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Müllsünder werden in Stolberg erfolgreich verfolgt

Stolberg – Die Stadt Stolberg verschärft ihr Vorgehen gegen Menschen, die ihren Müll illegal in der Öffentlichkeit abladen. Es gibt einige Stellen in Stolberg, an denen die Ablagerung von wildem Müll immer wieder ein Problem sei, erklärt Bürgermeister Patrick Haas: „Das ist nicht nur ein großes Ärgernis für die große Mehrheit der Anwohner, die ihren Müll ordentlich entsorgt, sondern es prägt an diesen Stellen auch ein negatives Stadtbild und verursacht hohe Kosten für die Stadt.“ Ein Kavaliersdelikt sei das deshalb nicht, weshalb die Stadt gegen die so genannten „Mülldelikte“ auch entschlossen vorgeht: „Jede einzelne Müllablagerung wird von uns auf Verursacher untersucht. Dafür haben wir den Kommunalen Ordnungsdienst extra personell aufgestockt.“

In rund 10 Prozent der Fälle wird die Stadt auch fündig, sei es anhand von Adressen im Müll oder zahlreichen verschiedenen anderen Hinweisen. „Alleine in den vergangenen drei Monaten haben wir über 40 Verursacher gefunden. Gegen alle haben wir Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet“, weiß der Bürgermeister zu berichten. Bei den verhängten Bußgeldern orientiere sich die Stadt dabei am oberen Ende dessen, was möglich ist.

Bei einem Rundgang mit dem Kommunalen Ordnungsdienst offenbart sich schnell, wie viele Möglichkeiten es gibt, Verursacher ausfindig zu machen. Eine Müllansammlung an einer Bushaltestelle an der Aachener Straße können die Ordnungshüter deshalb zuordnen, weil sich im Müll Zeichnungen eines Kindes befinden, auf denen Namen stehen. Bei einem Müllhaufen in der Schulstraße hat sich der Verursacher zwar die Mühe gemacht, die Adressen aus persönlichen Dokumenten zu entfernen, allerdings war auf einem Schreiben noch ein Kennzeichen eines KFZ zu erkennen. So war auch hier eine Zuordnung möglich. „In vielen Fällen setzt unser Ordnungsdienst zerrissene Schreiben auch wieder aufwendig zusammen, um die Verursacher ausfindig zu machen“, so Haas.

Die Stadt werde dieses Vorgehen weiter fortsetzen, das stellt Bürgermeister Haas klar: „Ich kann nicht verhehlen, dass mir für das illegale Entsorgen von Müll jedes Verständnis fehlt. Mich ärgert es vor allem für die große Mehrheit der Anwohner, die ihren Müll korrekt entsorgen, die sich für andere engagieren und einfach nur in einer sauberen Umgebung leben wollen. Genau deswegen setzen wir unsere Strategie konsequent fort, auch wenn es vermutlich Zeit brauchen wird, bis wir flächendeckend und nachhaltig Erfolge sehen können.“

Dadurch werden mittelbar alle Bürger Kosten einsparen, denn jede illegale Müllablagerung muss durch das Technische Betriebsamt entfernt werden. Die Kosten für die Entfernung müssen per Umlage in die jährlichen Müllgebühren eingerechnet werden, die am Ende beinahe alle Bürger zahlen.

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VR Bank RheinAhrEifel eG begrüßt 30 neue Auszubildende

Mayen/Koblenz/Region – Die VR Bank RheinAhrEifel eG freut sich, seit dem 1. August 2024 dreißig neue Auszubildende in ihren Reihen willkommen zu heißen. Die Bank setzt weiterhin auf die Ausbildung junger Talente und stärkt damit ihre Rolle als attraktiver Arbeitgeber und wichtiger Bildungsakteur in der Region. Von den neuen Auszubildenden beginnen 28 ihre Karriere als Bankkaufleute. Darüber hinaus startet eine Auszubildende als Kauffrau für Büromanagement und ein Auszubildender als Immobilienkaufmann. Insgesamt bildet die VR Bank RheinAhrEifel eG derzeit 75 Auszubildende über alle Lehrjahre verteilt aus, was die Bedeutung der Ausbildung und die Investition in die Zukunft der jungen Generation unterstreicht.

„Wir sind stolz darauf, dass wir auch in diesem Jahr wieder so viele motivierte junge Menschen für eine Ausbildung bei der VR Bank RheinAhrEifel eG gewinnen konnten. Unsere Azubis sind die Zukunft unserer Bank und wir legen großen Wert darauf, ihnen eine erstklassige Ausbildung zu bieten. Sie erhalten bei uns die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und aktiv an der Gestaltung unserer Bank mitzuwirken,“ so Matthias Herfurth, Vorstand der VR Bank RheinAhrEifel eG.

Die VR Bank RheinAhrEifel eG bietet ihren Auszubildenden ein breites Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten und sorgt dafür, dass sie bestens auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet sind. Durch praxisnahe Ausbildung und umfassende Betreuung können die jungen Talente ihre Fähigkeiten und Kenntnisse stetig erweitern.

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Spatenstich für 11,4 Mio. Projekt in Aachen-Eilendorf – Der offizielle Startschuss zur nachhaltigen Kindertagesstätte Breitbenden

Aachen – Am gestrigen Mittwoch, 31. Juli gab es den offiziellen Startschuss für ein wegweisendes Neubauprojekt in Aachen-Eilendorf – Pilotvorhaben: Mit der KiTa Breitbenden soll erstmals eine Kindertagesstätte vollständig in massiver Holzbauweise entstehen und als nachhaltiger Bau zertifiziert werden. „Bauen mit Zukunft“: Das Gebäude wird annähernd klimaneutral erstellt und betrieben.

