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Erste Wasserstoff-Lieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Deutschland eingetroffen

Region/Berlin – Die erste Wasserstoff-Testlieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist in Deutschland im Hafen Hamburg angekommen. Die Lieferung wurde während der Delegations-Reise von Bundesminister Robert Habeck am 21. März in Abu Dhabi vereinbart und ist ein wichtiger Schritt für den angestrebten Aufbau einer umfassenden Wasserstoffwertschöpfungskette zwischen Deutschland und den VAE.

Der von der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) gelieferte Wasserstoff wurde in Form des Wasserstoffderivats Ammoniak verschifft und dort von dem Logistikunternehmen Hamburger Hafen und Logistik AG umgeschlagen. Das gelieferte Ammoniak wird der Multimetallhersteller Aurubis für Testläufe zur klimaneutralen Umstellung der gasintensiven Kupferdrahtproduktion einsetzen, um somit langfristig den fossilen Brennstoff zu ersetzen.

Zwischen der Hamburger Hafen und Logistik AG und ADNOC wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Transportkette für Wasserstoff aus den VAE nach Deutschland zu testen.

Die Freie und Hansestadt Hamburg begleitet und unterstützt das Projekt der Testcargo-Lieferung beratend und organisatorisch. Die Pilotlieferung legt einen wichtigen Grundstein für die mittelfristigen Importe von dann auch grünem Wasserstoff.

Deutschland und die VAE arbeiten im Rahmen der im Jahr 2017 initiierten Emiratisch-Deutschen Energiepartnerschaft eng in den Bereichen Wasserstoff und erneuerbare Energien zusammen. Unter dem Schirm der Energiepartnerschaft wurde im November 2021 zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Politik, eine Bilaterale Task Force für Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe gegründet.

Deutschland will mit Wasserstofflieferungen den steigenden Wasserstoffbedarf decken, der von der Bundesregierung für 2030 auf 90 bis 110 TWh geschätzt wird.

Der Container wird in naher Zeit durch Dr. Sultan Al Jaber, Minister für Industrie und Hochtechnologie der Vereinigten Arabischen Emirate und ADNOC Vorstandsvorsitzender an Bundesminister Habeck übergeben. Zu diesem Termin werden wir noch rechtzeitig informieren.

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Diakone treffen sich im Kloster Maria Laach

Maria Laach – Im Bistum Trier gibt es rund 190 Ständige Diakone, 35 Hauptberufliche und 103 mit Zivilberufen sowie Ruheständler. Viele von ihnen sind verheiratet, haben Kinder und Enkel. Mehrmals im Jahr treffen sie sich, meist in regionalen Gruppen. Anfang September hatten die derzeitigen Sprecher des Diakonenkreises Koblenz, Michael Kremer und Sebastian Mählmann, rund 60 Diakone aus dem gesamten östlichen Teil des Bistums von Bad Kreuznach bis Betzdorf mit ihren Familien nach Maria Laach eingeladen.

Zusammen feierten die Diakone und ihre Familien Gottesdienst mit dem Ordensoberen der Benediktinerabtei Maria Laach, Pater Petrus. Im Anschluss ging es in die renovierte Jesuitenbibliothek der Abtei, wo der Ordensobere die Geschichte der Laacher Mönche Revue passieren ließ. Abteiorganist Gereon Krahforst lud anschließend zu einer Orgelmatinee ein. Am Nachmittag wurden eine allgemeine Klosterführung, Spiele und eine Schnitzeljagd angeboten.

Info:

Diakone arbeiten beispielsweise in sozialen Brennpunkten, sind bei der Caritas als Schuldnerberater tätig, kümmern sich um Obdachlose und geflüchtete Menschen, unterhalten Tafelprojekte, sind in Krankenhäusern und Hospizen tätig, sorgen sich seelsorglich um Gefangene – um nur einige Beispiele zu nennen. Sie dürfen auch Sakramente spenden, etwa Taufen oder Paaren bei der Trauung assistieren. Traditionell engagieren sie sich in der Krankenkommunion oder übernehmen Predigtdienste und Beerdigungen, wobei sie auch Sterbende und trauernde Angehörige und Freunde begleiten. (red)

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Wirtschaft

Rege Beteiligung beim Zukunftsforum der „Smarten Region MYK10“

Region/Mayen-Koblenz – Im Dezember wird der Kreistag Mayen-Koblenz die Strategie der „Smarten Region MYK10“ freigeben. Diese legt den zentralen Rahmen und die Investitionsfelder für die (digitale) Transformation des Landkreises bis in die 2030er-Jahre hinein fest. Mit dem Zukunftsforum, das jetzt in der Sayner Hütte stattgefunden hat, biegt Mayen-Koblenz auf die Zielgerade in Richtung Fertigstellung der Strategie zur „Smarten Region MYK10“ ein. Rund 200 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, um die digitale Zukunft des Landkreises Mayen-Koblenz mitzugestalten.

