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Die gemeinsam agierenden Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen informieren

StädteRegion Aachen – Geltende Vorschriften an Karneval. In der StädteRegion gelten auch an Karneval die Regelungen der Coronaschutzverordnung. Brauchtumszonen wurden keine eingerichtet – deshalb gibt es hier auch keine verschärften Regeln. Somit gilt auch an Karneval in Kneipen die „normale“2G-Plus-Regelung:

Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene mit aktuellem, negativem Coronatest. Die Testpflicht in Bereichen, in denen 2G-Plus gilt, entfällt für immunisierte Personen, die zusätzlich zur vollständigen Grundimmunisierung entweder

  • über eine Auffrischungsimpfung verfügen (also insgesamt drei Impfungen),
  • geimpft genesene Personen (Personen, die eine Infektion durchlebt haben und entweder davor oder danach mindestens eine Impfung erhalten haben) oder
  • sogenannte „frisch Geimpfte“ (Personen, bei denen die zweite Impfung mindestens 14 Tage und höchstens 90 Tage her ist) oder
  • „frisch Genesene“ (Personen, die über einen positiven PCR-Test verfügen, der mindestens 27 Tage aber höchstens 90 Tage alt ist) sind.

Kinder und Jugendliche gelten bis zum Alter von einschließlich 17 Jahren als immunisiert. Schüler*innen ab 16 Jahren gelten bei Vorlage einer Bescheinigung der Schule als getestet.

In Kneipen gilt die Maskenpflicht, ausgenommen an festen Sitz- oder Stehplätzen. Im Freien besteht keine Maskenpflicht mehr.

Partys und Tanzveranstaltungen sind durch die aktuelle Coronaschutzverordnung untersagt – auch an Karneval. Diskotheken sind geschlossen.

Private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte oder Genesene teilnehmen, können wieder ohne zahlenmäßige Begrenzung stattfinden.

Kontaktbeschränkungen gelten ausschließlich für nicht immunisierte Menschen. Menschen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, dürfen sich bei privaten Treffen im öffentlichen und privaten Raum weiterhin nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts und maximal zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen. Dabei zählen Kinder unter 14 Jahren nicht mit. Bei der Bestimmung des Haushalts gelten Ehegatten, Lebenspartner*innen und Partner*innen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammenwohnen.

Organisierte Veranstaltungen – auch Brauchtumsveranstaltungen – können auf Basis der Coronaschutzverordnung durchgeführt werden.

Im Impfzentrum wird jetzt auch Novavax angeboten: Eine Impfung ist nur mit Termin möglich!

Ab Montag (28. Februar 2022) wird im Impfzentrum der StädteRegion Aachen (Trierer Straße 1 in Aachen) auch Novavax verimpft. Eine Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich, weil die StädteRegion Aachen bei der Terminvergabe folgende Vorgaben des Landes zu berücksichtigen hat:

  • 75 Prozent der verfügbaren Impfdosen sind den Personengruppen anzubieten, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffenen sind. Ein Nachweis kann über eine Arbeitgeberbescheinigung erfolgen, die man auf der Seite der StädteRegion Aachen downloaden kann.
  • Weitere 20 Prozent sollen für Personen reserviert werden, denen eine Unverträglichkeit in Bezug auf die vorhandenen mRNA-Impfstoffe bescheinigt wurde. Hierfür ist ein ärztliches Attest erforderlich.
  • Fünf Prozent der Impfdosen stehen den Menschen zur Verfügung, die noch keine Impfung erhalten haben.

Der Impfstoff von Novavax ist ein sogenannter Proteinimpfstoff. Die STIKO empfiehlt ihn für Personen über 18 Jahren alternativ zu den bereits bekannten Impfstoffen. Die Anwendung des Impfstoffs von Novavax während der Schwangerschaft und Stillzeit wird zum jetzigen Zeitpunkt durch die STIKO nicht empfohlen. Impfungen nach einer alleinigen Covid-Infektion sind drei Monate nach Genesung möglich. Derzeit können nur Personen geimpft werden, die entweder eine deutsche Krankenversicherung oder einen deutschen Wohnsitz vorweisen können. Für eine Grundimmunisierung sind zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen erforderlich. Den zweiten Termin bekommt man direkt vor Ort. Eine Boosterimpfung mit Novavax ist nicht möglich.

