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Land RLP und Handwerks-Kammer Koblenz binden junge Freiwillige stärker in den Wiederaufbau im Ahrtal ein

Region/Koblenz/Mainz – Der Wiederaufbau im Ahrtal schreitet nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr voran, bleibt aber eine Mammutaufgabe, die Helferinnen und Helfer benötigt. Um junge Freiwillige noch stärker darin einzubinden, Häuser, Betriebsstätten und Infrastruktur in der Flutregion aufzubauen, starten die rheinland-pfälzische Landesregierung und die Handwerkskammer (HwK) Koblenz im März ein gemeinsames Projekt „Aufbau Ahr -Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“. Dabei geht es darum, es jungen Helferinnen und Helfern neben ihrem sozialen Engagement im Ahrtal zu ermöglichen, handwerkliche Grundfähigkeiten zu erlernen, ihr Interesse für eine Ausbildung in einem Betrieb zu wecken und zum Wiederaufbau im Ahrtal beizutragen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Arbeitsminister Alexander Schweitzer und HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich stellten das Projekt heute in Mainz vor. Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte: „Die Bilder der furchtbaren Flut werden für immer in unserem Gedächtnis bleiben. Viele Menschen haben ihr Leben oder ihr Hab und Gut verloren. Gleichzeitig verbindet sich mit dem Schicksal im Ahrtal auch eine vorbildliche Hilfsbereitschaft quer durch die ganze Republik, die bis heute anhält. Auch viele junge Menschen sind freiwillig in zerstörte Gebiete gegangen, um anzupacken und beim Wiederaufbau zu helfen. Ihre Fachkraft in der Region zu halten, kann zu einer großen Stütze werden, ein Ahrtal der Zukunft aufzubauen. Dazu leisten wir mit dem Projekt einen weiteren Beitrag.“

Arbeitsminister Alexander Schweitzer unterstrich: „Viele junge Menschen haben nach der Katastrophe direkt mit Gummistiefeln, Schippe, Schubkarre geholfen und haben den Wunsch, noch länger beim Aufbau im Ahrtal zu helfen, um die Flutregion voranzubringen. Wir ermöglichen ihnen dies mit der Aufbau-Zeit, helfen ihnen bei der Ausbildung ihrer Grundfertigkeiten und begeistern Freiwillige damit hoffentlich auch für eine berufliche Zukunft im Handwerk in einem bundesweit einzigartigen Projekt.“

Dreyer und Schweitzer stellten die wesentlichen Punkte der freiwilligen Ahr-Zeit vor: 16 Plätze stehen für Teilnehmende bis 27 Jahre fortlaufend zur Verfügung, die bis zu sechs Monaten ein Projekt durchlaufen und sich dabei in drei Gewerken ausprobieren können. Wer teilnimmt, erhält ein monatliches Entgelt von 470 Euro und eine Unterkunft. Auch Kosten für An- und Abreise zu Beginn und zum Ende des Projektes werden den Teilnehmenden erstattet. Dazu können diese vor Ort freizeitpädagogische Angebote in Anspruch nehmen. Für die Freiwilligen stellt die HwK Koblenz ihre Lehrwerkstätten zur Verfügung, Betriebe bieten Praktika an. In einem Zusatzmodul haben Teilnehmende die Möglichkeit, an einem gemeinnützigen Projekt mitzuarbeiten – wie am Wiederaufbau eines Spielplatzes oder dem Neugestalten eines Jugendtreffs. Unterstützung erhalten sie von einem Projektcoach, einem fachlichen Anleiter und Honorarkräften.

Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der HwK Koblenz, hob den positiven Geist helfender Jugendlicher hervor, die seit der Flut im Ahrtal anpacken. Einige haben über ihr Engagement bereits den Weg ins Handwerk gefunden, stellte Hellrich heraus. Insgesamt 279 Ausbildungsverträge seien in der Flutregion im vergangenen Jahr abgeschlossen worden, ein Zehnjahreshoch mit Blick auf die Vergangenheit. „Dieses außergewöhnliche Ausbildungsengagement macht Mut und steht für einen Aufbruch, der zusammen mit jungen Menschen in verantwortungsvoller Rolle zum Erfolg führen wird. Denn die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen und können so dauerhaft das Ahrtal mitgestalten“, betonte Hellrich, der der Landesregierung für die Zusammenarbeit bei der freiwilligen Ahr-Zeit dankte, die weitere Freiwillige in der Region binde.

