Kategorien
News

Jülich im Advent – Weihnachtliche Aktionen sollen erfreuen

Jülich – Der Dezember ist die Zeit, die ganz im Zeichen der Advents- und Weihnachtszeit steht. Auch das Jülicher Amt für Stadtmarketing gestaltet mit der Aktion „Jülich im Advent“ zum nunmehr elften Mal ein wenig weihnachtliche Atmosphäre in der Stadt. Auch wenn das Eventwochenende auf dem Kirchplatz aufgrund von Bauarbeiten in diesem Jahr auch nicht stattfinden kann, ist das Rahmenprogramm vielfältig und adventlich.

Ein absoluter Hingucker ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes wieder der beleuchtete Adventskalender in den Fenstern des Alten Rathauses mit Bildern, die von Jülicher Kindergärten gestaltet wurden. Die Fassade wird jeden Tag um 17 Uhr – verteilt auf drei Etagen – um ein beleuchtetes Fenster mehr erstrahlen. Die Stadtwerke haben auch in diesem Jahr in die „smarte“ Ausleuchtung und für stabile Fensterzahlen gesorgt.

Auch zum diesjährigen Advent wurden vom Amt für Stadtmarketing traditionell einige neue Souvenirs entwickelt. Auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung wird die Serie der Christbaumkugeln um eine grüne mit silberner „Skyline“ ergänzt. Diese ziert auch den diesjährigen Jülicher Schokoladenadventskalender – wie immer nachhaltig hergestellt, also komplett aus Karton und plastikfrei, so dass er nach dem Verzehr der fair produzierten Schokolade im Altpapier entsorgt werden kann. Die in Jülich ansässige Zuckerfabrik Pfeifer & Langen und die Wellpappenfabrik Smurfit Westrock haben dazu passend das Sponsoring übernommen.

Eine neue Serie von nachhaltig produzierten Artikeln mit viel Kork und Edelstahl wird zum Start des Weihnachtsmarktes verfügbar sein: Trinkflasche, Isolierkanne und Trinkbecher in schwarzem Edelstahl mit Korkboden und silberner „Skyline“. Ebenso personalisiert mit den Jülicher Sehenswürdigkeiten sind ein Kork-Schlüsselanhänger und sogar ein Kork-Regenschirm. Wer ist lieber klassisch mag, für den gibt es ab diesem Jahr auch einen Taschenschirm – natürlich auch mit reflektierender „Skyline“. Ein neues edles Schreibset mit Kugelschreiber und Tintenroller in einem Kork-Etui sind ein immer passendes und hochwertiges Souvenir. All diese neuen Produkte konnten angeschafft werden, weil die Stadtentwicklungsgesellschaft statt traditionell in das Bühnenprogramm wieder in die Entwicklung neuer Souvenirs investiert hat.

Pünktlich zum Start des Weihnachtsmarktes wurden zudem ein neuer Artikel bestellt, der nicht nur als Weihnachtsgeschenk, sondern das ganze Jahr Freude bringt: der neue „Null-Euro-Schein“, ein mittlerweile in vielen Städten verfügbares und beliebtes Souvenir.

Erhältlich sind diese natürlich auch auf dem Jülicher Weihnachtsmarkt, auf dem die Stadt Jülich wieder mit einer eigenen Weihnachtshütte vertreten ist. Wer anderen eine besondere Freude machen möchte, kann dort auch eines der bereits bewährten Souvenirs der Stadt Jülich kaufen. Auch die Dauerkarten-Gutscheine für den Brückenkopf-Park, die traditionell am Stand der Stadt Jülich auf dem Weihnachtsmarkt verkauft werden, können auf diesem Weg erworben werden.  Die Sparkasse Düren und das Medienhaus Aachen sorgen dafür, dass an der Hütte den Kindern mit Süßigkeiten erfreut und die erworbenen Souvenirs in weihnachtlichen Verpackungen nach Hause transportiert werden können.

In der Weihnachtshütte wird jedoch nicht nur verkauft, sondern auch informiert. Dort vertreten sind täglich wechselnd viele städtische Einrichtungen, Vereine und Institutionen, um sich den Bürgern und Besuchern der Stadt zu präsentieren. Mit dabei sind ein Lions-Club, das Kulturbüro und der Zooverein, das Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen und der Brückenkopf-Park, die Caritas und die Verkehrswacht, der Sozialdienst katholischer Frauen und der Tierschutzverein Samt, die Stephanusschule, das THW und der Arbeitskreis Asyl, das Stammhaus und der Kulturbahnhof und der Bürgerbus, das DRK, der Seniorenbeirat und die Schulsozialarbeit. Sie alle präsentieren sich und zeigen so, dass die Stadt Jülich vielfältiges Engagement in zahlreichen Bereichen zu bieten hat.

Der Jülicher Kunstverein beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Jülich im Advent“. Zwölf Fotografinnen und Fotografen aus den Reihen des Kunstvereins zeigen im Hexenturm als Jahresgaben Fotografien zu unterschiedlichen Themen. Geöffnet: Jeweils Sa/So, 11:00 bis 17:00 Uhr am 3. und 4. Advent

Wiederholt wird in diesem Jahr auch die in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich durchgeführte besondere Aktion: Die Stadt Jülich hat mit Unterstützung durch indeland und Werbegemeinschaft (nicht nur) weihnachtliche Souvenirs in einen virtuellen Adventskalender gepackt und wird ab dem 1. Dezember jeden Tag ein oder mehrere Souvenirs verlosen. Unter www.juelich.de/advent ist der Adventskalender mit all seinen Preisen hinter den Türchen abgebildet. Die Gewinner werden unter den jeweils an dem entsprechenden Tag eingegangenen Emails an adventskalender@juelich.de ausgelost – nicht nur für Jülicher eine überraschende Aktion zur Adventszeit.

