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Kunst & Kultur

Kreismusikschule Mayen-Koblenz zu Gast bei Westenergie in Saffig

Saffig – Frühjahrskonzert in der Rauschermühle – Energieunternehmen unterstützt musikalische Bildung. Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule Mayen-Koblenz stimmten am vergangenen Freitag im Rahmen eines festlichen Konzertes im Verwaltungsgebäude Rauschermühle in Saffig musikalisch auf die Frühjahrszeit ein. Rund 70 Kinder und Jugendliche stellten in unterschiedlichen Ensembles und Solistenvorträgen ihr Können unter Beweis. Schon seit mehreren Jahren ist Westenergie Partner der Kreismusikschule Mayen-Koblenz und unterstützt auch in diesem Jahr die musikalische Bildung im Landkreis mit einer Fördersumme in Höhe von 1.000 Euro.

Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie, freut sich über den unterhaltsamen Abend:  „Die Aufführung der Musikschule ist immer ein besonderes Ereignis in der Rauschermühle. Wir freuen uns, dass wir nach langer Corona-Pause die jungen Künstlerinnen und Künstler wieder bei uns im Hause begrüßen dürfen. Es ist faszinierend zu sehen, was die jungen Menschen musikalisch darbieten. Mit der finanziellen Unterstützung der Kreismusikschule Mayen-Koblenz möchten wir einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Entwicklung in unserer Region leisten.“

Im Laufe des Abends musizierten das Musikschulorchester Andernach, das Streicherensemble „Allegranza“, das Blechbläser-, Saxophon- und Gitarrenensemble, ein Querflöten- und Klarinettentrio, Querflötenduos, die Jazz-Combo sowie Solistinnen und Solisten an Klavier, Trompete und Querflöte. Das Publikum freute sich über bekannte Melodien von Barock bis zur Moderne, Frühlingslieder und Jazzarrangements sowie Auszüge berühmter Werke von Josef Haydn, Antonio Vivaldi und Ludwig van Beethoven.

Klaus Bell, Verbandsvorsteher der Kreismusikschule Mayen-Koblenz, dankte Westenergie für die finanzielle und organisatorische Unterstützung: „ Wir freuen uns, dass wir hier in der Rauschermühle das Publikum mit klassischen und modernen Melodien begeistern und auf die schöne Frühjahrszeit einstimmen dürfen. Dies ist eine ganz besondere Wertschätzung unserer musikalischen Arbeit und der jungen Talente.“

Auch der erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong war begeistert von der Darbietung und betonte: „Musikalische Bildung ist für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen von enormer Bedeutung. Sie ist wichtig, weil die Beschäftigung mit Musik sowohl die intellektuellen als auch die sozialen Fähigkeiten der jungen Menschen fördert. Wir danken allen, die diese kulturelle Arbeit im Landkreis Mayen-Koblenz unterstützen und vorantreiben.“

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Polizei – RLP Innenminister Ebling ernennt Anja Rakowski zur Leiterin des Polizeipräsidiums Trier

Region/Mainz – Innenminister Michael Ebling hat Anja Rakowski, bisher Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, zur neuen Leiterin des Polizeipräsidiums in Trier ernannt. Nach erfolgreicher Erprobungszeit kann Rakowski damit die erste rheinland-pfälzische Polizeipräsidentin werden.

„Das Polizeipräsidium Trier bekommt nun eine Leiterin, die über viel polizeiliche Erfahrung und ein umfassendes Know-How verfügt. In ihren bisherigen Funktionen hat sich Anja Rakowski hervorragend bewährt und immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie für Führungsaufgaben bestens geeignet ist. Daher ist sie genau die Richtige für diese Aufgabe, für deren Ausübung ich ihr gutes Gelingen und viel Freude wünsche“, sagte Innenminister Ebling, der die Personalentscheidung bereits am 8. März, dem Internationalen Frauentag, bekannt gegeben hatte.

Anja Rakowski trat 1990 in den Polizeidienst des Landes Rheinland-Pfalz ein und durchlief alle Laufbahnen vom mittleren bis zum höheren Polizeidienst. Nach dem Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster und dem anschließenden Aufstieg in den höheren Polizeidienst war sie seit 2009 zunächst stellvertretende Leiterin der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung in Enkenbach-Alsenborn. Danach übernahm sie 2013 die Leitung der Polizeiinspektion Mainz 1 und wechselte 2016 als Referentin ins Mainzer Innenministerium, wo sie später die Leitung des Lagezentrums übernahm. Anschließend war sie von 2019 bis 2021 im Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik Leiterin des Präsidialstabs, bevor sie ins Polizeipräsidium Rheinpfalz wechselte und dort die erste Polizeivizepräsidentin des Landes wurde.

