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Westenergie und Verbandsgemeinde Gerolstein pflanzen sieben Klimabäume an

Gerolstein – Westenergie und die Verbandsgemeinde Gerolstein haben sieben klimaresistente Bäume im Kyllpark und entlang der Brunnenstraße in Gerolstein gepflanzt. Die Bäume verschönern das Stadtbild und sorgen insbesondere für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität. Die Pflanzung ist Teil der Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“, die sich über das gesamte Versorgungsgebiet der Westenergie in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen erstreckt. Die verwendeten Baumarten gelten nach derzeitigem Forschungsstand als besonders stressresistent und sind damit künftigen klimatischen Veränderungen gewachsen.

„Mit der Pflanzung der sieben Klimabäume setzen wir ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in der Stadt. Für uns war schnell klar, dass wir uns an der Aktion von Westenergie beteiligen möchten. Wir freuen uns nun, dass die Bäume einen so schönen Platz in Gerolstein bekommen haben“, sagte Hans Peter Böffgen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein.

Thomas Hau, Kommunalmanager bei Westenergie, betonte: „Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und die Erreichung der Klimaziele vorantreiben. Die nachhaltige Pflanzung von Klimabäumen ist ein wichtiger Beitrag dazu.“

Westenergie hat die Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“ im Sommer 2021 gestartet und Städte und Kommunen dazu aufgerufen, ihr Interesse an einer Teilnahme zu bekunden und damit bis zu zehn der besonderen Bäume erhalten zu können. 125 positive Antworten gingen schließlich ein. Um gemeinsam den ersten Geburtstag von Westenergie zu feiern, hat sich das Unternehmen entschieden, allen 125 Städten und Kommunen Klimabäume zukommen zu lassen. Insgesamt pflanzt das Energieunternehmen mit den Partnerkommunen somit 1.250 Klimabäume ein.

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AKV-Orden „Wider den tierischen Ernst“ 2022 – Preisverleihung an die Schauspielerin Iris Berben

Aachen – Traditionelles Lambertz-Geschenk aus der Lebkuchenstadt Aachen: Ein exklusives Porträt- und Printenbild für die Preisträgerin. Tanzpaar der Prinzengarde erhält den Lambertz-Ehrenpreis. Nachdem die Veranstaltung im letzten Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, war es nun wieder soweit:  In Aachen fand jetzt zum 71. Mal die Verleihung des „Orden wider den tierischen Ernst“ durch den Aachener Karnevals-verein (AKV) statt.

Allerdings mit reduziertem Publikum: Nur 80 Komparsen verfolgten als Zuschauer:innen im Saal die Kür der Preisträgerin Iris Berben, die als eine gesellschaftspolitisch stark engagierte Persönlichkeit ausgezeichnet wurde, weil sie mit Sympathie, Humor und Geradlinigkeit die Herzen der Menschen gewinne und als Mahnerin gegen Rassismus ein Vorbild sei. Die Laudatio auf Berben hielt Armin Laschet, ehemaliger NRW-Ministerpräsident und AKV-Preisträger 2020.

Die Lambertz-Gruppe ist seit Jahrzehnten einer der Hauptsponsoren der Preis-verleihung und präsentiert in der Show u.a. ihre aufwändigen Lebkuchen- und Schoko-Modelle. Preisträgerin Iris Berben erhielt zur Preisvergabe traditionell einen Korb mit Lambertz-Spezialitäten und ein Printenbild mit ihrem Konterfei. Mit dem Lambertz-Ehrenpreis wurde im Rahmen der Veranstaltung das Tanzpaar der Prinzen-garde der Stadt Aachen ausgezeichnet.

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Zensus 2022: Interviewer im Kreis Euskirchen gesucht – Bewerbung bis 27. Februar möglich

Euskirchen – Im Mai wird die größte Bevölkerungsumfrage Deutschlands – der Zensus – durchgeführt. Der Kreis Euskirchen ist hierfür bestens gerüstet und hat Ende letzten Jahres seine Erhebungsstelle Zensus in Betrieb genommen. Das Team der Erhebungsstelle ist für die Organisation und Durchführung der Bevölkerungsumfrage im Kreis Euskirchen zuständig.

