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Wiederaufbau Ahrtal – Steingaß nimmt Holzöfen-Spende für das Ahrtal entgegen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für den Wiederaufbau, Staatssekretärin Nicole Steingaß, hat stellvertretend eine Sachspende des Industrieverbandes Haus-, Heiz und Küchentechnik (HKI) sowie der Landesinnung der Schornsteinfeger in Rheinland-Pfalz über mehr als 100 Holzöfen und Herde für die Flutbetroffenen im Ahrtal entgegengenommen.

„Die Wärmeversorgung der Wohnungen im Ahrtal herzustellen ist derzeit eine der drängendsten Herausforderungen. Dabei wird es absehbar nicht möglich sein, dass die Energieversorger alle Wohnungen rechtzeitig zum Winter an das Gasnetz anschließen, auch wenn es zuletzt positive Signale für viele Betroffene im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler gab. Deshalb werden derzeit zahlreiche alternative Heizmethoden erprobt. Holzöfen können bei der Winterfestigkeit eine wichtige Rolle spielen. Ich danke dem HKI und unseren Schornsteinfegern für die großzügige Spende und ihr schnelles und pragmatisches Handeln“, so die Wiederaufbaubeauftragte Nicole Steingaß. So könnten zahlreiche Menschen den Winter in einem warmen Zuhause verbringen.

Der HKI stellt die von seinen Mitgliedsfirmen gespendeten Geräte in einem Zwischenlager in Grafschaft bereit. Von dort werden sie auf Depots in den betroffenen Ortschaften im Ahrtal verteilt, wo sie von Anwohnerinnen und Anwohnern neben weiteren Sachspenden abgerufen werden können. Das Schornsteinfegerhandwerk übernimmt die Organisation der Verteilung und der Installation. In Koordination mit dem Handwerk vor Ort, sorgen die Schornsteinfeger dann für eine ordnungsgemäße Installation und Abnahme der Geräte.

„Wir haben auf Anhieb über 100 Holzöfen und Herde von unserer Mitgliedsfirmen erhalten. Und wir sammeln weiter. Es fehlt noch in vielen Gebieten die Infrastruktur und daher wollen wir mit den Holzöfen Wärme und Geborgenheit geben. Denn wir wissen, wie wichtig eine unabhängige Wärme in der kalten Jahreszeit ist. Ein Holzfeuer ist einfach ein Stück Sicherheit“, erklärte Thomas Schnabel, Wirtschaftsreferent des HKI. „Bei Bedarf können sogar warme Speisen zubereitet werden. So ist die Grundversorgung stets gesichert“, so Schnabel. Er betonte, dass es sich bei den gespendeten Geräten nicht um Leihgaben handele, sondern diese selbstverständlich in den Besitz der Flutbetroffenen übergingen.

„Wir Schornsteinfeger sind derzeit in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten gefragte Leute. Zusammen mit dem Handwerk aus der Sanitär-, Heizung- und Klimabranche versuchen wir praktische Lösungen zu finden, um demnächst die Häuser und Wohnungen beheizen zu können. Hilfe dazu bieten die bereitstehenden Kaminöfen. Schornsteinfeger vor Ort geben Rat, wenn es um sicheren Schornsteinanschluss und die Inbetriebnahme der Öfen geht“, so Michael Bauer, Landesinnungsmeister der Schornsteinfeger in Rheinland-Pfalz. Informationen zu den Öfen und Kontakt zu den Schornsteinfegern gebe es unter der Nummer 0261 406 30 20.

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„2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ in NRW – Antragsstart ist der 1. Oktober

Region/Düsseldorf – Das Land Nordrhein-Westfalen stellt zwei Millionen Euro für das neue Kleinstförderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ zur Verfügung – Antragsstart ist der 1. Oktober. Die Staatskanzlei teilt mit: Engagierte, zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen können ab dem 1. Oktober 2021 einen Antrag auf Förderung im Rahmen des neuen Landesprogramms „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ stellen. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen zusätzlich zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, erklärt: „Ich freue mich, dass die Engagierten in Nordrhein-Westfalen durch das neue Landesprogramm nun eine zusätzliche Unterstützung erhalten und kleinere Projekte und Vorhaben umsetzen können. Das Land wird bis zu 2000 Vorhaben mit einem Festbetrag von je 1.000 Euro fördern. Der diesjährige Themenschwerpunkt lautet „Gemeinschaft gestalten – engagierte Nachbarschaft leben“.“

