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Glücksmomente schenken!

Region/Koblenz – Lotto Rheinland-Pfalz und die Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung sammeln gemeinsam für die mobile Kinderhospizarbeit. „Glücksmomente schenken!“ heißt das Motto der diesjährigen Sammelaktion der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH und der Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung unter dem Dach der Initiative „Kinderglück“. Schirmherrin der Initiative ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das ganze Jahr über soll gemeinsam mit dem Hospiz- und Palliativverband Rheinland-Pfalz e. V. möglichst viel Geld für die mobile Kinderhospizarbeit in Rheinland-Pfalz gesammelt werden.

Über 50 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind lebensverkürzend erkrankt. Sie sterben wahrscheinlich, bevor sie erwachsen werden. Die Diagnose verändert nicht nur das Kind selbst, sondern auch das Familien- und Freundesumfeld. Hier setzt die Kinderhospizarbeit an: Die extreme Belastung kann für viele Familien häufig nur mit Hilfe von außen gemeistert werden. Daher ist es sehr wichtig, dass zusätzlich zu der medizinischen Versorgung auch die ambulante und stationäre Kinderhospizarbeit sowie begleitende Angebote zur Entlastung und Hilfe greifen.

„Wir möchten mit der diesjährigen Sammelaktion die sehr wichtige Arbeit der mobilen Kinder- und Jugendhospizdienste unterstützen und den betroffenen Familien zur Seite stehen“, sagt Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner. Und Magnus Schneider, der Vorsitzende des Vorstandes der Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung ergänzt: „Seit wir vor zehn Jahren die Initiative ‚Kinderglück‘ ins Leben gerufen haben, wollten wir Kinder fördern und sie glücklich machen. Es ist eine besonders große Motivation, Glücksmomente gerade für solche Kinder zu schaffen, denen weniger Zeit für Lebensfreude gegeben ist.“

Wertvolle Begleitung ab der Diagnose

Die sechs mobilen Kinder- und Jugendhospizdienste in Rheinland-Pfalz leisten dabei eine immens wichtige Arbeit: „Wir begleiten Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern oder Jugendlichen ab der Diagnose und während der oft jahrelangen Erkrankungsphase. Und wenn die Zeit des Abschieds gekommen ist, werden die Familien auch in ihrer Trauer nicht allein gelassen“, erklärt Uwe Vilz, der Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Rheinland-Pfalz. Die ehrenamtlich Mitarbeitenden der Kinderhospizdienste werden auf ihre Tätigkeit fundiert vorbereitet und durch regelmäßige Fortbildungen unterstützt. Sie begleiten die Familien zu Hause und sind für das betroffene Kind oder den Jugendlichen da, natürlich auch für Eltern und Geschwisterkinder. Dadurch sind sie eine große Unterstützung für die Familien.

Gesammelt wird das ganze Jahr in den rund 900 Lotto-Annahmestellen, bei vielen Veranstaltungen und Aktionen von Lotto Rheinland-Pfalz, so zum Beispiel bei Konzerten der Mainzer Hofsänger, von Django Reinhardt und Oliver Mager oder bei Spielen der Fußball Prominentenmannschaft „Lotto-Elf“.

Schirmherrin ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Seit 2013 sammeln Lotto Rheinland-Pfalz und die Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung jedes Jahr unter dem Dach der Initiative „Kinderglück“ für Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Von Beginn an stand und steht Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Schirmherrin der Initiative zur Seite. In all den Jahren wurden mehr als zwei Millionen Euro gesammelt, unter anderem für die rheinland-pfälzischen Kinderschutzdienste, für Kinder in Frauenhäusern, für Flüchtlingskinder in Rheinland-Pfalz oder auch für Kinder mit geistigen Behinderungen. „Wenn es Lotto Rheinland-Pfalz und die Lotto-Stiftung nicht gäbe, müsste man sie erfinden“, sagt die Ministerpräsidentin, die auch gerne für die Sammelaktion zugunsten der sechs ambulanten Kinderhospize in Rheinland-Pfalz die Schirmherrschaft innehat.

