StädteRegion Aachen – Die gemeinsam agierenden Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen informieren über die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Aktualisierung der STIKO-Empfehlung erlaubt das Gesundheitsministerium den kommunalen Impfstellen, bestimmten Personengruppen schon jetzt eine erneute Auffrischungsimpfung (vierte Impfung) anzubieten.
Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren sowie Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen können deshalb ab sofort auch im Impfzentrum der StädteRegion Aachen eine zweite Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Die vierte Impfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Menschen frühestens drei Monate nach der dritten Impfung erfolgen. Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen soll den zweiten Booster frühestens nach sechs Monaten erhalten.
Weitere Orte in MYK suchen einen Hausarzt. Foto: Kreisverwaltung MYK
Kottenheim/Mayen-Koblenz – Wie Nachtsheim und Plaidt sind nun auch die Gemeinde Kottenheim und die Stadt Weißenthurm auf der Suche nach einem neuen Hausarzt. Nahezu täglich wird der Kottenheimer Altbürgermeister Toni Schüller auf den fehlenden Mediziner im Ort angesprochen. „Früher hatten wir mal zwei Ärzte im Ort. Doch seitdem die letzte Praxis geschlossen wurde, findet man den nächsten Hausarzt erst in Mayen, Mendig oder Ochtendung“, sagt Toni Schüller.
Doch einfach in die nächsten Ortschaften zu fahren, das könnten insbesondere viele ältere Menschen nicht mal so eben, weiß der Altbürgermeister zu berichten. Mit Unterstützung von Landrat Dr. Alexander Saftig setzt sich Schüller deshalb dafür ein, dass Kottenheim wieder einen eigenen Hausarzt bekommt. „Nachtsheim, Plaidt, Weißenthurm und Kottenheim werden nicht die letzten Orte sein, in denen Hausärzte dringend gesucht werden und der Übergang von erfahrenen zu jungen Medizinern gelingen muss“, betont Landrat Dr. Alexander Saftig, für den die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung und der Erhalt eines hohen medizinischen und pflegerischen Niveaus seit jeher ein wichtiges Thema im Landkreis Mayen-Koblenz ist.
Da die Zuständigkeit für die Niederlassung von Ärzten bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz liegt, hat sich Kottenheims Altbürgermeister mit seinem Anliegen direkt an die KV gewandt und ein wichtiges Signal aus Mainz erhalten: Der Bedarfsplan lässt die Eröffnung neuer Arztpraxen im Planungsbereich Mayen, zudem auch Kottenheim gehört, zu, heißt es im Schreiben der KV. Zwar seien derzeit keine Bewerbungen für Kottenheim zu verzeichnen, freie Arztsitze aber sind vorhanden, sodass sich Ärzte niederlassen können. „Das ist ein gutes Zeichen und lässt zumindest hoffen“, sind sich Landrat Dr. Alexander Saftig und Toni Schüller einig.
Um junge Mediziner und angehende Ärzte für die Arbeit im Landkreis Mayen-Koblenz zu begeistern, unterstützt die Kreisverwaltung verschiedene Projekte wie die Verbundweiterbildung, den Herzverbund Rheinland-Pfalz (Herz-App) oder die Gruppenfamulatur und steht immer wieder im Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.
Die Unterstützung der Verbundweiterbildung durch den Landkreis beispielsweise soll sowohl einen Beitrag zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung leisten, als auch einen guten und frühzeitigen Austausch von Ärzten im Krankenhaus sowie Hausärzten und Medizinstudierenden ermöglichen. Konkret unterstützt der Landkreis Mayen-Koblenz seit 2017 den vom Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gegründeten Weiterbildungsverbund und seit 2020 den Weiterbildungsverbund vom St. Nikolaus Stiftshospital Andernach mit Hausärzten der Region.
Jeweils 15.000 Euro wurden 2021 im Haushalt dafür eingestellt, dass die Qualität und Effizienz der allgemeinmedizinischen Weiterbildung gefördert wird, um eine gute und strukturierte Facharztausbildung in der Allgemeinmedizin zu gewährleisten und damit zur Nachwuchssicherung beizutragen.
Aachen – Der Webauftritt geht online am Montag, 14. Februar – passend zum Tag für alle Verliebten. Neuer Webauftritt bündelt alle wichtigen Informationen rund um die kirchliche Hochzeit. Digitaler Chatbot liefert schnell und unkompliziert Antworten und findet den richtigen Ansprechpartner. Broschüre „Ja. Wir trauen uns!“ steht als Download zur Verfügung.
Sie haben Ja gesagt! Doch wie geht es nun weiter? Was ist zu beachten bei einer kirchlichen Trauung? Wie läuft diese überhaupt ab? Wie finde ich eine Kirche? Einen Pfarrer? Und, und, und. Die Liste der Fragen für Brautpaare ist lang. Das Bistum Aachen bietet mit einer Broschüre zu kirchlichen Trauung, einem Webauftritt und einem Chatbot umfassende Informations- und Beratungsmöglichkeiten an.
Unter kirchlich-heiraten.bistum-aachen.de ist alles Wichtige rund um die kirchliche Hochzeit zusammengefasst. Der Webauftritt geht online am Montag, 14. Februar – passend zum Tag für alle Verliebten.
Valentin – so heißt denn auch der digitale Chatbot, der die Besucher der Homepage empfängt. Er beantwortet viele Fragen, die sich stellen, ganz automatisch. „Mit unserem Chatbot schaffen wir die Möglichkeit, dass sich interessierte Paare ganz einfach und schnell informieren können. Natürlich vermittelt Valentin auch an ‚richtige‘ Ansprechpartner wie etwa Pfarrer oder hilft bei der Terminfindung“, sagt Christoph Lohschelder, Leiter der Innovationsplattform des Bistums Aachen. Gemeinsam mit dem Fachbereich Familienarbeit im Bistum Aachen hat die Innovationsplattform den Chatbot auf den Weg gebracht.
„Viele Paare wollen vor Gott den Bund fürs Leben schließen. Mit unserer Broschüre und der neuen Website samt Chatbot wollen wir zeigen, welche Bedeutung das Sakrament der Ehe auch in der heutigen Zeit haben kann“, betont Diana Emmelheinz, Fachbereich Familienarbeit im Bistum Aachen.
Neben Homepage und Chatbot umfasst die Broschüre „Ja. Wir trauen uns!“ auf fast 60 Seiten auch ganz praktische Dinge wie eine Checkliste für die Hochzeitsvorbereitungen, Vorschläge für Trausprüche und Fürbitten und den Ablauf eines Hochzeitsgottesdienstes inklusive Liedvorschlägen. „Durch die Corona-Pandemie konnten natürlich in den vergangenen Monaten Hochzeiten wenn überhaupt nur eingeschränkt gefeiert werden. Wir hoffen, für die Brautpaare, die in den nächsten Monaten heiraten wollen, dass sich die Lage sichtlich entspannt. Ihnen allen wünschen wir viel Glück für die gemeinsame Zeit, hilfreiche Tipps dank Valentin und Broschüre. Wir können nur sagen: Trauen Sie sich!“, so Diana Emmelheinz.
