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Gedenktafel erinnert in Alsdorf-Kellersberg an das große Wirken von Hans Berger

Alsdorf – Sein Wirken hat Spuren hinterlassen in Alsdorf. Große Spuren. Als Bundesvorsitzender der damaligen Industriegewerkschaft Bergbau und Energie (IGBE) hat Hans Berger erheblich dazu beigetragen, vielen Bergleuten nach dem Ende des Bergbaus 1992 in Alsdorf eine neue berufliche Heimat im Braunkohletagebau zu ermöglichen. Zehn Jahre lang – bis 1978 – hatte der 1938 in Alsdorf geborene Hans Berger mit seiner Familie in Kellersberg gewohnt. Dort – an der Ecke Graeserstraße und Husemannstraße – erinnert nun eine Gedenktafel an den im vergangenen Jahr Verstorbenen.

Gustl Rinkens hatte diese Tafel als Ideengeber auf den Weg gebracht und in Hans-Peter Thelen, dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden des Grube Anna Bergbauinformationszentrums, einen engagierten Mitstreiter gefunden. Die finanzielle Seite der Umsetzung der Tafel übernahm die Stiftung der Vivawest-GmbH.

Groß war der Kreis derer, die bei der Enthüllung der Tafel dem Leben und Wirken von Hans Berger gedachten. Auch seine Tochter Bettina Wintrich war mit weiteren Angehörigen angereist und bei ihrer Begrüßung sichtlich bewegt. „Es ist für mich ein sehr emotionaler Moment zu sehen, wie groß die Verbundenheit zu meinem Vater hier in Alsdorf bis heute ist.“ Der Sozialdemokrat und gelernte Bergmann Hans Berger, den es 1978 durch sein gewerkschaftliches Engagement von Alsdorf ins Saarland zog, wird in Alsdorf vielen unvergessen bleiben. Auch Bürgermeister Alfred Sonders. „Ich weiß noch gut, mit welch großer Freude ich ihm und Norbert Blüm im Dezember 2017 den Ehrenring der Stadt Alsdorf überreicht habe. Mit Recht hatte der Rat der Stadt seinerzeit einstimmig für diese Auszeichnung votiert!“ Gemeinsam mit dem damaligen Arbeitsminister Norbert Blüm hatte Hans Berger hatte seinen Vorschlag umgesetzt, das sogenannte Anpassungsgeld für Beschäftigte im Steinkohlebergbau auf Beschäftigte im Braunkohleabbau zu übertragen. Über ein Anpassungsprogramm konnten ältere Arbeitnehmer im Braunkohletagebau vorzeitig in den Ruhestand gehen und Bergleute aus der Steinkohle auf die freiwerdenden Stellen rücken. „1.200 EBV-Beschäftigte fanden so eine neue berufliche Heimat“, sagte Sonders.

Als „unermüdlichen Kämpfer für die Menschen und Macher“ bezeichnete auch Uwe Goemann, Geschäftsführer der Vivawest-Stiftung, seinen langjährigen Wegbegleiter und Freund. Nicht nur die Tafel soll in Kellersberg an Hans Berger erinnern. Bald werden die Bagger auf dem ehemaligen Sportplatz an der Husemannstraße anrücken und den Weg für eine Neubebauung freimachen. In dem entstehenden Gebiet wird es dann zwei Straßen geben, die die Namen von Norbert Blüm und Hans Berger tragen. (apa)

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Austauschschüler aus Joigny zu Gast in Mayen

Mayen – Sich durch Begegnungen kennen und verstehen lernen – dies ist eines der Ziele einer Städtepartnerschaft. Dank der Schüleraustauschprogramme des Mayener Megina Gymnasiums und seiner französischen Partnerschule, dem Lycée Louis Davier, sind diese Begegnungen schon seit vielen Jahren den jüngeren Generationen möglich.

Oberbürgermeister Dirk Meid begrüßte nach drei Jahren Coronapause die 10 Austauschschüler*innen aus der französischen Partnerstadt Joigny sowie Schüler*innen des Megina Gymnasiums im Deutschen Schieferbergwerk: „Ich hoffe, Sie haben hier in unserem schönen Mayen eine ereignisreiche, spannende Zeit und können viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln und für Ihre Zukunft mitnehmen.“

Das Programm des Schüleraustauschs, der die Schülerinnen und Schüler aus Joigny in diesen Tagen nach Mayen führte, wurde wieder mit viel Engagement zusammengestellt. Oberbürgermeister Dirk Meid bedankte sich bei den Lehrkräften der beiden Schulen, ohne die der Austausch in dieser intensiven Form nicht möglich wäre.