Im Wohngebiet Breitbenden wird eine neue fünfgruppige Kindertagesstätte entstehen. „Mit dem Bau der KiTa Breitbenden verbessern wir nicht nur die Betreuungssituation für die Aachener Familien hier in Eilendorf und in der gesamten Stadt. Wir betreten auch bauliches Neuland: Dies wird die erste Aachener KiTa in vollständiger Holzmassivbauweise und die erste KiTa in Aachen, die als nachhaltiger Bau zertifiziert wird. Das Gebäude wird annähernd klimaneutral erstellt und später betrieben. Ein wirklich in jeder Hinsicht weitsichtiges und zukunftsweisendes Projekt“, freut sich Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen beim Spatenstich.

Ein Pilotprojekt, wie auch Klaus Schavan, technischer Leiter des städtischen Gebäudemanagements, hervorhebt: „Hier an diesem Ort wollen wir Zukunft gestalten. An diesem Ort soll ein Gebäude entstehen, in dem Kinder lernen sollen sich kennenzulernen, sich zuzuhören, lernen, Zukunft zu gestalten.“ Die Stadt vollzieht mit dieser KiTa, die vollständig in massiver Holzbauweise entsteht, einen Paradigmenwechsel hin zum „Bauen mit Zukunft“. Die KiTa Breitbenden ist die erste städtische KiTa, die als nachhaltiger Bau zertifiziert wird. Erstmals wird eine CO2– bzw. Öko-Bilanz und eine Lebenszykluskosten-Berechnung durchgeführt das Gebäude fast klimaneutral erstellt und betrieben. Der Planungsausschuss hatte im Januar 2023 einstimmig den Baubeschluss gefasst. Zuvor hatten die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf und der Kinder- und Jugendausschuss eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler: „Wir freuen uns, dass wir hier gemeinsam etwas Neues, etwas Mutiges, etwas Nachhaltiges bauen. Wir brauchen hier im Bezirk dringend KiTa-Plätze. Jetzt können wir den Eltern sagen: Es verbessert sich was.“ Das Gemeinsame betont auch Hilde Scheidt, Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses: „Wir haben bei diesem und anderen KiTa-Projekten immer fraktionsübergreifend zusammen gearbeitet im Ausschuss, weil es für die Kinder wichtig ist. Wir schaffen hier eine wunderschöne KiTa, in der zukünftig viele Kinder toben und spielen können.“

Abfallmengen und CO2-Emissionen im Bausektor deutlich reduzieren

Für die KiTa wird ein Material-Kataster für Bauteile und Materialien des Neubaus erstellt. Ziel: Aufschluss über die Wiederverwendbarkeit und den Wert der ausgesuchten oder verbauten Materialien zu erhalten („Aktivierung von Materialwerten“) und so Abfallmengen und CO2-Emissionen im Bausektor deutlich reduzieren. Das Gebäude soll nach dem „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ den Standard Silber in der Kategorie „Bauen im Klimawandel“ erhalten. Die wichtigsten Argumente für das „Bauen im Klimawandel“: eine Verbesserung der CO2-Bilanz und somit aktiver Klimaschutz, Ressourcen-Schonung, Nachhaltigkeit und Gesundheitsverträglichkeit.

Der Holzbau wird unter anderem mit begrünten Schrägdächern, mit der Installation von Photovoltaikanlagen und einer Minimierung von versiegelten Flächen auf dem Grundstück punkten. Die dazu notwendigerweise versiegelten Dachflächen werden über eine Regenwasserrückhaltung kompensiert. All dies trägt künftig zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Die Fassaden werden als Holzfassaden ausgeführt und bilden dabei die Bauweise und Konstruktion als Massivholzbau ebenfalls nach außen ab. Die Stadt kalkuliert laut aktuellem Planungsstand mit Kosten in Höhe von knapp 11,4 Millionen Euro. Trotz Berücksichtigung zahlreicher Neuerungen, liegen die Baukosten damit annähernd im Bereich des von der Bundesarchitektenkammer herausgegebenen Orientierungswertes.

Neben den ökologischen Aspekten des neuen Gebäudes hebt Heinrich Brötz, städtischer Beigeordneter für Bildung, Jugend und Kultur auch die zusätzlichen Betreuungsplätze für Aachen hervor: „Wir haben tatsächlich hier in Eilendorf eine schlechte Versorgungsquote. Und der Bezirk wächst, was ja erfreulich ist. Aber ich kann endlich mit guten Nachrichten nach Eilendorf kommen. Denn wir bauen hier und auch an der Karlstraße neue KiTas.“

Die fertige KiTa, die im Frühjahr 2026 fertiggestellt werden soll, bietet fünf Gruppenräume mit Nebenräumen, Platz für drei Gruppen für Unter-Dreijährige (U3) und zwei für Über-Dreijährige (Ü3), also 30 U3-Plätze und 50 Ü3-Plätze, insgesamt 80 Plätze auf einer Netto-Raumfläche 1.179 Quadratmetern.

