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Grundschüler aus Bitburg sammeln über 12.000 Euro für Ukraine

Bitburg – Spendenlauf-Erlös der Sankt Matthias Grundschule Bitburg geht an MMS Humanitas. Gebannt sitzen die 200 Jungen und Mädchen der Sankt-Matthias Grundschule Bitburg in ihrer Aula, den Blick auf ein Plakat mit fünf verdeckten Zahlen geheftet. Als die letzte enthüllt wird, bricht Jubel aus: Gemeinsam haben die Kinder bei ihrem traditionellen Spendenlauf vor Ostern 12.320 Euro eingesammelt, die an die Ukraine-Hilfe des Vereins MMS Humanitas aus Bitburg gehen.

Schulleiterin Waldtraut Kruppert ist sichtlich stolz auf ihre Schützlinge: „Jedes Jahr kommen bei unseren Spendenläufen tolle Summen zusammen, aber dieses Jahr hat alles übertroffen – ich sage ein herzliches Dankeschön an euch alle!“ Der Ukraine-Krieg beschäftige seit Februar auch die Gemeinschaft der Bistumsschule – in vielen Klassen sei das Thema aufgegriffen und besprochen worden, manchmal seien auch Tränen geflossen. „Deshalb haben wir uns vorgenommen, etwas zu tun und zu helfen, so gut es geht“, so Kruppert.

Ihren Worten können sich der erste Vorsitzende des Vereins MMS Humanitas, Markus Schlickat, und Vorstandsmitglied Michaela Balmes nur anschließen. Sie sind an diesem Morgen in die Schule gekommen, um die Spende entgegenzunehmen und den Kindern von ihrer Arbeit zu erzählen. „Ich bin total geflashed. Ihr habt einen Rekord gebrochen und uns die größte Einzelspende zukommen lassen, die wir seit Vereinsgründung Anfang März erhalten haben“, dankt Schlickat den Kindern. „Was wir mit diesem Geld bewegen können, ist wirklich fantastisch. Zuerst werden wir Lernhefte besorgen, mit denen die hier untergerbachten geflüchteten Kinder aus der Ukraine Deutsch lernen können, dann sollen auch Ferienaktionen durchgeführt werden, sodass die Kinder ein bisschen Freude nach den schrecklichen Erlebnissen und der Flucht erleben können.“ Die Erst- bis Viertklässler hatten am letztem Tag vor den Osterferien Runde um Runde über den Schulhof gedreht und so Spenden gesammelt, die sie vorher bei Verwandten und Bekannten erfragt hatten. Während ihre Mitschüler Zuhause ins Schwitzen kamen, wollten auch die Viertklässler nicht hinten anstehen, die gerade mit Konrektor Udo Jutz in Osttirol auf einer Ski-Freizeit unterwegs waren. Also wurde kurzerhand per Videoschalte eine Live-Übertragung gestartet, bei der die Kinder eine Abfahrt nach der nächsten hinlegten. 850 Runden kamen so zusammen, die auch einige Firmen aus der Region mit Spenden honorierten.

Für Schlickat und sein Team aus rund 300 ehrenamtlichen Helfern ist weiter jeder Euro, aber auch jede Sachspende wichtig, sagt der 44-Jährige, der Verwandte in der Ukraine hat. „Langsam gehen die Spenden etwas zurück, doch wir sind weiterhin gerade auch auf Sachspenden angewiesen, denn viele Dinge sind in der Neuanschaffung einfach zu teuer, etwa Rollstühle. Gemeinsam mit seinen zwei Brüdern organisiert Schlickat auch Evakuierungsmissionen an die ukrainische Grenze und sogar ins Kriegsgebiet und hat so bereits 800 Menschen in die Eifel gebracht. 100 Mitglieder zählt der Verein inzwischen – Schlickat wünscht sich, dass es 500 werden, sodass er auch Fördermittel der EU beantragen kann. Mit dem Spendengeld der Grundschule Sankt Matthias kann MMS Humanitas jetzt erst einmal einige Projekte vor allem für die geflüchteten Kinder angehen.

