Land unter in der Ortslage Virneburg im Juli 2021. Foto: Privat
Mayen/Vordereifel – Nach dem schweren Hochwasser im Jahre 2016 im Bereich von Nitzbach und Nette und ihren Nebengewässern hatten sich auf Initiative der Verbandsgemeinde Vordereifel weitere 6 Kommunen – Stadt Mayen, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sowie die Verbandsgemeinden Brohltal, Kelberg Adenau und Mendig – auf die Erstellung eines gemeinsamen Hochwasservorsorgekonzepts für Nette und Nitzbach verständigt.
Dieses erste Konzept wurde vom Land Rheinland-Pfalz mit 90 % aus der „Aktion Blau Plus“ gefördert und im Jahre 2020 abgeschlossen.
Darauf basierend wurden von den beteiligten Kommunen in eigener Zuständigkeit bereits erste Maßnahmen geplant bzw. stehen vor der Umsetzung.
Das verheerende Hochwasser im Juli 2021 gab Anlass dazu, aufgrund der neuen Erkenntnisse und der neuen notwendigen Bewertung dieses gesamten Bereiches eine Fortschreibung beim Ministerium zu beantragen.
In den neuen Förderrichtlinien hat das Land erstmals den Fördertatbestand einer Fortschreibung solcher Konzepte mit 60 % an Landeszuweisungen aufgenommen.
Unter Federführung der Verbandsgemeinde Vordereifel wurde dann 2021 ein entsprechender Förderantrag gestellt.
Mit Schreiben vom 18.02.2022 hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität diesen Förderantrag erfreulicherweise gebilligt, d. h. die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn wurde erteilt.
Damit konnte in diesen Tagen förderunschädlich der Planungsauftrag an das Ingenieurbüro erteilt werden.
Die 7 beteiligten Kommunen waren bereits parallel für diese Fortschreibung aufgefordert, aus ihren Erkenntnissen des letztjährigen Hochwassers Meldung einzureichen, wo ein Nacharbeiten des ersten Konzeptes oder eine Überprüfung neuer erkennbarer Schwachstellen vorzunehmen ist.
Diese Informationen werden nach Abstimmung in der hierfür gebildeten Arbeitsgruppe besprochen und das weitere Erkundungsverfahren festgelegt.
Mit den Ergebnissen dieser Fortschreibung werden die Kommunen in die Lage versetzt, dann noch konkreter wirksame und gezielte Einzelmaßnahmen in eigene Förderanträge zu bringen.
Damit wird ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Hochwasservorsorge für die künftigen Jahre eingeleitet, um einen verbesserten Schutz vor Schäden an Leib und Leben durch Hochwässer zu vermeiden.
Er leitet die beiden Kliniken für Orthopädie und Unfallchirurgie des
GK-Mittelrhein in Koblenz:
Prof. Dr. Atesch Ateschrang. Foto: GK Mittelrhein
Region/Mayen-Koblenz – Prof. Dr. Atesch Ateschrang ist als Orthopäde und Unfallchirurg überregional bekannt. Seit Jahresbeginn führt er neben der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Ev. Stift St. Martin auch die etablierte Orthopädie und Unfallchirurgie im Kemperhof – beides Koblenzer Krankenhäuser im Verbund des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein.
„Die Leitungsverantwortung für die beiden Standorte in Koblenz mit der Abbildung des gesamten Spektrums der modernen Orthopädie und Unfallchirurgie stellt nicht nur für mich, sondern das gesamte ärztliche Team eine sehr schöne Herausforderung dar. Besonders stolz bin ich auf die hervorragende Qualifikation und das Engagement des ärztlichen Teams, die sich dem Ziel verschrieben haben, die schmerzfreie Mobilität und Leistungsfähigkeit unserer uns anvertrauten Patienten zu erhalten“, erläutert der Chefarzt.
