Das ATC ist "Rheinland genial" (v.l.): Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland e.V., überreichte die Auszeichnung an den Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Wolfgang Spelthahn sowie die Geschäftsführer Micha Lesemann, Frank Heßeler und Anette Winkler. 2.v.r.: Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Region Aachen. Foto: Kreis Düren
Düren, 10.12.2020 – „Wir erfinden Deutschland neu – Metropolregion Rheinland“: Diesem hohen Anspruch wird das Aldenhoven Testing Center (ATC) gerecht. Die gemeinsame Gesellschaft des Kreises Düren und der RWTH Aachen hat auf der Brache des Steinkohlebewegwerks Emil Mayrisch bekanntlich eine städtische Testinfrastruktur geschaffen, mit deren Hilfe das große Zukunftsthema autonomes Fahren auf der Straße erforscht werden kann. Diese Weitsicht und Tatkraft der beiden Partner hat die Metropolregion Rheinland nun mit ihrer Auszeichnung „Metropolregion genial“ gewürdigt.
Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Metropolregion Rheinland e.V., überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn sowie den drei ATC-Geschäftsführern Anette Winkler, Frank Heßeler und Micha Lesemann am Mittwoch (9.12.) vor Ort die Trophäe, die zugleich ein Aushängeschild ist. Denn das blaue Plexiglas mit der Überschrift „Prämiert: Rheinland genial“ weist schon vier Bohrlöcher auf, um es auf Dauer gut sichtbar im Aldenhoven Testing Center zu präsentieren. „Mit dem Preis wollen wir die Innovationskraft des Rheinlandes weithin sichtbar machen. Und das ATC ist ja wirklich ein Vorreiter beim Strukturwandel der Region“, würdigte Ulla Thönnissen die Partnerschaft zwischen der Exzellenz-Uni und dem Kreis Düren.
Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Region Aachen, die das ATC für den Preis nominiert hatte, bekräftigte ihrerseits die herausragende Bedeutung des Testareals für die Region und das Forschungsfeld des autonomen Fahrens: „Die Testumgebung ist in ihrer Ausrichtung für die Forschung und Entwicklung einzigartig. Auch weil sie allen Unternehmen offensteht.“
Landrat Wolfgang Spelthahn, ATC-Aufsichtsratsvorsitzender, bedankte sich im Namen der GmbH herzlich für die hochrangige Würdigung: „Der Preis lenkt den Focus auf unsere Region, sorgt für eine positive Wahrnehmung und ist somit eine äußerst wertvolle Unterstützung für uns.“
v.l.n.r. Dr. Hendrik Albrecht und Guido Schneider. Foto: Kreisverwaltung Vulkaneifel
Daun, 10.12.2020 – Über Wiesen und Feldern nach Beute suchend, erkennt man den Turmfalken an seinem charakteristischen „Rüttelflug“ und seinen pfeilschnellen Sturzflügen. Als eigentlicher Felsbrüter leidet der Turmfalke, wie viele andere Arten, unter dem Rückgang von geeigneten Brutplätzen in der offenen Landschaft. Durch schwindende Brutmöglichkeiten hat sich die äußerst anpassungsfähige Art zum sogenannten Kulturfolger entwickelt und mit der Zeit, mehr und mehr menschliche Siedlungen als Lebensraum für sich entdeckt. Hier findet er oft geeignete Nistplätze und einen reich gedeckten Tisch. Der Turmfalke nutzt Mauernischen und Vorsprünge, die vor allem an alten Bauwerken zu finden sind.
Durch die zunehmenden Modernisierungen oder gar Abrisse alter Gebäude, verschwinden zunehmend auch diese Nistmöglichkeiten im städtischen Bereich. Künstliche Nisthilfen können hier Abhilfe schaffen. Einen solchen Lebensraum haben Turmfalken auch auf den Schulgeländen des Thomas-Morus-Gymnasium und des Geschwister-Scholl-Gymnasium sowie im Bereich der Kreisbibliothek für sich entdeckt, sodass sich Landespfleger Dr. Hendrik Albrecht, entschloss eine Turmfalkennisthilfe anzubringen.