Bürgerschaftliches Engagement in Nordrhein-Westfalen soll durch das neue Landesprogramm gestärkt werden. Mit „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ ist nun ein niederschwelliger Förderzugang für Engagierte geschaffen worden, der ein sehr schlankes Antragsverfahren beinhaltet.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass neben Vereinen und Stiftungen beispielsweise auch Initiativen einen Antrag stellen können. Darin unterscheidet sich das Programm von anderen. So können auch Nachbarschaftsinitiativen, die etwas für die Gemeinschaft initiieren möchten, wie zum Beispiel eine Adventsaktion für Seniorinnen und Senioren im Stadtteil oder auch eine Aktion für die von der Flut betroffenen Ortsteile, einen Antrag einreichen“, so Andrea Milz.

Bei der Umsetzung des Förderprogramms unterstützen die Kreise und kreisfreien Städte. Sie haben die Fördermittel gemessen an der Einwohnerzahl vom Land übertragen bekommen und kümmern sich um die Bearbeitung der Anträge aus ihrem Kreis- beziehungsweise Stadtgebiet.

Informationen zum Förderprogramm, zur Antragstellung und zu den am Programm teilnehmenden Kreisen und kreisfreien Städten können auf www.engagiert-in-nrw.de abgerufen werden.

Das neue Landesprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ ist Teil der am 2. Februar dieses Jahres durch die Landesregierung beschlossene Engagementstrategie für Nordrhein-Westfalen. Engagierte und zivilgesellschaftliche Organisationen hatten im Rahmen eines breiten Beteiligungsprozesses den Bedarf an zusätzlichen Förderzugängen, insbesondere Programmen der Kleinstförderung, geäußert.

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„Sie haben das mit Bravour gemeistert“

Region/Mayen-Koblenz – Der komplette Kurs der Gesundheits- und Krankenpfleger am Ev. Stift hat bestanden. Sie haben in ihrer Ausbildung hautnah erfahren müssen, wie eng Freude und Leid beieinander liegen können. Der Kurs 2018-2021 der Gesundheits- und Krankenpflege an der Pflegeschule des Ev. Stift St. Martin war ein ganz Besonderer.

Da war einerseits Corona, was den jungen Pflegeazubis unerwartete und oft schwierige und emotionale Situationen bescherte, ganz besonders belastete sie aber der tragische Verlust ihrer Kursleiterin Olga Schmidt. Die beliebte und lebensfrohe Lehrerin hat bei den Schülern und dem Kollegium eine unbeschreibliche Lücke hinterlassen. „Sie wäre sehr stolz auf Sie gewesen“, so Michael Sölter, stellv. Schulleiter bei der sehr bewegenden Rede zur Examensfeier. „Sie alle haben diese Zeit überdurchschnittlich gut gemeistert!“ Überdurchschnittlich war auch die Erfolgsquote des Kurses – alle haben bestanden, einmal sogar mit einer glatten 1,0. Auch der Prüfungsvorsitzende Fritz Rau, der aus der Pfalz angereist war, bestätigte, dass er ein „alle bestanden“ mit der aktuell gültigen Prüfungsordnung noch nicht erlebt hat. „Das war schon eine Nummer, Sie haben das mit Bravour gemeistert.“ Ein Erfolg für das GK-Mittelrhein ist auch, dass sich rund zwei Drittel der frisch Examinierten für eine berufliche Zukunft im Ev. Stift entschieden haben.

Der Dank des Kurses ging an seine Lehrer und Prüfer. „Wir sind so froh, dass Sie uns an die Hand genommen haben und uns auch während der schweren Zeit aufgefangen haben.“ Besonders dankten sie Elke Giehl, die mit viel Empathie die Betreuung des Kurses übernommen hatte. Abschließend war es dann eine schöne Feier mit einer ganz besonderen Atmosphäre.

