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Spenden-Übergabe in der Musikschule der Stadt Jülich für die Ukraine Hilfe Jülich

Jülich – Am gestrigen Donnerstag trafen sich die Akteure des Big Band Konzertes und der Förderverein der Musikschule mit Frau Raissa Fits, Vorsitzende der Ukraine Hilfe Jülich e.V. zum Austausch und zur Spendenübergabe.

Frau Fits berichtete sehr eindrucksvoll von der Hilfsstruktur der Community der Ukrainer in Jülich. Die Spende in Höhe von 1300,00 EUR kommt der Medizinischen Versorgung innerhalb der Ukraine zu gute.

Einig waren sich die Bandleiter darüber, dass neben dem vielseitigen Auftritt der 2 Big Bands, auch der erzielte Spendenbetrag zum Gelingen des Konzertabends beitrug. „Auf das Jülicher Publikum ist Verlass“ fügte Klaus Luft hinzu. Der Förderverein der Musikschule begleitet seit vielen Jahren mit seinem Getränkeangebot auf Spendenbasis die Konzertreihen der Musikschule und freut sich mit der gesammelten Konzertspende in Höhe von 1300,00 EUR dem Verein Ukraine Hilfe Jülich zu unterstützen.

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Testpflicht für alle Besucher*innen, Mitarbeiter*innen und Patient*innen in Krankenhäusern der StädteRegion Aachen

StädteRegion Aachen – Auf Basis der aktuellen Coronaschutzverordnung NRW haben die Krankenhäuser in der StädteRegion Aachen mit Wirkung ab Samstag, 09. April 2022, die geltenden Besuchsregelungen angepasst.

Demnach gilt in den Häusern weiterhin Maskenpflicht. Zusätzlich fordert die neue Coronaschutzverordnung einen negativen Corona-Test für Besucher*innen, Patient*innen und Mitarbeiter*innen. Es gibt von dieser allgemeinen Testpflicht keine Ausnahmen für genesene, geimpfte oder auch geboosterte Personen.

Damit wird die bisher geltende „2G plus Test“- Regelung, also Zugang nur für geimpfte oder genesene Personen mit einem zusätzlichen Test, durch das allgemeine Testerfordernis für alle Menschen ersetzt. Der Testnachweis muss von einer zugelassenen Teststelle ausgestellt worden sein. Ein Bürgertest (PoC)-Test darf maximal 24 Stunden, ein PCR-Test maximal 48 Stunden alt sein. Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind von der Testpflicht ausgenommen.

Je Patient*in sind weiterhin maximal zwei Besucher*innen gleichzeitig erlaubt. Der Besuch von Covid-19-Patienten ist aufgrund der Quarantäne grundsätzlich nicht gestattet. Die Begleitung Sterbender bleibt weiterhin jederzeit möglich. Notaufnahmen sind von der vorherigen Testpflicht nicht betroffen. Diese Regelungen gelten, analog zur aktuellen Coronaschutzverordnung, bis 30. April 2022.

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Drei Gruppensieger beim D-Junioren-Cup 2022 im FVM – Knapp 7.000 Euro für die Deutsche Kinder Krebshilfe

Region/Hennef – Die 1. Jugend-Fußball-Schule Köln, der DJK FV Haaren sowie SC West Köln haben die drei Gruppen beim D-Junioren-Cup des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) gewonnen. In spannenden Spielen setzten sie sich gegen ihre Gruppengegner aus den insgesamt neun FVM-Fußballkreisen durch. Als Gruppensieger dürfen sich die Nachwuchskicker nun jeweils über eine Übernachtung mit der gesamten Mannschaft in der Sportschule Hennef freuen.

Seit 2002 haben die E- und D-Junioren im Fußball-Verband Mittelrhein mit ihren Toren über 133.000 Euro zugunsten der Deutschen KinderKrebshilfe eingespielt. Foto: FVM

17 Mannschaften aus den FVM-Fußballkreisen traten bei dem erstmals als Freiluftveranstaltung ausgerichteten Turnier am ersten Aprilwochenende an. Teilgenommen hatten die Mannschaften, die sich 2020 für die pandemiebedingt abgesagte Endrunde des FVM-E-Cups qualifiziert hatten.