Kategorien
Wirtschaft

Neue Schaufenster-Kampagne für Leerstände in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das City-Management Bad Neuenahr-Ahrweiler präsentiert eine neue kreative Lösung für leerstehende Ladenlokale: Unter dem Motto „Lust auf Zukunft“ werden Schaufenster mit ansprechenden Motiven gestaltet, die das Potenzial der Räumlichkeiten sichtbar machen. Die großformatigen Motive stellen mögliche Nutzungskonzepte vor und machen die Attraktivität des Standorts deutlich.

Ein Teil der Schaufensterfläche wird zudem gezielt für die Bewerbung der Immobilie genutzt. Über einen QR-Code können Interessierte alle relevanten Informationen zum Ladenlokal abrufen. Ein Ansprechpartner steht ebenfalls zur Verfügung, um die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich zu machen.

Besonders innovativ: In jedem Schaufenster ist ein „Guckloch“ integriert, das den Blick auf ein beleuchtetes Roll-Up freigibt. Dieses zeigt spannende Informationen zum Wiederaufbau des Ahrtals und verbindet so die Perspektiven des Einzelhandels mit der Entwicklung der Region.

„Diese Kampagne ist mehr als nur eine optische Aufwertung des Stadtbildes“, erklärt Andreas Lambeck, Geschäftsführer der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH ABMG. „Wir schaffen Inspiration, regen zur Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Standorte an und lenken den Fokus auf die positive Zukunft des Ahrtals.“

Ein erstes Beispiel für ein solches Schaufenster in die Zukunft präsentierten die Geschäftsführer Andreas Lambeck, Christian Senk und Jan Ritter sowie City-Manager Florian Hüsson den Aufsichtsratsmitgliedern der ABMG. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ropertz lobte die Aktion: „Die attraktive Schaufenster-Initiative macht Lust darauf, ein Teil der Zukunft dieser Stadt und des Ahrtals zu werden – sei es als Geschäftstreibender oder Unterstützer der Region.“

Wer sich über das Projekt „Lust auf Zukunft“, über aktuelle Leerstände und die Möglichkeiten einer Schaufenster-Gestaltung informieren möchte, kann sich an City-Manager Florian Hüsson unter florian.huesson@ahrtal.de oder Tel. 02641/917173 wenden.

Kategorien
News

Wünsche erfüllen – Aachener Wunschzettel-Weihnachtsbaum im Rathaus-Foyer

Aachen – Bis unter die Decke ragt die imposante Nordmanntanne im Foyer des Aachener Rathauses. Festlich geschmückt ist sie dieses Jahr mit goldenen Sternen und Kugeln. In schöner und bewährter Tradition schmücken zusätzlich 317 bunte Wunschzettel den Baum. Denn es ist wieder soweit: Seit Freitag, 22. November, können wieder Kinderwünsche vom Wunschzettel-Weihnachtsbaum „gepflückt“ und erfüllt werden. Seit 2008 steht dieser in der Weihnachtszeit im Aachener Rathaus. Auf den bunten Zetteln sind also zum 17. Mal Weihnachtswünsche von Kindern und Jugendlichen, die in verschiedenen Aachener Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben, auf den Wunschzetteln formuliert.

„Wie jedes Jahr freue ich mich sehr auf diesen Tag und bin sicher, dass die Aktion genauso erfolgreich wird, wie die letzten Male. Der Wunschbaum ist eine wunderbare Gelegenheit, dass Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen und den Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen“, freut sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen zum Auftakt der diesjährigen Aktion. Alle Aachener Bürger*innen können jetzt Kinder mit einer Weihnachtsfreude ein wenig unterstützen, indem sie sich einen Wunschzettel vom Baum nehmen.

Wer sich einen Wunschzettel vom Baum nimmt hat bis zum 13. Dezember um 16 Uhr Zeit, die weihnachtlich verpackten Geschenke mit dem dazu gehörenden Wunschzettel wieder ins Rathaus zurück zu bringen. So bleibt noch genügend Zeit, die Päckchen und Pakete pünktlich den Kindern und Jugendlichen der drei Einrichtungen Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid, Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand sowie Maria im Tann – Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zukommen zu lassen und am Heiligen Abend den Kindern eine Freude zu machen.

Die Kinderwünsche sind wie jedes Jahr bunt gemischt: Von Bastelsets über Sportartikel, Kuscheltiere, Duplo- oder Lego-Steinen, Puzzles bis hin zu Kosmetik oder Einrichtungsgegenständen und Haushaltsartikeln für die erste eigene Wohnung ist alles dabei. Auch ungewöhnliche Wünsche wie eine Säge oder ein Hammer, Jahreskarten für den Tierpark sowie ein großer Teddybär stehen auf den Karten. Viele der Jugendlichen wünschen sich auch Gesellschafts-Spiele, Bücher oder Gutscheine für Buchhandlungen. Gutscheine sind insgesamt häufig dabei, diese erzeugen für die Jugendlichen und Kinder ein besonderes, und vielleicht nicht so selbstverständliches, „Shopping-Gefühl“. Die Vielfalt der Wünsche ist grenzenlos – und ein wenig Demut erfüllt einen bei einem so simplen Wunsch wie „buntes DinA4-Papier zum Basteln“.

