Kategorien
News

Mehr Tempo durch mehr Flexibilität – Erlass ermöglicht unbürokratische Vergabe vorhandener Impfkapazitäten

Region/Düsseldorf, 25.03.2021 – Das Gesundheitsministerium hat die Kreise und kreisfreien Städte gebeten, Impfstoffkontingente, die nicht vollständig genutzt werden können, für die Versorgung weiterer Personen aus dem Kreis der zweiten Prioritätsgruppe (gemäß Coronavirusimpfverordnung) zu verwenden. Die Regelung gilt zunächst bis zum Start der Impfungen in den Hausarztpraxen am 6. April 2021.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt dazu: „Das Land reagiert schnell und unbürokratisch auf die Meldung zahlreicher Kommunen, dass sie freie Terminkapazitäten haben. Wir stellen hiermit klar: Die Kommunen haben die Beinfreiheit, vorhandene Impfkapazitäten auch zu nutzen. Wir wollen Strecke machen!“

Vordringlich sind mit den vorhandenen Kontingentmengen Impfangebote für Personen mit Vorerkrankungen zu schaffen. Der Nachweis der Impfberechtigung hat in diesem Fall mittels ärztlichem Attest zu erfolgen. Dabei ist die Bescheinigung zur Zugehörigkeit der Personengruppe nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV ausreichend. Es bedarf keiner Aufführung einer konkreten Diagnose. Laumann: „Eine Fokussierung auf Menschen mit Vorerkrankungen an dieser Stelle ist richtig und notwendig, weil sie im Infektionsfall ein besonders hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.“

Ab dem 6. April 2021 werden zudem landesweit die Terminvereinbarungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen für den ersten Jahrgang der über 70-jährige Bürgerinnen und Bürger freigeschaltet (www.116117.de sowie telefonisch über die Rufnummer 116 117). Um eine Überlastung der Terminbuchungssysteme auszuschließen, werden die Einladungen jahrgangsweise erfolgen und die Buchungsmöglichkeiten der Personengruppe ebenfalls jahrgangsweise freigeschaltet, beginnend mit den 79-Jährigen. Geplant ist, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht weitere Geburtsjahrgänge zur Impfung einzuladen.

Die ersten Impftermine werden ab dem 8. April 2021 ermöglicht. Impfberechtigte Personen – also zunächst der Jahrgang der 79-Jährigen – erhalten über die Kreis- oder Stadtverwaltung eine schriftliche Einladung. Nach und nach folgen weitere Jahrgänge. Wie bisher werden gemeinsame Buchungen für Lebenspartner möglich sein.

Kategorien
News

Berufe in der Kinder-Erziehung und Gesundheits-Berufe waren 2020 am stärksten von Covid-19 betroffen

Region/Eisenberg/Saarbrücken, 25.03.2021 – Krankschreibungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund Corona: Neben Berufen der Metallverarbeitung (Besonderheit Rheinland-Pfalz) und KFZ-Verkauf (Besonderheit Saarland) waren grundsätzlich die Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern sowie in Medizin und Pflege in dem „Corona-Pandemie-Jahr“ 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Die Einzelwerte dieser Berufsgruppen liegen im Schnitt mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittswert über alle Berufsgruppen (1.724 Betroffene je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte). Allein die Gesundheitsberufe waren überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Covid-19 arbeitsunfähig und belegen regelhaft die Plätze 3 bis 10 der Rangliste.

Soziale Berufe in der Rangliste weit oben

„Die Ergebnisse unserer bisherigen Analysen bestätigen sich auch für die zweite Welle: Sozial- und Gesundheitsberufe, die viele Kontakte zu anderen Menschen haben, sind stärker von Covid-19 betroffen als andere Berufsgruppen. Tätigkeiten, die eher im Homeoffice oder im Freien ausgeübt werden, waren dagegen mit einem niedrigeren Infektionsrisiko verbunden“, sagt Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Berufe mit häufigen zwischenmenschlichen Kontakten, die aufgrund der präventiven Maßnahmen zu einer Reduzierung der Kontakte gezwungen waren oder ihren Beruf nicht ausüben konnten, hatten ein deutlich reduziertes Risiko zu erkranken.