„Besonders hervorzuheben ist das individuelle Therapieangebot für unsere Patienten: Wir bieten alle modernsten Verfahren der Gelenk-Chirurgie an. Da nicht jedes Gelenk leichtfertig ersetzt werden sollte, prüfen wir immer, welche sinnvollen rekonstruktiven Optionen bestehen. Auf Basis von Langzeitstudien implantieren wir bei geeigneten Fallkonstellationen einen Teil-Gelenkersatz, wie die Schlittenprothese oder den isolierten Patellofemoralen Ersatz. Unser ärztliches Team ist geprägt durch eine Subspezialisierung des großen Fachgebietes, so dass wir Ihnen eine hochkompetente Therapie eines Spezialisten anbieten können, auch im Zuge der Einholung einer Zweit-Meinung bzw. Beurteilung.“
Der Kemperhof und das Ev. Stift St. Martin – jeweils mit eigenem Hubschrauberlandeplatz –sind mit allem ausgestattet, was zu einer kompetenten Frühversorgung von Unfallopfern nötig ist. Rund um die Uhr stehen Ärzte aller Fachrichtungen bereit, um Unfallverletzte und Schwerstunfallverletzte optimal zu versorgen. In den BG-Ambulanzen im Kemperhof und im Ev. Stift werden Patienten nach einem Arbeits- oder Wegeunfall in spezialisierten Sprechstunden betreut und beraten.
„Als Klinik für das Schwerstverletzungsartenverfahren hat das Ev. Stift auch einen besonderen Schwerpunkt in der Behandlung akut verletzter Patienten mit Arbeits- und Wegeunfällen sowie in der Wiederherstellung bei Folgezuständen nach schweren Unfällen“, betont Prof. Dr. Atesch Ateschrang und verweist auf die zahlreichen Kooperationen innerhalb des Krankenhausverbundes und im eigenen Zentrum für Querschnittlähmung. „Dank dieser Kooperationen können wir einen integrierten, teamübergreifenden Behandlungsansatz anbieten. Die Rehabilitation beginnt für uns bereits zum Zeitpunkt des Unfalls und endet nicht mit der Wiedereingliederung des Patienten in seinen beruflichen und privaten Alltag, da wir unsere unfallverletzten Patienten langfristig in Abhängigkeit der Verletzungsfolgen begleiten und beraten können. Insbesondere die operative Behandlung und sportliche Rehabilitation von Profi-Athleten ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Abteilung. Auch Kinder profitieren dabei von der Unterbringungsmöglichkeit in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die am Kemperhof eine kind- und familiengerechte Versorgung garantiert.“
Umfangreich sind auch die ambulanten Versorgungsangebote. „Unsere spezialisierten Fachärzte aus dem Kemperhof und dem Ev. Stift operieren in unserem eigenen Ambulanten OP-Zentrum in Koblenz. Patienten können so bereits einige Stunden nach dem Eingriff in die vertraute häusliche Umgebung zurückkehren“, berichtet der Chefarzt abschließend.
Das Leistungsspektrum im Überblick:
Polytraumaversorgung einschließlich Becken- und Azetabulumchirurgie
Wirbelsäulenchirurgie (konservativ und operativ einschließlich des Iliosakralgelenkes – ISG)
Alterstraumatologie
Sporttraumatologie und arthroskopische Gelenkchirurgie. Hier besteht eine Subspezialisierung für die nachfolgenden Gelenke:
Schulter- und Ellenbogengelenk (Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion, Gelenkstabilisierung, etc.)
Hüft- und Kniegelenk (Femuro-azetabuläres Impingement, Kreuzband-, Knorpel- und Meniskus-Verletzungen, etc.)
Oberes und unteres Sprunggelenk (Impingement, Knorpeltherapie sowie Stabilisierung etc.)
Korrekturosteotomien des Ober- und Unterschenkels zum Gelenkerhalt einschließlich Becken-Osteotomie (PAO – Peri-azetabuläre Osteotomie)
Endoprothetik und Wechselendoprothetik. Hier besteht eine Subspezialisierung für die nachfolgenden Gelenke:
Schulter und Ellenbogen
Hüft- und Kniegelenk
Oberes Sprunggelenk
Fußchirurgie
Besondere ganzheitliche Deformitäten-Analyse: Diagnostik und operative Korrektureingriffe für angeborene oder verletzungsbedingte Einschränkungen
Die jungen, motivierten und ideenreichen Landwirte Martin und Philipp Heinzen (v.l.). Foto: Regionalmarke EIFEL
Prüm/Alflen – Junge motivierte Ackerbauprofis setzen auf Direktvermarktung. Landwirtschaft ist wichtig, hat Zukunft und macht Spaß. Dafür bieten die beiden Brüder Martin und Philipp Heinzen aus Alflen im Kreis Cochem-Zell ein authentisches Beispiel. Seit Beginn des Jahres firmieren sie als Heinzen Agrar GbR. Dahinter steckt ein Familienbetrieb in 3. Generation, der als mittelständischer Ackerbaubetrieb Weizen, Gerste, Roggen, Raps, Mais und Zuckerrüben u.v.m. anbaut. Seit 2017 setzen die Junglandwirte zudem auf Kartoffeln – und ab sofort auf die Regionalmarke EIFEL. Das bekannte bunte Qualitätslogo bietet sowohl Produktsicherheit und Herkunftsgarantie als auch ein hohes Image beim Verbraucher.
Philipp Heinzen (30), bald fertig ausgebildeter Landbautechniker, hat ein Ziel: „Wir wollen unsere Produkte wertiger machen, eine direkte Verbindung zu Händlern und Verbrauchern aufbauen und der Landwirtschaft ein Gesicht geben – und dazu möchten wir uns bewusst der Regionalmarke EIFEL bedienen.“ Dabei setzen die Brüder auf die Direktvermarktung ihrer Erzeugnisse. Es bestehen bereits Liefertouren, einige regionale EDEKA-Märkte gehören schon zur Kundschaft. Auch Wiederverkäufer gehören zum Vertriebskonzept. Aber es gibt schon die nächsten Pläne, so Martin Heinzen (33): „Wir bieten natürlich EIFEL Kartoffeln von 2,5 bis 25 kg Gebinden an. Doch wir möchten auch Großküchen, Caterer oder Krankenhäuser beliefern. Und das natürlich mit geschälter Ware. Wir planen außerdem EIFEL Pommes.“
Glaubhafte regionale Produkte steigen weiter in der Gunst der Verbraucher. Das hat etwas mit kurzen Transportwegen, mit Bewusstsein für Heimat, mit Nähe zum Erzeuger und mit Qualität zu tun. Dies hat neben alledem positive Effekte im Hinblick auf die Themen Versorgungssicherheit, Wertschöpfung und Unterstützung der heimischen Landwirtschaftsstrukturen. Um all das kümmert sich das Netzwerk der Regionalmarke EIFEL. Markus Pfeifer, Geschäftsführer der Regionalmarke EIFEL ist begeistert: „Mit Martin und Philipp Heinzen bekommen wir zwei motivierte und ideenreiche Landwirte in unser Netzwerk, mit denen auch wir unser Profil weiter schärfen und modernisieren. Aus Alflen erwarten wir einige interessante Produktinnovationen.“
Die alte Brücke in der Ackergasse ist abgerissen, jetzt müssen die Voraussetzungen für eine neue Überquerung des Bleibachs im am 14. Juli stark überschwemmten Viertel geschaffen werden. Die Sanierungsmaßnahme schlägt mit 300.000 Euro zu Buche. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Beim verheerenden Julihochwasser 2021 wurden eine ganze Reihe von Brücken in der Stadt Mechernich in Mitleidenschaft gezogen oder sogar komplett von der Flut mitgerissen wie zwischen Bescheid und Wielspütz über den Schliebach (Quaibach) und an der Virnicher Straße in Firmenich.
Komplett vom Bleibach fortgespült wurde die Brücke Virnicher Straße in Firmenich beim Sommerhochwasser 2021. Der Neubau wurde bereits für rund 220.000 Euro fertiggestellt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Prominente „Opfer“ der reißenden Wassermassen waren auch die Brücke der Landesstraße 11 in Satzvey sowie die nebenliegende Fußgängerbrücke über den Veybach in Satzvey, die Brücke Ackergasse in Kommern und weitere Brückenbauwerke unter anderem in Kommern und Roggendorf über den Bleibach.
Erster Beigeordneter Thomas Hambach (l.) und Mario Dittmann, der städtische Fachbereichsleiter Tiefbau, können mit dem bisherigen Sanierungsverlauf, Zeit- und Kostenplan zufrieden sein. Die Folgen der vorgeblichen „Jahrhundertflut“ im Stadtgebiet Mechernich werden nach und nach beseitigt. Dennoch gibt es immer wieder Probleme in der Verfügbarkeit von Personal, Firmen und Material. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Erster Beigeordneter Thomas Hambach erstattete dem Mechernicher Stadtrat in seiner Februarsitzung einen umfangreichen Bericht über alle im Zusammenhang mit der Flut ergriffenen Maßnahmen, unter anderem auch im Hinblick auf insgesamt 30 städtische Immobilien, die beschädigt wurden. Die Feuerwehrgerätehäuser in Bleibuir und Kommern müssen durch Neubauten ersetzt werden.
