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2000 Euro für misshandelte Kinder

Mechernich – 2000 Euro anlässlich ihres Praxisjubiläums übergab die große Mannschaft der Arztpraxis Gummelt am Samstagabend im Bourbonensaal der Burg Satzvey an die Stiftung für Kinder und Jugendliche aus schwierigsten Familienverhältnissen, die Jeanette Gräfin Beissel von Gymnich gegründet hat.

Die Satzveyer Burgherrin (und Stiftungsvorsitzende dankte gerührt – sie und ihr Mann sind selbst Patienten bei Frank Gummelt (54), der auch Kreisverbandsarzt des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen ist.

Gummelt hatte die Praxis in der Mechernicher Rathergasse vor zehn Jahren von Dr. Willy Hellweg übernommen. Eigentlich ist sie aber schon 50 Jahre alt und wurde 1971 von Dr. Hermann-Josef Müller gegründet. Seit April 2012 ist die Hausarztpraxis Gummelt Ausbildungspraxis der Universität zu Köln im Fach Allgemeinmedizin für Medizinstudenten ab dem 1. Semester.

2016 wurde Frank Gummelt als Gelbfieberimpfstelle durch das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfahlen zugelassen, 2017 traf die Weiterbildungsermächtigung für Allgemeinmedizin seitens der Ärztekammer Nordrhein in der Rathergasse ein. Seit dem 1. Juli 2017 ist das Haus akkreditierte Lehrpraxis der Kölner Uni im Fach Allgemeinmedizin für Studenten im Praktischen Jahr.

Kerpen, Düren, Köln und Mechernich

Gummelt stammt aus Kerpen lebte mit seinen Eltern einige Jahre in Düren-Echtz, wo er zunächst zur Schule ging. Nach dem Abitur am Kerpener Tagesheimgymnasium studierte er in Köln Humanmedizin. Von 1997 bis 2011 wirkte er als Internist am Kreiskrankenhaus Mechernich, zuletzt als Oberarzt unter Dr. Anna Kress und Professor Klaus Knyrim.

Frank Gummelt ist nicht nur am Bleiberg, sondern im ganzen Kreisgebiet bekannt wie der sprichwörtlich bunte Hund. Er ist unter anderem Leitender Notarzt und Kreisverbandsarzt des Roten Kreuzes, ganz aktuell leitete er für die Kassenärztliche Vereinigung, Kreisstelle Euskirchen, das Impfgeschehen mit Dr. Franz-Josef Zumbé in der früheren Eifelhöhenklinik Marmagen.

Bevor er seine 2000-Euro-Spende Gräfin Beissel übergab, dankte Gummelt seinen Weggefährten aus aktuellen und früheren Praxismitarbeitern bestand, denen Gummelt herzlich dankte: „Ich bin stolz auf jeden Einzelnen, wir zusammen sind ein unschlagbares Team!“. Besonders hob Gummelt seine Frau Gaby, Wilma Bertram, seinen Praxisvorgänger Dr. Willy Hellweg, Praxismanager, Banker und die Betreiber der benachbarten Glück-auf-Apotheke hervor.

Gräfin Beissels Stiftung sei die richtige Empfängerin der Spende, gerade weil zur Stunde und zu Recht alle Aufmerksamkeit den Hochwasseropfern gewidmet werde. „Da sollten wir die missbrauchten und vielfach misshandelten Kinder nicht vergessen, die mit Unterstützung der Stiftung in familienähnlichen Strukturen außerhalb ihrer ursprünglichen Verortung ein neues Leben anfangen“, so Frank Gummelt, der am Ende der Feier im Bourbonensaal der Burg Satzvey seinen 54. Geburtstag beging.

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Filme und Musik kostenlos streamen – Wenn der Bibliotheks-Ausweis zum Filmklassiker führt

Region/Koblenz – Sie dachten, wenn Sie nach guten Filmen und Musik im Netz suchen werden Sie nur bei den großen Adressen wie Netflix, Amazon, Disney oder Spotify fündig? Falsch gedacht: Neben digitalem und analogem Lesestoff halten Bibliotheken in Rheinland-Pfalz auch Streaming-Angebote bereit.

Mit „filmfriend“ und „freegal Music“ können Bibliotheksnutzerinnen und Nutzer der teilnehmenden Bibliotheken mit einem gültigen Bibliotheksausweis kostenlos Filme ansehen oder Musik hören. Mit der erweiterten digitalen Auswahl wollen die Bibliotheken neue Möglichkeiten der digitalen und kulturellen Teilhabe für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen schaffen. Die Angebote werden vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) koordiniert und gefördert.

Bei „filmfriend“ haben Interessenten unbeschränkten Zugang zu mehr als 3500 Filmen. Das Angebot der von der Firma Filmwerte aus Potsdam-Babelsberg entwickelten Plattform reicht von deutschen Klassikern über internationale Produktionen bis zu Kinderfilmen und Serien. Der Zugang von zuhause oder unterwegs ist über die Homepage der Bibliothek oder über www.filmfriend.de möglich. Notwendig sind lediglich die Ausweisnummer und das Passwort seines gültigen Bibliotheksausweises. Nutzen kann man das neue Angebot auf dem PC, Laptop oder Tablet, sowie mit der filmfriend-App auf dem Smartphone und auf dem heimischen Fernseher.

