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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Weihnachtsruhe nutzen, um Infektionszahlen zu senken

Region/Mainz, 10.12.2020 – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte bereits Anfang der Woche angekündigt, dass es in Rheinland-Pfalz nicht zu den Weihnachts- und Silvesterlockerungen kommen wird, die im November noch geplant und erhofft waren.

„Die Zahlen der Neuinfektionen und besonders der schweren und tödlichen Verläufe machen Verschärfungen notwendig. In vielen Regionen in Deutschland sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze. Das wollen wir für Rheinland-Pfalz verhindern“, sagte die Ministerpräsidentin. „Wir haben jetzt die Chance, die Weihnachtsferien zu nutzen, eine Zeit in der das öffentliche Leben ohnedies weitgehend ruht, um das Land weiter runterzufahren und so weiter Kontakte zu reduzieren.“

In einer Zeit, in der die Schulen und viele Betriebe ferienbedingt geschlossen hätten, sei auch der wirtschaftliche Schaden geringer als in anderen Zeiten. „Ich halte es für wichtig, dass wir eine gemeinsame Linie für ganz Deutschland vereinbaren. Das ist notwendig, da wir ansonsten einen Corona-Tourismus zwischen Ländern mit und ohne Lockdown erleben würden, der kontraproduktiv wäre. Wir müssen bei den Beratungen auch bundesweite verpflichtende Schutzmaßnahmen für Alten- und Pflegeheime festlegen, denn leider müssen wir feststellen, dass dort noch immer viel zu hohe Infektionszahlen sind“, so die Ministerpräsidentin.

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Wachstum

Bürgermeister der Verbandsgemeinden und Landrat stellen sich gemeinsam der Verantwortung

Landkern/Kreis COC, 10.12.2020 – Während wir uns derzeit im sogenannten „Lock-down“ befinden und monatelange Einschränkungen bereits hinter uns liegen, richten sich alle Hoffnungen auf einen wirksamen Corona-Impfschutz. „Es gibt endlich Grund zum Optimismus“, so die Bürgermeister der Verbandsgemeinden – Jung, Steimers, Lambertz und Simon – unisono.

„Unsererseits werden alle Vorkehrungen getroffen und wir setzen alles daran, dass das Impfzentrum in Landkern am 15. Dezember 2020 starten kann. Sobald ein Impfstoff in Deutschland zugelassen ist und dann durch das Land an die Impfzentren verteilt wurde, können wir mit dem Impfen beginnen“, betont Landrat Manfred Schnur.

Die Einrichtung und Betreibung eines Impfzentrums stellt gleichzeitig eine große logistische Herausforderung für die Verwaltung dar.

„Doch dieser Herausforderung und vor allem der Chance zur Impfung müssen und möchten wir uns geschlossen stellen und gemeinsam mithelfen, dass es ein schneller Erfolg wird“, so die Bürgermeister und der Landrat.

Durch die Unterstützung aller vier Verbandsgemeinden ist es möglich, diesen Weg – sowohl organisatorisch als auch personell – gemeinsam zu gehen.

Natürlich bringt die Einrichtung des Impfzentrums auch Einschränkungen mit sich. Nicht zuletzt, da die Eifelgoldhalle in Landkern nun für längere Zeit nicht als Sport- oder Veranstaltungshalle zur Verfügung steht.

„Hierfür möchten wir uns nochmals ausdrücklich bedanken und gleichzeitig erneut um Verständnis bitten. Wir stellen uns hierbei einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung in noch nie gekanntem Umfang, die nur gemeistert werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen.

Uns ist es wichtig, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich impfen zu lassen und eine möglichst große Akzeptanz zu schaffen. Denn nur mit einer hohen Impfquote können wir es schaffen, dass Todesfälle verhindert und Maßnahmen wieder gelockert und nicht zuletzt ganz aufgehoben werden“, so die Bürgermeister und der Landrat weiter.

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Wirtschaft

Junior Uni Daun: Stadtrat einstimmig begeistert!

