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Pfarrei Altenahr ist Anlaufstelle für Betroffene, Helfer und Einsatzkräfte

Altenahr – Wer im Dreieck zwischen Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus in Altenahr steht, entdeckt sofort die „Feldpost“, ein Raum für psychologische Hilfe, die Kaffeebud’ und eine provisorische Apotheke – die Kirchengemeinde ist mittendrin bei den Menschen und eine wichtige Anlaufstelle für die Betroffenen der Flut.

In der Pfarrkirche stapeln sich auch sieben Wochen nach der Hochwasserkatastrophe gespendete Anziehsachen, Hygieneartikel und Spielsachen. Die vordersten Bänke vor dem Altar und die Fatimakapelle sind freigeräumt und werden für den sonntäglichen Gottesdienst und das persönliche Gebet genutzt. Beides kommt hier zusammen: praktische Unterstützung und Hilfe für die Seele. Diese Verzahnung wurde auch unmittelbar in der Flutnacht gelebt: Etwa 60 Urlauberinnen und Urlauber aus einigen Hotels mussten evakuiert werden und verbrachten die Nacht in der Pfarrkirche, wo sie durch das örtliche Seelsorgeteam betreut wurden.

Ein Mitglied des Teams ist Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer. Die ausgebildete Notfallseelsorgerin und Trauerbegleiterin wohnt in Altenahr. Ihre Vorkenntnisse und Erfahrungen haben ihr beim Umgang mit der Katastrophe und bei den Begegnungen mit den Menschen geholfen; insbesondere in den ersten Stunden. „Wir hatten kein Wasser, kein Strom, kein Netz – das heißt, man konnte nicht einmal seine nächsten Angehörigen kontaktieren und es konnte sich auch niemand hierher auf den Weg machen.

Zeitnah nach der Flut wurde eine ehrenamtliche Betreuung in der Kita eingerichtet, nach den Ferien übernahmen Mitarbeitende der Kita gGmbH Koblenz.

Ein Begegnungspunkt ist die „Kaffeebud`“ im Pfarrheim, die von ehrenamtlichen Frauen organisiert wird. „Teilweise sind die von Anfang an im Einsatz“, weiß Manuela Kremer-Breuer, die hier oft ihren Arbeitstag startet. „Es ist ein Ort der Begegnung für Einsatzkräfte, Helferinnen und Helfer, Bewohnerinnen und Bewohner.“ Selbstredend gibt es hier immer eine gute Tasse Kaffee, aber auch selbstgebackene Kuchen und ein offenes Ohr. Weiterhin blieben Begegnungsmöglichkeiten wichtig, sagt Kremer-Breuer, und es gehe „nur mit vielen zusammen“.

Konfessionen, aber auch der soziale Status seien total in den Hintergrund gerückt. „Jeder hilft irgendwie – das ist das gemeinsame Ziel, dem sich ehrenamtliche und hauptamtliche Hilfskräfte, Mitarbeitende und Netzwerke verschrieben haben.“ Unterstützung erhält das örtliche Seelsorgeteam weiterhin von Kolleginnen und Kollegen aus dem Bistum Trier. Kremer-Breuer war in den letzten Wochen neben vielen seelsorglichen Gesprächen auch in die Koordination solcher Angebote eingebunden. Da sie und Pfarrer Alex Spiller beide seit mehr als 20 Jahren in der Pfarrei leben, sind sie fester Teil der Dorfgemeinschaft, kennen die Menschen und ihre Bedürfnisse und Sorgen. Gerade weil die Gesprächsthemen so individuell sind, sei es wichtig, genau hinzuhören, was Betroffene benötigen. Nach fast zwei Monaten seien viele Bürgerinnen und Bürger immer noch in eine Art Warteposition gefangen. „Es ist ganz unterschiedlich, ob die Leute nach vorne schauen, oder nicht. Viele warten noch, ob sie wieder aufbauen dürfen. Manche haben sich aber auch schon verabschiedet, da sie sich entschieden haben, woanders hinzuziehen“. Für andere, auch ältere Menschen, sei der Wiederaufbau ganz selbstverständlich.

Am nächsten Wochenende bezieht eine medizinische Fußpflege für ein paar Tage das Pfarrheim – und auch hier gelte wieder: Kirche mittendrin, als vernetzte Partnerin, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren soll, so Kremer-Breuer. „Man lebt es einfach, das ‘Da-Sein’”

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Erste Ergebnisse der Gewässerproben der Ahr und der Westeifel-Flüsse liegen vor

Region/Koblenz/Mainz – RLP Ministerin Spiegel: „Auch wenn die Ergebnisse keine schwerwiegende chemische Verunreinigung der Gewässer zeigen, ist keine Entwarnung möglich“ / Sondermessprogramm wird fortgeführt.

Das verheerende Hochwasser vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat zu erheblichen Belastungen in unseren Gewässern geführt. Doch dies hat in der Ahr offenbar keine gravierenden langfristigen chemischen Verunreinigungen hinterlassen. Darauf weisen die ersten Ergebnisse des Sondermessprogramms der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) und des Landesamtes für Umwelt (LfU) hin, die jetzt vorliegen. Auch in der Westeifel wurden in den Moselzuflüssen Sauer, Prüm, Nims und Kyll nach der Hochwassernacht keine gravierenden Belastungen festgestellt. Hier liegen bereits die Ergebnisse zweier Messungen vor. „Ich bin erleichtert, dass die Ergebnisse zunächst nicht auf sehr starke chemische Verunreinigungen hindeuten, eine Entwarnung können wir jedoch noch nicht geben. Hierzu brauchen wir weitere Probenentnahmen, die folgen werden“, sagte Umweltministerin Anne Spiegel. Sie dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LfU und der SGD Nord für dieses kurzfristig aufgelegte Sondermessprogramm.

Die enorme Zerstörungskraft der Flutwelle und die einhergehende Freisetzung von Öl, chemischen Stoffen sowie die Verlagerung von Schlamm ließ gravierende Belastungen in den kleineren Flüssen befürchten. Die hohen Wassermengen und Fließgeschwindigkeiten haben jedoch offenbar Abschwemmungen aus Weinbergen, geplatzten Öl- und Benzintanks oder zerstörten Abwasseranlagen schnell verdünnt und mit der Hochwasserwelle fortgespült. Zudem zeigen sich in den relativ geringen Belastungen aus den Abwässern auch die Erfolge der Sofortmaßnahmen vor Ort, wo unter anderem kurzfristig mobile Kläranlagen installiert oder mobile Toilettenkabinen aufgestellt wurden.