Arbeitsunfähigkeit bei Corona

Insgesamt erhielten von den rund 550.000 AOK-versicherten Erwerbstätigen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland von März bis Juni 2020 9.364 Beschäftigte von einer Ärztin oder einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Das entspricht rund 1.700 je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte oder rund 1,7 % der AOK-versicherten Erwerbstätigen.

Insgesamt erhielten von den bundesweit 13,6 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen von März bis Dezember 2020 289.282 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose.

November 2020 als Krankmeldungs-Höhepunkt

Die wellenartige Häufigkeit von Covid-19-Infektionen in der Bevölkerung spiegelt sich auch in den krankheitsbedingten Fehlzeiten der AOK-versicherten Beschäftigten wider. Im April 2020 gab es mit 294 (RLP) / 405 (SL) Erkrankten je 100.000 Beschäftigten einen ersten Höhepunkt der Krankschreibungen aufgrund einer im Labor bestätigten Covid-19-Diagnose. Von Juni bis August 2020 zeigte sich dann ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September 2020 in die sogenannte „zweite Welle“ überging. Im November 2020 wurde mit 556 (RLP) / 531 (SL) Erkrankten je 100.000 Beschäftigten die höchste Anzahl an Krankschreibungen aufgrund einer im Labor bestätigten Covid-19-Infektion im Jahr 2020 erreicht.

2020 ohne erhöhten Krankenstand im Fünf-Jahres-Vergleich

Ein Vergleich der monatlichen Krankenstände im Jahr 2020 mit den Ergebnissen der letzten fünf Jahre zeigt, dass lediglich im März (Saarland auch April und Oktober) ein höherer Krankenstand festzustellen ist als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die übrigen Monate ist der Krankenstand zum Teil deutlich unter dem Durschnitt der letzten fünf Jahre. Dies ist beispielsweise auch dem Ausbleiben einer starken Grippewelle durch umfangreiche Hygienemaßnahmen zu verdanken. Die Daten sprechen auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung wegen Atemwegserkrankungen, die vom 9. März bis zum 31. Mai sowie vom 19. Oktober bis zum 31. Dezember 2020 bestand.

Kategorien
News

Rund 86 Prozent der FVR-Vereine stimmen für eine Annullierung der Saison

Region/Mayen-Koblenz, 25.03.2021 – Wie schon im vergangenen Jahr, als es um die Spielzeit 2019/20 ging, hat der Fußballverband Rheinland im Vorfeld der Beiratsentscheidung über Fortführung oder Annullierung der Saison erneut ein Meinungsbild seiner Vereine eingeholt. In der vom vergangenen Donnerstag, 18. März, bis einschließlich Dienstag, 23. März, laufenden Online-Umfrage wurden die Vertreter der Vereine gefragt, ob sie für oder gegen folgende Vorgehensweise sind:

Die bisher ausgetragenen Meisterschaftsspiele in allen Alters- und Spielklassen werden annulliert, Auf- und Absteiger wird es nicht geben. Die Spielklasseneinteilungen der Saison 2020/21 werden für die Spielzeit 2021/22 übernommen.

Insgesamt 533 der aktiv am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine haben sich an der Umfrage beteiligt, jeder Verein hatte eine Stimme. Davon entfielen 458 Stimmen (rund 86 Prozent) auf eine Zustimmung zur Annullierung der Saison, 75 Stimmen (rund 14 Prozent) waren dagegen.

