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Mitglieder des Europäischen Parlamentes informierten sich über die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Euskirchen

Euskirchen – Am gestrigen Dienstag besuchte eine Abordnung des Ausschusses für regionale Entwicklung des Europäischen Parlamentes die Stadt Euskirchen, um sich vor Ort über die Situation nach der Flut zu informieren. Der Besuch erfolgte im Rahmen einer dreitägigen Rundreise durch von der Flut betroffene Gebiete in den Niederlanden, Deutschland und Belgien. An dem Termin nahmen auch Staatssekretär Dr. Jan Heinisch aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Landrat Markus Ramers und der Euskirchener Landtagsabgeordnete Klaus Voussem teil.

Bürgermeister Sacha Reichelt informierte die sieben angereisten Parlamentarier unter Leitung des Vorsitzenden des Ausschusses, Younous Omarjee aus Frankreich, sowie die mitgereisten Mitarbeiter des Parlamentes mit einem bebilderten Vortrag über die Situation in der Nacht der Flutkatastrophe und den Tagen danach sowie über den Stand des Wiederaufbaus und die damit an einigen Stellen verbundenen Probleme.

Im sich anschließenden Austausch mit den EU-Parlamentariern wurde u.a. deutlich, dass eine Abstimmung von Maßnahmen zum Hochwasserschutz und der Warnung der Bevölkerung nicht an Landesgrenzen haltmachen darf. Darüber hinaus müsse beim Wiederaufbau der Klimaschutz auf allen Ebenen besonders in den Fokus genommen werden. Neben der Bedeutung von finanziellen Hilfen ist es auch ein Anliegen der Flutbetroffenen, dass behördliche Verfahren erleichtert werden und unnötige Bürokratie abgebaut wird.

Auf die Frage, was Bürgermeister Reichelt sich von der EU wünsche, antwortete er Herrn Omarjee zum Abschluss des Besuches: “Vergessen Sie uns bitte nicht! Auch in den nächsten Jahren werden die von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen Unterstützung benötigen, um wieder so zu werden wie früher – oder sogar besser, denn der Wiederaufbau ist auch eine Chance für Erneuerungen. Die Flut wird nicht die letzte Naturkatastrophe in Europa gewesen sein; Euskirchen kann europäische Vorzeigeregion für intelligenten Wiederaufbau werden.”

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Europa-Abgeordnete besuchen den Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Eine Gruppe von Abgeordneten des Europäischen Parlaments war gestern zu Gast im Kreis Ahrweiler, um sich ein Bild von den Folgen der Flutkatastrophe vom Juli des vergangenen Jahres zu machen. Neben einer Fahrt durch das Wiederaufbaugebiet standen auch Gespräche im Kreishaus mit Landrätin Cornelia Weigand, Staatssekretärin Nicole Steingaß, Beauftragte für den Wiederaufbau des Landes Rheinland-Pfalz, Britta Behrendt, Leiterin des Stabes „Hochwasserhilfe Bund“ im Bundesministerium des Inneren und für Heimat, sowie Volker Strothmann, Abteilungsleiter „Einsatz“ der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, auf dem Programm.

Landrätin Cornelia Weigand dankte den Abgeordneten für ihren Besuch im von der Flut besonders schwer getroffenen Ahrtal. Es sei wichtig, so Weigand, die Herausforderungen des fortschreitenden Klimawandels und der zunehmenden Extremwetterereignisse anzunehmen und gemeinsam nach grenzübergreifenden und nachhaltigen Lösungen zu suchen. „Eine Modellregion kann unter anderem effektive Methoden zur Hochwasservorsorge aufzeigen. Diese Methoden können auch in anderen Regionen umgesetzt werden, um vor Starkregenereignissen zu schützen“, betonte Weigand.