Warme Kleidung benötigt

Im Rahmen des Auftakts der Wunschzettel-Aktion berichtet das Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid erneut, dass die Kleiderkammern leer sind. Es fehlt gerade in der kalten Jahreszeit an warmer Kleidung. Konkret benötigt wird Winterbekleidung wie zum Beispiel Mützen, Schals, Mäntel, Jacken und Schuhe. Die Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Aachen Brand würde sich über Skihandschuhe für Kinder und Jugendliche freuen.

Deshalb bittet Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen alle Aachener*innen, Winterkleidung zu spenden.

Kontaktaufnahme für Spenden bitte nur direkt an die Einrichtung:

Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid / Ev. Frauenverein Aachen von 1850 – Branderhofer Weg 14, 52066 Aachen

Kategorien
Top-Themen

Fakeshop-Finder 3.0 – Neue Funktion macht Online-Shopping am Black Friday und in der Vorweihnachtszeit noch sicherer

Region/Düsseldorf – Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen kommt Betrügern mithilfe Künstlicher Intelligenz auf die Schliche. Mit suchmaschinenoptimierten Warnhinweisen wird das Online-Shopping noch komfortabler und sicherer. Ware online bestellt, bezahlt – aber nie erhalten? Oder minderwertige Artikel geliefert bekommen, deren Rücksendung dann teuer nach Asien erfolgen soll? Mit den Rabattschlachten rund um den Black Friday und die Cyberweek, aber gerade auch zum Weihnachtsgeschäft, sprießen Fakeshops wie Pilze aus dem Boden. Die unseriösen Onlineshops sehen oftmals selbst auf den zweiten Blick so echt aus, dass sie für Verbraucherinnen und Verbraucher kaum als gefälscht zu erkennen sind. Gutes und sicheres Einkaufen im Internet, kann aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Fakeshop-Finders der Verbraucherzentralen mehrerer deutscher Bundesländer dennoch gelingen. Das beliebte Online-Tool ist 2022 in Nordrhein-Westfalen vorgestellt worden und hat schon mehr als 1,7 Millionen Websites untersucht und knapp 70.000 Fakeshops sowie knapp 56.000 sogenannte Fakeshop-Zubringerdomains entdeckt. Gut zwei Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher haben das Angebot bereits genutzt, womit der Fakeshop-Finder zu den meistgenutzten Online-Hilfen der Verbraucherzentralen zählt.

Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen: „Der Fakeshop-Finder ist in Nordrhein-Westfalen entwickelt worden und ging im August 2022 an den Start. Die Nutzungszahlen zeigen, dass unser digitaler Helfer bei den Verbrauchern sehr gut ankommt und zu einem festen Begleiter beim sorgenfreien Einkauf im Internet geworden ist. Jetzt wird der Fakeshop-Finder zusammen mit mehreren Bundesländern weiterentwickelt und warnt noch besser vor betrügerischen Internetseiten. Gutes und sicheres Online-Shopping – gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit – klappt so noch besser. Der Fakeshop-Finder ist eine echte Erfolgsgeschichte!“

Neue Funktionen des Fakeshop-Finders 3.0

Die Weiterentwicklung des Fakeshop-Finders zielt darauf ab, die Reichweite und Sichtbarkeit des Online-Werkzeugs weiter zu steigern sowie seine Quellenlage zu verbessern.

Neu ist, dass für jüngst entdeckte Fakeshops automatisch ein suchmaschinenoptimierter Warnhinweis auf warnung.fakeshop-finder.de veröffentlicht wird. Dadurch erhalten Verbraucherinnen und Verbrauchern, die nach dem Namen des Online-Shops suchen, bereits auf der Ergebnisseite ihrer Suchmaschine eine Warnmeldung. Die Funktion ist ein Ergebnis eines gemeinsamen Vorhabens mehrerer Bundesländer zur Weiterentwicklung des Fakeshop-Finders.

Stellungnahmen der Projektpartnerinnen und Projektpartner der Bundesländer:

Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Silke Gorißen, Nordrhein-Westfalen: „Der Fakeshop-Finder macht vor, wie Künstliche Intelligenz zum Schutz beim Einkaufen im digitalen Raum genutzt werden kann. Verbraucher finden mit dem Fakeshop-Finder mit wenigen Klicks schnell und kostenlos heraus, ob ein Online-Shop seriös ist. So werden Betrügern keine Weihnachtsgeschenke gemacht!“

Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, MdL, Baden-Württemberg: „Der Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) benennt bereits seit 2022 Fake-Shops als eine ernste Bedrohung für die Gesellschaft. Auch wir haben dies früh erkannt und den Fake-Shop-Finder mit auf den Weg gebracht. Ich freue mich, dass Baden-Württemberg mit der Projektkoordination erneut dazu beitragen kann, den Verbraucherschutz im Alltag der Menschen zu verbessern.“

Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Franziska Weidinger, Sachsen-Anhalt: „Der Fakeshop-Finder ist ein wirkungsvolles Online-Werkzeug, mit dem sich Verbraucherinnen und Verbraucher effektiv vor Betrügern und unseriösen Online-Shops schützen können. Die Bedienung ist kinderleicht, binnen Sekunden werden unseriöse Angebote entlarvt. Der Fakeshop-Finder bietet eine zuverlässige Orientierungshilfe und trägt entscheidend dazu bei, finanzielle Verluste und böse Überraschungen beim Einkauf im Internet zu verhindern. Der Fakeshop-Finder stärkt auch das Vertrauen in den Online-Handel und ist zugleich ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit im digitalen Alltag.“

