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Kreis Ahrweiler zahlt weitere Soforthilfen an Privathaushalte aus – Antragsfrist endet am 30. September

Ahrweiler – 97 Prozent der Anträge bearbeitet. Der Kreis- und Umweltausschuss wurde in seiner jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand zur Soforthilfe des Kreises Ahrweiler informiert. Zudem wurde die Auszahlung von weiteren rund 20 Millionen Euro Spendengeldern beschlossen. Jeder in der Datenbank registrierte und bezugsberechtigte Privathaushalt darf daher ab Oktober mit einer Aufstockung der bereits ausgezahlten Soforthilfe rechnen.

Da es sich bei der Auszahlung der Spendengelder zum einen um eine „Soforthilfe“ und nicht um eine Aufbauhilfe handelt und zum anderen die Zahl der Anträge zuletzt deutlich zurückgegangen ist, wird das Ende der Antragsfrist auf den 30. September festgelegt.

Nach aktuellem Stand konnten bereits 17,7 Millionen Euro an die vom Hochwasser Betroffenen ausgezahlt werden. Von den bisher mehr als 15.900 eingegangenen Anträgen sind rund 97 Prozent abschließend bearbeitet.

Die Spenden wurden und werden ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten an durch die Flutkatastrophe unmittelbar betroffene Privathaushalte, Gewerbebetriebe und soziale Dienstleister ausgezahlt. Darüber hinaus zahlt die Verwaltung den persönlich betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern der fünf Senioreneinrichtungen (Maternusstift Altenburg, St. Maria Josef Ahrweiler, Fliedner Residenz, Villa Sibilla und Augustinum, Bad Neuenahr) sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern des Lebenshilfehauses in Sinzig ebenfalls eine Soforthilfe in Höhe von jeweils 1000 Euro (analog zu Privathaushalten bis zwei Personen) aus.

Bereits seit dem 22. Juli 2021 läuft das Soforthilfe-Programm des Kreises, das ausschließlich durch Spendengelder finanziert wird. Inzwischen sind auf dem Spendenkonto des Kreises rund 31,2 Millionen Euro (Stand 15. September 2021) von Privatpersonen, Vereinen, Firmen, anderen Kommunen und weiteren Spendern eingegangen. Hinzu kommen die Gelder des Spendenkontos des Landes, die sich bislang auf rund 10,18 Millionen Euro belaufen. Insgesamt sind somit circa 41,4 Millionen Euro an Spenden eingegangen.

Die Verwaltung schätzt, dass sich die Gesamtzahl der Anträge auf etwa 18.000 belaufen wird. Unter Berücksichtigung der noch zu bearbeitenden und der bis zur Antragsfrist eingehenden Anträge werden weitere rund vier Millionen Euro aus der Soforthilfe ausgezahlt. Das heißt: Von der bis dato eingegangenen Gesamtspendensumme würden – dank der großen Spendenbereitschaft und enormen Solidarität für die Menschen im Ahrtal – noch rund 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Kreis wird diese Restsumme daher auf jeden in der Datenbank bereits registrierten und bezugsberechtigten Privathaushalt aufteilen. Dies entspricht einer Aufstockung in Höhe von voraussichtlich 1200 Euro.

Um das Verfahren möglichst unbürokratisch zu gestalten, muss kein neuer Antrag gestellt werden. Wichtig: Die Beträge werden automatisch durch die Kreisverwaltung ausgezahlt.

Weitere Informationen zur Soforthilfe des Kreises Ahrweiler gibt es unter https://kreis-ahrweiler.de > Antrag für die Soforthilfe Kreis Ahrweiler.

