Hasan Ouso bei der Arbeit an der Nähmaschine bei der Produktion von Mund- und Nasenschutzmasken. Foto: Wilfried Puth
Ulmen, 19.11.2020 – In Ulmen werden ab sofort Masken für Mund und Nase zum Schutz vor der Ansteckung und Verbreitung von Corona-Viren genäht. Der Vorschlag, diese Idee in die Tat umzusetzen, kam von dem seit 2018 zusammen mit seiner Familie in Ulmen lebenden und bereits 2012 aus Afrin in Syrien geflüchteten Hasan Ouso. Er lebte, bevor er nach Deutschland kam, mit seiner Frau Fatma und 5 Kindern von 2012 bis 2014 in der Türkei. Sie entschieden sich aber, da sie der ethnischen Minderheit der Jesiden angehören und aufgrund der in der Türkei für die Jesiden herrschenden, sehr eingeschränkten Bildungschancen für ihre Kinder, die Hilfe der UN-Organisation für Migration (IOM) in Anspruch zu nehmen und mit deren Hilfe nach Deutschland einzureisen. Seitdem wohnen sie in einer eigentlich viel zu kleinen Wohnung in Ulmen, aber es konnte noch keine andere und für die Personenzahl adäquate Wohnung oder ein Haus gefunden werden.
Familie Ouso hat, seitdem sie in Ulmen leben, immer schon einen außergewöhnlichen Integrationswillen gezeigt und so haben sie jetzt vorgeschlagen, die Schutzmasken herzustellen, da Hasan Ouso ausgebildeter Schneider und Modedesigner ist. „Wir wollen damit ein kleines Dankeschön sagen für die große Hilfe, die uns zuteil wurde und etwas von dem zurückgeben, was wir an Unterstützung erfahren durften, seit dem wir hier in Ulmen leben dürfen,“ so Hasan Ouso. So wurde dem syrischen Schneider von Helga Schmitt-Eckardt aus Ulmen, die sich zusammen mit ihrem Mann Karl seit einigen Jahren sehr engagiert um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen bemüht, eine neue Nähmaschine samt Zubehör geschenkt. Nachbarn und Mitglieder des in Ulmen vor kurzem gegründeten kirchlichen Ehrenamtskreises „Flüchtlinge und Integration“ unterstützen diese Aktion mit Spenden von Stoff und anderen Utensilien, wie Gummibändern oder Gummikordeln. Teilweise werden diese Zubehörteile auch käuflich erworben.
Mehr als 300 Schutzmasken, die bis zu 90 Grad Celsius waschbar sind, hat Hasan Ouso bislang schon genäht und sie liegen ab sofort im Edeka-Markt Biermann in Ulmen und in den unterschiedlichen Verkaufsstellen der Bäckerei Müsch aus Alflen mit entsprechenden Hinweisen bereit und können gegen eine kleine Spende mitgenommen werden. „Mit dem Erlös können wir neue Gummibänder und anderes Zubehör beschaffen, damit Hasan Ouso noch viele neue Schutzmasken nähen kann. Aber darüber hinaus wollen wir mit den Spenden auch gezielt die Aktion „Ärzte ohne Grenzen“ bei ihrer Anti-Corona-Infektionsarbeit in Afrika unterstützen, wo das Gesundheitssystem nicht so gut ausgebaut ist, wie bei uns in Deutschland,“ animiert Karl Eckardt alle Menschen, die eine von diesen Schutzmacken in Anspruch nehmen, zum Geben einer freiwilligen Spende. Wilfried Puth
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Meckenheim, 19.11.2020 – Programm von Mosaik-Kulturhaus und Rheinflanke. Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich die Auflagen für die offene Kinder- und Jugendarbeit geändert. Daher können folgende Angebote/Öffnungszeiten im November und Dezember 2020 nur noch mit Anmeldung und festen Zehner-Gruppen stattfinden:
Mosaik-Kulturhaus, Siebengebirgsring 2:
Montag: 16 Uhr bis 20 Uhr Offener Treff (UG)