„Es macht mich stolz, dass ich nun als erste Frau in Rheinland-Pfalz ein Polizeipräsidium leiten werde und ich freue mich auf meine neue Aufgabe in Trier. Ich wünsche mir, dass ich für andere Frauen Vorbild sein kann und werde mich auch in meiner neuen Funktion weiterhin für die Förderung und Unterstützung von Frauen in der Polizei einsetzen“, sagte Polizeivizepräsidentin Anja Rakowski anlässlich der Übertragung der neuen Funktion.

Die offizielle Amtseinführung findet gemeinsam mit der Verabschiedung ihres Vorgängers Friedel Durben aus dem Amt am 11. April 2023 in Trier statt. Durben hatte im Januar 2023 die Aufgabe des Inspekteurs der rheinland-pfälzischen Polizei übernommen.

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Neue Wasserstoff-Ausstellung im Kreis Dürener Forum „Seen & Entdecken“

Düren – In einer interessanten neuen Ausstellung zeigt der Kreis Düren, welch‘ große Rolle das Thema Wasserstoff (H2) in der Region spielt. Seit vielen Jahren engagiert sich der Kreis für diese Zukunftstechnologie und treibt zahlreiche Projekte voran.

„Wir möchten den Menschen zeigen, worum es genau geht und warum es sich lohnt, auf die Karte Wasserstoff zu setzen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Ausstellung wird präsentiert im Kreis Dürener Forum „Seen & Entdecken“ (Bismarck-Quartier, Moltkestraße 39) und zeigt die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten von H2 im Kreis Düren.

An der Ausstellung beteiligt ist auch die Europaschule Langerwehe, die sich seit langem im Rahmen des Projektes „Jugend gestaltet den Strukturwandel“ mit Wasserstoff beschäftigt. Ein großes, aus Lego gebautes Modell des Jülicher Helmholtz Clusters Wasserstoff zieht zusätzliche Blicke auf sich. Es zeigt einen Wasserstoffkreislauf von der Produktion bis zum Verbrauch. Zudem informieren unterschiedliche Schautafeln über H2, unter anderem über die enorm positiven Arbeitsplatzeffekte in der Region.

Der Kreis Düren stellt schon bald selbst umweltfreundlichen, also grünen Wasserstoff her und wird ihn unter anderem für seine Busse und Züge nutzen; die erste Wasserstofftankstelle ist bereits im Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ eröffnet, weitere folgen. Im Sommer wird die H2-Ausstellung im Forum weiter ausgebaut, so dass ein überregional bedeutendes Wasserstoffkompetenzzentrum entsteht. Geöffnet ist das Forum montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr.

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Tag der offenen Weinkeller im Ahrtal erneut ein Publikumsmagnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Was den Bankiers der Tresor, ist den Ahr-Winzern der Keller: Ihr „Heiligtum“, in dem sie aus Trauben ihre flüssigen Schätze hervorbringen. Beim Tag der offenen Weinkeller hatten rund 1600 Besucher Gelegenheit, einen Blick in die Keller der Ahr-Winzer zu werfen und vor Ort zu erfahren, was die Ahr-Weine so besonders macht. „Wir sind mehr als zufrieden mit dem Zuspruch“, resümiert Carolin Groß, Referentin des Ahrwein e.V. Nur fünf Monate nach dem letzten Tag der offenen Weinkeller, der als Corona-bedingter Verlegungstermin im November stattgefunden hatte, habe man die angestrebte Besucherzahl erneut erreichen können.

Im Ahrweiler Winzerverein. Foto: Hans-Jürgen Vollrath

Ein weiterer Erfolg: Waren im November noch zehn Weingüter als Teilnehmer mit dabei, luden dieses Mal schon zwölf Winzer in ihre Keller. „Ein deutliches Zeichen, dass der Wiederaufbau in den Winzerbetrieben voranschreitet“, so Groß.