Das Gebäude

Grundsätzlich liegen sämtliche, für die zentrale Nutzung des Gebäudes als Kindertagesstätte notwendigen Bereiche – also Gruppen- und Nebenräume, Personalbereiche, etc. – innerhalb des Hauptbaukörpers. Zusätzliche Nebennutzungsbereiche wie Küche, Lager sind im seitlichen Anbau untergebracht. Alle Gruppenräume sind zum Außengelände hin orientiert und besitzen einen direkten Rettungsweg nach außen. lm Erdgeschoss befinden sich drei der insgesamt fünf Gruppenbereiche, die als modulare, in sich abgeschlossene Nutzungseinheiten – „Kinderhäuser“ genannt – konzipiert sind. Über die zentral, innerhalb des zweigeschossigen Foyers, gelegene Treppe und über die geplante Aufzugsanlage gelangt man in das Obergeschoss. Zentral und angrenzend an das Foyer angeordnet sind hier die Räume für das Personal der KiTa. Vom Foyer aus über den Spielflur sind die beiden übrigen Kinderhäuser sowie ein zusätzlicher Therapieraum zu erreichen. Der direkte Rettungsweg nach Draußen ist über einen Rettungsbalkon sichergestellt. Einer der fünf geplanten Parkplätze im Vorbereich der KiTa ist barrierefrei gestaltet. Das Gebäude verfügt über einen, von der Straße aus barrierefrei und rollstuhlgerecht erreichbaren, schwellenlosen Hauptzugang sowie schwellenlose Zugänge zum Außengelände. Beide Geschosse sind über die Aufzugsanlage barrierefrei erschließbar. lm Erdgeschoss ist ein zentrales, rollstuhlgerechtes WC vorgesehen.

Die KiTa ist als Massivholzbau mit tragenden Wänden und Decken aus – im Wesentlichen – unverleimten Massivholz-Elementen geplant. Einige tragende Elemente werden dabei konstruktions- und systembedingt als Leimholz-Strukturen oder in Stahlbauweise ausgeführt. Das Gebäude ist nicht unterkellert und wird über einer tragenden Stahlbeton-Bodenplatte gegründet.

Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Luft-Wärme-Pumpe und den Einbau einer Fußbodenheizung. Der Strom, der durch die Photovoltaik-Module auf dem Dach erzeugt wird, und das zurückgehaltene und gespeicherte Regenwasser werden genutzt. Die Be- und Entlüftung des Gebäudes erfolgt über eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Der Entwurf der Freianlagen der KiTa fügt sich nahtlos in das geplante Gebäudekonzept ein. Über die Anordnung der Spielbereiche, den Wechsel von notwendigerweise versiegelten und nicht-versiegelten Flächen sowie das ausgewogene Verhältnis von konkreten Spielangeboten und frei bespielbaren Flächen bieten die geplanten Freiflächen eine vielseitige Erweiterung des Raumangebots der KiTa. Es befindet sich dort unter anderem ein Asphalt-Rollerweg, sowie ein Wassermatschbereich, eine Nestschaukel, eine Kräuterschnecke, ein Kombi-Klettergerät mit Rutsche, ein Sitzkreis, Sitzbänke, ein Balancier-Kletterspielgerät, eine Spielwiese und Sandspielbereiche.

„Bauen im Klimawandel“: Neue Wege — Neues Denken — Neue Werte!

  • Holzmassivbauweise (ggf. Cradle to Cradle — Zertifikat „Gold“)
  • Zertifizierungsziel: „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) mit Erfüllungsgrad „Silber“ oder ähnlich
  • Nutzung von nachwachsenden Baustoffen
  • Verminderung der Treibhausgas-Emissionen
  • Verbesserung der CO2-Bilanz
  • Berechnung der Lebenszykluskosten
  • Berücksichtigung der „Grauen Energie“ in der Ökobilanz-Berechnung
  • Verbesserung der Innenraumluftqualität
  • Verbesserung der Luftqualität und des Mikroklimas durch Gründächer, Förderung der Biodiversität
  • Regenwasserspeicherung, -nutzung
  • Energieeffizient (Wärmerückgewinnung)
  • Solarstrom-Erzeugung des Betriebsbedarfs (Klimaneutralität)/der Gebäudeerzeugung (Ziel: 95 Prozent)
  • „Neue Wirtschaftlichkeit“: Pilotprojekt bei der Aktivierung der Materialwerte
  • Nutzung von Recycling-Materialien (ggf. von ressourcenschonendem Beton als Pilotvorhaben)
  • Ausführung von Lehmbauwänden
  • Wahl schadstoffarmer Baumaterialien
  • Hohe Funktionalität des Gebäudes
  • Hohe Gestaltungsqualität
  • Zukunftsorientierte Nutzung/Pädagogische Aspekte
  • Ausreichender Bewegungsraum für Kinder sowohl „Innen“ als „Außen“
  • Vielseitige, sinnige Gestaltung des Außengeländes/der Erfahrungsumgebung
  • lnklusion/Barrierefreiheit
  • Flexibilität/Umnutzungsvarianten
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Tourismus

Neue Buslinien vom Ahrtal nach Blankenheim und Bad Münstereifel

Euskirchen – Am 1. August geht im Kreis Ahrweiler das neue „Linienbündel Hocheifel“ mit 14 neuen Buslinien an den Start. Drei dieser Buslinien verkehren „grenzüberschreitend“ auch in den Kreis Euskirchen. „Das ist ein tolles Angebot sowohl für die Bürgerinnen und Bürger wie auch für unsere Gäste“, sagte der Euskirchener Landrat Markus Ramers bei der Vorstellung des Projektes. Besonders freue er sich, dass damit kreis- und bundeslandübergreifend Busverbindungen realisiert werden. „Unsere Mobilitätsangebote müssen sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientieren. Grenzen zwischen Kreisen oder Bundesländern dürfen da keine Rolle spielen.“

Die Ahrweiler Landrätin Cornelia Weigand schlug in die gleiche Kerbe und betonte den verbindenden Charakter der Buslinien, die zwischen dem Ahrtal und Blankenheim sowie Bad Münstereifel fahren. Mit dem neuen Angebot an Rad- und Wanderbussen könnten Ausflüge ganz individuell geplant und die Rad- und Wandertouren entlang der Strecken genossen werden. Landrätin Weigand: „Durch das Linienbündel Hocheifel können wir Kundinnen und Kunden attraktive Fahrrouten anbieten. Die insgesamt 14 Buslinien, finanziert durch den Kreis Ahrweiler, stellen vorrangig die Schülerbeförderung sicher, bieten aber auch Fahrten für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie für Touristinnen und Touristen.“

Die neuen Buslinien werden vom Verkehrsbetrieb Rhein-Eifel-Mosel GmbH (VREM) betrieben. Fast die Hälfte der Neufahrzeuge werden emissionsfrei unterwegs sein: Elf der 25 Busse werden elektrisch angetrieben. Das Free-WiFi ermöglicht die digitale Planung von Touren auch unterwegs. Außerdem sind alle Sitzplätze mit USB-Steckdosen zum Aufladen der Handys ausgestattet.