„Was den Tiefbau angeht, waren wir glücklicherweise nicht so betroffen wie andere Kommunen“, sagte der Erste Beigeordnete. Die meisten Straßen seien bereits wieder hergestellt. Um Schwachpunkte und Engstellen in der Ver- und Entsorgung ausfindig zu machen, hat die Stadt zur Unterstützung ein Fachbüro eingeschaltet.
Leitungsnetze wieder wie vorher
Die Netze der Stadtwerke seien bereits wieder annährend in dem Zustand, in dem sie vor der Flut waren, so der Erste Beigeordnete. Noch immer seien aber einige Durchlässe bzw. Regeneinläufe verstopft. Das sei nach den starken Regenfällen am Wochenende 5./6. Februar festgestellt worden.
Bei allen erfreulichen Baufortschritten im Tiefbau einschließlich der voranschreitenden Brückensanierungen bleibe allerdings festzuhalten, dass weiterhin Probleme in der Verfügbarkeit von Personal, Firmen und Material auftreten, so Erster Beigeordneter Thomas Hambach.
Bisher hat die Stadt 5,75 Millionen Euro wegen des Juli-Hochwassers ausgegeben. 2,1 Millionen Euro davon entfielen auf Bauprojekte, 3,3 Millionen auf die Soforthilfe und 200 000 auf Entsorgungskosten. 4,2 Millionen Euro hat das Land NRW bereits überwiesen, um die Kommune zu entlasten. Dennoch belastet die Flut den städtischen Haushalt im Moment mit 1,5 Millionen Euro.
„Wir gehen aber davon aus, dass uns das Land diese Kosten in Gänze erstattet, wenn der Wiederaufbauplan eingereicht ist“, so der stellvertretende Stadtverwaltungschef Hambach. Dem Mechernicher „Bürgerbrief“ zeigten er und Fachbereichsleiter Mario Dittmann die Baustellen im Brückenbauprogramm der Stadt.
Die bislang angefallenen Brückensanierungskosten an kommunalen Straßen beziffert Mario Dittmann auf rund eine Million Euro. Das Geld kommt aus dem Wiederaufbauplan nach der Flut 2021. Am teuersten war die Brücke mit Nebenanlagen „In der Eule“ in Kommern mit etwa 400.000 Euro, deren Neubau vor der Flut bereits begonnen hatte.
„In der Eule“ kam es durch die Entsorgung belasteter Böden und eine erheblich längere Bauzeit wie geplant zu Mehrkosten und Verzögerungen. Ursprünglich hatte das Planungsbüro aus Nideggen eine Fertigstellung für den September 2021 in Aussicht gestellt – daraus wird jetzt Frühjahr 2022, wenn alles einschließlich Nebenanlagen so ist, wie es sein soll. Die ortsansässige Firma Glasmacher & Söhne sei eingesprungen, um die Hochwasserschäden zu beseitigen, so Mario Dittmann.
Verstopfte Durchlässe melden
Die alte Brücke über den Bleibach in der Ackergasse, ebenfalls Kommern, war zum Zeitpunkt des „Bürgerbrief“-Reporterbesuchs komplett abgerissen. Zwei Bagger waren im Einsatz. Das neue Brückenbauwerk soll nach vier Monaten Bauzeit bis Mitte 2022 für rund 300.000 Euro fertiggestellt werden, so der städtische Fachbereichsleiter Mario Dittmann.
Genau wie die Brücke „In der Eule“ – bis auf kleinere Restarbeiten fertiggestellt – ist die Brücke über den Bleibach an der Virnicher Straße in Firmenich. Die Kosten gaben Erster Beigeordneter Thomas Hambach und Mario Dittmann mit 220.000 Euro an. Sie werden zu hundert Prozent im Wiederaufbauplan des Landes beantragt.
Zurzeit laufen Verabredungen zwischen Ortsbürgermeister/innen und Planungsbüro zur Ermittlung von Engstellen und Schwachstellen in Gräben und Durchlässen. Thomas Hambach: „Straßenabläufe werden zweimal jährlich von einer Firma gereinigt. Wenn aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern aber zwischendurch verstopfte Stellen auffallen, können sie sich gerne bei der Stadtverwaltung melden“.
Grüne Ortsverbände aus Eifel und Vorderpfalz in der Kreisstadt. Foto: Privat
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Welche Maßnahmen zum Neuaufbau in der Kreisstadt könnten Modell für andere Kommunen sein? Nicht nur das Ahrtal war von den Wassermassen vom 14./15. Juli 2021 betroffen, auch in weiten Teilen der Eifel schlug das Hochwasser zu. Auf Anregung des Ortsverbandes Kylltal traf man sich am vergangenen Wochenende in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit weiteren GRÜNEN aus Kelberg und der Region Bitburg-Prüm. Sogar aus dem Leiningerland wurde angereist. Die Vorderpfälzer hatten schon am Samstag nach der Flutkatastrophe Hilfsgüter für Betroffene auf LKWs verladen.
Wie sieht es aus in der Kernstadt, in den westlichen und östlichen Stadtgebieten mehr als sieben Monate nach der Flut? Was können die Gäste aus der Modellregion an sinnvollen Aufbaumaßnahmen „mitnehmen“? Erste Erkenntnis: Es wird für die Kreisstadt ein sehr langer und schwieriger Weg sein. Jetzt sieht man die Folgen der Flut in der Natur und im Siedlungsbereich und die Übergangslösungen für eine funktionierende Infrastruktur, mehr nicht. Die Tinyhouses in Heimersheim werden kaum genutzt, da erst vor kurzem bezugsfertig, illegal abgekippter Bauschutt, zum Teil asbestbelastet zwischen Green und Lohrsdorf. Dieser muss schnellstmöglich abtransportiert werden, bevor die Ahr ihn wegspült. Heimersheim/Ehlingen braucht einen Durchgang unter dem Deich der B266n, damit Wasser aus dem Süden abfließen kann, aber auch die Möglichkeit des Verschließens gegen drückendes Ahrhochwasser. Dieser Tunnel zählt zu den Bauvorhaben, die nicht in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Sehr interessant war der Blick in den Mühlenteich. Das Kanalsystem dient als Vorfluter bei Regenwasser, bei Hochwasser der Ahr werden die Schleusen geschlossen. Den Mühlenteich im gesamten Stadtgebiet zu reinigen und wieder an die Ahr anzuschließen wäre eine der Maßnahmen, die zügig angegangen werden können und sollten. Wie kann der Ahrtalradweg verlaufen? Auf den Resten des alten Radweges stehend mit dem breiten Flussbett der Ahr vor Augen und der B266n im Rücken wird klar, für die Wiederherstellung der dritten und vierten Fahrspur der B266n ist kein Platz und auch nicht für den Ahrradweg in ihrem Norden. Im gesamten Stadtgebiet ist ein neues und besseres Radwegenetz zu planen. Auf dem Weg zum Kloster Calvarienberg ging es mit den Gästen vorbei an der Brückenstraße gegenüber der Ehrenwall’schen Klinik. Diese sollte als Teil des Ahrtalradweges für Radfahrende zukünftig gefahrenfrei in beide Richtungen befahrbar sein. Unvorstellbar für die Angereisten beim Blick vom Kloster, wie schmal das Flussbett vorher war, welche Vegetation Schatten gespendet hat, wo die Fußgänger- und Radfahrbrücke nach Walporzheim verlief.
Es waren sehr viele Eindrücke, die die Gäste aus Eifel und Pfalz mit nach Hause genommen haben. Weniger ein Katalog von geeigneten Maßnahmen, die am Heimatfluss Schutz vor und bei Hochwasser bieten, mehr die Gewissheit, dass ein Informationsaustausch vor Ort sehr zielführend und bereichernd sein kann. Es war ein rundum gelungenes Treffen, waren sich alle einig. Das Sprecher:innnen-Duo Birgit Stupp und Christoph Scheuer konnte für die GRÜNEN aus Bad Neuenahr Ahrweiler auch schon eine Einladung ins Kylltal entgegennehmen. Mit weiteren Vor-Ort-Treffen wollen sich alle Beteiligten besser vernetzen und den Informationsaustausch intensivieren.
