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Produktions-Ausfälle drohen – IHK Trier für Abschaffung der Quarantänepflicht

Region/Trier – Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier mehren sich berichte aus der regionalen Wirtschaft, dass der Produktionsablauf gestört ist. Grund ist die hohe Inzidenz und dass deswegen viele Beschäftige in häuslicher Quarantäne sind, obwohl sie teilweise komplett symptomfrei sind. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer äußert sich wie folgt:

„Die hohen Infektionszahlen führen bei den Betrieben in der Region Trier vermehrt zu Problemen in der täglichen Produktion. Mitarbeiter, die mit dem Coronavirus infiziert sind, müssen sich aktuell in Quarantäne begeben, auch wenn sie komplett symptomfrei sind. Auch der Blick in die Kliniken zeigt, dass nicht die an Corona infizierten Patienten das Problem sind sondern massive Ausfälle beim Personal, die sich in häusliche Isolation begeben müssen. Vor dem Hintergrund muss aus Sicht der Wirtschaft, der Umgang mit infizierten Personen überdacht werden.

Die Quarantänezeit für Beschäftigte mit Symptomen sollte auf fünf Tage verkürzt und für symptomfreie Beschäftigte komplett aufgehoben werden, wenn Hygienemaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstand und häufiges Lüften eingehalten werden können. Da die Wahrscheinlichkeit, dass große Teile in der Produktion ausfallen aufgrund der hohem Inzidenzen nun viel wahrscheinlicher geworden ist, Omikron aber nicht diese gravierenden Auswirkungen hat wie vorherige Varianten, ist eine Corona-Infektion mittlerweile zum normalen Lebensrisiko zu zählen.“

Weitere Fragen beantwortet: IHK Trier, Sebastian Klipp,
Telefon: (06 51) 97 77-1 21, E-Mail: klipp@trier.ihk.de

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Einsatz von Frostschutz-Windmaschinen ist möglich – Obstbäuerinnen und Obstbauern bitten um Verständnis

Meckenheim – In diesen Wochen ist die Witterung unberechenbar. Selbst nach sonnigen Frühlingstagen können die Temperaturen vor allem nachts noch unter die Null-Grad-Grenze fallen und Schaden anrichten. Um die Blüten der Obstbäume zu schützen, werden in den Feldern rund um Meckenheim, aber auch in der Grafschaft und in Bornheim, zeitweise Windmaschinen eingesetzt. Diese saugen wärmere Luft aus höheren Schichten – Inversionslage – an und verteilen sie in den Plantagen. So erwärmt sich der Bereich um die empfindlichen Blüten, die dadurch nicht erfrieren.

Dieses am Campus in Klein-Altendorf erprobte Verfahren ist deshalb notwendig, weil für eine Frostschutzberegnung, wie in anderen Obstbauregionen angewendet, hier kein ausreichendes Wasser an den Feldern zur Verfügung steht. Durch die generelle Veränderung des Klimas ist das Risiko eines Totalausfalls der Apfelproduktion durch Blütenfrost immens angestiegen.

Die Obstbäuerinnen und Obstbauern bitten um Verständnis, sollte es nachts zu kurzfristigen Störungen kommen. Die Geräusche erinnern an einen entfernt fliegenden Hubschrauber. Das Ordnungsamt der Stadt Meckenheim ist in das Verfahren involviert.

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Polizei-Inspektion Bad Neuenahr früher bezugsfertig

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Mainz – Die Sanierung der Polizeiinspektion in Bad Neuenahr-Ahrweiler geht zügig voran. Der Dienstbetrieb soll früher als ursprünglich geplant wieder in den gewohnten Räumlichkeiten aufgenommen werden können. Die schwer von der Flut getroffene Inspektion soll ab Mai wieder am altbekannten Ort funktionsfähig sein.

„Die Polizeiinspektion liegt mitten in Bad Neuenahr-Ahrweiler und ist für die Bürgerinnen und Bürger sehr gut erreichbar. Deshalb war es mir wichtig, dass sie so schnell wie möglich wieder als echte Anlaufstelle dient“, so Staatssekretärin Nicole Steingaß. Als Wiederaufbaubeauftragte weiß sie, dass gerade im Ahrtal von der zurückerlangten und gewohnten Polizeistruktur ein wichtiges Signal ausgeht, das das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort stärkt. Daher hat sie sich persönlich für eine schnellere Lösung eingesetzt.