Spendenkonto der Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung:
Sparkasse Koblenz
IBAN: DE13 5705 0120 0000 3152 00
BIC: MALADE51KOB

Standorte der mobilen Kinderhospize in Rheinland-Pfalz:

  • Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst

„Windspiel“ Landau

  • Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst

„Rückenwind“ Hospizverein Kaiserslautern e.V.

  • Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst

„Nestwärme e.V.“ Trier

  • Ambulantes Kinder- und Jugendhospiz des

Koblenzer Hospizvereins

  • Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst

„Mobile“ der Mainzer Hospizgesellschaft

  • Kinder- und Jugendhospizdienst Sterntaler Speyer
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„Sport im Park“ kehrt zurück in den Kommerner Mühlenpark

Mechernich – Vom 2. Mai bis 23. Juni gibt es montags bis freitags von 18 bis 19 Uhr kostenfreie Bewegungsangebote für Jedermann – Barmer bietet einen individuellen Body Check an. Wenn im Mai der Dreiviertel-Takt im Kommerner Mühlenpark erklingt, geht es definitiv nicht um Wiener Walzer. Vielmehr geht es darum, zur speziell komponierten Musik durch ständig wechselnde spannungsvolle und entspannende Bewegungsabläufe Körper und Geist zu trainieren. AROHA heißt die Fitness-Disziplin, die während der Mechernicher Neuauflage von „Sport im Park“ immer montags angeboten wird.

Wegen des Feiertags am 1. Mai geht die achtwöchige Aktion mit 36 Bewegungsangeboten allerdings erst am Dienstag, 2. Mai, los. Die Barmer-Krankenkasse, Kooperationspartner und Hauptsponsor des kostenfreien Angebots, bietet ab 17 Uhr für Interessierte einen Body Check an. Dann werden per Körperanalysewaage verschiedene Parameter wie Körper- und Viszeralfett, Gesamtkörperwasser oder Muskelmasse gemessen. Am Finaltag ist dann ein zweiter Check geplant, damit der hoffentlich positive Effekt des Sportangebots auch Schwarz auf Weiß sichtbar wird.

Gesundheit und Prävention

„Uns liegt Gesundheit und Prävention besonders am Herzen“, betont Guido Otten, Regionalgeschäftsführer der Barmer Euskirchen. Daher sei man sehr glücklich, „Sport im Park“ wieder gemeinsam mit der Stadt Mechernich und dem Kreissportbund sowie mit der Hilfe von ausgewählten Sponsoren und der Mechernich Stiftung durchführen zu können.

Stiftungs-Vorstand Ralf Claßen, gleichzeitig städtischer Dezernent, verweist insbesondere auf das Angebot für Kinder. Während die Eltern immer freitags ab 18 Uhr mit FitMix Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit trainieren können, haben Kinder und Jugendliche parallel dazu beim FitKids-Angebot die Gelegenheit, sich mit Gleichaltrigen an der frischen Luft spielerisch zu bewegen. Während sich dieses Angebot speziell an die jüngere Generation richtet, ist der Nachwuchs natürlich auch an den anderen Tagen eingeladen, mit Sport zu treiben. Denn für Ralf Claßen ist „Sport im Park“ die perfekte Mischung aus „Bewegung, Sport und Spiel in einem herrlichen Ambiente“.

Das bietet der Mühlenpark mit seinen vielfältigen Angeboten in der Tat. Aktuell wird intensiv an der Neugestaltung des Spielplatzes gearbeitet, Der Pumptrack für Radfahrer und Skater sowie die Minigolf-Anlage sind ein gern gesehenes Angebot bei Jung und Alt. Das Mühlenpark-Bistro trägt darüber hinaus zur Aufenthaltsqualität bei. Wenn die Sportler ihre Einheiten bei „Sport im Park“ absolviert haben, gibt es im Bistro die Gelegenheit, bei einem erfrischenden Getränk oder einem Snack den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Yoga und TABATA

Wer das dienstags tut, hat vorher eine Yoga-Einheit absolviert. Sanfte Bewegungen mit bewusster Atmung fördern hierbei die Beweglichkeit und unterstützen die Entspannungsfähigkeit. Mittwochs steht „Functional Training“ auf dem „Sport im Park“-Programm. Das Training eignet sich laut Kreissportbund hervorragend zum Aufbau schlanker und definierter Muskulatur und ist eine perfekte Ergänzung zu anderen Sportarten.

