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Behinderten-Sport leidet erheblich unter Corona-Folgen

Region/Mainz, 24.03.2021 – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Behindertensport in Deutschland und die Paralympics standen im Mittelpunkt des Austauschs zwischen dem Vorsitzenden der Sportministerkonferenz (SMK), Minister Roger Lewentz, und einer Delegation des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) unter Leitung von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. In dem Gespräch, an dem auch DBS-Generalsekretär Torsten Burmester, Paralympicssiegerin Hannelore Brenner (Para Dressur) sowie mit Karl-Peter Bruch und Olaf Röttig der Präsident und der Geschäftsführer des Behinderten- und Rehabilitationssport-Verbands Rheinland-Pfalz teilnahmen, waren sich alle Beteiligten einig, dass Sporttreiben für Menschen mit Behinderung eine besondere Bedeutung habe. Es gelte die Angebote zu erhalten und möglichst auszubauen.

„In Rheinland-Pfalz können wir seit vielen Jahren auf gute Strukturen im Bereich des Behindertensports bauen. Der Behinderten- und Rehasportverband, Special Olympics und der Gehörlosensportverband in Rheinland-Pfalz arbeiten durch eine gemeinsame Koordinierungsstelle eng mit dem Landessportbund zusammen. Auch daher wissen wir, dass gerade im Bereich des Behindertensports noch nicht alle Potentiale ausgeschöpft sind. Auch teile ich die Einschätzung des DBS, was die besondere Belastung des Behindertensports durch die Einschränkungen der Pandemie angeht. Ich bin daher froh, dass wir den Behindertensport als ein wichtiges Schwerpunktthema der Sportministerkonferenz für die Zeit des rheinland-pfälzischen Vorsitzes vereinbart haben“, sagte Minister Lewentz.

„Der Para Sport ist seit vielen Jahren fest verankert in der Agenda der Sportministerkonferenz. Dies erfordert den ständigen Dialog“, sagt Beucher, der gleichzeitig die derzeitigen Probleme ansprach: „Die Corona-Pandemie erschwert nicht nur die Vorbereitungen auf die verschobenen Paralympischen Spiele, sie trifft auch den Breiten- und Rehabilitationssport hart. Unsere Landesverbände und Vereine prognostizieren einen Mitgliederverlust von bis zu 15 Prozent, damit leidet der Behindertensport überproportional an den Folgen der Pandemie. Dabei ist es von großer Bedeutung, dass Sportangebote für Menschen mit Behinderung nicht nur erhalten, sondern auch ausgebaut werden“, betont Beucher. Schließlich hätten laut zweitem Teilhabebericht der Bundesregierung 46 Prozent der Menschen mit Behinderung schon vor Corona angegeben, nie Sport zu treiben. Dies zu ändern, sei auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Karl-Peter Bruch bestätigt den enormen Mitgliederverlust auch aus Rheinland-Pfalz: „Wir erhalten viele Rückmeldungen aus den Mitgliedervereinen und teilweise kommt es zu drastischen Abnahmen der Aktiven. Daher müssen wir als Verbände, aber auch als gesamte Gesellschaft, den Vereinen im Behinderten- und Rehabilitationssport größtmögliche Unterstützung zusagen, damit diese auch in Flächenländern wie Rheinland-Pfalz weiterhin allen Menschen mit Beeinträchtigungen ein möglichst wohnortnahes Sportangebot bieten können.“

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Eschweiler und Stolberg regen an, dass die StädteRegion „Corona-Modellregion“ wird

Eschweiler/Stolberg, 24.03.2021 – Mehr Freiheiten ermöglichen! Das Hin und Her zwischen sinkenden und steigenden Inzidenz- und Infiziertenzahlen sowie das Hin und Her bei Öffnungen müssen durch langfristige Konzepte ersetzt werden. Es werden jetzt Perspektiven für die Gastronomie, den Einzelhandel, die Wirtschaft und die Menschen insgesamt gebraucht!

Die Stadt Eschweiler und die Kupferstadt Stolberg regen an, dass sich die StädteRegion Aachen als Modellregion für einen neuen Ansatz bei der Regelung von Maßnahmen der Coronaschutzverordnung beim Land NRW bewirbt.