Prototyp eines Turmfalkennistkastens. Foto: Kreisverwaltung Vulkaneifel
Optimaler Weise werden Turmfalkennisthilfen in einer Höhe von 6 bis 8 m auf gehangen. Als Standort wurden daher die drei Kiefern vor der Kreisbibliothek, zwischen dem Jobcenter und dem Thomas-Morus-Gymnasium, ausgewählt – welche jedoch mit einer einfachen Leiter nicht zu erreichen sind.
Folglich wurde der Hausmeisterservice Daun eingeschaltet, der mit seiner Hubarbeitsbühne ein geeignetes Arbeitsgerät für den Einsatz in entsprechenden Höhen zur Verfügung hat. Kein Problem für Guido Schneider, vom Hausmeisterservice Daun, der sofort seine kostenfreie Unterstützung anbot: „Die Anbringung einer solchen Nisthilfe bedeutet eine weitere erlebbare Aufwertung des Geländes. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit während ihrer Pausen das Nistverhalten, das Jagdverhalten und vielleicht auch die ein oder andere Vogelhochzeit zu bewundern. Klasse Aktion! Nicht nur auch aus Sicht des Artenschutzes, sondern auch als soziale Komponente, im Umgang mit dem eigenen Naturbewusstsein!“, erklärt er enthusiastisch.„
Den Turmfalken als Kulturfolger stört die Nähe zu den Menschen übrigens nicht, solange die ausreichende Distanz durch die Höhe gewahrt bleibt und gezielte Störungsversuche unterbleiben“, erklärt Dr. Albrecht, während des Anbringens der Nisthilfen, die zu den bereits installierten Nisthilfen im Schulgarten des Thomas-Morus-Gymnasium Daun, eine perfekte Symbiose bilden. Abschließend bedankte sich Landespfleger Dr. Hendrik Albrecht, auch im Namen der Unteren Naturschutzbehörde, für die schnelle und effiziente Hilfe des Hausmeisterservice Daun. „Jetzt hoffen wir nur noch auf einen möglichst schnellen Einzug der Turmfalken in ihr neues Zuhause!“, erklärt Dr. Albrecht schmunzelnd.
Auch Alfred Schomisch als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel freut sich über das Engagement von Ayla und Kira Kowalinski und bewundert deren Mut, gerade in diesen schwierigen Zeiten, eine solche Aufgabe zu übernehmen. Foto: Verbandsgemeinde Vordereifel
Langscheid, 10.12.2020 – Ortsbürgermeisterin Gabi Müller-Dewald freute sich vergangene Woche beim Pressetermin sichtlich: Ayla und Kira Kowalinski aus Ahrbrück konnten als neue Pächterinnen für die Wabelsberger Wacholderhütte gewonnen werden.
Trotz der – gerade für das Gastgewerbe – sehr schwierigen Zeit, ist es der Ortsgemeinde Langscheid gelungen, mit dem Geschwisterpaar zwei junge engagierte Pächterinnen zu finden, die die Wacholderhütte mit neuem Leben füllen möchten.
Ab dem 15. Januar 2021 werden sie die Wacholderhütte für Gäste öffnen, in der Hoffnung, dass dies pandemiebedingt dann auch so erlaubt sein wird. Die Bewirtschaftung eines „Wandergasthofs“ war schon immer ein großer Traum der beiden jungen Frauen, die sich auf Anhieb in die traumhafte Lage sowie den rustikalen und gemütlichen Gastraum der Hütte verliebt haben. Trotz oder vielleicht auch gerade aufgrund einiger Auslandsaufenthalte und vielfältiger Erfahrungen im Gastronomie- und Hotelleriebereich, fühlen sich beide als „Eifelkinder“, für die die Heimat eine ganz besondere Bedeutung hat.
Da Kira Kowalinski ausgebildete Konditorin ist, soll auch der gastronomische Schwerpunkt zukünftig im Bereich Kaffee und Kuchen liegen. So ist unter anderem auch der Einbau einer großen Kuchentheke geplant. Zusätzlich wird es natürlich auch eine kleine Karte mit warmen Gerichten wie beispielsweise Suppen und Eintöpfen oder auch Schnitzeln geben. Da die beiden Schwestern hierbei in erster Linie auf regionale Produkte zurückgreifen möchten, wurde auch schon Kontakt mit regionalen Anbietern aufgenommen.