Der Donnerstag steht im Zeichen von TABATA. Dahinter verbirgt sich ein intensives Kraft- und Cardiotraining mit schnell wechselnden Intervallen. „Im Gegensatz zum klassischen Ausdauertraining ist TABATA die ultimative Fettschmelze“, schreibt Markus Strauch. Der Geschäftsführer des Kreissportbundes freut sich, dass „Sport im Park“ auch in Mechernich in die nächste Runde geht. Seit 2020 haben im Mühlenparkt über 1.400 Sportbegeisterte die Angebote wahrgenommen.

In Euskirchen gibt es das Angebot bereits seit 2017, so dass der Kreissportbund seitdem knapp 11.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den unterschiedlichen Bewegungsangeboten begrüßen konnte. Eine Erfolgsgeschichte also, die auch dazu gedacht ist, Menschen nachhaltig für Sport zu begeistern.

Für Stefan John, Geschäftsführer des Mechernicher Stadtsportbundes, ein perfekter Anknüpfungspunkt auch für die Vereine im Stadtgebiet. „Ich werde sicherlich einige Mal bei „Sport im Park“ dabei sein, um die Teilnehmer für die Vereins-Angebote in der Stadt zu begeistern“, so John. Zudem möchte er daraufhin arbeiten, die Vereine künftig noch stärker einzubinden in die Aktion. John: „Für die diesjährige Auflage wünsche ich den Veranstaltern tolles Wetter und einen Mega-Zulauf.“

Kostenfrei und unverbindlich

„Sport im Park“ Mechernich startet am Dienstag, 2. Mai, und endet am Freitag, 23. Juni. Auf dem Programm steht montags AROHA, dienstags Yoga, mittwochs Functional Training, donnerstags TABATA und freitags FitMix & FitKids. Beginn jeweils 18 Uhr, Ende 19 Uhr. Die Angebote sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einfach vorbeikommen und mittrainieren, lautet die Devise. Die qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleiter sorgen dafür, dass untrainierte ebenso wie sportliche Teilnehmer aller Altersgruppen auf ihre Kosten kommen. Benötigt wird lediglich sportliche Kleidung, eine Fitnessmatte oder ein Handtuch und etwas zu Trinken.

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SC 13 Bad Neuenahr trainiert seit Flutkatastrophe in Mayen

Mayen – Die Flutkatastrophe von 2021 zog an der Ahr eine große Zerstörung nach sich, von der auch zahlreiche Sportstätten betroffen waren. So auch das Apollinarisstadion in Bad Neuenahr-Ahrweiler, welches hauptsächlich vom Fußballverein SC 13 Bad Neuenahr genutzt wurde, sowie weitere Rasenplätze, die dem Verein zusätzlich für Trainingseinheiten dienten, sind seitdem ebenfalls nicht mehr nutzbar.

Nach erster Kontaktaufnahme zwischen dem SC 13 Bad Neuenahr mit dem TuS Mayen trat dieser mit dem Vorschlag an die Stadt Mayen heran, dem SC 13 Bad Neuenahr eine Spiel- und Trainingsfläche zur Verfügung zu stellen. Diese Idee nahm die Stadt Mayen gerne auf und stellte den Kontakt mit den Vereinsverantwortlichen her.

Seit dem Hochwasser spielen und trainieren nun die 1. Damenmannschaft (Regionalliga) und die U17 (Regionalliga) des SC 13 Bad Neuenahr im Mayener Nettetalstadion und im Winter auf dem Kunstrasenplatz „TuS Platz“. Da beide Mannschaft Regionalliga, bzw. die U17 in der Saison 20/21 noch Bundesliga spielen, musste die Stadt Mayen die Spielstätten beim DFB für die Austragung der Meisterschaftsspiele anmelden.

In der Saison 2021/2022 hat die 1. Frauenmannschaft das Finale des Rheinlandpokals im Mayener Nettetalstadion gewonnen und krönte sich somit zum Rheinlandpokalsieger, welcher an dem DFB-Pokal der Frauen teilnehmen darf.