16 Uhr bis 18 Uhr Zirkus Angebot (EG)
Dienstag: 16 Uhr bis 20 Uhr Jungentreff (UG)
16 Uhr bis 20 Uhr Offener Treff (EG)
Mittwoch: 16 Uhr bis 20 Uhr Offener Treff (UG)
15 Uhr bis 18 Uhr Mädchentreff (EG)
17 Uhr bis 18:30 Uhr RheinFlanke Angebot (Digital)
Donnerstag: 16 Uhr bis 20 Uhr Offener Treff (UG)
15 Uhr bis 18 Uhr RheinFlanke Angebot Mädchen (EG)
Freitag: 16 Uhr bis 20 Uhr Offener Treff (UG)
16 Uhr bis 20 Uhr Offener Treff (EG)
(UG) = Untergeschoss, Zugang über Seiteneingang rechts
(EG) = Erdgeschoss, Zugang über Haupteingang
Kinder City; Im Ruhrfeld 16:
Montag: 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr Offener Treff 1
16:15 Uhr bis 17:30 Uhr Offener Treff 2
Dienstag: 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr Offener Treff 1
16:15 Uhr bis 17:30 Uhr Offener Treff 2
Mittwoch: 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr Offener Treff 1
16:15 Uhr bis 17:30 Uhr Offener Treff 2
Donnerstag: 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr Offener Treff 1
16:15 Uhr bis 17:30 Uhr Offener Treff 2
Freitag: 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr Offener Treff 1
16:15 Uhr bis 17:30 Uhr Offener Treff 2
Außerdem ist das Team der offenen Kinder- und Jugendarbeit mittwochs und donnerstags zwischen 15 Uhr und 18 Uhr wieder mobil im Stadtgebiet unterwegs.
Bewerbungsberatung:
Eine Bewerbungsberatung ist von Montag bis Freitag nach Terminvereinbarung mit Lisa Büscher, Telefon 0163 / 600 39 67, E-Mail: lisa.buescher@rheinflanke.de, möglich.
Regeln in Corona-Zeiten:
Um an den Angeboten im Mosaik-Kulturhaus und in Kinder City teilnehmen zu können, muss im Vorfeld ein Anmeldezettel (dort können die Teilnehmenden ankreuzen, für welches Angebot sie sich bis zum Jahresende anmelden wollen), die Coronaschutzerklärung und eine Datenschutzerklärung ausgefüllt werden. Diese Dokumente können auf der Homepage der Stadt Meckenheim unter www.meckenheim.de sowie auf www.mosaik-kulturhaus.de heruntergeladen oder im Mosaik-Kulturhaus abgeholt werden.
Weiterhin gelten für die Angebote im Mosaik-Kulturhaus und in Kinder City die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gehört ebenso zum Pflichtprogramm wie Abstandhalten und regelmäßiges Händewaschen.
Fragen beantwortet das Team des Mosaik-Kulturhauses und des städtischen Kooperationspartners Rheinflanke gerne unter:
Christof Marx, Landschaftsplaner der Stadt Mechernich, zeigt, wie filigran der Baggerführer auf dem Spielplatz „Pützgasse“ in Kommern arbeiten muss – inmitten von Spielgeräten, Sträuchern und Bäumen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Kommern, 19.11.2020 – Auf Spielplätzen wird zuweilen kräftig von den Kleinsten gebuddelt. In Kommern, auf dem Spielplatz in der Pützgasse, ist jetzt sogar ein großer Bagger am Werk. Über das gesamte Gelände verteilt, türmen sich Berge von Erdreich.
Auf dem Spielplatz in der Kommerner Pützgasse wird mächtig gebuddelt. Davon zeugen aktuell viele Erdhügel. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Für die Sanierung des Spielplatzes muss enorm viel Erde bewegt werden. Das allein wäre noch zu bewerkstelligen. Doch, wo das neue Erdreich herbekommen? „Das ist gar nicht so einfach wie man gemeinhin glaubt“, berichtet Christof Marx, Landschaftsplaner der Stadt, von den Hürden. Schließlich muss der neue Boden, wenn man ihn denn schon austauscht, beste Kriterien erfüllen.