Zu den jungen Teilnehmenden gehört auch Jan Wollenweber, ein 18-Jähriger aus Bad Breisig. „Ich möchte über das Projekt den richtigen Ausbildungsplatz im Handwerk finden. Gleichzeitig sehe ich darin eine Chance, unser schönes Ahrtal wiederaufzubauen“, sagte Wollenweber, dessen Familie durch das überflutete Haus der Großeltern von der Hochwasserkatastrophe betroffen war. Betriebsinhaber Dominik Tietz von Elektrotechnik Tietz in Königsfeld (Kreis Ahrweiler), der in diesem Projekt auf junge Praktikanten setzt, sagte: „Die Flutnacht war ein Schicksalsschlag für das Ahrtal. Wir haben nun aber die Chance, junge und sozial engagierte Menschen für den Wiederaufbau zu begeistern. Das sollten wir nutzen. Vielleicht bleibt der ein oder die andere am Ende auch beruflich im Handwerk hängen.“

Das Projekt zur Aufbauzeit im Ahrtal läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2022 und kostet 200.000 Euro, die zu 90 Prozent aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes und zu 10 Prozent von der Handwerkskammer Koblenz getragen werden.

Interessentinnen und Interessen, die an der freiwilligen Aufbauzeit im Ahrtal teilnehmen wollen, können sich bei Jens Fiedermann von der HwK Koblenz melden unter Telefon 0261/398 351 oder per E-Mail an jens.fiedermann@hwk-koblenz.de.

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Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine – Gottesdienst am Freitag 25. März um 18 Uhr im Aachener Dom

AachenGebet für den Frieden – Bischof Dr. Helmut Dieser folgt dem Aufruf von Papst Franziskus. Möglichkeit zum Stillen Gebet vor dem Friedenskreuz ab 17 Uhr. Seit mehr als vier Wochen führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Die Bilder sind schockierend, das Leid der Menschen in der Ukraine unfassbar.

Aus diesem Grund hat Papst Franziskus für Freitag, 25. März, angekündigt, die Ukraine und Russland dem unbefleckten Herzen Mariens zu weihen. Zeitgleich zur Weihe im Petersdom wird es am Freitag um 18 Uhr auch ein Pontifikalamt im Aachener Dom geben, zelebriert von Bischof Dr. Helmut Dieser. Verbunden mit vielen weiteren Menschen auf der Welt wird der Aachener Bischof in diesem Gottesdienst auch das Weihegebet des Papstes mit den Gläubigen beten.

Mit der angekündigten Weihe will Papst Franziskus ein Zeichen gegen den Krieg setzen. Die Ukraine und Russland sollen unter den Schutz Mariens gestellt werden. Dieses Weihe-Ritual geht zurück auf die Marienerscheinungen im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima im Jahr 1917. Im Lauf der Geschichte wurde die Weihe häufig wiederholt – etwa zur Zeit des Zweiten Weltkriegs oder beim Zweiten Vatikanischen Konzil. Zuletzt weihte Papst Franziskus 2013 die ganze Menschheit an das Herz Mariens. Der Aachener Dom, auch Marienkirche genannt, bietet eine besondere Verknüpfung zur Gottesmutter: Karl der Große widmete ihr seine Kirche.

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Wirtschaft

Neue GmbH mit touristischer Anlaufstelle im ehemaligen OSE-Gebäude in Gemünd

Schleiden-Gemünd – Die Bereiche Wirtschaft und Tourismus sollen durch die Gründung einer Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungs-GmbH professionell und zukunftsorientiert ausgerichtet werden – ehemaliges Modehaus OSE soll zum Sitz der Gesellschaft und zur Tourist-Information mit Nationalparkausstellung werden

Vorhandene Stärken und Potenziale optimal nutzen – diese Zielsetzung gilt auch für die Bereiche Wirtschaft und Tourismus, die zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt Schleiden gehören. Massiv gelitten durch die Corona-Pandemie in den vergangenen zwei Jahren standen die Zeichen im Sommer 2021 auf Aufschwung – bis zum 14. Juli 2021, dem Tag, an dem das Hochwasser die kommunale und gewerbliche Infrastruktur im Schleidener Tal massiv beschädigte oder gar zerstörte. Neben der Gastronomie und den Übernachtungsbetrieben sind vor allem die touristischen Einrichtungen im Kurort Gemünd erheblich betroffen.

„Die Bereiche Wirtschaft und Tourismus sind in Schleiden untrennbar miteinander verbunden und sollten weiterhin oberste Priorität genießen, damit wir unserer Verantwortung, für Einheimische und Gäste ein attraktives Umfeld zu schaffen und zu erhalten, gerecht werden“, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, der als Leiter des Projekts ‚Schleiden 21/26‘ den Wiederaufbau verantwortet. „Der erfolgreiche zukunftsorientierte Wiederaufbau der kommunalen, gewerblichen und touristischen Einrichtungen stellt die größte Herausforderung der Stadt Schleiden seit der kommunalen Neugliederung 1972 dar“.

Mit der Gründung einer Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungs-GmbH möchte die Stadt Schleiden diese Aufgabenstellungen nun im Bereich der Wirtschaftsförderung, der Tourismusförderung und des Veranstaltungs-managements professionalisieren, um die im Leitbild verankerten Ziele im Bereich Wirtschaft und Tourismus zu erreichen und die privatrechtlichen Möglichkeiten außerhalb der Gemeindeordnung zu nutzen.

„Die touristische Schwerpunktsetzung als Nationalparkhauptstadt stellt ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt Schleiden dar, das aber mit Leben gefüllt werden muss. Hinzu kommt der Wiederaufbau der Unternehmen, Betriebe und des Einzelhandels von Oberhausen bis nach Gemünd“, ergänzt Bürgermeister Pfennings. „Eine Mamut-Aufgabe sfür alle Akteure, für deren Bewältigung städtischerseits die bestmöglichen Strukturen flexibel zur Verfügung gestellt werden müssen.“

Die Stadt Schleiden führe seit Jahren sämtliche Aufgabenbereiche im Regiebetrieb, egal ob es sich dabei um Pflichtaufgaben oder freiwillige Aufgaben handele, führt der Erste Beigeordnete weiter aus. Der Handlungsspielraum einer GmbH sei viel größer als der einer Kommune, der die Gemeindeordnung bei der Zulässigkeit einer wirtschaftlichen Betätigung enge Grenzen setze. Der Stadt Schleiden seien daher zunehmend die Hände gebunden – sei es bei der Initiierung von Veranstaltungs-reihen, Kooperationen mit Unternehmen oder der Entwicklung von Freizeitangeboten. „Gerade diese Bereiche tragen aber zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Deswegen müssen wir jetzt die Chance jetzt ergreifen und die Weichen in eine strategische und zukunftsfähige Ausrichtung unserer Stadt stellen“, betont Wolter.

Näher an den Betrieben dran

Der stetige und vertrauensvolle Austausch mit den hiesigen Unternehmen, den vor allem Bianka Renn, Teamleiterin ‚Wirtschaft und Tourismus‘ und Bürgermeister Pfennings in den letzten Jahren aufgebaut haben, hat in der Vergangenheit gezeigt, wie wichtig die Nähe der örtlichen Wirtschaftsförderung zu den Unternehmen, Gastgebern und Übernachtungsbetrieben vor Ort ist – vor allem während der Corona-Pandemie und dem Hintergrund des Wiederaufbaus und den damit verbundenen Zielen der künftigen Stadtentwicklung.  Hierbei treten in Folge der Flutkatastrophe zahlreiche und vielfältige Problemstellungen bei den gewerblichen Unternehmen, den touristischen Betrieben bis hin zum Inhaber einer Ferienwohnung auf.

„Persönliche Nähe und Identifikation mit ihrem Ort, ihrer Stadt und ihrer Region sind Faktoren, die für unsere Betriebe und Einzelhändler enorm wichtig sind und somit häufig über den Verbleib oder ein neues Invest mitentscheidend sind“, bekräftigt Bürgermeister Pfennings die Bedeutung der engen Bindung der örtlichen Wirtschafts- und Tourismusförderung zu den hiesigen Unternehmen. Die Stadt Schleiden setze aber auch weiterhin auf die Unterstützung der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen und der Nordeifel Tourismus GmbH, so Pfennings. Mit der GmbH-Gründung entstehen zudem zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten mit den Gesellschaften der kreisangrenzenden Nationalparkkommunen Heimbach, Simmerath und Monschau.

OSE-Komplex soll touristischer Anker für die Innenstadt Gemünd werden

Die bislang von der Nordeifel Tourismus GmbH betriebene Tourist-Information mit Nationalpark-Tor soll ab 1. Januar 2023 ebenfalls von der neuen GmbH übernommen werden – mit Sitz im ehemaligen Modehaus OSE.

Die Stadt Schleiden plant, das Gebäude anzukaufen und im Erdgeschoss eine Tourist-Information mit einem kleinen Shop einzurichten. Im ersten Obergeschoss soll voraussichtlich eine Nationalparkausstellung mit digitalen Ausstellungsinhalten und einem Kino realisiert werden. Hierzu hatte Nationalparkverwaltung der Verwaltung bereits Interesse signalisiert. Die Büroräume der künftigen Gesellschaft sollen dann im zweiten Obergeschoss untergebracht werden. „Das Gebäude ist von der Lage und Größe ideal, zumal es als touristischer Anker für die Innenstadt Gemünd künftig zu deren Belebung beiträgt“, ist sich Wolter sicher. Allerdings werden noch Umbauarbeiten auf den jeweiligen Etagen als auch Optimierungen im Fassadenbereich notwendig sein, damit das Gebäude seinen künftigen Ansprüchen genügt.

Rechtliche Stellung und personelle Besetzung der GmbH

Die GmbH soll künftig als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Schleiden geführt werden, deren Rahmenbedingungen in einem Gesellschaftervertrag festgeschrieben werden.  Organe der Gesellschaft werden die Geschäftsführung die Gesellschafterversammlung sein. Die Verwaltung schlägt hier vor, die Geschäftsführung auf Bianka Renn, Teamleiterin ‚Wirtschaft und Tourismus‘ zu übertragen. Der Gesellschafterversammlung sollen Ratsmitglieder angehören, wobei der Vorsitz durch Bürgermeister Ingo Pfennings besetzt werden soll.  Wie die Ausgestaltung des Gesellschaftervertrages sowie die personelle Besetzung der GmbH und der Gesellschafterversammlung im Einzelnen aussehen werden, soll erst nach der Grundsatzentscheidung des Stadtrates festgelegt werden.

Rat entscheidet am 7. April

Die Grundsatzentscheidung für die Gründung einer Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungs-GmbH trifft der Stadtrat am 7. April 2022. Ebenso die Entscheidung über den Ankauf des OSE-Gebäudes, allerdings im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung.

Das Projekt wird von Wolter im öffentlichen Teil der Sitzung nochmals ausführlich vorgestellt.

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Lewentz: Kein Hetzer im Netz darf sich sicher fühlen

Region/Mainz – RLP Innenminister Roger Lewentz hat das geschlossene Vorgehen der Sicherheitsbehörden bei den heutigen Durchsuchungen begrüßt. Ausgangspunkt sind Ermittlungen zu Äußerungen im Kontext der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, die auf Social-Media-Plattformen getätigt wurden.

„Kein Hetzer im Netz darf sich sicher fühlen. Es wird auch da genau hingeschaut, wo Äußerungen im vermeintlich anonymen Raum getätigt werden. Radikalisierung lassen wir weder in der realen, noch in der virtuellen Welt zu“, verdeutlichte Innenminister Roger Lewentz. Gerade Amts- und Mandatsträger seien immer wieder Ziel von Beleidigungen und Drohungen. „Die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden haben das genau im Blick. Strafrechtlich relevante Äußerungen werden von der Polizei konsequent zur Anzeige gebracht und Ermittlungen eingeleitet“, so Lewentz.

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Von Lockdown bis Lockerung – Zwei Jahre Coronaschutz-Verordnung

Aachen – Am 22. März 2020 – also exakt heute vor zwei Jahren – hat die erste Coronaschutzverordnung das Licht der Welt erblickt. Selbst bei der Bilanzierung des letzten Jahres wurde schnell klar: Corona wirkt sich auf nahezu alle Arbeitsbereiche aus. Die Beschäftigten im Innen- und Außendienst des städtischen Ordnungsamts setzen seitdem die Corona-Regeln von insgesamt 60 Änderungsverordnungen der Landesregierung verantwortungsvoll um. Der Einsatz der Beschäftigten stand und steht stets im Zeichen von Flexibilität und Durchhaltevermögen, denn viel Zeit zum Durchatmen gab es nicht. Die Bestimmungen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus – vor allem die damit verbundenen Einschränkungen nahezu sämtlicher Lebensbereiche – sind für die gesamte Bevölkerung bis heute herausfordernd.

