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Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld spendet 10.000 Euro an „Salvatorianer Weltweit“

Kall-Steinfeld – „Es fehlt an Verbandsmaterial und Medikamenten, auch die Apotheken sind leer“, berichtet der Salvatorianer Pater Damian aus seiner Gemeinde in Lemberg in der westlichen Ukraine. Um die vom Krieg betroffenen Menschen in diesen schweren Zeiten zu unterstützen, hat das Hermann-Josef-Kolleg (HJK) Steinfeld aus schuleigenen Mitteln einen Betrag von 10.000 Euro gespendet. Die Organisation „Salvatorianer Weltweit“ soll damit direkt vor Ort helfen – dort, wo es gerade am nötigsten ist.

„Seit Kriegsbeginn befinden sich hunderttausende Menschen auf der Flucht. Vor allem Frauen und Kinder sind es, die ihre Heimatorte in der Ukraine verlassen haben“, heißt es in einem Statement des Salvatorianer-Kollegs, und weiter: „Diese Menschen brauchen Unterkunft, Medizin und Nahrung.“

Mittel aus Klostermauerlauf

Bei der 10.000-Euro-Spende handelt es sich um Mittel, welche beim alljährlichen Spendenlauf der Schule – dem Klostermauerlauf – durch die Schulgemeinschaft zusammengetragen wurden. Pater Paul, Superior des Salvatorianerklosters in Steinfeld, und Schulleiter Thomas Frauenkron sind darüber hinaus sehr stolz auf ihre Schülervertretung, welche bei einer Spendenaktion durch den Verkauf von Kuchen in den Schulpausen weitere 600 Euro einnehmen konnte. Diesen Betrag möchte die Schülerschaft ebenfalls an eine Hilfsorganisation spenden.

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Westenergie und Stadt Meckenheim pflanzen fünf Klimabäume – Schatten-Spender für vier Spielplätze

Meckenheim – Westenergie und die Stadt Meckenheim haben fünf klimaresistente Bäume eingepflanzt. Die Eisenholzbäume verteilen sich auf die Spielplätze „Merler Winkel“ (zwei Exemplare) sowie „Küferring“, „Im Ruhrfeld“ und „Kirchfeldstraße“ (jeweils ein Exemplar) und wachsen dort als Schattenspender heran. Damit sie schon bald ihre kühlende Wirkung entfalten können, wurden möglichst große Bäume ausgewählt. Die Stadtverwaltung setzt mit der Pflanzaktion einen politischen Beschluss um.

„Mit den fünf Klimabäumen pflanzen wir ein sichtbares Zeichen für noch mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in unserer Stadt. Unsere Kinder profitieren gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn Bäume leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag für ein gutes Klima, sondern sie spenden auch Schatten an sonnigen Tagen“, sagte Bürgermeister Holger Jung, der sich zusammen mit Lydia Bauer, Kommunalmanagerin bei Westenergie, Heinz-Peter Witt, Technischer Beigeordneter der Stadt Meckenheim, und Michaela Kempf vom städtischen Fachbereich Verkehr und Grünflächen auf dem Spielplatz „Merler Winkel“ eingefunden hatte. „Ich freue mich sehr, dass wir immer mehr in das Klima investieren“, so Jung weiter. „Für uns war schnell klar, dass wir uns an der Aktion von Westenergie beteiligen“, dankte der Bürgermeister dem Unternehmen für die Aktion.

Die Pflanzung ist Teil der Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“, die Westenergie initiiert hat und die sich über das gesamte Versorgungsgebiet des Unternehmens in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen erstreckt. Die verwendeten Baumarten gelten nach derzeitigem Forschungsstand als besonders stressresistent und sind damit künftigen klimatischen Veränderungen besonders gewachsen.

Lydia Bauer von Westenergie betont: „Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und das Erreichen der Klimaziele vorantreiben. Die nachhaltige Pflanzung von Klimabäumen ist ein wichtiger Beitrag dazu.“

Westenergie hat die Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“ im Sommer 2021 gestartet und Städte und Gemeinden dazu aufgerufen, ihr Interesse an einer Teilnahme zu bekunden. 125 positive Antworten gingen schließlich ein. Um gemeinsam den ersten Geburtstag von Westenergie zu feiern, hat sich das Unternehmen entschieden, allen 125 Städten und Gemeinden Klimabäume zukommen zu lassen. Insgesamt pflanzt das Energieunternehmen in den nächsten Wochen mit den Partnerkommunen somit 1.250 Klimabäume ein.