Das sind die #FriseureInNot:
In Deutschland gibt es etwa 80.000 Friseursalons mit ca. 240.000 Beschäftigten. Große Zahlen hinter denen unzählige reale Existenzen stehen. Die #FriseureInNot haben sich entschlossen, den Zahlen auch vor Gericht ein Gesicht zu geben. Grafik/Foto: Friseure in Not
Prüm/Region – Klage gegen die 2G-Regelung in Friseur-Salons. Sie betreiben einen Friseursalon in Wiesbaden? Herzlichen Glückwunsch! Für Ihren Betrieb gilt 3G. Sie besitzen einen Friseursalon in der Landeshauptstadt Mainz nebenan? Tut uns leid, für Ihren Laden gilt 2G. „12 km Luftlinie entscheiden über die berufliche Existenz. Das treibt die Ungleichbehandlung auf die Spitze“, ärgert sich Guido Wirtz, Friseurunternehmer aus Rheinland-Pfalz. Denn natürlich fahren Kunden einfach von Mainz nach Wiesbaden, von Ludwigshafen nach Mannheim oder von Remagen nach Bonn, wo die Beschränkungen lockerer sind. „Das ist Wettbewerbsverzerrung. Der Flickenteppich an Regelungen macht unsere Unternehmen kaputt.“
Guido Wirtz reichte kurzerhand einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Mainz ein. „Wir wollen gerichtlich überprüfen lassen, ob die 2G-Regelung für die Inanspruchnahme von Friseurdienstleistungen rechtlich einwandfrei ist.“ Foto: Guido Wirtz
Guido Wirtz will sich das nicht länger angucken. Er reichte kurzerhand einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Mainz ein. „Wir wollen gerichtlich überprüfen lassen, ob die 2G-Regelung für die Inanspruchnahme von Friseurdienstleistungen rechtlich einwandfrei ist.“ Denn Wirtz ist nicht nur Friseurunternehmer. Als Vorsitzender Landesinnungsmeister repräsentiert er seine Berufskollegen im ganzen Bundesland. „Mir und meinen Kollegen ist zwischen 2019 und 2021 ein großer Umsatzausfall entstanden. Die Kunden, die wegen der Regelungen nicht mehr zu uns in den Salon kommen, haben andere Wege gefunden. Haare wachsen immer. Aber die Dienstleistung findet jetzt eben im Nachbarland statt oder – noch viel schlimmer – in der Schwarzarbeit Zuhause.“ Grund dafür sei unter anderem auch, dass viele Mitarbeiter in Kurzarbeit sind. „Die haben schlichtweg die Zeit dazu.“
Noah Wild, Geschäftsführer der Wild Beauty GmbH, unterstützt die Klage finanziell und organisatorisch. Für ihn ist die Sache klar: „Die Tragweite des Grundrechtseingriffs ist nicht mehr zu argumentieren. Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat gestern beschlossen, dass der Einzelhandel ab Mitte Februar mit 3G öffnen darf. Friseure wiederum erst ab Anfang März.“ Das sei schlichtweg eine Ungleichbehandlung. „Denn wieso soll in einem Monat etwas sicherer sein, wo wir bereits heute schon wissen, dass es an anderer Stelle sicher ist?“
Auch Lisa Luh besitzt einen Friseursalon in Rheinland-Pfalz. Sie und ihre Mitarbeiterinnen haben im vergangenen Jahr extra Sachkundeschulungen besucht, um ihre Kunden ordnungsgemäß bei einem Selbsttest zu beaufsichtigen. „Damit es für uns und die Kunden sicher ist.“ Kurze Zeit später kam dann 2G. „Das war ein Schock. Plötzlich mussten wir Stammkunden an der Tür abweisen.“ Dabei gefährde 3G doch die Sicherheit nicht, vielmehr trage das Testen zur Sicherheit bei. „Menschen, die den Impfstatus nicht erfüllen wollen oder können, finden andere Wege. Sie lassen sich schwarz die Haare schneiden.“
Wie geht es jetzt weiter? Das Eilverfahren dauert in der Regel drei bis vier Wochen. So lange heißt es für Guido Wirtz und seine Kollegen erstmal abwarten. Sollte das Gericht dann die Regelung außer Vollzug setzen, stünden die Salons wieder „für alle“ offen.
Das sind die #FriseureInNot:
In Deutschland gibt es etwa 80.000 Friseursalons mit ca. 240.000 Beschäftigten. Große Zahlen hinter denen unzählige reale Existenzen stehen. Die #FriseureInNot haben sich entschlossen, den Zahlen auch vor Gericht ein Gesicht zu geben.
Gemeinsam mit der Wild Beauty GmbH kämpfen sie für ihre Branche. Ihren bislang größten Erfolg erzielte die Initiative im Februar 2021: Durch bundesweite Klagen konnte maßgeblich dazu beigetragen werden, dass deutschlandweit Friseursalons vom Lockdown ausgenommen wurden.
Kreisbeigeordnete Christina Steinhausen übergab den Maßnahmenplan für den gesamten Kreis gestern, 11. Februar 2022, an Staatssekretärin Nicole Steingaß, Beauftragte für den Wiederaufbau des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: Bernhard Risse / Kreisverwaltung Ahrweiler
Ahrweiler – Maßnahmenplan an Staatssekretärin Steingaß übergeben. Neben den wirtschaftlichen Schäden von Privatpersonen und Gewerbetreibenden, haben auch die durch die verheerende Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffenen Kommunen und der Landkreis Ahrweiler Schäden in Milliardenhöhe zu verzeichnen. Im sogenannten „Maßnahmenplan“ sind alle zum jetzigen Zeitpunkt vorhersehbaren Wiederaufbauprojekte des Kreises, der Städte und Gemeinden sowie der öffentlichen Ver- und Entsorger gebündelt. Dies ist Voraussetzung, um die von Bund und Ländern bereitgestellten Aufbauhilfen zu erhalten. Kreisbeigeordnete Christina Steinhausen übergab den Maßnahmenplan für den gesamten Kreis gestern, 11. Februar 2022, an Staatssekretärin Nicole Steingaß, Beauftragte für den Wiederaufbau des Landes Rheinland-Pfalz.
„Den Maßnahmenplan mit seiner Fülle an Projekten in dieser kurzen Zeit so sorgfältig zu erstellen war reinste Fleißarbeit. Daher gilt mein ausdrücklicher Dank den beteiligten Kommunen und Zweckverbänden sowie dem Team des Aufbaustabs der Kreisverwaltung bestehend aus Michael Schäfer, Wilhelm Schulz, Anne Weller und Jennifer Menzel für die geleistete Arbeit“, so Steinhausen.