Daun, 10.12.2020 – Stadtrat spricht sich einstimmig für die Junior Uni Daun aus. Der Stadtrat war am vergangenen Donnerstag zu einer Sitzung zusammengekommen, um im öffentlichen Teil unter anderem über den Antrag der LEPPER Stiftung abzustimmen, ob das für den Bau der Junior Uni Daun notwendige Änderungsverfahren des Bebauungsplans auf den Weg gebracht werden kann.

Bereits Anfang November hatte der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Stadt Daun den für die Bebauung notwendigen Änderungsantrag einstimmig angenommen. Dem Votum des Ausschusses stand der Stadtrat in nichts nach. Ebenfalls einstimmig sprachen sich die Ratsmitglieder für den Antrag der LEPPER Stiftung aus.

Damit können nun sowohl der Bauantrag für die Junior Uni Daun als auch die Änderung des Bebauungsplans für das Gelände, auf dem die Junior Uni Daun errichtet werden soll, auf den Weg gebracht werden.

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Wirtschaft

Zweite KSK Mayen Kunden-Veranstaltung als Telefonkonferenz fand eine große Resonanz

Mayen/Region, 10.12.2020 – Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Uwe Burkert beleuchtete die aktuelle Situation und wagte erste Ausblicke zur weiteren Entwicklung der Finanzmärkte in den kommenden Monaten. Das Jahr 2020 bleibt auch zum Ende hin weiter spannend. Corona, die US-Wahl und die Niedrigzinspolitik prägen unser Umfeld. Aktuell spielt die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie, aufgrund des

Teil-Lockdowns in allen Lebensbereichen nach wie vor eine große Rolle, was auch Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Kapitalmärkte und somit auch auf die persönlichen Geldanlagen hat

Nach der großen Resonanz auf die erste Telefon-Kundenveranstaltung im Sommer dieses Jahres lud die Kreissparkasse Mayen (KSK) nun zur zweiten Kunden-Infoveranstaltung in Form einer Telefonkonferenz ein, um Kunden und Anlegern einen Überblick zur aktuellen Lage auf den Finanzmärkten zu geben.

Zahlreiche Kunden der Kreissparkasse Mayen hatten sich im Vorfeld zu dieser Telefonkonferenz angemeldet, bei der der aus Stuttgart zugeschaltete Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Uwe Burkert im Interview mit dem Leiter des VermögensberatungsCenters der KSK Mayen, René Goldberg, sprach. In dem rund 70 minütigen Gespräch beleuchtete Burkert die aktuelle Situation im Teil-Lockdown und wagte erste vorsichtige Ausblicke zur wirtschaftlichen Entwicklung im Hinblick auf Geldanlagen, Immobilien- und  Aktienmärkte sowie Edelmetalle in den kommenden Monaten.

Zur aktuellen Situation äußerte sich Burkert vorsichtig optimistisch. Der Wirtschaftsmotor laufe gut, trotz einer gewissen Leichtsinnigkeit nach den Lockerungen des Sommers – auch trotz der Tatsache, dass die Infektionszahlen jetzt im Herbst höher liegen als im Frühjahr. Das Wachstum halte sich, was zeige, dass die Rettungsmaßnahmen greifen. Politik und Menschen haben viel gelernt und die Gesellschaft agiere nach wie vor besonnen, wie Uwe Burkert bemerkt.

Für 2021 prognostizierte der Chefvolkswirt der LBBW eine Erholung der Wirtschaft. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes werde bei 4% liegen. Für die EU rechnet Burkert mit 4,5% und weltweit hält der Spezialist sogar 5,4% für realistisch, was auch als Folge der staatlichen Maßnahmen zu werten ist.

Hierbei muss aber relativiert werden, dass die Konjunktur in Deutschland einen Einbruch von 6% erlebt habe. Nach den Lockerungen im Sommer konnte bereits im 3. Quartal wieder ein starkes Wachstum beobachtet werden, was sich in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Seiner Einschätzung folgend wird es aber mindestens zwei gute Jahre brauchen, um das Level „vor Corona“ zu erreichen – vorausgesetzt es gibt keine weiteren negativen Einflüsse, z.B. durch weitere Corona-Wellen.