Ziel ist es, durch eine Kombination von Testkapazitäten und Softwareunterstützung einige Maßnahmen in der StädteRegion so anzupassen, dass für zertifiziert getestete Menschen mehr Freiheiten ermöglicht werden können. Vorbild kann das „Tübinger Modell“ sein. Die Stadt Tübingen ermöglicht durch einen erheblichen Ausbau der Testkapazitäten wieder die Öffnung bisher geschlossener Einrichtungen.

„Das in unseren Testzentren und mobilen Teststationen angewendete Testverfahren kann mit hoher Sicherheit nachweisen, ob jemand zum Testzeitpunkt mit Covid-19 infiziert ist. Auf Grundlage dieser Sicherheit halten wir es mit guten Testkonzepten für möglich, Maßnahmen für kürzlich getestete Menschen zu lockern und wieder mehr Freiheiten zu ermöglichen. Die Stadt Tübingen zeigt, dass dieses Modell funktioniert. Wir unterstützen die StädteRegion Aachen deshalb dabei, eine solche Modellregion zu werden,“ erklären die Eschweiler Bürgermeisterin Nadine Leonhardt und Stolbergs Bürgermeister Patrick Haas ihre Pläne.

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Westenergie eröffnet Bücherschrank in Hillesheim

Hillesheim, 24.03.2021 – Literatur to go: Bücherschrank lädt zum Tauschen und Schmökern ein. Stadtmöbel bietet rund um die Uhr Lesestoff. Seit 2011 stellt Westenergie offene Bücherschränke an zentralen Plätzen in Städten und Gemeinden auf. Die Stadtmöbel sind rund um die Uhr geöffnet, das System ist denkbar einfach: Jemand stellt seine bereits gelesenen Bücher in den Schrank, andere nehmen sie sich dafür heraus. Öffnungszeiten: rund um die Uhr. Registrierung: nicht notwendig. Es gilt, einfach nur zu stöbern und zu entdecken. Die Tauschbörse für ausgelesene Bücher steht ab sofort in Hillesheim auf dem Graf-Mirbach Platz.

„Der Bücherschrank von Westenergie ist ein tolles Angebot, mit dem wir den öffentlichen Raum in unserer Stadt beleben und die Kultur des Teilens unterstützen“, betont Stadtbürgermeisterin Gabriele Braun. „Als Partner der Stadt Hillesheim kümmern wir uns nicht nur um die Energieversorgung, sondern engagieren uns auch darüber hinaus im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich. Wir freuen uns, wenn sich der Bücherschrank schnell zu einem Treffpunkt des Literaturtausches entwickelt“, erklärt Thomas  Hau, Kommunalmanager bei Westenergie in der Region.

Die Mini-Bibliothek ist rund um die Uhr geöffnet, besteht aus wetterfestem Cortenstahl und fügt sich mit seiner schlanken Form leicht in den öffentlichen Raum ein. Die Türen schließen selbsttätig, so dass die Bücher immer vor Regen geschützt sind. Das untere Fach ist für Kinderbücher gedacht, damit die Kleinen die Bücher auch gut erreichen können. Ehrenamtliche Paten achten auf die Bücherschränke, sehen regelmäßig nach dem Rechten und sortieren Krimis, Romane, Sachbücher und Kinderliteratur passend ein.

Die Bücherschränke verteilen sich im gesamten Kerngebiet von Westenergie: vom niedersächsischen Twist im Norden bis zum rheinland-pfälzischen Hermeskeil im Süden, vom nordrhein-westfälischen Alsdorf im Westen bis zum weserbergländischen Beverungen im Osten. Mit dem Bücherschrank in Hillesheim hat Westenergie nun 228 Bücherschränke seit 2011 in Deutschland aufgestellt und Literaturfreunde damit begeistert. Weitere Infos sowie eine Übersicht aller Standorte finden Sie unter www.westenergie.de/buecherschraenke.

Neben der Energieversorgung engagiert sich Westenergie in ihren Partnerkommunen traditionell in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Klimaschutz und Bildung. Über Sponsorings und Kooperationen unterstützt das Unternehmen sowohl kleine Initiativen als auch große Vereine, um mit den Menschen vor Ort auch auf gesellschaftlicher Ebene gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Alleine über die Mitarbeiterinitiative „Westenergie aktiv vor Ort“ konnten bereits mehr als 10.000 ehrenamtliche Projekte umgesetzt werden.

