Kategorien
Top-Themen

Noch mehr schnelles Internet für Alsdorf: Glasfasernetz wird ausgebaut – Ab Jahresbeginn 2022 WLAN in jedem Klassenzimmer

Alsdorf, 04.09.2020 – Die Digitalisierung ist in aller Munde, jetzt geht Alsdorf weitere konkrete Schritte in Richtung Ausbau des Glasfasernetzes. Eines der Ziele: Zum Jahresbeginn 2022 schnelles WLAN in jedem Alsdorfer Klassenzimmer zu haben.

Mehr Glasfaser für Alsdorf – das wird möglich mit Unterstützung der Städteregion Aachen. Durch die StädteRegion Aachen wurde ein Antrag an Bund und Land zum Ausbau des Glasfasernetzes initiiert, der jetzt durch den Bund bewilligt wurde  und durch NetAachen umgesetzt wird. Privathaushalte oder auch Firmen, die bislang mit Geschwindigkeiten von weniger 30 Mbit pro Sekunde leben mussten, profitierenden von dem weiteren Glasfaserausbau und können künftig mit höheren Geschwindigkeiten online unterwegs sein. Duffesheide, Reifeld und Bettendorf, die nahezu komplett neu versorgt werden, gewinnen als bislang unterversorgte Stadtteile besonders von dem neuen Projekt. Dabei sind auch größere Bereiche von Kellersberg, Busch, Hoengen, Warden, Begau und Broicher Siedlung, insgesamt 1.888 Adressen im Alsdorfer Stadtgebiet.

Im Rahmen des Digitalisierungspaktes und der Förderung Gute Schule 2020 werden alle Schulstandorte in Alsdorf an das schnelle Glasfasernetz angebunden. Auch unterversorgte Gewerbegebiete erhalten schnelles Internet.

Die Massnahme soll zum Ende 2020  begonnen werden und nach rund 79 Wochen abgeschlossen sein. Bürgermeister Alfred Sonders freut sich besonders darüber, dass der Ausbau zu 100 Prozent durch Bund und Land gefördert wird. „Der Stadt Alsdorf entstehen keine Kosten“, erklärt Sonders. „Wir gehen damit in Alsdorf noch einen Riesenschritt in Richtung Digitalisierung.“

Das ist gerade in der heutigen Zeit für die Alsdorfer Schulen von großer Bedeutung. Bis Ende 2021 sind alle Alsdorfer Schulen flächendeckend mit WLAN in allen Klassen ausgestattet. Derzeit wird an digitalen Lernkonzepte gearbeitet. Diese Lernkonzepte bilden dann die Grundlage für die Beschaffung der notwendigen Ausstattung für digitales Lernen, das dann allen Alsdorfer Schulen möglich ist.

Kategorien
Top-Themen

„Frühere Eifelhöhen Klinik Marmagen in 72 Stunden einsatzbereit“

Kreis Euskirchen/Marmagen, 04.09.2020  – Corona-Notfallpläne für die frühere Eifelhöhenklinik Marmagen vorgestellt: Covid-19-Patienten mit leichten Symptomen und nicht infizierte Kranke sollen getrennt voneinander behandelt werden – Zweites Testzentrum neben Mechernich – Ambulante Pflege – 142 Betten plus 30 provisorische Zimmer, die das THW in der Turnhalle einrichten könnte.

„Hoffentlich wird das nie der Fall sein“, hoffte Manfred Poth, der Allgemeine Vertreter von Landrat Günter Rosenke bei einem Ortstermin in der früheren Reha-Klinik in seinem Heimatort, bei dem unter anderem Ex-Kreisbrandmeister und Rettungsdienstchef Udo Crespin, der Mechernicher Hausarzt Frank Gummelt, DRK-Einsatzleiter Stephan Schmitz und THW-Chef Daniel Schwarzer erläuterten, wie sie die Eifelhöhenklinik im Notfall binnen 72 Stunden wieder in Betrieb nehmen wollen.

Der Arzt Frank Gummelt (r.) gibt Auskunft über das im Notfall geplante neben Mechernich kreisweit zweite Corona-Testzentrum in Marmagen. Bereits 15 Ärzte haben sich für dessen Betrieb prophylaktisch freiwillig gemeldet. Foto: Zimmermann/DRK/pp/Agentur ProfiPress

Nur im Katastrophenfall

Wie soll die Klinik konkret genutzt werden, wenn der Kreis Euskirchen und die Region Aachen, Bonn und Köln von der befürchteten zweiten Corona-Welle überrollt werden, fragt sich der Redakteur Bernd Zimmermann in den Tageszeitungen „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“.

Nun: Es sollen dort Covid-19-infizierte Patienten mit leichten Symptomen sowie nicht infizierte Personen getrennt voneinander behandelt werden. Auch könnte neben Mechernich eine zweite Teststelle eingerichtet werden.

„Was passiert, wenn die bestehenden Systeme aus Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen an den Rand des Kollaps geraten?“, fragt sich Bernd Zimmermann weiter: Dann treten ehrenamtliche Kräfte der „nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr“ in Aktion, unter anderem DRK, Malteser, Johanniter, DLRG, THW und die Feuerwehren.