Burkert gab den Teilnehmern der Telefonkonferenz einen positiven Ausblick, in dem er symbolisch davon sprach, dass die Sonne derzeit aus zwei Richtungen aufgehe: Die eine Sonne stehe für China, das es geschafft habe, seine Wirtschaft wieder unter Volldampf hoch zu fahren und so die Weltwirtschaft mitziehe. Die zweite Sonne stehe für die baldige Einführung/Zulassung von wirksamen Impfstoffen, die voraussichtlich ein Stück weit Normalität erwarten lassen. Er relativiert jedoch, da einerseits überwiegend die Industriebranchen von Chinas Wachstum profitieren und andererseits die Immunisierung der Bevölkerung durch Impfungen mindestens ein halbes Jahr dauern könne, was in erster Linie von logistischen Herausforderungen und von der Impfbereitschaft in der Bevölkerung abhänge. So werde der Herbst 2021 voraussichtlich ein flacheres Infektionsgeschehen zeigen als der Herbst 2020. „Corona wird uns auch in 2021 weiter begleiten. Wir werden aber besser damit umgehen können, aufgrund einer besseren medizinischen Versorgung und neuer ökonomischer Erkenntnisse“, ist sich Uwe Burkert sicher.

Zur Situation in den Vereinigten Staaten nach der zurückliegenden Präsidentschaftswahl geht der Chefvolkswirt der LBBW davon aus, dass sich unter dem neuen Präsidenten Joe Biden der Umgangston verändern bzw. verbessern werde. Ein Kurswechsel werde aber nicht zu erwarten sein, da Biden in der Sache hart bleiben wird, bzw. bleiben muss, auch um den Wählern aus dem „Trump-Lager“ gerecht zu werden. Es wird weiterhin um Handelskonflikte und Rüstungsfragen gehen, vermutet Uwe Burkert.

Bei der Entwicklung des Zinsniveaus geht Burkert davon aus, dass Zinserhöhungen der EZB noch auf sich warten lassen werden, auch um stark verschuldeten Staaten ihren Schuldenabbau zu erleichtern, begünstigt durch die aktuell niedrige Inflationsrate. Das dürfte Anleger allerdings eher nicht erfreuen, was diese dazu bewegen wird, sich nach Alternativen umzuschauen. Des einen Freud sei des anderen Leid, wie Burkert mit einem hörbaren Schmunzeln resümiert.

Den Aktienmarkt prognostiziert er mittelfristig mit einer grundsätzlich positiven Grundstimmung, auf der viele Anleger „mitschwimmen“ werden. Die Aktie biete hier drei entscheidende Vorteile: Zum einen handele es sich um reale Werte, mit einem entsprechenden Unternehmensgegenwert. Zum anderen seien diese Werte durch Verkauf schnell in Liquidität umsetzbar. Zu guter Letzt sei über die Dividenden trotz niedrigem, bzw. negativem Zinsniveau eine Rendite zu erzielen, was durch die vollen Auftragsbücher vieler Unternehmen begünstigt wird. Es empfiehlt sich jedoch das Portfolio auch international zu bestücken, um von den positiven Entwicklungen in anderen Ländern zu profitieren. Gold sei hierbei als Stabilisator immer eine gut Beimischung im Portfolio. Grundsätzlicher Nachteil damals wie heute ist, dass Gold keinen Zinsenertrag erzielt. Weiterer Nachteil ist, dass Gold in Dollar gehandelt werde, dessen Kurs zum Euro ggf. sinken kann. Es ist aber von einer stetigen Wertsteigerung auszugehen, resümiert Burkert.

Auf dem Immobilienmarkt beobachtet Burkert moderat steigende Preise. Die niedrigen Zinsen tragen dazu bei, dass das Kaufinteresse nach wie vor hoch sei. Wobei das Interesse an Wohnobjekten in den Randgebieten der Ballungsräume stärker sei als in den Innenstadtbereichen.