Die Tänzerinnen des Karnevalsvereins 1977 Vussem e. V. zogen als „jecke Bäckerinnen“ verkleidet durch Vussem. Foto: T. Empt/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Vussem – Ein etwas anderer Karnevalsumzug in Vussem – Aktiventanzgarde des Karnevalsvereins 1977 Vussem e.V. verteilt Kamelle-Tütchen im Dorf – Kreative Kostümidee: Jecke Bäckerinnen halten mit Schwimmreifen Corona-Abstand ein. Es war ein etwas anderer Karnevalsumzug in Vussem und ein Lichtblick in schwierigen Zeiten: Unter dem Motto „Wie Karneval, nur anders“, verteilte die Aktiventanzgarde des Karnevalsvereins 1977 Vussem e. V. 400 Kamelle-Tütchen im Dorf. Verkleidet als „jecke Bäckerinnen“ hielten die sechs Tänzerinnen um Trainerin Sabrina Empt mit ihren Kostümen aus Donut-Schwimmreifen auch auf ganz kreative Weise den Corona-Abstand ein.
Nachdem der Karnevalsumzug aufgrund der Corona-Pandemie und des Kriegsgeschehens in der Ukraine in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, war es der Aktivengarde ein wichtiges Anliegen, den Einwohnern von Vussem ein Stück Karneval in ihre Häuser zu bringen. „Mit dieser Aktion wollten wir nicht nur die Tradition unseres Karnevalszuges am Karnevalssamstag wahren, sondern auch ein wenig Karnevalsstimmung in die Herzen der Menschen zaubern“, so Sabrina Empt, Trainerin der Aktivengarde.
13.000 Schritte und unzählige lachende Gesichter
Tagelang hatten die Tänzerinnen die Aktion vorbereitet, Kostüme genäht, Kamelle-Tütchen gepackt und einen Bollerwagen dekoriert. Um die geltenden Coronaregeln einzuhalten hatte sich die Gruppe – neben der 2G+-Regel – für ein Kostüm getreu dem Motto „So Jeck wie möglich, so sicher wie nötig“ mit Schwimmreifen als Abstandshaltern entschieden. „Mit unserer Kostümidee wollen wir zeigen, dass auch unter geltenden Coronaregeln der Kreativität und dem Karneval keine Grenzen gesetzt sind“, schreibt die Aktivengarde.
„Die Resonanz war großartig“, freut sich Sabrina Empt, „die Bewohner des Dorfes riefen uns von den Haustüren und aus den Fenstern zu und freuten sich, unsere bunte Gruppe zu sehen.“ So verging die Zeit wie im Flug, selbst für die die siebenjährige Lana Empt als jüngste Teilnehmerin. 13.000 Schritte und unzählige lachende Gesichter später waren schließlich alle Kamelle verteilt und die jecken Bäckerinnen im wahrsten Sinne des Wortes „rundum“ zufrieden.
Vertreter der Stadtratsfraktionen und der Verwaltung besuchten das Impfzentrum „In der Weiersbach“. Foto: Jacqueline Blang / Stadt Mayen
Mayen – Die Stadtratsfraktionen sowie die Mayener Stadtspitze besuchten in den letzten Tagen die Corona Testambulanz & Impfzentrum „In der Weiersbach“. Dem Besuch vorausgegangen war eine Initiative von Bündnis 90/Die Grünen, der sich Vertreter weiterer Fraktionen sowie die Stadtspitze angeschlossen hatten. „Ich bin sehr beeindruckt von dem, was in der Corona Testambulanz alles geleistet wird. Dafür gehört Ihnen allen Dank und Anerkennung“, so der Oberbürgermeister der Stadt Mayen Dirk Meid. „Ohne den Einsatz von hauptamtlichen Kräften in der Corona-Testambulanz oder dem Impfzentrum wäre die Situation nicht mehr beherrschbar“, so der Stadtchef weiter.
Kräfte der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sind im der Corona Testambulanz & Impfzentrum „In der Weiersbach“ tagtäglich im Einsatz. Auch das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) Standort Mayen, Elisabeth Krankenhaus, steht für organisatorische Aufgaben tatkräftig zur Seite.
Zudem unterstützen Niedergelassene Ärzte aus Mayen unter der Federführung der Praxis West Mayen (Dr. Orth und Dr. Kudielka) das Zentrum von Beginn an beim Impfen. Das Team muss bei aller Professionalität auch immer ein gehöriges Maß an Improvisationsfähigkeit und Flexibilität beweisen, um Alltagssituationen zu meistern.
Die Politik und Stadtspitze möchte mit diesem Besuch ein Zeichen setzen und den meist rechtswidrigen Montagsdemonstrationen entgegenstehen.
„Die Mayenerinnen und Mayener haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie zusammen stehen. Diesen Zusammenhalt brauchen wir auch weiterhin“, so der Stadtchef.
