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Zwei Millionen weniger durch Corona – Mechernichs Kämmerer bezifferte in der Ratssitzung die Pandemie-„Kosten

Mechernich, 20.11.2020 – Corona hat nicht allein Auswirkungen auf die Gesundheit oder Lebensgewohnheiten der Menschen, sondern auch auf die Haushalte der Städte und Gemeinden – so auch in Mechernich.

Die vorläufigen geschätzten Einnahmeausfälle und Kosten bezifferte jetzt der Dezernent und Kämmerer der Stadt Ralf Claßen in der konstituierenden Ratssitzung in der Kommerner Bürgerhalle. Er rechnet aktuell für das Haushaltsjahr 2020 mit Mindererträgen und Mehraufwendungen von zwei Millionen Euro insgesamt.

Die konstituierende Ratssitzung in Mechernich fand in der Kommerner Bürgerhalle statt. Auch dort wurde der Corona-Schutzverordnung Rechnung getragen, zum Beispiel mit Spuckschutzwänden zwischen den 38 Ratsvertretern. Die seit Beginn der Pandemie aufgelaufenen Kosten für solche und viele weitere Schutzmaßnahmen bezifferte Mechernichs Kämmerer Ralf Claßen mit rund 250.000 Euro insgesamt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Sie können sich vorstellen, wenn der Steuerkuchen, der zu verteilen ist, geringer wird, dann werden auch die Stücke, die die Kommunen vom Bund zugeteilt bekommen, ebenfalls geringer“, erklärte Claßen. Bei der Einkommenssteuer geht Mechernichs Kämmerer deshalb davon aus, dass rund 800.000 Euro im städtischen Haushalt fehlen werden.

250.000 Euro für Schutzmaßnahmen

Um gemäß der Corona-Schutzverordnung für die Sicherheit für Mitarbeiter und Besucher im Rathaus oder Sitzungen von Rat und Ausschüssen zu sorgen, sind in den vergangenen Monaten bereits rund 250.000 Euro verausgabt worden. Davon wurden unter anderem  Spuckschutzwände angeschafft und Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Auch die Eifel-Therme Zikkurat sei stark von den Pandemie-Folgen betroffen – mit der ersten  Schließungsphase im Frühjahrslockdown, nun die zweite im November. „Da liegen wir bei einem um 600.000 bis zu einer Million Euro höherem Verlustausgleich als veranschlagt“, konstatierte Claßen. Die exakte Höhe könne er noch nicht angeben, weil man derzeit noch auf Erstattungen und Corona-Hilfen durch den Bund hoffe.

Auch bei der Gewerbesteuer sehe es Corona-bedingt nicht so rosig wie erwartet. War man zu Beginn des Haushaltsjahres noch von Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 9,3 Million ausgegangenen, muss man diese Erwartung deutlich reduzieren. „Zurzeit haben wir eine Reduzierung der Vorauszahlungsleistungen von rund 1,9 Millionen Euro“, so Claßen. Viele Firmen rechnen demnach in 2020 mit einem niedrigeren Gewinn und hatten daher Anträge zur Reduzierung der Vorausleistungen gestellt.

Große Nachzahlung

Erfreulicherweise könne diese Mindereinnahme aber durch eine Nachzahlung („die für Mechernicher Verhältnisse sehr groß war“) eines Unternehmens im Stadtgebiet in Höhe von rund zwei Millionen aufgefangen werden, so Claßen: „Damit sind wir also bei den Gewerbesteuern voraussichtlich noch knapp im Plus.“

Positiv stimmt den Kämmerer, dass „das Land sich aber etwas einfallen hat lassen“, denn Verluste wie die zwei Millionen Euro, die im Mechernicher Haushalt Corona-bedingt fehlen, können ausnahmsweise auf 50 Jahre abgeschrieben werden. Damit würden „nur“ 40.000 pro Jahr in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Tragen kommen. Was der Kämmerer dann als „nicht ganz so tragisch“ für den Mechernicher Haushalt bewertet.

Trotz der angespannten Haushaltslage signalisierte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick Unterstützung für die Vereinskartelle in der Kommerner Bürgerhalle. Wegen der Corona-Epidemie war bereits im August beschlossen worden, die Zuschüsse der Stadt für die Vereinskartelle in 2020 zu verdoppeln – damit stiegen diese von 1,60 auf 3,20 Euro pro Einwohner.

