Kategorien
News

Landwirtschaft im Winter – Tipps von Bauer Theo zum Obst- und Gemüseanbau

Mechernich-Obergartzem – Landwirt Theo Bieger vom Krewelshof gibt Tipps für die Arbeit rund um Obst- und Gemüseanbau in der kalten Jahreszeit – Felder und Gemüsebeete umspaten, Pflanzkartoffeln vorkeimen, winterlicher Obstbaumschnitt. Mancher wird es noch aus Kindertagen kennen, das Lied vom Bauern, der im März die Rösslein einspannt und von morgens bis abends eggt, pflügt und sät. Während er im Sommer und Herbst die Früchte seiner Arbeit erntet, gibt es im Winter – so heißt es in dem Lied – „manch fröhlichen Schmaus“ und im Frühling beginnt die Feldbestellung.

Der Krewelshofbauer zeigt dem Fotografen die Blütenansätze, die gefördert werden: „Es geht nicht um Masse, sondern um Klasse.“ 60 gleichmäßig große geschmackvolle Früchte pro Baum sind ihm lieber, als große Erntemengen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Landwirte wissen, dass das nur die halbe Wahrheit ist, denn auch im Winter haben sie genug zu tun, um ihre Felder, Wiesen und Obstplantagen auf die Vegetationsperiode vorzubereiten. Die Bodengare will gefördert, die Aussaat vorbereitet und die Obstbäume um eines guten Ertrages und guter Baumgesundheit willen beschnitten werden.

Landwirt Theo Bieger vom Krewelshof mit Standorten in Mechernich-Obergartzem (Eifel) und Lohmar gibt Tipps, wie man sich die Natur auch in der kalten Jahreszeit zunutze machen kann. „Tatsächlich ist der Frost ein wichtiger Verbündeter, denn er lockert die Erde. Gerade schwere Böden mit Lehm- oder Tonanteil profitieren davon, wenn sie vor dem Winter einmal umgegraben werden.“

Umspaten für Bodengare

„Umspaten“ nennt Bauer Theo das, während er die Arbeit mit dem Spaten direkt auf dem Feld demonstriert. Ideale Bedingungen dafür herrschen, wenn Frost nachts den Acker gefrieren lässt und über Tag die Sonne auf die Erde scheint: „Auch im Winter muss der Landwirt immer den Wetterbericht im Auge behalten. Es hilft natürlich auch die Erfahrung, wann der richtige Zeitpunkt zum Umspaten gekommen ist.“

Mit dem Umgraben entstehen Freiräume in der Erde, die sich mit Wasser füllen können. Mit dem Frost gefrieren diese Wasserpartikel und sprengen den Boden regelrecht auf. Diesen Vorgang, der die Erde lockerer und feinkrumiger werden lässt, nennt man „Bodengare“.

In der so aufgelockerten Erde ist mehr Platz für Luftporen. Dadurch hat der Boden gleichzeitig die Chance, untergegrabene Pflanzen besser verrotten zu lassen. Gleichzeitig kann vermieden werden, dass Pilzbefall weitergetragen wird. „Dann müssen wir im Idealfall gar nicht spritzen, können also komplett auf Chemie verzichten“, betont Theo Bieger. Ein Tipp, den auch Hobbygärtner für ihren Gemüsegarten oder das Hochbeet nutzen können.

Prinzessin im Tunnel

Mitte bis Ende Januar kommen schon die jungen Erdbeerpflanzen aufs Feld. Bauer Theo nutzt dazu moderne Technik mit Tunnel. Die „süße Prinzessin“, wie man die sensible Frucht auf dem Krewelshof nennt, wird in den Tunneln bewässert, vor Frost geschützt, auf Stroh gebettet und kann dort viele Sonnenstunden tanken, ehe ihr Wachstum mit noch wärmeren Temperaturen richtig Fahrt aufnimmt. Bauer Theo: „Durch den Tunnel kommen wir schon jetzt auf 15 bis 18 Grad, wenn draußen noch Temperaturen um den Nullpunkt herrschen.“

Auch bei den Erdbeerpflanzen kann der Krewelshof auf Spritzmittel verzichten. Stattdessen kommt es auf eine gute Wasserversorgung der jungen Pflanzen an: Jetzt darf bloß keine Düse des komplexen Bewässerungssystems verstopft sein, sonst herrscht an der betreffenden Pflanze akuter Wassermangel…