Mit dem am 3. August gestarteten Sondermessprogramm will sich das Umweltministerium Klarheit darüber verschaffen, wie sehr die Gewässer im Zuge der Hochwasserkatastrophe durch zerstörte Kläranlagen und Kanalisationen, Öltanks, Düngemittel oder Pestizide belastet wurden. „Dabei ist klar, dass auch 13 Messstellen entlang der Ahr kein vollständiges Bild liefern, sondern jeweils nur stichprobenartige Momentaufnahmen darstellen. Die Untersuchungen werden von der SGD Nord und dem LfU fortgeführt“, so Spiegel weiter.

Die Proben werden vom LfU auf insgesamt 192 Parameter untersucht. Bei dem Sondermessprogramm stehen mögliche Auswirkungen für die Umwelt und Wasserlebewesen, also die Gewässerqualität, im Fokus. Die gemessenen Werte lagen zumeist innerhalb der üblichen Schwankungen. Zum Zeitpunkt der Probenahme waren jedoch in den Siedlungsbereichen noch Rückstände von Mineralölen nachweisbar. Durch die langanhaltenden Niederschläge wurden auch partikelgebundene Schadstoffe aus der Luft zum Beispiel über Stäube oder Ruß mobilisiert und von befestigten Flächen und Straßen lokal in die Gewässer eingespült. Dabei wurden im Gebiet von Bad Neuenahr die Jahreshöchstkonzentrationen für einige Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nach der Oberflächengewässerverordnung überschritten. Dies gilt es mit weiteren Probenentnahmen engmaschig zu beobachten.

Durch beschädigte Kläranlagen, Kanäle und durch Abschwemmungen von landwirtschaftlichen Flächen wurden zudem Nährstoffe in die Gewässer eingetragen. Hinweise auf erhöhte bis hohe Nährstoffeinträge ergeben sich im Bereich der Siedlungsgebiete bzw. unterhalb der beiden großen Kläranlagen.

Im Ahrtal waren alle Kläranagen von den Überschwemmungen betroffen und wurden beschädigt. Dies waren die Kläranlagen „Untere Ahr“ in Sinzig, „Mittlere Ahr“ in Altenahr sowie die Kläranlagen in Mayschoss und Dümpelfeld. „Wir haben es geschafft, auf der Kläranlage in Sinzig die mechanische Reinigung und in Dümpelfeld zusätzlich bereits wieder die biologische Reinigung in Betrieb zu nehmen. Auf der Kläranlage Untere Ahr in Sinzig ist die Inbetriebnahme der biologischen Reinigung für Mitte September geplant. Die großen Anstrengungen der Abwasserwerke mit Unterstützung der SGD Nord haben sich gelohnt“, so Wolfgang Treis, Präsident der SGD Nord. Im Raum Trier wurden 18 Kläranlagen ganz oder teilweise überflutet. Die meisten Anlagen konnten mittlerweile ihren Betrieb wiederaufnehmen – zumindest soweit, dass ein Notbetrieb gewährleistet ist.

Bei den Pflanzenschutzmitteln konnten von den 71 untersuchten Stoffen nur wenige Substanzen oberhalb der Nachweisgrenze gefunden werden.

Die bisher vorliegenden Ergebnisse des Sondermessprogramms sind auf der Webseite der SGD Nord abrufbar unter: www.sgdnord.rlp.de

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„Sie sind nicht allein“ Staatsakt für die Opfer der Flut am Nürburgring

Nürburg – Den Opfern der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und weitere Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Gesellschaft und Hilfsorganisationen am 1. September im Rahmen eines Staatsaktes am Nürburgring gedacht. Es nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Bistums Trier wie von der Caritas, der Lebensberatung sowie Seelsorgerinnen und Seelsorger an dem Gedenken teil.

„Die Flut hat unser Land bis ins Mark getroffen. Die vielen Schicksale gehen mir nicht mehr aus dem Kopf“, sagte Malu Dreyer und versprach, die Region und die Menschen dort nicht zu vergessen. „Die Betroffenen sollen wissen, sie sind nicht alleine in ihrer Trauer”, so Dreyer. Sie dankte allen ehren- und hauptamtlichen Hilfskräften wie auch den kommunalen Angestellten. Frank-Walter Steinmeier schloss sich an: „Ich bin dankbar für die überwältigende Hilfsbereitschaft“. Er sicherte den Betroffenen Hilfe zu.

Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, sprach in ihrer Rede davon, dass die “Ahr als launige Weggefährtin“ zu einem brutalen Monster geworden sei. Sie drängte zeitgleich auf tragfähige, zukunftsweisende Konzepte und Perspektiven für das Ahrtal. „Wir sind an Ihrer Seite”, versicherte Steinmeier.

Bianca Groh und Dietmar Breininger von der Psychosozialen Notfallversorgung schilderten von ihren Eindrücken aus dem Einsatz. „Wir nehmen das Gefühl des Zusammenhalts mit und die gelebte Solidarität, die an das Gute im Menschen glauben lassen”, erklärte Bianca Groh. Auch Thomas Pütz, Organisator im Bereich „Helfershuttle Ahrtal” berichtete während des Staatsaktes von seinen Eindrücken und der enormen Hilfsbereitschaft. Wilfried Laufer sprach sehr berührend über den Tag der Flut, an dem er seinen 81-jährigen Vater, mit dem er in Altenahr ein Lokal betrieb, verlor.

Der Staatsakt fand in der Ringarena des Nürburgrings statt, dort ist nach der Flutkatastrophe eine Helferstadt entstanden.

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Blick nach vorne: Konferenz zur Zukunft des Ahrtals am Dienstag 07. September

Ahrweiler – Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen. Wie kann der Wiederaufbau im Ahrtal gelingen? Wie kann sich die Region nachhaltig und strategisch sinnvoll positionieren und wie kann sie sich zukunftssicher aufstellen? Diese und viele weitere Fragen werden in der Zukunftskonferenz zum Wiederaufbau des Ahrtals am Dienstag, 7. September 2021, 18 Uhr, von Expertinnen und Experten sowie den Bürgerinnen und Bürgern des Ahrtals thematisiert.

„Rund sieben Wochen nach der Katastrophe richten wir den Blick nach vorne, um unser Ahrtal, unsere Heimat, wieder aufzubauen und mindestens so stark zu machen wie zuvor. Das kann uns aber nur dann gelingen, wenn wir alle mit anpacken und uns engagieren. Daher rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich zu beteiligen und ihre Vorschläge und Ideen einzubringen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL.

