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Happy Birthday – 10 Jahre ENEWA in Wachtberg

Wachtberg – Ein mutiger Schritt für eine kleine Gemeinde – Ein eigenes Energieunternehmen für Wachtberg? Als Wachtbergs damaliger Bürgermeister Theo Hüffel diese Idee erstmals präsentierte, sei er belächelt worden. Nervös hingegen hätten die lokalen Energieversorger reagiert. Das kleine Wachtberg? Es wird doch nicht etwa…?

Doch, das kleine Wachtberg hat! Es hat sich getraut. Der Weg dahin war zwar alles andere als leicht, ausgesprochen langwierig und mit vielerlei Herausforderungen gespickt, aber es hat sich gelohnt. In den vergangenen zehn Jahren ist die enewa zu einer Wachtberger Erfolgsgeschichte geworden. Auf der kleinen Geburtstagsfeier, zu der die enewa jüngst in den Köllenhof in Ließem eingeladen hatte, ließen einstige und jetzige Beteiligte diese Zeit nochmal Revue passieren. Und so folgte auf einen Rückblick auf die bewegte Gründungszeit, bis die enewa – Energie + Wasser Wachtberg GmbH 2013 endlich an den Start gehen konnte, und wie sich das Unternehmen seitdem entwickelt hat, auch ein Ausblick auf die Aufgaben der Zukunft.

Ein wichtiger Akteur – die enewa

Bürgermeister Jörg Schmidt gratulierte der enewa, die er als wichtigen Akteur in der Gemeinde bezeichnete, zu ihrem Jubiläum. Persönlich besonders dankte er den Geschäftsführern Kai Birkner und Volker Strehl für deren Einsatz. Eine nachhaltige und verlässliche Versorgung mit Energie und Wasser für die Wachtberger Bürgerinnen und Bürger sei seinerzeit das Ziel gewesen. Als Meilenstein nannte Schmidt den Februar 2013, als die STAWAG, die Stadtwerke Aachen AG, als strategischer Partner mit 49-prozentiger Beteiligung in das Projekt mit einstieg. Warum es für eine Kommune wichtig sei, einen eigenen Versorger zu haben, lag für Schmidt auf der Hand: ein direkter Ansprechpartner vor Ort, Seriosität und Verlässlichkeit, langfristige Energie- und Wasserversorgung, sichere und stabile Preise. Strom von der enewa wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen. „Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz! Würden alle Wachtberger enewa-Strom beziehen, hätten wir das Klimaziel beim Strom schon erreicht,“ begeisterte sich Schmidt. In enger Zusammenarbeit von enewa und Verwaltung würden Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung umgesetzt. Beispielhaft nannte er Photovoltaikanlagen (PV), das Pacht-Angebot von PV-Anlagen und die anstehende Wärmeplanung für Wachtberg. Ebenfalls von enewa betrieben – das Hallenbad. Nach Sanierung und Einbau eines Blockheizkraftwerks sind die Besucherzahlen stetig gestiegen. Infrastrukturell hat die enewa zudem öffentliche Ladesäulen für E-Autos gebaut, in Kürze sollen zwei Schnellladesäulen folgen. Mit 51 Prozent der Anteile an enewa profitiert die Gemeinde von den erwirtschafteten Gewinnen und kann so wichtige Investitionen tätigen.

Ziel: Klimaneutralität für Wachtberg

„Energieversorgung muss vor Ort gemacht werden“, war Dr. Christian Becker, Vorstandsvorsitzender der STAWAG, überzeugt. Er bedankte sich nochmals für den Vertrauensvorschuss von damals und umriss kurz die enewa-Gründung. Es sei ein Konzept vieler einzelner Schritte gewesen. Sichtlich stolz zeigte er sich über die erfolgreichen Entwicklungen der letzten zehn Jahre. Dies sei ein Verdienst vieler, der Geschäftsführer, des gesamten enewa-Teams und der Wachtberger Bürgerinnen und Bürger. Nach Strom und Wasser laufen aktuell Verhandlungen zur Übernahme des Gasnetzes, was die Versorgung komplettieren werde. Klimaneutralität für Wachtberg ist das große Ziel!

Für die Bürger da – ein tolles Team

Auch Kai Birkner, Geschäftsführer der enewa, lobte das gute Zusammenwirken vieler und die lokale Verbundenheit. Er erinnerte an Yellow-Strom, das Unternehmen, das Anfang der 2000er Jahre mit Billig-Strom-Kampagnen den Markt aufrüttelte, aber dann doch nicht so erfolgreich war wie gedacht. Marktforscher sahen den Grund hierfür in der fehlenden Kundennähe. Mit der enewa, so Birkner, habe „in Wachtberg die Energieversorgung ihr Zuhause gefunden.“ Die enewa stehe für Kontinuität und Sicherheit, ohne unfaire Klauseln und Lockangebote. „Das funktioniert nur mit einem besonderen Kundenservice, den unsere Mitarbeiter täglich anbieten,“ lobte er das gesamte enewa-Team. Rund 30 Prozent der Wachtbergerinnen und Wachtberger beziehen enewa-Strom, beim Gas sind es 20 Prozent. Die Besucherzahl des Hallenbads hat sich von anfangs 20.000 auf jetzt rund 60.000 erhöht. Seit der Übernahme des Stromnetzes in 2018 und der Übernahme auch des Wassernetzes in Niederbachem 2021 sei der Umsatz von 2,5 Millionen Euro auf mittlerweile 14 Millionen Euro angestiegen, so Birkner. Verluste des Hallenbades können dadurch aufgefangen werden. Einen besonderen Dank richtete er auch an die enewa-Partner: einerseits die STAWAG und RegioNetz, die bei kaufmännischen Arbeiten und Planungen unterstützen, andererseits die Westenergie und e-regio als Dienstleister, die Tag und Nacht bei Störungen bereitstehen. Anspruchsvolle Aufgaben stünden an, richtete er den Blick schließlich nach vorne, der Kauf des Gasnetzes, eine Wärmeplanung für die Gemeinde Wachtberg, Ausbau der Ladeinfrastruktur, weitere PV-Anlagen auf Dächern oder geeigneten größeren Flächen, eine mögliche Biogasanlage… und vieles mehr.