Minister für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, Werner Schwarz, Schleswig-Holstein: „Onlineshopping wird immer beliebter – vor allem in der Vorweihnachtszeit. Damit steigt jedoch für Verbraucherinnen und Verbraucher das Risiko, auf betrügerische Onlineshops hereinzufallen und unwiederbringlichen finanziellen Schaden zu erleiden. Schleswig-Holstein unterstützt daher die Weiterentwicklung des Fakeshop Finders 3.0. So können Verbraucherinnen und Verbraucher noch sicherer online einkaufen und sich vor den Gefahren in der digitalen Welt schützen. Mein Dank gilt dem Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalens und der dortigen Verbraucherzentrale für die Federführung in diesem Prozess.“

Warum Fakeshops nur schwer zu erkennen sind

Mit der Cyberweek startet der Handel in die Vorweihnachtszeit. Auch gefälschte Onlineshops haben dann Hochkonjunktur. Die angebotenen Produkte existieren in der Regel gar nicht. Oftmals akzeptieren die Shops auch nur Vorkasse und wer zahlt, dessen Geld ist weg. Weil die Shop-Betreiber häufig außerhalb Europas ansässig sind, ist die Strafverfolgung schwierig bis nahezu unmöglich.

Betrügerische Shops sind dabei immer häufiger so täuschend echt gestaltet, dass sie sich kaum von realen Online-Händlern unterscheiden. Außerdem erfolgt die Erstellung von Fakeshops mittlerweile nahezu vollständig automatisiert. Oft sind solche Adressen nur wenige Wochen im Netz, bevor sie durch neue ersetzt werden. Fakeshop-Listen im Internet veralten daher allzu schnell. Das alles sorgt dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher immer wieder neuen Fakeshops zum Opfer fallen. 

So funktioniert der Fakeshop-Finder

Hinter dem Fakeshop-Finder steckt ein System, das mittels Künstlicher Intelligenz das Internet ständig nach Fakeshops durchsucht. Jede gefundene Shop-Website wird auf Merkmale gescannt, die sehr oft bei unseriösen Shops zu finden sind. Beispiele sind ein fehlendes Impressum, eine gefälschte Umsatzsteuer-ID, aber auch weitere technische Merkmale, die Verbraucherinnen und Verbraucher mit bloßem Auge gar nicht erkennen könnten. Auch öffentliche Listen von bekannten Fakeshops kennt und nutzt der Fakeshop-Finder. Das System lernt immer weiter.

Aus all diesen Informationen errechnet die Anwendung dann die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der eingegebenen Adresse um einen Fakeshop handelt. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten das Ergebnis in Ampel-Form: Rot steht für eine eindeutige Warnung, Gelb als Hinweis, vor der Bestellung an bestimmten Stellen genauer hinzusehen und Grün, wenn der Einkauf sicher ist.

Hintergrund zum Projekt

Der Fakeshop-Finder wurde von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im August 2022 gestartet und vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziert. An der Fortentwicklung des Fakeshop-Finders beteiligen sich aktuell die Verbraucherzentralen Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt, gefördert von ihren jeweiligen Landesministerien. Das Gesamtvolumen des Projektes beträgt rund 293.000 Euro. Die Projektlaufzeit endet zum 30. Juni 2025. Technischer Partner ist die mindUp Web + Intelligence GmbH in Konstanz.

Weitere Informationen und Links:

Kategorien
Wirtschaft

Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) wählt neuen Vorstand

Aachen/Berlin – Auf seiner Mitgliederversammlung am Mittwoch wählte der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) einen neuen Vorstand. Dr. Oliver Grün wurde in seiner Position als Vorstandsvorsitzender und Präsident wiedergewählt, ebenso Nele Kammlott und Martin Hubschneider als Vorstände sowie Vizepräsidentin und Vizepräsident. Neu in den BITMi-Vorstand gewählt wurde Christian Gericke, der nun ebenfalls als Vizepräsident agiert.

Christian Gericke ist Chief of Regulatory & Public Affairs bei der d.velop AG und setzt sich als Sprecher der BITMi-Fachgruppe Digitaler Staat bereits länger aktiv für den Verband ein. „Die digitale Souveränität Deutschlands baut auf der Innovationskraft des Mittelstands auf: Die mittelständische IT-Industrie stellt die Lösungen bereit, die unsere digitale Zukunft und unser Wachstum sichern“, betont er, kennt aber auch die Herausforderungen: „Klare politische Rahmenbedingungen sind notwendig. Es ist dabei unerlässlich, den Fokus von technischen Details und föderalen Strukturen hin zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteilen der Digitalisierung zu verlagern. Dafür möchte ich mich im Vorstand des BITMi einbringen“.
„Der digitale Mittelstand bietet ein enormes Potenzial, nicht nur für unsere Wirtschaft, sondern auch für Nachhaltigkeit und Klimaschutz“, ergänzt Nele Kammlott, die nun bereits zum zweiten Mal in den Vorstand gewählt wurde. „Ich freue mich, unsere Expertisen im BITMi-Vorstand erneut zu bündeln, um Lösungen für eine wertschöpfende, kreative und souveräne Digitalisierung sichtbar zu machen und voran zu bringen.“