Dauereinsatz im Amt und auf der Straße

Alle Einsatzkräfte im ordnungsbehördlichen Außendienst waren zu diesem Zweck im Einsatz – zu Fuß, auf zwei Rädern oder im Einsatzwagen. Insbesondere zu Beginn der Pandemie gab es tatkräftige Unterstützung von Kolleg*innen anderer Fachbereiche. Bis heute wird in engem Schulterschluss mit der Polizei Aachen und damit nahezu rund um die Uhr kontrolliert. Ob Maskenpflicht, Zutrittsbeschränkungen oder Quarantäne – die Regelungen waren ebenso vielseitig wie abwechslungsreich.

Ein abteilungsübergreifendes Corona-Team war neben den alltäglichen Aufgaben in dieser Zeit eine zentrale Anlaufstelle für alle rechtlichen Fragen und Anliegen rund um die Pandemie. Es wurde geprüft, bewertet und beantwortet – ob am Telefon oder per Mail, intern als auch extern. So war es für die Beschäftigten in allen Lagen möglich, auf komplizierte Sachverhalte und kurzfristige Änderungen flexibel und verlässlich zu reagieren. Dabei war und ist auch der gut gelungene interkommunale Austausch mit den örtlichen Ordnungsbehörden in der StädteRegion wichtig. Mit Hilfestellungen und Handlungsempfehlungen sorgen die Ordnungsämter der StädteRegion und der Stadt Aachen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt bis heute für ein einheitliches Vorgehen.

„Ich bedanke mich bei allen Kräften, die in diesen zwei Jahren einen wichtigen Job geleistet haben. Die besondere Herausforderung liegt hier in der dauerhaften Ausnahmesituation, wobei die Beschäftigten viel Ausdauer und starke Nerven bewiesen haben. Freundlich, aber bestimmt auf die geltenden Regeln hinzuweisen, wo nötig konsequent durchzugreifen. Die Ordnungsbehörden haben in dieser turbulenten Zeit gezeigt, dass der Schutz der Menschen im Fokus steht“ fasst Ordnungsdezernentin Annekathrin Grehling zusammen.

Klare Kante für Wertschätzung und Respekt

Für alle Menschen ist dies eine außergewöhnliche Zeit, die von kurzfristigen und dynamischen Entwicklungen geprägt ist. Dabei steht der Dialog für die Mitarbeitenden ebenso im Fokus, wie die Überwachung und Umsetzung der geltenden Regelungen. Auch wenn viele Menschen trotz der belastenden Zeit auf Ansprachen verständnisvoll und einsichtig reagieren, gab es im Verlauf der Corona-Pandemie vermehrt Übergriffe auf Ordnungskräfte zu verzeichnen. Kolleg*innen wurden beschimpft, angefeindet, teilweise sogar bespuckt und angegriffen.

„Diese Übergriffe haben in den zusätzlichen Aufgaben der Corona-Kontrollen bei einer spürbar gesunkenen Hemmschwelle in den letzten beiden Jahren zugenommen. Dabei sollten Wertschätzung und Respekt gegenüber den Menschen, die jeden Tag für unsere Sicherheit und Ordnung eintreten, eine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft sein“, so Armin Bergstein, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt Aachen.

Auch wenn nun knapp zwei Jahre nach Inkrafttreten umfangreiche Lockerungen der Corona-Regeln bevorstehen, ist die Pandemie noch nicht vorbei. Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung sorgt zusammen mit allen anderen Sicherheitsakteuren auch in Zukunft dafür, dass das Leben in unserer Stadt sicher bleibt.