Weitere Informationen gibt es bei: mms-humanitas.de. Alles zur katholischen Grundschule: www.gs-st-matthias.de.(sb)

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Sparkassen-Kunden können ihr Geld jetzt auch mit dem Smartphone abheben und einzahlen

Ahrweiler – Seit kurzem ist es Sparkassen-Kunden mit ihrem Smartphone möglich, kontaktlos an entsprechenden Geldautomaten Geld abzuheben oder einzuzahlen. Dazu muss der Kunde sein Smartphone entsperren und dieses an die dafür vorgesehene NFC-Schnittstelle am Geldautomaten halten. Durch diese erkennt der Automat die digitale Karte auf dem Smartphone. Zur Autorisierung muss nur noch die Karten-PIN eingegeben werden. Auf Android-Smartphones erfolgt dieser Vorgang mittels der App „Mobiles Bezahlen“ wohingegen bei iPhone-Endgeräten auf die Apple Wallet zurückgegriffen wird.

Bereits seit Herbst des vergangenen Jahres kann so auch schon mit der SparkassenCard und den Sparkassen-Kreditkarten am Geldautomaten Geld abgehoben werden. Unterstützt wird diese Vorgehensweise bei allen Sparkassen-Karten und Sparkassen-Kreditkarten mit einem Verfallsdatum ab 12/2023.

Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, findet die Entwicklung gelungen: „Hierdurch ist es unseren Kunden möglich, noch komfortabler und mindestens genauso sicher wie bisher, Bargeld abzuheben und einzuzahlen. Unabhängig davon kann natürlich auch in bekannter Art und Weise durch das Einstecken der SparkassenCard Geld an all unseren Geldautomaten abgehoben werden.“

 

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Batterie-Schnelltest an Elektro-Fahrzeugen

Region/Stuttgart – Alterungszustand der Antriebsbatterie ist entscheidender Wertfaktor. Die Expertenorganisation DEKRA ist mit einem neuen Batterie-Schnelltest für Großkunden in Deutschland schon am Markt. Das patentierte Verfahren wurde von der RWTH Aachen sowie in Tests mit verschiedenen Fahrzeugherstellern validiert. Es liefert in der Regel, was die reine Testzeit betrifft, innerhalb einer Viertelstunde einen präzisen Wert für die Restkapazität („State of Health“) einer Antriebsbatterie. „Da die Batterie bei Elektrofahrzeugen einen großen Anteil des Gesamtwertes ausmacht, wird die Restkapazität bei gebrauchten Fahrzeugen zum entscheidenden Wertfaktor“, so Ulrike Hetzel, Vorstandsmitglied und Chief Technology Officer von DEKRA.

  • Patentiertes Verfahren liefert präzises Ergebnis innerhalb von 15 Minuten
  • Mehr als 50 Modelle können getestet werden, Ende 2022 sollen es 100 sein
  • Zielgruppe zunächst Leasinggesellschaften, Autohäuser u.a.

Der neue DEKRA Batterie-Schnelltest ist im Rahmen einer fortgeschrittenen Großkunden-Pilotierung bereits im Einsatz und wird in den kommenden Monaten weiter ausgerollt. Zunächst richtet sich das Dienstleistungsangebot an Kunden im Bereich Gebrauchtwagenmanagement wie Leasinggesellschaften oder große Autohäuser. Privatkunden, für die das Thema Batteriezustand – unter anderem aufgrund entsprechender Herstellergarantien – insgesamt weniger risikobehaftet ist, werden zu einem späteren Zeitpunkt angesprochen.

Der Test basiert auf der Messung von Batteriekenndaten im Rahmen einer sehr kurzen Testfahrt. „Es genügt eine kurze Beschleunigung von rund 100 Metern, während der die Daten über die On-Board-Diagnose-Schnittstelle ausgelesen werden“, erklärt Ulrike Hetzel.

Knowhow steckt in Datenbank und Algorithmus dahinter
Das eigentliche Knowhow besteht aber darin, die gemessenen Werte einzuordnen. „Hinter dem Verfahren stehen eine sehr aufwändig bestückte Datenbank und ein hoch komplexer Algorithmus“, so die DEKRA Vorständin. „Die Basisdaten werden im Vorfeld für jeden einzelnen Fahrzeugtyp mit Messfahrten unter unterschiedlichsten Bedingungen ermittelt; anschließend folgen eine entsprechende Strukturierung und weitere aufwändige Berechnungen, teilweise mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Den gesamten Prozess bezeichnen wir als ‚Parametrierung‘. Die im Testfall gemessenen Werte werden dann anhand dieser typspezifischen Parameter bewertet.“