Mehr als 15 Millionen Songs und Musikvideos von über 40 000 Musiklabels weltweit sind in der Auswahl von „freegal Music“ (www.freegalmusic.com), zu der die Bibliotheksnutzerinnen und Nutzer ebenfalls kostenlosen und werbefreien Zugang haben. Wer das Angebot nutzen will, kann dies entweder über den PC im Browser oder über die freegal-App (in iTunes oder im Google Play Store zu finden) tun. Zum Einloggen werden nur die Nummer des gültigen Leseausweises und das Passwort benötigt. Pro Tag können drei Stunden Musik gestreamt werden. Freegal Music“ ist eine Streaming-Plattform der US-amerikanischen Firma Library Ideas, die Produkte auf dem Bildungsmarkt anbietet.

Weitere Informationen zu diesen und weiteren digitalen Angeboten sowie eine Übersicht der jeweils teilnehmenden Bibliotheken gibt es unter: s.rlp.de/digitale-verbuende

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Neuer Kinderimpfstoff in Aachen ist angekommen – Weitere Termine wurden bereits freigeschaltet

Aachen/StädteRegion Aachen – Nachdem in den Aachen-Arkaden bereits 4000 Kinder geimpft wurden, stehen ab sofort über 3500 weitere Impftermine zur Verfügung. „Wir haben am Montag, 10. Januar mehrere tausend Impfdosen bekommen, von denen wir die Hälfte für die zweite Impfung zurücklegen. Somit können wir in den kommenden Wochen weitere 3500 Kinder vollständig impfen“, erklärt Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons.

Seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres können Kinder zwischen fünf und elf Jahren in der Kinderimpfstelle der StädteRegion Aachen (Aachen-Arkaden, Trierer Str. 1) oder in den Praxen der Kinderärzt*innen geimpft werden. Es sind zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen geplant.

Die Kinderimpfstelle ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Geimpft wird ausschließlich mit vorheriger Terminbuchung. Da abends aufgrund von vereinzelt nicht wahrgenommenen Impfterminen häufig Kinderimpfstoff übrigbleibt, ist es möglich, sich auf eine Warteliste für die Kinderimpfung setzen zu lassen. Bedingung ist, dass man abends gut erreichbar ist und binnen rund 30 Minuten am Impfzentrum in den Aachen Arkaden sein kann. Eine Mail an die Adresse: kinderimpfung@staedteregion-aachen.de ist ausreichend, um auf die Liste gesetzt zu werden. Bitte denken Sie daran, Ihre Handynummer anzugeben!

Im Kinderimpfzentrum wird keine Zweitimpfung durchgeführt, wenn nicht auch die Erstimpfung dort erfolgte. Auch Booster-Impfungen sind aktuell nicht vorgesehen. Für die Kinderimpfungen verwenden die Ärzt*innen ausschließlich den BioNTech-Kinderimpfstoff. In die Impfung der Kinder müssen die Sorgeberechtigten einwilligen. Alle Informationen findet man unter: www.staedteregion-aachen.de/kinderimpfung.

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900 Euro für afrikanische Kinder

Mechernich-Breitenbenden – Breitenbendener Sternsinger waren trotz Flutkatastrophe im eigenen Dorf außerordentlich erfolgreich für Altersgenossen in der so genannten „Dritten Welt“ unterwegs. 900 Euro kamen bei der aktuellen Sternsingeraktion in Breitenbenden zusammen. Die als heilige Dreikönige und Sternenträger gewandeten Kinder Ben, Samuel, Emma, Mika, Colin und Felix zogen mit ihren Begleiterinnen Carina Milz, Marianne Lehners und Tina Wienand von Haustür zu Haustür, segneten die Wohnungseingänge, entboten Grüße und die frohe Weihnachtsbotschaft der Kirche und sammelten Spenden für die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika.

„Auch wenn das Wetter den Sternsingern am frühen Morgen nicht gerade hold war, und sich die Weisen aus dem Breitenbendener Morgenland an einige Corona-Vorsichtsmaßnahmen halten mussten, war das Sammelergebnis am Ende doch sensationell, schreibt Martina Wienand dem Mechernicher „Bürgerbrief“. „So viel hatten wir noch nie, das ist eine Rekordsumme!“, freute sich Initiatorin Carina Milz.

„Trotz der Flutkatastrophe im eigenen Land sehen die Menschen, dass es immer noch Menschen gibt, denen es noch schlechter geht“, erklärte Marianne Lehners, die mit den diesjährigen Kommunionkindern die Spendensammelaktion begleitet. „Es ist wichtig, dass man trotz aller eigenen Nöte auch den Rest nicht aus den Augen verliert und mit dieser schönen Tradition Gutes tut“, so Tina Wienand.

Die Sternsinger bedankten sich bei allen Spendern und freuen sich dem Vernehmen nach bereits auf das nächste Jahr und würden sich wieder über regen Zuspruch, Spenden und Sternsinger-Nachwuchs freuen.

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Ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Feuerwehr Trier-Land

Region/Trier-Land – Mit der Fusion der Feuerwehren Edingen und Godendorf haben die Wehren einen wichtigen Schritt in die Zukunft vollzogen. Unter strikter Beachtung der Corona-Vorschriften wurde jetzt die Fusionsurkunde unterschrieben. Die Mannschaften der beiden Wehren hatten sich für die Fusionierung ausgesprochen.