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Abschluss des erfolgreichen Projektes „Gesunde Region Eifel“ der DLG Eifel

Euskirchen, 23.03.2021 – Die Dienstleistungsgenossenschaft Eifel (DLG Eifel) hatte zu einer virtuellen Abschlussveranstaltung ihres Projektes „Gesunde Region Eifel“ eingeladen. Während des fünfstündigen Zoom-Meetings entspann sich eine spannende Runde mit interessanten Interviewgästen und impulsgebenden Vorträgen. Ehrengast war Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Simon, der auf einem Bauernhof in der Eifel aufwuchs, preisgekrönter Autor und weltweit bekannter Wirtschaftsberater und gefragter Referent, den Teilnehmern Tipps und Rezepte für den Unternehmenserfolg preisgab.

Bernd Becker, DLG-Eifel-Aufsichtsratsvorsitzender, Agnes Voerste, Leiterin des Projektes „Gesunde Region Eifel“, und Markus Schmitt, vom Projekt-Kooperationspartner Koblenzer Eichenberg Institut, blickten zurück auf Entstehung und Wirken der DLG Eifel, die 2016 gegründet wurde und schon 2017 speziell das Gesundheitsprojekt ins Leben rief. Ingo Pfennings, Aufsichtsratsmitglied der DLG Eifel hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Schleiden, rief eingangs das gemeinsame Credo in Erinnerung: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“

Edmund Komar, Geschäftsführer der „People Innovation Partners“ und gefragter Moderator, führte unterhaltsam und charmant durch das Zoom-Meeting. Screenshot: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Chancen des Landstrichs

Ehrengast Hermann Simon sprach über die Chancen des attraktiven Landstrichs. Das Geheimnis des Erfolgs sei „die Ambition zu haben, der Beste im Markt weltweit zu sein. Nur der Fokus darauf führt zur Weltklasse.“ Gleichzeitig rief er auf, den Mut zu haben, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Denn die Zahl geringer Neugründungen in der Region mache ihm Sorgen. „Ich bin überzeugt, dass da die DLG Eifel etwas leisten kann“. Er empfahl, „junge Leute“ als wichtige Zielgruppe zu begreifen und den Kontaktaufbau und Förderung des Nachwuchses zu einer der „höchsten Prioritäten“ zu machen.

Die Bandbreite der im Projekt „Gesunde Region Eifel“ angebotenen Aktionen und Formate der Genossenschaft zeigte Erika Sander vom Eichenberg Institut auf. Die Palette reichte von Workshops zu Themen „Gesunder Rücken“ und „Stressbewältigung“, über Unternehmerfrühstück bis hin zu Beratercafés und Gesundheitstagen. Sie ermöglichten den so wichtigen „Blick über den Tellerrand hinaus“. Ein voller Erfolg sei auch die Schrittzähler-Challenge gewesen, die „hervorragend angenommen wurde“. Knowhow „to go“ wurde den Firmen zusätzlich über die Webseite www.dlg-eifel.de bereitgestellt – in Form von Podcasts und Experteninterviews zu Themen wie physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter oder dem Wachsen in der Krise.

Bianka Renn, Wirtschaftsförderin der Stadt Schleiden, motivierte die Mitgliedsfirmen, sich weiter einzubringen in die Gemeinschaft: „Kann es was Schöneres geben, als sich für die heimische Wirtschaft zu engagieren?“. Screenshot: DLG Eifel/pp/Agentur ProfiPress

„Für die Region wertvoll“

Landrat Markus Ramers lobte den genossenschaftlichen Gedanken, den die DLG Eifel lebt, als „für die Region wertvoll“. Die Genossenschaft halte eine breite Palette an unterschiedlichen Unternehmen bereit, die ihr Wissen untereinander gewinnbringend weitergeben und „Best-Practice“-Beispiele zum Vorteil aller austauschten.

Die Idee des genossenschaftlichen Gedankens und damit die Solidarität der Gemeinschaft, die schon Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch vorlebten, hätten nichts an Aktualität verloren, betonte auch Malte Duisberg, Geschäftsführer der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim in Gemünd. In Deutschland zähle man mehr als 7.600 Genossenschaften mit über 20 Millionen Mitgliedern. Die vielen Teilhaber solcher Genossenschaft verfolgten alle das gemeinsame Ziel: voneinander zu profitieren.