Die Austauschschüler*innen hatten in der Zeit vom 2. bis 10. März die Gelegenheit, viele Erfahrungen zu sammeln, neue Kontakte zu knüpfen, ihre Sprachkenntnisse zu erweitern und vieles mehr. Neben einem gemeinsamen Ausflug nach Bonn in das Haus der Geschichte konnten die französischen Schüler*innen in der Zeit von Montag bis Donnerstag Praktika in verschiedenen Institutionen von Mayen absolvieren.

Die Praktikumsplätze wurden bereitgestellt von der Grundschule Hinter Burg, der Kindertagesstätte St. Veit, der Dr. Schlags-Apotheke, der Tourist-Information sowie der Waldorfschule. „Ich freue mich, wenn unsere Austauschschüler*innen in diesen Tagen nicht nur unsere Stadt kennen lernen, sondern auch umfangreiche Einblicke in die Berufswelt erlangen können“, so der Stadtchef.

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Wirtschaft

Innovativ und nachhaltig für die Region – Betriebsbesuch bei der Kaller Firma Hilger Holz

Kall – Landrat Markus Ramers, Kreiswirtschaftsförderin Iris Poth und Bürgermeister Hermann-Josef Esser im Gespräch mit Geschäftsführer Martin Hilger. Wenn in der Kaller Firma Hilger Holz GmbH künftig Kundenbestellungen bearbeitet werden, geschieht dieser Vorgang digital und vollautomatisch. Möglich macht dies eine moderne Kommissionsanlage, die ganz ohne menschliches Zutun die richtigen Artikel aus rund 1300 Einzelposten zusammenstellen, verpacken und für den Abtransport per LKW bereitstellen kann. Für die Kund/innen, egal ob Unternehmen oder Private, ändert sich nichts, außer, dass Bestellungen künftig mit einem Vorlauf von 24 Stunden eingehen müssen.

Künftig sollen bei der Hilger Holz GmbH in Kall auf insgesamt 9.000 Quadratmetern Maschinen und Anlagen zum Einsatz kommen, die zu den modernsten in ganz Deutschland zählen. Foto: Sven Gnädig / Kreisverwaltung Euskirchen

„Momentan befindet sich die Maschine noch im Testbetrieb, aber in einigen Wochen wird es so laufen“, berichtet Martin Hilger, der Geschäftsführer des familiengeführten Unternehmens jetzt im Rahmen einer Betriebsbesichtigung, an der neben Landrat Markus Ramers und der Leiterin der Kreiswirtschaftsförderung Iris Poth auch Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser teilnahm. Warum er sich im Rahmen seiner Betriebsbesichtigungen im ganzen Kreis Euskirchen ausgerechnet auch für den Kaller Holzgroßhandel entschieden habe, wurde der Landrat gefragt. Ramers begründet das mit der „Entwicklung, die die Firma genommen hat und auch aktuell weiter nimmt“.

Tatsächlich ist es eine Erfolgsgeschichte: Aus dem überschaubaren Broicher Sägewerk entstanden, entschied sich die Firma Hilger Holz GmbH 2019, den alten Standort in Schleiden aufzugeben, um im Kaller Gewerbegebiet II zu expandieren. Doch auch dort sei der Platz schnell nicht mehr ausreichend gewesen, so Hilger, Abhilfe schaffen sollte ein rund 9300 Quadratmeter großer Erweiterungsbau. Und auch da wird es schon eng. Künftig sollen in drei Hallen von insgesamt 9.000 Quadratmetern Maschinen und Anlagen zum Einsatz kommen, die zu den modernsten in ganz Deutschland zählen. Gleichzeit, so Hilger, werde er seine 17-köpfige Mitarbeiterschaft aber keineswegs verkleinern, sondern: „Wir suchen weiterhin Lagerlogistiker.“

Bürgermeister Hermann-Josef Esser betonte: „Wir als Klimaschutzkommune begrüßen es ganz besonders, wenn sich ein Betrieb wie der ihre ansiedelt, der nachhaltig wirtschaftet und zudem den Zukunftswerkstoff Holz vertreibt.“