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Restart nach einjähriger, pandemiebedingter Auszeit: Spektakuläre Eröffnungsshow zum CHIO 2021 in Aachen

Aachen – Prominentes Come-Together auf Einladung von Prof. Hermann Bühlbecker, Inhaber der Lambertz-Gruppe. Über 600 Mitwirkende, rund 250 Pferde und viele szenische Höhepunkte in einem 100minütigen Spektakel: Nach dem pandemiebedingten Ausfall des Aachener Reitturniers CHIO im letzten Jahr konnten sich die Zuschauer jetzt wieder über eine fulminante Eröffnungsshow des bedeutendsten „Weltfest des Pferdesports“ freuen, die ganzen im Zeichen des diesjährigen Partnerlandes Japan stand.

Nicht nur die riesigen Taiko-Trommeln und 50 blühenden Kirschbäume schufen eine perfekte Atmosphäre und Bühne für ein spannendes, abwechslungsreiches Programm aus modernen sowie traditionellen Elementen, die das Publikum begeistert aufnahm. Neben der großen Kulisse im Stadion gab es gleichzeitig auch wieder ein prominentes Come-Together im naheliegenden „Champions-Circle“, zu der Mitgastgeber Prof. Hermann Bühlbecker eingeladen hatte.

Zum Eröffnungsabend konnte der Inhaber der Lambertz-Gruppe gemeinsam mit der Präsidentin  des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), Stefanie Peters,  zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport, Medien/Showbiz, Politik und Wirtschaft begrüßen – darunter Jessica Springsteen, US-Springreiterin und Tochter von Bruce Springsteen, die in Tokio mit Gold, Silber und Bronze dekorierten Reitsport-Olympioniken der siegreichen Dressur-Equipe Jessica von Bredow-Wrendl, Isabell Werth und Dorothee Schneider sowie Julia Krajewski, Goldmedaillengewinnerin in der Vielseitigkeit, und Ben Maher, Olympiasieger im Einzelspringen. Weitere Gäste waren u.a. Britta Heidemann, Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin im Fechten, Ex-Nationaltorwart Uli Stein, Comedian Tom Gerhardt, WDR-Legende Jean Pütz, Mode-Experte und -Influencer Johannes Laschet, Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-RTL-Moderator Hans Meiser und Medienpsychologe Jo Groebel.  

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SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis würdigt ehrenamtliches Engagement von Mirveta Durben aus Wehr

Wehr/Mayen-Koblenz – Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, händigte in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Sie ging an Mirveta Durben aus Wehr im Landkreis Ahrweiler.

Landkreis Ahrweiler, Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch, Anregerin Katrin Bornmüller, OG Wehr, Dr. Melanie Hilger, SGD-Nord-Präsident Treis, Frau Mirveta Durben, Herr Alfred Durben, VG Brohltal, Herr Bürgermeister Johannes Bell. Foto: SGD Nord

„Frau Durben engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Insbesondere in der Flüchtlingshilfe ist sie aktiv. Sie erinnert an Kriegsverbrechen und setzt sich für die Wahrung von Menschenrechten ein, “ so SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

In Ihrem Buch „Mama, hier gibt es Licht“ verarbeitet sie ihre Erfahrungen aus dem Bosnienkrieg. Bei dem Massaker von Prijedor am 20. Juli 1992 wurden ihr Ehemann und zahlreiche Verwandte und Freunde ermordet. Lesungen nutzt sie, um über das Kriegsverbrechen aufzuklären, zu mahnen und gegen das Vergessen anzukämpfen.

Engagiert sammelt sie Spenden, die Sie dem Hilfsprojekt der Vereinigung ehemaliger KZ-Lagerinsassen „Prijedor 92“ zukommen lässt. Damit werden Überlebende des Massakers unterstützt. Seit über sieben Jahren leistet sie wertvolle ehrenamtliche Arbeit für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in der Sektion Wittlich. Hier bringt sie sich umfassend, beispielsweise als Dolmetscherin ein. Auch das Sozialamt der Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal unterstützt sie in der Funktion als Übersetzerin.