„Darüber hinaus gibt es verstärkt Anfragen von den Betreibern der Dorfgemeinschaftshäuser bzw. der Vereinsheime, inwieweit wir uns als Stadt bei der Bewältigung der laufenden Kosten einbringen können. Da keine Veranstaltungen stattfinden und keine Einnahmen akquiriert werden können, sind die Dorfgemeinschaften bzw. die Vereinskartelle kaum in der Lage die laufenden Kosten zu tragen.“, so Schick. Er versprach, die Verwaltung werde dazu einen Vorschlag erarbeiten und dem zuständigen Fachausschuss und Stadtrat vorlegen.

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REWE spendet Kindertagesstätte Mayen-Hausen Toilettenpapier

Mayen, 20.11.2020 – In den letzten Tagen erreichte die KiTa Rasselbande in Mayen-Hausen eine Sachspende vom REWE Eugen Heinrich OHG aus der Polcher Straße, Mayen. Einige Pakete Toilettenpapier wurden der Kindertagesstätte überreicht.

„Ich bin sehr dankbar, dass wir in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten und danke der REWE Eugen Heinrich OHG für die großzügige Spende von Toilettenpapier“, so Fachbereichsleiter Oliver Tiwi.

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#schweigenbrechen – Bürgermeister Sacha Reichelt beteiligt sich an der bundesweiten Fotoaktion des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“

Euskirchen, 20.11.2020 – Der Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt im Kreis Euskirchen, in dem die Kreisstadt Euskirchen durch die Gleichstellungsstelle vertreten ist, hat zur Teilnahme an der Aktion #schweigenbrechen aufgerufen und Bürgermeister Sacha Reichelt ist diesem Aufruf gerne gefolgt.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnte das diesjährige 15-jährige Jubiläum des Runden Tisches nicht mit einem persönlichen Austausch oder einer Fachveranstaltung gewürdigt werden. Daher wurden alle Beteiligten eingeladen, sich anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November an einer Fotoaktion des bundesweiten Hilfetelefons zu beteiligen.

„Sehr gerne hätte ich an einer Jubiläumsveranstaltung des Runden Tisches gegen Häusliche Gewalt in Euskirchen teilgenommen, um so meinen Respekt vor den Opfern häuslicher Gewalt zu zeigen“, sagt Bürgermeister Sacha Reichelt. „Aber da dies in diesem Jahr nicht möglich ist, war es für mich eine Selbstverständlichkeit, mich an der kreisweiten Fotoaktion zu beteiligen“.

Die Fotos aller Teilnehmer an der Aktion werden alle zusammen am 25. November auf den Social Media-Kanälen des Kreises und der Frauenberatungsstelle mit dem Hashtag #schweigenbrechen veröffentlicht.

Noch lieber wäre es dem Bürgermeister allerdings, wenn es gar keinen Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt in Euskirchen geben müsste. „Aber hier sprechen die Zahlen leider eine sehr deutliche Sprache“ so Reichelt. „Wir wissen mittlerweile, dass gerade die Corona-Krise zu einem weiteren Anstieg geführt hat. Es ist eine Tatsache, dass ausgerechnet das eigene Zuhause für Frauen der gefährlichste Ort sein kann und wir wissen durch die aktuelle Dunkelfeldstudie des Landes auch, dass es eine sehr hohe Dunkelziffer gibt, da viele Opfer die Straftaten nicht anzeigen“. Umso wichtiger sei es, mit dem Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt eine gute Infrastruktur an niedrigschwelligen und wirksamen Hilfsangeboten vorzuhalten. Den Kreis Euskirchen sehe er durch das vernetzte Arbeiten aller Akteure auf einem guten Weg.

Wer die Aktion unterstützen möchten, kann sich mit dem Aktionsschild fotografieren lassen und das Bild bei der Frauenberatungsstelle einreichen. Weitere Infos zu der Aktion sind zu finden unter www.hilfetelefon.de. Für Rückfragen steht Frau Ellen Mende von der Frauenberatungsstelle Euskirchen, Frauen helfen Frauen e.V., unter Telefon 02251 75140, zur Verfügung.