In der Frauenfußball Regionalliga Südwest trat der SC 13 Bad Neuenahr kürzlich gegen den 1.FC Saarbrücken an. Mayens Oberbürgermeister Dirk Meid konnte bei dieser Partie im Nettetal Stadion dabei sein. Der Verein nutzte die Gelegenheit für eine feierliche Urkundenübergabe und ernannte die Stadt Mayen zum Ehrenmitglied des SC Bad Neuenahr. Mit dieser Geste dankte der Verein der Stadt Mayen für die Unterstützung nach der Flut. Die Urkunde wurde von Spielführerin Stefanie Lotzien übergeben – auch der Vorsitzende Marcello Montuori war bei der Übergabe mit dabei.

„Es freut mich sehr, dass wir als Stadt Mayen dem SC 13 Bad Neuenahr in dieser schwierigen Zeit eine Spielstätte zur Verfügung stellen können. Auch freut es mich, dass die Mayener Fußballvereine hier ein gutes Beispiel für „sportliche Solidarität“ abgeben. Die Hilfsbereitschaft im Bereich Sport und Freizeit hat für die jungen Frauen eine große Bedeutung und ermöglicht es ihnen, auch in den schweren Zeiten ihrem Hobby weiter nachgehen zu können“, so der Stadtchef.

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Austausch – Aachener OBin Sibylle Keupen im Gespräch mit der Letzten Generation

Aachen – Zu einem konstruktiven Austausch über Klimapolitik hat sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen mit Vertreterinnen der Letzten Generation getroffen. Im Dialog wurden die jeweiligen Sichtweisen erörtert. Das gemeinsame Ziel lautet, Klimaneutralität so schnell und sozial wie möglich zu erreichen.

Bereits zu Beginn des Gespräches stellte Keupen klar, dass in einer Demokratie Widerstand möglich sein muss, egal, ob man mit den Positionen oder Formen des Protests der Letzten Generation einverstanden ist: „Zwischen Klimaschutz und Demokratie gibt es keinen Widerspruch, da beides am besten zusammen geht.“

Auch wenn die Oberbürgermeisterin die Form des Protests problematisch findet, nimmt sie die Angst vor der Zukunft der kommenden Generationen ernst. Das gemeinsame Ziel sei es, die Klimakrise aufzuhalten und für einen konsequenten Klimaschutz einzustehen. „Wir sind insgesamt noch viel zu langsam, die aktuellen Maßnahmen reichen nicht aus. Es gilt, die Erderhitzung unbedingt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen“, mahnt Aachens Oberbürgermeisterin.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass eine Veränderung hin zu einer enkeltauglichen Stadt nur möglich ist, wenn möglichst viele Bürger*innen sich über die bisherigen Gremien hinaus beteiligen. „Alle Kräfte werden für die Umsetzung der Klimaziele gebraucht“, appelliert Keupen.

Deshalb unterstützt die Oberbürgermeisterin ausdrücklich das Vorhaben der Bundesregierung aus dem Koalitionsvertrag, Bürger*innenräte zu gründen. Hier geht Aachen vorbildlich voran. Im Herbst wird in Aachen der erste ständige Bürger*innenrat Deutschlands tagen, der das wichtige Klimathema aufgreifen kann. Für eine partizipative Stadtgesellschaft und um Bürger*innen aktiv in politische Prozesse einzubeziehen sei der Bürger*innenrat ein wichtiges Instrument, das weit über ein Diskussionsforum hinausgeht.

Die Vertreterinnen der Letzten Generation sprechen sich für einen Gesellschaftsrat aus. Dieser habe ein vergleichbares Ziel, weicht allerdings zum Beispiel bei der Frage der Entscheidungskompetenz von einem Bürger*innenrat ab. „Falls ein Gesellschaftsrat gegründet wird,“ so Keupen, „können wir unsere Erfahrung aus dem Bürger*innenrat sicherlich dort einbringen.“

 

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Kunst & Kultur

17 Aussteller zeigen bis zum 5. Mai in der Galerie der HwK Koblenz ihre Arbeiten

Region/Koblenz – „Credo“ ist Ausstellung und Gedankenforum ganz im Sinne gut gestalteten Kunsthandwerks. Galerie der Handwerkskammer (HwK) Koblenz zeigt Objekte von 17 Spitzenhandwerkern und ist zugleich Hommage an Gestaltungschefin Karin Bille. 12 Jahre hat Karin Bille als Leiterin der Beratungsstelle Formgebung für das gestaltende Handwerk in Rheinland-Pfalz die Arbeit und Entwicklung „ihrer“ Kunsthandwerker mitgeprägt.

