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Neue YOUniversity – FHM bietet Schülerstudium inklusive ECTS an

Region/Bielefeld – Infoveranstaltung am Mittwoch, den 4. Dezember, 18 Uhr – Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) bietet unter dem Motto YOUniversity ab sofort ein Schülerstudium für Jungen und Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren an. Das Schülerstudium ist vollständig online verfügbar und flexibel gestaltet. Ob am Wochenende, in den Ferien oder nach der Schule – die Teilnehmenden können die Kurse jederzeit und von überall aus absolvieren. Es gibt keine festen Zeiten, sodass das Schülerstudium optimal in den Alltag integriert werden kann. Der Fokus liegt auf der Freude am Lernen, ohne den Druck einer verpflichtenden Leistungserwartung.

Am Mittwoch, den 4. Dezember ab 18 Uhr findet hierzu eine Online-Infoveranstaltung statt. Interessierte können sich direkt auf der Website der Fachhochschule des Mittelstands über das Angebot informieren und anmelden: www.fh-mittelstand.de/online-youniversity-das-schuelerstudium/

Von Psychologie über Betriebswirtschaftslehre und Marketing bis hin zu Medien und Kommunikation – die Module der YOUniversity eröffnen den Jugendlichen ein breites Spektrum an Themen. Besonders für Schülerinnen und Schüler, die über den Schulstoff hinaus eigene Interessen erkunden möchten, ist dieses Angebot ideal. „Mit der YOUniversity möchten wir junge Talente schon früh fördern und ihnen die Möglichkeit geben, erste Einblicke in akademische Themenfelder zu gewinnen“, so Prof. Dr. Tim Brüggemann, Prorektor an der FHM.

ECTS-Punkte als wertvoller Vorsprung

Besonderer Anreiz: Wer die Abschlussprüfung eines Moduls besteht, erhält ECTS-Punkte, die später auf ein Studium angerechnet werden können. „Damit bietet die YOUniversity nicht nur eine tolle Lernerfahrung, sondern auch einen praktischen Vorteil für die Studienzeit“, so Prof. Dr. Tim Brüggemann.

Über die Fachhochschule des Mittelstands (FHM)

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ist mit 5.706 Studierenden, 254 Mitarbeitenden, 82 Professorinnen und Professoren sowie rund 280 Expertinnen und Experten aus der freien Wirtschaft eine der führenden privaten Hochschulen in Deutschland und legt den Fokus klar auf den Mittelstand. Seit Gründung in Bielefeld im Jahr 2000 ist die Geschichte der FHM geprägt von Innovation, Qualität, Wissenschaftlichkeit, Transfer und dem stetigen Willen zur Weiterentwicklung – das gilt sowohl für den Bereich Studium und Lehre als auch für die anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Als gemeinnützige Hochschule ist die FHM staatlich anerkannt und wurde mehrfach zur besten Business School Deutschlands gewählt. Das Studienangebot umfasst Studiengänge in den Bereichen Psychologie, Pädagogik & Soziales, Wirtschaft, Medien & Kommunikation, Technologie und Sport & Gesundheit – deutschlandweit an neun Standorten sowie ortsunabhängig in der FHM Online-University. Gesellschafter ist die Stiftung Bildung & Handwerk aus Paderborn.

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Silvester in Aachen – Feuerwerksverbot zum Schutz der historischen Altstadt

Aachen – Die Stadt Aachen hat für dieses Jahr Silvester erneut eine Allgemeinverfügung zum Verbot von Feuerwerk erlassen. Das Verbot ist beschränkt auf das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern, die eine Höhe von über einem Meter erreichen können, auf und innerhalb des Grabenrings sowie den Theaterplatz. In diesem Bereich konzentrieren sich in der Aachener Innenstadt die historischen, religiösen und kulturell schützenswerten Bauwerke, die durch das Silvesterfeuerwerk einer besonderen und erheblich gesteigerten Brandgefahr ausgesetzt sind.

Bereits im Jahr 2010 kam es in der Silvesternacht zu einem Brand in der Nikolauskirche. Verursacht durch eine Silvesterrakete, beschädigte das Feuer das Gebäude und den historischen Hochaltar.

Das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern gilt für den Zeitraum ab dem 31. Dezember 2024 0 Uhr bis zum 1. Januar 2025 24 Uhr. Nicht Mitführen darf man Feuerwerkskörper in dem genannten Bereich ab dem 31. Dezember 2024 18 Uhr bis zum 1. Januar 2025 24 Uhr. Die Allgemeinverfügung ist nachzulesen unter aachen.de/ohnefeuerwerk.

Zusätzlich weist die Stadt Aachen darauf hin, dass gemäß Paragraph 23 Absatz 1 der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen grundsätzlich verboten ist. Dies gilt auch für alle Bereiche außerhalb des Grabenrings. Somit dürfen zum Beispiel in Kornelimünster oder Burtscheid auch nur eingeschränkt Feuerwerkskörper gezündet werden.