Neben den professionellen Katastrophenschützern aus der Kreisverwaltung Euskirchen sind dann auch die Bundeswehr und die Stiftung EvA aus Schleiden, die DRK-Schwesternschaft sowie die Ärzteschaft mit im Boot. Wie Manfred Poth erläuterte, soll dieses Einsatzszenario aber erst im Katastrophenfall aufgerufen werden.

Die ehemalige Rehaklinik, so Poth, sei laut Kreistagsbeschluss als Entlastungseinrichtung für stationäre medizinische Betreuung, stationäre und ambulante Pflege und gegebenenfalls auch ambulante medizinische Versorgung angemietet worden.

Wie der Kreis die Corona-Krise bei stark steigenden Infektionszahlen bewältigen will, und welche Organisationsstrukturen dahinterstehen, erläuterte Martin Fehrmann, Leiter der Abteilung 38, die für die Gefahrenabwehr im Kreis Euskirchen zuständig ist.

Der Krisenstab des Kreises müsse dafür sorgen, dass für das Alltagsgeschäft von Feuerwehr und Rettungsdienst trotz der steigenden Anforderungen durch Corona ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Genauso müsse aber auch der durch die Pandemie erhöhte Personal- und Materialbedarf sichergestellt werden, so Fehrmann.

142 Betten, Nasszellen, EKG

Kreisbrandmeister Peter Jonas erläuterte, dass der Kreis mit Hilfe seines Krisenstabes versuche, zur Bewältigung der Krise den bestmöglichen Rahmen zu schaffen. Da gebe es Fachberater, etwa im Gesundheitsamt, oder technischen Input, der vom Technischen Hilfswerk oder über das Verbindungskommando der Bundeswehr geleistet werden könne.

Der ehemalige Kreisbrandmeister Udo Crespin erläuterte, warum die Katastrophenschützer im Kreis die leerstehende Reha-Klinik ins Zentrum ihrer Pandemie-Planungen genommen haben. Dort gebe es einen intakten Gebäudekomplex mit kompletter Einrichtung, also eingerichteten Einzelzimmern nebst Nasszellen und 142 Betten, eine medizinische Abteilung mit Ultraschall sowie EKG und die Möglichkeit, das Personal unter Einbeziehung von Synergieeffekten ressourcen-schonend einzusetzen.

„Wir können unsere Helfer nicht mehrfach verplanen. Wir müssen versuchen, sie effektiv einzusetzen“, so Crespin. Er zeigte auf einer Videowand, wie die Eifelhöhen-Klinik als Krankenhilfe- und Pflegehilfe-Einrichtung für nicht an Corona erkrankte Patienten und Pflegebedürftige genutzt werden könnte.

Zudem gebe es in einem vorgelagerten Trakt ein Test- und Behandlungszentrum für Covid-19-Patienten, das von der Kreisärzteschaft betrieben werden soll. Crespin stellte klar, dass das bisherige System im Kreis zu keiner Zeit an die Belastungsgrenze gelangt oder unter Volllast gefahren worden sei. Man müsse jedoch für den Fall planen, in dem durch ein rasantes Ansteigen von Fallzahlen Überbelastungen aufträten.

Rotes Kreuz federführend

Als Kooperationspartner hat der Kreis für den Betrieb der Krankenhilfe-Einrichtung in Marmagen das Rote Kreuz (DRK) im Kreis Euskirchen gefunden. DRK-Bereitschaftsleiter Stefan Schmitz erläuterte, seine ehrenamtlichen Mitarbeiter seien geschult im Umgang mit Kranken. Sobald die Einrichtung ans Netz gehe, werde die Verpflegungseinheit des DRK die Versorgung der Menschen übernehmen.

Als Partner für die Pflegehilfe-Einrichtung stellte Malte Duisberg von EvA, der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd, seine Organisation vor. EvA werde dann kurzfristig einen weiteren Pflegestützpunkt in Marmagen eröffnen. Man suche aber noch Freiwillige, die man für den Katastrophenfall schule.

Vor der anschließenden Besichtigung des Gebäudekomplexes verteilten Mitarbeiter FFP-2-Masken an alle Besucher. Denn man werde den Mindestabstand nicht überall einhalten können, hieß es. Im Nebentrakt, so Frank Gummelt, werde ein Test- und Behandlungszentrum für Covid-19-Patienten eingerichtet.

15 Ärzte freiwillig gemeldet

Dafür hätten schon 15 Ärzte ihre Bereitschaft zur Teilnahme erklärt. In der Turnhalle, so der Schleidener THW-Ortsbeauftragte Daniel Schwarzer, könne man mit Abtrennwänden binnen 48 Stunden 30 beleuchtete Kabinen für Patienten installieren. Den Strom beziehe man über das Netz der Reha-Klinik oder im Bedarfsfall durch Aggregate.

Im Bettenhaus sahen die Gäste ein komplett eingerichtetes Krankenzimmer mit Bett, Matratze, Mobiliar und TV. Auf den Stationen gibt es in einzelnen Räumen noch die Möglichkeit, Besprechungen abzuhalten oder Funkmeldeempfänger aufzuladen. „Das ist alles komplett ausgestattet und muss nicht erst mühevoll eingerichtet werden. Die Einrichtung ist mit einer Vorlaufzeit von 48 bis 72 Stunden einsatzbereit“, konstatierte der Rettungsexperte Udo Crespin.