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Fit für die berufliche Zukunft in der Pflege in Deutschland

Region/Mayen-Koblenz – Das Bildungs- und Forschungsinstitut des GK-Mittelrhein (BFI) gratuliert im vierten Abschlusskurs seinen ausländischen Absolventen. „Bei diesem Kurs freuen wir uns gleich doppelt“, betont Bernd Westbomke, Sektor Fort- und Weiterbildung des BFI, und erklärt, wieso: „Nicht nur, dass die Absolventen nun ihren Abschluss erreicht haben, um in der Pflege in Deutschland durchzustarten. Endlich – und das erstmalig seit Pandemiebeginn – konnten wir wieder in der Praxis am Patienten prüfen. Zuvor waren die Praktischen Prüfungen in der leider nur in der Simulation gelaufen.“

Hinter den stolzen Absolventen, die aus Mexico, Brasilien, dem Iran und Costa Rica stammen, liegt eine lehrreiche Zeit im GK-Mittelrhein. 880 Stunden, verteilt auf 240 Stunden Theorie und 640 Stunden Praxis, die sie gemeinsam absolviert haben.

Das Bildungs- und Forschungsinstitut des GK-Mittelrhein (BFI) bietet diesen speziellen und nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifizierten Kurs für ausländische Pflegekräfte nun bereits zum vierten Mal in Folge an. „Unser Vorbereitungskurs bietet die optimale Grundlage für die Kenntnisprüfung. Wenn die Teilnehmer wie hier erfolgreich bestehen, dann ist ihr im Ausland erworbener Abschluss von Ausbildung oder Studium dem deutschen gleichgestellt“, erläutert Bernd Westbomke.

Die erfolgreichen Absolventen aus dem GK-Mittelrhein sind: Lesly Vanessa Campos Tut, Benjamin Jonatan Franco Garcia, Fateme Jafari, Karla Vanessa, Mares Bombela, Wendy Yaraseth Rayon Bernal, Annjuly Karina Rodriguez, Acevedo, Melissa Alesandra, Sánchez Ancona und Eduardo Tellez Olivo.

 

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Biathlon-Deutschland-Tour 2023 macht Station in Meckenheim

Meckenheim – Spaß und Spannung zum Abschluss des zweiten Street Food Festivals am 14. Mai. Eingeladen vom Meckenheimer Verbund und der Stadt Meckenheim legt die Biathlon-Deutschland-Tour 2023 erneut Station in Meckenheim ein. Zum Abschluss des zweiten Meckenheimer Street Food Festivals (12.-14. Mai) werden am Sonntag, 14. Mai, von 12 Uhr bis 18 Uhr die besten Biathletinnen und Biathleten der Apfelstadt in den Kategorien Einzel- und Teamwettbewerb ermittelt. Schauplatz ist die mobile Biathlonarena am Le-Mée-Platz. Die Teilnahme ist kostenfrei. Mit dem Mix aus Laufen und Schießen richten sich die Veranstaltenden an alle Interessierten, also auch an jene, die den Sport bislang noch nicht ausgeübt haben.

Gemeinsam mit Martin Bremer, Inhaber von inMOTION Agentur & Verlag, hat Citymanagerin Nicole Bangert das Event vorgestellt. „Wir wollen die besten Biathletinnen und Biathleten von Meckenheim ermitteln. Dabei steht auch der sportliche Gedanke, vor allem aber der Spaß im Vordergrund“, sagte Nicole Bangert. Die Citymanagerin versprach einen stimmungsvollen Tag und hofft, „dass noch mehr begeisterte Besucherinnen und Besucher an der Biathlon-Tour teilnehmen, als vor sechs Jahren.“ Bei der Premiere im Jahr 2017 am Kirchplatz hatten sich 14 Teams dem Wettbewerb gestellt. Es gewann seinerzeit eine Staffel der LG Meckenheim vor einem Familien-Team und der Prinzengarde der Stadt Meckenheim. „Unser Ziel ist es, ohne Leistungsdruck einen Eindruck von Deutschlands beliebtester Wintersportart zu vermitteln. Daher ist jede und jeder mit und ohne Vorkenntnisse eingeladen, mitzumachen“, sagte Martin Bremer.

