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Neuer Auftritt der Weinregion Ahr auf der ProWein vom 19. bis 21. März 2023

Ahrweiler – Ahrwinzer präsentieren sich gemeinschaftlich auf der wichtigsten Weinmesse im Jahr. Für alle Mitglieder der Weinbranche startet das Frühjahr mit der wichtigsten Messe im Bereich Wein und Spirituosen – ­der jährlich stattfindenden ProWein auf dem Messegelände in Düsseldorf.

Da diese Messe also fast direkt vor den Toren des Ahrtals liegt, war eine Teilnahme für den Ahrwein e.V., der die Interessen von 37 Betrieben an der Ahr vertritt und das überregionale Weinmarketing betreibt, nahezu selbstverständlich.

Allerdings hatten die aus der Corona Pandemie resultierenden Absagen und die letztjährige Verschiebung der Trade Fair auch vor allem deutlich gemacht, dass ein Umdenken in der Gestaltung des Ahrwein-Standes nötig wurde, um weiterhin die bestmöglichen Ergebnisse aus der von über 40.000 Fachbesucher aus 145 Ländern besuchten Messe ziehen zu können.

„Für uns stand an erster Stelle der Wunsch, auch kleineren Betrieben an der Ahr eine Teilnahme zu erschwinglichen Konditionen zu ermöglichen und von der Strahlkraft der Messe zu profitieren“, so Carolin Groß, Referentin Ahrwein, die das neue Konzept mit auf den Weg gebracht hatte. „Im Ahrwein e.V. verfügen 81 % der Betriebe über weniger als 10 ha Rebfläche und scheuen eine eigenständige Teilnahme an der Messe auf Grund des hohen Aufwandes“, so Groß.

Nur über einen Schulterschluss der Weinregion Ahr kann eine breitere Aufmerksamkeit der internationalen Fachpresse sowie der Gastronomie- und Handelsszene erzielt  und damit Erfolge in der Bewerbung der Weinregion und deren Winzern erreicht werden.

Das neue Standkonzept soll hier mehr Möglichkeiten für eine attraktive Präsentation schaffen. An einer großen Theken finden zwölf Winzer mit 24 Weinen Platz, um eine Mission zu transportieren „Die Qualität der Ahrweine ist, ungeachtet der erschwerten Bedingungen von 2020 bis heute, eine Konstante geblieben und zeigt deutliche Ambitionen zu einem stetigen Streben nach Perfektion“.

Dabei wird das Vorhaben auch durch die Kampagne „We AHR Open“ sowie den AHR- a wine region needs help for rebuilding e.V. als wertvolles Marketingprojekt unterstützt. Vorgestellt werden die Weine vor Ort vom Team des Ahrwein e.V. und zu vorab festgelegten Zeitslots sind ebenfallsdie Winzer selbst am Stand anzutreffen.

Folgende Winzer sind am Gemeinschaftsstand des Ahrwein e.V. vertreten:

Das Weingut Sermann aus Altenahr, das Weingut H.J. Kreuzberg aus Dernau, die Weingüter Kurth, Maibachfarm, Pollig & Schmidt, J.J. Adeneuer sowie die Jungwinzer Next Generation aus Ahrweiler, die Weingüter Peter Lingen aus Bad Neuenahr, die Weingüter Nelles und Stark-Linden aus Heimersheim sowie die beiden Winzergenossenschaften DAGERNOVA aus Dernau und Mayschoß-Altenahr.

Die ProWein findet in den Hallen des Messegeländes in Düsseldorf vom 19. bis 21. März 2023 jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr statt. Der Stand des Ahrwein e.V. befindet sich in Halle 1 / A36. Gesprächstermine am Stand vor Ort können gerne schriftlich über info@ahrwein.de oder telefonisch unter 02641/9171-26 angefragt werden.

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Wirtschaft

Berufsinfo-Markt in Jülich öffnet am 17. März im Berufskolleg

Jülich – Präsentiert wird eine breite Palette regionaler Ausbildungsbetriebe – Eltern herzlich willkommen. Der Berufsinfo-Markt bietet jungen Menschen Gelegenheit zum Erstkontakt mit Ausbildungsbetrieben und Institutionen. Am Freitag, 17. März, ist es wieder so weit: Dann öffnet der Berufsinfo-Markt in Jülich seine Tore von 9 bis 14 Uhr im Berufskolleg an der Bongardstraße. Der Eintritt ist frei.