Bei diesem Turnier verbindet der FVM den Sport mit dem guten Zweck und spielt das Turnier zugunsten der Deutschen KinderKrebshilfe aus. Für die beim FVM-D-Cup erzielten Tore spendete die Kreissparkasse Köln einen Gesamtbetrag von 6.000 Euro zugunsten der Deutschen KinderKrebshilfe. Den Scheck mit dem Erlös der Spendenaktion überreichte Peter Schaffrath, Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln, an Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, sowie an den FVM-Vizepräsidenten Hans-Christian Olpen und Ex-Nationalspieler Stephan Engels, der neuer Schirmherr der Veranstaltung ist. Auch die IKK classic unterstützte erneut den FVM-D-Cup – alle Spielerinnen und Spieler erhielten ein gebrandetes adidas-Trikot – und engagiert sich damit weiter im Nachwuchsfußball.

Neben den 6.000 Euro, die die Kreissparkasse Köln spendete, kamen noch Spenden aus Sammlungen der teilnehmenden Mannschaften in Höhe von 917 Euro hinzu. Somit konnten beim diesjährigen Turnier 6.917 Euro gesammelt werden.

In der Vergangenheit haben bereits zahlreiche Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes ein Jugendturnier zugunsten der Deutschen KinderKrebshilfe ausgerichtet. Mannschaften, Vereine, Fußballkreise, Fußballverbände und Sponsoren setzen sich bei den Veranstaltungen mit Sammlungen und Benefiz-Aktionen für krebskranke Kinder ein. Seit 2002 sind hierdurch bereits 857.000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen, hiervon alleine 133.000 Euro im Fußball-Verband Mittelrhein.

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Montagearbeiten am Breitbandnetz in Ahrbrück

Ahrbrück/Saffig – Unterbrechung von Telefonie und Internet am 20. April 2022. Betroffen sind die Ortschaften Ahrbrück, Heckenbach und Kesseling in der Verbandsgemeinde Altenahr, Langscheid und Virneburg in der Verbandsgemeinde Vordereifel sowie Schelborn in der Verbandsgemeinde Brohltal.

In der Ortsgemeinde Ahrbrück hat die Flutkatastrophe im Juli 2021 die Denntalbrücke komplett zerstört und somit auch zahlreiche Versorgungsleitungen, welche über den Dennbach führten. Nachdem nun in der Gemeinde eine neue Brücke errichtet wurde, plant der Verteilnetzbetreiber Westnetz die Umlegung der Versorgungstrasse durch die Brücke hindurch zur Instandsetzung des Breitbandnetzes.

Um die Arbeiten am Breitbandnetz erfolgreich durchführen zu können, wird es währenddessen zu einer kurzzeitigen Versorgungsunterbrechung der Telekommunikation in einigen Ortsgemeinden kommen. Grund dafür ist, dass die Breitbandversorgung ringförmig in lokalen Glasfasernetzen aufgebaut ist und diese mehrere Ortschaften miteinander verbinden.

Am 20. April 2022 wird Westnetz die Montagearbeiten an der neuen Brücke in Ahrbrück von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr ausführen. In diesem Zeitraum werden somit Telefon- und Internetverbindungen in folgenden Ortschaften nicht zur Verfügung stehen:

  • Ahrbrück, Heckenbach und Kesseling (Verbandsgemeinde Altenahr)
  • Langscheid und Virneburg (Verbandsgemeinde Vordereifel)
  • Schelborn (Verbandsgemeinde Brohltal)

Für die Unannehmlichkeiten während der Baumaßnahme bittet Westnetz um Verständnis.

Westnetz hat in den ersten Tagen nach der Flutkatastrophe im Ahrtal die Strom- und Breitbandversorgung weitestgehend provisorisch wiederhergestellt, um die Menschen schnellstmöglich wieder versorgen zu können. Eine systematische Instandsetzung der Strom- und Breitbandnetze wird seitdem mit Hochdruck vorangetrieben.