„Die Digitalisierung der Gesellschaft, die sich durch alle unsere Lebensbereiche durchzieht, ist für uns im Landkreis ein Mega-Thema, bei dem sich der hohe Einsatz lohnt – und zwar nicht erst seit den Erfahrungen der Pandemie“, sagte die Kreisbeigeordnete Judith Lehnigk-Emden in Vertretung des Landrates in ihrer Begrüßungsrede. „Das erklärte Ziel ist der ,smarte Landkreis Mayen-Koblenz‘“, so die Kreisbeigeordnete weiter. Was jedoch so einfach klingt, sei eine Herkules-Aufgabe. Schließlich gehe es um nicht weniger als die strategische und manchmal sogar visionäre Ausrichtung der gesamten Region. „Wir wollen, dass unsere Region die unfassbar großen Herausforderungen der Digitalisierung als Chancen für die bestmögliche eigene Weiterentwicklung begreift und dann auch tatsächlich nutzt“, betonte Judith Lehnigk-Emden.

Im Mittelpunkt des Zukunftsforums stand die erstmalige öffentliche Präsentation sowie die anschließende Diskussion des Strategieentwurfs. Herzstück der Strategie sind drei Zielbilder, sozusagen Fenster in eine mögliche Zukunft für einen lebenswerten Landkreis, die aus Zielen und Lösungsansätzen bestehen:

  • Zielbild 1: MYK verändert sich

Die Smarte Region gestaltet aktiv den Wandel

  • Zielbild 2: In MYK gut von A nach B kommen

Die Smarte Region entwickelt Mobilität und Infrastruktur innovativ weiter

  • Zielbild 3: MYK vernetzt Menschen

Die Smarte Region schafft Gemeinwohl und fördert das Miteinander

„Gemeinsam mit den Teilnehmenden des Zukunftsforums haben wir intensiv die einzelnen auf die jeweilige Zukunftsvision ausgerichteten Zielen sowie die dazugehörenden Lösungen diskutiert. Die Beteiligung war sehr gut und es haben sich neue Aspekte aufgetan, die wir jetzt in die Überarbeitung des Entwurfs der Strategie einfließen lassen können“, erläutert Sonja Gröntgen, CDO und MYK10-Beauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz, die höchst zufrieden mit der Beteiligung beim Zukunftsforum ist.

Wer seine Expertise als Bürger von Mayen-Koblenz noch in die Überarbeitung des Strategieentwurfs einbringen möchte, hat noch bis zum 20. Oktober die Gelegenheit dazu. Neben der Möglichkeit sich online unter www.myk10.de zu beteiligen, finden noch einige letzte Vor-Ort-Dialoge im Landkreis statt. Hier die Termine im Überblick:

  • Sonntag, 18. September von 11 – 16 Uhr: Pellenzer Lehrstellen- und Informationsbörse an der IGS Pellenz in Plaidt
  • Sonntag, 25. September von 10 – 17 Uhr: Verbandsgemeinde-Wandertag der VG Rhein-Mosel am Schottel-Parkplatz in Spay
  • Samstag, 1. Oktober von 12 – 20 Uhr: 4. Bendorfer Craft Festival am Bendorfer Kirchplatz
  • Sonntag, 16. Oktober von 13 – 18 Uhr: Verkaufsoffener Sonntag in der Mayener Marktstraße

Hintergrund

Der Landkreis Mayen-Koblenz ist eines der im Jahre 2020 ausgewählten deutschlandweiten „Modellprojekte Smart Cities“ des damaligen Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (heute Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung Bauwesen) sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Unter dem Titel „Smarte Region MYK10“ werden hier vor Ort mithilfe dieser Förderung bis Ende 2027 zukunftsweisende analoge und digitale Strategien sowie Lösungen für alle Daseinsbereiche entwickelt und erprobt.