„Ich danke dem Kreis Ahrweiler und allen anderen Kreisen und Kommunen, die von der Flut betroffen waren, für die Arbeit, die in die Maßnahmenpläne investiert wurde. Die Pläne bilden eine wichtige Grundlage, auf der die Kreise und Gemeinden ihre Anträge auf Gelder aus den umfangreichen Aufbauhilfen von Bund und Ländern stellen können. Der Landesregierung war es dabei wichtig, für die notwendige Flexibilität zu sorgen. So können Anträge auch schon vor Feststellung der Maßnahmenpläne eingereicht werden und es können auch einzelne Maßnahmen nachgemeldet werden. Die Förderung für den Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten, Gemeindehäuser und Straßen beträgt dabei 100 Prozent. Die Kommunen und das Land bewältigen diese Aufgabe Hand in Hand“, sagte die Wiederaufbaubeauftragte, Staatssekretärin Nicole Steingaß.
Seit Oktober vergangenen Jahres haben die betroffenen Gemeinden eine Übersicht über die notwendigen Maßnahmen des Wiederaufbaus für ihr Gebiet erstellt. Insbesondere in den stark geschädigten Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr sowie den Städten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig stellte dies eine enorme Herausforderung dar. Die gemeindlichen Maßnahmenpläne wurden von den jeweiligen Verbandsgemeinde- und Stadträten beschlossen. Auch der Kreis hat für die Maßnahmen in seiner Zuständigkeit einen Maßnahmenplan erstellt, der durch den Kreis- und Umweltausschuss des Landkreises Ahrweiler beschlossen wurde.
Die einzelnen Maßnahmenpläne wurden bei der Kreisverwaltung gesammelt, auf Plausibilität und Schlüssigkeit der Wiederaufbaumaßnahmen geprüft und zu einem Maßnahmenplan für den Landkreis Ahrweiler zusammengeführt. Insgesamt umfasst dieser mehr als 2600 Maßnahmen mit einem Volumen von fast vier Milliarden Euro.
In einem nächsten Schritt wird das Ministerium des Innern und für Sport (MdI) den eingereichten Plan prüfen. Die Gemeinden und der Kreis können auf dieser Basis dann Förderanträge für die einzelnen Maßnahmen stellen, um Fördermittel aus dem Wiederaufbaufonds zu erhalten. Ergänzungen um weitere notwendige Maßnahmen können durch die Kommunen und den Kreis jederzeit erfolgen.
Professor Dr. Ingo Froböse (r.) von der Sporthochschule Köln und sein Forschungspartner Franz-Peter Schäfer bei der Besichtigung der von der Flut schwer in Mitleidenschaft gezogenen Bad Münstereifeler Innenstadt, hier vor dem Orchheimer Tor. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Bad Münstereifel – Professor Dr. Ingo Froböse, Sporthochschule Köln, besucht die „Sportwelt Schäfer“ und Bad Münstereifel und bietet Bürgermeisterin Sabine Preiser Marian und seinem neuen „Forschungspartner“ Franz-Peter Schäfer Unterstützung an: „Sport ist mehr als Sport treiben, das müssen die Leute begreifen“ – Stattdessen produziere die Gesellschaft „bewegungsmüde Kinder und die Kranken von morgen“.
In der zerstörten Sporthalle des erzbischöflichen St.-Angela-Gymnasiums (v.r.): Professor Dr. Ingo Froböse, Sportlehrerin Britta Greven, Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Sportlehrer Michael Chavet, Sportwelt-Mitarbeiter Tim Schäfer und Professor Froböses Institutskoordinator und Wissenschaftlicher Mitarbeiter Lukas Leibfried. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
„Sagen Sie, was ich tun kann, wir helfen“, sagte Professor Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln nach einem Besuch der Sportwelt Schäfer und der von der Flut 2021 schwer gezeichneten Stadt Bad Münstereifel zu Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Sportwelt-Chef Franz-Peter Schäfer.
Der Experte für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation war in die Kurstadt gekommen, um die Sportwelt Schäfer mit Gesundheitsstudios in Münstereifel und Kommern per Zertifikat zum „Forschungspartner“ des Instituts für Training und Prävention zu machen. Nur 45 Einrichtungen bundesweit gehören zum erlauchten Kreis der Forschungspartner dieses Instituts, die sich den Slogan „Gesundheit durch Training“ zur Devise machen.
Andererseits war Ingo Froböse aber auch an die Erft gekommen, um sich die immensen Flutschäden anzusehen, die der Fluss bei der Überschwemmung vom 14. auf den 15. Juli vergangenen Jahres in der mittelalterlichen Stadt angerichtet hatte. Er selbst kenne die Situation an der Ahr ziemlich genau, wo er Aufsichtsrat einer ebenfalls von der Überschwemmung schwer in Mitleidenschaft gezogenen Klinik ist.
Verdoppelung der Krankheitskosten
Auch in Bad Münstereifel kennt sich der Universitätslehrer an der Sporthochschule Köln gut aus, wie er im vertrauten Gespräch mit Franz-Peter Schäfer und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian zu erkennen gab. In der Sportwelt Schäfer machte sich der Vertreter der „weltweit größten Sportuniversität“, wie er beiläufig bemerkte, ein Bild von den jahrzehntelangen Bemühungen Franz-Peter Schäfers, Sport, Ernährung, Ruhe und Gesundheit zu einem ganzheitlichen Programm für die Menschen aus Eifel und Voreifel zu formen und publik zu machen.
Und zwar im Verbund von drei wesentlichen Multiplikatoren, wie der gelernte Diplom-Ingenieur und Sportmanager Schäfer zu wiederholen nicht müde wird: „Schulsport, Vereinssport und kommerzielle Trainings-und Gesundheitsanbieter wie wir müssen miteinander und untereinander ergänzend arbeiten.“ Der Professor gab Schäfer Recht: „Das müssen die Leute erst mal begreifen, dass Sport mehr ist als Sport treiben…“
Es gehe um Wertevermittlung, Gesundheitsvorsorge und Prävention: „Die Gesellschaft braucht fitte und gesunde Menschen, stattdessen produzieren wir in der modernen Gesellschaft die Kranken von morgen!“ Für 2030 sagte Froböse in der Sportwelt eine Verdoppelung der Gesundheitskosten in Deutschland voraus. Schon heute stürben täglich 400 Diabetiker an ihrer Krankheit…
Kinder machten noch 2000 bis 3000 Schritte am Tag, in digitalen Medien fänden sie offenbar das, was sie früher beim Spiel auf der Straße und im Sportverein gesucht und gefunden hätten, so Froböse: „Überschaubare und verlässliche Angebote.“ Sport sei an den Schulen zum Nebenfach verkommen, das bei Unterrichtsausfall als erstes abgesetzt werde, beklagte Franz-Peter Schäfer.