Akribisch wird auch von den Mitarbeitern der ausführenden Garten- und Landschaftsbauer-Betrieb vorgegangen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Die Stadt will die Spielplätze auf Mechernicher Boden endlich bleifrei bekommen. Der in der Pützgasse ist mit 4070 Milligramm Blei pro Kilogramm Erde, der fünfte in der Rangliste, der meistbelasteten Spielplätze im Stadtgebiet, deren belastetes Erdreich vorsorglich auf 35 Zentimeter ausgeschachtet und dann komplett entfernt werden soll.
Die Ansprüche an den Erdboden werden durch die aktuell geltende Bodenschutzverordnung vorgegeben. „Aber kein normaler Lieferant untersucht seinen Oberboden so gründlich, dass wir eine exakte Analyse erhalten könnten“, erklärt Marx: „Wir werden also parallel schauen, wo wir am besten eine Erdmiete oder ähnliches erschließen können, die den Werten und Qualitäten des geforderten Oberbodens gerecht wird.“
Hochwald-Erde wird geprüft
In der Pützgasse rede man auch nicht von kleinen Mengen, sondern dort werden geschätzte 300 Tonnen Erdreich benötigt. Die Molkerei Hochwald habe signalisiert, Erde vom Standort in Obergartzem, die möglicherweise geeignet wäre, abgeben zu können. Dies wolle man jetzt zügig in Augenschein nehmen und Proben zu Testzwecken dem Prüflabor zukommen lassen, so Marx.
Auf der gesamten Spielplatzfläche wird der Boden 35 Zentimeter tief entfernt. 300 Tonnen neues Erdreich muss beschafft werden. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Ungeachtet der Erdbeschaffung gehen die Erdarbeiten aber auf dem Spielplatz munter weiter. Denn auch die braucht Zeit, denn einfach wild los baggern ist nicht angesagt. Der Baggerfahrer muss ordentlich (Fahr)Geschick beweisen. Schließlich stehen die vorhandenen und intakten Spielgeräte weiterhin an Ort und Stelle und auch die 40 Blühsträucher und zwei große Bäume sollen so weit wie möglich erhalten bleiben.
Büsche schütteln
Und auch an den Bäumen und Sträuchern wird die bleibelastete Erde penibel entsorgt. Am Bagger wird dafür eigens eine Vorrichtung zum Durchsieben angebracht. „Damit können die herausgenommenen Büsche geschüttelt und gerüttelt werden, damit sich das belastete Erdmaterial aus dem Wurzelwerk löst. Wir werden da sicherheitshalber aber auch mit Handarbeit nachgehen“, so Marx. Die freigeschüttelten Sträucher werden dann fachgerecht eingeschlagen und, wenn die Arbeiten beendet sind, zu einem Großteil wieder in das neue Erdreich eingesetzt.
Die zwei alten, tief verwurzelten Kirschbäume kann man jedoch nicht auf die Art und Weise bearbeiten, wie das weitaus mobilere Buschwerk. „Bei Bäumen kann man mit einem speziellen Verfahren arbeiten und Erdreich aus dem Wurzelwerk absaugen. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Grad, sonst ist die Gefahr zu groß, dass man die Wurzeln langfristig beschädigt und außerdem ist das sehr teuer“, so Marx.
Stattdessen werde man, wo möglich, im Baumscheibenbereich vorsichtig Erde von Hand abtragen und ein Vlies als Grabe- und Buddelsperre zum Baumstamm führen und dann mit neuer Erde wieder auffüllen.
Bei einem Baum, vielleicht auch beim zweiten, wird zusätzlich ein Stabgitterzaun aufgestellt werden, um den Wurzelbereich von der Spielfläche abzugrenzen.
Die Fertigstellung ist natürlich wetterabhängig. Aber Marx hofft, dass die Arbeiten am Spielplatz Nummer fünf in rund vier Wochen beendet sind.