Die Wehr trägt zukünftig den Namen „Freiwillige Feuerwehr Edingen – Godendorf“. Zeitgleich fand unter Leitung von Bürgermeister Michael Holstein die Wahl der neuen Wehrführung statt.

Zunächst wurden die Wehrführer und Stellvertreter der Feuerwehren Edingen und Godendorf aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen. Neben den Urkunden überreichte Bürgermeister Holstein dem Edinger Wehrführer, Michael Trierweiler, sowie dem Godendorfer Wehrführer, Thomas Trierweiler, ein kleines Präsent der Verbandsgemeinde.

Die anwesenden aktiven Feuerwehrfrauen und -männer wählten Fabian Kreuzkamp zum Wehrführer, Gunnar Gremmler zum 1. Stellvertretenden und Yannik Glucken zum 2. Stellvertretenden Wehrführer.

Bürgermeister Holstein bestellte die gewählten im Anschluss kommissarisch in ihre Ämter, da alle noch die erforderliche Ausbildung zum Zugführer an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutz Akademie Rheinland-Pfalz absolvieren müssen.

Der ebenfalls anwesende Wehrleiter, Jürgen Cordie, dankte den Wehrführern der „ehemaligen“ eigenständigen Wehren Edingen und Godendorf für die immer hervorragende Zusammenarbeit und wünschte der neuen Wehrführung alles Gute.

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50 Jahre moderne Stadt Mechernich – Goldene Hochzeit 2022

Mechernich – Der letzte Akt der Kommunalen Neugliederung machte 1972 aus den Gemeinden Kommern und Mechernich schlussendlich die neue moderne Kommune, die 1975 ihre Stadtrechte verliehen bekam und 2022 ein weiteres Stadtfest feiern will.

Zwei kommunale Neugliederungen machten 1969 und 1972 aus über 20 einst selbständigen Gemeinden eine Stadt. 1969 wurden in einem ersten Schritt die Großgemeinden Kommern und Mechernich gebildet. Der entscheidendere Schritt folgte aber erst 1972, als Bistumsgrenzen und Verwaltungseinheiten überschreitend aus den Gemeinden Kommern und Mechernich eine einzige Kommune gebildet wurde.

Dieser historische Zusammenschluss, der wenig später zur Verleihung der Stadtrechte führte, jährt sich 2022 zum 50. Mal. Der mentale Unterschied zwischen den Eifelern aus Mechernich und den Rheinländern aus Kommern wurde zwar lange Zeit für unüberbrückbar gehalten. Aber wie das in haltbaren Ehen so geht: Sie halten trotzdem! Oder gerade wegen der Unterschiedlichkeit der beteiligten Charaktere.

Faktum ist, dass 2022 Goldene Hochzeit zwischen Mechernich und Kommern gefeiert werden kann. Und zwar am Sonntag, 14. August, mit einem großen Stadtfest in Verbindung mit dem Brunnenfest der Mechernicher Geschäftswelt („Mechernich aktiv“) rund ums Rathaus und in der ganzen Mechernicher Innenstadt. Vereine und Geschäftswelt sollen sich dort präsentieren. Ein großes Unterhaltungsprogramm ist geplant.

Stadtdezernent Ralf Claßen mit seinem Team (Teamleiterin Manuela Holtmeier, Ewa Bochynek und Christian Habrich), der langjährige „Brunnenfest“-Organisator Heinz Schmitz und die Vorstandsspitze von „Mechernich aktiv“ um Petra Himmrich und Margret Eich halten die Organisationsfäden bereits in ihren Händen.

Initialfunke zur kommunalen Neugliederung war nach der weltkriegsbedingten Wiederaufbauphase die Zusammenlegung überholter „Zwerggemeinden“, die oft aus einem einzigen Dorf bestanden. Den politisch Verantwortlichen ging es um größere Verwaltungseinheiten, effektiveres Arbeiten und moderne Dienstleistungsstrukturen.

Die Begeisterung hielt sich in engen Grenzen – besonders bei jenen in den vielen Gemeinde- und Amtsräten, die sich selbst praktisch per Beschluss abschaffen sollten. Die kleinen Kommunen hatten viele liebgewonnene Pöstchen zu vergeben, die deren Inhaber äußerst ungern aufgeben wollten. Also operierten die kommunalen Aufsichtsbehörden „mit Zuckerbrot und Peitsche“, wie es Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in seiner Jahresansprache 2019 treffend beschrieb.

156 einzelne Kommunen

Der Altkreis Euskirchen zwischen Weilerswist und Kommern, Vettweiß und Münstereifel hatte 1965 rund 110.000 Einwohner in 85 Gemeinden. Das brachte nicht weniger als 850 Gemeinde- und Kreisvertreter sowie 85 Gemeinde- und Amtsbürgermeister und einen Landrat mit sich, die die Bürger mit Aufwandentschädigungen auszustatten hatten.

Dr. Schick: „Man rechnete aus, dass bei einer Gebietsreform im Kreis Euskirchen mit einer Konzentration auf beispielsweise 14 Großgemeinden mit 14 Gemeindeparlamenten in einer einzigen Wahlperiode zwischen drei und fünf Millionen D-Mark eingespart würden.“

Im Altkreis Schleiden sah die kommunale Welt nicht weniger zersplittert aus. Dort waren es 71 kleinere und größere Gemeinden (inkl. der amtsfreien Gemeinde Dreiborn sowie der Städte Schleiden und Gemünd). Die Gemeinde Mechernich mit Roggendorf und Strempt war mit 6450 Einwohnern die zahlenmäßig Größte, aber ganze 36 Gemeinden im Altkreis Schleiden hatten weniger als 500 Einwohner.