Seit Oktober 2021 – nach den Herbstferien – finde Schulsport der Realschule Bad Münstereifel und des erzbischöflichen Sankt-Angela-Gymnasiums in seiner Sportwelt im Goldenen Tal statt – bislang kostenfrei für die Schulen. Schäfer: „Wir liefern damit einen Beitrag, dass Schulsport in Bad Münstereifel stattfinden kann und liefern die dazugehörenden Taten. Wir unterstützen aktiv! Wie dies in den nächsten Monaten weitergeht, darüber muss nun geredet werden.“
Respekt, Toleranz, Sieg und Niederlage
„Das Thema Schulsport hat sich durch die Flut noch verschärft“, so Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian: „Unsere Sportstätten im Tal sind zerstört – wir fahren unsere Kinder bis zu 20 Kilometer weit, damit sie überhaupt Sportunterricht bekommen können.“ Bei einer Besichtigung der von der Flut zerstörten Sporthalle des St. Angela-Gymnasiums führten die Sportlehrer Britta Greven und Michael Chavet dem Sport- und Gesundheitsprofessor das ganze Ausmaß der Zerstörung vor Augen.
„Sport dient der Persönlichkeitsbildung und Wertevermittlung“, darin waren sich Professor, Sportwelt-Chef und Bürgermeisterin beim Pressetermin anlässlich von Froböses Münstereifel-Besuch einig. „Im Mannschaftssport lernt man alles, was man fürs Leben braucht“, so der ambitionierte Ex-Fußballer Franz-Peter Schäfer: „Respekt, Toleranz, Siege, Niederlagen, sich für sich selbst und für andere einzusetzen.“ Manchmal genüge ein Paradigmenwechsel oder das Auftauchen eines neuen Trainers oder Vorbilds, wie zurzeit beim 1. FC Köln, um alles zu ändern.
Sabine Preiser-Marian dankte dem Professor für die „Wertschätzung, die Sie Bad Münstereifel und seinen Menschen durch Ihren Besuch erweisen“. Viele hätten durch Corona und Flut „ihren Wertekodex verloren, besonders die jungen Leute“. Da bedürfe es starker Motivation, um die Menschen aus der Lethargie zu reißen. „Sagen Sie, was ich tun kann, und wir helfen“, versicherte der Professor der Sporthochschule Köln der Verwaltungschefin.
„Unterstützen Sie Franz-Peter Schäfer, der hier seit Jahren bittet und vermittelt, die Menschen sollten Sport treiben und richtig essen und leben lernen, um gesund zu bleiben“, so Preiser-Marian: „Manchmal bis zur Grenze der Frustration…“ Die Verwaltungschefin der Schulstadt dankte der Sporthochschule für ihre Präsenz in Münstereifel durch die Sportwelt als „Forschungspartner“.
Professor Ingo Froböse lobte die Einrichtungen der Sportwelt Schäfer, insbesondere Diagnostik und Beratung, oft sagte er beim Rundgang „sehr gut“ und „vorbildlich“ und zeigte sich auch angesichts des hohen Anteils von Akademikern unter den Trainern stark beeindruckt: „Das ist leider nicht typisch für die Branche!“
Das engagiert Team aus Politik, Verwaltung und der Initiative „Bürgerrat für Aachen“. Foto: Stadt Aachen
Aachen – In einer Pressekonferenz stellten Mathias Dopatka, Vorsitzender des Bürgerforums, Gereon Hermens und Frank Sukkau von der Initiative „Bürgerrat für Aachen“, Dana Duikers, Fachbereichsleiterin Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung, sowie Vertreter*innen der Ratsfraktionen gestern, 11. Februar, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Bürgerrat“ und die nächsten Schritte hin zu einer besonderen Art der Zusammenarbeit von Bewohner*innen, Politik und Verwaltung vor.
Bürgerrat berät besondere Themen von gesamtstädtischer Bedeutung
Das Aachener Konzept sieht vier Einheiten vor: Das in der Kommunalverwaltung eingerichtete „Bürgersekretariat“ bildet die Geschäftsstelle, die den Prozess organisiert und Verwaltungsaufgaben übernimmt. Der „Bürgerausschuss“ nimmt die Themen-, Expert*innen und Moderator*innenauswahl vor, bestimmt Inhalte, Setting und Budget und berät den „Bürgerrat“. Der eigentliche „Bürgerrat“ ist ein für die Beratung eines bestimmten kommunalpolitischen Themas temporär eingerichtetes Gremium, welches aus per Zufallsstichprobe und Losverfahren ausgewählten Einwohner*innen Aachens besteht und in Bürgerversammlungen besondere Themen von gesamtstädtischer Bedeutung berät.
Durch die vorgeschaltete Aufbereitung der Themen durch unabhängige Expert*innen und durch eine externe Moderation soll eine größtmögliche Transparenz des Verfahrens sichergestellt werden. Ergebnis der Beratung des „Bürgerrates“ ist das „Bürgergutachten“. Es liegt dem Rat abschließend als Empfehlung zur Entscheidung vor.
Meilenstein auf dem Weg zu einer innovativen Stadt des Bürger*innendialogs
Mathias Dopatka erklärte als Vorsitzender des Bürgerforums: „Wir alle freuen uns sehr, dass der Bürgerrat nun auf den Weg gebracht wird. Wir erleben tagtäglich, wie wichtig ein funktionierender Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Gesellschaft ist. Der Bürgerrat wird auch komplexe Themen breit und tief diskutieren und bringt so ganz neue Perspektiven in die Diskussion ein. Mehr Beteiligung ist ein Gewinn für uns alle.“
Gereon Hermens und Frank Sukkau von der Initiative „Bürgerrat für Aachen“ waren sich mit den übrigen Teilnehmenden der Arbeitsgruppe einig, dass die Entwicklung des Konzeptes in einer höchst konstruktiven Atmosphäre verlaufen und es ganz wichtig sei, den Auswahlprozess für die künftige Gruppe des Bürger*innenrates so zu gestalten, dass alle Bewohner*innen von Aachen sich vertreten fühlen. Grundlage des Losverfahrens soll sein, dass aus allen Sozialräumen der Stadt jeweils vier Personen im Gremium vertreten sind.
Dana Duikers, Fachbereichsleiterin Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung: „Die Gründung eines Bürgerrates ist ein Glücksfall für Aachen, weil wir so die Sichtweise von Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen auf die großen Themen unserer Stadt erfahren, ihnen Zeit und Raum geben, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und die Ergebnisse unmittelbar in die Weiterentwicklung unserer Stadt eingebracht werden.“ Die Stadt Aachen habe sich auf den Weg gemacht, eine innovative Stadt des Bürgerdialogs zu werden. Die Einrichtung eines Bürgerrates sei dabei ein wichtiger Meilenstein.
Auch die Vertreter*innen der Politik lobten die gute und immer lösungsorientierte Zusammenarbeit, aus der sich eine Vorbildfunktion für andere Städte ergeben könne.