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Tourismus

Ausstellung „Formvollendet? – Bakelit verändert den Alltag“ seit 21. Februar 2022 geöffnet

Mechernich-Kommern – Neue Ausstellung im LVR-Freilichtmuseum Kommern. 2018 standen in den Fluren des LVR-Freilichtmuseums Kommern/ Rheinisches Landesmuseums für Volkskunde eine Unmenge an Kisten. Der Anblick von Kisten in Büros und kurzfristig auch auf den Fluren ist durchaus nicht ungewöhnlich. Dass sich aber in all diese neuen Kisten ein Konvolut, also eine zusammenhängende Sammlung befand, überraschte auf den ersten Blick.

Erst recht, wenn man eine Kiste aufmachte und die Unmengen an tollen, teilweise recht kleinen Objekten daran vorfand. Vom Aschenbecher, über Lampen bis hin zu Spielzeug fand sich ein bunter Strauß an alltagskulturellen Objekten. Was folgte, war die Inventarisierung der Objekte und während dieser umfangreichen Arbeiten entstand die Idee, eine Ausstellung auf Basis des Konvoluts zu erstellen.

Die Sammlung Flier stellt so dann den Grundstock der neuen Ausstellung „Formvollendet? Bakelit verändert den Alltag“ und ermöglicht Einblicke in unterschiedliche Jahrzehnte und die Entwicklung des Werkstoffes.

Bei Bakelit handelt es sich um ein Phenolharz, heute würde man Kunststoff dazu sagen, welches 1907 erfunden wurde und anfangs als kostengünstige Alternative zu Keramik vor allem im technischen Umfeld Einzug hielt. Der neuartige Kunststoff findet aber bald auch Verwendung in vielen anderen Bereichen. Die Ausstellung in Kommern nimmt sich dem Thema chronologisch an und verfolgt die Entwicklung des ersten vollsynthetischen Kunststoffs, welcher weltweit in großen Mengen produziert wurde, bis zu seiner Nutzung heutzutage.

Damit zeigt das LVR-Freilichtmuseum Kommern wie vielseitig die derzeitigen Sammlungsbestände sind. Bei über 250.000 Objekten im Bestand erstrecken sich Themen von unter anderem landwirtschaftlichen Geräten, Möbeln, Kleidung, Spielzeugen, Fahrzeugen und Gebäuden bis hin zu Designerobjekten z.B. aus Bakelit.

Mit dieser Ausstellung verabschiedet sich Dr. Josef Mangold, der seit 2007 die Geschicke des Freilichtmuseums Kommern geleitet hat, in den Ruhestand.

Die Ausstellung läuft bis 19. Februar 2023.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

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Betrug an der Haustür – evm warnt vor falschen Behauptungen – Daten-Missbrauch als Ziel

Region/Mayen-Koblenz – Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) erhält seit Kurzem vermehrt Beschwerden über Personen, die sich an der Haustür als Mitarbeitende des Unternehmens ausgeben, um Zugang zum Zähler oder zu Unterlagen zu bekommen. Aufgefallen sind diese Betrugsversuche zum Beispiel in Waldesch und Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Die Personen behaupten zum Beispiel, die evm stelle auf Ökostrom um und sie müssten alle alten Rechnungen sehen, um einen guten neuen Tarif auswählen zu können“, so evm-Pressesprecher Marcelo Peerenboom. „Das ist eine dreiste Lüge. Zum einen versorgen wir Privathaushalte seit 2014 ausschließlich mit Ökostrom, zum anderen schicken wir niemanden herum, um alte Rechnungen zu kontrollieren.“ Die Daten, die die Betrüger sammeln, versetzen sie in die Lage, einen sogenannten Lieferantenwechsel anzustoßen.

Ein anderer Vorwand wird derweil in Bad Neuenahr-Ahrweiler genutzt. Hier wird behauptet, im Auftrag der evm unterwegs zu sein, um die Zählernummer zu überprüfen. „Auch das stimmt nicht. Zwar überprüfen Kollegen die Netzanschlüsse, die nach der Flut wieder in Betrieb genommen wurden. Aber ihnen geht es nicht um die Zählernummer“, so Peerenboom. Die evm bittet alle Menschen in der Region, vorsichtig zu sein und immer zu überprüfen, ob die Person, die vor ihnen steht, wirklich von der evm kommt. Das geht über den Dienstausweis, den alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens mit sich führen. Oder indem die Identität beim evm-Kundenservice unter 0261 402-11111 verifiziert wird. „In jedem Fall sollten Betroffene nicht einfach sensible Daten, wie die Zählernummer, Namen oder Bankverbindung rausgeben, ohne dass sie sich sicher sind, wer dort vor ihnen steht. Das gilt übrigens auch am Telefon“, erklärt der Pressesprecher. Vor Betrugsversuchen am Telefon hatte die evm bereits in den vergangenen Tagen gewarnt.

