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Kompletter Vorstand der Metallbauer-Innung Bernkastel-Wittlich für fünf Jahre wiedergewählt

Salmtal – Jahreshauptversammlung der Metallbauer-Innung Bernkastel-Wittlich. Bernd Gansen wurde bei der Vorstandswahl als Obermeister der Metallbauer und Feinwerkmechaniker-Innung Bernkastel-Wittlich für weitere fünf Jahre an die Spitze der Fachinnung gewählt. Bei der Jahreshauptversammlung Mitte Juli in der Salmrohrer Bürgerhalle wurden auch alle weiteren Ehrenamtsträger von den Mitgliedern in ihrem Amt bestätigt.

Diese sind Markus Roth als stellvertretender Obermeister, Norbert Lamberty als Lehrlingswart, Dirk Fischer als stellvertretender Lehrlingswart und die Beisitzer Christoph Baden, Klaus Marx und Jürgen Mathei. Als Kassenprüfer stehen weiterhin Udo Hardt und Willi Schröder zur Verfügung. Im Schlichtungsausschuss engagiert sich als Arbeitgebervertreter Markus Roth und Bernd Gansen als sein Stellvertreter.

Als Delegierte zur Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, der Geschäftsstelle der Innung, wurden ebenso Bernd Gansen und Markus Roth gewählt. Ihre Stellvertreter sind Dirk Fischer und Norbert Lamberty. Als Delegierte zum Fachverband Metall Rheinland-Pfalz übernehmen auch Bernd Gansen und Markus Roth die Aufgaben. Ihr Stellvertreter ist Norbert Lamberty.

Raimund Licht, Vorsitzender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, dankte dem gesamten Vorstand für die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre und blickt mit den Handwerkern in die Zukunft. Hierbei im Fokus die Ausbildungswerbung, die man in Kürze deutlich in den sozialen Medien verstärken wird.

Als Weiterbildungsangebot wurde ein Seminar zur Ladungssicherheit vorgestellt. Dieses wird am 7. August in Salmtal von der Gefahrgutschule Meyer für die Innungsmitglieder durchgeführt und beruht auf der Richtlinie VDI 2700. „Diese Richtlinie wird auch bei Polizeikontrollen oder vor Gericht bei Verkehrsstreitfällen herangezogen. Es ist somit unerlässlich, diese zu kennen“, so der stellvertretende Geschäftsführer der Innung, Christian Weirich.

Nach der Versammlung bot das gemeinsame Grillen den Mitgliedern Gelegenheit zum fachlichen Austausch.

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Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau fordert Konsequenzen aus den Hochwasser-Ereignissen 2021

Region/Aachen/Kempen – Die Hochwasserereignisse im Sommer 2021 im Westen, im Süden und im Osten Deutschlands haben uns alle direkt oder indirekt getroffen. Besonders die vielen Opfer lassen uns sprachlos zurück. Viele unserer Mitglieder sind entweder direkt vom Hochwasser betroffen, arbeiten unermüdlich in den vielen Krisenstäben, helfen direkt bei der Notfallversorgung, den Aufräumarbeiten und beim Wiederaufbau mit oder versuchen ‐ bei den vielen aufkommenden Fragen ‐ Antworten zu geben.

Unser Mitgefühl gilt allen, die Freunde und Angehörige verloren haben, unser Dank gilt allen Helfern! Erste Schuldzuweisungen in den Medien kamen leider genauso schnell wie die Flutwelle: Behördenschelte auf der einen Seite, Kritik an der Sorglosigkeit bei den Betroffenen auf der anderen Seite. Um die Ursachen zu klären, muss sicherlich eine genaue, differenzierte Analyse der Ereignisse in den betroffenen Gebieten im Nachgang erfolgen. Das ist hier nicht möglich!

Fakt ist: der Auslöser der Ereignisse war kein lokal begrenztes Starkregenereignis oder Sommergewitter; es handelte sich eher um ein festsitzendes Tiefdruckgebiet mit intensivem Dauerregen über Mittelgebirgen. Warum sind das meteorologische Ereignis und die Topographie so wichtig? Sie lassen Rückschlüsse zum einen über die Vorhersagbarkeit der Ereignisse, zum anderen über mögliche verbeugende Hochwasserschutzmaßnahmen ziehen. Lokale Starkregenereignisse sind kaum vorhersagbar; da scheitert die Meteorologie an zeitlich und räumlich verlässlichen Vorhersagen.