INFO:

Das Verbot zum Schutz der historischen, religiösen und kulturell schützenswerten Bauwerke betrifft alle öffentlichen Straßen, Gehwege, Wege, Plätze und Anlagen sowie private Straßen, Zuwegungen, Grundstücke und Gebäude des innerstädtischen Grabenrings und den von diesem umfassten Innenbereich sowie den Theaterplatz. Der innerstädtische Grabenring umfasst:

Seilgraben, Komphausbadstraße, Kurhausstraße, Peterstraße (ab Kurhaustraße), Friedrich-Wilhelm-Platz, Kapuzinergraben, Alexianergraben, Löhergraben, Karlsgraben, Templergraben, Driescher Gässchen, Hirschgraben.

 

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Signalfarbe Orange – Sitzbänke als Zeichen gegen Gewalt an Frauen in Bad Neuenahr

Ahrweiler – Tagtäglich erleben Frauen und Mädchen in Deutschland körperliche oder seelische Gewalt. Um in der Gesellschaft auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen den 25. November als Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen. Der jährlich abgehaltene Gedenk- und Aktionstag, englisch auch Orange Day genannt, soll für das Thema sensibilisieren und Aufmerksamkeit generieren. Die Farbe Orange symbolisiert dabei eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen.

Auch die kommunale Politik im Kreis Ahrweiler setzt ein Zeichen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat nun zwei orange Sitzbänke im Stadtgebiet aufgestellt – als stetige Mahnung daran, dass Gewalt gegen Frauen mitten in unserer Gesellschaft immer wieder verübt, aber nicht geduldet wird. Mitglieder des Runden Tisches gegen Gewalt (RRT) des Kreises Ahrweiler haben die Sitzbank vor dem Mehrgenerationenhaus in der Weststraße in Bad Neuenahr am vergangenen Freitag offiziell eingeweiht. Eine zweite Sitzbank befindet sich in der Peter-Friedhofen-Straße vor dem Gebäude des Jugend-Hilfe-Vereins im Kreis Ahrweiler. Der RRT finanziert entsprechende Plaketten, die auf Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam machen.

Rita Gilles, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ahrweiler und Koordinatorin des RRT, freut sich über die Initiative: „Gewalt gegen Mädchen und Frauen kommt leider überall vor: in allen sozialen Schichten und Altersgruppen. Für viele Menschen ist es schwer vorstellbar, dass diese Gewalt mitten in der Gesellschaft vorkommt, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in den sozialen Medien und in der Schule. Deswegen begrüße ich es, dass im Kreis orangefarbene Sitzbänke aufgestellt werden, die uns im Alltag immer wieder daran erinnern.“

Bad Breisig und Sinzig haben angekündigt, ebenfalls orangefarbene Sitzbänke im öffentlichen Raum aufzustellen.

Unterstützungsangebote:

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist kostenfrei und auch ohne Guthaben auf dem Handy unter der Nummer 116 016 erreichbar. Die Hotline ist täglich 24 Stunden verfügbar und bietet Beratung in 18 Sprachen sowie Onlineberatung und einen Sofort-Chat unter www.hilfetelefon.de an. Im Kreis Ahrweiler können sich Frauen an die Frauenberatungsstelle und das Frauenhaus Ahrweiler telefonisch unter 02633 / 470588 wenden. Auch der Frauennotruf für Frauen und Mädchen bietet montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr Beratung bei sexualisierter Gewalt unter der Telefonnummer 0261 / 3500 und eine verschlüsselte Onlineberatung unter www.frauennotruf-koblenz.de an.

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Weihnachtspakete für Soldaten in aller Welt aus Mechernich

Mechernich – Im Mechernicher Bundeswehr-Materiallager werden alljährlich Geschenke für Soldatinnen und Soldaten gepackt, die über Weihnachten im Einsatz sind – Ein spezieller Coin als besonderes Dankeschön – Das Team ist eingespielt. Kein Wunder. Seit 2016 werden im Mechernicher Materiallager Päckchen für Soldatinnen und Soldaten gepackt, die über Weihnachten im Einsatz sind. So wandern auch in diesem November wieder Christstollen, Punsch und Glühwein, Schoko-Nikoläuse und diverse Überraschungen in die 3200 Weihnachtspäckchen, die von Mechernich aus in die Einsatzländer der Bundeswehr gehen. Die Stimmung im Team ist bestens – und so ist auch sichergestellt, dass in jedem Päckchen auch immer ein Lächeln mit dabei ist.