Schnelltestungen und PCR sind ohne Anmeldung zu folgenden Zeiten möglich:
V. l. n. r.: Hausmeister Alexander Castert (VGV Kaisersesch), Thomas Hau (Westenergie AG), Elmar Franzen (Raiffeisenbank Eifeltor eG), Sascha Adams und Norbert Fuhrmann (VGV Kaisersesch). Foto: Verbandsgemeinde Kaisersesch
Kaisersesch – Mit finanzieller Unterstützung der Raiffeisenbank Eifeltor eG, der Westenergie AG und einiger privater Spender konnten in 20 Ortsgemeinden und an der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch Defibrillatoren installiert werden.
Leben retten, das kann mit dem Einsatz der Defibrillatoren (Defi) nun in fast allen Ortsgemeinden erfolgen. Die kleinen Defis sind bzw. werden bereits an zentralen frei zugänglichen Punkten in den jeweiligen Gemeinden angebracht. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend. Das Gerät leitet akustisch und visuell durch die Rettungsmaßnahme, damit ist auch für Laien die Nutzung bei einem Verdacht auf Herzstillstand möglich. Eine allgemeine Übersicht der Defi-Standorte in ganz Deutschland erhält man unter http://definetz.online/defikataster-hp
Der Defi an der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch befindet sich rechts neben dem Haupteingang und ist mit einem grünen Schild mit der Aufschrift AED gekennzeichnet. Die Standorte in den Ortsgemeinden werden im Mitteilungsblatt „Region im Blick“ unter der jeweiligen Gemeinde veröffentlicht.
Bürgermeister Albert Jung bedankt sich bei den Spendern und freut sich, dass nunmehr 25 Gemeinden in der Verbandsgemeinde Kaisersesch mit Defibrillatoren ausgestattet sind.
Mechernich – Das Kreiskrankenhaus Mechernich weitet ab März sein Impf-Angebot als offizielle Impfstelle des Kreises aus. Ab 3. März soll es an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 19.30 Uhr möglich sein, neben Booster-Impfungen wie bisher künftig auch Erst- und Zweitimpfungen zu erhalten. Dabei stehen die Impfstoffe von Biontech oder Moderna zur Verfügung. Der sogenannte Todimpfstoff Nuvaxovid® der Firma Novavax wird nicht angeboten.
Die Impfung erfolgt nur nach vorheriger Terminvergabe über die Anmeldeplattform des Kreises Euskirchen: https://corona.kreis-euskirchen.de/impfen Dabei kann online der Standort
„Krankenhaus Mechernich“ als Impfstelle ausgewählt werden. Krankenhaus-Pressesprecherin Jennifer Grundtner: „Wir bitten Interessenten darum, einen gebuchten Termin unbedingt einzuhalten oder rechtzeitig online wieder frei zu geben.“
Das Angebot richtet sich an Personen ab zwölf Jahren. Bis zum 30. Lebensjahr wird gemäß der STIKO-Empfehlung der Impfstoff von Biontech geimpft. Personen über 30 Jahre erhalten Moderna. Eine freie
Impfstoffwahl ist nur in begründeten Ausnahmefällen und mit ärztlicher Bescheinigung möglich.
Freies Impfangebot 5. und 26. März
Zusätzlich soll es alle drei Wochen samstags von 9 bis 14 Uhr ein freies Impfangebot ohne vorherige verpflichtende Terminvergabe für Erwachsene und Familien geben. Neben den Eltern können dann parallel auch Kinder ab fünf Jahren mit dem Wirkstoff von Biontech geimpft werden. Kinderärzte des Krankenhauses sind vor Ort und übernehmen die entsprechende Aufklärung. Termine sind der 5. und der 26. März.
Die Verabreichung der zweiten Auffrischungsimpfung richtet sich nach der aktuell gültigen COVID-19-Impfempfehlung der STIKO und ist für Personen ab einem Alter von 70 Jahren und/oder mit Immundefizienz ab einem Alter von fünf Jahren möglich, deren 1. Booster-Impfung mindestens drei Monate zurückliegt. Außerdem bei beruflicher Tätigkeit im medizinischen und pflegerischen Bereich, wenn die erste Booster-
Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.
Die Impfungen erfolgen in den angegliederten Räumen der Geriatrischen Tagesklinik, die über einen separaten Eingang über den Krankenhaus-Vorplatz zu erreichen sind (barrierefrei). Parkmöglichkeiten
gibt es im angrenzenden Parkhaus. Ab dort ist die Impfstelle bereits ausgeschildert.