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Mira Seesemann und Silas König starten in ein FSJ-Kultur bei den Burgfestspielen Mayen

Mayen – Mittendrin, statt nur dabei! Ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur bietet jungen Menschen Gelegenheit, einen tiefen Einblick in die Abläufe von Kulturbetrieben zu erhalten. In enger Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Rheinland—Pfalz bieten die Burgfestspiele Mayen diese Möglichkeit seit einigen Jahren an.

In diesem Theatersommer erhalten Mira Seesemann und Silas König im Rahmen des FSJ-Kultur einen Blick hinter die Kulissen der Mayener Burgfestspiele.  Wer nun glaubt, die beiden seien nur Beobachter des Geschehens irrt gewaltig: Beide sind fest eingebunden in die Aufgaben und anstehenden Arbeiten der Saison, sind mittendrin in der Organisation und Koordination der neuen Spielzeit und übernehmen wesentliche und wichtige Funktionen.

Ihre größte und wahrscheinlich spannendste Arbeit wird jeweils eine Regieassistenz sein.  Mira Seesemann wird Regisseur Martin Clausen bei der „TransitUrfaust“-Inszenierung unterstützen, Silas König steht Regisseurin Anna Werner bei „Der talentierte Mr. Ripley“ zu Seite. Für die Burgfestspiele durchaus eine große Unterstützung, für Mira und Silas die Möglichkeit ein breites Spektrum der Theaterarbeit zu erfahren und die Bedeutung jedes einzelnen Zahnrads im Theater kennen zu lernen.

Vor seinem „Dienstantritt“ bei den Burgfestspielen absolvierte Silas König bereits einige Monate seines FSJ-Jahres im Eifelmuseum, wo er an theaterpädagogische Konzepten, Führungen und Recherchen mitarbeiten konnte.

Mira Seesemann, Tochter einer Künstlerfamilie, hat seit frühester Kindheit Kontakt zu Kunst und Theater und ist bereits heute eine vielversprechende Autorin und Schauspielerin. Sie schrieb „Denken im Berliner Verkehrsnetz“, erschienen in der Anthologie „Großstadtgeheimnisse“ der BerlinAuthors, und „Ich krieg dich einfach nicht gespiegelt“, erschienen in der Anthologie „Spiegel“ im LitacVerlag.

Im Theatersommer Netzeband spielte sie in „Der Geizige“, einem Masken- und Synchrontheater,  und am Theater am Markt in Eisenach wirkte sie beim experimentellen Musiktheaterstück „Staatstheater – Repertoire“ von Mauricio Kagel mit.

Tickets für die Burgfestspiele gibt es bei Bell Regional Touristikcenter in der Rosengasse 5 in 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942 oder auch per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de. Informationen zum Programm der Festspiele gibt es unter www.burgfestspiele-mayen.de.

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Kreishaushalt 2022 mit großer Mehrheit verabschiedet

Euskirchen – Nachhaltigkeitsziele rücken in den Fokus. Landrat Ramers: „Gemeindefreundliche Strategie“ -Schulsozialarbeit wird ausgebaut. Im Mittelpunkt der Kreistagssitzung vom Mittwoch dieser Woche stand die Verabschiedung des Kreishaushalts. Dabei hat der Kreistag dem Haushalt 2022 mit großer Mehrheit zugestimmt. Die geplanten Aufwendungen belaufen sich auf 436,8 Millionen Euro, denen Erträge von 421,8 Millionen Euro gegenüberstehen.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch steigende Aufwendungen für den Sozial- und Jugendbereich erhöht sich die Kreisumlage für das Jahr 2022 eher moderat. Im Vergleich zum Vorjahr beziffert sich die Belastung für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden insgesamt auf 6,5 Mio. €, im Haushaltsentwurf belief sich die Mehrbelastung noch auf 11,2 Mio. €. „Wir tun alles, um nach Entlastungsmöglichkeiten zu suchen, den Kreis aber dennoch zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen“, so Landrat Markus Ramers.

Erstmalig werden Nachhaltigkeitsziele im Kreishaushalt verankert – als drittes Leitziel neben einer möglichst geringen Kreisumlage und der Generationengerechtigkeit.  Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den im Haushalt eingeplanten Mitteln für Bevölkerungsschutz, Strukturwandelfonds, Projekte im Bereich Klimawandel und Kreisentwicklung sowie Digitalisierung im Schul- und Verwaltungsbereich wider. Und auch bei den Aufwendungen im Kinder- und Jugendbereich sieht Landrat Ramers eine Investition in die Zukunft des Kreises.