Der zuständige Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubeutreuung (LBB) gab nun grünes Licht. Er hat die Sanierung der Dienststelle priorisiert, um die Maßnahme schnellstmöglich zum Abschluss zu bringen.

„Für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüße ich es natürlich sehr, wenn wir wieder vor Ort an unserer altbewährten Stelle und nah an der Bevölkerung unseren Dienst verrichten können. Mit diesem Schritt kehrt wieder ein Stück mehr Normalität in unseren Alltag zurück“, sagte Joachim Pinger, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs arbeiten die Polizeibeamtinnen und -beamten derzeit in einer Behelfsunterkunft auf dem Gelände der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ).

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Kennen Sie schon Findus? – Mediensuche in der Stadtbücherei Mayen

Mayen – Findus ist der Online-Katalog der Stadtbücherei Mayen. Unter www.mayen.de/findus ermöglicht er Nutzern die schnelle Mediensuche im gesamten physischen und virtuellen Büchereibestand. Bei allen etwa 15.000 Medien wird angezeigt, ob sie im Moment ausleihbar sind oder verliehen. Nutzen Sie die vielfältigen Filtermöglichkeiten, um genaue Ergebnisse zu erhalten.

Sie können sich die Neuerwerbungen anzeigen lassen, in den Top 20 stöbern oder nach Schlagworten suchen. Gerne können Sie sich im Findus in eine Mailing Liste eintragen und werden dann monatlich über Neuerwerbungen an Romanen, Sachbücher, Zeitschriften und Kindermedien informiert.

Auf der Startseite finden sich auch Links zur E-Medien Ausleihe der Onleihe Rheinland-Pfalz oder den Angeboten Overdrive und Libby mit der Möglichkeit zur Ausleihe von fremdsprachigen Magazinen und Büchern.

Als angemeldete Leser der Stadtbücherei können Sie Ihr Leserkonto einsehen, Merklisten erstellen, entliehene Medien vorbestellen, Verlängerungsanträge stellen oder sich per Mail an den Ablauf Ihrer Leihfrist erinnern lassen.

Findus hat auch einen „kleinen Bruder“: Lupus ist der Mobil Katalog für IPhone oder Android Smartphones. Wenn Sie mit Ihrem mobilen Gerät auf die Seite www.mayen.de/findus zugreifen, werden Sie auf Wunsch auf die mobile Version umgeleitet.

Mehr Infos unter Telefon 02651/901 940 oder per Mail an stadtbuecherei-mayen@gmx.de.

Geöffnet ist die Stadtbücherei im Theodore-Dreiser-Haus am Obertor Di, Mi und Fr von 9.00 – 17.00 Uhr und Sa von 10.00 – 13.00 Uhr.

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Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld spendet 10.000 Euro an „Salvatorianer Weltweit“

Kall-Steinfeld – „Es fehlt an Verbandsmaterial und Medikamenten, auch die Apotheken sind leer“, berichtet der Salvatorianer Pater Damian aus seiner Gemeinde in Lemberg in der westlichen Ukraine. Um die vom Krieg betroffenen Menschen in diesen schweren Zeiten zu unterstützen, hat das Hermann-Josef-Kolleg (HJK) Steinfeld aus schuleigenen Mitteln einen Betrag von 10.000 Euro gespendet. Die Organisation „Salvatorianer Weltweit“ soll damit direkt vor Ort helfen – dort, wo es gerade am nötigsten ist.

„Seit Kriegsbeginn befinden sich hunderttausende Menschen auf der Flucht. Vor allem Frauen und Kinder sind es, die ihre Heimatorte in der Ukraine verlassen haben“, heißt es in einem Statement des Salvatorianer-Kollegs, und weiter: „Diese Menschen brauchen Unterkunft, Medizin und Nahrung.“

Mittel aus Klostermauerlauf

Bei der 10.000-Euro-Spende handelt es sich um Mittel, welche beim alljährlichen Spendenlauf der Schule – dem Klostermauerlauf – durch die Schulgemeinschaft zusammengetragen wurden. Pater Paul, Superior des Salvatorianerklosters in Steinfeld, und Schulleiter Thomas Frauenkron sind darüber hinaus sehr stolz auf ihre Schülervertretung, welche bei einer Spendenaktion durch den Verkauf von Kuchen in den Schulpausen weitere 600 Euro einnehmen konnte. Diesen Betrag möchte die Schülerschaft ebenfalls an eine Hilfsorganisation spenden.