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Deutsche Venen-Liga e.V. und Das Patienten-Forum e.V. schließen Kooperationsvertrag

Bad Bertrich, 20.11.2020 – Krampfadern sind häufig – so häufig, dass Mediziner auch von einer Volkskrankheit sprechen. Seit 1988 informiert die Deutsche Venen-Liga e.V. als gemeinnütziger Verein rund um das Thema defekte Venen und klärt über mögliche Folgeerkrankungen auf. In Kooperation mit dem Verein „Das PatientenForum e.V.– Bundesverband für Patienten- und Versicherten-Interessen“, gegründet 2008, baut die Deutsche Venen-Liga ihre Aktivitäten aus. Der Grundsatz ‚Nur gemeinsam sind wir stark‘ gilt für beide Vereine – und für unsere Kooperation,“ sagt Manfred Pfeiffer, Präsident von Das Patienten-Forum e.V. „In der Vergangenheit haben wir bereits eng mit der Deutschen Venen-Liga zusammengearbeitet, mit dem Kooperationsvertrag wird dies künftig noch verstärkt.“„

Die Kooperation bildet einen wichtigen Meilenstein unserer gemeinsamen Arbeit. Sie ermöglicht es uns, künftig noch besser über die verschiedenen Venenleiden sowie über mögliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zu informieren. Zudem erhalten die DVL-Mitglieder Zugang zu den umfassenden Kenntnissen von Das PatientenForum e.V. in verschiedensten Bereichen, zum Beispiel zu den Themen Patientenverfügung, Pflege im Alter und Rehasport bei beginnender bzw. bestehender peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK),“ sagt Petra Hager-Häusler, Geschäftsführerin der Deutschen Venen-Liga e.V. Krampfadern werden oft nicht ernst genommen.

Dabei sind sie keine bloßen Schönheitsmakel, sondern können zu ernsten Folgeerkrankungen wie einer schmerzhaften Venenentzündung, einer gefährlichen Thrombose oder zu kaum heilenden Wunden („offenes Bein“) führen. In der Regel lassen sich Venenerkrankungen gut behandeln. Da es aber viele verschiedene Methoden gibt, die zudem miteinander kombiniert werden können, rät die Deutsche Venen-Liga zu einer Behandlung durch Spezialisten.

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Nachwuchskünstler setzen sich kreativ mit der Umwelt-verschmutzung der Erde auseinander

Meckenheim, 20.11.2020 – Die Kinder der städtischen inklusiven Kindertageseinrichtung (Kita) Steinbüchel haben mit ihrem Kunstwerk einen Volltreffer gelandet und beim Bastelwettbewerb der Kreissparkasse (KSK) Köln den ersten Platz belegt. Ihre kreative Weltkugel-Spardose wurde neben den anderen gelungenen Arbeiten in der KSK-Filiale am Wachtbergring in Berkum ausgestellt.

„Auf die Sparschweine – fertig – los!“, anlässlich des Weltspartages waren die Meckenheimer und Wachtberger Kitas aufgerufen, sich an dem Bastelwettbewerb der Kreissparkasse zu beteiligen. Die Aufgabe bestand darin, ein Sparschwein selbst zu gestalten. Und so machten sich die Kinder der Kita Steinbüchel eifrig ans Werk. Es wurde geschnitten, geklebt und vor allem gekleistert, sodass eine Weltkugel entstand, der leider angesichts der zunehmenden Umweltverschmutzung die Luft ausgeht. Die Kinder beklebten ihre Weltkugel mit Bildern von wunderbarer, unberührter Natur, aber auch mit Bildern einer vermüllten und zerstörten Umwelt. Ein Playmobil-Müllmann, ein Junge und ein Mädchen halten ein Banner mit der Aufschrift „Die Welt hat keine Luft mehr!“ in der Hand – geschrieben von einem Vorschulkind. Diese Idee hatten die Kinder im Rahmen ihres Jahresprojektthemas „Müll und Nachhaltigkeit“, um sie nun erfolgreich umzusetzen.

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Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf als erste Bildungseinrichtung in Deutschland ausgezeichnet

Alsdorf, 20.11.2020 – Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule (GHG) in Alsdorf kann sich über eine ganz besondere Auszeichnung freuen. Die Schule wurde als erste Bildungseinrichtung in Deutschland mit dem Schule:Global-Siegel ausgezeichnet. Dieses neue Siegel wird seit November 2020 an Schulen verliehen, die sich im besonderen Maße der Vielfalt und der interkulturellen Bildung verschreiben.

Bei der Gustav-Heinemann-Schule heißt das: Interkulturelle Bildung und Austausch sind fest im Schulprogramm integriert und werden aktiv durch ein Team von sieben Lehrerinnen und Lehrern gefördert. Des Weiteren unterstützt die Gesamtschule interkulturelle Bildung durch Workshops und Projekttage zum Thema Rassismus und Antisemitismus und pflegt Erasmus+ Schulpartnerschaften.