Neben Ihrer Tätigkeit im Flüchtlingsnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler ist sie ehrenamtliche Mitarbeiterin im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr, wo sie sich in besonderem Maße für den Bereich der Jugendmigration engagiert. Auch die Frauenrechte sind ihr ein Anliegen. Deshalb bringt sie Sie sich im Frauenverband im Bund der Vertriebenen e.V. ein.

Im Landkreis Ahrweiler hat sie ihren Lebensmittelpunkt gefunden. Als die Region von der Flutkatastrophe erschüttert wurde, zögerte sie nicht und packte tatkräftig mit an, um die eingetroffenen Sachspenden am Nürburgring zu sortieren.

Durch Ihren vielfältigen  Einsatz in der Flüchtlingshilfe, ihr Bemühen um die Aufklärung von Unrecht und dem Wachhalten von Erinnerungen an Kriegsverbrechen und Vertreibung, denen viele Menschen ausgesetzt waren und es leider auch in unserer Zeit immer noch sind, hat sie sich um die Gemeinschaft verdient gemacht.

Für ihr Engagement sprach ihr Präsident Treis Dank und Anerkennung aus. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Ordensinsignien an Frau Durben im kleinen Kreis im Rahmen einer Feierstunde in der SGD Nord ausgehändigt. Anwesend waren ihre Familie, Freunde sowie kommunale Vertreter. Für den Landkreis Ahrweiler waren das Herr Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch, für die Verbandsgemeinde Brohltal Bürgermeister Johannes Bell und für die Ortsgemeinde Wehr Frau Bürgermeisterin Dr. Melanie Hilger. Auch die Anregerin, Frau Katrin Bornmüller (IGFM), war anwesend.

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Brennende Leidenschaft für eine Region: Feuer der Eifel

Region/Aachen/Köln – Band 4 der ENDLICH EIFEL Bugazin®-Reihe – überall erhältlich, wo es gute Bücher gibt! Ein neues, praktisches Format, ein modernes Erscheinungsbild, ein neuer Verlagspartner, bewährte Qualität, tolle Fotos, spannende Beiträge — noch mehr Seiten und ganz viel Leidenschaft — das alles steckt im vierten Band der ENDLICH EIFEL Bugazin®-Reihe „Feuer der Eifel“.

Wettermann und Naturfotograf Andy Holz zeigt mit seinen eindrucksvollen Aufnahmen, wie der Eifelhimmel brennen kann und die Feuerwehren der Eifel sind mehr als nur Helfer in der Not, wie wir
erst kürzlich bitter erfahren mussten. Es gibt außerdem den Tanz auf dem Vulkan und Vulkane zum Anfassen, denn: feuerspeiende Berge haben die Landschaft geprägt, ohne Lavaströme und wassergefüllte Vulkankegel wäre die Region so nicht vorstellbar.

„Das zentrale Element Feuer bestimmt die Eifel in vielen Bereichen“, sagen Stephan Falk und Jeannette Fentroß, die gemeinsam als Herausgeber und Chefredaktion hinter der Bugazin®-Reihe stehen, „mit dem brandneuen ENDLICH EIFEL Band 4 wünschen wir unserer Leserschaft eine helle (Lese-)Freude und „flammendes“ Vergnügen. Mit der neuen, kompakteren Form passen wir noch besser in jede (Reise-)Tasche und sind draußen und unterwegs genauso praktisch lesbar, wie gemütlich daheim.“

Glühende Berufe, wie Zundelmacher, Glockengießer, Schmied und Metalldesigner stellt das Bugazin vor – wärmend, gemütlich und sinnlich sind die Flammen in der Kerzenmanufaktur. Der Kaffeeröster nutzt das Feuer zur Herstellung von genussreichen Heißgetränken und vielem mehr.

Flammende Schauplätze und feurige Bräuche – Martinsfeuer, Geisterzüge, Burgbrennen und Radscheewen: das Feuer der Eifel ist lodernd, zündelnd oder flackernd – aber auch gefährlich, wie auf dem Scheiterhaufen. Brandbesegnungen stoppen zerstörende Feuer, die Volksmedizin reinigt dagegen mit Feuer und Rauch.