Bei den gewerblichen Immobilien zeichne sich eine Spreizung ab. Produktions- und Lagerobjekte seien aktuell sehr gefragt, was im boomenden Online-Handel begründet liegt. Büro- und Einzelhandelsimmobilien hingegen werden aktuell eher schlecht nachgefragt. Hier spielt u.a. eine Rolle, dass vermehrt aus dem Homeoffice gearbeitet werde.

Beim Thema Nachhaltigkeit empfiehlt Burkert das CO2-Thema im Auge zu behalten. Hier profitieren in erster Linie Unternehmen, die sich der Thematik gegenüber aufgeschlossen zeigen und ihre Strategien danach ausrichten, z.B. durch Nutzung alternativer Energien. Unternehmen die hier nicht mitziehen (können), werden eher gemieden oder deren Aktien werden mit Abschlägen gehandelt. Großen Einfluss werden hier künftig auch staatliche Fördermaßnahmen haben, die das Thema der Nachhaltigkeit als Bedingung in den Fokus nehmen. Kurzum: Das Thema Nachhaltigkeit wird in nächsten Jahren weiterhin sehr präsent sein.

In der abschließenden Fragerunde, in der Uwe Burkert gemeinsam mit René Goldberg auf zuvor eingereichten Kundenfragen eingingen, beleuchtete Burkert noch das Thema Brexit. Seiner Ansicht nach werde der sich abzeichnende harte Brexit keine großen Auswirkungen auf Konjunktur und Kapitalmärkte in Deutschland und der EU haben, da sich viele Unternehmen in den vergangenen Monaten gut vorbereiten konnten. Auch die staatlichen Instrumentarien bieten den Unternehmen hier zusätzliche Sicherheitsreserven. Anders sieht es für britische Unternehmen aus, da die britische Regierung hier sehr nachlässig, wenn nicht sogar überfordert war.

Im Anschluss an die Fragerunde bedankte sich René Goldberg als Leiter des VermögensberatungsCenters bei Uwe Burkert für seine Ausführungen und bei den zahlreichen Teilnehmern und zog ein positives Fazit zur zweiten KSK-Kundenveranstaltung im Rahmen einer Telefonkonferenz: „Ein sicher spannendes und gutes Format, um mit unseren Kunden auch künftig auf diesem Weg in Kontakt zu bleiben“.

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Wachstum

Metropolregion Rheinland: Aldenhoven Testing Center ist „genial“

Düren, 10.12.2020 –  „Wir erfinden Deutschland neu – Metropolregion Rheinland“: Diesem hohen Anspruch wird das Aldenhoven Testing Center (ATC) gerecht. Die gemeinsame Gesellschaft des Kreises Düren und der RWTH Aachen hat auf der Brache des Steinkohlebewegwerks Emil Mayrisch bekanntlich eine städtische Testinfrastruktur geschaffen, mit deren Hilfe das große Zukunftsthema autonomes Fahren auf der Straße erforscht werden kann. Diese Weitsicht und Tatkraft der beiden Partner hat die Metropolregion Rheinland nun mit ihrer Auszeichnung „Metropolregion genial“ gewürdigt.

Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Metropolregion Rheinland e.V., überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn sowie den drei ATC-Geschäftsführern Anette Winkler, Frank Heßeler und Micha Lesemann am Mittwoch (9.12.) vor Ort die Trophäe, die zugleich ein Aushängeschild ist. Denn das blaue Plexiglas mit der Überschrift „Prämiert: Rheinland genial“ weist schon vier Bohrlöcher auf, um es auf Dauer gut sichtbar im Aldenhoven Testing Center zu präsentieren. „Mit dem Preis wollen wir die Innovationskraft des Rheinlandes weithin sichtbar machen. Und das ATC ist ja wirklich ein Vorreiter beim Strukturwandel der Region“, würdigte Ulla Thönnissen die Partnerschaft zwischen der Exzellenz-Uni und dem Kreis Düren.

Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Region Aachen, die das ATC für den Preis nominiert hatte, bekräftigte ihrerseits die herausragende Bedeutung des Testareals für die Region und das Forschungsfeld des autonomen Fahrens: „Die Testumgebung ist in ihrer Ausrichtung für die Forschung und Entwicklung einzigartig. Auch weil sie allen Unternehmen offensteht.“

Landrat Wolfgang Spelthahn, ATC-Aufsichtsratsvorsitzender, bedankte sich im Namen der GmbH herzlich für die hochrangige Würdigung: „Der Preis lenkt den Focus auf unsere Region, sorgt für eine positive Wahrnehmung und ist somit eine äußerst wertvolle Unterstützung für uns.“

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Hoch hinaus für den Artenschutz! Untere Naturschutzbehörde wird tatkräftig unterstützt

Daun, 10.12.2020 – Über Wiesen und Feldern nach Beute suchend, erkennt man den Turmfalken an seinem charakteristischen „Rüttelflug“ und seinen pfeilschnellen Sturzflügen. Als eigentlicher Felsbrüter leidet der Turmfalke, wie viele andere Arten, unter dem Rückgang von geeigneten Brutplätzen in der offenen Landschaft. Durch schwindende Brutmöglichkeiten hat sich die äußerst anpassungsfähige Art zum sogenannten Kulturfolger entwickelt und mit der Zeit, mehr und mehr menschliche Siedlungen als Lebensraum für sich entdeckt. Hier findet er oft geeignete Nistplätze und einen reich gedeckten Tisch. Der Turmfalke nutzt Mauernischen und Vorsprünge, die vor allem an alten Bauwerken zu finden sind.

Durch die zunehmenden Modernisierungen oder gar Abrisse alter Gebäude, verschwinden zunehmend auch diese Nistmöglichkeiten im städtischen Bereich. Künstliche Nisthilfen können hier Abhilfe schaffen. Einen solchen Lebensraum haben Turmfalken auch auf den Schulgeländen des Thomas-Morus-Gymnasium und des Geschwister-Scholl-Gymnasium sowie im Bereich der Kreisbibliothek für sich entdeckt, sodass sich Landespfleger Dr. Hendrik Albrecht, entschloss eine Turmfalkennisthilfe anzubringen.

Prototyp eines Turmfalkennistkastens. Foto: Kreisverwaltung Vulkaneifel

Optimaler Weise werden Turmfalkennisthilfen in einer Höhe von 6 bis 8 m auf gehangen. Als Standort wurden daher die drei Kiefern vor der Kreisbibliothek, zwischen dem Jobcenter und dem Thomas-Morus-Gymnasium, ausgewählt – welche jedoch mit einer einfachen Leiter nicht zu erreichen sind.

Folglich wurde der Hausmeisterservice Daun eingeschaltet, der mit seiner Hubarbeitsbühne ein geeignetes Arbeitsgerät für den Einsatz in entsprechenden Höhen zur Verfügung hat. Kein Problem für Guido Schneider, vom Hausmeisterservice Daun, der sofort seine kostenfreie Unterstützung anbot: „Die Anbringung einer solchen Nisthilfe bedeutet eine weitere erlebbare Aufwertung des Geländes. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit während ihrer Pausen das Nistverhalten, das Jagdverhalten und vielleicht auch die ein oder andere Vogelhochzeit zu bewundern. Klasse Aktion! Nicht nur auch aus Sicht des Artenschutzes, sondern auch als soziale Komponente, im Umgang mit dem eigenen Naturbewusstsein!“, erklärt er enthusiastisch.„

Den Turmfalken als Kulturfolger stört die Nähe zu den Menschen übrigens nicht, solange die ausreichende Distanz durch die Höhe gewahrt bleibt und gezielte Störungsversuche unterbleiben“, erklärt Dr. Albrecht, während des Anbringens der Nisthilfen, die zu den bereits installierten Nisthilfen im Schulgarten des Thomas-Morus-Gymnasium Daun, eine perfekte Symbiose bilden. Abschließend bedankte sich Landespfleger Dr. Hendrik Albrecht, auch im Namen der Unteren Naturschutzbehörde, für die schnelle und effiziente Hilfe des Hausmeisterservice Daun. „Jetzt hoffen wir nur noch auf einen möglichst schnellen Einzug der Turmfalken in ihr neues Zuhause!“, erklärt Dr. Albrecht schmunzelnd.

