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Aachener Stadtquartier Preuswald – Bau des Quartierspark schreitet voran

Aachen – Eine große Eröffnungsfeier ist für den Sommer 2022 geplant. Aktuell leben 2.100 Aachner*innen im Stadtquartier Preuswald, das einst als gehobener Standort im Grünen konzipiert wurde. Allerdings ist es genau dieses Quartier, das seit dem Beginn der 2000er-Jahre vor großen Herausforderungen steht: Konflikte mit einer ehemaligen Wohnungsbaugesellschaft, fehlende Einkaufsmöglichkeiten und ein in die Jahre gekommenes Hochhaus haben das Stadtquartier in eine Negativspirale bewegt, die es zu stoppen galt.
Laut Rolf Frankenberger, Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, ist dies durch zahlreiche bauliche Maßnahmen möglich geworden: „Im Preuswald ist in den letzten Jahren sehr viel passiert. Der Quartierspark wird viele Jahre der Veränderungen abschließen. Für 1,3 Millionen Euro, wovon das Land und der Bund 90% tragen, werden wir das Quartier beleben und die Aufenthaltsqualität steigern.“

Barrierefreie Flächen und generationenübergreifende Angebote

Auf der Grundlage eines engen Austauschs mit den Bewohner*innen, regelmäßiger Umfragen und Workshop-Veranstaltungen wird im Süden der Stadt Aachen noch in diesem Sommer die neue Parkanalage fertiggestellt: „Mit barrierefreien Flächen, neuen Treppenanlagen, Spiel- und Sitzmöglichkeiten setzen wir die Wünsche der Bewohner*innen noch in diesem Jahr um. Die Menschen warten auf die Fertigstellung“, erklärt Rolf Frankenberger im Rahmen eines Pressegesprächs.
Christoph Ruckert von Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen möchte ein „hochwertiges Angebot für alle“ schaffen, das generationenübergreifend funktioniert: „Wir werden unter anderem eine Netzpyramide haben, Trampoline, eine Nestschaukel und einen acht Meter hohen Kletter- und Rutschenturm für die jüngeren Bewohner*innen. Picknickplätze, neue Sitzmöglichkeiten und ein neuer Quartiersplatz, der multifunktional genutzt werden kann, stehen für die Erwachsenen bereit.“
Als „letzten Mosaikstein“ sieht Quartiersmanagerin Dolores Langer die derzeit laufenden Baumaßnahmen: „Wir haben in den vergangenen Jahren eine neue Kindertagesstätte errichtet, den Neubau der Grundschule angestoßen und einen Supermarkt etablieren können. Mit dem Quartierspark schaffen wir das neue Herz des Stadtteils.“

Neues Pflanzkonzept für mehr Nachhaltigkeit

Mit der Gestaltung des Quartierparks möchte Projektmanagerin Alexandra Weis auch einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen: „Als wir mit den Planungen begannen, war uns sofort klar, dass im Preuswald bereits viele Grünflächen bestehen, die allerdings stark verwildert sind. Mit einem neuen Bepflanzungskonzept und insektenfreundlichen Farbtupfern schaffen wir neben Freizeitmöglichkeiten auch einen nachhaltigen Preuswald.“

Eröffnungsfeier für Sommer 2022 geplant

Für die Eröffnung des Quartierspark im Preuswald plant die Stadt Aachen eine große Feier in den Sommermonaten. Ein genaues Datum wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

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Klosterplatz und Driesch in Schleiden sollen attraktiver werden

Schleiden – Betrachtet man die heutigen Ansätze einer städtebaulichen Entwicklung, mit den Schwerpunkten „Erleben“ und „Aufenthaltsqualität“, ist der 2014 verabschiedete Masterplan längst überholt – Stadtentwicklungsausschuss gaben am Dienstag Abend eine einstimmige Beschlussempfehlung an den Stadtrat

Im Jahr 2014 wurde der Masterplan für die Innenstadt Schleiden vom Stadtrat verabschiedet. Seitdem wurden viele der darin enthaltenen städtebaulichen Maßnahmen umgesetzt. Seitdem ist aber auch viel passiert: Die Brandanschläge am Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasium und die Flutkatastrophe im Juli 2021 veränderten auch die Planungen zur künftigen Entwicklung des Kernortes Schleiden. „Deswegen muss auch der damals beschlossene Masterplan auf die jetzigen Bedürfnisse angepasst werden“, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, der die Planungen für die Fortführung des Masterplans gestern im Stadtentwicklungsausschuss vorstellte.