Die Sinneswelt des Ahrweins, Spezialitäten aus der Alt-Eifeler Küche, Naturheilkunde für Tiere mit Eifelkräutern, ein poetisches Porträt des Hohen Venn oder Fragen, wie: „Woher kommt der Name Eifel?“, „Aus wie vielen Teilen besteht eine Dampflok?“ oder „Wie kommen die Ringe in die Wand beim Klettern im Eifeler Basalt?“: das brandneue ENDLICH EIFEL Bugazin® vereint viele heiße Themen.

Unterwegs auf den Spuren der Kamillentraud oder in der Toskana der Eifel, in der Heimat des Blausteins oder in der Stadt der Bilder – das Bugazin für die ganze Eifel zeigt Zufluchtsorte, beschreibt Sehnsuchtsziele und ist immer ganz viel Heimat.

Nach Flutkatastrophe und Hochwasserschäden sind viele Menschen in der Eifel traumatisiert. Mit Fotos und Berichten über die schönen Seiten der Region möchten wir Mut machen und unterstützen mit einer Abovariante inklusive 15 Euro Spende die Hilfe für vom Hochwasser betroffene Eifeler*innen.

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Bitburger Rheinlandpokal 2020/21: FC Rot-Weiß Koblenz holt den Titel

Region/Koblenz – Die Fußball-Saison 20/21 kann nun zu den Akten gelegt werden – den Titel des Bitburger Rheinlandpokalsiegers sicherte sich Regionalligist FC Rot-Weiß Koblenz am gestrigen Abend durch einen 3:0 (2:0)-Erfolg im verspätet ausgetragenen Endspiel gegen den Rheinlandligisten FV Hunsrückhöhe Morbach. Bemerkenswert: Der Titelträger blieb in allen sechs Pokalspielen ohne Gegentor.

Einen guten Start im Koblenzer Stadion Oberwerth erwischte der Underdog aus der Rheinlandliga, dessen Kapitän Sebastian Schell nach Zuspiel von Lukas Servatius den ersten Torschuss verbuchte, der jedoch am Gehäuse vorbeistrich (7.). Dieselben zwei Spieler waren an Morbachs nächster Chance beteiligt, hier aber stand Alexis Weidenbach im Zentrum richtig (10.). Schell verbuchte zwei weitere Chancen, doch der Rest von Durchgang eins ging klar an Rot-Weiß. Den Anfang machte Henry Crosthwaite mit einem Torschuss in die Arme von FV-Keeper Yannick Görgen (10.), es folgten einige zu unplatzierte Versuche oder es war noch ein gegnerisches Bein dazwischen. Schließlich war es der Kapitän, dem die überfällige Führung gelang: Nach Flanke von rechts stand Quentin Fouley goldrichtig und netzte ein (35.). Nur vier Minuten später erhöhte Arthur Ekallé zum 2:0-Pausenstand.

Im zweiten Durchgang verbuchte Joker Osman Atilgan einen Pfostentreffer für die Koblenzer, nachdem er mehrere Gegenspieler abgeschüttelt hatte (59.), während Max Heckler zehn Minuten vor dem Ende am Anschlusstreffer schnupperte. Das letzte Tor fiel jedoch auf der anderen Seite: Dylan Esmel erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:0 (90.+1).