Alle weiteren Informationen und die freien Impftermine findet man unter: https://www.staedteregion-aachen.de/novavax.

Neues Beratungsangebot im Impfzentrum

Menschen, die generell ein Beratungsgespräch zum Impfen wünschen, können ebenfalls ab sofort einen Termin buchen. Das Angebot richtet sich beispielsweise an diejenigen, die Bedenken gegen einen Impfstoff haben oder unsicher in Bezug auf die richtige Impfstoffwahl sind. Auch Personen mit Angst vor Spritzen, ohne eigenen Hausarzt oder mit Scham vor dem bekannten Arzt dürfen sich angesprochen fühlen. Auf Wunsch steht dann zusätzlich zu dem Arzt auch ein Dolmetscher zur Verfügung. Nach dem Gespräch können die Menschen in Ruhe entscheiden, ob sie geimpft werden möchten oder nicht.

Neue Öffnungszeiten des Impfzentrums

Ab 1. März sind die Impfzentren der StädteRegion wie folgt geöffnet:

  • Impfstelle für Jugendliche und Erwachsene: Dienstag bis Samstag, 13-19 Uhr, ohne Termin (bzw. mit Terminbuchung für Novavax)
  • Kinderimpfstelle: Freitag und Samstag, 13-19 Uhr (nur mit Terminbuchung)

Eine aktuelle Auflistung aller öffentlichen Impfmöglichkeiten mit Öffnungszeiten findet man hier: www.staedteregion-aachen.de/impfstellen

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Bereits über 20.000 zufriedene S-App Nutzer bei der Kreissparkasse Ahrweiler

Ahrweiler – Banking ohne Öffnungszeiten? Was früher noch ein Wunschtraum war, ist heute längst Alltag! Mit der erfolgreichen Sparkassen-App und ihren zahlreichen Funktionen können Sparkassenkunden von jedem Ort und zu jeder Uhrzeit bequem ihre Bankgeschäfte erledigen.

Sie ist eine mobile Schaltzentrale für alle finanziellen Angelegenheiten und die perfekte Ergänzung zur Internet-Filiale und der Beratung vor Ort. Die überraschend hohe Nutzerzahl zeigt, dass dieser wichtige Zugangsweg der Multi-Kanal-Strategie in Sachen Qualität und Sicherheit überzeugt. In 2020 nutzten von insgesamt 41.951 Kunden mit einem Onlinebanking-Zugang ca. 40 % bereits die Sparkassen-App. In 2021 waren es sogar ca. 48 % aller Onlinebanking-Nutzer, die die Sparkassen-App eingesetzt haben.

Ob per Fotoüberweisung schnell und unkompliziert Rechnungen mit dem Smartphone oder Tablet überweisen, Daueraufträge bearbeiten, Umsätze abfragen oder Kontoauszüge digital und kostenfrei abrufen – die App ermöglicht immer eine einfache Handhabung – und das auch für Konten bei anderen Banken. So benötigt man für die Verwaltung aller Konten nur eine App.

Mit der Sparkassen-App und der Funktion „giropay“ kann man sogar einfach und sicher Geld an die auf dem Smartphone gespeicherten Kontakte überweisen oder anfordern. Eine tolle Sache und Motivation für alle, offene Rechnungen unter Freunden schnell und einfach zu begleichen – und das bis 30 Euro sogar ohne TAN-Eingabe.

Eine große Stärke der Sparkassen-App liegt in ihrer Sicherheit. Mit dem pushTAN-Verfahren wird für jeden Auftrag die Freigabe individuell und sicher direkt in der kostenlosen pushTAN-App am Smartphone oder auch am Tablet erteilt. Das Verfahren ist vom TÜV geprüft und funktioniert super einfach.