Mit Haushaltsgenehmigungen und Restriktionen wurden die Gemeinderäte nach und nach gefügig gemacht. Ende 1966 gab es die ersten Vorschläge für eine Gebietsreform am Bleiberg – initiiert vom damaligen Kommerner Gemeindirektor Norbert Leduc, der Kommern über die damalige Kreisgrenze hinaus mit Mechernich fusionieren wollte.

Aus dieser Verbindung würde ein leistungsfähiges Gebilde entstehen, das mit 55 Quadratkilometern mehr als 11.500 Einwohner vielseitig strukturiert wäre. In seinem Kerngebiet könnte man mit 293 Einw./qkm den Beginn einer mittelstädtischen Verdichtung der Bevölkerung erkennen. Die Verkehrslage wäre außerordentlich günstig, auch überregional, so Leduc.

Bereits vor Weihnachten 1966 wollten sich die Mechernicher und Kommerner Ratsherren zusammensetzen, um über eine „Heirat“ und die gemeinsame Zukunft nachzudenken. Als Erstes war geplant, ein gemeinsames Hallenschwimmbad zwischen Mechernich und Kommern zu bauen. Das Treffen wurde aber vor allem auf Druck der Mechernicher Christdemokraten wieder abgeblasen. Die Stimmung gegen ein gemeinsames Kommern-Mechernich kam von dort!

Mechernich ziert sich noch

Einige Mechernicher Politiker misstrauten dem vor Ideen und Initiativen nahezu sprühenden Kommerner Verwaltungschef Norbert Leduc. Sie fürchteten seine Dominanz und die Vormachtstellung eines Kommerner Gemeinderates, mit dem Leduc zusammen so erstaunliche Dinge wie die Gründung der Trabantensiedlung Kommern-Süd sowie die Ansiedlung des Rheinischen Freilichtmuseums und des Hochwildschutzparks Rheinland zu Wege gebracht hatte.

Selbstbewusst trumpfte der Mechernicher Bürgermeister Peter Giesen im Dezember 1967 im Interview in der „Kölnischen Rundschau“ auf: „Mechernich bietet sich als Braut für viele benachbarte Freier an.“ Die Großgemeinde habe bald alle Voraussetzungen für 30.000 Einwohner, so Giesen: „Wir gehen nicht als Bettler übers Land!“

Mechernich war zu Bergwerkszeiten – und die waren noch nicht lange her – der mit Abstand größte Wirtschaftsmotor der ganzen Region, wurde aber vom Schleidener Kreistag stets stiefmütterlich behandelt. Mitunter schien es, als rümpfte man damals in den bürgerlich-agrarwirtschaftlich dominierten Südkreiskommunen die Nase über das Bergarbeiterdorf am Rand. Besonders in den dominierenden Städten Schleiden und Gemünd herrschte wenig Sympathie für Mechernich.

Peter Giesen sagte der „Kölnischen Rundschau“ 1967: „Der Kreis Schleiden muss sich genau überlegen, was er mit Mechernich künftig anstellt, sonst droht ein Volksentscheid, der uns in den Kreis Euskirchen eingliedern würde. Die maßgeblichen Stellen sollen sich etwas einfallen lassen und nicht wieder so mit Mechernich umspringen, sonst hat das letzte Stündchen für den Kreis Schleiden geschlagen.“

Hintergrund dieser drastischen Ausführungen, die sich in Punkto Aus für den Kreis Schleiden bewahrheiten sollten, waren Überlegungen auf Kreisebene, das Kreiskrankenhaus von Mechernich in einen Neubau nach Kall zu verlegen. Zu der Zeit saß kein einziger Mechernicher Kreistagsabgeordneter im Krankenhausausschuss, wie Chefarzt Dr. Geyer öffentlich kritisierte.

Die Mechernicher Bestrebungen, den Kreis zu wechseln, blieben nicht ohne Folgen. Im Schleidener Kreishaus schrillten die Alarmglocken. „Der Kreis Schleiden steht und fällt damit, ob Mechernich bleibt oder nicht“, sagte Oberkreisdirektor Dr. Mertens der „Kölnischen Rundschau“ im Oktober 1967. Und, immerhin zu diesem Zugeständnis an das „Bergarbeiterdorf“ war er bereit: Der Kreis Schleiden könne auf das Mechernicher Industriegebiet nicht verzichten.

Zu der Zeit machten sich aber auch andere Randgemeinden des Amtes Mechernich Gedanken über ihre künftige Zugehörigkeit. In der Gemeinde Weyer mit Weyer, Eiserfey, Kallmuth, Vollem, Urfey und Kallmuth begann eine Debatte um einen Austritt aus dem Amt Zingsheim und einen Beitritt zu Mechernich.

In Mechernich ging die Umwandlung des Amtes Mechernich in diese neue Großgemeinde am 9. August 1968 einer Viertelstunde über die Bühne. Die Vertreter der vormals amtsangehörigen Gemeinden Mechernich, Harzheim, Holzheim, Breitenbenden und Vussem-Bergheim beschlossen die Auflösung des Amtes und im Rahmen eines Gebietsänderungsvertrages ihren Zusammenschluss zur Großgemeinde Mechernich.