Bis Ende des Jahres 100 Fahrzeugtypen auf der Liste
Aktuell umfasst die Typenliste, für die DEKRA den Schnelltest anbieten kann, mehr als 50 Fahrzeugmodelle. Darunter sind Volumenmodelle verschiedener deutscher und europäischer Hersteller (VW, Mercedes-Benz, BMW, Renault) aber auch z.B. asiatische Fabrikate (Kia, Hyundai). „Zurzeit decken wir rund ein Drittel des Bestandes an batterieelektrischen und Hybrid-Fahrzeugen in Deutschland ab. Wir parametrieren ständig weitere Modelle“, so Ulrike Hetzel. „Bis Ende des Jahres wollen wir die Datenbasis für weitere 50 Fahrzeugtypen geschaffen haben – dann liegen wir bei mehr als der Hälfte der deutschen Flotte.“

Die Nachfrage nach der Ermittlung des „State of Health“ der Antriebsbatterien von Elektrofahrzeugen wird in den kommenden Jahren wachsen. Mit der staatlichen Förderung sind hunderttausende Fahrzeuge mit Batterie- oder Hybridantrieb neu im Markt. Sobald diese Fahrzeuge dann den Besitzer wechseln, ist der Zustand der Batterie ein höchst relevanter Faktor für die Bewertung.

„Gerade im Bereich Gebrauchtwagenmanagement, etwa bei Leasingrücknahmen, ist eine präzise und schnelle Ermittlung der Restkapazität besonders wichtig, damit der Gesamtprozess wirtschaftlich bleibt“, erklärt DEKRA CTO Hetzel. „Mit anderen Verfahren dauert das Ganze aber in der Regel mindestens Stunden, manchmal Tage – inklusive aufwändiger Lade- bzw. Entladezyklen. Der große Vorteil liegt also darin, dass wir innerhalb sehr kurzer Zeit eine qualitativ hochwertige Aussage treffen können. Ein so schnelles Verfahren bietet außer uns niemand auf dem Markt an.“

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Jobs an der Schnittstelle zwischen Technik, Naturwissenschaft und Recht

Region/KoblenzMädchen lernten am Girls‘ Day verschiedene Berufsfelder der SGD Nord kennen. Junge Frauen entscheiden sich seltener für naturwissenschaftlich-technische Berufe als männliche Berufs- und Studienanfänger. Hinzukommt, dass sich Frauen häufig weniger zutrauen und ihnen daher oft der Mut fehlt, entscheidende Karriereschritte zu gehen. So sind weibliche Führungskräfte noch immer deutlich unterrepräsentiert.

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Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH – 1900 Mitarbeiter -Viele Einrichtungen – 73.000 Patienten im Jahr

Mechernich – „Gutes Image, prima Abteilungen“ – Geschäftsführer Martin Milde und Thorsten Schütze stellen Mechernicher Stadtrat die Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH vor. „Ohne Ausgleichszahlungen wäre bei keiner Klinik in Deutschland während der Corona-Zeit eine schwarze Null herausgekommen“, erklärte Kreiskrankenhaus-Geschäftsführer Thorsten Schütze im Mechernicher Stadtrat.

Der Stadtverordnete Dr. Klaus-Peter Jeck hatte Schütze und seinen Geschäftsführerkollegen Martin Milde mit Zitaten aus dem Krankenhausbericht des Kreises Euskirchen konfrontiert, der Mehrheitsgesellschafter der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH ist.

„Covid 19“, so Dr. Jeck, habe „zu einer deutlichen Rezession geführt“. Ein Umstand, den Milde und Schütze einräumten, den man aber mit allen anderen Häusern im Land teile. Insgesamt brauche sich die Kreiskrankenhaus GmbH wirtschaftlich nicht zu verstecken. Das Unternehmen sei kerngesund, so der Tenor aus Mildes und Schützes Bericht im Stadtrat.

Und auf einem sehr modernen Stand sowohl, was den Bauzustand als auch das medizinische Angebot betreffe, so der aus Bleibuir stammende Martin Milde: „Es ist in den letzten Jahren sehr viel richtig gemacht und stetig modernisiert worden. Wir werden in den nächsten Jahren, abgesehen von Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen keine größere Baumaßnahmen durchführen müssen.“

„Neurologie illusorisch“

Dank des guten Images beider Krankenhäuser in Mechernich und Schleiden sei es auch gelungen, bekannte und sogar namhafte Spezialisten in die Fachkliniken zu holen, so Thorsten Schütze. Auf die Frage des Ratsherrn und Apothekers Dr. Peter Schweikert, ob denn auf Sicht eine Abteilung für Neurologie hinzukomme, verneinte Martin Milde allerdings.