Sie wollen mehr Informationen über die ausgezeichnete S-App erhalten? Dann besuchen Sie unsere Homepage www.ksk-ahrweiler.de oder wenden Sie sich an Ihren persönlichen Berater!

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Mehr Stellen zum Schuljahr 2022/23 in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Das Landeskabinett hat den Weg frei gemacht für die Umsetzung der aktuellen Haushaltsbeschlüsse zum Schuljahr 2022/23. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Die Landesregierung ist angetreten, um die Rahmenbedingungen für unsere Schulen Schritt für Schritt zu verbessern. Allein mit dem Haushalt 2022 haben wir rund 4000 zusätzliche Stellen geschaffen. Wir investieren in Köpfe und damit in die Zukunft unserer Kinder.“

Mit der jährlichen Verordnung zur Ausführung von Paragraph 93 Absatz 2 Schulgesetz steuert das Ministerium für Schule und Bildung die Stellenzuweisung für die Schulen in Nordrhein-Westfalen. Darunter u.a.:

  • 250 Stellen für multiprofessionelle Teams an Förderschulen. Diese Stellen dienen dazu, die multiprofessionelle Expertise für die sonderpädagogische Förderung zu sichern.
  • 783 Stellen zur Umsetzung des Masterplans Grundschule. Die Stellen dienen u.a. der Entlastung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer, indem die Zahl der Anrechnungsstunden weiter erhöht wird. Mit den Anrechnungsstunden erhalten Lehrinnen und Lehrer beispielsweise einen Ausgleich für besondere schulische Aufgaben oder für besondere unterrichtliche Belastungen.
  • 583 Stellen für den Bildungsgang „Berufliches Gymnasium“. Damit verbessert sich die Relation „Schülerinnen und Schüler je Stelle“ faktisch auf 12,70 zum Schuljahr 2022/23.
  • 749 Stellen für die Neuausrichtung der Inklusion an den Schulen des Gemeinsamen Lernens.

Der Verordnungsentwurf wird nun dem Landtag zur Beratung in den für Schule und Bildung sowie für Haushalt und Finanzen zuständigen Ausschüssen vorgelegt. Die Verordnung soll zu Beginn des Schuljahres 2022/2023 in Kraft treten.

Abschließend erklärte Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer. „Die Landesregierung hat seit 2017 viel Geld in die Hand genommen und in den Schulbereich investiert. Der Schuletat wurde in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 3,1 Milliarden Euro erhöht. Heute arbeiten und unterrichten 13.300 Pädagoginnen und Pädagogen und weitere Landesbedienstete mehr in der Schule als vor fünf Jahren. Seit 2017 hat die Landesregierung rund 16.000 Lehrerstellen geschaffen und erhalten.“

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Hellenthaler Bürgermeister Rudolf Westerburg lädt zum Solidaritätsgang am Sonntag 27. Februar

Hellenthal – Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Angriff auf die Ukraine ist ein Angriff auf unser freies Europa. Auch in der Gemeinde Hellenthal und in unserer Eifelregion wohnen und leben zahlreiche ukrainische Mitbürger. Ihnen und ihren Angehörigen im Heimatland gilt unsere Sorge und unsere Gedanken.

Unseren ukrainischen Mitbürgerinnen und Mitbürgen möchten wir unsere Solidarität zeigen. Ich lade Sie daher alle ein, am

Sonntag, den 27.02.22 um 18.00 Uhr

zu einem friedlichen Solidaritätsgang für die Menschen in der Ukraine vom Kreisverkehr am Busbahnhof in Hellenthal bis zur Grenzlandhalle.

Friedlich und still wollen wir der Menschen gedenken, die jetzt in schlimmsten Ausmaß von Krieg, Verletzung und Tod betroffen sind und ihnen unsere Unterstützung vermitteln.

Wer sich friedlich und still daran beteiligen möchte ist eingeladen mich zu begleiten.

Ausdrücklich weise ich darauf hin, dass es keine Demonstration ist, sondern ausschließlich ein Denken an unsere Mitbürger!