Die Wacholderhütte in Langscheid verfügt nicht nur über Sitzplätze im Gastraum und auf der Sonnenterrasse mit einem traumhaften Blick über die vulkanische Osteifel, sondern auch über jeweils ein 4-, 6- und 8-Bettzimmer, deren Vermietung mit den neuen Pächterinnen verstärkt in Angriff genommen werden soll. Wanderer, Wandergruppen oder auch Familien sind hier zur Übernachtung mit Frühstück gerne willkommen.
Aktuell sind folgende Öffnungszeiten ab dem 15.01.2021 geplant:
Montag und Dienstag: Ruhetag
Mittwoch und Donnerstag: 11 bis 18 Uhr
Freitag, Samstag und Sonntag: 9 bis 18 Uhr
Auch Alfred Schomisch als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel freut sich über das Engagement von Ayla und Kira Kowalinski und bewundert deren Mut, gerade in diesen schwierigen Zeiten, eine solche Aufgabe zu übernehmen. Er findet es sehr wichtig, dass die wunderschöne Region der Wacholderheide Einheimischen und Gästen mit den Traumpfaden und Traumpfädchen nicht nur Wanderwege bietet, sondern auch weiterhin für das leibliche Wohl bestens gesorgt sein wird.
Mayen, 10.12.2020 – In seiner Sitzung am 2. Dezember hat der Stadtrat beschlossen die Burgfestspiele 2021 durchzuführen und die dafür notwendigen Mittel im Haushalt vorgesehen. Der Beschluss vom April, die ausgefallene Saison 2020 im kommenden Sommer nachzuholen, wurde trotz möglicher Zusatzkosten eindrucksvoll bestätigt. Ein deutlich erhöhter Zuwendungsanteil der Stadt Mayen zum Etat der Festspiele wurde einstimmig beschlossen. Sollten als Auswirkung etwaiger Corona-Schutzverordnungen im kommenden Sommer Abstandsregeln im Zuschauerraum gelten, wird es eventuell nicht möglich sein das gesamte Kartenkontingent anzubieten.
Die Burgfestspiele haben einen hohen Grad der Eigenfinanzierung und erwirtschaften im Normalfall ihren Etat zum überwiegenden Teil durch Ticket-Einnahmen selbst. Durch ein möglicherweise halbiertes Platzangebot sinken die zu erwartenden Einnahmen jedoch erheblich. Träger der Burgfestspiele ist die Stadt Mayen. Diese müsste in einem solchen Fall daher den Einnahmeverlust ausgleichen. Zusätzlich wurden eventuell notwendige besondere Maßnahmen zur Umsetzung von Corona-Schutzverordnungen mit rund 64.000 Euro neu kalkuliert. Die ursprünglich ermittelte Zuwendung in Höhe von rund 250.618 Euro steigt damit nun auf 505.035 Euro. Leider ist es unvermeidlich, auch die Ticketpreise leicht zu erhöhen. Bei Schauspiel, Musical, Gastspielen, der Benefiz-Gala und der Comedy-Burg, sowie den Wanderungen mit Intendant Ris steigt der Ticketpreis in allen Kategorien um 3 Euro. Der Preis für das Familienstück wird in jeder Kategorie um 1 Euro erhöht und Tickets für die Kleine Bühne kosten 2 Euro mehr.
In seiner ersten Haushaltsrede formulierte es Oberbürgermeister Dirk Meid wie folgt: „Aber was wäre die Alternative? Rigoros sparen und die Entwicklung Mayens vernachlässigen? Damit ziehen wir keine Menschen in unsere Stadt. Wenn ich mir also das Defizit im Ergebnishaushalt ansehe, können und müssen wir damit leben, wollen wir nicht alle Aktivitäten zum Erliegen bringen. Hier verweise ich z.B. auf die Burgfestspiele, die wir uns einfach leisten müssen, als kulturelles Aushängeschild und als Besuchermagnet.“ Intendant Daniel Ris sagte im Anschluss an die Sitzung: „Das ist für uns eine große Freude und sehr ermutigend. Denn es ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Burgfestspiele in der Stadt und der Region und ganz allgemein der Kultur für unsere Gemeinschaft – auch und besonders in Zeiten der Krise.“
Der Kartenvorverkauf für die Saison 2021 startet aller Voraussicht nach Ende Januar 2021. Wir werden gesondert darauf in der Presse hinweisen. Vorfreude auf den kommenden Theatersommer kann man jedoch schon jetzt zu Weihnachten verschenken. Damit macht man nicht nur den Beschenkten eine große Freude, sondern unterstützt auch die Burgfestspiele in dieser für die Kunst schweren Zeit.