Auch wenn hier und da in den Weingütern noch einiges provisorisch ablief, die Besucher honorierten das Engagement der Winzerinnen und Winzer mit großem Interesse und ausgelassener Stimmung trotz des wechselhaften Wetters. Hier wurden die neuen Barrique-Holzfässer inspiziert, dort staunten die Gäste über riesige Stahltanks und erfuhren, wie genau welcher Wein produziert wird. Im Mittelpunkt stand das Probieren, Riechen und Schmecken der Ahrweine, allen voran der Spätburgunder, dem die heimischen Schieferböden seinen charakteristischen Geschmack verleihen. Gefragt waren aber auch der seltene Blaue Frühburgunder, eine Spezialität im Ahrtal und die aus Spätburgunder-Trauben hergestellte helle Variante, der Blanc de Noir.

Im Tagesticket inkludiert war eine Dreier-Weinprobe bei allen zwölf Stationen, die per Shuttle-Bus erreicht werden konnten. Mit dabei waren die Weingüter Sonnenberg, Lingen, Körtgen, Kurth, Coels, Kriechel, Riske und Max Schell, die Jungwinzer Next Generation, der Winzerverein Ahrweiler, die Dagernova Weinmanufaktur und die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr. Überall gab es zum Wein kleine Speisen und Snacks. „Wir sind zuversichtlich, dass im kommenden Jahr noch mehr Weingüter mitmachen können“, sagt Carolin Groß.

Auch das ausverkaufte AhrWine-Tasting am Vorabend ist laut Carolin Groß bestens gelaufen. In der Kleinen Bühne im Kurpark konnten die Gäste in entspannter Atmosphäre Weine von 15 Weingütern und Genossenschaften probieren. Das Publikum zeigte sich durchweg sehr interessiert und nicht selten wurde an den Theken über diese und jene Weinfrage gefachsimpelt und philosophiert. „Immer mehr Gäste erwerben zwischenzeitlich das Kombiticket für beide Veranstaltungen – das AhrWine-Tasting und den Tag der offenen Weinkeller“, freut sich Groß. Daher ist auch im nächsten Jahr wieder ein AhrWine-Tasting für den Vorabend geplant.

Die Termine für 2024 stehen bereits fest: Das AhrWine-Tasting wird am Freitag, 12. April 2024, stattfinden, der Tag der offenen Weinkeller am Samstag, 13. April 2024. Der Vorverkauf für beide Veranstaltungen startet am kommenden Samstag, 1. April 2023. Infos unter ahrtal.de/tag-der-offenen-weinkeller

 

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Wirtschaft

2,5 Millionen Euro für die „Vision 2025 + Aachen Rothe Erde“

Aachen – Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen nahm in Düsseldorf aus der Hand von Mona Neubaur, NRW- Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, den Förderbescheid in Empfang. Der zuletzt durch die Schließung des Reifenwerks der Continental AG stark gebeutelte Standort Rothe Erde soll damit attraktiv, zukunftsfähig und lebenswerter werden – gleichermaßen für Unternehmen, Arbeitnehmer*innen und Bürger*innen.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen nahm am vergangenen Donnerstag, 23. März, in Düsseldorf aus der Hand von Mona Neubaur, NRW- Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, einen Förderbescheid in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro für die „Vision 2025+ Aachen Rothe Erde“ in Empfang.

Revitalisierung

„Vision 2025+ Modellstandort für urbane Produktion“: so lautet das erklärte Ziel der Stadt Aachen, wenn es um die nachhaltige, innovative, stadtverträgliche und umweltgerechte Revitalisierung des Produktionsstandortes Rothe Erde geht. Der zuletzt durch die Schließung des Reifenwerks der Continental AG stark gebeutelte Standort soll attraktiv, zukunftsfähig und lebenswerter werden – gleichermaßen für Unternehmen, Arbeitnehmer*innen und Bürger*innen. Das Projekt hat sich erfolgreich im Projektaufruf „Revier Gestalten“ des Landes Nordrhein-Westfalen durchgesetzt. Der Stadt Aachen steht für die ersten Schritte nun ein Fördervolumen von rund 2,5 Millionen Euro bei einer 97,5 prozentiger Förderquote zur Verfügung.