Der Kreis Ahrweiler finanziert das gesamte „Linienbündel Hocheifel“ mit 8,5 Mio. Euro/Jahr, also auch die Fahrten auf dem Gebiet des Kreises Euskirchen. Im Gegenzug übernimmt der Kreis Euskirchen die vollständige Finanzierung der Linie 822 (Schülerverkehr Richtung Wershofen), der bislang anteilig vom Kreis Ahrweiler finanziert wurde.
Hier ein Überblick über die drei neuen Linien, die das Ahrtal mit dem Kreis Euskirchen verbinden.

Linie 861:
Mit der Buslinie 861 wird eine neue, tägliche Verbindung im 120-Minuten-Takt zwischen Ahrbrück und Blankenheim entlang der Ahr eingerichtet.
Blankenheim Busbf – Reetzer Weg – Freilingen – Ahrdorf – Müsch – Antweiler – Eichenbach – Fuchshofen – Schuld – Insul – Dümpelfeld – Liers – Hönningen – Ahrbrück

Wanderwege: EifelSchleifen Freilinger See, Ursprünge Blankenheims, Auf den Spuren der Römer, EifelSpur Wo die Ahr entspringt, AhrSteig Etappen 1-4, Fürstin-Margaretha-Weg, Wanderparadies Schuld
Ausflugsziele: Blankenheim, Freilingen, Inklusionsgarten Müsch, Gillig’s Mühle Antweiler, Schornkapelle Schuld, Aussichtspunkt Spicher Ley, Naturdenkmal Prümer Tor, Bergbau-Informationsstätte Goldloch, Hahnensteiner Mühle, Teufelsley Hönningen (größter Quarzitblock Europas)

Linie 862:
Zwischen der Mittelahr und Bad Münstereifel wird ein neuer „FreizeitBus“ (Linie 862) im Sommerhalbjahr eingerichtet. Er ist von Ahrbrück über Altenahr durch das Sahrbachtal nach Houverath, am Radioteleskop Effelsberg vorbei nach Mahlberg mit dem Ziel Bad Münstereifel unterwegs und verkehrt fünf bis sechs Mal pro Tag in beide Richtungen.
Bad Münstereifel Bf – Eicherscheid – Schönau – Mahlberg – Haus Hardt – Lethert – Effelsberg – Wald – Limbach – Houverath – Kirchsahr – Binzenbach – Burgsahr – Kreuzberg – Altenahr – Altenburg – Ahrbrück
Wanderwege: EifelSchleifen Um den langen Kopf und Effelsberg und Michelsberg, EifelSpur Kneippwanderweg, Sahrbachweg, Wanderparadies Sahrbachtal, Rotweinwanderweg, AhrSteig Etappe 4 und 5, Ahr-Urft Weg Eifelverein
Ausflugsziele: Bad Münstereifel, Radioteleskop Effelsberg, Michelsberg, Gretelstollen Binzenbach im Sahrbachtal, Weinort Altenahr, Burg Are, Teufelsloch Altenahr, Weinanbaugebiet Ahr

Linie 899:
Zwischen Altenburg, Ahrbrück, Schuld, Müsch und Blankenheim fährt künftig von April bis Oktober ein „RadBus“ (Linie 899) entlang des Ahr-Radwegs bei dem – idealerweise nach vorheriger Online-Reservierung – bis zu 20 Fahrräder auf einem separaten Anhänger mitgenommen werden können. Übergangsweise bedienen einige „RadBus“-Fahrten – bis zur Wiederinbetriebnahme der Ahrtalbahn – auf diesem Abschnitt auch die Orte zwischen Ahrbrück und Ahrweiler entlang der Mittelahr.
(Ahrweiler – Dernau – Rech – Mayschoß) – Altenburg – Ahrbrück – Dümpelfeld – Insul – Schuld – Antweiler – Müsch – Ahrdorf – Reetzer Weg – Blankenheim Busbahnhof – (tlw. bis Wald Bf)
Rad- und Wanderwege: Rotweinwanderweg, AhrSteig Etappe 1-6 und Ahr-Radweg, Kalkeifel Radweg, Fürstin-Margaretha-Weg, Wanderparadies Schuld, Erft-Radweg ab Schuld bis Bad Münstereifel, Vulkan-Radroute Eifel ab Dümpelfeld

Ausflugsziele: Blankenheim, Inklusionsgarten Müsch, Gillig’s Mühle Antweiler, Schornkapelle Schuld, Aussichtspunkt Spicher Ley, Naturdenkmal Prümer Tor, Bergbau-Informationsstätte Goldloch, Hahnensteiner Mühle, Weinorte des Ahrtals, Ahrweiler
Der aktuelle Wanderbus Oberes Ahrtal Linie 899 (Blankenheim – Freilingen – Ahrbrück – Altenahr) wird zum 31.07.2024 eingestellt.