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Tourismus

4-Sterne für die Ferienwohnung ,,Am Waldweg“ in Kaisersesch

Kaisersesch – Die Ferienwohnung „Am Waldweg“ in Kaisersesch wurde in diesem Jahr vollumfänglich renoviert und modern eingerichtet. Die Klassifizierung mit vier Sternen bestätigt nun offiziell die gehobene Qualität sowie die großzügige Einrichtung. Um den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, haben die Inhaber Helga und Bernd Rothbrust viel Mühe und Arbeitsaufwand in die Wohnung gesteckt. Die 38 qm große Wohnung verfügt unter anderem über ein Boxspringbett, eine vollwertig ausgestattete Küche und eine gemütliche Terrasse.

Bürgermeister Albert Jung, Stadtbürgermeister Gerhard Weber sowie Touristikerin Linda Bamberg gratulieren Familie Rothbrust zu dieser Auszeichnung und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Die Klassifizierung wurde durch das Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch durchgeführt. Weitere Informationen und Beratung rund um die Sterneklassifizierung erhalten Sie beim Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch (Tel.: 02653 9996-502; E-Mail: touristik-buero@vg.kaisersesch.de).

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RLP Gesundheitsminister Clemens Hoch besucht Kliniken im Ahrtal

Ahrtal/Mainz – Finanzielle Unterstützung von Bund und Land für Wiederaufbau. Gesundheitsminister Clemens Hoch besuchte am Montag von der Unwetterkatastrophe im Ahrtal betroffene Krankenhäuser sowie ein medizinisches Versorgungszentrum in Sinzig und tauschte sich vor Ort über die durch das Hochwasser entstandenen Schäden und die aktuelle Situation der Kliniken aus. Der Minister dankte zunächst den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Geschäftsführungen für die umsichtige Evakuierung und Begleitung der Patientinnen und Patienten in der Katastrophennacht und für ihren Einsatz bei den unmittelbaren Aufräum- und Sanierungsarbeiten in ihren Kliniken. „Diese Bereitschaft verdient unseren besonderen Respekt, zumal viele Mitarbeitende selbst von der Flutkatastrophe betroffen waren und teilweise ihr ganzes Hab und Gut verloren haben.“ Der Minister bedankte sich weiter für das außerordentliche Engagement der vom Hochwasser betroffenen Kliniken, die zügig und kreativ – vorerst in Ersatzräumlichkeiten – die Patientenversorgung wieder aufgenommen haben.

„Wir stehen seit der Flutkatastrophe in einem ständigen und engen Austausch mit den Kliniken und den weiteren Leistungserbringern und konzentrieren uns gemeinsam auf die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung und den Wiederaufbau der Kliniken“ so der Minister weiter Er wies auch darauf hin, dass die Solidarität unter den Krankenhäusern sehr hoch sei. So wurden durch das Hochwasser betroffene Einrichtungen von benachbarten Einrichtungen kurzfristig und unbürokratisch unterstützt, so dass die Patientenversorgung jederzeit sichergestellt und stabil war.

„Das war ein immenser Kraftakt. Dafür möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich danken. Insbesondere den in den Einrichtungen beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, betonte Hoch. „Wir wissen, was Sie hier vor Ort geleistet haben und wir werden Sie auch weiterhin nach allen Kräften unterstützen.“

Der Gesundheitsminister verwies auch auf die finanziellen Hilfen, für die sich die Landesregierung beim Bund erfolgreich eingesetzt hatte. „Der Aufbauhilfefonds von Bund und Ländern sieht eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 30 Milliarden Euro zur Beseitigung der Schäden, die aufgrund des Starkregens und des Hochwassers aufgetreten sind, vor. Auch die betroffenen Krankenhäuser sind explizit anspruchsberechtigt und können nicht nur Wiederaufbaukosten, sondern auch Erlösausfälle kompensiert erhalten. Damit haben sie eine finanzielle Perspektive, um die Beseitigung der immensen Schäden und den Wiederaufbau in Angriff zu nehmen. Das ist ein wichtiges Signal: Bund und Land stehen fest an Ihrer Seite für eine schnelle Instandsetzung der Versorgungstrukturen.“