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Traditionelle Osterfeuer können wieder stattfinden

Region/Düsseldorf – In diesem Jahr können traditionelle Oster- und Brauchtumsfeuer wieder stattfinden. Darauf weist das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen hin. In den vergangenen Jahren konnten aufgrund der Regelungen der Corona-Schutzverordnung Veranstaltungen und Versammlungen weitgehend nicht stattfinden. Dazu zählten auch die Osterfeuer. Es gelten die jeweils aktuellen Hygienevorschriften.

Zwar ist immissionsschutzrechtlich das Verbrennen und Abbrennen von Gegenständen im Freien grundsätzlich untersagt, soweit dadurch die Nachbarschaft oder Allgemeinheit gefährdet oder erheblich belästigt werden. Das Landesrecht räumt den Gemeinden die Möglichkeit ein, Ausnahmen zuzulassen. Als Ausnahmen rechtlich anerkannt sind hierbei Osterfeuer als sogenannte Brauchtumsfeuer, soweit diese von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereinen ausgerichtet werden und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sind.

Die Gemeinden können Einzelheiten zur Durchführung der Osterfeuer individuell bestimmen. Daher sollten sich die Organisierenden rechtzeitig über die Regelungen vor Ort informieren und beispielsweise klären, ob Osterfeuer nach Ortsrecht angezeigt werden müssen.

Zu beachten ist, dass Feuer im Freien nicht zur Abfallbeseitigung missbraucht werden dürfen. Lackiertes und behandeltes Holz sind als Brennmaterial genauso verboten wie Sperrmüll, Altreifen oder Kunststoff. Abgebrannt werden darf naturbelassenes Holz sowie von Blättern befreiter Baum- und Strauchschnitt. Dabei sollte das Holz möglichst trocken sein. Damit werden die Umwelt und die Anwohner so wenig wie möglich durch Verbrennungsprodukte wie Feinstaub und Kohlenmonoxid belastet.

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Pfarrer Kurt Hoberg verstorben

Wissen/Kallmuth/Weyer – Beliebter ehemaliger Kallmuther Pfarrer starb nach zwei unglücklichen Stürzen in einer Siegener Klinik. „Der beliebte Seelsorger Pfarrer Kurt Hoberg ist am vergangenen Freitag, 18. März, verstorben“, schreibt der Westerwälder AK-Kurier unter Berufung auf das Pastoralbüro „Obere Sieg“. Auch Isolde Frings, die langjährige Pfarrsekretärin Hobergs in Kallmuth, erhielt die Todesnachricht am Wochenende von Kurt Hobergs Schwester in Wissen und informierte GdG-Leiter Pfarrer Erik Pühringer und alte Weggefährten Hobergs am südlichen Bleiberg.

Der in seinem Elternhaus im westerwäldischen Wissen lebende Seelsorger wäre am kommenden Donnerstag 82 Jahre alt geworden, so Isolde Frings. „Stattdessen findet nun eine Verabschiedungsmesse am Freitag statt“, schreibt der AK-Kurier.

Wie Isolde Frings dem Mechernicher „Bürgerbrief“ berichtet, war Pfarrer Hoberg in der Küche seines Wohn- und Elternhauses hingefallen und hatte sich offenbar so schwere Kopfverletzungen zugezogen, dass er in einer Siegener Klinik operiert werden sollte. Kurz vor der OP war er aus seinem Krankenhausbett aufgestanden – und war abermals auf den Kopf gefallen.

39 Jahre Bistum, 21 Jahre Kallmuth

39 Jahre war der frühere Ordensgeistliche aus der Kongregation des heiligen Franz von Sales im Bistum Aachen ordiniert, 21 Jahre davon als Pfarrer in der Gemeinschaft Mechernich-Süd mit den Pfarren Kallmuth, Weyer und Eiserfey sowie der Filialkirche in Kalenberg und den Kapellen in Lorbach und Bergheim.

Zeitweise war Kurt Hoberg außerdem stellvertretender Dechant und Dechant des Dekanates Mechernich. Er wurde 2012 feierlich verabschiedet. Seine Exequien werden am Freitag, 25. März, ab 18 Uhr in der Pfarrkirche Kreuzerhöhung in Wissen gefeiert. An diesem Tag findet in Kallmuth die bekannte Wallfahrt „Schmerzensfreitag“ zur Pieta in der Pfarrkirche St. Georg statt.