Die letzte Ausstellung in ihrer Verantwortung „Credo“ setzt nun ein Ausrufezeichen. Denn es geht nicht nur darum, quer durch Gewerke und Bearbeitungsmaterialien gut Gestaltetes in der Galerie Handwerk zu präsentieren, sondern auch um die Frage, „warum wir tun, was wir tun“. Das setzt eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Schaffen voraus, hinterfragt Ideen und ihre Umsetzung. Eine interessante Kombination, wenn man sich über die Arbeit an ganz realen kunsthandwerklichen Produkten hinaus zu deren Hintergründen erklären soll.

„Mich riefen dann einige an und sagten ab, weil der Terminkalender bereits voll sei“, schmunzelt Karin Bille, gelernte Tischlerin und Diplom-Produktdesignerin. „Kurz darauf sagte einer nach dem anderen wieder zu und verfasste seine Texte, die dann alle als Selbstreflexion des eigenen Tuns sehr aufschlussreich fanden.“ 17 Aussteller zeigen nun bis zum 5. Mai in der Galerie der Handwerkskammer (HwK) Koblenz ihre Arbeiten – samt textlicher Gedanken dazu.

Die Eröffnung der Ausstellung wurde dann auch zur großen Abschiedsfeier einer Beraterin, die Rheinland-Pfalz weit wichtige Akzente im Bereich Gestaltung setzen konnte. HwK-Präsident Kurtz Krautscheid fasste das 12-jährige Wirken Billes so zusammen: „Credo ist nicht nur eine hochspannende, herausfordernde Präsentation von Kunsthandwerk aller Facetten. Es ist zugleich auch eine Zusammenfassung vieler Jahre beratender Tätigkeit von Karin Bille mit unseren Handwerkinnen und Handwerkern. Und ganz sicher ist es auch ein Dankeschön für viele wertvolle Hinweise und Ideen, für das tatkräftige Anpacken bei Veranstaltungen und ihren unermüdlichen Einsatz. Denn auch das sagen unsere gestaltenden Handwerker: Sie war sich für nichts zu fein – eine wahrhafte Überzeugungstäterin im Sinne guter, handwerklicher Gestaltung und ihrer Präsentation!“

Aus dem Wirtschaftsministerium sprach Staatssekretärin Petra Dick-Walther vor 120 Gästen und lobte Karin Bille „als Pionierin, die bereits mit ihrem Ansatz einer handwerklichen Tischlerausbildung andere Herangehensweisen an Gestaltung mitbrachte.“ Als Praktikerin wusste sie genau, was sich mit unterschiedlichen Materialien umsetzen lässt, und was nicht. „Sie hat dem Kunsthandwerk viel Gewicht und Gehör verschafft!“

Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Koblenzer Kammer sagte zu, „dass wir das Kreativhandwerk weiter betreiben werden, weil wir aus den gemachten Erfahrungen damit sehr erfolgreich waren. In allen gestaltenden Handwerken zieht so Kunst und Kultur ein.“ An die Ausstellungsmacherin gerichtet stellte Hellrich auch fest: „Eine Blaupause Karin Bille kriegen wir nie wieder! Wir alle bedanken uns für 12 Jahre treue Arbeit für das rheinland-pfälzische Handwerk! Unter Karin Bille haben alle begriffen, wie wichtig individuelle Aussagekraft ist, denn das Kunsthandwerk hat nur eine Chance, wenn es eigene Ideen und Entwürfe fernab der Regale der Industrie verwirklicht.“

Die scheidende Gestaltungsexperten griff diesen Gedanken im Sinne des Kunsthandwerks auf und appellierte: „Wenn wir uns als Gruppe organisieren, werden wir gesehen. Vernetzung über die Gewerke hinweg war mir immer wichtig. Diesen Weg müssen wir intensivieren, denn die Zukunft wird rauer und wir müssen anders denken und agieren.“ Das traf letztlich auch die Frage an alle Aussteller, „warum wir tun, was wir tun.“