Im Februar werden die Pflanzkartoffeln zum Vorkeimen ausgebracht und es wird Zeit für den Winterschnitt an den langen Obstbaumreihen rings um Zülpich-Enzen. Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel werden auf den Bauernhöfen selbst angebaut. Durch den Schnitt bekommen die Bäume wieder mehr Licht. „Ohne Schneiden geht es nicht“, weiß Bauer Theo: „Hier müssen wir der Natur erst etwas nehmen, damit sie uns später etwas zurückgeben kann. Sein Tipp für Hobbygärtner: „Jeder Ast für sich und nicht zu viel – sonst geht der Baum ein.“

Mut zur Lücke im Geäst

Ziel ist eine licht- und luftdurchlässige Baumkrone, sodass das Licht alle Früchte erreichen kann und der Wind die Blätter nach einem Regenschauer schnell wieder trocknet, um den Baum vor einem Pilzbefall zu schützen. Man könnte sagen: „Mut zur Lücke im Geäst“. Bauer Theo spricht aus Erfahrung: „Wir haben lieber 70 schöne große Früchte am Baum als 500 winzig kleine.“ Und wenn dann endlich „die Früchte der Arbeit“ geerntet werden können, gibt es auf dem Krewelshof Erdbeeren, Äpfel oder Kürbisse ohne lange Transportwege direkt zu kaufen oder weiterverarbeitet als Marmeladen, Säfte, Dips und Co.

Kurze Transportwege kommen Höfen in Obergartzem und Lohmar auch während der Corona-Pandemie zugute, in der viele andere Unternehmen von Lieferschwierigkeiten betroffen sind. Der Hof setzt in seinem gesamten Sortiment auf regionale Produkte und regionale Lieferanten. Neben dem selbst angebauten Obst und Gemüse gibt es deshalb auch Käse von eigenen Ziegen aus der hofeigenen Käserei und Backwaren aus der Krewelshofer Backstube.

„Die Leute kommen immer wieder, weil sie den konstant guten Geschmack und die Konsistenz unserer Früchte und Produkte schätzen“, erzählt Theo Bieger zwischen den Baumreihen seiner Obstwiesen: „Diesen Beruf und seine Erzeugnisse muss man lieben“. Und dahinter her sein, dass alles zur rechten Zeit getan wird…

Kategorien
Wachstum

Wiederaufbau – Alle Maßnahmen-Pläne für den Wiederaufbau eingereicht

Region/Mainz – Alle von der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffenen Landkreise in Rheinland-Pfalz und die kreisfreie Stadt Trier haben ihre Maßnahmenpläne zum Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe beim Innenministerium eingereicht. Das hat Innenminister Roger Lewentz mitgeteilt. Die Wiederaufbaubeauftragte des Landes, Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß, hatte am Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler den Maßnahmenplan des Landkreises Ahrweiler persönlich entgegengenommen. Die Maßnahmenpläne bündeln alle Wiederaufbaumaßnahmen im jeweiligen Gebiet und bilden eine Grundlage für die Bewilligung der Gelder aus dem Aufbauhilfefonds von Bund und Ländern.

„Die schwer getroffenen Gemeinden und Kreise haben intensiv und zügig gearbeitet, um alle notwendigen Wiederaufbaumaßnahmen in ihren Zuständigkeitsbereichen zu erfassen. Die hohe Zahl von rund 4.500 einzelnen Maßnahmen, die insgesamt vorläufig gemeldet wurden, verdeutlicht, welche Dimensionen diese Katastrophe hatte und wie gewaltig die Aufgaben beim Wiederaufbau nun sind. Die Maßnahmenpläne werden nun durch das Innenministerium geprüft und festgestellt. Aus dem Aufbauhilfefonds wird der Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur in kommunaler Trägerschaft, darunter Rathäuser, Gemeindehallen, Feuerwehrhäuser, Straßen, aber eben auch Schulen, Kindergärten und Spielplätze, zu 100 Prozent gefördert. Denn von diesen Einrichtungen profitieren alle“, sagte Innenminister Roger Lewentz.