Auf seine Initiative werden unter anderem Vertreter aus Politik und Wirtschaft, der Ver- und Entsorger, der Telekommunikation sowie der Hilfsorganisationen an der Zukunftskonferenz teilnehmen. Ziel ist es, die am Wiederaufbau beteiligten Personen und Institutionen miteinander zu vernetzen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Auch die Bürgerinnen und Bürger des Ahrtals sind eingeladen, die Veranstaltung per Online-Übertragung live mitzuverfolgen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eigene Themen und Ideen zum Wiederaufbau des Ahrtals über eine Web-Plattform einzubringen. Diese fließen unmittelbar in die Diskussionen der einzelnen Arbeitsgruppen im Rahmen der Konferenz ein. Erste Ergebnisse werden im Anschluss auf der Plattform gebündelt veröffentlicht.

Der Link zur Zukunftskonferenz wird am Tag der Veranstaltung auf der Homepage der Kreisverwaltung unter https://kreis-ahrweiler.de > Button „Zukunftskonferenz“ veröffentlicht.

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Staatsakt am Nürburgring

Nürburgring – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsidentin Malu Dreyer gedenken der Opfer der Flutkatastrophe und danken den Helferinnen und Helfern. Rheinland-Pfalz hat heute mit einem Staatsakt der Opfer der verheerenden Flutkatastrophe gedacht, die den nördlichen Teil des Landes vor gut sechs Wochen heimgesucht hat. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsidentin Malu Dreyer sprachen den Angehörigen der Opfer ihre tiefe Anteilnahme aus und sagten zu, dass die Region nicht vergessen werde, auch wenn die mediale Aufmerksamkeit irgendwann nachlasse. Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte, die „Aufbauhilfe 2021“ in Höhe von 30 Milliarden Euro sei eine Garantie dafür, dass die Menschen der betroffenen Region langfristig unterstützt würden. Der Bundespräsident und die Ministerpräsidentin dankten auch den vielen Helferinnen und Helfern, den institutionellen und den ehrenamtlichen, die oftmals unter Lebensgefahr andere gerettet haben. Der Staatsakt fand in der Ringarena des Nürburgrings statt, dort ist nach der Flutkatastrophe eine Helferstadt entstanden. Gekommen waren Angehörige der Toten und Vermissten, Verletzte, Geschädigte, Hilfskräfte sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der über 250 betroffenen Orte.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtete bewegende Worte an die Opfer der Flutkatastrophe: „Nichts ist mehr, wie es war für Sie, die um Ihre Liebsten trauern, um Ihre Nachbarn, Ihre Freunde. Ich möchte Ihnen, den Angehörigen und Hinterbliebenen, heute mein tiefes Beileid und meine Anteilnahme aussprechen. Wir, das ganze Land, trauern mit Ihnen. Als Bundespräsident ist es mir ein Anliegen, heute hier bei Ihnen und mit Ihnen zu sein.“

„Ich habe enormen Respekt davor, dass Sie trotz Ihrer Verzweiflung nicht aufgegeben haben. Dass Sie trotzdem anpacken, nach vorne blicken, so unendlich schwer es auch oft fallen mag. Und auch dafür möchte ich Ihnen heute danken!“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Ich bin gekommen, um Ihnen zu sagen: Wir stehen an Ihrer Seite. Wir wissen, dass in Ihrem Leben nichts mehr ist, wie es war. Aber Sie sollen heute wissen: Auf Ihrem Weg zurück ins Leben lässt Ihr Land Sie nicht allein“, so der Bundespräsident.

„Unfassbar schwer wiegt der Schmerz über den Verlust geliebter Menschen, unbegreiflich ist das Ausmaß dessen, was auf immer verloren ist. 134 Menschen starben durch die reißenden Wassermassen. 766 Menschen wurden verletzt. Das Schicksal von drei Vermissten ist noch immer ungewiss“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die Naturkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli hat unser Land bis ins Mark getroffen. Kein Wort kann einen geliebten Menschen oder eine verlorene Existenz zurückgeben. Wir gedenken gemeinsam der Menschen, die durch die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz umkamen. Frauen, Männer, Kinder, die jeden Tag fehlen: als Familienangehörige, Nachbarn, Kollegen und Kolleginnen, Freunde und Spielkameraden. Wir erinnern ihre Namen. Denen, die um sie trauern, spreche ich meine tiefe Anteilnahme aus. Unsere Gedanken sind auch bei den Verletzten. Wir wünschen ihnen eine rasche und vollständige Genesung. Und wir denken an diejenigen, die ihr Zuhause verloren und tiefe Wunden in ihrer Seele erlitten haben. Viele Bewohner und Bewohnerinnen der Katastrophengebiete haben in der Flutnacht Todesängste ausgestanden. Tausende stehen buchstäblich vor den Trümmern ihrer Existenzen“, so die Ministerpräsidentin.

Die Betroffenen der Flutkatastrophe sind nicht allein

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte: „Die Betroffenen sollen wissen: Sie sind nicht allein. Ganz Rheinland-Pfalz nimmt Anteil an ihrem Leid. Und wir sind in der Trauer verbunden mit unserem Nachbarland Nordrhein-Westfalen, das ebenfalls viele Todesopfer zu beklagen hat. Mit uns trauert ganz Deutschland.“ Die Ministerpräsidentin dankte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausdrücklich für sein Kommen und seine Worte.

Die Ministerpräsidentin drückte den Menschen der von der Flut betroffenen Region ihre Verbundenheit aus: „Ich weiß, dass die größte Sorge vor Ort jetzt ist, vergessen zu werden, wenn sich die Kameras wieder auf andere Ereignisse richten. Dass viel versprochen wird, aber am Ende alles mühsam erstritten werden muss. Den Betroffenen in den Hochwassergebieten sage ich: Niemand wird vergessen! Nicht die Verstorbenen, nicht diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben, nicht diejenigen, denen alles genommen wurde, nicht diejenigen, die tief verwundet sind.“

Der nachhaltige Aufbau wird vorangetrieben

„Meine Landesregierung wird alles dafür tun, dass die alte Heimat auch die neue Heimat sein kann. Wir wollen zusammen mit den kommunal Verantwortlichen und allen Menschen vor Ort ein Ahrtal mit Zukunft aufzubauen. Eines, in dem die Menschen gern und möglichst sicher leben können“, so die Ministerpräsidentin. „Es wäre unredlich zu versprechen, dass alles wieder genauso wird wie zuvor. Lassen Sie uns den Wiederaufbau nutzen, um das Tal nachhaltig und zukunftssicher zu entwickeln! Die Landesregierung steht den Betroffenen und den Kommunen dabei zur Seite, darauf können sie sich verlassen.“

Zur Linderung der ersten Not hat die Landesregierung zusammen mit dem Bund Soforthilfen in dreistelliger Millionenhöhe für Privathaushalte, Betriebe und die Kommunen zur Verfügung gestellt, die ganz einfach zu beantragen sind. Und mit der „Aufbauhilfe 2021“ in Höhe von 30 Milliarden Euro, die der Deutsche Bundestag auf den Weg gebracht hat, geben Bund und Länder den Betroffenen zusammen die Garantie, dass sie langfristig unterstützt werden. „Wir bereiten gerade mit Hochdruck alles vor, damit die Mittel, sobald sie zur Verfügung stehen, schnell und zielgerichtet verteilt werden können“, erklärte die Ministerpräsidentin. Für diejenigen, die Furchtbares erlebt haben, sei der Opferbeauftragte der Landesregierung, Detlef Placzek, ein fester Ansprechpartner.