Marcus Merheim von der „Deutschen Employer Branding Akademie“ „entmystifizierte“ in seinem Vortrag die häufig falsche Annahme, dass „Employer Branding“ nur was für die großen Betriebe sei. Auch der Mittelstand müsse sich als attraktiver Arbeitgeber auszeichnen, um Mitarbeiter langfristig zu binden. „Das ist ein Gestaltungsprozess, den man im besten Fall selbst steuert“, betonte er. Die „Wohlfühlkultur“, die Zufriedenheit der Mitarbeiter habe direkte Auswirkungen auf den Erfolg und damit Gewinn oder Verlust des Unternehmens.

„Noch mehr netzwerken“

Auch Vertreter der DLG-Eifel-Pilotunternehmen von ihren Erfahrungen in der Praxis. Sie alle hatten mit Unterstützung der DLG Eifel eine Befragung zur Gesundheit im eigenen Unternehmen durchgeführt. „Wir haben dabei erkannt, dass Gesundheit zuvor noch in Kinderschuhen steckte und damit ganz anders ins Bewusstsein rückte“, berichtete Dominik Poth von dem Industrieunternehmen „Bohnen & Mies“. Fotini Bung, Personalerin der Stadt Mechernich, die ebenfalls zum Kreis der Pilotunternehmen gehört, wünscht sich, dass die Mitgliedsunternehmen „noch mehr netzwerken“ und weitere Mitglieder gewonnen werden können.

„Wir sind eine Mitmach-Genossenschaft“, bestätigte auch Petra Schumacher-Hendus vom Vorstand der DLG bei ihrem Ausblick, der positiv gestimmt ist: „Wir spüren Rücken- und Aufwind und das tut gut.“ Die DLG Eifel, die Mutter des Projektes „Gesunde Region Eifel“ bleibe weiter eine Plattform für alle in der Arbeitswelt 4.0 mit interessanten Vorträgen, Arbeitskreisen und Veranstaltungen zu den Säulen Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Digitalisierung.

Bianka Renn, Wirtschaftsförderin der Stadt Schleiden, brachte es auf den Punkt: „Kann es was Schöneres geben, als sich für die heimische Wirtschaft zu engagieren?“

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„Sport im Park 2021“ – Alsdorfer Vereine können sich noch beteiligen

Alsdorf, 23.03.2021 – Die Organisation der zweiten Auflage der Reihe „Sport im Park“ läuft auf Hochtouren. Nachdem im vergangenen Jahr das sportliche Angebot des Regiosportbundes Aachen und des Stadtsportverbandes Alsdorf (SSV) auf große Resonanz gestoßen war, wollen die Verbände und ihre angeschlossenen Vereine auch im Sommer diesen Jahres wieder ein facettenreiches, kostenloses Sportangebot im Freien anbieten.

In den ersten drei Wochen der Sommerferien, vom 5. bis 25. Juli, wird es im Glück-auf-Park Josef Thelen und Annapark wieder sportliche Kurse unter Anleitung von Fachleuten geben. Vereine oder andere Anbieter können sich noch anmelden, wenn sie ein interessantes – auch außergewöhnliches – Angebot machen wollen.

Information dazu hat die Stadtsportverbandsvorsitzende Claudia Valdix. Anfragen oder Anmeldungen sind möglich unter 0172/4368810 oder Claudialeschnik@googlemail.com. Kurs-Teilnehmer müssen sich nicht anmelden. (apa)

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Gruppe Spatenstich wieder aktiv!

Mechernich-Strempt, 23.03.2021 – Die hyperaktive Rentnergang, die der frühere Ortsvorsteher Wulf-Dietrich Simon um sich geschart hatte, ist wieder aktiv. Das meldet sein Nachfolger Uwe Höger, der die im Lauf der Jahre auf vier Mann geschrumpfte „Gruppe Spatenstich“, wie sie sich offiziell nennt, jetzt beim Arbeitseinsatz am Strempter Ehrenmal am Rochusplatz ablichtete.