„Die Begegnung war lange offen und sehr fair“, sagte Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland. Und der Koblenzer Trainer Heiner Backhaus befand: „Es war für uns ein gelungener Abschluss des Pokals. Danke an den Verband, dass man das Finale noch hat stattfinden lassen. Das ist der erste Titel für mich als Trainer – den feiern wir heute.“ Morbachs Trainer Thorsten Haubst wirkte trotz der Niederlage keinesfalls unglücklich: „Wir haben es als Herausforderung angesehen, denn für unseren Verein war es die erste Finalteilnahme. Meine Jungs haben es gut gemacht.“

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Gelungener Auftakt der Lit.Eifel

Nettersheim – Bestseller-Autor Carsten Henn berührt und umarmt mit seiner Geschichte des Buchspazierers und Lesung in der Nettersheimer Klosterkapelle. Dem Abend lag ein Zauber inne. Carsten Henn lässt seine Zuhörer eintauchen in die Geschichte des Buchspazierers. „Es heißt, Bücher finden Ihre Leser – aber manchmal brauchen sie jemanden, der ihnen den Weg weist“, liest der sonst dem kulinarischen Krimi-Genre verschriebene Autor und Restaurantkritiker in der Kapelle des ehemaligen Nettersheimer Herz-Jesu-Klosters aus seinem neuen Roman.

Ralf Kramp führte als Moderator gewohnt galant und unterhaltsam durch den Abend. Er ist Freund Carsten Henns und Erstleser des Manuskripts von „Der Buchspazierer“. Dr. Kerstin Wolff berichtete davon, wie sie Carsten Henn einst von Haluk Turat erzählte und damit das Buch ins Rollen brachte. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Minuten verfliegen, innig lauschen die Zuhörer. Sanft wiegen Henns Worte bei Carl Kohlhoff, dem Buchhändler und zugleich in die Jahre gekommenen Protagonisten. Umso mehr nimmt seine Stimme rasant Fahrt auf bei der frech-quirligen Schascha, das neunjährige Pendant für Carl, die ihm hilft. Lässig unkompliziert, das eine Bein auf das andere lehnend, liest er, im Sessel sitzend, und lüftet wie nebenbei im Schein der Stehlampe die Geheimnisse hinter den Buchdeckeln, seinem neu gewählten Roman-Pseudonym (Carsten Henn statt Carsten Sebastian Henn), dem schnell überwundenen Corona-Schreib-Blues und frisch geschlossenen Verfilmungs-Verträgen für diesen, seinen ersten Bestseller-Roman.

Echter Buchspazierer inspirierte

Zwischen den Zeilen verwebt er wie selbstverständlich Privates mit heißen Insiderinfos für die Lit.Eifel-Gäste. Die genießen sichtlich den Auftakt der Lit.Eifel-Lesung, nebenbei ein Gläschen Wein oder Wasser, und lernten sogar auch Haluk Turat kennen. Er ist im wahren Leben als Buchspazierer für die Buchhandlung Backhaus in Aachen engagiert und inspirierte Henn, wie die Lit.Eifel-Gäste erfahren, zum Plot. Carl Kohlhoff und Haluk Turat sind täglich unterwegs, um Bücher zu Fuß an die Kundschaft auszuliefern. Bilder über Bilder entstehen vor den Augen, wenn Carsten Henn „Frau Langstrumpf“ als ältere Version der Astrid Lindgren Pippi beschreibt oder die Gesprächsszene auf der Bank als Wendepunkt und Schlüsselszene im Buch einläutet.

Freund sowie Erstleser des Buch-Manuskripts Ralf Kramp moderiert gewohnt galant, plaudert unterhaltsam und mitsamt einer unterhaltsamen Portion Schalk im Nacken mit der Hauptperson des Abends. Seine Frage nach den Filmrechten für den Bestseller beantwortet Henn frei heraus: „Die ersten Optionen sind bereits verkauft“. Sympathisch schmunzelnd fügt er die Bedingung dafür hinzu: „Ich habe mir zusichern lassen, wenn es verfilmt wird, möchte ich zumindest einmal mit meiner Tochter durchs Bild laufen.“ Schließlich habe sie (die heute 15-Jährige) Pate gestanden für die im Buchspazierer neunjährige Schascha, die kluge Fragen stellt, alles Wissenswerte in einem Poesiealbum notiert und zwischendurch fordert: „Wir bringen jedem, das Buch, was er braucht.“ Traurige Bücher gehörten nicht per se zu traurigen Leben oder dahin wo bereits bunte Seifenblasen zerplatzt sind.