Jennifer Grundtner: „Zum Impftermin sind folgende Dokumente mitzubringen: Personalausweis/Kinderpass, Impfausweis, ausgefüllter Aufklärungsbogen, ausgefüllte Einwilligungserklärung. Ein QR-Code wird am Impftermin nicht vor Ort ausgestellt. Die Digitalisierung des Nachweises ist jedoch in jeder beliebigen Apotheke möglich. Die Hygieneschutzbestimmungen sind vor Ort einzuhalten. Während des gesamten Aufenthaltes in den Räumen der Geriatrischen Tagesklinik gilt die FFP2-Maskenpflicht für Personen ab sechs Jahren!“
Der glückliche Michael Krämer nach dem erfolgreichen Marathon mit persönlicher Bestzeit. Foto: Privat
Laacher See – Punktlandung – neue persönliche Bestzeit mit 2:59,53 Stunden. Sevilla, wunderschöne Hauptstadt Andalusiens und Austragungsort des seit 1985 stattfindenden Zurich Maratón de Sevilla, ist ein atemberaubendes Laufereignis mit Top-Niveau auf einer der flachsten und schnellsten Marathonstrecken in Europa.
Erstklassige Läufer (ca. 10.000 StarterInnen) aus aller Welt geben hier oft zum Jahresanfang ihr Stelldichein. Gerade Läufer aus Afrika sind hier anzutreffen, die diesen Lauf für eine erste Standortbestimmung nutzen. Die Qualität dieser Veranstaltung erkennt man an der sehr großen Anzahl von Finishern unter drei Stunden. In diesem Jahr fielen dazu die Streckenrekorde bei den Damen und den Herren. Asrar Abderehman, Herren (Äthiopien) – 2:04:43 Stunden und Alemu Megertu, Damen (Äthiopien) – 2:18:51 Stunden
Eine insgesamt sehr gut windgeschützte Strecke auf Meereshöhe, gepaart mit mildem und sonnigem Wetter, die erste Wahl für den Athleten aus Mendig, um sein persönliches Ziel, die magische Grenze von drei Stunden zu erreichen. Sevilla schien hierfür genau richtig gewesen zu sein, wie sich später herausstellte.
Die Strecke des Sevilla Marathon ist voll von symbolischen Monumenten wie dem Torre del Oro, der Plaza de España (Foto), La Giralda, dem Maria-Luisa-Park oder La Maestranza. Die atemberaubende Stimmung an den Straßen und mehrere Musikgruppen entlang der Strecke führt zum spektakulären Zieleinlauf im berühmten Cartuja-Stadion.
Nach einem sehr guten Ergebnis in Athen im November 2021 verlief die doch sehr harte Vorbereitung für Michael Krämer von der LG Laacher See auf diese Veranstaltung etwas anders als geplant. Bis zum Schluss machten Knieprobleme lange Tempoläufe fast unmöglich. Ein grippaler Infekt um die Weihnachtszeit zwang Krämer zu einer Auszeit. Drei Tage vor dem Start kamen noch Schulterprobleme hinzu. „Irgendwo zeigt sich dann doch die Altersklasse“, äußerte Krämer leicht schmunzelnd. „Das regionale Wetter hat dem inneren Schweinehund auch das eine oder andere Mal Futter gegeben, wenn ich überlege, wann und unter welchen Wetterbedingungen ich gelaufen bin!“ Egal, das Ziel war anvisiert und jede noch so harte Trainingseinheit wurde belohnt. Dass es am Schluss so knapp wurde, lag u.a. an den leichten Verletzungen die sich dann doch noch verstärkt so 6 km vor dem Ziel bemerkbar machten. „2-3 Minuten schneller wären unter normalen Umständen sicher noch drin gewesen!“
Michael Krämer bedankte sich bei seinem Verein und den Trainingskollegen, die ihn bei dem einen oder anderen Lauf sehr gut unterstützt hatten. Sichtlich zufrieden erreichte der LG Athlet auf Platz 1189 von ca. 10.000 und in seiner Altersklasse M50, auf Platz 63 von 850 Startern. Jetzt sind erst einmal wieder die regionalen Volksläufe dran, u.a. Urmitz am 12.03.22 und natürlich die nächste Veranstaltung der LG Laacher See, der Lohners Vulkan Marathon.
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