Die Verwaltung plant, den Klosterplatz und den Driesch im Rahmen einer Städtebauförderungsmaßnahme neu zu entwickeln.

Der Driesch soll als Parkplatz, Schülerbushaltestelle und Veranstaltungsplatz zu einem Multifunktionsplatz werden. Elemente zur attraktiven Anbindung an die Olef sowie eine Besucherlenkung zur Innenstadt sollen weitere Bestandteile des neuen Konzepts sein. Erster Beigeordneter Wolter verspricht sich dadurch auch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit im Schulbusverkehr. „Die Schülerinnen und Schüler der Realschule können über die neue Treppenanlage und die Pont-l ´Abbé-Brücke gehen, um die Bushaltestellen am Driesch zu erreichen“, so Wolter. Am Driesch könne eine sichere und attraktive Aufenthaltsfläche für Schülerinnen und Schüler geschaffen werden und dadurch die Situation an der Blankenheimer Straße entschärfen. Durch eine Optimierung der Schulbushaltestellen würden zudem weitere Parkplätze im Bereich der Poensgenstraße entstehen, so der Plan der Verwaltung.

Auch der Klosterplatz, der durch die Flutkatastrophe massiv beschädigt wurde, soll dem Konzept einer gezielten Besucherlenkung mit Anbindung an die Innenstadt folgen. Zudem ist eine barrierefreie Ausgestaltung und die Bereitstellung von E-Ladesäulen beabsichtigt.

„In den Entwicklungsprozess der beiden Plätze werden wir die Bürgerinnen und Bürger einbinden“, erklärt Wolter. Zunächst müsse aber der Stadtrat am 7. April die Grundsatzentscheidung treffen.

Ursprüngliche Planungen nicht mehr zeitgemäß

Der 2014 verabschiedete Masterplan sah vor, auf dem Driesch sowohl eine Stadtbibliothek als auch eine Bürgerhalle zu errichten. Diese Planungen haben sich mit der neuen Planung zum Wiederaufbau des Johannes-Sturmius-Gymnasiums Schleiden wegen der 2018 verübten Brandanschläge jedoch erledigt. Auch die angepasste neue Planung des Sturmiusparks mit Olefpromenade ist bereits ein Bestandteil des dritten Bauabschnitts zu den Wiederaufbauplänen des Gymnasiums.

Die avisierte Planung, den Klosterplatz mit einem Drogerie- und Lebensmittelmarkt sowie Einzelhändlern und einer Tiefgarage zu bebauen, ist ebenfalls vor dem Hintergrund der heutigen Stadtentwicklung, die den Focus immer mehr auf Aufenthaltsqualität legt, nicht mehr zeitgemäß. „Ein so großes Gebäude an dieser Stelle würde eine Barriere zur Innenstadt darstellen. Zudem sind die allgemeinen Entwicklungen des Einzelhandels zu berücksichtigen. Bereits heute schon gibt es in vielen Städten ein Überangebot an innenstädtischen Einzelhandelsflächen“, erklärt Wolter abschließend. Die Stadt Schleiden hatte sich vor Jahren bemüht, dort einen Drogeriemarkt anzusiedeln, das Vorhaben konnte aber mangels Interesses möglicher Investoren nicht realisiert werden.

Der Stadtentwicklungsausschuss sprach in der gestrigen Sitzung eine einstimmige Beschlussempfehlung an den Stadtrat aus, wonach die Verwaltung die beiden Flächen nachhaltig entwickeln soll.