Derzeit ist das Team auf der Suche nach bis zu 150 Interviewerinnen und Interviewern, die im Zeitraum von Mai bis August kurze persönliche Interviews an den Haustüren von stichprobenartig ausgewählten Adressen im Kreisgebiet (ca. 10-15 % der Adressen) durchführen. Mehr als 100 Interviewer konnten bereits gefunden werden. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit, die auch neben einer regulären (Vollzeit-)Beschäftigung ausgeübt werden kann, wird eine attraktive steuerfreie Aufwandsentschädigung gezahlt. Auch für verantwortungsbewusste Schüler ab 18 Jahren und Rentner kann diese Tätigkeit reizvoll sein.

Ursprünglich sollte der Zensus bereits im Jahr 2021 und damit zehn Jahre nach der ersten Durchführung seiner Art – dem Zensus 2011 – stattfinden. Pandemiebedingt wurde er jedoch ins Jahr 2022 verlegt. Um in Pandemiezeiten die persönliche Befragung so kurz wie möglich zu halten, soll an der Haustüre nur ein Kurzinterview geführt werden. Im Anschluss daran sollen die Interviewer den Befragten Zugangsdaten für einen Online-Fragebogen übergeben, wo weitergehende Fragen beantwortet werden können. Natürlich steht dieser Fragebogen bei Bedarf auch in Papierform zur Verfügung.

Bei dieser Bevölkerungsumfrage des Zensus 2022 wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Solche Informationen helfen, Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu treffen. Daher besteht für die ausgewählten Personen auch eine Auskunftsplicht.

Zusätzlich werden alle Eigentümer von Wohnraum im Rahmen der sog. Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 angeschrieben und ebenfalls nach einigen Daten befragt. Diese postalische Befragung wird jedoch zentral vom Land Nordrhein-Westfalen und nicht von der örtlichen Erhebungsstelle in Euskirchen organisiert.

Bei Interesse an einer Tätigkeit als Interviewerin oder Interviewer beim Zensus 2022 im Kreis Euskirchen finden Interessierte alle weiteren Informationen und eine Bewerbungsmöglichkeit bis 27.02.2021 unter: www.kreis-euskirchen.de/stellenportal

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Die Gewinner der „evm-Palettenparty“ stehen fest – vier Vereine aus dem Landkreis Mayen-Koblenz dabei

Region/Mayen-Koblenz – Die Gewinner der diesjährigen evm-Palettenparty stehen fest. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hatte in diesem Jahr an Stelle von Paletten mit Wurfmaterial, wieder elf Mal 555 Euro verlost. „Die Plätze elf und zwölf haben sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert und lagen am Ende punktgleich auf“, erklärt Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm. „Daher erhalten in diesem Jahr zwölf Vereine den Hauptpreis von 555 Euro.“ Über das Preisgeld dürfen sich auch vier Vereine aus dem Landkreis Mayen-Koblenz freuen:

  • Burgmöhnen von Monreal e.V., Monreal
  • Große Ochtendunger Karnevalsgesellschaft e.V., Ochtendung
  • Möhnenclub Lieblich e.V. Dieblich, Dieblich
  • Prinzengarde 1896 Andernach e.V., Andernach
Die Große Ochtendunger Karnevalsgesellschaft e.V. sichert sich mit 1463 Stimmen den dritten Platz. Foto: Privat

Auch alle anderen Gewinnspielteilnehmer gingen nicht leer aus: Die evm unterstützt die Vereine der Plätze 13 bis 23 mit einer Geldspende von jeweils 111 Euro. „Der Karneval hat es in diesen Zeiten sehr schwer. Daher möchten wir die Vereine unterstützen und dabei helfen, diese tolle Tradition aufrecht zu erhalten“, so Marcelo Peerenboom. Zusätzlich wurden drei Sonderpreise für besondere Kreativität vergeben, die zusätzlich mit 66 Euro belohnt wurden. „Wir möchten die Vereine belohnen, die sich besonders viel Mühe bei Ihren Fotos gegeben haben. Diese Vereine erhalten neben den 111 Euro noch zusätzlich 66 Euro“, erklärt Marcelo Peerenboom.