Vier Krankenhäuser im Ahrtal waren direkt von der Flut betroffen und wurden evakuiert: die Dr. von Ehrenwallsche Klinik Ahrweiler, die DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Bad Neuenahr, das Gefäßzentrum Dr. Bauer Ahrweiler, und das Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr. Auch das Johanniter-Medizinische Versorgungszentrum Sinzig war vom Hochwasser betroffen. Schäden an der Infrastruktur, wie etwa Strom- und Wasserversorgung, sowie an den Gebäuden selbst, verhindern eine baldige Wiederaufnahme des Betriebs in den ehemaligen Räumlichkeiten. Einzige Ausnahme ist das Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr. Hier ist es erfreulicherweise gelungen, ab dem 12. August die gesundheitliche Versorgung in der Region sukzessive wiederaufzunehmen und darüber hinaus, den anderen betroffenen Krankenhäusern Ausweichräumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Die Dr. von Ehrenwall´sche Klinik ist die tragende Säule in der regionalen psychiatrisch- psychotherapeutischen Versorgung und hat regulär den Pflichtversorgungsauftrag nach dem Landesgesetz über Hilfen bei psychischen Erkrankungen (PsychKHG) für den Landkreis Ahrweiler inne. Sie war die von der Flutkatastrophe am stärksten betroffene Klinik im Ahrtal. Eine Kernsanierung des ursprünglichen Hauptgebäudes und ein Wiederaufbau der Nebengebäude sind notwendig.

Bereits kurz nach der Flutkatastrophe konnte die Dr. von Ehrenwall’sche Klinik die ambulante Behandlung durch ihre Psychiatrische Institutsambulanz an mittlerweile fünf Standorten wieder etablieren. Die Tagesklinik der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik hat ihren Betrieb am 1. September 2021 im St. Josef-Krankenhaus in Adenau wiederaufgenommen. Auch die Wiederaufnahme der stationären Behandlung in Ersatzräumlichkeiten zeichnet sich ab.

Die DRK Fachklinik Bad Neuenahr bietet ambulante, teilstationäre und stationäre Behandlungsangebote für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche im Norden von Rheinland-Pfalz mit insgesamt 30 Betten und zehn tagesklinischen Plätzen. Die Klinik hat regulär die Pflichtversorgung für die Landkreise Ahrweiler und Cochem-Zell sowie die Verbandsgemeinden Andernach, Mendig, Pellenz, Vordereifel und die Stadt Mayen im Landkreis Mayen-Koblenz inne.  Das Gebäude ist von der Flutkatastrophe stark betroffen und wurde geräumt. Eine stationäre Versorgung im Gebäude ist auf längere Zeit nicht möglich. Die Sanierungsfähigkeit ist gegeben.

Die DRK Fachklinik hat kurz nach der Flutkatastrophe zunächst die ambulante Behandlung durch ihre Psychiatrische Institutsambulanz, dann die teilstationäre Behandlung am Standort Jugendtreff Lantershofen in Grafschaft wieder aufgenommen. Seit dem 15. September betreibt die DRK Fachklinik auch wieder ein vollstationäres Angebot am Standort des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler im Umfang von 20 Betten. Der Pflichtversorgungsauftrag bleibt derzeit weiterhin beim Johanniter Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied, die die Versorgung für die Region kurzfristig übernommen hatten.

Die Klinik Gefäßzentrum Dr. Bauer für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin ist ein Fachkrankenhaus für Venen-, Arterien-, Lymphbahn- und Enddarmerkrankungen. Das Klinikum hält aktuell 50 Planbetten für die stationäre Versorgung vor. Das Gefäßzentrum ist von der Flutkatastrophe stark betroffen und wurde geräumt. Eine Versorgung ist im Gebäude auf längere Zeit nicht möglich. Der Keller und das Erdgeschoss der Klinik werden komplett entkernt und müssen neu aufgebaut werden.

Die ambulante Versorgung, auch die vor- und nachstationäre Versorgung läuft derzeit über die Praxis von Dr. Bauer in Adenau. Die stationäre Versorgung findet über das DRK Krankenhaus Neuwied statt. Ab 20. September kann das Gefäßzentrum eine Station im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr übernehmen.