„Op die Männ kann me sich velosse“, schrieb Höger an den Mechernicher „Bürgerbrief“: „Fritz Miehl, Herbert Cremer, Josef Breuer und Mathias Schneider haben in den vergangenen Jahren immer wieder Projekte am Rochusplatz durchgeführt. 2014 wurden die Namenstafeln am Ehrenmal erneuert, 2020 wurde mit viel Schweißarbeit der Vorplatz des Ehrenmals umgestaltet und die Beleuchtung wieder instandgesetzt.“

Es seien im fraglichen Bereich vier Bäume mit Wurzeln entfernt und der Boden abgetragen worden. Er wurde durch nicht bleihaltigen Mutterboden ersetzt und die Stelle wurde neu bepflanzt. Uwe Höger: „Bei den Pflanzarbeiten wurden die Vier fachlich von Petra und Günter Esser unterstützt. Ein Dank gilt auch der Firma Theis für die Bepflanzung am Bergbaudenkmal. Ganz besondere Unterstützung erfahren wir aber immer wieder durch die Stadtverwaltung Mechernich!“

Jetzt gelte es den schönen Platz in Ehren zu halten, so der Ortsbürgermeister: „Es wird immer wieder beobachtet, dass Kinder dort Fußball spielen und das Kapellchen beschmieren.“ Die Rentnergang hoffe, dass bei der nachkommenden Generation Einsicht und Rücksicht auf die Arbeit der Altvorderen einkehrt.

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Corona: Aktuell 818 Menschen im Kreis Düren infiziert

Düren, 23.03.2021 – Ab heute gelten für den Einzelhandel neue Regeln. Es gibt keine Ausnahmen mehr für Buch-, Schreibwaren oder Blumenhändler. Auch in diesen Geschäften muss es nun eine Terminvereinbarung geben. Das Land NRW reagierte auf ein entsprechendes Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster. Pro 40 Quadratmeter darf ein Kunde ins Geschäft. Für das erweiterte Kerngebiet der Stadt Düren und Rölsdorf sowie Birkesdorf gilt nach wie vor die Regelung: ein Kunde pro 20 Quadratmeter. Das wird in diesem Gebiet aufgrund der hohen Inzidenz durch eine Allgemeinverfügung des Kreises Düren geregelt.

Das Angebot der kostenlosen Schnelltests, die der Kreis Düren nun jeden Sonntag in Düren und Jülich anbietet, wurde gestern von rund 800 Bürgern im Kreisgebiet wahrgenommen. 13 Schnelltests zeigten ein positives Ergebnis. Das geschulte Personal der Johanniter-Unifallhilfe, die die Nasenabstriche entnommen haben, nahm bei den positiv Getesteten einen PCR-Test vor.

Der Kreis Düren bietet die Schnelltests jeden Sonntag im Kreishaus in Düren (Bismarckstr. 16, Haupteingang) und in der Geschäftsstelle der Kreisverwaltung in Jülich (Düsseldorfer Str. 6) unter coronakonformen Bedingungen an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Testzentren für Bürgertests finden Sie auch in unserer Übersichtskarte unter: kreis-dueren.de/corona. Wichtig: Die Bürgertests sind nur für diejenigen gedacht, die keine Krankheitssymptome aufweisen. Sollten Sie Beschwerden haben, die auf eine Corona-Infektion hinweisen, rufen Sie bitte direkt Ihren Hausarzt an und klären das weitere Vorgehen, um potenzielle Ansteckungen zu vermeiden.

Rund 11,4 % (Erstimpfung) bzw. 5,2 % (Zweitimpfung) der Menschen im Kreis Düren konnten bisher geimpft werden. Laut Robert-Koch-Institut beträgt die Impfquote in Nordrhein-Westfalen 8,5 % (Erstimpfung) bzw. 3,7 % (Zweitimpfung).