Rudolf Westerburg

-Bürgermeister-

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Baubeginn am Weiertor in Zülpich

Zülpich – Mittelalterliche Toranlage wird nach historischem Vorbild wiederaufgebaut. Landesregierung NRW fördert den Wiederaufbau mit rund 610.000 Euro. Am 22.02.2022 haben die vorbereiteten Baumaßnahmen zum Wiederaufbau des Weiertores begonnen. Ein passenderes Datum für den Beginn dieser Maßnahme hätte es wohl kaum geben können – abgesehen vom Elften im Elften natürlich!

Im Zuge der vorbereiteten Baumaßnahmen wird der Bereich, wo später der Baukörper aufgebaut wird, saniert und für den Wiederaufbau vorbereitet. Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

Denn immerhin werden die Hovener Jungkarnevalisten (HJK) das Weiertor als künftiger Hauptnutzer unter anderem als Versammlungs- und Probenraum sowie für kleinere Festivitäten nutzen. Dieser erste Bauabschnitt dient dazu, den Bereich, wo später der Baukörper entstehen soll, zu sanieren und für den direkt daran anschließenden Wiederaufbau vorzubereiten. Etwa Ende März/Anfang April soll dann das eigentliche Projekt „Wiederaufbau“ starten.

Der Wiederaufbau der beim Bombenangriff der alliierten Streitkräfte an Heiligabend 1944 weitgehend zerstörten und seither nur teilweise rekonstruierten Doppeltoranlage wird vom Land NRW mit rund
610.000 Euro aus dem Topf des Programms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. – Wir fördern, was Menschen verbindet.“ gefördert.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und
Gleichstellung des Landes NRW, hatte den entsprechenden Förderbescheid im vorigen Jahr persönlich in Zülpich übergeben.
Gestellt wurde der Förderantrag von den Hovener Jungkarnevalisten (HJK). Diese werden das „neue alte“ Weiertor nach Fertigstellung als Vereinsdomizil nutzen und sich damit den seit vielen Jahren Traum
von der Heimat in einer Toranlage der mittelalterlichen Stadtmauer erfüllen. Das Weiertor soll künftig aber auch als Ort der Begegnung für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden – beispielsweise am „Tag des offenen Denkmals“ oder bei Stadtfesten und Veranstaltungen im direkt angrenzenden Park am Wallgraben.

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Nächster Schritt auf Weg zu mehr schnellem Internet in MYK

Region/Mayen-Koblenz – Landkreis unterzeichnet Verträge mit Deutscher Glasfaser. Der Ausbau von schnellem Internet schreitet in Mayen-Koblenz immer weiter voran. In einem nächsten Schritt werden insgesamt über 44 Millionen Euro in den Ausbau von Glasfaserinfrastruktur im Landkreis investiert. Gut die Hälfte der dafür erforderlichen Arbeiten wird von der „Deutschen Glasfaser“ durchgeführt, die den Zuschlag für Maßnahmen in den Verbandsgemeinden Maifeld, Rhein-Mosel, Vallendar, Weißenthurm sowie in den Städten Andernach und Bendorf erhielt. Die erforderlichen Verträge wurden nun von Landrat Dr. Alexander Saftig und Dr. Ulrich Nitschke, Bereichsleiter der Deutschen Glasfaser, unterschrieben.

Zusätzlich zu dem nun auf den Weg gebrachten Projekt hat die Unternehmensgruppe in Weitersburg bereits mit einem eigenwirtschaftlichen Ausbau begonnen. „Es wird versucht, die eigenwirtschaftlichen und geförderten Maßnahmen bestmöglich in Einklang zu bringen, um die Straße oftmals lediglich einmal zu öffnen“, sagt Nitschke Für sämtliche von der Deutschen Glasfaser durchzuführenden Arbeiten, kann nach der nun erfolgten Vertragsunterzeichnung der konkrete Ausbauplan erarbeitet werden.