So lässt der positive Jahresabschluss 2020 statt der zunächst vorgesehenen 8 Mio. € nunmehr eine Entnahme von 15 Mio. € aus der Ausgleichsrücklage zu. „Damit setzt der Kreis seine gemeindefreundliche Strategie fort“, erläutert Landrat Markus Ramers die Verbesserungen.

Am Mittwoch hat der Kreistag dem Haushalt 2022 mit einem Gesamtvolumen von 436,8 Mio. € mehrheitlich zugestimmt – bei eingeplanten Erträgen von 421,8 Mio. €. Daraus resultiert im Vergleich zum Vorjahreshaushalt eine um 0,98 %-Punkte niedrigere allgemeine Kreisumlage von 29,16 % bzw. 87,9 Mio. €. Größter Posten der Aufwandsseite stellt hier wie in den Vorjahren der Sozialbereich dar, der mehr als Zweidrittel aller Aufwendungen umfasst. Steigerungen sind sowohl bei der Jugendamts- wie auch bei der ÖPNV-Umlage zu verzeichnen.

Wiederaufbauplan

Der vom Kreistag beschlossene Wiederaufbauplan enthält Gesamtausgaben von rund 220 Mio. €, die sich auf mehrere Haushaltsjahre verteilen. Die größten Positionen stellen mit 208 Mio. € die Berufskollegs und Förderschulen des Kreises sowie mit 5,9 Mio. € Containerlösungen zur vorübergehenden Bereitstellung von Räumlichkeiten für zerstörte Kindertagesstätten dar. Der Kreis geht davon aus, dass die Kosten für den Wiederaufbau aus der Hochwasserkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 durch Mittel des Wiederaufbaufonds gedeckt werden.

Schulsozialarbeit

Der Kreistag investiert deutlich in eine verbesserte Schulsozialarbeit. Dafür werden ab dem kommenden 7,25 zusätzliche neue Stellen geschaffen. „Egal ob Hausaufgabensorgen, Mobbing in der Schule, Geschwisterstreit oder aktuell der Krieg in der Ukraine – Kinder benötigen in vertraulicher Atmosphäre kompetente Ansprechpartner“, so Landrat Ramers. „Soziales Training, gewaltfreie Kommunikation oder das Erlernen von Medienkompetenz sind nur in einem starken Netzwerk möglich. Dabei bilden die Schulsozialarbeiter*innen vor Ort eine wichtige Schnittstelle zur präventiven Stärkung von Kindern und Familien.“ Mit den zusätzlichen Stellen sei man zukünftig fast flächendeckend an allen öffentlichen Schulen im Kreis mit der Schulsozialarbeit vertreten und NRW-weit in der Spitzengruppe.

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Der frühere ARD-Moskau-Korrespondent Udo Lielischkies in Mechernich

Mechernich – Ex-ARD-Korrespondent Udo Lielischkies plauderte in seiner Heimatstadt über Putins Verfassung und die Notwendigkeit, im Ukraine-Krieg, „was vorzuweisen, das nach Sieg aussieht“. Es waren keine sehr hoffnungsfrohen Aussichten, die der aus der Stadt Mechernich stammende Fernsehjournalist und Buchautor („Im Schatten des Kreml“) Udo Lielischkies (*1953) am Mittwochabend an seiner früheren Schule, dem Gymnasium am Turmhof, verbreitete: „Am 9. Mai ist »Den‘ Pobedy«, der Tag des großen Sieges im Großen Vaterländischen Krieg gegen den Faschismus, und bis dahin muss Putin irgendetwas vorweisen, das nach Sieg aussieht.“

Udo Lielischkies im Auditorium, wo viele alte Bekannte aus Mechernich saßen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Notfalls auch mit dem Einsatz von biologischen, chemischen oder taktischen Atomwaffen, so der langjährige ARD-Brüssel-, Washington- und Moskau-Korrespondent, der in Köln geboren wurde, in Kommern-Süd aufwuchs und in Mechernich aufs städtische Gymnasium ging.