Als Kallmuther Pfarrer war Kurt Hoberg auch Wallfahrtsseelsorger am Schmerzensfreitag und beim legendären Kallmuther „St.-Georgs-Ritt“ am 1. Mai. In seine Amtszeit fielen Kirchenrenovierungen und Veränderungen in der Pastoralstruktur.

Mit ihm verlor der Süden Mechernichs nach dem Fortzug von Diakon Michael Ruland ebenfalls 2012 sein gesamtes seelsorgerisches Personal auf einen Schlag. Ruland ist am Schmerzensfreitag um 11 Uhr der Festprediger beim diesjährigen Schmerzensfreitag in Kallmuth.

Primiz 1973, dann Ordensgeistlicher

Nach seiner Priesterweihe hatte Pfarrer Hoberg am 11. Juni 1973 seine Primiz mit seiner Wissener Heimatgemeinde gefeiert. Nach dem Eintritt in den Ruhestand hat er die letzten Jahre in seinem Elternhaus in Wissen-Streitholz gelebt. „Für viele Menschen ist er in dieser Zeit ein geschätzter Seelsorger und Gesprächspartner gewesen“, so das dortige Pastoralbüro.

Bei der Verabschiedung im September 2012 überreichte der damalige Eifeldekan Erik Pühringer Hoberg in St. Cyriakus in Weyer einen Führer zu Orten der Muße und Besinnung zwischen Rhein und Eifel: „Damit du Anregungen erhältst, dich zumindest ab und zu dem alten Wirkungskreis zu nähern und uns zu besuchen.“

Bei der Verabschiedung konzelebrierten neben Pfarrer Pühringer die beiden der Communio in Christo in Mechernich nahestehenden Priester Crispin Mwageni aus Tansania und Bovas Mathew aus Kerala (Indien) sowie der aus Mechernich-Kallmuth stammende Monschauer Pfarrer Karl-Heinz Stoffels, Diakon Lang assistierte.

Der Journalist und Autor Stephan Everling schrieb im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wie beliebt der Pfarrer bei den Gläubigen aus Weyer, Kallmuth und Eiserfey tatsächlich ist, war zu sehen, als Kurt Hoberg zum letzten Mal in St. Cyriakus einen Gottesdienst hielt. Die Kirche platzte aus allen Nähten. Alle Ortsvereine hatten Vertreter entsandt, und insgesamt sechs Geistliche zelebrierten die Messe.“

Schmerzlich vermisst

Der Rhythmuschor Eiserfey, der Junge Chor Weyer und die Kirchenchöre aus Kallmuth und Weyer hatten sich für das Ereignis zusammengetan, ihre musikalischen Leiter Stefan Weingartz, Ulli Schneider und Thomas Müller wechselten sich auf den Plätzen an Dirigentenpult und Orgel ab. Nach der Messe gab es noch einen weltlichen Empfang im Weyerer Bürgerhaus.

Noch in der Kirche verabschiedete sich damals Toni Breuer im Namen der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte von dem überaus beliebten Seelsorger, den man auf der Südseite des Mechernicher Bleibergs  schmerzlich vermissen werde.

Regionaldekan Pühringer verlas einen Brief, in dem Bischof Heinrich Mussinghoff Hoberg für dessen 39 Jahre währende Tätigkeit im Bistum Aachen dankte und ihn offiziell in den Ruhestand versetzte.

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Wir brauchen Ihre Hilfe – Zimmer und Wohnungen in der Verbandsgemeinde Kaisersesch gesucht!

Kaisersesch – Haben Sie in den letzten Tagen darüber nachgedacht, eine ukrainische Familie oder auch nur eine ukrainische Frau vielleicht auch mit ihrem Kind/ihren Kindern aufzunehmen? Haben Sie ein Haus, in dem Sie alleine oder mit Ihrem Mann oder Ihren Kindern leben und können Sie sich vorstellen, Wohnraum zur Verfügung zu stellen? Sie sind sich aber unsicher oder haben Vorbehalte?

Jeder Wohnraum ist derzeit für die Unterbringung der Kriegsflüchtlinge wichtig. Egal, ob Wohnung, Haus oder nur einzelne Zimmer, wir brauchen Ihre Unterstützung, denn wir haben fast keinen Wohnraum mehr für die Menschen, die in den nächsten Tagen in unserer Verbandsgemeinde ankommen.