Das Johanniter-Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Sinzig bietet umfangreiche Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Kinder- und Jugendmedizin. Aufgrund der Flutkatastrophe musste das MVZ Sinzig vorübergehend schließen. Eine Notversorgung für die Kinderheilkunde und die Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde im Johanniter-Seniorenhaus Sinzig eingerichtet.

Das MVZ befindet sich zurzeit im Aufbau. Gleichzeitig werden neue Räumlichkeiten zum Aufbau einer geplanten Trauma-Ambulanz zur ambulanten Behandlung traumatisierter Kinder und Jugendlicher geschaffen.

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Stolberger Grundschulkinder besuchen Workshop zum Klimawandel

Stolberg – Der Klimaschutz ist für die Kupferstadt Stolberg – erst recht nach den Erfahrungen der Flutkatastrophe – ein Thema mit hoher Priorität. Aus diesem Grund fördert die Stadt schon jetzt die Kompetenzen von Grundschulkindern für den Klimaschutz.

Jede Grundschulklasse in der Kupferstadt konnte an einem Workshop zur Klimakrise teilnehmen. Insgesamt beteiligten sich 12 Klassen mit über 200 Schülerinnen und Schülern aus 6 Stolberger Schulen.
Hierbei wurde den Kindern der Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und der Erderhitzung erklärt. So lernten die Kinder zum Beispiel, dass ein einzelnes Auto zwar weniger CO2 ausstößt als ein Bus, aber da im Auto meist nur eine Person fährt, ist der Bus mit den vielen Passagieren die meist umweltfreundlichere Wahl.

Die teilnehmenden Grundschulkinder wissen nun auch, welche Unterschiede es bei der Produktion von Strom aus fossilen Brennstoffen und aus erneuerbaren Energien gibt.
Die Teilnahme am Workshop wurde ermöglicht durch eine Kooperation mit der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. (DUA) und atmosfair. Seit 2017 haben fast 1.000 Schulen in Deutschland daran teilgenommen.

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Wirtschaft

IT-Mittelstand fordert Aufbruch in die digitale Souveränität

Region/Aachen/Berlin – Knapp eine Woche vor der Bundestagswahl veröffentlicht der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) sein Positionspapier „Aufbruch in die digitale Souveränität“ mit Empfehlungen für die nächste Legislaturperiode. Während die Digitalisierung im Wahlkampf kaum eine Rolle spielt und in vielen Parteiprogrammen ein schwammiges Thema ist, bietet das BITMi-Positionspapier konkrete Vorschläge in acht Handlungsfeldern zur Sicherung der digitalen Souveränität Deutschlands. Dem IT-Mittelstand kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, da er den Großteil der deutschen Digitalwirtschaft ausmacht. Digitale Souveränität sieht der BITMi aus der Herstellerperspektive. Es bedeutet die Fähigkeit, die digitale Transformation von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu gestalten. „Wir setzen auf eine deutsche und europäische Digitalwirtschaft, welche Hardware, Software und digitale Services für alle essenziellen Aufgaben und Bereiche der Digitalisierung bereitstellt, anstatt nur Lösungen von Digitalkonzernen aus Übersee zu nutzen. Dadurch sorgt digitale Souveränität für Wahlfreiheit im globalen Wettbewerb statt für Protektionismus und Abschottung“, erläutert Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi.