Gutscheine für die Burgfestspiele sind ab sofort erhältlich bei Bell Regional, Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942 oder per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de.
Jeden Euro ist die Drehleiter wert, denn schon in den ersten Tagen konnten bei einem Hausbrand Menschen in großer Höhe gerettet werden. Foto: Verbandsgemeinde Kaisersesch
Kaisersesch, 10.12.2020 – Mit der neuen Feuerwehrdrehleiter hat die Freiwillige Feuerwehr Kaisersesch ein modernes und leistungsfähiges Einsatzfahrzeug erhalten. Mit 12 Meter Ausladung hat sie eine Rettungshöhe von 23 Metern und ist damit der bisherigen Drehleiter, die bereits 32 Jahre alt ist, bei Weitem überlegen.
Der Landkreis Cochem-Zell hat sich mit 120.000 Euro im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich des Feuerwehrwesens an der Drehleiter beteiligt. Dazu kommt noch eine in Aussicht gestellte Förderung des Landes Rheinland-Pfalz. Jeden Euro ist die Drehleiter wert, denn schon in den ersten Tagen konnten bei einem Hausbrand Menschen in großer Höhe gerettet werden. Das wäre mit der alten Drehleiter nicht so einfach möglich gewesen.
Das Einsatzgebiet der neuen Feuerwehrdrehleiter umfasst nicht nur die Verbandsgemeinde Kaisersesch, sondern auch die Nachbargemeinden und wo immer sie im Ernstfall benötigt wird. Dabei steht die Brandbekämpfung nicht unmittelbar im Vordergrund, denn die meisten Einsätze sind statistisch gesehen technische Hilfeleistungen und rettungsdienstliche Unterstützung.
Bürgermeister Albert Jung freut sich über die in Aussicht gestellte Bezuschussung des Landes und bedankt sich ganz herzlich bei allen, die an der Beschaffung der Drehleiter mitgewirkt haben, insbesondere auch beim Landkreis Cochem-Zell. „Ich bin stolz auf die Leistungen und die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehrleute und bedanke mich auch im Namen der Bürger*innen unserer Verbandsgemeinde. Für die Zukunft wünsche ich unseren Freiwilligen Feuerwehren noch viele erfolgreiche und gefahrlose Einsätze.“
Der Werbekombi EIFELSCHAU.de und EIFELZEITUNG.de ist eine der meistgenutzten Plattformen in der Region, wenn es um Ihre Online-Werbung geht. Unsere Hotline: Daun – 06592 929 8000
Düren, 10.12.2020 – Das Projekt „Koordination kommunale Entwicklungspolitik“ sucht Menschen mit und ohne Migrationserfahrungen, die ein umfangreiches Wissen zu entwicklungspolitischen Themen haben und als Multiplikator/-innen für diese Themen im Kreis Düren tätig werden möchten. Potentielle Schwerpunkte für Brückenbauer könnten die Themen Flucht und Migration, Geschlechtergleichstellung, Bildung, Armut oder etwa Menschenrechte sein.
Wer sich angesprochen fühlt, kann sich am Dienstag, 15. Dezember, um 16 Uhr in die Online-Auftaktveranstaltung einwählen, bei der interessierte Brückenbauer/-innen genauere Informationen über das Projekt erhalten. Ziel ist es, Multiplikatoren zu gewinnen, die Schulen und andere Bildungseinrichtungen des Kreises Düren besuchen und in Form von Unterrichtsreihen oder innerhalb von Projekten ihre Erfahrungen und Expertisen in den verschiedenen Themenfeldern der Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeit teilen. Besonders wichtig ist dabei, dass der Austausch auf Augenhöhe und interaktiv stattfinden soll. Es soll ein Mehrwert für alle Beteiligten entstehen; für die Partnerakteure (Schulen) sowie für die Brückenbauer.