Belächelt, gewarnt – und doch erfolgreich

Theo Hüffel, Ehrenbürgermeister der Gemeinde Wachtberg, erinnerte sich als damaliger Bürgermeister und Ideengeber noch gut an die Anfänge der enewa: Von ungläubigem Staunen über besagtem Belächeln bis hin zu konkreten Warnungen vor der Verantwortung und der Frage, ob es überhaupt rechtlich möglich sei, als kleine Gemeinde einen solchen Schritt zu gehen. Lokale Energieversorger seien aktiv geworden, hätten Kontakt aufgenommen zur Politik vor Ort, er sei sogar aufgefordert worden, sollte es zu einem Beschluss kommen, diesen zu beanstanden, denn der wäre gegen das Wohl der Gemeinde. Dabei ist die Daseinsvorsorge, und dazu zählt auch die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser, eine Pflichtaufgabe. Letztlich hat der Wachtberger Rat mit großer Mehrheit die Gründung eines eigenen Energieversorgungsunternehmens beschlossen. „Ich bin allen, die damals mitgewirkt haben, sehr dankbar. Es war eine mutige und gute Entscheidung“, sagte Hüffel. Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit (heute wichtiger denn je), Nachhaltigkeit, Erreichen der Klimaschutzziele, Rückfluss der Gewinne in die Gemeinde, Bürgernähe – all dies waren einige Punkte der damaligen Zielsetzung. Mit der STAWAG habe man einen kompetenten Partner an seiner Seite bekommen, aber auch das habe nicht allen gefallen. Die unterlegenen Mitbewerber aus der Region legten Vergabebeschwerde ein, die das OLG in Düsseldorf aber schließlich zugunsten Wachtbergs entschied. Eine Episode des Wartens und der Unsicherheit, die Hüffel sehr anschaulich nochmals aufleben ließ.

Zitterpartie zu guter Letzt

Volker Strehl, zweiter enewa-Geschäftsführer, erinnerte sich ebenfalls noch gut an diese Zeit. Zum 1. Januar 2013 sollte die enewa an den Start gehen. Solange die Klage beim OLG Düsseldorf anhängig war, war jedoch noch alles offen. Gerichtstermin sollte im Dezember 2012 sein, noch rechtzeitig, aber der wurde dann auf den Januar 2013 verschoben. Hektik habe sich breit gemacht, so Strehl, aber dank Interimslösung habe man zum 1. Januar 2013 den Betrieb aufnehmen können. Das OLG-Urteil kam am 04. Februar 2013, direkt am Folgetag wurden die enewa-Verträge unterzeichnet.

Langwierige Verhandlungen

Altbürgermeisterin Renate Offergeld steuerte ebenfalls das eine oder andere Erlebnis mit der enewa aus ihrer Zeit als Bürgermeisterin bei. Ein Termin 2014 beim Kartellamt in Düsseldorf wegen des Erwerbs des RWE-Stromnetzes war ihr noch lebhaft in Erinnerung, ebenso 2015 die Vertragsunterzeichnung zur Übernahme des Hallenbades. Harte Verhandlungen habe es 2016 mit der Stadt Bonn im Konzessionsverfahren um das Trinkwasser in Niederbachem gegeben, Anfang Januar 2017 war auch das endlich gelungen. Offergeld dankte allen Beteiligten und gratulierte zum Jubiläum mit dem bekannten und so stimmigen enewa-Slogan: „Wir lassen die Kirche im Dorf. Die Energie auch!“ (mm)

 

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Deutsche Weinkönigin erhält IHK-Weincollier in Trier

Region/Trier – Einmal stillhalten, schon sitzt es. Eva Brockmann hat als 75. Deutsche Weinkönigin das Weincollier der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier erhalten. Dirk Richter, Vorsitzender des IHK-Weinausschusses, überreichte das Schmuckstück während der Sitzung des IHK-Weinausschusses im Weingut Dr. Loosen in Bernkastel-Kues.

Die 24-jährige Weinmajestät aus Franken freute sich sichtlich über den neuen Halsreif: „Das Collier ist wunderschön, ganz große Handwerkskunst. Es ist für mich eine Ehre, dass ich es als 75. Deutsche Weinkönigin tragen darf. So vielen hatten es schon vor mir, so viele Erinnerungen und Erlebnisse sind damit verbunden. Ich freue mich, dass meine nun dazukommen dürfen.“ Auf der Rückseite des Colliers sind die Namen aller Weinhoheiten eingraviert, die es zuvor tragen durften. Brockmann ist die 40. Deutsche Weinkönigin, die das Schmuckstück erhalten hat.

Ein Jahr lang vertritt sie nun die rund 20.000 deutschen Winzer der 13 Anbaugebiete und nimmt im Normalfall mehr als 200 Termine im In- und Ausland wahr. Das Weincollier wird ihr dabei ein strahlender Begleiter sein. Vielleicht lässt sich das Tragen des Colliers auch mit ihrem Wunsch verbinden. „Ich würde gerne einmal das Restaurant „Le Bernardin“ in New York besuchen und den Weinempfehlungen von Sommelier-Weltmeister Aldo Sahm folgen“, sagt sie.

Das traditionelle Weinrebencollier aus den 80er Jahren hat die IHK Trier im Jahr 2000 durch einen Halsreif aus Gold vom Trierer Goldschmiedemeister Alfred Füting ersetzt. Stifter des Colliers ist der verstorbene Ehrenvorsitzende des IHK-Weinausschusses, Herbert Reh.

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Eine breite Allianz stärkt Aachen auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt

Aachen – Bislang haben 32 Unternehmen, Institutionen und Initiativen eigene Beiträge für Aachens Klimastadtvertrag, den Gesamtplan für eine Kohlendioxid (CO2)-neutrale Kommune im Jahr 2030, formuliert. „Klimaschutz geht uns alle an“, sagte Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. „Und jede und jeder kann etwas beitragen.“ Die Stadt hat sich bereits im Jahr 2020 per Ratsbeschluss zur Klimaneutralität bekannt. Seit 2022 gehört Aachen zu 100 ausgewählten Städten in Europa, die beispielhaft zeigen wollen, wie kommunale Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 erreicht werden kann. Ein erster Meilenstein ist die Erstellung eines Gesamtplans für den Weg zur CO2-neutralen Kommune. Bis November 2023 sind für den sogenannten Aachener Klimastadtvertrag 32 Beiträge von ganz unterschiedlichem Umfang eingegangen, darunter die von RWTH Aachen, FH Aachen, STAWAG, der Tischlerei Korr, Sparkasse und Trianel und anderen mehr. Ziel ist, dass bis ins Frühjahr 2024 mindestens einhundert Beiträge zusammenkommen, mehr sind wünschenswert.

„Ein lebenswertes und zukunftssicheres Aachen ist unser gemeinsames Ziel. Der Weg zur klimaneutralen Stadt ist eine herausragende Chance zur Stärkung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit Aachens“, sagte Keupen. „Mit dem Klimastadtvertrag entwickeln wir ein gemeinsames Navigationspapier dafür. Das gibt uns in Aachen einen gewaltigen Schub nach vorne und zeigt den Weg zur nachhaltigen Transformation auf.“ Klimaneutralität sei nicht von heute auf morgen zu erreichen. „Der Weg ist dynamisch und hängt vom Einsatz vieler engagierter Akteur*innen ab“, so Keupen. „Ein Projekt, das unser aller Einsatz bedarf und das wir nur gemeinsam umsetzen können, indem wir Zeit, Ressourcen, Finanzen, Ideen und Vorhaben aufeinander abstimmen.“

Die EU-Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ ist für Aachen ein mächtiges Instrument auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune. Die Auswahl als Best-Practice-Stadt aus insgesamt 370 Bewerberstädten ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern gilt auch als Qualitätssiegel und Zeugnis eines ernsthaften und tragfähigen Konzepts für das eine Ziel: Im Jahr 2030 werden in Aachen nur noch so viele Treibhausgase freigesetzt, wie sie durch die Bindung von Kohlenstoff ausgeglichen werden können.