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Kunstwerk „HOTSPOTS“ fertiggestellt – Festakt in der VG Mendig

Mendig – Kunst am Bau erhält Einzug in das Rathaus der Verbandsgemeinde Mendig. Mit einem Festakt in Anwesenheit zahlreich geladener Gäste wurde der neue Rathausanbau an das bestehende VG-Verwaltungsgebäude im September 2021 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Nun wurde auch das Projekt „HOTSPOTS“ im Rahmen der Kunst am Bau durch die Künstlerin Dorthe Goeden fertiggestellt und ist für jeden sichtbar.

Der neue Rathausanbau wurde im engen Schulterschluss zwischen Verbandsgemeinde und Stadt Mendig realisiert. Foto: Verbandsgemeinde Mendig / Thorsten Ahrendt

Kunst am Bau ist ein Element der Baukultur in Deutschland und Teil der Bauherrenaufgabe, wodurch ein festgelegter Anteil der Baukosten bei öffentlichen Bauten für Kunstwerke verwendet werden muss. Zuvor wurden die Wettbewerbsunterlagen auf der Seite „Kunst und Bau RLP“ veröffentlicht. Insgesamt haben zwölf Künstlerinnen und Künstler ihr Interesse erklärt. Das Preisgericht hat am 06.08.2021 getagt und einstimmig die Künstlerin Dorthe Goeden aus Münster für die Erarbeitung eines Entwurfs auserkoren. Die Künsterlerin wurde 1975 in Adenau geboren, lebt und arbeitet derzeit in Münster und Düsseldorf und hatte bereits 2011 in Diez und 2017 in Bad Kreuznach „Kunst am Bau“ realisiert.

„Die Förderung und Beteiligung von Kunst und Kultur ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil bei allen öffentlichen Baumaßnahmen. Eine dauerhafte und allgemein zugängliche Präsenz von Kunstprojekten stand bei der künstlerischen Aufwertung des Rathauses im Vordergrund. Viele kleine und große Spots fügen sich jetzt über drei Etagen im Haupttreppenhaus der Verbandsgemeindeverwaltung zu einem Gesamtbild zusammen. Sie stehen gemeinsam für die Dynamik der Verbandsgemeinde und individuell für alle Menschen, Facetten, Geschichten und Ideen, die die Region prägen und beleben. Auf abstrahierte und reduzierte Weise zeigt die Wandmalerei Höhenzüge und Täler mit zeichnerischen Mitteln, angelehnt an die Topografie der Verbandsgemeinde. Bürgerinnen und Bürger, die unser Rathaus besuchen, erhalten nunmehr einen künstlerischen Eindruck von unserer durch den Vulkanismus geprägten Heimat.“, betont Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, bei Übergabe des abschließend fertiggestellten Kunstwerks.

Der neue Rathausanbau wurde im engen Schulterschluss zwischen Verbandsgemeinde und Stadt Mendig realisiert. Aushängeschild des Anbaus ist ein moderner und barrierefrei zugänglicher Sitzungssaal, der durch weitere Büroflächen ergänzt wird und acht zusätzliche öffentliche Stellplätze ausweist.

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Swetlana Tichanowskaja freut sich auf den Karlspreis in Aachen

Aachen – Im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) trafen die Karlspreisträgerin des Jahres 2022, Swetlana Tichanowskaja, Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender der Karlspreisgesellschaft, Professor Dr. Thomas Prefi, Vorstandssprecher der Karlspreisstiftung, sowie die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Es war eine sehr herzliche und freundliche Begegnung, in deren Verlauf das Programm für die Karlspreisverleihung rund um Christi Himmelfahrt, aber auch das Vorprogramm, das bereits Ende April beginnen soll, besprochen wurden. Stationen in Berlin, Brüssel und Straßburg sind dazu vorgesehen sowie – soweit möglich – gemeinsame Auftritte der Preisträgerinnen in Aachen selbst.