Modellprojekt

Ministerin Mona Neubaur sagte: „Wir benötigen landesweit intelligente und nachhaltige Nutzungs- und Entwicklungskonzepte für bestehende Brachflächen. Die Revitalisierung der Fläche Aachen Rothe Erde ist hierfür ein Modellprojekt. Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag, um dem Flächenengpass in der Region zu begegnen – ohne zusätzliche Fläche zu versiegeln. Am Standort in Aachen können nun neue zukunftsfähige und innovative Arbeitsplätze entstehen“.

Strukturwandel als Chance

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen nahm den Förderbescheid von Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur dankend entgegen und erwiderte: „Die Stadt Aachen freut sich sehr über diese Förderung durch das Land und fasst sie als besondere Auszeichnung unseres Vorhabens auf. Der Strukturwandel, der sich exemplarisch am Standort Aachen Rothe Erde zeigt und der viele Kommunen gerade mit Blick auf aktuelle weltpolitische Entwicklungen vor große Herausforderungen stellt, verstehen wir als Chance, unsere zukunftsgerichtete Vision nach umweltverträglicher, nachhaltiger und resilienter urbaner Produktion völlig neu zu denken, in Aachen zu erproben und anderen Kommunen, die vor den gleichen Herausforderungen stehen, als Blaupause zur Verfügung zu stellen.“

Transformationsprozess

Und weiter: „Dabei begrüßen wir als eine der vielen betroffenen Kommunen das starke Zeichen der Solidarität des Landes NRW und hier insbesondere des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, Aachen bei diesem Transformationsprozess nach allen Kräften zu unterstützen. Wir bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich bei der Zukunftsagentur des Rheinischen Reviers, die uns bei unserem Vorhaben ausgezeichnet begleitet hat.“

Ersatzarbeitsplätze

Seit Bekanntgabe der Werksschließung durch die Continental AG im September 2020 arbeitet die Stadt Aachen unter Hochdruck an geeigneten Nachnutzungsstrategien für den innerstädtisch bestens integrierten Gewerbe- und Produktionsstandort in Rothe Erde. Im Fokus steht hier insbesondere die zügige Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen für die vom Strukturwandel im Rheinischen Revier betroffenen Arbeitnehmer*innen.

So wie alle Vorhaben im Rheinischen Revier liegt das Hauptaugenmerk dabei auf der zukünftigen Ausrichtung des Produktionsstandortes Rothe Erde im Zeichen der Energie- und Ressourcenwende. Neben möglichst CO2-neutralen Produktionsweisen und einer autarken, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung für Unternehmen gilt es, eine ausgewogene Kreislaufwirtschaft mit einer möglichst regionalen Wertschöpfungskette am Standort zu etablieren. Dies kann nur durch eine Attraktivierung des Standortes, Pionieransiedlungen innovativer Branchen und geeigneten städtischen Entwicklungsimpulse gelingen.

Lebenswertes Arbeits- und Lebensumfeld

Ganz im Sinne der Be- und Anwohnenden sowie der arbeitenden Bevölkerung soll der Standort entsprechend entwickelt werden und so einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung eines lebenswerten Arbeits- und Lebensumfelds bilden.

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Kunst & Kultur

Karl-Heinz Steffens erhält Kulturpreis 2023 des Landkreises Bernkastel-Wittlich

Wittlich – Im Jahr 2000 wurde der Kulturpreis des Landkreises erstmals vergeben. Über 100 Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Kunst, Heimat-/Kulturpflege, Literatur, Medien, Musik und Schauspiel/Theater haben sich bis heute beworben. Über 40 Preisträgerinnen und Preisträger konnten bisher geehrt werden. Der 1960 in Trier geborene und in Wittlich-Lüxem aufgewachsene Musiker und Dirigent Karl-Heinz Steffens erhält den Kulturpreis 2023 des Landkreises Bernkastel-Wittlich, der mit 3.000 Euro dotiert ist.

Der Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, soll Künstlerinnen und Künstler auszeichnen, die in ihrer Entwicklung Herausragendes geleistet haben und mit ihrem künstlerischen Schaffen überregionale Bedeutung erlangt haben. Über die Vergabe entscheidet eine fünfköpfige Jury (Hermann Lewen, Stefan Gemmel, Eva-Maria Reuther, Frank Wilhelmi) unter dem Vorsitz des Landrates Gregor Eibes.