Große Hilfsbereitschaft ist ein Wunder inmitten unfasslichen Leids

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte den Zusammenhalt bei der Bewältigung der Flutkatastrophe: „Die Hilfsbereitschaft von Tausenden, die gleichsam vom ersten Augenblick an Hilfe geleistet haben, ist überwältigend – ein Wunder inmitten unfasslichen Leids.“ Und sie dankte all den Einsatzkräften: „Ich kann den Einsatzkräften gar nicht genug danken. Was sie leisten, ist beispiellos. Dazu zählen die Fachleute der Psychosozialen Notversorgung. Dazu gehören aber auch viele Helfer und Helferinnen der Rettungsdienste, des THW, der Bundeswehr, der Polizei und der Feuerwehren aus ganz Deutschland und aus dem befreundeten Ausland, die in den vergangenen sechs Wochen Tag und Nacht im Einsatz waren. Was sie gesehen haben und verarbeiten müssen, übersteigt jede Vorstellung. Manche haben dabei ihr eigenes Leben riskiert, um andere zu retten. Ich habe am Samstag die Eltern der jungen Feuerwehrfrau getroffen, die im Einsatz gestorben ist. Mit ihnen zu sprechen, zerreißt einem das Herz. Diese junge Frau hat selbstlos für die Rettung anderer ihr Leben gelassen. Wir alle schulden ihr Dank, den wir mit Worten kaum ausdrücken können.“

Ein großer Dank an die vielen Helferinnen und Helfer

Die Ministerpräsidentin würdigte die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer: „Von ganzem Herzen bedanke ich mich auch bei den vielen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, die mit Schaufeln, Eimern und eigenem Gerät jeden Tag von Shuttles ins Katastrophengebiet gefahren werden. Sie schippen Schlamm aus Kellern, befreien Wege von Unrat, bereiten Häuser darauf vor, repariert zu werden. Sie packen an, hören zu, spenden Trost. Einen wichtigen Beitrag dabei haben Landwirte und Lohnunternehmer geleistet, die mit schwerem Gerät vor Ort sind. Handwerker helfen Handwerkern, Winzer helfen Winzern, Künstler helfen Künstlern. Spendenaktionen wurden ins Leben gerufen, viele Millionen Euro sind schon auf den verschiedenen Spendenkonten zusammengekommen.“

„Die Landräte und die Landrätin, der Oberbürgermeister sowie die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der betroffenen Kommunen und die Mitarbeitenden der Verwaltungen geben in diesen Wochen ebenfalls alles, um den Betroffenen beizustehen und den Wiederaufbau vorzubereiten, obwohl sie zu Hause oft selbst Schäden beseitigen müssen. Auch an sie geht mein großer Dank“, sagte die Ministerpräsidentin. „Menschen helfen Menschen. Das in dieser großen Not zu erleben, ist beeindruckend und macht Mut, die nächsten Schritte nach vorn zu gehen.“

Die Ministerpräsidentin fand auch Worte der Zuversicht: „In allem Schmerz und aller Trauer hat sich in den vergangenen Wochen wieder gezeigt, dass Deutschland ein solidarisches Land ist. Und die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen haben einmal mehr bewiesen, dass sie zusammenstehen, wenn es darauf ankommt. Für dieses gute Miteinander bin ich als Ministerpräsidentin sehr dankbar.“

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Positive Bilanz des Familien-Impftages in Rheinland-Pfalz: Knapp 5.700 Schutzimpfungen

Region/Mainz – Mit insgesamt sechs Impfbussen und an 32 Impfstandorten wurden am vergangenen Samstag im ganzen Land zur Vorbeugung von schweren Covid19-Verläufen 5.697 Menschen geimpft. Die Impfbusse sind bereits seit vier Wochen erfolgreich im Einsatz und werden ihre Tour im September fortsetzen, um die Impfkampagne weiter voranzutreiben und das Impfangebot in die Fläche zu tragen. Der Familienimpftag richtete sich an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren und ihre Familien sowie all jene, die bisher noch kein Impfangebot wahrgenommen haben.

„Mit knapp 5.700 Impfungen am Familienimpftag können wir eine gute Bilanz vorweisen. Viele Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern waren vor Ort, aber auch viele weitere, die es bisher noch nicht schafften, sich impfen zu lassen“, betonte Gesundheitsminister Clemens Hoch. „Weiterhin gilt, jede Impfung hilft im Kampf gegen die Pandemie. Daher mein klarer Appell: Jetzt ist die Chance für jede und jeden, sich impfen zu lassen. Nur eine hohe Impfquote bietet den bestmöglichen Schutz für alle. Nutzen sie die unbürokratischen, flexiblen und wohnortnahen Möglichkeiten durch die Impfbusse oder im Impfzentrum.“

Für den familienfreundlichen Aktionstag waren die sechs Impfbusse u.a. an Standorten wie den Zoos Neuwied und Kaiserslautern, dem Holiday-Park Haßloch und dem Technikmuseum Speyer im Einsatz.

Auch im September gilt: Hingehen, ausweisen und Schutzimpfung erhalten an rund 200 weiteren Standorten in Rheinland-Pfalz. Mitzubringen ist der Personalausweis und nach Möglichkeit gerne auch der Impfpass. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren können nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten geimpft werden.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir tun alles für eine gute Zukunft in den Flutgebieten

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat knapp sieben Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe im Landtag in ihrer Regierungserklärung den aktuellen Sachstand dargelegt und ausgeführt, wie die Landesregierung gemeinsam mit den Menschen vor Ort und den Kommunen die nächsten Schritte des Wieder- und Neuaufbaus angehen werden. „Ich weiß mich mit Ihnen einig, wir alle wollen den Menschen in den Katastrophengebieten eine gute Zukunft ermöglichen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Abgeordneten. Sie dankte dem Bund und der Ländergemeinschaft für die große Solidarität; der Aufbaufonfonds von 30 Milliarden Euro sei eine wichtige Voraussetzung für den Wiederaufbau. Die Ministerpräsidentin zeichnete ein eindrückliches Bild vom Einsatz und der Koordinierung der vielen Tausend Einsatzkräfte, Helfern und Helferinnen, den vielen Privatpersonen, die angepackt haben und auch den Lohnunternehmern und Landwirten.