Die Brückenbauer erhalten für ihren Einsatz ein Honorar. Für die Bildungseinrichtungen entstehen keine Kosten. Der Aufbau eines Brückenbauerpools für Nachhaltigkeit und Entwicklungszusammenarbeit ermöglicht die Unterstützung und Fortbildung engagierter Menschen mit Migrationserfahrung, damit sie ihre Aktivitäten und Expertisen gezielter und effektiver einsetzen können
Wer sich für die Online-Veranstaltung anmelden möchte oder weitere Informationen benötigt, kann sich an Michelle Münstermann, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik
im Amt für Schule, Bildung und Integration des Kreises Düren, unter 02421/22-1040210 oder per E-Mail an m.muenstermann@kreis-dueren.de wenden. Mit der Anmeldung erhalten Interessierte auch die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung.
Der Werbekombi EIFELSCHAU.de und EIFELZEITUNG.de ist eine der meistgenutzten Plattformen in der Region, wenn es um Ihre Online-Werbung geht. Unsere Hotline: Daun – 06592 929 8080 Foto: Gerd Altmann
Region/Kreis MYK, 10.12.2020 – Eine psychische oder körperliche Erkrankung, eine schwere Lebenskrise oder eine durch das Alter oder in Folge eines Unfalls entstandene Hilflosigkeit – solche Situationen können dazu führen, dass Menschen ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr eigenständig organisieren und bewältigen können. In einem großen Teil der Fälle kümmern sich Familienangehörige um die betroffenen Personen und regeln alles Wichtige. Doch was ist, wenn man niemanden hat, der in einer solchen Notlage für jemanden da ist? In diesen Fällen bestellt das zuständige Amtsgericht in der Regel einen hauptamtlichen gesetzlichen Betreuer. Für die ehrenamtlichen Betreuer sind die zu bewältigenden Aufgaben meist zu komplex. Aus diesem Grund sowie aufgrund steigender Betreuungszahlen wächst auch der Bedarf an engagierten Personen, die sich in diesem Bereich selbstständig machen möchten. Die Betreuungsbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sucht daher nach geeigneten Bewerbern.
Ein Beruf mit besonderer Verantwortung
„Häufig üben Sozialpädagogen oder Juristen diese Tätigkeit aus. Aber auch fachfremde Personen, die sich entsprechende Kenntnisse im Betreuungsrecht und anderen erforderlichen spezifischen Rechtsgebieten angeeignet haben , können als gesetzliche Betreuer tätig werden“, erklärt Sabine Rinke, die in der Kreisverwaltung für die Anerkennung von Berufsbetreuern zuständig ist. Berufsbetreuer sind selbstständig tätig oder bei einem Betreuungsverein angestellt. Die selbstständigen Betreuer werden von der zuständigen Betreuungsbehörde ausgewählt. Neben einer gewissen fachlichen Qualifikation müssen Interessierte auch bestimmte persönliche Voraussetzungen mitbringen, wie Sabine Rinke berichtet: „Oft hat man mit herausfordernden Menschen zu tun. Die Fähigkeit andere Lebensanschauungen zuzulassen, Empathie aber gleichzeitig auch Durchsetzungsvermögen sind deshalb unerlässlich. Außerdem müssen sich die Betreuer gut selbst organisieren können.“
Berufsbetreuer können sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit arbeiten. Verwaltungstätigkeiten wechseln sich ab mit direktem und intensivem Kontakt zu Menschen in allen erdenklichen sozialen Notlagen. Die Wünsche und der Wille der betreuten Menschen sollten bei allen Entscheidungen Beachtung finden.
Wer Interesse an einer Anerkennung als Berufsbetreuer hat, kann sich direkt an Sabine Rinke, Tel. 0261/108-596 oder Eike Höfer, Tel. 0261/108-592, E-Mail: betreuungsbehoerde@kvmyk.de oder wenden.
Weitere Informationen und Voraussetzungen, um als Berufsbetreuer anerkannt zu werden, findet man im Internet unter www.kvmyk.de/betreuungsbehörde
Der Austausch fand im Rathaussaal in Mayen statt. Foto: Stadt Mayen
Mayen, 10.12.2020 – Auf Einladung von Oberbürgermeister Dirk Meid trafen sich Vertreter des Mayener Einzelhandels mit dem Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm. Hintergrund war die derzeit geltende Corona-Bekämpfungsverordnung und die Auswirkungen des „Lockdowns-Light“ auf die Unternehmen.