Steffens, der seiner Heimat immer noch sehr verbunden ist und regelmäßig mit seinem Musikverein Lüxem musiziert, erhielt seine erste Ausbildung als Klarinettist bei der Kreismusikschule Bernkastel-Wittlich und im heimischen Musikverein. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart, kam er nach Stationen als Klarinettist in den Sinfonieorchestern von Kassel, Frankfurt und des Bayerischen Rundfunks 2001 als Solo-Klarinettist zu den Berliner Philharmonikern. Diese Position behielt er bis 2007. Danach begann er eine Dirigentenkarriere, die ihn als Musikdirektor nach Halle, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Norwegischen Staatsoper Oslo, an die Staatsoper in Prag und zum Norrköpings Symfoniorkester nach Schweden führte.

2015 erhielt er mit seinem Orchester (Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz) den Echo Klassik und 2019 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 21. Mai im Rahmen des Konzertes „Klassik im Dorf“ in der Pfarrkirche in Wittlich-Lüxem statt, wo Karl-Heinz Steffens auch als Solist zu hören sein wird.

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Wirtschaft

Alsdorf – Startschuss für neuen Gewerbepark in Schaufenberg ist gefallen

Alsdorf – Der Startschuss ist gefallen: An der Thomas-Dachser-Straße 7 wird ein Gewerbepark entstehen. Die Kölner Aconlog Projektentwicklung GmbH realisiert den Bau, der jetzt mit einem gemeinsamen Spatenstich begonnen wurde. Bei der Fertigstellung im vierten Quartal 2023 sollen produzierenden und weiterverarbeitenden Betrieben rund 6.500 Quadratmeter Neubauflächen zur Verfügung stehen. Es entstehen zwei Baukörper mit jeweils 3.500 qm und 3.000 qm, davon 930 qm Büro und Sozialflächen. Die insgesamt sieben Einheiten sollen ab ca. 800 Quadratmeter anmietbar sein. Umgesetzt wird der Bau vom Generalunternehmen „GEwerk“.

2021 begann das Engagement von Aconlog in Alsdorf, damals wurde die ehemalige Beromin-Immobilie im Business-Park-Schaufenberg gekauft und für eine neue Nutzung der Behälterbau-Sparte von Continental vorbereitet. Im vergangenen Jahr erwarb das Unternehmen eine weitere Bestandsimmobilie. Nun betritt Aconlog Neuland. „Für uns ist es der erste Gewerbepark“, sagte Oliver Blüher, Geschäftsführer der Aconlog Projektentwicklung GmbH, bei der Feier zum Start des Baus. Er sei zuversichtlich viele Mieter gewinnen zu können. Nicht zuletzt aus Richtung RWTH-Aachen habe es bereits großes Interesse an geeigneten Flächen gegeben. Auch Bürgermeister Alfred Sonders begrüßte das neue Bauprojekt. „Seit dem Erstgespräch mit unserer Stadt hat Aconlog immer Wort gehalten und erschafft für kleine und große produzierende sowie weiterverarbeitende Unternehmen modernen Raum. Damit verbunden sind mittel- und langfristig qualifizierte Arbeitsplätze. Das ist gut für unsere Stadt und unsere Bürgerinnen und Bürger.“

„Wir danken der Stadt Alsdorf sehr für die konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen der erforderlichen Genehmigungsverfahren und dafür, Unternehmen moderne Umgebungen für ihr Geschäft und ihre Mitarbeiter zu ermöglichen – damit steigern sie die Attraktivität für Unternehmer und Unternehmen an diesem Standort zu investieren“, so Christoph Tischler, Projektleiter für den Aconlog Gewerbepark. Auch ein nachhaltiges Energiekonzept – unter anderem durch die Nutzung von Photovoltaik – gehört zu dem neuen Gewerbepark. „Wir freuen uns sehr, dass wir Wirtschaftsunternehmen aus der Region zukunftsorientierten Raum für ihre Unternehmensentwicklung zur Verfügung stellen können“, sagte Oliver Blüher. „Bei der Konzeption des Parks haben wir unser Augenmerk auf den Verzicht von fossilen Brennstoffen für die Wärmeerzeugung in den Gebäuden gesetzt. Diese zukunftsorientierten Anlagen verschaffen Unternehmen auch Wettbewerbsvorteile.“ (apa)

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Mechernichs erster Wohnmobilhafen ensteht – Moderne Zugangstechnik ohne Personal

Mechernich – An der Elisabethhütte sollen bis zum Herbst rund 35 Stellplätze für Camper entstehen – Flüchtlingsunterkünfte wurden abgerissen. Ein paar gut gefüllte Container und fein säuberlich sortierte Schutthaufen sind alles, was von den ehemaligen Flüchtlingsunterkünften noch übriggeblieben ist. Ansonsten hat das Abrissunternehmen auf dem Gelände „Elisabethhütte“ gegenüber dem Mühlenpark-Parkplatz ganze Arbeit geleistet. Bis zum Herbst dieses Jahres soll auf dem Areal ein Wohnmobilhafen entstehen.