Hillesheim, 19.11.2020 – Seit ihrem ersten gemeinsamen Auftritt am
01.10.2011 machen sie die Eifeler Bühnen unsicher:
Troubadour Günter Hochgürtel, Krimi-Komödiant Ralf
Kramp und Mundart-Spezialist Manfred Lang.
Einer singt, einer liest und einer trägt vor – so lautet
das Motto der drei Eifeler Urgesteine, die es faustdick
hinter den Ohren haben. Mit Bauernschläue,
brachialem Witz und abgründigem Eifel-Humor
begeistern sie bei ihren Auftritten die Menschen
zwischen Vorgebirge und Mosel.
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Email: presse@kbv-verlag.de
„Bock auf leise“, lautet das Motto der bundesweiten Initiative „Silent Rider“, der die Stadt Mechernich beigetreten ist. Das Banner, das Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Ordnungsamts-Mitarbeiter Constantin Hochgürtel halten, soll spätestens im Frühjahr, wo viele Motorradfahrer wieder ihre Maschinen aus den Garagen holen, an prominenter Stelle aufgehangen werden. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich, 19.11.2020 – Motorradlärm ist auch auf etlichen Straßen im Stadtgebiet Mechernich lautstark zu hören. Um dem früh einen Riegel vorzuschieben, ist die Stadt nun der bundesweiten Initiative gegen Motorradlärm „Silent Rider“ beigetreten.
„Wir beziehen damit eindeutig Stellung gegen rücksichtslose Motorradfahrer und den Lärm insbesondere von manipulierten Auspuffanlagen von denen leidgeprüfte Anwohner insbesondere am Wochenende ein Lied singen können“, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.
Kurven der Eifel locken
Constantin Hochgürtel vom Mechernicher Ordnungsamt berichtet, dass auch bei Polizei und Mechernicher Ordnungsamt häufiger Beschwerden eingehen: „Natürlich Jahreszeiten- und wetterbedingt stark schwankend.“ In der Sommersaison lockten die Kurven der Eifel naturgemäß besonders viele Motorradfahrer an. Dazu Hochgürtel: „Wir sind ein beliebter Durchfahrtsbereich für Motorradfahrer und – gruppen, die in die Eifel wollen.“ Leider verhielten sich nicht alle konform der Verkehrsregeln.
Auf Mechernicher Boden seien vor allem die Hauptverkehrsachsen und damit vorrangig Landstraßen und Bundesstraßen betroffen. „Typische Motorradrouten führen von Euskirchen nach Gemünd sowie von Bad Münstereifel nach Heimbach“, erläutert Hochgürtel. Gerne genutzte Abschnitte seien außerdem von Vor-Eifel und Eifel-Kennern die kleineren, kurvenriechen Kreisstraßen K45 (von Iversheim nach Weiler am Berge), K27 (Eicks – Glehn – Bleibuir – Wielspütz – Voißel) und K20 (Bürvenich – Floisdorf – Eicks – Kommern).
Fast gesamte Nordeifel vertreten
Mit den jüngsten Beitritten der Stadt Mechernich sowie der Stiftung Nationalpark Eifel und Vogelsang ist die Nordeifel nun fast flächendeckend im Verein vertreten. Ein Pfund mit dem man wuchern könne, meint Schick: „Im Zusammenschluss mit den besonders betroffenen Kommunen im Kreis Euskirchen und der Eifel-Region werden wir uns stark machen, unnötigen Motorradlärm zu reduzieren und die betroffenen Anwohner und unsere Natur zu schützen“, so Schick.
Die Initiative „Silent Rider“ stellt konkrete Forderungen an die Hersteller und Politik, darunter die Verabschiedung eines Lärmschutzgesetzes mit niedrigen Grenzwerten. höheren Strafen für Manipulationen am Motorrad, die Einführung einer allgemeinen Halterhaftung für Motorräder. „Silent Rider“ richte sich ausdrücklich nicht gegen Motorradfahrer an sich, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins, sondern gegen die schwarzen Schafe unter ihnen, die den vermeidbaren Lärm erzeugen.