In die Biathlon-Tour ist sowohl ein Staffel- als auch ein Einzelwettbewerb eingebettet. Die Staffeln bestehen jeweils aus vier Teilnehmenden. Das Mindestalter beträgt zwölf Jahre. Interessierte Teams müssen sich zuvor bis zum 3. Mai anmelden: bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Meckenheim, E-Mail wirtschaftsfoerderung@meckenheim.de, oder über die offizielle Website unter www.biathlon-tour.de/14-mai-2023-meckenheim/. Über die Homepage können sich auch einzelne Personen anmelden, die im Staffelwettbewerb antreten wollen und noch Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ein gemeinsames Team suchen. Auf die erfolgreichsten Mannschaften warten gold-glänzende Pokale und alle Aktiven erhalten Medaillen.

Ohne Anmeldung und ganz spontan ist die Teilnahme am Einzelwettbewerb möglich. Selbst Besucherinnen und Besucher, die sich erst während des Street Food Festivals für einen Start entscheiden, sind willkommen und haben die Chance, das Finale in Oberhof zu erreichen. Aus allen Aktiven (Einzel und Staffel) wird die erfolgreichste Person ermittelt, die Meckenheim im Biathlon-Mekka vertreten wird. In der dortigen, weltweit einzigartigen Ski-Halle gilt es, einen Wettkampf unter richtigen Biathlon-Bedingungen in der Loipe und am Schießstand zu absolvieren. Die Betreuung übernimmt mit Olympiasieger Michael Rösch ein ehemaliger Weltklasse-Athlet. „Ein Preis, den man nicht kaufen kann“, verdeutlichte Martin Bremer.

In Meckenheim erwartet Teilnehmende und Publikum ein Event mit jeder Menge Teamgeist, Spaß und toller Stimmung. Das Übungsschießen für alle Aktiven findet in der Biathlonarena am Eventtag von 12 Uhr bis 14.45 Uhr statt. Experten stehen den Anfängerinnen und Anfängern unterstützend zur Seite. Im Wettkampf sind für die Männer 400 Meter und für die Frauen 300 Meter auf dem Torax-Trainer, einem Ski-Ergometer, zurückzulegen. Am Schießstand müssen sie schließlich mit einem Infrarotgewehr aus zehn Metern Entfernung fünf Scheiben, Durchmesser 45 Millimeter, anvisieren. Alle Teilnehmenden, die fehlerfrei bleiben, dürfen sich über ein T-Shirt freuen.

Die Biathlon-Deutschland-Tour ist mit mehr als 100.000 Schnupperschützinnen und -schützen sowie rund 15.000 Wettkämpfenden auf über 200 Etappen seit 2015 der weltgrößte Volksbiathlon. Die Saison 2023 bietet deutschlandweit 30 Citybiathlons, die das Biathlon-Erlebnis für alle Neugierigen in den Mittelpunkt stellen. Neben angeleiteten Übungseinheiten und spontanen Biathlonwettkämpfen sind die Events für ihre stimmungsvollen Biathlon-Staffel-Stadtmeisterschaften bekannt.

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Kunst & Kultur

Steigerlied, Reitlehre und Zirkus jetzt bundesweit Immaterielles Kulturerbe

Region/Düsseldorf/Berlin – Kulturministerkonferenz stimmt drei Anträgen des Landes Nordrhein-Westfalen zu. „Glück auf!“ – Das Steigerlied gehört jetzt bundesweit zum Immateriellen Kulturerbe. Außerdem wurden auch die klassische deutsche Reitlehre und der Zirkus auf Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen ins Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Kulturministerkonferenz stimmte am Mittwoch in Berlin den drei Anträgen des Landes Nordrhein-Westfalen zu. Insgesamt hat die KMK mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 13 neue Einträge bestätigt.

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen: „Zahlreiche, oft alltägliche Dinge, Gewohnheiten, Traditionen und Bräuche prägen das kulturelle Erbe Nordrhein-Westfalens – und ganz Deutschlands. Sie sind identitätsstiftend und schaffen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Wir wollen diese Traditionen und Bräuche besonders für junge Menschen lebendig halten, sichtbar und zugänglich machen. Die Aufnahme ins Bundesverzeichnis ist ein Zeichen der großen Wertschätzung dieser Bräuche und Traditionen.“

Vor 20 Jahren wurde das Übereinkommen der UNESCO zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes abgeschlossen. Deutschland ist der Konvention vor zehn Jahren beigetreten und erstellt seitdem in einem gemeinsamen Verfahren der Länder und des Bundes das bundesweite Verzeichnis, das eine Grundlage für den Erhalt, die Entwicklung und die Förderung des Immateriellen Kulturerbes ist.