„Credo“ – das Wort umschreibt ein Glaubensbekenntnis oder einen Leitsatz. So lässt sich aus den Objekten in der Galerie Handwerk auch ableiten, welche Glaubenssätze es braucht, damit Kunsthandwerk, das kreative Arbeiten mit den Händen in seiner Exzellenz, gelingt. Ob Kürschner, Schmuckgestalter, Keramiker, Glasveredler, holz-, stoff-, stein- oder papierverarbeitende Handwerke – querbeet durch Materialien und kunsthandwerkliche Sichtweisen überzeugt „Credo“ mit Ausstellungsinhalten, die zugleich eine Hommage an Karin Bille sind. So ist „Credo“ auch für „ihre“ Kunsthandwerker ein Forum, zurückzuschauen auf gestaltende Wege und deren Ergebnisse. Was kein Abschluss ist, sondern Teil eines fortlaufenden Prozesses. „Darauf freuen wir uns und werden ihn gerne unterstützen“, griff Ralf Hellrich die Bedeutung gut gestalteten Kunsthandwerks auf, das nun einen Monat in der Galerie der HwK Koblenz erlebt werden kann.

Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Sonntag, 11.30 bis 16.30 Uhr. Die Ausstellungsräume liegen in der Rizzastraße 24, 56068 Koblenz.

Mehr Informationen: www.hwk-koblenz.de/galerie

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Kunst & Kultur

„Energy Folly“ soll im Energeticon Alsdorf zum Nachdenken über den Klimawandel anregen

Alsdorf – Es werden über 100 sein, gezählt hat er sie nicht. Jedenfalls hat der niederländische Künstler Rob Chevallier mehr als genug alte Auspufftöpfe und -rohre gesammelt, um seinen „Energy Folly“ imposant zu verkleiden. Seine Installation – optisch ein vollbepackter Bastlerschuppen – ist ein Jahr lang auf dem Außengelände des Energeticons beheimatet, bevor sie weiterzieht. Im niederländischen Drenthe hatte Rob Chevallier seinen „Energy Folly“ im vergangenen Jahr aufgestellt. Auch dort mit der klaren Botschaft, die Menschen über die Energiewende nachdenken zu lassen.

„Meine Kunst ist immer ein Statement zum Klimawandel und zum Naturschutz“, sagt der Künstler. Und als solche ist sie Energeticon-Geschäftsführer Thomas König hochwillkommen. „Es ist unser erstes interaktives Exponat für den regenerativen Bereich“, sagt er. Interaktiv deshalb, weil im Inneren des Schuppens auch eine Schreibmaschine zu finden ist. An der sollen vor allem junge Besucherinnen und Besucher in die Tasten hauen und ihre Gedanken zum Klimawandel zu Papier bringen. „Das ist für die junge Generation sicher spannend, sich mit so einem alten Gerät zu beschäftigen und die Tasten klappern zu hören“, freut sich Museumspädagogin Diana Esser. Sollte das Farbband der Maschine aber mal streiken, könnten Kommentare auch per Facebook abgegeben werden. Denn die Frage, ob man weiterhin auf die alte, durch die Auspuffrohre symbolisierte (Verbrenner)Technik setzen sollte, oder neue Wege sucht, steht ja überhaupt im Mittelpunkt beim „Energy Folly“.

Für Alsdorf könnte sich Rob Chevallier noch mehr vorstellen. Er wäre gerne bereit, am Energeticon mit Schülerinnen und Schülern eine „Klimawandelmaschine“ zu bauen. Wie genau die aussehen könnte, weiß er noch nicht – interessierte Schulklassen könnten sich aber schon jetzt im Energeticon melden: info@energeticon.de. (apa)

 

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Kreis Mayen-Koblenz stellt Schüler-Fahrkarten auf Deutschland-Ticket um

Region/Mayen-Koblenz – Jetzt umtauschen: Alte Karten verlieren ab dem 1. Mai ihre Gültigkeit – Mit dem Start des Deutschlandtickets ab Mai stellt der Landkreis Mayen-Koblenz seine Schülerfahrkarten auf das bundesweite 49-Euro-Ticket um. Der Vorverkauf und die Beantragung des Tickets haben bereits begonnen. Landrat Dr. Alexander Saftig freut sich über das neue Angebot, denn mit dem Deutschlandticket wird den Schülern des Landkreises Mayen-Koblenz, die aktuell im Besitz einer Schülermonatskarte sind, mehr Freiraum ermöglicht. „Im Gegensatz zur bisherigen Schülerfahrkarte, die nur regional gültig war, ist das 49-Euro-Ticket deutschlandweit für Busse und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs gültig“, betont der Landrat. Die Antragstellung muss bis zum 15. April erfolgen.