Vielleicht helfen Ihnen ein paar Fakten bei Ihrer Entscheidung!

  • Sie müssen keine Kosten übernehmen.
  • Sie können von unserem Flüchtlingsnetzwerk „Chancen für Flüchtlinge – Von Mensch zu Mensch“ Unterstützung anfordern. Ansprechpartner sind Diakon Michael Przesang oder Hiltrud Weiler, Vorsitzende des Pfarreienrates.
  • Die Verbandsgemeinde Kaisersesch mietet den Wohnraum an.
  • Die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch verteilt die Kriegsflüchtlinge, nach Rücksprache mit Ihnen.
  • Die Verbandsgemeinde Kaisersesch zahlt den Flüchtlingen Geld für den Lebensunterhalt (Essen und Trinken). Sie erhalten zwischen 250 € und 350 € pro Person.
  • Die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch gibt Ihnen ein Infoblatt mit den wichtigsten Informationen und den Kontaktdaten unterschiedlicher Ansprechpartner*innen.

Helfen Sie mit, den traumatisierten Familien, Frauen, Männern und Kindern einen Halt in unseren Gemeinden zu geben und melden Sie sich bei uns. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Kontakt:
Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch | Am Römerturm 2 | 56759 Kaisersesch – Telefon: 02653 9996-213 | E-Mail: ukraine@vg.kaisersesch.de 

Gerne können Sie auch unter www.kaisersesch.de/asylwohnraum oder über den QR-Code das Formular für Ihr Wohnungsangebot ausfüllen und bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Am Römerturm 2, 56759 Kaisersesch einreichen bzw. per E-Mail an ukraine@vg.kaisersesch.de senden.

 

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Feierliche Ehrung in Paris

Region/Düsseldorf/Paris – Am Sitz des deutschen Botschafters in Paris wurde am gestrigen Montag, 21. März 2022, feierlich das „Frankreichseminar“ gewürdigt, das Nordrhein-Westfalen seit 50 Jahren für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare aus ganz Deutschland durchführt.

Der deutsche Botschafter Dr. Hans-Dieter Lucas empfing Staatssekretär Dirk Wedel und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des aktuellen Seminars sowie viele Kooperationspartner der französischen Seite, allen voran Vertreterinnen und Vertreter der Pariser Anwaltskammer (Barreau de Paris) und der Pariser Anwaltsschule (EFB).

Staatssekretär Dirk Wedel: „Der Zuspruch, den das Frankreichseminar seit 50 Jahren erfährt, ist ungebrochen und zeigt die tiefe Verbundenheit zwischen Frankreich und Deutschland. Nordrhein-Westfalen ist es traditionell ein besonderes Anliegen, den Austausch zwischen den beiden Ländern aktiv zu fördern, insbesondere bei der Ausbildung des juristischen Nachwuchses. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Seminars einen seit jeher ihre Liebe zu Frankreich und zur französischen Sprache sowie ihre hohe Qualifikation. Ich freue mich, dass wir auf diese Weise die Weichen für internationale juristische Karrieren stellen können.“

Seit 1972 bietet das Ministerium der Justiz Nordrhein-Westfalen Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren aus ganz Deutschland zweimal pro Jahr die Möglichkeit, in Paris an einem Seminar zur Einführung in das französische Rechtswesen und in die französische Rechtssprache teilzunehmen. Fester Bestandteil des Seminars sind Besuche bei der dortigen Anwaltskammer, der deutschen Botschaft, französischer Gerichte und hochrangiger Institutionen wie z.B. dem Conseil constitutionnel oder der Cour de Cassation sowie bei international ausgerichteten Anwaltskanzleien. Teilgenommen haben an dem Seminar im Laufe der Zeit weit über 2.000 Referendarinnen und Referendare.

Die Ursprünge des Frankreichseminars reichen weit zurück: Im Oktober 1959 betraute die Justizministerkonferenz das Land Nordrhein-Westfalen damit, federführend für alle anderen Landesjustizverwaltungen Ausbildungsaufenthalte deutscher Referendarinnen und Referendare bei französischen Ausbildungsstellen zu vermitteln. Dies geschieht seit 1961, wobei die Aufenthalte bis 1971 durch dreiwöchige Vorbereitungslehrgänge in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes vorbereitet wurden. An deren Stelle trat 1972 das Frankreichseminar, das seit Ende der 1990er Jahre auch besuchen kann, wer nicht unmittelbar danach die Wahlstation in Frankreich absolviert.