Das Verfahren sieht vor, dass eine Trägergruppe den Antrag auf Aufnahme in das Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes stellt. Dazu gehört immer auch die Selbstverpflichtung des Vereins, sich kritisch mit seiner eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.

Die Landesjury für das Immaterielle Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen und das Fachkomitee bei der Deutschen UNESCO-Kommission e. V. als unabhängige, sachkundige Gremien begründeten die Aufnahme ins Register damit, dass das Steigerlied, die klassische deutsche Reitlehre und der Zirkus gesellschaftlich verankert, wandlungsfähig, offen und inklusiv sind und zur kulturellen Vielfalt und Kreativität beitragen.

Am 1. April 2023 beginnt die sechste Bewerbungsrunde zur Aufnahme von Kulturformen in das Landesinventar des Immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen und das bundesweite Verzeichnis. Gruppen und Gemeinschaften, die mündliche Ausdrucksweisen, Bräuche, Rituale, Darstellende Künste, traditionelle Handwerkstechniken oder Naturwissen pflegen und weitergeben, können sich bis zum 31. Oktober 2023 in ihrem Bundesland bewerben. Die Landesstelle Immaterielles Kulturerbe NRW an der Universität Paderborn berät und unterstützt dabei gerne. Kontakt: landesstelle@ike.upb.de, +49 5251 60-5462.

Singen des Steigerlieds

„Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt“ – selbst nach dem Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland hat das Steigerlied, das zu vielfältigen Anlässen gesungen wird, seine identitätsstiftende Kraft nicht eingebüßt. Der von einer eingängigen Melodie begleitete Text spiegelt die Lebenswelt der Bergleute wider und zeugt von Schaffenskraft, Solidarität und Optimismus.

Die klassische deutsche Reitlehre

Die klassische deutsche Reitlehre ist eine schonende Ausbildungsmethode von Pferden und Reiterinnen und Reitern mit mündlich und schriftlich überlieferten und bewährten Grundsätzen, eigener Fachsprache und klaren Regeln. Sie zielt auf ein harmonisches Zusammenspiel von Tier und Mensch und ein daraus entstehendes Gefühl von Natur-Faszination und Reit-Glück ab. Gewaltfreiheit gegenüber Tier und Mensch in der Ausbildung ist oberstes Gebot und Selbstverständlichkeit.

Zirkus

Der Zirkus ist eine eigenständige Form der Darstellenden Künste, die eine Vielzahl von Kunstformen und Disziplinen verbindet: Theater, Musik, Athletik, Medien und Technik. Mit seinem Antrag auf Aufnahme hat verpflichtet sich die Trägergruppe, die Geschichte des Zirkus hinsichtlich kolonialer Aspekte sowie die Tier-Mensch-Beziehung aufzuarbeiten.

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Weiterbildung dank job-com – Große Nachfrage nach Pädagogischer Begleitung in Düren

Düren – Eine neue und gute berufliche Perspektive haben die 22 Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung „Pädagogische Begleitung in und nach der Schule“. „Der Arbeitsmarkt wartet auf Menschen mit pädagogischer Qualifizierung, der Bedarf ist groß“, sagte Melanie Hinzen, Teamleiterin Arbeitgeberservice bei der job-com, bei der Abschlussfeier. Das Jobcenter des Kreises Düren hatte den größten Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesen Kurs vermittelt, der von der low-tec als Bildungsträger angeboten wurde.

Rund zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben direkt im Anschluss schon eine Arbeitsstelle fest in Aussicht. Mit dem Zertifikat in der Tasche warten nun zwei mögliche Betätigungsfelder auf die 18 Damen und vier Herren: die Schulbegleitung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen oder die Betreuung in Offenen Ganztagsschulen (OGS). „Einige von Ihnen wollen und werden sich noch weiterqualifizieren, zum Beispiel über die praxisintegrierte Ausbildung zur Kinderpflegerin (PIA)“, zeigte Melanie Hinzen eine weitere Option auf.