Palettenparty ging in die sechste Runde

Die evm unterstützt zum sechten Mal mit der Aktion Karnevalsvereine und -gruppen aus der Region. „Obwohl die Session 2022 wieder nicht wie gewohnt stattfinden kann, halten die Vereine die jecke Tradition aufrecht. Dieses Engagement möchten wir unterstützen“, erklärt Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm. Um zu gewinnen, mussten die Gewinnspielteilnehmer ein kreatives Foto zum Motto „Mach Deine Palette fit für die neue Session“ einreichen. Die Allgemeinheit konnte online für ihren Favoriten abstimmen. Insgesamt hatten 23 Gruppen an dem Gewinnspiel teilgenommen. „Wir sind ein regionales Unternehmen und engagieren uns für die Menschen in der Region. Daher spielt auch der Karneval eine wichtige Rolle für uns, und wir freuen uns, dass wir mit der Palettenparty die hiesigen Karnevalsvereine unterstützen können“, erklärt Marcelo Peerenboom. An der Verlosung durfte jeder teilnehmen, der im Karneval in der Region aktiv ist.

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Stadt Jülich und REWE-Markt unterstützen Engagement für Flutopfer

Jülich – Große Hilfe für Helfer – Mit einem Transporter machte Josef Vukmanic im Jülicher Heckfeld vor dem REWE Station, wo ihm Bürgermeister Axel Fuchs und Marktleiter Franz-Josef Strick beim Beladen mit zahlreichen Sachspenden halfen. Nur einen Tag später konnten diese im Ahrtal bereits dankbar in Empfang genommen werden.

An der Ahr war die Freude groß beim Überreichen der Jülicher Spenden an die Versorgungsstelle „Tante Emma Laden in Dernau“. Foto: Josef Vukmanic

Auch wenn Jülich vom Hochwasser im Juli des Vorjahres stark betroffen war, die Stadt hat im Vergleich zu Städten und Gemeinden im Ahrtal und der Eifel sehr viel Glück gehabt hat. Bereits damals engagierte sich der Jülicher Josef Vukmanic als Fluthelfer – und hat damit bis heute nicht aufgehört.

Fast wöchentlich fährt er in die Region und bringt Sachspenden zu den Betroffenen. „Als wir all das Leid gesehen haben und begriffen, an welcher Katastrophe wir in Jülich vorbeigeschrammt sind, konnten meine Frau und ich nicht anders, als zu helfen“, so Vukmanic. Er hat im Laufe der Monate viele Betroffene kennengelernt und so nicht nur ein gutes Gefühl bekommen, wo und womit man helfen kann, sondern eine Möglichkeit angestoßen und gefunden, ganz konkrete Wünsche zu erfüllen.

Auf dem „Wunschzettel“ der Betroffenen fanden sich alsbald und immer noch ganz gezielte Anfragen wie beispielsweise 10 x Allesreiniger und 20 x Küchentücher, 100 kg Briketts und 30 x Tütensuppe, 10 x Waschmittel und 20 x Einweghandschuhe – die Palette ist lang und so bunt wie konkret. „Wir erfragen bei Spendern immer nur das, was uns als Bedarf gemeldet wird. Innerhalb des Helfernetzwerkes werden die Spenden zwischen den einzelnen Versorgungsstellen im Bedarfsfall verteilt, somit kommen alle Spenden garantiert an“, so Vukmanic.

Und genau diese Liste schickte er kürzlich mit der Bitte um Unterstützung auch an die Stadt Jülich, die zwar mit der Lieferung der gewünschten Wasserflaschen nur einen kleinen Teil dazu beitragen konnte, aber bei deren Anschaffung im Jülicher REWE-Markt auf offene Ohren und ein wiederholt großes Engagement stieß: Marktleiter Franz-Josef Strick erklärte sich spontan bereit, einen Großteil der Liste „abzuarbeiten“.