Dieser Zielsetzung schließt sich auch langjähriger BITMi-Vorstand Martin Hubschneider an: „Eine schnelle digitale Transformation ist unverzichtbar für unseren Wirtschaftsstandort. Wir haben zukunftsweisende digitale Geschäftsmodelle in unserer mittelständisch geprägten IT-Wirtschaft, die mit ihrer Vielfalt und Spezialisierung ideal für die selbstbestimmte Digitalisierung unserer Wirtschaft und Verwaltung sind, gleichzeitig aber auch international wettbewerbsfähig. Diesen wollen wir den Rücken stärken.“

Mit der Bundestagswahl in Aussicht formuliert der Vorstand seine Ziele für die nächsten drei Jahre: „Wir wollen, dass der IT-Mittelstand sein volles Potenzial für die souveräne und nachhaltige Digitalisierung Deutschlands und Europas entfalten kann. Mit den erneut und neu gewählten Vorstandskollegen hat der BITMi eine starke Stimme, um den Interessen deutscher IT-Mittelstandsunternehmen Gehör zu verschaffen – insbesondere gegenüber der Politik“, resümiert BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün.

Kategorien
News

„Augen auf“ lautet die Empfehlung der Produktprüfer von DEKRA für den weihnachtlichen Kerzenkauf

Region/Stuttgart – Beim Kauf auf geprüfte Produkte mit RAL-Gütezeichen achten – Selbstverlöschende Kerzen verringern Brandgefahr – Die Experten raten davon ab, bei Schnäppchenpreisen blind zuzugreifen. Bei ungeprüften Produkten bestehe die Gefahr, bedenkliche Konzentrationen gesundheitsgefährdender Substanzen freizusetzen. Bei Kerzen minderer Qualität ist außerdem mit schnellem, ungleichmäßigem Abbrennen und damit erhöhter Brandgefahr zu rechnen.

Wachskerzen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Rund 30 Prozent der Menschen in Deutschland möchten auf das stimmungsvolle Licht echter Wachskerzen nicht verzichten, ergab eine DEKRA Befragung vor einigen Jahren. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2023 rund 163.000 Tonnen Kerzen verbraucht, so der Europäischen Kerzenverband ECMA. Pro Kopf bedeutet das einen Verbrauch von durchschnittlich 1,94 Kilogramm im Jahr.

Die Rohmaterialen machen‘s

Allerdings, nicht alle Produkte sind ein Anlass zur Freude. „Die Qualität von Wachskerzen hängt im Wesentlichen von den verwendeten Rohmaterialien ab“, erklärt Volker Albrecht, Leiter des DEKRA Kerzenlabors. Wird an Grundstoffen wie Paraffin, Farben oder Lacken gespart, können Kerzen zu schnell oder ungleichmäßig abbrennen, auslaufen, zu stark rußen oder bedenkliche Konzentrationen an umwelt- und gesundheitsschädlichen Substanzen freisetzen, zum Beispiel PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), Schwefeldioxid oder Schwermetalle.

RAL-Gütezeichen gibt Sicherheit

Die Experten von DEKRA empfehlen daher, beim Kauf auf das RAL-Gütezeichen zu achten, das von der Gütegemeinschaft Kerzen nach umfangreichen neutralen Prüfungen in einem neutralen Labor wie DEKRA vergeben wird. Das Siegel ist an einer stilisierten Kerze als Symbol zu erkennen. Geprüft wird, ob der jeweilige Kerzentyp die RAL-Bestimmungen einhält: vor allem, ob er gleichmäßig abbrennt und nicht zu stark rußt. Weiter wird geprüft, ob die vom Hersteller verwendeten Kerzenrohstoffe, Farben und Lacke den festgelegten Reinheits- und Qualitätsanforderungen entsprechen. Denn hiervon hängt letztlich ab, welche Schadstoffe beim Abbrennen entstehen.

Selbstverlöschende Kerzen verringern Brandgefahr

„Wer sich an diesem Gütezeichen orientiert, hat die Sicherheit, qualitativ hochwertige Kerzen vor sich zu haben“, erklärt DEKRA Experte Albrecht. „Das RAL-Gütezeichen ‚Kerzen‘ steht auch für eine lückenlos nachvollziehbare Lieferkette, da die Hersteller nur ausgewählte, hochwertige und schadstofffreie Rohstoffe verwenden dürfen.“ Albrecht empfiehlt generell Kerzen, die selbstverlöschend konzipiert sind. Diese setzen die Brandgefahr in der Wohnung deutlich herab.

Tipps für mehr Freude und Sicherheit

Auch die Verbraucher und Verbraucherinnen können dazu beitragen, die Belastung der Raumluft durch schädliche Stoffe gering zu halten:

  • Immer wieder den Raum lüften, besonders dort, wo viele Kerzen über längere Zeit brennen und wo Duftkerzen verwendet werden.
  • Hilfreich ist auch Kerzenpflege: das heißt, den Docht zu kürzen, wenn er zu lang wird und die Kerze zu rußen beginnt.
  • Bei flackernden Kerzen hilft es meist, den zu hohen Rand auf 10 bis 15 Millimeter zurückzuschneiden.
  • Ratsam ist auch, die Brennschüssel sauber zu halten.