„Angesichts der aktuellen Entwicklungen war ein solches Resultat sicherlich zu erwarten – es spiegelt die traurige Realität wider, die eine baldige Rückkehr aller Fußballerinnen und Fußballer auf den Sportplatz leider nicht in Aussicht stellt“, sagt Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland. „Das Ergebnis der Umfrage wird in die Entscheidung des Beirats, der am kommenden Samstag tagen wird, mit einfließen. Ich bedanke mich daher bei allen Vereinsvertretern, die an der Umfrage teilgenommen haben. Sie haben mit ihrer Stimme zwar keine direkte Entscheidung treffen können, dem Beirat jedoch ein klares Meinungsbild an die Hand gegeben.“

Kategorien
News

Christof Palm ab 01.04.2021 neuer Haupt-Geschäftsführer des LSB

Region/Mainz, 25.03.2021 – Das Präsidium des Landessportbundes (LSB) hat in seiner Sitzung am 23. März den bisherigen kommissarischen Hauptgeschäftsführer Christof Palm einstimmig zum neuen Hauptgeschäftsführer berufen. „Wir freuen uns, dass sich Christof Palm auf diese wichtige Position beworben hat und sind überzeugt, dass er die richtige Person an der richtigen Stelle ist“, kommentiert LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. „Wir wünschen ihm viel Freude und Erfolg bei seiner neuen (alten) Aufgabe.“

Der 52 Jahre alte Mainzer hatte den Posten seit fast vier Jahren bereits kommissarisch ausgeübt. Am 1. Juli 1996 hatte Palm als Referent für Jugendpolitik bei der LSB-Sportjugend begonnen. Im November 2007 wechselte der Mainzer zum LSB – zunächst als Assistent der Hauptgeschäftsführung, später leitete er viele Jahre lang die Abteilung Kommunikation, ehe der verheiratete Vater dreier erwachsener Söhne im Juli 2017 gemeinsam mit Sascha Weil und Thomas Leyendecker kommissarisch die Geschäftsführung übernahm. Palms sportliche Wurzeln liegen beim SC Lerchenberg, wo er sich über Jahrzehnte als aktiver Sportler und Übungsleiter erfolgreich im Tennis, Skisport und der Leichtathletik betätigte. Heute ist der gelernte Diplom-Kaufmann, der an der Mainzer Uni BWL mit den Schwerpunkten Publizistik und Marketing studierte, in seiner Freizeit bevorzugt als Ausdauersportler unterwegs – besonders gerne auf dem Rennrad.

Kategorien
News

Zertifiziertes Endo Prothetik Zentrum Mayen lädt für 29. März zum Online-Vortrag ein

Mayen, 25.03.2021 – Chefarzt informiert über Gelenkersatzoperationen. Wenn Gelenkverschleiß große Schmerzen verursacht oder die Mobilität einschränkt, greifen Ärzte auf den Einsatz künstlicher Gelenke zurück. Allein in Deutschland werden mittlerweile jährlich ca. 400.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert. Um Betroffene darüber umfassend zu informieren, lädt Dr. Horst Kray für Montag, 29. März, ein.

Interessierte können zwischen 18 und 19 Uhr am Online-Vortrag teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Chefarzt stellen. Der Experte des zertifi­zierten EndoProthetikZentrums informiert zunächst über das Krankheitsbild Arthrose. Im Anschluss wird die Endopro­thesen­­operation von der Diagnose bis zur abschließenden Rehabilitationsmaßnahme vorgestellt. Dazu Dr. Kray: „Das Einsetzen eines künstlichen Gelenkes stellt in Deutschland einen Standardeingriff dar. Durch moderne Anästhesieverfahren können heutzutage die Schmerzen unmittelbar nach dem Eingriff gut behandelt werden.

Die Zufriedenheit operierter Patienten ist sehr hoch, so dass bei eingeschränkter Mobilität oder reduzierter Lebensqualität ein Gelenkersatz empfohlen wird. Über den optimalen Operationszeitpunkt und darüber, was nach einer Endoprothesenoperation im Alltag zu beachten ist, informieren wir gerne. Darüber hinaus besteht für die Teilnehmer während des Online-Vortrags die Möglichkeit, im Chat Fragen zu stellen.“

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Sie können sich ganz einfach bis zum 25. März anmelden. Hierfür schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Für die Teilnahme benötigen Sie ein internetfähiges Endgerät mit Lautsprecher (PC, Laptop, Tablet, Handy) Über alles weitere informieren wir Sie dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich.