Jürgen Linden dankte Swetlana Tichanowskaja für die Bereitschaft zur Annahme des Preises und übermittelte herzliche Wünsche an die beiden anderen Preisträgerinnen, Veronica Tsepkalo und Maria Kalesnikava. Swetlana Tichanowskaja brachte Ihre Freude über die Auszeichnung zum Ausdruck und sagte: „Ich kann den Organisatoren des Karlspreises nicht genug dafür danken, dass sie diesen Preis an Belarus vergeben haben. Der Preis ist jedoch nicht für mich oder ‚unser Trio‘ mit Veronika und Maria bestimmt. Dieser Preis gehört den Belarussen – den belarussischen Frauen, den Journalisten und den furchtlosen Freiwilligen. Dieser Preis bedeutet, dass Belarus zu Europa gehört und unsere Politik Teil der europäischen Politik ist. Die Belarussen haben in ihrem friedlichen, gewaltlosen Kampf für die Freiheit enorme Anstrengungen und Hingabe gezeigt. Sie haben gezeigt, was es heißt, Europäer zu sein. Und dafür haben sie einen hohen Preis bezahlt.“

Diskussion im Rahmen des Treffens

Diskutiert wurde im Rahmen des Treffens bei der MSC auch über die geopolitischen Veränderungen im Großraum der ehemaligen Sowjetunion, vor allem über die aktuelle Bedrohung der Ukraine durch Russland. Hier nahmen neben Staatsministerin Claudia Roth unter anderem Armin Laschet, der ehemalige Staatspräsident Estlands, Thomas Ilves, verschiedene Verteidigungs- und Außenminister anderer Länder sowie Vertreter von think tanks und politischen Vereinigungen teil.

Swetlana Tichanowskaja betonte in der Diskussion, dass das belarussische Volk, wie auch das ukrainische, Unabhängigkeit, Souveränität und deshalb nachhaltige Unterstützung durch die westliche Politik benötigte. Sie mahnte von westlicher Seite mehr Mut und Engagement an, da man doch russische Politik und die dahintersteckende Aggression hinreichend kennen müsse. Und sie äußerte den Wunsch, dass der Karlspreis neben den aktuellen Problemen um die Ukraine das Schicksal des belarussischen Volkes ins öffentliche Bewusstsein rücken könne.

Kontakte zur Zivilbevölkerung

Claudia Roth unterstrich diesen Wunsch, indem sie auf die Notwendigkeit verwies, die Empathie für die unterdrückten und insbesondere aufständischen Menschen zu beleben. Präsident Ilves mahnte an, die Prozesse der europäischen Institutionen zu beschleunigen und nicht nur darauf zu achten, mit „offiziellen“ Volksvertretern zu sprechen, sondern auch die Kontakte zur Zivilbevölkerung zu suchen.

Am Frieden in Europa arbeiten

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen erklärte, dass der Frieden in Europa akut bedroht sei und deshalb der Dialog nicht aufhören dürfe. Sie appellierte an die Verantwortlichen, weiter gemeinsam am wertvollen Gut des Friedens in Europa zu arbeiten. „Unsere Stärke ist die Gemeinschaft. Lassen Sie uns deshalb die Fahne der Freiheit und Demokratie in unseren Ländern und Institutionen hissen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Idee eines Europas der Wertegemeinschaft auch diese Stürme überstehen wird“.

Die sehr lebhafte Diskussion mündete in den Tenor, dass Europa seine Bürger nur überzeugen könne, wenn es in dieser geopolitisch schwierigen Situation auch Stärke zeige, einig bleibe und Europa weiter denke als nur in den Grenzen der Europäischen Union.