Hintergrund:

Von den 44 Millionen Euro, die in den Breitbandausbau im Landkreis fließen, trägt 50 Prozent der Kosten der Bund, 40 Prozent das Land und 10 Prozent die kreisangehörigen Kommunen mit dem Landkreis. Nach Ende der Maßnahme sollen rund 1.400 Unternehmen, 32 Schulen, vier Krankenhäuser und 475 private Haushalte, die sogenannten weißen Flecken in Außenlagen, zuverlässig mit Bandbreiten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde versorgt werden.

 

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Stadt Mechernich will vier Grundschulen halten

Mechernich – Mehrheitlich verabschiedete der Stadtrat den neuen Schulentwicklungsplan. Er sieht unter anderem eine vierzügige Grundschule in Mechernich, eine dreizügige in Kommern und zweizügige Grundschulen in Lückerath und Satzvey vor. Die letztere Basisschule soll ab dem 1. August 2024 durch die neue dreizügige Grundschule in Firmenich abgelöst werden.

Im Siedlungsschwerpunkt Firmenich/Obergartzem errichtet die Stadt Mechernich parallel zu den geplanten Neubaugebieten zwischen Ortslagen und Panzerstraße in den nächsten Jahren ein neues Ensemble aus Grundschule, Kindergarten und Turnhalle für 18 Millionen Euro. Die bis dahin von der Grundschule Satzvey genutzten Gebäude sollen der expandierenden Waldorfschule (Veytalschule) Satzvey zufallen.

Unterschiedlicher Meinung waren Stadtverwaltung, Ratsmehrheit und SPD-Fraktion, was die Anzahl der Klassen pro Jahrgang in Firmenich betrifft. Während Fachbereichsleiter Holger Schmitz und Vize-Bürgermeister Günter Kornell auf einer Dreizügigkeit zum Schulstart 2024/2025 bestanden, forderte Beppo Wassong (SPD) sofortige Vierzügigkeit.

Lenkung durch Schulbuslinien

Dagegen sprach sich auch Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick aus, und zwar vehement, denn angesichts insgesamt zurückgehender Zahlen schulpflichtiger Kinder schwäche man mit einer überdimensionierten Firmenicher Schule die Zentralort-Grundschulen Kommern und Mechernich. Denn die werden ebenfalls von Schulkindern aus dem Einzugsgebiet besucht. Und die kleinste Grundschule in Lückerath werde sogar gefährdet.

Man habe bislang gute Erfahrungen mit einer Steuerung der Einzugsbereiche der vier städtischen Grundschulen durch eine entsprechende Festlegung von Schulbuslinien gesammelt, so der Verwaltungschef. Die neue Grundschule Firmenich/Obergartzem werde auch in weiter Zukunft nicht allein von Schülern aus dem Doppelort gefüllt, sondern auch aus umliegenden Dörfern, um ihre dreizügige Kapazität zu erreichen.

Mit vier Zügen schaffe man unnötige Begehrlichkeiten im Umland. Viele Eltern würden sich dann für die neue Grundschule in Firmenich und gegen die Schwesterschulen in Mechernich und Kommern entscheiden. Die Folge wäre eine weiträumige Verschiebung von Schülerströmen, die die großen Grundschulen Mechernich und Kommern schwäche und die kleinste, aber sehr erfolgreiche integrative Grundschule in Lückerath sogar in ihrem langfristigen Bestand gefährden könnte.

Bis auf die SPD schlossen sich alle Fraktionen der Meinung Dr. Hans-Peter Schicks an und stimmten für den neuen Schulentwicklungsplan. Zumal der Bürgermeister und Fachbereichsleiter Holger Schmitz für eine moderate Bau- und Einwohnerentwicklung in Firmenich/Obergartzem über 20 Jahre plädierten, die den Bedarf an Grundschulkapazität nur allmählich werde steigen lassen.

Schmitz: „Es kann durchaus sein, dass wir dann im Laufe der Jahre auf vier Züge erweitern! Darauf soll die Planung der neuen Schule ausgerichtet werden.“ Mit dieser Aussage zeigte sich Beppo Wassong „zufrieden“, seine Fraktion stimmte gleichwohl gegen den Schulentwicklungsplan.

