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Euskirchener Stadtmuseum erhält als erstes Museum in NRW einen Museumskoffer

Euskirchen, 05.03.2021 – Spurensicherung in der Geschichte. Besucht man ein Museum, so bekommt man nur einen Ausschnitt der Sammlung zu sehen. Eine Auswahl, die zur aktuellen Ausstellung – oder eben zur Dauerausstellung passt. Doch hinter den Kulissen besitzen die Museen noch eine Vielzahl von Objekten, die natürlich alle inventarisiert und sicher gelagert werden müssen. Doch das ist keine so einfache Aufgabe.

Eine Umfrage der LVR-Museumsberatung im Projekt „Provenienzforschung in NRW“ an die rund 1100 Museen in Nordrhein-Westfalen hat ergeben, dass über die Hälfte der antwortenden Museen Objekte besitzt, die noch nicht inventarisiert worden sind. „Deshalb haben wir einen Dokumentationskoffer als Hilfestellung entwickelt“, erzählt Annika Flamm, wissenschaftliche Referentin bei der LVR-Museumsberatung.

Diesen Koffer verteilt der LVR nun an die Museen im Rheinland, um ihnen die Inventarisierung zu erleichtern.

Als erstes Museum in NRW bekam nun das Euskirchener Stadtmuseum einen solchen Koffer überreicht. Das passt ganz hervorragend, denn die Zeit des Lockdowns wird im Kulturhof genutzt, um die Inventarisierung intensiv voranzubringen.

Dabei ist das Team des Euskirchener Museums schon vorbildlich unterwegs.

„Bei jedem Objekt, was uns zukommt, werden sofort alle Informationen notiert, die uns zur Verfügung stehen“, erzählt die Leiterin Dr. Heike Lützenkirchen. Mit dem Eingangsbuch aus dem LVR-Koffer wird dieser Arbeitsschritt noch einmal einfacher. Ist das Objekt im Museum erfasst, werden in einer digitalen Kartei die Herkunft, Geschichte und auch das Material festgehalten.

Gerade die unterschiedlichen Materialien stellen die Museumsmitarbeiter vor einige Herausforderungen, denn wenn man etwas inventarisieren will, muss es schließlich auch mit einer erkennbaren und haltbaren Nummer versehen sein.

„Das muss aber so gemacht werden, dass keine Beschädigungen am Objekt entstehen“, erklärt Annika Flamm.

Deshalb finden sich in dem Dokumentationskoffer eine Vielzahl von Hilfsmitteln, um diese Nummern anzubringen. Bei einem alten Stoff beispielsweise wird die Nummer mit wenigen Stichen angenäht, bei einem Silberpokal wird der Zettel mit Lack befestigt, der sich vollends wieder ablösen lässt.

„Der Koffer erinnert an die Werkzeuge der Spurensicherung in einem Krimi. In diesem Falle ist es eben die Spurensicherung in der Geschichte“, so Alfred Jaax, Erster Beigeordneter der Stadt Euskirchen, bei der offiziellen Übergabe des Koffers.

Das Stadtmuseum besitzt Sammlungsstücke aus Stoff, Metall, Holz, Papier, Porzellan, Glas und Plastik. Und die Sammlung aus Objekten, die einen direkten Bezug zu Euskirchen oder den Menschen, die hier leben, haben, soll weiterwachsen.

„Wenn jemand ein Objekt hat, welches er dem Stadtmuseum anbieten will, freuen wir uns darüber natürlich sehr“, sagt Museumsleiterin Dr. Heike Lützenkirchen. Wer ein Objekt abzugeben hat, kann sich an das Museum wenden unter Tel.: 02251-6507438 oder per Mail unter museum@euskirchen.de

Die perfekten Möglichkeiten für die Inventarisierung hat man nun ja.

Für das Team des LVR hat die Verteilaktion gerade erst begonnen. „In den nächsten Wochen erhalten dank der LVR-Museumsförderung noch 64 weitere Museen den Dokumentationskoffer“, so Annika Flamm.