Reservierung und Tarif:
Der Verkehrsverbund Rhein-Mosel empfiehlt die vorherige Reservierung für die Mitnahme der Fahrräder in den Radbussen (u. a. Linie 899). Eine Reservierung kann über www.radbusse.de erfolgen. Die Reservierungsgebühr beträgt 2,00 € für jeweils bis zu fünf Personen zuzüglich der Kosten für eine Fahrradkarte. Die Mitnahme eines Fahrrads auf der Linie 899 („Rad- und Wanderbus Oberes Ahrtal“) kostet 3,00 €. Für die normale Fahrt – ohne Mitnahme eines Fahrrads – gilt für die drei Linien, bei Nutzung der Fahrten zwischen dem Kreis Euskirchen und dem Kreis Ahrweiler, der VRS-Tarif.

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Kunst & Kultur

Borderland Residencies im Ludwig Forum Aachen

Aachen – Das Ludwig Forum Aachen freut sich, zum zweiten Mal Teil des länderübergreifenden Netzwerkprogramms Borderland Residencies zu sein und in diesem Jahr die Künstlerin und Filmemacherin Ayo Akingbade sowie das Kollektiv Apparatus 22 als Artist-in-Residents im Museum zu begrüßen. Neben der finanziellen Unterstützung von Stipendien, kurzfristigen künstlerischen Interventionen und Koproduktionen, bietet das Programm allen Stipendiat*innen auch die Möglichkeit einer beruflichen und länderübergreifenden Vernetzung, der Vertiefung der eigenen künstlerischen Praxis sowie Möglichkeiten zur Präsentation von Arbeiten in der Euregio.

In diesem Jahr begrüßt das Ludwig Forum Aachen zwei Stipendiat*innen im Rahmen seiner Kooperation mit Borderland Residencies. Die in London lebende Künstlerin und Filmemacherin Ayo Akingbade sowie das in Brüssel und Bukarest ansässige Kollektiv Apparatus 22 werden sich jeweils drei Monate lang vor Ort mit ihren aktuellen Recherchen auseinandersetzen und dabei den spezifischen Kontext der Stadt und der umliegenden Region sowie des Museums selbst erforschen.

Ayo Akingbade arbeitet vor allem mit Film und Installation, um Themen wie Macht, Urbanismus und Haltung zu behandeln. Ihre Arbeiten dokumentieren häufig Erfahrungen mit dem raschen sozialen Wandel ihrer Geburtsstadt London und bewegen sich zwischen experimentellen Filmessays, Dokumentarfilmen und traditionelleren Erzählungen, die auf dem Einsatz von radikalem Geschichtenerzählen begründet sind. Akingbade interessiert sich besonders für die Dissonanzen, die zwischen Selbstdarstellung und Selbstinszenierung entstehen, die sie zuletzt in Selbstporträts und Druckgrafiken erforscht hat. Ihre Arbeiten wurden kürzlich im Barbican Centre, London und beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam gezeigt. Ihre erste große institutionelle Einzelausstellung, Show Me The World Mister, wurde im November 2022 in der Chisenhale Gallery in London eröffnet und wird auch noch in diesem Jahr in unterschiedlichen Stationen zu sehen sein, wie u.a. bei Spike Island, Bristol und bei Whitworth, University of Manchester.

Ayo Akingbades Aufenthalt in Aachen wird Mitte September dieses Jahres beginnen. In den folgenden drei Monaten wird sie sich mit der Geschichte der Aachener Thermalquellen und der Wasserökologie befassen, um ihre Recherchen für die Arbeit an einem Drehbuch zu nutzen.

Apparatus 22 (RO/BE/utopisches Gebiet Suprainfinit) ist ein Kollektiv von Tagträumer*innen, Weltbürger*innen, Forscher*innen, poetischen Aktivist*innen und (gescheiterten) Zukunftsforscher*innen, das im Januar 2011 von den aktuellen Mitgliedern Erika Olea, Maria Farcas, Dragos Olea zusammen mit Ioana Nemeș (1979 – 2011) in Bukarest, Rumänien, gegründet wurde. Seit Anfang 2015 arbeiten sie zwischen Bukarest, Brüssel und dem utopischen SUPRAINFINIT-Universum.

In ihren sehr unterschiedlichen Arbeiten – Installationen, Performances, textbasierte Formen – vermischt sich Realität mit Fiktion und Erzählung und verschmilzt mit einem kritischen Ansatz, der Fachkenntnisse und Erfahrungen aus Design, Soziologie, Literatur und Wirtschaft einbezieht. Angeregt durch den sehr spezifischen Kontext des Ludwig Forum Aachen, wird das Apparatus 22 Kollektiv während des Aufenthalts an einer Reihe von wichtigen Fragen zu ihrer Langzeitserie Positive Tension (in the air) arbeiten, die darauf abzielt, kritische Gespräche und ungewöhnliche Denkanstöße, Tagträume und Veränderungsprozesse zu und über Kunstinstitutionen zu eröffnen. Zwischen dem 15. September 2024 und dem 15. März 2025 wird jedes Mitglied des Kollektivs für einen Monat im Ludwig Forum Aachen zu Gast sein.

Die Arbeit von Apparatus 22 wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, u.a. auf der Biennale di Venezia 2013 (IT), Kunsthalle Wien (AT), Museion, Bozen (IT), TRIUMF AMIRIA. Museum of Queer Culture (RO), CIVA, Brüssel (BE), MUMOK, Wien (AT), Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (DE), Ujazdowski Castle – CCA, Warschau (PL), Survival Kit Festival, LCCA Riga (LV), Autostrada Bienniale Prizren (XK), TIME MACHINE BIENNIAL OF CONTEMPORARY ART, D-0 ARK UNDERGROUND, Konji (BIH), sowie kürzlich im SMAK Gent (BE), in der Bundeskunsthalle, Bonn (DE), Museum für zeitgenössische Kunst (MNAC), Bukarest (RO), Mannheimer Kunsthalle (DE), Museum für zeitgenössische Kunst Roskilde (DK), West, Den Hague (NL) und in der Kunsthal Gent (BE).