Kategorien
News

Die aktuellen Stellenangebote sind online

Region Eifel, 25.03.2021 – Sie sind aktuell auf Jobsuche? Kein Grund tatenlos zu warten. Die neuesten Jobangebote finden Sie jetzt auf unserem Stellenmarkt.

Kategorien
News

Gemeinsames Statement der Eschweiler Bürgermeisterin Nadine Leonhardt und des Stolberger Bürgermeisters Patrick Haas

Eschweiler/Stolberg, 24.03.2021 – „Wir begrüßen sehr, dass unser gestriger Vorstoß von der StädteRegion Aachen positiv aufgenommen worden ist: Die StädteRegion Aachen hat soeben mitgeteilt, sich beim Land als Corona-Modellregion bewerben zu wollen.

Das würde bedeuten, dass wir ähnlich wie die Stadt Tübingen mit einer umfassenden Teststrategie Öffnungsschritte umsetzen. Dazu könnten und sollten beispielsweise die Öffnung der Außengastronomie, Einkaufsmöglichkeiten in Geschäften, die Öffnung von Museen und Theatern und die Durchführung von bestimmten Veranstaltungen wie zum Beispiel Sportveranstaltungen gehören.

„Wir begrüßen sehr, dass unser gestriger Vorstoß von der StädteRegion Aachen positiv aufgenommen worden ist: Die StädteRegion Aachen hat soeben mitgeteilt, sich beim Land als Corona-Modellregion bewerben zu wollen. Das würde bedeuten, dass wir ähnlich wie die Stadt Tübingen mit einer umfassenden Teststrategie Öffnungsschritte umsetzen. Dazu könnten und sollten beispielsweise die Öffnung der Außengastronomie, Einkaufsmöglichkeiten in Geschäften, die Öffnung von Museen und Theatern und die Durchführung von bestimmten Veranstaltungen wie zum Beispiel Sportveranstaltungen gehören.
Wie wir gestern schon zugesagt haben, unterstützen die Städte Eschweiler und Stolberg die StädteRegion bei dieser Bewerbung mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln. Wir sind überzeugt, dass wir angesichts der inzwischen weit über 100 öffentlichen Teststellen in der StädteRegion und der sehr guten Ausstattung des Gesundheitsamtes bei der Kontaktpersonennachverfolgung alle Voraussetzungen erfüllen, um als Modellregion erfolgreich zu sein. So können wir den Menschen ohne erhöhte Ansteckungsgefahr einen festgelegten Öffnungsplan präsentieren und mehr Freiheiten ermöglichen.“ Wir sind überzeugt, dass wir angesichts der inzwischen weit über 100 öffentlichen Teststellen in der StädteRegion und der sehr guten Ausstattung des Gesundheitsamtes bei der Kontaktpersonennachverfolgung alle Voraussetzungen erfüllen, um als Modellregion erfolgreich zu sein. So können wir den Menschen ohne erhöhte Ansteckungsgefahr einen festgelegten Öffnungsplan präsentieren und mehr Freiheiten ermöglichen.“

Kategorien
News

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir sind entschlossen bei der Notbremse und beim Rheinland-Pfalz-Modell

Reigion/Mainz, 24.03.2021 – Gemeinsam mit Kommunen neue Wege suchen. „Mir ist es ganz wichtig zu versichern, dass wir auch ohne Oster-Lockdown mit großer Konsequenz unseren Weg beschreiten, die Menschen in unserem Land zu schützen und unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft am Laufen zu halten. Es bleibt dabei, dass wir eine dritte Welle abwehren müssen, um unsere Krankenhäuser nicht zu überlasten, damit jeder und jede die medizinische Hilfe bekommt, die er oder sie braucht. Folgen Sie deshalb bitte über Ostern dem Appell #WirBleibenZuhause“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Rücknahme des Oster-Lockdowns durch Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Das Modell war ein Vorschlag der Kanzlerin und es gab die klare Verabredung, die Rechtssicherheit durch die Bundesministerien des Innern und für Gesundheit sicherzustellen. Das ist nicht gelungen“, so die Ministerpräsidentin. Rheinland-Pfalz werde weiterhin konsequent die Schutzmaßnahmen umsetzen, damit die Infektionszahlen wieder verlässlich sinken. „Über unsere Landesverordnungen und die Allgemeinverfügungen haben wir klare Regeln für die Notbremse in den Städten und Landkreisen bei einer Inzidenz über 100. Ansonsten werden wir uns an den Perspektivplan und die bekannten Regeln halten“, so die Ministerpräsidentin. Die Außengastronomie könne in Kommunen mit einer Inzidenz unter 100 öffnen, die Gäste müssten allerdings einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Mit den Kirchen sei die Landesregierung im Gespräch, dass diese an Ostern genauso verantwortungsvoll Gottesdienst feiern, wie sie das zu Weihnachten bewiesen haben und auf größere Ansammlungen verzichten.