Die Inhaber von Geschäften der Textilbranche machten gegenüber dem Vertreter aus Mainz noch einmal deutlich, wie stark die Branche durch die Einschränkungen betroffen ist. „Einigen Unternehmen steht das Wasser bis zum Hals“, lautete die Einschätzung. „Umsatzeinbußen von 50 Prozent sind nicht mehr lange zu stemmen.“
Es wurde deutlich, dass gerade vom Inhaber geführte Geschäfte durch das Raster aller Überbrückungshilfen und Schutzschirme fallen. „Für den Inhaber gibt es kein Kurzarbeitergeld, für die meisten Kosten gibt es keine Hilfen“, berichtet ein Teilnehmer der Runde. Ein Problem sei auch die fehlende Liquidität: „Wir haben schon die Frühjahrsware im Zulauf, das Herbst- und Wintergeschäft läuft wegen Corona sehr schleppend.“ Die Menschen gingen nicht in die Stadt, es würde nur verhalten eingekauft. Es fehle einfach das Bedürfnis nach neuer Bekleidung – oder schlicht das Geld.
Für Staatssekretär Dr. Wilhelm war der Besuch kein leichter. Als zuständiger Mann im Gesundheitsministerium verantwortet er die notwendigen Maßnahmen im Rahmen der Corona-Bekämpfungsverordnung mit. Das ist der schwierige Spagat zwischen dem Schutz der Bevölkerung und den Folgen für die Wirtschaft, vor allem der Gastronomie, der Dienstleister und des Einzelhandels. Aktuell hat er sich um den landesweiten Aufbau der Impfzentren in 30 Städten und Landkreisen zu kümmern.
Dennoch war ihm der Austausch mit den Geschäftsleuten wichtig: „Ich nehme den klaren Eindruck mit, dass es für den Einzelhandel gezielte Hilfsprogramme geben muss, um dieser Branche zu helfen“, so Dr. Wilhelm nach dem zweistündigen Gespräch. „Es wurde vielleicht auch unterschätzt, wie sehr sich der komplette Lock-Down der Gastronomie auch auf den Einzelhandel auswirkt.“ Die Menschen suchen normalerweise das Einkaufserlebnis, verbinden den Einkauf mit einem Besuch im Café oder Restaurant. „Das fehlt uns allen gerade sehr und davon ist auch die Boutique, das Schuhgeschäft und der Herrenausstatter betroffen“, fasst Wilhelm die Situation zusammen. Er wolle die Eindrücke des Abends mitnehmen und versprach, sie bei seiner Kollegin im Wirtschaftsministerium anzubringen.
v.l.n.r.: S. Eckhardt, R. Krämer, A. Nußbaum Reservistenkameradschaft Gerolstein. Foto: Caritas
Gerolstein, 10.12.2020 – Was für eine wunderschöne adventliche Geste der Reservisten. Sie brachten über 200 Tütchen, gefüllt mit leckerem Weihnachtsgebäck zur Caritas-Sozialstation. Die haben alles selbst gebacken und dann sehr schön verpackt. Von dort aus wurden sie zum Nikolaustag von den Pflegefachkräften an die betreuten Patienten verteilt.
Marianne Gaspers (Leitung Caritas-Sozialstation) und Doris Guntermann (stv. Leitung) dankten Reiner Krämer und seinen Kameraden herzlichst im Namen der beschenkten älteren und pflegebedürftigen Menschen. Gerade in der Corona-Zeit, in der auch im häuslichen Bereich viele Kontakte eingeschränkt sind, freuen sie sich so sehr wenn andere Menschen an sie denken.
Stadtwerke-Betriebsleiter Mario Dittmann ist zufrieden mit der Entwicklung und den Messergebnissen in Düttling. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich/Düttling, 10.12.2020 – „Wir haben geprüft, Proben entnommen und untersucht wie die Wahnsinnigen“, berichtet Dittmann über die aufwendigen Arbeiten der vergangenen Monate nachdem in der Düttlinger Wasseraufbereitungsanlage der Grenzwert für Blei im Trinkwasser geringfügig überschritten worden war. Im August waren erste Pilotfilter in Betrieb genommen geworden. Jetzt zogen die Verantwortlichen im zuständigen Betriebsausschuss hochzufrieden Bilanz.