Digitalisierung stellt zentrales Instrument zur Bewältigung des Klimawandels dar Als das bestimmende Querschnittsthema unserer Zeit kann Digitalisierung dazu beitragen, die große globale Herausforderung des Klimawandels erfolgreich anzugehen. Sie kann dabei der wesentliche Treiber sein, unsere Klimaziele zu erreichen, indem sie den Verbrauch an Energie und natürlichen Ressourcen substanziell verringert. Nach dem Positionspapier soll ein Markt für Nachhaltigkeit durch Digitalisierung identifiziert und gefördert werden, neben dem Bereich des mobilen Arbeitens seien dies Anwendungsfälle aus der Industrie, wie Smart Grids oder digitale Zwillinge in der Produktion. Darüber hinaus sollte bei der Programmierung von Software auf „Sustainability by default“ gesetzt werden: Das bedeutet, dass Software möglichst wenig Energie, Bandbreite und Speicherplatz in Anspruch nehmen sollte. Auch ein Recht auf Reparatur von Hardware sollte eingeführt werden. „Durchschnittlich nutzen Deutsche ihre Handys nicht länger als zwei Jahre. Würden alle Handys der EU ein Jahr länger genutzt werden, könnten wir damit schon 2,1 Megatonnen CO2e-Emissionen sparen – das entspricht etwa eine Million weniger Autos auf den Straßen“, führt Grün vor Augen. „Das ist ein unglaubliches Potenzial, das wir liegenlassen. Mit klugen, gesetzlich verankerten Anreizen sollte ein Wettbewerb um das langlebigste IT-Produkt entstehen.“ So wird Klimaschutz viel stärker als Chance denn als Hindernis für Wachstum und die Entstehung neuer Geschäftsmodelle und Innovationen verstanden werden.

IT-Mittelstand wünscht sich Staat als digitalen Vorreiter

Um die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft entscheidend voranzubringen, muss der Staat zum digitalen Vorreiter werden. Er ist nicht nur Wegbegleiter des digitalen Fortschritts, dessen Rolle sich auf die Bereitstellung technischer Infrastruktur und rechtlicher Rahmenbedingungen beschränkt. Er selbst ist als bundesweit größter Auftragnehmer digitaler Lösungen auch in einer wichtigen Anwenderrolle und sollte den digitalen Wandel durch die Modernisierung seiner Verwaltung vorleben sowie IT-Innovationen fördern.

Spätestens die Corona-Krise war ein Beleg dafür, dass die Digitalisierung des Staats ein Megaprojekt ist. Eine altbekannte Forderung des BITMi hat deshalb mittlerweile breites Gehör gefunden und wurde vielfach aufgegriffen – die Einrichtung eines Digitalministeriums. Für den BITMi ist dabei die Ausgestaltung eines solchen Ministeriums mit den notwendigen Kompetenzen besonders wichtig. BITMi-Präsident Oliver Grün betont: „Dazu gehört die klare Zuständigkeit und Verantwortung für eine ressortübergreifende Gesamtstrategie, federführende Koordinierung aller wesentlichen Digitalisierungsvorhaben sowie eine eigene Budgetverantwortung.“ Um seine Rolle als Förderer digitaler Innovationen anzunehmen, muss der Staat zudem die öffentlichen Vergabekriterien ändern. „Wir brauchen digitale Souveränität als Vergabekriterium in der öffentlichen Verwaltung“, fordert der BITMi-Präsident. „Nur so werden eigene Innovationen unterstützt, unsere Wertschöpfung hier gesichert und Handlungsfreiheit sowie der Erhalt unserer Werte auch langfristig gewahrt.“

Digitale Geschäftsmodelle fördern Daneben sollte der Staat digitale Geschäftsmodelle fördern, indem er seine eigenen nicht-personenbezogenen Daten für Innovationen zur Verfügung stellt. Zudem muss das allgemeine Nutzungsrecht von Daten klar geregelt werden. „Es muss ein offener Markt für Daten entstehen – am besten europaweit“, fordert Oliver Grün. „Ohne Zugang zu Daten kann der Mittelstand keine konkurrenzfähigen digitalen Geschäftsmodelle entwickeln. Nicht-personenbezogene Industrie- oder Gesundheitsdaten bergen ein immenses Geschäftspotential und damit eine große Chance für die digitale Wertschöpfung. Die neue Regierung muss hier auf klare, praktikable Regeln auf europäischer Ebene drängen.“

Für den IT-Mittelstand ist klar: Die digitale Souveränität sollte das Leitmotiv aller digitalpolitischen Bestrebungen dieses Jahrzehnts sein. „Aus der Digitalisierung nährt sich der Wohlstand der Zukunft. Es reicht nicht, nur ehrgeizige Ziele auszurufen – wir müssen uns selbst befähigen, im globalen Wettbewerb um digitale Märkte mithalten zu können, damit Deutschland auch weiterhin den Status einer modernen, leistungsfähigen Volkswirtschaft behält. Der Grad an digitaler Souveränität ist dafür entscheidend“, betont BITMi-Präsident Oliver Grün. „Jetzt ist die Zeit, über unsere Zukunft zu entscheiden. Diese Legislaturperiode bietet die letzte Chance für die Politik, rechtzeitig Rahmenbedingungen zu schaffen, die es unseren mittelständischen IT-Unternehmen ermöglichen, ihr Potenzial zu entfalten und unsere digitale Souveränität zu sichern.“