Online-Petition
Dem Verein haben sich seit Bestehen auch andere Kommunen aus NRW, aber auch Bayern, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen angeschlossen. „Das zeigt, welch große Rolle das Thema Motorradlärm in vielen Regionen einnimmt, und dass sich die Kommunen und Interessensgemeinschaften bei ihren Versuchen, den Motorradlärm zu reduzieren, alleine gelassen fühlen“, sagt Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister von Simmerath und 1. Vorsitzender von Silent Rider e.V. In Nationalparks, wie dem in der Eifel, komme erschwerend hinzu, dass auch die Wildtiere durch den unnötigen Motorradlärm aufgeschreckt werden.
Zu den Maßnahmen der bundesweiten Kampagne gehört auch eine Online-Petition gegen Motorradlärm. Auf www.silent-rider.de oder www.openpetition.de können Betroffene und Menschen, die sich mit Betroffenen solidarisch zeigen, ihre Stimme gegen unnötigen Motorradlärm abgeben. Mit der Petition möchte sich die Initiative nahc eigenen Aussagen Gehör und Gewicht beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages verschaffen.
Der Werbekombi EIFELSCHAU.de und EIFELZEITUNG.de ist eine der meistgenutzten Plattformen in der Region, wenn es um Ihre Online-Werbung geht. Unsere Hotline: Daun – 06592 929 8000 Foto: Gerd Altmann
Kaisersesch, 19.11.2020 – Sobald die Nutzung der Sport- und Freizeithallen wieder möglich ist, dürfen die Musik- und Gesangsvereine am Wochenende die Sport- und Freizeithallen der Verbandsgemeinde Kaisersesch kostenlos für ihre Proben nutzen. Der Beschluss wurde einstimmig in der letzten Verbandsgemeinderatssitzung am 9. November 2020 gefasst.
Samstags und sonntags stehen die Hallen in Brohl, Hambuch, Kaisersesch, Landkern und Masburg unter Einhaltung des Hygiene- und Wegekonzeptes zur Verfügung.
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, werden die Musik- und Gesangsvereine gebeten, ihren Bedarf bei der Verbandsgemeindeverwaltung anzumelden. Wichtig ist, dass die Halle, die Wunschzeit und die Personenanzahl in der Anfrage mitgeteilt werden.
Detaillierte Informationen zu den Sport- und Freizeithallen in der Verbandsgemeinde Kaisersesch erhalten Sie unter www.kaisersesch.de/sportanlagen
Bad Bertrich, 19.11.2020 – Eine ganz besondere geologische Attraktion ist das Naturdenkmal Elfengrotte am westlichen Ortseingang von Bad Bertrich in der Eifel. Der Lavadurchgang Elfengrotte wird nach ihrem äußeren Erscheinungsbild auch Käsegrotte genannt. Die Elfengrotte hatte einen fulminanten Baumeister: Hier war ein Vulkan am Werk. Heißes Gestein und unnachgiebiges Wasser formten diese fantasieanregende Grotte am rund 49 Kilometer langen Üßbach, der bei Alf in die Mosel mündet und sich an der Landschaftsgestaltung vor Ort tatkräftig beteiligt hat.
Vor vielen Jahren flossen nämlich mehrere Basaltlavaströme in das Üßbachtal hinein und das Wasser suchte sich daraufhin einen neuen Weg und formte so das Tal.
Für einen Lavastrom hat sich die Geologie etwas besonders schmuckes einfallen lassen, nämlich die Säulen zu formen, wie Käseleiber. So ist die Elfen- bzw. Käsegrotte als Höhlendurchbruch im Üßbachtal entstanden. Horizontale Klüfte oder Risse schnitten sich in die Säulen ein und die Verwitterung rundete die Kerben.
Durch dieses Naturereignis sieht es heute so aus, als habe jemand Käseleiber Schicht auf Schicht gestapelt. Eine Hinweistafel erklärt vor Ort, dass der Name Elfengrotte nichts mit dem Begriff der Elfen zu tun hat. Der Name stammt von der um 1860 erbauten Elfenmühle, an der sich die Grotte befindet. Die Elfenmühle wird heute gastronomisch genutzt. Das märchenhafte an der ganzen Naturerscheinung wird von der beeindruckenden Vulkanlandschaft unterstrichen. Steile Felsen umrahmen den Elbesbach-Wasserfall neben der Grotte, der in Richtung Elfenmühle in den Üßbach mündet.