Eine Hochwasser-Katastrophe solchen Ausmaßes habe Deutschland bisher noch nicht erlebt. Das Leid derer, die einen geliebten Menschen verloren haben oder denen die Flut alles genommen hat, was sie sich mühsam aufgebaut haben, könnten Worte nicht ermessen, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Wir alle trauern mit den Hinterbliebenen. Wir wünschen den Verletzten gute Besserung. Und wir stehen tatkräftig denen zur Seite, die ihre Existenz verloren und tiefe Wunden an ihrer Seele erlitten haben. Sie sollen wissen, sie sind in ihrem Leid nicht allein“, betonte die Ministerpräsidentin. Sie sicherte den Betroffenen zu, dass die Landesregierung die Menschen aus dem Ahrtal unterstütze, einen Ort der Erinnerung und des Gedenkens zu schaffen, wenn sie dies wünschten.

Aufbauorganisation der Landesregierung

Die Landesregierung hat für den Aufbau eine tragfähige Struktur geschaffen. Unter der Leitung des Chefs der Staatskanzlei arbeite ein Staatssekretärs-Lenkungsausschuss. Im Innenministerium ist eine neue Wiederaufbauorganisation geschaffen worden mit einschlägigen Fachleuten, unter anderem aus der Landes- und Stadtplanung, der Dorferneuerung und Wasserwirtschaft, den Bereichen Finanzen sowie Wirtschaft und Umwelt. Die Beauftragte für den Wiederaufbau ist Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß. Entscheidend sei die schnelle und unbürokratische Kommunikation zwischen den kommunal Verantwortlichen und der Abteilung Wiederaufbau. Deshalb gibt es einen Ansprechpartner der Landesregierung vor Ort. Zum Leiter des „Verbindungsbüros kommunaler Wiederaufbau“ wurde der ehemalige Landrat und Innen-Staatssekretär a.D. Günter Kern berufen. Er und sein Team seien unermüdlich vor Ort unterwegs, immer ansprechbar und ein Scharnier zwischen den Menschen vor Ort und der Landesebene. Alle stünden im engen Austausch mit allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Ahrtal, durch viele Termine vor Ort und regelmäßige Telefonschaltkonferenzen.

Soforthilfen des Landes

„Die Landesregierung hat umgehend nach der Flutkatastrophe unbürokratische Soforthilfen gemeinsam mit dem Bund in dreistelliger Millionenhöhe an Privathaushalte, Betriebe und die Kommunen auf den Weg gebracht. Die Menschen standen vor dem Nichts, es ging darum, schnelle Hilfe zu gewährleisten. Für private Haushalte wurden Gelder in Höhe von insgesamt 44 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch für die Kommunen war das eine riesige Herausforderung. Für die Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Trier-Saarburg und die Stadt Trier wurden Soforthilfen in Höhe von zunächst insgesamt 60 Millionen Euro bereitgestellt. Der Ministerrat hat am 13. August 2021 eine Erhöhung der Mittel für die Soforthilfen für die Gemeinden und Gemeindeverbände um weitere 40 Millionen Euro beschlossen. Neben Privathaushalten und Kommunen haben wir auch die ansässigen Betriebe unterstützt. 2.353 Unternehmen haben Stand 27. August rund 11,765 Millionen Euro erhalten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Krisenbewältigung in der Katastrophe nationalen Ausmaßes

„Um Ihnen ein Bild der ersten Tage zu geben: Täglich wurden mehr als 5.000 Einsatzkräfte koordiniert. Bis zu 30 Hubschrauber waren zeitgleich im Einsatz. Damit wurden über 300 Menschen von Gebäuden gerettet. Zu Spitzenzeiten wurden an 30 Verpflegungspunkten 20.000 Mahlzeiten täglich ausgegeben. Dieselkraftstoff wurden an die betroffene Bevölkerung, Baufirmen und Landwirte, Helferinnen und Helfer sowie Einsatzkräfte kostenlos abgegeben. Bisher sind es rund vier Millionen Liter. Es musste für den Gesundheits- und Hygieneschutz gesorgt werden, die Wiederherstellung der Kommunikationsinfrastruktur für die eingesetzten Kräfte musste gelingen. Die Betroffenen und die Einsatzkräfte brauchten psychosoziale Betreuung. Zudem mussten sehr schnell Notunterkünfte bereitgestellt werden. Dazu kamen viele Helfer und Helferinnen in das Katastrophengebiet, zum Teil mit schwerem Gerät. Sie mussten oftmals warten, um die Rettung Verletzter und die Bergung der Toten nicht zu gefährden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Man müsse sich vergegenwärtigen: Ganze Gemeinden waren von der Außenwelt abgeschnitten, Mobilfunkmasten waren zerstört, Kommunikation kaum möglich. In dieser unübersichtlichen Lage sei das erste Ziel gewesen, Menschen zu retten und weitere Gefahren abzuwenden. Dies alles zu koordinieren, sei eine unfassbar schwierige Aufgabe gewesen, die von den jeweiligen Einsatzleitungen bewältigt wurde – im Landkreis Ahrweiler, aber auch in den anderen betroffenen Landkreisen und der Stadt Trier. „Mein Dank richtet sich ausdrücklich auch an die technischen Einsatzleitungen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Vulkaneifelkreis, im Kreis Trier-Saarburg, im Landkreis Bernkastel-Wittlich sowie an die Stadt Trier mit ihrer Berufsfeuerwehr“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Aufbauhilfen

Die Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli ist eine Katastrophe nationalen Ausmaßes. Die „Aufbauhilfe 2021“ mit 30 Milliarden Euro, die vom Bund und der Ländergemeinschaft finanziert wird, trägt dem Rechnung. Sie sei zudem das ganz deutliche Signal an die Betroffenen, dass sie langfristig unterstützt werden: „Diese Summe, ist ein beeindruckender Akt der Solidarität. Unmittelbar nach der Flut waren Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz bei uns im Krisengebiet. Sie haben Hilfe zugesagt und diese sehr schnell eingelöst. Wie groß die Schäden in Rheinland-Pfalz sind, sieht man daran, dass auch im Vergleich mit den anderen betroffenen Ländern die weitaus größten Schäden bei uns entstanden sind: auf 18 Milliarden Euro sind sie beziffert. Ich danke dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung für ihre Unterstützung und die gute Zusammenarbeit in den letzten Wochen. Und ich danke meinen Ministerpräsidentenkollegen und meiner Ministerpräsidenten-Kollegin“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Es sei berührend, wie tatkräftig die anderen Länder und der Bund Rheinland-Pfalz zur Seite stünden und Deutschland in dieser Situation zusammenhalte.