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Aktuelle Situation des ÖPNV im Landkreis Mayen-Koblenz – Nahezu täglich führt Landrat Saftig Gespräche

Region/Mayen-Koblenz – Der Kreisausschuss entschied gegen die sofortige Kündigung der von Transdev übernommenen ÖPNV-Linienbündel im Landkreis Mayen-Koblenz. Im Falle einer Kündigung wäre es aufgrund der strengen rechtlichen Vorgaben lediglich möglich gewesen, dass man für einen Übergangszeitraum von einem bis maximal zwei Jahren einen anderen Betreiber im Rahmen einer sogenannten „Notvergabe“ beauftragt. Einen solchen Betreiber kurzfristig zu finden, welcher organisatorisch, personell und mithilfe vorhandener Fahrzeuge in der Lage ist, alle drei Linienbündel zu stemmen, ist nicht realistisch möglich. Es hätte somit die Gefahr bestanden, für einen längeren Zeitraum keinerlei Schulbusverkehr oder ÖPNV in weiten Teilen des Landkreises zu haben.

Landrat Dr. Alexander Saftig erklärt: „Maximal hätte man also ein einziges Linienbündel kündigen und dafür einen Ersatzbetreiber suchen können. Das hätte auch für das kleinste Linienbündel Vordereifel gegolten.“ Ein möglicher Ersatzbetreiber hätte sich dann jedoch dafür interessieren müssen, die komplexen Aufgaben für einen kurzen Zeitraum zu übernehmen, ohne die Gewissheit einer längerfristigen Zusammenarbeit zu erhalten.

Es wurden Rechtanwälte mit der Prüfung beauftragt, ob eine Kündigung rechtlich möglich ist. Die Frage der tatsächlichen Organisation eines möglichen Ersatzverkehrs nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit Transdev beantwortet das zwischenzeitlich erstellte Rechtsgutachten nicht.

Nahezu täglich führt Landrat Dr. Alexander Saftig Gespräche mit den Verantwortlichen bei Transdev, um die vollständige Erfüllung der von der Firma vertraglich übernommen Aufgaben zu erreichen. Der Schülerverkehr steht hierbei unmissverständlich an oberster Stelle. Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund werden hohe Vertragsstrafen gegenüber Transdev verhängt und weiterhin jeder einzelne Ausfall in Rechnung gestellt. „Die Erfüllungsquote im Bereich der Transdev hat sich deutlich verbessert, auch wenn jeder Ausfall selbstverständlich ein Ausfall zu viel ist und für die betroffenen Fahrgäste enorme Schwierigkeiten mit sich bringt. Keinerlei Kompromisse gibt es, wenn die Sicherheit der Fahrgäste betroffenen ist. Jeder Hinweis wird der Aufsichtsbehörde des Landes und der Polizei gemeldet. Die Menschen haben einen Anspruch auf verlässliche und sichere Busse im Landkreis“, sagt der Landrat.

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Impulse

Ein Stück Irland auf der Burg Satzvey am Freitag 25. März – Kostenloses Konzert

Mechernich-Satzvey – Veranstalterin und Burgherrin Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich freut sich und verweist auf vorangegangene und bevorstehende Flut-Benefizkonzerte. Bald wird’s Irisch auf Burg Satzvey: Am Freitag, 25. März, treten dort „Bad Penny“-Sänger und -Gitarrist Ola Van Sander sowie Schlagzeuger Fiete Blümel auf. Unterstützt werden sie von Reiner Lützenkirchen (ebenfalls Gitarre). Stattfinden wird das Ganze in der Burgbäckerei und ist mit freiem Einlass ab 18.30 Uhr und Beginn ab 20 Uhr angesetzt.

„Ich freue mich schon sehr auf diesen besonderen Abend. Mein Vater, John Brogan, war selbst irischer Abstammung hat die irische Nacht auf der Burg immer sehr genossen. Außerdem ist der 25. März der Geburtstag meiner Mutter“, betonte Burgherrin und Veranstalterin Jeanette Gräfin Beissel von Gymnich. Iren und Irland-Fans feiern weltweit immer am 17. März, zu Ehren ihres gleichnamigen Schutzpatrons, den „St. Patricks Day“. Die Burg Satzvey feiert ihn eine Woche später nach.