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Erfahrene Killer und Krimi-Debütanten – Wie sehen Neulinge die Eifel?

Hillesheim/Mechernich – Anlässlich des Medienfestivals „Tatort Eifel“ ist in Ralf Kramps KBV-Verlag der achte Band der gleichnamigen Eifel-Krimi-Anthologie erschienen. Soeben ist der achte Band der Krimireihe „Tatort Eifel“ im Hillesheimer KBV-Verlag des aus der Mechernicher Ecke stammenden Verlegers, Karikaturisten und Krimiautors Ralf Kramp erschienen. Und zwar begleitend zum gleichnamigen Krimi-Medien-Festival, das dieses Jahr vom 16. bis 24. September im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel in Daun stattfindet.

In dem Buch findet sich eine vielfältige Mischung brandneuer Geschichten aus der Feder bekannter Autoren und vielversprechender Newcomer, darunter die sechs besten Stories von Bewerbern um den „Deutschen Kurzkrimi-Preis“, der immer im Zusammenhang mit „Tatort Eifel“ ausgelobt wird.

Aber auch hartgesottene literarische Berufskiller sind mit brandgefährlichen neuen Geschichten mit von der Partie, darunter Carsten Sebastian Henn, Andrea Revers, Herbert Pelzer, Elke Pistor, Andreas J. Schulte, Andrea Neven, Dr. Stefan Barz und Ralf Kramp.

In einem Interview sagte Letzterer als Herausgeber der bislang acht Tatort-Bände, dass die sechs Finalisten des Deutschen Kurzkrimi-Preises alle zwei Jahre von einer unabhängigen Jury ausgesucht und gekürt würden.

Wie sehen Neulinge die Eifel?

Kramp: „Diese Beiträge haben stets den Schauplatz Eifel, und es sind fast immer Newcomer, die bisher erst wenige oder noch gar keine Texte veröffentlicht haben. Für mich als Herausgeber ist es besonders spannend, wie die Sicht dieser Neulinge auf die Eifel und das Thema Krimi ist.“

Und weiter: „Besonders stolz bin ich immer, wenn hier eine literarische Karriere ihren Anfang nimmt, so wie zum Beispiel vor einigen Jahren bei der wunderbaren Melanie Raabe, deren Bücher mittlerweile auf den Bestsellerlisten zu finden sind…“

Aber auch auf seine längst etablierten Eifelkrimikollegen seit immer Verlass: „Da wird stets erstklassige Qualität geliefert. Zumeist sind es Geschichten mit viel schwarzem Humor, das liebe ich besonders. Man möchte ja eigentlich keine Geschichten einzeln hervorheben, aber mit Herbert Pelzer taucht dieses Mal ein neuer Name in der Riege der »üblichen Verdächtigen« auf, der eine finstere, hochliterarische Story beigesteuert hat, die sich sehr authentisch um eine Eifeler Dorfkneipe rankt…“

Der KBV-Verlag schreibt: „Auf über 230 Seiten bekommt man ein unglaublich abwechslungsreiches Potpourri an Kriminalgeschichten präsentiert. Von hart bis zart ist alles dabei, von nostalgisch bis hochaktuell, von quietschkomisch bis abgrundtief düster. Man kann sich die Reihenfolge selbst zusammenstellen . . .“

Tatort Eifel 8: Ralf Kramp (Hg.), Taschenbuch, 250 Seiten, ISBN 978-3-95441-624-4, 14 Euro

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Wirtschaft

IHK-Vollversammlung Aachen warnt – Energiekosten bedrohen Existenzen

Aachen – Das Parlament der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen richtet sich mit einem eindringlichen Appell an die Abgeordneten des deutschen Bundestages aus der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg. In ihrer Erklärung warnen die Unternehmerinnen und Unternehmer vor den Folgen der rasant gestiegenen Energiekosten für die heimische Wirtschaft: „Es droht ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen, nicht nur in energieintensiven Unternehmen“, warnt IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel: „Neben der Gefahr einer weiter steigenden Inflation im Inland verlieren exportorientierte Unternehmen zunehmend ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland, wo Energie meist deutlich günstiger ist.“

IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel warnt vor den Folgen der rasant steigenden Energiekosten für die heimische Wirtschaft.
Foto: IHK-Aachen / Andreas Herrmann