Das kann Oberstleutnant Jochen Schnabel nur bestätigen. „Im vergangenen Jahr bin ich selbst in den Genuss eines solchen Pakets gekommen“, berichtet der Mechernicher Standortälteste und Leiter des Bundeswehrdepots West, der vor einem Jahr noch in Jordanien stationiert war: „Das ist eine tolle Aktion! Wenn sie einen Brief oder ein Paket an den Einsatzort bekommen, ist das einfach ein schönes Gefühl.“

Weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Mechernich das wissen, ist die Pack-Aktion für sie immer ein besonderes Highlight im Jahr. „Das ist eine schöne Abwechslung und noch schöner ist es, dass wir den Soldatinnen und Soldaten eine Freude zu Weihnachten machen können“, sagt Sarah, eine der Zivilangestellten im Materiallager, wo vier Fünftel Zivile und ein Fünftel Soldaten arbeiten. Ihre Kollegin Sara (ohne h) kann dem nur zustimmen. „Es macht auch uns eine große Freude, die Soldaten im Einsatz zu beschenken, die an den Festtagen eben nicht bei ihren Familien sein können.“

Auch Weihnachtsbäume werden verschickt

Damit die Pakete des Verteidigungsministeriums und des Bundeswehrverbands auch jeden Soldaten in allen Ecken der Welt – auch auf hoher See – erreichen, fangen die Mechernicher Logistiker bereits Anfang November mit ihrer Arbeit als Weihnachtsengel an. Die Päckchen werden schließlich auf Paletten gestapelt und für die unterschiedlichen Transportwege zu Luft, zu Wasser und zu Land vorbereitet. Wie das geht, präsentieren die Mitarbeiter des Materiallagers an diesem Tag einem größeren Medientross, denn die tolle Aktion hat inzwischen Aufmerksamkeit erregt.

Im ersten Schritt bestücken die fleißigen Helfer die Pakete mit den einzelnen Bestandteilen. Dann werden sie zugeklebt, auf Paletten gestapelt und in diesem Fall mit einer speziellen Folie umwickelt. Von Mechernich aus benötigt die Lieferung per Straßentransport dann etwa drei Tage. Die Luftpost zum Beispiel nach Jordanien dauert etwas länger.

Wenn alle Pakete verschickt sind, gehen als letztes auch noch Weihnachtsbäume auf die Reise zu den einzelnen Kontingenten. „Damit sie möglichst frisch dort ankommen“, begründet Mitarbeiter Marco diese Reihenfolge. Oberstleutnant Jochen Schnabel weiß aus eigener Erfahrung, dass die Bäume an den Einsatzorten sehnsüchtig erwartet werden. Denn an Weihnachten wollen die Soldatinnen und Soldaten die festliche Stimmung eben nicht missen.

Bescherung im festlichen Rahmen

Aber ist es nicht schwer, Weihnachten ohne die Familie zu verbringen? „Schon“, sagt der Standortälteste, „aber das Gute ist ja, dass man nicht alleine ist“. Daher werden die Pakete in aller Regel auch in einem weihnachtlich-festlichen Rahmen mit einem gemeinsamen Essen verteilt und geöffnet.

Darin befindet sich dann auch immer ein spezieller Coin als Dankeschön. Das ist eine Münze, die beschriftet ist mit „Weihnachten im Einsatz“ und der entsprechenden Jahreszahl. „Ein solcher Coin stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl“, betont Oberstleutnant Jochen Schnabel. Daher gebe es inzwischen auch einen Coin für das Bundeswehrdepot West, den der Chef immer in seiner Hemdtasche dabei hat.

Während er das sagt, berichtet seine Kollegin, Hauptmann Nadine L., einem Journalisten von ihrer ganz persönlichen Paketgeschichte. „Ein Päckchen verschicke ich auch an meinen Ehemann“, sagt die Leiterin des Materiallagers. Da sie natürlich nicht weiß, welches der 3200 Pakete bei ihm landen wird, gibt es zusätzlich noch ein ganz persönliches Weihnachtspaket per Feldpost – dass da auch ein ganz besonderes Lächeln mit auf Reisen geht, ist ziemlich wahrscheinlich.

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Beim Sponsorenlauf in Alsdorf 33.573,41 Euro erlaufen

Alsdorf – Sponsorenlauf des Daltongymnasiums unterstützt auch den Alsdorfer Tierpark – Ganz schön sportlich – und obendrein noch ganz schön hilfreich: Erstmals hat das Daltongymnasium der Stadt Alsdorf an seinem Standort am Annapark einen Sponsorenlauf gestartet. Statt eines traditionellen Wandertags hatten die Schülerinnen und Schüler dafür votiert, sich auf dem Sportplatz an der Herzogenrather Straße ins Zeug zu legen. 705 Kinder und Jugendliche gingen dort an den Start – und zeigten beeindruckende Leistungen, die die Spendenkasse ordentlich klingeln ließen. Für jede absolvierte Runde zahlten persönliche Sponsoren der Teilnehmenden – Familien, Freunde, Firmen und andere – kleine Beträge, die sich beachtlich summierten: 705 Läuferinnen und Läufer brachten es auf insgesamt 16.559 Runden! Im Schnitt legte jeder 23,5 Runden zurück, aber so mancher langte gar rekordverdächtig zu. Vor allem die Jüngeren zeigten Ehrgeiz: Von den Klassen 5a, 6a und 7b wurden die meisten Runden zurückgelegt. Auf mehr als 40 Runden brachten es im Einzelnen: Ruben Nievelstein, Ioan Hernandez, Felix Burghardt, Malik Dardanoglu, Mohamed Mouhassin, Samet Durgut, Max Maassen, Ben Schwabengruber, Johannes Gerhards, Tim Harenberg, Julian Schmidt und Ole Cranen. Bei den Lehrkräften sammelten Caroline Scheeren und Lukas Heck im Lauf von 100 Minuten die meisten Kilometer.