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Westenergie und Stadt Meckenheim pflanzen fünf Klimabäume – Schatten-Spender für vier Spielplätze

Meckenheim – Westenergie und die Stadt Meckenheim haben fünf klimaresistente Bäume eingepflanzt. Die Eisenholzbäume verteilen sich auf die Spielplätze „Merler Winkel“ (zwei Exemplare) sowie „Küferring“, „Im Ruhrfeld“ und „Kirchfeldstraße“ (jeweils ein Exemplar) und wachsen dort als Schattenspender heran. Damit sie schon bald ihre kühlende Wirkung entfalten können, wurden möglichst große Bäume ausgewählt. Die Stadtverwaltung setzt mit der Pflanzaktion einen politischen Beschluss um.

„Mit den fünf Klimabäumen pflanzen wir ein sichtbares Zeichen für noch mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in unserer Stadt. Unsere Kinder profitieren gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn Bäume leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag für ein gutes Klima, sondern sie spenden auch Schatten an sonnigen Tagen“, sagte Bürgermeister Holger Jung, der sich zusammen mit Lydia Bauer, Kommunalmanagerin bei Westenergie, Heinz-Peter Witt, Technischer Beigeordneter der Stadt Meckenheim, und Michaela Kempf vom städtischen Fachbereich Verkehr und Grünflächen auf dem Spielplatz „Merler Winkel“ eingefunden hatte. „Ich freue mich sehr, dass wir immer mehr in das Klima investieren“, so Jung weiter. „Für uns war schnell klar, dass wir uns an der Aktion von Westenergie beteiligen“, dankte der Bürgermeister dem Unternehmen für die Aktion.

Die Pflanzung ist Teil der Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“, die Westenergie initiiert hat und die sich über das gesamte Versorgungsgebiet des Unternehmens in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen erstreckt. Die verwendeten Baumarten gelten nach derzeitigem Forschungsstand als besonders stressresistent und sind damit künftigen klimatischen Veränderungen besonders gewachsen.

Lydia Bauer von Westenergie betont: „Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und das Erreichen der Klimaziele vorantreiben. Die nachhaltige Pflanzung von Klimabäumen ist ein wichtiger Beitrag dazu.“

Westenergie hat die Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“ im Sommer 2021 gestartet und Städte und Gemeinden dazu aufgerufen, ihr Interesse an einer Teilnahme zu bekunden. 125 positive Antworten gingen schließlich ein. Um gemeinsam den ersten Geburtstag von Westenergie zu feiern, hat sich das Unternehmen entschieden, allen 125 Städten und Gemeinden Klimabäume zukommen zu lassen. Insgesamt pflanzt das Energieunternehmen in den nächsten Wochen mit den Partnerkommunen somit 1.250 Klimabäume ein.

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Traditionelle Osterfeuer können wieder stattfinden

Region/Düsseldorf – In diesem Jahr können traditionelle Oster- und Brauchtumsfeuer wieder stattfinden. Darauf weist das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen hin. In den vergangenen Jahren konnten aufgrund der Regelungen der Corona-Schutzverordnung Veranstaltungen und Versammlungen weitgehend nicht stattfinden. Dazu zählten auch die Osterfeuer. Es gelten die jeweils aktuellen Hygienevorschriften.

Zwar ist immissionsschutzrechtlich das Verbrennen und Abbrennen von Gegenständen im Freien grundsätzlich untersagt, soweit dadurch die Nachbarschaft oder Allgemeinheit gefährdet oder erheblich belästigt werden. Das Landesrecht räumt den Gemeinden die Möglichkeit ein, Ausnahmen zuzulassen. Als Ausnahmen rechtlich anerkannt sind hierbei Osterfeuer als sogenannte Brauchtumsfeuer, soweit diese von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereinen ausgerichtet werden und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sind.

