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Bar Wars – Die neue Kult-, Biker-, Szene- und Allrounder-Kneipe in Binningen

Kaisersesch/Binningen – Wer hinter dem martialisch anmutenden Namen etwas Besonderes erwartet, wird nicht enttäuscht. Carsten Lammerich und Killian Kreft haben in Binningen das alte Gasthaus wiederbelebt. Die Räumlichkeiten wurden in eineinhalb Jahren in Eigenleistung renoviert und mit einem eigenen Style versehen. Die beiden Jungunternehmer sind ihrer Idee gefolgt und haben einen Treffpunkt geschaffen, der Motorradfans, echte Biker und die Dorfgemeinschaft zusammenbringt. Dass dies sehr gut und harmonisch funktioniert, konnte bereits auf der Binninger Kirmes bei einem intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Gruppen demonstriert werden.

Der renovierte Saal bietet sich für Familienfeiern ebenso an, wie für kultige Partyabende. Auf Wunsch kann hier auch ein Catering angeboten werden. Zukünftig soll das Ensemble durch einen Biergarten sowie Übernachtungsmöglichkeiten erweitert werden. Ein besonderes und einmaliges Highlight für die Motorrad faszinierten in der Region wird wohl der geplante technische Prüfstand werden.

Bürgermeister Albert Jung, der Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Binningen, Benedikt Oster, Wirtschaftsförderer Mario Leidens sowie Tobias Wältermann von der ARGE Kaisersescher Gewerbetreibender wünschen dem Biker-Treff mit Herz viel Erfolg und einen guten Start.

 

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Delegationen aus Partnerstädten zur „Goldhochzeit“ zwischen Mechernich und Kommern zu Gast

Mechernich//Nyons/Skarszewy – Ein emotionaler Empfang und ein gelungener Auftakt – Delegationen aus Partnerstädten Nyons und Skarszewy waren anlässlich des Festes zur „Goldhochzeit“ zwischen Mechernich und Kommern zu Gast – Franzosen kamen mit Mechernichern rund 1000 Kilometer per Fahrrad – Polen gerührt von persönlichem Empfang – Austausch bei bestem Wetter im Rathausbistro.

Zu einer Erfrischung samt kleinem Snack ging´s dann direkt weiter in den Biergarten des Rathausbistros. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Gespannt saß die Begrüßungsdelegation der Stadt Mechernich bei bestem Wetter vor dem Rathaus und wartete auf ihre alten Freunde: Einen Fahrradcorso aus der knapp 1000 Kilometer entfernten französischen Partnerstadt Nyons sowie polnische Gäste aus der zweiten, ebenfalls über 1000 Kilometer entfernten Mechernicher Partnerstadt Skarszewy.

Denn: Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Stadtdezernent und Kämmerer Ralf Claßen, Andreas Sack, der stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises Mechernich-Nyons und Doris Hamacher, Ehefrau des Vereinsvorsitzenden Wilfried Hamacher, begrüßten die Gäste nach der ihrer langen Reise persönlich. Sack war sogar noch am selben Morgen von einer Rundreise durch Amerika nach Hause zurückgekehrt.

„Wir haben großen Respekt“

Bei über 30 Grad traf erst die Gruppe aus rund 20 Franzosen und Mechernichern vor dem Rathaus ein. Insgesamt sieben Tage klang waren sie auf der rund 1000 Kilometer langen Strecke per Drahtesel unterwegs gewesen. Eine anspruchsvolle Sache, wie auch Doris Hamacher aus persönlicher Erfahrung weiß: Mit ihrem Mann und zwei weiteren Pärchen hatte sie die Strecke bereits im Vorfeld mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Nach der Ankunft ging es dann direkt in den Biergarten des Rathausbistros, um bei einem kühlen Getränk und kleinen Leckereien erst einmal anzukommen und sich über die Fahrt auszutauschen.

Ralf Claßen betonte: „Wir haben wirklich sehr großen Respekt vor ihrer Leistung. Gerade bei diesen Temperaturen ist das nicht selbstverständlich, immerhin ist der älteste Fahrer bereits 73 Jahre alt!“ Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick konnte ihm dabei nur zustimmen.