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Ehrennadeln des Landes Rheinland-Pfalz im Kreis Ahrweiler verliehen

Ahrweiler, 23.03.2021 – Landrat Dr. Jürgen Pföhler würdigt besonderes langjähriges Engagement der Geehrten. Mit Helmut Kündgen aus Berg, Hans Josef Weber und Heinrich Weber aus Hönningen, Klaus Winkler aus Kesseling-Staffel, Walter Erben aus Bad Breisig, Werner Krupp aus Waldorf und Günter Nerger aus Niederzissen sind gleich sieben Bürger des Kreises mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler übersandte die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehene Auszeichnung. Der Kreis hatte aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens im Rahmen der Coronavirus-Pandemie und des damit verbundenen hohen Ansteckungsrisikos bewusst auf eine Verleihung im Rahmen einer Feierstunde verzichtet. Pföhler zeigte sich von der Leistung der Geehrten tief beeindruckt: „Ihr außergewöhnliches und langjähriges Engagement zum Wohl der Allgemeinheit ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar und verdient höchste Anerkennung.“

Landrat Dr. Pföhler dankte den Trägern der Ehrennadel ausdrücklich für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit und betonte: „Gerade in diesen außergewöhnlichen Zeiten ist es besonders wichtig, ein starkes Signal an alle ehrenamtlich Engagierten zu senden und Ihnen für Ihren Verdienste zu danken.“

Die Ehrennadel ist eine Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz, die 1974 gestiftet wurde und langjähriges ehrenamtliches Engagement im kommunalpolitischen, kulturellen oder sozialen Bereich würdigt.

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Land Rheinland-Pfalz fördert Krankenhäuser mit 128 Millionen Euro

Region/Mainz, 23.03.2021 – „Mit der umfassenden Krankenhausfinanzierung bekennt sich das Land zu den Krankenhäusern im Land. Gerade die Pandemie hat vielen Menschen im Land noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wertvoll und notwendig die Krankenhäuser im Land sind. Das hat die Landesregierung seit vielen Jahren erkannt und seit 2016 die Fördermittel deutlich erhöht. Damit stellt das Land eine flächendeckende stationäre Krankenhausversorgung auf hohen Niveau sicher, so dass allen Patientinnen und Patienten in Rheinland-Pfalz jederzeit ein umfassendes und bedarfsgerechtes Angebot an stationären Krankenhausleistungen zur Verfügung steht“, betonte Gesundheits­ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Sie dankte allen Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz, allen Ärztinnen und Ärzten, allen Pflegekräften und allen Mitarbeitenden für ihre ausgezeichnete Arbeit und für ihren großen Einsatz bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten. „Dass wir die Pandemie bislang vergleichsweise gut überstanden haben, ist insbesondere auch unseren Krankenhäusern und dem unermüdlichen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken.“

Krankenhausinvestitionsprogramm 2021

In diesem Jahr erhalten die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz im Rahmen des Krankenhausinvestitionsprogrammes 66 Millionen Euro für bauliche Investitionen. „Das Investitionsprogramm 2021 ist ein wichtiger Meilenstein für die bauliche Weiter­entwicklung der stationären Versorgung im Land und zeigt, das Land ist und bleibt ein verlässlicher Partner der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz“, betonte Gesundheits­ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Das Krankenhausinvestitionsprogramm 2021 verteilt sich auf 29 Krankenhausstandorte und Tageskliniken und ebenso viele Einzelmaßnahmen im Land. Für 27 Maßnahmen werden in diesem Jahr erstmalig Fördermittel bewilligt werden können. Bei den übrigen zwei Maßnahmen sind bereits in vergangenen Förderperioden erste Bewilligungen ausgesprochen worden.

In diesem Jahr gibt es wieder vier Förderschwerpunkte, die Pflegebereiche mit Intensivstationen, die Psychiatrie, die Modernisierung und Erweiterung von OP-Abteilungen und die Funktionsbereiche. Daneben werden Mittel für Notaufnahmen, die Modernisierung einer Küche, eine gemeinsame Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) und die Zusammenführungen von Betriebsstätten von Krankenhäusern bereitgestellt. Auch die Förderung von Ausbildungsstätten wird fortgesetzt.

Förderschwerpunkte Krankenhausinvestitionsprogramm 2021

Der größte Teil der Fördermittel wird im Rahmen des diesjährigen Krankenhaus­investitionsprogramms für die Erweiterung und Modernisierung der Pflegebereiche einschließlich Intensivstationen bereitgestellt. „Ziel dabei ist die Unterbringung der Patientinnen und Patienten zu verbessern und bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal zu schaffen. Dies bedeutet auch, dass die pflegerische Betreuung weiter verbessert werden kann“, betonte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Im Rahmen der Maßnahmen werden Bettenzimmer mit geringer Bettenzahl, Isoliermöglichkeiten und eine zeitgemäße Ausstattung mit Nasszellen angestrebt.