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Wachstum

Tafel stößt an Grenzen – Steigende Lebensmittel-Preise, weniger Verfügbarkeit und Hamsterkäufe

Mechernich/Düsseldorf – Rund 500.000 Euro für NRW im Monat benötigt – Landes-Tafelchef Wolfgang Weilerswist aus Mechernich appelliert im Radio. Zum Wochenanfang machte Wolfgang Weilerswist, nicht nur Chef der Mechernicher, sondern auch der Tafeln in ganz Nordrhein-Westfalen, auf ein wachsendes Problem aufmerksam. Aufgrund von verzögerter Nahrungsmittelversorgung, wieder einmal wachsender Hamsterkäufe und steigender Preise – nicht zuletzt aufgrund von Ukraine-Krieg und Pandemie – gebe es große Probleme bei der Nahrungsmittelanschaffung und -verteilung.

Die Tafeln, die bedürftige Familien mit preiswerten Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln sowie Gütern des täglichen Bedarfs versorgen, bekämen zur Zeit immer weniger Sachspenden. „Landesweit fehlen derzeit Waren in einem Gegenwert von rund einer halben Million Euro pro Monat. Die 174 Tafeln im Land NRW brauchten in etwa die gleiche Summe, um den Bedarf an dringend benötigten Nahrungsmitteln decken zu können“, so Wolfgang Weilerswist im Interview mit dem Radiosender WDR 4.

„Gleichzeitig explodieren die Energiepreise, für die Tafeln eine fast unlösbare Aufgabe, da für einen Liter Sprit fast 60 Cent mehr bezahlt werden muss“, führte Weilerswist aus.

Bei drei Fahrzeugen, die allein für den Mechernicher Ableger fahren, bedeute dies Mehrkosten von rund 800 Euro pro Monat. Da die Heizkosten-Nachzahlungen bald auch ins Haus ständen, fordert der Landesvorsitzende 500.000 Euro zur Unterstützung pro Monat – alleine in Städten.

Schon in Städten wie Arnsberg fehlten 2000 Euro im Monat – angesichts der auch weiterhin steigenden Preise im Handel ein sehr großes Problem.

Lösungen seien derweil noch nicht in Aussicht, um Spenden werde allerdings dringend gebeten. Dazu können sich alle Unterstützer laut Weilerswist gerne telefonisch unter 0172 849 46 45 melden, oder sich in an der Adresse „Im Sande“, Hausnummer 8 bis 11, 53894 Mechernich, informieren.

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‚De Zuckertoni‘ – Ein Mayener Original – Basalt-Ensemble findet in der Stehbachstraße eine Heimat

Mayen – Er war ein Mayener Original und ist auch heute noch vielen Bürgerinnen und Bürgern Mayens als ‚De Zuckertoni‘ wohl bekannt: Anton Kohlhaas. 2021 erweckte das äußerst erfolgreiche Bürgerbühnen-Projekt der Mayener Burgfestspiele ‚De Zuckertoni‘ wieder zum Leben. Jetzt wurde er mit einem Basalt-Ensemble dauerhaft in der Erinnerung der Einwohner und Gäste von Mayen verankert. Dort, wo er seine letzten Lebensjahre in Mayen verbracht hat, in der oberen Stehbachstraße unmittelbar am Theodore-Dreiser-Haus wurde das Basalt-Ensemble aufgestellt.