Carsten Henn hatte für den Abend jedenfalls genau das richtige Buch für die Lit.Eifel-Zuhörer eingepackt: Herzerwärmend und gefühlt umarmend.

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Hilfswerk des Alsdorfer Lions Clubs freut sich über Spende für die Jugendarbeit

Alsdorf – An einer deutschlandweiten „Bon-Aktion“ des Kaufland-Unternehmens hat sich auch der Alsdorfer Kaufland-Markt am Annapark beteiligt. Seit April konnten Kundinnen und Kunden zugunsten der Unterstützung von Hilfsprojekten auf die Auszahlung des zurückgebrachten Leergut-Pfands verzichten – und den Pfand-Bon in einen bereitgestellten Sammelbehälter werfen. „Die Resonanz auf diese Aktion war auch in Alsdorf groß“, freut sich der Hausleiter Gunnar Ropohl.

In Summe haben die Bons einen Wert von rund 1.900 Euro ergeben, der nun einem sozialen Zweck zugutegekommen ist. In Alsdorf hat sich das Hilfswerk des Lions Clubs über den Erlös der Aktion gefreut. „Es ist toll, dass Sie uns als Empfänger für das Geld ausgewählt haben. Mit diesem Beitrag wollen wir Jugendmaßnahmen in der Stadt unterstützen“, sagte der Alsdorfer Lions Club-Präsident Hans-Peter Schneiderwind im Beisein von Bürgermeister Alfred Sonders.

Das Hilfswerk des Lions Clubs Alsdorf hat in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Jugendprojekte in der Stadt Alsdorf gefördert, von Kindertheater und Zirkusprojekten mit Kindern über Jugendferienfreizeiten bis hin zur wöchentlichen Belieferung der Kitas mit frischem Obst und Gemüse. Auch hilft der Lions Club unbürokratisch Menschen in sozialen Notlagen wie jüngst den Opfern der Hochwasserkatastrophe. Mehr Infos zum Lions Club gibt es auch online unter www.lionsclub-alsdorf.de. (apa)

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Digital vernetzt im Studium: Neues Landesportal für Studium und Lehre „ORCA.nrw“ seit Dienstag 14. September am Start

Region/Düsseldorf – Plattform ermöglicht den Austausch von freien digitalen Lehr- und Lernmaterialien sowie die Bereitstellung von Online-Selbstlernangeboten – Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Mit ORCA.nrw kommen wir unserer Vision eines vernetzten Wissenschaftsstandortes einen entscheidenden Schritt näher.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW teilt mit: Das neue Landesportal für Studium und Lehre ORCA.nrw (Open Resources Campus NRW) ist seit Dienstag, 14. September am Start. Mit ORCA.nrw bauen die Hochschulen, finanziert durch das Land Nordrhein-Westfalen, eine neue landesweite Infra- und Servicestruktur zur Unterstützung und Förderung der digitalen Lehre an den Hochschulen auf. Mit einem Netzwerk von 37 Hochschulen ist es bundesweit das größte Portal dieser Art, das die NRW-Hochschulen gemeinsam betreiben. Das Portal steht im Zentrum der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung im Bereich Studium und Lehre. Bis 2023 stellt das Land insgesamt rund acht Millionen Euro für den Auf- und Ausbau des Portals zur Verfügung. Ziel ist es, durch verstärkte Zusammenarbeit bei der Digitalisierung von Studium und Lehre entsprechende Kompetenzen in allen Hochschulen zu stärken und Lehrenden und Lernenden einen unkomplizierten Zugriff auf die hierfür notwendigen Tools zu ermöglichen. Bis spätestens Ende 2022 sollen alle Studierenden und Lehrenden aus ihren jeweiligen Lern-Management-Systemen (z.B. Moodle oder ILIAS) heraus auf freie Bildungsressourcen in ganz Deutschland zugreifen können.