Die NRW-Landesregierung, so Manfred Poth, habe das Projekt Eifelhöhen-Klinik genehmigt. Die nur für den Katastrophenfall vorgesehene Krankenhilfe- oder Pflegehilfe-Einrichtung stehe auch für benachbarte Landkreise oder die Städteregion Aachen im Bedarfsfall zur Verfügung. Diese müssten dann aber ihr eigenes Personal mitbringen. Denn das könne der Kreis nicht für andere Gebietskörperschaften vorhalten, so Poth.

Kategorien
Top-Themen

Landrat Spelthahn: „Kreis Düren produziert bald seinen eigenen grünen Wasserstoff“

Kreis Düren, 04.09.2020 – Das ist landesweit einzigartig: Der Kreis Düren wird bald eigenen grünen Wasserstoff herstellen. „Wir werden im Brainergy-Park eine große Solaranlage errichten und einen Elektrolyseur, in dem Wasserstoff produziert werden kann“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn heute (3.9.) bei der Vorstellung des Projekts vor zahlreichen Vertretern aus Wissenschaft, Forschung, Verwaltung und Politik.

Die Veranstaltung, die unter strengen Corona-Regeln im Brainergy-Park in Jülich stattfand, ist die Fortsetzung und Bestandteil einer Strategie, die Landrat Spelthahn mit dem Kreis Düren seit langem verfolgt. „Wasserstoff ist die Technik der Zukunft. Deshalb freue ich mich, dass nun auch Bund und Land umfangreiche Förderprogramm aufgelegt haben, um lokale Projekte zu unterstützen.“

Der Kreis ist dabei, den Öffentlichen Nahverkehr auf Elektromobilität umzustellen und dabei auch auf Wasserstoffantriebe zu setzen. Erst in der vergangen Woche nahm der Landrat von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst eine 1,3 Millionen Euro schwere Förderung für die ersten fünf Wasserstoffbusse im Kreis Düren entgegen. „Dieser Weg ergibt aber nur Sinn, wenn wir auch auf grünen Wasserstoff setzen“, betonte der Landrat. Deshalb wird im Brainergy-Park ein großer Solarpark gebaut, in dem der Strom produziert wird, der zur Herstellung von Wasserstoff benötigt wird. Damit trage der Kreis zu einem nachhaltigen Umweltschutz bei. Landrat Wolfgang Spelthahn erinnerte an das große Klimaschutzprogramm, das weit mehr als 100 Maßnahmen umfasst und einstimmig vom Kreistag beschlossen wurde. Bis 2035 soll der Kreis Düren klimaneutral sein, die Kreisverwaltung bis 2025.

Baubeginn für die Solaranlage mit rund 18 000 Modulen und den Elektrolyseur, der in etwa so groß ist wie zwei längere Container, ist im kommenden Jahr. Investiert werden zirka 16 Millionen Euro. Bis Ende 2022 soll alles stehen. Mit der PV-Anlage kann der Kreis Düren seinen eigenen Bedarf für die Wasserstoffbusse und die zunächst geplanten vier Wasserstoffzüge decken (9 Megawatt). Grundsätzlich ist die Anlage erweiterbar, so dass noch größere Mengen grüner Wasserstoff hergestellt werden können. Immer wieder werde er gefragt, wo Wasserstofffahrzeuge betankt werden können, sagte der Landrat. Im Gewerbegebiet „Im großen Tal“ in Düren wird die erste Wasserstoff-Tankstelle im Kreis Düren entstehen, vier weitere seien geplant, sagte der Landrat.

Bei der Veranstaltung im Brainergypark heute sprachen verschiedene Experten zu den Chancen und Möglichkeiten, die die Zukunftstechnologie Wasserstoff bietet.

Michael Theben vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie stellte die Wasserstoffstrategie auf Landes- und Bundesebene vor. Der Leiter der Abteilung Klimaschutz bescheinigte dem Kreis Düren, „als Wasserstoff-Region schon sehr weit zu sein und nannte NRW „das Wasserstoff-Land“.

Prof. Bernhard Hoffschmidt, Technischer Geschäftsführer Brainergy Park und Direktor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt am Institut für Solarforschung, stellte das zukunftsweisende Konzept des Brainergy-Parks vor. „Wir haben Rückenwind durch den Strukturwandel“, sagte Hoffschmidt. Mehr als 70 Prozent der Flächen des Brainergy-Parks seien bereits reservier beziehungsweise angefragt.

Georg Schmiedel, Geschäftsführer der F&S Solar, die die Solaranlagen errichten wird, informierte über die lokale Wasserstoff-Produktion und den PV-Park, der „drei Mal so groß wird wie der Park in Inden“. Die Energiewende werde aus dem Kreis Düren und Deutschland in die Welt getragen. Thomas Gaksch (Linde AG) und Andreas Schmuderer (Siemens AG) beschäftigte sich ebenfalls mit der Vor-Ort-Produktion von grünem Wasserstoff. Beide Unternehmen zeigen Interesse, den Elektrolyseur zu bauen. Rainer vor dem Esche, Geschäftsführer des Jülicher Unternehmens NPROXX kündigte an, dass sein Unternehmen, das Wasserstofftanks herstellt, in Zukunft stark investieren und Arbeitsplätze schaffen wolle. „Wir schaffen gemeinsam die Wasserstoffwende“, sagte der Manager.