Ein Medienbericht über das Basalt-Ensemble, das der Kottenheimer Künstler Helmut Lung geschaffen hatte, gab den Ausschlag: Oberbürgermeister aD Wolfgang Treis und Fachbereichsleiter Uwe Hoffmann bemühten sich darum, das Objekt nach Mayen zu holen. Dank den Sponsoren Kreissparkasse Mayen und Helmut Sareyko konnte der aus Basalt gehauene ‚Zuckertoni‘ durch die Burgfestspiele angekauft werden. Bis zur aufgrund der Pandemie um ein Jahr verschobenen Zuckertoni-Ausstellung im Alten Arresthaus hatte das Unternehmen Scherer Natursteinwerke GmbH & Co. KG die Skulptur eingelagert, anschließend wurde sie dann durch den städtischen Betriebshof mit fachkundiger Unterstützung durch Steinbildhauermeister Hans-Joachim Hippel in der oberen Stehbachstraße aufgestellt. Hans Schüller vom Geschichts- und Altertumsverein für Mayen und Umgebung e.V. lieferte die Hintergründe zum Leben des Mayener Originals, die neben einem Foto auf einer Informationstafel zum Basalt-Ensemble zu finden sind.

Bei der offiziellen Präsentation bedankte sich Oberbürgermeister Dirk Meid bei allen Beteiligten für das große Engagement. „Schon bei der Ausstellungs-Eröffnung im vergangenen Jahr habe ich die Frage in den Raum gestellt, warum das Interesse an Anton ‚Toni‘ Kohlhaas so groß war und ist, obwohl er als Außenseiter der Gesellschaft nicht unbedingt zu beneiden war. Für mich ist es seine Lebenseinstellung gewesen: Er hat sein Leben so angenommen, wie es war und hat das Beste daraus gemacht. Das ist anscheinend bis heute in Erinnerung geblieben.“ so Oberbürgermeister Meid in seinem Grußwort.

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Fortschritt

Malerische Seenlandschaft und reiches Industrieerbe

Euskirchen – Rheinisches Revier soll eigene Tourismusstrategie erhalten: Landräte und Oberbürgermeister wollen Tourismus als Wirtschaftsfaktor entwickeln. Der Tourismus soll für neue Arbeitsplätze im Rheinischen Revier sorgen. Die Landkreise in der Region – darunter der Kreis Euskirchen – und die Stadt Mönchengladbach wollen daher die Chancen des Strukturwandels für Tourismus und Naherholung künftig verstärkt nutzen. So steht es in einer gemeinsamen Absichtserklärung, die von den Verwaltungsspitzen am 22. März bei der Abschlussveranstaltung des Förderprojekts „Innovationsnetzwerk Tourismus Rheinisches Revier“ in Kerpen unterzeichnet wurde.

„Die Absichtserklärung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem langen Weg zu einer möglichen Tourismusregion Rheinland. Darauf aufbauend können wir jetzt die Eckpfeiler für die strategische Entwicklung setzen, um die Region auch weiterhin zu einem attraktiven Lebens- und Arbeitsraum zu machen und gleichzeitig Besucher anzuziehen. Wichtig ist es uns, ein abgestimmtes Tourismuskonzept für den Gesamtraum zu entwickeln“, sagte Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung mit seinen Kollegen aus den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg, dem Rhein-Kreis Neuss, der StädteRegion Aachen und der Stadt Mönchengladbach.

In den kommenden Jahren sollen nun in Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier sowie der Freizeitwirtschaft und dem Gastgewerbe erste sichtbare touristische Akzente gesetzt werden. Gemeinsame Leuchtturm­projekte und attraktive Naherholungsangebote sollen schon während der Füllphase der Tagebauseen dazu beitragen, das Wir-Gefühl und die regionale Identifikation der im Revier lebenden Menschen zu stärken. Zugleich ist geplant, sich mit dem Aufbau einer touristischen Koordinierungs- und Vernetzungsstelle zu befassen.

Die Schlüsselrolle bei der freizeitwirtschaftlichen Entwicklung könnte weiterhin das Innovations­netzwerk Tourismus spielen. In den vergangenen drei Jahren hat das vom Rhein-Erft Tourismus e. V. koordinierte Förderprojekt die Teilregionen miteinander vernetzt und die Grundzüge einer möglichen gemeinsamen Tourismus-Vision 2050 erarbeitet: Das Revier soll demnach zu einer zukunfts­weisenden, klimafreundlichen und barrierefreien Urlaubsdestination werden. Die Absichtserklärung bildet jetzt die Grundlage für eine mögliche Fortsetzung des Projekts.