Der „Wilde Westen“ schließt sich an

Nachdem endgültig feststand, dass im Nordwesten von Mechernich auch das Amt Hergarten aufgelöst werden sollte, schlossen sich die Gemeinden Bleibuir, Glehn, Hostel, Berg, Floisdorf und Eicks ebenfalls der neuen Großgemeinde an. Damit war die Neuordnung um Mechernich herum – zunächst nur auf dem Gebiet des Altkreises Schleiden – vollzogen.

Wesentlich schwieriger und medienwirksamer gestaltete sich im Altkreis Euskirchen die Auflösung des Amtes Satzvey-Wachendorf-Enzen. Auf der einen Seite stand die amtsfreie Gemeinde Kommern mit Bürgermeister Toni Bauer und Gemeindedirektor Norbert Leduc. Auf der anderen Seite das Amt Satzvey mit Amtsbürgermeister Carl Bolten aus Enzen und Amtsdirektor Peter Jäntgen.

Die Kommerner machten keinen Hehl aus ihrer Präferenz für eine kreisübergreifende Großgemeinde Mechernich-Kommern. Doch sollten die Kreisgrenzen vorerst Tabu sein, deshalb forderten die Kommerner bei einem Zusammenschluss mit dem benachbarten Amt Satzvey den Verwaltungssitz für sich. In Satzvey sah man es genau andersrum.

Dr. Hans-Peter Schick in seinem historischen Abriss: „Der Plan blieb bei der Kreisverwaltung in der Schublade liegen – möglicherweise nicht ohne Absicht. Oberkreisdirektor und Innenministerium hatten das Schicksal des Amtes Satzvey-Wachendorf-Enzen nämlich längst besiegelt.“

Die Begründung war nicht ganz von der Hand zu weisen: Denn der angestrebten Großgemeinde fehlte das Zentrum. Satzvey war kein Zentrum, dafür fehlten Einwohner und Infrastruktur. Ende 1967 hatte der Ort nur 740 und die Gemeinde Satzvey-Firmenich ganze 1275 Einwohner. Demgegenüber stand Kommern mit einem echten Zentrum und 3352 Einwohnern.

„Aus“ für die Großgemeinde Satzvey

Zu der Zeit rächte sich, dass die Gemeinde Satzvey zwar relativ schuldenfrei war, aber man hatte es – die landwirtschaftliche Prägung stets im Blickfeld – in der Vergangenheit versäumt, größere Wohngebiete auszuweisen. In einer Amtsvertretersitzung in Satzvey am 2.12.1967, in der OKD Dr. Disse und Kreisrechtsassessor Dr. Karl-Heinz Decker mit angereisten Regierungsvertretern das Aus für die Großgemeinde Satzvey verkündeten, ging es hoch her.

Letztendlich beschloss der NRW-Landtag auf der Grundlage des Disse-Planes zum 1.7.1969 die Bildung von sechs Großgemeinden im Altkreis Euskirchen. Kommern, Schwerfen, Firmenich-Obergartzem, Satzvey, Antweiler, Lessenich, Wachendorf und Weiler wurden zur Gemeinde Veytal mit Verwaltungssitz in Kommern verbunden.

Der letzte Akt im Neugliederungsgescharre wurde genau drei Jahre später im Rahmen des Aachen-Gesetzes mit der Auflösung des Kreises Schleiden und des Regierungsbezirks Aachen zum 1.7.1972 vollzogen. Nun wurden die Gemeinden Veytal und Mechernich zur neuen Gemeinde Mechernich mit Verwaltungssitz in Mechernich fusioniert.

Gleichzeitig kam Schwerfen von Veytal zur Stadt Zülpich und Kalenberg wurde von der Gemeinde Kall nach Mechernich eingemeindet. Weitere drei Jahre später bekam die neue Gemeinde Mechernich die Stadtrechte verliehen.

Damit waren innerhalb von sechs Jahren die ehemaligen Randgemeinden Kommern und Mechernich der Altkreise Euskirchen und Schleiden zur zweitgrößten Kommune mit den Funktionen eines Mittelzentrums in der Mitte des neugebildeten Kreises Euskirchens aufgestiegen – und damit nach der Kreisstadt zur unbestrittenen „Nummer Zwei“ in der Region.

Dr. Hans-Peter Schick: „Die Kreisneugliederung lief nicht weniger strittig ab wie die Gemeindeneuordnung. Es gab mehrere Vorschläge und Gutachten. In den Köpfen vieler Südkreisbewohner hat sich das Modell »Eifelkreis Schleiden-Monschau« lange gehalten. Durch kam das Rietdorf-Gutachten, das aus Schleiden und Euskirchen eine Gebietskörperschaft machte. Zu Grunde lag die Hoffnung, dass es ökonomisch bergauf ginge, wenn man je einen »armen« Eifelkreis einem wirtschaftlich gesunden zuschlage, also Monschau zu Aachen und Schleiden zu Euskirchen.“

„Die Rechnung ging nur teilweise auf“, resümiert der Mechernicher Verwaltungschef: „Denn der am dichtesten besiedelte, wirtschaftlich besonders starke Norden des Altkreises Euskirchen, die heutige Erftstadt, wurde 1975 im Rahmen der Kreisreform gemäß § 26 Köln-Gesetz unter der Bezeichnung »Erftkreis« aus den ehemaligen Kreisen Bergheim (Erft) und Köln-Land plus Erftstadt neu gebildet.“

Was am Beispiel Wuppertal verpasst wurde…

Schleiden verlor die Stadt Heimbach und die Gemeinden Hergarten und Vlatten an den Kreis Düren sowie Einruhr an den Kreis Aachen. Rest-Euskirchen und Rest-Schleiden wurden zum heutigen Kreis Euskirchen zwangsfusioniert. Die Erftstädter waren drei Jahre später froh, diesem neuen Kreis nicht mehr anzugehören. Das Wort „Habenichste“ machte die Runde.