Der Klimastadtvertrag: Ein Werkzeugkoffer für die Gesamtvision

Eine erste wichtige und gemeinsame Aufgabe im Rahmen der EU-Mission ist es, den Aachener Klimastadtvertrag zu verfassen und zu beschließen, der im März 2024 bei der EU abgegeben werden muss. Der Klimastadtvertrag gilt als umfassender Plan einer Stadtgesellschaft, um den Wandelprozess zur klimaneutralen Stadt zu bewältigen.

Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude, erläuterte: „Aachen kann ein Experimentier- und Innovationszentrum für klimaneutralen Wandel werden. Dabei wird gefragt: Was funktioniert gut und was hat eine echte Hebelwirkung mit Blick auf die Reduktion der Treibhausemissionen? Ausprobieren ist dabei ausdrücklich erwünscht! Die gesamte Stadtgesellschaft – darunter Unternehmen, Institutionen und Vereine – ist gefragt, sich bestmöglich im Transformationsprozess einzubringen. Wichtig sind Maßnahmen mit echter Hebelwirkung, Forschungs- und Transferleistungen sowie kleine Veränderungsprozesse.“

Als Gesamtplan enthält der Klimastadtvertrag wichtige Hinweise, wie in allen Sektoren (zum Beispiel Energie, Gebäude, Abfallwirtschaft und Verkehr) Klimaneutralität zu erreichen ist. Beiträge aus der Stadtgesellschaft werden ebenso aufgelistet wie ein Umsetzungs- und Maßnahmenkatalog und ein Finanzplan.

Als ausgewählte Stadt wird Aachen neben der inhaltlichen Unterstützung in der Strategieentwicklung, der Aufstellung eines Aktionsplans sowie der Einbindung der Stadtgesellschaft bei der Entwicklung zielführender Strukturen beratend tätig sein. Außerdem werden ein bevorzugter Zugang zu einer Vielzahl von Finanzierungsmöglichkeiten wie Förderkulissen, Drittmitteln und vergünstigten Krediten über EU-Programme in Aussicht gestellt. Der Europäischen Union ist bewusst, dass keine der an der Mission teilnehmenden Kommunen in der Lage ist, die Kosten für Klimaneutralität aus dem regulären Haushalt zu tragen. Im Klimastadtvertrag soll das ausdrücklich dargestellt werden.

Jeder Beitrag zählt

Zu den Vorreiter-Einrichtungen, die bereits Beiträge für den Klimastadtvertrag eingereicht haben, zählen zum Beispiel die RWTH Aachen, die FH Aachen, die Tischlerei Korr und die STAWAG sowie die Sparkasse und die Trianel GmbH. Überdies haben sich bereits weitere 26 Aachener Unternehmen und Einrichtungen bei der Stadt gemeldet und wollen sich beteiligen. Einige Vertreter äußerten sich zu ihrer Motivation im Pressegespräch.

Der Rektor der RWTH, Professor Dr. Dr. Ulrich Rüdiger sagte: „Unser Ziel einer klimaneutralen RWTH haben wir bereits vor mehreren Jahren formuliert. Als eine der größten Arbeitgeberinnen der Region und wichtige Akteurin in der Stadt wollen wir so auch einen erheblichen Beitrag zu einem klimaneutralen Aachen bis 2030 leisten. Daher unterstützt die RWTH den Klimastadtvertrag sehr gerne als Premium-Partner.“

„Der Umgang mit dem Klimawandel fordert unser volles Engagement. Gemeinsam mit unseren Partner*innen in Aachen sind wir gefordert, Lösungen für eine nachhaltige und klimaneutrale Entwicklung zu finden und umzusetzen“, betonte FH-Kanzler Volker Stempel.

Der Geschäftsführer der Tischlerei Korr, Olaf Korr, erläuterte: „Wir möchten uns, neben all den großen Player dieser Stadt, bewusst als kleiner Betrieb an der Entwicklung beteiligen, um zu zeigen, dass es bei der Klimawende auf alle ankommt und jeder Beitrag zählt. Am Ende ist es die Summe der vielen Kleinigkeiten.“

Und Wilfried Ullrich, Vorstand der STAWAG hob hervor: „Wir gratulieren der Stadt, dass sie den Zuschlag für dieses Projekt erhalten hat und damit ihren Klimazielen noch mehr Nachdruck verleihen kann. Uns ist es ein besonderes Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern möglichst klimafreundliche Produkte anzubieten. So haben wir als Vorreiter der Energiewende bereits 25 Windparks und 12 Solarfelder am Netz und erzeugen so viel grünen Strom in eigenen Anlagen, dass wir rechnerisch alle Aachener Haushalte und Gewerbebetriebe klimafreundlich versorgen können. Außerdem arbeiten wir intensiv am Ausbau des Wärmenetzes.“

Gemeinsam zu einem klimaneutralen Aachen

Ein klimaneutrales Aachen kann nur gemeinschaftlich erreicht werden. Daher sind Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Initiativen, Interessenvertretungen und Verbände weiterhin dazu eingeladen, eigene Beiträge in den Klimastadtvertrag einzubringen. „Es gibt verschiedene Beteiligungsstufen von Basis- bis zu Premium-Partnerschaften. Die Unterstützungsleistung kann vielfältig aussehen: Von einer Selbstverpflichtung zur Klimaneutralität – gänzlich oder in Teilen – über Innovation und Wissen bis zur Multiplikation und Aufklärung“, sagte Dr. Carin Jansen von der Geschäftsstelle „Klimaneutrales Aachen 2030“.

Ziel der Stadtverwaltung als Koordinatorin des Prozesses ist es auch, die Stadtgesellschaft in ihrer Vielfalt auf dem gemeinsamen Weg zur „Klimaneutralität bis 2030“ aktiv einzubeziehen. Die Unterzeichner*innen fungieren auch als Vorbilder und Ideengeber für Unternehmen und Institutionen, die sich gerade auf den Weg machen, ihren Betrieb klimaneutral auszurichten. „Der Austausch und das Netzwerken sind ausdrücklich Teil des Konzepts“, betonte Jansen. Alle Beiträge gehen in den Klimastadtvertrag ein, der im Frühjahr 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Stadtverwaltung legt als ihren Beitrag das aktuell in der Fortschreibung befindliche Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) vor.

Hintergrund

Die EU-Kommission stellt für die Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ im Rahmen der Förderkulisse HORIZON Europe 360 Millionen Euro bereit. Die „Cities Mission“ will 100 europäische Städte dabei unterstützen, mit einem hohen Grad an Innovation Klimaneutralität bis ins Jahr 2030 zu erreichen und somit zu Vorbildern für alle europäischen Städte zu werden. Die Städte-Mission ist eine von fünf EU-Missionen im Rahmen von HORIZON Europe. All diese Missionen bieten konkrete Lösungen für einige unserer größten gesellschaftlichen Herausforderungen.