„Bereits im Juli und August haben wir in unserem Markt sehr gern die Spendendosen der Stadt Jülich aufgestellt, um die Hilfsbereitschaft der Kundschaft auf der einen Seite und das Hilfsbedürfnis auf der anderen Seite der Jülicher unterstützen zu können. Über 2.500 Euro kamen damals für die Jülicher Bevölkerung allein im REWE-Markt im Heckfeld zusammen. „Auch bei dieser Aktion über die Stadtgrenzen hinaus helfen wir gern mit und stiften Lebensmittel und benötigte Haushaltswaren für über 500 Euro“, so Franz-Josef Strick.

Bürgermeister Axel Fuchs freute sich über so viel Engagement aus der Bürgerschaft: „Bei so einer tollen Aktion helfen wir natürlich gern mit. Ich freue mich, dass hier so konkrete Hilfsangebote und Nachfragen aufeinandertreffen und danke nicht nur dem REWE-Markt, sondern all den anderen Spendern, die seit Monaten immer wieder mit kleinen und größeren Aktionen dazu beitragen, dass die Solidarität der Jülicher Bürgerschaft an der eigenen Stadtgrenze nicht aufhört.“

Bereits am Folgetag reiste Josef Vukmanic mit den Spenden ins Ahrtal, um sie den Betroffenen zu überreichen. „Durch diese Spenden werden die Regale des „Tante Emma Laden in Dernau“ aufgefüllt. Dort können Betroffene, nach Vorlage der Flutopferbescheinigung, sich kostenlos für ihren täglichen Bedarf bedienen. Die Not reißt einfach nicht ab. Mit ein paar gekitteten Fensterscheiben ist es bei den meisten Häusern hier nicht getan, das wird noch sehr lange dauern“, so Vukmanic, der – solange es noch Spendenwillige gibt – weiter mehrmals monatlich ins Ahrtal und die Eifel bringen wird, was benötigt wird. Wer helfen möchte, kann sich unter 0162-4807940 oder per Email Fluthilfe.Juelich.Umland@gmail.com melden. Die Initiative weist darauf hin, dass Möbel, Kleidung und Elektrogeräte nicht angenommen werden.

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Daun am Samstag 19. Februar bei SWR-Sendung „Stadt-Land-Quiz“

Daun – Fernsehtipp: Am Samstag, den 19. Februar 2022 um 18:45 Uhr ist Daun teil der SWR-Sendung „Stadt-Land-Quiz“. Zum Thema „Vulkanismus“ spielen Andreas Schüller, Geschäftsführer des Naturpark und UNESCO Global Geoparks; und Valerie Schneider, Pressesprecherin der GesundLand Vulkaneifel GmbH, für Daun gegen die Stadt Singen (Hohentwiel) in Baden-Württemberg.

Auch Passanten aus der Dauner Innenstadt gaben beim Quiz ihr Bestes. Ob Daun das Städte-Duell für sich entscheiden konnte, zeigt der SWR am Samstag in der Sendung oder nach der Ausstrahlung in der ARD Mediathek.

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Jugendliche fragen Politiker in Mendig

Mendig – Verbandsbürgermeister Jörg Lempertz zu Besuch im Sozialkundeunterricht der Realschule plus und FOS Mendig. „Mitwirken in der Kommunalpolitik“ – das ist ein Thema des Sozialkundeunterrichts der achten Klasse. Um den Schülerinnen und Schülern dieses Thema näherzubringen, kam der Verbandsbürgermeister der VG Mendig, Jörg Lempertz, in die Schule und stand den Jugendlichen zwei Stunden lang Rede und Antwort.

Nach einer kurzen Einführung über die Ebenen der Politik, ging Lempertz direkt auf die Schüler*innen zu und fragte sie als „Experten“ nach Ideen und Meinungen zu verschiedenen Themen. „Corona“ beschäftigt die Schülerinnen und Schüler momentan sehr und so kamen zunächst viele Fragen dazu.