Vorausgegangen war der nun geplanten Aktion ein von „Bad Penny“-Frontmann Van Sander organisiertes Benefizkonzert zugunsten der Flutopfer, bei dem ganze 30.000 Euro zusammenkamen. „Es war für mich selbstverständlich zu helfen und damit etwas zurückzugeben, denn ohne den Solidarbeitrag der Westdeutschen hätte meine Heimatstadt Rostock nicht so erblühen können!“, erklärte er seine Beweggründe. „Bad Penny“ beabsichtigten laut Gräfin Beissel von Gymnich, im Sommer noch einmal ein größeres Benefizkonzert, eigens für die Satzveyer Flutopfer zu geben.

„Bad Penny“ ist eine Rostocker „Epic Folk Rock“-Band („Epischer Volksrock“), welche tief im Nordischen und Keltischen verwurzelt ist. Die längere Bandgeschichte hat bereits verschiedene Studioalben und Touren hervorgebracht, das Herz der Band schlägt in Irland. www.badpenny.de

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„Mein Europa“ am Mittwoch 23. März – Die schweizerische Eidgenossenschaft kennen lernen

Aachen – Am Mittwoch, 23. März, startet um 19 Uhr die nächste digitale Reise der Reihe „Mein Europa“. Dieses Mal ist das Reiseziel die Schweiz. Der 24-jährige Fabian Kuhn, der im Anschluss an seinen Bachelor in wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Studien an der Universität Freiburg den Master in Betriebswirtschaft begonnen hat, wird Gastgeber des Abends sein. Aktuell absolviert Kuhn das letzte Semester seines Masterstudiums an der Universität Tor Vergata in Rom. Neben seinem Studium ist er in einer Vielzahl von politischen Gremien engagiert.

Zu Beginn der Veranstaltung wird der Referent eine kurze Einführung zu den Eigen- und Besonderheiten der Schweiz präsentieren. Ferner zeigt Kuhn, inwiefern die direkte Demokratie, der Föderalismus und das Wahlsystem politische Prozesse beeinflussen kann und zum Erfolg der Schweiz beigetragen hat. Abschließend werden mögliche Reformvorschläge zur Weiterentwicklung der drei Grundpfeiler des schweizerischen Erfolgsmodells diskutiert.

Anmeldung zur Online-Diskussion und weitere Veranstaltungen

„Mein Europa“ wird an diesem Tag von Katharina Roß moderiert werden, die die Fragen der Online-Gäste aufgreift. Die kostenlose Anmeldung erfolgt online unter www.mein-europa.eu und https://ogy.de/Schweiz-2022.
Die Zugangsdaten werden per E-Mail zugeschickt. Die Facebook-Veranstaltung ist hier zu finden: https://www.facebook.com/events/643932519996161

Weitere Veranstaltungen finden immer am vierten Mittwoch des Monats statt. Die Reihe wird von folgenden Partnern organisiert: AEGEE Aachen, Institut Français Aachen, JEF NRW, Karlspreisstiftung, Karlspreis Academy, und den „EUROPE DIRECT“-Zentren Ostbelgien, Kreis Gütersloh, Dortmund, Duisburg, Essen und Aachen.

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Fortschritt

Tourist-Info Maria Laach startet in die neue Saison 2022

Mendig/Maria Laach – Mitte März startet die Tourist-Info in die neue Saison – der Vorsitzende des Zweckverbandes Ferienregion Laacher See, Bürgermeister Jörg Lempertz, seine Bürgermeisterkollegen Klaus Bell und Johannes Bell wie auch das gesamte Touristiker-Team sehen der neuen Saison mit großer Freude und Spannung entgegen!

Seit Eröffnung im Jahr 2015 konnte passend zum Saisonabschluss 2021 Ende Oktober bereits die 350.000ste Besucherin in der Tourist-Info Maria Laach begrüßt werden – eine beeindruckende Zahl, die den Erfolg des Projektes verdeutlicht. „Wir wollen die Gäste dort abholen, wo sie sich in der Region besonders gern aufhalten, unserem Herzstück Maria Laach, und von hier für weitere Freizeitmöglichkeiten in der Vulkanregion begeistern“, ist der Vorsitzende des Zweckverbandes, Bürgermeister Jörg Lempertz, überzeugt.

Die Wintermonate konnten wie gewohnt zur Optimierung und Erweiterung der Gästeangebote genutzt werden, neue Pauschalprogramme für Gruppen und Individualreisende, die die gesamte Vulkanregion umfassen, sowie zahlreiche geführte Wanderungen und Kurse erwarten kleine und große Besucher.