Das sei zwar in Kombination mit einer so genannten „Stroke-Unit“ für Schlaganfallpatienten sehr wünschenswert, aber laut Krankenhausbedarfsplan der Landesregierung illusorisch. Deshalb setze das Kreiskrankenhaus auch weiterhin auf die gute Zusammenarbeit mit Neurologie und Schlaganfallabteilung des Marienhospitals in der Kreisstadt.

Umgekehrt verfügten Mechernich und Schleiden ihrerseits über Spezialabteilungen, die Patienten nicht nur aus dem Euskirchener Einzugsbereich mitversorgten, sondern teils „aus dem ganzen Bonner Raum“ (z.B. Wirbelsäule) und „der kompletten Eifel bis Trier“ (Hand- und Fußchirurgie).

Chefarzt Dr. Marcus Münch bilde in Kooperation mit dem Krankenhaus Düren und dem Rotkreuz-Bildungszentrum Düsseldorf im Institut für Medizinische Simulation, Notfalltraining und Patientensicherheit Mechernich Notärzte und Mitarbeitende vieler anderer Krankenhäuser überregional aus.

Der Unternehmensverbund Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH verfügt über 523 Krankenhausbetten und 1.900 Mitarbeiter, davon 200 Ärzte und 900 Mitarbeiter in der Pflege und im Funktionsdienst. Jahr für Jahr werden rund26.000 Patienten stationär und 47.000 ambulant behandelt. Der Umsatz des Konzerns liegt bei 137 Millionen Euro.

Breitgefächerter Gesundheitskonzern

Zum Verbund gehören neben den beiden Krankenhäusern in Mechernich und Schleiden die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Mechernich und Gemünd, die Brabenderklinik in Zülpich, die stationären Altenhilfeeinrichtungen in Schleiden, Mechernich und Zülpich, die Ambulanten Pflegedienste in Mechernich, Schleiden, Euskirchen und Zülpich und das Ambulante Operationszentrum in Zülpich (AOPZ).

Ein Herzstück des Unternehmens sei die hauseigene Schule für Pflegeberufe mit 120 Ausbildungsplätzen am Standort Mechernich. Mit dem hervorragenden Ruf und Können dieser Schule hoffe man dem allgemeinen Personalmangel in der Pflege deutlich entgegenwirken zu können, so Martin Milde.

Schütze und Milde sprachen auch bedauerliche Dinge an: Die lange Corona-Phase sei vielen Mitarbeitenden „an die Nieren gegangen“. Die Vielzahl von Covid 19-Patienten auf den Intensivstationen, von denen auch eine Reihe verstorben sei, habe viele sehr betroffen gemacht. „Unsere pflegerischen wie ärztlichen Teams haben außerordentlichen Einsatz gezeigt. Sie verdienen unsere höchste Anerkennung“, so Schütze und Milde: „Unseren Mitarbeitenden haben wir es zu verdanken, dass wir unseren Versorgungsauftrag jederzeit voll aufrechterhalten konnten.“

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BEOS Logistics setzt Spaten für 20.000 Quadratmeter an nachhaltiger Logistikfläche in Polch

Polch – BEOS Logistics hat den Baubeginn der Logistikimmobilie „Koblenz West“ mit einem symbolischen Spatenstich eingeleitet. Der 20.000 Quadratmeter große Neubau entsteht bis Dezember 2022 in Polch auf einem über 100.000 Quadratmeter großen Areal mit Bestandsbebauung und ist bereits vor Baubeginn vermietet.


Visualisierung der geplanten Logistikanlage in Polch. Grafik/Foto: © BEOS Logistics GmbH

Mit einem symbolischen Spatenstich hat BEOS Logistics, ein Joint Venture Unternehmen von Swiss Life Asset Managers, den Startschuss für den Bau der Logistikimmobilie in Polch westlich von Koblenz gesetzt. Der Investor-Developer errichtet auf einem über 100.000 Quadratmeter großen Areal in der Robert-Koch-Straße ein hochmodernes Logistikzentrum mit 20.000 Quadratmetern Gesamtfläche. Verkäufer der Liegenschaft ist die LZP Logistikzentrum Polch GmbH & Co. KG. Als Generalunternehmen ist GOLDBECK für die Realisierung der Baumaßnahmen zuständig. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant.