Dauerregen dagegen sind gut vorhersagbar; so auch bei diesen Ereignissen seitens des DWD geschehen. Die Topographie in einer Mittelgebirgslage mit steilen Hängen führt dazu, dass die Abflussakkumulation sehr schnell vonstattengeht, was die Vorhersagephase verkürzt. Wir sprechen hier oft von wenigen Stunden, was die Entscheidungsfindung bei den Verantwortlichen zusätzlich erschwert. Die engen Täler führen dazu, dass wenige Ausuferungsmöglichkeiten vorhanden sind, was dann einen schnellen Wasserspiegelanstieg und hohe Fließgeschwindigkeiten zur Folge hat.

Für Bewohner in diesen Gebieten ist dies eine absolut gefährliche Entwicklung, besonders, wenn Informationen und Erfahrungen fehlen. Was kann jetzt der verbeugende Hochwasserschutz leisten? Nicht jede Maßnahme, die teilweise auch in der Öffentlichkeit diskutiert und in den Vordergrund gestellt wurde, ist effektiv bei den vorliegenden Randbedingungen:

Alle Klimaschutzmaßnahmen der Welt, ob Braunkohleausstieg, Emissionshandel oder EMobilität werden kurz‐ und auch mittelfristig gesehen diese extremen hydrologischen Ereignisse nicht verhindern. Die Klimaschutzmaßnahmen sind zwingend erforderlich und müssen
umgesetzt werden, aber neben dem Klimaschutz ist auch die Klimaanpassung notwendig. Dabei geht es um Hochwasserschutz aber auch um das Niedrigwassermanagement, beides originäre Aufgaben der Wasserwirtschaft, die auch der BWK vertritt.

Das „Schwammstadt“‐Konzept mit der Forderung nach mehr Grünanlagen in urbanen Räumen, begrünte Dächer, Muldensystem etc., wird sicherlich einen wichtigen Beitrag gegen Starkregenereignisse liefern und allgemein das urbane Klima verbessern; aber die vergangenen Hochwasserereignisse hätte das „Schwammstadt“‐Konzept in den teilweise stark bewaldeten Regionen der Eifel nicht verhindern können.

Welche Maßnahmen hätten dann helfen können?

Am Ende muss es auch hier eine abgewogene Mischung aus Maßnahmen sein, die auch weitestgehend bekannt sind; graue und grüne Maßnahmen werden wir brauchen: Zentraler oder dezentraler Rückhalt, mehr Raum für die Gewässer, Schutz durch Mauern, in den Unterläufen der Gewässer auch durch Deiche, hochwasserangepasste Raumplanung, Bauvorsorge, langfristige (z. B. Gefahrenkarten, historische Hochwassermarken) und kurzfristige (z. B. Warnsysteme) Informationsvorsorge und Verhaltensschulung für Bevölkerung und Katastrophenschutz (z. B. Faltblätter zum Verhalten bei Hochwasser, Schutzübungen oder Hinweise auf Evakuierungsräume).

Und schließlich muss auch ein allgemeines Umdenken stattfinden: es gibt keine 100 %‐ige Sicherheit und es wird niemals eine 100%‐ige Sicherheit geben! Folglich müssen wir das vorhandene Risiko akzeptieren und mit Maßnahmen wie Versicherungen oder Aufbauhilfe dafür sorgen, dass die Wiederherstellungsdauer so kurz wie möglich ist. Leider funktioniert das nur, für alle wiederherstellbaren Werte, nicht aber für Opfer, Verlust persönlicher Gegenstände oder auch psychosoziale Folgen.

Der BWK fordert, ziehen wir die richtigen Schlüsse aus den vergangenen Ereignissen:

Kontinuierliche politische Aufmerksamkeit, finanzielle Unterstützung und Anpassung der Gesetzgebung im wasserwirtschaftlichen Bereich; denn die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft wird mit den notwendigen Klimaanpassungsmaßnahmen immens steigen!

Verantwortungsbewusste Raum‐ und Flächenplanung sowie schnellere und konsequentere Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen; Ausbau der Frühwarnsysteme, Verbesserung des Meldewesens und intensivere Verhaltensvorsorge, um den Bevölkerungsschutz zu stärken; denn effektiver Hochwasser‐ und Bevölkerungsschutz kann Leben retten!

