Sonntag, 14. März, von 8.30 bis 12.30 Uhr in der Grundschule Zingsheim, Petrusstraße 5. Ebenfalls am Sonntag, 14. März, von 9 bis 13 Uhr ist Blutspendetermin in der Weilerswister Gesamtschule, Martin-Luther-Str. 26.

Es folgen Blutspendetermine in Schmidtheim am Freitag, 19. März, von 16 bis 20 Uhr im Bürgerhaus, Bahnhofstr. 58, in Gemünd am Dienstag, 23. März, von 15 bis 19 Uhr im Kurhaus, Kurhausstr. 5, in Mechernich am Donnerstag, 25. März, von 15.30 bis 20 Uhr im Rotkreuz-Zentrum, Bruchgasse 34, in Bad Münstereifel, am Freitag, 26. März, von 16 bis 20 Uhr in der Mimi-Renno-Halle, Im Goldenen Tal 6a, und am Montag, 29. März, von 17 bis 20 Uhr in der Lommersumer Mehrzweckhalle, Löwener Straße.

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Neue chirurgische Praxis im Krankenhaus Maria Hilf Daun

Daun, 22.01.2021 – Dr. med. Bernhard Dartsch, Facharzt für Allgemeinchirurgie, nimmt seine Tätigkeit im MVZ des Krankenhauses Maria Hilf auf. Nach seiner jahrelangen Tätigkeit in einer chirurgischen Gemeinschaftspraxis in Daun konnte die Geschäftsführung des Dauner Krankenhauses den Allgemeinchirurgen und zwei seiner langjährigen Medizinischen Fachangestellten Anfang Januar in den neuen Praxisräumen im Erdgeschoss des Krankenhauses, ursprünglich war hier die Innere Ambulanz untergebracht, begrüßen.

Nach dem Umzug der Inneren Abteilung auf die dritte Etage wurden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss für die chirurgische Praxis, welche nun Teil des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im Krankenhaus Maria Hilf ist, hergerichtet. Durch eine enge Zusammenarbeit des MVZ mit dem Krankenhaus sind, neben den kürzeren Wegen, auch eine verbesserte Verzahnung von ambulantem und stationärem Sektor, konservativer und operativer Therapien sowie hausärztlicher und fachärztlicher Versorgung gewährleistet. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) beinhaltet weitere medizinische Praxen wie eine Orthopädie und eine Neurologie.

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Kontaktlose Abholung von Medien in der Bibliothek Kall

Kall, 22.01.2021 – Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung ist die Bibliothek Kall weiterhin und bis vorerst einschließlich 14.02.2021 geschlossen.

Ab sofort gibt es die Möglichkeit, Medien zur kontaktlosen Abholung in der Bibliothek zu bestellen.

Möglich ist dies von Montag bis Freitag, 8 bis 13 Uhr, unter Tel. 02441/ 779552. Bestellungen per Email gehen an die Adresse bibliothek-kall@web.de. Die Abholtermine können individuell vereinbart werden.

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Bätzing-Lichtenthäler: Rheinland-Pfalz startet Beteiligungsprozess zum digitalen Gesundheitswesen 2030

Region/Mainz, 22.01.2021 – „Die Digitalisierung ist mit vielen Anforderungen verbunden. Mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie bietet sie aber auch ein hohes Maß an Chancen und Potenzial gerade für den Bereich des Gesundheitswesens. Rheinland-Pfalz gestaltet aktiv den Weg in ein digitales Gesundheitswesen 2030. Dabei gilt es, sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen und in einer gemeinsamen Anstrengung den weiteren Transformationsprozess des Gesundheitswesens voranzubringen“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich des digitalen Eröffnungskongresses zum Projekt ‚Digitales Gesundheitswesen Rheinland-Pfalz 2030‘.

Die digitale Veranstaltung war in mehrere thematische Blöcke unterteilt. Zu Beginn informierten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus der Medizin im ambulanten und stationären Bereich, der Pflege, der Psychotherapie, der Heilberufe, der Körperschaften sowie der Krankenkassen über den derzeitigen Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dabei zeigte sich, dass sich die Referentinnen und Referenten der Unumgänglichkeit, aber auch des Potenzials des Digitalisierungsprozesses bewusst sind. Erste bereits ergriffene innovative Maßnahmen wurden ebenfalls vorgestellt. Wenngleich der Digitalisierungsprozess schon gestartet ist, besteht Einigkeit darin, dass dies zukünftig in einem wesentlich größeren Maß gefördert und gestärkt werden muss.