Die Teilnehmerin Iman Mallouhi stammt aus Syrien. Sie hielt den Arbeitsvertrag beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Düren für eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung an der OGS Inden bereits vor dem Abschluss der Qualifizierung in ihren Händen. Herr Sufian Abdullah, alleinerziehender Vater von zweier minderjähriger Kinder; ebenso aus Syrien; steht nach der erfolgreichen Qualifizierung noch vor der Entscheidung zwischen einem Angebot als Betreuer in einer offenen Ganztagsschule oder als Schulbegleiter. Beide möchten so erst mal ihren beruflichen Weg in Deutschland starten, denken aber schon darüber nach, später über weitere Ausbildung zu einem anerkannten Berufsabschluss im Erziehungsbereich zu gelangen. „Sie leisten wertvolle Arbeit, der Arbeitsmarkt wartet auf Sie, und mit Blick auf den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab Sommer 2025 werden Sie dringen gebraucht“, so Ira Schneider als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und der job-com bei der Übergabe der Zertifikate.

Auch die beiden Lehrerinnen Irma Wistiski und Burcu Sola sind stolz auf „ihre“ Absolventinnen und Absolventen: „Das Team hat sich im Kurs ganz toll gegenseitig unterstützt und motiviert.“ Und weiter sagten die beiden: „Zeigen Sie jetzt, was sie gelernt haben und was sie können!“ Das bekräftigt auch noch einmal Ira Schneider: „Ich bin auf sie alle sehr stolz. Sie haben viel Energie und Ehrgeiz gezeigt.“ Michael Zimmermann von low-tec ergänzt: „Sie sind einen guten Weg gegangen“. Wichtiger Aspekt für die Zielgruppe: Die Qualifizierung dauerte gut fünf Monate in Teilzeit, so dass Familie und Weiterbildung gut vereinbar waren. Neben dem Lehrgang waren auch zwei Praktika zu absolvieren. Der vierte Lehrgang dieser Art bei low-tec ist gestartet, weitere Kurse sind geplant.

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Politik

Stadt Aachen ist Mitglied der NRW-Kooperation „Regional-Initiative Wind“

Aachen – Zwölf NRW-Kommunen und -Kreise wollen gemeinsam mit der Bezirksregierung Köln Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen optimieren, beschleunigen und unterstützen. So der Tenor einer Absichtserklärung, die neben den Städten Aachen, Köln, Leverkusen und Bonn unter anderem auch die Städteregion Aachen sowie die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg unterzeichnet haben. Die Absichtserklärung ist gleichzeitig ein Bekenntnis zu dem Ziel, in den nächsten fünf Jahren in NRW 1.000 Windkraftanlagen zu errichten.

Vereinbart wurde, dass Bezirksregierung und Kreise ebenso wie kreisfreie Städte in juristischen und fachlichen Fragestellungen eng zusammenarbeiten. Die Bezirksregierung Köln verpflichtet sich mit der Erklärung, Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetzt zu unterstützen und die Kommunen zu beraten. Zudem soll es Möglichkeiten des regelmäßigen landesweiten Austauschs geben, um aktuelle Frage- und Problemstellungen zu beantworten oder schwierige Einzelfälle zu lösen. Ein Monitoring wird dazu beitragen, Erkenntnisse und Lösungsvorschläge landesweit präsent zu machen.

Die Stadt Aachen versteht den Ausbau der Windenergie als elementaren Beitrag, um die lokalen Klimaziele zu erreichen. Die jüngst begonnenen Änderungen des Flächennutzungsplans sollen den Ausbau der Windenergie erleichtern, indem sie Potenzialflächen für Windkraftanlagen explizit ausweisen. Dazu Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: „Wir wollen unsere rechtlichen Handlungsspielräume maximal nutzen und die Windkraft nutzen, um Aachen energetisch zu stärken. Es gibt viele Betreiber*innen, die mit uns in den Startlöchern stehen.“ Die Stadt Aachen rechnet damit, dass in den Jahren 2023 und 2024 die ersten genehmigungsfähigen Anträge vorliegen werden.

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Politik

Neuer Vorstand bei den Unabhängigen (UWV) in Mechernich

Mechernich – Heike Waßenhoven weiter an der Spitze der Vereinigung – Geschäftsbericht wegen Corona für drei Jahre abgegeben, aber keine Beanstandungen. Einige wichtige Personalentscheidungen traf der Stadtverband der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) während einer Mitgliederversammlung im städtischen Bergbaumuseum. Dabei wurde Heike Waßenhoven, die Ortsbürgermeisterin von Satzvey und Stadtverordnete, als Stadtverbandsvorsitzende wiedergewählt.

Heinz Schmitz aus Mechernich und Karl-Heinz Seeliger aus Glehn wurden ebenfalls als Mitglieder im Stadtverbandsvorstand bestätigt. Kassenwartin wurde Stephanie Nöthen, Kassenprüfer Andrea Rademacher und Horst-Peter Litzbarski. Zu Beisitzern im Vorstand bestellte die Versammlung Rebekka Narres, Günter Nießen, Niklas Lünebach und Dr. Manfred Rechs.

Mit von der Partie war auch der Roggendorfer Klaus Hück, seines Zeichens ältester Vertreter der Wählervereinigung. Während der Versammlung konnte die Vorsitzende Heike Waßenhoven acht neue Mitglieder in den Reihen begrüßen. Das Goldhochzeitspaar Gertrud und Karl Heuel wurde mit einem Blumenstrauß geehrt.

Tagung im Bergbaumuseum

Gunnar Simon berichtete als Fraktionsvorsitzender aus der Corona-Zeit, die dank regelmäßiger Onlinebesprechungen erfolgsorientiert weitergeführt worden war. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Manfred Rechs stellte seine Präsentation zu UWV-Aktivitäten der vergangenen drei Jahre vor.

Der frühere jahrzehntelange Sprecher Heinz Schmitz erinnerte an die Anfänge des Mechernicher Besucherbergwerks und Bergbaumuseums, an deren Zustandekommen die Fraktion maßgeblichen kommunalpolitischen Anteil genommen habe. Horst-Peter Litzbarski und Dr. Manfred Rechs führten eine ausführliche Rechnungsprüfung für den coronabedingten langen Berichtszeitraum der Jahre 2020, 2021 und 2022 durch. Die Prüfung ergab aber keine Beanstandungen.

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Grünes Nummernschild für landwirtschaftliche Fahrzeuge soll erhalten bleiben

Region/Koblenz – Die Landesregierung spricht sich für eine Beibehaltung der Steuerbefreiung bei der Kraftfahrzeugsteuer und für den Fortbestand des „grünen Nummernschildes“ aus. Das betonte die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen auf die Anfrage aus dem Landtag, wie die Landesregierung zur Forderung des Bundesrechnungshofes zum Wegfall der „grünen Nummer“ und des Steuervorteils für landwirtschaftliche Fahrzeuge stehe. Es sei bei einem Wegfall der „grünen Nummer“ für land- und forstwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge nicht auszuschließen, so Ahnen, dass sich eine erhöhte Steuerbelastung negativ auf die Preisgestaltung und Preisentwicklung der betroffenen Unternehmer auswirken werde. Damit würden auch die Kosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter steigen.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Ökonomierat Michael Horper, begrüßt die Position der Landesregierung, die damit ein klares Bekenntnis für die rheinland-pfälzischen land- und forstwirtschaftlichen Betriebe abgegeben habe. Die Landwirte seien mit ihren Fahrzeugen weniger auf den Straßen und vielmehr auf landwirtschaftlichen Nutzflächen unterwegs. Auch deshalb sei eine Befreiung sachgerecht, erinnert Horper. Die Kfz-Steuer diene schließlich dazu, die Verkehrsinfrastruktur mitzufinanzieren. Die nutze die Landwirtschaft jedoch kaum. Der Präsident schloss sich außerdem der Aussage des Steuerzahlerbundes an, der erklärt habe, jetzt sei nicht der Zeitpunkt für eine solche Forderung, da die Landwirte ohnehin schon durch hohe Kosten, z.B. für Energie, belastet seien.

Der Bundesrechnungshof fordert hingegen die Streichung der Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge. Als Begründung nennt die Behörde, dass Dieselkraftstoff dem Klima schade und dessen Nutzung nicht weiter gefördert werden sollte. Außerdem könnte die Bundesregierung dadurch zusätzlich rund ca. eine Milliarde Euro einnehmen.