Udo Lielischkies in seiner alten Heimat: „Am 9. Mai ist »Den‘ Pobedy«, der Tag des großen Sieges im Großen Vaterländischen Krieg gegen den Faschismus, und bis dahin muss Putin irgendetwas vorweisen, das nach Sieg aussieht.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

An einen nuklearen Overkill glaubt der heute mit seiner Familie in Brühl lebende pensionierte Fernsehmann und Autor allerdings nicht: „Das Spiel heißt Abschreckung, hat 70 Jahre funktioniert und wird hoffentlich auch weiter funktionieren.“ Wer strategische Atomwaffen über Kontinente einsetze, müsse zwangsläufig mit seiner Auslöschung und der seines ganzen Landes rechnen…

Keiner ist sich sicher

Hundertprozentig sicher fühlten sich in dieser Frage weder der exzellent freihändig vortragende Udo Lielischkies, noch seine gut hundert rege mitdiskutierenden und fragenden Zuhörer. Was ist, wenn Putin unheilbar krank oder geistesgestört ist und einen „ganz großen Abgang mit Feuerwerk“ plant?, mutmaßte Lielischkies.

Schade war nur an der Diskussion mit den Leuten in der Aula des Gymnasiums, dass die Veranstalter kein Saalmikrophon aufgestellt und nicht für eine Frage-Antwort-Moderation gesorgt hatten. So konnte man die Fragen der Leute schlecht bis gar nicht verstehen. Viele, die aufzeigten, kamen nicht zu Wort, und einige verließen frustriert die gut gefüllte Aula.

Trotzdem war es ein großartiger Abend. Denn andererseits erwies sich der Ex-Kommerner und GAT-Schüler einmal mehr als fundierter und gleichzeitig unterhaltsamer Erzähler, der im Plauderton mit einem Parforceritt durch die neuere Geschichte ebenso zu faszinieren wusste, wie mit seiner Betrachtung der russischen Seele und Einschätzung der Psyche des früheren Leningrader Straßenjungen Wladimir Putin, der sich bei Schlägereien durchzusetzen wusste und nur davon träumte, einmal ein KGB-Spion zu werden, was ihm schließlich mit 24 auch gelang.

Lielischkies ist ein brillanter Berichterstatter – auch von Anekdoten, für deren Einstreuen er sich überflüssigerweise immer wieder entschuldigte. Und er ist ein exzellenter Kenner des Geheimdienst-Bruderschafts-Mitglieds Wladimir Putin.

Der sei vermutlich hauptsächlich wegen seiner Loyalität unter gleichgesinnten korrupten Geldbeschaffern und Betrügern 1999 in die Nachfolge Boris Jelzins geraten. Der heutige Präsident auf Lebenszeit habe sich durch sein knallhartes Durchgreifen im Ersten Tschetschenienkrieg, das dem heutigen in der Ukraine zum Verwechseln ähnlich war, Qualifikationen erworben, die ihn für ganz oben empfahlen.

„Zur Kleptokratie geworden“

Russland sei nach anfänglichen wirtschaftlichen Erfolgen, von denen auch die so genannten kleinen Leute profitierten, mittlerweile zur „Kleptokratie“ verkommen und nach sechs Jahren Reallohnrückgang am Boden zerstört. Und über allem schwebe ein sich mit Lichtgeschwindigkeit von der Realität und Vernunft entfernender Quasi-Monarch, der sich nicht mehr für Wirtschafts- oder Gesellschaftspolitik interessiere.

Dass die Menschen auf der Straße ihm trotzdem ihre Sympathie und Treue zusprechen, ist für Udo Lielischlies nicht verwunderlich: „Er hat den Trick aller Autokraten erfolgreich benutzt, die Schuld auf einen angeblichen Aggressor von außen abzuwälzen.“ Und das sei der Westen mit seiner angeblich verkommenen Lebensart, die sich auch in der modernen Ukraine abzeichnet.

„Wir werden bedroht, die wollen uns fertigmachen, wir müssen zusammenhalten und uns auf Gedeih und Verderb dagegen wehren“: Mit diesen Worten gab der 68-Jährige die so erzeugte Haltung der meisten Russen wieder: „Selbst wenn jetzt tote Soldaten auf die Dörfer zurückgebracht werden, bilden sich die eigenen Eltern lieber ein, der Sohn sei in einer Art neuem Vaterländischen Krieg gegen den Faschismus für etwas Gutes gefallen, als für einen sinnlosen und brutalen Überfall auf ein friedliches Nachbarland.“

Fragen nach der vorgeblichen Bedrohung oder Einengung Russlands durch die Nato beschied der Moskaukorrespondent a.D. negativ: „Nicht ein einziges Mal haben wir Russland bedroht. Putin selbst hat 2004 auf einem gemeinsamen Gipfel gesagt, dass die Nato-Osterweiterung für Russland kein Problem sei.“

Zuhörer, die die Rolle von Olaf Scholz in diesem Konflikt gewürdigt wissen wollten, verblüffte der frühere Mechernicher mit einer Gegenfrage: „Was hat Olaf Scholz denn schon getan? Außer seiner einen Rede mit der so genannten »Zeitenwende«? Das war gerade mal ein Tag…“

Welt von Despoten regiert?

Düster fiel auch Udo Lielischkies Rundumblick auf die Welt aus: „Wir haben heute mehr Autokraten an der Macht, als funktionierende Demokratien.“ Selbst in den eigenen Reihen gebe es unsichere Kantonisten wie Viktor Orbán, die polnische PIS-Partei oder Boris Johnson: „In Frankreich liegt Marie le Pen gerade mal sechs Prozent hinter Macron…“

Udo Lielischkies begann seine journalistische Laufbahn beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ in Euskirchen. Zum Fernsehen kam der Kommerner auf Umwegen: Erst machte er ein Praktikum beim Deutschlandfunk, dann bot er seine freie Mitarbeit dem WDR-Hörfunk an, schließlich erhielt der Kommerner eine Festanstellung als WDR-Rundfunkredakteur mit Moderation verschiedener Magazine.

Nach sieben Jahren Hörfunk wechselte Udo Lielischkies 1987 zum Fernsehen und wurde ab 1994 als Auslandskorrespondent eingesetzt. Seit 2014 war er ARD-Studioleiter in Moskau. 1989 erhielt er den Ernst-Schneider-Preis und wurde seither unter anderem für das Internationale Fernseh-Festival in Monte Carlo, den Goldenen Gong und den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

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Betriebliches Gesundheits-Management bei der AWO Rheinland gestartet

Region/Koblenz – Gemeinsam mit der AOK als starker Partner im Einsatz für die Gesundheit der Mitarbeiter*innen. Bereits 2019 wurden alle Mitarbeiter*innen der AWO Rheinland e.V. zur eigenen Gesundheit befragt.

Aus diesen Erkenntnissen erfolgte eine Arbeitssituationsanalyse, um eine tiefergehende gesundheitliche Analyse als Ausgangsbasis für weitere gesundheitserhaltende als auch -fördernde Maßnahmen einzuleiten. „Das Wohl unserer Mitarbeiter*innen ist für uns als auch für unsere Bewohner*innen sehr wichtig, so dass wir noch intensiver in das Thema Gesundheit einsteigen wollen“, so Andreas Zels, Geschäftsführer des AWO Bezirksverbands Rheinland e.V.

Um die AWO Rheinland dabei zu unterstützen, analysieren Experten der AOK – Die Gesundheitskasse in Rheinland-Pfalz/Saarland – die Gesundheitslage im Unternehmen und an den einzelnen Arbeitsplätzen. „Darüber hinaus bietet der AOK-Service „Gesunde Unternehmen“ Programme und Angebote, die an den Bedarf des Unternehmens angepasst werden und den Bedürfnissen der Mitarbeiter*innen entsprechen“, so Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz – Saarland.