Viele Herausforderungen würden bereits angegangen, wie beispielsweise der anhaltende Wiederaufbau der Infrastruktur, Maßnahmen zur Ölschadensbekämpfung oder die Beräumung der Ahr. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und Bundeswehr seien diese Fortschritte nicht möglich gewesen. Auch Privatpersonen hätten einen unverzichtbaren Beitrag geleistet: „Handwerkerinnen und Handwerker, Landwirte, Lohnunternehmer haben ohne zu zögern in der größten Not geholfen. Sie haben ihre Fahrzeuge und Werkzeug eingesetzt. Das war ein großer Akt der Hilfsbereitschaft. Viele sind geblieben und natürlich muss dieser Einsatz dann auch entlohnt werden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Stand 26. August 2021 haben laut Kreisverwaltung Lohn- und Kleinunternehmer und Landwirte insgesamt 371 Rechnungen mit einem Gesamtvolumen von 6.704.880,49 Euro vorgelegt, die aktuell zu circa 80 Prozent bereits bezahlt seien.

Vorbereitung auf den Winter

Mit dem nahenden Herbst und dem Winter richte sich der Fokus nun ganz stark auf die bevorstehende Heizperiode in den von der Flut betroffenen Gebieten. Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, die Verwaltungen und örtlichen Krisenstäben arbeiteten daran, eine temporäre und dauerhafte Wärmeversorgung zu organisieren. Sie seien dabei in enger Kooperation mit Schornsteinfegern, Verbraucherzentrale, Energieberatern, Landeshochschulen und den örtlichen Energieversorgern und werden unterstützt von der Landesenergieagentur. In der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler arbeiten die Gasversorger und die Stromversorger an einer Wiederherstellung weiter Teile des Gasnetzes beziehungsweise an Kompensationen durch die Stromversorgung. „Ziel der Kommunen und des Landes ist es, dass möglichst viele Menschen im Winter in ihren Häusern und Wohnungen bleiben können. Es wird dennoch nicht überall die zuvor vorhandene Wärmeversorgung wiederhergestellt werden können. Gemeinsam arbeiten wir mit Hochdruck daran, temporäre Unterbringungen in Miet- und Ferienwohnungen zu Verfügung zu stellen“, so die Ministerpräsidentin. Dabei werde das Land von der DEHOGA und anderen Akteuren in diesem Bereich unterstützt.

Fördermöglichkeiten und haushaltsrechtliche Voraussetzungen

Von den Aufbauhilfen profitierten Privathaushalte, Unternehmen und andere Einrichtungen wie Vereine, Stiftungen, anerkannte Religionsgemeinschaften sowie öffentliche Einrichtungen und Kommunen, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Bei der Ermittlung des Schadens solle auf die Wiederherstellungskosten oder die Ersatzbeschaffung abgestellt werden. Selbstverständlich solle der Wiederaufbau nach den neuesten baulichen und technischen Standards gefördert werden. „Im Bereich der Privathaushalte geht es um Ausgaben zur Beseitigung von Schäden an Wohngebäuden und am Hausrat. Die Förderquote wird im Rahmen der Aufbauhilfeverordnung des Bundes festgelegt. Sie beträgt voraussichtlich 80 Prozent“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Der Ministerrat wird am 14. September über ein Landesgesetz über die Errichtung eines Sondervermögens „Aufbauhilfefonds Rheinland-Pfalz 2021“ beraten. Für den 22. September ist beabsichtigt, das Gesetz in den Landtag einzubringen. Das ist die Grundlage für die weiteren Schritte zum Wiederaufbau hier im Land. Die Landesregierung und weitere Akteure bereiten alles dafür vor, dass ab Anfang Oktober das Antragsverfahren beginnen kann.

Übergang von der akuten Krisenbewältigung in langfristige Strukturen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte, dass die akute Gefahrenlage nicht mehr bestehe. Jetzt gelte es, den Übergang zu langfristigen Strukturen der Schadensbeseitigung, Reparatur und des Aufbaus zu schaffen. „Wer in den ersten Tagen ins Ahrtal gekommen ist und die gewaltigen Zerstörungen gesehen hat, sieht, was seither geleistet wurde. Straßen wurden wieder passierbar gemacht, Brücken behelfsmäßig errichtet“, so Malu Dreyer weiter. Letzte Woche waren noch 1.382 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk, Polizei und Bundeswehr sowie Mitarbeiter von Landesforsten im Ahrtal im Einsatz. Nach und nach müssten jetzt die Hilfe der Blaulichtfamilie in dauerhafte Strukturen überführt werden. Die Bundeswehr werde morgen mit dem Abzug aus dem Gebiet beginnen, wobei sie natürlich dort, wo die Soldaten und Soldatinnen nach wie vor gebraucht werden, weiterhin im Einsatz bleibe. So werde zum Beispiel die Treibstoffversorgung, die die Bundeswehr über Wochen übernommen habe, jetzt von einem Privatunternehmen übernommen.

Hochwasser- und klimaangepasster Aufbau

„Wir befinden uns in einem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach einem schnellen Wiederaufbau und dem Wunsch nach einem nachhaltigen Wiederaufbau. Niemand möchte sein Leben und sein Hab und Gut erneut in Gefahr bringen. Nach der Flutkatastrophe muss das bestehende Überschwemmungsgebiet neu festgelegt werden. Daran hängen sehr viele rechtliche Fragen. Der Schutz des Eigentums ist in Deutschland ein hohes Gut. In einer intensiven Kabinettsklausur haben wir ressortübergreifend beraten. Wir arbeiten sehr intensiv daran, die Einschätzungen der Hydrologen, der Raumplaner und der Juristen zusammenzubringen. Wir sind uns einig: Es wird keine Entscheidung ohne die Bürger und Bürgerinnen geben. Wir werden diesen Prozess ganz transparent mit den Kommunen, die das Baurecht haben und Baugebiete ausweisen, und den Menschen vor Ort besprechen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die Landesregierung ist davon überzeugt, dass mit geeigneten Vorsorgemaßnahmen in baulicher Hinsicht – also wenn die Häuser hochwasserangepasst errichtet werden – die meisten Menschen ihre Häuser wieder an gleicher Stelle aufbauen können, sofern sie das möchten“, betonte die Ministerpräsidentin. Klar sei aber auch, dass es Gebiete gebe, wo die Gefahren so groß seien, dass auch in Zukunft kein Wiederaufbau an gleicher Stelle erfolgen sollte. Hier müssten sich Land und Kommunen gemeinsam auf die Suche nach Ersatzflächen machen. Den Kommunen komme dabei im Rahmen der Bauleitplanung die entscheidende Rolle zu. Das Land werde aber jede Unterstützung anbieten.