Ein weiterer positiver Aspekt der Umstellung ist, dass das Ticket durchgehend seine Gültigkeit behält. „Die Schüler des Landkreises Mayen-Koblenz können das Deutschlandticket somit auch während der Ferienzeiten für Fahrten ins Schwimmbad, zu Freunden, ins Kino oder zu weiteren Freizeitaktivitäten nutzen. Dies hat – als positiven Nebeneffekt – eine höhere Auslastung des Öffentlichen Nahverkehrs zur Folge“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

Darüber hinaus ist das Deutschlandticket ab September für die betroffenen Schüler auch digital verfügbar. Alternativ erfolgt die Fahrkartenausgabe in Form einer Chipkarte. Für den Beförderungszeitraum von Mai bis August erhalten die betroffenen Schüler das Ticket in Form von QR-Codes auf Papier. Die einmalige Ausgabe erfolgt automatisch über die Schulen im Kreis.

Da die bisherigen Schülerfahrkarten im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel ab dem 1. Mai automatisch ihre Gültigkeit verlieren, ist eine Umstellung auf das Deutschlandticket für die betroffenen Schüler zwingend erforderlich.

Anspruch auf das Deutschlandticket haben alle Schüler, die aktuell im Besitz einer Schülermonatskarte sind. „Das sind in der Regel Grundschüler mit einem Schulweg von mehr als zwei Kilometer Länge und Schüler weiterführender Schulen, deren Schulweg länger als vier Kilometer ist“, erklärt die Leiterin der Fachabteilung ÖPNV Gaby Pauly. Für die förderfähigen Schüler übernimmt der Kreis die monatlichen Ticketkosten in Höhe von 49 Euro.

Weitere Informationen zur Umstellung der Schülerfahrkarten auf das Deutschlandticket sowie alle Fragen und Antworten erhalten Betroffene unter www.kvmyk.de/deutschlandticket.

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Einfach helfen – Das haben Sie getan

Mayen/Vordereifel – Fluthelferurkunden und Fluthelfermedaillen überreicht – ‚‚Einfach helfen – das war Ihre Devise, liebe Helferinnen und Helfer. Einfach helfen – das haben Sie getan, als das Jahrhunderthochwasser Ortschaften der Verbandsgemeinde Vordereifel sowie viele Ortschaften des Ahrtals im Juli 2021 überflutete.‘‘ Mit diesen einleitenden Worten begrüßte Bürgermeister Alfred Schomisch die Fluthelferinnen und Fluthelfer, die seiner Einladung zu einer Feierstunde im großen Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel gefolgt sind.

Er bedankte sich für die selbstlose Hilfe und für die tatkräftige Unterstützung, die sie erwiesen haben. Die Menschen haben in dieser schwierigen Zeit zusammengehalten und sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen eingesetzt. Ihre Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen und für viele Helferinnen und Helfer war dies selbstverständlich.

So zu handeln, ist nicht selbstverständlich. Es ist mehr, als man erwarten kann und darf. Die Fluthelferinnen und Fluthelfer haben eine großartige Leistung für die Menschen in der Verbandsgemeinde Vordereifel sowie für zahlreiche Orte an der Ahr erbracht.

Sie waren da, als viele dringend Hilfe brauchten. Sie haben überall mit angepackt, wo Not am Mann war, sie waren unermüdlich im Einsatz. Als kleine Anerkennung überreichte Bürgermeister Alfred Schomisch 9 Fluthelferinnen und Fluthelfern eine Urkunde sowie die Fluthelfermedaille und dankte ihnen für ihr Engagement.

 

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Haltestelle Großbüllesheim verbindet verschiedene ÖPNV-Angebote im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Der Weg vom Zuhause bis zur Arbeitsstelle sollte idealerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich sein. Damit dies gelingen kann, wird ein Auswahl an verschiedenen Verkehrsmitteln angeboten. Bus und Bahn können kombiniert werden, ebenso gibt es Möglichkeiten e-Bikes oder e-Autos zu leihen. Außerdem gibt es Parkplätze für Fahrräder und Autos, die es erlauben, die Wege mit den eigenen Fahrzeugen zumindest zu minimieren.

Wie diese Möglichkeiten ineinandergreifen, kann man beispielhaft in Großbüllesheim sehen, denn dort ist das Angebot am Bahnhof bereits breit gefächert.

Die Stadtverkehr Euskirchen GmbH hat die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut, d. h. der Bussteig wurde erhöht, es wurde eine Wartehalle als Wetterschutz errichtet und Blindenleitstreifen ermöglichen den Sehbehinderten eine bessere Orientierung. Gleichzeitig wurde mit den Fahrradbügeln auch eine kleine Bike-&Ride-Anlage installiert. Auch wurde der Standort als feste Station in das Eifel E-bike-System des Kreises Euskirchen aufgenommen, so dass bereits heute der Fahrgast für den „letzten Kilometer“ die Verkehrsmittelwahl hat.

Für die Zukunft bestehen Planungen, in Bahnhofsnähe einen Park&Ride-Parkplatz zu errichten. Darüber hinaus soll das Areal von Go-Rheinland modernisiert werden, so dass der Bahnhof in Großbüllesheim zu einem Knotenpunkt ausgebaut werden wird, der verschiedene Angebote ideal verbindet.

 

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Tourismus

Stadt Mayen und Verbandsgemeinde Vordereifel legen erneut ein gemeinsames Urlaubsmagazin auf

Mayen – Druckfrisch geliefert wurde in diesen Tagen das Urlaubsmagazin 2023 Mayen – Vordereifel, welches die Stadt Mayen und die Verbandsgemeinde Vordereifel auch in diesem Jahr wieder gemeinsam für ihre Gäste in einem ansprechenden Design aufgelegt haben.

Die beiden Gebietskörperschaften begreifen sich schon lange als eine gemeinsame Urlaubsregion: Wer in Mayen übernachtet, macht auch gerne einen Abstecher zum Schloss Bürresheim und wer in Kottenheim verweilt, besucht beispielsweise die Erlebniswelten Grubenfeld am gleichnamigen Naturschutzgebiet in Mayen.

Was liegt also näher, als in einer gemeinsamen Broschüre gebündelt für alle Attraktionen der Tourismusregion Mayen – Vordereifel zu werben? Großformatig bebildert wirbt das Magazin, sowohl in deutscher Sprache als auch in Niederländisch, Französisch und Englisch für die Highlights in der Region.

Neben dem vielfältigen Wanderangebot mit den beliebten Traumpfaden wie beispielsweise dem Vulkanpfad oder dem Förstersteig, kommt natürlich auch das Thema „Radfahren“ nicht zu kurz. Des Weiteren gibt es Informationen zu Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Bürresheim, der Genovevaburg, zum Vulkanpark sowie zu kulturellen Angeboten, wie einem Abstecher ins Eifelmuseum oder zu den Mayener Burgfestspielen. Einen Hinweis auf die digitalen Veranstaltungskalender darf natürlich auch nicht fehlen.

Doch das neue Urlaubsmagazin enthält nicht nur Vorschläge für die Freizeitgestaltung im Urlaub, sondern informiert auch über Gastgeber und Übernachtungsmöglichkeiten in der Region.

„Wir sind bestens für die kommende Saison gerüstet und freuen uns, zahlreiche Touristen in unserer schönen Region willkommen zu heißen.“, sind sich Oberbürgermeister Dirk Meid und Verbandsgemeindebürgermeister Alfred Schomisch einig.

Das neue Urlaubsmagazin ist vor Ort in der Tourist-Information Mayen, Theodore-Dreiser-Haus, und im Touristik-Büro Vordereifel, Kelberger Straße 26, erhältlich. Alternativ kann das Magazin telefonisch unter der Nummer 02651-903004, oder per E-Mail an touristinfo@mayenzeit.de kostenfrei bestellt werden.