Neuer Name gesucht
Mit dem Namen „Bürgerrat“ ist die Arbeitsgruppe allerdings nicht zufrieden. Die Begriffe Rat und Ausschuss vermitteln den Eindruck, es würde sich um kommunalverfassungsrechtliche Organe handeln. Der Begriff „Bürger“ schließt zudem verschiedene Einwohner*innengruppen aus. Vorschläge für einen passenderen Ausdruck werden gerne entgegengenommen unter der Mailadresse buergerforum@mail.aachen.de.
Der Ratsausschuss Bürgerforum hatte im Mai 2021 eine Arbeitsgruppe aus Fraktionen, der Initiative „Bürgerrat für Aachen“ und der Verwaltung damit beauftragt, gemeinsam ein Aachener Modell des Bürger*innenrates weiter auszuarbeiten. Im nächsten Schritt wird das Konzept nun am 22. Februar im Bürgerforum vorgestellt und anschließend in Hauptausschuss und Rat beraten. Starten könnte das Projekt im Frühjahr 2023. In einer Pilotphase sollen die ersten beiden Bürger*innenräte dann durch eine wissenschaftliche Begleitung evaluiert und angepasst werden.
Erstmals im neuen Format – digital – und in neuer Besetzung stellten Landrat Andreas Kruppert, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstandes, und Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger das vergangene Geschäftsjahr der Sparkasse vor. Foto: KSK Bitburg-Prüm
Bitburg – Eine verlässliche und starke Partnerin vor Ort.
Erstmals im neuen Format – digital – und in neuer Besetzung stellten Landrat Andreas Kruppert, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstandes, und Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger das vergangene Geschäftsjahr der Sparkasse vor nachdem Ingolf Bermes zum Jahresende nach 20-jähriger Vorstandsverantwortung in den Ruhestand getreten ist.
Grafik/Foto: KSK Bitburg-Prüm
Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm konnte im vergangenen Jahr erneut an die erfolgreiche Entwicklung aus den Vorjahren anknüpfen. Sie hat sich auch in einem von besonderen Herausforderungen gekennzeichneten Geschäftsjahr 2021 als stabil und zukunftsorientiert erwiesen. Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen, die seit Jahren anhaltende Nullzinsphase, die sich beschleunigende Digitalisierung und vielfältige regulatorische Anforderungen prägten das vergangene Jahr.
Besonders gefordert war die Kreissparkasse Bitburg-Prüm zudem infolge der heftigen Unwetter im Juli 2021. „Diese haben auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm zu erheblichen materiellen Schäden und großem persönlichen Leid der betroffenen Menschen geführt. In allen Ortschaften, die an den Eifelflüssen Prüm, Nims, Kyll, Sauer und Enz liegen, wurden Häuser unterspült, Keller sind vollgelaufen, ganze Straßenabschnitte und Brücken wurden zerstört, Autos und Wohnmobile von den Wassermassen mitgerissen“, so Landrat Andreas Kruppert. „Einziger Lichtblick in dieser schwierigen Zeit: Gerade in Krisenzeiten halten die Menschen im Eifelkreis Bitburg-Prüm zusammen. Das macht uns aus und darauf bin ich als Landrat besonders stolz.
Viele Menschen haben weit über das zu erwartende Maß und auch oft über die persönliche Belastungsgrenze hinaus, mit vollem Einsatz Hilfe geleistet. Die Hilfsbereitschaft und der gesellschaftliche Zusammenhalt – auch überregional – waren enorm.“
Um den Betroffenen schnelle und unbürokratische Hilfe zu eröffnen, haben die Kreissparkasse Bitburg-Prüm und die Sparkassen-Finanzgruppe die gemeinsame Initiative des Eifelkreises und des DRK Kreisverbandes Bitburg-Prüm mit einer Spende von 500.000 Euro unterstützt. „Es tut gut, mit der Kreissparkasse einen verlässlichen Partner, der erfolgreich und vorausschauend agiert und sich dort engagiert, wo es Not tut, im Eifelkreis zu haben“, betont Kruppert.
Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm hat sich auch in 2021 in ihrem Marktumfeld gut behauptet und in allen Kerngeschäftsfeldern eine positive Entwicklung verzeichnet. Die Bilanzsumme der Sparkasse erreichte mit einem Wachstum von 6 % zum 31.12.2021 nahezu die 1,6-Mrd-Marke und betrug insgesamt 1.594 Mio. Euro. „Dieses Wachstum hat seinen Ursprung auf beiden Seiten der Sparkassen-bilanz: sowohl im Bereich der Kundenkredite als auch bei den Kundeneinlagen konnten wir starke Zuwachsraten verzeichnen“, so Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstandes. Einer gestiegenen Kre-ditnachfrage bei Privaten und Unternehmen stand eine pandemiebedingte, spürbare Konsumzurückhaltung der Privatkunden gegenüber. Insgesamt wuchsen die Einlagen 2021 um 75 Mio. Euro oder 6 Prozent. Die Kunden im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben der Sparkasse insgesamt 1,286 Mrd. Euro an Kundeneinlagen anvertraut. „Dies ist ein deutlicher Vertrauensbeweis unserer Kunden, auch wenn uns das als Sparkasse betriebswirtschaftlich eher belastet. Es belastet aber nicht nur uns als Spar-kasse, vielmehr verlieren auch unsere Kunden mit dem Parken Ihrer Gelder auf Spar-, Tagesgeld oder Girokonten real Geld. Deshalb ist es uns wichtig, Alternativen zum klassischen Einlagengeschäft zu beraten. In Zeiten negativer Zinsen in Kombination mit einer aktuell recht hohen Inflationsrate von zuletzt 4,9 % werden Altersvorsorge und Vermögenserhalt eine immer größere Herausforderung“, erläutert Nickels.
Wertpapiere erleben starken Aufschwung
Das Börsenjahr 2021 belohnte Anleger erneut für ihre Investition in Wertpapiere, um der Realzinsfalle zu entgehen. So erreichte der deutsche Aktienindex DAX binnen Jahresfrist eine Performance von knapp 16 %. Dabei sorgten steigende Rohstoffpreise und Lieferengpässe in den globalen Lieferketten zwar temporär für Schwankungen, drehten jedoch nicht den positiven Trend. „Das Interesse an nachhaltig ausgerichteten Geldanlagen nahm im Jahr 2021 erkennbar zu. Leistung, Wissen und Kreativität sind unser Antrieb. Das zeigt sich auch zu neuen Themen wie Nachhaltigkeit oder bei der Komplexität von sich verändernden Beratungsthemen. Somit haben unsere Kundenberaterinnen und –berater ihre Kompetenzen in Spezialseminaren umfassend erweitert. Eine gut strukturierte Geldanlage ist weiterhin von großer Wichtigkeit. Besonders in diesen Zeiten. Erträge oberhalb der stark gestiegenen Inflationsrate sind nur mithilfe einer sinnvollen und bedarfsgerechten Beimischung von Aktien, Fonds und anderen Wertpapieren möglich – unter dem Einfluss von immer mehr Aspekten des Nachhaltigkeitsgedankens“, so Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger, „das Wertpapiergeschäft wächst mehr und mehr auch bei den jungen Leuten überdimensional und zählt mittlerweile zum festen Bestandteil des Vermögensaufbaus.“ Die Umsätze im Kundenwertpapiergeschäft stiegen vor diesem Hintergrund auf 146 Mio. Euro an, der Nettoabsatz von Wertpapieren erreichte 30 Mio. Euro. Insgesamt belief sich das Kundenwertpapiervolumen am Jahresende auf etwa 285 Mio. Euro.