Eine Talkrunde mit Prof. Christian Sattler (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), Dr. Martin Robinius (Forschungszentrum Jülich) und Dr. Johannes Sackmann (RWTH Aachen / Institut für Textiltechnik) zeigte zusätzliche Perspektiven auf, die sich dem Kreis Düren als Wasserstoff-Region bieten. „Wir haben brillante Köpfe und gute Ideen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn zum Schluss. Beides gelte es weiter zu nutzen – getreu dem Motto der Veranstaltung: Mit Wasserstoff Richtung Zukunft.

Kategorien
Top-Themen

Interviewreihe zur Dienstleistungs-Genossenschaft Eifel eG (DLG) wird weiter fortgesetzt: Bert Kantelberg, Geschäftsführer (CEO) Papstar

Schleiden, 03.09.2020 – Der Region gegenüber verplichtet. Ein Gespräch mit Bert Kantelberg, Geschäftsführer (CEO) beim international tätigen Kaller Unternehmen Papstar.

Die DLG Eifel folgt einem modernen Gedanken: „Gemeinsam ist man stark“.

Bert Kantelberg: Ja, das ist für die Zukunft enorm richtig und wichtig. Als Mitgründungsunternehmen der DLG Eifel sowie Entwicklungs- und Pilotpartner des staatlich geförderten Projekts ‚Gesunde Region Eifel‘ stehen wir natürlich voll und ganz hinter der genossenschaftlichen Idee, durch gemeinschaftliches Engagement oder die Bündelung von Kräften den Einzelnen wirtschaftlich stark zu positionieren.

Ein starkes Netzwerk wie DLG Eifel macht auch die Region für Arbeitnehmer attraktiv?

Den erfolgreichen PAPSTAR-Werdegang konnten wir über mehrere Jahrzehnte von der Eifel aus vorantreiben – eine sehr lebenswerte Region; wir können uns alle glücklich schätzen, hier arbeiten und leben zu dürfen. Diese Erkenntnis gilt es jetzt an junge Menschen – Stichwort Fachkräftemangel – weiterzugeben. Ein starkes Netzwerk innovativer Arbeitgeber verschiedenster Fachgebiete kann sicherlich zu einer spürbaren Attraktivitätssteigerung der Eifel in ihrer Gesamtheit führen. Unterstützung, Rücksichtnahme, Verständnis und Gemeinschaftssinn sind Grundtugenden, die die Region seit jeher auszeichnen – daran hat sich durch die Corona-Krise nichts verändert!

Die DLG Eifel ist seit Bestehen zusammengewachsen…

Bert Kantelberg: Richtig – und noch mehr. Wir haben vor allem ein Gespür dafür entwickeln können, wofür die einzelnen Mitgliedsunternehmen stehen und was sie in ihrem Kompetenzbereich ausmacht. Das Verständnis untereinander ist zum Fundament eines lebendigen Netzwerks geworden. Als europaweit agierendes Unternehmen fühlt sich PAPSTAR auch der Region gegenüber verpflichtet, spezifisches Know-how – in welchem Bereich auch immer es gefragt sein sollte – weiterzugeben.

Wie haben Ihre Mitarbeiter von der DLG Eifel profitiert?

Bert Kantelberg: Die Förderung betrieblicher Gesundheit oder einzelne Projekte der ‚Initiative Neue Qualität der Arbeit‘ (INQA) im Rahmen des Audits ‚Zukunftsfähige Unternehmenskultur‘ haben ganz klar an Bedeutung gewonnen und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl im Unternehmen. Als jüngstes Beispiel fällt mir die Teilnahme zahlreicher PAPSTAR-Teams bei ‚Schritt4fit‘ ein. Über die Timeline unseres sehr präsenten Intranets ‚BE A PAPSTAR‘ wissen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über solche Angebote immer bestens informiert.

Was wünschen Sie sich von der DLG Eifel? 

Bert Kantelberg: Die einzelnen Säulen sollten nachhaltig gestärkt werden, indem wir immer mehr kompetente Mitstreiter aus den einzelnen Mitgliedsunternehmen und für die einzelnen Themengebiete finden. Das unterstützen wir aus unseren Reihen heraus, um das genossenschaftliche Prinzip der Selbsthilfe zu untermauern.

Was erwarten Sie weiter?

Bert Kantelberg: Noch mehr Mitgliedsunternehmen. So ließen sich mittelfristig über Beiträge oder sonstige finanzielle Zuwendungen hauptamtliche Kräfte oder eine bezahlte Geschäftsführung für die organisatorische Arbeit der DLG Eifel realisieren. Sicherlich ein erstrebenswertes Ziel: Wachsen wir weiter, können wir gemeinschaftlich auch mehr erreichen und sinnvolle Synergie-Konzepte entwickeln.