Viele Tourismus-Experten sind sich einig, dass der Charakter der Region nicht nur von dem sich verändernden Landschaftsbild und der zukünftigen Seenlandschaft geprägt wird. Auch die Bergbau- und Industriegeschichte spielt eine wichtige Rolle und soll daher an mehreren Orten für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar werden. Das Wo und Wie könnte unter dem Titel „Strategiekonzept Tourismusentwicklung im Rheinischen Revier“ im Rahmen des Innovationsnetzwerks erarbeitet werden. Ein entsprechender Förderantrag ist gestellt. Die Region hofft auf schnelle Bewilligung.

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das touristische Vorhaben im Rheinischen Revier ausdrücklich. „Wir freuen uns, dass mit dem Rheinischen Revier ein weiteres attraktives Reiseziel im Land im Sinne der Landestourismusstrategie NRW entstehen kann. Mit der zukünftigen Seenlandschaft und dem reichen Industrieerbe hat die Region großes Potenzial, das es zu entwickeln gilt“, sagte Frank Butenhoff, Leiter des Referats für Tourismus, Hotellerie, Gastronomie beim NRW-Wirtschafts­ministerium, im Rahmen der Abschlussveranstaltung.

Besonders groß ist in der Region das Interesse daran, die Natur und Landschaft im Wandel zu inszenieren und neue Angebote in den Tagebaufolgelandschaften zu entwickeln. Laut einer 2021 durchgeführten Online-Umfrage, an der rund 200 Fachleute und 400 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, sehen fast zwei Drittel der Befragten in der Entstehung der Rheinischen Seenlandschaft zwischen Niederrhein und Eifel die größten Potenziale im Revier.

Hintergrund

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) geförderten Projekts „Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen Revier“ (2019–2022) haben sich erstmals Partner aus dem gesamten Rheinischen Revier zusammengeschlossen, um die touristische Entwicklung der Strukturwandelregion voranzubringen. Das Projekt wird unter Koordination des Rhein-Erft Tourismus e. V. gemeinsam mit Partnern aus den Landkreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Kreis Neuss, der StädteRegion Aachen und der Stadt Mönchengladbach sowie der Grünmetropole e. V., dem indeland Tourismus e. V., der Neuland Hambach GmbH, dem Zweckverband Landfolge Garzweiler und der Zukunftsagentur Rheinisches Revier durchgeführt.

Weitere Informationen: www.innovationsnetzwerk-tourismus.de

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Partnerschaft mit der Saber Nation der Spangdahlem Air Base gestärkt

Wittlich-Land – Vergangene Woche besuchte Bürgermeister Manuel Follmann zum ersten Mal die Air Base Spangdahlem. Dabei wurde er über die 52FW-Mission in Zusammenarbeit mit Deutschland informiert und erhielt eine Demo des SparkTank-Gewinners von 2022, dem sogenannten Projekt ArcWater.

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Moderne Technik für den Rundfunk – Heike Raab: Die Zukunft des Radios ist digital

Region/Mainz/Berlin – „Ich bin fest überzeugt, dass die Zukunft des Radios digital ist. Immer mehr Menschen besitzen DAB+-Empfangs-Geräte, immer mehr öffentlich-rechtliche Anstalten und private Anbieter senden ihre Radioprogramme über DAB+. Aktuell nutzen noch gut die Hälfte aller Hörer den analogen UKW-Empfang. Aber die Welt des digitalen Radios entwickelt sich zügig, allein in den letzten beiden Jahren sind 16 bundesweite DAB+-Sender online gegangen, neun von zehn Neuwagen haben ein DAB+-Radio in der Serienausstattung. Angesichts dieses sehr deutlichen Trends hin zur digitalen Radionutzung müssen alle Beteiligten sich gemeinsam darauf verständigen, wie der Umstieg aktiv gestaltet werden kann.“ Das hat die Bevollmächtigte für Medien, Staatssekretärin Heike Raab, gestern bei einer Veranstaltung „DAB+ im Dialog“ des Vereins Digitalradio Deutschland in Berlin betont.