Zu erfolgreicher Betrieblicher Gesundheitsförderung gehören z.B. organisatorische Schritte wie gesundheitsgerechte Führung oder Maßnahmen für ein gutes Betriebsklima, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Suchtprävention, gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsplätze. Dies kann etwa durch ausreichende, blendungsfreie Beleuchtung, angenehmes Raumklima und Lärmschutz gestaltet werden. Weitere Fördermaßnahmen können individuelle Gesundheitsangebote für die Beschäftigten, zum Beispiel Programme zur gesunden Ernährung, Zeit- und Stressmanagement, Bewegung und Rückentraining sein. Diese Angebote werden nun in 14 AWO Seniorenzentren im Rheinland umgesetzt, um Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen und der Bewohner*innen zu stärken.

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Vize-Landrat Wolter: „Hut ab“ – DKMS-Radler Benedikt Goesmann macht Station am Kreishaus Euskirchen

Kall/Euskirchen – Der DKMS-Radler Benedikt Goesmann machte auf seiner 4500 Kilometer langen Rad-Tour Station am Kreishaus – In wenigen Tagen schon 50.000 Euro Spenden gesammelt – Respekt vor den Alpen – Nach Rückkehr Vortrag bei der Hilfsgruppe Eifel in Kall.

In der Cafeteria des Kreishauses berichtete Bededilkt Goesmann von seinem großen Vorhaben, die DKMS zu unterstützen. Willi Greuel sagte eine Spende von 5000 Euro zu. Foto: Reiner Züll

Er machte auf der vierten Etappe von Köln nach Bonn mit seinem Fahrrad einen Umweg über Euskirchen, wo er am Kreishaus von Vize-Landrat Leo Wolter und Willi Greuel, dem Vorsitzenden der Kaller Hilfsgruppe Eifel, empfangen wurde. Der 33-jährige Benedikt Goesmann ist seit Montag von Paderborn aus auf einer Spenden-Tour nach Lissabon. 4500 Kilometer wird der IT-Experte zurücklegen, ehe er seine für den 10. Juni geplante Ankunft am nördlichsten Teil des europäischen Festlandes erreicht.

Er macht die Gewalttour in Gedenken an seine vor zwei Jahren an Akuter Lymphatischen Leukämie (ALL) verstorbene 33-jährige Ehefrau Alicia. Auf seiner Tour sammelt er Spenden für die Unterstützung der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die seit 2018 auch einen Standort in Südamerika hat, wo seine verstorbene Frau herstammte.  Unterstützt wird die Tour von der Hilfsgruppe Eifel, die sich der Bekämpfung der Leukämie seit nunmehr 30 Jahren widmet.

Am Kreishaus in Euskirchen traf DKMS-Radler Benjamin Goesmann am Donnerstagvormittag auf Vize-Landrat Leo Wolter und den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel. Mit dem kleinen Maltester-Rüden „Bruno“, dem Hund seiner verstorbenen Frau Alicia, war Goesmann bei recht miesem Wetter in die Kreisstadt gekommen, um sein Tour-Projekt vorzustellen und die Hilfsgruppe kennenzulernen.

Vize-Landrat Leo Wolter war beeindruckt von Goesmanns Schilderung über den frühen Todes seiner an Leukämie erkrankten Ehefrau Alicia,  und der nun begonnenen Spendenfahrt des Witwers zur Bekämpfung der Leukämie. 4500 Kilometer im Fahrradsattel, um das Vermächtnis seiner Ehefrau zu erfüllen, da könne er nur sagen „Hut ab“, so Leo Wolter.

Seit Montag sei er auf Tour, berichtete der 33-Jährige Paderborner. Auf den ersten vier Etappen habe er bei Freunden übernachten können, ebenfalls auf seiner Tour bis Straßburg. „Danach schaue ich von Tag zu Tag, wo ich nachts unterkomme. Allerdings habe er auf seiner Facebook-Seite schon Unterkunft-Angebote bekommen.

Weil er auch die englische und spanische Sprache beherrsche und auch ein wenig Französisch könne, werde es auf der zweimonatigen Fahrrad-Tour kenne Verständigungsschwierigkeiten geben. Täglich will er zwischen 80 und 90 Kilometer schaffen, wobei er großen Respekt vor der Überquerung der Alpen habe. Am 20. Juni will Goesmann das Ziel in  Cabo da Roca bei Lissabon erreicht haben. .