Mittel sind für die Intensivstationen am Klinikum Landau-Südliche Weinstraße, Standort Bad Bergzabern, dem Nardini-Klinkum St. Elisabeth Zweibrücken und am DRK Krankenhaus Alzey vorgesehen. Am Heilig-Geist-Hospital Bingen soll die Weaning-Einheit erweitert und modernisiert werden. In Trier am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder soll eine Intermediate Care-Station (IMC) entstehen. Pflegebereiche sind in der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey, am St. Vincenz Krankenhaus in Diez und am St. Josef-Krankenhaus in Hermeskeil betroffen. Ferner ist der Aufbau einer Kinder­rheumatologie-Abteilung an der Acura-Klinik in Bad Kreuznach vorgesehen. Insgesamt werden für Intensivstationen und Pflegebereiche in diesem Jahr 15,4 Mio. Euro bereitgestellt.

Für den Ausbau und die Erweiterung des stationären und teilstationären psychiatrischen Angebotes stehen in diesem Jahr 12 Mio. Euro zur Verfügung. Der größte Einzelbetrag davon in Höhe von 5 Millionen Euro sind für den Erweiterungsbau an der Stadtklinik Frankenthal, in dem u.a. die beiden Psychiatriestandorte in Frankenthal zusammengeführt werden sollen. Weitere Projekte sind die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Viktoriastift in Bad Kreuznach, die Erweiterung der psychiatrischen Tagesklinik in Dernbach, die Errichtung einer psychiatrischen Tagesklinik in Limburgerhof und die Erweiterung der psychiatrischen Klinik in Rockenhausen.

In diesem Jahr werden für die Erweiterung und Modernisierung von OP-Abteilungen 10 Mio. Euro bereitgestellt. Jeweils 5 Mio. Euro sind für die OP-Abteilungen am Franziskus Krankenhaus Linz und am St. Joseph-Krankenhaus Prüm vorgesehen. Dazu Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Das Ministerium sorgt gemeinsam mit den Trägern dafür, dass auch in den kleineren Krankenhäusern gerade die OP-Abteilungen den neuesten baulichen und hygienischen Anforderungen entsprechen.“

Ein vierter Schwerpunkt der Landesförderung 2021 ist die Förderung weiterer Funktionsbereiche, wie Radiologien und Endoskopien. Hierfür werden im Jahr 2021 7,8 Mio. Euro eingeplant. Hierfür sollen die Radiologien am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern und am Klinikum Idar-Oberstein gefördert werden. Endoskopie und Radiologie sollen am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein in Boppard umgebaut werden. Neue Endoskopien entstehen am Klinikum Worms, dem Evang. Krankenhaus Bad Dürkheim und dem Evang. Krankenhaus Dierdorf-Selters.

Gesamtförderung der Krankenhäuser

Zusätzlich zum Krankenhausinvestitionsprogramm über 66 Millionen Euro für Einzelmaßnahmen stellt das Land in diesem Jahr 62 Millionen Euro für die Pauschalförderung bereit. Dies sind 7,8 Mio. Euro mehr als im Jahr 2020.

Die pauschalen Fördermittel werden auf alle Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz nach einem vorgegebenen Schlüssel, der die Fallzahlen der Krankenhäuser berücksichtigt, verteilt. Mit diesen Mitteln finanzieren die Krankenhäuser die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter wie medizinische Geräte und Betten oder realisieren kleinere Baumaßnahmen. Ministerin Bätzing-Lichtenthäler ist es ein weiterhin wichtiges Anliegen, diese Mittel unbürokratisch zu gewähren. So können die Krankenhäuser in eigener Verantwortung entscheiden, wofür sie diese Mittel einsetzen. „Durch die deutliche Aufstockung trägt das Land der Kostenentwicklung und dem gestiegenen Investitionsbedarf in diesem Bereich Rechnung“, so die die Ministerin.

Inklusive der Finanzmittel zur Umsetzung des Krankenhausstrukturfonds stehen den Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz im Jahr 2021 insgesamt rund 198 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind rund 37 Millionen Euro mehr als im Jahr 2020 und 70 Millionen Euro mehr als das Gesamtvolumen von rund 128 Millionen Euro im Jahr 2016.