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Fortschritt

Neue Pächterinnen für Wabelsberger Wacholderhütte in Langscheid: Reibungsloser Übergang ab dem 15. Januar 2021

Langscheid, 10.12.2020 – Ortsbürgermeisterin Gabi Müller-Dewald freute sich vergangene Woche beim Pressetermin sichtlich: Ayla und Kira Kowalinski aus Ahrbrück konnten als neue Pächterinnen für die Wabelsberger Wacholderhütte gewonnen werden.

Trotz der – gerade für das Gastgewerbe – sehr schwierigen Zeit, ist es der Ortsgemeinde Langscheid gelungen, mit dem Geschwisterpaar zwei junge engagierte Pächterinnen zu finden, die die Wacholderhütte mit neuem Leben füllen möchten.

Ab dem 15. Januar 2021 werden sie die Wacholderhütte für Gäste öffnen, in der Hoffnung, dass dies pandemiebedingt dann auch so erlaubt sein wird. Die Bewirtschaftung eines „Wandergasthofs“ war schon immer ein großer Traum der beiden jungen Frauen, die sich auf Anhieb in die traumhafte Lage sowie den rustikalen und gemütlichen Gastraum der Hütte verliebt haben. Trotz oder vielleicht auch gerade aufgrund einiger Auslandsaufenthalte und vielfältiger Erfahrungen im Gastronomie- und Hotelleriebereich, fühlen sich beide als „Eifelkinder“, für die die Heimat eine ganz besondere Bedeutung hat.

Da Kira Kowalinski ausgebildete Konditorin ist, soll auch der gastronomische Schwerpunkt zukünftig im Bereich Kaffee und Kuchen liegen. So ist unter anderem auch der Einbau einer großen Kuchentheke geplant. Zusätzlich wird es natürlich auch eine kleine Karte mit warmen Gerichten wie beispielsweise Suppen und Eintöpfen oder auch Schnitzeln geben. Da die beiden Schwestern hierbei in erster Linie auf regionale Produkte zurückgreifen möchten, wurde auch schon Kontakt mit regionalen Anbietern aufgenommen.

Die Wacholderhütte in Langscheid verfügt nicht nur über Sitzplätze im Gastraum und auf der Sonnenterrasse mit einem traumhaften Blick über die vulkanische Osteifel, sondern auch über jeweils ein 4-, 6- und 8-Bettzimmer, deren Vermietung mit den neuen Pächterinnen verstärkt in Angriff genommen werden soll. Wanderer, Wandergruppen oder auch Familien sind hier zur Übernachtung mit Frühstück gerne willkommen.

Aktuell sind folgende Öffnungszeiten ab dem 15.01.2021 geplant:

  • Montag und Dienstag: Ruhetag
  • Mittwoch und Donnerstag: 11 bis 18 Uhr
  • Freitag, Samstag und Sonntag: 9 bis 18 Uhr

Auch Alfred Schomisch als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel freut sich über das Engagement von Ayla und Kira Kowalinski und bewundert deren Mut, gerade in diesen schwierigen Zeiten, eine solche Aufgabe zu übernehmen. Er findet es sehr wichtig, dass die wunderschöne Region der Wacholderheide Einheimischen und Gästen mit den Traumpfaden und Traumpfädchen nicht nur Wanderwege bietet, sondern auch weiterhin für das leibliche Wohl bestens gesorgt sein wird.