Städte sind für mehr als 70 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich und verbrauchen über 65 Prozent der weltweiten Energie. Maßnahmen in den Städten sind für den Klimaschutz von entscheidender Bedeutung und können wesentlich zur Erreichung des Ziels des Europäischen Green Deal beitragen.

Daher zielt die Städte-Mission darauf ab, Städte dabei zu unterstützen, klimaneutral zu werden. Im April 2022 wurden 100 Städte in der EU und 12 Städte in Ländern, die mit Horizont Europa, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der EU (2021-2027), assoziiert sind, ausgewählt, die dann mit Unterstützung der Missionsplattform mit der Entwicklung von Klimastadtverträgen begannen.

Neben Aachen gibt es acht weitere deutsche Städte, die für die EU-Mission ausgewählt wurden, darunter Dortmund, Dresden, Frankfurt/Main, Heidelberg, Leipzig, Mannheim, München und Münster.

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Ehrung der langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VR Bank RheinAhrEifel eG

Region/Koblenz – Anfang November 2023 ehrte die VR Bank RheinAhrEifel eG ihre treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre langjährige Zugehörigkeit und Loyalität im Rahmen der festlichen Jubilarfeier im prunkvollen Koblenzer Schloss. Darunter befanden sich Jubilare, die sich einer beträchtlichen Zahl von über 25, 30, 40 und sogar 45 Jahren der Arbeit in der Bank widmen.

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Sascha Monschauer, drückte seine Wertschätzung in seiner persönlichen Ansprache aus und dankte den 43 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen und ihren Beitrag zum Wohl der Bank und ihrer Kunden. „In einer Zeit, in der berufliche Wechsel an der Tagesordnung sind, ist die Kontinuität und Verbundenheit unserer Jubilare mit der Bank wirklich außergewöhnlich“, so Sascha Monschauer.

Die Jubilare des 25-jährigen Dienstjubiläums sind:

Michael Breitbach, Eva Ebbers, Axel Fuhrmann, Wilhelm Geisen, Claudia Hinze, Claudia Kietzmann, Kurt Adolf Landvogt, Christian Menzen, Karin Oster, Rouven Perling, Hans-Peter Präder, Werner Sartor, Silvia Schumacher, Daniela Trossen

Die Jubilare des 30-jährigen Dienstjubiläums sind:

Oliver Jamann, Marianne Kirsch, Christoph Kollmann, Udo Loch, Sascha Monschauer, Jörg Müller, Susanne Müller, Jessica Reinemann, Martin Ritschdorff, Martina Speth, Sonja Wermes

Die Jubilare des 40-jährigen Dienstjubiläums sind:

Manuela Bahles, Dagmar Blechinger, Birgit Horbert, Rolf Hermann Jächel, Jürgen Eduard Jung, Thomas Klein, Michael Lenz, Ernst Meiner, Thomas Siebertz, Bernd Stumm, Christiane Thull, Dirk Wey, Frank Zenz

Die Jubilare des 45-jährigen Dienstjubiläums sind:

Ewald Emmerich, Reiner Hergarten, Wolfgang Krupp, Harald Link, Karl-Heinz Lüdtke

Die VR Bank RheinAhrEifel eG freut sich auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit und auf eine gemeinsame Zukunft.

 

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Landrat Saftig verleiht höchste Auszeichnung des Landkreises Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz – Es ist die höchste Auszeichnung, die im Landkreis Mayen-Koblenz verliehen wird: der Wappenteller. Geehrt werden damit traditionell jedes Jahr am 7. November, dem Geburtstag des Landkreises, Persönlichkeiten, die sich in der Region verdient gemacht haben. „Das Beste, das einem Landkreis passieren kann, sind Bürger, die sich für ihre Heimat einsetzen, die sich aufmachen und der Gesellschaft etwas geben wollen. Solche Bürger sind wie ein Juwel in einer Gemeinschaft: Sie strahlen aus, sie erfreuen andere Menschen und mit ihrer Strahlkraft ziehen sie andere Menschen an. Solche Menschen – solche Juwelen – gibt es in MYK in erfreulich hoher Zahl“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig während der Feierstunde im Kreishaus. Als Dank für ihr herausragendes Engagement verlieh er vier Frauen und sieben Männern den Wappenteller des Landkreises.

„Unsere diesjährigen Wappentellerträger beweisen, dass man unseren Kreis mit Engagement, Leidenschaft und ganz viel Herz in den verschiedensten Bereichen unheimlich bereichern und besser machen kann“, betonte der Landrat, der den Wappenteller an Werner Blasweiler aus Mayen, Heribert Hänzgen aus Baar, die Eheleute Helga und Dr. Dieter Knapp aus Dieblich, Gertrud und Gerd Kohlhaas aus Mayen, Agathe Mäurer aus Andernach und Helmut Rohm aus Mülheim-Kärlich überreichte. Mit dem Großen Wappenteller wurden Christian Berentzen aus Rhens sowie Kurt Schmitt aus Mayen und Hedi Thelen aus Plaidt geehrt. Musikalisch begleitet wurde die Verleihung der Wappenteller von jungen und talentierten Musikern der Kreismusikschule.

Der mit dem Wappenteller ausgezeichnete Werner Blasweiler aus Mayen, so hob es der Kreischef hervor, ist ein Mensch, der aus den Bereichen Heimatkunde, Sport und Karneval, insbesondere in Mayen, nicht mehr wegzudenken ist. Von äußerst gefragten Mundart-Stadtführungen durch Mayen, Mundart-Lesungen und dem Schreiben von Mundart-Reden über das Engagement als jahrelanger, ehrenamtlicher Jugendleiter und -trainer im TuS Mayen, SV Rheinland Mayen und TuS Hausen bis hin zum Pressereferenten der RKK und dem Chefredakteur der Verbandszeitschrift „Die Bütt“ sowie dem Buchautor des Taschenbuches „100 Dinge, die man über Mayen wissen muss“. „Werner Blasweiler ist ein Mayener Urgestein und mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner Leidenschaft und seinem ehrlichen, lebensfrohen Charakter hat er sich in den Herzen seiner Mitmenschen verewigt“, lobte Landrat Dr. Saftig. Leider konnte Werner Blasweiler aus terminlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein, seine Ehrung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Als Ortsbürgermeister ist es dem Wappentellerträger Heribert Hänzgen aus Baar seit eh und je eine Herzensangelegenheit, sich für die Anliegen und Interessen der Ortsgemeinde Baar einzusetzen. Seit 1989 ist Hänzgen Mitglied des Gemeinderates der Ortsgemeinde Baar, seit 1999 ist er Ortsbürgermeister. „Mit viel Energie, Leidenschaft und immer mit Augenmaß, zum Wohl unseres Landkreises, der Verbandsgemeinde Vordereifel und insbesondere der Ortsgemeinde Baar sowie der Bürger haben Sie, lieber Herr Hänzgen, sich in der Politik engagiert“, sagte der Kreischef, dem es ein besonderes Anliegen war, zu betonen, wie wichtig und wertvoll das Amt des Ortsbürgermeisters für den Landkreis und für die Gesellschaft ist. In seiner Amtszeit gestaltete Hänzgen die Gemeindepolitik in Baar maßgeblich mit und brachte einiges auf den Weg: So wurden unter anderem insgesamt drei Neubaugebiete mit 48 Bauplätzen erschlossen, es wurde ein Kunstrasenplatz – der Sportpark Baar – gebaut sowie zwei Wanderwege „7 Dörfer Weg“ und der Traumpfad „Wanderather“ geschaffen.