„Das betrifft zum Beilspiel die Frage, wie ein mittelfristiger Ausstieg aus der analogen UKW-Technik ausgestaltet werden könnte. Auch der Umgang mit freiwerdenden UKW-Frequenzen muss sinnvollerweise einheitlich geregelt werden“, so die Staatssekretärin weiter.

„Zu diesen Fragen liegen uns mit dem Bericht der Sondierungsgruppe des Digitalradio-Boards gute Vorschläge vor. Auf dieser Basis können nun gemeinsam mit den beteiligten Anbietern die konkreten weiteren Schritte beraten werden.“

Medien-Staatssekretärin Heike Raab unterstrich: „Neben den bekannten Vorteilen des Digitalradios wie rauschfreier Empfang, Zusatzinformationen zum Programm und Entfallen langwierigen Sende-Suchlaufs gibt es einen weiteren Vorteil der digitalen Radio-Technik, für den ich mich einsetzen möchte: DAB+-Geräte können eine Alarmfunktion bieten, die Radios bei Naturkatastrophen und anderen Notlagen einschaltet und so automatisch Warnmeldungen verbreitet. Anders als Mobilfunk-Masten verfügen Radiosender über eine Notstromversorgung, sodass die Warn-Funktion über DAB+ ein wichtiger Beitrag im Katastrophenschutz sein kann.“

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„wir für euch“ – Euskirchens Bürgerstiftung soll bekannter werden

Euskirchen – Stiftungsrat und Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung „wir für euch“ kamen am Montag, 21. März, zu einer Sitzung zusammen. Der Tenor war klar: Die Bürgerstiftung soll bekannter werden. Nach dem die Stiftung in der Vergangenheit bereits viele Projekte unter anderem in den Bereichen Kultur, Jugendhilfe, Altenhilfe und Sport gefördert hat, ist das Spendenaufkommen für Flutgeschädigte an die Kreisstadt nach der Katastrophe deutlich angestiegen.

Diese Spenden wurden und werden immer noch weitergegeben. Aber auch zukünftig wird es Fälle geben, in denen Menschen oder Institutionen aus Euskirchen schnell und unbürokratisch Hilfe brauchen. Hier soll die Bürgerstiftung ein verlässlicher Partner werden. Eigentlich ist sie das schon – nur ist die Stiftung längst nicht so bekannt wie man das gerne hätte. Ziel ist es nun, das zu ändern und diese Einrichtung mehr in den Fokus zu rücken.

Der erste Schritt in diese Richtung war es, ein eigenes Logo für die Stiftung zu erstellen. Dieses Logo wurde von den beiden Gremien, die am Montag tagten abgesegnet, so dass die Stiftung nun ein „Gesicht“ bekommen hat.

Dieses „Gesicht“ soll sich bald auf Flyern und ähnlichem finden, um Werbung für die Stiftung und ihre Möglichkeiten zu machen.

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Baden hilft dem Ahrtal – Winzer aus Baden halfen bei Rebarbeiten

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Auf Initiative der amtierenden Badischen Weinhoheiten hatten sich 45 Freiwillige einer Fahrt ins Ahrtal angeschlossen, um von der Flutkatastrophe betroffene Winzer zu unterstützen. „Es war uns eine Herzensangelegenheit, den Ahrtal-Winzern zu helfen“, resümierte die Badische Weinkönigin, Katrin Lang, nach dem uneigennützigen Großeinsatz im Raum Bad Neuenahr.

Am Zielort Bad Neuenahr empfing Eva Lanzerath (Deutsche Weinkönigin 2020/21), die 45 Helferinnen und Helfer aus dem Markgräflerland, dem Breisgau, der Ortenau und dem Kraichgau. Foto: Privat

Bei den Planungen mit im Boot gewesen war die Badische Weinprinzessin Victoria Lorenz, die ebenfalls am Samstag, 5. März, tatkräftig zur Rebschere griff, während der Badische Weinbauverband die Aktion finanziell unterstützte. Der Kontakt war beim Antrittsbesuch der deutschen Weinhoheiten in Baden im vergangenen Jahr entstanden.