Die Folgen dieser Fehlentwicklung sind fatal: Aufträge können nur noch unter Verlusten abwickelt werden. Einige Unternehmen stoppen bereits ihre Produktion, weil sie nicht mehr wirtschaftlich ist. Deshalb fordern die Unternehmerinnen und Unternehmer von den für ihre Wahlkreise zuständigen Politikerinnen und Politikern, „alle Steuern und Abgaben auf ein gesetzlich erforderliches Mindestmaß zu reduzieren, wenigstens für die kommenden sechs Monate.“ Nur so könne die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region gewährleistet werden, heißt es in dem gestern Abend von der Vollversammlung der IHK Aachen einstimmig verabschiedeten Appell.

Zu ihrer Sitzung in Düren hatte die Vollversammlung Bernd Lohmann geladen. Der Abteilungsleiter Netzführung bei der Regionetz GmbH aus Aachen gab einen Überblick über die derzeitige Situation des hiesigen Energiemarktes aus Netzbetreibersicht. Aus seiner Sicht ist es äußerst wichtig, bei allen Beteiligten – regionale Netzbetreiber, Kunden und Kommunen – ein einheitliches Verständnis der technischen Situation und der möglichen Szenarien zu schaffen, um in einer Gasmangellage optimal agieren zu können. Bei allen akuten und potenziellen Problemen plädiert Lohmann für Detailbetrachtungen – und gibt zumindest in einem Punkt Entwarnung: „Die zwingende Verknüpfung zwischen Gasmangellage und großflächigem Stromausfall existiert in dieser Form nicht.“

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Wirtschaft

Besteuerung von Photovoltaik-Anlagen – Mehr machen – Weniger Bürokratie

Region/Düsseldorf – Bundesregierung setzt im Jahressteuergesetz Forderungen von Nordrhein-Westfalen und weiteren Ländern für Steuererleichterungen und Bürokratieabbau um. Das Ministerium der Finanzen NRW teilt mit: Bereits im November 2021 hatte sich der Bundesrat dafür ausgesprochen, steuerliche Hürden bei Anschaffung und Betrieb kleiner Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlage) abzubauen. Niemand soll allein deshalb zum Steuerberater müssen, weil er mit einer Photovoltaik-Anlage einen Beitrag zur Energiewende leistet. Dieses Anliegen beabsichtigt die Bundesregierung nun mit dem Jahressteuergesetz 2022 umzusetzen, das heute vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht wurde.

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk, Hessens Finanzminister Michael Boddenberg, Baden-Württembergs Finanzminister Dr. Danyal Bayaz, der bayerische Finanzminister Albert Füracker und die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold erklärten: „Es freut uns sehr, dass sich nun auch die Bundesregierung dieses wichtigen Themas annimmt. Gemeinsam können wir durch Vereinfachung und Verzicht auf Steuerbürokratie diejenigen unterstützen, die für Klimaschutz und Energieunabhängigkeit aktiv werden.“

Minister Dr. Marcus Optendrenk ergänzt: „Photovoltaikanlagen leisten einen praktischen Beitrag für eine zuverlässige, unabhängige und nachhaltige Energieversorgung. Mehr machen, weniger Bürokratie – darum geht es jetzt.“

Bei der Ertragsteuer greift der Bund den Appell der Länderkammer auf, den Betrieb kleiner Photovoltaik-Anlagen gesetzlich steuerfrei zu stellen. Profitieren sollen Anlagen auf Einfamilienhäusern bis 30 Kilowatt (peak). Bei Mehrfamilienhäusern und gemischt genutzten Häusern liegt die Grenze bei 15 Kilowatt (peak) pro Wohn- oder Gewerbeeinheit. Bisher gibt es lediglich für Anlagen bis 10 Kilowatt (peak) eine Vereinfachungsregel. Aus Sicht der Länder war dies deutlich zu wenig angesichts der Leistung moderner Anlagen.

Hinzu kommen Erleichterungen bei der Umsatzsteuer. Auch dafür hatten sich zuvor einige Länder ausdrücklich stark gemacht und auf eine Berücksichtigung im Jahressteuergesetz gedrängt. Änderungen im EU-Recht machen es nun möglich, Photovoltaik-Anlagen künftig ohne Umsatzsteuer liefern und installieren zu lassen. Insbesondere private Betreiberinnen und Betreiber können ihre neue Anlage so günstiger – nämlich zum Nettopreis – erwerben.

Zwar ist es schon bisher auch bei privaten Photovoltaik-Anlagen möglich, sich die im Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer vom Finanzamt erstatten zu lassen. Das bringt aber vergleichsweise viel Bürokratie mit sich. Betreiberinnen und Betreiber müssen sich beim Finanzamt als „normale“ Unternehmer registrieren, den von ihnen selbst verbrauchten oder ins Netz eingespeisten Strom ihrem Finanzamt laufend melden und versteuern. Künftig bleibt dies den Betreiberinnen und Betreibern erspart. Sie können nun ohne finanzielle Nachteile die sogenannte Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, nach der ihre Umsätze ohne steuerliche Folgen bleiben.

„Wenn uns die EU solche Erleichterungen ermöglicht, müssen wir diese Spielräume auch nutzen. Indem wir auf diesem Weg die private Gewinnung von Solarenergie vereinfachen, setzen wir Anreize für den weiteren Ausbau. Gleichzeitig entlasten wir nicht nur Betreiberinnen und Betreiber, sondern auch die Finanzverwaltung“, zeigten sich die Ministerin und die Minister zufrieden und blickten gleichzeitig nach vorne: „Im weiteren Verfahren gilt es nun gemeinsam sicherzustellen, dass mit dem Jahressteuergesetz die Potenziale zum Bürokratieabbau auch tatsächlich ausgeschöpft werden.“

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Top-Events

Krimifestival „Tatort Eifel“ startet am Freitag 16. September mit der original Big Band der Erfolgsserie „Babylon Berlin“

Daun – Am Freitag, 16. September ist es endlich wieder so weit: nach der pandemiebedingten Pause startet die elfte Ausgabe des Krimifestivals „Tatort Eifel“. Bis zum 25. September bietet das in dieser Form bundesweit einzigartige Festival im Landkreis Vulkaneifel erneut ein abwechslungsreiches Programm für Krimiliebhaber:innen und Fachbesucher:innen. Zum Auftakt spielt das Moka Efti Orchestra, die original Big Band aus der preisgekrönten Serie „Babylon Berlin“. In der international erfolgreichen Serie versetzte das 14-köpfige Ensemble das Publikum im Berlin der 1920er Jahre in Ekstase.

Nun bringt die Band einen Hauch dieser Zeit nach Daun: Neben dem wild-hypnotischen Titelsong „Zu Asche, zu Staub!“ können sich die Gäste am Eröffnungsabend auf eine mitreißende Mischung von Blues über Klavier-Ragtime und Chansons bis zur opulenten Big Band Charleston-Nummer freuen. Mitte Oktober startet die vierte Staffel der auf einem Roman von Volker Kutscher basierenden Serie.

Nach dem Startschuss stehen rund 20 Lesungen auf dem Programm: von Filmpremieren und Krimilesungen bis hin zu interaktiven Krimishows. Auch zahlreiche prominente Gäste kommen in diesem Jahr wieder in die Vulkaneifel, darunter Silke Bodenbender, Elisabeth Herrmann, Hayal Kaya, Annett Renneberg, Andrea Sawatzki, Katharina Wackernagel, Joe Bausch, Tim Bergmann und Ulrich Noethen.

Höhepunkt des Festivals ist die Abendgala am 24. September mit der Verleihung des Filmpreises ROLAND. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr der österreichische Schauspieler Nicholas Ofczarek (u.a. „Der Pass“, „Die Ibiza-Affäre“) sowie der ARD-Mehrteiler „Das Geheimnis des Totenwaldes“. Darstellerin Silke Bodenbender sowie Mitglieder des Produktionsteams werden zur Preisverleihung auf dem roten Teppich in Daun erwartet; Nicholas Ofczarek kann den Preis leider nicht persönlich entgegennehmen. Der Filmpreis ROLAND zeichnet Produktionen und Persönlichkeiten aus, die dem Genre Kriminalfilm in inhaltlicher oder filmästhetischer Weise wesentliche neue Impulse gegeben haben.

Schauspieler Ulrich Noethen und das Produktionsteam gehen am 21. September bei der Premiere der neuen ZDF-Krimireihe „Wendland – Stiller und die Geister der Vergangenheit“ über den roten Teppich in Daun. „Seeland – Ein Krimi vom Bodensee“ (SWR und ARD Degeto für die ARD) wird am 23. September erstmals vor Publikum aufgeführt – in Anwesenheit von Hauptdarstellerin Hayal Kaya und dem Produktionsteam.