So entschlossen wie bei der Notbremse werde sie beim Rheinland-Pfalz-Modell bleiben. Neben dem Impfen sei Testen das zentrale Instrument, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bringen. „Wir werden deshalb in Rheinland-Pfalz nach Ostern einen Modellversuch starten. Wir wollen auf das Prinzip setzen, Anstrengung lohnt sich! Wenn eine Kommune Infektionswerte unter 50 hat und die Kriterien für eine Modellregion erfüllen kann, sind dort wieder mehr Kultur, Sport, Gastronomie und Einzelhandel möglich. Die Voraussetzungen sind schlüssige Test- und Nachverfolgungskonzepte, um einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens behutsam und sicher öffnen zu können“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach einer Schaltkonferenz mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, bei der die Kriterien für die Modellprojekte gemeinsam definiert wurden.

Eckpunkte für teilnehmende Kommunen

Teilnehmen können Kommunen, die zum Zeitpunkt der Auswahl in der 7-Tage-Inzidenz unter 50 liegen; ab einer Inzidenz von 100 ist die Notbremse zu ziehen. Schnell- und Selbsttests beschaffen die teilnehmenden Kommunen, möglich ist eine Allianz und finanzielle Beteiligung der Einzelhändler, der Außengastronomie, Theater oder Fitnessstudios.

Voraussetzung ist, dass alle Teststellen für die Bestätigung des Ergebnisses ein einheitliches Dokument nutzen, um Missbrauch zu verhindern. Außerdem müssen die teilnehmenden Kommunen in ihrem Konzept sicherstellen, dass lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium sowie IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis eingesetzt werden. Hierbei ist die Nutzung von SORMAS und der Luca-App verpflichtend. Die Modellkommune muss eng mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst zusammenarbeiten und mit ihren Ordnungsämtern sicherstellen, dass die Auflagen und die Testpflicht eingehalten werden und dass dies auch kontrolliert wird. Bei Missbrauch sind hohe Bußgelder vorgesehen.

„Diese Pandemie hat den Bürgern und Bürgerinnen, der Kultur und vielen Branchen bisher unendlich viel abverlangt. Die Modellprojekte geben Hoffnung, dass wir wieder mehr normales Leben zuzulassen können, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen. Denn klar ist, dass die Gefahr durch das Virus weiterhin groß ist und wir die bisherigen Erfolge nicht gefährden wollen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Landesregierung wolle mit den Modell-Kommunen die besten Lösungen finden, um Ansteckungen zu vermeiden – jenseits der Mechanismen von Öffnen und Schließen. Die Ergebnisse sollen auch genutzt werden, um datenbasiert besser und schneller herauszufinden, wo Ansteckungen stattfinden. So könnten die Konzepte immer weiter abgesichert werden. „Wenn unsere zeitlich befristeten Modellprojekte erfolgreich sind, können daraus dauerhafte Konzepte für mehr Normalität im ganzen Land werden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die kommunalen Spitzenverbände begrüßen die Modellprojekte als gute Idee, die ein hoffnungsvolles Signal für ein Stück mehr Normalität in der Pandemie setze. „Neben klaren Leitplanken muss es nun auch klare Partnerschaften aller Beteiligten vor Ort geben. Die Kommunen sind dazu eingeladen, tragfähige Konzepte zu entwickeln. Viele sind da bereits auf einem guten Weg. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich nicht nur die größeren Städte, sondern auch Kommunen in den ländlichen Regionen bewerben würden, dazu brauchen wir die Unterstützung der Gesundheitsämter auf Kreisebene“, sagte der Vorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, Bürgermeister Ralph Spiegler. Der Gemeinde- und Städtebund hat derzeit den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände inne.