Zusätzlich stehen den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern bis Ende 2024 insgesamt weitere rund 200 Mio. Euro über den Krankenhauszukunftsfonds bereit. Von den rund 200 Mio. Euro hat das Land 30 Prozent, also rund 60 Mio. Euro, zur Verfügung gestellt, die restlichen Mittel stammen vom Bund. Die Finanzierung der Mittel ist bereits durch den Nachtragshaushalt 2020 erfolgt. Hauptförderschwerpunkte sind die Digitalisierung und die technische Ausstattung der Krankenhäuser. Ab April 2021 können die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser Anträge stellen.

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Landwirtschaft und Insektenschutz gehen Hand in Hand

Monreal, 23.03.2021 – Artenvielfalt und die Erhaltung der Insektenbestände haben eine große Bedeutung für die Landwirtschaft. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland Nassau, Michael Horper, hat auf dem Schnürenhof der Familie Ludwig in  Monreal die Folgen des aktuellen Entwurfs des Insektenschutzpaketes der Bundesregierung kritisiert. Grundsätzlich gefährde der Gesetzgeber die Erfolge im Naturschutz und die Bereitschaft der Landwirte, freiwillige Leistungen im Umweltschutz durchzuführen: „Gesetze dürfen nicht dazu führen, dass freiwillige Maßnahmen für den Naturschutz unterlaufen und Fördermaßnahmen gekürzt oder gar eingestellt werden. Vielmehr ist es sinnvoll, den eingeschlagenen Weg im Bereich der Agrarumweltmaßnahmen fortzuführen und auszubauen. Außerdem wurde den Bauernfamilien einst zugesagt, dass die Landbewirtschaftung in Schutzgebieten Bestandschutz habe und eine wirtschaftliche Flächennutzung auch weiterhin möglich sein würde.“

Horper fordert die verlässliche Finanzierung vereinbarter Maßnahmen und den Vorrang von Kooperationen und Freiwilligkeit vor Verboten und Auflagen. Außerdem müsse Pflanzenschutz in Flora-Fauna-Habitaten (FFH) und Vogelschutzgebieten weiterhin möglich sein. Ansonsten würde der Vertrauensschutz vollständig untergraben werden. Zusätzliche Umweltleistungen seien im Rahmen des Vertragsnaturschutzes umzusetzen und finanziell zu honorieren. Daher fordere der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, dass im Rahmen der Änderungen des Naturschutzgesetzes und der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung kooperative Regelungen und Initiativen der Bundesländer zum Naturschutz und Insektenschutz Vorrang vor Bundesregelungen haben müssten.

Verpflichtende Bewirtschaftungseinschränkungen seien, so Horper, ein Eingriff in das Eigentumsrecht. Dies werde grundsätzlich abgelehnt. Es mache ihm große Sorgen, wie per Gesetz über Eigentumsrechte der Menschen hinweggegangen werde. Jede Form der gesetzlichen Bewirtschaftungseinschränkung müsse daher vollständig und dauerhaft wirtschaftlich ausgeglichen werden. Dies sei im Bundesnaturschutz eindeutig festzulegen. Ebenso, dass auch Beschränkungen im Rahmen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung an Gewässern und in Schutzgebieten rechtssicher zu entschädigen seien.

Grundsätzlich sollte den staatlich ausgebildeten Agraringenieuren, Landwirtschaftsmeistern, Technikern und Gesellen wieder mehr Vertrauen entgegengebracht werden. Absolute Verbote bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in FFH-Gebieten oder übertriebene Abstände von Gewässern seien indiskutabel. Den Unternehmern stünden mittlerweile hervorragende Techniken und speziell zugelassene Pflanzschutzmittel zur Verfügung. Sowohl der technische als auch der wissenschaftliche Fortschritt bis hin zur sogenannten Präzisionslandwirtschaft dürften auf politischer Ebene nicht ignoriert werden. Es sei mittlerweile möglich Naturschutz und Landwirtschaft – auch konventionelle Landwirtschaft – unter einen Hut zu bringen. Die Politik müsse sich nur von Tatsachen und Fakten leiten lassen und weniger von Meinungen und Ansichten. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau stehe hinter einem kooperativen Naturschutz: „Wir ackern auch für Insekten!“.