„Dank der starken Allianz mit Swiss Life Asset Managers stellen wir mit dem heutigen Spatenstich die Weichen für eine zügige Umsetzung unseres dritten großen Logistikzentrums. Diese moderne Immobilie erfüllt mit ihrer attraktiven Lage nicht nur flexible Kundenanforderungen, sondern wird auch besonders nachhaltig geplant“, betont Ingo Steves, Managing Partner von BEOS Logistics, im Hinblick auf die konsequente Nachhaltigkeitsstrategie. Der Einsatz von Photovoltaikanlagen und die Begrünung der Außenflächen sind nur einzelne Beispiele für die umweltfreundliche Gebäudegestaltung. Insgesamt strebt BEOS Logistics das ESG-Zertifikat „BREEAM Excellent“ an.

„Mit der Gras Spedition steht bereits ein langfristiger Mieter fest“, so Alexander Schmid, Head of Development BEOS Logistics. „Da das Angebot an modernen nachhaltigen Logistikimmobilien dieser Größenordnung in der Region rar ist, spricht die Vollvermietung noch vor Baubeginn für den Standort sowie die Qualität des Neubaus.“

Errichtet wird die Immobilie auf einem über 100.000 Quadratmeter großen Grundstück. Das Areal verfügt bereits über attraktive Bestandsbebauung mit einer 10.200 Quadratmeter großen Büroimmobilie und einer 18.500 Quadratmeter großen Lagerhalle, die aktuell von dem Full-Service-Logistikunternehmen Gras Spedition gemietet wird. „Wir freuen uns, mit dieser umweltfreundlichen Nachverdichtung unser Standortnetz zu stärken und danken unseren Partnern für die gute Zusammenarbeit“ sagt Madeleine Boos, Geschäftsführerin der Gras Gruppe.

Der geplante Neubau mit 20.000 Quadratmeter Gesamtfläche lässt sich im Sinne einer flexiblen Nutzung in zwei Hallenabschnitte à 10.000 Quadratmeter unterteilen. Zusätzlich entstehen weitere 584 Quadratmeter Büro- und Sozialfläche und 39 Pkw-Parkplätze. „Dank unserer systematisierten Bauweise können wir das Logistikzentrum nicht nur in sehr kurzer Zeit bis Ende des Jahres fertigstellen, sondern auch die CO2-Emissionen reduzieren und deutlich Material einsparen. Letzteres ist insbesondere mit Blick auf die aktuelle Rohstoffsituation ein großer Vorteil“, betont Marco Bayer, Leiter der GOLDBECK-Niederlassung Koblenz.

Durch den idealen Standort zwischen den Regionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main überzeugt das Areal insbesondere auch wegen der unmittelbaren Lage an der A48 sowie der guten Anbindung an die logistisch wichtigen Autobahnen A61 und A1. Zudem ist der Rheinhafen Koblenz als logistischer Hotspot der Region nur wenige Kilometer entfernt. Zusammen mit dem Rheinhafen Andernach bietet Koblenz multimodale Transportmöglichkeiten zwischen Wasserweg, Schiene und Straße. Auch der Bürgermeister der Stadt Polch, Gerd Klasen, begrüßt die Neuansiedlung: „Der Bau des Logistikzentrums wird für einen gesunden Branchenmix sorgen und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Damit wertet die Investition von BEOS Logistics unseren Wirtschaftsstandort gleich in mehrfacher Hinsicht weiter auf.“

Diana Schumann von Jones Lang LaSalle Inc. war in Bezug auf das Grundstück vermittelnd tätig.

 

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Zwei neue Vizepräsidenten für das Präsidium der IHK Trier

Region/Trier – Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier hat in der vergangenen Sitzung zwei neue Mitglieder aus den eigenen Reihen ins sechsköpfige Präsidium gewählt. Jan Niewodnizcanski, Geschäftsführer Technik und Umwelt der Bitburger Braugruppe, folgt auf den ehemaligen Chef der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Ingolf Bermes, der bereits zum Jahresende zeitgleich mit dem Eintritt in den Ruhestand aus der Vollversammlung ausgetreten war. Jan Niewodnizcanski ist bereits seit 2019 Mitglied der IHK-Vollversammlung und auch im Ausschuss für Wirtschafts- und Regionalentwicklung aktiv. Mit der Wahl zum Vizepräsidenten kündigte er an, sich stark für die regionalen Betriebe einsetzen zu wollen. Insbesondere der Eifelkreis benötige einen Veränderungsimpuls.