Swetlana Tichanowskaja bedankte sich für die allseits ausgesprochene Unterstützung und bot an, den Diskussionsprozess fortzusetzen. Jürgen Linden und Sibylle Keupen sagten zu, mit dem Karlspreis in Aachen eine solche Plattform zu bieten.

Die Vorbereitung des Rahmenprogramms zum Karlspreis 2022 wird in den kommenden Wochen von Aachen aus in enger Abstimmung mit den drei Teams der Preisträgerinnen im Exil in Litauen und Polen erfolgen.

Preisverleihung am Himmelfahrtstag 2022

Die Preisverleihung an die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo in Würdigung ihres „mutigen und ermutigenden Einsatzes gegen die brutale staatliche Willkür, Folter, Unterdrückung und die Verletzung elementarer Menschenrechte durch ein autoritäres Regime, für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit“ wird am Himmelfahrtstag, 26. Mai, wie gewohnt im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden.

 

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Kreis Euskirchen hält an Pool-Tests in Kitas fest

Euskirchen – Anzahl der positiven Pool-Tests ist rückläufig / Landrat Ramers appelliert an die Eltern, das Verfahren weiter zu unterstützen. Seit Januar 2022 werden in den Kindertageseinrichtungen im Kreis Euskirchen PCR-Pooltestungen durchgeführt. Durch dieses Verfahren konnten bislang 1.355 positive Fälle in den Einrichtungen nachgewiesen werden. Die Teilnahme an den Pool-Tests ist weiterhin freiwillig, wird aber von einem Großteil der Eltern genutzt. Nach Angaben der Kitaträger nehmen rund 90 % der Kinder an diesem Testverfahren teil.

Die Corona-Betreuungsverordnung des Landes NRW gibt vor, dass Kinder, die nicht an den Pool-Tests teilnehmen, beim Auftreten eines positiven Falles in der Einrichtung viermal in zehn Tagen Schnelltests durchführen müssen. Diese Kinder können also bei einem positiven Pool-Ergebnis ihrer Gruppe am nächsten Tag die Kita besuchen. Voraussetzung ist: Die Eltern müssen zuvor zuhause einen Schnelltest mit einem unauffälligen Ergebnis durchführen. Es kann auch ein Test aus einem Bürgertestzentrum vorgelegt werden.

Gleichzeitig ändert sich das Prozedere für die Kinder, die am Pool teilnehmen, nicht. Wer an einem Pool teilgenommen hat, dessen Ergebnis positiv ausfällt, darf erst wieder in die Kita gehen, wenn ein negativer PCR-Befund vorliegt (PCR-Einzeltest erfolgt über die Kita).

Das kann auf den ersten Blick „ungerecht“ wirken: Die Kinder, die am (positiven) Pool teilgenommen haben, müssen am nächsten Tag zuhause bleiben, die anderen können mit negativem Selbst- oder Schnelltest wieder in die Kita. So sehen es aber die Landesverordnungen vor. Entgegen der Hoffnung des Kreises wird auch das Thema Rückstellprobe keine Entlastung bringen. Die Labore können diesen „Service“ absehbar nicht leisten.

„Die derzeitige Situation ist für alle Beteiligten herausfordernd und belastend“, so Landrat Markus Ramers. „Sie erfordert Flexibilität und Spontanität und führt immer wieder auch zu Betreuungsproblemen, wenn der Pool-Test der Gruppe des Kindes tatsächlich positiv ausfällt. Das gilt für Eltern ebenso wie für das Kita-Personal.“ Er appelliert dennoch an die Eltern, ihre Kinder an der Pool-Testung teilnehmen zu lassen. „Ein ideales Testverfahren für alle gibt es leider nicht. Die Pool-Tests sind aber ein guter Weg, um auf der einen Seite den Infektionsschutz für Kinder und Personal zu gewährleisten und auf der anderen Seite für ein hohes Maß an Betreuungssicherheit zu sorgen. Der Landrat erfährt dabei Unterstützung von Kita-Trägern und dem Jugendamtselternbeirat, die ebenfalls für eine rege Teilnahme an den Pool-Testungen werben.