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Fortschritt

Stadtrat von Mayen gibt grünes Licht für Burgfestspiele 2021

Mayen, 10.12.2020 – In seiner Sitzung am 2. Dezember hat der Stadtrat beschlossen die Burgfestspiele 2021 durchzuführen und die dafür notwendigen Mittel im Haushalt vorgesehen. Der Beschluss vom April, die ausgefallene Saison 2020 im kommenden Sommer nachzuholen, wurde trotz möglicher Zusatzkosten eindrucksvoll bestätigt. Ein deutlich erhöhter Zuwendungsanteil der Stadt Mayen zum Etat der Festspiele wurde einstimmig beschlossen. Sollten als Auswirkung etwaiger Corona-Schutzverordnungen im kommenden Sommer Abstandsregeln im Zuschauerraum gelten, wird es eventuell nicht möglich sein das gesamte Kartenkontingent anzubieten.

Die Burgfestspiele haben einen hohen Grad der Eigenfinanzierung und erwirtschaften im Normalfall ihren Etat zum überwiegenden Teil durch Ticket-Einnahmen selbst. Durch ein möglicherweise halbiertes Platzangebot sinken die zu erwartenden Einnahmen jedoch erheblich. Träger der Burgfestspiele ist die Stadt Mayen. Diese müsste in einem solchen Fall daher den Einnahmeverlust ausgleichen. Zusätzlich wurden eventuell notwendige besondere Maßnahmen zur Umsetzung von Corona-Schutzverordnungen mit rund 64.000 Euro neu kalkuliert. Die ursprünglich ermittelte Zuwendung in Höhe von rund 250.618 Euro steigt damit nun auf 505.035 Euro. Leider ist es unvermeidlich, auch die Ticketpreise leicht zu erhöhen. Bei Schauspiel, Musical, Gastspielen, der Benefiz-Gala und der Comedy-Burg, sowie den  Wanderungen mit Intendant Ris steigt der Ticketpreis in allen Kategorien um 3 Euro. Der Preis für das Familienstück wird in jeder Kategorie um 1 Euro erhöht und Tickets für die Kleine Bühne kosten 2 Euro mehr.

In seiner ersten Haushaltsrede formulierte es Oberbürgermeister Dirk Meid wie folgt: „Aber was wäre die Alternative? Rigoros sparen und die Entwicklung Mayens vernachlässigen? Damit ziehen wir keine Menschen in unsere Stadt. Wenn ich mir also das Defizit im Ergebnishaushalt ansehe, können und müssen wir damit leben, wollen wir nicht alle Aktivitäten zum Erliegen bringen. Hier verweise ich z.B. auf die Burgfestspiele, die wir uns einfach leisten müssen, als kulturelles Aushängeschild und als Besuchermagnet.“ Intendant Daniel Ris sagte im Anschluss an die Sitzung: „Das ist für uns eine große Freude und sehr ermutigend. Denn es ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Burgfestspiele in der Stadt und der Region und ganz allgemein der Kultur für unsere Gemeinschaft – auch und besonders in Zeiten der Krise.“

Der Kartenvorverkauf für die Saison 2021 startet aller Voraussicht nach Ende Januar 2021. Wir werden gesondert darauf in der Presse hinweisen. Vorfreude auf den kommenden Theatersommer kann man jedoch schon jetzt zu Weihnachten verschenken. Damit macht man nicht nur den Beschenkten eine große Freude, sondern unterstützt auch die Burgfestspiele in dieser für die Kunst schweren Zeit.

Gutscheine für die Burgfestspiele sind ab sofort erhältlich bei Bell Regional, Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942 oder per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de.

Weitere Informationen zu den Mayener Burgfestspielen gibt es unter www.burgfestspiele-mayen.de .