„Mit dem Landesportal für Studium und Lehre ORCA.nrw schaffen wir als Landesregierung gemeinsam mit den Hochschulen ein hochschulübergreifendes Netzwerk. Vom Videostreaming von Vorlesungen über Community-Plattformen bis hin zur Vermittlung digitaler Kompetenzen: Von ORCA.nrw und dem hochschulübergreifenden Austausch werden Studierende und Lehrende gleichermaßen profitieren. Es ist eines der zentralen Projekte der Digitalen Hochschule NRW und zeigt, dass die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen gemeinsam die digitale Transformation gestalten. Mit ORCA.nrw kommen wir unserer Vision eines vernetzten Wissenschaftsstandortes in Nordrhein-Westfalen einen entscheidenden Schritt näher“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

„Durch das Portal ORCA.nrw stärken wir digital gestütztes Lehren und Lernen und erweitern den Fundus an freien Bildungsmaterialien substanziell, der Lehrenden und Studierenden nordrhein-westfälischer Hochschulen zur Verfügung steht“, sagt Dr. Markus Deimann, Geschäftsführer des Landesportals.

Mit dem Netzwerk von ORCA.nrw soll in Nordrhein-Westfalen die Entwicklung von Lehr- und Lernszenarien in einer digital geprägten Welt gefördert und umgesetzt werden. An jeder Hochschule ist dafür eine Netzwerkstelle als Brückenfunktion eingerichtet worden; das Land finanziert diese Stellen zunächst bis 2024. Durch diese soll eine breite Vernetzung zwischen den Hochschulen, den Lehrenden vor Ort und dem Landesportal ORCA.nrw sichergestellt werden, um digitale Lehre durch Kooperationen und Synergien zu fördern. Das Landesportal begrenzt sich dabei nicht auf offene Bildungsressourcen in Nordrhein-Westfalen, sondern bietet mit OERSI (Open Educational Resources Search Index) Zugriff auf bundesweite Ressourcen. Hier arbeitet das Portal auch eng mit den Portalen aus anderen Bundesländern zusammen. OERSI ist eine Suchmaschine für freie Bildungsressourcen, die vom TIB –

Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover und dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) gemeinsam entwickelt und betrieben wird.

Bestandteil von ORCA.nrw ist unter anderem der Streamingdienst educast.nrw. Ziel von educast.nrw ist der Aufbau eines landesweiten Service zur Bereitstellung von Videocontent für den Einsatz in Studium und Lehre. An ORCA.nrw ist zudem eine Rechtsinformationsstelle zum Thema E-Learning angedockt, die insbesondere bei Rechtsfragen für Lehrende eine Unterstützung bieten soll. Mit der Förderlinie OERContent.nrw (Open Education Resources) fördert das Land Nordrhein-Westfalen die hochschulübergreifende Zusammenarbeit bei E-Learning-Formaten, wie zum Beispiel bei Online-Kursen, Lern-Videos oder virtuellen Laboren. Diese hochschulübergreifenden Projekte werden ebenfalls in ORCA.nrw eingestellt.

Weitere Informationen zum Landesportal für Studium und Lehre ORCA.nrw finden Sie hier: www.orca.nrw

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive der Landesregierung stellt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft den Hochschulen über die Digitale Hochschule NRW bis 2021 jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro und danach bis auf Weiteres jeweils 35 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Informationen zu den neuen Förderlinien und allen Programmen der Digitalisierungsoffensive finden Sie hier.