DEKRA Experte Albrecht hat noch einen Tipp parat: „Wer Freude an Kerzen haben will, sollte außerdem die Herstellerinformationen auf Verpackung oder Etikett beachten und auch umsetzen.“

Kategorien
Tourismus

Ahrtal trifft Bayerischer Wald – Bodenmais und Ahrtal starten innovative Tourismus-Kooperation

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das Ahrtal hat mit Bodenmais, dem führenden Ferienort im Bayerischen Wald, einen neuen Kooperationspartner gefunden. Eine Delegation aus Bodenmais, angeführt von Bürgermeister Michael Adam und Tourismuschef Tobias Wolf, besuchte jetzt das Ahrtal, um eine Zusammenarbeit im Bereich Tourismusentwicklung und Erfahrungsaustausch zu starten. Begrüßt wurden sie von Bürgermeister Guido Orthen, Peter Ropertz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH (ABMG) und von Andreas Lambeck, Geschäftsführer der ABMG.

Während des Treffens wurden Strategien für die Weiterentwicklung touristischer Angebote besprochen. Ein Thema betraf zum Beispiel Wellnesshotels und privates Unternehmertum. „Bodenmais zeigt, wie eine Region mit konsequentem Engagement vieler Akteure zur Vorzeigeregion werden kann“, betonte Peter Ropertz, der kürzlich bereits mit Lambeck vor Ort in Bodenmais war. „Die Entwicklung, die Bodenmais in den vergangenen 20 Jahren vom angestaubten Kurort zum Trendsetter-Ferienort hinter sich gebracht hat, gibt uns Mut, unseren jetzigen Weg intensiv und nachhaltig weiter zu verfolgen. Bodenmais ist ein Beispiel für das „Dranbleiben“ an gesteckten Zielen“, so Ropertz weiter.

Bodenmais verfügt heute über 5.500 Betten, darunter 12 First-Class-Wellnesshotels, und verzeichnet jährlich 800.000 Übernachtungen. Lambeck: „Der Ferienort verbindet als heilklimatischer Kurort Tourismus und Gesundheitsstandort im Rahmen einer Gesamtentwicklung. Beide Bereiche ergänzen sich bestens. Aus diesem gemeinsamen Weg können wir auch im Ahrtal kreativ lernen. Gesundheitstourismus ist das Zukunftsthema.“

Über Lambeck kam auch der Kontakt in den Bayrischen Wald kam zustand. Er war von 2007 bis 2013 Tourismuschef in Bodenmais und hat gemeinsam mit dem Bürgermeister und späteren Landrat Michael Adam die „AktivCard Bayerischer Wald“ mit auf den Weg gebracht. Mit ihr erhalten Gäste freien Eintritt in 130 Freizeiteinrichtungen in der Region.

Die Einführung der AktivCard Bayerischer Wald soll nun als Vorbild für die Weiterentwicklung der AhrtalCard dienen. Bürgermeister Adam zeigte sich beeindruckt: „Ich bin zum ersten Mal im Ahrtal und fasziniert von dieser so ganz anderen Welt des Ahrtals zwischen all den Ballungszentren. Was für eine Chance! Gerade im Bereich Citymanagement und Innenstadtbelebung können wir uns gegenseitig inspirieren.“ Einen kulturellen Austausch kann Adam sich ebenfalls vorstellen, beispielsweise in Form eines Festes in Bodenmais unter dem Titel „Bier trifft Wein“.

Auch Bürgermeister Guido Orthen freut sich auf die Kooperation und einen intensiven Austausch: „Wir können viel voneinander lernen. Nicht nur im Bereich Gesundheitstourismus, sondern auch hinsichtlich der zahlreichen Initiativen im Veranstaltungs- und Ansiedlungsmanagement erhoffen wir uns neue Impulse.“

 

Kategorien
News

„Bestattungs- und Friedhofskultur weiter im Umbruch“ – Letzte Ruhe in Kallmuth

Mechernich – „Die Bestattungskultur ändert sich drastisch und rasant“, konstatiert Silvia Jambor, die unter anderem für das Friedhofswesen zuständige Fachbereichsleiterin der Stadtverwaltung Mechernich: „Der Trend geht weiterhin verstärkt zur Urne und in den Wald.“ Gab es im Jahr 2000 im Stadtgebiet noch 231 Sargbestattungen und 27 Urnenbegräbnisse, so hat sich das Verhältnis gedreht. 2022 gab es 63 Sarg- und 190 Urnenbestattungen.

Das klassische Familiengrab und Reihengräber werden immer seltener mit verstorbenen Angehörigen belegt, Lebende wünschen sich selbst nach ihrem Tod zunehmend Bestattungsformen unter Bäumen, am liebsten direkt im Friedwald, Ruheforst oder Gotteswald. „Auch ringförmig um Bäume gelegte Urnengräber mit Gedenktafeln an die Verstorbenen, über die die Bauhofarbeiter mit dem Rasenmäher fahren können, genießen zunehmend Beachtung“, so Jacky Langhanke, die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin für das Friedhofswesen.

Hauptgrund für die Entwicklung sei die Sorge um die Grabpflege durch die Nachkommen. Selbst wenn die Verstorbenen selbst die Gräber ihrer Ahnen zu Lebzeiten jahrzehntelang gepflegt haben: Den eigenen Nachkommen will kaum jemand zumuten, 30 Jahre Unkraut zu jäten, Blumen zu pflanzen und Kerzen anzuzünden.

Gesellschaftliche Veränderungen

„Die Stadtverwaltung Mechernich kann die Trends im gesellschaftlichen Wandel nicht ignorieren“, so Fachbereichsleiterin Silvia Jambor: „Natürlich entwickeln wir neue Bestattungsformen wie das Urnengrab unter Bäumen.“ Zum Beispiel im ökologischen Friedhofswald auf dem Gelände des Kallmuther Friedhofs. „Dort kann man sich auch anonym bestatten lassen“, so der Kallmuther Ortsbürgermeister Robert Ohlerth, der sich vehement für den Friedhofswald im Dorf eingesetzt hat.