Unternehmen und Jugendliche zusammenbringen ist das Ziel des Berufsinfo-Marktes und potenzielle Bewerber können sich eingehend über Ausbildungen und Praktikumsplätze informieren. Inzwischen ist der befürchtete Fachkräftemangel deutlich zu spüren und immer öfter bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt. Umso wichtiger ist es, junge Menschen mit den Unternehmen in Kontakt zu bringen und für bestimmte Berufe zu begeistern.

Von A wie Arbeitsagentur bis Z wie Zoll können sich Schülerinnen und Schüler umfassend über Ausbildung, Studium und Duales Studium informieren. Und wer bei den Betrieben nicht die „richtigen“ Informationen findet, kann sich an Agentur für Arbeit, Jobcom, IHK, Handwerkskammer Aachen und Kreishandwerkskammer Rureifel wenden. Diese vermitteln gerne in weitere Ausbildungsbetriebe.

Das Berufskolleg öffnet seine Labore und Werkstätten an diesem Tag für die Besucher. Auf jeden Fall lohnt sich der Weg in die 1. Etage, um sich vor Ort die Schulungseinrichtungen anzusehen und erklären zu lassen. Auf dem Schulhof baut die Bundeswehr ihren Info-Truck auf.

Das Amt für Kinder, Jugend, Schule, Sport der Stadt Jülich organisiert den Markt für die Kommunen des Nordkreises. Auskünfte und Begleitmaterial ist erhältlich bei Elisabeth Fasel-Rüdebusch, Organisatorin des Berufsinfo-Marktes unter ☏ 02461-63411 oder per Mail an efasel@juelich.de.

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Aus zwei mach eins – Bistum Aachen lässt seine Struktur neu ordnen

Mechernich/Schleiden – Für die Region Eifel stehen drei statt bislang sechs „pastorale Räume“, so der neue Name für „Gemeinschaft der Gemeinden“, zur Debatte: Mechernich plus Kall/Steinfeld, Schleidener Tal plus Blankenheim/Dahlem und Simmerath plus Monschau – Die rechtliche Fusion der Pfarreien ist einstweilen bis 2028 vertagt.

Entweder bleibt alles, wie es ist, oder die bestehenden sechs „Gemeinschaften der Gemeinden“ (GdG) in der Aachener Bistumsregion Eifel werden um die Hälfte auf drei reduziert. Das bedeutet, dass je zwei „GdGs“ zu einem „Pastoralen Raum“ zusammengefasst werden, so der neu definierte Begriff für größer werdende Kircheneinheiten mit immer weniger Christen und immer weniger Seelsorgepersonal.

Im Klartext: Die GdG St. Barbara Mechernich fusioniert mit der GdG Heiliger Hermann-Josef (Kall/Steinfeld/Nettersheim), Philipp Cucks Schleidener Tal mit Andreas Zülls Großraum Blankenheim/Dahlem und Monschau mit Simmerath.

Die Einheitsgrößen sollen in etwa 15.000 Einwohner betragen. Das zur Verfügung stehende hauptamtliche Kirchenpersonal pro Einheit dürfte sich im Laufe der nächsten zehn Jahre auf die Hälfte von heute einpendeln, so Pfarrer Thorsten Aymanns vom Bistum.

Im Jahre 2028 sollen die bis dahin wie die heutigen „GdGs“ noch recht unverbindlich gehaltenen „Pastoralen Räume“ dann als neue Pfarrgemeinden auch kirchen- und konkordatsrechtlich zementiert werden. Das war der Tenor einer Informationsveranstaltung, zu der das neue Regionalteam aus Regionalvikar Wieslaw Kaczor, dem gewählten Ehrenamtlichen-Vertreter Erich Dederichs und Gemeindereferent Georg Nilles hauptamtliches Kirchenpersonal und ehrenamtliche Gremiumsmitglieder am Dienstagabend ins Forum der bischöflichen Clara-Fey-Schule Schleiden eingeladen hatten.

Pater Wieslaw für „große Lösung“

Etwa 50 Versammlungsteilnehmer wurden gezählt. Die GdG Mechernich war personell stark vertreten durch die Seelsorgerinnen Cordula Waberczek, Doris Keutgen, Pfarrer Georg Stephen Rayappan Packiam und Diakon Manfred Lang. Es gab zahlreiche Fragen, Anregungen und Bedenken. Die Stimmung wirkte insgesamt bedrückt, um 21.30 Uhr musste der Veranstaltungsort geräumt werden.