Die Wiederaufbaubeauftragte, Staatssekretärin Nicole Steingaß, betonte, dass die einhundertprozentige Förderung auch für bestimmte Infrastrukturen unabhängig von der Trägerschaft und insbesondere für gemeinnützige Träger sozialer Infrastruktur, wie beispielsweise Sportvereine oder KiTa-Trägervereine, gelte. „Die Maßnahmenpläne bilden die Grundlage für die Gewährung von Förderungen und so auch für die Budgetsteuerung. Damit berücksichtigen sie die kommunale Planungshoheit. Am Maßnahmenplanverfahren lässt sich anschaulich nachvollziehen, dass der Wiederaufbau eine Gemeinschaftsaufgabe ist, bei der sich die Kommunen, das Land und der Bund die Hände reichen“, so Steingaß.

Von der Flutkatastrophe betroffen sind die Landkreise Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Trier-Saarburg und Vulkaneifel sowie die kreisfreie Stadt Trier. In ihren jeweiligen Plänen enthalten sind Maßnahmen zur Beseitigung unmittelbarer Schäden an öffentlicher Infrastruktur im Sinne eines nachhaltigen Wiederaufbaus, einschließlich zwingend erforderlicher temporärer Maßnahmen sowie Abriss-, Aufräum- und Entsorgungskosten. Erfasst werden insbesondere die Bereiche städtebauliche, soziale und verkehrliche Infrastruktur, wasser- und abfallwirtschaftliche Einrichtungen, Hochwasserschutzanlagen und Wasserläufe sowie ländliche Wege.

Das Maßnahmenplanverfahren verläuft folgendermaßen: Die Gemeinden erstellen für ihr Gebiet vor der Antragstellung eine Übersicht über die notwendigen Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Infrastruktur. Dabei sind auch die nicht kommunalen Träger gemeindlicher Infrastruktur zu beteiligen. Die Maßnahmenübersichten werden (außer bei der kreisfreien Stadt Trier) bei der jewei­li­gen Kreisverwaltung gesammelt, von ihr auf Plausibilität und Schlüssigkeit der Wiederaufbaumaßnahme geprüft, priorisiert und zu einem Maßnahmenplan je Landkreis zusammengeführt. Die Landkreise und die kreisfreie Stadt Trier legen ihren Maßnahmenplan dem Innenministerium vor. Im Anschluss wird der Maßnahmenplan, nach Prüfung durch das Innenministerium unter Beteiligung der weiteren betroffenen Ministerien, festgestellt. Entscheidend ist, dass die Kommunen für alle aufgeführten Maßnahmen jeweils einzelne Anträge auf Wiederaufbauhilfe stellen müssen.

Seitens des Innenministeriums wurden Informationsveranstaltungen für die betroffenen Landkreise und Verbandsgemeinden durchgeführt, um diese mit dem Maßnahmenplanverfahren vertraut zu machen. „Um keine Zeit zu verlieren, können Gemeinden auch vor Feststellung des Maßnahmenplans durch das Ministerium schon Anträge auf eine Förderung aus dem Aufbauhilfefonds stellen. Es muss lediglich gesichert sein, dass die einzelnen Maßnahmen im Maßnahmenplan enthalten sein werden. Es ist sogar auch noch möglich, die Maßnahmenpläne fortzuschreiben, sodass auch weitere Einzelmaßnahmen noch nachträglich aufgenommen werden können“, erläuterte Steingaß.

Kategorien
News

Wiederaufbau Landkreis Ahrweiler – ISB informiert Ahrtal-Kommunen über Antragstellung

Ahrweiler/Mainz – Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) hat auf Einladung des Vor-Ort-Beauftragten der Landesregierung, Günter Kern, in Dernau Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Ahrtal über den derzeitigen Stand der Aufbauhilfe informiert.

„Wir pflegen einen regelmäßigen und persönlichen Austausch vor Ort und können in vielen Fällen direkt die offenen Fragen klären“, sagte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, der selbst für den Austausch in Dernau vor Ort war. Auch die Infopoints besuche die ISB, um mit den Besetzungen vor Ort die aktuellen Themen zu diskutieren.

„In Kürze erwarten wir die Fertigstellung aller Maßnahmenpläne, die die einzelnen Wiederaufbaumaßnahmen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Landkreisen und der kreisfreien Stadt Trier zusammenfassen. Anschließend werden insbesondere die Kommunen im Ahrtal zahlreiche Anträge zum Wiederaufbau stellen. Gleichzeitig sind die Bürgerinnen und Bürger dort mit den Anträgen auf Wiederaufbauhilfe für ihre eigenen Häuser befasst, wobei immer wieder Fragen zum Verfahren auftauchen, die auch an die kommunalen Verantwortlichen in den jeweiligen Gemeinden gerichtet werden. Deshalb bin ich für den gemeinsamen Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern dankbar. Die Beratungen durch die ISB sind ein wichtiger Baustein der engen Unterstützung und Begleitung der Kommunen durch das Land beim Wiederaufbau“, sagte der Vor-Ort-Beauftragte der Landesregierung für das Ahrtal, Günter Kern.