Qualität wird dabei in der Tourist-Info Maria Laach großgeschrieben – der Servicegedanke wird innerhalb des Teams tagtäglich gelebt. Das bestätigt auch die erfolgreiche Auszeichnung mit der „i-Marke“ durch den Deutschen Tourismusverband (DTV). Um das weiße „i“ auf rotem Grund zu erhalten, müssen diverse Kriterien erfüllt werden. Hier werden Bereiche wie das Erscheinungsbild, der Service vor Ort, das Leistungsangebot sowie das Qualitätsbewusstsein der Tourist-Info geprüft.

Besonders hervor heben die Gäste der Tourist-Info immer wieder die praktische Übersichtlichkeit bei gleichzeitig optisch ansprechender Gestaltung der Tourist-Information. Das Bestätigt auch der DTV, zudem seien Steine und Mineralien der Region in Einrichtung und Merchandisingartikeln passend eingebunden, was der Tourist-Info eine einzigartige Note verleihe. Gesteinsarten wie Bimsstein, Tuffstein oder Rotlavastein aus regionalem Abbau sind in originaler Form sowie als Mühlstein, Kerzenhalter oder Vase erhältlich.

Besonders großen Gefallen finden die Gäste oftmals an den innovativen „Mini-Cards“, Flyer im Visitenkartenformat, welche kurz und knapp die wichtigsten Informationen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten in der Vulkanregion Laacher See liefern.

„Das Team der Tourist-Information Maria Lach steht allen Gästen bei der Planung eines Aufenthaltes in der Vulkanregion Laacher See jederzeit gerne zur Verfügung, auch für Einheimische lohnt sich ein Besuch der Räumlichkeiten, um sich beispielsweise für Wandertouren, Freizeittipps, aktuelle Veranstaltungen oder kulturelle Angebote zu informieren“, da sind sich Lea Port, die Leiterin der Tourist-Info und Sarah Stein, Geschäftsführerin der Vulkanregion Laacher See, einig.

Bis Ende Oktober freut sich das Team der Tourist-Info Maria Laach nun wieder täglich von 10 bis 17 Uhr Gäste vor Ort begrüßen und beraten zu dürfen.

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Wirtschaft

GründerSzene im Kreis Düren trifft sich am Donnerstag 24. März im „hauptcwartier“ – Anmeldung erforderlich

Düren – Das Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Kreises Düren lädt in Kooperation mit den regionalen Partnern der GründerSZENE im Kreis Düren für Donnerstag, 24. März, zur vierten Veranstaltung des Formats „Stories. Impulse. Dialoge.“ in das hauptcwartier Düren ein.

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Existenzgründer und Jungunternehmen aus dem Kreis Düren. In dem kostenfreien Format „Stories. Impulse. Dialoge.“ wird die Möglichkeit geboten, spannende Gründungsstories zu hören und von ihnen zu lernen. Außerdem gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit den Referenten und Teilnehmern. Dieses Mal werden diese frischen und ehemaligen Gründern ihre Gründungsgeschichten erzählen:

  1. Verena Hoppe erzählt von den Anfängen ihrer Gründung einer Online-Plattform für persönliches Coaching und Beratung. Sie befindet sich in der Preseed-Phase, der Vorgründungsphase.
  2. Emmanuel Bello berichtet von seinen Unternehmen BetterFreetime und Emma Minicar und vor allem davon, wie ihn die Corona-Situation vor völlig unerwartete Entscheidungen gestellt hat. Er befindet sich im dritten Jahr nach Gründung und beschäftigt bereits Mitarbeiter.
  3. Coskun Tuna hat die Gründungsphase schon mehrmals hinter sich gelassen, durchläuft sie aber immer wieder – dieses Mal in Berlin. Er packt verschiedene Geschichten vom Erfolg und auch vom Scheitern aus. Er ist ein etablierter Unternehmer, Buchautor und jetzt Gründer der KIVVON Media GmbH.

Die kostenfreie Veranstaltung findet am Donnerstag, 24. März, von 18 bis 21 Uhr im hauptcwartier Düren, Philippstr. 27, statt – natürlich unter Corona-konformen-Schutzbedingungen. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt. Eine verbindliche Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unbedingt notwendig unter: https://www.gruenderszene-kreis-dueren.de/