Kontinuierliche Förderung der Wissenschaft im wasserwirtschaftlichen Bereich; die Politik muss die gesetzlichen Voraussetzungen für die Umsetzung von wissenschaftlichen Entwicklungen schaffen; denn neue Technologien können unsere Zukunft wesentlich positiv beeinflussen!

Verbesserter Austausch zwischen Forschung, Behörden, freier Wirtschaft und Politik; denn nur gemeinsam können wir die kommenden Herausforderungen meistern!

BWK ‐ Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau – V.i.S.d.P. Prof. Dr.‐Ing. Daniel Bachmann

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Sparkassen in Rheinland-Pfalz spenden 1 Million Euro für Hochwasser-Geschädigte

Mayen/Andernach/Region – KSK Mayen bietet Soforthilfen für Betroffene an und zeigt Herzblut. Die Zerstörungskraft des Unwetters hat die Kreissparkasse Mayen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tief betroffen gemacht. Stück für Stück wird das ganze Ausmaß der Unwetterkatastrophe erkenn- und begreifbar. „In Gedanken sind wir bei den vielen Familien, die direkt betroffen sind“, so Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse (KSK) Mayen.

Die KSK Mayen hat sofort gehandelt und mittlerweile über 75.000 Euro über die Kommunen für die von der Hochwasserkatastrophe Betroffenen im Kreis Mayen-Koblenz zur Verfügung gestellt. So will sie dazu beitragen, dass zumindest die akute materielle Notlage etwas gelindert wird. Für die Beseitigung der Schäden und für Renovierungen an den betroffenen Häusern und Wohnungen stellt die KSK ihren Kunden kurzfristig ein zinsgünstiges Sonderkreditprogramm zur Verfügung. So können Geschädigte bis zu 50.000 Euro Darlehen zu 0,25 Prozent Festzins und mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren erhalten. Informationen gibt es in allen Filialen und unter www.kskmayen.de.

Gemeinsam haben die rheinland-pfälzischen Sparkassen, zusätzlich zu den bereits von den Sparkassen in den Katastrophengebieten bereitgestellten Hilfen in Form von Spenden und Sonderkreditprogrammen, in einer Solidaraktion 1.000.000 Euro zur Unterstützung der Opfer der Unwetterkatastrophe bereitgestellt. Damit werden gemeinnützige Hilfsprojekte für Menschen in Not unterstützt.

Der Personalrat und die KSK Mayen haben spontan nochmal jeweils 10.000 Euro für Betroffene in Ahrweiler gespendet. „Die Welle der Hilfsbereitschaft ist groß. Es ist schön zu sehen, wie Solidarität auch und gerade in solchen Ausnahmezeiten aktiv gelebt wird“, so Karl-Josef Esch, der sich über die Unterstützung aller rheinland-pfälzischen Sparkassen ganz besonders freute.

Doch damit nicht genug. Unter dem Motto: „Wir packen selbst mit an“, wurden schnell Mitarbeiter als freiwillige Helfer an die Stadt Mayen vermittelt. Als sich herausstellte, wieviel mehr Hilfe in Ahrweiler benötigt wird, sind die Kollegen dort eingesprungen, koordiniert von der Personalabteilung. Dafür wurde eine „Urlaubsspenden-Aktion“ initiiert, wo Kollegen Urlaubstage an andere Kollegen, die helfen wollen, weitergeben können. Viele Mitarbeiter sind derzeit ohnehin für den Einsatz in Ahrweiler freigestellt, weil sie selbst in Feuerwehr, THW oder DRK tätig sind.

Neben dem privaten Engagement hat die KSK Mayen in Ahrweiler direkt unterstützt, indem sie die arg beschädigte Hauptstelle von Schutt und Schlamm zu befreien geholfen hat. Die Infrastruktur sollte schnell wieder zum Laufen gebracht werden. Personell springt die Kreissparkasse Mayen ebenso ein, aktuell im KundenServiceCenter, damit die vielen Anfragen bewältigt werden können. Auch mit Hardware oder Firmenwagen wurde ausgeholfen. „Wir stehen personell und technisch an der Seite unserer Kollegen“, so Esch.