Zwischenzeitlich hat die ISB insgesamt 124 Millionen Euro für die Wiederaufbauhilfe bewilligt. „Anträge auf Hausrat laufen aufgrund der Pauschalbeträge weitgehend automatisiert durch. Die Bearbeitung der Wiederaufbauhilfe für die Gebäude und Unternehmen ist sehr viel komplexer, da es sich um deutlich höhere Beträge handelt und eine Pauschalierung nicht möglich ist“, erklärte Link.

Kategorien
News

Zentrum für Kinder-Hämatologie etabliert

Region/Mayen-Koblenz – Modernste diagnostische und therapeutische Möglichkeiten für Betroffene. Die Diagnostik und die Therapie gut- und bösartiger Erkrankungen des Blutes sind ein Schwerpunkt der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Kemperhof, die unter der Leitung von Chefarzt Dr. Stephan Lobitz, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, steht.

Seit 1. Januar ist das in diesem Rahmen etablierte Zentrum für Kinderhämatologie – in Kooperation mit den kinderhämatologischen Abteilungen am Universitätsklinikum in Düsseldorf und am Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße in Köln – Mitglied des europäischen Referenznetzwerkes EuroBloodNet (ERN). „Über dieses Netzwerk haben wir Zugang zu den modernsten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sowie zur Teilnahme an wissenschaftlichen Studien“, berichtet der Chefarzt.

Zudem gibt es mindestens einmal im Monat eine hämatologische Fallkonferenz, in der besonders herausfordernde Fälle mit internen und externen Kooperations-partnern besprochen werden und gemeinsam nach einer guten Lösung gesucht wird.

Davon profitieren unter anderem Kinder wie Manaal (2 Jahre) und ihr Bruder Omar (6 Monate). Beide sind monatlich zur Bluttransfusion im Zentrum. „Insgesamt ist die Therapie von Bluterkrankungen sehr variabel. Manchmal ist überhaupt keine Behandlung erforderlich, manchmal muss nur in Krisensituationen interveniert werden, und manchmal ist eine Dauerbehandlung notwendig“, erläutert Dr. Stephan Lobitz und ergänzt: „Bei Patienten wie Manaal und Omar ist der regelmäßige Ersatz von Blutzellen durch Transfusionen notwendig.“

Neu für das Zentrum: Seit Mitte Januar werden die Patienten des Zentrums bei Bedarf auch in der Kinder-Tagesklinik versorgt. Das Angebot schließt die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung im Kindes- und Jugendalter und erspart den betroffenen jungen Patienten und den Familien Wartezeit und oftmals auch eine Übernachtung.

Das Zentrum für Kinderhämatologie bietet jeden Mittwoch eine eigens dafür eingerichtete Sprechstunde an, Kontakt: Telefon: 0261 499-2602, E-Mail: kinderonkologie@gk.de.

Kategorien
Fortschritt

Entspannen & wandern im Schieferland Kaisersesch

Kaisersesch – Der Ferienkatalog 2022 ,,Entspannen und wandern im Schieferland Kaisersesch“ kann ab sofort online bestellt werden. Im Schieferland Kaisersesch bedeutet Urlaub: Zeit für sich, Ruhe und ein Naturerlebnis in einer beeindruckenden Landschaft. Die Gastgeber laden ein, sich verwöhnen zu lassen, sich wohlzufühlen und einmal mit Leib und Seele Urlaub zu nehmen vom Alltag.

Seit drei Jahren veröffentlicht das Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch der Verbandsgemeinde Kaisersesch jedes Jahr einen Ferienkatalog. Hier werden neben Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Hotels, Ferienwohnungen und Gasthöfen auch Einkehrmöglichkeiten (Restaurants, Cafés) aus der Ferienregion dargestellt. Zusätzlich gibt der Katalog einen Gesamtüberblick über die Ferienregion und informiert über die regionalen Wanderwege, die durch die vielfältige Landschaft führen.