Für diese Leistungen gab es in der Schule jetzt Medaillen, bevor es an die Übergabe der Gelder ging. Die insgesamt erlaufene Summe von 33.573,41 Euro wurde dabei gedrittelt. Einen Teil wird die Schule selbst nutzen, ein weiterer wird ein Bildungsprojekt von „terre des hommes“ für benachteiligte Mädchen und Jungen in der vietnamesischen Provinz Lam Dong unterstützen. Über das letzte Drittel der Spendensumme – also 11.191,13 Euro – freute sich Bürgermeister Alfred Sonders als Vorsitzender des Tierparkvereins. „Das Geld werden wir auch dazu nutzen, unser neues Futterhaus im Park zu bauen, nachdem unser altes niedergebrannt ist“, sagte er den Schülerinnen und Schülern. Ein kleines Dankeschön hatte er auch zur Hand: „Ihr werdet an unserem Ziegengehege ein Schild bekommen – über eine Dauerpatenschaft eurer Schule auf Lebenszeit!“ (apa)

 

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Umschulung für Menschen mit Behinderung im Kreis Düren

Düren – Kreis Düren und Berufsförderungswerk Düren verstärken Kooperation – Der berufliche Neustart, besonders nach einem Unfall oder mit einer Krankheit, ist nicht immer einfach. Daher unterstützt der Kreis Düren seit vielen Jahren das Berufsförderungswerk Düren (BFW Düren), das Menschen mit Sehbehinderung, Blindheit beziehungsweise einer psychischen Erkrankung bei der Rehabilitation und beruflichen Qualifizierung hilft. Mit einer nun unterzeichneten Kooperationsvereinbarung wird die Verbindung zwischen Kreis und BFW Düren noch enger und verbindlicher: Die Kreisverwaltung verpflichtet sich, zwei Teilnehmende pro Lehrgang in ein betriebliches, viermonatiges Praktikum zu übernehmen und so die Umschulung zu Verwaltungsfachangestellten zu fördern.

Die von Peter Kaptain, Allgemeiner Vertreter, und Dr. Inge Jansen, BFW Düren-Geschäftsführerin unterzeichnete Kooperation erleichtert den Teilnehmenden die Praktikumssuche. Für die Kreisverwaltung ist es ein wichtiger Baustein, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

„Mit den fest eingerichteten Praktikumsplätzen bieten wir eine wertvolle Unterstützung und tragen zur Qualität der Ausbildung bei. Ich freue mich, dass die gute und langjährige Zusammenarbeit nun noch gefestigt wird“, sagt Peter Kaptain. Seit knapp 40 Jahren besteht bereits eine enge Verbindung in der Ausbildungsförderung zwischen dem BFW Düren und der Abteilung Düren des Studieninstituts für kommunale Verwaltung Aachen, wo Praktiker aus den kommunalen Verwaltungen unterrichten. Viele Praktikantinnen und Praktikanten haben in der Zeit so den Weg in die Kreisverwaltung gefunden.

„Eine gute praktische Ausbildung ist zentral für die Wiedereingliederung unserer Teilnehmenden auf dem ersten Arbeitsmarkt“, betont Dr. Inge Jansen bei der Unterzeichnung. „Durch diese Vereinbarung schaffen wir eine verlässliche Grundlage, auf der unsere Teilnehmenden ihre theoretischen Kenntnisse in der Praxis anwenden und vertiefen können.“ Das BFW Düren unterstützt bei der technischen Ausstattung und liefert Hilfsmittel wie elektronische Braillezeilen (ein Gerät, das Zeichen in Blindenschrift wiedergibt), Bildschirmlesegeräte oder Spezialsoftware zur Sprachausgabe und zur Vergrößerungen aus.

Die Initiative unterstreicht das gemeinsame Engagement für eine vielfältige und inklusive Arbeitswelt in der kommunalen Verwaltung. Begleitet wurde die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung von Mario Grau, Amtsleiter für Personalservice und zentrale Verwaltungsaufgaben, Ausbildungsleiterin Nicole Sutter (Kreis Düren) sowie Hendrieke Stiller, Teamleiterin der Verwaltungsberufe am BFW.

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Jülich im Advent – Weihnachtliche Aktionen sollen erfreuen

Jülich – Der Dezember ist die Zeit, die ganz im Zeichen der Advents- und Weihnachtszeit steht. Auch das Jülicher Amt für Stadtmarketing gestaltet mit der Aktion „Jülich im Advent“ zum nunmehr elften Mal ein wenig weihnachtliche Atmosphäre in der Stadt. Auch wenn das Eventwochenende auf dem Kirchplatz aufgrund von Bauarbeiten in diesem Jahr auch nicht stattfinden kann, ist das Rahmenprogramm vielfältig und adventlich.