Das Frankreichseminar wird seit 2018 durch das spiegelbildliche „Séminaire d’Allemagne“ ergänzt, das die Pariser Anwaltsschule (EFB) mit Unterstützung des Ministeriums der Justiz Nordrhein-Westfalen organisiert: Zweimal im Jahr werden Schülerinnen und Schüler der Pariser Anwaltsschule in das deutsche Rechtssystem und in die deutsche Rechtssprache eingeführt und besuchen dabei u.a. Gerichte und Anwaltskanzleien in Düsseldorf.

Informationen zum Frankreichprogramm des Ministeriums der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.

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Land RLP und Handwerks-Kammer Koblenz binden junge Freiwillige stärker in den Wiederaufbau im Ahrtal ein

Region/Koblenz/Mainz – Der Wiederaufbau im Ahrtal schreitet nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr voran, bleibt aber eine Mammutaufgabe, die Helferinnen und Helfer benötigt. Um junge Freiwillige noch stärker darin einzubinden, Häuser, Betriebsstätten und Infrastruktur in der Flutregion aufzubauen, starten die rheinland-pfälzische Landesregierung und die Handwerkskammer (HwK) Koblenz im März ein gemeinsames Projekt „Aufbau Ahr -Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal“. Dabei geht es darum, es jungen Helferinnen und Helfern neben ihrem sozialen Engagement im Ahrtal zu ermöglichen, handwerkliche Grundfähigkeiten zu erlernen, ihr Interesse für eine Ausbildung in einem Betrieb zu wecken und zum Wiederaufbau im Ahrtal beizutragen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Arbeitsminister Alexander Schweitzer und HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich stellten das Projekt heute in Mainz vor. Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte: „Die Bilder der furchtbaren Flut werden für immer in unserem Gedächtnis bleiben. Viele Menschen haben ihr Leben oder ihr Hab und Gut verloren. Gleichzeitig verbindet sich mit dem Schicksal im Ahrtal auch eine vorbildliche Hilfsbereitschaft quer durch die ganze Republik, die bis heute anhält. Auch viele junge Menschen sind freiwillig in zerstörte Gebiete gegangen, um anzupacken und beim Wiederaufbau zu helfen. Ihre Fachkraft in der Region zu halten, kann zu einer großen Stütze werden, ein Ahrtal der Zukunft aufzubauen. Dazu leisten wir mit dem Projekt einen weiteren Beitrag.“

Arbeitsminister Alexander Schweitzer unterstrich: „Viele junge Menschen haben nach der Katastrophe direkt mit Gummistiefeln, Schippe, Schubkarre geholfen und haben den Wunsch, noch länger beim Aufbau im Ahrtal zu helfen, um die Flutregion voranzubringen. Wir ermöglichen ihnen dies mit der Aufbau-Zeit, helfen ihnen bei der Ausbildung ihrer Grundfertigkeiten und begeistern Freiwillige damit hoffentlich auch für eine berufliche Zukunft im Handwerk in einem bundesweit einzigartigen Projekt.“

Dreyer und Schweitzer stellten die wesentlichen Punkte der freiwilligen Ahr-Zeit vor: 16 Plätze stehen für Teilnehmende bis 27 Jahre fortlaufend zur Verfügung, die bis zu sechs Monaten ein Projekt durchlaufen und sich dabei in drei Gewerken ausprobieren können. Wer teilnimmt, erhält ein monatliches Entgelt von 470 Euro und eine Unterkunft. Auch Kosten für An- und Abreise zu Beginn und zum Ende des Projektes werden den Teilnehmenden erstattet. Dazu können diese vor Ort freizeitpädagogische Angebote in Anspruch nehmen. Für die Freiwilligen stellt die HwK Koblenz ihre Lehrwerkstätten zur Verfügung, Betriebe bieten Praktika an. In einem Zusatzmodul haben Teilnehmende die Möglichkeit, an einem gemeinnützigen Projekt mitzuarbeiten – wie am Wiederaufbau eines Spielplatzes oder dem Neugestalten eines Jugendtreffs. Unterstützung erhalten sie von einem Projektcoach, einem fachlichen Anleiter und Honorarkräften.

Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der HwK Koblenz, hob den positiven Geist helfender Jugendlicher hervor, die seit der Flut im Ahrtal anpacken. Einige haben über ihr Engagement bereits den Weg ins Handwerk gefunden, stellte Hellrich heraus. Insgesamt 279 Ausbildungsverträge seien in der Flutregion im vergangenen Jahr abgeschlossen worden, ein Zehnjahreshoch mit Blick auf die Vergangenheit. „Dieses außergewöhnliche Ausbildungsengagement macht Mut und steht für einen Aufbruch, der zusammen mit jungen Menschen in verantwortungsvoller Rolle zum Erfolg führen wird. Denn die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen und können so dauerhaft das Ahrtal mitgestalten“, betonte Hellrich, der der Landesregierung für die Zusammenarbeit bei der freiwilligen Ahr-Zeit dankte, die weitere Freiwillige in der Region binde.

Zu den jungen Teilnehmenden gehört auch Jan Wollenweber, ein 18-Jähriger aus Bad Breisig. „Ich möchte über das Projekt den richtigen Ausbildungsplatz im Handwerk finden. Gleichzeitig sehe ich darin eine Chance, unser schönes Ahrtal wiederaufzubauen“, sagte Wollenweber, dessen Familie durch das überflutete Haus der Großeltern von der Hochwasserkatastrophe betroffen war. Betriebsinhaber Dominik Tietz von Elektrotechnik Tietz in Königsfeld (Kreis Ahrweiler), der in diesem Projekt auf junge Praktikanten setzt, sagte: „Die Flutnacht war ein Schicksalsschlag für das Ahrtal. Wir haben nun aber die Chance, junge und sozial engagierte Menschen für den Wiederaufbau zu begeistern. Das sollten wir nutzen. Vielleicht bleibt der ein oder die andere am Ende auch beruflich im Handwerk hängen.“

Das Projekt zur Aufbauzeit im Ahrtal läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2022 und kostet 200.000 Euro, die zu 90 Prozent aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes und zu 10 Prozent von der Handwerkskammer Koblenz getragen werden.

Interessentinnen und Interessen, die an der freiwilligen Aufbauzeit im Ahrtal teilnehmen wollen, können sich bei Jens Fiedermann von der HwK Koblenz melden unter Telefon 0261/398 351 oder per E-Mail an jens.fiedermann@hwk-koblenz.de.

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Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine – Gottesdienst am Freitag 25. März um 18 Uhr im Aachener Dom

AachenGebet für den Frieden – Bischof Dr. Helmut Dieser folgt dem Aufruf von Papst Franziskus. Möglichkeit zum Stillen Gebet vor dem Friedenskreuz ab 17 Uhr. Seit mehr als vier Wochen führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Die Bilder sind schockierend, das Leid der Menschen in der Ukraine unfassbar.

Aus diesem Grund hat Papst Franziskus für Freitag, 25. März, angekündigt, die Ukraine und Russland dem unbefleckten Herzen Mariens zu weihen. Zeitgleich zur Weihe im Petersdom wird es am Freitag um 18 Uhr auch ein Pontifikalamt im Aachener Dom geben, zelebriert von Bischof Dr. Helmut Dieser. Verbunden mit vielen weiteren Menschen auf der Welt wird der Aachener Bischof in diesem Gottesdienst auch das Weihegebet des Papstes mit den Gläubigen beten.

Mit der angekündigten Weihe will Papst Franziskus ein Zeichen gegen den Krieg setzen. Die Ukraine und Russland sollen unter den Schutz Mariens gestellt werden. Dieses Weihe-Ritual geht zurück auf die Marienerscheinungen im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima im Jahr 1917. Im Lauf der Geschichte wurde die Weihe häufig wiederholt – etwa zur Zeit des Zweiten Weltkriegs oder beim Zweiten Vatikanischen Konzil. Zuletzt weihte Papst Franziskus 2013 die ganze Menschheit an das Herz Mariens. Der Aachener Dom, auch Marienkirche genannt, bietet eine besondere Verknüpfung zur Gottesmutter: Karl der Große widmete ihr seine Kirche.

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Wirtschaft

Neue GmbH mit touristischer Anlaufstelle im ehemaligen OSE-Gebäude in Gemünd

Schleiden-Gemünd – Die Bereiche Wirtschaft und Tourismus sollen durch die Gründung einer Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungs-GmbH professionell und zukunftsorientiert ausgerichtet werden – ehemaliges Modehaus OSE soll zum Sitz der Gesellschaft und zur Tourist-Information mit Nationalparkausstellung werden

Vorhandene Stärken und Potenziale optimal nutzen – diese Zielsetzung gilt auch für die Bereiche Wirtschaft und Tourismus, die zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt Schleiden gehören. Massiv gelitten durch die Corona-Pandemie in den vergangenen zwei Jahren standen die Zeichen im Sommer 2021 auf Aufschwung – bis zum 14. Juli 2021, dem Tag, an dem das Hochwasser die kommunale und gewerbliche Infrastruktur im Schleidener Tal massiv beschädigte oder gar zerstörte. Neben der Gastronomie und den Übernachtungsbetrieben sind vor allem die touristischen Einrichtungen im Kurort Gemünd erheblich betroffen.

„Die Bereiche Wirtschaft und Tourismus sind in Schleiden untrennbar miteinander verbunden und sollten weiterhin oberste Priorität genießen, damit wir unserer Verantwortung, für Einheimische und Gäste ein attraktives Umfeld zu schaffen und zu erhalten, gerecht werden“, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, der als Leiter des Projekts ‚Schleiden 21/26‘ den Wiederaufbau verantwortet. „Der erfolgreiche zukunftsorientierte Wiederaufbau der kommunalen, gewerblichen und touristischen Einrichtungen stellt die größte Herausforderung der Stadt Schleiden seit der kommunalen Neugliederung 1972 dar“.

Mit der Gründung einer Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungs-GmbH möchte die Stadt Schleiden diese Aufgabenstellungen nun im Bereich der Wirtschaftsförderung, der Tourismusförderung und des Veranstaltungs-managements professionalisieren, um die im Leitbild verankerten Ziele im Bereich Wirtschaft und Tourismus zu erreichen und die privatrechtlichen Möglichkeiten außerhalb der Gemeindeordnung zu nutzen.

„Die touristische Schwerpunktsetzung als Nationalparkhauptstadt stellt ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt Schleiden dar, das aber mit Leben gefüllt werden muss. Hinzu kommt der Wiederaufbau der Unternehmen, Betriebe und des Einzelhandels von Oberhausen bis nach Gemünd“, ergänzt Bürgermeister Pfennings. „Eine Mamut-Aufgabe sfür alle Akteure, für deren Bewältigung städtischerseits die bestmöglichen Strukturen flexibel zur Verfügung gestellt werden müssen.“

Die Stadt Schleiden führe seit Jahren sämtliche Aufgabenbereiche im Regiebetrieb, egal ob es sich dabei um Pflichtaufgaben oder freiwillige Aufgaben handele, führt der Erste Beigeordnete weiter aus. Der Handlungsspielraum einer GmbH sei viel größer als der einer Kommune, der die Gemeindeordnung bei der Zulässigkeit einer wirtschaftlichen Betätigung enge Grenzen setze. Der Stadt Schleiden seien daher zunehmend die Hände gebunden – sei es bei der Initiierung von Veranstaltungs-reihen, Kooperationen mit Unternehmen oder der Entwicklung von Freizeitangeboten. „Gerade diese Bereiche tragen aber zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Deswegen müssen wir jetzt die Chance jetzt ergreifen und die Weichen in eine strategische und zukunftsfähige Ausrichtung unserer Stadt stellen“, betont Wolter.

Näher an den Betrieben dran

Der stetige und vertrauensvolle Austausch mit den hiesigen Unternehmen, den vor allem Bianka Renn, Teamleiterin ‚Wirtschaft und Tourismus‘ und Bürgermeister Pfennings in den letzten Jahren aufgebaut haben, hat in der Vergangenheit gezeigt, wie wichtig die Nähe der örtlichen Wirtschaftsförderung zu den Unternehmen, Gastgebern und Übernachtungsbetrieben vor Ort ist – vor allem während der Corona-Pandemie und dem Hintergrund des Wiederaufbaus und den damit verbundenen Zielen der künftigen Stadtentwicklung.  Hierbei treten in Folge der Flutkatastrophe zahlreiche und vielfältige Problemstellungen bei den gewerblichen Unternehmen, den touristischen Betrieben bis hin zum Inhaber einer Ferienwohnung auf.