Aktuell sind die positiven Pool-Tests bereits rückläufig und haben sich seit zwei Wochen auf einem Niveau von rund 10 Prozent positiver Pools eingependelt. Daher plant der Kreis, dieses Verfahren vorerst bis zu den Osterferien fortzusetzen.

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Das Fleisch kommt von hier!

Prüm – Enge Zusammenarbeit zwischen Metzgerei Marco Müller und Hof Lamberty. Die Regionalmarke EIFEL arbeitet hart am Glück… für Erzeuger und Tiere, damit die Verbraucher wissen: Es kommt Fleisch zu fairen Preisen und aus tier­gerechter Eifeler Haltung auf den Tisch.

Es ist normal geworden, dass man Schweinefleisch aus aller Herren Länder in den Supermarkttheken landet. Doch es geht auch anders – nämlich mit Wertschöpfung, die vor Ort bei den heimischen Bauern und Metzgereien bleibt. Mit Tieren, die gesund und ihrer Art entsprechend gehalten werden und die keine langen Transporte erleiden müssen. Davon profitieren alle. Wie das funktioniert, zeigt das Beispiel der Zusammenarbeit von Christoph Lamberty und Marco Müller. Lamberty hält auf seinem Hof in Pantenburg rund fünfhundert Mastschweine bis zur Schlachtreife, Müller verarbeitet das Fleisch in seiner Metzgerei im nahen Gillenfeld zu deftigen Köstlichkeiten. Beide Betriebe sind Teil der Regionalmarke EIFEL und lassen sich entsprechend zertifizieren.

Lamberty ist überzeugt: „Zukunft gibt es für Schweinehalter nur, wenn wir uns bei der Vermarktung regional orientieren und zugleich gute Haltungsbedingungen schaffen.“ Nicht alle, aber viele seiner Tiere leben bereits auf Stroh. Sein Ziel ist die stetige Verbesserung der Tierhaltung und der Vertrauensbasis, die Kunden wissen lässt: Das Fleisch dieser Tiere ist seinen Preis wert, denn es stammt von gesunden Schweinen, die Bewegungsfreiheit, Spielmöglichkeiten und optimale Ernährung überwiegend mit heimischem Futter haben. „All das schmeckt man am Ende und wirkt sich positiv auf die Qualität aus“, weiß Lamberty. Mit der Einbindung in die Regionalmarke EIFEL sieht er einen wichtigen Schritt getan, um weg zu kommen von den Zwängen des Weltmarktes mit seinen Dumpingpreisen und mit unübersichtlichen Produktionsverhältnissen, die zu Lasten von Mensch und Natur gehen.

Die Schweine vom Hof Lamberty müssen nur wenige Kilometer zurücklegen, bis sie im EU-zugelassenen Schlachthaus der handwerklichen Metzgerei von Marco Müller in Gillenfeld schonend ihr Leben lassen. Mit traditionellen und eigenen Rezepturen entstehen Delikatessen, die viele Stammkunden anlocken und stets weitere neue Kunden überzeugen. „Es ist arbeits- und kostenintensiver als üblich, aber es zahlt sich aus. Die Kunden wissen die hohe Qualität zu schätzen. Und es ist ein wunderbares Gefühl für mich, ihnen vernünftige Antworten auf ihre Fragen geben zu können.“ Denn es entstehen viele Gespräche über Haltungsformen oder Ernährung der Tiere – die Kunden wollen sicher sein, dass sie qualitativ gutes Fleisch aus der Eifel bekommen.

Die Zertifizierung der Regionalmarke EIFEL entspreche einfach seiner Philosophie der Wertigkeit, begründet Marco Müller die Teilnahme am regionalen Erfolgskonzept. Das hohe Niveau seiner Produkte beeindruckte bei einschlägigen Wettbewerben auch die Fachjury der Handwerkskammer: Fünf Mal holte Müller für seine Fleisch- und Wurstwaren die Goldmedaille. Mit dem EIFEL Schwein haben tatsächlich alle Beteiligten „Schwein“: genießende Kunden, zufriedene Metzger und Bauern und auch die Tiere mit einer guten Lebenszeit auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.