Marco Kaudel mit einem der neuen Streetbuddies in Satzvey. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Satzvey/Lessenich, 18.11.2020 – Die aus Holz gefertigten Figuren sind knallgelb und exakt 89 Zentimeter groß. Mit der Höhe könnten sie auch ein Kind sein. Marco Kaudel, der Ortsvorsteher von Lessenich, hat die „Streetbuddies“ in Satzvey und Lessenich aufgestellt. Dort, wo viel Verkehr herrscht und gerade die Kleinsten gefährdet sind.
Die Streetbuddies warnen die Verkehrsteilnehmer unermüdlich und eindringlich: „Vorsicht! Langsam! Hier sind Kinder unterwegs!“ Wie nahezu jeden Morgen donnern auch heute wieder schwerbeladene Laster, kleine und große Autos durch die schmale Ortsdurchfahrt von Satzvey. In Lessenich ist die Situation zum Teil vergleichbar, insbesondere in Bezug auf die „gefühlte Geschwindigkeit“.
Sabrina Kaudel kümmerte sich um den vernünftigen Anstrich. In knallgelb fallen die Figuren auf. Foto: Marco Kaudel/pp/Agentur ProfiPress
Die Figuren sind in Handarbeit gefertigt. Um sie herzustellen haben Marco Kaudel, seine Frau Sabrina und sein Schwiegervater Peter Wrase emsig in der heimischen Werkstatt gewerkelt. Insgesamt zehn Exemplare hat das Trio mittlerweile produziert und am Straßenrand in Satzvey und Lessenich aufgestellt.
Seitens Ordnungsbehörde hatte man Kaudel seinerzeit „grünes Licht“ für die „Streetbuddies“ gegeben. „So lange die Figuren keinen Verkehrsteilnehmer behindern, dürfen die gerne am oder auf dem Bürgersteig aufgestellt werden“ so Peter Kern der Leiter des Mechernicher Ordnungsamts.
Autofahrer fahren aufmerksamer
Für seine selbstlose Aktion erntete er bereits viel Lob von den Anwohnern der beiden Dörfer, die erste Erfolge spüren: „Es ist auffällig, die Autofahrer fahren wirklich anständiger und aufmerksamer“, lautet ein Fazit von Saskia Matuschek aus Lessenich
Gefertigt sind die Holzfiguren nach Hilberather Vorbild. Marco Kaudel war auf dem Weg zur Arbeit, als er sie dort entdeckte. Er erinnert sich: „Die Streetbuddies in dem Ort waren angezogen. Sie hatten eine Mütze auf und eine Hose an. Im ersten Moment dachte ich wirklich, da steht ein Kind.“
Die Hilberather haben die Warnfiguren zusätzlich öfters versetzt. Zwei Tage da, zwei Tage dort. „Das hat auf mich eine riesige Wirkung gehabt. Ich habe immer abgebremst und geguckt“, berichtet Kaudel. Später seien die Hilberather Holzfiguren gelb angestrichen worden.
„Das könnte man adaptieren“, dachte er sich und packte eines Morgens daher einen Zollstock und einen Foto-Apparat für den Weg zur Arbeit mit ein und nahm vor Ort Maß am Prototyp. Sein Schwiegervater sei handwerklich sehr begabt. „Er hat die Figuren anhand meiner Maße und Fotos neu abgemalt, ausgeschnitten und dann haben wir angefangen zu reproduzieren.“
Ins Rollen gekommen, war die Streetbuddy-Aktion eigentlich schon vor einigen Wochen. Während seines Wahlkampfes um den Posten im Rat der Stadt habe er mehrmals Station für eine Gesprächsrunde mit den Anwohnern in Satzvey gemacht und ebenfalls eine Bürgerversammlung zur Autobahnanbindung und Ortsumgehung organisiert und moderiert.