Tränen in den Augen

Kurz darauf traf auch die polnische Delegation aus Skarszewy ein. Überrascht vom herzlichen und persönlichen Empfang am Bleiberg war die Rührung förmlich zu spüren, sodass der ein oder andere sogar Tränen in den Augen hatte. Über 1000 Kilometer waren auch sie unterwegs gewesen – zwar mit dem Auto, doch ist die Reise von über 11 Stunden ebenfalls anspruchsvoll. Von daher konnten die Gäste zu allererst gemeinsam eine Suppe genießen.

So war der Biergarten gefüllt mit französischen, polnischen und deutschen Freunden voller guter Stimmung und Wiedersehensfreude. Ein gelungener, sportlicher Auftakt also zum Brunnenfest/Stadtfest im Rahmen des 50. Jubiläums der zweiten, kommunalen Neugliederung.

Sowohl die polnischen, als auch die französischen Ehrengäste wurden schließlich für die Dauer ihres Aufenthaltes im Rahmen der „Goldenen Hochzeit“ von Mechernich und Kommern im Hotel „Eifeltor“ untergebracht.

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Innovatives Versorgungs-Modell „Pflege ganz aktiv“

Region/Eisenberg/Montabaur – Landesverbände der Pflegekassen in Rheinland-Pfalz realisieren mit dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn e.V. das innovative Versorgungsmodell „Pflege ganz aktiv“ Seit der Aufnahme erster Gespräche zwischen den Gesundheitspartnern im Jahr 2021 bestand die Zielsetzung, ein Modell individualisierter Altenpflege zu ermöglichen. Dabei koordiniert ein Versorgungsteam vor Ort ein bedarfsgerechtes Unterstützungsangebot über ein regionales Netzwerk. Das Kernanliegen ist, die Autonomie pflegebedürftiger Menschen zu fördern und einen längeren Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen.

Das zunächst auf zwei Jahre befristete Versorgungsmodell basiert im Bereich der  Pflegeversicherung nicht länger auf der Abrechnung von langfristig vertraglich festgelegten konkreten Einzelleistungen im Rahmen von Leistungskomplexen, sondern auf einer pauschalen Stundenvergütung. Damit gewinnt der pflegebedürftige Mensch mehr Kompetenzen und Autonomie über seine Versorgung und kann erforderliche Leistungen anhand des individuellen Bedarfs selbstbestimmt zusammenstellen.

Die Pflegekraft kann situationsorientierter im Rahmen ihrer fachlichen Kompetenzen entscheiden, welche Unterstützungsmaßnahme sinnvoll und aktivierend wirksam ist. Ein ganzheitlicher und aktivierender Ansatz: eben „Pflege ganz aktiv“.

Im Bereich der Häuslichen Krankenpflege in Rahmen der Krankenversicherung erfolgt die Vergütung innerhalb des Versorgungsmodells zukünftig in Form einer Monatspauschale, durch die alle behandlungspflegerischen Leistungen des jeweiligen Monats abgegolten sind.

Bei allen Vereinbarungspartnern wird durch die vereinfachte Abrechnungssystematik und Rechnungsstellung Bürokratie abgebaut. Die aufwändige Differenzierung nach Leistungskomplexen oder einzelnen Positionen sowie deren entsprechende Dokumentation auf dem Leistungsnachweis entfällt weitgehend. Auf diesem Wege können Kapazitäten für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen freigesetzt und die Zeit der Pflegekräfte gewinnbringend für die Menschen vor Ort genutzt werden. Zudem steht eine Steigerung der Versorgungsqualität durch nahtlose Übergänge im Fokus.

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Bad Münstereifeler Flutschäden – „Die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen“

Bad Münstereifel – Das extreme Hochwasser 2021 hat nahezu alle Gewässer auf dem Gebiet der Stadt Bad Münstereifel stark beschädigt und nachhaltig verändert. Bei insgesamt 96 Haupt- und Nebengewässer ist die Stadt für die Gewässerunterhaltung verantwortlich, so auch für den Dreisbach im Ortsteil Schönau. Sein Bachbett und Uferbefestigungen wurden auf mehreren hundert Metern erodiert und weggeschwemmt. Die Erft liegt im Zuständigkeitsbereich des Erftverbands.

Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Jürgen Metzten (Stellv. Technischer Leiter der Stadtwerke) und Carmen Manderfeld von den Gewässer-Experten begutachten die neue Ufersicherung. Foto: C. Vogel

Nun sind rund 300 Meter Flussabschnitt wieder aufgebaut und gesichert. „Dazu haben die Stadtwerke eng mit dem Fachbüro Die Gewässer-Experten zusammengearbeitet und den Wiederaufbau naturnah und gleichzeitig nach den Wasserrahmenrichtlinien gestaltet“, sagt Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. „Denn wir möchten die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.“ Flussbegradigungen und Versiegelung der Uferbereiche haben auch in Schönau dazu geführt, dass das Wasser rasend schnell durch den Bach schoss und starke Zerstörungen verursacht hat.

Hochwasserschutz vor der Haustür

Nach der Räumung des Baches hat das beauftragte Wasserbauunternehmen Daniel Skudayski in den letzten Monaten die Ufer mit bis zu 3 Tonnen schweren Basaltbruchsteinen befestigt. Gleichzeitig wurde das ursprünglich 40 bis 50 cm breite Bachbett auf die fast dreifache Größe verbreitert, damit das Wasser künftig bei Flut und Starkregen mehr Platz zum Ausbreiten hat – der Bach fließt nun wieder kurviger und natürlicher. „Gleichzeitig sind im Bachbett kleine Becken und Aushöhlungen entstanden, in die sich bei Niedrigwasser die Fische zurückziehen können“, sagt Jürgen Metzen stellv. Technischer Werkleiter von den Stadtwerken.

Im Herbst lässt die Stadt zusätzlich Weidenstecklinge anpflanzen und Saatmischungen mit heimischen Blumen und Kräutern aussäen, um Ufererosionen künftig besser vorzubeugen.

Übrigens: Auch Anwohner*innen tragen zum Hochwasserschutz bei. So dürfen z.B. Gartenhäuser, Garagen oder Zäune nur mit einem Abstand von mindestens drei Metern zum Gewässer gebaut werden.

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Eröffnung des Bibelgartens lockte über 200 Besucher aus sieben Nationen in den Eifelort Schlausenbach

Auw/Prüm/Schlausenbach – Peter Eichten, Bürgermeister von Auw, ließ es sich nicht nehmen, das Band zur Eröffnung des Bibelgartens standesgemäß mit einer Heckenschere zu durchtrennen. Über 200 Gäste waren an dem Eröffnungswochenende in dem kleinen Schlausenbach bei Auw, um den Themengarten rund um das Alte und Neue Testament zu erleben.

Die Besucher erlebten den Bibgelgarten bei herrlichem Sommerwetter und bester Unterhaltung. Foto: Good Shepherd Eifel

Drei Bands sorgten für den musikalischen Rahmen, der aus geistlichen Liedern als auch Unterhaltungsmusik bestand. Die Besucher kamen aus der Ortsgemeinde und aus der ganzen Eifel. Aber auch viele Besucher waren weit angereist. Insgesamt kamen so sieben Nationen zusammen. Die niederländische Familie Heng, die den Bibelgarten und das Gästehaus „Good Shepherd Eifel“ (übersetzt: Der gute Hirte Eifel) betreiben, sind weit vernetzt.

Gäste aus den Niederlanden, Belgien, Honkong, Taiwan, Spanien und Argentinien gesellten sich unter die Eifelbewohner. „Wir erlebten dieses Eröffnungswochenende als echten Segen Gottes“, so Familie Heng. Der Bibelgarten ist für Besucher jederzeit geöffnet. Drei verschiedene Rundgänge führen durch den Garten und durch die Botschaften der Bibel. Zu finden ist der Bibelgarten in der Hauptstraße 14 in Auw bei Prüm, Ortsteil Schlausenbach.

Infos zum Gästehaus und Bibelgarten auf www.goodshepherdeifel.com.

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Das Grand Opening vom Skatepark Kreuzau steht bevor – Samstag 20. August

Kreuzau – Nach nur 2 Jahren nach Förderantragsstellung ist nun alles fertig und die Bretter rollen: Am 20.08.2022 wird der Skate-und Bewegungspark Kreuzau eingeweiht. Zu diesem Anlass wird es ein Festival geben. Schon pünktlich zu Beginn der Sommerferien war die Anlage mit neuem Skate-Bowl einem Streetbasketballplatz, Fitnessgerät und Slackline Bereich nutzbar, doch jetzt soll die Anlage gebührend gefeiert werden.