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Gesandter des Papstes predigt am Sonntag 26. September in Trier

Region/Trier – Am Sonntag, 26. September, wird der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, in Trier zu Gast sein. Mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und der kroatischen Gemeinde feiert er um 10 Uhr das Hochamt im Trierer Dom. Dort wird der Gesandte des Papstes in Deutschland auch predigen.

Anlass seines Besuches ist das 1600-jährige Hieronymus-Jubiläum im vergangenen Jahr. Die Würdigung des heiligen Kirchenvaters Hieronymus (347-420), der der Fakultätspatron der Theologischen Fakultät Trier ist, musste aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Eucharistiefeier wird musikalisch von Mitgliedern der kroatischen Mission Koblenz mitgestaltet, die Lesung in kroatischer Sprache übernehmen Mitglieder der Missionen Trier und Saarbrücken.

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist das Platzangebot im Dom begrenzt, die vorhandenen Plätze sind bereits vergeben.

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2. Koblenzer Forum Infektiologie am Freitag 24. September – Anmeldung bis zum heutigen Mittwoch Abend 22. September noch möglich

Region/Mayen-Koblenz – Koblenzer Forum Infektiologie startet in die 2. Auflage. Experten laden für Freitag, 24. September, in den Kemperhof ein. Infektionen spielen nach wie vor sowohl in der ambulanten als auch stationären Medizin eine große Rolle und stellen oftmals in ihrer Diagnostik und Therapie eine besondere Herausforderung dar. Wenngleich das ganze Spektrum der Infektionskrankheiten im Rahmen einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung zu behandeln unmöglich ist, bietet das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein mit dem 2. Koblenzer Forum Infektiologie dennoch für Teilgebiete der Infektiologie fokussierte Informationen zum aktuellen Kenntnisstand bezüglich Diagnostik und Therapie.

Die Themenschwerpunkte: In Entwicklung befindliche neue Antibiotika, der Stellenwert moderner Verfahren zur Diagnostik von Infektionen und das anti-infektive und hygienische Management bei konkreten infektiologischen Krankheitsbildern und Situationen. Um diese Themen zu behandeln und zu diskutieren, konnten Experten auf den Gebieten der Infektiologie, Krankenhaushygiene, Intensivmedizin und Mikrobiologie gewonnen werden.

Die Fortbildung, die sich an Ärzte und Pflegende richtet und mit jeweils 7 Fortbildungspunkten akkreditiert ist, findet am Freitag, 24. September, von 10 bis 16.30 Uhr im Konferenzzentrum des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, Kemperhof, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation zwingend erforderlich. Die Fortbildung wird unter Einhaltung der 3G-Regelung durchgeführt. Die Teilnehmer müssen entweder negativ getestet (maximal 24 Stunden alt) oder geimpft (2. Impfung vor mindestens 14 Tagen erfolgt) oder genesen (Positivnachweis vor maximal 6 Monaten) sein. Für getestete Personen gibt es nur eine eingeschränkte Anzahl an Plätzen. Die Kontaktdatenerfassung erfolgt vor Ort handschriftlich per Formulatr.

Alle wesentlichen Informationen sind online auf www.gk.de zu lesen. Eine Anmeldung ist möglich bis spätestens Mittwochabend, 22. September, per E-Mail an intensivmedizin@gk.de.