Auf der Vollversammlung informierte die langjährige Vizepräsidentin Birgit Steil das Gremium darüber, das Amt der Vizepräsidenten aus persönlichen Gründen aufgeben zu wollen. Für Frau Steil rückt nun Thomas Stiren, Vorstand der rdts Internet AG in Trier ins Präsidium auf. Thomas Stiren ist ebenfalls seit 2019 Mitglied der Vollversammlung und Mitglied im Ausschuss für Wirtschafts- und Regionalentwicklung. Er war zuvor bereits viele Jahre im Kreis Junger Unternehmer (KJU) aktiv und seit 2019 auch als ehrenamtlicher Rechnungsprüfer der IHK bestellt. Thomas Stiren erklärte, vor allem seine Expertise in den Bereichen Digitalisierung und Mitarbeiter-Recruiting einbringen zu wollen.

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Versorgungs-Sicherheit in Deutschland gewährleistet

Region/Berlin – Lage wird aber genau beobachtet – Enge Abstimmung innerhalb der EU erfolgt. Die Einstellung von russischen Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien hat bislang keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in Deutschland. Derzeit ist die Versorgungssicherheit hier gewährleistet, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit. Die Gasflüsse sind zum jetzigen Zeitpunkt alles in allem auf einem stabilen Niveau. Auch die Speicher füllen sich seit dem 18. März wieder langsam. Die Speicherstände liegen heute bei 33,53 Prozent. Die Lage wird aber sehr genau beobachtet; das Ministerium ist im engen Austausch mit den Energieversorgungsunternehmen und Energielieferanten, das Krisenteam Gas monitort die Versorgungssituation intensiv und bewertet sie in einem täglichen Lagebericht.

„Die Versorgungslage bei uns ist stabil und wir tun alles, damit dies weiter so bleibt. Europa wird solidarisch zusammenstehen und die Gasversorgung weiter diversifizieren. Ziel in der Europäischen Union ist es, sich so schnell wie möglich unabhängig von russischen Energieimporten zu machen, “ sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

Nach den vorliegenden Informationen ist die Versorgungslage in Polen und Bulgarien aktuell stabil, da beide Länder andere Versorgungsquellen u.a. über LNG nutzen können. Auch die Versorgungslage in anderen europäischen Ländern wird engmaschig beobachtet; die Mitgliedstaaten tauschen sich in den zuständigen europäischen Gremien wie der Gas Coordination Group intensiv aus.

Hintergrund der Liefereinstellungen Russlands gegenüber Polen und Bulgarien sind nach den vorliegenden Informationen die Modalitäten für die Gaszahlung. Russland hatte angeordnet, dass nur noch in Rubel gezahlt werden dürfe. Deutschland sowie die anderen europäischen Länder halten aber aus Gründen der Vertragstreue daran fest, dass die Verträge der Unternehmen weiterhin in Euro bedient werden. „Die privatrechtlichen Verträge gelten. Die Zahlungen erfolgen weiter in Euro und Dollar“, sagte Minister Habeck. Offen ist, wie Russland sein Dekret über Gaszahlungen im Einzelnen interpretiert und anwendet.

In diesem Zusammenhang gibt es aktuell bei einer britischen Tochter der Gazprom Germania einen Fall, in dem Unklarheiten bei der Abwicklung der Zahlungen bestehen. Dies betrifft marginale Gasmengen von etwa 0,2 Prozent der russischen Importmengen nach Europa, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus Russland geliefert werden. Das Unternehmen kann diese geringe Menge über Ankäufe am Markt ersetzen. Die Zahlung soll vertragsgemäß in Euro erfolgen.

Zur Ausgestaltung des Zahlungsdetails folgt Deutschland den am 21.04.2022 veröffentlichen Leitlinien der Europäischen Kommission. Das bedeutet, dass die Gaszahlungen deutscher Unternehmen weiter in Euro oder Dollar geleistet werden. Die Euro- oder Dollar-Zahlungen der Unternehmen können hierbei im Einklang mit den Europäischen Sanktionsbestimmungen auf ein sogenanntes Konto K bei der Gazprom Bank erfolgen. Die Unternehmen erklären, dass mit der Zahlung in Euro und Dollar die Erfüllung der vertraglich geschuldeten Leistung erfolgt ist.

