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Glasfaser bis ins Haus – Wichtiger Meilenstein für Mechernich

Mechernich – Über 5.600 Haushalte in Mechernich-Mitte, Kommern und Satzvey werden in diesem Jahr an die Datenautobahn angeschlossen – Den eigenwirtschaftlichen Ausbau übernimmt die GlasfaserPlus, ein Gemeinschaftsunternehmen der Telekom und eines australischen Pensionsfonds.

In diesem Jahr steht in Mechernich ein wichtiger Meilenstein in Sachen Digitalisierung an: Die GlasfaserPlus startet mit dem weiteren Ausbau eines modernen Glasfasernetzes bis ins Haus (FTTH). Über 5.600 Haushalte in Mechernich-Mitte und den Ortsteilen Kommern und Satzvey werden an die Datenautobahn angeschlossen.

Für Mechernichs Ersten Beigeordneten, Thomas Hambach, ist das grundsätzlich eine richtig gute Maßnahme. Gleichzeitig hat er das gesamte Stadtgebiet im Blick. „Wir möchten den Glasfaserausbau auch in allen anderen Ortsteilen bis in jedes Haus vorantreiben“, so Hambach. Dafür ist die Stadt allerdings auf Fördermittel angewiesen. Für die will man sich gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen und den anderen Kreis-Kommunen bewerben, um die Erfolgschancen zu steigern.

72 Kilometer Glasfaser

Die GlasfaserPlus, ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und dem australischen Pensionsfonds IFM, betreibt den jetzigen Ausbau unterdessen auf eigene Kosten. Denn das Unternehmen wurde gegründet, um das Glasfasernetz im ländlichen Raum auszubauen. Daher wird das Netz ohne sogenannte Vorvermarktungsquoten ausgebaut. Das heißt, unabhängig von der Anzahl der vorab angemeldeten Glasfaseranschlüsse in Mechernich wird der Ausbau auf jeden Fall durchgeführt und eine hohe Summe ohne Eigenbeteiligung der Gemeinde in die Infrastruktur investiert.

Bei der Verlegung der Glasfaserkabel kann die GlasfaserPlus teilweise vorhandene Infrastrukturen der Telekom nutzen. Damit besteht für sie die Möglichkeit, die Bauvorhaben in kürzerer Zeit und mit einer geringeren Belastung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu realisieren, heißt es aus dem Mechernicher Rathaus. Während der aktuellen Projektphase wird Glasfaser auf einer Strecke von 72 Kilometern verlegt.

Die GlasfaserPlus baut und betreibt das Netz und stellt dies diskriminierungsfrei allen interessierten Anbietern zur Verfügung. Diese Partner übernehmen die Bereitstellung der Endkundenprodukte (Internet, Telefon, TV). Aktuell bestehen entsprechende Vereinbarungen mit der Deutschen Telekom und der Plusnet aus der EnBW-Gruppe. Gespräche mit weiteren Partnern – sowohl mit großen, bundesweiten als auch mit kleineren, lokalen Anbietern – laufen bereits.

Wirtschaftsförderung gibt Antworten

In Mechernich sind die Tarife der Deutschen Telekom über www.telekom.de/glasfaser oder die Hotline 0800 – 330 2090 buchbar. Diese Buchung löst einen Prozess aus, in dem die erforderliche Zustimmung des Grundstückseigentümers für die Bauarbeiten auf Privatgrund und den Anschluss des Hauses an das FTTH-Netz eingeholt und der Hausanschluss dann gebaut wird. Der Anschluss des Hauses ist bei Buchung eines Tarifes bis zum Ende der Bauzeit kostenlos. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohneinheiten, einen kostenlosen Hausanschluss zu buchen.

Für Fragen rund um den Glasfaserausbau steht Christian Habrich von der Mechernicher Wirtschaftsförderung unter Telefon (02443) 49-4221 oder E-Mail c.habrich@mechernich.de zur Verfügung.