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Jülich setzt die strengeren Regeln der gesicherten Brauchtumszone nicht um

Jülich – Für Bereiche, in denen ein erhöhtes Infektionsrisiko durch das brauchtumsbedingte Zusammentreffen einer Vielzahl von Menschen erwartet wird, können Kommunen laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW strengere Regeln für die Karnevalstage (24.02.-01.03.2022) durch Einrichtung einer sogenannten „gesicherten Brauchtumszone“ festlegen. „Die Jülicher Karnevalisten sind mit der Situation bisher sehr verantwortungsbewusst umgegangen,“ sagt Bürgermeister Axel Fuchs „ich sehe daher keine Notwendigkeit, die Corona-Regeln für die Karnevalstage zusätzlich zu verschärfen.“ Die Einrichtung einer „gesicherten Brauchtumszone“ wäre unter Berücksichtigung der Gesamtsituation deshalb unverhältnismäßig. Sie wird daher in Jülich nicht ausgewiesen.

Auch an den jecken Tagen gelten „nur“ die „normalen Corona-Regeln“. So bleibt z.B. die Ausnahmeregelung, dass Personen mit Auffrischungsimpfung bei 2Gplus keinen zusätzlichen Test benötigen bestehen. Innerhalb einer gesicherten Brauchtumszone wäre der zusätzliche Test auch für diese Personen Pflicht.

Für die Gastronomie (innen und außen) gilt in Jülich also weiterhin 2Gplus als Zugangsbeschränkung. Nachzuweisen ist die vollständige Impfung oder Genesung jeweils mit zusätzlichem negativem Test. Diese zusätzliche Testpflicht entfällt für Personen, die geboostert oder frisch geimpft (vor 15-90 Tagen) oder frisch genesen (vor PCR-Test vor 29-90 Tagen) sind. In Innenräumen gilt dabei Maskenpflicht, außer am Sitz- oder Stehplatz.

Auch für Karnevalsveranstaltungen gilt in Innenräumen 2Gplus, im Freien 2G.

Untersagt sind – mit oder ohne gesicherte Brauchtumszone – der Betrieb von Clubs und Diskotheken sowie vergleichbare Veranstaltungen, wie öffentliche oder private Tanz- und Diskopartys und ähnliches.

Unter Beachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen und mit der gebotenen Eigenverantwortung wünscht die Stadtverwaltung allen Jecken viel Spaß an den Karnevalstagen.

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Vulkaneifler Kai Goebel aus Pelm im RTL-DSDS-Casting am 26. Februar mit dabei

Pelm/Köln – Kai Goebel (28) wohnt mitten in der Vulkaneifel und ist ein absoluter Dorfmensch, dem die Stadt viel zu hektisch und laut ist. Laut darf es für ihn nur unter der Dusche werden, wenn er anfängt, seine Songs zu singen und schon mal für sein DSDS-Casting übt.

Die Jury mit Toby Gad (l.), Ilse DeLange und Florian Silbereisen. Foto: RTL – Stefan Gregorowius

Seine Freundin ist absolut fasziniert von seiner Stimme und traut ihm für seinen Auftritt einiges zu. Kai arbeitet als Einzelhandelskaufmann, der mit seinem mobilen Supermarkt in der Eifel unterwegs ist und die Leute mit allerhand nützlichen Dingen versorgt.

Kai Goebel startet jetzt am Samstag, 26.02. bei der 19. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL Der trifft auf eine Jury, wie es sie so noch nie gegeben hat: Neben dem deutschen Showmaster Florian Silbereisen und Hollands erfolgreicher Sängerin/Songwriterin und mehrfach Platin ausgezeichneter ESC Gewinnerin Ilse DeLange beurteilt Toby Gad, der Mann, der Weltstars wie Beyoncé und Madonna produziert, das Können der Talente. Mal sehen, ob es Kai Goebel aus Pelm in den Recall schafft. Kai bringt die Titel „Mars“ von Georg Stengel und „Wie soll ein Mensch das ertragen“ von Philipp Poisel zur Juryauswahl mit.