Alle Informationen zum Inhalt des Koffers sowie ergänzende Materialen erhalten Sie hier: www.museumsberatung.lvr.de

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Kostenlose MeldeApp Eifel jetzt mit erweiterten Funktionen

Prüm, 05.03.2021 – Termin-Shopping ist zum wichtigen Bestandteil der aktuellen Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie geworden. Millionen Einzelhändler haben damit wieder eine Umsatzperspektive. Mit der MeldeApp Eifel können die Termine schnell und einfach digital vergeben werden.

Die MeldeApp Eifel ist seit letztem Sommer im Einsatz. Etwa 300 Betriebe, Vereine und Organisationen nutzen sie zur digitalen Erfassung von Gästen, Besuchern und Kunden in der Corona-Pandemie. Pünktlich zu den gerade beschlossenen Lockerungen in Rheinland-Pfalz wurde von der Agentur shapefruit, die diese App entwickelte, ein großes Update veröffentlicht: Die MeldeApp Eifel ermöglicht nun direkte Terminreservierungen.

Einzelhändler und andere Branchen haben nun die Möglichkeit, in festen Zeitfenstern Termine anzubieten. Sie können von den Kunden einfach online eingesehen und reserviert werden. Es entfällt umständliches Abstimmen via Telefon oder E-Mail: Der Kunde sieht sofort, welche Termine verfügbar sind und kann direkt seine Daten hinterlegen. Der Unternehmer spart Zeit und Aufwand – so kann er sich voll auf seine Kunden konzentrieren. Das System berücksichtigt automatisch Lüftungszeiten zwischen den Terminen und eine Maximalanzahl parallel anwesender Haushalte.

Die erfassten Daten werden datenschutzkonform vier Wochen gespeichert, um gegebenenfalls Kontaktverfolgungen durch die Gesundheitsämter zu ermöglichen. Danach werden sie automatisch gelöscht. Die MeldeApp Eifel ist komplett webbasiert. Es ist keine Softwareinstallation notwendig und sowohl für Händler als auch die Kunden kostenlos nutzbar.

Alle, die mit Gäste- oder Besucherkontakten arbeiten, können von der App profitieren: das Eiscafé ebenso wie der Wildpark, der Landgasthof ebenso wie der Sportverein und nun auch der Einzelhandel.

„Das Angebot ist für die Dienstleister, welche die MeldeApp nutzen, kostenfrei… und zwar unabhängig davon, ob sie Partner der Eifel Tourismus GmbH sind“, unterstreichen der Aufsichtsratsvorsitzende der Eifel Tourismus GmbH, Heinz-Peter Thiel und der Geschäftsführer Klaus Schäfer einen wichtigen Aspekt zur Unterstützung der Eifeler Wirtschaft.

Mit der MeldeApp Eifel werde ein niedrigschwelliges IT-Angebot umgesetzt, das gerade in Coronazeiten helfen kann, die Belastungen der Gastronomen, Veranstalter, Vereine und auch im Einzelhandel abzufedern und wichtige personelle oder zeitliche Ressourcen dort freier einzusetzen, wo sie Umsatz bringen: beim Gast, beim Besucher, beim Zuschauer und beim Kunden.

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Rekordverdächtig: Längste Bank der Eifel?

Schalkenmehren, 05.03.2021 – Entsteht am Schalkenmehrener Maar bald die längste Parkbank der Eifel? Die Hecken rund um das Maar sind bereits geschnitten. Der Frühling kann kommen. Am geteerten Maar-Rundweg, unweit des Angelvereins, liegt ein ca. 35 Meter langer Fichtenstamm, der Länge nach in zwei Hälften geschnitten. Für Brennholz zu machen viel zu Schade. Der Stamm ist so kerzengerade gewachsen, dass man sich durch vorstellen kann, dass hier eine rekordverdächtige Parkbank entstehen könnte. Das gegenüber liegende Gelände zum Maarufer ist bereits vollständig vom wilden Gestrüpp befreit worden.

Die wahrscheinlich längste Parkbank der Eifel würde freie Sicht aufs Maar garantieren. Die Idee könnte sich Kettensägenschnitzer Konrad Scholzen ausgedacht haben. Er ist ein wahrer Künstler mit der Kettensäge. Seine Skulpturen zieren Parkanlagen und Vorgärten in ganz Deutschland. Und für Schalkenmehren wäre die „Rekordbank“ zweifellos eine clevere Marketing-Idee. Ob in Schalkenmehren tatsächlich die längste Bank der Eifel entsteht, wissen wir noch nicht. Vorstellbar wäre es jedenfalls. Das Geheimnis wird sicherlich bald der Ortsbürgermeister lüften.