 

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Frühlingserwachen in Wittlich vom 3. bis 5. März – Erster Verkaufsoffener Sonntag

Wittlich – Ein aufregendes Wochenende steht den Bewohnern und Besuchern von Wittlich am Wochenende vom 3. – 5. März bevor. Der Wittlicher Wochenmarkt eröffnete am Freitag , 3. März ab 8 Uhr am Platz an der Lieser. Bis 14:30 Uhr hatten hier Besucher die Möglichkeit, frische Produkte von regionalen Erzeugern für den täglichen Bedarf zu erwerben. Im Angebot fanden sich Obst, Blumen, Gemüse, Eier, Geflügel, Honig, Backwaren, Olivenöl, Pasta, Fleisch und Wurst.

Am Samstag (11-16 Uhr) öffnen verschiedene Stände und bieten folgende Produkte an: Frisch gemixte Cocktails, Kibbelingfisch mit verschiedenen Soßen und „dicke“ Fritten, Bratwurst und andere Leckereien stehen für die Gäste und Besucher*innen bereit. Der Frühlingsmarkt öffnet ab 12 Uhr auf dem Platz an der Lieser. Das Warenangebot umfasst von Osterdekorationen über saisonale Handarbeiten bis hin zu selbstgenähter Kinderkleidung ein passendes Sortiment für die anstehende frühlingshafte Jahreszeit.

Auf dem Marktplatz wird das Angebot ergänzt durch Cocktails, Blumen, Obst, Wittlicher Wein, Kibbelingfisch, Fritten und Bratwurst. Die Stände sind von 12 – 18 Uhr geöffnet.

Am Sonntag haben die Besucher dann noch die Möglichkeit durch die Einkaufsstraßen in Wittlich zu schlendern. Passend zum Frühlingsmarkt und anlässlich des ersten Verkaufsoffenen Sonntages dekorieren die Einzelhändler ihre Läden und Verkaufsflächen mit bunten Blumen. Die Geschäfte öffnen von 13 bis 18 Uhr die Türen.

Auch an allen drei Tagen ist rund um das große Treiben für das leibliche Wohl der Besucher im Wittlicher Innenstadtgebiet bestens gesorgt. Zahlreiche Restaurants und Cafés locken mit ihrem erstklassigen Angebot und Service. Im Stadtkern erwarten die Besucher rund 1.250 kostenfreie Parkplätze in Innenstadtnähe.

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Tourismus

„We AHR open“- Kampagne nominiert für German Brand Award

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die „We AHR open“-Kampagne des Ahrtal-Tourismus sorgt weiter deutschlandweit für Aufmerksamkeit. Jetzt ist auch der German Brand Award, der reichweitenstärkste deutsche Marketingpreis, auf die Kampagne aufmerksam geworden und hat diese für 2023 nominiert. „Für uns ein schönes Zeichen, dass unser Ziel, das Ahrtal als Tourismus-Destination wieder ins Bewusstsein zu bringen, mit unserer We AHR open-Strategie genau in die richtige Richtung geht“, freut sich David Bongart, Projektleiter Tourismus-Konzept beim Ahrtal-Tourismus.

Nach der Flut 2021 sei vielerorts der Eindruck entstanden, das Ahrtal sei als touristische Region sowie als potenzieller Wohn- und Arbeitsort von der Bildfläche verschwunden. Mit der Kampagne „We AHR open“ möchte der Ahrtal-Tourismus den Menschen die entstandene Zurückhaltung nehmen und sie herzlich ins Ahrtal einladen. „Noch lange nicht fertig, aber offen und froh über Deinen Besuch“ heißt daher auch der zentrale Slogan. „Wir zeigen auf, welche Möglichkeiten das Ahrtal wieder bietet. Es ist eine einfache und klare Botschaft, die so nur das Ahrtal für sich beanspruchen kann: Das Ahrtal ist wieder für euch da!“, so Bongart.