Ein absoluter Hingucker ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes wieder der beleuchtete Adventskalender in den Fenstern des Alten Rathauses mit Bildern, die von Jülicher Kindergärten gestaltet wurden. Die Fassade wird jeden Tag um 17 Uhr – verteilt auf drei Etagen – um ein beleuchtetes Fenster mehr erstrahlen. Die Stadtwerke haben auch in diesem Jahr in die „smarte“ Ausleuchtung und für stabile Fensterzahlen gesorgt.

Auch zum diesjährigen Advent wurden vom Amt für Stadtmarketing traditionell einige neue Souvenirs entwickelt. Auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung wird die Serie der Christbaumkugeln um eine grüne mit silberner „Skyline“ ergänzt. Diese ziert auch den diesjährigen Jülicher Schokoladenadventskalender – wie immer nachhaltig hergestellt, also komplett aus Karton und plastikfrei, so dass er nach dem Verzehr der fair produzierten Schokolade im Altpapier entsorgt werden kann. Die in Jülich ansässige Zuckerfabrik Pfeifer & Langen und die Wellpappenfabrik Smurfit Westrock haben dazu passend das Sponsoring übernommen.

Eine neue Serie von nachhaltig produzierten Artikeln mit viel Kork und Edelstahl wird zum Start des Weihnachtsmarktes verfügbar sein: Trinkflasche, Isolierkanne und Trinkbecher in schwarzem Edelstahl mit Korkboden und silberner „Skyline“. Ebenso personalisiert mit den Jülicher Sehenswürdigkeiten sind ein Kork-Schlüsselanhänger und sogar ein Kork-Regenschirm. Wer ist lieber klassisch mag, für den gibt es ab diesem Jahr auch einen Taschenschirm – natürlich auch mit reflektierender „Skyline“. Ein neues edles Schreibset mit Kugelschreiber und Tintenroller in einem Kork-Etui sind ein immer passendes und hochwertiges Souvenir. All diese neuen Produkte konnten angeschafft werden, weil die Stadtentwicklungsgesellschaft statt traditionell in das Bühnenprogramm wieder in die Entwicklung neuer Souvenirs investiert hat.

Pünktlich zum Start des Weihnachtsmarktes wurden zudem ein neuer Artikel bestellt, der nicht nur als Weihnachtsgeschenk, sondern das ganze Jahr Freude bringt: der neue „Null-Euro-Schein“, ein mittlerweile in vielen Städten verfügbares und beliebtes Souvenir.

Erhältlich sind diese natürlich auch auf dem Jülicher Weihnachtsmarkt, auf dem die Stadt Jülich wieder mit einer eigenen Weihnachtshütte vertreten ist. Wer anderen eine besondere Freude machen möchte, kann dort auch eines der bereits bewährten Souvenirs der Stadt Jülich kaufen. Auch die Dauerkarten-Gutscheine für den Brückenkopf-Park, die traditionell am Stand der Stadt Jülich auf dem Weihnachtsmarkt verkauft werden, können auf diesem Weg erworben werden.  Die Sparkasse Düren und das Medienhaus Aachen sorgen dafür, dass an der Hütte den Kindern mit Süßigkeiten erfreut und die erworbenen Souvenirs in weihnachtlichen Verpackungen nach Hause transportiert werden können.

In der Weihnachtshütte wird jedoch nicht nur verkauft, sondern auch informiert. Dort vertreten sind täglich wechselnd viele städtische Einrichtungen, Vereine und Institutionen, um sich den Bürgern und Besuchern der Stadt zu präsentieren. Mit dabei sind ein Lions-Club, das Kulturbüro und der Zooverein, das Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen und der Brückenkopf-Park, die Caritas und die Verkehrswacht, der Sozialdienst katholischer Frauen und der Tierschutzverein Samt, die Stephanusschule, das THW und der Arbeitskreis Asyl, das Stammhaus und der Kulturbahnhof und der Bürgerbus, das DRK, der Seniorenbeirat und die Schulsozialarbeit. Sie alle präsentieren sich und zeigen so, dass die Stadt Jülich vielfältiges Engagement in zahlreichen Bereichen zu bieten hat.

Der Jülicher Kunstverein beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Jülich im Advent“. Zwölf Fotografinnen und Fotografen aus den Reihen des Kunstvereins zeigen im Hexenturm als Jahresgaben Fotografien zu unterschiedlichen Themen. Geöffnet: Jeweils Sa/So, 11:00 bis 17:00 Uhr am 3. und 4. Advent

Wiederholt wird in diesem Jahr auch die in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich durchgeführte besondere Aktion: Die Stadt Jülich hat mit Unterstützung durch indeland und Werbegemeinschaft (nicht nur) weihnachtliche Souvenirs in einen virtuellen Adventskalender gepackt und wird ab dem 1. Dezember jeden Tag ein oder mehrere Souvenirs verlosen. Unter www.juelich.de/advent ist der Adventskalender mit all seinen Preisen hinter den Türchen abgebildet. Die Gewinner werden unter den jeweils an dem entsprechenden Tag eingegangenen Emails an adventskalender@juelich.de ausgelost – nicht nur für Jülicher eine überraschende Aktion zur Adventszeit.