Auf Wachstumskurs – auch im Kreditgeschäft
Die Erholung der heimischen Wirtschaft und Nachholeffekte aus dem ersten Pandemiejahr 2020 ließen das Kreditvolumen in der Bilanz der Sparkasse kräftig steigen. Während der Krise ist das Vertrauen der Kunden in ihre Sparkasse vor Ort noch größer geworden. Unzählige persönliche Gespräche wurden geführt und individuelle Lösungen gefunden. Die Bestnote von über 90% bei einer landesweiten Kundenzufriedenheitsumfrage im Firmenkundengeschäft bestätigt die besondere Kompetenz der Kreissparkasse. Sie ist die Basis für den Zuwachs des Gesamtkreditvolumens um 6,7 % (+ 74 Mio. Euro) auf 1.180 Mio. Euro und Neukreditbewilligungen in Höhe von 300 Mio. Euro bei. Hinsichtlich der Verteilung der Darlehenszusagen im Jahr 2021 entfallen auf Privatkunden 181 Mio. Euro und auf gewerbliche Kunden neue Darlehen in Höhe von 103 Mio. Euro. In der Höhe der Ausleihungen an Unternehmer und Selbstständige spiegelte sich die wachsende Zuversicht auf eine wirt-schaftliche Erholung und die daraus resultierende Investitionsbereitschaft der heimischen Wirtschaft wider.
Das Zuhause rückt in den Fokus
„Hoch im Kurs stand bei den Menschen das Wohneigentum. Sei es für private Zwecke als Mittelpunkt des eigenen Privatlebens, oder zur Vermietung und Kapitalanlage – die Nachfrage ist nach wie vor ungebremst“, so Mark Kaffenberger, „und niemand bringt in Deutschland mehr Menschen in die eigenen vier Wände als die Sparkassen. Trotz gestiegener Baukosten konnten sich viele Menschen im Eifelkreis Bitburg-Prüm den Traum vom Eigenheim erfüllen, sodass die Bau- und Immobilienfinanzierung weiter einen großen Stellenwert eingenommen hat.“
Insgesamt konnte die Sparkasse in 2021 Kreditmittel in Höhe von 150 Mio. Euro zur Finanzierung des Wohnungsbaus zur Verfügung stellen. Wesentlicher Baustein für eine künftige Baufinanzierung ist und bleibt das Bausparen. So schlossen die Kunden der Sparkasse im Jahr 2021 neue Bausparverträge mit einem Volumen von mehr als 52 Mio. Euro ab.
„Wir alle wissen, dass sich die Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden mit großer Geschwindigkeit weiterentwickeln. Firmenkunde, Immobilienkunde, Institutionelle und Privatkunde – sie erwarten mehr denn je, und zurecht, hervorragende Beratung und vor allem individuelle Betreuung, vor Ort und digital. Beides geht Hand in Hand und hat Erfolg“, betont Kaffenberger, „dies werden wir weiter nach vorne bringen.“
So wird sich die Kreissparkasse Bitburg-Prüm künftig verstärkt dem Themenfeld „Immobilien und Beteiligungen“ widmen. Rainer Nickels erläutert: „Wir haben eine eigene Immobiliengesellschaft der Kreissparkasse Bitburg-Prüm“ gegründet, die sich mit allen Themen rund um die Immobilie beschäftigen wird. Dazu gehört dann beispielsweise auch, dass wir Kommunen oder Privatpersonen bei Er-schließungsmaßnahmen begleiten.“
Banking und Payment – modern und innovativ
Die Zahl der Kunden, die über das Internet mittels PC, Tablet oder Smartphone auf ihr Konto zugreifen oder sich telefonisch beraten lassen, ist erneut deutlich gewachsen. Immer mehr Kunden nutzen für einfache Bankdienstleistungen wie Überweisungen oder Daueraufträge das Online Banking ihrer Sparkasse. So können sie ihre Geldgeschäfte kontaktlos und flexibel erledigen.
Seitens des Einzelhandels stehen kontaktlose Zahlsysteme stark im Fokus. Das gab im vergangenen Jahr dem Bezahlen mit der SparkassenCard, dem Handy oder auch der AppleWatch enormen Auf-trieb. „Allein die Anzahl der Girocard Transaktionen hat sich um fast 50 % erhöht. Auch die Nutzung von Apple Pay hat sich besonders erfolgreich entwickelt“, so Mark Kaffenberger. Mit der Sparkassen-Card und Apple Pay zahlen die Nutzer kontaktlos und mobil an hunderttausenden Terminals in Ge-schäften in Deutschland – ein Trend, der besonders während der Corona-Pandemie immer weiter vorangeschritten ist:
Viele Wege – eine Sparkasse
Durch innovative Lösungen und Services kann die Sparkasse die Wünsche ihrer Kunden optimal erfüllen und sie nachhaltig binden. So bleibt sie ein Lebensbegleiter ihrer Kunden – auch digital und rückt noch näher an ihre Kunden. Mark Kaffenberger: “Ich denke, mit unseren innovativen Lösungen tragen wir dazu bei, den Menschen das Leben einfacher zu gestalten. Digitalisierung ist das, was wir daraus machen. Daran werden wir kontinuierlich weiterarbeiten.“ Und Rainer Nickels ergänzt: „Hier gilt es weiter zu investieren – in einen weiteren Ausbau unserer Online-Banking-Leistungen und vor allem in unsere Sparkassen-App. Wir sind stolz darauf, dass unsere App erneut von Stiftung Warentest als Beste Mobile-Banking-App ausgezeichnet wurde.“
Die Verbindung aus komfortablem digitalem Service und persönlicher Beratung vor Ort zeigt wie gut das Zusammenspiel von Mensch und Technik funktionieren kann. Beides geht Hand in Hand. „Digi-talisierung und Nähe zum Kunden sind für uns kein Widerspruch – im Gegenteil es ist eine sinnvolle Ergänzung“, betont Rainer Nickels, „wir überlassen unseren Kunden die Entscheidung: Wie wollen sie zu uns kommen? Persönlich, online, via Smartphone oder per Telefon? Es gibt entscheidende Ereignisse im Leben von Menschen: Geburt, Ausbildung, Familiengründung, Hausbau, Altersvorsorge, Nachlassbestimmung: Da brauchen und wollen unsere Kunden eine persönliche Beratung. Dies ist auch bei den jüngeren Generationen nicht anders. Wenn es wirklich anspruchsvoll wird, merkt man: Ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort ist wichtig! Denn dann kommt es auf menschliche Beziehungen an, dann kommt es auf Vertrauen an – und Vertrauen lässt sich nicht digitalisieren.“
Gutes Bankgeschäft besteht aus Beziehungen zu Menschen. Es ist wichtig, alle Menschen im Eifel-kreis mit attraktiven Bankleistungen zu versorgen. So ist auch die Modernisierung der Filiale in Irrel mit einem Investitionsvolumen von über 1 Mio. Euro und der Neuaufbau der hochwassergeschädigten Filiale in Neuerburg ein klares Bekenntnis der Sparkasse zur Fläche. In modernen Filialen setzen unsere Mitarbeiter die Beratung des Kunden auch dort fort, wo er online von zu Hause aus bereits gestartet ist.