Die Nominierung des German Brand Award hat der Ahrtal-Tourismus gerne angenommen und bewirbt sich nun um den renommierten Preis. Der German Brand Award würdigt jährlich Unternehmen, Agenturen, Dienstleister und Marketeers aus allen Branchen, aber auch nichtkommerzielle und staatliche Organisationen, die durch eine vorbildliche Markenführung, nachhaltige Kampagnen und außergewöhnliche Marketingprojekte aus dem Wettbewerb herausragen. Im Frühjahr wird sich zeigen, ob die „We AHR open“-Kampagne die Jury überzeugen konnte und bei der Preisverleihung im Juni in Berlin ausgezeichnet wird.

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Kunst & Kultur

Eifeler Musikfest 2023 – Tradition bewahren, Neues wagen

Euskirchen – Vom Eifeler Abend über das Kaffeehauskonzert bis zum Festkonzert: Hochkarätiges Programm beim 75. Musikfest in Steinfeld – Viele Eifel-Akzente – Nach drei Jahren „Corona-Zwangspause“ dürfen sich alle Musikliebhaber in diesem Sommer auf die 75. Auflage des renommierten Eifeler Musikfestes im Kloster Steinfeld freuen.

Vom 2. bis 4. Juni erwartet die Besucher ein ebenso hochkarätiges wie abwechslungsreiches Festival im einmaligen Ambiente des Klosters – vom Eifeler Abend über Kaffeehausmusik bis hin zum Festkonzert in der Basilika.

„Das wird ein ganz besonderes Musikfest“, freut sich Landrat Markus Ramers, der zugleich Vorsitzender des Kreises der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld ist. „Wir holen nicht nur den 75. Geburtstag des Musikfestes nach, wir feiern gleichzeitig das 50-jährige Bestehen des Chores an der Basilika und – mit zwei Jahren Verspätung – das 900-jährige Jubiläum des Klosters.“ Angesichts dessen haben der Kreis Euskirchen und der Förderkreis als gemeinsame Veranstalter ein Programm zusammengestellt, das sowohl die Tradition des etablierten Musikfestes untermauert, gleichzeitig aber auch neue Akzente setzt.

„Wir sind sicher, dass wir mit dem Programm 2023 Tradition und Moderne zu einer Einheit zusammenführen“, so Ramers, der sich besondere über den Eifel-Schwerpunkt des Festivals freut.

Personifiziert wird der neue Weg durch den neuen Intendanten Erik Arndt als Nachfolger von Hans-Peter Göttgens, der das Festival über Jahrzehnte geprägt hat.

„Wir wollen neue Musikfreunde für unser Festival gewinnen“, betont Erik Arndt – und er setzt gleich am Freitag, 2. Juni, 19 Uhr, ein Ausrufezeichen. Unter dem Motto „Musik im Schafstall“ wird der ansonsten klassische Charakter des Festes um neue Akzente erweitert. Für die Premierenauflage des „Eifeler Abends“ konnten mit Hannes Schöner und Günter Hochgürtel zwei bekannte und renommierte Musiker und Liedermacher gewonnen werden. Beide versprechen einen kurzweiligen Abend zum Zuhören, Lachen und Mitsingen – handgemacht und authentisch.

Das „i-Tüpfelchen“ an diesem Abend liefert der bekannte Poetry-Slammer Julius Esser, der den Besuchern eine mitreißende Wort- und Textperformance verspricht. Zuletzt hatte der junge Zülpicher beim Festakt zum 50-jährigen Jubiläum des Kreises Euskirchen für Begeisterung gesorgt. Der „Schafstall“ taucht damit erstmals als Veranstaltungsort beim Eifeler Musikfest auf. Er bietet nach Überzeugung der Programmplaner genau das richtige Ambiente für den Eifeler Abend, da das Publikum hier auf Tuchfühlung mit den Künstlern gehen kann.

Am Samstag, 3. Juni, 19 Uhr, erwartet die Gäste eine musikalische Zeitreise in die Zeit des Barock. In der ehemaligen Klosterbibliothek erlebt das legendäre Kaffeehaus von Gottfried Zimmermann in Leipzig eine Wiedergeburt – mit Werken von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach. Zu Gast sind das Ensemble „Amici di Melante“ unter der Leitung von Hans Peter Glimpf und weitere Solisten. Auch hier gibt es übrigens ein Eifeler Ausrufezeichen, denn Hans Peter Glimpf hat Eifeler Wurzeln.

Dieser Eifel-Schwerpunkt wird am Sonntag, 4 Juli, weiter untermauert. An diesem Tag bildet die Steinfelder Basilika mit ihrer barocken Pracht die Kulisse für weitere musikalische Leckerbissen. Das festliche Hochamt (10 Uhr) bildet traditionell den spirituellen Höhepunkt des Eifeler Musikfestes. In diesem Jahr wird der Kirchenchor Marmagen zusammen mit einem Orchester und Solisten unter der Leitung von Axel Wilberg das Hochamt musikalisch gestalten (Missa brevis in D-Dur von Mozart). Das Festkonzert (16 Uhr) gehört dann dem „Geburtstagskind“, dem Chor, den Solisten und dem Orchester an der Basilika Steinfeld. Unter der Leitung des neuen Intendanten Erik Arndt wird das „Miserere – Songs of Mercy and Redemption“ von Karl Jenkins aufgeführt. „Dieses Werk ist noch sehr jung“, sagt Erik Arndt. „Es wurde erst 2019 komponiert. Seine Musik pendelt zwischen der europäischen Kultur der des Nahen Ostens. Das Werk wird erst zum zweiten Mal in Deutschland aufgeführt, vermutlich zum ersten Mal mit voller Besetzung.“

„Wir sind sicher, dass wir mit dem Programm 2023 Tradition und Moderne zu einer Einheit zusammenführen“, so Landrat Markus Ramers abschließend. Tickets sind online unter www.ticket-regional.de oder in der Vorverkaufsstelle im Klosterladen erhältlich. Erstmals wird auch ein vergünstigtes Wochenendticket für den Besuch aller Veranstaltungen angeboten.

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Kunst & Kultur

Neue Abteilung in der Domschatz-Kammer Aachen widmet sich der Geschichte der Heiligtumsfahrt

Aachen – Sparkasse Aachen hat neue Vitrinen bezuschusst – Die Aachener Heiligtumsfahrt blickt bekanntlich auf eine lange Tradition zurück. Bereits seit 1349 werden die vier als Heiligtümer verehrten Textilreliquien alle sieben Jahre aus dem Marienschrein geholt und öffentlich gezeigt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich ein fester Ablauf für die Öffnung des Schreins, die Präsentation und die Verwahrung der Textilien. Das wiederum führte zur Einführung verschiedener Hilfsmittel und Instrumente, darunter farbige Seide zur Einhüllung der Reliquien, Handschuhe und Stäbe für die Zeigung oder ein jeweils neues Schloss für den Marienschrein. Die Gläubigen konnten eine Fülle an Souvenirs erwerben: Pilgerbücher, Pilgerzeichen, tönerne Trinkflaschen, Pilgerhörner oder Springerle mit Motiven der Heiligtümer.

All das und vieles mehr ist ab sofort in einer neuen Abteilung der Domschatzkammer zu sehen, die sich mit der Geschichte dieser besonderen Wallfahrt auseinandersetzt. „Besonders im 14. und 15. Jahrhundert war die Wallfahrt ein wichtiges Ereignis des Volksglaubens. Die Menschen versprachen sich durch Berühren der Reliquien Seelenheil, Milderung von Krankheiten oder Ablass für ihre Sünden“, sagt Dompropst Rolf-Peter Cremer.

Im Mittelalter war Aachen sogar einer der wichtigsten Wallfahrtsorte in Europa. Der Großteil der Pilgerinnen und Pilger kam aus deutschen Gebieten, aber auch aus Flandern, Brabant und Österreich-Ungarn. „Viele Gläubige reisten in größeren Pilgerzügen durch das Land. Voran trugen sie das Banner mit ihrem Herkunftsort“, berichtet Dr. Birgitta Falk, die Leiterin der Domschatzkammer. Die mittelalterlichen Herkunftsströme sind auf einer großen Karte rekonstruiert, die der Zeichner Johannes Grüger 1958 für die Kirchenzeitung geschaffen hat. „Die Karte zeigt die große Anziehung, die Aachen für die Pilgerinnen und Pilger im 14. Jahrhundert hatte.“

Jetzt, gut 100 Tage vor der Heiligtumsfahrt, werden viele der Artefakte und historischen Überbleibsel erstmalig in der Domschatzkammer zu sehen sein – darunter das neue Schloss, das Altbischof Dr. Heinrich Mussinghoff stiftete. Der Aachener Goldschmied Thomas Zintzen fertigte es an. Das Schloss wird den Marienschrein vom 19. Juni 2023 bis zur nächsten Heiligtumsfahrt im Jahr 2028 verschließen

Das Schloss und seine Vorgänger, aber auch die anderen Exponate, werden zur Freude von Birgitta Falk in brandneuen Vitrinen gezeigt. „Ohne die großzügige finanzielle Zuwendung der Sparkasse Aachen wäre diese Anschaffung nicht möglich gewesen!“ Ihr zweiter Dank gilt Historiker Dieter Detiège für die umfangreichen Recherchearbeiten und das Zusammentragen der historischen „Zeugnisse“.

Norbert Laufs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, konnte die neue Abteilung als einer der Ersten in Augenschein nehmen. „Die Bedeutung und die Tradition der Heiligtumsfahrt haben einen wichtigen Stellenwert auch für die Bürgerinnen und Bürger aus Aachen und der Region“, erläutert Laufs. „Wir freuen uns sehr, dass diese Tradition jetzt in der Domschatzkammer in neuem Glanz erlebbar und sichtbar wird.“

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Stadtverwaltung Stolberg verurteilt Angriff auf Mitarbeiterin

Stolberg – Die Stadtverwaltung der Kupferstadt Stolberg verurteilt den Angriff auf ihre Kollegin Hanna Kaltenborn scharf. Sie wurde in der Mittagszeit des 13.02.2023 in ihrer Pause von noch unbekannten Tätern auf dem Verbindungsweg zwischen Bastinsweiher und der Straße „Am Blankenberg“ niedergeschlagen. Der Tatort liegt damit nur wenige Meter von ihrem Arbeitsplatz im städtischen Bürgerservice entfernt. Die Motivlage deutet darauf hin, dass der Angriff durch ihre Transsexualität begründet ist. Hanna Kaltenborn wurde als Mann geboren und lebt seit geraumer Zeit als Frau.

„Wir sind angesichts dieses schrecklichen Verbrechens gegen unsere Kollegin geschockt.“, sagt Bürgermeister Patrick Haas. „Denn wir stehen in der Stadtverwaltung und in Stolberg für Offenheit, Toleranz und die Wertschätzung von allen Menschen. Transfeindlichkeit hat genauso wie jegliche Gewalt oder jeglicher Hass gegen Personen, die anders aussehen, denken oder sexuell orientiert sind, in Stolberg keinen Platz.“

Dem pflichtet auch Frank Gilles, Vorsitzender des Personalrates der Kupferstadt Stolberg, bei: „Frau Kaltenborn ist eine von allen geschätzte und beliebte Kollegin. Deshalb ist die Bestürzung über die vorliegende Tat und die Unterstützung für Frau Kaltenborn in der Belegschaft sehr groß. Der Personalrat wird sich mit Entschlossenheit gegen jede Form von Gewalt gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes positionieren.“

Die Stadtverwaltung hofft drauf, dass die Täter ermittelt werden können. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die etwas zur Aufklärung der Tat beitragen können:

Zeugen, die etwas beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat der Polizei Aachen unter der Rufnummer 0241-9577 33301 (tagsüber) oder per Mail an KK33.Aachen@polizei.nrw.de zu melden.