Welche der beiden zur Diskussion gestellten Zukunftslösungen genommen wird, sollen die noch existierenden Gremien in den noch existierenden Pfarrgemeinden und GdGs sowie anschließend Räte auf Regional- und Bistumsebene entscheiden. Es werde in jedem Fall nichts anderes vom Bischof beschlossen, als Vorschläge aus den Gemeinden, beteuerte Pfarrer Aymanns.

Regionalvikar Pater Wieslaw Kaczor SDS plädierte einstweilen für die „große Lösung“, also aus zwei Gemeinschaften der Gemeinden jeweils eine zu machen: „Sonst sitzen wir in fünf Jahren wieder da und müssen welche zusammenlegen.“

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Top-Events

Musik aus Köln zum Internationalen Frauentag am 11. März in der Kaiserhalle Burgbrohl

Ahrweiler/Burgbrohl – Gleichstellungsbeauftragte lädt zum Konzert in Kaiserhalle Burgbrohl ein. „Zartschmelzend wie Schokolade und feurig wie roter Pfeffer – das ist ‚Choco con Chili‘.“ Unter diesem Namen haben sich vier Musikerinnen aus Köln zusammengefunden, die am Samstag, 11. März 2023, in der Kaiserhalle Burgbrohl zu hören und zu sehen sind. Dazu lädt Rita Gilles, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ahrweiler, gemeinsam mit Merida e. V. und Frauen für Frauen e. V. ein. Anlass ist der jährlich stattfindende Internationale Frauentag am 8. März.

Nach ihrem Auftritt am Frauentag 2018 gastiert die Band bereits zum zweiten Mal aus diesem Anlass im Kreis Ahrweiler. „Choco con Chili“ sind Melli Vauth (Gesang, Violine, Ukulele), Britta Schmitz (Drums), Denni Petrat (Akkordeon) und Caro Born (Percussion). Sie bieten ein Repertoire aus Melodien und traditionellen Liedern von verschiedenen Kontinenten sowie Eigenkompositionen. Auch mit der Auswahl ihrer Instrumente treten sie eine musikalische Weltreise an: Akkordeon, Ukulele, Violine und Percussion-Instrumente.

Für das leibliche Wohl sorgt Merida e. V. mit türkischen Spezialitäten, deren Erlös an Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien geht. Die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf des Frauen für Frauen e. V. fließen in die Arbeit der Frauenberatungsstelle und des Frauenhauses Ahrweiler.

Das Konzert in der Kaiserhalle beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Als Parkflächen stehen die öffentlichen Parkplätze in der Nähe der Halle zur Verfügung. Tickets sind für zwölf Euro an der Abendkasse erhältlich. Kartenreservierung ist bei Rita Gilles (E-Mail-Adresse Rita.Gilles@kreis-ahrweiler.de, Telefon 02641/975-349) oder Kornelia Müller (E-Mail-Adresse Kornelia.Mueller@kreis-ahrweiler.de, Telefon 02641/ 975-392) möglich.

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Kunst & Kultur

Stadt Zülpich verleiht zum vierten Mal den „Heimat-Preis“ – Preisgeld in Höhe von 5000 Euro

Zülpich – Mit dem „Heimat-Preis“ rückt die Landesregierung seit 2019 in den nordrhein-westfälischen Kreisen, Städten und Gemeinden alljährlich herausragendes Engagement in den Fokus der Öffentlichkeit. Bereits zum vierten Mal wurde jetzt der „Heimat-Preis“ der Stadt Zülpich verliehen. In der ersten Ratssitzung des Jahres 2023 konnte Bürgermeister Ulf Hürtgen den „Heimat-Preis 2022“ und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 5000 Euro zu gleichen Teilen an drei Preisträger vergeben. Der Verein „FairZülpich“, die St.-Sebastianus Schützenbruderschaft Mülheim-Wichterich und Carl-Friedrich Jacobs duften sich jeweils über eine Trophäe aus Glas und Holz, eine Urkunde sowie ein Preisgeld in Höhe von 1666,67 Euro freuen. So hatte es der Stadtrat in der vorangegangenen Ratssitzung einstimmig beschlossen.