Kategorien
Top-Themen

Westnetz Saffig überprüft Leitungen mit Drohne

Saffig, 01.09.2020 – Zwei Monteure der Westnetz GmbH stehen am Wegesrand und schauen in die Ferne. Auch Anwohner hat ein fremdes Motorgeräusch ans Fenster gelockt. Die Blicke aller sind auf einen unbemannten Flugkörper gerichtet. Es ist eine Drohne, die
Richtung Stromleitung über Wiesen und Felder schwebt. Westnetz nutzt die neueste Technologie zur Inspektion und Instandhaltung von Leitungen im Netzgebiet.

Während der Netzmonteur die Drohne an die Leitung heranlenkt, kümmert sich ein weiterer Kollege um das Auslösen der Kamera. „Eine Überprüfung der Strommasten und Freileitungen auf diese Weise ist eine tolle Sache. Wir bekommen exakte Nahaufnahmen vom Leiterseil“, erklärt Dominik Mallmann, Netzmonteur bei Westnetz. „Bei dem Multicopter-Einsatz in unserer Region konnten wir uns von den Nutzungsmöglichkeiten der Technik überzeugen“, ergänzt er stolz.

Um eine störungsfreie Stromversorgung dauerhaft zu gewährleisten, sind regelmäßige Inspektionen des Mittel- und Hochspannungsnetzes und der Übergabestationen erforderlich. Die Sichtkontrolle von Freileitungen bedeutet in der Regel einen hohen Aufwand für die Netzmonteure der Westnetz. Mittel- und Hochspannungsleitungen müssen sie bei Störungen oder zur Kontrolle anfahren und inspizieren. Hierbei können Leitungen jedoch nur von unten kontrolliert werden, wobei zum Teil leicht ersichtliche Fehlerstellen übersehen werden. Schwer zugängliche Stellen erreichen die Monteure ausschließlich mit einem Hubsteiger.

Das Befliegen der kilometerlangen Freileitungen mit einer Drohne ist somit eine effiziente Ergänzung zur Leitungsbegehung und gewährleistet eine schnelle und optimale Fehleranalyse. Ebenso erleichtert der Einsatz der neuen Technologie die Wartungsarbeiten der Netzmonteure enorm. „Hindernisse, wie Bäume oder Büsche, können vom Multicopter umflogen werden. Das ermöglicht uns eine ideale Sichtkontrolle. Sogar bei mäßigem Wind hat die Drohne eine ruhige Lage in der Luft und liefert hochauflösende Bilder“, erklärt Dominik Mallmann. Die Drohne kontrolliert und dokumentiert gezielt Anlagenteile. Sie wird von den Netzmonteuren auf Sichtweite gesteuert. Selbst bei der Inspektion von Hochspannungsleitungen dient sie als Ergänzung zur konventionellen Helikopter-Befliegung.

Als regionaler Netzbetreiber ist die Westnetz GmbH verantwortlich für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung. Die Überprüfung und Instandhaltung der Netze hat dabei oberste Priorität. Bisher hat Westnetz 33 Netzmonteure geschult, die eine Drohne im sicheren Abstand vom Boden aus steuern können. „Jeden Tag müssen wir die Funktionalität der Strommasten und Freileitungen garantieren.
Durch den Einsatz von Drohnen können Beschädigungen im Netz zeitnah identifiziert und Reparaturen schnell und gezielt eingeleitet werden. Diese innovative Technik hat für uns viele Vorteile. Für Inspektionsmaßnahmen muss der Strom nicht abgeschaltet werden und unsere Mitarbeiter bleiben sicher am Boden“, so Frank Kauth, Leiter des Netzbetriebs im Regionalzentrum Rauschermühle.

Mit der Anwendung dieser Technologie wird deutlich, wie Digitalisierung maßgeschneidert in den Instandhaltungsprozess der Netze umgesetzt werden kann. Für Westnetz ein wichtiger Fortschritt auf dem Weg zum digitalen Verteilnetzbetreiber der Zukunft.

Die Westnetz-Drohne

Westnetz nutzt neueste Drohnentechnologie zur Inspektion und Instandhaltung
der Stromnetze. Foto: Westnetz

Die von Westnetz eingesetzte Drohne verfügt über vier Rotoren und hat ein Fluggewicht von gerade mal 900 g. Die integrierte Kamera erstellt hochauflösende Bilder, welche zur internen Dokumentation genutzt werden können. Darüber hinaus werden bei Westnetz alle eingesetzten Drohnen in der Farbe hell-orange inklusive dem Westnetz-Logo beklebt. Durch ein einheitliches Aussehen kann der Drohnensteuerer das Flugobjekt besser einsehen. Jeder erkennt die Signalfarben am Himmel und weiß, dass die orange-leuchtende Westnetz-Drohne einen rein kommerziellen Nutzen verfolgt.

Kategorien
Top-Themen

Entscheidung ist gefallen: Neue Intendanz für die Burgfestspiele

Mayen, 28.08.2020 – Alexander May heißt der Intendant der Burgfestspiele Mayen ab der Spielzeit 2022. In der gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss und des Kulturausschusses am 27.08.2020 ist die Entscheidung gefallen. Er tritt damit die Nachfolge von Daniel Ris an, dessen Intendanten-Tätigkeit mit Ablauf der Burgfestspiele 2021 enden wird.