Fokus der Blöcke zwei und drei lag auf den Themen Patientensicherheit und Datenschutz. Eine wichtige Erkenntnis war hierbei, dass die Bereitschaft und Akzeptanz der Patientinnen und Patienten für eine stärkere Digitalisierung unter Berücksichtigung der patienten- sowie datenschutzrechtlichen Belange besteht und man die Chancen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung klar erkennt. Wichtig beim digitalen Wandel des Gesundheitswesens ist, dass dieser immer nur im Einklang mit Patientenrechten und unter Einhaltung des Datenschutzes erfolgen kann. Welchen Anforderungen man sich insoweit zu stellen hat, wurde vom Landesbeauftragten für Datenschutz Professor Dr. Dieter Kugelmann anhand von Best Practice Beispielen erläutert.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Ausblick auf die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens. Angesichts einer sich zuspitzenden Lage in der gesundheitlichen Versorgung ist der Einsatz digitaler Elemente demnach unverzichtbar, wobei es hier auf ein gemeinsames Miteinander ankommt.

Der Digitalkongress stellt die Auftaktveranstaltung eines sich daran anschließenden breit angelegten Beteiligungsprozesses dar, der schließlich in der Formulierung eines kontinuierlich fortzuschreibenden ‚Masterplans digitales Gesundheitswesen Rheinland-Pfalz 2030‘ münden soll. „Ziel des Beteiligungsprozesses ist es, die digitalisierungs­relevanten Themenfelder der gegenwärtigen sowie zukünftigen medizinischen und pflegerischen Versorgung zu identifizieren. Daran beteiligen wollen wir neben den Experten in der gesundheitlichen Versorgung auch die Patientinnen und Patienten sowie die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen. Mit gemeinsam konzipierten Projekten und Maßnahmen wollen wir dem Transformationsprozess begegnen“, so die Ministerin zum Abschluss.

Zur Erstellung des Masterplans ab Frühjahr sollen im weiteren Prozess Dialog-Veranstaltungen und Werkstattgespräche zu den Handlungsfeldern stattfinden. Die Umsetzung der Projekte und Maßnahmen aus dem Masterplan soll dann voraussichtlich in den Jahren 2022 und 2023 erfolgen. Hierfür sollen Mittel von insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Die wesentlichen Inhalte des Digitalkongresses werden im Anschluss an die Veranstaltung im Internet auf der Seite https://msagd.rlp.de/de/unsere-themen/gesundheit-und-pflege/ veröffentlicht.

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Stadt Wittlich bietet Hilfe rund um Corona – Neue Haltestelle Wittlich Shuttle

Wittlich, 22.01.2021 – Die Stadt Wittlich bietet Hilfe rund um Corona an. Vergangene Woche wurde eine zusätzliche Haltestelle des Wittlich Shuttle eingerichtet. Ab sofort ist eine Haltestelle des Wittlich Shuttle am Impfzentrum auf dem ehemaligen Hela-Gelände, Schloßstraße 31 installiert. Die Wittlich Shuttles „Lieser“ und „Mathilde“ können sowohl telefonisch über die Fahrtwunschzentrale unter der Telefonnummer 06571-172999 oder mit dem Smartphone per Applikation (ioki Wittlich) gebucht werden.

Allerdings ist zu beachten, dass der Fahrdienst aufgrund der Pandemie nur eingeschränkt möglich ist. Aufgrund der Schutzmaßnahmen dürfen beispielsweise nur Einzelpersonen oder nur Personen aus einem Hausstand gemeinsam befördert werden.

Impf-Hotline

Für die Corona-Impfungen bietet die Stadt allen Senioren, die zur priorisierten Impfgruppe gehören und die keinen Internetzugang haben, einen besonderen Service an. Mit einer Telefon-Hotline will die Stadt Wittlich Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, einen Impftermin zu vereinbaren. Seit Montag, 18. Januar ist die Telefonnummer 06571/17111 bei der Stadt freigeschaltet. Bürgerinnen und Bürger können sich unter der Telefonnummer melden, um ihnen bei der Anmeldung zum Impftermin helfen. Das Hilfsangebot richtet sich an Menschen, die keine Hilfe im eigenen Umfeld erhalten können. Der Telefonservice ist montags bis donnerstags, jeweils von 9 bis 12 Uhr zu erreichen.