Der Ferienkatalog 2022 ,,Entspannen und wandern im Schieferland Kaisersesch“ kann ab sofort online bestellt und angesehen werden unter https://bit.ly/355BpoV

Kontaktdaten

Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch
Telefon: 02653 9996-502
E-Mail: touristik-buero@vg.kaisersesch.de
www.schieferland-kaisersesch.de

Kategorien
News

Am Puls der Zeit – Kreiseigene Schulen im Landkreis Mayen-Koblenz werden digitaler

Region/Mayen-Koblenz – Im Landkreis Mayen-Koblenz soll die Vision der modernen Schule Wirklichkeit werden. Damit Schüler digitale Medien souverän und selbstbestimmt nutzen können, stattet der Landkreis die kreiseigenen Schulen daher sukzessive digital besser aus. Neben der vorgesehenen Ausgabe von smarten Tablets an rund 13.500 Schüler – zwei Pilotprojekte dazu laufen bereits an der Albert-Schweitzer-Realschule plus in Mayen und in der Oberstufe des Wilhelm-Remy-Gymnasiums Bendorf – schließen sich im Rahmen des Bundesförderprogramms „DigitalPakt Schule“ nahtlos weitere Maßnahmen an:

So hat der Landkreis jüngst mehr als 1.100 mobile, digitale Endgeräte, darunter iPads und Laptops, an das Lehrpersonal der kreiseigenen Schulen ausgeliefert. Zudem hat der Kreisausschuss jetzt einen Beschluss gefasst, durch den die kreiseigenen Schulen mit entsprechenden Daten- und Stromnetzen sowie Präsentationsmedien zukunftsfähig gemacht werden sollen. Konkret hat der Kreisausschuss die Verwaltung damit beauftragt, Elektroinstallationsarbeiten sowie Präsentationsgeräte für die folgenden Schulen auszuschreiben und an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben:

  • Karl-Fries Realschule plus, Bendorf
  • Theodor-Heuss-Schule SFL, Bendorf
  • Stephanus-Schule SFL, Polch
  • Kurfürst-Balduin-Gymnasium, Münstermaifeld
  • Kurfürst-Salentin-Gymnasium, Andernach
  • Thomas Realschule plus, Andernach
  • Elisabeth- Schule SFL, Mayen
  • Carl-Burger-Schule BBS, Mayen

Ein Update der Präsentationsmedien in den Klassenräumen soll auch im Megina-Gymnasium in Mayen erfolgen.

Die geplante Ausstattung der Klassenräume wurde anhand der „Orientierungshilfe – Digitalinfrastruktur an Schulen“ ausgearbeitet. Auf dieser Grundlage wurden die Kostenschätzungen von den beauftragten Ingenieurbüros erstellt. Es ist geplant, jeden Klassenraum mit weiteren Netzwerkdosen auszustatten und die vorhandenen zu erneuern. Jeder Klassenraum wird außerdem mit zusätzlichen Steckdosen ausgestattet, um weitere Lademöglichkeiten für mobile Endgeräte zur Verfügung stellen zu können. Hierzu müssen unter anderem auch Haupt- und Unterverteilungen erneuert oder ergänzt werden. Durch die Überarbeitung der gesamten Infrastruktur wird mit Wand- und Deckendurchbrüchen deutlich in die bestehende Gebäudesubstanz eingegriffen. Daher sind abschließend auch Arbeiten aus den Bereichen Brandschutz und Blitzschutz unumgänglich.

Die Kosten für das Gewerk Elektroinstallationsarbeiten belaufen sich für die genannten Schulen auf geschätzte Auftragssummen von 1,6 Millionen Euro. Mit den Arbeiten soll in den Sommerferien 2022 begonnen werden.

Nach Vorgabe der Medienkonzepte der Schulen werden auch die Präsentationsgeräte in den Klassenräumen erneuert. Dafür wurden die Kosten auf 770.000 Euro geschätzt. Die Carl-Burger-Schule BBS in Mayen wird die DigitalPakt I-Fördermittel weniger für Präsentationsmedien, sondern für neue technische Arbeitsgeräte verwenden. Geplant ist die Anschaffung einer digitalen CNC-Fräse für rund 100.000 Euro sowie eines sogenannten Skills Lab – einer Trainingseinrichtung – für Pflegeberufe für circa 40.000 Euro.