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung der Borderland Residencies 2024/2025 findet am Montag, den 02.09.2024 von 12 bis 21 Uhr in der Jan van Eyck Akademie in Maastricht statt.

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Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler und Ahr-Kids spenden

Ahrweiler – Die Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler und Ahr-Kids spenden für Sanierung der Schwimmbadtechnik am Calvarienberg – Unter dem Motto „Gemeinsam für die Kinder und Jugendlichen im Kreis Ahrweiler“ haben sich sowohl die Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler vertreten durch die Kuratoriumsvorsitzende der Jugendstiftung Cornelia Weigand und Vorstandsmitglied Achim Gemein als auch die von Paul und Ulrike Nett ins Leben gerufene Schwimminitiative Ahr-Kids mit Unterstützung der DLRG mit hohen Beträgen für die Sanierung der Technik des Lehrschwimmbeckens der Schulstiftung Calvarienberg eingesetzt. Die Stiftungsvorstände Dr. Annette Gies und Christian Zimbelmann zeigten sich dankbar für die namhaften Spenden in Höhe von insgesamt 70.000 Euro.

„Bereits 1200 Kinder haben durch unsere Initiative Ahr-Kids seit 2022 das Schwimmen am Calvarienberg lernen können“, berichtete Paul Nett und führt weiter aus: „Und dies soll in den kommenden Jahren weitergehen. Daher sind wir dem Calvarienberg für die Bereitstellung des Hallenbades sehr dankbar und unterstützen die notwendigen Sanierungsmaßnahmen gerne.“ Nach kostenintensiven Umbauarbeiten ist das Lehrschwimmbecken des Calvarienbergs − aktuell das einzig intakte Hallenschwimmbad der Stadt − wieder auf dem neuesten Stand der Technik. Es wurden Spendengelder gesammelt, um die aus den 1960er Jahren stammende Schwimmbadtechnik zu erneuern. Dies war nicht zuletzt durch die erhöhte Nutzung des Schwimmbeckens durch weitere Schulen der Stadt sowie das Vereinsschwimmen erforderlich gewesen. „Als Jugendstiftung unterstützen wir den Calvarienberg als Flutkompensationsstätte für Schulen und Vereine, da das Schwimmen zu den wesentlichen Kompetenzen gehört, die Kinder erlernen sollten. Die Fähigkeit zu Schwimmen stellt nicht nur einen wichtigen sportlichen Ausgleich dar, sondern kann Leben retten. Ich danke allen Beteiligten für ihr Zutun und Anpacken, damit dies gelingen kann“, sagte Cornelia Weigand.

 

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Der Eifelkreis radelt für ein besseres Klima – „Stadtradeln“ vom 7. bis 27. September 2024

Bitburg – Am Samstag, den 7. September 2024 von 10 bis 17 Uhr findet an der Edith-Stein-Sporthalle in Bitburg (Nansenstraße 44) ein Rad-Aktionstag statt, an dem Landrat Andreas Kruppert den offiziellen Startschuss zum ersten Stadtradeln im Eifelkreis geben wird. „Der Radverkehr ist im Tourismus und im Freizeitbereich eine wichtige Komponente. Im Rahmen des kreisweiten Radverkehrskonzeptes möchten wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern den Radverkehr im Eifelkreis verbessern“, so Landrat Kruppert. „Mit der Umsetzung der zu erarbeitenden Maßnahmen möchten wir den Alltagsradverkehr stärken und das Fahrrad als Mobilitätsalternative im Eifelkreis etablieren.“

Zeigen Sie über 21 Tage im Wettstreit mit anderen, wie aktiver Klimaschutz im Alltag funktioniert. Melden Sie sich und Ihr Team an, tracken Sie Ihre gefahrenen Kilometer per GPS und der kostenlosen Stadtradeln-App (www.stadtradeln.de/app) oder schreiben Sie die gesammelten Kilometer auf der Stadtradeln-Homepage in Ihr Kilometerbuch. Die erfolgreichsten Teams sowie Einzelfahrerinnen und Einzelfahrer werden am Ende des Aktionszeitraums prämiert.

Nebenher werden die so erhobenen, anonymen Radverkehrsdaten durch das Klima-Bündnis wissenschaftlich ausgewertet und geben im Eifelkreis Auskunft über verkehrsplanerisch wichtige Fragen, wie zum Beispiel: Wo sind wann wie viele Radelnde unterwegs, wo gerät der Verkehrsfluss ins Stocken, wo sind Wartezeiten an Ampeln unverhältnismäßig lang?

Jetzt unter www.stadtradeln.de/eifelkreis-bitburg-pruem kostenlos zum Stadtradeln anmelden. Mehr zur Kampagne oder zum Aktionstag unter www.bitburg-pruem.klimaschutzportal.rlp.de

Seit Mai 2024 befindet sich die Kreisverwaltung, unterstützt durch die Verbandsgemeinden sowie die Stadt Bitburg, mit dem Gutachterbüro Mobilitätswerk GmbH in der Ausarbeitung eines kreisweiten Radverkehrskonzeptes.

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Kunst & Kultur

Ein Blick hinter die Klostermauern – Die Manufakturen der Benediktinerabtei Maria Laach

Maria Laach – „Bete und arbeite“ (Ora et labora) ist seit Jahrhunderten der Lebensgrundsatz der Benediktinermönche. In der Abtei Maria Laach wird das in spiritueller und in handwerklicher Weise sichtbar. Letzteres konnte eine Gruppe der Arbeitsgemeinschaft (AG) Laacher See, Ausrichter der Kultur- und Erlebniswoche „Nacht der Vulkane“, um Sebastian Busch, Jörg Lempertz und Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinden Pellenz, Mendig und Brohltal, in den Manufakturen und  den sogenannten „Inneren Betrieben“ Laachs jetzt in Augenschein nehmen.