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Die Eifel geht mit 200 neuen Angeboten in die Tourismussaison 2021

Prüm, 04.03.2021 – Die Eifel steht mit mehr als 200 Angeboten in den Startlöchern zur Tourismussaison 2021. Ein neues Printmagazin „Auf Tour“ sowie vier neue Landingpages, welche eng mit den Landesmarketingorganisationen Rheinland-Pfalz Tourismus und Tourismus NRW verzahnt sind, präsentieren jahreszeitlich gestaffelt neue buchbare Urlaubsangebote.

Nach wie vor stehen die großen Themen Naturerleben, Wandern und Radfahren im Mittelpunkt – die Eifel erweist sich als ideale Destination für Aktivurlaub und für alle Altersklassen. Dabei haben sich die mit der Eifel Tourismus GmbH kooperierenden Gastgeber voll auf den weiter verstärkten Trend zu kurzfristigen Anfragen und Planungen eingestellt. Entsprechend aktuell ist die Konzeption der Angebote.

Sie sind damit in der Lage, Wertschöpfung direkt in die Region zu bringen und zu erhöhen. Zugleich ist optimale Besucherlenkung ein Thema der Angebote – sie bietet Sicherheit in Pandemiezeiten und vor allem auch eine komfortable Orientierung für die Gäste. Dabei unterstützen zunehmend digitale Lösungen. „Die Digitalisierung sehen wir als Motor, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe abzusichern“, erläutert Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, die Rahmenbedingung für eine Weiterentwicklung der Tourismusregion Eifel.

Sehr zuversichtlich zeigt sich auch der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende der Eifel Tourismus GmbH Heinz-Peter Thiel. Er bringt die Kernbotschaft der Eifel so auf den Punkt: „Der Lockdown und die damit verbundenen Verluste können den Tourismus in der Eifel nicht in die Knie zwingen. Alle Partner sind hier näher zusammengerückt, packen die zukunftsfähigen Projekte gemeinsam an und antworten auf die Herausforderungen der kommenden Jahre“.

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DEHOGA Präsident Haumann fordert Landesregierung auf: Ihre Versprechen einzulösen und einen eigenen Rheinland-Pfalz-Weg zu ermöglichen

Region/Bad Kreuznach, 04.03.2021 – DEHOGA Präsident Gereon Haumann fordert die rheinland-pfälzische Landesregierung auf, die Versprechungen einzulösen und einen eigenen „Rheinland-Pfalz-Weg“ zu ermöglichen:

a) die Außengastronomie sofort (spätestens 15.03.21) zu öffnen, um wildes Picknick im Weinberg oder auf Parkbänken/-Tischen zu verhindern. Dort wird weder die Kontaktbeschränkung noch der Abstand eingehalten, auch keine Maske getragen und es werden keine Hände desinfiziert eben so wenig Kontakte analog oder digital erfasst.

b) die Hotels eine Woche später zu öffnen, um Familienbesuche an Ostern geordnet ablaufen zu lassen, anstatt den Besuch auf dem Ausziehsofa übernachten zu lassen.

Haumann: „Nun kann die Landesregierung eine Woche vor der Wahl zeigen, ob sie Wort hält und die Außengastronomie und die Hotels rechtzeitig vor Ostern öffnet. Das Infektionsgeschehen in Rheinland-Pfalz ist besser als in fast allen anderen Bundesländern und lässt das zu!“

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Haltepunkte der Erfttalbahn werden auf Vordermann gebracht

Bad Münstereifel, 04.03.2021 – Die Stationen der Bahnstrecke zwischen Kreis- und Kurstadt sollen alle bis 2026 modernisiert sein.
Möglich machen das verschiedene Förderprogramme. Die Nutzer der Bahnverbindung von Bad Münstereifel nach Euskirchen dürfen sich über den Ausbau der Haltepunkte freuen. Über das Programm „BahnhofskonzeptPlus“ des Bundesverkehrsministers sollen auch 111 kleinere Stationen deutschlandweit von einer Modernisierung
profitieren.