Dr. Hans-Peter Schick: „50 Jahre später fragt man sich: »Wozu die ganze Aufregung?« Über die Jahrhunderte gesehen kam 1969 und 1972 zumindest am Bleiberg zusammen, was sowie so schon immer zusammengehört hatte. Bergbau und Landwirtschaft prägten die Räume Mechernich und Kommern. Heute muss man sich sogar fragen, was die Folgen gewesen wären, wenn die beiden Zentralorte schon zur wirtschaftlichen Blütezeit im 19. Jahrhundert zusammengefunden hätten?“

Das Tal der Wupper sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn ein Wirtschaftsraum auch kommunalpolitisch zusammenfindet. Die territoriale Aufsplitterung des Bleiberggebietes sei ein wesentlicher Grund für das Ausbleiben des wirtschaftlichen Durchbruchs während mehrerer Jahrhunderte, so Dr. Schick.

Dieser historische Fatalismus – und das sei das unbedingt Entscheidende – habe vor 50 Jahren mit der Kommunalen Neugliederung den Anfang seines Endes genommen. Der Bürgermeister: „Wäre es hundert Jahre früher zu diesem städtischen Gemeinwesen in unserer Region gekommen, um wieviel anders würde das Gesicht dieser Kommune heute aussehen?“

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Mit Zusammenhalt und Zuversicht ins neue Jahr

Region/Mainz – „Der Zusammenhalt der Menschen hier in Rheinland-Pfalz ist stark, wir können aufeinander zählen. Das gibt mir große Zuversicht, dass wir auch immense Herausforderungen wie die Bekämpfung der Corona-Pandemie und den Wiederaufbau des Ahrtals mit vereinten Kräften schaffen werden.“ Dies betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem digitalen Neujahrsempfang. Neben dem Rückblick stand auch der Ausblick in das neue Jahr im Mittelpunkt, denn 2022 stehen gleich mehrere Jubiläen an. So feiert das Land Rheinland-Pfalz zum Beispiel seinen 75. Geburtstag. Die Ministerpräsidentin würdigte hierbei Rheinland-Pfalz als „Land des starken Zusammenhalts im Herzen Europas“, das seit seinem Bestehen viele Herausforderungen gemeistert habe. Besonders freue sie sich im Zuge der Feierlichkeiten auf den Rheinland-Pfalz-Tag, der vom 20. bis 22. Mai 2022 in Mainz stattfinden wird.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstrich, dass das Jahr 2021 die Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen gestellt habe: „Es war mit der schrecklichen Flutkatastrophe im Ahrtal sowie der fortdauernden Bekämpfung der Corona-Pandemie gewiss eines der schwersten Jahre der deutschen Nachkriegsgeschichte für unser Land, das auch im Leben vieler Menschen tiefe Spuren hinterlässt. Es war ein Jahr, das uns auf vielerlei Weise in Erinnerung bleiben wird“, so die Ministerpräsidentin.

Trotzdem gebe es auch in solch schwierigen Zeiten Zeichen der Hoffnung. „Wir haben beispielsweise mit der Inbetriebnahme der Ahrtalbahn und der Wiederherstellung der Wärmeversorgung von Bad Neuenahr-Ahrweiler wichtige Meilensteine beim Wiederaufbau im Ahrtal erreicht, die Schritt für Schritt mehr Normalität bringen“, so die Ministerpräsidentin. Die Landesregierung sei für den Wiederaufbau weiterhin eng mit Fachleuten, mit den Kommunen und den Menschen vor Ort im Gespräch.

Von dem aktuellen Stand der Aufbauarbeiten berichteten Meike und Dörte Näkel vom renommierten Weingut Meyer-Näkel aus Dernau. Die beiden Schwestern hatten noch in der Flutnacht beschlossen, in der Region zu bleiben und das von der Flut schwer getroffene gemeinsame Weingut wiederaufzubauen. Weiterhin war die Sängerin Alexandra Tschida aus Ahrweiler zu Gast, die mit ihrer Familie weiter in ihrem im Untergeschoss zerstörten Haus lebt und dort Gesangsunterricht gibt. Die Ministerpräsidentin würdigte in diesem Zusammenhang die große Solidarität aus dem In- und Ausland, die die Menschen in der betroffenen Region erfahren haben. „Die Helfer und Helferinnen kommen teils seit Monaten in das Ahrtal, um mit Schaufeln, Werkzeugen oder einfach einem offenen Ohr Hilfe zu leisten, wo diese am dringendsten benötigt wird. Von Herzen möchte ich allen Helfern und Helferinnen Danke sagen!“

Das zweite zentrale Thema in 2021 war die andauernde Corona-Pandemie. „Seit fast zwei Jahren fordert uns die Pandemie. Noch immer sind Einschränkungen in unserem sozialen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben notwendig, um die Verbreitung des hochinfektiösen Virus zu verhindern.“ Die aktuelle Corona-Lage sei weiterhin ernst: „Wir tun in Rheinland-Pfalz alles dafür, um die erneute Welle zu brechen und einen Kollaps unseres Gesundheitssystems zu verhindern“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Mit Blick auf die neu gewählte rheinland-pfälzische Ampelkoalition betonte die Ministerpräsidentin: „Gemeinsam setzen wir fort, woran die Regierungskoalition schon seit Jahren mit Nachdruck und Engagement arbeitet. Denn die Politik der kommenden Jahre wird darüber entscheiden, ob wir auch in Zukunft in einem liebenswerten Rheinland-Pfalz leben werden. Wir wollen aus dem Umbruch einen Aufbruch machen und stehen für eine Politik der Nachhaltigkeit, die Ökologie, wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit zusammendenkt.“ Ein wichtiger Schwerpunkt der Regierung liege dabei weiterhin auf der Bildung: „Mehr als ein Viertel unseres Haushalts fließt in unsere Kitas, Schulen und Hochschulen. Wir haben das modernste Kita-Gesetz in Deutschland geschaffen und unsere Hochschullandschaft zukunftsfest gemacht.“

Darüber hinaus sei auch die Weiterentwicklung des Industriestandortes ein zentrales Anliegen der Landesregierung. „Rheinland-Pfalz ist ein bedeutender Industriestandort, wichtige Schlüssel zur Überwindung der Pandemie kommen aus unserem Land. Wir machen Industriepolitik mit Zukunft. So ist es uns gelungen, eine große Batteriezellfabrik nach Kaiserslautern zu holen. Um den Strukturwandel nachhaltig erfolgreich im Sinne der Menschen zu meistern, formulieren wir unsere Ziele noch ehrgeiziger und machen noch mehr Tempo.“

In diesem Jahr besteht seit nunmehr 40 Jahren die Partnerschaft mit dem afrikanischen Land Ruanda. Diese Partnerschaft ist laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer ein mittlerweile international anerkanntes Modell einer bürgernahen, dezentralen und effizienten Entwicklungszusammenarbeit. Von den kulturellen Highlights im Jubiläumsjahr berichteten Dr. Heike Otto, Generaldirektorin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz sowie Laurent Vieille, Leiter des Haus Burgund in Mainz. Die Partnerschaft mit der Region Burgund-Franche-Comté feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum.

Am Neujahrsempfang, der aufgrund der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge digital stattfand, waren Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik, aus dem diplomatischen und konsularischen Corps, aus dem sozialen Bereich und Verbänden, Glaubensgemeinschaften, der Kultur oder dem Sport zugeschaltet. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gersi Gega, Leiter der Geschäftsentwicklung bei ZDF Digital. Die musikalische Begleitung erfolgte durch den LandesJugendChor Rheinland-Pfalz und das „Jazz-Ensemble Willkür“, Musikstipendiaten der ZIRP in Zusammenarbeit mit der Landesstiftung Villa Musica.

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Besuch im Rathaus Jülich mit 3G-Nachweis und Termin

Jülich – Die neuen Regelungen gelten ab sofort. Aufgrund der nunmehr wieder rasant steigenden Infektionszahlen im Zuge der Verbreitung der Omikron-Variante ist es zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes sowie zur Sicherstellung des Bürgerservice erforderlich, die Regeln nochmals zu verstärken.

Das Rathaus bleibt wie bisher nach vorheriger Terminvereinbarung sowie unter strenger Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln für den Publikumsverkehr geöffnet.

Zusätzlich müssen die Bürgerinnen und Bürger einen 3G-Nachweis (Geimpft – Genesen – Getestet) erbringen. Die Einhaltung der 3G-Regelung wird mithilfe der CovPassCheckApp kontrolliert. Darüber hinaus besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Termine können über die bekannten E-Mail-Adressen oder Durchwahlnummern der Fachbereiche vereinbart werden. Sollten die Kontakte nicht bekannt sein, hilft gerne die Zentrale weiter (02461/63-0 oder info@juelich.de).

Zur weiteren Kontaktreduzierung können Sie in ausgewählten Bereichen auch die Online-Angebote der Stadt Jülich nutzen. Diese finden Sie unter www.juelich.de/formularservice.

Der Zugang zum Rathaus ist weiterhin ausschließlich über den Haupteingang an der Großen Rurstraße möglich. Als Ausgang fungiert weiterhin der Nebeneingang Kartäuserstraße.

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Kloster Maria Laach gründet GmbH & Co. KG

Maria Laach – Neue Gesellschaft ist wichtiger Teil des Modernisierungsprozesses. Erhöhung der Transparenz durch klare Zuständigkeiten. Mit der Gründung der Klosterbetriebe Maria Laach GmbH & Co. KG und Übertragung der Wirtschaftsbetriebe der Vereinigung der Benediktiner zu Maria Laach e.V. (Abtei Maria Laach) zum 1. Januar 2022 auf diese, setzt die bekannte Abtei Maria Laach einen weiteren Meilenstein in ihrem laufenden Modernisierungsprozess um.