Modern, zukunftsorientiert und familienorientiert: ein Arbeitgeber mit Perspektiven
Digitale Medien sind sowohl in der Beratungspraxis als auch in der täglichen Arbeit in der Sparkasse eine Selbstverständlichkeit: Video-Beratungen, Apps, Online-Meetings sowie Homeoffice sind im Sparkassenalltag fest etabliert.
Das Berufsbild „Bankkaufmann“ hat sich gewandelt. Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm setzt vor allem auf eine hochwertige Ausbildung – ob zum Bankkaufmann oder auf dem Wege des Dualen Studiums sowie auf eine konstante, individuelle Weiterbildung. Denn qualifizierter Nachwuchs ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. „Das Gewinnen von qualifiziertem Nachwuchs ist uns dabei ein Herzensanliegen. Wir bieten den jungen Menschen einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz mit hervorragenden Perspektiven“, so Rainer Nickels, „besonders freut es uns, dass diese Sicht auch von den jungen Menschen so wahrgenommen wird. So bestätigte das trendence-Forschungsinstituts erneut: Schüler, Absolventen und Young Professionals haben die Sparkassen bundesweit zu den TOP 10 Arbeitgebern gewählt.“ Darüber hinaus ist die Kreissparkasse Bitburg-Prüm Mitglied der „Arbeitgebermarke Eifel“ und wurde erneut mit dem Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ der Bertelsmann-Stiftung ausgezeichnet. Beste Perspektiven für die 281 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter 22 Auszubildende und Duale Studenten – der Sparkasse.
Engagement von dem die ganze Region profitiert
Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm ist fest in der Region verwurzelt und ist für Mensch und Wirtschaft eine verlässliche Größe. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement zeigt sie, dass sie auch in außer-gewöhnlichen Zeiten zu ihrer Verantwortung steht, sei es durch die Initiierung gesellschaftlicher Projekte, die Unterstützung der heimischen Vereinswelt oder die Förderung schulischer Projekte und Initiativen. Sie alle haben eines gemeinsam: mit viel Engagement setzen sich Ehrenamtliche dafür ein, die Region lebenswerter zu machen. Ihr Engagement für die Region unterstreichen die Zuwendungen der drei Stiftungen der Kreissparkasse Bitburg-Prüm. Seit ihrer Gründung kamen mehr als 7,4 Mio. Initiativen im Eifelkreis zu Gute. Allein in 2021 haben die Stiftungen der Sparkasse über 140 Projekte mit insgesamt rund 190.000 Euro unterstützt. „Unsere Kreissparkasse Bitburg-Prüm übernimmt in vielfältiger Weise nicht nur in ihrem Kerngeschäft als Kreditinstitut, sondern darüber hinaus Verantwortung für die Region. Diese Investitionen in die Zukunft unseres Landkreises, in Gesellschaft und Soziales, in Kultur und Natur sind nur einem erfolgreichen und gut aufgestellten Institut möglich. Dass die Kreissparkasse Bitburg-Prüm ein solches ist, belegen die Geschäftszahlen eindeutig“, betont Landrat Kruppert.
Kreissparkasse Bitburg-Prüm – starker Partner für Privat- und Firmenkunden
Bereits 2021 hat sich als anspruchsvolles Jahr für die Kreditwirtschaft herausgestellt. Und 2022 wird es in Anbetracht der bekannten Herausforderungen nicht weniger, Herausforderungen, denen sich auch die Kreissparkasse Bitburg-Prüm in 2022 stellen wird. Dank ihres soliden Fundaments, langjäh-riger Kundenbeziehungen, der hohen Leitungsbereitschaft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer zukunftsorientierten Ausrichtung mit stetem Blick auf Kundenbedürfnisse und Innovationen ist sie bestens gerüstet, ihnen zu begegnen.
„Unser Ziel ist es, unsere Sparkasse als innovativen und modernen Finanzpartner für die Menschen im Eifelkreis Bitburg-Prüm weiterzuentwickeln und für die Menschen in unserer Region ein verlässlicher Partner zu bleiben“, so Rainer Nickels in seinem Ausblick auf das neue Geschäftsjahr. Mit Mut und Zuversicht blickt der neue Vorstand in die Zukunft. Wie in der Vergangenheit wird die Kreis-sparkasse Bitburg-Prüm weiterhin ein Stabilitätsanker für die Bürgerinnen und Bürger des Eifelkreises sein – so wie seit mehr als 160 Jahren.
Fiebern einer tollen Amtszeit der Blütenkönigin entgegen, Bürgermeister Holger Jung und die neue Regentin Celina Kotz. Foto: Stadt Meckenheim
Meckenheim – Bürgermeister Holger Jung übergibt die Insignien an Celina Kotz. Celina Kotz ist die zwölfte Meckenheimer Blütenkönigin. Im Sängerhof kürte Bürgermeister Holger Jung die 18-Jährige zur neuen Repräsentantin der Apfelstadt und übergab ihr die Insignien. Freudestrahlend nahm sie Schärpe, Diadem und einen farbenfrohen Blumenstrauß entgegen. Ebenso verabschiedete Holger Jung die Vorgängerin von Celina Kotz, Bahar Ülker, mit einem floralen Dankeschön.
„Celina Kotz ist ein echtes Meckenheimer Mädchen. Sie ist direkt an den Obstplantagen aufgewachsen, lebt hier, tanzt für die Stadtsoldaten und fühlt sich in unserer Stadt pudelwohl. Das passt einfach wunderbar“, sagte Holger Jung und verwies auf das duale Studium „Allgemeine Verwaltung / Bachelor of Laws“, das die neue Blütenkönigin seit September in der Stadtverwaltung durchläuft. „Ich freue mich auf ihre Amtszeit mit vielen spannenden Termine, auf denen Celina die Apfelstadt gebührend vertreten wird“, ergänzte der Bürgermeister. Ihren ersten großen Auftritt könnte Celina Kotz auf dem Meckenheimer Blütenfest haben. Dessen Durchführung für 2022 ist am Sonntag, 24. April, geplant. Sollte es die Pandemie zulassen, werden sich über das Jahr verteilt weitere Termine anschließen.