Am Zielort Bad Neuenahr empfing Eva Lanzerath (Deutsche Weinkönigin 2020/21), die 45 Helferinnen und Helfer aus dem Markgräflerland, dem Breisgau, der Ortenau und dem Kraichgau, als diese nach etwa vier Stunden Fahrtzeit um 8.30 Uhr morgens eintrafen. Die Anfrage durch die amtierende Badische Weinkönigin Katrin Lang, ob und wie man helfen könne, habe eine große Euphorie ausgelöst, berichtete Eva Lanzerath strahlend. Sie habe sofort begeisterte Rückmeldungen bekommen und so begrüßten die Winzer aus verschiedenen Ortschaften aus dem Umkreis ihre Helfer mit herzlichem Applaus, stellten sich und die anstehenden Arbeiten vor und im Handumdrehen waren alle Freiwilligen zum Rebenschneiden, Ruten rausziehen und Neigen eingeteilt. Auch für den Aufbau einer Neuanlage fanden sich helfende Hände.

Weinkönigin Katrin Lang verbrachte den Tag in der Premiumlage Dernauer Burggarten. Zusammen mit vier weiteren Helferinnen und Helfern ging sie unter Anleitung von Calvin Zimmermann, Außenbetriebsleiter des Weinguts Max Schell in Rech, eifrig ans Werk. Nach acht Stunden waren gut 30 Ar Reben geschnitten, die Ruten herausgezogen und – weil man in der Steillage mit einem Geröll aus Schiefer und Grauwacke nicht mit dem Häcksler fahren kann – auch kleingeschnitten. Wenige Kilometer entfernt hatte Weinprinzessin Victoria Lorenz tatkräftig mit angepackt. Strahlender Sonnenschein beförderte auch hier die gute Stimmung und im Nu waren acht Stunden vergangen, in denen die Helfer aus Südbaden rund 2,4 Hektar Reben für den bevorstehenden Austrieb vorbereiteten. Neben der Erschütterung über die noch immer sichtbaren Auswirkungen der Flut waren die Helfer gleichzeitig gerührt von der großen Dankbarkeit, mit der die Ahrtaler Winzer die erste Gruppe, die in dieser Saison zu einem Arbeitseinsatz gekommen war, vor deren Heimreise verabschiedeten.

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K 27 Eicks-Glehn ab 28. März bis Weihnachten voll gesperrt – Baukosten 2,3 Millionen

Mechernich-Eicks/Glehn – Reparaturarbeiten an der Kreisstraße 27 waren 2021 wegen der Flutfolgen unterbrochen worden. Ab dem 28. März und noch bis kurz vor Weihnachten werden die im vergangenen Jahr begonnenen Straßenbauarbeiten an der Kreisstraße 27 zwischen Glehn und Eicks fortgeführt.

„Zu diesem Zweck muss die K 27 voll gesperrt werden“, so Jürgen Winand, der bei der Stadtverwaltung Mechernich für das Straßenverkehrswesen zuständig ist. Die Arbeiten seien nach der Flutkatastrophe unterbrochen worden, weil die ausführende Baufirma für dringende Reparaturarbeiten herangezogen worden war, die die Flut verursacht hatte.

Den Verkehrsteilnehmern wird die Umfahrung der Baustelle über entsprechende Beschilderung weiträumig angezeigt. Für die Anlieger soll die Erreichbarkeit ihrer Häuser und Höfe weitestgehend ermöglicht werden.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich nach Angaben des Kreises auf rund 2,3 Millionen Euro. Die Maßnahme wird entsprechend der Richtlinien zur Förderung des kommunalen Straßenbaus mit 70 Prozent der Bausumme vom Land NRW bezuschusst.