Der Schulleiter Ralf Bauckhage sagt dazu: „Wir freuen uns sehr, das Zertifikat als Bestätigung unserer langjährigen Arbeit zu erhalten! Bildungschancen und Partizipationsmöglichkeiten für Schüler*innen in internationalen Begegnungen zu eröffnen und damit Vielfalt gemeinsam zu leben (Motto der GHG) kann nun durch eine weitere Expertise von außen bereichert und unterstützt werden. Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule steht für weltoffene Bildung!“

Schule:Global wird die Schule auf diesem Weg unterstützen. Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule hat nicht nur das Schule:Global-Zertifikat bekommen: Der Schule wird ein Coach an die Seite gestellt, der die Schule bei der Umsetzung von weiteren interkulturellen Angeboten und Aktivitäten unterstützt. Die GHG erhält auch Zugriff auf exklusive Materialien, Arbeitsblätter, Methoden und Handreichungen, die im Unterricht verwendet werden können, um interkulturelle Bildung greifbar zu machen.

In der Gustav-Heinemann-Gesamtschule lernen Menschen mit unterschiedlicher Religion und Kultur gemeinsam. Interkulturelle Kompetenz und Diversität ist hier auch ein Mittel zur Inklusion und Integration. Die Teilnahme an einer internationalen Begegnung fördert nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung, Selbstsicherheit, Vertrauen in eigene Fähigkeiten und soziale Kompetenz, sondern wirkt sich auch positiv auf die beruflichen Perspektiven junger Menschen aus.

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Mayen: Auch der Nikolauskrammarkt findet nicht statt

Mayen, 20.11.2020 – Corona macht leider auch vor der Vorweihnachtszeit nicht halt: Der Adventmarkt auf der Genovevaburg musste aufgrund der geltenden 12. Corona-Bekämpfungsverordnung bereits abgesagt werden. Nun kann auch der Nikolauskrammarkt in der Mayener Innenstadt nicht stattfinden.

Am ersten Dienstag in der Adventszeit, dieses Jahr am 1. Dezember, pilgern für gewöhnlich die Krammarktfans in die Mayener Innenstadt, deren Straßen voller Stände sind. Doch auch dieses Bummeln zwischen den Ständen – zusammen mit vielen anderen Besuchern, dicht beieinander – kann nicht mit den gelten Hygienekonzepten in Einklang gebracht werden.

„Wir bedauern, dass wir ein weiteres Highlight in unserem Marktkalender absagen müssen, aber diese Veranstaltung lässt sich nicht mit den geltenden Bestimmungen vereinen. Die Gesundheit geht vor – erst recht zur Weihnachtszeit“, so Oberbürgermeister Meid.

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Eschweiler erneut mit dem European Energy Award für energiepolitische Arbeit ausgezeichnet

Eschweiler, 20.11.2020 – Der European Energy Award (eea)  ist ein Qualitätsmanagementsystem, mit dem die energiepolitische Arbeit der Stadt gefestigt wird. Mit einer regelmäßigen Bestandsaufnahme und Kontrolle der bereits erfolgreich durchgeführten Maßnahmen (Ist-Zustand)  sowie der Entwicklung weiterer Optimierungsmaßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und nachhaltiger Mobilität unterstützt der eea die Stadt Eschweiler bei der Umsetzung ihrer Klimaziele.

Mit dem Ratsbeschluss von 2012 wurde der Grundstein für den eea gelegt: Die Teilnahme wurde 2016 durch mit der ersten Zertifizierung ausgezeichnet.

Das erneute externe Audit und die Auszeichnung mit dem European Energy Award im Rahmen der RE-Zertifizierung am 05.11.2020 belohnt die Stadt Eschweiler für die Steigerungen  rund um den Klimaschutz und die Energiearbeit.

Innerhalb der Stadtverwaltung ist ein ämterübergreifendes Team von Mitarbeiter*innen für die energiepolitische Arbeit zuständig. Mit einem „Energiepolitischen Arbeitsprogramm“ werden die Zielsetzungen zur Energieeffizienz, zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zur nachhaltigen Mobilität in konkrete Maßnahmen und Projekte umgesetzt.

Der eea ist ein Baustein, der Klimaschutz- und der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Eschweiler.

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Erfahrungsberichte im Radio – Mitglieder der GenoEifel im Interview bei Radio700

Kall, 20.11.2020 – Die Generationengenossenschaft GenoEifel bringt Helfer und Hilfesuchende zusammen. Wie das funktioniert und welche Beweggründe dahinterstecken, berichten jetzt zwei Woche lang täglich jeweils zwei Mitglieder der GenoEifel in Interviews bei Radio700.

Den Auftakt machten am Montag, 16. November, die beiden Frauen Jutta Wyes und Ingrid Hensen, die über ihre erste Hilfe-Helfer-Begegnung berichteten. So bekam Jutta Wyes beim Kauf eines neuen Kleides Unterstützung von Ingrid Hensen, denn aufgrund einer Sehbehinderung fällt es ihr inzwischen schwer, Farben zu erkennen und Etiketten zu lesen.

Gegenseitige Hilfe in der Gemeinschaft

Einkaufsbegleitungen gehören genauso zum Hilfsangebot der Generationengenossenschaft wie beispielsweise kleine Hilfen im Haushalt, im Garten oder im Umgang mit Behörden, Gesellschaft leisten, Entlastung von pflegenden Angehörigen sowie Kinderbetreuung durch Babysitter oder Leih-Großeltern. Grundgedanke der Genossenschaft ist es, eine generationenübergreifende Selbsthilfe-Gemeinschaft zu bilden, in der sich die Mitglieder entsprechend ihrer Stärken und Möglichkeiten gegenseitig helfen.

Es gibt also keinen festen Aufgabenkatalog – weder für Hilfesuchende, noch für Helfer. Die Genossenschaft möchte offen bleiben für die Anfragen, mit denen die Menschen zu ihr kommen. Die GenoEifel, die inzwischen rund 500 Mitglieder zählt, fungiert in diesem Zusammenspiel als Koordinationsstelle: Helfer werden vor ihrem Einsatz überprüft (etwa durch Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses) und Hilfesuchender und Helfer werden bedarfsgerecht zusammengebracht. Dabei haben die Helfer aber immer die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann und wem sie helfen möchten.

Vielfältige Hilfsangebote

Im Radio-Interview zeigt sich Jutta Wyes vom Konzept der Generationengenossenschaft überzeugt: Die Helfer sind im Rahmen ihres ehrenamtlichen Einsatzes über die GenoEifel unfall- und haftpflichtversichert. Außerdem erhalten sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von sechs Euro pro Stunde vom Hilfesuchenden oder können sich ihren Einsatz alternativ auf einem Zeitkonto der GenoEifel gutschreiben lassen und später selbst gegen Helferstunden eintauschen.

Überzeugend für Helfer und Hilfesuchende sind die vielfältigen Möglichkeiten in der Genossenschaft. Helfer können selbst festlegen, welche Hilfen sie anbieten und in welchem zeitlichen Rahmen sie sich engagieren möchten. Und auch Hilfesuchende müssen sich nicht für ein vorgefertigtes Hilfspaket entscheiden, sondern können Hilfe genau dann und für den Bereich suchen, wo ihnen der Schuh drückt.

Die Interviews mit GenoEifel-Mitgliedern geben einen aufschlussreichen Einblick in das Spektrum der GenoEifel und in die Erfahrungen, die die Beteiligten bei ihren Begegnungen gemacht haben. Die Interviews sind auf Radio700 (Frequenzen: UKW 101,2 im Eupener Land und in der Städteregion Aachen, UKW 90,1 und 101,7 in der Eifel) oder über den Livestream im Internet unter www.radio700.eu zu hören: Montag bis Freitag, 16. bis 20. November, jeweils um 12.10 Uhr sowie Montag bis Freitag, 23. bis 27. November, jeweils um 9.10 Uhr. Außerdem sind die Beiträge auf der Homepage der GenoEifel (www.genoeifel.de) in der Rubrik „Aktuelles“ abrufbar.

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Stilles Gedenken auch in Wittlich

Wittlich, 20.11.2020 – Am 9. und 10. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen und Wohnhäuser von Juden verwüstet und zerstört, auch in Wittlich. Nach diesen Ereignissen verließen viele Juden, die noch hiergeblieben waren, die Stadt, um Zuflucht im benachbarten Ausland oder in den großen Städten zu finden.

Die, die keine Möglichkeit sahen, wegzugehen, wurden schließlich deportiert in die Ghettos und Lager im Osten. Auf Grund der Corona-Pandemie war die traditionelle Mahnwache und die anschließende Kranzniederlegung am Mahnmal an der ehemaligen Synagoge nicht möglich. Stattdessen legten Bürgermeister Joachim Rodenkirch und Marianne Bühler als Vertreterin des Arbeitskreises „Jüdische Gemeinde Wittlich“ in aller Stille einen Kranz nieder. Im Laufe des Tages zeigten viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt durch ein Licht ihre Anteil-nahme und Verbundenheit.