An den Verein „FairZülpich“ wurde der „Heimat-Preis“ für das von ihm ehrenamtlich betriebene „Fair- Café“ vergeben, das zur Belebung der Zülpicher Innenstadt beträgt und mit seinem Angebot an fair gehandelten Produkten auch die kulturelle Vielfalt fördert. Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Mülheim- Wichterich wurde für ihre inzwischen seit mehr als 16 Jahren währende Unterstützung des DRKOrtsvereins Zülpich bei der Organisation und Durchführung der Blutspende-Termine in Zülpich mit dem „Heimat-Preis“ bedacht. Und im Fall von Carl-Friedrich Jacobs, dem langjährigen Leiter des Ortsarbeitskreises Zülpich im Kreisverband Natur- und Umweltschutz (KNU), wurde dessen seit mittlerweile mehr als 50 Jahren währendes Engagement zum Erhalt und zur Entwicklung des Natur-, Arten- und Kulturlandschaftsschutzes im Stadtgebiet Zülpich mit dem „Heimat-Preis“ gewürdigt. Bürgermeister Ulf Hürtgen bedankte sich bei den Preisträgern für deren beeindruckendes Engagement.

„Es ist schön, zu sehen, dass wir in unserer Stadt so viele Vereine und ehrenamtlich engagierte Menschen haben, die sich in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen“, so Hürtgen. „Mit ihrem Engagement stärken Sie unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft in vielfältiger Art und Weise.“

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„Ins gelobte Land, die Eifel…“

Blankenheim/Mechernich – In aller Stille feierte Pfarrer Gregor Stepkes (94) im Seniorenheim „Haus Effatta“ der Communio in Christo in Blankenheim am Dienstag sein 70. Weihejubiläum. Er erzählte von seiner Kindheit und Jugend in einem durch und durch katholischen Elternhaus – und auch von der Schuld und Unzulänglichkeit, die ein so langes Leben als Seelsorger zwangsläufig nach sich ziehe.

Der gebürtige Krefelder war am 28. Februar 1953 im Hohen Dom zu Aachen von Bischof Johannes Joseph van der Velden mit 22 anderen Diakonen zum Priester geweiht worden. Stepkes, von dessen fünf Geschwistern ein anderer ebenfalls Priester und der jüngste Bruder Johannes Ständiger Diakon wurde, ist der letzte des Weihejahrgangs, der noch lebt.

Zu seinem Gnadenpriesterjubiläum besuchten ihn unter anderem Father Jaison Thazhathil, der Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo aus Mechernich, dessen Stellvertreter, der Mechernicher Diakon Manfred Lang, und Spiritual Pater Rudolf Ammann ISch aus Blankenheim.

Das Eiserne und Diamantene Priesterjubiläum hatte Gregor Stepkes noch in der Pfarrkirche Alendorf unter anderem mit den Aachener Weihbischöfen Karl Reger und Dr. Johannes Bündgens sowie seinem Freund Generalsuperior Karl-Heinz Haus feiern können. Reger, der heutzutage in einem Altenheim in Gemünd lebt, war seinerzeit Kaplan bei Pfarrer Stepkes in Viersen.

„Wege Gottes geheimnisvoll“

„Die Wege Gottes sind für Menschen ein Geheimnis“: Mit diesem Zitat ehrte Generalsuperior Jaison Thatzathil den Zitatgeber selbst, Pfarrer Gregor Stepkes, als er vor fünf Jahren die Festpredigt beim Eisernen Weihejubiläum hielt: „Wir freuen uns sehr und wir sind alle sehr stolz auf Sie, dass Sie solange durchgehalten haben und wir heute Gott danken, dass Er uns einen so guten Hirten gegeben hat.“

Pfarrer Gregor Stepkes berichtete den Besuchern der Communio in Christo an seinem Weihetag von der Kindheit und der Zuneigung unter den Geschwistern. Seine Schwester Maria Fidelis lebte bis vor kurzem ebenfalls noch im „Haus Effatta“ der Communio.

Ein Leben, das ganz Gott geweiht ist, sei nicht ein Zustand, den man in einem Moment erreichen könne. Glaube sei ein Prozess. Wie das Gold im Feuer gereinigt werde, so werde der Glaubende im irdischen Leben geprüft. Das Licht, das Pastor Stepkes auch im 95. Lebensjahr noch ausstrahle, sei sein tiefer Glaube an Christus, der ihn zu seinem Dienst berufen habe, so Thazhathil.