Wissenschaftliche Auswertung

„Neben einem Zugewinn an mehr Normalität soll das ‚Rheinland-Pfalz-Modell‘ auch wissenschaftliche Ergebnisse liefern. Die Modellkommunen sollen durch ihre Gesundheitsämter die Daten im Rahmen des Modells evaluieren“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das begleitende Nachverfolgungs- und Testkonzept soll dazu dienen, Infektionsfälle zu erkennen und über entsprechende Techniken (z.B. Vollsequenzierung) festzustellen. „So können wir Erkenntnisse darüber bekommen, ob es sich um Krankheitserregerübertragungen im Zusammenhang mit dem Besuch der Kultureinrichtung handeln kann. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen so aufgearbeitet werden, dass sie hilfreich bei der Öffnung von weiteren Einrichtungen sind“, so die Ministerpräsidentin. Die Kommune kann sich darüber hinaus auch wissenschaftlich in einer Kooperation mit einer Universität begleiten lassen.

Für alle Kommunen, die nicht an dem Modellprojekt teilnehmen, gelten nach dem Oster-Lockdown wieder die Regeln des Perspektivplanes. Kommunen mit einer 7-Tagesinzidenz über 100 haben die Regeln der Notbremse, unter 100 ist die Außengastronomie mit Schnelltest möglich, erweitertes Terminshopping, Museen, Galerien, Zoos oder botanische Gärten können mit Terminbuchung besucht werden. Individualsport ist dann nur außen möglich.

Weitere Informationen zu den Modellkommunen finden Sie unter https://ea-rlp.de/modellkommunerlp.

Kategorien
News

StädteRegion Aachen will Modellkommune nach Tübinger Vorbild werden

StädteRegion Aachen, 24.03.2021 – Testen, Öffnen und Nachverfolgen lautet die Devise. Im Rahmen von zeitlich befristeten Modellprojekten können die Länder in ausgewählten Regionen mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen  Lebens öffnen, um die  Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten zu untersuchen. So lautet der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz. Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion haben beschlossen, sich beim Land NRW für die Durchführung eines solchen Modellprojektes zu bewerben. Dabei soll in einem ersten Schritt versucht werden, dass zumindest die Öffnungsschritte umgesetzt werden, die in dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 3. März angekündigt worden waren. Dazu gehört die Öffnung der Außengastronomie, erweiterte Einkaufsmöglichkeiten in Geschäften, die Öffnung von Museen und Theatern und die Durchführung von bestimmten Veranstaltungen wie beispielsweise im Sport. Das alles allerdings immer unter strengen Hygieneauflagen und mit einem negativen Testergebnis vom selben Tag, dem sogenannten „Tagespass“. Bundesweit macht derzeit die baden-württembergische Kommune Tübingen als entsprechende Modellstadt bereits positive Schlagzeilen.

„Wir haben mittlerweile weit über 100 öffentliche Teststellen, Apotheken und Arztpraxen, die den Bürgertest anbieten. Zudem ist unser Gesundheitsamt an alle relevanten Programme, Apps und Tools angebunden, die auch die Kontaktpersonennachverfolgung optimieren“, erklärt Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons, der darin beste Voraussetzungen für die Umsetzung eines Modellvorhabens sieht. „Wir nutzen bereits eine gemeinsame Software für die Testzentren und können daher schnell und unkompliziert mit dem Versuch starten“.