Kategorien
News

Zehn neue Metallbauer in der Westeifel

Bitburg – Gesellenprüfungen erfolgreich bestanden. In unserer Welt gibt es 95 bekannte Metalle. Und in der Westeifel gibt es zehn neue Gesellen, die auf diesem Element ihre berufliche Karriere aufbauen. Ende Januar fand vor dem Prüfungsausschuss der Metall-Innung Westeifel im Bitburger Berufsbildungszentrum (Bebiz) an zwei Tagen die praktische Gesellenprüfung statt. Nach dreieinhalbjähriger Ausbildung mussten die jungen Fachkräfte zeigen, was sie gelernt hatten.

Eine Stehhilfe, natürlich rein aus Metall, galt es nach festgelegten Zeichnungen zu erstellen. „Alle zur Prüfung angetretenen Auszubildenden haben erfolgreich bestanden“, freut sich Ausschussvorsitzender Mario Arens (vorne rechts) und gratuliert zusammen mit den Prüfern Michael Schmitz (vorne links) und Thorsten Marweld (vorne Mitte) den neuen Gesellen. Ebenso gratulierte Bebiz-Geschäftsführer Johannes Reuschen (links).

Derzeit werden im Bereich der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, der Geschäftsstelle der Innungen, 45 Metallbauer ausgebildet. 34 in der Westeifel und 11 im Kreis Bernkastel-Wittlich.

Infos zur Ausbildung gibt es bei der Kreishandwerkerschaft auf www.karriere-handwerk.net und bei www.lets-play-metal.de.

Kategorien
News

Maximalversorger hält an seinem ambulanten Versorgungs-Angebot in Mayen fest

Mayen/Region – Praxis für Kinder- und Jugendmedizin: Nachbesetzung läuft auf Hochtouren. Wer wünscht sich das nicht: gesunde Kinder. Dass es aber bereits bei Früh- und Neugeborenen zu Komplikationen kommen kann und Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten medizinischen Gründen stationär aufgenommen oder ambulant behandelt werden müssen, ist leider keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, dass die Jüngsten in der Region heimatnah, familiengerecht und medizinisch-pflegerisch bestmöglich versorgt werden.

„An allererster Stelle stehen die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in den Praxen für Kinder- und Jugendmedizin, die das Gros aller gesundheitlichen Probleme dieser Altersgruppe meistern“, sagt Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein. Die MVZ-Praxis für Kinder- und Jugendmedizin in Mayen, welche zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein zählt, ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Baustein. Vor Ort sorgt ein hoch engagiertes Team für das Wohl der Kinder und ihrer Familien. Aktuell hat die Praxis den Weggang einer ärztlichen Kollegin zu verkraften. Die entstandene Vakanz soll schnellstmöglich nachbesetzt werden, um der insgesamt hohen Behandlungsnachfrage in der Kinder- und Jugendmedizin auch zukünftig wieder umfänglich nachzukommen. „Es gibt insgesamt und deutschlandweit einen Mangel an Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin.

Dieser stellt sich im ambulanten Versorgungssetting oft noch gravierender als in den Krankenhäusern dar. Insofern ist die Akquise von qualifizierten Ärzten auch für unsere Region eine große Herausforderung, der wir aber mit allen uns gegebenen Möglichkeiten begegnen“, betont Geschäftsführerin Melanie John und ergänzt: „Dass die aktuelle Lage zu Unmut bei betroffenen Familien führt, können wir sehr gut nachvollziehen. Für das Team vor Ort freut es mich sehr, dass uns ebenso viele Eltern kontaktieren und ihre jahrelange Zufriedenheit mit dem engagierten und einfühlsamen Team vor Ort schildern.“

 

Kategorien
News

Zukunfts-Bauernhof wird im Kreis Düren stehen

Düren – Strom, Kraftstoff, Wärme: Einen Bauernhof, der sich komplett selbst mit Energie versorgen kann, soll es in absehbarer Zeit im Kreis Düren geben. „Gemeinsam mit der RWTH Aachen als Partner möchten wir dazu schnell die Voraussetzungen schaffen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn am vergangenen Donnerstag bei der Vorstellung des Projektes in der Landwirtschaftsschule in Düren.

Zunächst wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die den Energieverbrauch auf einem landwirtschaftlichen Hof und die Energieerzeugung untersucht. Zudem wird ermittelt, wie der Energieverbrauch künftig durch den Einsatz regenerativer Energien gedeckt werden kann. Das kann beispielsweise mit grünem, also aus Solarenergie produziertem Wasserstoff geschehen, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Der Kreis Düren setzt seit langem auf das Thema Wasserstoff, deshalb spielt der Energieträger in den Überlegungen zum energieautarken Bauernhof eine entscheidende Rolle.