Das Echo auf seine Spendenfahrt sei enorm: Als er am Montag losgefahren sei, habe er sich über ein Spendenaufkommen von 17.000 Euro freuen können. Inzwischen sei die Spendensumme für die DKMS schon auf über 50.000 Euro angestiegen. Von Freunden, Bekannten, Vereinen und Firmen erfahre er große Unterstützung. Für die Hilfsgruppe Eifel sagte Willi Greuel dem Benefiz-Radler eine weitere Unterstützung in Höhe von 5000 Euro zu.

Im Bistro des Kreishauses berichtete Goesmann, dass in Südamerika jeden Tag zwei Kinder an Leukämie sterben. Während die Überlebenschancen eines Leukämiekranken in Deutschland bei 80 Prozent liege, seien es in Südamerika etwa 30 Prozent. Das habe seine Gattin ändern wollen, sei aber dann selbst an der heimtückischen Krankheit verstorben.

Auf seiner langen Tour nach Lissabon will Benedikt nach jeweils fünf Tagen Radfahren zwei Tage Pause machen um Kraft zu tanken. Der Hilfsgruppe versprach er von seiner Weiterfahrt, nach seiner Rückkehr im Juni, und vor Antritt eines zweijährigen Aufenthaltes für seine Firma in  Mexiko im August, einen Vortragsabend zu halten, um über seine Erlebnisse während der 4500-Kilometer-Tour zu berichten. (Reiner Züll)

www.ride-for-all.de

 

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Deutsche Glasfaser und Gemeinde Simmerath – Glasfaserausbau in Einruhr und Erkensruhr

Simmerath – Deutsche Glasfaser stellt Glasfaserhauptverteiler in Einruhr auf. Die Deutsche Glasfaser hat mit dem Hauptverteiler das erste sichtbare Zeichen des Glasfaserausbaus in Einruhr aufgestellt. Hier laufen alle Glasfaseranschlüsse des Ortes zusammen. Mit dem Ausbau stellt Deutsche Glasfaser gemeinsam mit der Gemeinde Simmerath die Weichen für eine zukunftssichere digitale Versorgung in Einruhr und Erkensruhr.

An der Aufstellung des Glasfaserhauptverteilers nahmen Bürgermeister Goffart und Ortsvorsteher Poschen teil, die sich dafür eingesetzt hatten, dass auch die Rurtalorte Einruhr und Erkensruhr bald von schnellem Glasfasernetz profitieren können.

„Wir freuen uns, dass mit dem Glasfaserhauptverteiler nun sichtbar wird, dass der Glasfaserausbau schnell und kontinuierlich vorangeht“, so Sedat Akcay, Projektleiter Bau von Deutsche Glasfaser. „Der Verteiler ist das Herzstück des Glasfasernetzes in Einruhr und Erkensruhr und eine wichtige Voraussetzung, dass die Bürgerinnen und Bürger bald von einer zukunftssicheren Breitbandversorgung profitieren können.“

Vom Point of Presence (PoP) an der Ecke Franz-Becker-Straße/Auf dem Römer in Einruhr gehen nun die Verbindungen ab bis zum Kunden nach Hause.

Auch während der Bauphase können interessierte Bürgerinnen und Bürger noch Verträge zu Sonderkonditionen abschließen. Informationen erhalten sie telefonisch unter 02861 – 890 600 oder online unter www.deutsche-glasfaser.de. Fragen zum Bau beantwortet zudem die kostenlose Deutsche Glasfaser Bau-Hotline unter 02861 890 60 940 montags bis freitags in der Zeit von 8:00 – 20:00 Uhr.

Alle Informationen über Deutsche Glasfaser und die buchbaren Produkte sind online unter www.deutsche-glasfaser.de verfügbar.
Zur Zeit läuft daneben auch die Nachfragebündelung in Rurberg, Woffelsbach und Dedenborn. „Ich hoffe, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dieser Ortschaften bis zum 30.04.2022 für die Glasfasertechnologie entscheiden, so dass diese drei letzten Ortschaften des Gemeindegebietes ebenfalls an das zukunftssichere Netz angebunden werden“, so Bürgermeister Goffart.

Ansprechpartner bei der Gemeinde Simmerath ist Herr Koll, der unter 02473/607174 oder unter akoll@gemeinde.simmerath.de zu erreichen ist.