Die neue Technik, bei der das sogenannte „GEH“-Verfahren und damit granuliertes Eisenhydroxid zum Einsatz kommt, um das Wasser nach höchsten Trinkwasseransprüchen zu filtern, habe sich hervorragend bewährt. Und mehr noch: Den Mechernichern Stadtwerken fällt mit diesen erfolgreichen Testergebnissen bundesweit eine Pionierrolle zu, wie Ingenieur Jörg Nußbaum, Teamleiter der Stadtwerke, den Ausschussmitgliedern berichtete.
Erstmalig im Einsatz
Mit der Wassergewinnungsanlage in Düttling ist das Verfahren in Deutschland erstmalig im Einsatz, um speziell den Bleiwert zu senken. Das Eisenhydroxid-Material sei zwar grundsätzlich in seiner Wirkung bekannt, aber bislang nicht für die Blei-Filtration genutzt worden, sondern um andere Schwermetalle aus dem Wasser heraus zu ziehen, erläuterte Nußbaum. Nach den erfolgreichen Schritten wolle man sogar den Prozess zur deutschlandweiten Zertifizierung mit dem Umweltbundesamt in Kürze einläuten.
In der Wasseraufbereitungsanlage Düttling waren am 8. Mai erstmals leicht erhöhte Werte für Blei im Trinkwasser festgestellt worden. 15 Ortschaften im Westen des Stadtgebiets Mechernich sowie Hergarten und Düttling waren betroffen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Bislang wurden zwei der insgesamt fünf Filter als Pilotprojekt mit der Methodik betrieben. „Wir durften dabei ja auch nicht alles auf eine Karte setzen, wir mussten eine gewisse Redundanz haben, falls das neue Material doch nicht so funktioniert wie geplant“, erklärt Dittmann. Deshalb liefen parallel die drei herkömmlichen Kalk-Filter sicherheitshalber weiter.
Nach erfolgreicher Zertifizierung werde aber die komplette Anlage auf „GEH“ umgestellt, so Nußbaum.
In der Wasseraufbereitungsanlage Düttling waren am 8. Mai erstmals leicht erhöhte Werte für Blei im Trinkwasser festgestellt worden. 15 Ortschaften im Westen des Stadtgebiets sowie Hergarten und Düttling waren betroffen. Für Säuglinge und Kleinstkinder bis zwei Jahre wurde daher in Absprache mit dem Kreis Euskirchener Gesundheitsamt empfohlen, handelsübliches Mineralwasser aus Flaschen zu verwenden.
Dittmann ist auf das Erreichte stolz: „Der Grenzwert liegt bei einem hunderttausendstel Gramm. Im Moment sind wir im Düttlinger Hochbehälter bei einem Millionstel Gramm angekommen und damit an der Grenze, was die Labore überhaupt nachweisen können.“
Rätsel gaben den Experten jedoch noch lange im Leitungsnetz gemessene leichte Schwankungen und Ausreißer auf, so Dittmann: „Je weiter die Messungen von Düttling entfernt waren, mussten wir etwas höhere Abweichungen notieren.“ Lag der Wert in Düttling mit 0,001 Mikrogramm schon längst weit unter dem geforderten Grenzwert, zeigte die Messung im Hochbehälter Voißel stattdessen 0,006 Mikrogramm an, was aber immer noch unterhalb des Grenzwertes liegt.
160 Kilometer Leitungen
Deshalb beprobten die Stadtwerke auch Hausanschlüsse, Hydranten und stichpunktartig auch das insgesamt 160 Kilometer lange Leitungssystem. Verantwortlich scheinen demnach alte Ablagerungen und Sedimente in den Leitungen zu sein. Sie sollen nun durch aufwendige Wasserspülungen auf- und abgelöst werden.
Das Beispiel Düttling mache deutlich, dass in Deutschland ein immenser Aufwand betrieben werde, um das Naturprodukt Wasser, was natürlichen Schwankungen unterliege, aufwendig aufbereitet werden muss, um hochwertiges Trinkwasser zu sichern. Dittmann riet daher: „In trockenen Sommern sollte man es nicht mit Gartengießen verschwenden.
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