Die Benediktinerabtei Maria Laach ist mehr als Kirche und Kloster. Sie steht auch für wirtschaftliche Betriebsamkeit. Am augenfälligsten ist das am Seehotel, der Klostergaststätte, der Gärtnerei und der Buch- und Kunsthandlung festzumachen. Aber hinter den Klostermauern gibt es noch viel mehr zu den entdecken: die Manufakturen. Der Rundgang im Rahmen des Maria Laach-Tags der „Nacht der Vulkane“ startete in der Kunst-Schmiede, setzte sich in der Holz- und die Keramikmanufaktur fort und endete bei einer Auswahl an Produkten der Genussmanufaktur.

In den vergangenen Jahren rückte die Keramikmanufaktur medial immer wieder in den Fokus. So wie es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war, als Theodor Bogler in Maria Laach nach den Prinzipien des Bauhaus Gebrauchskeramik erschuf. Getreu der Bauhaus-Maxime „Schön, funktional und einfach“ hat es Bruder Stephan Oppermann OSB mit seinen Mitarbeiterinnen geschafft diese Tradition und damit ein einzigartiges Kulturgut zu beleben und modern zu gestalten. Die Herstellung erfolgt ausschließlich von Hand – vom Aufschlagen des Tons – circa 19 Tonnen im Jahr – bis zur filigranen Bemalung und Glasur. Und zwar so gut, dass die Werkstatt aus allen Nähten platzt und die Keramikmanufaktur bald in neue Räumlichkeiten umzieht.

Darüber hinaus gab es noch Abstecher zu den „Inneren Betrieben“. Dazu gehören die eigene Trinkwasserversorgung sowie die Versorgung mit Wärme und Strom. Ein Beispiel: Der Strombedarf lag, laut Steffen Steckbauer, 2023 bei circa 1,7 Millionen Kilowattstunden (kWh). Diese wurden zu 65 Prozent von den zwei Blockheizkraftwerken (BHKWs) und zu drei Prozent durch eine neue Photovoltaik-Anlage gedeckt.

„Es war ein toller Blick hinter die Kulissen. Die Manufakturen stehen für Qualität, handwerkliches Können und sind ein wichtiger Teil der Tradition in der Abtei Maria Laach. Und auch die interne Bereitstellung von Wasser, Wärme und Strom ist beeindruckend“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig.

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Gesundheit

Neue Hüfte mit Ende 50 – Gewebeschonender Eingriff bei Prof. Dr. Jan Schmolders am Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Operation hatte Alexandra Schmittgen lange vor sich hergeschoben. Schon seit Jahren leidet die 57-jährige unter Schmerzen in beiden Hüften. Als die Gelenke dann auch in Ruhe schmerzten, vereinbarte sie einen Termin bei Prof. Dr. Jan Schmolders im Krankenhaus Maria Hilf. Der Chefarzt der Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin und Tumororthopädie sowie Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums war ihr empfohlen worden. Heute ist sie froh, dass sie diesen Schritt gegangen ist. „Prof. Schmolders hat sich Zeit genommen für mich und mir alles so erklärt, dass ich es verstanden habe“, sagt sie.

Die Gespräche mit den Patientinnen und Patienten sind für Prof. Schmolders in der OP-Planung und -Vorbereitung essentiell. „Um das beste Ergebnis zu erzielen, planen wir den Eingriff sehr genau“, erläutert er. Außerdem erhalten sie genaue Informationen und Anleitungen über die Operation und die Nachbehandlung.

„Uns stehen im Krankenhaus Maria Hilf eine Vielzahl unterschiedlicher Prothesensysteme zur Verfügung.“ Das sind zum Beispiel Kurzschaft-Prothesen, die knochensparend eingesetzt werden können und daher häufig bei jungen Patienten wie Alexandra Schmittgen zum Einsatz kommen. Die Auswahl des Modells und die Größe der benötigten Prothese wird mittels eines speziellen computergestützten Systems geplant. Zudem gibt es bei den Hüftprothesen unterschiedliche „Gleitpaarungen“ wie Keramik-Keramik, Metall oder Kunststoff-Keramik. Diese haben unterschiedliche Eigenschaften, sowie Vor- und Nachteile. Auch auf individuelle Allergien wird vor der OP eingegangen „Um die individuell beste Prothese für einen Patienten auszuwählen, muss ich wissen, wie er lebt und welchen Sport er zum Beispiel treibt“, so Schmolders. „Deshalb führe ich mit meinen Patienten ausführliche Gespräche. Ich kläre sie gründlich auf und beziehe sie als Partner in die Entscheidung mit ein.“

Alexandra Schmittgen wurde minimal-invasiv operiert. „Mit einer besonders gewebeschonenden Methode, die derzeit nur wenige Ärzte in Deutschland so durchführen“, erklärt Prof. Schmolders. Er nutzt eine Lücke zwischen den Muskeln auf der Vorderseite des Hüftgelenks. Ein etwa sechs bis acht Zentimeter langer Hautschnitt – ein sogenannter Bikinischnitt – reicht aus. Muskeln und Gefäße müssen nicht durchtrennt werden, der Patient verliert kaum Blut und braucht keine Drainagen. Das ist auch der Grund für die rasche Genesung: Das Gewebe bleibt unverletzt, das beschleunigt die Heilung und reduziert den Wundschmerz. Darüber hinaus kommt es wesentlich seltener zu Komplikationen und es entfallen sonst übliche Restriktionen nach der Operation, wie tiefes Sitzen und das Überkreuzen der Beine.