Davon befinden sich drei in unserem Kreis. Bis 2026 sollen die
Bahnsteige in Bad Münstereifel-Arloff, -Iversheim und Euskirchen-Zuckerfabrik vollständig neu und barrierefrei gebaut werden. Das hat jetzt der Kreistagsabgeordnete Thilo Waasem (SPD) erfahren. „Wir setzen uns schon lange für Verbesserungen der Schienenanbindung
in die Kurstadt ein. Umso mehr freuen wir uns, dass die Planungen und die Finanzierrungen nun stehen.“ so Waasem.

Sein Genosse Karl Michalowski ergänzt: „Vorgesehen ist auch, dass die vollständige Bahnsteigmöblierung erneuert wird. Zudem werden die Bahnsteige verlängert, damit künftig auch längere Triebwageneinheiten
eingesetzt werden können.“

Nach Informationen der Sozialdemokraten sind die Haltepunkte Euskirchen-Stotzheim und -Kreuzweingarten bereits in einem anderen Erneuerungsprogramm „Modernisierungsoffensive 3“ enthalten
und sollen in den nächsten Jahren gleichermaßen ausgebaut werden.

Für die Endstation der Bahnlinie in Bad Münstereifel steht ebenso der Ausbau an. Dort soll ein neuer Kombi-Bahnsteig mit Überdachung entstehen, sodass der Umstieg von der Bahn in den Bus komfortabel und barrierefrei gestaltet ist. Die Genossen haben nun eine Anfrage an die Verwaltung über den Realisierungssachstand gestellt. „Wir freuen uns darüber, dass alle Stationen bis 2026 auf Vordermann gebracht sein sollen. Weiterhin setzen wir uns für eine Elektrifizierung und Ertüchtigung der Bahnanlage für schnellere Reisegeschwindigkeiten ein.“ so SPD-Fraktionschef Michalowski.

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Endlich wieder Motorengeräusche! Kontaktlose Touristenfahrten eröffnen die Nürburgring-Saison

Nürburg, 03.03.2021 – Die kontaktlosen Touristenfahrten eröffnen am kommenden Wochenende (6. und 7. März) die Nürburgring-Saison 2021. Zum ersten Mal in diesem Jahr kann die geschichtsträchtige Nordschleife wieder umrundet werden. Wer sein Fahrzeug hier bewegt, benötigt besonderes Geschick und Umsicht – denn die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt wartet mit einer Länge von 20,832 Kilometern, 73 Kurven und 300 Metern Höhenunterschied pro Runde. Damit jeder diese Faszination selbst und nach einheitlichen Regeln erfahren kann, gilt während der Touristenfahrten die Straßenverkehrsordnung. Zudem setzt der Nürburgring wieder auf das erprobte Konzept der „kontaktlosen Touristenfahrten“, das sich bereits im vergangenen Jahr bewährt hat. Die geöffneten Parkplätze an der Nordschleife sollen Fahrern den nötigen Raum für Ruhepausen geben. Ordner kontrollieren hier die Einhaltung der Regeln wie Abstand und Maskenpflicht. Alle Termine gibt es unter: www.nuerburgring.de/greenhelldriving


Die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und das Abstandsgebot gelten auch auf den geöffneten Parkplätzen an der Nordschleife. Foto: Nürburgring

Die Rückkehr der Motorengeräusche ist jedes Jahr ein besonderer Moment am Nürburgring. In Zeiten der Pandemie steht aber vielmehr die Gesundheit aller Beteiligten im Mittelpunkt. Seit vergangenem Jahr gibt es deshalb die „kontaktlosen Touristenfahrten“. Das Konzept gilt als erprobt, denn keine einzige Corona-Infektion im Landkreis Ahrweiler ist auf das Fahrangebot zurückzuführen. Damit dies auch so bleibt, gelten am Nürburgring weiterhin einheitliche Regeln. So sind Guthaben und Tickets ausschließlich online erhältlich – auf der Webseite des Nürburgrings und im Green-Hell-Driving-Portal, von Zuhause am PC oder von unterwegs mit dem Handy. Vor Ort gelingt die Zufahrt zur Strecke kontaktlos per vorgehaltenem QR-Code oder per Karte. Analog der Corona-Regeln ist die Teilnahme an den Touristenfahrten maximal zu zweit pro Fahrzeug möglich.