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Schnelle Hilfe für die „Springmäuse“

Zülpich – Aktion „Neustart“ unterstützt Wiederaufbau des Sinzenicher Kindergartens. Peter Borsdorff sammelt seit mehr als 25 Jahren Spenden für Kinder in Not. „Machen“ – so lautet die Devise von Peter Borsdorff. Seit mehr als 25 Jahren engagiert er sich mit seiner Hilfsaktion „Running for Kids“ für Kinder in der Region, die beispielsweise von Krankheit und Armut betroffen sind.

Vor allem im Dürener Raum ist der Mann mit der Sammelbüchse bekannt wie ein bunter Hund. Es findet kaum eine Laufveranstaltung statt, bei der Borsdorff nicht laufend Spenden sammelt.

Auch beim Zülpicher Chlodwiglauf ging der 78 Jahre alte Dürener in der Vergangenheit schon auf Spendentour. Bislang konnte er fast drei Millionen Euro für Kinder in Not zusammentragen. Nach der verheerenden Flutkatastrophe hat Borsdorff nun die Aktion „Neustart“ für hochwassergeschädigte Kindergärten in der Region initiiert.

Die Zülpicherin Sabine Vesper nahm daraufhin Kontakt zu
Borsdorff auf und machte ihn auf den Kindergarten „Springmäuse“ in Zülpich-Sinzenich aufmerksam. Die städtische Einrichtung wurde nach 2016 nun bereits zum zweiten Mal durch ein Hochwasser derart
stark beschädigt, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar ist, wann die Kinder wieder in „ihren“ Kindergarten zurückkehren können.

Peter Borsdorff sagte umgehend zu, die „Springmäuse“ mit einer
Spende in Höhe von eintausend Euro zu unterstützen. Beim Ortstermin in Sinzenich hatte er dann eine Überraschung parat. Denn dank der großartigen Resonanz der „Neustart“-Aktion konnte Borsdorff die Spendensumme sogar verdoppeln und einen 2000-
Euro-Umschlag an Anja Hoscheid, die Leiterin des Kindergartens, übergeben.

Bürgermeister Ulf Hürtgen bedankte sich sowohl bei Tippgeberin Sabine Vesper als auch bei Peter Borsdorff für die tolle Unterstützung: „Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft in dieser schwierigen
Situation sind einfach überwältigend.“ Für Peter Borsdorff ist das eine Selbstverständlichkeit: „Ich helfe wo immer ich helfen kann.“

Weitere Informationen zu „Running for Kids“ und die Aktion „Neustart“ gibt es im Internet unter www.running-for-kids.tv-huchem-stammeln.de oder direkt bei Peter Borsdorff unter Tel. 0171-5470871.

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Wiederaufbau der Stromversorgung läuft weiter auf Hochtouren

Region/Essen – Rund 5.800 Menschen derzeit noch ohne Strom. Weiterhin besonders betroffen: Rhein-Erft-Kreis, Kreis Euskirchen, linksrheinischer Rhein-Sieg-Kreis und Ahrtal. Vor Ort ist nun die enge Zusammenarbeit mit Installateurinnen und Installateuren entscheidend. Die Auswirkungen der Unwetterkatastrophe in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgen weiterhin für Unterbrechungen in der Stromversorgung.

Aus Sicht des Westenergie-Verteilnetzbetreibers Westnetz GmbH sind derzeit noch die Hausanschlüsse für die Versorgung von rund 5.800 von ursprünglich 200.000 betroffenen Menschen ohne Strom. Besonders betroffen sind weiterhin Teile des Rhein-Erft-Kreises, des Kreises Euskirchen, des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises und des Ahrtals. Derzeit sind immer noch etwa 800 Kolleginnen und Kollegen der Westnetz in den technischen Einheiten, Leitstellen, der Hotline und in unterstützenden Funktionen aus Schwestergesellschaften aus dem E.ON-Konzern und von Partnerunternehmen im Einsatz. Sie arbeiten mit Hochdruck an der Wiederversorgung mit Strom.

Westnetz sorgt über die Verteilnetze für die Wiederherstellung der Stromversorgung bis zum Hausanschlusskasten. Dies ist bereits für rund 195.000 der ursprünglich rund 200.000 betroffenen Menschen gelungen. Dennoch kann es sein, dass die aus Sicht von Westnetz grundsätzlich wiederversorgten Menschen in ihren Häusern tatsächlich weiterhin keinen Strom haben. Das liegt an Schäden in der Hausinstallation oder entfernten Sicherungen. Fragen zur Hausinstallation sind mit örtlichen Installateurinnen und Installateuren zu klären.

Alle von der Unwetterkatastrophe betroffenen Umspannanlagen wurden inzwischen geprüft, teilweise gereinigt und fast vollständig wieder in Betrieb genommen. Bei größeren Schäden in unserem Mittelspannungsnetz wird daran gearbeitet, die Stromversorgung so schnell wie möglich über Umschaltungen aus anderen Anlagen oder durch Notstromaggregate wiederherzustellen. Dort, wo das vorgelagerte Netz wieder stabil ist, laufen die Arbeiten in den lokalen Ortsnetzen auf Hochtouren. Hier werden Schäden in den Verteilungen der Ortsnetzstationen sowie bei Kabeln, Verteilerkästen und Hausanschlüssen aufgenommen und – wenn möglich – instandgesetzt, um die Wiederversorgung auch der noch rund 5.800 betroffenen Menschen zu ermöglichen.

Grundsätzlich muss für jedes Haus geprüft werden, ob Keller und Hausinstallationen frei von Wasser und einschaltbereit sind. Aus den Kabelverteilerschränken, für die Westnetz zuständig ist, gehen die Kabel zu den Hausanschlüssen an jedem Haus. Bevor ein Kabelverteilerschrank in Betrieb genommen werden kann, muss sicher sein, dass die Hausinstallation in jedem Haus trocken und einschaltbereit ist. Diese Prüfung ist Aufgabe von Installateurinnen und Installateuren. Ist die Hausinstallation noch nicht trocken, weiterhin beschädigt oder ist der Zustand nicht klar, entfernt Westnetz die Sicherungen im Haus. Durch die Prüfung vorab oder die Herausnahme der Sicherungen wird sichergestellt, dass beim Einschalten der Stromversorgung keine Schäden in den Häusern entstehen.

Die operative Verantwortung eines Verteilnetzbetreibers für die Stromversorgung endet formal am Hausanschlusskasten. Damit aber nun in der aktuellen Krisensituation den Bewohnerinnen und Bewohnern schnell und unkompliziert geholfen werden kann, hat sich Westnetz entschieden, die örtlichen Installateurinnen und Installateure und ihre Kundeninnen und Kunden bei der Behebung von Schäden an ihren Hausinstallationen koordinierend und kommunikativ zu unterstützen. Dies leisten wir vor Ort in den Gemeinden und Ortsteilen und über die Medien.

Dringender Aufruf an die Bewohnerinnen und Bewohner

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Westnetz sind in den betroffenen Kommunen und Orten durch alle Straßen und von Haus zu Haus gegangen und haben viele Anschlüsse schon wieder startklar gemacht. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Westnetz sind jetzt weiterhin in den Kommunen präsent, stehen an zentralen Stellen für Fragen zur Verfügung und koordinieren die Einsätze von Installateurinnen und Installateuren.

Bei dieser Arbeit, auf den letzten Metern der Stromversorgung von den Ortsnetzstationen zu den einzelnen Haushalten, bittet Westnetz die Bewohnerinnen und Bewohner dringend: „Bitte nehmen Sie Ihre Hausinstallation nicht ohne Überprüfung durch eine Elektrofachkraft wieder in Betrieb. Wenn Hausanschlusskästen beschädigt wurden oder noch nicht komplett getrocknet sind, besteht Gefahr für Leib und Leben durch einen elektrischen Schlag oder einen Brand. Bitte warten Sie! Wir kommen zu Ihnen!“

Um bei noch bestehenden Problemen der Stromversorgung die Erreichbarkeit vor Ort zu gewährleisten, bittet Westnetz darum, zuhause zu bleiben oder vor Ort eine Mobilnummer zu hinterlassen.

Elektrische Geräte wie Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher sollten nach einer Überflutung oder nach dem Kontakt mit Wasser von einer Elektrofachkraft überprüft und gegebenenfalls außer Betrieb genommen werden. Westnetz rät dringend davon ab, Anlagen selbst zu überprüfen und einzuschalten. Hier besteht, wie bei allen elektrischen Geräten, die Gefahr eines Stromschlags. Überflutete Räume, in denen Wechselrichter, Batteriespeicher oder andere Installationen der Solaranlage noch unter Spannung stehen, dürfen nicht betreten werden.