Ein ganz anderes Thema folgte: Lempertz fragte die Jugendlichen, was sie mit einer Million Euro in der Schule verändern würden. Diese hatten dazu verschiedene Ideen, wie die Anschaffung von Tablets für den Unterricht, mehr überdachte Bereiche und Sportmöglichkeiten auf den Pausenhöfen sowie mitwachsende Stühle.

Aber auch außerschulische Themen wurden besprochen. Lempertz gab Informationen über die Unternehmen auf dem Flugplatz Mendig, die als künftige Arbeitgeber für die Schüler*innen von Interesse sein könnten oder über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die vom engagierten Verbandsbürgermeister als fortlaufende Aufgabe beschrieben wurde.

Auch die Legalisierung der Downhillstrecke am Hochstein in Verbindung mit den Themen Naturschutz, Sicherheit und Kooperation aller Waldnutzer und die Nutzung der Sportplätze wurden thematisiert. Zu letzterem konnte Lempertz schon kurz nach dem Treffen konkrete Änderungen, die den Jugendlichen am Herz lagen, erreichen. So sieht aktive und bürgernahe Politik aus!

Zum Abschluss der angeregten Diskussion wollten die Jugendlichen noch wissen, wie viel Freude die Arbeit als Verbandsbürgermeister macht. Lempertz antwortete, die Ausübung des Amtes mache ihm auch nach 20 Jahren noch immer viel Spaß, da es so nah am Menschen sei. Ein schönes Schlusswort!

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Drehstart des ersten Nordeifel-Krimis: „STELING – Flucht“

Monschau – Crowdfunding soll für die finanzielle Unterstützung sorgen. Die erste Klappe ist bereits gefallen für die Vorab-Drehs zum Kurz-Krimi „STELING – Flucht“, den die beiden EifelDrei.TV – Geschäftsführer Stefan Herbst und Dirk Neuß bis zum April 2022 fertigstellen werden.

Drehstart des wohl ersten wirklich 100%igen Nord-Eifel-Krimis „STELING – Flucht“. Foto: EifelDrei.TV GmbH

Man kann mit Fug und Recht behaupten, daß die Produktion 100%ig aus der der Eifel kommt: Angefangen mit den Schauplätzen im Monschauer Land rund um den Steling, der auch der weiteren Serie ihren Namen verliehen hat. Dann mit den beiden Ideengebern, Autoren und Produzenten Stefan Herbst und Dirk Neuß aus Monschau. Weiter mit der Figur des Kommissar Steffens, der in den Episoden von Monschau aus ermittelt und dessen Film-Hauptdarsteller Dannie Lennertz ebenfalls seine Wurzeln in der Nord-Eifel hat. Und schließlich auch die Titelmusik kommt aus der Nord-Eifel.

Hauptdarsteller Dannie Lennertz. Foto: EifelDrei.TV GmbH

Schon seit ein paar Jahren arbeiten die beiden Monschauer Produzenten an der „Steling“ – Krimi-Serie, die in der Nord-Eifel, in Ostbelgien und im Hohen Venn angesiedelt ist und deren Inhalte dort auch an realen Schauplätzen spielt. Inzwischen haben die Autoren bereits mehr als ein Dutzend Plots entwickelt, aus denen vielleicht irgendwann mal eine TV-Staffel entstehen soll. Kein leichtes Unterfangen, denn dazu braucht man TV-Anstalten und / oder Produktionsfirmen, die diese Themen auch filmisch umsetzen wollen.
Kontakte werden ständig geknüpft, bislang gelang aber nicht die Möglichkeit der Umsetzung.

So haben die beiden Produzenten beschlossen, sich am Kurz-Krimi-Festival „Tatort Eifel“ zu bewerben und dies mit einem eigens entwickelten Inhalt zu tun. Und mit eigenem umfangreichen Film-Equipment und eigenem Team.