 

 

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„Meet, Greet + Beat“ – Start-up Voltfang gewinnt Roadshow in Aachen

Aachen – Mit der Roadshow „Meet, Greet + Beat“ der Neuen Gründerzeit NRW bietet die Landesregierung Gründerstipendiatinnen und -stipendiaten eine Bühne für ihre Geschäftsideen. Bei der vierten Station in Aachen hat Voltfang den ersten Preis im Pitch-Wettbewerb gewonnen. Das Start-up aus Aachen stellt Stromspeicher aus aufbereiteten Elektroautobatterien her. Die Gründer erhalten 2.000 Euro Preisgeld von der NRW.BANK und werden auf der Abschlussveranstaltung im September 2022 um den Hauptpreis von 5.000 Euro pitchen. Der zweite Platz ging an das Start-up 2bag und den Publikumspreis sicherte sich das Team von anny. Die Preise überreichte Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann.

Staatssekretär Dammermann: „Unsere Roadshow-Reihe ist der perfekte Ort, um jungen Gründerinnen und Gründern aus dem Gründerstipendium NRW die Chance zu geben, ihre beeindruckenden Geschäftsideen zu präsentieren. Hier lernen sie nicht nur vor Publikum und anderen Gründern, sondern auch vor Investoren zu pitchen und können so gleichzeitig ihr Netzwerk erweitern. Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern zu ihrem überzeugenden Pitch bei der vierten Roadshow in Aachen.“

Folgende Start-ups haben ihre Projekte präsentiert:

  • Anny, Aachen (Oliver Wycisk, Anna-Carina Jodlauk, Lucian Holtwiesche, Simeon Holtwiesche, Adriaan Wind): Das Start-up entwickelt eine Komplettlösung für das digitale Buchungs- und Ressourcenmanagement. Neben der Zeit- und Arbeitsentlastung bündelt die Plattform alle zeitlich gebundenen Ressourcen. Ob Raumbuchung, Geräteverleih oder Terminabsprache – das System kann in jeder Branche und für jede Art der Online-Buchung eingesetzt werden.
  • Voltfang, Aachen (Roman Alberti, Afshin Doostdar, David Oudsandji): Bei Voltfang handelt es sich um einen umweltfreundlichen und bezahlbaren Stromspeicher aus aufbereiteten Elektroautobatterien. Das Start-up hat sich zum Ziel gesetzt, die Elektromobilität grüner zu gestalten. Gebrauchte EV-Batterien werden wiederverwertet und gleichzeitig produziert das Unternehmen Stromspeicher, um die Energiewende voranzutreiben.
  • Detelling, Herzogenrath (Andrea Nyc, Erik Müller): Das Start-up hat eine Plattform für hochwertige Baudetails wie Konstruktionszeichnungen entwickelt. Mit drei Klicks finden Planende auf Detelling die Baudetaillösung, die sie suchen. Architektur- und Bauplanende müssen so nicht mehr lange nach Baudetaillösungen für ihr Bauvorhaben recherchieren.
  • Salevium, Herzogenrath (Saskia und Bilgehan Karataş): Mit Salevium haben die Gründer ein Trainingssystem zur Förderung von methodischen, kommunikativen und sozialen Kompetenzen für jede Branche, Zielgruppe und Organisation anhand von Brett- und Kartenspielen geschaffen. Jedes einzelne Trainingsspiel baut aufeinander auf und wurde gemeinsam mit Lern-, Vertriebs- und Spieleexperten entwickelt. Die ersten Basisspiele fördern speziell vertriebsrelevante Kompetenzen in der Wirtschaft und Wissenschaft.
  • 2bag, Aachen (Leander Mellies, Karl Fischer): Immer mehr Fahrradfahrende verwenden Fahrradtaschen, die jedoch oft unpassend und unhandlich sind, sobald man vom Fahrrad absteigt. Das Produkt 2bag löst diese Probleme und kombiniert die Vorteile eines Rucksacks und einer Fahrradtasche, indem es sich in sieben Sekunden umwandeln lässt.

Die Auftaktveranstaltung der Roadshow fand im September 2021 in Wuppertal statt, weitere Stopps waren im November in Münster und im März in Dortmund. Weitere Stationen sind Paderborn (11. Mai 2022) und Köln (23. Juni 2022). Die Gewinnerinnen und Gewinner der regionalen Wettbewerbe werden zum großen Finale am 13. September 2022 eingeladen. Dort haben sie die Chance, den mit 5.000 Euro dotierten und von der NRW.BANK gesponserten Hauptpreis zu gewinnen.