Mit viel Energie und Leidenschaft engagieren sich die Eheleute Helga und Dr. Dieter Knapp aus Dieblich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in ihrer Heimatgemeinde Dieblich. Ihr Einsatz geht aber auch weit über die Landkreisgrenzen hinaus: Immer wieder reisen die beiden in Krisengebiete wie Afghanistan, Nepal oder Tansania. Dort führen Helga und Dr. Dieter Knapp mit einem Team von Ärzten, Chirurgen, Krankenschwestern und Pflegern ehrenamtlich und unentgeltlich Operationen und Behandlungen durch – eine Hilfe, die es für die Menschen in diesen Regionen sonst nicht gibt. Zuletzt gründeten die Eheleute den Verein „Dieblich hilft“. Entstanden ist dieser aus einer Initiative im Rahmen der Ukrainehilfe. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, von durch Katastrophen, Kriege, Gewalt, Krisen, Pandemien, Krankheiten, Diskriminierung oder Verletzungen in Not geratene Menschen zu unterstützen. „Sie, liebe Eheleute Knapp, gehören zu den Frauen und Männern, die das Wort ‚Nächstenliebe‘ leben und in unserer Region Mayen-Koblenz manifestieren. Dafür gebührt Ihnen großer Respekt und Anerkennung“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig.

Gertrud und Gerd Kohlhaas aus Mayen haben sich mit Leib und Seele der Ehrenamtlichkeit verschrieben. Während der Flüchtlingskrise 2015 gründeten sie gemeinsam den Verein „Flüchtlingshilfe im Raum Mayen“. Dieser richtet sich heute vorwiegend an Menschen in der Lebensphase „nach dem Beruf oder kurz vor dessen Ende“, die eine Gelegenheit suchen, eigene Ideen für ein gemeinsames Engagement in der Stadt zu entwickeln und diese in kleinen Gruppen selbst umzusetzen. „Herr Kohlhaas kümmert sich, wie seine ehrenamtlichen Kollegen sagen würden, „mit Liebe zur Genauigkeit“ um die Pflege des Internetauftritts und den Newsletter des Vereins, während Frau Kohlhaas sich der Unterrichtung von Sprachkursen verschrieben hat“, sagte der Landrat und bezeichnete die Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten als eine der bedeutendsten humanitären Herausforderungen unserer Zeit. „Sie erfordert das Engagement und die Solidarität vieler Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und Energie in die Unterstützung dieser Menschen zu investieren“, betonte Dr. Saftig und dankte Gerd und Gertrud Kohlhaas herzlich für deren herausragenden Einsatz für die Region.

Getreu dem Motto „Der stete Tropfen höhlt den Stein“ ist Agathe Mäurer aus Andernach bereits jahrelang tatkräftig in der Kommunalpolitik tätig. Die Preisträgerin, die zugleich Vorsitzende der AWO-Ortsgruppe Kell ist, fällt aber nicht nur durch ihr umfassendes politisches und soziales Engagement auf, sondern ist auch ein echter Karnevalsjeck. Ob beim Veilchendienstagsumzug, im Publikum der Karnevalssitzungen oder direkt in der Bütt, ihr Engagement bleibt unerlässlich und zeichnet sich auch in ihren selbstgeschriebenen Büttenreden ab. Neben all dem ist Mäurer Initiatorin und Macherin des Keller Krippenweges, der seit Jahren Tausende Besucher in den Keller Wald lockt. Nicht umsonst bezeichnete Landrat Dr. Saftig Mäurer in seiner Laudatio als „echter Tausendsassa in Sachen Politik, Karneval und Ehrenamt“. „Ihre jahrelange Hingabe und Ihr unermüdlicher Einsatz in den Bereichen Politik und Karneval sind ein inspirierendes Vorbild für uns alle. Sie haben gezeigt, dass es möglich ist, sich in verschiedenen Bereichen gleichzeitig zu engagieren und dabei eine nachhaltige Wirkung zu erzielen“, lobte der Kreischef und gratulierte der Geehrten zur Auszeichnung.

Viele kennen den Wappentellerträger Helmut Rohm aus Mülheim-Kärlich als „echtes Mülheim-Kärlicher-Urgestein“, für den die Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Mittelpunkt seines vielfältigen ehrenamtlichen Wirkens steht. Rohm ist seit mehr als 50 Jahren Mitglied des Vorstandes des damaligen SSV Mülheim und der heutigen SG Mülheim-Kärlich 2000. In dieser Zeit war er abwechselnd als Vorsitzender, zweiter Vorsitzender, Geschäftsführer und Schatzmeister für die Vereine verantwortlich. „Sie haben die rasante sportliche Entwicklung des Vereins bis in die Oberliga sowie die soziale und enorme integrative Entwicklung des Vereins in der Jugendarbeit maßgeblich gefördert. Die SG Mülheim-Kärlich 2000 gehört aktuell zu den führenden Sportvereinen in der Jugendarbeit im nördlichen Rheinland-Pfalz“, sagte der Landrat und machte deutlich, dass dem Geehrten die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schon von Beginn an am Herzen liegt. „Ihre Hingabe und Ihre selbstlose Bereitschaft, Ihre Zeit und Ihre Energie in die Förderung und Unterstützung junger Menschen zu investieren, sind von unschätzbarem Wert und verdienen höchste Anerkennung“, betonte der Kreischef.

Mit dem großen Wappenteller ausgezeichnet wurde Christian Berentzen vom Rhenser Mineralbrunnen aus Rhens. Gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich bot sich ihm im Jahr 2017 die Gelegenheit, den in Not geratenen Rhenser Mineralbrunnen zu kaufen. Beide zögerten nicht lange und verfolgten seitdem das Ziel, den Wasserabfüller sozialer, ökologischer und gesundheitsorientierter zu machen. „Ihr Ziel der Neuausrichtung war es, Rhenser als Traditionsbrunnen mit einer Start-up-Mentalität weiterzuentwickeln. Innovation und Tradition unter einem Dach. Der Fokus des Unternehmens liegt dabei auf der Reformulierung und Neuentwicklung von Getränken, mit den Schwerpunkten Reinheit, Gesundheit und Zuckerreduzierung. Und das mit Erfolg: Mittlerweile bietet Ihr Unternehmen ein breites Produktportfolio von hochwertigem Mineralwasser über Bio-AquaPlus-Getränken bis hin zu zuckerreduzierten Limonaden an“, richtete Landrat Dr. Alexander Saftig seine Worte an den Geehrten und dankte für das wertvolle Engagement in der Region Mayen-Koblenz. Der Wappenteller gebührt ebenfalls dem im Frühjahr plötzlich und unerwartet verstorbenen Friedrich Berentzen.