Alexander May, geboren 1970 in Trier, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Steinbildhauer und Steinmetz und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. 1999 gründete er die freie Theatergruppe „Fragment“, mit der er zahlreiche Produktionen in Berlin realisierte. Parallel dazu arbeitete er als Regieassistent u.a. mit Claus Peymann, Thomas Langhoff und Christoph Schlingensief. Er war seither viele Jahre als Regisseur an verschiedenen Häusern tätig, so inszenierte u.a. am Bayerischen Staatsschauspiel, Theater Essen, Theater Trier, Theater Augsburg, Staatstheater Nürnberg, Theater Osnabrück, Schauburg München, Kammeroper München und bei den Salzburger Festspielen.

Von 2018 bis 2020 arbeitete er als Stellvertretender Intendant, Chefdramaturg und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss. Seit 2017 inszeniert Alexander May die jährliche Arenashow des Kaltenberger Ritterturniers mit über 200 Mitwirkenden und 10.000 Zuschauern.

In Mayen möchte May das Musical „AIDA“ (Elton John und Tim Rice), als Jugendstück „Der talentierte Mr. Ripley (Patricia Highsmith) sowie als Schauspiel „Shakespeare in Love (Marc Normann und Tom Stoppart)“ und „Faust“ (Johann Wolfgang von Goethe) zeigen. Das Motto seiner ersten Spielzeit lautet dabei  „Querköpfe“.

„Die Burgfestspiele sind das Highlight im Sommer – gerade in einem Jahr, in dem wir Pandemie-bedingt auf dieses Freilichtvergnügen verzichten müssen, freuen wir uns umso mehr, dass nun der Weg für die nächsten Jahre geebnet ist“, so die Mayener Stadtspitze mit Oberbürgermeister Wolfgang Treis, Bürgermeister Bernard Mauel, Beigeordneten Thomas Schroeder und der Beigeordneten Natascha Lentes.

Kategorien
Top-Themen

Bio-Erdgas aus der Eifel

Bitburg, 25.08.2020 – Neuer Baustein für die regionale Energiewende in der Region Trier: Die Biogaspartner Bitburg GmbH hat am Flugplatz Bitburg eine Biogas-Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Sie veredelt das Rohbiogas aus sieben regionalen Anlagen. Für den Transport der Energie hat die SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH im Rahmen des Projekts Verbundnetz Westeifel ein rund 45 Kilometer langes Biogasnetz aufgebaut. Mit der Einspeisung in das bereits vorhandene Erdgasnetz kann die Edelenergie ab sofort flexibel in der Region verwendet werden, zum Beispiel zum Heizen, für den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder als Kraftstoff für Nutzfahrzeuge.

„Herausragendes Projekt, das bundesweit Nachahmung finden sollte.“ Fotoquelle: SWT/Trier

An der Biogaspartner Bitburg GmbH sind SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH (51 Prozent), der Entsorgungsbetrieb Luzia Francois (34 Prozent) und die Kommunale Netze Eifel AöR (15 Prozent) beteiligt. Die erforderliche Biogas-Infrastruktur haben die Partner im Rahmen des Regionalen Verbundprojekts Westeifel mit verlegt. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken liefert das Konzept neue Lösungsansätze für die regionale Energiewende: „Die Biogaspartner zeigen, wie Bestands-Biogasanlagen auch nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung wirtschaftlich genutzt werden können.

Als Antriebsenergie für Blockheizkraftwerke mit Wärmenutzung kann die Bioenergie schon jetzt und in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Mit dem künftig hoffentlich noch weiterwachsenden Biogasverbund haben wir in Rheinland-Pfalz ein einmaliges Vorzeigeprojekt vorzuweisen: Aus diesem Anlagenverbund gesammeltes, zentral aufbereitetes Biomethan ersetzt fossiles Erdgas im Netz und reduziert klimaschädliches CO2. Die Speicherung im Erdgasnetz ermöglicht die flexible Nutzung des Biomethans in anderen Sektoren: Sei es als regenerativer Kraftstoff für schwere Nutzfahrzeuge, für die hocheffiziente Wärme-Erzeugung bis hin zur bedarfsgerechten Rückverstromung. Das zeigt das Potenzial von speicherbarem Biogas für die Sektorenkopplung und ist in dieser Form ein herausragendes Projekt, das bundesweit Nachahmung finden könnte und sollte.“

Alle Regeln werden eingehalten. Fotoquelle: SWT/Trier

Neben der Aufbereitungsanlage war insbesondere die Vernetzung der vorhandenen Biogas-Anlagen eine nicht alltägliche Herausforderung für die zuständige Genehmigungsbehörde SGD Nord: „Ich freue mich, dass wir einen weiteren Meilenstein im Rahmen der Planungen des regionalen Verbundnetzes Westeifel in Betrieb nehmen können. Neben der Trasse haben wir mit einem großen Team auch die Aufbereitungsanlage und die Erweiterung der Aufbereitungstechnik auf den beteiligten Höfen überprüft und genehmigt. Während für die Zulassung der Leitungstrasse mittlerweile schon ein routiniertes Verfahren abläuft lag die Herausforderung darin, die Ertüchtigung und Nachrüstung der Biogasübergabestationen für alle Anlagen parallel und fristgerecht zu genehmigen. Besonders erfreulich ist, dass dies trotz der Verschärfung des Regelwerkes beim Gewässerschutz, der Anlagensicherheit und der Luftreinhaltung gelungen ist, die den Landwirten viel abverlangt hat“, erklärt Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.