Dabei wird es um folgende Story gehen:
„Auf der Flucht vor der Polizei und seinen kriminellen Widersachern durch die wilde Eifel wird der vermeintliche Mörder David Lenzenberg von Kommissar Steffens im verlassenen, abgeschiedenen Betonbollwerk des Westwalls gestellt. Es kommt zu einem Kampf, in dessen Verlauf beide Protagonisten verletzt werden und dem Ort aus eigener Kraft nicht mehr entkommen können. Beide müssen sich nun dem Konflikt stellen und sich vertrauen lernen. In diesem schwierigen Prozess erkennt Steffens, dass Lenzenberg nicht der Verbrecher ist, für den er gehalten wird. Am Ende nehmen die Geschehnisse jedoch eine dramatische Wendung.“

Die Hauptszenen werden Mitte März in Waldgebieten am Steling und in Konzen gedreht. Bis Mitte April muß der Film dann auch schon fertig sein, rechtzeitig zum Einreichen beim Festival.

Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne unter https://www.startnext.com/steling, an der sich Fans und Förderer beteiligen können mit Beträgen von 5,- € (z.Bsp. Nennung im Abspann) aufwärts bis hin zu Merchandising – Produkten wie T-Shirts, Hoodies oder CDs. Der Erlös soll unterstützend bei der Finanzierung des Filmes gedacht sein.

Die Veröffentlichung des Filmes zum Kurzkrimi „Flucht“ ist für das Frühjahr geplant.

Bereits in der Umsetzung ist die „STELING“ – Krimi-Reihe als Buch-Format: Der erste Roman mit dem Titel „Morningshow“ ist gerade in der Endphase und wird zur Buchmesse im Herbst veröffentlicht. Die zweite Episode wird zum Frühjahr 2023 erscheinen.

Bereits 2019 wurde testweise mit Inhalten aus „Morningshow“ ein Trailer gedreht: https://youtu.be/ugCETj7OcsE

Und im gleichen Zuge auch das Musikvideo zum Titelsong von KTK: Talk about it. https://youtu.be/4c4CvNZn17s

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Gewalt am Albertinum Gerolstein – Abschluss-Bericht ist veröffentlicht

Gerolstein/Trier – Traumatische Erlebnisse belasten bis heute. Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt, ausgeübt von den drei Direktoren Karl Pfeiffer, Georg Jutz und Erwin Puhl, aber auch von ihren Mitarbeitern, waren für viele Schüler des ehemaligen Bischöflichen Internats „Albertinum“ in Gerolstein zwischen 1946 bis zur Schließung des Hauses 1983 an der Tagesordnung. Diese traumatischen Kindheitserlebnisse haben für viele der Betroffenen bis heute nachhaltige Beeinträchtigungen zur Folge: psychisch belastende Erinnerungen, psychosomatische Folgen oder negative Auswirkungen auf das eigene Körpergefühl und die Sexualität sind nur einige davon. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Aufarbeitungsprojektes, den die Projektleiterinnen Professorin Claudia Bundschuh und Dr. Bettina Janssen am 11. Februar vor Betroffenen und in der Öffentlichkeit vorstellten.

Der 137 Seiten umfassende Bericht stellt die Schilderungen von 54 ehemaligen Schülern in den Mittelpunkt und zeichnet, auch durch einen Blick in die Geschichte des Hauses und das damalige Umfeld insgesamt, ein deutliches Bild von den Gewalterfahrungen der Jungen. „Wir erfahren hier von körperlicher Gewalt, die ganz überwiegend als Misshandlung von Kindern einzustufen ist“, erläuterte Projektleiterin Bundschuh. „Von allen drei Leitern des Internats, die Priester waren, sowie einem weltlichen Mitarbeiter, wurde auch sexualisierte Gewalt verübt. Und auch psychische Gewalt war für viele an der Tagesordnung – daran lassen die Schilderungen kein Zweifel.“ Auch zwischen den Schülern sei es zu Gewalt gekommen, berichtete Bundschuh.