Ebenfalls mit dem Großen Wappenteller des Landkreises ausgezeichnet wurde Kurt Schmitt aus Mayen. In der Funktion als Planer in der Schulabteilung der Kreisverwaltung arbeitete der Geehrte akribisch an Projekten. So initiierte er unter anderem die Installation der Holzhackschnitzelanlage im Schulzentrum Andernach. „Die Installation der Anlage ist ein perfektes Beispiel für Ihre Leistungen, mit denen Sie nicht nur eine umweltfreundliche Lösung geschaffen, sondern auch den Grundstein für nachhaltige Bildung und Umweltbewusstsein gelegt haben. Sie haben immer viele Dinge frühzeitig zu Gunsten des Landkreises vorgedacht und gelenkt, um die Weichen in Richtung Ökologie zu stellen“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig und dankte dem Pionier und Motor der Integrierten Umweltberatung des Landkreises sowie dem Gründungsmitglied des Bau- und Energie Netzwerk Mittelrhein für seinen herausragende Arbeit.

Auch Hedi Thelen aus Plaidt wurde mit dem Großen Wappenteller für ihr außerordentliches politisches Engagement geehrt. Sie trat 1975 der CDU bei. 1991 wurde sie Landesvorstandsmitglied der rheinland-pfälzischen Frauen-Union. Seit 1996 ist sie Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages und seit 1999 des Verbandsgemeinderates Pellenz. Nach verschiedenen Funktionen in der Frauen-Union wurde Thelen 1997 Mitglied des Bundesvorstandes. Derzeit ist sie Kreisvorsitzende der Frauen-Union Mayen-Koblenz und Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Koblenz-Montabaur. „Ihr politisches Engagement geht weit über das Alltägliche hinaus. Sie haben sich stets für die Anliegen und Bedürfnisse der Bürger in unserer Region eingesetzt. Ihre Leidenschaft und Ihr unermüdlicher Einsatz haben dazu beigetragen, positive Veränderungen und Entwicklungen in unserem Landkreis Mayen-Koblenz zu bewirken. Ihre politische Arbeit zeichnet sich nicht nur durch Fachkompetenz aus, sondern auch durch ein tiefes Verständnis für die Anliegen der Menschen. Sie haben zugehört, Veränderungen vorangetrieben und sich für die Belange der Bürger eingesetzt“, betonte der Landrat.

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Die Veranstaltung „Kommere, sing met“ hat Verstärkung bekommen

Mechernich-Kommern – Mitsing-Kneipen-Abend beginnt am Sonntag, 19. November, um 18 Uhr – Erlös geht an die Mechernich-Stiftung und an die Kölner Wohnungslosenhilfe Oase – Freier Eintritt, aber Hut geht rum. Bislang war es lediglich ein Pläsier mit d’r Plaat, jetzt kommt noch Verstärkung dazu. Die Band „Scharmöör“ wird bei „Kommere, sing met“ auch am Start sein. Das kündigt jetzt Organisator Harald van Bonn an, auch bekannt als „De Plaat“. Gemeinsam mit Mitgliedern der Band „Pläsier“ und dem Publikum steht gesanglichen Höchstleistungen also nichts mehr im Wege, wenn es am Sonntag, 19. November, um 18 Uhr im Kommerner „Stollen“ losgeht.

Für Ralf Claßen gibt es bei dieser Veranstaltung eigentlich nur Gewinner. „Die Obdachlosenhilfe Oase, die Mechernich-Stiftung und der ‚Stollen‘“, nennt Mechernichs Kämmerer und Stiftungs-Vorstand alleine drei. Harald van Bonn ergänzt: „Und natürlich das Publikum.“

Dem wird die Plaat 20 neue kölsche Leeder vorstellen. Zudem erhalten die Besucherinnen und Besucher die Texte und können mitsingen – und am Ende stimmen sie über den Kneipen-Hit des Jahres ab. Damit sie zwischendurch auch mal ihre Kehlen anfeuchten können, treten einige Musiker von „Pläsier“ und „Scharmöör“ live auf – ohne Gage versteht sich.

Platz für 100 Gäste

„Wir werden etliche Tische und Stühle ausräumen, damit rund 100 Gäste Platz finden können“, erklärte Stollen-Wirt Michael Schepers. Unterstützt wird das Ganze von Stephan Brings. Dass er bei einer Veranstaltung für den guten Zweck ebenfalls zu Gitarre und Mikrofon greift, ist für den sympathischen Kölsch-Rocker natürlich Ehrensache.

Dass sich die Veranstalter dabei auf eine gewisse Gradwanderung begeben, ist allen bewusst. Denn der 19. November ist Volkstrauertag. „Daher fangen wir auch erst um 18 Uhr an“, betont Ralf Claßen, der wegen der sehr kurzen Session von einer sehr schwierigen Terminfindung berichtet.

„Uns war einfach wichtig, dass wir diese Veranstaltung durchführen können. Denn als Stiftung merken wir sehr deutlich, dass die Spendenbereitschaft spürbar abnimmt“, so der Mechernicher Kämmerer. Gleichzeitig gebe es viele Menschen, die die Hilfe der Stiftung benötigten. „Diese Hilfe ist uns so wichtig, dass wir den Termin für absolut vertretbar halten“, sagt Stiftungs-Vorstand Ralf Claßen weiter.

Das findet auch Harald van Bonn, der sich darüber freut, dass ein Herzensprojekt von ihm ebenfalls unterstützt wird. „Denn die Wohnungslosenhilfe ‚Oase‘ in Köln leistet einfach großartige Arbeit“, berichtet Harald van Bonn, der darauf hofft, dass der rote Zylinder, der am Abend rumgeht, von den Gästen gut gefüllt wird. Schließlich ist der Eintritt zur Premiere von „Kommere, sing met!“ frei.

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Gedenkweg in Gemünd zum 85. Jahrestag der Reichspogromnacht am heutigen Donnerstag 9. November 2023

Schleiden – Weg der Erinnerung – Treffpunkt ist um 18:00 Uhr am Marienplatz Gemünd – Seit vielen Jahren wird in unserer Region der Geschehnisse der Reichspogromnacht am 9. November 1938 gedacht. In dieser Nacht wurden überall in Deutschland Synagogen angezündet, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger verpönt, verfolgt, verletzt und schlimmstenfalls ermordet. Die Ereignisse der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 können als Auftakt in die systematische Verfolgung der Juden in Deutschland und später den besetzten Gebieten angesehen werden, die im unvorstellbaren Massenmord geendet haben.