„Jeder macht das, was er am besten kann.“ Fotoquelle: SWT/Trier

Mit der Inbetriebnahme erreichen auch die Kommunale Netze Eifel AöR (KNE) einen Meilenstein im Rahmen des Verbundprojekts. „Wir organisieren als öffentliche Hand gemeinsam mit Privaten die regionale Energiewende in der Eifel. Mit der Aufbereitung und Speicherung von Biogas im normalen Gasnetz erhöhen wir den Effizienzgrad der vorhandenen Biogasanlagen enorm und lösen das Problem des Speicherns von erneuerbarer Energie“, freut sich der Landrat des Eifelkreises und Verwaltungsratsvorsitzender der KNE Dr. Joachim Streit. „In dieser Zusammenarbeit macht jeder Partner das, was er am besten kann: der Landwirt bleibt Besitzer, Betreiber und Zulieferer seiner Anlage auf seinem Hof, muss sich jedoch um Aufbereitung, Infrastruktur, Einspeisung und vor allem Vermarktung dieses regional-grünen Edelproduktes nicht kümmern. Letzteres, die Vermarktung, machen die Landwerke Eifel – regionaler geht es nicht – und somit ist das Produkt auch für Endkunden zugängig, und alle Haushalte, die über einen Erdgashausanschluss verfügen, können aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Dr. Peter Hamacher, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH.

Der regionale Energieabgleich rückt näher

„Als wir vor sechs Jahren mit dem Projekt begonnen haben, war unser übergeordnetes Ziel der regionale Energieabgleich. Mit der Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage sind wir diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen, denn das Bio-Erdgas ergänzt die Stromerzeugung als Solar- und Windkraft ideal und bietet neue Flexibilitätsoptionen. Außerdem können wir den Ansatz als Grundlage für grünen Wasserstoff nutzen, erzeugt aus regionalem Überschussstrom in Power-to-gas-Anlagen“ erläutert Arndt Müller, Vorstand der Stadtwerke Trier und der Kommunalen Netze Eifel abschließend.

Schritt für Schritt: So wird aus Rest- und Rohstoffen Bio-Erdgas. Fotoquelle: SWT/Trier

1.Schritt: Das Biogas wird dezentral gereinigt

Die Landwirte produzieren Rohbiogas aus landwirtschaftlichen Reststoffen (Gülle, Festmist, Futterreste) und nachhaltig angebauten nachwachsenden Rohstoffen. Dieses Rohbiogas besteht zu etwa 53 Prozent aus Methan (CH4) und ca. 46 Prozent aus Kohlendioxid (CO2). Darüber hinaus enthält es in sehr geringen Konzentrationen Sauerstoff, Schwefelwasserstoff, Stickstoff, etc. Im ersten Aufbereitungsschritt, der Reinigung, werden diese Inhaltstoffe durch Aktivkohlefilter direkt auf den Höfen zurückgehalten. Anschließend wird das Rohbiogas gekühlt und in das Biogasnetz eingespeist und über ein rund 45 Kilometer langes Rohbiogasnetz zur zentralen Aufbereitungsanlage nach Bitburg transportiert.

2. Schritt: Das Biogas wird zentral zu Bio-Erdgas aufbereitet

In Bitburg wird das einströmende Rohbiogas in einem bis zu 5.300 Kubikmeter fassenden Speicher gesammelt und von dort in die Aufbereitungsanlage geleitet. Bei der Aufbereitung wird – vereinfacht ausgedrückt – das CO2 aus dem Rohbiogas entfernt. Dazu wird das Rohbiogas mit rund 3 bar in spezielle Druckbehälter gepresst. Diese sogenannten Adsorber sind mit Aktivkohle gefüllt, die durch den Druck die CO2-Moleküle bindet (= adsorbiert). Das so gereinigte Biogas besteht zu 98 Prozent aus Methan und kann nun weiter aufbereitet werden. Die Biogasaufbereitungsanlage ist auf die Verarbeitung von 1.800 Normkubikmeter pro Stunde Rohbiogas ausgelegt. Das abgetrennte CO2 bietet optimale Voraussetzungen für den Aufbau einer Power-to-gas-Anlage. So kann aus regionalem Überschussstrom erzeugter Wasserstoff zu Bioerdgas umgewandelt und in der bestehenden Infrastruktur gespeichert werden.

3. Das Bio-Erdgas wird in das vorhandene Erdgasnetz eingespeist

Erdgas unterscheidet sich je nach Netzgebiet in seinen brennstoffspezifischen Kennwerten. Daher übernehmen die Stadtwerke Trier als Betreiber des Erdgasnetzes die Aufgabe, das aufbereitete Rohbiogas auf die exakten Brennstoffeigenschaften des Bitburger Erdgasnetzes zu überführen und auf den erforderlichen Netzdruck anzupassen.

Kategorien
Top-Themen

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wird immer digitaler

Region/Kreis MYK, 21.08.2020 – 1996 startete die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz als erster Landkreis in Rheinland-Pfalz mit einer eigenen Homepage. Was heute völlig normal ist, war damals eine absolute Neuheit. Seitdem hat sich viel verändert, doch die Innovationsfreude wird bis heute im Kreishaus gelebt und nimmt durch die zunehmende Digitalisierung eine immer größere Bedeutung ein.

Was heißt eigentlich Digitalisierung für die Verwaltung? Eine zentrale Herausforderung ist es, Verwaltungsleistungen nach außen für den Bürger digital anzubieten und nach innen medienbruchfrei abzubilden. Dabei geht es um elektronische Akten, digitale Arbeitsabläufe und Onlinedienstleistungen, aber auch darum, wie diese Themen an die Mitarbeiter in der Verwaltung und an die Bürger herantragen werden können.

„In den vergangenen Monaten hat sich im Kreishaus im Hinblick auf die Digitalisierung einiges getan. Die Einrichtung der Koordinierungsstelle Digitalisierung war die richtige Entscheidung. Das Team ist hochmotiviert, ebenso wie alle Fachbereiche und das Jobcenter. Wir haben das klare Ziel, schnell auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, um dadurch einen optimalen Service für alle Bürger zu gewährleisten“, erklärt Landrat Dr. Alexander Saftig.

Kategorien
Top-Themen

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft lädt ein zum Webtalk mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig

Feusdorf, 19.08.2020 – Laut aktuellem Pisa-Test liegen deutsche Schülerinnen und Schüler über dem internationalen Durchschnitt. Deutschland schafft es allerdings nicht mehr in die Spitzengruppe. Jugendliche in Ländern wie Estland, Finnland, Hongkong, Irland, Polen oder Singapur schneiden in allen Themenbereichen besser ab als deutsche Schüler.

Weiterhin hängt in Deutschland der Schulerfolg stärker von der sozialen Herkunft ab, als im internationalen Schnitt.

In der Bildungspolitik gibt es also viel “Luft nach oben”.

Am Dienstag, 01.09.2020 können Sie von 8:30 Uhr bis 9:30 in einem Webtalk mit Frau Dr. Stefanie Hubig Ihre Fragen rund um Bildung diskutieren. Frau Dr. Stefanie Hubig ist derzeit auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Bitte um Anmeldung per E-Mail an hans-peter.pick@bvmw.de, Leiter Trier-Eifel-Mosel des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft.

Kategorien
Top-Themen

Auch Eifel-Gastronomie betroffen: Corona-Pandemie setzt Gastgewerbe immer noch zu

Region, 15.08.2020 – Trotz zunehmender Normalisierungen im Lebensalltag und fortschreitender Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus musste das rheinland-pfälzische Gastgewerbe auch im Juni 2020 deutliche Umsatz- und Beschäftigungsverluste im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen. Auch für das erste Halbjahr ergibt sich ein hohes zweistelliges Minus.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Umsätze im Juni real, also um Preisveränderungen bereinigt, 41 Prozent unter denen vom Juni 2019. Nominal bzw. in jeweiligen Preisen betrug der Umsatzrückgang 40 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich um 21 Prozent.

Gegenüber Mai 2020 gab es real ein Umsatzplus von 66 Prozent. Auch die Zahl der Arbeitnehmer entwickelte sich gegenüber dem Vormonat positiv (plus 8,5 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, reduzierten sich die Erlöse im Juni 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat real um 39 Prozent. Deutlich schlechter verlief die Umsatzentwicklung bei den Caterern und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen: Hier beliefen sich die Rückgänge auf 61 Prozent. Die speisengeprägte Gastronomie, zu der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zählen, registrierte ein Minus von 31 Prozent. Mit einem Umsatzrückgang von 43 Prozent ist die Lage im rheinland-pfälzischen Beherbergungsgewerbe, das ein Drittel der Umsätze des Gastgewerbes erwirtschaftet, unverändert angespannt. Gegenüber Mai gab es aber mehr als eine Verdoppelung der Umsätze (plus 116 Prozent). In der Gastronomie lagen die Umsätze um 43 Prozent über den Werten vom Mai 2020.

Beschäftigung

Der Beschäftigungsabbau fällt auch im Juni 2020 mit einem Minus von 21 Prozent sehr hoch aus. Die Zahl der Vollzeitkräfte ging gegenüber dem Vorjahresmonat um sieben Prozent zurück, die der Teilzeitkräfte um 28 Prozent.

Zeitraum Januar bis Juni

Im ersten halben Jahr in 2020 lagen die Umsätze real um 41 Prozent niedriger als in den ersten sechs Monaten 2019 (nominal: minus 40 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich um 16 Prozent. Der Rückgang bei den Teilzeitkräften fiel mit 21 Prozent deutlich höher aus wie der bei den Vollzeitkräften (minus 6,5 Prozent).