„Das mit der Anonymität ist nicht ganz zutreffend“, so Fachbereichsleiterin Silvia Jambor: „Man kann sein Grab unterm Baum mit einem Namenschild versehen lassen, muss es aber nicht. Was im Ergebnis dazu führt, dass die namenslose Grabstätte für Dritte nicht ohne weiteres auffindbar ist: „Anonym ist das aber nicht, die Friedhofsverwaltung weiß genau, wer wo liegt.“

Robert Ohlert sagte den Medien bei Etablierung des neuen Gemeinschaftsbaumsystems für Familien, Vereine und Freundeskreise auf dem Kallmuther Friedhof, er wolle verhindern, dass Angehörige ihre Verstorbenen weit außerhalb des Dorfes in kommerziellen Friedwäldern bestatten müssten. Ohlerth ist davon überzeugt, dass das Experiment Friedhofswald Anklang in der Bevölkerung findet, auch über Kallmuth und die Pfarrei St. Georg hinaus.

Man kann sich dort wie in den bisherigen Urnengräbern unter Bäumen einzeln, als Paar und mit anderen bestatten lassen. Familien können ganze Bäume für sich in Anspruch nehmen, unter denen bis zu acht Urnen Platz finden. „Theoretisch können sich auch andere Personengruppen zusammentun, um später einmal unter Gemeinschaftsbäumen ihre gemeinsame letzte Ruhe zu finden“, so Jacky Langhanke.

5200 Euro für Familienbaum

Beispielsweise Feuerwehren oder Vereine, so die Fachbereichsleiterin. „Oder auch Freundeskreise und Nachbarschaften“ wie Ortsbürgermeister Robert Ohlerth dem Mechernicher „Bürgerbrief“ sagte. „Man muss diese Mehrfachgrabstellen dann allerdings auch en bloc erwerben, auch wenn sie erst später und nach und nach belegt werden“, so Silvia Jambor. Ein Familienbaum für bis zu acht Urnen kostet 5200 Euro, ein Urnengrab unterm Gemeinschaftsbaum 2000 Euro.

Reihengräber in städtischer Pflege kosten 1800 Euro. Urnenreihengräber unter Bäumen in städtischer Pflege 1900 Euro. Für Wahlgrabstätten müssen 1800 fürs Einzelgrab und 2800 Euro fürs Doppelgrab entrichtet werden. Für eine Sechsergrabstätte verlangt die Kommune 6800 Euro. Der Samstagszuschlag für Beisetzungen am Wochenende beträgt 100 Euro.

Trauer und Trennung werden heute nicht mehr jahrelang durch Gottesdienste, Riten und Bräuche begleitet, so die Erfahrung von Geistlichen und Bestattern im Stadtgebiet, sondern mehr und mehr unter Entsorgungs-Gesichtspunkten.

Bereits länger gibt es Urnenreihengräber und Gräber unter Bäumen in städtischer Pflege. „Allerheiligen bis Ostern ist Grabschmuck erlaubt“, stellt Jacky Langhanke vom Friedhofsamt klar: „Den Sommer über nicht.“ Viele Angehörige müssten das erst noch lernen. „Nach Ostern müssen die Gräber und Grabplatten abgeräumt werden“, so Silvia Jambor.

Aufs Aschefeld für 500 Euro

Es sei aufwändig, wenn die Bauhofmitarbeiter immer wieder vom Aufsitzmäher steigen müssten, um Vasen, Blumenschalen und Leuchten wegzuräumen. An den Urnengräbern unter Bäumen in Kallmuth verwiesen Jacky Langhanke und ihre Chefin Silvia Jambor auf ringförmige gepflasterte Flächen, auf denen Grabschmuck dauerhaft abgestellt werden kann, ohne den Bauhof zu behindern.

„Anonyme“ Bestattungen im Wortsinn sind auf den städtischen Friedhöfen nicht vorgesehen. Selbst das Verstreuen auf dem Aschefeld (Kostenpunkt 500 Euro) wird beim Friedhofsamt registriert, auch die Angehörigen wissen, wo die Asche hingekommen ist.

Bei einem Ortstermin auf dem Kallmuther Friedhof sagte Ortsbürgermeister Robert Ohlerth, dass er sich für möglichst vielfältige Beerdigungsformen einsetze: „In erster Linie für unsere Leute, aber auch für Menschen von außerhalb der Pfarre St. Georg.“ Wer nach der Beerdigung eine Kaffeetafel vor Ort arrangiert haben möchte, kann das  im örtlichen Bürgerhaus „Alte Schule“ haben. Interessenten wenden sich an ihn unter Tel. (0 24 84) 13 31, Handy (0 152) 53 26 12 51.

Kategorien
News

Ersatzpflanzung mit 1.120 klimaresistenten Bäumen

Meckenheim – Auf rund 1,1 Hektar wachsen Steileiche, Winterlinde, Feldahorn und Hainbuche heran – Auf einem Pflanzfeld an der L 261, nahe das Bahnhaltepunktes „Industriepark“, wachsen künftig 1.120 klimaresistente Bäume, darunter Stieleiche, Winterlinde, Feldahorn und Hainbuche. Gemeinsam mit Norbert Schaffrath, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung DKD Deutsche Kinderdirekthilfe, hat sich Bürgermeister Holger Jung ein Bild von der Pflanzaktion gemacht. „Es ist ganze Arbeit geleistet worden. Ich freue mich, dass die Bäume jetzt wachsen und gedeihen können“, sagte Holger Jung, der sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei Norbert Schaffrath für das gute Miteinander bedankte.