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Kreis Ahrweiler bietet Servicenummer für vom Hochwasser Betroffene an

Ahrweiler – Vermittlung von sozialpsychiatrischen Beratungsangeboten. Ab sofort bietet die Kreisverwaltung Ahrweiler eine Servicenummer zur Vermittlung von sozialpsychiatrischen Beratungsangeboten für von der Flutkatastrophe betroffene Menschen an. Denn viele von ihnen realisieren erst jetzt, welche Folgen die Geschehnisse vom 14. und 15. Juli für ihre psychische Gesundheit haben. Sie leiden zum Beispiel unter Schlafstörungen, Angststörungen oder Traumata, die mit Hilfe professioneller Beratung und Unterstützung bewältigt werden können. Gleichzeitig gibt es im Katastrophengebiet eine Vielzahl von Diensten und Einrichtungen, die solche Hilfen anbieten.

Unter der Telefonnummer 02641/975-937 können Betroffene entsprechende Informationen einholen. Die Kolleginnen und Kollegen, allesamt Fachkräfte aus dem Bereich der Sozialarbeit, wissen, wo es Hilfe gibt und können die jeweiligen Kontaktdaten weitervermitteln. Alle Anfragen werden vertraulich behandelt. Die Nummer ist von Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr erreichbar.

Darüber hinaus beabsichtigt die Kreisverwaltung in Kürze eine zusätzliche Stelle für die Planung und Koordination von Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen einzurichten. Aufgabenschwerpunkt der neuen Stelle wird vor allem die Koordinierung der Nachfrage und der Angebote zur sozialpsychiatrischen Versorgung der Menschen im Katastrophengebiet sein. Der Kreis befindet sich diesbezüglich in enger Abstimmung mit dem Land.

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Vortragsreihe zur Psychosozialen Notfall-Versorgung im Kreis Euskirchen gestern gestartet

Euskirchen – Informationen bringen Orientierung und stärken das innere Sicherheitsgefühl. Kinder und Jugendliche sind von den Auswirkungen der Flutkatastrophe in ganz besonderer Weise betroffen, sie bedürfen auch einer besonderen Zuwendung und Aufmerksamkeit. Was hier zu beachten ist, wird in einem interessanten Vortrag für Eltern sowie Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen und Jugendzentren zum Thema gemacht. Anschließend gibt es auch Gelegenheit für Fragen und eine weiterführende Diskussion. Der Referent des Abends ist Prof. Dr. Harald Karutz von der MSH Medical School Hamburg. Er ist Diplom-Pädagoge, Notfallseelsorger und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Psychosozialen Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen. Im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat er in den vergangenen Jahren u. a. das Forschungsprojekt „Kind und Katastrophe“ geleitet, und er hat an der systematischen Nachbereitung verschiedener Großschadenslagen mitgewirkt.

Info-Veranstaltungen des Gesundheitsamtes:

„Kind und Katastrophe“ Prof. Harald Karutz

Zielgruppe: Eltern und Fachpersonal

Uhrzeit: jeweils 19.30 Uhr

Ohne Anmeldung/ die Veranstaltung ist kostenlos

17.9.2021

Bad Münstereifel

Rechtspflege

21.09.2021

Euskirchen

Sitzungssaal

Kreishaus Euskirchen

23.09.2021

Schleiden

Mensa Realschule am Ruppenberg

13.10.2021

Mechernich

Krankenhaus Elisabeth Saal

Der Traumatisierung von Erwachsenen im Zuge der Hochwasserkatastrophe widmet sich Dr. Dirk Arenz, Chefarzt der Abteilung Psychiatrie im Marienhospital Euskirchen an zwei Abenden. Die kostenlosen Vorträge finden unter der Überschrift „Psychologische Belastungen, Trauma und Hochwasser“ in Mechernich und Schleiden statt.

Vortrag „Psychologische Belastungen, Trauma und Hochwasser“

Dr. Dirk Arenz, Chefarzt der Abteilung Psychiatrie am Marienhospital Euskirchen

Zielgruppe: Erwachsene

Uhrzeit: 19.30 Uhr

Ohne Anmeldung/der Vortrag ist kostenlos

16.09.2021

Schleiden

Mensa Realschule am Ruppenberg