Die Patienten sind in der Regel schon kurz nach der OP wieder mobil. Noch am selben Tag können sie, wenn es ihr Kreislauf erlaubt, erste Schritte gehen. Genau so war es auch bei Alexandra Schmittgen. „Sie konnte selbständig einige Schritte im Zimmer gehen. Dafür nutzte sie zur Sicherheit die Gehstützen, sie durfte ihr Bein aber ganz normal belasten“, erläutert Schmolders. Nach wenigen Tage war sie in der Lage, sich im Zimmer und auf der Station zu bewegen. Möglich ist das, weil bei der modernen Operationsmethode die Gangsicherheit erhalten bleibt – denn die unbeschädigte Muskulatur stabilisiert das operierte Gelenk von Anfang an. Gehstützen empfiehlt Prof. Schmolders zur Sicherheit für drei bis vier Wochen, wenn der Patient eine weitere Strecke außer Haus oder in der Rehabilitationseinrichtung zu Fuß zurücklegen möchte.

Fünf Wochen nach ihrer OP ist Alexandra Schmittgen viel zu Fuß unterwegs, zum Beispiel von Heimersheim, ihrem Wohnort, nach Bad Neuenahr zur Physiotherapie. „Ich nehme dazu meine Walking-Stöcke mit und freue mich über das Training“, sagt sie. Es sei absehbar, dass sie die andere Hüfte auch operieren lassen muss. Dazu werde sie sicher wieder zu Prof. Schmolders gehen, betont sie. „Denn ich bin so zufrieden mit dem Behandlungsverlauf und dem OP-Ergebnis.“

 

 

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Gesundheit

Erstes Telemedizinisches Zentrum im Landkreis Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz – Durch „Smarte Region MYK10“ gefördertes Pilotprojekt „Herz.Gesund“ wird im MVZ St. Nikolaus-Stiftshospital weitergeführt – Die medizinische Versorgung wird in den nächsten Jahrzehnten verstärkt auf die Unterstützung von Telemedizin setzen. Eine innovative Anwendung für kardiologische Patienten im Raum Andernach wurde Ende 2022 als Pilotprojekt „Herz.Gesund“, mittels finanzieller Förderung der „Smarten Region MYK10“ des Landkreises Mayen-Koblenz, gestartet. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Ralph Rüdelstein überwachte die Kardiologie am St. Nikolaus-Stiftshospital Herzpatienten erfolgreich per Software-Plattform. Jetzt werden diese Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz zur Regelversorgung an das neue Telemedizinische Zentrum des MVZ St. Nikolaus-Stiftshospital übergeben. In der Mittelrheinregion ist es das erste Telemedizinische Zentrum.

Erfahrenes Team im Telemedizinischen Zentrum

Das Praxisteam unter Leitung der erfahrenen Kardiologen Dr. Christoph Schittek und Dr. Christina Bim übernimmt alle Leistungen rund um das Telemonitoring der Vitaldaten von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz und arbeitet eng mit dem primär behandelnden Arzt der betroffenen Patienten zusammen. Telemedizinisch versorgt werden ausschließlich Patienten, die zuvor stationär mit einer schweren Herzschwäche auf der kardiologischen Abteilung eines Krankenhauses behandelt wurden. Dr. Christoph Schittek ist bereits seit vielen Jahren in Andernach erfolgreich als Kardiologe tätig. Dr. Christina Bim verstärkt seit Februar das Praxisteam, zuvor war die Kardiologin als Oberärztin tätig. Das Team ergänzen zwei erfahrene Medizinische Fachangestellte mit Weiterbildung zur Spezialisierten Herzinsuffizienz-Assistenz.

Cornelia Kaltenborn, Geschäftsführerin des MVZ St. Nikolaus-Stiftshospital, betont: „Die Telemedizin bietet wichtige ergänzende Möglichkeiten in der Patientenversorgung. Wir freuen uns, dass wir dank der zur Verfügung gestellten Fördermittel hier in der Region eine Vorreiterrolle übernehmen und gemeinsam mit unseren Patienten solch innovative, zukunftsweisende Wege gehen können.“

Smart Cities unterstützt smarte App-Anwendung

Bereits 2017 entwickelte das Start-up Qurasoft die Telemedizin-Plattform „SaniQ“, die Vitaldaten von Patienten mit Herzinsuffizienz an Kardiologen übermittelt. „Der Patient bekommt ein Blutdruckmessgerät, ein Finger-EKG und eine Waage. Diese müssen täglich einmal benutzt werden. Die Daten werden über die Software-Plattform an den Kardiologen übermittelt. Bemerkt er Unregelmäßigkeiten, kann er sofort reagieren“, erklärt Tobias Hastenteufel, Geschäftsführer der Firma Qurasoft.

Initiiert wurde das Projekt zunächst zwischen 2019 und 2022 mit Fördermitteln vom Land Rheinland-Pfalz sowie dem Landkreis Mayen-Koblenz am Krankenhaus St. Elisabeth Mayen. Aufbauend auf den ersten Praxiserfahrungen wurde es dann über das Bundesförderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ weitergeführt, dieses Mal ausgehend vom Standort Andernach am St. Nikolaus-Stiftshospital. Der Landkreis ist nämlich eine der 73 deutschlandweit vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der KfW geförderten Kommunen. Unter dem Titel „Smarte Region MYK10“ werden hier vor Ort mithilfe dieser Mittel noch bis Ende 2027 zukunftsweisende analoge und digitale Strategien sowie Lösungen für alle Daseinsbereiche entwickelt und erprobt. Weitere Informationen darüber sind unter www.myk10.de abrufbar. „Das Projekt Herz.Gesund ist mir im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit“, sagt Pascal Badziong, Erster Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz. „Die gute Zusammenarbeit zwischen medizinischer Expertise, digitalem Know-how und dem Landkreis haben dazu beigetragen, dass die App den Weg in die Regelversorgung geschafft hat.“