Die Gemeinden können Einzelheiten zur Durchführung der Osterfeuer individuell bestimmen. Daher sollten sich die Organisierenden rechtzeitig über die Regelungen vor Ort informieren und beispielsweise klären, ob Osterfeuer nach Ortsrecht angezeigt werden müssen.

Zu beachten ist, dass Feuer im Freien nicht zur Abfallbeseitigung missbraucht werden dürfen. Lackiertes und behandeltes Holz sind als Brennmaterial genauso verboten wie Sperrmüll, Altreifen oder Kunststoff. Abgebrannt werden darf naturbelassenes Holz sowie von Blättern befreiter Baum- und Strauchschnitt. Dabei sollte das Holz möglichst trocken sein. Damit werden die Umwelt und die Anwohner so wenig wie möglich durch Verbrennungsprodukte wie Feinstaub und Kohlenmonoxid belastet.

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Pfarrer Kurt Hoberg verstorben

Wissen/Kallmuth/Weyer – Beliebter ehemaliger Kallmuther Pfarrer starb nach zwei unglücklichen Stürzen in einer Siegener Klinik. „Der beliebte Seelsorger Pfarrer Kurt Hoberg ist am vergangenen Freitag, 18. März, verstorben“, schreibt der Westerwälder AK-Kurier unter Berufung auf das Pastoralbüro „Obere Sieg“. Auch Isolde Frings, die langjährige Pfarrsekretärin Hobergs in Kallmuth, erhielt die Todesnachricht am Wochenende von Kurt Hobergs Schwester in Wissen und informierte GdG-Leiter Pfarrer Erik Pühringer und alte Weggefährten Hobergs am südlichen Bleiberg.

Der in seinem Elternhaus im westerwäldischen Wissen lebende Seelsorger wäre am kommenden Donnerstag 82 Jahre alt geworden, so Isolde Frings. „Stattdessen findet nun eine Verabschiedungsmesse am Freitag statt“, schreibt der AK-Kurier.

Wie Isolde Frings dem Mechernicher „Bürgerbrief“ berichtet, war Pfarrer Hoberg in der Küche seines Wohn- und Elternhauses hingefallen und hatte sich offenbar so schwere Kopfverletzungen zugezogen, dass er in einer Siegener Klinik operiert werden sollte. Kurz vor der OP war er aus seinem Krankenhausbett aufgestanden – und war abermals auf den Kopf gefallen.

39 Jahre Bistum, 21 Jahre Kallmuth

39 Jahre war der frühere Ordensgeistliche aus der Kongregation des heiligen Franz von Sales im Bistum Aachen ordiniert, 21 Jahre davon als Pfarrer in der Gemeinschaft Mechernich-Süd mit den Pfarren Kallmuth, Weyer und Eiserfey sowie der Filialkirche in Kalenberg und den Kapellen in Lorbach und Bergheim.

Zeitweise war Kurt Hoberg außerdem stellvertretender Dechant und Dechant des Dekanates Mechernich. Er wurde 2012 feierlich verabschiedet. Seine Exequien werden am Freitag, 25. März, ab 18 Uhr in der Pfarrkirche Kreuzerhöhung in Wissen gefeiert. An diesem Tag findet in Kallmuth die bekannte Wallfahrt „Schmerzensfreitag“ zur Pieta in der Pfarrkirche St. Georg statt.

Als Kallmuther Pfarrer war Kurt Hoberg auch Wallfahrtsseelsorger am Schmerzensfreitag und beim legendären Kallmuther „St.-Georgs-Ritt“ am 1. Mai. In seine Amtszeit fielen Kirchenrenovierungen und Veränderungen in der Pastoralstruktur.

Mit ihm verlor der Süden Mechernichs nach dem Fortzug von Diakon Michael Ruland ebenfalls 2012 sein gesamtes seelsorgerisches Personal auf einen Schlag. Ruland ist am Schmerzensfreitag um 11 Uhr der Festprediger beim diesjährigen Schmerzensfreitag in Kallmuth.

Primiz 1973, dann Ordensgeistlicher

Nach seiner Priesterweihe hatte Pfarrer Hoberg am 11. Juni 1973 seine Primiz mit seiner Wissener Heimatgemeinde gefeiert. Nach dem Eintritt in den Ruhestand hat er die letzten Jahre in seinem Elternhaus in Wissen-Streitholz gelebt. „Für viele Menschen ist er in dieser Zeit ein geschätzter Seelsorger und Gesprächspartner gewesen“, so das dortige Pastoralbüro.