Betreiber wird die Eifel-Therme Zikkurat GmbH sein. Deren Geschäftsführer und Erster Beigeordneter Thomas Hambach sowie Betriebsleiter Christian Klein machten sich jetzt vor Ort ein Bild der Arbeiten. „Rund 35 Stellplätze werden hier entstehen“, berichtet Christian Klein. Das Gelände eigne sich bestens für eine Umnutzung, weil alle Versorgungsleitungen vorhanden seien. Auch Telefonleitungen liegen, so dass den künftigen Nutzern W-Lan-Zugänge zur Verfügung stehen.

Online buchen

Auch sonst setzen die Verantwortlichen auf moderne Technik. „Wir werden eine Schranke installieren, die die Nummernschilder erkennt. Der komplette Buchungsvorgang geschieht online, so dass kein Mitarbeiter vor Ort sein muss“, erläutert Thomas Hambach. Im Moment wird noch darüber nachgedacht, ob vor Ort ein zusätzlicher Buchungsautomat installiert wird.

Für Thomas Hambach ist der Standort auch deshalb ideal für einen Wohnmobilhafen, weil mit dem Mühlenpark, der Erlebniswelt Eifeltor und dem Freilichtmuseum direkt drei touristische Angebote in der Nähe sind – alle fußläufig erreichbar. E-Bikes, die die Camper häufig mit dabei haben, erhöhen den Radius noch einmal deutlich, so dass auch andere touristische Ziele angesteuert werden können. Kombi-Angebote mit der Eifel-Therme Zikkurat sind auch in der Planung und die Einkaufsmöglichkeiten in Mechernich liegen ebenfalls vor der Camper-Tür.

Schotterflächen und Bäume

Die dazugehörigen Fahrzeuge sollen künftig rund um einen O-förmigen Fahrbahnring geparkt werden können. Weil die Bodenplatten der ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte wegfallen, wird trotz der neuen Zufahrt mehr Fläche entsiegelt, als versiegelt. Denn die Parkflächen werden lediglich geschottert. „Außerdem werden wir zwischen den Parkständen noch einige Bäume pflanzen“, so Thomas Hambach, der die voraussichtlichen Kosten für den Umbau auf 350.000 Euro beziffert.

„Geld, das gut investiert ist, um auch die touristische Zielgruppe von Campern anzusprechen, für die es bislang in Mechernich noch kein Angebot gibt“, so Thomas Hambach. Durch Corona hat sich gerade diese Zielgruppe deutlich vergrößert. Immer mehr Menschen haben Wohnmobil-Urlaube für sich entdeckt. Daher sind die Prognosen für die Platznutzung in Mechernich auch durchaus positiv.

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Johannes Thur aus Golbach gewann die achte Schocker-Meisterschaft und den begehrten „Luisjen-Cup“ in Kall

Kall – Mit 44 Teilnehmern aus Kall, Schleiden, Gemünd, Blumenthal, Paulushof, Sötenich, Golbach, Frohnrath, Broich und Anstois war das Turnier restlos ausgebucht. Wenige Stunden vor Beginn der 8. Schockermeisterschaft um den „Luisjen-Cup“ des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier am Samstagabend hatte der Golbacher Johannes Thur es prophezeit: „Der Titel geht diesmal nach Golbach“ hatte er seinem Nachbarn und Turnierleiter Reiner Züll angekündigt. Und er sollte Recht behalten. Nach einem mehr als vierstündigen Würfel-Marathon im Saal der Gaststätte Gier, hielt „Wahrsager“ Thur kurz vor Mitternacht tatsächlich sowohl den Turnier-Siegerpokal als auch den begehrten Luisjen-Cup in den Händen. Mit 164 Punkten hatte er sich die Meisterschaft gesichert, gefolgt von Johannes Müller aus Hellenthal-Paulushof (161 Punkte) und Christel Sander aus Schleiden, die mit 155 Zählern auch die Damenwertung gewann.