In diesem Jahr jährt sich die Reichspogromnacht zum 85. Mal. Aus diesem Anlass sind alle Interessierten herzlich eingeladen, die Gedenkveranstaltung am 9. November 2023 zu begleiten. Diese steht unter dem Motto „Stolpern – erinnern – nach vorne schauen; Weg der Erinnerung in Gemünd“. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr am Marienplatz.

Von dort wird der „Weg der Erinnerung“ entlang der Stolpersteine zum historischen Synagogenstandort in der Straße „Am Kreuzberg“ begangen. Anschließend findet ein ökumenischer Abschluss in der katholischen Kirche in Gemünd statt.

Die evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Schleidener Tal, die katholische Gemeinschaft der Gemeinden Hellenthal und Schleiden, die Nationalpark Seelsorge, JudiT.H, der Projektkurs „Stolpersteine“ des städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasium, die GfW Schleiden und die Stadt Schleiden sind Träger der diesjährigen Veranstaltung.

„Ursprünglich anlässlich des 85. Jahrestages der Reichspogromnacht geplant, ist der „Weg der Erinnerung“ aufgrund des schrecklichen Angriffs der Terrororganisation Hamas auf Israel und der unverzeihlichen antisemitischen Kundgebungen in Deutschland leider aktueller denn je“, so Bürgermeister Pfennings. „Aus der Vergangenheit lernen heißt auch in der Gegenwart die Stimme zu erheben: Nie wieder! Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen der Solidarität mit Israel und der jüdischen Gemeinde in Deutschland setzen.“

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Mit Bibern und Bären fing es an – Alsdorfer Familienzentrum „Biberburg“ feierte 25-Jähriges

Alsdorf – Mit Bibern, Bären, Bienen und Tigerenten ging es los. Mit vier Gruppen ist die Kita Biberburg vor 25 Jahren in einem kernsanierten Restbauernhof in Hoengen gestartet. Und schon zu Beginn war die integrative Arbeit ein Schwerpunkt. Das Jubiläum wurde jetzt mit vielen Weggefährten von einst und heute gefeiert. Auch Bürgermeister Alfred Sonders gehörte zu den vielen Gästen, die zum Jubiläum gratulierten.

Mehr als 20 Jahre lang hatte Sylvia Raders die Kita geleitet, seit kurzem ist Frederic Dönhoff ihr Nachfolger, der die Gäste begrüßte. „Seit je her arbeiten wir in der Biberburg stärkenorientiert und versuchen immer das Beste eines jeden Menschen zu erkennen. Dieses hohe Maß an Akzeptanz schafft eine Atmosphäre, in der es sich wunderbar arbeiten lässt und durch die entstandene Nähe zu den Kindern, war und ist es uns möglich, diese bestmöglich zu fördern. Von daher lebt der Inklusionsgedanke vom ersten Tag an in der Biberburg!“

2011 wurde die Biberburg zertifiziertes Integratives Familienzentrum NRW. Seitdem gibt es zusätzliche, vielfältige Angebote für Familien. „Wir arbeiten mit zahlreichen Kooperationspartnern und Förderern zusammen und können dadurch ein breites Spektrum an Beratungsmöglichkeiten, Aktivitäten und anderen Aktionen anbieten.“ Eine wichtige Stütze ist dabei der Förderverein. Unter anderem ein Bauwagen konnte durch die finanzielle Unterstützung angeschafft werden, auch die Einrichtung eines Snoezelraums, in dem die Kinder sich zurückziehen können, wurde durch den Förderverein ermöglicht. Eine neue Kletterwand steht nun auf der Agenda. Die Einnahmen des Jubiläumsfestes sollen deren Anschaffung ebenfalls unterstützen. Beim Fest gab es neben einem „Wichtelbingo“ auch ein Mitmachkonzert mit „Maikes Rappelkiste“, das viel Beifall erntete. (apa)

 

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Zukunftsscouts der IHK Aachen beraten zu Förderungen im Strukturwandel

Aachen – Für Unternehmen aus der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg, die vom Strukturwandel betroffen sind, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen zwei neue Ansprechpartner: Humaam Mazyek und Sven Dohmen unterstützen Betriebe rund um das Förderprogramm „Zukunftsgutscheine Rheinisches Revier“.

„Struktur- und Klimawandel stellen unsere Wirtschaft vor erhebliche Herausforderungen: Zahlreiche Geschäftsmodelle müssen angepasst, Prozesse aktualisiert und Zulieferstrukturen neu ausgerichtet werden“, sagt Dohmen. „Zugleich bietet sich die Chance, umweltfreundlicher und ressourceneffizienter zu arbeiten und zusätzliche Wachstumsmärkte zu erschließen. Da setzen die Zukunftsgutscheine an.“

Kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz im Rheinischen Revier können finanzielle Unterstützung für Beratungsleistungen in den Bereichen Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Green Economy und Digitalisierung beantragen. Außerdem stehen Fördermittel für neues Personal und für die Qualifizierung der bestehenden Belegschaft zur Verfügung. „Besonders interessant ist, dass betriebliche Investitionen zur Umsetzung des Transformationsprozesses mit bis zu 60 Prozent gefördert werden“, betont Mazyek. „Gemeinsam mit den Unternehmen finden wir die für sie am besten geeigneten Fördermöglichkeiten.“

Für Beratungsleistungen sieht das Programm eine Förderung von bis zu 10.800 Euro vor. Bei Investitionen stehen Fördersummen von bis zu zwei Millionen Euro bereit. Für neues Personal sind bis zu 70.318 Euro und für Qualifizierung oder Coaching bis zu 8.550 Euro möglich. „Deshalb ermuntern wir kleine und mittlere Unternehmen, die in ihre Zukunft im Rheinischen Revier investieren wollen, sich mit uns in Verbindung zu setzen“, betonen Dohmen und Mazyek.

Die beiden IHK-Experten sind telefonisch unter 0241 4460-281 und -280 oder per E-Mail unter zukunftsgutscheine@aachen.ihk.de erreichbar, um Interessierte kostenfrei zu beraten und bei der Beantragung der Fördermittel zu unterstützen. Darüber hinaus erklären die Zukunftsscouts gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der IHKs zu Köln und Mittlerer Niederrhein am Mittwoch, 15. November, wie Betriebe von den Zukunftsgutscheinen profitieren. Die Beratungen werden während der Veranstaltung „Unternehmen im Wandel“ von 9:30 bis 13 Uhr im Kreativwerk Elim, An Gut Nazareth 68, in Düren angeboten. Interessierte können sich kostenfrei unter www.ihk.de/aachen/transformation anmelden.