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Die Charity-Kampagne der Ahrtal Quelle geht in die zweite Runde

Sinzig/Ahrtal – Mitte Juli 2022 wurde das Projekt „Jeder Kasten hilft“ vom Sinziger Mineralbrunnen mit seiner Mineralwassermarke Ahrtal Quelle ins Leben gerufen. Nach dem großen Erfolg der Charity-Kampagne wird die Aktion nun fortgesetzt.

Knapp ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr startete 2022 der Sinziger Mineralbrunnen eine besondere Spendenaktion: Mit jedem Kauf eines Kastens Ahrtal Quelle Mineralwasser wurden ausgewählte Hilfsprojekte in der Region erfolgreich beim Wiederaufbau unterstützt.

Auch fast zwei Jahre nach der Flut ist das Ahrtal immer noch auf Unterstützung und Spendengelder angewiesen. „Die Lage in der flutbetroffenen Region ist weiterhin dramatisch und der Wiederaufbau geht vielerorts nur langsam und kräftezehrend voran. Für uns ist es daher eine Herzensangelegenheit mit unserer Spendenaktion „Jeder Kasten hilft“ weiterhin beim Wiederaufbau des Ahrtals zu unterstützen. Die positive Resonanz auf die Aktion im letzten Jahr bestätigt uns darin, weiter zu machen“, erklärt Thomas Beckmann, Geschäftsführer des Sinziger Mineralbrunnens.

Mit der Ahrtal Quelle-Spendenaktion werden auch dieses Mal wieder die beiden gezielt ausgewählten Projektpartner ‚Fortuna Hilft e. V.‘ sowie ‚Das Fünf Euro Haus‘ bei ihrer Arbeit unterstützt. Drei Maßnahmen der regionalen Partner konnten bereits erfolgreich mit den bisher eingenommenen Spenden gefördert werden: der Wiederaufbau des Vereins ‚Hundesportfreunde Untere Ahr Sinzig e. V.‘ sowie des Hauses des von Geburt an gelähmten Heinz aus Walporzheim als auch die Arbeit des ‚Mal-Zirkus‘ in Ahrweiler, wo Kindern aus den flutgeschädigten Orten in einem Zirkuswagen Raum gegeben wird, ihre Gefühle und Gedanken kreativ auszudrücken.

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Integration geht durch den Magen

Düren – Die job-com, das kommunale Jobcenter des Kreises Düren, integriert geflüchtete Menschen aus der Ukraine durch neue Arbeitsplätze in die Gesellschaft. Aktuell werden rund 1800 Ukrainerinnen und Ukrainer betreut und einer von ihnen ist Daniel Mezhybovskyi. Sein Beispiel inspiriert – auch die Geschmacksnerven.

Daniel Mezhybovskyi stammt aus der Ukraine und steht stellvertretend für rund 160 geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die von der job-com bisher in einen neuen Beruf vermittelt wurden. „Aktuell sind etwa 1800 Geflüchtete aus der Ukraine bei dem kommunalen Jobcenter im Leistungsbezug. Im Team ‚Zuwanderung‘ kümmern sich elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um diejenigen, die auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine in den Kreis Düren gekommen sind“, erklärt Bernhard Stier, Sachgebietsleiter Personalvermittlung der job-com. Das Motto: Dinge möglich machen.