Nach dem Umbau des Seehotels und dem Neubau der Klostergaststätte markiert die Gründung einer separaten Gesellschaft den nächsten konsequenten Schritt in der Professionalisierung der seit über 920 Jahren bestehenden Abtei. Die Betriebe der Vereinigung der Benediktiner zu Maria Laach sowie der ars liturgica gehen dann damit in der neugegründeten Gesellschaft auf. Diesem wichtigen Meilenstein gingen wiederholte Gespräche zwischen Prior-Administrator Pater Petrus Nowack OSB, dem Konvent und der Geschäftsführung voraus, die zum Ziel hatten, die Aufteilung als solche programmatisch festzulegen sowie eine Gesellschaftsform für den geplanten Zweck zu eruieren.

Die Abtei Maria Laach erhält keine direkten Mittel aus Kirchensteuern und ist deshalb auf die Erträge der Wirtschaftsbetriebe einerseits und Spenden andererseits besonders angewiesen. „Mit der Gründung dieser neuen Gesellschaft trennen wir sozusagen die Wirtschaftsbetriebe vom geistigen und spirituellen Kern des Klosters. So geben ein klares Signal an Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden, wer Ansprechpartner für die wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe in Maria Laach ist,“ erklärt Philipp Lohse, Geschäftsführer der Klosterbetriebe Maria Laach GmbH & Co. KG.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten wie der Betrieb des Seehotels oder der Klostergaststätte sind wichtige Pfeiler zum Erhalt der Abtei Maria Laach. Neben diesen publikumstarken Betrieben tragen selbstredend auch die Manufakturen, wie Buchbinderei, Kunstschmiede, Keramikwerkstatt als auch die Buch- und Kunsthandlung, Klostergärtnerei sowie der Kloster-Laden ihren Teil bei. Wesentlich sind dabei auch die Erlöse des Klosterverlags sowie des Onlineshops Segensreich.de. Ein Großteil der Einnahmen der Betriebe wird neben dem Erhalt der eigenen Zukunftsfähigkeit für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten der jahrhundertealten Klosteranlage verwendet.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil zur Finanzierung der Abtei sind und bleiben auch Spenden. Hier wird mit der Aufteilung und Entflechtung ein weiterer wichtiger Schritt für noch mehr Transparenz vollzogen.

Seit über 920 Jahren besteht die Abtei Maria Laach als Kloster des Benediktiner-Ordens. Das katholische Kloster zählt zu den geistigen und spirituellen Zentren im nördlichen Rheinland-Pfalz. Rund 30 Mönche leben in dem Klostergebäude. Die Begegnungsstätte für Kunst, Kultur, Erholung und Musik bietet Angebote für jeden Geschmack. Ausstellungen, Lesungen oder Konzerte werden Kulturinteressierten regelmäßig angeboten. Darüber hinaus laden die Wanderwege rund um den Laacher See zu Bewegung ein. Die Abtei gilt als eines der attraktivsten Ausflugs-Ziele in Rheinland-Pfalz. Jährlich besuchen rund 700.000 Interessierte die abwechslungsreiche Klosteranlage.

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Fliegerbombe in Mayen gefunden – Entschärfung am Mittwoch 12. Januar um 12 Uhr

Mayen – Heute wurde gegen 10 Uhr eine amerikanische, 500 Pfund schwere Fliegerbombe im Bereich des Mayener Grubenfeldes gefunden. Der Kampfmittelräumdienst hat vor Ort die Lage sondiert. Die Entschärfung soll am Mittwoch, 12. Januar, bei Tageslicht um 12 Uhr erfolgen.

Es wird ein Radius von 300 Meter um die Fundstelle zu evakuieren sein. Die Evakuierung beginnt um 8 Uhr, das Gebiet muss spätestens bis 9 Uhr verlassen werden.

Folgende Straßenzüge sind betroffen und müssen bis spätestens 9 Uhr verlassen werden:

  • Am Lavafeld Hausnummern 1-17,
  • Am Vulkanpark
  • An der Lay
  • Kottenheimer Weg Hausnummern 11 – 48 (ausgenommen Hausnummer 12, 16, 18 & 45)
  • Lapideaweg
  • Lavastraße
  • Magmastraße
  • Römerstraße 75
  • An den Mühlsteinen 7-8

Von der Evakuierung im Radius von 300 Metern ist auch der ÖPNV betroffen. Die Straßen bzw. Haltestellen „Kottenheimer Weg“ und „An den Mühlsteinen“ werden nicht angefahren.  Der Busverkehr erfolgt über die Frankenstraße und Goethestraße Richtung Ostbahnhof.

Busse in Richtung Innenstadt fahren über den Ostbahnhof, Ostbahnhofstraße, Koblenzer Straße Richtung Brückentor und Wittbender Tor.

Die Nutzerinnen und Nutzer werden um Beachtung und Ausweichung auf die anderen Haltestellen gebeten.

Das Gebiet darf erst wieder nach erfolgter Entschärfung betreten werden, diese wird über einen Sirenenalarm bekannt gegeben.

www.mayen.de/bombenfund sowie dem städtischen Facebook-Kanal www.facebook.com/StadtMayen bekannt gegeben. Weitere Informationen folgen ebenfalls über diese Kanäle.

Ein Bürgertelefon ist eingerichtet, welches heute bis 19 Uhr und morgen wieder ab 6.30 Uhr besetzt ist. Das Bürgertelefon ist unter 02651 – 88 6000 erreichbar.