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Erfolg für die SGD Nord beim Deutschen Ingenieurpreis

Region/Koblenz – Initiative Baukultur erhält Anerkennung für den „Leitfaden Straßenraumgestaltung“ Mit ihrem „Leitfaden Straßenraumgestaltung“ hat die Initiative Baukultur, die bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord angesiedelt ist, eine Anerkennung beim „Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2021“ in der Kategorie Baukultur erreicht. Der Leitfaden, der gemeinsam mit der Hochschule Koblenz und dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) erarbeitet und veröffentlicht wurde, gibt Anregungen, wie man Straßen und Plätze gestalten und sie in die Kulturlandschaft des Welterbes Oberes Mittelrheintal einbinden kann. „Die Auszeichnung ist für uns der Lohn für eine intensive, institutionsübergreifende Arbeit. Es ist wichtig, dass die Straßen nicht nur Verkehrsraum, sondern auch Lebensraum sind – gerade auch mit Blick auf die Buga 2029“, sagt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

Mit großer Freude nahm Prof. Dr. Martin Kaschny (Vizepräsident der SGD Nord) die Würdigung bei der feierlichen Preisverleihung in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle gemeinsam mit den Autoren Prof. Ulrike Kirchner und Prof. Dirk Fischer (beide von der Hochschule Koblenz) sowie Julia Holzemer-Thabor (Initiative Baukultur) entgegen.

Der „Ingenieurpreis Straße und Verkehr“ wird seit 2013 alle zwei Jahre unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur verliehen. Die Arbeiten konnten in den Kategorien Baukultur, Innovation/Digitalisierung und neue Mobilität eingereicht werden. Insgesamt gab es 58 Einreichungen. Pro Kategorie wurden drei Arbeiten für eine zweite Bearbeitungsphase nominiert. Der „Leitfaden Straßenraumgestaltung“ schaffte es auf Anhieb unter die drei Nominierten der Kategorie Baukultur. Der „Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2021“ in der Kategorie Baukultur ging an die Stadt Kiel für das Projekt Umgestaltung der Holstenbrücke/Neubau Kleiner Kiel-Kanal „Holstenfleet“.

„Es unter die drei besten Bewerber für den Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr zu schaffen, ist eine große Ehre und wir freuen uns sehr über diesen Erfolg“, so Prof. Kaschny. „Ich bin mir sicher, dass der Leitfaden Straßenraumgestaltung auch über die Region hinaus wertvolle Anregungen für die Gestaltung von Straßen und Plätze geben wird.“

Baukultur umfasst alle Bereiche des Planens und Bauens und bezieht die Regionalplanung, die Landschaftsplanung, den Städtebau, die Architektur aber auch die Verkehrs- und Ingenieurbauwerke ein. Vor diesem Hintergrund gibt der Leitfaden Straßenraumgestaltung wertvolle Anregungen für die Einbindung von überörtlichen Straßen in die Kulturlandschaft, aber auch Empfehlungen zur Gestaltung der Straßen und Plätze in den Ortschaften des Tals. Der besondere Fokus liegt dabei auf der Funktion der Straßen, Wege und Plätze als Begegnungsflächen und Orte der Kommunikation, des Miteinanders und der regionalen Identifikation für die Menschen und Touristen im Tal.

Wie gelingen gute Planungsprozesse? Dieser Frage widmet sich der „Leitfaden Straßenraumgestaltung“, indem er die Prozesse, die gute Planungen ermöglichen, vorstellt. Er wirbt für frühzeitige integrierte städtebauliche Planungen, für ein interdisziplinäres Zusammenwirken der Planer unterschiedlicher Fachrichtungen und für die Durchführung von Beteiligungsformaten wie zum Beispiel Workshops und qualitätssichernder Wettbewerbsverfahren. Ein Kapitel widmet sich der Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum. Von besonderer Bedeutung ist das Thema Stadtgrün. In Zeiten des Klimawandels zeigt es die Bedeutung von klimaanpassenden Maßnahmen in den Orten wie dem Anpflanzen von Bäumen, die nicht nur der Ortsgestaltung dienen, sondern auch wichtige CO2-Speicher und Schattenspender in Orten des Oberen Mittelrheintals sein können.

Der Leitfaden Straßenraumgestaltung richtet sich an die Straßenbauverwaltungen des Landes, an kommunale Bauverwaltungen, an die politischen Entscheidungsträger vor Ort sowie an alle Interessierten. Der Leitfaden Straßenraumgestaltung entstand mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz und dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Der Leitfaden kann bestellt werden und steht als Download bereit. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sgdnord.rlp.de.