Konkrete Öffnungsschritte müssen natürlich mit der Landesregierung abgestimmt werden. Der Versuch soll zudem wissenschaftlich begleitet werden. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich ein solches Vorgehen auf die Inzidenzzahlen auswirkt. „Der konkrete Inzidenzwert einer Kommune spielt nicht die entscheidende Rolle“, so Ziemons, „vielmehr kommt es darauf an, ob wir durch digitale Tools das Geschehen besser in den Griff bekommen und eine bessere Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Schutzmaßnahmen erreichen können“.

Zentrale Bedingungen  der Bund-Länder-Beschlüsse sind lückenlose   negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und auch zum Testnachweis, räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene, eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst und klare Abbruchkriterien im Falle des Misserfolgs. Das Landeskabinett hat diesen Punkt in seine Beschlüsse übernommen und die zuständigen Ministerien beauftragt, eine Strategie für NRW zu entwickeln, um solche Projekte umzusetzen.

Kategorien
News

Digitale Ausgabe der Ehrenamtsschule im Kreis Ahrweiler erfolgreich gestartet

Ahrweiler, 24.03.2021 – Das bundesweit einzigartige Qualifizierungsangebot der Ehrenamtsschule des Projekts „Weitermachen! Kreis Ahrweiler“ ist erfolgreich gestartet. Aufgrund der aktuellen Beschränkungen musste das erste Schulungswochenende, das von der Kreisverwaltung Ahrweiler in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Ahrweiler e. V. ausgerichtet wurde, in ein Online-Format umgewandelt werden. Aus dem Aufnahmestudio der Ahrakademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde der kostenlose Kurs mit dem Themenschwerpunkt „Einfach K(l)asse“ zu insgesamt 20 teilnehmenden Vereinen übertragen.

Aus dem Aufnahmestudio der Ahrakademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde der kostenlose Kurs mit dem Themenschwerpunkt „Einfach K(l)asse“ zu insgesamt 20 teilnehmenden Vereinen übertragen. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Bernhard Risse

„Eine gelungene Feuertaufe“ − zeigten sich nicht nur die teilnehmenden Ehrenamtlichen, sondern auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler und die Projektkoordinatoren der Kreisverwaltung, Michaela Wolff und Mario Stratmann, nach der Premiere der Ehrenamtsschule zufrieden. „Vereine und Initiativen im Kreis fit für die Zukunft zu machen, ist uns ein großes Anliegen und das erste Projektwochenende hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, so Pföhler.

Am ersten Schulungstag, dem sogenannten Fachtag, vermittelte Bettina Bur, Fachreferentin für Vereinssteuerrecht, den Teilnehmenden das notwendige Wissen zum Führen einer Vereinskasse und gab darüber hinaus Tipps zur Kassenführung. Abgerundet wurde der Fachtag durch einen Vortrag von Ann-Kathrin Klein, Sachbearbeiterin der Kreisverwaltung Ahrweiler, zum Thema Fördermöglichkeiten des Kreises für Vereine und das Ehrenamt.

Als Ergänzung zum theoretisch erworbenen Wissen folgte ein Kompetenztag, der unter dem Motto Finanzoptimierung stand. Dr. Wolfgang Herz, Leiter der Unternehmerschule des Kreises, zeigte unter anderem Finanzierungsquellen für Vereine auf. Außerdem schulte er die Teilnehmenden in Präsentationstechniken, um den Kassenverantwortlichen der Vereine das nötige Rüstzeug für Vorträge und Kassenberichte bei Vorstandsitzungen und Mitgliederversammlungen zu geben.

Die Qualifizierung wird nach Ostern an drei weiteren Wochenenden im Online-Format fortgesetzt. Nach Abschluss haben die 20 teilnehmenden Vereine das Qualitätssiegel „Weitermachen!“ erlangt, das fünf Jahre gültig ist.

Das neue Angebot der Ehrenamtsschule war bereits nach kürzester Zeit ausgebucht. Ein weiterer Schulungsdurchlauf soll ab September stattfinden; der Anmeldestart wird rechtzeitig durch die Kreisverwaltung bekanntgegeben. Weitere Informationen gibt es online unter www.kreis-ahrweiler.de/weitermachen.