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Feuerwehr Kaisersesch mit neuer Feuerwehrdrehleiter perfekt ausgestattet

Kaisersesch, 10.12.2020 – Mit der neuen Feuerwehrdrehleiter hat die Freiwillige Feuerwehr Kaisersesch ein modernes und leistungsfähiges Einsatzfahrzeug erhalten. Mit 12 Meter Ausladung hat sie eine Rettungshöhe von 23 Metern und ist damit der bisherigen Drehleiter, die bereits 32 Jahre alt ist, bei Weitem überlegen.

Der Landkreis Cochem-Zell hat sich mit 120.000 Euro im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich des Feuerwehrwesens an der Drehleiter beteiligt. Dazu kommt noch eine in Aussicht gestellte Förderung des Landes Rheinland-Pfalz. Jeden Euro ist die Drehleiter wert, denn schon in den ersten Tagen konnten bei einem Hausbrand Menschen in großer Höhe gerettet werden. Das wäre mit der alten Drehleiter nicht so einfach möglich gewesen.

Das Einsatzgebiet der neuen Feuerwehrdrehleiter umfasst nicht nur die Verbandsgemeinde Kaisersesch, sondern auch die Nachbargemeinden und wo immer sie im Ernstfall benötigt wird. Dabei steht die Brandbekämpfung nicht unmittelbar im Vordergrund, denn die meisten Einsätze sind statistisch gesehen technische Hilfeleistungen und rettungsdienstliche Unterstützung.

Bürgermeister Albert Jung freut sich über die in Aussicht gestellte Bezuschussung des Landes und bedankt sich ganz herzlich bei allen, die an der Beschaffung der Drehleiter mitgewirkt haben, insbesondere auch beim Landkreis Cochem-Zell. „Ich bin stolz auf die Leistungen und die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehrleute und bedanke mich auch im Namen der Bürger*innen unserer Verbandsgemeinde. Für die Zukunft wünsche ich unseren Freiwilligen Feuerwehren noch viele erfolgreiche und gefahrlose Einsätze.“

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr“!

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Brückenbauer für den Kreis Düren gesucht

Düren, 10.12.2020 – Das Projekt „Koordination kommunale Entwicklungspolitik“ sucht Menschen mit und ohne Migrationserfahrungen, die ein umfangreiches Wissen zu entwicklungspolitischen Themen haben und als Multiplikator/-innen für diese Themen im Kreis Düren tätig werden möchten. Potentielle Schwerpunkte für Brückenbauer könnten die Themen Flucht und Migration, Geschlechtergleichstellung, Bildung, Armut oder etwa Menschenrechte sein.

 Wer sich angesprochen fühlt, kann sich am Dienstag, 15. Dezember, um 16 Uhr in die Online-Auftaktveranstaltung einwählen, bei der interessierte Brückenbauer/-innen genauere Informationen über das Projekt erhalten. Ziel ist es, Multiplikatoren zu gewinnen, die Schulen und andere Bildungseinrichtungen des Kreises Düren besuchen und in Form von Unterrichtsreihen oder innerhalb von Projekten ihre Erfahrungen und Expertisen in den verschiedenen Themenfeldern der Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeit teilen. Besonders wichtig ist dabei, dass der Austausch auf Augenhöhe und interaktiv stattfinden soll. Es soll ein Mehrwert für alle Beteiligten entstehen; für die Partnerakteure (Schulen) sowie für die Brückenbauer.

Die Brückenbauer erhalten für ihren Einsatz ein Honorar. Für die Bildungseinrichtungen entstehen keine Kosten. Der Aufbau eines Brückenbauerpools für Nachhaltigkeit und Entwicklungszusammenarbeit ermöglicht die Unterstützung und Fortbildung engagierter Menschen mit Migrationserfahrung, damit sie ihre Aktivitäten und Expertisen gezielter und effektiver einsetzen können

Wer sich für die Online-Veranstaltung anmelden möchte oder weitere Informationen benötigt, kann sich an Michelle Münstermann, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik

im Amt für Schule, Bildung und Integration des Kreises Düren, unter 02421/22-1040210 oder per E-Mail an m.muenstermann@kreis-dueren.de wenden. Mit der Anmeldung erhalten Interessierte auch die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung.