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Malu Dreyer besuchte am gestrigen Donnerstag, 29 Juli in vom Hochwasser betroffene Kreise Vulkaneifel und Bitburg-Prüm

Daun/Bitburg/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Landesregierung steht langfristig an der Seite der Betroffenen. „Die Folgen der Flutkatastrophe entlang der Ahr, Kyll, Prüm und ihren Zuflüssen werden uns noch sehr lange beschäftigen. Ich versichere allen Betroffenen, Gemeinden, Landkreisen sowie Unternehmen, dass die Landesregierung weiter fest an ihrer Seite stehen wird. Derzeit arbeiten alle mit Hochdruck an der Schadensermittlung und ersten Kostenschätzung. Im Anschluss an die Rettungsmaßnahmen unmittelbar nach der Katastrophe ist der Wiederaufbau der Infrastruktur eine der vordringlichsten Aufgaben.“ Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer gestern bei Besuchen in dem vom Hochwasser betroffenen Landkreis Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm betont.

„Neben der Unterstützung für alle in Not geratenen Bürgerinnen und Bürgern gilt unser Augenmerk auch der Verkehrsinfrastruktur. Die Orte müssen wieder gut erreichbar werden. Land, Bund und Deutsche Bahn tun alles dafür, auch die im Kylltal schwer beschädigte und komplett gesperrte Eifelstrecke von Trier-Ehrang über Gerolstein bis Köln wieder nutzbar zu machen. Es wird auch geprüft, in wie weit die stillgelegte Eifelquerbahn Gerolstein-Kaisersesch genutzt werden kann“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Ministerpräsidentin wies darauf hin, dass Bund und Länder vergleichbar zur Flutkatastrophe 2013 einen Nationalen Wiederaufbaufonds vorbereiten. Die Grundlagen könnten in der Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August beschlossen werden.

„Ich verfolge die Situation im Katastrophengebiet sehr intensiv und war heute erneut vor Ort. Wir können noch nicht sagen, was diese Katastrophe mit der Region, mit den Betroffenen, mit unserem ganzen Land macht. Die Menschen müssen Furchtbares durchleben. Ich kann den Einsatzkräften gar nicht genug danken. Was sie leisten, ist beispiellos. Was sie mit ansehen und verarbeiten müssen, übersteigt jede Vorstellung. Sie sind die stillen Helden in dieser großen Katastrophe. Bei all dem Leid will ich auch sagen, dass diese Katastrophe einmal mehr zeigt: Rheinland-Pfalz steht zusammen. Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist überwältigend. Es kommen Spenden- und Hilfsangebote aus dem ganzen Land, von Unternehmen und Institutionen, aus der gesamten Bundesrepublik und dem befreundeten Ausland. Ich will mich dafür im Namen der betroffenen Regionen ganz herzlich bedanken“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Allein auf dem Spendenkonto, das die Landesregierung eingerichtet hat, sind bereits mehr als 12 Millionen Euro von 76.000 Spenderinnen und Spendern eingegangen. „Dieses Geld wird unmittelbar an die betroffenen Kommunen weitergegeben. Wir verteilen es nach einer Quote, die sich an der Zahl der Betroffenen in den vom Hochwasser erfassten Gebietskörperschaften orientiert“, sagte die Ministerpräsidentin.

Ausdrücklich wie sie auf die Soforthilfen des Landes in Höhe von maximal 3.500 Euro je Haushalt für die von der Flutkatastrophe Betroffenen hin. Diese würden als Abschlag in den Kreisen bereitgestellt, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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Seelsorge in Hochwasser-Gebieten entlasten

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Trier – Viel Unterstützung aus dem ganzen Bistum zur Sicherstellung der Seelsorge. „Es ist grad sehr viel auf allen Ebenen“, gesteht Elisabeth Zenner am Telefon. Die Pastoralreferentin aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel hat verschiedene Einsätze mit Notfallseelsorgern und Seelsorgern in den vom Hochwasser besonders betroffenen Orten an der Ahr sowie an Notunterkünften hinter sich. „Viel Tragisches“ habe sie erlebt, berichtet sie und schildert Begegnungen mit „Menschen mit völlig leeren Gesichtern  in Schockstarre, die froh sind, das Leben zu haben, und sagen, es sei ja alles gar nicht so schlimm“.

Elisabeth Zenner gehört zum Team des Koordinierungsbüros Seelsorge Ahr, das vor allem in dem besonders betroffenen Gebiet „Unterstützung und Verstärkung für die Seelsorge“ organisiert. Mit ihr arbeiten die Dekanatsreferenten Christiane Schall (Koblenz) und Christoph Hof (Remagen-Brohltal und Sinzig), Pastoralreferent Oliver Serwas (Mayen-Mendig), der ehemalige Dekanatsreferent Wolfgang Henn und Kalle Grundmann, Pastoralreferent im Ruhestand, sowie Guido Goliasch, Mitarbeiter der Stabstelle Synodenumsetzung. Das Team wurde in Absprache mit dem Arbeitsstab Hochwasser eingesetzt, der sich im Trierer Generalvikariat unter Leitung von Weihbischof Jörg Michael Peters gebildet hat.

„Innerhalb kurzer Zeit haben sich an die 90 hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem ganzen Bistum gemeldet, um zu helfen. Das ist ein tolles Zeichen von Solidarität.“ Mariette Becker-Schuh spricht stellvertretend für die Mitglieder des Arbeitsstabes Hochwasser den Dank für die Einsatzbereitschaft von Priestern und Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten aus, die dem Aufruf des Bistums gefolgt sind. Zusammen mit Ulrich Stinner, Leiter der Abteilung Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat, stellt die stellvertretende Leiterin der Abteilung Seelsorge und pastorales Personal die anstehenden Aufgaben im Gespräch mit dem „Paulinus“ vor. „Zusammengefasst geht es darum, die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den betroffenen Orten zu entlasten und personell zu verstärken“, informiert Stinner. Besonders in den stark verwüsteten Orten an der Ahr und in Sinzig seien die Seelsorger stark gefordert. „Viele Menschen haben auch Angehörige, Freunde, Bekannte verloren. Sie brauchen Menschen, die sich um sie kümmern, die zuhören, ihr Leid mittragen helfen und ganz konkrete Hilfen vermitteln“, schildert Becker-Schuh.

Angesichts dieser herausfordernden Aufgaben geraten die Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort an Grenzen, brauchen Unterstützung. Die werde gerade vom Koordinierungsteam organisiert, erklärt Pastoralreferentin Zenner, die einfach nur froh ist, wenn diese wichtige Hilfe endlich anläuft. Zweier-Teams von Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem Bistum, die sich für freiwillige Tageseinsätze gemeldet haben, „werden in den Orten da sein“, stellt Stinner dar. Sie werden offene Ohren für die Nöte der Menschen haben. Sie werden wahrnehmen, was den Betroffenen auf dem Herzen liegt, was sie an Hilfen brauchen. Und sie werden Kontakte zu Fachstellen des Bistums wie den Lebensberatungen, zu Diözesan-Caritasverband und den Ortscaritasverbänden vermitteln, die konkrete Hilfen anbieten.

Traumatische Erlebnisse

„Jede und jeder in den Dörfern hat ja seine traumatischen Erlebnisse: Der eine musste auf dem Dach seines Hauses ausharren, bis er evakuiert wurde. Die andere hat auf der Fensterbank übernachtet, weil überall Wasser stand. Da gilt es, das Ohr hinzuhalten und zuzuhören“, nennt Zenner die Aufgabe für die Seelsorge. Außerdem gelte es, die vielen Helfer, Feuerwehrleute und Bundeswehr-Angehörigen sowie Mitglieder der Hilfsdienste im Blick zu haben. „Auch sie haben teils furchtbare Bilder gesehen und müssen die verarbeiten, wenn sie nach Hause kommen“, betont Becker-Schuh.

Dem Arbeitsstab ist es wichtig, dass „die Handlungsmächtigkeit vor Ort liegt“, erklärt Stinner. In den einzelnen Dörfern sollen die Seelsorger ihre Bedarfe nach Unterstützung beim Koordinierungsteam anmelden. Das sorge dann dafür, dass die nötige Unterstützung ankommt, dass Seelsorger vermittelt werden, die Dienste übernehmen. „Es wird den örtlichen Seelsorgern auf keinen Fall etwas übergestülpt, sondern sie entscheiden, welche Hilfe sie brauchen.“

Die Unterstützungsangebote müssten längerfristig bestehen bleiben, sagen die beiden Mitglieder des Bistums-Arbeitsstabes und gehen von Wochen, gar Monaten aus. „Es ist wichtig zu zeigen, dass wir als Kirche vor Ort da sind – auch dann noch, wenn der öffentliche Fokus nicht mehr auf den Hochwasser-Gemeinden liegt.“

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Wirtschaft

Ausbildung weiterhin hoch im Kurs bei WEIG in Mayen

Mayen – Bei WEIG in Mayen steht Ausbildung auch in Corona-Zeiten hoch im Kurs. Dies unterstreichen Geschäftsleitung, Betriebsrat und die Gewerkschaft IGBCE in einer gemeinsamen Aktion am 27.07.2021 im Kartonwerk.

„Heute schon das Morgen denken“ heißt das Motto der Aktion, durch die die Bedeutung von Ausbildung betont wird. Das gilt auch unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie. Für das inhabergeführte Familienunternehmen hat eine eigene, betriebliche Ausbildung einen hohen Stellenwert. Einerseits sichert dies die Zukunft des Unternehmens und bietet andererseits jungen
Menschen eine berufliche und persönliche Perspektive.

Fachkräftemangel und demografische Entwicklung sind zwei Themen, die immer wieder auf der Agenda stehen. Mit der kaufmännischen und gewerblich-technischen Ausbildung sowie dem dualen Studium leistet WEIG einen bedeutenden Beitrag, um hier gegenzusteuern.

Wichtig ist den Verantwortlichen bei WEIG, das Thema Digitalisierung in Bezug auf Realisierung und Nutzung bereits in der Ausbildung zu verankern. Denn Digitalisierung von Abläufen und Prozessen bedeutet, diese sicherer und wirtschaftlicher zu machen und somit das Unternehmen zukunftsfähig auszurichten.

Auch während der Corona-Pandemie wird der hohe Ausbildungsstandard aufrechterhalten. Die Auszubildenden am Standort Mayen und an allen anderen Standorten der WEIG-Gruppe wurden sowohl vor Ort im Unternehmen sowie online im mobilen Arbeiten intensiv betreut.

Gerade haben 12 junge Menschen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Zu den noch bestehenden Ausbildungsverhältnissen kommen im neuen Ausbildungsjahr 17 neue hinzu.

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Nordrhein-Westfalen verlängert Coronaschutz-Verordnung bis 19. August

Region/Düsseldorf – Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Die Landesregierung passt die Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit ab dem heutigen Freitag, 30. Juli 2021, an und reagiert damit auf die aktuelle Situation. So wird aufgrund der niedrigen Zahl schwerer Krankheitsverläufe und damit verbunden erforderlichen Krankenhauseinweisungen sowie Intensivbehandlungen die Inzidenzstufe 3 bis zum 19. August ausgesetzt. Auch wenn Kommunen den Grenzwert von 50 dauerhaft überschreiten, bleibt es damit auch in diesen Kommunen grundsätzlich bei den Schutzmaßnahmen der Inzidenzstufe 2.

Im Fall von erheblichen lokalen Infektionsgeschehen mit Inzidenzwerten deutlich über 50 prüfen die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte jedoch gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium die Erforderlichkeit von gesonderten Regelungen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Wir haben derzeit eine vergleichsweise niedrige Landesinzidenz, eine moderate Dynamik im Infektionsgeschehen und wenig Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser – nicht zuletzt, weil wir die ältere Bevölkerung durch eine hohe Impfrate wirksam schützen können. Derzeit beraten Bund und Länder unter Einbindung des Robert Koch-Instituts und der Gesundheitsministerkonferenz über mögliche Neubewertungen der Inzidenzwerte und ein neues Indikatorenset zur Steuerung der Coronaschutzmaßnahmen. Vor diesem Hintergrund verlängern wir die Coronaschutzverordnung vorzeitig um zwei Wochen, setzen aber dabei die Inzidenzstufe 3 aus. Insbesondere vor dem Hintergrund der Situation in den Krankenhäusern ist das gut verantwortbar und geboten. Im Falle dynamischer Ausbruchsgeschehen haben wir zudem jederzeit die Möglichkeit, auf lokaler Ebene strengere Coronaschutzmaßnahmen durchzusetzen.“

Zur Absicherung für den Fall eines Wiederanstiegs der Infektionszahlen durch ansteckendere Virusvarianten oder Reisetätigkeiten gelten weiterhin die bekannten und unveränderten Regelungen der Inzidenzstufe 0 (7-Tage-Inzidenz bis 10), der Inzidenzstufe 1 (über 10 bis 35) und der Inzidenzstufe 2 (über 35).

Auch in den niedrigen Inzidenzstufen spielen regelmäßige Testungen aller noch nicht vollständig geimpften Personen weiter eine wichtige Rolle, um eine vierte Welle zu verhindern. Schon im Frühjahr hatte Nordrhein-Westfalen mit dem dichtesten Teststellennetz in Deutschland erfolgreich auf ein besonders konsequentes und frühes Testen als Mittel zur Öffnung von Angeboten und Einrichtungen gesetzt. Zugleich war es damit gelungen, symptomlose Infektionen in großer Zahl aufzudecken und so eine unbemerkte Weitergabe der Infektion durch die Betroffenen frühzeitig zu stoppen.

Laumann: „Eins muss aber auch klar sein: Wir ernten hier insbesondere die Erfolge der bislang sehr erfolgreich verlaufenen Impfkampagne des Landes Nordrhein-Westfalen. Hier gilt es dran anzuknüpfen: Lassen Sie sich impfen, damit wir auf die vierte Welle, die viele Expertinnen und Experten für Herbst prognostizieren, gut vorbereitet sind!“

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Feuerwehr der Stadt Meerbusch wurde für die Gemeinde Hellenthal Retter in der Not

Hellenthal – Mit so schneller Hilfe hatten die Verantwortlichen der Gemeinde Hellenthal nicht gerechnet. Bei dem Hochwassereinsatz am 14.07. und 15.07.2021 wurden insgesamt vier Feuerwehrfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hellenthal beschädigt. Davon ein Fahrzeug so schwer, dass es nicht mehr einsatzfähig ist und als wirtschaftlicher Totalschaden abgeschrieben werden muss. Die anderen Fahrzeuge können mittlerweile wieder eingesetzt werden, müssen jedoch in der nächsten Zeit nochmals zur kompletten Behebung der Schäden in die Werkstatt gebracht werden. Der Totalausfall des nicht mehr einsatzfähigen Fahrzeuges führte auch dazu, dass die durch die Feuerwehr einzuhaltenden Hilfsfristen nicht mehr eingehalten werden konnten.

Bürgermeister Westerburg überreicht Urkunde und Gutschein an seinen Kollegen aus Meerbusch. Foto: Gemeinde Hellenthal

Umso erfreulicher war es, dass sich die Stadt Meerbusch bereit erklärte, ein voll funktionsfähiges Löschfahrzeug LF 8/6 von IVECO MAGIRUS, welches im Rahmen des Brandschutzbedarfsplanes vor einem Monat bei der Stadt Meerbusch aus dem Dienst gestellt wurde, nunmehr der Feuerwehr der Gemeinde Hellenthal zur Verfügung zu stellen.

Wehrführung aus Hellenthal freut sich über die Übergabe des Fahrzeuges. Foto: Gemeinde Hellenthal

Die Übergabe des Fahrzeuges an die Gemeinde Hellenthal erfolgte am 28.07.2021. Der Bürgermeister der Stadt Meerbusch, Herr Christian Bommers, erklärte bei der Übergabe, dass er Kontakt zur Kreisverwaltung Euskirchen gesucht habe und dort das Fahrzeug als Ersatzfahrzeug für bei der Hochwasserkatastrophe unbrauchbar gewordene Löschfahrzeuge angeboten habe. Aufgrund der daraufhin erfolgten Anfrage des Kreises an die Kommunen, wurde durch die Wehrführung der Gemeinde Hellenthal, die bei der Übergabe des Fahrzeuges durch den Wehrführer Daniel Pützer sowie den Stellvertretern Werner Groß und Sebastian Dietrich vertreten waren, der sofortige Bedarf für dieses Fahrzeug angemeldet.

Der Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal, Rudolf Westerburg, bedankte sich bei der Übergabe recht herzlich bei seinem Amtskollegen der Stadt Meerbusch für das Engagement der Stadt sowie der Feuerwehr Meerbusch, konkrete Hilfeleistung in Form der Übergabe des Feuerwehrfahrzeuges an die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gemeinde Hellenthal zu leisten. Bürgermeister Westerburg betonte, dass eine offizielle Neuanschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für die Gemeinde Hellenthal in absehbarer Zeit, aufgrund des bestehenden Gesamtbedarfs wohl kaum möglich gewesen wäre. Umso mehr freute sich Bürgermeister Westerburg darüber, auf unbürokratische Weise nunmehr an die Löschgruppe Hellenthal-Rescheid, ein voll funktionsfähiges Ersatzfahrzeug weiterleiten zu können.

Neben dem Bürgermeister der Stadt Meerbusch sorgten noch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Meerbusch Ralf Platen, Claus Uebe sowie Christian Morsek für eine sichere Überfahrt des Fahrzeuges von Meerbusch nach Hellenthal. Nach einem kleinen Imbiss im Rathaus wurde den angereisten Gästen aus Meerbusch die Schadensorte im Gemeindegebiet gezeigt, so dass diese die Ausmaße der Zerstörung im Gemeindegebiet erkennen konnten. Als Dankeschön überreichte Bürgermeister Westerburg eine Dankesurkunde der Gemeinde Hellenthal sowie einen Gutschein für einen kostenlosen Besuch der 83 Personen starken Jugendfeuerwehr der Stadt Meerbusch mit Betreuern für das Wildfreigehege Hellenthal. Dabei wurde auch ein zukünftiger gemeinsamer Austausch der beiden Kommunen ins Auge gefasst.

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Tourismus

Freilicht-Museum Kommern als Tor in die 70er – Eröffnung Samstag 31. Juli

Mechernich-Kommern – Am Samstag, 31. Juli, öffnet das Kommerner Museum wieder seine Türen für Besucher – Familien und Kindern soll Möglichkeit zum Abschalten nach Hochwasserstress gegeben werden – Zwei Tage „ZeitBlende“ unter dem Zeichen des Jahres 1971 mit Bands, Oldtimern und Essen – „Neue“ Milchbar öffnet am Samstag, 21. August

„Vor allem Familien mit Kindern ein Stückchen Normalität und die Gelegenheit zum Abschalten bieten“. Dies ist laut einer Bekanntmachung Josef Mangolds vom Museum das Ziel der Öffnung am Wochenende. Ab dem 21. August öffnet auch eine Milchbar aus Brühl ihre Türen für die Gäste. Bereits eine Woche zuvor wird in zwei Tagen gemeinsam zurück geblickt auf 50 Jahre „neunzehn71“, mit historischen Rückblicken, Oldtimern, Speisen aus der Zeit, einem Konzert mit Bands der 70er-Jahre und vielem mehr.

Zeitblende „Neunzehn71“

Am Samstag, 14. und Sonntag, 15. August, ist im Museum die Möglichkeit geboten, 50 Jahre zurück in die Vergangenheit zu reisen. „ZeitBlende“, das Museumsfest der Erinnerungen, musste im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen. In diesem Jahr findet es wieder statt, wenn auch kleiner als gewohnt. Laut dem LVR wird es Tanzrevues und andere Shows verteilt im gesamten Gelände geben. Auch der Geschichtsweg wird nicht fehlen. Ein besonderes Highlight ist eine originale Cessna F150L, ein Flugzeug, in dem Kinder auch einmal auf dem Pilotensitz Platz nehmen dürfen. Im Anschluss können dann eigene Flieger gebastelt werden.

Außerdem wird wieder ein Live-Konzert angeboten: Epitaph und KRAAN, zwei deutsche „Krautrock“-Bands werden ihre Songs aus den 1970er-Jahren zum Besten geben. Aufgrund der Anpassungen in der Coronaschutzverordnung wird der Besuch von „neunzehn71“ nur mit einem Nachweis über die drei Gs (geimpft, genesen, getestet) möglich sein. Außerdem wird es für das Doppelkonzert ein gesondertes Ticket geben.

Brühler Milchbar neu auf dem Gelände

Am Samstag, 21. August, wird laut Josef Mangold auch die Milchbar erstmals für die Besucher öffnen. Bereits im Sommer 1955 wurde die Milchbar in Brühl eröffnet und wurde schnell zu einem Treffpunkt für die Jugend. Im Laufe der 1960er-Jahre wurde die Milchbar zur Kneipe. Schon bald machten die „Brühler Rocker“ sie zu ihrem Stammlokal. Nach diesen „wilden“ Zeiten machte Wirt Bill Smith aus ihr eine gutbürgerliche Kneipe, die bekannt war für guten Whisky und vor allem gute Musik. An den Wänden hängen nun immer noch gerahmte Schallplattencover seiner Lieblingsbands wie Led Zeppelin, Jimi Hendrix oder Frank Zappa, die bei einer Besichtigung entdeckt werden können.

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Die DGA sammelt Spenden für die Betroffenen der Flutkatastrophe – Gulaschsuppen Verkauf Samstag 31. Juli Dürener Wochenmarkt

Düren – Die Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA) steht den Betroffenen des Hochwassers zur Seite und sammelt Spenden. Am Samstag, 31. Juli, verkauft die DGA, die eine gemeinnützige Gesellschaft des Kreises Düren ist, auf dem Dürener Wochenmarkt Gulaschsuppe. Der Erlös geht zu 100 Prozent an die Flutopfer in der Region.

Neben dem Verzehr vor Ort wird es auch eine kalte To-go-Variante im Weckglas geben, die man sich später zu Hause aufwärmen kann. Die vorgekochte Suppe ist bis zu sechs Monate haltbar. Den Verkaufsstand der DGA ist zu den üblichen Wochenmarktzeiten in Höhe der Kölnstraße 12 zu finden. Wer darüber hinaus spenden möchte, kann dies vor Ort in den bereitstehenden Spendenboxen tun oder das DGA-Spendenkonto bei der Sparkasse Düren nutzen. Die Kontonummer lautet DE09 3955 0110 1398 9909 84, der Verwendungszweck ist „Hochwasser“.

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Bäcker helfen Bäckern Gemeinsame Hilfsaktionen der Innungsbäcker

Prüm/Region – Als Bäckermeister Josef Utters und seine Familie und Mitarbeiter vom Landesinnungsverband des Rheinischen Bäckerhandwerks von der Hilfsaktion „Bäcker helfen Bäckern“ erfuhren, waren sie sich sofort einig „Hier können wir als Bäckerei helfen“.

Viele Handwerkskollegen haben in der Nacht vom 14. Juli alles verloren. Der Landesinnungsverband hatte sofort eine gemeinsame Hotline zusammen mit den Bäckerinnungen Köln/Rhein-Erft-Kreis und Rhein-Ruhr eingerichtet. Hier laufen seitdem die Hilfsgesuche und Hilfsangebote seit der Flutkatastrophe zusammen. Diesen Bäckereien versucht die gemeinsame Initiative der Innungsbäcker schnell und unbürokratisch weiterzuhelfen und sie mit Menschen in Kontakt zu bringen, die helfen wollen. So wie die Familie Utters in Dockweiler.

Flut-Brot-Aktion

Bei Bäckerei Utters wurde das Weizenmischbrot zum „Flut-Brot“ erklärt. Seitdem geht von dem regulären Ladenpreis 1 Euro an den Karl-Grüßer-Unterstützungsverein des Deutschen Bäckerhandwerks. Dieser Verein wiederum sorgt für eine schnelle unbürokratische Weitergabe an betroffene Betriebe im gesamten Krisengebiet. „In allen Aktionen ist der Zusammenhalt der Bäcker-Familie und der Bevölkerung beeindruckend. Es beteiligen sich Bäckereien aus ganz Deutschland an der Aktion“, so Viktoria Utters.

Bäcker helfen Bäckern

Die Bäcker Dirk Mertes aus Lieser und Karl-Josef Peter aus Minheim lieferten in den letzten Tagen 750 Brötchen in die Krisengebiete. Weitere 120 Brote und Kuchen lieferte Mertes nach Ehrang. Karsten Fleury aus Brauneberg unterstützt ebenso täglich mit Backwaren, und wie er, viele weitere Bäcker in der Region. Manche stellen ihre Produktionshallen zur Verfügung, damit betroffene Bäcker dort ihre Backwaren produzieren können. Andere stellen Verkaufsfahrzeuge bereit, um Kollegen zu unterstützen.

Natürlich ist klar, dass dies nicht ausreicht, um den vielen in Not geratenen Bäcker-Kollegen zu helfen. Deshalb haben der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und die betroffenen Landesinnungsverbände Westfalen Lippe, Südwest und der Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks die Spendenaktion „Bäcker helfen Bäckern“ auf die Beine gestellt. Alle Landesinnungsverbände, die Betriebe des Bäckerhandwerks, Bäckerinnungen und Lieferanten ziehen mit und unterstützen die Aktion. „Diese Unterstützung dient der gesamten Bevölkerung. Ohne Bäcker vor Ort fehlt den Menschen auch ein Teil ihrer täglichen Versorgung“, so Raimund Licht aus Lieser, Obermeister der hiesigen Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region und stellvertretender Landesinnungsmeister beim Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks. „Viele rücken zusammen, packen an und helfen gemeinsam – das ist ein starkes Gefühl.“

#baeckerhelfenbaecker #wirbackendas #baeckerhandwerkimrheinland

Weitere Informationen zum „Flut-Brot“ und das Spendenkonto vom Karl-Grüßler-Unterstützungsverein finden Bäckereien und Verbraucher auf der Homepage www.baeckerhandwerk.de.

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„Hier wird jede Hand gebraucht“

Ahrweiler – Bruder Antonius Joos hilft bei Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in Ahrweiler. Schlamm schippen, Kirchenbänke herausreißen, verschlammte Bücher aus der Pfarrbücherei bergen, einer alten Dame bei der Suche nach ihrer vermissten Freundin helfen: Bruder Antonius Joos ist wie so viele andere Helfende nach der Hochwasser-Katastrophe seit Tagen im Dauereinsatz in Ahrweiler.

„Hier wird jede Hand gebraucht, also möchte ich mit anpacken“, sagt der Ordensmann der Barmherzigen Brüder. Eigentlich wohnt Joos im Trierer Stadtteil Ruwer, ist aber seit der Hochwasserkatastrophe jeden Tag knapp anderthalb Stunden bis in die zerstörte Stadt an der Ahr gefahren, um dort mit anzupacken. Seinem Ordensgründer hätte das sicherlich gefallen: Der zum Schornsteinfeger ausgebildete Peter Friedhofen hatte im 19. Jahrhundert bei Gründung der Barmherzigen Brüder vor allem die Hilfe für Arme, Kranke und Benachteiligte im Blick, also tätige Nächstenliebe.

Joos verbindet eine gute Freundschaft mit dem Ahrweiler Pfarrer und Dechanten Jörg Meyrer, der die verheerende Flut hautnah miterlebte. In einem ersten Telefonat direkt nach dem Unglück bot Joos an, Powerbanks und Hochdruckreiniger nach Lantershofen zu bringen, wo die kirchlichen Helferinnen und Helfer eine Art Krisenzentrum eingerichtet hatten. „Dort wurde ich gleich eingespannt in den Telefondienst und die Koordinierung der Ehrenamtlichen. Doch mir ist klar geworden: Das kann nicht alles sein, ich muss wiederkommen“, erinnert sich Joos. Also half der 47-Jährige fortan bei der Räumung der Pfarrkirche Sankt Laurentius mitten in Ahrweiler. „Ich habe mir den Luxus herausgenommen, abends immer nach Hause zu fahren, wo ich in meinem Bett schlafen kann – etwas, das viele Menschen im Ahrtal nicht mehr können“, sagt er. Irgendwann bot ihm eine Frau aus einem Ahrweiler Vorort ein Gästezimmer an, sodass er sich die Fahrten nach einer Woche sparen konnte. „Was mich motiviert, ist einfach diese Solidarität, diese Hilfsbereitschaft der Menschen. Hier packen so viele mit an, es gibt solch unterschiedliche Projekte, bei denen alle hoch motiviert mitarbeiten.“

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Initiative „Gut aufwachsen im Kreis Düren“ soll vorbeugen

Düren – Das Ziel ist: Vorsorge statt Nachsorge! Mit seiner Initiative „Gut aufwachsen“ möchte der Kreis Düren genauer hinschauen, sensibilisieren und vor allem Kinder und Jugendliche unterstützen. Seit 2012 verfolgen der Kreis Düren und die Träger der Freien Jugendhilfe in enger Zusammenarbeit mit der Präventionsstrategie „Gut aufwachsen im Kreis Düren“ verstärkt den vorbeugenden Ansatz, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von Status und Herkunft lückenlose Unterstützung anzubieten. Mit Postkarten, Flyern, durch Fachpersonal, Schulungen und via Sozialer Medien sowie Informationen auf der Website des Kreises Düren möchten die Ansprechpartner des Präventionsbüros über die Haltung „vom Kind aus zu denken“ informieren.

Viele Menschen haben täglich Kontakt zu Kindern und Familien. „Manches Mal stellt sich dabei das Gefühl ein, dass in der Familie ,irgendetwas nicht stimmt‘. Und genau an dieser Stelle setzt die Initiative an“, sagt Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren.

„Genauer hinsehen, den Blick schärfen und zeitiges Handeln sind dabei wichtige Faktoren“, wissen Doris Peitz, Ulrich Lennartz, Susanne Herfs und Elke Borgmann vom Präventionsbüro des Kreises Düren zu berichten. Die Ziele der Initiative sind, eine gemeinsame Haltung zum Präventionsgedanken zu entwickeln, die gesamte Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Blick zu haben, bestehende Netzwerke zu verknüpfen und vorhandene Ressourcen zu optimieren. Dazu gibt es viele frühzeitige Angebote, ein gutes Netzwerk, Präventionsschulungen und gemeinsam gestaltete Fachtagungen, Konferenzen, Workshops und vieles mehr.

Das Schulungsangebot richtet sich an alle Personen, die in präventionsrelevanten Bereichen arbeiten, wie beispielsweise in Verwaltungen, Vereinen, Offenen Ganztagsschulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Kindern und Jugendlichen im Kreis Düren eine gute Zukunft zu bieten. Denn sie sind unsere Zukunft. Das schaffen wir nur gemeinsam, indem wir alle mit wachem Blick auf unser Umfeld schauen und immer dann handeln, wenn es nötig ist“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Falls Sie weitere Fragen haben und/oder sich für das Schulungsangebot interessieren, wenden Sie sich gerne an das Präventionsbüro des Kreises Düren unter Tel.: 02421/22-1051052 oder per E-Mail an amt51@kreis-dueren.de.