„Persönliche Nähe und Identifikation mit ihrem Ort, ihrer Stadt und ihrer Region sind Faktoren, die für unsere Betriebe und Einzelhändler enorm wichtig sind und somit häufig über den Verbleib oder ein neues Invest mitentscheidend sind“, bekräftigt Bürgermeister Pfennings die Bedeutung der engen Bindung der örtlichen Wirtschafts- und Tourismusförderung zu den hiesigen Unternehmen. Die Stadt Schleiden setze aber auch weiterhin auf die Unterstützung der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen und der Nordeifel Tourismus GmbH, so Pfennings. Mit der GmbH-Gründung entstehen zudem zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten mit den Gesellschaften der kreisangrenzenden Nationalparkkommunen Heimbach, Simmerath und Monschau.

OSE-Komplex soll touristischer Anker für die Innenstadt Gemünd werden

Die bislang von der Nordeifel Tourismus GmbH betriebene Tourist-Information mit Nationalpark-Tor soll ab 1. Januar 2023 ebenfalls von der neuen GmbH übernommen werden – mit Sitz im ehemaligen Modehaus OSE.

Die Stadt Schleiden plant, das Gebäude anzukaufen und im Erdgeschoss eine Tourist-Information mit einem kleinen Shop einzurichten. Im ersten Obergeschoss soll voraussichtlich eine Nationalparkausstellung mit digitalen Ausstellungsinhalten und einem Kino realisiert werden. Hierzu hatte Nationalparkverwaltung der Verwaltung bereits Interesse signalisiert. Die Büroräume der künftigen Gesellschaft sollen dann im zweiten Obergeschoss untergebracht werden. „Das Gebäude ist von der Lage und Größe ideal, zumal es als touristischer Anker für die Innenstadt Gemünd künftig zu deren Belebung beiträgt“, ist sich Wolter sicher. Allerdings werden noch Umbauarbeiten auf den jeweiligen Etagen als auch Optimierungen im Fassadenbereich notwendig sein, damit das Gebäude seinen künftigen Ansprüchen genügt.

Rechtliche Stellung und personelle Besetzung der GmbH

Die GmbH soll künftig als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Schleiden geführt werden, deren Rahmenbedingungen in einem Gesellschaftervertrag festgeschrieben werden.  Organe der Gesellschaft werden die Geschäftsführung die Gesellschafterversammlung sein. Die Verwaltung schlägt hier vor, die Geschäftsführung auf Bianka Renn, Teamleiterin ‚Wirtschaft und Tourismus‘ zu übertragen. Der Gesellschafterversammlung sollen Ratsmitglieder angehören, wobei der Vorsitz durch Bürgermeister Ingo Pfennings besetzt werden soll.  Wie die Ausgestaltung des Gesellschaftervertrages sowie die personelle Besetzung der GmbH und der Gesellschafterversammlung im Einzelnen aussehen werden, soll erst nach der Grundsatzentscheidung des Stadtrates festgelegt werden.

Rat entscheidet am 7. April

Die Grundsatzentscheidung für die Gründung einer Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungs-GmbH trifft der Stadtrat am 7. April 2022. Ebenso die Entscheidung über den Ankauf des OSE-Gebäudes, allerdings im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung.

Das Projekt wird von Wolter im öffentlichen Teil der Sitzung nochmals ausführlich vorgestellt.

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Lewentz: Kein Hetzer im Netz darf sich sicher fühlen

Region/Mainz – RLP Innenminister Roger Lewentz hat das geschlossene Vorgehen der Sicherheitsbehörden bei den heutigen Durchsuchungen begrüßt. Ausgangspunkt sind Ermittlungen zu Äußerungen im Kontext der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, die auf Social-Media-Plattformen getätigt wurden.

„Kein Hetzer im Netz darf sich sicher fühlen. Es wird auch da genau hingeschaut, wo Äußerungen im vermeintlich anonymen Raum getätigt werden. Radikalisierung lassen wir weder in der realen, noch in der virtuellen Welt zu“, verdeutlichte Innenminister Roger Lewentz. Gerade Amts- und Mandatsträger seien immer wieder Ziel von Beleidigungen und Drohungen. „Die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden haben das genau im Blick. Strafrechtlich relevante Äußerungen werden von der Polizei konsequent zur Anzeige gebracht und Ermittlungen eingeleitet“, so Lewentz.