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Wünsche erfüllen – Aachener Wunschzettel-Weihnachtsbaum im Rathaus-Foyer

Aachen – Bis unter die Decke ragt die imposante Nordmanntanne im Foyer des Aachener Rathauses. Festlich geschmückt ist sie dieses Jahr mit goldenen Sternen und Kugeln. In schöner und bewährter Tradition schmücken zusätzlich 317 bunte Wunschzettel den Baum. Denn es ist wieder soweit: Seit Freitag, 22. November, können wieder Kinderwünsche vom Wunschzettel-Weihnachtsbaum „gepflückt“ und erfüllt werden. Seit 2008 steht dieser in der Weihnachtszeit im Aachener Rathaus. Auf den bunten Zetteln sind also zum 17. Mal Weihnachtswünsche von Kindern und Jugendlichen, die in verschiedenen Aachener Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben, auf den Wunschzetteln formuliert.

„Wie jedes Jahr freue ich mich sehr auf diesen Tag und bin sicher, dass die Aktion genauso erfolgreich wird, wie die letzten Male. Der Wunschbaum ist eine wunderbare Gelegenheit, dass Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen und den Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen“, freut sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen zum Auftakt der diesjährigen Aktion. Alle Aachener Bürger*innen können jetzt Kinder mit einer Weihnachtsfreude ein wenig unterstützen, indem sie sich einen Wunschzettel vom Baum nehmen.

Wer sich einen Wunschzettel vom Baum nimmt hat bis zum 13. Dezember um 16 Uhr Zeit, die weihnachtlich verpackten Geschenke mit dem dazu gehörenden Wunschzettel wieder ins Rathaus zurück zu bringen. So bleibt noch genügend Zeit, die Päckchen und Pakete pünktlich den Kindern und Jugendlichen der drei Einrichtungen Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid, Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand sowie Maria im Tann – Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zukommen zu lassen und am Heiligen Abend den Kindern eine Freude zu machen.

Die Kinderwünsche sind wie jedes Jahr bunt gemischt: Von Bastelsets über Sportartikel, Kuscheltiere, Duplo- oder Lego-Steinen, Puzzles bis hin zu Kosmetik oder Einrichtungsgegenständen und Haushaltsartikeln für die erste eigene Wohnung ist alles dabei. Auch ungewöhnliche Wünsche wie eine Säge oder ein Hammer, Jahreskarten für den Tierpark sowie ein großer Teddybär stehen auf den Karten. Viele der Jugendlichen wünschen sich auch Gesellschafts-Spiele, Bücher oder Gutscheine für Buchhandlungen. Gutscheine sind insgesamt häufig dabei, diese erzeugen für die Jugendlichen und Kinder ein besonderes, und vielleicht nicht so selbstverständliches, „Shopping-Gefühl“. Die Vielfalt der Wünsche ist grenzenlos – und ein wenig Demut erfüllt einen bei einem so simplen Wunsch wie „buntes DinA4-Papier zum Basteln“.

Warme Kleidung benötigt

Im Rahmen des Auftakts der Wunschzettel-Aktion berichtet das Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid erneut, dass die Kleiderkammern leer sind. Es fehlt gerade in der kalten Jahreszeit an warmer Kleidung. Konkret benötigt wird Winterbekleidung wie zum Beispiel Mützen, Schals, Mäntel, Jacken und Schuhe. Die Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Aachen Brand würde sich über Skihandschuhe für Kinder und Jugendliche freuen.

Deshalb bittet Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen alle Aachener*innen, Winterkleidung zu spenden.

Kontaktaufnahme für Spenden bitte nur direkt an die Einrichtung:

Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid / Ev. Frauenverein Aachen von 1850 – Branderhofer Weg 14, 52066 Aachen

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„Augen auf“ lautet die Empfehlung der Produktprüfer von DEKRA für den weihnachtlichen Kerzenkauf

Region/Stuttgart – Beim Kauf auf geprüfte Produkte mit RAL-Gütezeichen achten – Selbstverlöschende Kerzen verringern Brandgefahr – Die Experten raten davon ab, bei Schnäppchenpreisen blind zuzugreifen. Bei ungeprüften Produkten bestehe die Gefahr, bedenkliche Konzentrationen gesundheitsgefährdender Substanzen freizusetzen. Bei Kerzen minderer Qualität ist außerdem mit schnellem, ungleichmäßigem Abbrennen und damit erhöhter Brandgefahr zu rechnen.

Wachskerzen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Rund 30 Prozent der Menschen in Deutschland möchten auf das stimmungsvolle Licht echter Wachskerzen nicht verzichten, ergab eine DEKRA Befragung vor einigen Jahren. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2023 rund 163.000 Tonnen Kerzen verbraucht, so der Europäischen Kerzenverband ECMA. Pro Kopf bedeutet das einen Verbrauch von durchschnittlich 1,94 Kilogramm im Jahr.

Die Rohmaterialen machen‘s

Allerdings, nicht alle Produkte sind ein Anlass zur Freude. „Die Qualität von Wachskerzen hängt im Wesentlichen von den verwendeten Rohmaterialien ab“, erklärt Volker Albrecht, Leiter des DEKRA Kerzenlabors. Wird an Grundstoffen wie Paraffin, Farben oder Lacken gespart, können Kerzen zu schnell oder ungleichmäßig abbrennen, auslaufen, zu stark rußen oder bedenkliche Konzentrationen an umwelt- und gesundheitsschädlichen Substanzen freisetzen, zum Beispiel PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), Schwefeldioxid oder Schwermetalle.

RAL-Gütezeichen gibt Sicherheit

Die Experten von DEKRA empfehlen daher, beim Kauf auf das RAL-Gütezeichen zu achten, das von der Gütegemeinschaft Kerzen nach umfangreichen neutralen Prüfungen in einem neutralen Labor wie DEKRA vergeben wird. Das Siegel ist an einer stilisierten Kerze als Symbol zu erkennen. Geprüft wird, ob der jeweilige Kerzentyp die RAL-Bestimmungen einhält: vor allem, ob er gleichmäßig abbrennt und nicht zu stark rußt. Weiter wird geprüft, ob die vom Hersteller verwendeten Kerzenrohstoffe, Farben und Lacke den festgelegten Reinheits- und Qualitätsanforderungen entsprechen. Denn hiervon hängt letztlich ab, welche Schadstoffe beim Abbrennen entstehen.

Selbstverlöschende Kerzen verringern Brandgefahr

„Wer sich an diesem Gütezeichen orientiert, hat die Sicherheit, qualitativ hochwertige Kerzen vor sich zu haben“, erklärt DEKRA Experte Albrecht. „Das RAL-Gütezeichen ‚Kerzen‘ steht auch für eine lückenlos nachvollziehbare Lieferkette, da die Hersteller nur ausgewählte, hochwertige und schadstofffreie Rohstoffe verwenden dürfen.“ Albrecht empfiehlt generell Kerzen, die selbstverlöschend konzipiert sind. Diese setzen die Brandgefahr in der Wohnung deutlich herab.

Tipps für mehr Freude und Sicherheit

Auch die Verbraucher und Verbraucherinnen können dazu beitragen, die Belastung der Raumluft durch schädliche Stoffe gering zu halten:

  • Immer wieder den Raum lüften, besonders dort, wo viele Kerzen über längere Zeit brennen und wo Duftkerzen verwendet werden.
  • Hilfreich ist auch Kerzenpflege: das heißt, den Docht zu kürzen, wenn er zu lang wird und die Kerze zu rußen beginnt.
  • Bei flackernden Kerzen hilft es meist, den zu hohen Rand auf 10 bis 15 Millimeter zurückzuschneiden.
  • Ratsam ist auch, die Brennschüssel sauber zu halten.

DEKRA Experte Albrecht hat noch einen Tipp parat: „Wer Freude an Kerzen haben will, sollte außerdem die Herstellerinformationen auf Verpackung oder Etikett beachten und auch umsetzen.“

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„Bestattungs- und Friedhofskultur weiter im Umbruch“ – Letzte Ruhe in Kallmuth

Mechernich – „Die Bestattungskultur ändert sich drastisch und rasant“, konstatiert Silvia Jambor, die unter anderem für das Friedhofswesen zuständige Fachbereichsleiterin der Stadtverwaltung Mechernich: „Der Trend geht weiterhin verstärkt zur Urne und in den Wald.“ Gab es im Jahr 2000 im Stadtgebiet noch 231 Sargbestattungen und 27 Urnenbegräbnisse, so hat sich das Verhältnis gedreht. 2022 gab es 63 Sarg- und 190 Urnenbestattungen.

Das klassische Familiengrab und Reihengräber werden immer seltener mit verstorbenen Angehörigen belegt, Lebende wünschen sich selbst nach ihrem Tod zunehmend Bestattungsformen unter Bäumen, am liebsten direkt im Friedwald, Ruheforst oder Gotteswald. „Auch ringförmig um Bäume gelegte Urnengräber mit Gedenktafeln an die Verstorbenen, über die die Bauhofarbeiter mit dem Rasenmäher fahren können, genießen zunehmend Beachtung“, so Jacky Langhanke, die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin für das Friedhofswesen.

Hauptgrund für die Entwicklung sei die Sorge um die Grabpflege durch die Nachkommen. Selbst wenn die Verstorbenen selbst die Gräber ihrer Ahnen zu Lebzeiten jahrzehntelang gepflegt haben: Den eigenen Nachkommen will kaum jemand zumuten, 30 Jahre Unkraut zu jäten, Blumen zu pflanzen und Kerzen anzuzünden.