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Unerwartetes Geschenk für das Sinziger Heimatmuseum

Sinzig – Nur eine kleine Ausstellung zum römischen „sentiacum“ (Sinzig) konnte bisher das Heimatmuseum im Sinziger Schloss präsentieren. Bei den Ausgrabungen 1912/13 des Provinzialmuseums Bonn am Sinziger „Pannenschläger“ ist der überwiegende Teil der Fundstücke der römischen Ziegelei (um 40 n. Chr.) und der Terra-Sigillata-Manufaktur (120-140 n. Chr.) nach Bonn und Remagen gelangt, aber auch in Museen im In- und Ausland.

Das ändert sich nun. Das Angebot der Liebenstein-Gesellschaft Koblenz und der GDKE Landesarchäologie Koblenz, Teile der von den Sinzigern Friedhelm Brandau und Manfred Gappe zwischen 1970 und 2020 in Sinzig geborgenen römischen Funde zur Bereicherung der Ausstellung zu erhalten, nahm Museumsleiterin Agnes Menacher begeistert an. „Jetzt können wir endlich zeigen, welche Qualität die Sinziger Töpferware hatte, der Erhaltungszustand ist ausgezeichnet und das nach fast 2000 Jahren!“

„Die besondere Qualität der Funde muss den Vergleich mit den Sammlungen in Bonn und Rheinzabern nicht scheuen“, so urteilt auch Axel von Berg, Leiter der Landesarchäologie Koblenz.

„Verzehnfacht“ sieht Archäologe Gabriel Heeren, der das Projekt wissenschaftlich begleitet, den Stellenwert des zukünftigen römischen Bestandes. „Eine komplette Neukonzeption der vergrößerten Ausstellung ist unumgänglich und ohne zusätzliche Finanzhilfen nicht realisierbar, so Menacher.

„Wir sind begeistert und unterstützen gerne die neue Römerausstellung“, so Michael Weltken (Mitte), Leiter des Beratungscenters Sinzig der Kreissparkasse Ahrweiler, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Bürgermeister Andreas Geron (r.) und Museumsleiterin Agnes Menacher (l.)

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Stadt Zülpich sorgt für Verbesserung der Erstversorgung im Stadtgebiet

Zülpich – Ein flächendeckendes Netz an Defibrillatoren. Sinnvolle Ergänzung zum kreisweiten Ersthelfer-Projekt „Corhelper“. Es waren Bilder, die um die ganze Welt gingen! Beim Europameisterschaftsspiel gegen Finnland im vorigen Sommer kippte der dänische Fußballstar Christian Eriksen plötzlich und ohne erkennbaren Grund um. Eriksen, gerade einmal 29 Jahre alt, erlitt einen Herzstillstand. Er überlebte nur deshalb, weil er umgehend notärztlich versorgt werden konnte.

Ob beim Einkaufen, auf der Arbeit oder zu Hause – vergleichbare Situationen können überall passieren! Jederzeit! Wenn jemand einen Herzstillstand hat, ist schnelles Handeln wichtig. Die Minuten, bevor der Notarzt eintrifft, entscheiden über Leben und Tod der betroffenen Person. Ein erster wichtiger Schritt bei der Erstversorgung ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung, mit der Patienten reanimiert werden können.

Bei Herzrhythmusstörungen ist der Zugriff auf einen sogenannten automatisierten externen Defibrillator, kurz AED, essentiell. Durch dessen Einsatz erhöhen sich die Chancen, dass der Patient überlebt,
deutlich.

Parallel zu den Bestrebungen in einzelnen Ortsteilen durch engagierte Bürgerinnen und Bürger hat sich Bürgermeister Ulf Hürtgen dafür eingesetzt, dass flächendeckend im gesamten Stadtgebiet Zülpich rund
um die Uhr öffentlich zugängliche Defibrillatoren platziert werden. Mit diesem Vorschlag war er auch bei den Mitgliedern des Rates der Stadt Zülpich auf Zustimmung gestoßen. Die Anschaffung der Geräte konnte jetzt mit finanzieller Unterstützung der Firma „F&S concept“ aus Euskirchen realisiert werden.