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Tourismus

„Kampai!“- Ahrweinkönigin Katja Hermann mit Ministerpräsidentin Dreyer in Japan

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Persönlicher Bericht von Katja Hermann zur rheinland-pfälzischen Delegationsreise – Zu Gast in Japan war Ahrweinkönigin Katja Hermann im Oktober. Sie war Teil einer Delegationsreise des Landes Rheinland-Pfalz, angeführt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Hauptschwerpunkt  war das Thema „Resilienz und Transformation angesichts von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Klimawandel“. Neben Katja Hermann als Repräsentantin der rheinland-pfälzischen Weine waren beispielsweise auch Dr. Kirstin Eisenhauer, die neue Landesbrand- und Katastrophenschutzinspekteurin, sowie Dr. Prof. Andreas Dengel, Geschäftsführer des Deutschen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz (DFKI), als Delegationsmitglieder mit dabei. In einem persönlichen Bericht gibt die Ahrweinkönigin Einblicke in ihre Erlebnisse:

Liebe Leserinnen und Leser,

als ich am 25. Mai 2023 zur Ahrweinkönigin proklamiert wurde, hätte ich mir nicht vorstellen können, wie viel Wunderschönes ich diesem Amt erleben darf. Bereits zwei Monate später erhielt ich eine E-Mail, die mich überraschte: „Möchte die Ahrweinkönigin Katja Hermann rheinland-pfälzische Weine in Japan vorstellen?“ Zu dem Zeitpunkt war ich schon völlig aus dem Häuschen und konnte es kaum glauben. Japan, ein Land, welches ehrlich gesagt nicht ganz oben auf meiner Reiseliste stand. Meine erste Fernreise und dann noch mit einer Gruppe, die ich nicht kannte, in ein Land, dessen Sprache ich nicht beherrsche und welches für Weingenuss aus Trauben nicht wirklich bekannt ist. Aber natürlich habe ich keine Sekunde gezögert und direkt zugesagt!

Dank meinem flexiblen Arbeitgeber wurde mir spontan Urlaub gewährt und der Reisepass wurde schnell beantragt. Ich war ziemlich aufgeregt und hatte ein bisschen Angst vor so einer großen Reise  – kann ich das? Bin ich wirklich geeignet dafür, unsere rheinland-pfälzischen Weine so zu repräsentieren, wie sie es verdient haben? Doch die Staatskanzlei, das Ministerium für Weinbau und auch der Ahrwein e.V. haben mir all meine Sorgen genommen und ich fühlte mich perfekt vorbereitet für die Reise.

Dann ging es los: Am Samstag, 21. Oktober, hob unser Flieger ab in Richtung Japan. Schon vor dem Flug lernte ich die Delegationsgruppe kennen und wir konnten uns in der JAL Lounge gegenseitig vorstellen. Nach 13 Stunden Flugzeit landeten wir in Tokyo, Japan. Durch die Zeitverschiebung von plus sieben Stunden war es zu japanischer Zeit bereits Sonntagabend, und nach einem gemeinsamen Abendessen fielen wir erschöpft ins Bett. Die ersten Eindrücke waren überwältigend und die Millionenstadt riss mich direkt in ihren Bann.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir in Tokio, besuchten die Sophia-Universität und lauschten Vorträgen zum Thema Katastrophenschutzübungen sowie des DIAS-Programmes, welches mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Modellentwicklungen u.a. zu Klimawandel und Katastrophenschutz erstellt.

Dann hatte ich meinen ersten großen Auftritt: Beim Abendempfang des deutschen Botschafters durfte ich ein Grußwort an die Besucher richten, die rheinland-Pfälzischen Weine vorstellen und erläutern. Mit vielen Japanern kam ich ins Gespräch, welche sich allesamt begeistert von unseren Weinen zeigten. Einige Visitenkarten konnte ich austauschen, denn das ist in Japan üblich.

Am nächsten Tag besuchten wir einen Schrein mitten in Tokio. Ich war beeindruckt, welche Ruhe im großen Stadtpark herrscht, sodass ich vergaß, in einer Stadt mit 14 Millionen Einwohnern zu sein. Mit dem Shinkansen-Schnellzug ging es weiter in Richtung Süden nach Kyoto zur Universität mit dem ersten DFKI-Lab. Im Goethe-Institut wurden wir von der Deutschen Generalkonsulin zu einem weiteren Abendempfang eingeladen. „Kampai!“ heißt wörtlich übersetzt: „Zum Wohl!“ In Japan wird dieser Trost zelebriert. Ich hatte die große Ehre, diesen gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu sprechen und auf einen schönen Abend anzustoßen. Auch verschiedene japanische Unternehmen besuchten wir im Hinblick auf die Einbindung erneuerbarer Energien.

Für unsere letzten Termine ging es in die Präfektur Iwate, welche sich im Nordosten von Japan befindet. Bereits seit 1999 pflegt Rheinland-Pfalz eine Freundschaft mit der Präfektur. Wir wurden bei der Ankunft ganz herzlich begrüßt und zu einem tollen Heimatabend eingeladen. Neben japanischen Köstlichkeiten wie Sashimi, Wagyu-Rindfleisch, Miso-Suppe und Tempura wurden wir auch visuell verwöhnt und konnten die traditionellen Tanzaufführungen genießen.

Im März 2011 wurde Japan von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Durch das Erdbeben, welches einen Tsunami auslöste und einen nuklearen Unfall verursachte, sind insgesamt 19.000 Menschen gestorben. Auch Iwate war schwer getroffen und hatte viele Verluste zu verkraften. Der Besuch der Präfektur diente nicht nur der Freundschaftspflege, sondern auch als wichtiger Austausch zum Thema Katastrophenschutz, insbesondere mit Hinblick auf die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021. Der Besuch im Tsunami Memorial Museum war ein emotionales, aber auch beeindruckendes Erlebnis, da die Menschen trotz des Erdbebens vor allem Zusammenhalt und Solidarität zu schätzen wissen. Ein Kindergarten in Yamada wurde nach der Katastrophe von Spendengeldern aus Rheinland-Pfalz wiederaufgebaut. Die Kinder dort nun glücklich spielen und tanzen zu sehen, war ein toller Anblick.

Am Samstag, 28. Oktober, endete die Delegationsreise und wir konnten neben dem Besuch der UNESCO-Weltkulturerbestätte „Hiraizumi Tempel“ auch Tokio nochmal in vollem Trubel erleben. Unsere letzte Unterkunft befand sich an der Shibuya-Kreuzung, welche täglich von 250.000 Personen überquert wird. Der Delegationsausklang fand in einem urigen, sehr traditionellen japanischen Restaurant statt. Hier konnten wir auf eine tolle und erfahrungsreiche Reise zurückblicken.

Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil dieser Reise sein durfte. So kreuz und quer die Mitglieder zwar aus verschiedenen Bereichen kamen, so gut haben wir uns trotzdem in der Gruppe verstanden. Ein einmaliges Erlebnis mit vielen neuen Erkenntnissen für mich.

Abschließen möchte ich mit den Worten aus dem Memorial Museum: Protect our lives, to live safe with the ocean and earth. Kampai!

Eure Ahrweinkönigin Katja Hermann