„Nach dieser Katastrophe ist auch klar: Wir müssen über eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden nachdenken. Die dagegen vorgebrachten verfassungsrechtlichen Bedenken müssen ausgeräumt werden. Denn Extremwetterlagen und Großschadensereignisse werden weiter zunehmen. Alle gemeinsam müssen diese Risiken schultern, damit sie bewältigt werden können“, betonte die Ministerpräsidentin. Rheinland-Pfalz werde den Hochwasser- und Katastrophenschutz weiterentwickeln und beim Klimaschutz nicht nachlassen. „Es ist unbestritten, dass der Klimawandel die Entstehung von Extremwetterereignissen begünstigt. Wir in Rheinland-Pfalz haben uns ehrgeizige Ziele hin zur Klimaneutralität des Landes gesetzt, die wir in dieser Legislaturperiode weiter vorantreiben“, sagte die Ministerpräsidentin in ihrer Regierungserklärung.

Hintergrund:

Die Flutkatastrophe hat Rheinland-Pfalz bis ins Mark getroffen. 134 Bürger und Bürgerinnen des Landes verloren durch die reißenden Wassermassen ihr Leben. 766 Menschen wurden verletzt, noch heute werden drei Personen vermisst. Insgesamt sind rund 65.000 Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen von der Naturkatastrophe betroffen. In den Landkreisen Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Trier-Saarburg und der Vulkaneifel sowie im Trierer Stadtteil Ehrang hat das Hochwasser eine tiefe Spur der Zerstörung hinterlassen. Von 75 Brücken sind alleine im Ahrtal 62 Brücken beschädigt oder zerstört worden. 40 Schulen, 55 Tageseinrichtungen für Kinder und fünf Krankenhäuser müssen wieder in Stand gesetzt werden, bis zu 3.000 Unternehmen sind von der Flutkatastrophe unmittelbar betroffen. Von 65 Weinbaubetrieben im Haupterwerb an der Ahr sind nur drei verschont geblieben, Rebflächen in einer Größenordnung von 32 Fußballfeldern sind völlig zerstört. Mehrere 100 Hektar Grünland und Ackerfläche sind für die diesjährige Ernte verloren.

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„Land schafft Arzt“

Region/Mainz – Vom 1. bis zum 30. September besteht die Möglichkeit, sich über die sogenannten Vorabquoten für einen Medizinstudienplatz zum Sommersemester 2022 zu bewerben. Das Land Rheinland-Pfalz setzt sich für die Stärkung des ärztlichen Nachwuchses im Land ein. Die Landarztquote bzw. die Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) bieten die Chance, einer ärztlichen Unterversorgung in ländlich geprägten Regionen entgegenzuwirken und damit die künftige Patientenversorgung sowie eine gute Personalausstattung im ÖGD zu sichern.

„Wir wollen eine gute, ärztliche Versorgung in unserem ganzen Land. Die Landarztquote hilft uns dabei, engagierte Studierende zu finden, die sich für die Arbeit als Hausärztin bzw. Hausarzt interessieren“, berichtet Gesundheitsminister Clemens Hoch. „Nach ihrer Ausbildung werden sie ihre Arbeit in Regionen aufnehmen, die einen Bedarf an einer Hausärztin bzw. einem Hausarzt haben. Das stärkt die medizinische Versorgung in unserem Land nachhaltig.“

In einem zweistufigen Auswahlverfahren, bestehend aus einer Vorauswahl und strukturierten, standardisierten Auswahlgesprächen, werden die spezifische Qualifikation und die persönliche, fachbezogene Eignung der Bewerberinnen und Bewerber erfasst. Neben der Abiturnote werden Qualifikationen wie etwa eine Berufsausbildung in der Pflege oder in einem anderen medizinischen Beruf sowie ehrenamtliches Engagement und/oder praktische Tätigkeiten berücksichtigt.

In absehbarer Zeit gehen viele Hausärzte in den Ruhestand und es werden dringend geeignete Nachfolgerinnen und Nachfolger gebraucht. Mit der Implementierung der Landarztquote bzw. der ÖGD-Quote will das Land Rheinland-Pfalz freiwerdende Arztsitze nachbesetzen und engagierte und interessierte Menschen bei ihrem Studienwunsch unterstützen.

„Die ärztliche Patientenversorgung ist eine wichtige und nicht mehr wegzudenkende Aufgabe in unserer Gesellschaft“, betont Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. „Unsere Motivation ist es, die Daseinsvorsorge flächendeckend im Land zu sichern und Menschen, die ein Interesse am Arztberuf hegen, zu fördern“, so Placzek.

Nähere Informationen zur Landarztquote und ÖGD-Quote sowie den Zugang zum Online-Bewerberportal finden Sie unter www.landschafftarzt.rlp.de.

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Demenzwochen im Eifelkreis: Kostenfreies Kursangebot für pflegende Angehörige

Bitburg – Vom 1. September bis 31. Oktober 2021 finden die „Demenzwochen im Eifelkreis“ statt. Mehrere unterschiedlich geprägte Angebote und Veranstaltungen vermitteln wichtige Informationen zum Krankheitsbild Demenz und geben praktische Ratschläge, die das Leben der Betroffenen und ihrer Familien erleichtern können.

Basisqualifikation „Unterstützung im Alltag“ nach § 45 a SGB XI

Als Auftaktveranstaltung steht ein kostenfreies Kursangebot für pflegende Angehörige, die ihre Fachkompetenz in der Betreuung erweitern möchten sowie für Personen, die tätig werden wollen:

– in der ambulanten Betreuung,

– in familienentlastenden Diensten,

– in der Pflegebegleitung oder

– in Betreuungsgruppen.

Zu den Lerninhalten gehören:

– Grund- und Notfallwissen im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen,

– Basiswissen über Krankheitsbilder,

– Kommunikation und Interaktion,

– Selbstmanagement und Reflexionskompetenz,

– Konfliktmanagement u.v.m.

Vermittelt werden 30 Unterrichtseinheiten an vier zusammenhängenden, ganztätigen Kursterminen:

07.09., 14.09., 15.09. und 28.09.2021

Veranstaltungsort ist die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Standort Alte Kaserne, Maria-Kundenreich-Straße 7, 54634 Bitburg.

Für Anmeldungen und Informationen steht Frau Brunhilde Hell zur Verfügung:

Koordinierungsstelle Demenznetzwerk, Tel.: 06561/15-5209, Email: hell.brunhilde@bitburg-pruem.de

Demenznetzwerk Eifelkreis

Das Demenznetzwerk Eifelkreis ist eine Kooperation vorhandener Dienste, Einrichtungen, Ärzte, Seniorenverbände, Bildungsinstitute, Pflegestützpunkte, von Betroffenen und deren Angehörigen. Es versteht sich als koordinierendes Dach aller Akteure, die an Betreuung und Versorgung von Menschen mit Demenz mitwirken. Außerdem ist es zentrale Anlaufstelle für alle, die sich über Demenz informieren und/oder in die Netzwerkarbeit einbringen möchten. Gemeinsam mit vielen Engagierten möchten wir ein förderliches Umfeld gestalten, in dem Menschen mit Demenz und ihre Familien willkommen sind und selbstverständlich dazugehören.