Seit gut drei Jahren unterstützt das Wirtschafts- und Digitalministerium kreative Köpfe mit dem Gründerstipendium für ein Jahr lang mit monatlich 1000 Euro. Insgesamt 38 Netzwerke mit 100 Anlaufstellen in Nordrhein-Westfalen übernehmen die Auswahl und Beratung der Interessenten. Sie unterstützen bei der Antragstellung und bieten eine zeitnahe Möglichkeit zur Präsentation vor den Jurys.

Das Gründerstipendium im Überblick:

  • 5379 Personen aus 3115 Gründungsvorhaben haben sich beworben.
  • 3541 Gründerinnen und Gründer wurden von einer Jury zur Förderung empfohlen. Davon erhalten bereits 2931 das Gründerstipendium.
  • Die angehenden Stipendiaten sind durchschnittlich 29,9 Jahre alt.
  • Der Frauenanteil liegt bei 24 Prozent – bundesweit liegt der Frauenanteil bei Start-ups bei 17,7 Prozent.
  • 40 Prozent der Antragstellerinnen und Antragsteller kommen aus Hochschulen und Fachhochschulen und 30 Prozent kommen aus einem Beschäftigungsverhältnis.
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Klage kommt Querschnitt-Patienten zugute

Region/Mayen-Koblenz – Monika Rasen will Unfallopfern Mut machen, als Nebenkläger aufzutreten. Sie hat im Ev. Stift St. Martin ein „Abo bis zum Lebensende gebucht“. Monika Rasen geht ganz offen mit ihrer Behinderung um, die ihr Leben nach dem Verkehrsunfall bestimmt. „Mein dritter und vierter Halswirbel waren gebrochen, die Überlebensrate lag bei fünf Prozent, nachdem das Auto von hinten auf uns draufgekracht ist.“ Die Erstversorgung fand in Merheim statt, danach kam sie in das Ev. Stift, um im Zentrum für Querschnittlähmung behandelt zu werden.

„Ich habe trotz allem viel Glück gehabt“, berichtet die 58-jährige Lehrerin aus Koblenz, „immerhin bin ich auf zwei Beinen aus dem Stift gekommen“. Anfangs waren ihre Arme und Finger gelähmt, sie ist ein sogenannter „inkompletter Querschnitt“ und bekam auch die Blase entfernt. Zwei Jahre hat sie gebraucht, um wieder schwimmen gehen zu können. Heute kann Monika Rasen mit Hilfe des Rollators etwa 1000 Meter am Stück zurücklegen. Sie hält sich mit konsequentem Training beweglich und kommt dazu auch regelmäßig in das Ev. Stift zu den Physiotherapeuten von Rehafit und zu Gesundheitskursen wie Wirbelsäulen- oder Aquagymnastik.

„Was mir aber ganz wichtig ist: Ich möchte Unfallopfern Mut machen, als Nebenkläger im Gerichtsprozess aufzutreten“, sagt Monika Rasen. Hätte sie das nicht getan, wäre der Unfallverursacher ohne ein Bußgeld davongekommen. „Diese 3.000 Euro habe ich dann hier an die Sonderstation gespendet.“ Walter Ditscheid hat die Patientin in dieser Zeit begleitet. Das Zentrum für Querschnittlähmung wurde bis zum Jahresbeginn von ihm geleitet. Jetzt ist er hier noch in Teilzeit tätig. „Von dem Geld haben wir ein Darmmassagegerät für Querschnittpatienten und ein Spirometer zur Messung der Vitalkapazität im Rahmen des Atembefundes gekauft. Zusätzlich wurden davon auch Reparaturen an der Kegelbahn und Bogenschießanlage vorgenommen.“

„Wir freuen uns sehr über diese Spende“, so der neue Leiter des Zentrums, Dr. Andreas Hildesheim. „Ich kenne Frau Rasen zwar noch nicht so lange, aber ihre Willensstärke ist sehr beeindruckend, das hat ihr auch bei ihrem Genesungsprozess sehr geholfen – und natürlich vor Gericht. Im Namen unseres Teams und unserer Patienten möchte ich ihr dafür ein herzliches Dankeschön aussprechen.“