Offizielle Eröffnung der Anlage ist um 14 Uhr durch Bürgermeister Ingo Eßer. Alle Gäste haben die Möglichkeit sich die neue Anlage bis ins Detail anzusehen. Langweilig wird das sicher nicht. Denn neben einem Best-Trick-Contest für Skater und vielfältigen Sport-Bereiche wird das Fest durch musikalische Unterstützung untermalt. Ein Street-Food Bereich wird für die kulinarische Versorgung errichtet. Für das leibliche Wohl ist daher bestens gesorgt.

Für die richtige Musik auf der Bühne sorgen vier Bands aus der Region. Die Louderdales aus Aachen spielen eine Mischung aus Americana, Rock’n’Roll und Cow-Punk. Hell-O Pussy vom Niederrhein heizen mit Punk’n’Roll ein. Die Straßenmiliz aus Düren bringt mit ihrem Rap die Köpfe zum nicken. Schlussakt ist die Metalband Anti Anti Anti aus Erftstadt. Später lassen Dj´s den Abend ausklingen.

Die Veranstaltung wurde mit Hilfe von Spenden und ehrenamtlichem Engagement auf die Beine gestellt. Mit einer Verlosung werden Spenden für die Kreuzauer Jugendarbeit gesammelt.

Das Projekt wurde aus öffentlichen Mitteln des Landes NRW über den „Investitionspakt für Sportstätten“ finanziert. Seit der Eröffnung erfreut sich der Park großer Beliebtheit bei Alt und Jung und allen Arten von Rollen und Rädern.

Der Skatepark befindet sich zwischen dem Freizeitbad MonteMare, dem Schulzentrum und der Kreuzauer Festhalle. Beginn des Festivals ist 14.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, Skateboard oder Roller wird erbeten und empfohlen.

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Musikmarathon am vergangenen Samstag zur kommunalen Goldhochzeit Mechernich-Veytal

Mechernich-Kommern – Wäre das eigentliche Stadtfest am Sonntag, 14. August, die Hochzeit, dann sei der musikalische Auftakt zur „Goldhochzeit“ am Samstag auf dem Arenbergplatz in Kommern der „Polterabend“: Mit diesen Worten gab Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick den Startschuss zu einer stimmungsgeladenen „Saturday-Night-Party“, die der städtische Energielieferant „Westenergie AG“, das frühere RWE, gesponsert hatte.

„Keine Goldhochzeit ohne Party“, so „Westenergie“-Regionalleiter Michael Stange (v.r.), der den „Polterabend“ des Stadtfestes 2022 zusammen mit Friedel Meuser, Ralf Claßen, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, dem Kommerner „Sheriff“ Rolf Jaeck und Moderator Björn Schäfer eröffnete. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bei erträglicheren Temperaturen als tagsüber haute der Topact des Non-Stopp-Musikmarathons, Dieter Kirchenbauers Band „Decay & The ToneKings“, ab 20.30 Uhr in die Tasten. Es war eine musikalische Zeitreise durch 50 Jahre Rock- und Popgeschichte. Schon bei der 1972er Hymne „Freedom“ der „Fortunes“ stimmten viele auf dem Platz lautstark in den Refrain mit ein. Bei Neil Youngs „Heart of Gold“ drehten die ersten Tanzpaare spontan auf dem Asphalt ihre Runden.

Bei erträglicheren Temperaturen als tagsüber haute der Topact des Non-Stopp-Musikmarathons, Dieter Kirchenbauers Band „Decay & The ToneKings“, ab 20.30 Uhr in die Tasten. Es war eine musikalische Zeitreise durch 50 Jahre Rock- und Popgeschichte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Spontane Tänze auf Asphalt

Natürlich – eine Frage des Naturells – waren es Franzosen aus der Partnerstadt Nyons, die zum Jubiläum in die Eifel gekommen waren – wie die polnischen Freunde aus Skarszewy. Aber rasch schlossen sich auch weniger impulsive Charaktere der lockeren Stimmung an.

Es war ein weitgehend fröhliches und stimmungsgeladenes Musikfest, das um 14 Uhr an St. Severinus mit einem prächtigen Orgelkonzert des Kommerner Organisten Jörg Schreiner vor überschaubarer Publikumskulisse seinen Auftakt genommen hatte. Auf dem Arenbergplatz, wo es ab 15 Uhr mit dem Männergesangverein Kommern von 1858 e.V. und Peter Zülls Ü-50-Blasorchester weiterging, suchte das hitzegestresste Publikum zunächst vor allem schattige Plätzchen fernab der Bühne.

Der wunderbaren Stimmung taten die tropischen Temperaturen kaum Abbruch, der Absatz an Kaltgetränken war reißend. Ortsbürgermeister Rolf Jaeck, Moderator Björn Schäfer und ein 20köpfiges Helferteam des örtlichen Vereinskartells hatten mit einer perfekten Logistik vorgebeugt und unter anderem zwei Getränkewagen, einen Weinstand und einen Imbiss aufgefahren. Auch für die Entsorgung war ausreichend Vorsorge getroffen worden.

„Decay & The ToneKings“ mit sechs Musikern und Sängerin, bekannt aus der RTL-Show „Let‘s Dance“, hatten einen musikalischen Streifzug durch jene 50 Jahre vorbereitet, die seit der Zweiten Kommunalen Neugliederung vergangen sind, als die zuvor 1969 gebildeten Großgemeinden Veytal (Kommern) und Mechernich zur 1976 mit Stadtrechten ausgestatteten neuen Großkommune im Herzen des neuen Kreises Euskirchen aufstiegen.

Was damals vielen noch unvorstellbar vorkam – eine „Ehe“ zweier konkurrierender Nachbarn – hat nicht nur gehalten: „»Wir in Mechernich« ist kein hohler Slogan von Werbefritzen geblieben, sondern spiegelt die große Harmonie und den Zusammenhalt an Greesberg und Altusknipp wieder“, betonte der Kommerner Ortsbürgermeister.

Er eröffnete das Stadtfest beim „Polterabend“ auf dem Platz, der im Volksmund „Nellesse Plätzje“ genannt wird gemeinsam mit Westenergie-Regionalchef Michael Stange, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Vereinskartells-Vize Friedel Meuser, Dezernent Ralf Claßen und Björn Schäfer vom Orgateam, das die zweitägigen Feierlichkeiten in mehr als sechs Monaten Vorbereitung auf die Beine gestellt hatte.

Standing Ovations

Der um 14 Uhr begonnene Musikmarathon, an dem außer den Genannten auch die begeisternde Kölsch-Rockband „El Dorado“ und die regionale Top-Coverband „Shout“ teilnahmen, dauerte fast bis Mitternacht. Cheforganisator Ralf Claßen war am Ende restlos begeistert: „Brunnen- und Stadtfest 2022 waren ein voller Erfolg! Der »Polterabend« in Kommern war ein musikalisches Highlight!“

Höhepunkt sei der Auftritt von Dieter Kirchenbauer mit seiner Band „Decay and The ToneKings“ gewesen: „Eine musikalische Zeitreise der Extraklasse. Fast vier Stunden wurde nonstop tolle Musik gespielt. Ein Welthit jagte den anderen. Die Band war fantastisch und hat das Publikum begeistert. Stehende Ovationen und eine anderthalbstündige stündige Zugabe waren beeindruckend.“

Das Vereinskartell Kommern habe hervorragende Arbeit unter der Leitung von Ortsbürgermeister Rolf Jaeck und Björn Schäfer geleistet: „Der Abend war unbeschreiblich und wird in Erinnerung bleiben.“ Während Hauptsponsor „Westenergie“ den Topact bezahlt hatte, ließ Moderator Björn Schäfer persönliche Kontakte spielen, um die Kölschrocker von „El Dorado“ und „Shout“ an Land zu ziehen.

Er ist mit Marcel Sauer, dem Frontmann der „Dorados“, persönlich bekannt. Schlagzeuger Carsten Cönen von der spitzenmäßigen Rock- und Popgruppe „Shout“ stammt aus Kommern. Zusammen mit der deutsch-italienischen Sängerin Stefania Marina, Gitarrist Ulrich Komm aus Breitenbenden, Bassist Marc Syndikus aus Gemünd, Keyboarder Tim Böpple aus Eicks und Sänger Daniel Groß sowie Techniker Andreas Eckert mischte Cönen den Arenbergplatz auf. Sänger Groß tat das unter erschwerten Bedingungen und schwer am Bein bandagiert. Er hatte sich drei Tage zuvor beim Sprung von der Leiter beim Heckeschneiden das Wadenbein gebrochen.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick eröffnete das Spektakel zweimal. Direkt zum Auftakt am frühen Nachmittag und dann nochmals mit Michael Stange („Keine Goldhochzeit ohne Party“) & Co am Abend.

Dem von städtischer Seite stark von Ralf Claßen, Manuela Holtmeier, Christian Habrich und Ewa Bochynek unterstützten Orgateam zollte der erste Bürger ebenso Respekt wie dem gutgelaunten Publikum, den Gästen aus den Partnerstädten Nyons und Skarszewy und vor allem dem Vereinskartell vor Ort, das alles im Griff hatte: „Auf die Kommerner ist eben Verlass!“

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Von RWE Power errichtete Kreisstraße entlastet Düren

Düren – Eine neue, breite Brücke überspannt jetzt die Rur. Direktverbindung von Merken nach Huchem-Stammeln ist wieder offen. Ein Engpass im Dürener Straßennetz ist beseitigt: Die neue Kreisstraße 35 wurde heute für den Verkehr freigegeben. Sie verbindet Merken mit Huchem-Stammeln in der Gemeinde Niederzier. Dabei umgeht sie die Ortslage von Merken südöstlich und überspannt die Rur mit einer neuen, jetzt zweispurigen Brücke. Landrat Wolfgang Spelthahn, die Bürgermeister Frank Peter Ullrich und Frank Rombey sowie RWE Power-Vorstand Dr. Lars Kulik schnitten gemeinsam das symbolische Flatterband durch.

Eine neue, breite Brücke überspannt jetzt die Rur. Foto: RWE Power

Die Planungen für die knapp drei Kilometer lange und am Ende gut 8 Millionen Euro teure Kreisstraße begannen bereits 2008. Einige Jahre zuvor war das Projekt im Braunkohlenplan-Änderungsverfahren für den Tagebau Inden festgeschrieben worden. In vier Baulosen wurde die Straße seit dem ersten Spatenstich 2016 von Westen nach Osten vorangetrieben. Diese Reihenfolge hatte den Vorteil, dass Merken früh vom Neubau der Straße profitieren konnte. Außerdem wurde die vorhandene Rurquerung so lange wie möglich offen gehalten. Ihre später unvermeidliche Komplettsperrung für Autos wurde auf einen kurzen Zeitraum begrenzt.

Im Zuge des Projekts wurden die Kreuzung Paulstraße/Roermonder Straße zu einem Kreisverkehr umgebaut und das Rad- und Wirtschaftswegenetz ergänzt. Zudem wurde die einspurige Rurbrücke ersetzt, die dem wachsenden Verkehr nicht mehr angemessen war. Dort wurde auch eine attraktive Anbindung der Ortsteile Merken und Huchem-Stammeln an den Rurufer-Radweg realisiert.

„Mit dem Bau der neuen K 35 ist es gelungen, auf die steigenden Anforderungen im Straßenverkehr zu reagieren. Sie dient der Entlastung des Verkehrs und bietet eine bessere Anbindung der Orte Merken und Huchem-Stammeln. Eine konstante Beobachtung und Anpassung der Verkehrsströme und Engpässe im Straßennetz sowie die Einbindung von Radwegen machen den Kreis Düren zukunftsfähig. Gemeinsam mit RWE ist es gelungen, dieses Projekt schnellstmöglich zu realisieren“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

„Die heutige Verkehrsfreigabe zeigt: Wir stehen zu unserem Wort“, betonte RWE Power-Vorstand Lars Kulik bei der Verkehrsfreigabe. Das Unternehmen hatte sich schon im Braunkohlenplan-Änderungsverfahren für den Tagebau Inden, das 2009 abgeschlossen wurde, zum Bau der Straße verpflichtet. Das Projekt hat das Unternehmen rund 8 Millionen Euro gekostet; die Aufträge im Zuge der vier Baulose wurden ganz überwiegend an ortsnahe Unternehmen vergeben. Kulik dankte ihnen und auch den beteiligten Gremien und Behörden, allen voran dem Kreis Düren und der Stadt, für die gute Zusammenarbeit bei der Verwirklichung der langersehnten Südostumgehung. Kulik: „Für den erfolgreichen Strukturwandel dieser Region ist auch ein leistungsfähiges Verkehrsnetz wichtig. Die K 35n ist ein wichtiger Baustein dafür und verbindet die Kommunen im Indeland.“

 

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Fragwürdige Angebote für Handwerks-Leistungen aus einer Hand – HWK Trier warnt vor unseriösen Anbietern

Region/Trier – Dubiose Anbieter versuchen immer wieder, unterschiedlichste Handwerksleistungen zu vermeintlich günstigen Sonderpreisen an den Mann zu bringen. Zuletzt waren in den lokalen Medien Reinigungsleistungen für Terrassen und Dächer sowie Polsterarbeiten angepriesen worden. Ein Anbieter hat jetzt sein Angebot erweitert auf Maler- und Anstreicherarbeiten, Bauwerksabdichtungen, Verlegen von Fliesen und Pflaster sowie Verputzarbeiten. Erst vor wenigen Wochen hatte die Handwerkskammer (HWK) Trier einen Aufruf gestartet, bei der Auftragserteilung vorsichtig zu sein.

Aus den Inseraten geht hervor, dass solche scheinbar günstigen Angebote nur für wenige Tage gelten. Vorher-Nachher-Bilder sollen dabei die fachmännische Ausführung der Arbeiten belegen – diese bleibt aber nicht selten aus. In den meisten Fällen werden die Arbeiten eher unsachgemäß ausgeführt und kosten viel Geld. Die ortsansässigen Fachbetriebe müssen dann in der Regel nachbessern.

Die Handwerkskammer rät zur Vorsicht! Für die zwischenzeitlich zusätzlich angebotenen Handwerksleistungen dubioser Anbieter fehlt laut HWK weit überwiegend die Berechtigung. Die fragwürdigen Dienstleister sind, wenn überhaupt, tatsächlich nur mit einem Bruchteil der angepriesenen Gewerke in die Handwerksrolle bei der HWK eingetragen. Dabei sind sie jedoch zur Eintragung aller ausgeübten und beworbenen Gewerke verpflichtet.

Eine Eintragung setzt in der Regel die Präsenz eines jeweils einschlägig qualifizierten Handwerksmeisters im Unternehmen voraus – bei mehr als einem Dutzend angebotener Gewerke eine kaum zu bewältigende Anforderung. Bei so manchem dubiosen Anbieter fehlt sogar die passende Gewerbeanmeldung. Nach Ermittlungen der Handwerkskammer handelt es sich bei solchen Anbietern vielfach um reine Briefkastenadressen. Dadurch sind sie für die Kundschaft schwer erreichbar – sowohl am Telefon als auch persönlich vor Ort. Das behindert gegebenenfalls auch die Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen.

Wer wissen möchte, ob ein Anbieter in die Handwerksrolle eingetragen ist, kann sich unter Tel. 0651/207-361 an die HWK wenden. Darüber hinaus geht die Kammer auch weiteren Hinweisen nach. Jeder seriöse Handwerker kann übrigens gegenüber dem Kunden auch mit einer Handwerkerkarte seine Eintragungen bei der HWK nachweisen. Alle ordnungsgemäß eingetragenen Gewerke sind darin aufgeführt.

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Beim Sportfest in Golbach zählte auch Landrat Markus Ramers zu den Torschützen

Kall-Golbach – SC Roitzheim holte den Peters-Cup. Als sonntags abends das letzte Turnierspiel beim Sportfest des SSV Golbach zu Ende gegangen war, und die Mannschaft des SC 1928 Roitzheim den begehrten Peters-Cup gewonnen hatte, war SSV-Vorsitzender Ralph Drehsen ganz schön „platt“. Drei Tage lang hatte er bei der Traditionsveranstaltung, die zwei Jahre wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, die Fäden in der Hand gehalten.

Die Hitze jenseits der 30 Grad-Grenze hatte übers zweite August-Wochenende bei Drehsen ihre Spuren hinterlassen. Dennoch war der Vereinschef mit dem Verlauf des dreitägigen Fest-Marathons, der schon  freitags mit einem Alt-Herren-Turnier begonnen hatte, rundum zufrieden. Der Verein habe sich auf die engagierte Mitarbeit und Hilfe der Mitglieder und Akteure verlassen können. Bei ihnen, so Ralph Drehsen, werde sich der SSV sich mit einem kleinen Helferabend bedanken.

Samstags beim Turnier der Freizeitmannschaften um den “Jacobs Automobile Cup” bestach eine Mannschaft nicht nur durch ihre feuerroten Trikots, sondern auch durch eine recht prominente Spieler-Riege. Es war die Mannschaft der Kreis-SPD, in der bekannte Gesichter dem runden Leder  nachjagten.

Es waren die Kicker Landrat Markus Ramers, SPD-Kreis-Parteichef Thilo Waasem, Juso-Kreisvorsitzender Vincent Lemke sowie die Ortsvorsteher Emmanuel Kunz (Golbach) und Fabian Nowald (Urft), die mit sieben weiteren sportlichen Parteimitgliedern in das Turniergeschehen ein griffen.

Zum Turniersieg reichte es am Ende nicht. Das sei auch nicht gewollt gewesen, konstatierte Ortsvorsteher Emmanuel Kunz, nachdem die SPD-Kicker in der Vorrunde aus Gruppendritter ausgeschieden waren. „Als Team der Sozialdemokraten haben wir aus Solidarität zu den anderen Mannschaften bewusst auf sportliche Höchstleistungen verzichtet“. Der olympische Gedanke „Dabeisein ist alles“ habe mehr im Vordergrund gestanden.

Das SPD-Team verlor zwei ihrer drei Spiele. Einen 3:0 Erfolg gelang aber gegen  die Golbacher Damenmannschaft „Chicken Wins“, wobei Landrat Markus Ramers, Kreis-Parteichef Thilo Waasem und Ortsvorsteher Emmanuel Kunz die Tore schossen. Sieben  Mannschaften mit klangvollen Namen wie „Kroosartig“, „FC Hinkelbein“ oder „Chicken Wins“ hatten am Wettkampf der Freizeitmannschaften teilgenommen, der am Ende von der Golbacher Maigesellschaft gewonnen wurde.

Der SSV Golbach konnte sich am Samstag über eine große Zuschauerkulisse freuen, wobei der Wettergott es fast zu gut mit dem Verein und den vielen Besuchern meinte. Vor dem Turnier der Freizeitmannschaften hatten bereits ein Fußballspiel der Lebenshilfe gegen die Oldstars 96, sowie Turniere der Bambinis und der  F-Jugend  stattgefunden. Ein Testspiel der aktuellen A-Liga-Mannschaft des SSV Golbach gegen eine Mannschaft des VfL Vichttal hatten die Golbacher Kicker um Trainer Patrick Züll am Abend mit 0:4 Toren verloren.  Zum Ausklang am Freitag- und Samstagabend hatte DJ Archer für musikalische Unterhaltung gesorgt.

Das Sonntagsprogramm begann mit einem Turnier der F-Jugend-Mannschaften. Höhepunkt bei den Golbacher Sportfesten ist stets das sonntägliche Turnier um den Thomas-Peters-Cup, den die Mannschaft des SV Sötenich bereits fünfmal in Folge gewonnen hat. Weil der SV am diesjährigen Turnierwochenende in Golbach selbst sein Sportfest in Sötenich feierte, konnten die SV-Kicker den Peters-Cup-Dauertitel diesmal nicht verteidigen.

Den Riesenpokal entführte die Mannschaft des SC 1928 Roitzheim, die die gegnerischen Kicker der SG Dahlem Schmidtheim und der Sportfreunde 69 Marmagen-Nettersheim nach spannenden Spielen auf die Plätze zwei und drei verwiesen hatte. Im  entscheidenden Spiel der Kicker aus Roitzheim gegen die Elf der Sportfreunde aus Marmagen-Nettersheim war das entscheidende 1:0 für die Roitzheimer erst kurz vor Schluss gefallen. Der starke Keeper der Sportfreunde, Jan Heidbüchel, hatte den anstürmenden Gegner mit seinen tollen Paraden mehrfach zur Verzweiflung gebracht. Eine Niederlage konnte er dennoch nicht verhindern.

Unter lautem Jubel seiner Mannschaft und den Schlachtenbummlern aus Roitzheim nahm Spielführer Marcel Heinrichs den riesigen Siegerpokal von Stifter Thomas Peters und dem SSV-Vorsitzenden Ralph Drehsen entgegen. Die Mannschaften auf den Plätzen zwei und drei wurden mit Geldprämien bedacht, die allerdings zur Freude des SSV-Kassierers am Bierwagen in Flüssiges umgesetzt wurden.

Ein großes Lob vom SSV-Vorsitzenden Ralph Drehsen wurde auch dem Schiedsrichter des Turniers, Peter Bonczek vom Fußballkreis Bonn  zuteil, der eigens aus Bonn angereist war, nachdem der SSV Golbach im Kreis Euskirchen keinen Unparteiischen hatte auftreiben können. (Reiner Züll)