Resultierend aus den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie werden dann Fördermittel beantragt, um einen Bauernhof im Kreis Düren als Demonstrationsobjekt so auszubauen, dass eine weitgehende Selbstversorgung mit Energie gegeben ist. „Dieser Modellhof wird eine Art Reallabor sein, auf dem unter echten Alltagsbedingungen neue Technologien getestet werden, um so viel CO2 einzusparen wie möglich“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Die Studie wird von der RWTH Aachen unter Leitung von Prof. Dirk Abel (Institut für Regelungstechnik) in den nächsten drei Monaten durchgeführt. Dazu wurde ein Fragebogen entwickelt, der die Bedarfe, Anforderungen und Rahmenbedingungen für einen energieautarken Hof ermittelt. Landwirtinnen und Landwirte sind eingeladen, sich zu beteiligen (Kontakt s. unten). „Das Projekt hat echten Modellcharakter“, sagte Professor Abel, „ich freue mich, dass der Kreis Düren auch bei diesem Thema vorangeht.“ Der Kreis und die RWTH Aachen arbeiten auch im Aldenhoven Testing Center zusammen- hier wird unter anderem am autonomen Fahren geforscht.

Kreis-Landwirt Erich Gussen sagte, dass die Landwirtschaft vermehrt fossile durch regenerative Energien ersetze. Der Strukturwandel, der sich durch das absehbare Ende des Braunkohleabbaus in der Region ergibt, bedeute einen gesellschaftlichen Umbruch, „an dem die Landwirtschaft intensiv mitwirkt“. Gussen zeigte sich überzeugt, dass das Modellvorhaben unter Kreis Dürener Landwirtinnen und Landwirten auf reges Interesse stößt.

„Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Der Kreis produziere am Brainergy Park in Jülich bald grünen Wasserstoff, der für die eigenen Busse und Züge benutzt würde. Fünf Wasserstofftankstellen sind geplant beziehungsweise im Bau.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Patricia Peill hat das Projekt „Energieautarker Bauernhof“ bereits in Düsseldorf platziert. „Wir müssen Neues wagen und alte Denkmuster verlassen“, sagte sie und bezeichnete das umweltfreundliche Vorhaben als „sehr gut für die Region“.

„Der Kreis Düren wird 2035 klimaneutral sein. An diesem Ziel arbeiten wir bereits jetzt mit Hochdruck“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Bauernhöfe, die sich selbst mit Energie versorgen können, seien ein wichtiger Baustein – „weitere sind in Arbeit oder folgen“, so der Landrat.

Und so gelangen Interessierte zum Fragenkatalog: Mail: autarker-bauernhof@irt.rwth-aachen.de / Telefon: 02421 2210 611 21 (Frank Burkard).

Kategorien
News

Die etwas andere Kinderfastnacht in Wittlich

Wittlich – Wittlich Kreiau 2022! Foto- und oder Bastelaktion für Wittlich-Stadt und Ortsteile. Auch in diesem Jahr findet die traditionelle Rathauserstürmung und das anschließende Bonbonwerfen für die Kinder wegen der Corona-Pandemie nicht statt.

Im vergangenen Jahr hatte das Kulturamt der Stadt Wittlich mit großem Erfolg zu einer Fotoaktion für Kinder und Jugendliche bis 12 Jahre aus Wittlich und den Wittlicher Stadtteilen aufgerufen. Bei dieser Aktion konnten sich die Mitarbeiter des Kulturamtes der Stadt Wittlich von der Kreativität der jungen Fastnachtsgecken überzeugen.

In diesem Jahr werden die Kinder und Jugendlichen bis 12 Jahre aufgerufen eine Fastnachtsmaske zu basteln, ein Fastnachtskostüm anzuziehen und davon ein Foto zu machen und per E-Mail an ursula.koch@kulturamt.wittlich.de zu senden.

Das Kulturamt der Stadt Wittlich verschenkt im Gegenzug eine Tüte mit einer Überraschung und natürlich Süßigkeiten. Das Foto und auch eine Einverständniserklärung der Eltern zur Veröffentlichung des Fotos in den Medien bitte bis spätestens 20. Februar 2022 an die oben genannte E-Mailadresse schicken.

Für Fragen steht Ursula Koch, Kulturamt der Stadt Wittlich, Telefon 06571-146620 gerne zur Verfügung.