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Blutkonserven werden knapp!

Region/Berlin – Spahn und BZgA rufen zur Blut- und Plasmaspende auf. Der Bestand an Blutkonserven hat sich aufgrund der Corona-Pandemie und aktuell auch wegen der Urlaubszeit stark verringert. Zusätzlich werden durch die Flutkatastrophe in einigen Regionen Deutschlands dringend Blutpräparate benötigt, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Nach Auskunft von Blutspendediensten ist die Lage so gravierend, dass bereits die Reserven für Notfälle knapp werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft daher bundesweit zur Blut- und Plasmaspende auf.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Infrastruktur in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten teilweise so beschädigt ist, dass einige Blutspendedienste zurzeit keine Termine anbieten können. Spendenwillige sollten sich daher bei den Spendediensten nach möglichen Terminen erkundigen. Alternativ können sie auf Spendedienste in Regionen ausweichen, die nicht vom Hochwasser betroffen sind.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Blutspenden retten Leben. In den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten werden aktuell viele Verletzte versorgt, die dringend auf Spenderblut angewiesen sind. Gleichzeitig sind Blutkonserven auch wegen der Pandemie in Deutschland knapp geworden. Jede Spende hilft, das Leid der Menschen zu lindern und die Versorgung sicherzustellen. Darum nutzen Sie die Angebote der Blutspendedienste und gehen sie zur Blut- oder Plasmaspende!“

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA, appelliert: „Angesichts des dramatischen Rückgangs bei den Blut- und Plasmaspenden bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger, die spenden können, dies auch zu tun. Damit leisten Sie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung im gesamten Bundesgebiet und helfen ganz konkret auch denjenigen, die durch die Überflutungen verletzt wurden und dringend auf weitere Blutspenden angewiesen sind. Nur wenn sich genügend Menschen zur Spende bereiterklären, können notwendige Bluttransfusionen sichergestellt werden. Spenden Sie deshalb Blut und Plasma und vor allem: Spenden Sie jetzt!“

Blutkonserven und Blutprodukte sind nach schweren Unfällen, bei größeren Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen unverzichtbar. In Deutschland können Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren Blut spenden. Eine Blutspende älterer Spenderinnen und Spender ist nach individueller ärztlicher Entscheidung ebenfalls möglich.

In der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Sorge vor Infektionen haben Blutspenden noch mehr an Bedeutung gewonnen. Die Kriterien für eine Blut- oder Plasmaspende sind weiterhin unverändert. Spendenwillige ohne Krankheitssymptome können wie bisher Blut und Plasma spenden. Die umfassenden Hygienekonzepte in den Blutspendeeinrichtungen stellen sicher, dass für Spenderinnen und Spender kein erhöhtes Risiko für eine SARS-Cov-2-Ansteckung besteht.

Daher können alle, die sich gesund und fit fühlen, zur Blut- oder Plasmaspende gehen. Das medizinische Fachpersonal vor Ort überprüft routinemäßig den Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender. Auch nach einer Impfung gegen das Coronavirus ist eine Spende möglich. Viele Blutspendedienste erlauben eine Blut- oder Plasmaspende schon 24 Stunden nach der Impfung. Der Impferfolg wird durch die Blut- oder Plasmaspende nicht eingeschränkt.

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema Blut- und Plasmaspende sowie eine Übersicht der Blut- und Plasmaspendedienste stehen zur Verfügung unter:

www.blutspenden.de

sowie im Medienservice der BZgA unter:

www.bzga.de/presse/medienservice

Häufige Fragen zur Blut- und Plasmaspende während der Corona-Pandemie sind verfügbar unter:

www.blutspenden.de/faq

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RLP Ministerin Daniela Schmitt will kurze Wege zum Friseurhandwerk

Prüm/Alzey -Verbandstagung Landesverband Friseure und Kosmetik Rheinland. Das Friseurhandwerk blickt pandemiebedingt auf ein schwieriges Jahr zurück. Zum Zeitpunkt der Verbandstagung am 11. Juli war eine Flutkatastrophe, welche auch über fünfzig Friseurbetriebe im Verbandsgebiet Rheinland getroffen hat, unvorstellbar.