Mit 44 Teilnehmern aus Kall, Schleiden, Gemünd, Blumenthal, Paulushof, Sötenich, Golbach, Frohnrath, Broich und Anstois war das Turnier restlos ausgebucht. Die Damenrunde „Die Schockies“ aus den Schleidener Tal war gleich mit sieben Würfelartistinnen zur Meisterschaft im Kaller „Schockertempel“ der Gaststätte Gier angetreten.

Fast fünf Stunden lang tanzen die Würfel auf den elf Spieltischen, wobei die Teilnehmer verbissen um „Schock aus“, „Straße“ und General („Drei Deutsche“) kämpften. Die Meisterschaft wurde ausgetragen in drei Durchgängen je 15 Spielrunden. Nach jedem Durchgang wurde die Besetzung der Spieltische neu ausgelost.

Zum achten Mal hatte der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier die Meisterschaft veranstaltet, bei der es zum siebten Mal neben dem Großen Preis der Gaststätte Gier um den Wanderpokal „Luisjen-Cup“ ging. Dieser erinnert an die Kultwirtin Luise Gier, die 70 Jahre lang die Gäste in dem denkmalgeschützten Gasthaus bewirtet hat, ehe sie den Betrieb 1983 im Alter von 84 Jahren krankheitsbedingt aufgeben musste und 1985 wenige Tage vor Weihnachten im Alter von 86 Jahren verstarb. Andreas Gier, der Enkel der ehemaligen Kult-Wirtin, hatte 2017 den 58 Zentimeter hohen Luisjen-Cup, den Johannes Thur jetz nach Golbach entführte, als Wanderpokal gestiftet.

Es ging schon auf Mitternacht zu, als Turnierleiter Reiner Züll und dessen Assistentin Marion Groll zur Siegerehrung schritten und Pokale und Sachpreise überreichten. In den insgesamt 45 Spielrunden wurden insgesamt 613 Schock-Aus (Drei Einsen) erzielt. Den Titel des Schock-Aus-Königs errang Johannes Müller aus Paulushof mit 21 Volltreffern. Schlusslicht in der Wertung wurde Patrick Sander aus Schleiden, der für seine magere Ausbeute von nur 105 Punkten vom Turnierleiter einen Pokal in Form einer goldenen Ananas überreicht bekam.

Sieger und Verlierer bekommen nun bei der neunten Meisterschaft im September die Möglichkeit, ihre Leistungen zu bestätigen oder zu verbessern. „War ein schöner Abend; jetzt heißt das neue Projekt Titelverteidigung“, ließ Gesamtsieger Johannes Thur einen Tag nach seinem vorausgesagten Sieg verlauten. (Reiner Züll)

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Verbandsgemeinde Mendig fördert Jugendarbeit auch in 2023

Mendig – Katholische Jugendverbände berichten Bürgermeister Lempertz über Mittelverwendung. Der Verbandsgemeinderat hat im Haushalt für 2023 erneut jeweils Mittel in Höhe von 10.000 Euro für die katholischen sowie evangelischen Jugendverbände in der Verbandsgemeinde Mendig bereitgestellt. Die Projektförderung ist zweckgebunden und ausschließlich für den Einsatz einer nachhaltigen Jugendarbeit bestimmt. Die katholischen Jugendverbände haben dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz, jetzt bei einem Besuch im Rathaus über die Mittelverwendung und ihr gemeinnütziges Engagement zugunsten der katholischen Jugendgruppierungen in Mendig, Bell, Thür, Rieden und Volkesfeld im vergangenen Jahr berichtet.

Bürgermeister Lempertz lobte zu Beginn die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit der katholischen Jugendverbände in der Verbandsgemeinde und hob bei einem Zusammentreffen mit den Vertretern der Messdienergemeinschaften der Pfarreien Mendig sowie Bell und Rieden, den Pfadfindern Mendig sowie der katholischen Mädchenjugend Mendig (KaMäJu) hervor: „Nach Corona erlebt die Jugendarbeit einen Neustart unter vollkommen veränderten Rahmenbedingungen. Wie auch schon in den Vorjahren ist unser gemeinsam erklärter Wille als familien- und jugendfreundliche Verbandsgemeinde, die bestehenden Einrichtungen bei ihrer wertvollen Arbeit zum Wohle aller Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen.“