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LSB und Sportbünde starten COMEBACK der Gemeinschaft im rheinland-pfälzischen Sport

Region/Mainz – Zum Start ins neue Schuljahr 2021/22 ruft #SPORTRheinlandPfalz die gemeinsame Beteiligung aller rheinland-pfälzischen Sportorganisationen an der vom DOSB initiierten Kampagne „COMEBACK der Gemeinschaft“ aus. Nachdem pandemiebedingt mehr als 53.000 Mitglieder die rheinland-pfälzischen Sportvereine im Laufe des vergangenen Jahres verlassen haben und auch deutlich weniger neue Mitglieder als in den Vorjahren eingetreten sind, macht sich der organisierte Sport mit Unterstützung des Ministeriums des Innern und für Sport wieder fürs gemeinsame Sporttreiben im Verein stark. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen parallel zum Schulstart wieder für den Vereinssport gewonnen werden. Neben der Kommunikations-Kampagne unterstützen ab 1. September drei zielgerichtete Förderungen die Mitgliederbindung und -gewinnung der rheinland-pfälzischen Vereine.

Endlich wieder gemeinsamer Sport in unseren Vereinen. Das ist die Botschaft der DOSB-Kampagne COMEBACK der Gemeinschaft. Slogans wie „Heimspiele statt Home Office“, „Hoch von der Couch, rein ins Trikot“ oder „Jeder für jeden statt jeder für sich“ haben die ersten Wochen der Wiederaufnahme des Vereinssports begleitet. Sie waren Ausdruck der Sehnsucht nach gemeinsamer Bewegung und dem sozialen Vereinsleben.

Auch in Rheinland-Pfalz haben die meisten Sportvereine schnell wieder ihre Tore geöffnet und den Sportbetrieb verantwortungsbewusst und pandemiegerecht aufgenommen. Der Drang auf den Sportplatz, in die Sporthalle oder ins Schwimmbecken ist seitdem groß. „Die Pandemie hat deutlich gezeigt, ohne den Sportverein fehlen soziale Kontakte, aktive Bewegung sowie Erholung für Körper und Geist“, sagt LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. Doch aufgrund des coronabedingten Stillstands kehrten im vergangenen Jahr viele Mitglieder ihrem Verein den Rücken – und neue Mitglieder konnten kaum eintreten. Mitglieder, die nun wieder für den Vereinssport gewonnen werden müssen. „Mit der rheinland-pfälzischen Beteiligung an dem COMEBACK der Gemeinschaft möchten wir die Vereine dabei unterstützen, neue Mitglieder zu werben und bestehende Mitgliedschaften zu binden“ so Bärnwick weiter.

So sollen die Vereine die Botschaft der Kampagne nutzen, um Werbung für ihre Bewegungsangebote zu machen. Den Menschen soll klar gemacht werden, wie wichtig der gemeinsame Sport in der Zeit mit und nach Corona ist und welche vielfältigen Angebote der jeweilige Verein für das COMEBACK der Gemeinschaft zu bieten hat. Dazu stellen der LSB und die Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen auf ihren Websites eine Toolbox zur Verfügung, die Vorlagen für die Kommunikationskanäle der Mitgliedsorganisationen bietet.

Erweitert wird die Kommunikationskampagne durch gezielte Förderungen für die Mitgliederbindung und -gewinnung der Vereine. Die Sportvereine erhalten im Rahmen der Kampagne COMEBACK der Gemeinschaft einen finanziellen Zuschuss über 15 Euro für jedes neue Mitglied im Alter von 0 bis 10 Jahren. Auch niederschwellige Vereinsaktionen, die der Mitgliedergewinnung dienen, werden mit 400 Euro finanziell unterstützt. „Die rheinland-pfälzischen Sportvereine sollen in ihrem Engagement, neue Mitglieder zu werben, bestmöglich unterstützt werden“, betont Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen. Und fügt hinzu „noch nicht alle haben wieder den Weg in ihren Verein gefunden. Sicherlich gehört jetzt ein kleiner Ruck dazu, um wieder die „schönste Nebensache der Welt“ mit Freund*innen zu genießen.“ Passend zum Gemeinschaftsgedanken des COMEBACKS bezuschusst die dritte Förderung, die im Rahmen der Kampagne startet, die Durchführung von Veranstaltungen in rheinland-pfälzischen Sportschulen.

„Unsere Sportvereine bringen Menschen zusammen – nicht nur mit sportlicher Bewegung. Erlebnisse, die sich niemand entgehen lassen sollte“, sagt Elke Rottmüller, Präsidentin des Sportbundes Pfalz. Diese gemeinsamen Erlebnisse auf und neben dem Sportplatz „sollen wieder in den Fokus der Vereinsmitglieder rücken und die isolierte Sportausübung Zuhause vor den Bildschirmen ablösen“, unterstreicht auch Monika Sauer, Präsidentin des Sportbundes Rheinland. Aus diesem Grund feiert der rheinland-pfälzische Sport gemeinsam mit allen Verbänden und Vereinen sowie den knapp 1,4 Millionen Mitgliedschaften zum Start des neuen Schuljahres 2021/22 das große COMEBACK der Gemeinschaft in Rheinland-Pfalz.

Alle Förderungen der Kampagne COMEBACK der Gemeinschaft – Gemeinsam für #SPORTRheinlandPfalz auf einen Blick 

  1. Zuschuss für neu gewonnene Mitglieder

Für alle Kinder im Alter zwischen 0 bis 10 Jahren, die in der Zeit vom 01.09.2021 bis 30.11.2021 im Verein Mitglied geworden sind, erhält der Verein eine Prämie in Höhe von 15 Euro.

  1. Zuschuss für Vereinsaktionen zur Mitgliedergewinnung (500 x 400 Euro)

Für eine Veranstaltung und/oder Aktion, die vom 01.09.2021 bis 30.11.2021 durchgeführt und der Mitgliedergewinnung des Vereins dient (z.B. Tag der offenen Tür), erhält der Verein einen Zuschuss in Höhe von 400 Euro.

  1. Zuschuss für Veranstaltungen in Sportschulen rheinland-pfälzischer Sportorganisationen

Für Veranstaltungen der Vereine und Verbände, die an den Sportschulen rheinland-pfälzischer Sportorganisationen durchgeführt werden, erhält der Verein einen Zuschuss von 10 Euro pro Person pro Nacht während des Aufenthalts.