„Zutiefst betroffen“
Kaudel: „Nach einer dieser Veranstaltungen bin ich zutiefst betroffen nach Hause gegangen. Mir wurde klar, die Anwohner leiden Tag für Tag extrem unter der Verkehrssituation im Ort.“ Irgendwie müsse doch da eine Lösung zu finden sein. Die Satzveyer hätten oft genug schon das Gefühl gehabt, damit von der Politik allein gelassen zu werden. Kaudel ist überzeugt: „Auch kleine Dinge können Gutes bewirken“.
Die Satzveyer Bürger hatten ihm bei den Treffen von abgefahrenen Dachrinnen, Lkw-Fahrern, die Passanten beschimpften und bespuckten, während kleine Kinder dabei waren, und auch von Spaziergängern, die von Spiegeln fahrender Autos touchiert worden seien, berichtet. „Gottseidank ist noch nie was Schlimmeres passiert“, so Kaudel, der sich das gar nicht ausmalen mag.
Fakt ist aber: Eine Autobahnanbindung oder eine Ortsumgehung, die Erleichterung und Entlastung verschaffen könnte, werde es so schnell nicht geben können. Das brauche leider Zeit, weiß Kaudel. „So ein Vorhaben kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden.“ Daran seien zu viele auswärtige Gremien und Instanzen beteiligt. Obgleich ein Gutachter in der jüngsten Sitzung des Mechernicher Stadtentwicklungsausschuss sogar deutlich machte, dass die zusätzliche Anbindung einen hohen ökologischen Wert habe und durchaus gut fürs Klima sei.
Angesichts dieser schwierigen Ausgangsbasis schwor er sich „anzupacken statt abzuwarten“, um zumindest Erleichterungen für die Satzveyer zu schaffen.
Gut zweieinhalb Stunden Arbeit steckten Marco Kaudel und seine Mitstreiter in die Herstellung eines Buddies, von denen es Mädchen- und Jungen-Versionen gibt. Der Materialwert liege bei etwa 35 Euro pro Stück, was der Lessenicher Ortsvorsteher gerne spendete. Alle Figuren wurden aus MDF-Holz gefertigt und vier Mal lackiert. „In der zweiten Charge haben wir denen noch reflektierende Leuchtaufkleber vergeben.“ Nach den ersten Buddies war ihm nämlich klar geworden: „In der Dunkelheit sieht man die Streetbuddies nur begrenzt.“
Auge auf „Buddies“
Mittlerweile haben auch Anwohner Patenschaften für die aufgestellten Figuren übernommen und ein Auge auf die „Buddies“, damit sie nicht geklaut oder mutwillig beschädigt werden, so Kaudel, der berichtet: „Zwei Figuren mussten schon repariert werden, eine ist komplett verschwunden.“
Der engagierte Kaudel will es aber nicht allein bei dieser ersten Aktion belassen, sondern hat jetzt schon weitere Pläne in der Schublade. So könnten beispielsweise Banner aufgehangen werden, um den Schulweg, der gespickt ist mit schmalen Fußgängerwegen an verkehrsintensiven Straßen, für Satzveyer Kinder sicherer zu gestalten.
Als frischgebackenes Ratsmitglied will er die Satzveyer auffordern, in den Dialog zu treten, auch, um vielleicht ein schlagkräftiges Schülerlotsenteam mit der Grundschule zu organisieren. „Damit will ich auch nochmal deutlich machen: Die Schüler brauchen sich nicht vor dem Verkehr zu verstecken. Sie haben ein Anrecht darauf, dort entlang zu laufen und zwar so sicher wie möglich.“ Darüber hinaus könnten „Fußstapfen“ an markanten Stellen auf die Bürgersteige angebracht werden, wo Fußgänger und PKW-Fahrer sie am besten sehen. Sie sollen zusätzlich auf den Bürgersteigen den besten und sicheren Weg leiten.