Der Abschlussbericht ordnet die Gewalterfahrungen ein: Gesellschaftlich und historisch, aber auch soziologisch: „Beim Albertinum können wir von einem klassischen geschlossenen System sprechen“, charakterisierte Bundschuh. Manchen Schülern sei nicht geglaubt worden, wenn sie zuhause von Schlägen berichtet hätten, andere hätten hören müssen, sie hätten es dann sicher auch verdient. „Von der sexuellen Gewalt durch die Priester konnte ohnehin kaum jemand zu sprechen, die Betroffenen konnten aufgrund der Tabuisierung von Sexualität und sexuellem Kindesmissbrauch gar nicht einordnen, was ihnen passiert und wussten, dass sie als Lügner bezichtigt und massiv bestraft werden würden bei Offenlegung ihrer Gewalterfahrungen.“

Projektleiterin Janssen hat unter anderem auch die vorhandenen Akten analysiert, zu denen das Bistum Trier als Auftraggeberin uneingeschränkten Zugang gewährt hatte. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass das Bistum als Trägerin dem Internat keine hohe Aufmerksamkeit geschenkt hat: „Weder wurden besondere fachliche Kriterien bei der Auswahl der priesterlichen Leiter oder des Personals angelegt noch gab es bei durchaus vorhandenen Überlastungsanzeigen Abhilfe.“ Dass Verantwortliche aus dem Bischöflichen Generalvikariat das Internat besucht hätten, sei eine seltene Ausnahme gewesen. „Es gibt hauptsächlich schriftliche Kommunikation zu finanziellen Angelegenheiten und später auch über die unzureichende Personalsituation, mehr aber nicht“, bescheinigte Janssen den heute Verantwortlichen. „Und so waren die Beschäftigten dort in ihrem geschlossenen System vom Bistum weitestgehend unbeaufsichtigt und vor einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrer gewaltbehafteten Praxis geschützt.“

Ehemalige Schüler erwarten ehrliche Anerkennung ihres Leids

Das Aufarbeitungsprojekt, das bereits im Oktober 2019 vor der Vereinbarung der Bistümer mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs gestartet war, entspricht den Kriterien einer unabhängigen Aufarbeitung. Denn das wichtigste Kriterium danach ist die Mitarbeit von Betroffenen. Und so arbeiteten im Lenkungsausschuss mit Werner Schenk, Rainer Reimold und Karl-Heinz Prinz auch drei Betroffene mit, je einer aus der Amtszeit der drei Direktoren. Schenk betonte, durch das Projekt seien „viele Geschehnisse und Wahrheiten“ ans Licht gekommen. „Es war wichtig, mit den Betroffenen über diese Zeit zu reden, denn ich spürte, dass der Bedarf nach einem Gespräch mit der Projektleitung sehr groß war. Gespannt bin ich auch auf die Konsequenzen, welche die Betroffenen betreffen.“ Daher finden sich im Abschlussbericht auch Wünsche und Erwartungen der ehemaligen Schüler: Neben der Konfrontation und Bestrafung der Beschuldigten, die nicht mehr möglich ist, weil diese verstorben sind, erwarten sie vor allem eine ehrliche Anerkennung ihres Leids und eine authentische Entschuldigung der heute Verantwortlichen. Sie fordern, die unterschiedliche Bewertung der Gewaltformen zu beenden und hoffen durch ihr öffentliches Zeugnis auf eine Sensibilisierung der Bevölkerung für die Gewalterfahrungen.

Lothar Schömann stellte die Empfehlungen des Lenkungsausschusses an das Bistum vor. Neben einem „Betroffenenblick“, wenn es um die Verfahrensdauer bei der Bearbeitung von Missbrauchsfällen gehe, brauche es eine „vorbehaltlose Hinwendung zu den Betroffenen ideell und materiell“. Es dürfe nicht länger um den Schutz der Institution gehen, die Verantwortlichen für die konkreten Taten müssten ebenso benannt werden wie die Verantwortung des Trägers. Schömann betonte auch, dass die vorliegenden Schutzkonzepte nicht nur „als Hochglanzbroschüren“ daherkommen dürften, sondern achtsam und wertschätzend gegenüber jungen Menschen gelebt werden müssten.