Zur Tagung begrüßte der Vorsitzende Landesinnungsmeister Guido Wirtz auch Daniela Schmitt, Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau im Weinhotel Kaisergarten in Alzey. Die Vertreter der rheinländischen Friseurinnungen diskutierten mit Schmitt über die wirtschaftliche Situation der Friseurbetriebe während und nach der Lockdowns. Schmitt, die auch an der Demo der Friseure im Frühjahr in Mainz als Gast teilgenommen hatte, betonte ihre Bereitschaft für „kurze Wege“ zum Friseurhandwerk. Ein erneuter Lockdown sei unvorstellbar, sie warb daher dafür, die jeweiligen Schmutzmaßnahmen weiterhin einzuhalten.

Gabi Berkler, Friseurmeisterin aus Koblenz und Vorsitzende im Berufsbildungsausschuss des Landesverbandes, informierte derweil über die Änderungen der Ausbildungsordnung für Friseure zum Ausbildungsstart im August. Zum dualen Ausbildungssystem gab auch Ministerin Schmitt ein eindeutiges Bekenntnis ab. Auch, wenn aktuell die Zahl der Ausbildungsstarter stark rückläufig ist, ist die duale Ausbildung ein Fundament, welches seines gleichen sucht. „Der starke Rückgang ist insbesondere auf die Pandemiesituation zurück zu führen. Gleichzeitig hat die Pandemie gezeigt, wie wertvoll dieser Beruf ist“, so Dirk Kleis, Geschäftsführer des Verbandes. Die Nachwuchswerbung wird bei der nächsten Tagung im Herbst neben der Tarifpolitik Schwerpunktthema sein. Die Herbsttagung ist für den 24. und 25. Oktober in Belgien geplant.

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AXA setzt Hilfsfonds mit 10 Millionen Euro für bedürftige Hochwasser-Opfer auf

Region/Köln – Die Hochwasserkatastrophe Mitte Juli, verursacht durch Starkregenfälle des Tiefdruckgebiets „Bernd“, hat auch viele Kunden von AXA schwer getroffen. Das Jahrhundert-Hochwasser brachte vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Zerstörungen von ungeahntem Ausmaß.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft geht davon aus, dass die aktuelle Hochwasserkatastrophe bundesweit versicherte Schäden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro verursacht hat. In den stark betroffenen Regionen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nach den Zahlen des Verbands jedoch nur 45 Prozent bzw. 35 Prozent der Immobilien gegen Elementarschäden wie Starkregen versichert. Auch AXA hat viele Kunden in den betroffenen Regionen. Die Abdeckungsquote gegen Elementarschäden liegt hier ähnlich hoch wie im Durchschnitt.

Um ihren Kundinnen und Kunden, die nicht gegen Elementarschäden wie Starkregen versichert sind, in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen, setzt AXA Deutschland einen Hilfsfonds über 10 Millionen Euro auf. Vertriebspartnerinnen und -partner von AXA informieren vor Ort über die Kriterien der Vergabe der Hilfsgelder. Diese koordinieren die Aktion in den Regionen, da sie die individuellen Situationen ihrer Kunden am besten einschätzen können.

Dr. Alexander Vollert, CEO AXA Deutschland, erklärt dazu: „Wir fühlen mit allen, die durch die Hochwasser-Katastrophe Leid und Zerstörung erlitten haben und noch lange mit den Folgen leben müssen. AXA möchte deshalb Kundinnen und Kunden, die von diesem Jahrhundert-Hochwasser betroffen sind, mit zielgerichteter Hilfe unterstützen. Dabei spielen unsere Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner vor Ort eine entscheidende Rolle. Durch ihre Nähe zu den Betroffenen wissen sie, was jetzt zu tun ist und stehen in dieser schweren Lage als Partner zur Seite.“

Hilfen aus dem Fonds beantragen können AXA Privatkunden, die keine Abdeckung über eine Elementarschadenversicherung haben, stark vom Hochwasser betroffen sind und aus eigener finanzieller Kraft keinen Neuanfang schaffen.

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Schnelle und unbürokratische Hilfe: Ausnahme vom generellen Lkw-Fahrverbot am Wochenende

Region/Düsseldorf – Das Ministerium für Verkehr NRW teilt mit: Schnelle und unbürokratische Hilfe: Damit die Versorgung mit Hilfsgütern und notwendigen Waren in den vom Unwetter betroffenen Gebieten weiter gewährleistet ist, gilt bis zum 31. August 2021 eine Ausnahme vom generellen Sonntag- und Feiertagsfahrverbot sowie Ferienfahrverbot für Lkw.

Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Schnelle und unbürokratische Hilfe ist jetzt besonders wichtig für die Menschen, die bei der Unwetterkatastrophe alles verloren haben. Deswegen hat das Land die Ausnahme des Fahrverbots für Lkw an Sonn- und Feiertagen bis Ende August verlängert. Danke an alle, die die Menschen in den betroffenen Gebieten jetzt mit allem Notwendigen versorgen.“

Die Ausnahmegenehmigung gilt nur für Beförderungen sowie Leerfahrten, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit der Hilfeleistung und Folgenbeseitigung der Unwetterschäden sowie der damit verbundenen Versorgung der Bevölkerung stehen. Somit wird die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Hilfsmitteln, insbesondere in den betroffenen Regionen, sichergestellt und die anstehenden Aufgaben der Schadensbewältigung unterstützt.

Bereits am 16. Juli 2021 wurde das generelle Lkw-Fahrverbot am Wochenende in Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe erstmalig aufgehoben, um die Versorgung der Menschen zu garantieren.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.vm.nrw.de/verkehr/strasse/Strassenverkehr/Ausnahmen-von-Sonn-und-Feiertagsfahrverbot/08_2021-Ausnahme-vom-Sonn-und-Feiertagsfahrverbot-und-Samstagsfahrverbot.pdf

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Spendengelder werden verteilt – Betroffene in Jülich können bis 4. August Bedarf anmelden

Jülich – Groß war die Bereitschaft der Jülicher Bürgerschaft, für Opfer des Hochwassers in ihrer Nachbarschaft zu spenden – nun sollen diese Gelder verteilt werden an all die Menschen, bei denen die Not am größten ist. Die Stadt Jülich nimmt Anträge ab sofort entgegen.

„Wir sind beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Jülicher Bevölkerung, die nicht nur mit Händen angepackt oder mit Werkzeug angerückt ist, sondern auch das Portemonaie gezückt und Geld gespendet hat für alle die, die tatsächlichen Opfer der Katastrophe sind, weil sie keine Möglichkeit haben, den ihnen entstandene Schaden auszugleichen“, so Martin Schulz als stellvertretender Bürgermeister.

Auch wenn die Stadt Jülich durch eine Verkettung gleich mehrerer glücklicher Umstände nicht komplett geflutet wurde, sind die Schäden vor allem an den Anliegerstraßen der Rur und in den Stadtteilen Barmen und Kirchberg beträchtlich. Viele Familien sehen sich einer persönlichen Katastrophe gegenüber, die nicht immer finanziell auszugleichen ist. Fehlt dann zudem auch noch der Versicherungsschutz oder jede weitere Schadensausgleichmöglichkeit, stehen manche Familien vor nur schwer lösbaren Problem.

Um diesen Familien ein klein wenig finanziell zu entlasten, wurde das Spendenkonto der Stadt Jülich eingerichtet. Binnen einer Woche sind bisher über 75.000 Euro zusammengekommen – eingezahlt von insgesamt fast 200 Spendern mit kleineren und größeren Einzelbeträgen. In vielen Geschäften in der Innenstadt, in der Stadtbücherei, im Kulturbahnhof und im REWE-Markt im besonders vom Hochwasser betroffenen Heckfeld werden zahlreiche Sammeldosen fleißig gefüllt und sind „ein beeindruckender Beweis dafür, wie die derzeit überall erlebte Solidarität auch in Jülich greift“, ergänzt Dezernentin Doris Vogel.

Um die solidarisch eingesammelten Spendengelder bestmöglich im Sinne der Spendenden zeitnah verteilen zu können, bittet die Stadt Jülich Betroffene darum, ähnlich wie für die Soforthilfe des Landes NRW in einem kurzen Antrag bis zum 4. August den Bedarf und die Umstände zu erklären, die eine gerechte Verteilung ermöglichen. Diese soll dann ab Mitte August zügig realisiert werden. Das dafür notwendige Formular ist ab Mittwochmorgen auf der Seite der Stadt Jülich unter www.juelich.de zu finden. Es kann per Post an Stadt Jülich, Große Rurstr. 17 in 52428 Jülich geschickt, an der Rathaustheke abgegeben oder per Email an hotline@juelich.de  gesendet werden.