Das Aussteigen auf dem Areal der Nordschleifen-Zufahrt ist wie im vergangenen Jahr nicht erlaubt. Hier bleibt der gesamte Parkbereich gesperrt. Lediglich der Besuch des regelmäßig desinfizierten WCs ist möglich. Für Notfälle und Probleme sind das Büro an der Nordschleife und eine Clearingstelle auf dem Parkplatz gegenüber der Nordschleifen-Zufahrt besetzt – auch hier wurden die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen für den Schutz aller Beteiligten getroffen. An der zweiten Zufahrt im Adenauer Stadtteil Breidscheid bleibt die Schranke weiterhin geschlossen.

Geöffnete Parkplätze bieten Raum für Erholung
Rund um die Nordschleife werden die Parkplätze an den Streckenabschnitten Brünnchen und Pflanzgarten sowie der Parkplatz „In der Acht“ gegenüber der Nordschleifen-Zufahrt geöffnet sein. Neben Wanderern und Radfahrern, die bereits in den vergangenen Wochen diese Flächen nutzten, stehen sie ab kommendem Wochenende auch den Touristenfahrern als Erholungsraum zur Verfügung. Hier gelten die allgemeinen Corona-Regeln wie das Abstandsgebot und eine Maskenpflicht. Für die Einhaltung der Verhaltensrichtlinien sorgen durch den Nürburgring eingesetzte Ordner. Zudem bittet die Rennstrecke ihre Fans auch weiterhin die „Stay at home“-Regel zu beachten und nicht ausschließlich zum Zuschauen anzureisen. Dabei setzen die Betreiber neben dem durchdachten Konzept auch auf die Eigenverantwortung eines jeden einzelnen. Um die gestiegenen Personalkosten zu refinanzieren hat sich der Nürburgring entschlossen, eine Parkgebühr von zwei Euro pro Fahrzeug zu erheben. Der Parkschein gilt den ganzen Tag auf allen geöffneten Parkplätzen.

Weitere Informationen gibt es unter: www.nuerburgring.de

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Vier Monate geschlossen – Jetzt reichts! – DEHOGA: Außengastronomie sofort öffnen – Osterurlaub ermöglichen

Region/Bad Kreuznach, 02.03.2021 – Mit drei stillen Mahnwachen in den großen rheinland-pfälzischen Städten Trier, Mainz und Koblenz in dieser Woche, mit über 600 Teilnehmern, hat der DEHOGA Rheinland-Pfalz ein Ausrufezeichen gesetzt. „Auf den Tag genau am 2. März sind unsere Betriebe im zweiten Lockdown 4 Monate geschlossen. Jetzt reichts!“ Anfang dieser Woche finden Mahnwachen auch in zahlreichen weiteren DEHOGA Landesverbänden statt, um bundesweit vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz, an sämtliche politische Türen auf Landes- und Bundesebene zu klopfen. Wir wollen als DEHOGA gemeinsam für unsere Branche das Bestmögliche erreichen: Lasst uns endlich wieder öffnen!

Die folgenden Spitzenpolitiker werden ein Statement abgeben:

Doris Ahnen, MdL, Finanzministerin und stellvertretende SPD-Vorsitzende,

Christian Baldauf, MdL, Fraktionsvorsitzender und CDU-Spitzenkandidat,

Daniela Schmitt, Wirtschafts-Staatssekretärin und FDP-Spitzenkandidatin,

Jutta Blatzheim-Roegler, stellv. Fraktionsvorsitzende der B90/GRÜNEN

Dr. Joachim Streit, Landrat und Spitzenkandidaten der Freien Wähler

Erste Politiker fordern eine Öffnung der Außengastronomie, das ist gut, richtig und wichtig! Infektiologisch spricht alles dafür, die Außengastronomie so schnell wie möglich zu öffnen und nicht bis Ostern zu warten.

DEHOGA Präsident Gereon Haumann: „Das Wochenende hat doch erneut gezeigt, dass es gerade bei schönem Wetter die Menschen nach den dunklen Wintermonaten nach draußen zieht. Dies führt teilweise zu enormen Ansammlungen an wenigen Begegnungspunkten im öffentlichen Raum. Dort wird sich unkontrolliert, ungeordnet und in unbegrenzter Menge getroffen. Es werden keine Hände desinfiziert, kein Abstand gehalten, keine Masken getragen und auch keine Kontakte erfasst.! Mit dem sofortigen Öffnen der Außengastronomie werden unkontrollierte Ansammlungen im öffentlichen wie im privaten Raum vermieden und Begegnungspunkte entzerrt!“

Bereits im letzten Frühjahr hat das Gastgewerbe bewiesen, dass die Hygienekonzepte mit Abstand, Gästeregistrierung und Kontaktbeschränkungen einwandfrei funktionieren. So lassen sich mehr sichere Plätze anbieten und Infektionsgefahren reduzieren. Konzepte für ein behutsames und stufenweises Öffnen haben wir mehrfach vorgelegt und sind intelligenter als pauschale Dauer-Lockdowns.

„Wir fordern die umgehende Öffnung des Außengastronomie; spätestens zum 15.03.21 und die Öffnung der Hotels auch wieder zu touristischen Zwecken ab dem 22.03.21, so dass Osterurlaub in Rheinland-Pfalz möglich wird!“ So lautet die klare Erwartung von DEHOGA-Präsident Haumann an die Ministerpräsidentin Malu Dreyer vor der nächsten MPK am Mittwoch und weiter: „Dies ist verantwortliches politisches Handeln, da wir nicht die Ursache, sondern Teil der Lösung des Problems sind!“

Man sollte den Menschen mehr zutrauen und dabei auch endlich die Chancen der Digitalisierung und auch der Möglichkeiten von Schnelltests aktiv nutzen.“

Haumann hatte bereits bei den Mahnwachen in der vergangenen Woche in Trier, Mainz und Koblenz gefordert: „Die Politik muss jetzt Verantwortung zeigen und handeln. Wir wollen einen konkreten Öffnungsplan mit verbindlichen und dauerhaften Perspektiven für das Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz! Der DEHOGA fordert einen Fahrplan mit klaren und nachvollziehbaren Kriterien, wann, wer, unter welchen Bedingungen dauerhaft wieder öffnen darf.“ Es geht um die wirtschaftliche Existenz der 13.500 Gastgeber-Familien und ihre 150.000 Beschäftigten. Jede vierte Familie bezieht in Rheinland-Pfalz ein Haupt- oder Nebeneinkommen aus dem Tourismus. Über 90% der Unternehmer sind bereits in zweiter oder dritter Generation als Gastgeber tätig.

„Die Gesundheit und Sicherheit der Gäste, Mitarbeiter und Gastgeber haben für uns weiter oberste Priorität! Es gibt kein einziges signifikantes Infektionsgeschehen in einem Gastgewerbebetrieb in Rheinland-Pfalz. Die Gäste waren und sind auch zukünftig in den DEHOGA Betrieben jederzeit sicher aufgehoben. Lasst uns öffnen – Ohne Gastgeber wird‘s sonst trostlos, geschmacklos und schlaflos!“, so Präsident Gereon Haumann abschließend.

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Vergangene Kulturen erleben! Wanderbare Pellenz

Plaidt/Kretz, 02.03.2021 – Auf den Pfaden der Vergangenheit wandern! Vom Römerbergwerk Meurin in Kretz geht es in den Ortskern nach Nickenich und dann weiter zur Permakulur in Andernach-Eich.

Gestartet wird an der kleinen Pfarrkirche St. Marien in Kretz, von der aus es die Hauptstraße runter und dann zweimal rechts in den Hahnenwiesenweg geht. Idyllisch wandern Sie entlang des Krufter Bachs bis der Weg eine Kurve macht und Sie unter einer Unterführung hindurch auf die Mühenstraße führt. Hier folgen Sie dem Weg immer geradeaus bis zum Parkplatz des Römerbergwerks Meurin mit Antiker Technikwelt. Es lohnt sich eine kleine Pause einzulegen und sich das sagenhafte Bergwerk einmal anzuschauen.