Die Protagonisten der katholischen Jugendverbände in der Verbandsgemeinde Mendig haben sich aufgrund eines allgemein festzustellenden rückläufigen Trends im Ehrenamt im Vorfeld viele Gedanken für den Mitteleinsatz gemacht und die Fördersumme fair untereinander aufgeteilt. „Bei der Mittelverteilung hat sich der örtliche Zusammenhalt der Vereine untereinander nochmals bestätigt“, sagt Stefan Schumacher (Leitungsteam KaMäJu). Einig waren sich alle Gesprächsteilnehmer schnell, dass dieser vereinsübergreifenden Jugendarbeit auch in Zukunft keine Grenzen gesetzt sein sollen, sondern man fest vorhabe, Gemeinschaftsprojekte von Messdiener, Pfadfinder und der KaMäJu umzusetzen.

In den wöchentlichen Gruppenstunden der KaMäJu können Kinder vom 1. bis 7. Schuljahr unter Anleitung der Betreuer ihrer Kreativität (z.B. Basteln, Bauen, Kochen) freien Lauf lassen. Der Schwerpunkt bei dem Mitteleinsatz lag auf einer besseren Ausstattung des Pfarrheims und der Ausweitung der Spielesammlung. Auch für Outdoor-Tätigkeiten im Pfarrgarten wurden Spielzeuge angeschafft. Das wohl größte Highlight für alle Teilnehmer war die Amelandfreizeit. Durch einen Teil der Zuwendungen wurde ein kostenfreier Besuch im Kletterpark ermöglicht, der vorher nicht eingeplant war. Das Fazit der KaMäJu-Vertreter lautete: „Eine tolle Maßnahme zum besseren Kennenlernen und Zusammenwachsen. Ein einmaliger Ausflug, der sonst nicht möglich gewesen wäre.“

Die Georgspfadfinder Mendig, zu denen aktuell stolze 15 Betreuungskräften und insgesamt rund 50 Pfadfindern zählen, hatten ebenfalls schnell einen Verwendungszweck ausfindig gemacht. Voller Stolz konnten die anwesenden Vertreter berichten, dass neue Baumaschinen gekauft wurden, um den Werkzeugfundus zu erweitern und den Werkraum neu auszustatten. So habe sich unterdessen die Anschaffung einer neuen Spaltaxt schon oft bezahlt gemacht. Auch wurden die Gelder für die Reparatur und Anschaffung von einheitlichen Zelte-Säcken für das jährliche Zeltlager verwendet.

Für die Messdienergemeinschaft berichtete Edgar Girolstein, dass derweil eine Unterkunft unterhalb der Rendantur in Obermendig gefunden wurde. Aufgrund der hohen Kosten ist diese Räumlichkeit zunächst nur provisorisch hergerichtet. Von den Zuwendungen konnten jedoch u.a. Sitzgarnituren, eine Feuerschale und Musikbox angeschafft werden, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Zudem wurden die bereitgestellten Mittel für die Vogesenfreizeit und Kleingeräte eingesetzt. Unisono haben die Verantwortlichen betont, dass den Zuwendungen auch in Zukunft eine besondere Bedeutung zukommen werde, damit der Teilnehmerbetrag für die Ferienfreizeiten für jedermann erschwinglich bleiben. Die Messdiener der Pfarrei Bell und Rieden haben ihren Messdienern mit den Geldern einen unvergesslichen Tagestrip ins Phantasialand nach Brühl ermöglicht.

Abschließend resümierte Bürgermeister Lempertz, dass die bereitgestellten Gelder sinnvoll und nachhaltig eingesetzt wurden. Beispielhaft komme dies durch die mittlerweile fest etablierte Veranstaltung der örtlichen Jugend „Rock am Sumpf“ zum Ausdruck. Dass die Zuschüsse der Verbandsgemeinde die katholische Jugendarbeit vorbildhaft miteinander verbindet, zeigt unter anderem auch die Absichtserklärung für ein großes „Miteinanderfest“ der Leitungskräfte aller Vereine, welches für 2023 geplant ist. Trotz der schwierigen Finanzausstattung der Kommunen werde man sich auch weiterhin für die Jugendarbeit vor Ort einsetzen, gab der Bürgermeister den Vereinsvertretern bei der Überreichung des symbolischen Schecks für die Mittelbewilligung in 2023 mit auf den Weg.