Bei der ca. 1,1 ha großen Fläche handelt es sich um eine städtische Ausgleichsfläche, die im Frühjahr 2020 durch die Stiftung DKD Deutsche Kinderdirekthilfe bepflanzt wurde. Im Oktober 2023 hatte ein externes Unternehmen, welches für Forstmulcharbeiten auf der angrenzenden Fläche beauftragt worden war, versehentlich die Jungpflanzen der Aufforstungsfläche gerodet. Es entstand ein Schaden, der von der Versicherung des beauftragten Unternehmens anerkannt und reguliert wurde. Daraus resultierte die Ersatzpflanzung, die jetzt vorgenommen wurde. Diese beinhaltet die Lieferung von 1.120 Bäumen, die Pflanzarbeiten sowie die dazugehörige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege. Es kamen dieselben klimaresistenten Baumarten in die Erde, die bereits zuvor auf der Fläche beheimatet waren.

„Fehler passieren nun Mal“, zeigte sich der Bürgermeister gegenüber dem Verursacher versöhnlich. „Weder für die Stadt, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, noch für die Stiftung ist ein finanzieller Nachteil entstanden“, verdeutlichte Holger Jung. Norbert Schaffrath verwies unter anderem auf das kommende Frühjahr. Dann sei hinsichtlich der Baum-Patenschaften eine Aktion mit Kindern geplant, um dem Nachwuchs die Natur näher zu bringen. Bis dahin werden die 1.120 Bäume weitergewachsen sein.

Kategorien
News

Circularity Scouts – „Kreislaufwirtschaft made in der Region Aachen“

Aachen – IHK Aachen zeichnet Azubi-Ideen zur Kreislaufwirtschaft aus – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen hat mit dem Projekt „Circularity Scouts“ erstmals eigene Ideen von Auszubildenden zum Thema Kreislaufwirtschaft prämiert. Im Rahmen der Veranstaltung „Kreislaufwirtschaft made in der Region Aachen“ wurden die Ideen der Öffentlichkeit präsentiert und prämiert. Schirmfrau des Projekts ist Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Auszubildenden haben in Teams ein konkretes Praxisprojekt zum zirkulären Wirtschaften in ihren jeweiligen Unternehmen entwickelt. Dabei sollten sie alle Phasen des Projektes eigenständig durchlaufen – von der Ideenfindung über die Planung bis hin zur Umsetzung. Dabei geht es um Themen wie Abfallvermeidung, Recycling, Wiederverwertung von Rohstoffen und Ressourceneffizienz. Jedes Team wurde von erfahrenen Mentoren begleitet. Zusätzlich wurde in insgesamt fünf IHK-Workshops theoretisches Wissen vermittelt.

„Eine Produktion von linear auf zirkulär umzustellen ist höchst komplex. Mit dem Projekt ‚Circularity Scouts‘ wollen wir den Unternehmen und deren Auszubildenden das nötige Rüstzeug für diesen Prozess mit auf den Weg geben. Darüber hinaus nehmen die Auszubildenden nicht nur eine wertvolle Lernerfahrung mit, sondern auch die Chance, nachhaltig etwas in ihren Unternehmen zu bewegen“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer.

„Ich freue mich sehr über den Erfolg und das großartige Projekt unserer Auszubildenden. Eine Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft funktioniert nur in kleinen Schritten: Damit diese Transformation auch langfristig gelingt, benötigen die Unternehmen kluge, junge Köpfe“, sagt HR-Expertin Verena Dürrbeck von der Parker Hannifin Manufacturing Germany GmbH & Co. KG.

„Nachhaltigkeit ist mehr als Ökologie, das beweisen unsere ‚Circularity Scouts‘ mit ihrem Projekt. Sie zeigen, dass eine nachhaltigere Versandverpackung auch eine bessere Customer Experience produzieren, Staubbildung in der Logistik vermeiden und sich wirtschaftlich lohnen kann. Um solche Ergebnisse zu erzielen, muss man Probleme erkennen und aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Ich bin stolz, dass sie das gemeistert haben“, lobt Christoph Vormstein, Environmental Officer bei der Babor Beauty Group.

„Durchweg alle eingereichten Projekte zielen mit kreativen Ideen auf eine ressourcenschonende Produktion ab. Ich freue mich, dass dieses neue IHK-Projekt auf eine so gute Resonanz stößt und zahlreiche innovative Ansätze liefert, den ökologischen Fußabdruck in den Unternehmen zu reduzieren. Es zeigt letztendlich auch, dass sich die berufliche Ausbildung in unserer Region auf einem hohen Niveau befindet“, bemerkt Michael F. Bayer.

Die „Circularity Scouts“ haben folgende Platzierungen erzielt und stammen aus den hier aufgeführten Unternehmen: 

  1. Platz:
    Parker Hannifin Manufacturing Germany GmbH & Co. KG
  2. Plätze:
    Babor Beauty Group

SIG Combibloc GmbH

Schoellershammer GmbH

  1. Plätze:
    Neuman & Esser Group

Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH

Roskopf Unternehmensgruppe

barnet europe – W. Barnet GmbH & Co. KG