Staunen Sie über das größte erhaltene römische Tuffbergwerk nördlich der Alpen und wandeln Sie in den begehbaren Abbauschächten umher. Nach dem Besuch verlassen Sie den Parkplatz rechtsherum und folgen dem kleinen Weg über die Gleise. Immer geradeaus entlang der herrlichen Felder, nehmen Sie den fünften Weg links hoch. Über die Landstraße hinweg folgen Sie der Straße „Im Breitholz“ bis zur „Permakulur“, wo nachhaltige und moderne Landwirtschaft nach den Prinzipien der Permakultur betrieben wird. Gehen Sie den Weg ein Stück zurück und biegen Sie hinter den Hallen erst rechts und dann links ab.

Der Weg führt Sie bei sagenhafter Aussicht nach Nickenich. Vorbei an einer beeindruckenden Abbaugrube biegen Sie an der Kirche St. Arnulf, die 1848 nach Plänen von Lassaulx erbaut wurde, links ab. Überqueren Sie die Andernacher Straße und halten Sie sich erst links und dann rechts. Die Plaidter Straße führt Sie über die Landstraße hinweg zurück in die Felder Richtung Kretz. An der dritten Wegkreuzung geht es rechts zurück über die kleine Brücke zum Römerbergwerk Meurin.

Fakten zur Strecke
Länge: 14,0 km
Dauer: 3,30h
Steigung/Gefälle: 140 m
Start/Parkmöglichkeit: Kirche, Hauptstraße 13, Kretz
Anspruch: mittel

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SGD Nord und Stadt Gerolstein starten Ziegen-Beweidungs-Projekt

Gerolstein, 01.03.2021 – Die Felsen der Munterley sind nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt Gerolstein und von besonderer geologischer Bedeutung, sie sind wegen ihrer exponierten Lage auch der Lebensraum einer Vielzahl von wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten. Um diesen Biodiversitäts-Hotspot zu erhalten, startet die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord nun zusammen mit der Stadt Gerolstein ein Ziegenbeweidungsprojekt. „Indem die Ziegen die Sträucher fressen, halten sie die Landschaft offen und sorgen somit dafür, dass die dort zu
findenden Tier- und Pflanzenarten weiterhin die Bedingungen vorfinden, die sie zum Leben brauchen“, sagt Uwe Hüser, der Präsident der SGD Nord, die das Projekt fachlich begleitet und finanziell unterstützt.

Der Bau des notwendigen, etwa 14.000 Euro teuren Zauns wird über die SGD Nord vom Land bezahlt. Und auch die Kosten für die Beweidung werden von ihr zur Verfügung gestellt. Die Stadt übernimmt die Kosten für eine Fotovoltaik-Stromanlage, ein Wasserfass und das Freischneiden der Trassen. „Für die Stadt Gerolstein sind die Felsen der Munterley ein besonderer Ort. Wir sind froh, dass wir den hier zu findenden Artenreichtum auf diese Weise erhalten können und freuen uns über die Zusammenarbeit mit der SGD Nord“, erklärt Stadtbürgermeister Uwe Schneider.

Die Ursprünge der sogenannten Gerolsteiner „Dolomiten“ liegen im warmen Mitteldevonmeer. Dort entstand ein Korallenriff, das durch das Einwaschen von magnesiumhaltigem Wasser verhärtete und dolomitisierte. In späteren Erdzeitaltern entstanden so Geländehebungen und Auswaschungen. Zu der außergewöhnlichen Biodiversität hat auch der Mensch durch seine frühe und kontinuierliche Besiedlung des Bereiches beigetragen. Das zeigt die Siedlungsgeschichte der Buchenlochhöhle, des Juddekirchhofes und der Villa Sarabodis: Die Weidetiere der frühen Bewohner sorgten dafür, dass die Landschaft offen gehalten wurde. Die kargen Hänge der Munterley waren dabei bevorzugtes Weideland der Ziegen, die als wahre Kletterkünstler auch schwer zugängliches Weidefutter nutzten. Im Volksmund wird die Magdalenenhöhle an der Munteley-Felswand heute noch „Jeesdeppe“ genannt, weil sich dort vermutlich die Weideziegen vor schlechtem Wetter schützten.