Bei der Verabschiedung im September 2012 überreichte der damalige Eifeldekan Erik Pühringer Hoberg in St. Cyriakus in Weyer einen Führer zu Orten der Muße und Besinnung zwischen Rhein und Eifel: „Damit du Anregungen erhältst, dich zumindest ab und zu dem alten Wirkungskreis zu nähern und uns zu besuchen.“

Bei der Verabschiedung konzelebrierten neben Pfarrer Pühringer die beiden der Communio in Christo in Mechernich nahestehenden Priester Crispin Mwageni aus Tansania und Bovas Mathew aus Kerala (Indien) sowie der aus Mechernich-Kallmuth stammende Monschauer Pfarrer Karl-Heinz Stoffels, Diakon Lang assistierte.

Der Journalist und Autor Stephan Everling schrieb im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wie beliebt der Pfarrer bei den Gläubigen aus Weyer, Kallmuth und Eiserfey tatsächlich ist, war zu sehen, als Kurt Hoberg zum letzten Mal in St. Cyriakus einen Gottesdienst hielt. Die Kirche platzte aus allen Nähten. Alle Ortsvereine hatten Vertreter entsandt, und insgesamt sechs Geistliche zelebrierten die Messe.“

Schmerzlich vermisst

Der Rhythmuschor Eiserfey, der Junge Chor Weyer und die Kirchenchöre aus Kallmuth und Weyer hatten sich für das Ereignis zusammengetan, ihre musikalischen Leiter Stefan Weingartz, Ulli Schneider und Thomas Müller wechselten sich auf den Plätzen an Dirigentenpult und Orgel ab. Nach der Messe gab es noch einen weltlichen Empfang im Weyerer Bürgerhaus.

Noch in der Kirche verabschiedete sich damals Toni Breuer im Namen der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte von dem überaus beliebten Seelsorger, den man auf der Südseite des Mechernicher Bleibergs  schmerzlich vermissen werde.

Regionaldekan Pühringer verlas einen Brief, in dem Bischof Heinrich Mussinghoff Hoberg für dessen 39 Jahre währende Tätigkeit im Bistum Aachen dankte und ihn offiziell in den Ruhestand versetzte.

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Wir brauchen Ihre Hilfe – Zimmer und Wohnungen in der Verbandsgemeinde Kaisersesch gesucht!

Kaisersesch – Haben Sie in den letzten Tagen darüber nachgedacht, eine ukrainische Familie oder auch nur eine ukrainische Frau vielleicht auch mit ihrem Kind/ihren Kindern aufzunehmen? Haben Sie ein Haus, in dem Sie alleine oder mit Ihrem Mann oder Ihren Kindern leben und können Sie sich vorstellen, Wohnraum zur Verfügung zu stellen? Sie sind sich aber unsicher oder haben Vorbehalte?

Jeder Wohnraum ist derzeit für die Unterbringung der Kriegsflüchtlinge wichtig. Egal, ob Wohnung, Haus oder nur einzelne Zimmer, wir brauchen Ihre Unterstützung, denn wir haben fast keinen Wohnraum mehr für die Menschen, die in den nächsten Tagen in unserer Verbandsgemeinde ankommen.

Vielleicht helfen Ihnen ein paar Fakten bei Ihrer Entscheidung!

  • Sie müssen keine Kosten übernehmen.
  • Sie können von unserem Flüchtlingsnetzwerk „Chancen für Flüchtlinge – Von Mensch zu Mensch“ Unterstützung anfordern. Ansprechpartner sind Diakon Michael Przesang oder Hiltrud Weiler, Vorsitzende des Pfarreienrates.
  • Die Verbandsgemeinde Kaisersesch mietet den Wohnraum an.
  • Die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch verteilt die Kriegsflüchtlinge, nach Rücksprache mit Ihnen.
  • Die Verbandsgemeinde Kaisersesch zahlt den Flüchtlingen Geld für den Lebensunterhalt (Essen und Trinken). Sie erhalten zwischen 250 € und 350 € pro Person.
  • Die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch gibt Ihnen ein Infoblatt mit den wichtigsten Informationen und den Kontaktdaten unterschiedlicher Ansprechpartner*innen.