Gesellschaftliche Veränderungen

„Die Stadtverwaltung Mechernich kann die Trends im gesellschaftlichen Wandel nicht ignorieren“, so Fachbereichsleiterin Silvia Jambor: „Natürlich entwickeln wir neue Bestattungsformen wie das Urnengrab unter Bäumen.“ Zum Beispiel im ökologischen Friedhofswald auf dem Gelände des Kallmuther Friedhofs. „Dort kann man sich auch anonym bestatten lassen“, so der Kallmuther Ortsbürgermeister Robert Ohlerth, der sich vehement für den Friedhofswald im Dorf eingesetzt hat.

„Das mit der Anonymität ist nicht ganz zutreffend“, so Fachbereichsleiterin Silvia Jambor: „Man kann sein Grab unterm Baum mit einem Namenschild versehen lassen, muss es aber nicht. Was im Ergebnis dazu führt, dass die namenslose Grabstätte für Dritte nicht ohne weiteres auffindbar ist: „Anonym ist das aber nicht, die Friedhofsverwaltung weiß genau, wer wo liegt.“

Robert Ohlert sagte den Medien bei Etablierung des neuen Gemeinschaftsbaumsystems für Familien, Vereine und Freundeskreise auf dem Kallmuther Friedhof, er wolle verhindern, dass Angehörige ihre Verstorbenen weit außerhalb des Dorfes in kommerziellen Friedwäldern bestatten müssten. Ohlerth ist davon überzeugt, dass das Experiment Friedhofswald Anklang in der Bevölkerung findet, auch über Kallmuth und die Pfarrei St. Georg hinaus.

Man kann sich dort wie in den bisherigen Urnengräbern unter Bäumen einzeln, als Paar und mit anderen bestatten lassen. Familien können ganze Bäume für sich in Anspruch nehmen, unter denen bis zu acht Urnen Platz finden. „Theoretisch können sich auch andere Personengruppen zusammentun, um später einmal unter Gemeinschaftsbäumen ihre gemeinsame letzte Ruhe zu finden“, so Jacky Langhanke.

5200 Euro für Familienbaum

Beispielsweise Feuerwehren oder Vereine, so die Fachbereichsleiterin. „Oder auch Freundeskreise und Nachbarschaften“ wie Ortsbürgermeister Robert Ohlerth dem Mechernicher „Bürgerbrief“ sagte. „Man muss diese Mehrfachgrabstellen dann allerdings auch en bloc erwerben, auch wenn sie erst später und nach und nach belegt werden“, so Silvia Jambor. Ein Familienbaum für bis zu acht Urnen kostet 5200 Euro, ein Urnengrab unterm Gemeinschaftsbaum 2000 Euro.

Reihengräber in städtischer Pflege kosten 1800 Euro. Urnenreihengräber unter Bäumen in städtischer Pflege 1900 Euro. Für Wahlgrabstätten müssen 1800 fürs Einzelgrab und 2800 Euro fürs Doppelgrab entrichtet werden. Für eine Sechsergrabstätte verlangt die Kommune 6800 Euro. Der Samstagszuschlag für Beisetzungen am Wochenende beträgt 100 Euro.

Trauer und Trennung werden heute nicht mehr jahrelang durch Gottesdienste, Riten und Bräuche begleitet, so die Erfahrung von Geistlichen und Bestattern im Stadtgebiet, sondern mehr und mehr unter Entsorgungs-Gesichtspunkten.

Bereits länger gibt es Urnenreihengräber und Gräber unter Bäumen in städtischer Pflege. „Allerheiligen bis Ostern ist Grabschmuck erlaubt“, stellt Jacky Langhanke vom Friedhofsamt klar: „Den Sommer über nicht.“ Viele Angehörige müssten das erst noch lernen. „Nach Ostern müssen die Gräber und Grabplatten abgeräumt werden“, so Silvia Jambor.

Aufs Aschefeld für 500 Euro

Es sei aufwändig, wenn die Bauhofmitarbeiter immer wieder vom Aufsitzmäher steigen müssten, um Vasen, Blumenschalen und Leuchten wegzuräumen. An den Urnengräbern unter Bäumen in Kallmuth verwiesen Jacky Langhanke und ihre Chefin Silvia Jambor auf ringförmige gepflasterte Flächen, auf denen Grabschmuck dauerhaft abgestellt werden kann, ohne den Bauhof zu behindern.

„Anonyme“ Bestattungen im Wortsinn sind auf den städtischen Friedhöfen nicht vorgesehen. Selbst das Verstreuen auf dem Aschefeld (Kostenpunkt 500 Euro) wird beim Friedhofsamt registriert, auch die Angehörigen wissen, wo die Asche hingekommen ist.

Bei einem Ortstermin auf dem Kallmuther Friedhof sagte Ortsbürgermeister Robert Ohlerth, dass er sich für möglichst vielfältige Beerdigungsformen einsetze: „In erster Linie für unsere Leute, aber auch für Menschen von außerhalb der Pfarre St. Georg.“ Wer nach der Beerdigung eine Kaffeetafel vor Ort arrangiert haben möchte, kann das  im örtlichen Bürgerhaus „Alte Schule“ haben. Interessenten wenden sich an ihn unter Tel. (0 24 84) 13 31, Handy (0 152) 53 26 12 51.