Bischof Ackermann bittet um Verzeihung

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann sagte gegenüber den ehemaligen Internatsschülern, es sei richtig und wichtig, dass diese dunkle Seite des Albertinums nun öffentlich sei und die Täter beim Namen genannt würden. „Ich bitte Sie in meiner Verantwortung als der amtierende Bischof von Trier ausdrücklich um Verzeihung für das, was Ihnen an Schmerz in einer Institution des Bistums zugefügt worden ist.“ Es beschäme ihn, dass Kindern und Jugendlichen dies widerfahren sei „in einer Einrichtung des Bistums, die dazu gedacht war, Kindern und Jugendlichen einen Ort zu bieten, der sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern und ihnen gute Chancen für ihre Zukunft öffnen sollte“. Stattdessen hätten Schüler das Gegenteil erlebt. „Dabei traf es vor allem – auch das zeigt der Bericht – die besonders Verletzlichen unter ihnen.“

Überprüfung und Unterstützung

Besonders alarmierend und für die Zukunft wichtig aus institutioneller Sicht sei die Tatsache, dass „sich die Geschichte dieses Hauses faktisch von seinem Anfang bis kurz vor Schließung zeigt als eine ununterbrochene Geschichte verschiedener Formen von Gewalt“. Zudem könne man am Beispiel des Albertinums sehen, „dass und wie Bistumsverantwortliche sich auch dann schuldig machen, selbst wenn sie nicht aktiv vertuschen, sondern in der Führung von Bistumseinrichtungen nachlässig sind“. Er sagte den ehemaligen Schülern wie dem Lenkungsausschuss zu, den Bericht an die bischöfliche Behörde weiterzuleiten mit dem Auftrag zu überprüfen, ob und wo heute möglicherweise vergleichbare Lücken bestehen in Bereichen, „in denen wir die Aufsicht wahrzunehmen haben, um diese dann so weiterzuentwickeln, dass sie dem Dienst am Wohl der uns anvertrauten Menschen entsprechen kann“. Gerne stehe er unterstützend zur Seite, wenn Betroffene sich vernetzen wollten. Die Unterstützungsangebote und Informationen rund um das Themenfeld Kinder- und Jugendschutz sollen mithilfe des Betroffenenbeirats im Bistum überprüft werden. Und nicht zuletzt griff Ackermann die Forderung nach einer materiellen Anerkennung der erlittenen Gewalt auf: „Hierzu würde ich gerne mit Vertretern der Betroffenen selbst ins Gespräch kommen, um darüber nachzudenken, wie eine angemessene Lösung diesbezüglich aussehen könnte. Der Bericht hält ja fest, dass das Albertinum typische Merkmale eines sogenannten geschlossenen sozialen Systems aufwies. Insofern scheint mir hier eine einrichtungsspezifische Lösung angemessen, die nicht nur die sexualisierte Gewalt berücksichtigt.“

Der Abschlussbericht des Projektes „Gewalt am bischöflichen Internat Albertinum Gerolstein – Aufarbeitung mit und für Betroffene“ sowie die Stellungnahme von Bischof Ackermann im Wortlaut sind unter www.albertinum-gerolstein.de verfügbar. (JR)

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Auffälliges Blutbild im Kindesalter – was jetzt? – Telefon-Sprechstunde am Dienstag 15. Februar

Region/Mayen-Koblenz – Chefarzt Dr. Lobitz informiert am 15. Februar in einer Telefonsprechstunde. Blutbildauffälligkeiten unterschiedlichster Art sind häufig und haben oft gar keinen Krankheitswert. Es gibt aber auch schwere Bluterkrankungen wie die Leukämie, die sofort behandelt werden müssen. Welche stationären und ambulanten Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten es bei Blutbildveränderungen und Bluterkrankungen gibt, ist Thema einer weiteren Telefonsprechstunde des GK-Mittelrhein. Am Dienstag, 15. Februar, steht Dr. Stephan Lobitz, Chefarzt der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie, dafür zur Verfügung. Diese Klinik am Kemperhof ist eine der wenigen Kliniken in Deutschland mit einem Schwerpunkt für Bluterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Betroffene Angehörige und Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr unter Telefon 0261 499-2602 anrufen und dem Experten ihre Fragen stellen.

Die Telefonberatung ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Einfach im genannten Zeitraum die angegebene Telefonnummer wählen, mit etwas Glück durchkommen und die gewünschte Frage zum Thema stellen.