Die Bestsellerautorin Elisabeth Herrmann liest aus ihrem neuen Fall für Anwalt Vernau „Düstersee“ (20. September) und Schauspieler Tim Bergmann stellt den neuen Taunuskrimi der Bestsellerautorin Nele Neuhaus „In ewiger Freundschaft“ vor. In den ZDF-Verfilmungen der Krimireihe spielt Bergmann den Ermittler Oliver von Bodenstein (Eifel-Film-Bühne Hillesheim). Die sechs nominierten Beiträge für den „Deutschen Kurzkrimi-Preis“ präsentiert am 23. September u.a. die Schauspielerin Katharina Wackernagel. Sie liest aus der druckfrischen KBV-Anthologie „Tatort Eifel 8“. Die Preisträger:innen werden dann bei der Abendgala am 24. September im Forum Daun ausgezeichnet. Nicht nur mitfiebern und mitfeiern, sondern auch selbst mitraten kann das Publikum beim interaktiven Krimiabend „Fang den Mörder“ am 18. September im Rondell Gerolstein. Bei dieser besonderen Mischung aus Lesung und Schauspiel mit Susanne Pätzold (Preisträgerin des Deutschen Comedypreises und bekannt durch die ProSieben-Comedyshow Switch) und Comedian, Kabarettist und Bestsellerautor Marius Jung winkt als Auszeichnung für gute Kombinationsgabe ein eigener Krimipreis.

Auch die Filmbranche trifft sich wieder zur Fachkonferenz von „Tatort Eifel“. Drei Veranstaltungen des Fachprogramms am 21. September sind in diesem Jahr öffentlich: Johannes Kunz, Präsident des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz, spricht über Hass im Netz und die strafrechtliche Verfolgung, Kriminaldirektor Lothar Butzen stellt vor, mit welchen Phänomenen der mittleren und schweren Kriminalität sich die Polizei neben Mord und Totschlag beschäftigt und Kriminalhauptkommissar Torsten Michels gibt Einblick in die moderne, technikunterstützte Polizeiarbeit in Rheinland-Pfalz, bei der auch Drohnen, unbemannte Luftfahrtsysteme, zum Einsatz kommen.

Tickets und weitere Informationen unter: www.tatort-eifel.de

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„Fair steht dir“ – Größte Aktionswoche zu Fairem Handel startet – Kirchliche Verbände engagieren sich

Region/Trier/Koblenz/Saarbrücken – Am Freitag, 16. September, startet zum 21. Mal die „Faire Woche“ – die größte Aktionswoche zu fairem Handel in Deutschland. Auch viele kirchliche Verbände und Initiativen in Gemeinden beteiligen sich unter dem Motto „Fair steht dir – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ an der Fairen Woche, bei der sich in diesem Jahr alles um das Thema Textilien dreht. Kirchliche Gruppen wie das katholische Hilfswerk Misereor und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ laden zum Mitmachen ein und haben dafür unter www.faire-woche.de einen ökumenischen Gebetsentwurf und viele Gestaltungsideen etwa für Familiengottesdienste bereitgestellt.

Vom 16. bis 30. September gibt es bei bundesweit rund 2.000 Veranstaltungen die Gelegenheit, den Fairen Handel und die Vielfalt fair gehandelter Produkte kennen zu lernen. Darunter sind faire Frühstücke, Ausstellungen, Gottesdienste, Sportangebote, Informationsveranstaltungen mit Produzentenvertretern sowie Aktionen in Schulen, Kindergärten sowie auf Straßen und Plätzen. Das Forum Fairer Handel ist in Kooperation mit Fairtrade Deutschland und dem Weltladen-Dachverband Veranstalter der Fairen Woche, an der sich vielfältige Akteure beteiligen – von Weltläden, Eine-Welt-Gruppen und Schulen über Umweltgruppen und Verbraucherorganisationen bis hin zu Supermärkten und Gastronomen.

Das diesjährige Motto greift die Probleme der globalen Textilindustrie auf, die mit ihren oft undurchsichtigen Lieferketten anfällig für Menschenrechtsverletzungen und Umweltprobleme ist. Billig und massenhaft produzierte Mode, die so genannte „Fast Fashion“, die meist nach einer Saison wieder im Müll landet, erhöht den Druck auf Näherinnen im globalen Süden. Nicht zuletzt wurden viele Menschen auch durch den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch vor knapp neun Jahren wachgerüttelt, bei dem 1.100 Menschen starben. Das Unglück steht beispielhaft für die katastrophalen Zustände in den Textilfabriken.

Auch im Bistum Trier sind an vielen Orten Aktionen wie Faire Frühstücke und Informationsveranstaltungen geplant, so etwa in Neunkirchen. Dort wird das momentum die Faire Woche mitgestalten: Vom 23. September bis 1. Oktober informiert das Schaufenster auf der Bliespromenade zunächst über die kritischen Produktionsbedingungen in der Textilbranche und über Alternativem zum Tragen von fair produzierter Kleidung. Am Donnerstag, 29. September, um 16 Uhr wird die Bliespromenade dann selbst zum Laufsteg auf dem Model-Laien ihre Lieblingskleidungsstücke zusammen mit einer kleinen Geschichte präsentieren. Am Samstag, 1. Oktober, sind um 10 Uhr alle Interessierten herzlich zu einem fairen, „königlichen“ Frühstück eingeladen. Im Beisein der Königsfiguren aus der parallel gezeigten König*innenausstellung des Bonner Diakons Ralf Knoblauch im momentum darf von fairen und regionalen Snacks probiert werden. Ab 11 Uhr stellt dann ein Figurentheater den Zuschauern im momentum die Frage: „Wer ist hier wahrhaft königlich?” Der Eintritt ist frei. Während des Aktionszeitraums wird im momentum auch eine kleine Warenpalette an fair gehandelten Lebensmitteln wie Honig, Schokolade und Textilien zum Verkauf angeboten.

Mehr Informationen gibt es unter: www.momentum-nk.de                  (sb)

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Fahrzeuge und Ultraschallgerät für Rettungsdienst Nürburgring

Nürburg – Gerüstet für Einsätze auf und neben der Rennstrecke sowie in der Region. Die Mitarbeiter des DRK-Medical Service kümmern sich um die Bedürfnisse von vielen großen und kleinen Patienten. Ob Blessuren bei Veranstaltungsbesuchern, Verletzungen bei Rennfahrern oder verschiedene Notfall-Einsätzen in der Region: Das Team des modernen Rennstrecken-Krankenhauses ist das ganze Jahr lang im Einsatz und begleitet sogar Rettungshubschrauber-Einsätze im gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus.

Stehen vor dem neuen, umgebauten Unimog und dem Notarzteinsatzfahrzeug: Ingo Böder, Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, Ulrich Bergmann, DRK-Kreisgeschäftsführer, Armin Link, Leiter Rettungsdienst Nürburgring und Dieter Merten, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Adenau (v.l.n.r.) Foto: Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG

Durch die Anschaffung eines mobilen Ultraschallgerätes ist das DRK am Nürburgring für schnelle Diagnosen bei verunfallten Personen nun gleich doppelt gerüstet. Mit der Unterstützung der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG konnte ein zweites, mobiles Ultraschallgerät für das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) beschafft werden. Dieses kann durch eine schnellstmögliche Sonografie mit Darstellung auf dem Tablet-Bildschirm im Zweifel Leben retten. Die Auswertung am Einsatzort bringt gerade für die Wahl des möglichen Zielkrankenhauses wertvolle Erkenntnisse. Neben dem Einsatz auf und neben den Rennstrecken engagiert sich das DRK-Nürburgring mit der neuen Ausrüstung auch in der bestmöglichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger des Adenauer Landes und unterstützt bei Bedarf die Kollegen der DRK-Rettungswache Adenau, wenn diese nicht verfügbar sind.

Leistungsfähige Fahrzeuge für Einsätze bei Großveranstaltungen und in der Region
Neben dem Ultraschallgerät verfügt der DRK-Rettungsdienst am Nürburgring nun ebenfalls über einen modifizierten gelände- und watfähigen Unimog. Dieser kann im angrenzenden Offroadpark des Nürburgrings genauso eingesetzt werden, wie in den zahlreichen Campingbereichen im Rahmen von Großveranstaltungen. Der Unimog kann im Bedarfsfall auch kreisweit angefordert werden und so bei größeren Katastrophen unterstützen. Hierzu laufen Gespräche mit der Kreisverwaltung. Zur erweiterten Ausstattung des Fahrzeugs zählen ein Beatmungsgerät, ein EKG, Absaugung und Notfallrucksack, Schaufeltrage und Vakuummatratze. Bei Bedarf kann das Equipment um eine Schleifkorbtrage ergänzt werden.

Ebenfalls bei Großveranstaltungen am Nürburgring ist ab sofort der neue Einsatzleitwagen im Einsatz. Er steht – wie der Unimog – auch für regionale Einsätze bei Großschadensereignissen oder einem Massenanfall von Verletzten zur Verfügung. Das Fahrzeug ist ein Geschenk der Feuerwehr Ober-Ramstadt im Rahmen der Fluthilfe. Eine Abordnung aus Ober-Ramstadt brachte das Fahrzeug noch während der Flutkatastrophe in den Kreis zur Übergabe an den DRK-Rettungsdienst Nürburgring. Das Fahrzeug wurde in Eigenleistung des Teams mit modernster Technik neu ausgebaut.

Zudem unterstützten die Firma Stefan Manheller aus Meuspath bei der Neulackierung, die Firma Landstorfer in Bonn bei der Beklebung im DRK-Ring-Design und Alexander Krahe vom Kreisfeuerwehrverband Ahrweiler, der den Kontakt nach Ober-Ramstadt herstellte.

Insgesamt konnte das DRK-Nürburgring mit den Neuanschaffungen wichtige Bausteine in der medizinischen Versorgung am und rund um den Nürburgring gewinnen.

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Bischöfliche Akademie Aachen – Dr. Angela Reinders wird neue Direktorin

Aachen – Dr. Angela Reinders wird neue Direktorin der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen. Sie tritt zum 1. November 2022 die Nachfolge von Dr. Christiane Bongartz an, die zu Beginn diesen Monats als Programmbereichsleiterin an die Volkshochschule Aachen gewechselt ist.

Derzeit ist Angela Reinders Leiterin der Abteilung Personalentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat. „Ich freue mich darauf, an die Arbeit in der Bischöfllichen Akademie anzuknüpfen, sie als Netzwerkpartnerin für die Bildung in der Region weiterzuentwickeln und zu einem Ort zu gestalten, an dem Menschen sich gerne austauschen“, sagt Angela Reinders. Dr. Thomas Ervens, Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung, freut sich auf die neue Direktorin: „Ich bin sicher, dass der eingeschlagene Weg in der Bischöflichen Akademie mit der hohen Kompetenz und gewinnenden Art von Angela Reinders weitergeführt und profiliert werden kann. Sehr freue ich mich auf die neue Zusammenarbeit und wünsche ihr für den Start alles Gute und Gottes Segen.“

Angela Reinders, geboren 1965, hat 2016 ihren Dienst beim Bistum Aachen begonnen. Nach dem Studium der katholischen Theologie in Bonn arbeitete sie ab 1989 für mehr als zwei Jahrzehnte beim Bergmoser und Höller Verlag als Redakteurin, Lektorin und Produktmanagerin. Nach dem Diplom in Katholischer Theologie promovierte sie an der Universität Münster im Fach katholische Theologie über das Thema „Zugänge und Analysen zur religiösen Dimension des Cyberspace“. Beim Bistum Aachen arbeitete sie als Referentin für die Berufseinführung und Fortbildung des pastoralen Personals, seit 2020 leitet sie die Abteilung  Personalentwicklung. Zudem ist sie Mitglied der Innovationsplattform.
Christiane Bongartz hatte die Leitung der Bischöflichen Akademie 2018 übernommen.  „Ausdrücklich möchte ich mich bei Christiane Bongartz bedanken, dass sie in den vergangenen vier Jahren das Profil der Bischöflichen Akademie entscheidend weiterentwickelt hat“, betont Dr. Ervens.

Die Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen

Gegründet wurde die Bischöfliche Akademie 1953. Ihren Sitz hat sie an der Leonhardstraße 18-20 in Aachen. Die Einrichtung lädt ein zu Diskussionsrunden und bietet Veranstaltungen aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Theologie, Naturwissenschaften, Kunst oder Politik. Darüber hinaus ergänzen Veranstaltungen zur beruflichen Weiterbildung, zu Gesundheit und Lebensgestaltung das Angebot. Außerdem ist sie außerschulischer Lernort für Schülerinnen und Schüler.