Helfen Sie mit, den traumatisierten Familien, Frauen, Männern und Kindern einen Halt in unseren Gemeinden zu geben und melden Sie sich bei uns. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Kontakt:
Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch | Am Römerturm 2 | 56759 Kaisersesch – Telefon: 02653 9996-213 | E-Mail: ukraine@vg.kaisersesch.de 

Gerne können Sie auch unter www.kaisersesch.de/asylwohnraum oder über den QR-Code das Formular für Ihr Wohnungsangebot ausfüllen und bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Am Römerturm 2, 56759 Kaisersesch einreichen bzw. per E-Mail an ukraine@vg.kaisersesch.de senden.

 

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Feierliche Ehrung in Paris

Region/Düsseldorf/Paris – Am Sitz des deutschen Botschafters in Paris wurde am gestrigen Montag, 21. März 2022, feierlich das „Frankreichseminar“ gewürdigt, das Nordrhein-Westfalen seit 50 Jahren für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare aus ganz Deutschland durchführt.

Der deutsche Botschafter Dr. Hans-Dieter Lucas empfing Staatssekretär Dirk Wedel und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des aktuellen Seminars sowie viele Kooperationspartner der französischen Seite, allen voran Vertreterinnen und Vertreter der Pariser Anwaltskammer (Barreau de Paris) und der Pariser Anwaltsschule (EFB).

Staatssekretär Dirk Wedel: „Der Zuspruch, den das Frankreichseminar seit 50 Jahren erfährt, ist ungebrochen und zeigt die tiefe Verbundenheit zwischen Frankreich und Deutschland. Nordrhein-Westfalen ist es traditionell ein besonderes Anliegen, den Austausch zwischen den beiden Ländern aktiv zu fördern, insbesondere bei der Ausbildung des juristischen Nachwuchses. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Seminars einen seit jeher ihre Liebe zu Frankreich und zur französischen Sprache sowie ihre hohe Qualifikation. Ich freue mich, dass wir auf diese Weise die Weichen für internationale juristische Karrieren stellen können.“

Seit 1972 bietet das Ministerium der Justiz Nordrhein-Westfalen Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren aus ganz Deutschland zweimal pro Jahr die Möglichkeit, in Paris an einem Seminar zur Einführung in das französische Rechtswesen und in die französische Rechtssprache teilzunehmen. Fester Bestandteil des Seminars sind Besuche bei der dortigen Anwaltskammer, der deutschen Botschaft, französischer Gerichte und hochrangiger Institutionen wie z.B. dem Conseil constitutionnel oder der Cour de Cassation sowie bei international ausgerichteten Anwaltskanzleien. Teilgenommen haben an dem Seminar im Laufe der Zeit weit über 2.000 Referendarinnen und Referendare.

Die Ursprünge des Frankreichseminars reichen weit zurück: Im Oktober 1959 betraute die Justizministerkonferenz das Land Nordrhein-Westfalen damit, federführend für alle anderen Landesjustizverwaltungen Ausbildungsaufenthalte deutscher Referendarinnen und Referendare bei französischen Ausbildungsstellen zu vermitteln. Dies geschieht seit 1961, wobei die Aufenthalte bis 1971 durch dreiwöchige Vorbereitungslehrgänge in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes vorbereitet wurden. An deren Stelle trat 1972 das Frankreichseminar, das seit Ende der 1990er Jahre auch besuchen kann, wer nicht unmittelbar danach die Wahlstation in Frankreich absolviert.

Das Frankreichseminar wird seit 2018 durch das spiegelbildliche „Séminaire d’Allemagne“ ergänzt, das die Pariser Anwaltsschule (EFB) mit Unterstützung des Ministeriums der Justiz Nordrhein-Westfalen organisiert: Zweimal im Jahr werden Schülerinnen und Schüler der Pariser Anwaltsschule in das deutsche Rechtssystem und in die deutsche Rechtssprache eingeführt und besuchen dabei u.a. Gerichte und Anwaltskanzleien in Düsseldorf.

Informationen zum Frankreichprogramm des Ministeriums der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.