Pastor Gregor Stepkes lernte Mutter Marie Therese, die Gründerin der Communio in Christo, und ihr außerordentliches Charisma schon in den 70er Jahren kennen. Als Konsequenz daraus entschied er sich 2008, in das von der Mutter gegründete Haus „Effata“ nach Blankenheim zu gehen: „Dort habe ich die Zeit, die Schriften der Mystikerin Mutter Marie Therese tiefer zu studieren, denn in ihren Schriften spricht Gottes Stimme zu uns.“

Vater von Nazis abgesetzt

Stepkes‘ Ruf zum Priesteramt sei in der Nazizeit an ihn gedrungen. Sein Vater Johannes wurde von den Nationalsozialisten als Bürgermeister der Stadt Kleve abgesetzt, weil er nicht Mitglied der NSDAP werden wollte. Es folgten entbehrungsreiche Jahre, in denen eine willkürlich Bekannte, eine Köchin, und ein mit dem Vater befreundeter Rechtsanwalt die Familie vor dem ökonomischen Ruin bewahrten.

„Ich wollte einen Beruf haben, der auch dann noch Bestand hat, wenn sie mich nackt ausziehen und in den Gasofen jagen“, sagte Pastor Stepkes in einem Interview mit der Agentur ProfiPress: „In der Nazizeit lernte ich von meinen Eltern Gottvertrauen. Der Glaube kam für uns nicht von außen, sondern war Ausdruck eines tiefen Lebensgefühls.“

Aus den Erfahrungen in der Nazizeit heraus sei er Priester geworden. Und so besuchte Gregor Stepkes das Priesterseminar in Aachen und wurde 1953 zum Priester geweiht. Als Kaplan kam er nach Viersen. Später trat er seine zweite Stelle als Kaplan in Rheydt in der Herz-Jesu-Gemeinde an.

Dort wurde Pfarrer Stepkes unter anderem für sechs Jahre Seelsorger der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) bis 1968. Father Jaison: „Dann ging er für 25 Jahre als Pfarrer nach Sankt Josef und zusätzlich als Dechant nach Viersen. 1993 verließ er alles und kam ins gelobte Land – in die Eifel.“

„Stimme Gottes spricht zu uns“

Zur Priesterweihe am 28. Februar 1953 wählte Gregor Stepkes einen Vers aus der Geheimen Offenbarung: „Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm: Und wen dürstet, komme. Und wer will, empfange lebendiges Wasser umsonst.“

Am 23. Februar 1971 legte Gregor Stepkes das Ewige Versprechen in der Priestergemeinschaft Unio Jesus Caritas ab und am 1. September 1977 in Mechernich-Holzheim die Versprechen in die Hände von Mutter Marie Therese. Gregor Stepkes glaubt an ihr außerordentliches Gründungscharisma – bis heute: „In ihren Schriften spricht die Stimme Gottes zu uns.“

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Neue kostenfreie Telefonhotline zur Beratung über die Energie-Preisbremsen geht an den Start

Region/Berlin – Ab dem 1. März 2023 stellt die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) über die dena eine kostenfreie Telefonhotline zur Beratung über die Energiepreisbremsen unter der Nummer 0800-78 88 900 zur Verfügung. Mit dieser Hotline können sich alle Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen über die Funktions- und Wirkungsweise der Strompreis-, Gaspreis- und Wärmepreisbremse informieren.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Stefan Wenzel: „Die Preisbremsen sind so gestaltet, dass sich das Energiesparen lohnt und Verbraucherinnen und Verbraucher, kleine und mittlere Unternehmen sowie Industrie vor steigenden Energiekosten geschützt werden. Die Preisbremsen sind einfach und pauschal. Mit diesem Angebot einer Telefonhotline wollen wir es noch einfacher machen, die Entlastungen und Energieeinsparanreize der Strompreis-, Gaspreis- und Wärmepreisbremse zu verstehen und allgemeine Fragen hierzu in kompetenter Weise beantwortet zu bekommen.“

Das BMWK hat der dena den Auftrag erteilt, die Hotline ab dem 1. März 2023 zu betreiben. Diese Hotline ist ab sofort unter der Telefonnummer 0800-78 88 900 zu erreichen.

Darüber hinaus werden weiterhin alle Antworten auf häufige Fragen (FAQ) sowie Informationen zur Wirkungsweise der Energiepreisbremsen auf der zentralen Seite des BMWK unter

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/strom-gaspreis-bremse.html bereitgestellt.

Die Hotline berät auch über die allgemeinen Fragen zur Abschöpfung von Zufallsgewinnen im Rahmen der Strompreisbremse, damit betroffene Anlagenbetreiber eine möglichst vollständige und korrekte Eigenerklärung abgeben. Das hierfür erforderliche Excel-Tool für die erstmals für den Abrechnungszeitraum 1.12.22 bis 31.3.23 einzureichende Eigenerklärung wird in Kürze durch die Übertragungsnetzbetreiber bereitgestellt.

 

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Internationaler Tag des Artenschutzes am 3. März – Landwirtschaft trägt wesentlich zum Artenschutz bei

Region/Koblenz – Die Landwirtschaft und der Weinbau tragen mit der Offenhaltung von Flächen zum Artenschutz bei. „Was wir hier in Rheinland-Pfalz, einem Waldland, nicht benötigen, ist noch mehr Wald. Der Artenschutz und mit ihm die Artenvielfalt wird deutlich unterstützt, wenn Bauern und Winzer ihre Bewirtschaftungsflächen weiterhin erhalten und pflegen“, macht der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Ökonomierat Michael Horper, deutlich.

Der Apollofalter im Weinbau, Braunkehlchen, Lerchen in der Landwirtschaft – viele Tiere würden ohne die Arbeit der Bauern- und Winzerfamilien aussterben. Es müsse das Ziel der Gesellschaft sein, ihre Bauern- und Winzerbetriebe zu erhalten und ihnen in Zukunft weiterhin ein wirtschaftliches Einkommen zu ermöglichen. Die Landwirtschaft sei bereit, so Horper, Umwelt- und Naturschutzleistungen zu erbringen. Bereits heute würden in Rheinland-Pfalz rund 40 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Aspekte bewirtschaftet. Das sei enorm und zeige den Einsatzwille der Bauern und Winzer für den Artenschutz.

Eine klare Absage erteilt der Bauernpräsident den Plänen der EU, u.a. den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Naturschutzgebieten völlig zu verbieten: „Erstens würde sich damit die Landwirtschaft gerade aus den Gebieten, die dringend offengehalten werden müssten, zurückziehen und zweitens würden die Landwirte ohnehin sehr sensibel mit Schutzmitteln umgehen. Gerade die ausgebildeten und studierten Landwirte haben den Umgang mit Pflanzenschutzwirkstoffen von der Pike auf gelernt. Naturschutz funktioniert mit den Landwirten, ihnen die Arbeitsgrundlage zu entziehen ist keine Lösung und würde überdies die Artenvielfalt tatsächlich schädigen. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen.“

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Wirtschaft

Forum junges Handwerk Trier startet im Jubiläumsjahr neu durch

Region/Trier – Im 40. Jahr nach seiner Gründung hat der Verein Forum junges Handwerk Trier erneut ein attraktives Programm aufgelegt. Ins Jubiläumsjahr startet das Netzwerk junger Handwerker und Handwerkerinnen nach coronabedingter Pause fast ausschließlich mit Präsenzveranstaltungen. Während der Hochphase der Pandemie hatte der Zusammenschluss von Handwerksbetrieben aus der Region Trier seine Aktivitäten auf Online-Veranstaltungen konzentriert.

Virtuelles Fitnesstraining, Weiterbildungsseminare, sogar eine Wein- und eine Bierprobe hatte der Verein virtuell auf die Beine gestellt. Jetzt kommen die „analogen“Treffen unter der Flagge von Geschäftsführer Christian Neuenfeldt und der Vereinsvorsitzenden Nadine Knauff wieder in Fahrt. Zum nächsten Event am 17. April sind die Mitglieder in die Trierer Bar 18ZWO eingeladen. Dort verspricht das geplante Cocktailseminar einen bunten Mix aus neuen Geschäftskontakten, exotischer Kulinarik und guter Stimmung.

Kontakte knüpfen, sich gemeinsam weiterbilden und gegenseitig aushelfen, Tipps austauschen und die Geselligkeit pflegen – dieses Patentrezept besteht bereits seit der Gründung des Vereins vor 40 Jahren. Um gemeinsame Ideen und Ziele zu verfolgen, hatte bereits der Vorstand um den damaligen Klavierbauer und Vereinsvorsitzenden Klaus Hübner auf den persönlichen Austausch, regelmäßige Kontaktpflege und gesellige Veranstaltungen gesetzt. Das Prinzip funktionierte damals wie heute. So wird das Netzwerk am 30. September seine Mitgliederversammlung nutzen, um im Rahmen der Jubiläumsfeier auf die Vereinsaktivitäten der letzten vier Jahrzehnte zurückzublicken.

„Endlich können wir die Coronazeit nachhaltig hinter uns lassen und uns wieder persönlich treffen. Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass wir unser Jubiläum im September gemeinsam feiern können. Denn bei uns stehen Kontakte, Kooperation und Freundschaft im Vordergrund. Daher ist der persönliche Austausch in unserem Kooperationsnetzwerk so wichtig«, sagt die Vereinsvorsitzende Nadine Knauff. „In lockerer Atmosphäre lässt es sich einfach besser netzwerken.“

Das gilt etwa für die Vergabe von Aufträgen. Forumsmitglieder empfehlen einander bei Kunden und erteilen sich gegenseitig Aufträge. Unternehmerische Themen wie Informationen über Ausschreibungen von Bauprojekten und Architekten oder tagtägliche Probleme wie die Zahlungsmoral von Kunden stehen bei den Gesprächen im Mittelpunkt. Themen wie beispielsweise Mitarbeiterführung, Terminmanagement oder Umgang mit Kunden greift der Verein dann in Form von Seminaren für die Mitglieder auf. Die konkrete Weiterbildung seiner Mitglieder fördert das Forum auch in enger Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer.

Auf dem Programm stehen etwa gemeinsame Veranstaltungen oder Messebeteiligungen – in diesem Jahr richtet das Forum wieder die ÖKO-Messeparty aus –, aber auch die Nutzung des Fort- und Weiterbildungsangebots der HWK. Ganz oben steht jedoch das gesellige Beisammensein mit gemeinsamen Besichtigungen und Wochenendfahrten zur Vertiefung persönlicher Kontakte.

„Gemeinsam feiern, aber auch das gemeinsame Lösen von Problemen – all das sind Dinge, die wir im Verein vermitteln wollen, die wir in den vergangenen Jahren aber auch zusammen umgesetzt haben«, sagt Oliver Zock, stellvertretender Vorsitzender des Junghandwerkervereins. „Egal ob beim gemeinsamen Kegeln, beim gemeinsamen Sport, auf der Jahresreise oder bei den Betriebsbesichtigungen: Der Zusammenhalt ist spürbar, und das macht diesen Verein aus.“

Verein

Das Forum junges Handwerk Trier e. V. ist ein Netzwerk für Führungskräfte und Unternehmer sowie Unternehmerinnen im Handwerk. Der Verein wurde am 29. Juli 1983 in Trier gegründet. Angesprochen sind alle selbständigen Handwerker der Region Trier als auch Handwerker, die eine Selbständigkeit anstreben sowie Gesellen und Angehörige, die eine unternehmerische Funktion ausüben. Der Verein hat derzeit 130 Mitglieder sowie rund 20 Förderer bzw. Netzwerkpartner. Wer sich für eine Mitgliedschaft im Netzwerk interessiert, ist herzlich eingeladen, an einer Veranstaltung des Junghandwerks teilzunehmen und dort Kontakte zum Verein zu knüpfen.

Das Mitgliederverzeichnis ist auf der Homepage unter www.junghandwerk-trier.de veröffentlicht. Aktuelle Neuzugänge: Annika Goebel (Elektro Goebel), Alexander Ivanov (Ingenieurbüro für Statik und Konstruktion), Daniel Klein (DK Dienstleistungen Abbruch), Michael Schenk (Schenk Pumpenservice), Felix Walkembach (Joh. Pet. Lay GmbH) und Maximilian Ferring (Albert Buschmann e. K.)

Kontakt

Forum junges Handwerk Trier e. V., Geschäftsstelle: Handwerkskammer Trier, Christian Neuenfeldt, Loebstraße 18, 54292 Trier, Tel. 0651 207-132, E-Mail: junghandwerk@hwk-trier.de, www.junghandwerk-trier.de

Jahresprogramm 2023 (Auszug)

  1. April: Cocktail-Seminar im 18ZWO, Trier
  2. Mai: Messeparty auf der ÖKO 2023, Trier
  3. Mai: Drei Betriebe vor Ort und ein „quanter“ Bus
  4. Juni: Musikalischer Stammtisch mit Kai Sonnhalter
  5. September: Veranstaltung »40 Jahre Junghandwerk« inklusive Mitgliederversammlung
  6. Oktober: Seminar: Was zeichnet einen guten Ausbildungsbetrieb aus?

Oktober: Bayerischer Stammtisch / Besuch des Oktoberfests in Riol

  1. bis 26. November: Jahresreise nach Köln
  2. Dezember: Abschlussveranstaltung in der Baumschule Bösen
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Koblenzer Klimastraße dient als Blaupause für andere Kommunen

Region/Mayen-Koblenz – Die evm zieht Bilanz des Pilotprojekts – Wirksamer Beitrag zur Nachhaltigkeit. Erlebbarer Nutzen durch Smart-City-Anwendungen: Die Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) hat mit Unterstützung des Stadtwerke-Verbunds Thüga das Smart-City-Reallabor „Klimastraße“ in Koblenz erfolgreich betrieben. Die Erkenntnisse dienen als Blaupause für weitere Unternehmen und Kommunen.

Die evm hatte 2020 in der Löhrstraße und am Peter-Altmeier-Ufer in Koblenz das Reallabor „Klimastraße“ aufgebaut und anschließend 18 Monate lang betrieben. Dort testete sie sieben Smart-City-Anwendungen auf technische und wirtschaftliche Machbarkeit sowie Nachhaltigkeit: allen voran die Belegungserfassung von Parkplätzen mithilfe von Overhead- und Bodensensoren. „Wir wollten eine Smart City für die Bürger erlebbar machen und viele Anwendungsbereiche an einem Ort vereinen“, erläutert evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz das Ziel. Im Rahmen des Projekts konnten evm und Thüga viele Erkenntnisse gewinnen, wie Kommunen konkret von innovativen Anwendungen profitieren können.

In der Klimastraße hatte die evm Overhead-Sensoren, die jeweils bis zu hundert Parkplätze erfassen können, an Laternen angebracht. Zusätzlich wurden Bodensensoren in die Parkbuchten eingelassen. Die Sensoren sind mit spezieller Funktechnik ausgestattet. Weithin sichtbare digitale Displays zeigen aufgrund der erfassten und entsprechend aufbereiteten Daten verfügbare Parkplätze an. Überdies erleichtert die von evm entwickelte Parkplatz-App die Parkplatzsuche. Übergeordnetes Ziel von Smart Parking ist die Reduktion des Parksuchverkehrs. Dies senkt CO2-Emissionen, erhöht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und sorgt für weniger Stress und Zeitverlust bei der Parkplatzsuche.

„Die Akzeptanz für Smart City bei den Bürgerinnen und Bürgern ist groß, das hat uns insbesondere die Umfrage zum Smart-Parking-Projekt gezeigt“, sagt David Langner, Oberbürgermeister von Koblenz. „Daher werden wir auch nach Abschluss des Reallabor-Projektes alle Installationen weiterhin betreiben. Im Projekt ist uns noch bewusster geworden, wie wichtig der Schulterschluss zwischen uns und der evm ist. Nur gemeinsam können wir den Weg zur Klimaneutralität gehen.“

Neben Smart Parking wurden weitere Smart-City-Anwendungen in der Klimastraße getestet: Bodenfeuchtemessung zur optimalen Bewässerung, Verkehrszähler, Füllstandsmessung für Müllbehälter, Messung der Luftqualität, sowie Glättemeldeanlagen. Zum Einsatz kamen verschiedene Sensoren, die mit unterschiedlicher Funktechnik ausgestattet waren, die wiederum über das Internet vernetzt sind.

Nun zieht die evm Bilanz: Die Klimastraße hat alle Erwartungen erfüllt. Die technische Machbarkeit ist für alle Anwendungen gegeben, einzig Laternenladen schied aus regulatorischen Gründen aus. „Der Markt für IoT-Anwendungen wird in den kommenden Jahren weiter wachsen“, sagt Josef Rönz, Vorstandsvorsitzender der evm. „Als kompetenter Partner der Kommunen wollen wir die Region mit diesen Lösungen weiter nach vorne bringen.“ Da viele Anwendungsfälle dazu dienen, die Effizienz zu steigern, leisten sie einen Beitrag zur Nachhaltigkeit von Kommunen – beispielsweise, indem Ressourcen wie Streusalz oder Wasser gezielter und sparsamer eingesetzt werden. Auf Basis der Daten aus den Sensoren kann eine Kommune außerdem Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren ableiten. Daraus ergibt sich wiederum der Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger: die sichere, saubere und damit lebenswerte Kommune.

Weitere Informationen: www.smartmacher.evm.de