Von der Ukraine über Rumänien verlief die Flucht nach Deutschland, bis Daniel Mezhybovskyi schließlich mit seiner Familie in der Gemeinde Aldenhoven ankam. Er wollte möglichst zeitnah wieder arbeiten, in seiner Heimat hatte er zehn Jahre lang ein Restaurant geleitet und Kochen ist seine große Leidenschaft. Mittlerweile konnte ein passender Job für Mezhybovskyi gefunden werden: nach einem von der job-com vermittelten Praktikum kocht er seit September 2022 für die jüdische Gemeinde in Aachen. Als Mann jüdischen Glaubens kennt er die Küche, Feste und Feierlichkeiten allzu gut. Und das schmeckt man: „Alle sind von seinem Essen begeistert“, berichtet seine unterstützend wirkende Sozialarbeiterin Simona Serbu lächelnd. Er sei hier vollständig angekommen und habe sich sehr gut eingearbeitet. Neben seiner Arbeit macht der Ukrainer einen Sprachkurs. „Die Arbeit macht mir sehr viel Freude und ich möchte hier in Deutschland nichts umsonst bekommen“, betont Daniel Mezhybovskyi. Bei der jüdischen Gemeinde in Aachen möchte man ihn sehr gerne langfristig beschäftigen. In der Zukunft soll er auch für den Einkauf zuständig sein und irgendwann die Küchenleitung übernehmen. Inzwischen wohnt die kleine Familie in einer Wohnung in Aachen, so ist die Anfahrt zur Arbeit deutlich kürzer. Und auch Mezhybovskyis Frau lebt sich gut ein. Sie absolviert neben der Kinderbetreuung einen Integrationskurs, um ebenfalls die deutsche Sprache zu lernen.

Auch manchmal unkomplizierte Wege gehen und Netzwerke nutzen, um den Menschen möglichst schnell zu helfen, das hat sich die job-com des Kreises Düren als Ziel gesetzt. Dazu gehören individuelle Beratung, Vermittlung sowie Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote. Die aus der Ukraine geflüchteten Menschen hätten bei einer langfristigen Bleibeperspektive sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt, heißt es vonseiten des kommunalen Jobcenters. „Die vergleichsweise gute Qualifikation, positive Erfahrungen von Betrieben und die soziale Vernetzung machen die Geflüchteten, wie im Beispiel von Daniel Mezhybovskyi, besonders für kleine und mittlere Betriebe interessant“, betont Bernhard Stier.

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Neue Digital-Botschafter für Mayen-Koblenz – Ausbildungsstart ist voller Erfolg

Region/Mayen-Koblenz – Durch Vermittlung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz konnte in Mayen jüngst die Ausbildung von 22 Digitalbotschaftern starten. Die kostenfreie Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel statt. Hier wurden zwei von insgesamt vier Ausbildungsmodulen an die Teilnehmenden vermittelt. Die anderen beiden Module durchlaufen die zukünftigen Digitalbotschafter bei zwei weiteren Terminen, die online über die Videokonferenzplattform Zoom abgehalten werden. Die Teilnahme an allen vier Modulen ist Voraussetzung für die erfolgreiche Ausbildung zum Digitalbotschafter, die mit einem offiziellen Zertifikat abgeschlossen wird.

Doch was sind überhaupt Digitalbotschafter? Digitalbotschafter sind ältere Bürger, die Freude daran haben, Senioren im Umgang mit ihren Handys und Smartphones sowie Tablets und Computern zu unterstützen. Sie helfen ihnen, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Dies reicht von der Online-Terminvereinbarung bei Ärzten, Friseuren oder Kinobesuchen bis zum Fahrkartenkauf oder dem Online-Shopping. Während der ersten beiden Module wurde den zukünftigen Digitalbotschaftern ein Gespür dafür vermittelt, wer überhaupt als „Senior“ gilt und wie Senioren mit digitalen Medien umgehen. Sind sie eher on- oder offline? Welche Geräte nutzen sie und sind sie Onlineangeboten gegenüber aufgeschlossen? In den weiteren Modulen lernen die Teilnehmenden, was einen Digitalbotschafter auszeichnet, was mögliche Einsatzbereiche sind und wie die Arbeit mit den Senioren konkret aussehen kann. Ziel der Module ist zudem die Vernetzung der einzelnen Digitalbotschafter untereinander.

Die Ausbildung erfolgt durch die Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz e.V. in Kooperation mit dem Projekt „Digital-Botschafterinnen und -Botschafter für Rheinland-Pfalz“ der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS) und wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz.