Außerdem appelliert Kaudel: „Erwachsene sind immer getrieben von Hektik, Eile und beruflichem Stress. Wenn wir uns da alle einfach nur ein wenig zurücknehmen und aufmerksam sind, dann können wir gefährliche Situationen entspannen und dafür sorgen, dass wir alle vernünftig durch den Straßenverkehr kommen.“
„Nachahmen“ ausdrücklich erwünscht betont Kaudel. Auf Wunsch leiht er gerne die Muster aus Pappkarton aus und gibt die Einkaufsliste für die Materialien weiter.
Mayen-liefert.de wird sowohl durch die Unternehmerschaft als auch die Kunden sehr gut angenommen. Grafik: Stadt Mayen/Marzi Intermedia
Mayen, 18.11.2020 – Im Frühjahr wurde die Internetplattform mayen-liefert.de ins Leben gerufen: Alle Mayener Gewerbetreibende konnten dort kostenlos ihre Abhol- und Lieferdienste bzw. sofern sie noch öffnen durften, ihre Öffnungszeiten eintragen.
Auch im Teil-Lockdown ist das von der Stadtverwaltung Mayen beauftragte und der Mayener Firma Marzi InterMedia kurzfristig umgesetzte Onlineportal beliebt: Bisher gab es knapp 20.000 Sitzungen bei rund 14.000 verschiedenen Nutzern.
„Alle Mayener Bürgerinnen und Bürger bitte ich herzlich, von den dortigen Angeboten Gebrauch zu machen, bestellen Sie lokal, kaufen Sie vor Ort“, ruft Oberbürgermeister Dirk Meid auf. „Nur so kann es uns gelingen, dass unsere Stadt auch nach der Pandemie noch liebens- und lebenswert bleibt.“ Mehr Infos unter https://www.mayen-liefert.de
Wichtig ist nun, dass der Bund das Antragsverfahren so schnell wie möglich startet“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. Foto: Ministerium
Region/Mainz, 18.11.2020 – Der Ministerrat hat am 17.11.2020 der Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern für die Novemberhilfe zugestimmt. Antragsberechtigt sind Betriebe, die direkt oder indirekt vom Lockdown betroffen sind. Die Anträge können voraussichtlich vom 27. November an gestellt werden. Das hat Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing bekannt gegeben.
„Der Lockdown ist eine Zumutung für die betroffenen Unternehmen und Solo-Selbstständigen. Viele haben bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr keine Möglichkeit, aus eigener Kraft ihr Einkommen zu erwirtschaften. Gemeinsam mit anderen Ländern habe ich mich dafür eingesetzt, dass der Umsatzausfall möglichst schnell und unbürokratisch ausgeglichen wird. Dies ist uns teilweise gelungen. Wichtig ist nun, dass der Bund das Antragsverfahren so schnell wie möglich startet“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.
Über die Novemberhilfe erhalten direkt und indirekt Betroffene der Betriebsschließungen eine Erstattung in Höhe von 75 Prozent des steuerbaren Umsatzes des Vorjahresmonats. Um eine schnellstmögliche finanzielle Kompensationen zu ermöglichen, strebt der Bund Abschlagszahlungen über die Bundeskasse an. Solo-Selbstständige, deren Anspruch unter 5000 Euro liegt, sollen direkt Antragsberechtigt sein. Erstattungen über 5000 Euro können analog zur Überbrückungshilfe ausschließlich von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt beantragt werden.
Antragsberechtigt sollen alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, (Solo-) Selbständige, Vereine und Einrichtungen sein, die im November ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
Auch indirekt Betroffene erhalten Erstattungen, wenn sie nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit nun geschlossenen Unternehmen erzielt haben.
Neu aufgenommen wurde die Antragsberechtigung von „über Dritte Betroffene“. Damit können z.B. auch Künstlerinnen und Künstler Novemberhilfe erhalten, die einen Vertrag mit einer Agentur haben, die wiederum Verträge mit jetzt geschlossenen Veranstaltungsstätten hat.
Nach Angaben des Bundes sollen Anträge auf Novemberhilfe vom 27. 11.2020 an über ein Bundesportal gestellt werden können.
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