Als Kooperationspartner fungieren die Zülpicher Feuerwehr und der DRK-Ortsverein Zülpich bei diesem Projekt. Die Geräte sind speziell für die Anwendung durch Laien konzipiert worden und unterstützen
die Reanimation durch akustische und optische Signale sowie gesprochene Anweisungen. Die Standorte der Geräte in den Ortsteilen wurden in Abstimmung mit den jeweiligen Ortsvorstehern ausgewählt.

Sie sind außerdem als so genannte Rettungspunkte bei der Rettungsleitstelle hinterlegt. „Mir ist keine Kommune im Kreis Euskirchen bekannt, die über ein ähnlich flächendeckendes Netz an
Defibrillatoren verfügt“, sagte Bereichsleiter Thomas Heinen vom DRK-Kreisverband Euskirchen beim Ortstermin am Feuerwehrgerätehaus in Ülpenich. „Vielleicht kann Zülpich hier als gutes Beispiel für andere Kommunen dienen.“

Mit dem flächendeckenden Netz an Defibrillatoren im gesamten Stadtgebiet wird das im vorigen Jahr im Kreis Euskirchen initiierte „Corhelper“-Projekt nun in Zülpich und seinen Ortsteilen sinnvoll ergänzt.

„Corhelper“ ist ein Smartphone-basiertes Alarmierungssystem für Ersthelferinnen und Ersthelfer. Im Falle eines Notfalls werden über die App zeitgleich mit der Notarztalarmierung auch qualifizierte Ersthelfer
von der Leitstelle benachrichtigt. Die App greift dabei auf registrierte Helfer in nächster Nähe beziehungsweise in der Reichweite des Notfalls zurück, die dann die Erstversorgung vornehmen können bis der Rettungsdienst eintrifft.

Erfreulicherweise sind bereits engagierte Zülpicherinnen und Zülpicher als Corhelper registriert. Es wäre toll, wenn noch mehr Menschen dieses sinnvolle Projekt durch ihre Registrierung unterstützen.

Für Bürgermeister Ulf Hürtgen sind beide Projekte – das flächendeckende Defibrillatoren-Netz und die „Corhelper“-App – im wahrsten Sinne des Wortes Herzensangelegenheiten: „Wir erreichen damit eine erhebliche Verbesserung der Erstversorgung im gesamten Stadtgebiet“, so Hürtgen. „Wenn auf diese Weise nur ein Menschenleben in Zülpich gerettet werden kann, dann hat sich das schon gelohnt.“

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Infopoints im Ahrtal weiter gesichert

Ahrtal/Mainz – Beratung durch ISB und Architektinnen und Architekten in den betroffenen Regionen. Die von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) betriebenen Infopoints im Ahrtal bleiben bis Jahresende 2022 weiter bestehen, dazu gehört auch die parallel dort stattfindende bautechnische Vor-Ort-Beratung durch Architektinnen und Architekten. In den Infopoints erhalten betroffene Privatpersonen kostenlose Unterstützung bei Fragen zu Gebäudeschäden im Rahmen der baufachlichen Erstberatung und Schadensfeststellungen sowie Hilfestellungen bei der Beantragung der Aufbauhilfe bei Hausrats- und Gebäudeschäden bei der ISB.

„Für uns hat die Beratung vor Ort eine sehr hohe Priorität“, erklärte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, bei der die digitalen Anträge auf Aufbauhilfe für Hausrat, Gebäude und Unternehmen gestellt werden. „Uns ist wichtig, dass wir direkt in den betroffenen Gebieten bei der Antragstellung unterstützen können, denn nicht überall sind die technischen Mittel vorhanden.“ Das Angebot werde sehr gut angenommen.

Die Infopoints wurden neben den kommunalen Infopoints kurz nach der Flutkatastrophe eingerichtet. Eine Übersicht, wo und zu welchen Zeiten die Infopoints vertreten sind, erhalten Betroffene unter wiederaufbau.rlp.de.