Fragen zum Projekt beantwortet Markus Eiden unter Tel. 0261/108-154 oder per E-Mail an markus.eiden@kvmyk.de.

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Errichtung eines Hochwasser-Schutzwalls – Spatenstich für die Bauarbeiten in der Swistbachaue ist erfolgt

Meckenheim – Nach gründlicher Analyse des Starkregenereignisses im Juli 2021 und eingehender Planung haben die Arbeiten am Hochwasserschutzwall in der Meckenheimer Swistbachaue begonnen. Gemeinsam mit Vertretenden der Projektpartner, unter ihnen Prof. Heinrich Schäfer als Ständiger Vertreter des Vorstandes des Erftverbandes, nahm Bürgermeister Holger Jung den symbolischen Spatenstich vor. „Wir haben uns von ausgewiesenen Fachleuten beraten lassen und die Bürgerschaft aktiv mit einbezogen“, sagte Holger Jung. „Der Wall ist eines von mehreren Projekten und wird gegen normale Hochwasser effektiven Schutz für die Altstadt bieten. Jedoch wird es den 100-prozentigen Schutz nicht geben, weswegen ich an die Eigenvorsorge einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers appelliere.“

Zum Hochwasserschutz der damals besonders stark betroffenen Schützenstraße und Mühlenstraße entsteht in der Swistbachaue, zwischen der Adendorfer Straße im Süden und der Adolf-Kolping-Straße im Norden, ein rund 350 Meter langer und ca. 60 Zentimeter hoher Erdwall. Die Zuwegung soll breitflächig über die Verwallung führen, damit die Durchgängigkeit auch für Rollstuhlfahrende gewährleistet ist.

Die Arbeiten bei einer vorgesehenen Bauzeit von etwa zwei Monaten übernimmt die Firma Wahl, nachdem die Untere Wasserbehörde des Rhein-Sieg-Kreises ihre Zustimmung erteilt hat. Zuvor hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner Sitzung am 3. September 2020 die Verwallung im Rahmen des Hochwasserschutzes einstimmig beschlossen und die Stadtverwaltung beauftragt, das notwendige planungsrechtliche Genehmigungsverfahren mit dem Rhein-Sieg-Kreis voranzutreiben.

„Es handelt sich um einen nachhaltigen Dammbau, der Ressourcen und Kosten einspart“, verwies der Bürgermeister beim Spatenstich auf Synergieeffekte, die sich im Zusammenhang mit dem Bau des Regenrückhaltebeckens im Merler Keil III ergeben. Dessen Erdaushub wird in die Swistbachaue befördert und dort zum Bau der Verwallung verwendet. Prof. Schäfer lobte das Vorgehen in Meckenheim. „Die nächsten Ereignisse können zeigen, dass es sich um eine erfolgreiche Maßnahme handelt.“

Bürgermeister Jung sprach den ganzheitlichen Aspekt an: „Durch den Schutzwall entsteht Raum, in dem sich Wasser ausdehnen kann, sodass sowohl öffentliche Einrichtungen als auch private Gebäude künftig wirksamer gegen Hochwasser geschützt sind.“ Zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Heinz-Peter Witt ermunterte er die Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv zu beteiligen, unter anderem an der Starkregenkarte. „Noch bis zum 6. März bietet sich die Gelegenheit, Anregungen und Hinweise zu geben und so zu einer möglichst umfassenden Starkregenanalyse beizutragen.“ Experten der Hydrotec Ingenieurgesellschaft für Wasser und Umwelt mbH aus Aachen werden die Eingaben anschließend sichten und überprüfen.

Der direkte Link zur Starkregenkarte lautet:

https://mapview.hydrotec.de/models/Meckenheim-N100/viewer/index.html.
Fragen zur Starkregenkarte beantwortet bei der Stadt Meckenheim Michaela Kempf vom Fachbereich Verkehr und Grünflächen, Telefon (02225) 917-164, E-Mail michaela.kempf@meckenheim.de.