„Ich freue mich bereits auf viele schöne Momente“, sprach die frisch gekürte Regentin von einer großen Ehre. „Mit Begeisterung besuche ich seit Jahren unser Altstadtfest und das Blütenfest. Auch bin ich schon immer großer Fan der Blütenkönigin“, berichtete Celina Kotz, die „stolz ist, in die Rolle der Blütenkönigin schlüpfen zu dürfen.“
Natürlich sind ihr Äpfel bestens vertraut. Direkt an den Obstplantagen wohnend, spaziert sie regelmäßig und mit Vorliebe durch die abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Daheim widmet sich die 18-Jährige ihrer Katze Lilly und ihrem Hund Lumpi. Ansonsten spielt die fünfte Jahreszeit eine ausgeprägte Rolle im Leben der Blütenkönigin. Celina Kotz gehört dem Stadtsoldaten-Corps 1868 Meckenheim an. Sie tanzt seit Kleinkindertagen, genauer seitdem sie laufen kann, ist unternehmungslustig und besucht gerne Konzerte von Kölner Karnevalsbands.
Während Celina Kotz spannende Monate bevorstehen, wurde ihre Vorgängerin verabschiedet. Bahar Ülker hatte wegen der Corona-Krise ihre Amtszeit um ein zweites Jahr verlängert. Doch wurden gleich beide Jahre von der Pandemie derart überlagert, dass nur wenige Veranstaltungen stattfinden konnten. „Das waren zwei anstrengende Jahre. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Bereitschaft“, überreichte Holger Jung der ausgeschiedenen Blütenkönigin einen farbenprächtigen Blumenstrauß.
In seinen Dank schloss der Bürgermeister die Familie Ley als Gastgebende der Krönung ein. „Das ist ein toller Rahmen, den Sie hier bieten“, war er voll des Lobes. Ebenso dankte er Nadine Schlösser. Ihr Unternehmen „Dresscode by Schlösser“ sponsort Accessoires und Kleidung der zwölften Meckenheimer Blütenkönigin Celina Kotz.
Ina Brandes Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / Ralph Sondermann
Region/Düsseldorf – Die bei der Unwetterkatastrophe stark beschädigten Bahnstrecken in der Eifel werden im Zuge des Wiederaufbaus modernisiert und elektrifiziert. Verkehrsministerin Ina Brandes hat gemeinsam mit Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, und Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Nahverkehr Rheinland (NVR), eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Mit der Vereinbarung werden die Voraussetzungen für die beschleunigte Elektrifizierung der Eifelstrecke zwischen Hürth-Kalscheuren und Kall bis zur Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz, der Voreifelbahn zwischen Bonn und Euskirchen sowie der Erfttalbahn zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel geschaffen.
Verkehrsministerin Ina Brandes: „Die Landesregierung macht Tempo beim Wiederaufbau nach der Unwetterkatastrophe im vergangenen Juli: Dank Initiative Nordrhein-Westfalens hat der Bund gesetzliche Voraussetzungen geschaffen, dass die Elektrifizierung von Bahnstrecken im Zuge des Wiederaufbaus beschleunigt umgesetzt werden kann. Deswegen kann auch der Ausbau der drei wichtigen Eifelstrecken schneller erfolgen – eine großartige Nachricht! Saubere Elektrozüge auf modernisierten Bahnstrecken in dichterer Taktung werden in Zukunft die Mobilität und damit die Lebensqualität der Menschen in der Region deutlich verbessern. Zugleich leisten wir einen starken Beitrag zum Klimaschutz.“
Der Bund hat signalisiert, die Elektrifizierung der Strecken im Zuge des Wiederaufbaus über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) zu fördern. Die Elektrifizierung kann so deutlich beschleunigt umgesetzt werden. Dies war nur möglich, da sich das Land bereit erklärt hat, die Absicherung der Gesamtfinanzierung bereits zum jetzigen Zeitpunkt gegenüber der Deutschen Bahn zuzusagen.
DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Mit der Finanzierungsvereinbarung legen wir den Grundstein für einen hochmodernen und klimafreundlichen Bahnverkehr in der Eifel. Davon profitieren die Umwelt sowie unsere Kundinnen und Kunden: Elektrisch betriebene Züge sind verlässlicher, leiser und pünktlicher. Wir binden die Eifel so optimal an die Metropolregion Köln/Bonn an. Mit neuen Angeboten wollen wir noch mehr Menschen für die klimafreundliche Bahn gewinnen. Das wird nur durch den engen Schulterschluss mit dem Land, dem NVR und dem Bund möglich.“
Die Elektrifizierung der Eifelstrecken als Maßnahme für einen klimafreundlichen und zukünftig dichteren Betrieb ist bereits Teil der landesübergreifenden Zielnetzkonzeption, die das Verkehrsministerium des Landes gemeinsam mit den Aufgabenträgern des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) entwickelt hat, um einen aus Fahrgastsicht möglichst optimalen Fahrplan künftig zu ermöglichen.
Verkehrsministerin Brandes weiter: „Ich freue mich, dass wir mit dem Bund, der Deutschen Bahn und dem Nahverkehr Rheinland für eine bessere und klimafreundliche Mobilität an einem Strang ziehen. Die Elektrifizierung der Eifelstrecken zeigt gut, wie beschleunigte Planung von Verkehrsinfrastruktur gelingen kann – niemals zuvor war es wichtiger, dass wir bei Planung, Genehmigung und Bau von Schienen, Brücken und Straßen schneller vorankommen.“
Nach der Unwetterkatastrophe im Sommer 2021 hatte der Bund auf Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Aufbauhilfegesetz die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass klimafreundliche Maßnahmen wie die Elektrifizierung von Bahnstrecken im Zuge des Wiederaufbaus im beschleunigten Verfahren umgesetzt werden können. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist dadurch nicht mehr erforderlich.
NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober: „Die furchtbare Flutkatastrophe hatte verheerende Folgen. Wir richten den Blick jetzt aber nach vorn und wollen gemeinsam mit dem Land und der DB die aus der Katastrophe erwachsende Chance für einen zukunftsfähigen Ausbau nutzen. Dabei profitieren wir auch davon, dass wir bereits vor dem schlimmen Unwetter das »Bündnis Voreifelbahn« gegründet haben. Dadurch können wir auf ein gut aufgestelltes interkommunales Netzwerk zurückgreifen.“
Die Gesamtkosten der Elektrifizierung liegen bei rund 400 Millionen Euro. Die Maßnahme ist bereits im Bundesprogramm GVFG zur Förderung angemeldet und kann mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten seitens des Bundes gefördert werden. Hinzu tritt eine ergänzende Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen.
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